Revvity Cellular Technologies GmbH

Schnackenburgallee 114, 22525 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 101440
Vorher
Evotec Technologies GmbHPerkinElmer Cellular Technologies Germany GmbH
Eingetragen
26.5.2003
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Gegenstand
die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Technologien und Produkten einschließlich von Instrumenten und Systemen, Verbrauchsmaterialien und Dienstleistungen für Automatisierungslösungen im Bereich Pharma- und Biotechnologie, einschließlich Zellbiologie, Diagnostik, Kosmetik und Ernährung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thekla Carola Schmidt
seit 15.4.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Revvity Global Diagnostics, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
24.310 €
84.15%
Pfizer Inc.
United States
3.300 €
11.42%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Revvity Cellular Technologies GmbH (vormals: PerkinElmer Cellular Technologies Germany GmbH)

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 109.353,50 134.848,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.371.394,74 1.789.267,41
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.914,80 6.603,55
1.487.663,04 1.930.719,93
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 34.000.000,00 34.000.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 6.672.108,75 6.738.460,36
40.672.108,75 40.738.460,36
42.159.771,79 42.669.180,29
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.369.190,11 1.539.016,03
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 749.287,96 1.180.508,99
2.118.478,07 2.719.525,02
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 116.290.125,60 136.219.834,34
2. Sonstige Vermögensgegenstände 266.676,61 260.765,53
116.556.802,21 136.480.599,87
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 47.097,89 15.227,42
118.722.378,17 139.215.352,31
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 25.734,74 65.616,86
160.907.884,70 181.950.149,46

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 28.901,00 28.901,00
II. Kapitalrücklage 33.224.522,72 33.224.522,72
III. Gewinnvortrag 53.640.115,32 53.640.115,32
IV. Jahresüberschuss 0,00 0,00
86.893.539,04 86.893.539,04
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 64.847.866,00 66.242.105,00
2. Sonstige Rückstellungen 404.544,30 638.288,38
65.252.410,30 66.880.393,38
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.944.384,56 2.236.512,77
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.520.868,49 25.584.666,91
3. Sonstige Verbindlichkeiten 296.682,31 355.037,36
- davon aus Steuern: EUR 130.648,62 (Vorjahr: EUR 149.321,22) -
- davon aus sozialer Sicherheit: EUR 144.233,40 (Vorjahr: EUR 179.693,40) -
8.761.935,36 28.176.217,04
160.907.884,70 181.950.149,46

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 26.781.335,01 32.632.196,67
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen -431.221,03 479.454,95
3. Sonstige betriebliche Erträge 474.806,61 0,00
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 96.581,08 (Vorjahr: EUR 0,00) -
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.555.419,71 9.514.785,31
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.351.737,79 11.908.362,46
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.527.614,67 1.675.819,07
- davon für Altersversorgung: EUR 1.090.515,39 (Vorjahr: EUR 2.992.753,42)
10.879.352,46 13.584.181,53
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 494.225,24 425.520,08
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.697.101,97 10.532.148,43
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 107.53 (Vorjahr: EUR 14.080,07) - 5,71
8. Erträge aus Beteiligungen 4.186.199,23 26.708.175,88
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 4.186.199,23 (Vorjahr: EUR 26.708.175,88) -
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.046.807,49 819.541,21
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 4.046.807,49 (Vorjahr: EUR 819.541,21) -
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.084.685,32 1.569.937,51
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 1.026.870,32 (Vorjahr: EUR 457.483,51) -
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -6.210,03 25.618,14
12. Ergebnis nach Steuern 6.353.352,64 24.987.177,71
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -6.353.352,64 -24.987.177,71
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Revvity Cellular Technologies GmbH (vormals: PerkinElmer Cellular Technologies Germany GmbH) hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 101440 eingetragen. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung der PerkinElmer Cellular Technologies Germany GmbH vom 26. Mai 2023 wurde der § 1 von Gesellschaftsvertrag neu gefasst. Die Firma lautet Revvity Cellular Technologies GmbH.

Die Erstellung des Jahresabschlusses der Revvity Cellular Technologies GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes vorgenommen.

Die Bilanzierung und Bewertung wurden nach den Bestimmungen der §§ 242 bis 256a HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften in den §§ 264 bis 288 HGB sowie den Sondervorschriften des GmbH- Gesetzes vorgenommen.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter Annahme des Grundsatzes der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 1 Satz 1. Nr. 2 HGB.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1.1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beläuft sich dabei auf 8 bis 10 Jahre.

1.2. Sachanlagevermögen

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beläuft sich bei den Sachanlagen über die folgenden Zeiträume:

• Bauten auf fremden Grundstücken 3 bis 10 Jahre
• Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 7 Jahre
• Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 10 Jahre

1.3. Finanzanlagen

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Werthaltigkeit der Anteile an der Revvity chemagen Technologie GmbH (vormals: PerkinElmer chemagen Technologie GmbH), Baesweiler, ist durch eine Unternehmensbewertung der Gesellschaft nach dem Discounted Cashflow-Verfahren auf Basis in der Zukunft erwarteter Erträge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und der Anwendung eines Kapitalisierungszinssatzes von 11 % unterlegt.

Die Ausgleichsansprüche für Pensionsverpflichtungen beinhalten in Höhe von TEUR 6.672 (Vorjahr: TEUR 6.738) einen Rückgriffsanspruch gegen die Berthold Technologies GmbH & KG, der aus der Übertragung unverfallbarer Pensionsansprüche ausgeschiedener Mitarbeiter resultiert. Da sie langfristige Ansprüche darstellen, werden diese Rückgriffsforderungen als Sonstige Ausleihungen unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Diese wurden durch die Anwachsung der PerkinElmer Technologies GmbH & Co. KG, nachfolgend "KG" genannt, in 2017 übernommen.

2. Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten, ermittelt zu durchschnittlichen Einstandspreisen, bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag bewertet.

Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten. Soweit Bestandsrisiken vorliegen, z. B. wegen geminderter Verwendbarkeit nach längerer Lagerdauer, sind angemessene Abschläge vorgenommen worden.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Zahlungen, die zukünftigen Perioden erfolgswirksam zuzuordnen sind. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Leistungsansprüche für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag mit dem anteiligen Nennwert der vor dem Bilanzstichtag geleisteten Vorauszahlungen aktiviert. Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag in Höhe von TEUR 29 angesetzt und entspricht dem Handelsregistereintrag.

5. Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen die zum Bilanzstichtag erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode (Projizierte Einmalbeitragsmethode). Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Folgende weitere Annahmen wurden getroffen: Rechnungszinssatz der vergangenen zehn Jahre 1,82 % p.a. (Vorjahr: 1,78 %), Gehaltstrend 2,25 % p.a. (Vorjahr bis zu 2,30 % p.a.) Rententrend von 2,20 % p.a. (Vorjahr: bis zu 2,20 %). Der Rechnungszins für die Abzinsung wurde pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre It. Bundesbank angesetzt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre und dem Ansatz der Rückstellungen unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre beläuft sich auf einen Wert von TEUR 551 (Vorjahr: TEUR 2.509).

Ein Anteil der Pensionsrückstellungen wird hingegen gemäß § 6a EstG mit EUR 6,5 Mio. bewertet. Dieser Teil der Pensionsrückstellung hätte gemäß § 253 Abs. 2 HGB in Höhe von EUR 9,6 Mio. bewertet werden müssen. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Folgende weitere Annahmen wurden getroffen: Rechnungszins 6,00 % p.a. und Rententrend von 0,00 %.

Ausgleichsansprüche für Pensionsverpflichtungen gegen die Berthold Technologies GmbH & KG, Bad Wildbad, die aus einem Betriebsübergang i.S.d. § 613a BGB stammen, wurden dementsprechend in Höhe von EUR 6,7 Mio. unter den Finanzanlagen ausgewiesen.

5. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

6. Währungsumrechnung

Die im Jahresabschluss enthaltenen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

C. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Bezüglich der Zusammensetzung des Anlagevermögens und dessen Entwicklung im Geschäftsjahr verweisen wir auf den Anlagespiegel (Anlage zum Anhang).

2. Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen wird die Beteiligung an der PerkinElmer chemagen Technologie GmbH, Baesweiler, mit TEUR 34.000 (Vorjahr: TEUR 34.000) ausgewiesen.

Die Finanzanlagen umfassen des Weiteren eine Rückgriffsforderung gegen die Berthold Technologies GmbH & Co. KG, Bad Wildbad, in Höhe von TEUR 6.544 (Vorjahr: TEUR 6.695). Diese betrifft Pensionszusagen ehemaliger Mitarbeiter der PerkinElmer GmbH & Co. KG, Überlingen (im Folgenden kurz: KG), die auf der Grundlage eines "Asset Sales and Purchasing Agreement" vom 10. November 2000 auf die Berthold Technologies GmbH & Co. KG übergegangen sind. Der Rechtsanspruch der Anspruchsberechtigten besteht nun gegen die PerkinElmer Cellular Technologies Germany GmbH als Rechtsnachfolger der KG. Die Rückgriffsforderung ist am Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 5.000 durch Grundbucheintrag gesichert.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen u.a. sonstige Forderungen aus dem Cash-Pool-Vertrag in Höhe von TEUR 107.142 (Vorjahr: TEUR 104.907), Forderungen gegen die Revvity chemagen Technologie GmbH aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 4.186 (Vorjahr: TEUR 26.708) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.962 (Vorjahr: TEUR 4.605).

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalteten überwiegend die Steuerforderungen für abgelaufenen Geschäftsjahre in Höhe von TEUR 253 (Vorjahr: TEUR 261).

4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 66) enthält im Wesentlichen die Vorauszahlungen der Beiträge zur Versicherung.

5. Pensionsrückstellungen

Durch die Umstellung der Bewertung nach BilMoG ergab sich ein ursprünglicher Zuführungsbetrag nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB in Höhe von TEUR 14.873. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Von diesem Betrag wurden 1/15, TEUR 992 (Vorjahr: TEUR 992) im Geschäftsjahr den Rückstellungen für Pensionen zugeführt. Damit sind Pensionsverpflichtungen zum Stichtag in Höhe von TEUR 992 (Vorjahr: TEUR 1.983) nicht in der Bilanz enthalten, die bis spätestens zum 31. Dezember 2025 anzusammeln sind. Es wurde im Jahr 2023 die Mindest-Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 64.848 (Vorjahr: TEUR 66.242) ausgewiesen. Die Pensionsverpflichtungen wurden im Jahr 2017 im Zuge der Anwachsung der KG auf die Gesellschaft von der Gesellschaft übernommen.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 232), eine Bonusrückstellung in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 130), Rückstellungen für nichtgenommenen Urlaub in Höhe von TEUR 189 (Vorjahr: TEUR 231), Rückstellungen für Jahresabschlussprüfung in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 16) sowie Rückstellungen für Steuerberatung in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 16).

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 1.944 (Vorjahr: TEUR 2.237).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen sonstige Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 6.353 (Vorjahr: TEUR 24.987) und in Höhe von TEUR 167 (Vorjahr: TEUR 597) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten entfallen im Wesentlichen in Höhe von TEUR 297 auf sonstige Verbindlichkeiten aus der Restrukturierung der KG in Höhe von TEUR 144 sowie auf Lohnsteuern in Höhe von TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 149).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

8. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse belaufen sich im Jahr 2023 auf TEUR 26.781 (Vorjahr: TEUR 32.632).

