Singularity Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernhard Wagner seit 3.5.2024 | Prokura |
Matthias Stangl seit 2.2.2021 | Prokura |
Thomas Joachim Dr. Fröhlich seit 28.10.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Christian HaindlCH Beteiligungsverwaltungs GmbH | 50.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.00% | |
| 25.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WORK MICROWAVE GmbHHolzkirchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell WORK Microwave GmbH (im folgenden WORK Microwave) ist ein seit seiner Gründung 1986 in Holzkirchen bei München ansässiges, mittelständisches Technologieunternehmen im Bereich Mikrowellentechnik und digitaler Signalverarbeitung. WORK Microwave entwickelt, produziert und vertreibt weltweit hochtechnologische Produkte für Märkte in der Satellitentelekommunikation, Satellitennavigation, Verteidigungselektronik und der industriellen Fertigungsüberwachung/Sensorik. Hierfür sind die zentralen Geschäftsprozesse vollständig unternehmensintern abgebildet. WORK Microwave hat mehr als 35 Jahre Erfahrung, Marktbedürfnisse zu antizipieren und eine innovative und kreative Vorgehensweise für die Entwicklung von Frequenzkonvertern, Sendern/Empfängern für Satellitenkommunikation nach DVB und anderen Übertragungsstandards, sowie andere digitale Signalverarbeitungstechnologien unter Berücksichtigung höchster Standards für Qualität, Zuverlässigkeit und Leistung. SMD-Bestückung, Gehäusefertigung/CNC, Montage und Endtest finden komplett am Standort Holzkirchen statt und ermöglichen effektive Klein- und Kleinstserienfertigung. Dabei bedient sich das Unternehmen eines Personalstamms an hochqualifizierten Mitarbeitern und entwickelten Know-hows, welche neben externen Materialzukäufen als wesentliche Einsatzfaktoren für die Geschäftstätigkeit anzuführen sind. Der Beschaffungsmarkt für die Produktionsgüter spannt sich über Europa, Asien und Nordamerika. WORK Microwaves Kunden sind Betreiber von Kommunikationsdiensten, Systemintegratoren, Hersteller von Verteidigungssystemen und öffentliche Auftraggeber weltweit. Seit 2015 betreibt die WORK Microwave GmbH eine Tochtergesellschaft in den USA. Die WORK Microwave Inc. mit Sitz in Duluth, Georgia, agiert als reine Vertriebsgesellschaft. 2017 wurde ein Vertriebsbüro in Singapur für den APAC-Raum eröffnet, 2018 in Frankreich für Süd- und Westeuropa. Die WORK Microwave GmbH unterliegt mit ihrer Geschäftstätigkeit, neben der Entwicklung der Märkte, auf denen sie tätig ist, den rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen als wesentliche externe Einflussfaktoren. Einfluss haben dabei insbesondere politische Entscheidungen über die Förderung von Entwicklungen, bestimmte Investitionsprogramme, nationale Beschaffungsvorgaben, sowie teilweise Exporteinschränkungen. 1.2. Forschung und Entwicklung WORK Microwave entwickelt und fertigt mit hoher Wertschöpfungstiefe und hohem eigenem Produktionsanteil. Aufgrund der damit einhergehenden Kostenstruktur ist das Unternehmen in erster Linie auf die Entwicklung von qualitativ hochwertigen und technologisch führenden Produkten ausgerichtet. Dies erfolgt in der Regel durch eine Konzentration auf Nischenmärkte. F&E-Aktivitäten werden entweder eigenfinanziert oder mittels Fördervorhaben aus unterschiedlichen öffentlichen Budgets unterstützt. In Einzelfällen werden spezifische Entwicklungen durch Kunden finanziert. Darüber hinaus kooperiert das Unternehmen im Bereich F&E mit unterschiedlichen Hochschulen und Forschungsinstituten. Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2023 ca. 7-8% des Jahresumsatzes in folgende Entwicklungen investiert: 1) Produktentwicklung im Bereich Modems, Detektoren, Konverter und Verstärker für optische Satellitenkommunikation 2) Produktentwicklung luftgestützter SIGINT Produkte und andere Produkte zur Erweiterung des Portfolios im Bereich Verteidigungselektronik 3) Vorentwicklung neuer Sensortechnologien für identifizierte Zukunftsmärkte 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der adressierbare Markt von WORK Microwave erweist sich trotz internationaler Spannungen und Kriege in 2023 als relativ robust. Die globale Lieferketten-Problematik ist weitgehend überwunden, die Liefertreue der Schlüssellieferanten liegt bei teilweise allerdings deutlich längeren Lieferfristen wieder auf dem Vor-Corona Niveau. Damit konnte das Unternehmen seinen Lieferverpflichtungen weitestgehend pünktlich nachkommen. Der Auftragseingang wurde in 2023 im Vergleich zu 2022 um ca. 13% gesteigert, was die Basis für die Umsatzsteigerung auf rund 27 Mio darstellt. In seinem Kerngeschäft, dem klassischen, geostationären Satellitenkommunikationsmarkt nimmt WORK Microwave mit seinen Frequenzkonvertern weiterhin eine weltweit marktführende Rolle ein. Unverändert treten einige Wettbewerber mit sehr aggressiven Preisen auf dem Markt auf und setzen die Margen damit unter Druck. WORK Microwave konnte sich bis dato aufgrund seiner hohen technologischen Kompetenz und langjährigen Kundenbeziehungen gut behaupten. Das Portfolio der Produkte im Bereich Digital Satcom ((Optische) Modems, Demodulatoren, Modulatoren) wird stetig weiter entwickelt und ist damit gut positioniert für den Verkauf von Kommunikationsprodukten für optische Bodenstationen. Diese Technologie, wie auch der Bereich Verteidigungselektronik dürfte aufgrund der Zunahme internationaler Spannungen in den kommenden Jahren von steigenden internationalen Investitionen in Sicherheits- und Verteidigungsprogramme profitieren. WORK Microwave kann damit ein interessantes und zukunftssicheres Produktportfolio vorweisen, welches entsprechendes Wachstumspotential für die Zukunft bietet. 2.2. Geschäftsverlauf Der Rekordumsatz im Kerngeschäft Frequenzkonverter aus dem Jahr 2022 konnte in 2023 nicht mehr erreicht werden, mit über 17 Mio EUR war dieser Geschäftsbereich jedoch unverändert der weitaus größte Umsatzträger. Dieser Rückgang wurde in etwa kompensiert durch steigendes Geschäft im Bereich Digital Satcom begleitet von guten Umsätzen in den Geschäftsbereichen Verteidigungselektronik und Sensorik. Damit konnte ein Gesamtumsatz von 26,8 Mio EUR erzielt werden, was einer Steigerung von 3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht und damit einen neuen Höchstwert der Firmengeschichte darstellt. Die US-Tochter WORK Microwave Inc. konnte auch im Jahr 2023 mit rund 5,6 Mio USD Umsatz maßgeblich zum Geschäftserfolg beitragen. Das Geschäftsergebnis für 2023 (vor Gewinnabführung an die Gesellschafterin) weist einen Gewinn (EBT) in Höhe von 4.810 TEUR (i. Vj. 3.794 TEUR) aus, mit einem Rohergebnis von 21.616 TEUR (i. Vj. 19.654 TEUR). Die Geschäftsführung war in ihrer Prognose für das Geschäftsjahr 2023 von einem schwächeren Umsatz ausgegangen (25.200 TEUR), bei einem geplanten Gewinn (EBT, vor Gewinnabführung an die Gesellschafterin) von ca. 1.400 TEUR. Die Planung wurde somit vor allem im Ergebnis übertroffen, was durch den hohen Deckungsbeitrag des über den Plan hinausgehenden Umsatzes erklärt werden kann. Im 2. Halbjahr 2023 verzeichnet WORK Microwave einen geringeren Auftragseingang im Vergleich zum 1. Halbjahr 2023, entsprechend sind vor allem zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 geringere Umsätze zu erwarten. Das Erreichen des Umsatzniveaus von 2023 in 2024 ist entsprechend herausfordernd und erfordert hohe Auftragseingänge in den ersten Monaten 2024, welche noch bis zum Jahresende 2024 ausgeliefert werden und damit zur Erreichung des Umsatzziels beitragen können. 2.3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 2.3.1. Ertragslage Das Rohergebnis konnte im Vergleich zur Vorperiode von 19.654 TEUR auf 21.616 TEUR um 1.962 TEUR gesteigert werden. Dies ist zum einen auf die Steigerung des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr aber auch durch die Verschiebung von Produktionsaufträgen hin zu Entwicklungsaufträgen für unsere Kunden zurückzuführen. Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 von 11.424 TEUR um 1.350 TEUR auf 12.774 TEUR erhöht. Im Jahr 2023 wurden im Durchschnitt 159 Mitarbeiter im Vollzeitäquivalent beschäftigt. Verglichen zum Vorjahr mit 126 Mitarbeitern im Durchschnitt hat sich die Mitarbeiteranzahl im Durchschnitt um 33 Mitarbeiter (+26 %) erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um rund 138 TEUR auf 3.213 TEUR gesunken. Dies hängt mit höheren Renovierungskosten im Vorjahr aber auch mit gesunkenen Energiekosten zusammen. Nach sonstigen Steuern weist die WORK Microwave GmbH ein Ergebnis von 4.809 TEUR (vor Gewinnabführung an die Gesellschafterin) aus. Das Ergebnis liegt um 1.015 TEUR über dem Vorjahr. Im Ergebnis enthalten ist eine Dividende unserer US-Vertriebstochter in Höhe von 446 TEUR, weitere ungewöhnliche oder nicht wiederkehrende Ereignisse sowie wesentliche ökonomischen Veränderungen liegen dem Ergebnis aber nicht zugrunde. 2.3.2. Vermögens- und Finanzlage a. Vermögenslage und Kapitalstruktur Die Vermögens- und Kapitalstruktur in der Bilanz des Unternehmens ist stabil und ausgewogen. Die langfristigen Aktiva beinhalten das Anlagevermögen sowie den aktiven Rechnungsabgrenzungspostens (169 TEUR). Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (TEUR 362) als auch ins Sachanlagevermögen (TEUR 1.580) nach Abschreibungen um rd. 686 TEUR angestiegen und weist zum Jahresende einen Wert von TEUR 4.728 TEUR auf. Die langfristigen Aktiva sind vollumfänglich durch Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Aktiva sind absolut deutlich angestiegen, was vor allem auf den stark gestiegenen Bestand an Vorräten zurückzuführen ist. Die Lagerbestände steigen deutlich und liegen zum Geschäftsjahresende vor Saldierung mit den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen und ohne Einbezug der geleisteten Anzahlungen mit 8.797 TEUR um 1.936 TEUR über dem Vorjahr. Dieser Anstieg ist auf einen sehr hohen Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe aber insb. die stark gestiegenen unfertigen Bestände zurückzuführen. Gestiegene Einkaufspreise sowie eine notwendige Vorratshaltung kritischer Artikel führen zum Anstieg, dennoch planen wir in Zukunft auch aufgrund der Umsatzverlagerung zu mehr Forschungs- und Entwicklungsaufträgen die Lagerbestände zu reduzieren. Unser Eigenkapital liegt unverändert bei 5.934 TEUR und entspricht einer Eigenkapitalquote von 28% (Vj. 36%). Der Rückgang der Eigenkapitalquote liegt an der insgesamt stark gestiegenen Bilanzsumme, wir erachten den Anteil aber weiterhin als ausreichend. Die langfristigen bzw. mittelfristigen Verbindlichkeiten beinhalten unbefristete Darlehen der Gesellschafterin, die zum Geschäftsjahresende unverändert 2.530 TEUR betragen. b. Investitionen In 2023 erhöhte sich das Anlagevermögen um insgesamt 686 TEUR, die Abschreibungen lagen bei 1.125 TEUR. Die Immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 218 TEUR, die technischen Anlagen um 646 TEUR. Unsere Betriebs- und Geschäftsausstattung verringerte sich planmäßig durch Abschreibungen um 54 TEUR. c. Liquidität
Im Geschäftsjahr 2023 kam es zu einem nochmals niedrigeren Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit als im Vorjahr. Dies ist vor allem auf den strategisch bewussten Aufbau von Vorräten zurückzuführen. Die Gesellschaft ist jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Eingetretene oder absehbare Liquiditätsengpässe gibt es nicht. 2.3.3. Auftragsbestand Der Auftragseingang in 2023 lag mit 26.424 TEUR deutlich über dem Vorjahreswert (23.304 TEUR), was zu einem entsprechenden Wachstum des Umsatzes geführt hat. Der Auftragsbestand zum Ende der Berichtsperiode (31.12.2023) liegt mit 17.020 TEUR leicht unter dem Vorjahres-Endwert von 17.864 TEUR. Eine deutliche Umsatzsteigerung in 2024 im Vergleich zu 2023 erscheint aus diesem Grund eher unwahrscheinlich. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Aufgrund des niedrigeren Auftragsbestands zu Beginn des Geschäftsjahres wird für das Jahr 2024 nur ein schwacher Umsatzzuwachs erwartet. Das Unternehmen rechnet zwar mit einer unterjährigen Verbesserung der Situation, ohne jedoch das Vorjahresergebnis (Gewinn) erneut zu erreichen. Nachdem sich die Auswirkungen durch die Corona-Pandemie mittlerweile normalisiert haben, bringt die Verhärtung wirtschaftlicher und militärischer Fronten zwischen den USA und China sowie der Ukrainekonflikt neue Herausforderungen mit sich. Nachdem sich der Auftragseingang im Q1/24 nur durchschnittlich entwickelt hat, und der Umsatz des Q1/24 doch relativ deutlich hinter dem Jahresmittel verblieben ist, verbleibt eine nicht unerhebliche Unsicherheit für die Geschäftsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte, für die der Auftragseingang bis ca. September von Bedeutung ist. Die Geschäftsleitung geht mittelfristig davon aus, dass sich im institutionellen (einschließlich militärischen) sowie kommerziellen Satellitengeschäft die Bedeutung der niedrig-fliegenden Konstellationen weiter festigen wird. Die Finanzierungsprobleme kommerzieller Konstellationen werden sich aufgrund des global gestiegenen Zinsniveaus eher vergrößern, was das Verschwinden weiterer Satelliten-Konstellationspläne zur Folge haben kann. WORK Microwave ist mittlerweile in beiden Segmenten (GEO und Non-GEO) mit Produkten vertreten. Darüber hinaus ist aktuell ein starkes Interesse und eine klare Zukunftsperspektive für optische Kommunikation vom Orbit zur Erde zu erkennen, in der das Unternehmen im Rahmen von Pilotprojekten beauftragt ist und sich im zunehmend stärker umkämpften internationalen Markt behaupten muss. Für den Geschäftsbereich Defense stellt die weltweit steigende Investitionsbereitschaft in Verteidigungselektronik eine gute Perspektive dar. Ende Q1/24 wurden von langjährigen Kunden erhebliche Forecast-Steigerungen für die Jahre 2024-26/27 angekündigt. In Summe wird für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatz von ca. 28 Mio. EUR geplant (+ 4,5%). Aufgrund höherer Ausgaben vor allem im Bereich Personal wird jedoch nicht mit einer Wiederholung des Vorjahresergebnisses sondern einem deutlich niedrigeren Ergebnis gerechnet. 3.2. Risikobericht 3.2.1. Risikomanagement Die Geschäftsbereiche der WORK Microwave GmbH sind aufgrund der unterschiedlichen Märkte durch individuell verschiedene Chancen- und Risikoprofile gekennzeichnet, zu deren frühzeitiger Erkennung, Bewertung und Begrenzung, unternehmenseinheitliche Planungssysteme sowie Steuerungs- und Kontrollsysteme genutzt werden. Die eingesetzten Methoden der Risikoerhebung reichen von Markt- und Wettbewerbsanalysen über enge Kontakte zu Kunden, Lieferanten und Institutionen bis zur Verfolgung von Risikoindikatoren aus dem wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Umfeld. 3.2.2. Gesamtwirtschaftliche Risiken und Branchenrisiken Die Kernmärkte der WORK Microwave GmbH zeichnen sich in den letzten Jahren nicht durch nennenswertes Wachstum aus, mit Ausnahme des Bereiches Verteidigungselektronik aufgrund der weltpolitischen Gesamtlage. Der Erfolg des Unternehmens beruht in erster Linie auf der Verdrängung von Wettbewerbern, und auf der Antizipation technologischer Trends. Es handelt sich in der Regel um klassisch gesättigte und verteilte Märkte mit hoher Preissensibilität und Tendenz zum Margendruck, beziehungsweise Märkte mit sehr langfristigen Kunden-Zulieferer-Beziehungen, die eine lange Erschließungsphase benötigen, um existierende Kunden-Zulieferer-Beziehungen zu brechen und neue Chancen zu generieren. Der Stagnation des Marktwachstums in Europa wird unter anderem durch den Ausbau des eigenen Marktanteils in den USA und Asien begegnet, sowie durch die Besetzung neuer Nischenmärkte wie zum Beispiel der optischen Satellitenkommunikation. Eine kritische Verschärfung von Risikoszenarien für das Unternehmen, resultierend aus der Abhängigkeit von einzelnen Kunden, der globalen konjunkturellen Entwicklung, der weltweiten Inflation, Handelsrestriktionen infolge internationaler Konflikte, Engpässen am Rohstoff- und Bauteilmarkt oder dem Versäumen einer maßgeblichen technologischen Weiterentwicklung sind nach wie vor mit niedriger bis mittlerer Wahrscheinlichkeit denkbar. Kurzfristig (2024/25) jedoch wird mit keinem Eintritt eines Risikos von bestandsgefährdender Tragweite gerechnet. 