Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 490064
Vorher
Etol-Vertriebs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, chemische Produkte
Eingetragen
18.8.1976
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Herstellung und der Vertrieb von chemischen Erzeugnissen aller Art sowie von Formteilen aus Kunststoffen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Christine Herrmann
seit 30.6.2020
Prokura
Wolfgang Gauss
seit 8.1.2019
Prokura
Frank Zander
seit 8.1.2019
Prokura
Jürgen Schweiger
seit 8.1.2019
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
310.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

etol Eberhard Tripp GmbH

Oppenau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die weltweite Konjunktur entwickelte sich unterschiedlich. Während sich im Euroraum die Wachstumsschwäche fortsetzte, zog in den USA und China das Wirtschaftswachstum deutlich an. Die deutsche Wirtschaft bewegt sich nach wie vor in konjunkturell schwerem Fahrwasser. Die Wirtschaftsleistung ging leicht zurück. Die Industrie litt unter der schwachen Auslandsnachfrage und des vorausgegangenen Energiepreisschocks. Die gestiegenen Finanzierungskosten dämpften die privaten Investitionen und damit auch die inländische Nachfrage nach Industriegütern und insbesondere Bauleistungen. Zudem nahmen die Auftragspolster weiter ab und fingen den Nachfragerückgang weniger auf. Die Unsicherheit hinsichtlich der Transformations- und Klimapolitik haben die Investitionen zusätzlich gedämpft.

Die Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit der Firma etol Eberhard Tripp GmbH liegen in den Bereichen Kunststofftechnik und Hygiene. Im Bereich Kunststofftechnik werden Formteile aus Kunststoff für die Automobilindustrie, den Maschinen- und Anlagebau sowie der Medizintechnik konstruiert und hergestellt. Daneben werden Behälter für den professionellen Speisetransport entwickelt, hergestellt und vertrieben.

Der Bereich Sauberkeit & Hygiene hat sich auf die Herstellung von Reinigern und Klarspüler für die gewerbliche Spülmaschine spezialisiert. Außerdem bieten wir Produkte und Leistungen für die Reinigung der Küchenräume, Allzweckreiniger und Dosiertechnik bis hin zu individuellen Konzepten des Hygienemanagements an. Das Portfolio der etolit Reinigungsmittel rund um die professionelle Küchenhygiene deckt den gesamten Bedarf für gewerbliche Großküchen ab.

Aufgrund der unterschiedlichen Geschäftsgestaltung bietet es sich an, für jeden Bereich getrennt zu berichten.

1.1. Bereich Kunststofftechnik

1.1.1. Branchensituation

Die Materialknappheit im Kunststoffmarkt ist durch das Wiederanfahren einiger Produktionsanlagen in Europa so gut wie überwunden. Die Preise für Polyethylen, Polypropylen, Polyamide und Polystyrol stabilisieren sich auf dem Niveau von 2022.

In unserem Branchenumfeld ist die Entwicklung unterschiedlich. Die Kunststoffverarbeitung unterlag in den letzten Jahren einem dynamischen Wachstum, getragen durch die Substitution traditioneller Werkstoffe und der Erschließung neuer kunststoffspezifischer Anwendungsgebiete. Ein breit gestreuter Abnehmerkreis bewirkt, dass die Kunststoffverarbeitung von einzelnen Branchenkonjunkturen relativ unabhängig ist. Wichtigste Abnehmerkreise sind die Bauwirtschaft, der Fahrzeug- und Maschinenbau, die chemische und elektrotechnische Industrie. Gute Marktchancen bestehen vor allem bei Kunststoffteilen für die Fahrzeugindustrie sowie für elektrotechnische Erzeugnisse und in der Medizintechnik.

Unser Unternehmen befindet sich hauptsächlich im Wettbewerb mit ebenfalls mittelständischen Unternehmen. Aufgrund unseres Fertigungsverfahrens bewegen wir uns auf einem Markt für kleine bis mittlere Stückzahlen und sind einem entsprechend großen Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Im Berichtsjahr verzeichnet sich ein leichter Umsatzrückgang bei den technischen Formteilen. Bei medizintechnischen Geräten und sonstigen Gehäuseteilen blieben die Absatzmengen stabil. Der Preisdruck in diesem Bereich wird jedoch zunehmend stärker, bedingt durch Billigangebote der asiatischen Länder. Es ist festzustellen, dass immer mehr Kunden bereit sind, auch bei kleineren Auftragsmengen diesen Weg zu gehen. Im Bereich der Speiseverteilung ist festzustellen, dass immer mehr Anbieter im Niedrigpreissegment als Wettbewerber auftreten. Aufgrund der weiterhin angespannten Kostensituation in der Gemeinschaftsverpflegung wird es zunehmend schwieriger, hochwertige und somit langlebige Produkte abzusetzen. Im Jahr 2023 ist die Nachfrage nach diesen Produkten aufgrund vorausgegangener Lieferengpässe leicht gestiegen. Daneben trugen vereinzelte Großaufträge zum Anstieg der Umsatzerlöse in diesem Bereich bei.

