Pace Digital Manufacturing GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Timo Schürmann seit 30.7.2024 | Vorstandsmitglied |
Jan Steffen seit 4.4.2023 | Vorstandsmitglied |
Valentin Dushe seit 21.6.2022 | Vorstandsmitglied |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VGL Publishing AGBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023VGL Publishing AG, BerlinI. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der VGL Publishing AG mit Sitz in Berlin, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) unter der Registernummer HRB 243307 B, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des AktG aufgestellt worden. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind grundsätzlich im Anhang aufgeführt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die Gliederung und die Bewertungsgrundsätze entsprechen den Vorschriften der § 264 Abs. 2 S. 1, §§ 238 ff., § 266 und § 275 HGB. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Eine planmäßige Abschreibung erfolgt nicht bei zeitlich unbegrenzt nutzbaren immateriellen Vermögensgegenständen. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden linear vorgenommen. Die Abschreibungszeiträume basieren auf der jeweils voraussichtlichen Nutzungsdauer. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die unterjährig erworben wurden, werden, sofern abnutzbar, zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen erfolgt eine Bewertung zum niedrigeren beizulegenden Wert. Bei Wegfall der Gründe für die Wertminderung erfolgt eine entsprechende Wertaufholung. Die Vorräte wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei der Bewertung von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurde den erkennbaren Risiken durch Wertberichtigung Rechnung getragen. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert am Bilanzstichtag bilanziert. Das Gezeichnete Kapital wurde mit dem Nominalbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen betreffen noch nicht veranlagte Altjahre. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit den Erfüllungsbeträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Beträgt ihre Restlaufzeit mehr als ein Jahr, werden die Rückstellungen mit einem der jeweiligen Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wird gesondert im Anlagenspiegel dargestellt. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind sowohl Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 15,0 (Vorjahr: T€ 2,4) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 6.406,9 (Vorjahr: T€ 7.371,7) enthalten. Sie beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter von T€ 5.432,7 (Vorjahr: T€ 5.129,1). In Höhe von T€ 5.414,6 (Vorjahr: T€ 5.129,1) haben die Forderungen gegen verbundene Unternehmen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von T€ 40,3 (Vorjahr: T€ 40,3). Das Grundkapital beträgt € 50.184,00. Es ist in 50.184 auf den Namen lautende Stückaktien (im Nennwert von jeweils € 1,00) eingeteilt. Die Gesellschaft hat im laufenden Geschäftsjahr eine Gewinnausschüttung von T€ 2.258,8 vorgenommen. Die Kapitalrücklage von T€ 107,6 beruht auf Sachkapitalerhöhungen in 2015 von T€ 37,5 sowie auf einer Sachkapitalerhöhung von T€ 70,1 in 2022. Gewinnrücklagen wurden im laufenden Geschäftsjahr weder eingestellt noch entnommen. In den sonstigen Rückstellungen von insgesamt T€ 247,1 (Vorjahr: T€ 284,1) sind insbesondere Stornorückstellungen von T€ 128,6 (Vorjahr: T€ 164,2), Rückstellungen für Beitragsnachzahlungen von T€ 56,7 (Vorjahr: T€ 57,4) sowie Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten von T€ 39,0 (Vorjahr: T€ 35,0) enthalten. Sämtliche Verbindlichkeiten T€ 8.913,1 (Vorjahr: T€ 4.772,7) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von T€ 784,5 (Vorjahr: T€ 1.420,5) sowie sonstige Verbindlichkeiten von T€ 406,9 (Vorjahr: T€ 20,6) enthalten. Sie beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von T€ 665,5 (Vorjahr: T€ 554,6). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern von T€ 174,3 (Vorjahr: T€ 229,7) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von T€ 5,2 (Vorjahr: T€ 2,0) enthalten. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Managementgebühren von T€ 1.232,2 (Vorjahr: T€ 1.121,9) enthalten. V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften Zum Bilanzstichtag bestanden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (Nettobetrag ohne Umsatzsteuer): Aus Mietverträgen ergeben sich sonstige nicht in der Bilanz oder unter dem Bilanzstrich anzugebende, für die Beurteilung der Finanzlage bedeutende finanzielle Verpflichtungen. Diese betragen insgesamt ca.T€ 707,8, wovon ca. T€ 190,8 auf das Geschäftsjahr 2024 und ca. T€ 517,0 auf das Geschäftsjahre 2025 bis 2027 entfallen. Aus einem Managementvertrag ergeben sich sonstige nicht in der Bilanz oder unter dem Bilanzstrich anzugebende, für die Beurteilung der Finanzlage bedeutende finanzielle Verpflichtungen von ca. T€ 1.200,0 p.a. Der Managementvertrag ist auf unbestimmte Zeit geschlossen worden und besteht gegenüber einem verbundenen Unternehmen. Die Vergütung der Managementgebühren ermittelt sich auf Kostenbasis des verbundenen Unternehmens zzgl. eines Zuschlags. Es ist daher nicht auszuschließen, dass die Höhe der Managementgebühren in Folgejahren von der derzeitigen Einschätzung abweicht. Mit der Firma DA Digitale Arbeit GmbH, Bad Fallingbostel, an der die Gesellschaft zu 100% beteiligt ist, besteht seit dem 1. Januar 2019 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Der im laufenden Geschäftsjahr erzielte Gewinn wird im Folgegeschäftsjahr in voller Höhe abgeführt. Im Zusammenhang mit einem Kreditvertrag eines verbundenen Unternehmen von bis zu ca. T€ 226.505,0 (in TUSD: 250.000,0) zuzüglich einer Erhöhungsoption um weitere T€ 45.301,0 (in TUSD: 50.000,0) ist die VGL Publishing AG dem betreffenden Kreditvertrag als Garantiegeber beigetreten und hat darüber hinaus der Bestellung von sonstigen Sicherheiten über Vermögensgegenstände zugestimmt. Neben der VGL Publishing AG treten weitere Gesellschaften der Unternehmensgruppe als Garantiegeber für das betreffende Darlehen auf. Ebenfalls in Zusammenhang mit diesem Kreditvertrag hat die Gesellschaft einem Kontenverpfändungsvertrag über bestimmte Bankkonten der Gesellschaft sowie der damit zusammenhängenden Rechte zugestimmt. Ferner hat die Gesellschaft einem Globalzessionsvertrag bezüglich bestimmter Forderungen der Gesellschaft zugestimmt. Aufgrund der gegenwärtigen Bonität der Unternehmensgruppe, insbesondere des verbundenen Unternehmens, das das Darlehen aufgenommen hat, geht der Vorstand von einer Inanspruchnahme nicht aus. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor. VI. Sonstige Angaben Die Gesellschaft besitzt zum Bilanzstichtag Anteile mit mindestens 20% an folgenden Gesellschaften:
* nach Gewinnabführung von T€ 971,7 Die Team Internet Group PLC, London, Großbritannien, ist das Mutterunternehmen der Gesellschaft des kleinsten und zugleich größten Konsolidierungskreises. Der Konzernabschluss der CentralNic Group PLC wird auf der Internetseite des Companies House veröffentlicht. Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 71 Mitarbeiter. Bei den 71 Mitarbeitern handelt es sich um 7 leitende Angestellte sowie 64 angestellte Mitarbeiter. Das vom Abschlussprüfer für das Jahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen T€ 39,0. Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2023 durch folgende Vorstände bzw. bis zum Formwechsel durch folgende Geschäftsführer vertreten: Valentin Dushe, CEO Alexander Schneider, CTO Kenny Schmahl, CMO Jan Steffen, CFO Der Aufsichtsrat setzt sich aus folgenden Personen zusammen: ̈ Michael Christian Riedl, Aufsichtsratsvorsitzender, CEO Team Internet Group PLC ̈ William Green, Group Managing Director Team Internet Group PLC ̈ Don Ahelan Baladasan, Group Managing Director Team Internet Group PLC Bezüglich der Angaben gem. § 285 Nr. 9 HGB für Vorstand und Aufsichtsrat wird die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB angewendet. VII. Nachtragsbericht Die Gesellschaft beabsichtigt ihre Produkte und Dienstleistungen im Jahr 2024 verstärkt auch in ausgewählten Ländern Europas anzubieten. Nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. VIII. GewinnverwendungsvorschlagAufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags wird der Gewinn des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von T€ 6.209,8 an das Mutterunternehmen abgeführt.
