Langewiesche Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mario Reiß seit 5.8.2024 | Prokura |
Olaf Reichardt seit 29.8.2022 | Geschäftsführer |
Sigrid Langewiesche seit 16.1.2014 | Prokura |
Christina Richter seit 11.7.2008 | Prokura |
Bernd Langewiesche seit 23.3.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 4 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Langewiesche Fleischwaren GmbHUnnaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023LANGEWIESCHE FLEISCHWAREN GMBH, UNNA1. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,12 Billionen Euro, nominal ist das BIP also kräftig gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,2 %. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Energiepreise und die Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Die Regierung rechnet für das Jahr 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023 und korrigierte die Prognose deutlich nach unten. Die Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesegment und der allgemein hohen Inflation sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, belasten die deutsche Wirtschaft deutlich stärker als noch vor sechs Monaten angenommen. Auch für das kommende Jahr 2025 wurde die Prognose nach unten korrigiert. Der langfristige Trend zu einem geringeren Fleischverzehr in Deutschland setzt sich auch 2023 fort. Auf Basis der neuen Berechnungen sank nach vorläufigen Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch im Jahr 2023 um 430 Gramm auf nunmehr 51,6 Kilogramm. Den größten prozentualen Rückgang verzeichnen Rind- und Kalbfleisch: Der Pro-Kopf-Verzehr sank um fast fünf Prozent auf 8,9 Kilogramm pro Person. Auch der Anteil von Schweinefleisch war 2023 rückläufig. Hier reduzierte sich die verzehrte Menge um fast 600 Gramm auf 27,5 Kilogramm pro Person. Ein Viertel der verzehrten Fleischmenge ist Geflügelfleisch, insbesondere Hühnerfleisch. Für Geflügel ergab sich 2023 ein Zuwachs von rund 900 Gramm pro Person. Damit lag der Pro-Kopf-Verzehr von Geflügelfleisch 2023 bei 13,1 Kilogramm. Gründe für den sinkenden Fleischverzehr dürften unter anderem sich verändernde Ernährungsweisen sein. Auch ein generell gewachsenes Bewusstsein, welche Auswirkungen ein hoher Fleischkonsum auf die eigene Gesundheit, Klima und Umwelt haben, dürften eine Rolle spielen. Der insgesamt abnehmende Verzehr von Fleisch wird von einem Importrückgang von Fleisch, Fleischwaren und Konserven aus Schweinen, Rindern und Kälbern begleitet. Besonders bei Schweinefleisch sinken die Importe stetig (zuletzt auf rund 0,96 Millionen Tonnen in 2023), während der Export darüber liegt (mehr als 2,22 Millionen Tonnen in 2023). Bei der Fleischerzeugung gilt: Mehr Geflügel, Rind und Kalb - weniger Schwein. Die Nettoerzeugung von Schweinefleisch, also des Fleisches der im Inland geschlachteten Tiere, verringerte sich im Jahr 2023 auf 4,2 Millionen Tonnen Schlachtgewicht (-6,8 Prozent). Hingegen stieg die Nettoerzeugung bei Geflügelfleisch auf 1,52 Millionen Tonnen Schlachtgewicht (+1,4 Prozent), die von Rind- und Kalbfleisch lag bei einer Million Tonnen (+0,5 Prozent). Im Laufe des Jahres 2023 haben sich die Marktturbulenzen der Vorjahre allmählich beruhigt. Mit den aktuellen Schweine- und Ferkelpreisen ist offenbar ein neues, höheres Preisniveau für die gestiegenen Produktionskosten gefunden und ausbalanciert worden. Es bleibt abzuwarten, inwiefern die gestiegenen Verbraucherpreise noch einen verstärkenden Einfluss auf den weiteren Rückgang des Schweinefleischverzehrs haben werden oder ob auch hier allmählich wieder Stabilität erkennbar wird. Andernfalls wird sich der Schrumpfungsprozess des Sektors wieder beschleunigen. Sollte der Schweinepreis unter die 2 Euro-Grenze fallen, ist mit einem relativ zeitnahen beschleunigten Bestandsabbau zu rechnen. Der Lagerbestand an Schweinefleisch ist in 2023 auf einen Tiefststand gefallen. Darüber ist der Schweinebestand in den meisten EU-Ländern rückläufig. Insofern spricht vieles für ein grundsätzlich stabiles Preisniveau. (Quellen: Bundesministerium für Ernährung & Landwirtschaft, Statistisches Bundesamt, Bundesanstalt für Landwirtschaft & Ernährung, Bundesverband Deutscher Wurst- und Schinkenproduzenten e.V., Handelsverband Deutschland, Deutscher Bauernverband e.V.) 1.