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die weltweite Konjunktur entwickelte sich unterschiedlich. Während sich im Euroraum die Wachstumsschwäche fortsetzte, zog in den USA und China das Wirtschaftswachstum deutlich an. Die deutsche Wirtschaft bewegt sich nach wie vor in konjunkturell schwerem Fahrwasser. Die Wirtschaftsleistung ging leicht zurück. Die Industrie litt unter der schwachen Auslandsnachfrage und des vorausgegangenen Energiepreisschocks. Die gestiegenen Finanzierungskosten dämpften die privaten Investitionen und damit auch die inländische Nachfrage nach Industriegütern und insbesondere Bauleistungen. Zudem nahmen die Auftragspolster weiter ab und fingen den Nachfragerückgang weniger auf. Die Unsicherheit hinsichtlich der Transformations- und Klimapolitik haben die Investitionen zusätzlich gedämpft.

Die Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit der Firma etol Eberhard Tripp GmbH liegen in den Bereichen Kunststofftechnik und Hygiene. Im Bereich Kunststofftechnik werden Formteile aus Kunststoff für die Automobilindustrie, den Maschinen- und Anlagebau sowie der Medizintechnik konstruiert und hergestellt. Daneben werden Behälter für den professionellen Speisetransport entwickelt, hergestellt und vertrieben.

Der Bereich Sauberkeit & Hygiene hat sich auf die Herstellung von Reinigern und Klarspüler für die gewerbliche Spülmaschine spezialisiert. Außerdem bieten wir Produkte und Leistungen für die Reinigung der Küchenräume, Allzweckreiniger und Dosiertechnik bis hin zu individuellen Konzepten des Hygienemanagements an. Das Portfolio der etolit Reinigungsmittel rund um die professionelle Küchenhygiene deckt den gesamten Bedarf für gewerbliche Großküchen ab.

Aufgrund der unterschiedlichen Geschäftsgestaltung bietet es sich an, für jeden Bereich getrennt zu berichten.

1.1. Bereich Kunststofftechnik

1.1.1. Branchensituation

Die Materialknappheit im Kunststoffmarkt ist durch das Wiederanfahren einiger Produktionsanlagen in Europa so gut wie überwunden. Die Preise für Polyethylen, Polypropylen, Polyamide und Polystyrol stabilisieren sich auf dem Niveau von 2022.

In unserem Branchenumfeld ist die Entwicklung unterschiedlich. Die Kunststoffverarbeitung unterlag in den letzten Jahren einem dynamischen Wachstum, getragen durch die Substitution traditioneller Werkstoffe und der Erschließung neuer kunststoffspezifischer Anwendungsgebiete. Ein breit gestreuter Abnehmerkreis bewirkt, dass die Kunststoffverarbeitung von einzelnen Branchenkonjunkturen relativ unabhängig ist. Wichtigste Abnehmerkreise sind die Bauwirtschaft, der Fahrzeug- und Maschinenbau, die chemische und elektrotechnische Industrie. Gute Marktchancen bestehen vor allem bei Kunststoffteilen für die Fahrzeugindustrie sowie für elektrotechnische Erzeugnisse und in der Medizintechnik.

Unser Unternehmen befindet sich hauptsächlich im Wettbewerb mit ebenfalls mittelständischen Unternehmen. Aufgrund unseres Fertigungsverfahrens bewegen wir uns auf einem Markt für kleine bis mittlere Stückzahlen und sind einem entsprechend großen Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Im Berichtsjahr verzeichnet sich ein leichter Umsatzrückgang bei den technischen Formteilen. Bei medizintechnischen Geräten und sonstigen Gehäuseteilen blieben die Absatzmengen stabil. Der Preisdruck in diesem Bereich wird jedoch zunehmend stärker, bedingt durch Billigangebote der asiatischen Länder. Es ist festzustellen, dass immer mehr Kunden bereit sind, auch bei kleineren Auftragsmengen diesen Weg zu gehen.

Im Bereich der Speiseverteilung ist festzustellen, dass immer mehr Anbieter im Niedrigpreissegment als Wettbewerber auftreten. Aufgrund der weiterhin angespannten Kostensituation in der Gemeinschaftsverpflegung wird es zunehmend schwieriger, hochwertige und somit langlebige Produkte abzusetzen. Im Jahr 2023 ist die Nachfrage nach diesen Produkten aufgrund vorausgegangener Lieferengpässe leicht gestiegen. Daneben trugen vereinzelte Großaufträge zum Anstieg der Umsatzerlöse in diesem Bereich bei.

1.1.2. Absatzbereich

Im Teilbereich der technischen Formteile aus Polyurethan konnte die positive Entwicklung der Vorjahre stabilisiert werden. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um +9,14% (Vorjahr -3,27%). Der Inlandsumsatz stieg um 15,38%, der Auslandsumsatz reduzierte sich mit T€ 112 bzw. -7,10%. Der Exportanteil beträgt nun 23,63% nach zuletzt 27,76%.

Der Bereich Tiefziehen umfasst Produkte der Speiseverteilung sowie tiefgezogene technische Formteile. Der Gesamtumsatz steigerte sich um 10,28%. Während sich der Umsatz der Speiseverteilsysteme um T€ 599 erhöhte, reduzierte sich der Umsatz der im Vakuum Tiefziehen Verfahren gezogenen technischen Formteilen um T€ 39. Dieser beträgt nunmehr 11,19% am Bereichsumsatz. Der Exportanteil verminderte sich leicht. Mit einem Anteil von 7,55% (Vorjahr 6,42%) hat er keine große Bedeutung.

