Revvity (Germany) GmbH
Selbe AdresseForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thekla Carola Schmidt seit 15.4.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Revvity Global Diagnostics, Inc. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Revvity Cellular Technologies GmbH (vormals: PerkinElmer Cellular Technologies Germany GmbH)HamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Die Revvity Cellular Technologies GmbH (vormals: PerkinElmer Cellular Technologies Germany GmbH) hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 101440 eingetragen. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung der PerkinElmer Cellular Technologies Germany GmbH vom 26. Mai 2023 wurde der § 1 von Gesellschaftsvertrag neu gefasst. Die Firma lautet Revvity Cellular Technologies GmbH. Die Erstellung des Jahresabschlusses der Revvity Cellular Technologies GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den Sondervorschriften des GmbH-Gesetzes vorgenommen. Die Bilanzierung und Bewertung wurden nach den Bestimmungen der §§ 242 bis 256a HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften in den §§ 264 bis 288 HGB sowie den Sondervorschriften des GmbH- Gesetzes vorgenommen. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter Annahme des Grundsatzes der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 1 Satz 1. Nr. 2 HGB. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1.1. Immaterielle Vermögensgegenstände Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beläuft sich dabei auf 8 bis 10 Jahre. 1.2. Sachanlagevermögen Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beläuft sich bei den Sachanlagen über die folgenden Zeiträume:
1.3. Finanzanlagen Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Werthaltigkeit der Anteile an der Revvity chemagen Technologie GmbH (vormals: PerkinElmer chemagen Technologie GmbH), Baesweiler, ist durch eine Unternehmensbewertung der Gesellschaft nach dem Discounted Cashflow-Verfahren auf Basis in der Zukunft erwarteter Erträge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und der Anwendung eines Kapitalisierungszinssatzes von 11 % unterlegt. Die Ausgleichsansprüche für Pensionsverpflichtungen beinhalten in Höhe von TEUR 6.672 (Vorjahr: TEUR 6.738) einen Rückgriffsanspruch gegen die Berthold Technologies GmbH & KG, der aus der Übertragung unverfallbarer Pensionsansprüche ausgeschiedener Mitarbeiter resultiert. Da sie langfristige Ansprüche darstellen, werden diese Rückgriffsforderungen als Sonstige Ausleihungen unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Diese wurden durch die Anwachsung der PerkinElmer Technologies GmbH & Co. KG, nachfolgend "KG" genannt, in 2017 übernommen. 2. Umlaufvermögen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten, ermittelt zu durchschnittlichen Einstandspreisen, bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag bewertet. Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten. Soweit Bestandsrisiken vorliegen, z. B. wegen geminderter Verwendbarkeit nach längerer Lagerdauer, sind angemessene Abschläge vorgenommen worden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Zahlungen, die zukünftigen Perioden erfolgswirksam zuzuordnen sind. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Leistungsansprüche für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag mit dem anteiligen Nennwert der vor dem Bilanzstichtag geleisteten Vorauszahlungen aktiviert. Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag in Höhe von TEUR 29 angesetzt und entspricht dem Handelsregistereintrag. 5. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen die zum Bilanzstichtag erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode (Projizierte Einmalbeitragsmethode). Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Folgende weitere Annahmen wurden getroffen: Rechnungszinssatz der vergangenen zehn Jahre 1,82 % p.a. (Vorjahr: 1,78 %), Gehaltstrend 2,25 % p.a. (Vorjahr bis zu 2,30 % p.a.) Rententrend von 2,20 % p.a. (Vorjahr: bis zu 2,20 %). Der Rechnungszins für die Abzinsung wurde pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre It. Bundesbank angesetzt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre und dem Ansatz der Rückstellungen unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre beläuft sich auf einen Wert von TEUR 551 (Vorjahr: TEUR 2.509). Ein Anteil der Pensionsrückstellungen wird hingegen gemäß § 6a EstG mit EUR 6,5 Mio. bewertet. Dieser Teil der Pensionsrückstellung hätte gemäß § 253 Abs. 2 HGB in Höhe von EUR 9,6 Mio. bewertet werden müssen. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Folgende weitere Annahmen wurden getroffen: Rechnungszins 6,00 % p.a. und Rententrend von 0,00 %. Ausgleichsansprüche für Pensionsverpflichtungen gegen die Berthold Technologies GmbH & KG, Bad Wildbad, die aus einem Betriebsübergang i.S.d. § 613a BGB stammen, wurden dementsprechend in Höhe von EUR 6,7 Mio. unter den Finanzanlagen ausgewiesen. 5. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 6. Währungsumrechnung Die im Jahresabschluss enthaltenen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. C. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Bezüglich der Zusammensetzung des Anlagevermögens und dessen Entwicklung im Geschäftsjahr verweisen wir auf den Anlagespiegel (Anlage zum Anhang). 2. Finanzanlagen Unter den Finanzanlagen wird die Beteiligung an der PerkinElmer chemagen Technologie GmbH, Baesweiler, mit TEUR 34.000 (Vorjahr: TEUR 34.000) ausgewiesen. Die Finanzanlagen umfassen des Weiteren eine Rückgriffsforderung gegen die Berthold Technologies GmbH & Co. KG, Bad Wildbad, in Höhe von TEUR 6.544 (Vorjahr: TEUR 6.695). Diese betrifft Pensionszusagen ehemaliger Mitarbeiter der PerkinElmer GmbH & Co. KG, Überlingen (im Folgenden kurz: KG), die auf der Grundlage eines "Asset Sales and Purchasing Agreement" vom 10. November 2000 auf die Berthold Technologies GmbH & Co. KG übergegangen sind. Der Rechtsanspruch der Anspruchsberechtigten besteht nun gegen die PerkinElmer Cellular Technologies Germany GmbH als Rechtsnachfolger der KG. Die Rückgriffsforderung ist am Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 5.000 durch Grundbucheintrag gesichert. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen u.a. sonstige Forderungen aus dem Cash-Pool-Vertrag in Höhe von TEUR 107.142 (Vorjahr: TEUR 104.907), Forderungen gegen die Revvity chemagen Technologie GmbH aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 4.186 (Vorjahr: TEUR 26.708) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.962 (Vorjahr: TEUR 4.605). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalteten überwiegend die Steuerforderungen für abgelaufenen Geschäftsjahre in Höhe von TEUR 253 (Vorjahr: TEUR 261). 4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 66) enthält im Wesentlichen die Vorauszahlungen der Beiträge zur Versicherung. 5. Pensionsrückstellungen Durch die Umstellung der Bewertung nach BilMoG ergab sich ein ursprünglicher Zuführungsbetrag nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB in Höhe von TEUR 14.873. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Von diesem Betrag wurden 1/15, TEUR 992 (Vorjahr: TEUR 992) im Geschäftsjahr den Rückstellungen für Pensionen zugeführt. Damit sind Pensionsverpflichtungen zum Stichtag in Höhe von TEUR 992 (Vorjahr: TEUR 1.983) nicht in der Bilanz enthalten, die bis spätestens zum 31. Dezember 2025 anzusammeln sind. Es wurde im Jahr 2023 die Mindest-Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 64.848 (Vorjahr: TEUR 66.242) ausgewiesen. Die Pensionsverpflichtungen wurden im Jahr 2017 im Zuge der Anwachsung der KG auf die Gesellschaft von der Gesellschaft übernommen. 6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 232), eine Bonusrückstellung in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 130), Rückstellungen für nichtgenommenen Urlaub in Höhe von TEUR 189 (Vorjahr: TEUR 231), Rückstellungen für Jahresabschlussprüfung in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 16) sowie Rückstellungen für Steuerberatung in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 16). 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 1.944 (Vorjahr: TEUR 2.237). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen sonstige Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 6.353 (Vorjahr: TEUR 24.987) und in Höhe von TEUR 167 (Vorjahr: TEUR 597) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten entfallen im Wesentlichen in Höhe von TEUR 297 auf sonstige Verbindlichkeiten aus der Restrukturierung der KG in Höhe von TEUR 144 sowie auf Lohnsteuern in Höhe von TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 149). Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 8. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse belaufen sich im Jahr 2023 auf TEUR 26.781 (Vorjahr: TEUR 32.632). Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten u.a. Aufwendungen für Lizenzen in Höhe von TEUR 2.943 (Vorjahr: TEUR 3.636), Raumkosten in Höhe von TEUR 1.085 (Vorjahr: TEUR 1.286) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 66) sowie Zuführungen aus der Umstellung der Pensionsrückstellung auf BilMoG in Höhe von TEUR 992 (Vorjahr: TEUR 992). Periodenfremde Erträge und Aufwendungen sind nicht im wesentlichen Umfang enthalten. 10. Zinsertrag Die Zinserträge betreffen mit TEUR 4.047 (Vorjahr: TEUR 820) die Zinserträge aus Darlehen Forderungen gegen verbundenen Unternehmen. 11. Zinsaufwand Die Zinsaufwendungen enthalten den Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.026 (Vorjahr: TEUR 1.112). 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultieren aus Steuererstattungen für Vorjahre. D. Sonstige Angaben 1. Organe der Gesellschaft Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt:
Der ausgeübte Beruf der Geschäftsführung stimmt mit der Organstellung überein. Die Gesellschaft macht von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch, nach dem die Angabe über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung nicht gemacht werden muss, wenn sich anhand dieser die Bezüge einzelner Mitglieder dieses Organs feststellen ließen. 2. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 103 (Vorjahr: 106). Es handelt sich ausschließlich um Angestellte. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige Verpflichtungen ausschließlich aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 7.700 (Vorjahr: TEUR 5.742). Die Mietverträge betreffen das Verwaltungsgebäude in Hamburg. Es handelt sich um sog. Operating-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. 4. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet für eine Mietbürgschaft in Höhe von TEUR 228. Es besteht aktuell kein Grund zur Annahme, dass die Gesellschaft hierfür in Anspruch genommen wird, da die Mieterin bislang ihren Verpflichtungen zeitgerecht nachgekommen ist. 5. Anteilsbesitz Die Revvity Cellular Technologies GmbH hält zum 31. Dezember 2023 100 % der Anteile an der Revvity chemagen Technologie GmbH, Baesweiler, die zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von TEUR 37.930 (Vorjahr TEUR 37.930) sowie einen Jahresüberschuss vor Gewinnabführung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 4.186 (Vorjahr: TEUR 26.708) ausweist. 6. Konzernverhältnisse 100 % des Stammkapitals der Gesellschaft werden von der Revvity (Germany) GmbH (vormals: PerkinElmer LAS (Germany) GmbH), Hamburg, gehalten. Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Konzernunternehmen aufstellt, ist zum 31. Dezember 2023 die Revvity Holding Inc., Waltham, Massachusetts, USA. Der Konzernabschluss der Revvity Holding Inc. ist bei der U.S. Securities and Exchange Commission unter dem Central index key 0000031791 hinterlegt. Diese Gesellschaft ist wiederum in den Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen zum 31. Dezember 2023 einbezogen, der von der Konzernmuttergesellschaft Revvity Inc. (vormals: RerkinElmer Inc.), Waltham/Massachusetts, USA aufgestellt wird. Der Konzernabschluss der Revvity Inc. ist bei der U.S. Securities and Exchange Commission unter dem Central index key 0000031791 hinterlegt. 7. Ergebnisverwendung Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von TEUR 6.353 erzielt. Dieser wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die Revvity (Germany) GmbH abgeführt. 8. Nachtragsbericht Es sind keine relevanten Ereignisse eingetreten.
Hamburg, den 31. Mai 2024 Carola Schmidt, Geschäftsführerin Die Feststellung des Jahresabschlusses ist am 5. September 2024 erfolgt. Entwicklung des Anlagevermögens
A. Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäftsmodell Die Revvity Cellular Technologies GmbH (vormals: PerkinElmer Cellular Technologies Germany GmbH, oder im Folgenden auch "die Gesellschaft") ist Teil des US-amerikanischen Konzerns Revvity Inc. (vormals: PerkinElmer Inc.), Waltham, Massachusetts, Vereinigte Staaten von Amerika. Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen für verbundene Konzerngesellschaften in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Produktmanagement/Strategisches Marketing sowie Technischer Service und Reparaturen. Darüber hinaus entwickelt und produziert sie Systeme für die Laborautomatisierung, die über verbundene Gesellschaften weltweit vertrieben werden. Im März 2023 fand eine Aufteilung der Geschäftsbereiche von PerkinElmer statt. Die Segmente Applied Science, Food und Enterprise Services (AES) wurden an die Private-Equity- Gesellschaften New Mountain Capital verkauft. Die verbleibenden Life Sciences and Diagnostics (LSDX) Aktivitäten wurden in einem neuen, eigenständigen Unternehmen mit dem neuen Namen ,Revvity' zusammengefasst. Revvity Cellular Technologies hat Food Business gehabt, das an AES verkauft wurde. Der Verkauf des Food Business an PerkinElmer (AES) hat folgende Auswirkungen gehabt: Der Personalbestand wurde um 9 Mitarbeiter reduziert, es erfolgte ein Verkauf von Anlagevermögen im Nettowert von TEUR 15 und der Verkauf der Marke "PerkinElmer. Der Verkauf des Food Business hat nicht zu einer Verringerung des Umsatzes von Revvity Cellular geführt. AES Business firmiert weiterhin unter dem Namen PerkinElmer. Seit Juni 2023 lautet die Firma der Gesellschaft Revvity Cellular Technologies GmbH (vormals: PerkinElmer Cellular Technologies Germany GmbH). 2. Forschung und Entwicklung Unverändert bleibt der Bereich Forschung und Entwicklung ein wesentlicher Tätigkeitsschwerpunkt der Gesellschaft und der wichtigste Teil der Dienstleistungen für den Konzern. Am Standort in Hamburg werden hochwertige Imaging-Geräte, Multimode-Detektionssysteme, Automationslösungen sowie innovative Softwareprodukte entwickelt. Sie ermöglichen schnelle, integrierte und sensitive Analysen bei zellulären und biochemischen Fragestellungen in der Medikamentenentwicklung und Life-Science-Forschung. Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich im Jahr 2023 auf TEUR 8.957 (Vorjahr TEUR 10.114). Es ergibt sich somit ein prozentualer Anteil der Kosten für Forschung und Entwicklung an den Umsatzerlösen ohne Kostenumlagen in Höhe von 33,44 % (Vorjahr 30,99 %). Forschungs- und Entwicklungskosten werden durch die Gesellschaft nicht aktiviert. Den Schwerpunkt des Produktportfolios bilden weiterhin Detektionsgeräte und Software für die Analyse biochemischer Reaktionen mittels optischer Detektion (Multimode-Detection-Portfolio mit den Produkten VICTOR NIVO, EnVision, Envision Nexus) sowie mittels mikroskopischer, bildgebender Detektion (High-Content-Screening-Portfolio mit den Produkten Operetta CLS, Opera Phenix), ferner Software zur Verwaltung und Analyse von Imaging Daten, die solche Geräte erzeugen (Software "Signals Image Artist", vormals "Columbus"). 2023 wurde der Envision Nexus, ein Multimode-Detection Gerät der neuesten Generation, in den Markt eingeführt und die Softwareversion (Kaleido 4.1) mit neuen Features für die Kunden veröffentlicht. Im High-Content-Screening Bereich wurde eine neue Softwareversion "Harmony 5.2" mit neuen Features für das Produkt "Operetta CLS". veröffentlicht. Weiterhin werden zudem die bestehenden Automatisierungsplattformen für Probenpräparation und Analyse (Produktfamilien explorerTMG3 workstation und plate::handler) kontinuierlich weiterentwickelt und an spezifische Kundenbedürfnisse angepasst. Weiterhin wurden alle Geräte, Software Produkte und die entsprechende Dokumentation an das neue Revvity Firmendesign angepasst (Rebranding). 3. Dienstleistungen im Bereich Technischer Service und Reparaturen Die Weiterverrechnung von Kosten für Dienstleistungen, inklusive Forschung und Entwicklung an den Revvity-Konzern hat im Jahr 2023 in Höhe von TEUR 9.673 (Vorjahr: TEUR 10.923) zu den durch die Gesellschaft erzielten Umsatzerlösen beigetragen. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Laut dem "Laboratory Analytical & Life Science Instrumentation Industry Report" 2024 (Strategic Directions International, im Folgenden "SDi-Report"), ist der Markt für analytische und Life-Science-Instrumente im Zeitraum von 2018 bis 2023 im Mittel um 5,8 % pro Jahr gewachsen und hat im Jahr 2023 ein Volumen von 82,3 Milliarden USD erreicht. Innerhalb dieses Gesamtmarkts ist der Life-Science-Sektor mit einem mittleren jährlichen Wachstum von 7,8 % lt. SDi-Report überdurchschnittlich gewachsen. Für den zukünftigen Zeitraum von 2023 bis 2028 erwartet SDi eine leichte Abschwächung des Wachstums auf im Mittel 4,8 % pro Jahr für den Gesamtmarkt und 6,2 % für Life Sciences. In diese Einschätzung ist die Auswirkung der CoVID-19-Pandemie bereits eingeflossen, die zum Zeitpunkt der Report-Erstellung (April 2024) ihren Höhepunkt schon überschritten hatte. Für das Segment High Content Screening sehen Branchenbeobachter ein leicht überdurchschnittliches Wachstum von 6,3 % und für das Segment Plate Readers eine solide Zunahme von 3,8 % für die kommenden 5 Jahre (2024 bis 2028) voraus (https://strategic-directions.com/knowledge-center-information/). 