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Langewiesche Fleischwaren GmbH ist sowohl im Lebensmitteleinzelhandel, bei Industriekunden aber auch im Geschäft mit dem Außer-Haus-Konsum vertreten. Aufgrund dieser Ausrichtung konnten die zum Teil noch vorhandenen Auswirkungen (Geringere Umsätze bei Kantinenverpflegungen aufgrund von geringerer Präsenz in Büroeinrichtungen, reduzierte Öffnungszeiten Gastronomie aufgrund von Mitarbeitermangel etc.) aus den Einschränkungen der gastronomischen Einrichtungen während des Geschäftsjahres 2022 begrenzt werden. Mit einem Umsatz in Höhe von 51.558 T€ wurde das Niveau des Vorjahres (47.540 T€) deutlich übertroffen. Dieses Umsatzwachstum basierte auf einer stabilen Produktionsmenge und einem Anstieg der Fleischpreise. Während der Fleischverzehr pro Kopf der Bevölkerung in Deutschland allgemein zurückgegangen ist, hat die Langewiesche Fleischwaren GmbH beim Absatz eine stabile Absatzmenge (-0,9 %). Die Erklärung für diese im Vergleich zum Markt atypische Entwicklung ist, dass das Geschäftsfeld mit Industriekunden wieder stabil läuft und auch die anderen Geschäftsfelder gut aufgestellt sind. 1.3. Investitionen Die Investitionen des Geschäftsjahres 2023 waren wieder höher als im Vorjahr: Insgesamt wurden Investitionsgüter im Umfang von 673 T€ angeschafft. Wesentlich hierbei war die Verbesserung der Maschinenausstattung im Bereich Fleischwarenherstellung und -verarbeitung. Außerdem wurde eine neue, moderne Software zur Verwaltung und Abrechnung der Mitarbeiter gekauft. Leasingverpflichtungen in wesentlichem Umfang bestehen keine. 1.4 Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten wurden nicht getätigt. Die Rechnungen werden, wenn möglich mit Skonto gezahlt soweit keine Nettokonditionen verhandelt worden sind. 1.5. Personal- und Sozialbereich Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2023 beträgt 160, darauf entfielen ein Auszubildender, 136 gewerbliche Arbeitnehmer, 21 Angestellte und zwei Geschäftsführer. Die Entlohnung orientiert sich bei den gewerblichen Mitarbeitern und in weiten Teilen im Angestelltenbereich am Manteltarifvertrag für das Fleischerhandwerk in Nordrhein-Westfalen. Darüber hinaus bestehen in Einzelfällen abweichende, einzelvertragliche Regelungen, die insbesondere den besonderen Leistungen von Mitarbeitern entsprechen. 2. Darstellung der Lage 2.1. Vermögenslage Die getätigten Investitionen des Geschäftsjahres 2023 übersteigen die Abschreibungen, so dass der Buchwert des Anlagevermögens im Vergleich zum Vorjahr angestiegen ist. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 4.977 T€. Der geringfügige Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist auf stichtagsbedingte Einflüsse zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um ca. 7,2 % zurückgegangen und waren durch den hohen Liquiditätsstand vollständig gedeckt. Das Eigenkapital ist durch den erzielten Jahresgewinn unter Berücksichtigung der getätigten Ausschüttungen um rund 11 % im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Die Eigenkapitalquote ist von 51,3 % im Vorjahr auf 51,4 % im Berichtsjahr gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist unverändert stark. 2.2. Finanzlage Im Geschäftsjahr konnte auf eine Kontokorrent-Inanspruchnahme und Kredite für Betriebsmittel verzichtet werden. Der Anstieg der liquiden Mittel ist durch das operative Geschäft begründet. Unter Abzug der getätigten Investitionen und Ausschüttungen konnten die liquiden Mittel deutlich auf 7.113 T€ erhöht werden. Die Liquiditätsausstattung bleibt auch im Jahr 2023 gut. 2.3. Ertragslage Obwohl sich die herausfordernde Auftragslage analog zum vorangegangenen Geschäftsjahr fortsetzte, steigerte sich der Umsatz aufgrund der gestiegenen Fleischpreise um 8 %. Auf der Kostenseite sind die Lohn- und Gehaltskosten weiter angestiegen: Zum einen wurden mehr Mitarbeiter beschäftigt, zum anderen trägt der Personal- und Fachkräftemangel dazu bei, dass diese höher entlohnt werden müssen. Positiv ausgewirkt hat sich die Entwicklung bei den Energiekosten (-17 %). Aber auch die Kosten für die Verpackungen haben sich in den zurückliegenden 12 Monaten abgeschwächt (-4 %), sodass lediglich der Anstieg bei den Frachtkosten (+6 %) zu einer Steigerung der Kosten führte. Die Kostensteigerungen bei den Rohstoffen und im Bereich der Frachten konnten über Preiserhöhungen an die Kunden weitergegeben werden, sodass trotz vieler schwieriger Umstände ein Jahresüberschuss in Höhe von 2.876 T€ (Vj. 2.023 T€) erzielt wurde. Die oben beschriebenen Faktoren führten dazu, dass die im Vorjahreslagebericht ausgegebene Prognose eingehalten werden konnte. 