1.1.3. Produktion und Beschaffung

Aus kundeneigenen Werkzeugen wird auftragsbezogen produziert. Das Spektrum der Teile reicht von kleinen ca. 100 gr. leichten Gehäusen bis hin zu Maschinenteilen mit einem Gewicht von rund 25 kg. Die Produkte aus Polyurethan werden in der Regel lackiert. In diesem Bereich erhöht sich die Nachfrage ganze Systeme zu liefern. Dieser Herausforderung als Systemlieferant stellen wir uns, wobei das aufgrund des hohen Lohnniveaus äußerst schwierig ist. Hier ist ein Verlagerungstrend in östliche Billiglohnländer und in Einzelfällen nach China festzustellen.

Im Bereich der Speiseverteilung liegt der Schwerpunkt bei den Speisetransportbehältern und den entsprechenden Verteilsystemen.

Die Beschaffungspreise verharren im Berichtsjahr auf dem Niveau 2022. Wir erwarten weiterhin keine signifikanten Preisreduzierungen bei einzelnen Ausgangsstoffen. Die Nachfragesituation weltweit ist nach wie vor ausschlaggebend für die Liefersituation einzelner Rohstoffe.

1.1.4. Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen

In den Geschäftsbereich Kunststofftechnik wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr von der Besitzgesellschaft Tripp GmbH & Co. KG Investitionen in Höhe von T€ 69 getätigt. Es handelte sich ausschließlich um Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen.

1.1.5. Personal- und Sozialbereich

In einem kontinuierlichen 2-Schichtbetrieb arbeiten ca. 80 Mitarbeiter. Es handelt sich überwiegend um langjährige erfahrene Mitarbeiter. Die Mitarbeiter erhalten regelmäßig Schulungen bezogen auf die jeweiligen Aufgabengebiete. Die Fluktuation ist niedrig. Aufgrund kurzfristig gestiegener Auftragsmengen wurde der Einsatz von Leiharbeitskräften notwendig. Auslastungsschwankungen sowohl im Bereich Speiseverteilung als auch bei der Fertigung von technischen Formteilen aus Polyurethan wurden überwiegend mit innerbetrieblichen Personalversetzungen bewerkstelligt. Dies war zeitweise notwendig, um eine termingerechte Auftragsabwicklung zu gewährleisten.

1.2. Bereich Hygiene

1.2.1. Branchensituation

Die gesamtwirtschaftliche Situation in diesem Bereich ist nach wie vor unverändert. Der Markt für gewerbliche Reinigungsmittel stagniert bzw. ist leicht rückläufig. Die Endverbraucher sind Krankenhäuser, Alters- und Pflegeheime, Betriebskantinen und Gastronomiebetriebe. In diesem Bereich besteht ein erhöhter Kostendruck. Außerdem werden ganze Einrichtungen geschlossen, bzw. Küchen zusammengelegt. Insgesamt verringert sich dadurch die Nachfrage. Diese Entwicklung wird verstärkt durch Innovationen der Maschinenhersteller, die einen geringeren Verbrauch an Reiniger und Glanztrockner zur Folge haben.

Der Markt wird dominiert von wenigen großen internationalen Konzernen. Den kleineren Teil des Jahresumsatzes teilen sich mittelständisch geprägte Unternehmen, die zum Teil nur regional vertreten sind. Eine exakte Erfassung des Marktvolumens bezogen auf unsere Produktpalette und die entsprechende Verteilung auf die Wettbewerber liegt nicht vor.

Aufgrund erfolgter Fusionen der großen Konzerne und einer damit verbundenen Konzentration auf den gleichen Endkundenbereich verschärft sich der Wettbewerb. Anderseits ergeben sich durch Umstrukturierungen und Reduzierungen im Serviceangebot durch die großen Anbieter in Teilbereichen auch Chancen zu wachsen.

Die Preise für die in der Branche wichtigsten Rohstoffe sind zwar im Vergleich zum Vorjahr 2022 zurückgegangen, aber verharren noch immer auf hohem Niveau. Teilweise sind die Rohstoffpreise noch mehr als doppelt so hoch als vor der Corona-Krise.

1.2.2. Absatzbereich

Im Berichtsjahr stiegen die Verkaufserlöse im Hygienebereich um 9,62%. Der Umsatz im Inland erhöhte sich um 8,51%, die Umsatzerlöse im Ausland stiegen um 14,25%. Der Exportanteil ist stabil und beträgt nicht ganz 25%. Die Umsatzerlöse erreichten somit wieder das Vorkrisenniveau. Unter Berücksichtigung der Teuerungsraten müssen wir mit der Geschäftsentwicklung zufrieden sein.

Die Produktpalette umfasst alle Reinigungs- und Pflegemittel, die in einer gewerblichen Küche benötigt werden. Die qualitativ hochwertigen und wirtschaftlichen Produkte werden fast ausschließlich über den Fachhandel vertrieben. Aufgrund umweltpolitischer Entscheidungen ist es immer wieder erforderlich neue Produkte zu entwickeln und auf dem Markt einzuführen. Völlig neue Innovationen sind aus heutiger Sicht eher unwahrscheinlich.