2. Geschäftsverlauf Unverändert liegt der Schwerpunkt der Tätigkeit auf der konstanten Weiterentwicklung der vorhandenen Produktpalette in den Bereichen zellulärer und biochemischer Detektion und Software, der Entwicklung neuer Produkte sowie der Manufaktur kundenspezifischer Automatisationssysteme für die automatisierte Wirkstoffsuche. Die Dienstleistungen wurden, wie im Vorjahr, mit einem Aufschlag in Höhe von 8 % an die Schwestergesellschaft Revvity Singapore Pte. Ltd., Singapur, berechnet. Der Umsatz mit in Hamburg gefertigten Automatisierungssystemen hat sich gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 9.541 um 24 % reduziert. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2023 wurden durch die Gesellschaft 103 Mitarbeiter (Vorjahr: 106) beschäftigt. 3. Lage Ertragslage Am 2. April 2019 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Revvity (Germany) GmbH (vormals: PerkinElmer LAS (Germany) GmbH), Hamburg, als Organträgerin geschlossen. Ebenso wurde am 2. April 2019 ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Revvity chemagen Technologie GmbH (vormals: PerkinElmer chemagen Technologie GmbH) als Organgesellschaft abgeschlossen. Für steuerliche Zwecke bestehen die Organschaften rückwirkend ab dem 1. Januar 2019. Die Gewinne werden im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags abgeführt. Der Gesamtumsatz erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 26.781 und lag damit um rd. 17,9 % unter dem Vorjahresniveau. Der Umfang der weiterverrechneten Dienstleistungen ist von TEUR 10.923 um TEUR 1.250 auf TEUR 9.673 gesunken. Die Umsatzerlöse aus weiteren Kostenumlagen, Royalties und Commissions sind im Wesentlichen durch niedrigere weiterbelastete Royalties von TEUR 9.161 auf TEUR 7.567 im Geschäftsjahr gesunken. Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse wurden vollständig mit verbundenen Unternehmen erzielt: Entwicklungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie Lizenzen werden an die Revvity Singapore Pte. Ltd. weiterbelastet und Automatisierungssysteme an die regional operierenden Vertriebsgesellschaften der Revvity-Gruppe verkauft. Der Rückgang der Umsatzerlöse aus den Produktumsätzen (Dienstleistungen) ist auf die geringere Nachfrage im Bereich Technischer Service und auf Schwankungen bei den Materialkosten sowie externe Dienstleistungen zurückzuführen, die in Abhängigkeit von der jeweiligen Projektkonstellation angefallen sind. Die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr (Vorjahr zum Vergleich) stellt sich damit wie folgt dar:
Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages wurden Erträge aus Beteiligungen von TEUR 4.186 (Vorjahr: TEUR 26.708) vereinnahmt. Das Ergebnis ist gesunken, da die Tochtergesellschaft im Vorjahr noch stark von der COVID-Krise profitiert hat. Den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen in Höhe von TEUR 4.047 (Vorjahr: TEUR 820) stehen Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.085 (Vorjahr: TEUR 1.570) gegenüber. Der Anstieg der Zinserträge resultiert aus den höheren Zinsen auf Cash Pooling und Zinsen für die Forderung aus Gewinnabführung. Das operative Ergebnis (Ergebnis vor Beteiligungserträgen und Gewinnabführung) beträgt TEUR 2.167 (Vorjahr: TEUR -1.721). Das Ergebnis nach Steuern und vor Gewinnabführung beläuft sich auf TEUR 6.353 (Vorjahr: TEUR 24.987). Vermögens- und Finanzlage Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus dem Cash-Pool- Vertrag in Höhe von TEUR 107.142 (Vorjahr: TEUR 104.907), Forderungen gegen die Revvity chemagen Technologie GmbH, Baesweiler, aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 4.186 sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.925 (Vorjahr: TEUR 4.605). Den Forderungen stehen Verbindlichkeiten von TEUR 167 (Vorjahr: TEUR 28.176) gegenüber. Darunter fallen die Verbindlichkeiten gegen die Gesellschafterin Revvity (Germany) GmbH aus der Verpflichtung zur Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 6.353. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Geschäftsjahr um TEUR 292 auf TEUR 1.944 gesunken. Die Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 64.848 (Vorjahr: TEUR 66.242) gehen ausschließlich auf die Verschmelzung mit der PerkinElmer Technologies GmbH & Co. KG im Jahr 2017 zurück. Die Ausgleichsansprüche für Pensionsverpflichtungen beinhalten in Höhe von TEUR 6.672 (Vorjahr: TEUR 6.738) einen Rückgriffsanspruch gegen die Berthold Technologies GmbH & KG, der aus der Übertragung unverfallbarer Pensionsansprüche ausgeschiedener Mitarbeiter resultiert.
Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 eine Überdeckung kurzfristiger Schulden durch kurzfristige Aktiva in Höhe von TEUR 109.960 (Vorjahr: Überdeckung in Höhe von TEUR 110.400) auf. Durch die Cash-Pool-Vereinbarung ist die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, das operative Ergebnis (Ergebnis vor Beteiligungserträgen und Gewinnabführung, TEUR 2.167, Vorjahr: TEUR -1.721) sowie die Umsatz- und Eigenkapitalrentabilität. Die Kennzahlen der Ertragslage berechnen sich wie folgt:
Die prognostizierten Entwicklungen für operatives Ergebnis und die Umsatz- und Eigenkapitalrentabilitäten konnten erreicht werden. Die erwarteten leicht steigenden Umsatzerlöse konnten nicht erreicht werden. 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die Geschäftsführung beurteilt den Verlauf des Geschäftsjahres 2023, die Lage und das Ergebnis der Gesellschaft als im Wesentlichen stabil. Die rückläufige Umsatzentwicklung im Bereich der Fertigprodukte (Automatisierungssystem) gegenüber den Vorjahren ist ursächlich mit dem Abflauen der COVID-19 Pandemie zu erklären und einer gewissen Kaufzurückhaltung auf Grund des weltweit hohen Zinsniveaus, im Vergleich zum 2019 vor COVID-19 ist die Nachfrage aber deutlich gestiegen. Die Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung, die als konzerninterne Dienstleistung an verbundene Unternehmen berechnet werden, sind im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Die Umsätze mit den in der Gesellschaft entwickelten HCS- und MMD-Produkten, die in anderen Konzerngesellschaften getätigt werden, haben sich im Berichtsjahr positiv entwickelt. Das Life-Science-Segment, zu dem diese Produktlinien gehören, wird in der Konzernstrategie weiterhin als wichtiges Wachstumssegment gesehen, so dass wir auch für die Zukunft von stabilen oder leicht steigenden Entwicklungsaufwendungen in diesem Bereich ausgehen. C. Prognosebericht Am 13. März 2023 wurde öffentlich bekannt gegeben, dass der Verkauf der Bereiche "Food", "Applied Market" sowie dem Namen PerkinElmer an das US Unternehmen New Mountain Capital durch die Firma Revvity erfolgreich ageschlossen wurde. Die Auswirkungen waren nicht wesentlich für die Gesellschaft. Nun fokussiert sich das Unternehmen Revvity auf die Wachstumsmärkte in der Diagnostik und der Life-Science-Forschung; die Produkte der Gesellschaft stehen also im strategischen Fokus der gesamten Konzernstrategie. Die globale Reichweite des Konzerns mit einer erfahrenen Verkaufs- und Serviceorganisation und einer effizienten Logistik lässt auch in den nächsten Jahren eine stabile Entwicklung erwarten, die von Schwankungen einzelner Marktsegmente und -regionen nur mäßig beeinflusst wird. Auch in den nächsten Jahren wird ein starkes Interesse an zellulären und biochemischen Analysen erwartet und der Bedarf an innovativen Technologien und integrierten Lösungen (Software, Automation und Detektion) wird weiter steigen. Investitionen in akademischen und industriellen Instituten sind weiterhin auf innovative Technologieplattformen fokussiert, während Standardsysteme unter zunehmendem Preisdruck stehen. Unsere Produktportfolios "High Content Screening" und "Multimode Detection" sehen wir durch die Einführung einer neuen Produktpalette in den Jahren 2024 bis 2028, die konsequente Produktpflege durch Software Upgrades, sowie die Ergänzung durch OEM-Produkte im unteren Preissegment im Life-Science-Markt stark aufgestellt. Auch weiterhin wird der Bereich Forschung und Entwicklung einen Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft bilden. Konzernintern wird durch die positive Umsatzentwicklung beider Produktfamilien die Position der Gesellschaft als Entwicklungsstandort aller Voraussicht nach weiter gestärkt. Für 2024 erwarten wir einen auf diesem Niveau stabilen Umsatz. Auch für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir - nach unserer Kenntnis und Einschätzung keine negativen Auswirkungen auf die Prognose. Wir sehen kein greifbares Risiko, dass die unklare Situation in der Ukraineund die anhaltende Inflation den Fortbestand unserer Gesellschaft bzw. unserer Unternehmensgruppe gefährdet. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Geschäftsführung in Folge der oben beschriebenen Entwicklungen stabile Umsatzerlöse, ein leicht verbessertes operatives Ergebnis und entsprechend leicht verbesserte Umsatz- und Eigenkapitalrentabilitäten. D. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Im Folgenden werden die Faktoren zusammengefasst, die das Ergebnis unserer Geschäftstätigkeit grundsätzlich nachteilig beeinflussen könnten:
Die Gesellschaft ist insbesondere den folgenden speziellen Risiken ausgesetzt: Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe der positiven Zeitwerte der Forderungen gegen den jeweiligen Kontrahenten. Unsere Forderungen bestehen ausschließlich gegen verbundene Unternehmen und werden als werthaltig angesehen. Liquiditätsrisiko Eine auf einen festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau sowie die Einbindung in die Finanzierungssteuerung des weltweiten Revvity-Konzerns stellen eine jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung der Gesellschaft sicher. Im Rahmen eines revolvierenden Planungsprozesses werden die Chancen und Risiken der Geschäftsaktivitäten auf ihre strategische und operative Bedeutung analysiert, aufgearbeitet und beurteilt. Es werden Maßnahmen vereinbart, mit deren Umsetzung die vorgegebenen Ziele erreicht werden und die Risikostrukturen effizient gesteuert werden. Durch die Anwachsung der PerkinElmer Technologies GmbH & Co. KG mit Wirkung zum 24. Juli 2017 sind auf die Gesellschaft Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Pensionsrückstellungen übergegangen. Grundsätzlich besteht daher ein Risiko hinsichtlich der Finanzierung der langfristig hohen Pensionszahlungen. Die Geschäftsführung geht jedoch davon aus, dass die Pensionszahlungen aus der operativen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft getragen werden können. Risiken in Zusammenhang mit dem Coronavirus Nach unserer Kenntnis und Einschätzung ergeben sich durch die Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) keine Auswirkung auf den Jahresabschluss 2023. Wir sehen kein greifbares Risiko, dass eine erneute Ausbreitung des Coronavirus den Fortbestand unserer Gesellschaft bzw. unserer Unternehmensgruppe gefährdet. Dies begründet sich dadurch, dass Revvity als Unternehmen weltweit Testmethoden, Analysesysteme und die dazugehörigen Test Kits für den Nachweis einer aktiven COVID-19-Infektion bzw. den Nachweis von Antikörpern nach einer COVID-19-Infektion herstellt und vertreibt. Im Bereich der Automatisationslösungen wird das Portfolio durch die explorer Workstation komplettiert, eine voll-automatisierte, skalierbare Plattform, die innerhalb von 24 Stunden bis zu 10.000 Test abarbeiten kann. Somit gehört Revvity zu den systemrelevanten Unternehmen zur Bekämpfung einer möglichen neuen globalen Pandemie. Während der Pandemie haben wir für unsere Gesellschaft ein erfolgreiches Management von Arbeiten am Standort und remote eingeführt, das es uns ermöglicht, unsere Geschäftsaktivitäten auch unter den pandemischen Einschränkungen (Kontaktreduktion, Vermeidung von Infektionsketten, Nachverfolgung von Kontakten) uneingeschränkt durchzuführen. Diese Fähigkeit, agil auf sich ändernde Situationen schnell einzustellen, nehmen wir als Erfahrung aus der Zeit der Pandimie mit in die Zukunft. Chancenbericht Innerhalb des Life-Science-Geschäftsfelds stellt der Markt für Detektionsgeräte, Software und Verbrauchsmaterialien weiterhin ein attraktives und innovatives Segment dar (vgl. Marktdaten im Abschnitt B.1). Insbesondere das Gebiet der zellbasierten, mikroskopischen "High-Content"-Analyse entwickelt sich dynamisch weiter. Nachdem inzwischen die bildgebende, automatisierte Analyse in weiten Teilen der Life-Science-Forschung etabliert ist, ist innerhalb des "High-Content"- Segments insbesondere ein Trend zur Untersuchung zunehmend komplexer Modellsysteme und Fragestellungen erkennbar, die eine Weiterentwicklung der optischen Detektionstechnologien und der softwaregestützten Analyseverfahren erfordern. Hier sind beispielsweise die phänotypische Klassifizierung von Zellen