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:

2023 2023
TEUR TEUR
Umsatzerlöse gegenüber Revvity Pte. Ltd. aus Forschung und Entwicklung 9.673 10.923
Produktumsätze 9.541 12.539
Weitere Umsatze aus Kostenumlagen/Royalties/ Kommission 7.567 9.170
26.781 32.632

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten u.a. Aufwendungen für Lizenzen in Höhe von TEUR 2.943 (Vorjahr: TEUR 3.636), Raumkosten in Höhe von TEUR 1.085 (Vorjahr: TEUR 1.286) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 66) sowie Zuführungen aus der Umstellung der Pensionsrückstellung auf BilMoG in Höhe von TEUR 992 (Vorjahr: TEUR 992).

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen sind nicht im wesentlichen Umfang enthalten.

10. Zinsertrag

Die Zinserträge betreffen mit TEUR 4.047 (Vorjahr: TEUR 820) die Zinserträge aus Darlehen Forderungen gegen verbundenen Unternehmen.

11. Zinsaufwand

Die Zinsaufwendungen enthalten den Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.026 (Vorjahr: TEUR 1.112).

12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultieren aus Steuererstattungen für Vorjahre.

D. Sonstige Angaben

1. Organe der Gesellschaft

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt:

 

Carola Schmidt, Henstedt-Ulzburg mit Wirkung zum 22. Februar 2020 in die Geschäftsführung berufen.

Der ausgeübte Beruf der Geschäftsführung stimmt mit der Organstellung überein.

Die Gesellschaft macht von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch, nach dem die Angabe über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung nicht gemacht werden muss, wenn sich anhand dieser die Bezüge einzelner Mitglieder dieses Organs feststellen ließen.

2. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 103 (Vorjahr: 106). Es handelt sich ausschließlich um Angestellte.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige Verpflichtungen ausschließlich aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 7.700 (Vorjahr: TEUR 5.742). Die Mietverträge betreffen das Verwaltungsgebäude in Hamburg. Es handelt sich um sog. Operating-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

4. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet für eine Mietbürgschaft in Höhe von TEUR 228. Es besteht aktuell kein Grund zur Annahme, dass die Gesellschaft hierfür in Anspruch genommen wird, da die Mieterin bislang ihren Verpflichtungen zeitgerecht nachgekommen ist.

5. Anteilsbesitz

Die Revvity Cellular Technologies GmbH hält zum 31. Dezember 2023 100 % der Anteile an der Revvity chemagen Technologie GmbH, Baesweiler, die zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von TEUR 37.930 (Vorjahr TEUR 37.930) sowie einen Jahresüberschuss vor Gewinnabführung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 4.186 (Vorjahr: TEUR 26.708) ausweist.

6. Konzernverhältnisse

100 % des Stammkapitals der Gesellschaft werden von der Revvity (Germany) GmbH (vormals: PerkinElmer LAS (Germany) GmbH), Hamburg, gehalten.

Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Konzernunternehmen aufstellt, ist zum 31. Dezember 2023 die Revvity Holding Inc., Waltham, Massachusetts, USA. Der Konzernabschluss der Revvity Holding Inc. ist bei der U.S. Securities and Exchange Commission unter dem Central index key 0000031791 hinterlegt. Diese Gesellschaft ist wiederum in den Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen zum 31. Dezember 2023 einbezogen, der von der Konzernmuttergesellschaft Revvity Inc. (vormals: RerkinElmer Inc.), Waltham/Massachusetts, USA aufgestellt wird. Der Konzernabschluss der Revvity Inc. ist bei der U.S. Securities and Exchange Commission unter dem Central index key 0000031791 hinterlegt.

7. Ergebnisverwendung

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von TEUR 6.353 erzielt. Dieser wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die Revvity (Germany) GmbH abgeführt.

8. Nachtragsbericht

Es sind keine relevanten Ereignisse eingetreten.

 

Hamburg, den 31. Mai 2024

Carola Schmidt, Geschäftsführerin

Die Feststellung des Jahresabschlusses ist am 5. September 2024 erfolgt.

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.803.820,17 0,00 0,00 0,00 8.803.820,17
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 442.554,54 0,00 0,00 0,00 442.554,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.220.715,49 47.808,35 0,00 0,00 5.268.523,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 615.979,32 3.360,00 0,00 0,00 619.339,32
6.279.249,35 51.168,35 0,00 0,00 6.330.417,70
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 34.000.000,00 0,00 0,00 0,00 34.000.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 6.738.460,36 0,00 66.351,61 0,00 6.672.108,75
40.738.460,36 0,00 66.351,61 0,00 40.672.108,75
55.821.529,88 51.168,35 66.351,61 0,00 55.806.346,62
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.803.820,17 0,00 0,00 8.803.820,17
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 307.705,57 25.495,47 0,00 333.201,04
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.431.448,08 465.681,02 0,00 3.897.129,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 609.375,77 3.048,75 0,00 612.424,52
4.348.529,42 494.225,24 0,00 4.842.754,66
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
13.152.349,59 494.225,24 0,00 13.646.574,83
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand Vorjahr
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 109.353,50 134.848,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.371.394,74 1.789.267,41
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.914,80 6.603,55
1.487.663,04 1.930.719,93
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 34.000.000,00 34.000.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 6.672.108,75 6.738.460,36
40.672.108,75 40.738.460,36
42.159.771,79 42.669.180,29

A. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäftsmodell

Die Revvity Cellular Technologies GmbH (vormals: PerkinElmer Cellular Technologies Germany GmbH, oder im Folgenden auch "die Gesellschaft") ist Teil des US-amerikanischen Konzerns Revvity Inc. (vormals: PerkinElmer Inc.), Waltham, Massachusetts, Vereinigte Staaten von Amerika. Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen für verbundene Konzerngesellschaften in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Produktmanagement/Strategisches Marketing sowie Technischer Service und Reparaturen. Darüber hinaus entwickelt und produziert sie Systeme für die Laborautomatisierung, die über verbundene Gesellschaften weltweit vertrieben werden.