1.2.3. Produktion und Beschaffung

Die zur Herstellung unserer Reinigungsmittel notwendigen Rohstoffe werden überwiegend von den großen Chemiekonzernen bezogen. Zum Teil ist hier ein Konzentrationsprozess bei verschiedenen Rohstoffen festzustellen. Unterbrochene Lieferketten verursachen gravierende Knappheiten bei den Ausgangsstoffen. Die Einkaufspreise haben sich im Berichtsjahr auf hohem Niveau stabilisiert. Die getätigten Preisanpassungen zeigen noch verhaltene Wirkung auf die Ertragslage.

1.2.4. Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen

Im Berichtsjahr erfolgten im Geschäftsbereich Hygiene Investitionen von der Besitzgesellschaft Tripp GmbH & Co. KG in Höhe von insgesamt T€ 1.081. Neben den üblichen Ersatzinvestitionen konnten im

IV. Quartal die zwei leistungsstarken Abfülllinien für unsere Flüssigprodukte in Betrieb genommen werden. Die Gesamtinvestitionen in diesem Bereich beziffern sich auf knapp 2 Mio. €. Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgte zum Großteil über ein Bankdarlehen.

1.2.5. Personal- und Sozialbereich

Im Bereich Hygiene sind ca. 55 Mitarbeiter beschäftigt. Es handelt sich größtenteils um langjährige erfahrene Mitarbeiter aus der Region. Die Fluktuation ist niedrig. Die Mitarbeiter erhalten regelmäßig Schulungen bezogen auf die jeweiligen Arbeitsgebiete. Um Auftragsspitzen abzudecken musste im Berichtszeitraum auf Leiharbeitskräfte zurückgegriffen werden.

2. Darstellung der Lage

2.1. Vermögenslage

Das Anlagevermögen wird zum größten Teil von der Besitzgesellschaft Tripp GmbH & Co. KG gepachtet. Deshalb besteht das Vermögen der Produktionsfirma überwiegend aus Umlaufvermögen. Mit einem Gesamtanteil von 0,01% (Vorjahr 0,25%) reduzierte sich das Anlagevermögen im Berichtszeitraum um T€ 29. Das Umlaufvermögen stieg im besagten Zeitraum um T€ 641 auf T€ 13.246 nach zuletzt T€ 12.605.

Der Forderungsbestand erhöhte sich um T€ 122 auf nunmehr T€ 5.205. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierte sich auf T€ 1.552. Der Bestand an Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhte sich zum Bilanzstichtag auf T€ 3.654. Der Anteil des Bestandes an Forderungen am Umlaufvermögen beträgt 39,30%.

Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sank im Vergleichszeitraum um T€ 466 auf T€ 1.879. Der Bestand an fertigen Erzeugnissen erhöhte sich um T€ 143 auf T€ 2.408. Die Halbfabrikate reduzierten sich im gleichen Zeitraum um T€ 189 auf T€ 1.066.

Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich im Berichtsjahr um T€ 291 von T€ 10.304 auf T€ 10.595. Der Anteil am Gesamtkapital beträgt 79,75% nach zuletzt 81,25%.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich stichtagsbezogen um T€ 11 von T€ 1.066 auf T€ 1.077. Der Anteil am Gesamtkapital liegt somit bei 8,11% nach zuletzt 8,41%.

Die Rückstellungen erhöhten sich zum Bilanzstichtag um T€ 301 auf T€ 1.613.

Kurzfristige Bankverbindlichkeiten wurden nicht in Anspruch genommen.

2.2. Ertragslage

Die Umsatzerlöse stiegen im Berichtsjahr um T€ 2.792 auf T€ 30.162. Dies entspricht einem prozentualen Anstieg von +10,20% (Vorjahr +12,98%). Aufgrund der Reduzierung des Bestandes an Fertigware und Halbfabrikate betrug die Gesamtleistung T€ 30.009 nach zuletzt T€ 27.896.

Der Materialaufwand erhöhte sich um T€ 847 von T€ 13.756 auf T€ 14.603. Während sich die Gesamtleistung um 7,57% erhöhte, stieg der Materialaufwand um 6,15% im Vergleich zum Vorjahr an. Im betrachteten Zeitraum sank der Wareneinsatz von 49,31% (Vorjahr) auf 48,66%.

Das Rohergebnis lag mit T€ 15.406 über dem Vorjahreswert von T€ 14.140. Bezogen auf die Gesamtleistung entspricht dies einem Zuwachs von 8,95% gegenüber dem Vorjahr.

Die Personalkosten erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 7,36% von T€ 9.014 auf T€ 9.677. Die Lohnquote stieg von 32,31% (Vorjahr) auf 32,25%.

Die betrieblichen Kosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 542 T€ bzw. um +10,53%. Sie stiegen von T€ 5.145 auf T€ 5.687. Sie betragen 18,95% (Vorjahr 18,44%) bezogen auf die Gesamtleistung.

Die Raumkosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 237. Sie belaufen sich auf T€ 1.918. Die Energiekosten reduzierten sich um T€ 94 auf T€ 357. Hier machen sich vor allem die um T€ 116 gesunkenen Stromkosten bemerkbar. Die Aufwendungen für die Instandhaltung betrieblicher Gebäude sanken um T€ 6 auf T€ 20.