3. Chancen und Risiken bei der künftigen Entwicklung der Gesellschaft Die wesentlichen Bausteine der Unternehmensstrategie sind Flexibilität, schnelle Reaktionszeiten und eine hohe Produktqualität. Hierbei ist die maßgebliche Grundlage für den langfristigen Erfolg eines mittelständischen Unternehmens am Markt eine Kundenstruktur bestehend aus mehreren Säulen. Diese Strategie wird durch die stabile Absatzmenge bestätigt. Auch wenn sich die Verteuerung der Energieträger wieder etwas abgeschwächt hat, bleibt der Einkauf von Rohstoffen und Energie die größte Herausforderung für die Gesellschaft. Der überdurchschnittliche Preisanstieg bei den Preisen für Schweinefleisch in den ersten sieben Monaten des Jahres 2023 konnte über entsprechende Preiserhöhungen weitestgehend kompensiert werden. Um die Risiken von Preisänderungen oder Verfügbarkeiten zu reduzieren, wird seit Jahren auf eine Verteilung auf verschiedene Energieträger, unterschiedliche Lieferanten und auf eine innovative Beschaffungsstrategie gesetzt. Aktuell wird wieder sehr deutlich, dass nachhaltiges Investieren in der Vergangenheit in Energierückgewinnung und z. B. Fotovoltaik hilft, diese Risiken zu reduzieren bzw. abfedern zu können. Das bereits 2018 angeschaffte Notstromaggregat, die Investition in Fotovoltaik und der Kauf von Zweistoffbrennern für die Wärme- und Dampferzeugung stützen das Bestreben die unterbrechungsfreie Produktion und Belieferung der Kunden sicherzustellen. Die Langewiesche Fleischwaren GmbH hat für das Erkennen wesentlicher Risiken ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagement als Bestandteil der Unternehmensplanung und der Unternehmensführung implementiert. Die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungssysteme werden fortlaufend weiterentwickelt. Die Gesellschaft ist sowohl nach IFS (International Food Standard) als auch nach QS (Qualität und Sicherheit) zertifiziert und wird laufend auf Einhaltung dieser Standards überprüft. In wichtigen Positionen im Personalbereich wird bereits in den vergangenen Jahren auf eine Nachbesetzung von in der Zukunft ausscheidenden Mitarbeitern hingearbeitet und bisher konnten alle vakanten Positionen trotz des angespannten Arbeitsmarktes neu besetzt werden. Die Risiken aus einer ggf. uns treffenden Produktrückrufaktion ist durch eine entsprechende Versicherung minimiert. Alle bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken lassen sich derzeit nicht erkennen. Unter Berücksichtigung der folgenden Ausführungen wird für das Geschäftsjahr 2024 ein Umsatz mindestens auf Vorjahresniveau oder höher erwartet. 4. Sonstige Angaben, insbesondere über die voraussichtliche Entwicklung Basierend auf den stabilen Eigentumsverhältnissen und der soliden Finanzlage ohne Bankverbindlichkeiten, befindet sich die Gesellschaft in einer äußerst soliden Situation, sowohl hinsichtlich der Umsatzentwicklung als auch bei der Ertragsentwicklung. Die aktuelle Krisensituation im Osten Europas und die damit einhergehende Veränderung der Struktur der Energiemärkte erschwert Aussagen über die zukünftige Entwicklung dennoch enorm. Hinzu kommen gesetzlich veränderte Rahmenbedingungen für landwirtschaftliche Betriebe, welche zusammen mit der steigenden Inflation und den sinkenden Ausgaben für höherpreisige Lebensmittel zu einer ungewissen Zukunft bei den Schweinehaltern führt. Dies kann zu unvorhersehbaren Preisschwankungen im Bereich der Beschaffung führen. Aktuelle Untersuchungen zum Konsumklima (z. B. GfK oder HDE) zeigen eine anhaltende Zurückhaltung der Kauflaune bei den Verbrauchern. Insbesondere die Kaufzurückhaltung der Verbraucher erschwert eine Einschätzung bezüglich der Auswirkungen hieraus. In der Vergangenheit hat der ausgewogene Kundenmix dazu beigetragen, Absatzschwankungen bei einem Teil der Kunden über die verbliebenen Kunden teilweise kompensieren zu können. Neben einem ausgewogenen Kundenmix sind optimale Lieferquoten, Flexibilität und Innovationen des Produktportfolios bei sich ständig ändernden Marktbedingungen entscheidende Erfolgsfaktoren für die Zufriedenheit der Abnehmer.