3.2.3. Risiken aus internationalen Konflikten Die Ukrainekrise oder die Verschärfung der Spannungen zwischen den USA und China hatten bis dato keine existentiellen Probleme für WORK Microwave aufgeworfen. Das Unternehmen bezog zwar in begrenztem Umfang seit langen Jahren Bauteile aus Russland, diese Zulieferungen sind jedoch mittlerweile vollständig durch Alternativ-Zulieferer aus der westlichen Welt oder Asien ersetzt. Als Absatzmarkt für Produkte des Unternehmens spielte Russland nur eine untergeordnete Rolle, sodass sich das Embargo nicht relevant auf die Umsatzerwartungen auswirken konnte. Wie alle Unternehmen der Elektronikindustrie mit hohem Bedarf an Hochleistungshalbleitertechnologie würde jedoch eine China-Taiwan Krise sich erheblich auf das Risikoprofil des Unternehmens auswirken. Vorbeugende Maßnahmen sind in der Regel mangels alternativer Zulieferer schlecht bis nicht einzuleiten. 3.2.5. Ertragsorientierte Risiken Beschaffung Die Probleme und Risiken am Beschaffungsmarkt hinsichtlich der Verfügbarkeit von Bauteilen haben sich nach den sehr schwierigen letzten Jahren während der Corona-Pandemie mittlerweile weitgehend entschärft. Für bestimmte spezifische Bauteile konnten durch den Aufbau alternativer Lieferanten die Lieferzeiten wieder signifikant verkürzt werden. Allerdings sind die Lieferzeiten für etliche aus dem asiatischen Raum bezogene Standardbauteile weiterhin lang, und auch das Preisniveau ist nicht auf das Vor-Pandemie Niveau zurückgekehrt. Die Beschaffungspolitik der letzten Jahre hatte zu einem Aufbau der Lagerbestände geführt, die jetzt allmählich wieder reduziert werden sollen. Absatz und Vertrieb Besondere Absatzrisiken können in allen Geschäftsbereichen durch eine geänderte Nachfrage- und Wettbewerbssituation sowie veränderte politische und administrative Rahmenbedingungen entstehen, wie zum Beispiel bereits beobachtete Trends zu verstärktem Bezug "heimischer" Produkte insbesondere für institutionelle Programme (nicht nur zwangsläufig militärisch). Um vorstehende mittelbare Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, werden kontinuierlich Kunden-, Produkt-, Markt- und Wettbewerbs¬trends beobachtet und analysiert. Der in Teilbereichen vorhandenen Abhängigkeit von einzelnen Kunden wird durch strategische Bemühungen der Verbreiterung des Kundenstammes entgegengewirkt. Ein wesentliches beziehungsweise bestandsgefährdendes Risiko ist derzeit nicht erkennbar. Forschung und Entwicklung Generell gilt, dass das größte Risiko für das Unternehmen darin besteht, einen fundamentalen technologischen Wandel des Marktes nicht antizipiert zu haben, oder andererseits in eine Technologie investiert zu haben, die am Markttrend vorbeigeht. Derzeit sind 2 Trends mit solch potentieller Tragweite zu identifizieren: 1. Virtualisierung von Produkten: dabei handelt es sich um Software-Lösungen statt dem Vertrieb von physischen Geräten, die nicht nur technologisch entwickelt werden müssen, sondern auch einem komplett unterschiedlichen Geschäftsmodell unterliegen (i.d.R. Leasing statt Verkauf). 2. Der Einzug von Künstlicher Intelligenz in die innerbetrieblichen Abläufe (Rationalisierung, etc.) und in die Produktlösungen. Das Unternehmen hat dies erkannt und als F&E Schwerpunkt identifiziert. Andere Risiken sind aufgrund der permanenten Beurteilung des Entwicklungsfortschritts und der Erfolge der Vermarktungsbemühungen nicht erkennbar, getätigte Investitionen in Vorentwicklungen sind für das Unternehmen gut verkraftbar. 3.2.6. Finanzwirtschaftliche Risiken Liquidität Die Gesellschaft führt im Rahmen ihrer Unternehmenssteuerung ein laufendes Monitoring und eine Steuerung der Liquidität durch. Die Zahlungsfähigkeit der WORK Microwave GmbH war für das Jahr 2023 und wird für 2024 jederzeit als gesichert angesehen. Währung WORK Microwave GmbH wickelt ihre Geschäfte sowohl in Euro als auch in US-Dollar ab. Das Kursrisiko für Geschäfte in US-Dollar ist ab einer gewissen Größe und Laufzeit über Devisentermingeschäfte gesichert. Forderungen Mögliche Risiken aus Zahlungsausfällen werden vor allem über Vorkassen aber auch über Garantien und Akkreditive minimiert. Bei auftretenden Ausfallrisiken würden entsprechende Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand gebildet. 