Die Versicherungsbeiträge erhöhten sich um T€ 35.

Die Kosten der Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen reduzierten sich im betrachteten Zeitraum um T€ 16. Diese sanken von T€ 245 auf T€ 229. Sie liegen somit leicht unter dem Niveau früherer Jahre.

Die Fahrzeugkosten reduzierten sich im Berichtsjahr um T€ 30. Sie liegen bei T€ 268. Hier wirkt sich vor allem der Wegfall der Leasingkosten aus.

Die Werbe- und Reisekosten erhöhten sich von T€ 217 auf T€ 313.

Die Kosten der Warenabgabe stiegen um T€ 64 auf T€ 1.814. Gemessen an der Gesamtleistung zeigen sie sich mit 6,05% (Vorjahr 6,27%) relativ stabil.

Im Geschäftsjahr wurden für die Produktentwicklung insgesamt 165 T€ aufgewendet.

Der Bereich der Sonstigen Kosten erhöhte sich um T€ 157 auf T€ 1006. Neben steigenden Rechts- und Beratungskosten machen sich hier vor allem die steigenden Ausgaben für IT - Sicherheit und Mitarbeiterfortbildung bemerkbar. Die Leasingausgaben betrugen im Berichtsjahr T€ 80. Die Kosten für Abraum- und Abfallbeseitigung erhöhten sich auf T€ 132.

Das Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung liegt bei T€ 291 nach Steuern (Vorjahr T€ 288). Dies entspricht einem Anteil von 0,97% an der Gesamtleistung.

Das Finanzergebnis verändert sich von T€ 188 auf T€ 187.

Die Gesamtkapitalrendite, die als Verhältnis des Jahresüberschuss zuzüglich des Zinsaufwandes zur Bilanzsumme errechnet wird, liegt mit +2,35% unter dem Wert des Vorjahres +2,38% (Vorvorjahr +4,94%).

2.2.1 Vergleich des tatsächlichen Geschäftsverlaufs mit der Planung (Soll-Ist-Vergleich)

Die Umsatzerwartungen unserer Geschäftspartner konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr im Bereich Hygiene übertroffen werden. Der Geschäftsbereich Kunststofftechnik lag 690 T€ unter den Prognosen. Im Bereich PUR lag die Gesamtleistung 38 T€ unter den Prognosen. Im Geschäftsbereich Kunststofftechnik Tiefziehen lagen die positiven Umsatzerwartungen mit 652 T€ deutlich unter den Planzahlen von 6,6 Mio. €. Hier blieb der Bereich der Speiseverteilsysteme mit 700 T€ deutlich unter den Erwartungen von 6 Mio. €. Bei den Technischen Formteilen konnten die prognostizierten Umsatzzuwächse mit 20 T€ übertroffen werden.

Im Geschäftsbereich Hygiene wirkten sich die im Laufe des Berichtsjahres vorgenommenen notwendigen Preisanpassungen positiv auf die Umsatzzahlen aus. Die Gesamtleistung lag T€ 857 höher als geplant. Das Rohergebnis lag mit 2,4% deutlich unter den vorgenommen Preisanpassungen. Der geplante Rohertrag von 47,83% konnte nur knapp erreicht werden. Beide Geschäftsbereiche kumuliert lagen knapp über Plan. Das geplante Rohergebnis von T€ 14.800 konnte nicht erzielt werden. Die Materialaufwandsquote lag mit 50,03% deutlich über der Prognose.

Die Personalkosten lagen T€ 357 über dem Planwert von T€ 9.319. Hier wurde zusätzlich eine steuerfreie Inflationsausgleichszahlung in Höhe von 1.500 € pro Vollzeit-Mitarbeiter zurückgestellt.

Bei den Raumkosten in Höhe von T€ 1.918 gab es keine nennenswerten Abweichungen zum Plan. Die Energiekosten stabilisierten sich aufgrund des neu getroffenen Abnahmemodells.

Die Fahrzeugkosten lagen 61 T€ unter Plan. Hier wurden deutlich höheren Kraftstoffkosten zu Grunde gelegt.

Bei den übrigen Kosten gab es keine gravierenden Abweichungen zum Plan. Die variablen Kostenanteile entwickelte sich entsprechend der Umsatzsteigerungen. Die Werbe- und Reisekosten pendelten sich auf dem Niveau vor Corona ein und lagen im Plan. Die Teuerung bei den externen Lagerkosten war in der Planung kostentechnisch berücksichtigt. Aufgrund der zunehmenden extremen Wetterereignisse und der damit verbundenen Schadensaufwandsquote wurde eine Erhöhung der Prämiensätze vom Versicherer angekündigt. Die im Vorjahr bereits angekündigte Erhöhung der Versicherungsprämien wurde im Jahr 2023 wirksam. Die Kosten der Warenabgabe lagen T€ 6 unter dem Planwert von T€ 1.814. Hier konnten die gravierenden Preissteigerungen bei den externen Lagerkosten mit leichten Preisreduzierungen bei den Ausgangsfrachten zu einem Bruchteil kompensiert werden. Die betrieblichen Kosten lagen mit T€ 5.687 (18,95%) über dem Planwert von T€ 5.056 (17,34%).