Im März 2023 fand eine Aufteilung der Geschäftsbereiche von PerkinElmer statt. Die Segmente Applied Science, Food und Enterprise Services (AES) wurden an die Private-Equity- Gesellschaften New Mountain Capital verkauft. Die verbleibenden Life Sciences and Diagnostics (LSDX) Aktivitäten wurden in einem neuen, eigenständigen Unternehmen mit dem neuen Namen ,Revvity' zusammengefasst. Revvity Cellular Technologies hat Food Business gehabt, das an AES verkauft wurde.

Der Verkauf des Food Business an PerkinElmer (AES) hat folgende Auswirkungen gehabt: Der Personalbestand wurde um 9 Mitarbeiter reduziert, es erfolgte ein Verkauf von Anlagevermögen im Nettowert von TEUR 15 und der Verkauf der Marke "PerkinElmer. Der Verkauf des Food Business hat nicht zu einer Verringerung des Umsatzes von Revvity Cellular geführt. AES Business firmiert weiterhin unter dem Namen PerkinElmer.

Seit Juni 2023 lautet die Firma der Gesellschaft Revvity Cellular Technologies GmbH (vormals: PerkinElmer Cellular Technologies Germany GmbH).

2. Forschung und Entwicklung

Unverändert bleibt der Bereich Forschung und Entwicklung ein wesentlicher Tätigkeitsschwerpunkt der Gesellschaft und der wichtigste Teil der Dienstleistungen für den Konzern. Am Standort in Hamburg werden hochwertige Imaging-Geräte, Multimode-Detektionssysteme, Automationslösungen sowie innovative Softwareprodukte entwickelt. Sie ermöglichen schnelle, integrierte und sensitive Analysen bei zellulären und biochemischen Fragestellungen in der Medikamentenentwicklung und Life-Science-Forschung.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich im Jahr 2023 auf TEUR 8.957 (Vorjahr TEUR 10.114). Es ergibt sich somit ein prozentualer Anteil der Kosten für Forschung und Entwicklung an den Umsatzerlösen ohne Kostenumlagen in Höhe von 33,44 % (Vorjahr 30,99 %).

Forschungs- und Entwicklungskosten werden durch die Gesellschaft nicht aktiviert.

Den Schwerpunkt des Produktportfolios bilden weiterhin Detektionsgeräte und Software für die Analyse biochemischer Reaktionen mittels optischer Detektion (Multimode-Detection-Portfolio mit den Produkten VICTOR NIVO, EnVision, Envision Nexus) sowie mittels mikroskopischer, bildgebender Detektion (High-Content-Screening-Portfolio mit den Produkten Operetta CLS, Opera Phenix), ferner Software zur Verwaltung und Analyse von Imaging Daten, die solche Geräte erzeugen (Software "Signals Image Artist", vormals "Columbus").

2023 wurde der Envision Nexus, ein Multimode-Detection Gerät der neuesten Generation, in den Markt eingeführt und die Softwareversion (Kaleido 4.1) mit neuen Features für die Kunden veröffentlicht.

Im High-Content-Screening Bereich wurde eine neue Softwareversion "Harmony 5.2" mit neuen Features für das Produkt "Operetta CLS". veröffentlicht.

Weiterhin werden zudem die bestehenden Automatisierungsplattformen für Probenpräparation und Analyse (Produktfamilien explorerTMG3 workstation und plate::handler) kontinuierlich weiterentwickelt und an spezifische Kundenbedürfnisse angepasst.

Weiterhin wurden alle Geräte, Software Produkte und die entsprechende Dokumentation an das neue Revvity Firmendesign angepasst (Rebranding).

3. Dienstleistungen im Bereich Technischer Service und Reparaturen

Die Weiterverrechnung von Kosten für Dienstleistungen, inklusive Forschung und Entwicklung an den Revvity-Konzern hat im Jahr 2023 in Höhe von TEUR 9.673 (Vorjahr: TEUR 10.923) zu den durch die Gesellschaft erzielten Umsatzerlösen beigetragen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut dem "Laboratory Analytical & Life Science Instrumentation Industry Report" 2024 (Strategic Directions International, im Folgenden "SDi-Report"), ist der Markt für analytische und Life-Science-Instrumente im Zeitraum von 2018 bis 2023 im Mittel um 5,8 % pro Jahr gewachsen und hat im Jahr 2023 ein Volumen von 82,3 Milliarden USD erreicht. Innerhalb dieses Gesamtmarkts ist der Life-Science-Sektor mit einem mittleren jährlichen Wachstum von 7,8 % lt. SDi-Report überdurchschnittlich gewachsen. Für den zukünftigen Zeitraum von 2023 bis 2028 erwartet SDi eine leichte Abschwächung des Wachstums auf im Mittel 4,8 % pro Jahr für den Gesamtmarkt und 6,2 % für Life Sciences. In diese Einschätzung ist die Auswirkung der CoVID-19-Pandemie bereits eingeflossen, die zum Zeitpunkt der Report-Erstellung (April 2024) ihren Höhepunkt schon überschritten hatte. Für das Segment High Content Screening sehen Branchenbeobachter ein leicht überdurchschnittliches Wachstum von 6,3 % und für das Segment Plate Readers eine solide Zunahme von 3,8 % für die kommenden 5 Jahre (2024 bis 2028) voraus (https://strategic-directions.com/knowledge-center-information/).

2. Geschäftsverlauf

Unverändert liegt der Schwerpunkt der Tätigkeit auf der konstanten Weiterentwicklung der vorhandenen Produktpalette in den Bereichen zellulärer und biochemischer Detektion und Software, der Entwicklung neuer Produkte sowie der Manufaktur kundenspezifischer Automatisationssysteme für die automatisierte Wirkstoffsuche.

Die Dienstleistungen wurden, wie im Vorjahr, mit einem Aufschlag in Höhe von 8 % an die Schwestergesellschaft Revvity Singapore Pte. Ltd., Singapur, berechnet.

Der Umsatz mit in Hamburg gefertigten Automatisierungssystemen hat sich gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 9.541 um 24 % reduziert.

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2023 wurden durch die Gesellschaft 103 Mitarbeiter (Vorjahr: 106) beschäftigt.