Berlin, 21. April 2024 gez. Valentin Dushe, Vorstand gez. Alexander Schneider, Vorstand gez. Kenny Schmahl, Vorstand gez. Jan Steffen, Vorstand
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Geschäftsmodells Gegenstand der Geschäftstätigkeit der VGL Publishing AG (im Folgenden auch "Gesellschaft" oder "VGL" genannt) ist die regelmäßige Herausgabe eines digitalen Verbrauchermagazins, die Bereitstellung von Internetportalen für Meinungs- und Preisvergleiche sowie deren Vermarktung. Die VGL Publishing AG beleuchtet mit unabhängigen Test- und Vergleichsportalen, wie z.B. Vergleich.org und weiteren Webseiten, Produkte und Dienstleistungen. Mit Test- bzw. Vergleichstabellen der jeweils dazugehörenden Kaufratgeber werden Konsumenten bei ihrer Kaufentscheidung sodann unterstützt. Die VGL Publishing AG monetarisiert ihre Tätigkeit über sog. Affiliate-Links zu Online-Shops in Form von Provisionen. Voraussetzung für die Vergütung der VGL ist eine positive Kaufentscheidung des Konsumenten durch die von der VGL bereitgestellten Affiliate-Links. Für die Durchführung des Geschäftsmodells greift die Gesellschaft auf eigenes Personal sowie im Eigentum und Besitz der Gesellschaft befindliche Domains und Webseiten zurück. Ferner wird auf Fremdleister, insbesondere im Bereich der Online-Werbung (Advertising) sowie für die Erstellung von Inhalten (Content), zurückgegriffen. Darüber hinaus bestehen mit verbundenen Unternehmen und nicht verbundenen Unternehmen Kooperations- und Vermarktungsverträge. Inhalt dieser Kooperations- und Vermarktungsverträge ist die gemeinsame Vermarktung von Webseiten. Seit dem 8. März 2022 hält die CentralNic Germany GmbH (vormals firmierend als: CentralNic Holding GmbH) alle Stimmrechtsanteile an der VGL Publishing AG. Mit dem Umwandlungsbeschluss vom 12. April 2022 wurde der Rechtsformwechsel der Gesellschaft in eine Aktiengesellschaft unter der Firma VGL Publishing AG beschlossen (vorher: VGL Verlagsgesellschaft mbH). Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 21. Juni 2022 in das Handelsregister des Amtsgerichts Berlin (Charlottenburg) unter der neuen Registernummer HRB 243307 B. Mit der CentralNic Germany GmbH wurde ferner am 24. Oktober 2022 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Der Gewinnabführungsvertrag gilt für die Geschäftsjahre ab 2023. Die Eintragung in das Handelsregister ist am 11. Januar 2023 erfolgt. Darüber hinaus befinden sich im Eigentum der VGL zwei Beteiligungen an Tochtergesellschaften mit einem vergleichbaren Geschäftsmodell. Die Beteiligungshöhe beträgt dabei jeweils 100%. Diese bestehen gegenüber der DA Digitale Arbeit GmbH mit Sitz in Bad Fallingbostel, mit der seit dem Geschäftsjahr 2019 auch ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Weiterhin hat die VGL Publishing AG mit Vertrag vom 3./4. Februar 2022 sämtliche Anteile an der GFDK Gesellschaft für Digitale Kaufberatung mbH mit Sitz in Schwerin erworben. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das Geschäftsjahr 2023 war von der Ukrainekrise, dem Kaufkraftverlust durch eine weiterhin starke Inflation und Sondereffekten durch den Konsumrückgang nach Ende der Corona-Pandemie geprägt. Die Wirtschaft in Deutschland hat sich leicht negativ gegenüber dem Vorjahr entwickelt. Der Rückgang des BIP beträgt nach ersten Schätzungen 0,3%. Quelle: Statistisches Bundesamt (destatis.de) - Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen und Entwicklungen Auch das gesamtwirtschaftliche Umfeld im E-Commerce entwickelt sich deutlich negativ. Die Dynamiken, die insbesondere durch die Inflation entstanden und beobachtet worden sind, können bestätigt werden. Nach ersten Einschätzungen wurden im Jahr 2023 im E-Commerce Umfeld für den Bereich B2C Bruttoumsätze in Deutschland von € 79,6 Mrd. erzielt (Vorjahr: € 90,4 Mrd.). Quelle: E-Commerce - Entwicklung des Umsatzes 2023 | Statista Die E-Commerce-Umsätze sollen sich, nach ersten Prognosen, im Jahr 2024 wieder erholen und nominal im Gesamtmarkt um 2% wachsen. Quelle: Umsätze im E-Commerce erreichen Talsohle 2.3. Lage des Unternehmens 2.3.1. Geschäftsverlauf Die Gesamtentwicklung der VGL Publishing AG lässt sich wirtschaftlich durch ein verringertes Rohergebnis (T€ 9.008,9) gegenüber dem Vorjahr (T€ 15.277,3) ablesen. Ursächlich hierfür war insbesondere der Rückgang der Umsatzerlöse um T€ 11.428,0 auf T€ 40.265,0. Der Rückgang der Aufwendungen für bezogene Leistungen um T€ 5.842,2 auf T€ 31.287,1 konnte nur einen Teil des Umsatzrückgangs kompensieren. Seit dem Jahr 2023 ist die VGL Publishing AG entsprechend dem Gewinnabführungsvertrag verpflichtet, den gesamten Gewinn an die direkte Aktionärin abzuführen. Die Gewinnabführung beträgt für das Geschäftsjahr 2023 T€ 6.209,8 (einschließlich einer Abführung von Kapitalertragsteuern aus erhaltenen Ausschüttungen nachgelagerter Tochtergesellschaften). Der Jahresüberschuss betrug im Vorjahr T€ 8.761,2. Das Ergebnis vor Gewinnabführung blieb im Geschäftsjahr 2023 hinter den Erwartungen des Vorstands zurück. 2.3.2. Ertragslage Die Umsatzerlöse gingen im Jahr 2023 um 22,11% auf T€ 40.265,0 zurück (Vorjahr: T€ 51.693,0). Trotz technischer Weiterentwicklung und Optimierung unserer Tools und Webseiten sowie der Ausweitung unseres Produktangebots, ging die organische Sichtbarkeit unserer redaktionellen Inhalte zurück, was zu einem deutlichen Umsatzrückgang geführt hat. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind demgegenüber unterproportional um 15,73% auf T€ 31.287,1 (Vorjahr: T€ 37.129,3) zurückgegangen aufgrund von nicht kurzfristig anpassbaren strategischen Werbekosten. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich im Geschäftsjahr 2023 auf T€ 32,2 (Vorjahr: T€ 603,8). Im Vorjahr war insbesondere der Verkauf von immateriellen Vermögensgegenständen aus dem bestehenden Domain- und Webseitenportfolio der Gesellschaft, die nicht mehr Gegenstand des Kerngeschäfts der Gesellschaft war, in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Das Rohergebnis verringerte sich demnach um T€ 6.268,3 bzw. 41,03% auf T€ 9.008,9 (Vorjahr: T€ 15.277,3). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind leicht auf T€ 2.753,3 (Vorjahr: T€ 2.395,3) angestiegen. Anlass hierfür waren erhöhte Aufwendungen unterschiedlicher Art, insbesondere z.B. erhöhte Aufwendungen für Lizenzkosten im Zuge der Internationalisierung des Geschäfts von nunmehr T€ 161,2 (Vorjahr: T€ 90,1) sowie eine Erhöhung der Managementleistungen aus der Unternehmensgruppe von T€ 1.232,2 (Vorjahr: T€ 1.121,9), die in Vorjahren nur zeitanteilig für ca. zehn Monate angefallen waren. Weiterhin sind die Personalaufwendungen moderat um T€ 413,9 bzw. 15,36% auf T€ 3.109,1 (Vorjahr: T€ 2.695,2) angestiegen. Gemessen an der