Das nach wie vor auf hohem Niveau verharrende Preisgefüge bei den Ausgangsstoffen und des damit verbundenen prozentualen Rückgangs des Rohertrages beeinflusst auch weiterhin das Planergebnis. Die geplante Umsatzrentabilität von 2,89% vor Steuern konnte nicht realisiert werden. Die Umsatzrentabilität von 1,45% lag deutlich unter den Erwartungen.

2.3. Finanzlage

Die Finanzflussanalyse zeigt, dass im Berichtszeitraum per Saldo ein Zahlungsmittelzufluss vorliegt. Dieser resultiert vor allem aus der Abnahme der Bestände des Vorratsvermögens zum 31.12.2023 und aus der Zunahme der Rückstellungen zum 31.12.2023. Gemessen am Finanzfluss erfolgt die Finanzierung weit überwiegend durch Eigen- und Innenfinanzierung in Höhe von T€ 1.305. Demgegenüber tragen die übrigen Herkunftsarten mit T€ 35 (Fremdmittelaufnahme aus dem Verbundbereich) und T€ 377 (Vermögensabbau) nur unwesentlich zur Finanzierung bei.

2.4. Risikobeurteilung

Außergewöhnliche Risiken in Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit hinsichtlich der Liquidität werden von der Geschäftsführung nicht gesehen. Neukunden unterliegen im Vorfeld einer Bonitätsprüfung, darüber hinaus unterliegen Stammkunden einer regelmäßigen Überwachung. Mit den Hausbanken besteht eine Rahmenkreditvereinbarung, die gegebenenfalls in Anspruch genommen werden kann.

3. Voraussichtliche Entwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland ist geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine. Die deutsche Wirtschaft wird sich wohl nur mühsam aus der anhaltenden Schwächephase befreien. Die Industrie agiert nach wie vor unter widrigen Bedingungen. Die schwache Auslandsnachfrage und die Folgen des vorangegangenen Energiepreisschocks bremsen weiterhin ihre Produktion. Zudem kann die Produktion immer weniger durch das Abbauen der Auftragsbestände gestützt werden. Hinzu kommen logistische Probleme und hohe Transportkosten.

Die Planzahlen 2024 unterstellen für den Geschäftsbereich Hygiene eine positive Geschäftsentwicklung. Hier bleibt abzuwarten, in wie weit die an unsere Kunden weitergegebenen Preisanpassungen ausreichen, um die gravierend gestiegenen Einkaufspreise auszugleichen. Für den Bereich Kunststofftechnik wird mit einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr gerechnet.

Im Geschäftsbereich Polyurethan können auslaufende Produkte durch den Anlauf neuer Projekte ausgeglichen werden. Die Planung unterstellt einen Umsatz von 6 Millionen Euro. Eine Verbesserung des Betriebsergebnisses kann infolge der erhöhten Produktionskosten nur schwer erreicht werden. Insgesamt sollen die getätigten Investitionen die Zykluszeiten reduzieren und die prognostizierten Qualitätssteigerungen die Kosten der Nacharbeit senken. Die Planung unterstellt ein ausgeglichenes Ergebnis.

Im Bereich der Speiseverteilung unterstellt die Planung eine stagnierende Geschäftsentwicklung. Pandemiebedingte Absatzrückgänge aufgrund vorausgegangener Lieferengpässe sind weitestgehend aufgeholt. Der Fokus liegt verstärkt auf weiterführende technische Optimierungen, die uns Einsparungen auf allen Ebenen der Produktionskette ermöglichen sollen. Alle Maßnahmen zusammen sollen helfen, den geplanten Umsatzrückgang von 500 T€ zu kompensieren. Die Planung weist zum Jahresende ein leicht positives Ergebnis aus.

Die positive Entwicklung des Geschäftsbereich Hygiene hängt im Wesentlichen von der Preisstabilität auf der Einkaufsseite ab. Die Verfügbarkeit der wichtigsten Ausgangsmaterialien wird unterstellt. Die Planung sieht keine weitere Anpassung der Verkaufspreise aufgrund von Preissteigerungen bei den Ausgangsstoffen vor. Die Umsatzplanung sieht einen Zuwachs im mittleren sechsstelligen Bereich vor. Die von der Gesellschafterseite genehmigte Ersatzinvestitionen in Höhe von ca. 2 Mio. € im Flüssigbereich ging im letzten Quartal 2023 in Betrieb. Die Mehrkosten hierfür sollen über Produktivitätszugewinne ausgeglichen werden. Neueinstellungen sind nicht geplant. Die im Vorjahr aufgrund von Nachfolgeregelungen doppelt besetzten Stellen im Bereich Servicetechnik fallen weg. Alles in allem sieht die Planung 2024 eine verbesserte Ertragssituation vor, wenn auch noch unter Vorkrisenniveau.

Zusammenfassend geht die Gesamtplanung 2024 von einem leicht verbesserten Rohertrag aus. Die Personalkosten sehen eine tarifvertragliche Erhöhung von 5,5% vor. Alle anderen Kostenpositionen müssen soweit möglich den veränderten Rahmenbedingungen angepasst werden. Trotz des allgemeinen schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes erwarten wir in der Summe ein positives Ergebnis.

Die Eigenkapitalquote wird soweit stabil bleiben.