3.2.7. Personelle Risiken Maßgebliche Faktoren für die erfolgreiche Entwicklung der Gesellschaft und das erfolgreiche Management von Chancen und Risiken sind insbesondere die Kompetenz und das Engagement der Mitarbeiter. In den letzten Jahren ist ein wachsender Mangel an qualifizierten Fachkräften festzustellen, sowie ein Mangel an Nachwuchs in den Lehrberufen. WORK Microwave begegnet diesem allgemeingültigen Trend (das heißt dieser ist nicht unternehmensspezifisch) durch forcierte Ausbildung eigenen Personals für die Produktion, sowie durch erhöhten Aufwand im Bereich Recruiting. Die Belegschaft hat sich in den letzten Jahren zunehmend internationalisiert, da zunehmend akademische Bewerber aus dem Ausland rekrutiert werden. Zur Sicherung und Stärkung der Personalsituation investiert das Unternehmen in die Zusammenarbeit mit ausgewählten Hochschulen, praxisorientierte Nachwuchsförderung, gezielte Weiterbildungsmaßnahmen und Förderung von Potenzialträgern. Dadurch erweist sich die Gesellschaft als attraktiver Arbeitgeber, der insbesondere auch Führungskräfte langfristig an sich binden kann. Schlüsselpositionen werden regelmäßig im Hinblick auf eine vorausschauende Nachfolgeplanung analysiert und geeignete Kandidaten auf diese Aufgaben vorbereitet. Alle leitenden Mitarbeitenden werden durch eine Bonusvereinbarung mit individuellen, sowie übergeordneten Firmenzielen strategisch und operativ koordiniert. Dieses bewährte Instrument wird mit neuen Zielvorgaben auch für das Geschäftsjahr 2024 fortgesetzt. Aufgrund dieses Maßnahmenkatalogs wird die Eintrittswahrscheinlichkeit existentieller Risiken im Personalbereich als gering angesehen. Für eine dynamische Weiterentwicklung des Unternehmens stellt der Fachkräftemangel im Raum München jedoch einen begrenzenden Faktor dar. 3.2.8. Technische Risiken Im Bereich Produktion sind keine technischen Risiken identifiziert, zumal seit Jahren kontinuierlich in die Verbesserung und Erneuerung der Fertigungs- und Messmittel investiert wird. Externe Audits durch große Schlüsselkunden haben dazu beigetragen, die Qualitätsprozesse einem Branchen-Benchmark zu unterziehen und Verbesserungen im Qualitätsbereich zu identifizieren und umzusetzen. Generell gilt das Unternehmen weltweit als Referenz hinsichtlich Qualität und technischer Leistungsfähigkeit. 3.2.9. Gesamtbewertung der Risikosituation Die Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Risikosituation ergibt, dass für die WORK Microwave GmbH keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind auch keine Risiken erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage wesentlich zu beeinträchtigen drohen. Insgesamt sind die Risiken des Unternehmens begrenzt und überschaubar. Sie sind vom Management identifiziert und spezifische Gegenma߬nahmen werden gezielt umgesetzt. 3.3. Chancenbericht Das frühzeitige und regelmäßige Identifizieren, Analysieren und Nutzen von Chancen erfolgt auf Ebene der Unternehmensleitung einschließlich der Geschäftsentwicklungs-Abteilung, des Vertriebes und in den einzelnen Produktbereichen. Dies ist ein elementarer Bestandteil des Führungsprozesses und der Unternehmenskultur. Chancen werden durch regelmäßigen Austausch zwischen Firmenleitung und dem Vertriebs- und Führungsteam sowie durch das persönliche Netzwerk aller Führungskräfte identifiziert. Der Führungskreis trifft sich wöchentlich, um unter anderem über Chancen und Risiken zu beraten. Aus aktueller Sicht befinden sich die größten Chancen für Wachstum der Unternehmung in den Bereichen Verteidigungselektronik, neuen Satcom-Technologien und dem Produktbereich Sensorik. Im Bereich Navigation ist eine Neuorientierung des Produktportfolios initiiert, diese benötigt noch etwas Zeit zur Reifung.