oder die Untersuchung von Zellclustern oder in-vitro-kultivierten Mikrogeweben zu nennen. Insbesondere die Entwicklung von Zell- und Gentherapien und das stete Bestreben Tierversuche zu ersetzen treiben diesen Bereich voran. Ausgestattet mit von Revvity bereitgestellten Finanzmitteln investiert die Gesellschaft kontinuierlich weiter in den Ausbau der Produktpalette von Detektionsgeräten, die die beiden dargestellten Markttrends adressieren. Somit sieht die Gesellschaft gute Perspektiven, ihre Marktposition zu behaupten und in angrenzenden Marktsegmenten zu stärken. Die positive Marktentwicklung birgt andererseits das grundsätzliche Risiko, durch neu in den Markt eintretende Wettbewerber oder plötzlich auftauchende alternative Technologien möglicherweise Marktanteile zu verlieren. Durch Investitionen im Bereich innovativer Geräte und Software sowie durch die systematische Beobachtung der Endkundenmärkte in allen relevanten Marksegmenten und geographischen Gebieten, aber auch der Anbieter und deren neuester Entwicklungen, begegnet die Gesellschaft diesem Risiko. Das Wachstum innovativer Technologien hängt generell von der Investitionsbereitschaft der interessierten Industrie bzw. der Förderung der akademischen Forschung in den relevanten Zweigen durch die jeweiligen Regierungen ab. Durch ein globales und systematisches Berichtswesen, Marktanalysen und Wettbewerbsberichte innerhalb der Revvity Organisation sind Trends frühzeitig zu erkennen, und die Gesellschaft kann entsprechend kurzfristig auf Veränderungen reagieren. Ein strenges Kontroll- und Genehmigungsverfahren innerhalb der Revvity-Gesellschaften sorgt zusätzlich für eine Risikominimierung bei größeren Investitionen oder vertraglichen Verpflichtungen. Die globale Marktpräsenz der Revvity erlaubt es zudem häufig, regionale Schwankungen des Investitionsklimas zu kompensieren. 2. Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation Die Gesamtrisiko- und Chancensituation ergibt sich für die Gesellschaft aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken und Chancen. Die größten Risiken ergeben sich für die Gesellschaft aus negativen Absatz- und Marktentwicklungen. Die Pandemie hat uns als Unternehmen gefordert, aber auch gestärkt. Wir haben gezeigt, das wir uns sehr agile auf die sich ändernden Rahmenbedingungen flexibel und schnell einstellen können. Dies nehmen wir aus der Zeit der Pandimie mit in die Zukunft und sind überzeugt damit noch besser mit unvorhersehbaren Herausforderungen umgehen zu können. Nach den uns heute bekannten Informationen bestehen keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.
Hamburg, am 31. Mai 2024 Carola Schmidt, Geschäftsführerin BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Revvity Cellular Technologies GmbH (vormals: PerkinElmer Cellular Technologies Germany GmbH), Hamburg EINGESCHRÄNKTE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der Revvity Cellular Technologies GmbH (vormals: PerkinElmer Cellular Technologies Germany GmbH), Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Revvity Cellular Technologies GmbH (vormals: PerkinElmer Cellular Technologies Germany GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE EINGESCHRÄNKTEN PRÜFUNGSURTEILE Ein Teil der Pensionsrückstellungen wird mit EUR 6,5 Mio. statt mit EUR 9,6 Mio. ausgewiesen und damit um EUR 3,1 Mio. zu niedrig bewertet. Unter den Finanzanlagen als sonstige Ausleihungen ausgewiesene, damit im Zusammenhang stehende Ausgleichsansprüche für Pensionsverpflichtungen werden dementsprechend mit EUR 6,5 Mio. statt mit EUR 9,6 Mio. und damit um EUR 3,1 Mio. zu niedrig bewertet. Durch den niedrigeren Ansatz der Ausgleichsansprüche für Pensionsverpflichtungen sind die Steuerrückstellungen um ca. EUR 0,6 Mio. zu gering bewertet sowie das Jahresergebnis um ca. EUR 0,6 Mio. zu hoch ausgewiesen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt auch die im Lagebericht erfolgte Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Lübeck, 4. September 2024 BDO
AG
Lüthje, Wirtschaftsprüfer Dr. Wißmann, Wirtschaftsprüfer |
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