4. Forschung und Entwicklung

Kontinuierliche Entwicklungen finden derzeit im Geschäftsfeld Hygiene statt. Im eigenen Labor werden Rezepturen entwickelt, die sich den ständig ändernden Kundenanforderungen und gesetzlichen Auflagen anpassen. Die grüne Linie wird weiter ausgebaut. Ein kundenspezifisches Hygienemanagement sowie anwenderfreundliche Dosiersysteme runden das Portfolio ab.

Auf dem Gebiet der Speiseverteilung wird weiter an innovativen Systemen gearbeitet. Hier ist die Entwicklung eines nachhaltigen Speisetransportbehälters im Verbund mit unserem Großkunden geplant.

Im Bereich der Technischen Formteile aus Polyurethan wurden im Geschäftsjahr 2023 zwei größere Projekte in Serie gehen.

5. Risikoanalyse

Durch die Einführung des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) und der damit verbundenen Ausstrahlwirkung auf Gesellschaften mit beschränkter Haftung werden Geschäftsführungen verpflichtet, ein systematisches Management auszuüben, damit den Fortbestand der Gesellschaften gefährdende Entwicklungen frühzeitig erkannt werden. Das Ziel dieses Risikomanagements ist das frühzeitige Erkennen relevanter Risiken und die schnelle Ergreifung geeigneter Gegensteuerungsmaßnahmen. Wie alle unternehmerischen Tätigkeiten ist auch unser Geschäft nicht frei von Risiken. Neben den allgemeinen Risikofaktoren wie Konjunkturschwankungen, eine veränderte Wettbewerbssituation sowie sonstige sich verändernde Rahmenbedingungen, ist bei einem Unternehmen der Produktionsprozess als gewichtiger Risikofaktor hervorzuheben, der durch folgende Merkmale gekennzeichnet ist:

Es müssen Standort- und Kapazitätsentscheidungen mit einer sehr hohen und langfristigen Kapitalbindung getroffen werden. Es sind komplexe Produktionssteuerungssysteme notwendig. Die wirtschaftliche Organisation der Fertigung (Schichtsysteme, Fertigungszeiten, Leerzeiten, Logistik, Investitionsbedarf) hat einen entscheidenden Einfluss auf die Ergebnissituation des Unternehmens. Betriebsunterbrechungen können auf Grund von Anlageausfällen, Ausfall von EDV-Systemen, Feuer und sonstigen Störungen in Folge der Verkettung des gesamten Fertigungsablaufs erhebliche Ertragsminderungen verursachen.

Die Schwerpunkte unseres Risikomanagements liegen darin, Risiken, die vor allem in Entscheidungen mit langfristiger Bindung (Standort, Kapazität, Technologie) liegen, Risiken, die zu Produktionsunterbrechungen führen und Risiken, die aus der Nichtbeachtung gesetzlicher Auflagen/Vorschriften erwachsen, zu minimieren.

Im Rahmen eines Frühwarnsystems werden eine Reihe von Indikatoren genutzt, die bei der Risikobeurteilung und Schadensvermeidung von besonderer Bedeutung sind. Dazu gehören aus der Vielzahl der messbaren Größen z. B. Einhaltung der Termine, Volumen, Kosten; Überprüfung der Kapazitätsauslastung; Überprüfung der Fertigungsmehrzeiten; Überprüfung der Liefersicherheiten; Überprüfung der Fertigungskosten/Arbeitsproduktivität; Überprüfung der Stillstandzeiten.

Das vorhandene Berichtswesen beruht auf einer zeitnahen Berichterstattung (täglich, wöchentlich, monatlich) der geschäftsrelevanten Informationen, wodurch eine kurzfristige Reaktionszeit möglich ist.

Das genannte Produktionsrisiko und alle allgemeinen Unternehmensrisiken, die den Fortbestand des Unternehmens bedrohen könnten, waren weder für den Berichtszeitraum vorhanden noch für eine überschaubare Zukunft erkennbar.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben.

 

Oppenau, den 20.09.2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.856,00 31.320,58
I. Sachanlagen 1.856,00 31.320,58
1. technische Anlagen und Maschinen 1.853,00 7.351,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3,00 3,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 23.966,58
B. Umlaufvermögen 13.245.609,42 12.605.375,59
I. Vorräte 5.353.087,32 5.864.925,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.256.103,04 5.288.034,60
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.653.600,09 3.497.438,72
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.602.502,95 1.790.595,88
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.636.419,06 1.452.415,72
C. Rechnungsabgrenzungsposten 37.812,03 45.804,22
Bilanzsumme, Summe Aktiva 13.285.277,45 12.682.500,39

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 10.594.948,65 10.304.069,95
I. gezeichnetes Kapital 310.000,00 310.000,00
II. Gewinnvortrag 9.994.069,95 9.705.653,14
III. Jahresüberschuss 290.878,70 288.416,81
B. Rückstellungen 1.612.949,82 1.312.398,54
C. Verbindlichkeiten 1.077.378,98 1.066.031,90
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 284.179,35 249.157,77
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 284.179,35 249.157,77
2. sonstige Verbindlichkeiten 793.199,63 816.874,13
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 793.199,63 816.874,13
Bilanzsumme, Summe Passiva 13.285.277,45 12.682.500,39