Holzkirchen, den XX.04.2024 WORK Microwave GmbH Dr. Thomas Fröhlich, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangAnlagenspiegelAnlagespiegel Brutto Allgemeine Angaben zu Bilanzierung, Bewertung, Währungsumrechnung und KonsolidierungDie WORK Microwave GmbH hat ihren Sitz in Holzkirchen und ist eingetragen in das Handelsregister beim:
Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG). Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag als mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB einzustufen. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden nur bei der Erstellung des Anhangs in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die dem Vorjahresabschluss zum 31. Dezember 2022 zugrunde liegenden Ansatz-, Bewertungs- und Ausweismethoden werden unverändert fortgeführt soweit nicht neue Erkenntnisse eine abweichende Bewertung erforderten bzw. sich durch den Ansatz der neuen HGB Vorschriften nach BilRUG ergaben. Die Geschäftsleitung geht von der Fortführung des Unternehmens aus (going concern). Gründe, die gegen die Fortführung sprechen, sind nicht erkennbar. Informationen zur BilanzEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich in erster Linie um Software für Entwicklung und Produktion, die über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3-5 Jahren linear abgeschrieben werden. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach § 255 Abs. 1 HGB bewertet worden. Bei abnutzbaren Vermögensgegenständen sind planmäßige Abschreibungen vorgenommen worden. Die Nutzungsdauer wurde anhand der von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen ermittelt. Im Jahr des Zugangs erfolgt eine zeitanteilige Abschreibung. Bei degressiver Abschreibung erfolgte ein Übergang zur linearen Abschreibung, wenn dieser Wechsel zu einer höheren Abschreibung führte. Von dem Fortführungswahlrecht gem. Art. 67, Abs. 4 S. 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bei den Gegenständen des Sachanlagevermögens liegt zwischen 3 und 15 Jahren. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis 800,00 EUR wurde auch in der Handelsbilanz vom Wahlrecht gemäß § 6 Abs. 2 EStG Gebrauch gemacht und im Jahr der Anschaffung zugleich ein Abgang unterstellt. Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen, die Beteiligungen und die übrigen Finanzanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten. Bei Vorliegen einer dauernden Wertminderung, wird der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung waren nicht ersichtlich. Bestehen die Gründe für eine dauernde Wertminderung nicht mehr, erfolgt eine Wertaufholung. Die Finanzanlagen betreffen die Beteiligung an der WORK Microwave Inc., GA, United States. Die Gesellschaft ist unter der Control Number 15052479 im Division of Corporation des Bundesstaates Georgia eingetragen. Die Höhe des Anteils am Eigenkapital beträgt 9.59.615,00 USD (Anteilsquote 100%) und wurde mit den Anschaffungskosten bewertet. Das Ergebnis 2023 der Gesellschaft betrug USD - 82.924. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn der Marktpreis niedriger als die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten ist. Als solche werden bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren die Wiederbeschaffungskosten, bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen, die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten oder niedrigeren Wiederherstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Kosten der allgemeinen Verwaltung des jeweiligen Produktionsbereichs bei normaler Auslastung der Produktionsanlagen einbezogen. Darüber hinaus wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Fertigung veranlasst ist, in die Herstellungskosten berücksichtigt. Finanzierungskosten sowie Kosten für soziale Einrichtungen, freiwillige soziale Leistungen und die betriebliche Altersversorgung werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Für unfertige Erzeugnisse erfolgt eine verlustfreie Bewertung durch Ansatz mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und den retrograd ermittelten beizulegenden Werten. Soweit notwendig, werden Gängigkeitsabschläge aufgrund verminderter Verwertbarkeit oder Veralterung vorgenommen. Dem strengen Niederstwertprinzip wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Für einen Teil der Vorräte ist ein Festwert nach § 240 Abs. 3 HGB gebildet. Der Festwert beträgt 407.634 TEUR. Forderungen / Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Kurs zum Anschaffungszeitpunkt umgerechnet. Bank- und Kassenbestände in fremder Währung wurden mit dem Kurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter der Position sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. Der Anhang enthält gemäß § 285 Nr. 11 HGB Angaben zu Beteiligungen außerhalb des Euroraums. Dabei erfolgt die Umrechnung des Eigenkapitals mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag, die Umrechnung des Ergebnisses des letzten Geschäftsjahres mit dem Jahresdurchschnittskurs in EUR. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben alle eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 151.300 EUR wurden zu 85 % einzelwertberichtigt. Für die übrigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,00 % des Nettobetrages vorgenommen. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind keine gegenüber Gesellschaftern enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten keine solche, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Betrages angesetzt worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrages werden künftige Preis- und Kostensteigerungen soweit erforderlich berücksichtigt. Soweit Rückstellungen eine Restlaufzeit von über einem Jahr ausweisen, wurden sie nach § 253 Abs. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Vom Wahlrecht der Abzinsung von Verbindlichkeitenrückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurde kein Gebrauch gemacht. Bei den Rückstellungen handelt es sich insbesondere um Rückstellungen im Personalbereich, Rückstellungen für Garantieleistungen, für das Risiko der Rückzahlung von Forschungszuschüssen, für die Ersatzteilbevorratung, für Rückbauverpflichtungen sowie für ausstehende Lieferrantenrechnungen. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie sind alle innerhalb eines Jahres fällig. Sicherheiten wurden nicht gestellt. Die Fälligkeit der Verbindlichkeiten im Einzelnen sowie die dafür gestellten Sicherheiten ist aus dem in der Anlage beigefügten Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch eine Bürgschaft der Gesellschafterin besichert. In den Verbindlichkeiten sind solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 10.632.530,08 EUR enthalten. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen besteht der übliche Eigentumsvorbehalt. Informationen zur GuVBei den sonstigen Erträgen in Höhe von 681.464,31 EUR handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (255.126,36) sowie um Gutschriften für Währungsumrechnungen (163.531,77 EUR). Die sonstigen Aufwendungen betragen 3.212.934,65 EUR und betreffen überwiegend Pachtaufwendungen inkl. Nebenkosten (899.266,36 EUR), Einzelwertberichtigung zu Forderungen (129.149,00 EUR) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (174.801,92 EUR). Sonstige AngabenZum Abschlussstichtag bestanden folgende in der Bilanz nicht ausgewiesene Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB:
Die Gesellschaft hat eine Rahmenkreditvereinbarung mit einem Kreditinstitut abgeschlossen, die einen Avalkredit umfasst. Am Bilanzstichtag war der Avalkredit in Höhe von 150.000,00 EUR ausgenutzt. Der Avalkredit wird in voller Höhe als Sicherheit bei einem Mietverhältnis verwendet, sodass die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der Gesellschaft aus der Mietsicherheit als gering eingeschätzt werden kann. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns zurzeit nicht vor. Der Gesamtbetrag, der sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB beträgt 2.843.069 EUR und betrifft insbesondere Miet-, Pacht- und Leasingverträge. Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 159 Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 55 gewerbliche Arbeitnehmer, 101 Angestellte und 1 leitender Angestellter. Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt: Thomas Fröhlich, Dipl. Ing. Univ. - CEO Bezüglich der Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführer nach § 285 Nr. 9a) HGB macht die Gesellschaft von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Im Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die zur Beurteilung der Finanzlage notwendig sind und zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind. Auf die Angaben des Abschlussprüferhonorars wird unter Inanspruchnahme der größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB verzichtet. Zwischen der Gesellschaft und der CH Beteiligungsverwaltungs GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Unterschrift der Geschäftsleitung
Holzkirchen, den 24.05.2024 gez. Thomas Fröhlich sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung Der Jahresabschluss wurde am 24.05.2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt. BerichtsprüfungBestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die WORK MICROWAVE GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der WORK MICROWAVE GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WORK MICROWAVE GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermögliche, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
München, 24. Mai 2024 Rath,
Anders, Dr. Wanner & Partner mbB
Metzler, Wirtschaftsprüfer Wiedemann, Wirtschaftsprüfer Anlagenspiegel (brutto)Wertentwicklung
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