3. Lage

Ertragslage

Am 2. April 2019 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Revvity (Germany) GmbH (vormals: PerkinElmer LAS (Germany) GmbH), Hamburg, als Organträgerin geschlossen. Ebenso wurde am 2. April 2019 ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Revvity chemagen Technologie GmbH (vormals: PerkinElmer chemagen Technologie GmbH) als Organgesellschaft abgeschlossen. Für steuerliche Zwecke bestehen die Organschaften rückwirkend ab dem 1. Januar 2019.

Die Gewinne werden im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags abgeführt.

Der Gesamtumsatz erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 26.781 und lag damit um rd. 17,9 % unter dem Vorjahresniveau. Der Umfang der weiterverrechneten Dienstleistungen ist von TEUR 10.923 um TEUR 1.250 auf TEUR 9.673 gesunken. Die Umsatzerlöse aus weiteren Kostenumlagen, Royalties und Commissions sind im Wesentlichen durch niedrigere weiterbelastete Royalties von TEUR 9.161 auf TEUR 7.567 im Geschäftsjahr gesunken.

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse gegenüber Revvity Pte. Ltd. aus Forschung und Entwicklung 9.673 10.923 -1.250
Produktumsätze 9.541 12.539 -2.998
Weitere Umsatze aus Kostenumlagen /Royalties /Commision 7.567 9.161 -1.603
26.781 32.632 -5.851

Die Umsatzerlöse wurden vollständig mit verbundenen Unternehmen erzielt: Entwicklungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie Lizenzen werden an die Revvity Singapore Pte. Ltd. weiterbelastet und Automatisierungssysteme an die regional operierenden Vertriebsgesellschaften der Revvity-Gruppe verkauft. Der Rückgang der Umsatzerlöse aus den Produktumsätzen (Dienstleistungen) ist auf die geringere Nachfrage im Bereich Technischer Service und auf Schwankungen bei den Materialkosten sowie externe Dienstleistungen zurückzuführen, die in Abhängigkeit von der jeweiligen Projektkonstellation angefallen sind.

Die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr (Vorjahr zum Vergleich) stellt sich damit wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 26.781 32.632 -5.851
Betriebsergebnis 199 -945 1.144
Finanzergebnis 1.962 -750 2.712
Steuern 6 -26 32
Gewinnabführung -6.353 -24.987 -
Jahresüberschuss 0 0 0

Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages wurden Erträge aus Beteiligungen von TEUR 4.186 (Vorjahr: TEUR 26.708) vereinnahmt. Das Ergebnis ist gesunken, da die Tochtergesellschaft im Vorjahr noch stark von der COVID-Krise profitiert hat. Den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen in Höhe von TEUR 4.047 (Vorjahr: TEUR 820) stehen Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.085 (Vorjahr: TEUR 1.570) gegenüber. Der Anstieg der Zinserträge resultiert aus den höheren Zinsen auf Cash Pooling und Zinsen für die Forderung aus Gewinnabführung.

Das operative Ergebnis (Ergebnis vor Beteiligungserträgen und Gewinnabführung) beträgt TEUR 2.167 (Vorjahr: TEUR -1.721). Das Ergebnis nach Steuern und vor Gewinnabführung beläuft sich auf TEUR 6.353 (Vorjahr: TEUR 24.987).

Vermögens- und Finanzlage

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus dem Cash-Pool- Vertrag in Höhe von TEUR 107.142 (Vorjahr: TEUR 104.907), Forderungen gegen die Revvity chemagen Technologie GmbH, Baesweiler, aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 4.186 sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.925 (Vorjahr: TEUR 4.605). Den Forderungen stehen Verbindlichkeiten von TEUR 167 (Vorjahr: TEUR 28.176) gegenüber. Darunter fallen die Verbindlichkeiten gegen die Gesellschafterin Revvity (Germany) GmbH aus der Verpflichtung zur Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 6.353. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Geschäftsjahr um TEUR 292 auf TEUR 1.944 gesunken.

Die Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 64.848 (Vorjahr: TEUR 66.242) gehen ausschließlich auf die Verschmelzung mit der PerkinElmer Technologies GmbH & Co. KG im Jahr 2017 zurück. Die Ausgleichsansprüche für Pensionsverpflichtungen beinhalten in Höhe von TEUR 6.672 (Vorjahr: TEUR 6.738) einen Rückgriffsanspruch gegen die Berthold Technologies GmbH & KG, der aus der Übertragung unverfallbarer Pensionsansprüche ausgeschiedener Mitarbeiter resultiert.

2023 2022 (Vorjahr in Klammern)
(in TEUR) (in % bzw. TEUR)
Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Bilanzsumme = 86.894 / 160.908 = 54,00 % (47,76 %)
Working Capital = Umlaufvermögen ohne RAP abzüglich kurzfristigen Fremdkapitals = 118.722 - 8.762 = 109.960 (110.400)

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 eine Überdeckung kurzfristiger Schulden durch kurzfristige Aktiva in Höhe von TEUR 109.960 (Vorjahr: Überdeckung in Höhe von TEUR 110.400) auf.

Durch die Cash-Pool-Vereinbarung ist die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, das operative Ergebnis (Ergebnis vor Beteiligungserträgen und Gewinnabführung, TEUR 2.167, Vorjahr: TEUR -1.721) sowie die Umsatz- und Eigenkapitalrentabilität.