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 15.652.116,28 14.408.236,61
2. Personalaufwand 9.677.073,82 9.013.690,16
a) Löhne und Gehälter 8.074.459,42 7.487.765,63
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.602.614,40 1.525.924,53
davon für Altersversorgung 148.013,75 136.799,81
3. Abschreibungen 39.839,53 25.406,89
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 39.839,53 25.406,89
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.687.010,57 5.145.332,48
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 31,50 87,51
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 208.304,69 200.958,20
davon aus verbundenen Unternehmen 208.282,69 200.907,20
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 20.922,39 12.806,00
davon aus Abzinsung 11.634,00 12.806,00
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 137.005,39 115.211,66
8. Ergebnis nach Steuern 298.569,27 296.747,62
9. sonstige Steuern 7.690,57 8.330,81
Jahresüberschuss 290.878,70 288.416,81

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: etol Eberhard Tripp GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Oppenau
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Freiburg
Register-Nr.: HRB 490064

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 712.282,00 Euro.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsverlaufs bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in der Bilanz mit 1.552.143,04 Euro (Vorjahr: 1.585.819,66 Euro), darin enthalten:

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 43.207,75 Euro (Vorjahr: 31.397,18 Euro).

Forderungen gegen verbundene Unternehmen in der Bilanz mit 3.653.600,09 Euro (Vorjahr: 3.497.438,72 Euro), darin enthalten:

Forderungen gegenüber Gesellschafter in Höhe von 3.653.600,09 Euro (Vorjahr: 3.497.438,72 Euro).

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in der Bilanz mit 284.179,35 Euro (Vorjahr: 249.157,77 Euro), darin enthalten:

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von 284.179,35 Euro (Vorjahr: 249.157,77 Euro).

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
davon FK-Zinsen
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 128.845,55 0,00 0,00 0,00 0,00 128.845,55
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 1.040.457,31 0,00 0,00 0,00 0,00 1.040.457,31
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 192.073,21 34.341,53 0,00 0,00 0,00 226.414,74
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.966,58 215.568,23 0,00 0,00 -239.534,81 0,00
Summe Sachanlagen 1.256.497,10 249.909,76 0,00 0,00 -239.534,81 1.266.872,05
Summe Anlagevermögen 1.385.342,65 249.909,76 0,00 0,00 -239.534,81 1.395.717,60
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 128.845,55 0,00 0,00 0,00 0,00 128.845,55
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 1.033.106,31 5.498,00 0,00 0,00 0,00 1.038.604,31
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 192.070,21 34.341,53 0,00 0,00 0,00 226.411,74
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.225.176,52 39.839,53 0,00 0,00 0,00 1.265.016,05
Summe Anlagevermögen 1.354.022,07 39.839,53 0,00 0,00 0,00 1.393.861,60
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.853,00 7.351,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 3,00 3,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 23.966,58
Summe Sachanlagen 0,00 1.856,00 31.320,58
Summe Anlagevermögen 0,00 1.856,00 31.320,58

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 3.653.600,09 Euro (Vorjahr: 3.497.438,72 Euro).

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,82 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 2,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel 2018G

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 2.386,00 Euro. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Betrag der Sicherungsrechte der Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 332.274,19 Euro.

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

- Eigentumsvorbehalte

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 284.179,35 Euro (Vorjahr: 249.157,77 Euro).

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Betrag
Euro
aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften 497.610,00
aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 6.645.120,54
Summe 7.142.730,54

Die vorstehenden Haftungsverhältnisse werden aus folgenden Gründen nicht bilanziert:

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen, da die begünstigte Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommt und über ausreichend eigenes Vermögen verfügt.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 3.742.514,80 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Das bewegliche und unbewegliche Sachanlagevermögen ist gepachtet. Die Aufwendungen betrugen im laufenden Jahr 1.462.121,32 Euro. Der Pachtvertrag besteht mit dem verbundenen Unternehmen Tripp GmbH & Co. KG.

Aus sonstigen Mietverträgen und Leasingverträgen für Job-Räder sind im Jahr 2023 72.970,08 Euro angefallen.

Aus Leasingverträgen für sonstige Betriebsausstattung besteht zum Abschlussstichtag ein Leasingobligo von Euro 287.465,00 Euro.

Das Bestellobligo beträgt 1.919.958,40 Euro.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 67
Angestellte 62
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 129

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Geschäftsführer: Wolfgang Riehle (bis 17.07.2023) ausgeübter Beruf: Kaufmann
Geschäftsführer: Dr. Pavel Nikolov Gentschev (ab 03.01.2023) ausgeübter Beruf: Kaufmann

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Oppenau, den 20.09.2024

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Dr. Pavel Nikolov Gentschev

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Aufgrund unserer Prüfung haben wir zu der verkürzten Fassung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 der etol Eberhard Tripp GmbH folgende Bescheinigung erteilt:

Der verkürzte und zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der etol Eberhard Tripp GmbH entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und Lagebericht 2023 haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die etol Eberhard Tripp GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der etol Eberhard Tripp GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der etol Eberhard Tripp GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Appenweier, den 20.09.2024

Rendler & Hoferer GmbH
Steuerberatungsgesellschaft Wirtschaftprüfungsgesellschaft

Gunther Hoferer, Wirtschaftsprüfer

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