Unna, den 17. Juli 2024 Bernd Langewiesche, Geschäftsführer Olaf Reichardt, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023LANGEWIESCHE FLEISCHWAREN GMBH, UNNAAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023LANGEWIESCHE FLEISCHWAREN GMBH, UNNAI. ALLGEMEINE ANGABEN Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Langewiesche Fleischwaren GmbH ist zum 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. v. § 267 Abs. 2 HGB, hat ihren Sitz in Unna und ist beim Amtsgericht Hamm unter der Nummer HRB 3230 eingetragen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren in der Gliederung gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften bei der Aufstellung des Anhangs (§ 288 HGB) wurde Gebrauch gemacht. II. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer degressiv oder linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250,00 € wurden im Zugangsjahr als sofortiger Aufwand erfasst. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 250,00 € bis 1.000,00 € wurden in einen Sammelposten eingestellt, der pauschal über 5 Jahre abgeschrieben wird. Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Abschreibung zum ausgewiesenen Aktivwert der Rückdeckungsversicherung erfolgte gemäß dem versicherungsmathematischen Gutachten der SIGNAL IDUNA Beratungs GmbH für betriebliche Altersversorgung vom 4. Januar 2024. 2. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Waren wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Wenn der am Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger als die Anschaffungskosten war, wurde der am Abschlussstichtag beizulegende Wert angesetzt. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurden mit den Herstellungskosten (Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten) bewertet. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken wird grundsätzlich durch Einzelwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % berücksichtigt. 4. Flüssige Mittel und Eigenkapital Die liquiden Mittel und das Eigenkapital wurden zum Nominalwert bilanziert. 5. Rückstellungen für Pensionen Die Rückstellungen für Pensionen wurden unter der Annahme eines erwarteten Rententrends in Höhe von 2 % p. a. für Zusagen, die keine fest vereinbarte Rentenanpassung enthalten, nach den Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (2018 G) und der Projected Unit Credit Method auf der Grundlage eines Rechnungszinssatzes von 1,83 % angesetzt. Rückdeckungsversicherungen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, wurden mit dem beizulegenden Zeitwert nach dem Passivprimaten bewertet und mit den zugehörigen Rückstellungen für Pensionen verrechnet. 6. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie wurden so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben zu den Posten der Bilanz 1. Entwicklung des Anlagevermögens Zur Entwicklung des Anlagevermögens siehe den Anlagenspiegel am Ende des Anhangs. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. 3. Pensionsrückstellungen Bei den Pensionsrückstellungen wurde in 2023 insgesamt ein Mehrbetrag von 16 T€ (darin 32 T€ Zinsaufwand und 16 T€ Ertrag aus der Auflösung der Pensionsrückstellung) hinzugefügt. Gemäß versicherungsmathematischem Gutachten vom 4. Januar 2024 beträgt der Wert der Pensionsverpflichtungen 1.712 T€. Aus der Differenz zwischen dem handelsrechtlichen und dem steuerlichen Wertansatz der Rückstellungen für Pensionen resultieren aktive Steuern i. H. v. 221 T€, die aber gemäß dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in der Bilanz nicht angesetzt werden. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von 18 T€. In Höhe dieses Unterschiedsbetrags sind die passivierten Rückstellungen für Pensionen und der Zinsaufwand im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz nach bisheriger Ermittlung niedriger angesetzt. Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt. Bezüglich der Verrechnung der Rückdeckungsversicherungen mit den Rückstellungen für Pensionen betragen
4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (Tantiemen 558 T€, Resturlaub 73 T€, Inflationsausgleichsprämie 165 T€) und voraussichtliche Kundenrabatte (676 T€). 5. Verbindlichkeiten
6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestehen gemäß § 285 Nr. 3a HGB sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen bei einer Kündigungsfrist von 12 Monaten in Höhe von 559 T€. IV. SONSTIGE ANGABEN 1. Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer ohne Geschäftsführer und Auszubildende beträgt 157 Personen und teilt sich wie folgt auf:
2. Honorar Abschlussprüfer Die Gesellschaft macht von der Befreiungsmöglichkeit nach § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch. 3. Geschäftsführung Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023:
Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB.
Unna, den 19. Juli 2024 Bernd Langewiesche Olaf Reichardt
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Langewiesche Fleischwaren GmbH, Unna Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Langewiesche Fleischwaren GmbH, Unna, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Langewiesche Fleischwaren GmbH, Unna, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Lüdenscheid, 19. Juli 2024 SÜDWESTFALEN-REVISION
GmbH
Stolz, Wirtschaftsprüfer Witte, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 20.09.2024 festgestellt. |
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