Die Kennzahlen der Ertragslage berechnen sich wie folgt:

2023 2022 (Vorjahr in Klammern)
(in TEUR) (in % )
Umsatzrentabilität vor Beteiligungserträgen und Gewinnabführung = Operatives Ergebnis Umsatzerlöse 2.167 / 26.781 = 8.09 % (-5,27%)
Eigenkapitalrentabilität vor Beteiligungserträgen und Gewinnabführung = Operatives Ergebnis durchschnittliches Eigenkapital 2.167 / 86.894 = 2.49 % (-1,98%)

Die prognostizierten Entwicklungen für operatives Ergebnis und die Umsatz- und Eigenkapitalrentabilitäten konnten erreicht werden. Die erwarteten leicht steigenden Umsatzerlöse konnten nicht erreicht werden.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Geschäftsführung beurteilt den Verlauf des Geschäftsjahres 2023, die Lage und das Ergebnis der Gesellschaft als im Wesentlichen stabil. Die rückläufige Umsatzentwicklung im Bereich der Fertigprodukte (Automatisierungssystem) gegenüber den Vorjahren ist ursächlich mit dem Abflauen der COVID-19 Pandemie zu erklären und einer gewissen Kaufzurückhaltung auf Grund des weltweit hohen Zinsniveaus, im Vergleich zum 2019 vor COVID-19 ist die Nachfrage aber deutlich gestiegen.

Die Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung, die als konzerninterne Dienstleistung an verbundene Unternehmen berechnet werden, sind im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Die Umsätze mit den in der Gesellschaft entwickelten HCS- und MMD-Produkten, die in anderen Konzerngesellschaften getätigt werden, haben sich im Berichtsjahr positiv entwickelt. Das Life-Science-Segment, zu dem diese Produktlinien gehören, wird in der Konzernstrategie weiterhin als wichtiges Wachstumssegment gesehen, so dass wir auch für die Zukunft von stabilen oder leicht steigenden Entwicklungsaufwendungen in diesem Bereich ausgehen.

C. Prognosebericht

Am 13. März 2023 wurde öffentlich bekannt gegeben, dass der Verkauf der Bereiche "Food", "Applied Market" sowie dem Namen PerkinElmer an das US Unternehmen New Mountain Capital durch die Firma Revvity erfolgreich ageschlossen wurde. Die Auswirkungen waren nicht wesentlich für die Gesellschaft. Nun fokussiert sich das Unternehmen Revvity auf die Wachstumsmärkte in der Diagnostik und der Life-Science-Forschung; die Produkte der Gesellschaft stehen also im strategischen Fokus der gesamten Konzernstrategie.

Die globale Reichweite des Konzerns mit einer erfahrenen Verkaufs- und Serviceorganisation und einer effizienten Logistik lässt auch in den nächsten Jahren eine stabile Entwicklung erwarten, die von Schwankungen einzelner Marktsegmente und -regionen nur mäßig beeinflusst wird.

Auch in den nächsten Jahren wird ein starkes Interesse an zellulären und biochemischen Analysen erwartet und der Bedarf an innovativen Technologien und integrierten Lösungen (Software, Automation und Detektion) wird weiter steigen. Investitionen in akademischen und industriellen Instituten sind weiterhin auf innovative Technologieplattformen fokussiert, während Standardsysteme unter zunehmendem Preisdruck stehen. Unsere Produktportfolios "High Content Screening" und "Multimode Detection" sehen wir durch die Einführung einer neuen Produktpalette in den Jahren 2024 bis 2028, die konsequente Produktpflege durch Software Upgrades, sowie die Ergänzung durch OEM-Produkte im unteren Preissegment im Life-Science-Markt stark aufgestellt.

Auch weiterhin wird der Bereich Forschung und Entwicklung einen Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft bilden. Konzernintern wird durch die positive Umsatzentwicklung beider Produktfamilien die Position der Gesellschaft als Entwicklungsstandort aller Voraussicht nach weiter gestärkt. Für 2024 erwarten wir einen auf diesem Niveau stabilen Umsatz. Auch für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir - nach unserer Kenntnis und Einschätzung keine negativen Auswirkungen auf die Prognose. Wir sehen kein greifbares Risiko, dass die unklare Situation in der Ukraineund die anhaltende Inflation den Fortbestand unserer Gesellschaft bzw. unserer Unternehmensgruppe gefährdet.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Geschäftsführung in Folge der oben beschriebenen Entwicklungen stabile Umsatzerlöse, ein leicht verbessertes operatives Ergebnis und entsprechend leicht verbesserte Umsatz- und Eigenkapitalrentabilitäten.

D. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Im Folgenden werden die Faktoren zusammengefasst, die das Ergebnis unserer Geschäftstätigkeit grundsätzlich nachteilig beeinflussen könnten:

Die Geschäftsergebnisse hängen von der allgemeinen Entwicklung des Marktes für Detektionsgeräte und dem globalen Bedarf für individuelle Automatisierungssysteme ab.

Einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung hat der Umfang der zur Verfügung stehenden Investitionsmittel der öffentlichen Hand für die Forschung und Entwicklung. Eine breite steuerliche Forschungsförderung könnte einen positiven Einfluss auf das Investitionsklima im analytischen Markt haben. Es wird im Wesentlichen darauf ankommen, dass wieder ausreichend Mittel für die Forschung und Entwicklung bereitgestellt werden. Das Einwerben von Mitteln aus internationalen Fonds bleibt wichtig und setzt eine starke Position der deutschen Forschung im internationalen Vergleich voraus.

Die Wettbewerbsposition kann in erheblichem Maße von der Anzahl der Wettbewerber, der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Produktnachfrage, der Verfügbarkeit und Lieferkette von Komponenten sowie den Beschaffungs- und Transportkosten für Komponenten beeinflusst werden.

Der Life Sciences & Technology-Bereich ist global stark vernetzt. Die Corana-Pandemie hat gezeigt, dass durch lokale und globale Infektionsgeschehen sich unvorhersehbare Lieferengpässe und Verzögerungen ergeben können, die nicht vorab planbar sind. Durch den anhaltenden Ukraine Krieg und den damit verbundenen kontinuierlich erweiterten umfänglichen Embargo Maßnahmen ist der Marktzugang für komplette Produkte und/ oder gesamte Absatzmärkte signifikant eingebrochen bzw. massiv eingeschränkt. Dies trifft insbesondere den Beschaffungsmarkt von elektronischen Bauteilen, wo sich im Rahmen von Kostreduktionsmaßnahmen die Ukraine einen wesentlichen Marktanteil erarbeitet hat. Dies führt zu einer Verknappung der Verfügbarkeiten und die Lücke nachhaltig zu schließen ist eine globale Herausforderung auf dem globalen Beschaffungsmarkt. Auf Grund der massiven Zerstörung der Infrastruktur und der Industrie ist davon auszugehen, dass weder kurz- noch mittelfristig diese Kapazitäten dem Weltmarkt wieder zur Verfügung stehen werden Daher muss möglicherweise unvorhersehbar mit erheblichen Aufwand nach kurzfritigen technischen Alternativen gesucht werden, was möglicherweise die Herstellungskosten erhöht bei gleichzeitig geringer Marge. Weitere Faktoren, die derzeit schwer einschätzbar sind, ist die weitere Entwicklung der Energiekosten sowie die Inflationsrate, die sich direkt Investionsbereitschaft auswirkt. Im Life-Science-Bereich kommen ständig neue gesetzliche Vorgaben und Standards regional wie global zum Tragen, die eine Produktvermarktung verzögern, behindern oder sogar auf Grund fehlender Zertifikate komplett den Marktzugang untersagen. Eine Produktanpassung bzw. die Erfüllung zusätzlicher Standards kann signifikante Kosten nach sich ziehen.

Der Markt für Detektionsgeräte stagniert und ist in ganz erheblichem Maße ein Ersatzbeschaffungsmarkt. Die neuen Gerätegenerationen müssen preisgünstig und den Kundenbedürfnissen angepasst produzierbar sein.

Der forschende Markt benötigt beständige Innovation und kann auf Dauer nur durch verbesserte Konzepte und Neuentwicklungen erfolgreich bedient werden. Daher spielt in diesem Markt die schnelle und permanente Bereitstellung von neuen Produkten eine entscheidende Rolle. Von Bedeutung sind die Investitionen in Forschung und Entwicklung und der Zukauf innovativer Technologien.

Die Wettbewerbssituation lässt sich in diesem sich schnell verändernden Markt durch gezielte Akquisition verbessern. Revvity trägt durch regelmäßige Aktivitäten auf diesem Feld diesem Umstand Rechnung und kann so das Risiko, neue Technologien zu verpassen, deutlich verringern.

Im Life Sciences & Technology-Bereich ist besonders die Bedeutung der großen Pharma-Firmen hervorzuheben, welche sich seit einigen Jahren verstärkt konsolidieren und neue bzw. zusätzliche Produktstandards fordern, aber einen signifikanten Anteil am LST-Umsatz haben. Die Zentralisierung der Infrastruktur, insbesondere auch im Bereich der von der Gesellschaft entwickelten Detektions- und Screeningtechnologie, sowie die weitere Fokussierung und Verkleinerung der untersuchten Substanzbibliotheken können die Absatzchancen in diesem Segment nachteilig beeinflussen. Diese Konsolidierung erhöht den Druck auf andere Marktsegmente beträchtlich.

Der Mangel an Fachpersonal erzwingt im Life Science & Technology-Bereich ein Umdenken. Manuelle Tätigkeiten werden von Automatisierungssystemen übernommen, um die Fachexpertise dort einzusetzen, wo sie gebraucht wird. Zusätzlicher Druck im Arbeitsbereich entsteht durch die zunehmende Alterung der Mitarbeiter im Labor bei kontinuierlich ansteigendem Probenaufkommen.

Die Gesellschaft ist insbesondere den folgenden speziellen Risiken ausgesetzt:

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe der positiven Zeitwerte der Forderungen gegen den jeweiligen Kontrahenten. Unsere Forderungen bestehen ausschließlich gegen verbundene Unternehmen und werden als werthaltig angesehen.

Liquiditätsrisiko

Eine auf einen festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau sowie die Einbindung in die Finanzierungssteuerung des weltweiten Revvity-Konzerns stellen eine jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung der Gesellschaft sicher.

Im Rahmen eines revolvierenden Planungsprozesses werden die Chancen und Risiken der Geschäftsaktivitäten auf ihre strategische und operative Bedeutung analysiert, aufgearbeitet und beurteilt.

Es werden Maßnahmen vereinbart, mit deren Umsetzung die vorgegebenen Ziele erreicht werden und die Risikostrukturen effizient gesteuert werden.

Durch die Anwachsung der PerkinElmer Technologies GmbH & Co. KG mit Wirkung zum 24. Juli 2017 sind auf die Gesellschaft Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Pensionsrückstellungen übergegangen. Grundsätzlich besteht daher ein Risiko hinsichtlich der Finanzierung der langfristig hohen Pensionszahlungen. Die Geschäftsführung geht jedoch davon aus, dass die Pensionszahlungen aus der operativen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft getragen werden können.

Risiken in Zusammenhang mit dem Coronavirus

Nach unserer Kenntnis und Einschätzung ergeben sich durch die Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) keine Auswirkung auf den Jahresabschluss 2023. Wir sehen kein greifbares Risiko, dass eine erneute Ausbreitung des Coronavirus den Fortbestand unserer Gesellschaft bzw. unserer Unternehmensgruppe gefährdet.

Dies begründet sich dadurch, dass Revvity als Unternehmen weltweit Testmethoden, Analysesysteme und die dazugehörigen Test Kits für den Nachweis einer aktiven COVID-19-Infektion bzw. den Nachweis von Antikörpern nach einer COVID-19-Infektion herstellt und vertreibt. Im Bereich der Automatisationslösungen wird das Portfolio durch die explorer Workstation komplettiert, eine voll-automatisierte, skalierbare Plattform, die innerhalb von 24 Stunden bis zu 10.000 Test abarbeiten kann. Somit gehört Revvity zu den systemrelevanten Unternehmen zur Bekämpfung einer möglichen neuen globalen Pandemie.

Während der Pandemie haben wir für unsere Gesellschaft ein erfolgreiches Management von Arbeiten am Standort und remote eingeführt, das es uns ermöglicht, unsere Geschäftsaktivitäten auch unter den pandemischen Einschränkungen (Kontaktreduktion, Vermeidung von Infektionsketten, Nachverfolgung von Kontakten) uneingeschränkt durchzuführen. Diese Fähigkeit, agil auf sich ändernde Situationen schnell einzustellen, nehmen wir als Erfahrung aus der Zeit der Pandimie mit in die Zukunft.

Chancenbericht

Innerhalb des Life-Science-Geschäftsfelds stellt der Markt für Detektionsgeräte, Software und Verbrauchsmaterialien weiterhin ein attraktives und innovatives Segment dar (vgl. Marktdaten im Abschnitt B.1). Insbesondere das Gebiet der zellbasierten, mikroskopischen "High-Content"-Analyse entwickelt sich dynamisch weiter. Nachdem inzwischen die bildgebende, automatisierte Analyse in weiten Teilen der Life-Science-Forschung etabliert ist, ist innerhalb des "High-Content"- Segments insbesondere ein Trend zur Untersuchung zunehmend komplexer Modellsysteme und Fragestellungen erkennbar, die eine Weiterentwicklung der optischen Detektionstechnologien und der softwaregestützten Analyseverfahren erfordern. Hier sind beispielsweise die phänotypische Klassifizierung von Zellen oder die Untersuchung von Zellclustern oder in-vitro-kultivierten Mikrogeweben zu nennen. Insbesondere die Entwicklung von Zell- und Gentherapien und das stete Bestreben Tierversuche zu ersetzen treiben diesen Bereich voran.

Ausgestattet mit von Revvity bereitgestellten Finanzmitteln investiert die Gesellschaft kontinuierlich weiter in den Ausbau der Produktpalette von Detektionsgeräten, die die beiden dargestellten Markttrends adressieren.

Somit sieht die Gesellschaft gute Perspektiven, ihre Marktposition zu behaupten und in angrenzenden Marktsegmenten zu stärken.

Die positive Marktentwicklung birgt andererseits das grundsätzliche Risiko, durch neu in den Markt eintretende Wettbewerber oder plötzlich auftauchende alternative Technologien möglicherweise Marktanteile zu verlieren. Durch Investitionen im Bereich innovativer Geräte und Software sowie durch die systematische Beobachtung der Endkundenmärkte in allen relevanten Marksegmenten und geographischen Gebieten, aber auch der Anbieter und deren neuester Entwicklungen, begegnet die Gesellschaft diesem Risiko.

Das Wachstum innovativer Technologien hängt generell von der Investitionsbereitschaft der interessierten Industrie bzw. der Förderung der akademischen Forschung in den relevanten Zweigen durch die jeweiligen Regierungen ab. Durch ein globales und systematisches Berichtswesen, Marktanalysen und Wettbewerbsberichte innerhalb der Revvity Organisation sind Trends frühzeitig zu erkennen, und die Gesellschaft kann entsprechend kurzfristig auf Veränderungen reagieren. Ein strenges Kontroll- und Genehmigungsverfahren innerhalb der Revvity-Gesellschaften sorgt zusätzlich für eine Risikominimierung bei größeren Investitionen oder vertraglichen Verpflichtungen. Die globale Marktpräsenz der Revvity erlaubt es zudem häufig, regionale Schwankungen des Investitionsklimas zu kompensieren.

2. Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation

Die Gesamtrisiko- und Chancensituation ergibt sich für die Gesellschaft aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken und Chancen. Die größten Risiken ergeben sich für die Gesellschaft aus negativen Absatz- und Marktentwicklungen. Die Pandemie hat uns als Unternehmen gefordert, aber auch gestärkt. Wir haben gezeigt, das wir uns sehr agile auf die sich ändernden Rahmenbedingungen flexibel und schnell einstellen können. Dies nehmen wir aus der Zeit der Pandimie mit in die Zukunft und sind überzeugt damit noch besser mit unvorhersehbaren Herausforderungen umgehen zu können. Nach den uns heute bekannten Informationen bestehen keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

 

Hamburg, am 31. Mai 2024

Carola Schmidt, Geschäftsführerin

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Revvity Cellular Technologies GmbH (vormals: PerkinElmer Cellular Technologies Germany GmbH), Hamburg

EINGESCHRÄNKTE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Revvity Cellular Technologies GmbH (vormals: PerkinElmer Cellular Technologies Germany GmbH), Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Revvity Cellular Technologies GmbH (vormals: PerkinElmer Cellular Technologies Germany GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "GRUNDLAGE FÜR DIE EINGESCHRÄNKTEN PRÜFUNGSURTEILE" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "GRUNDLAGE FÜR DIE EINGESCHRÄNKTEN PRÜFUNGSURTEILE" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE EINGESCHRÄNKTEN PRÜFUNGSURTEILE

Ein Teil der Pensionsrückstellungen wird mit EUR 6,5 Mio. statt mit EUR 9,6 Mio. ausgewiesen und damit um EUR 3,1 Mio. zu niedrig bewertet.

Unter den Finanzanlagen als sonstige Ausleihungen ausgewiesene, damit im Zusammenhang stehende Ausgleichsansprüche für Pensionsverpflichtungen werden dementsprechend mit EUR 6,5 Mio. statt mit EUR 9,6 Mio. und damit um EUR 3,1 Mio. zu niedrig bewertet.

Durch den niedrigeren Ansatz der Ausgleichsansprüche für Pensionsverpflichtungen sind die Steuerrückstellungen um ca. EUR 0,6 Mio. zu gering bewertet sowie das Jahresergebnis um ca. EUR 0,6 Mio. zu hoch ausgewiesen.

Dieser Sachverhalt beeinträchtigt auch die im Lagebericht erfolgte Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Lübeck, 4. September 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lüthje, Wirtschaftsprüfer

Dr. Wißmann, Wirtschaftsprüfer

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