Gesamtleistung beträgt der Personalaufwand damit ca. 7,72% (Vorjahr: 5,20%). Der Anstieg der Personalaufwendungen bzw. der Personalquote hat mehrere Ursachen: Einerseits wurde für zukünftiges Wachstum umfassend in neues Personal investiert. Darüber hinaus ist die Gesamtleistung aufgrund externer Faktoren, insbesondere dem Rückgang der organischen Sichtbarkeit der redaktionellen Inhalte, um 23,11% zurückgegangen. Weil die Ursachen dieser geschäftlichen Entwicklung in lediglich schwacher Korrelation zum eingesetzten Personal stehen, ergibt sich rechnerisch ein Anstieg der Personalquote. Der erhebliche Rückgang der Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2023 konnte nicht durch entsprechende Kostenreduzierungen kompensiert werden, sodass das EBIT der Gesellschaft signifikant von T€ 10.143,9 auf T€ 3.064,5 zurückgegangen ist. Aufgrund der infolge des Gewinnabführungsvertrags wirksam begründeten ertragsteuerlichen Organschaft haben sich die Steuern vom Einkommen und Ertrag auf einen Betrag von T€ -1,2 (Vorjahr: T€ 3.788,6) verringert. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen betreffen vollständig, wie im Vorjahr, das Geschäftsergebnis der Tochtergesellschaft DA Digitale Arbeit GmbH. Die Erträge haben sich um T€ 1.271,0 auf T€ 971,7 verringert (Vorjahr: T€ 2.242,7). Dagegen hat die Gesellschaft im Jahr 2023 Gewinnausschüttungen von der Tochtergesellschaft DA Digitale Arbeit GmbH sowie GFDK Gesellschaft für Digitale Kaufberatung mbH in Höhe von insgesamt T€ 1.815,9 (Vorjahr: T€ 0,0) erhalten. Der Jahresüberschuss beträgt infolge der Verpflichtung unter dem Gewinnabführungsvertrag, den gesamten Gewinn an die einzige Aktionärin abzuführen, nunmehr T€ 0,0 (Vorjahr: T€ 8.761,2) an. Die Gewinnabführung für das Jahr 2023 beträgt insgesamt T€ 6.209,8, hierin ist auch eine Vorabgewinnabführung durch gezahlte Kapitalertragssteuern für Gewinnausschüttungen in Höhe von insgesamt T€ 478,9 enthalten. 2.3.3. Finanzlage Die Finanzentwicklung stellt sich anhand der zusammengefassten Kapitalflussrechnung wie folgt dar:
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt T€ 7.754. Er resultiert im Wesentlichen aus dem Ergebnis der Geschäftstätigkeit vor der Gewinnabführung (T€ 6.209,8) sowie einer deutlichen Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 4.359,7. Dem stehen zahlungsunwirksame Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von T€ 971,7 sowie zahlungswirksame Erträge aus Beteiligungen in Höhe von T€ 1.815,9 gegenüber. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (T€ 3.837) beinhaltet erhaltene Gewinnausschüttungen (T€ 1.815,9) bzw. Einzahlungen aus dem Gewinnanführungsvertrag (T€ 2.242,7) der Tochtergesellschaften. Dem stehen die Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von T€ 222,3 gegenüber. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist im Wesentlichen auf Darlehensgewährung von T€ 5.815,4 und einer Gewinnausschüttung an die Aktionärin in Höhe T€ 2.258,8 zurückzuführen. Die Kapitalstruktur setzt sich wie im Vorjahr ausschließlich aus dem Eigenkapital (T€ 12.544,1) und kurzfristigem Fremdkapital (T€ 10.461,7) zusammen. 2.3.4. Vermögenslage Das Anlagevermögen der Gesellschaft stieg aufgrund von Investitionen um T€ 145,6. Wie im Vorjahr bestehen weiterhin Darlehen an verbundene Unternehmen von nominal T€ 5.000,0, mit denen Zinserträge in Höhe von T€ 285,5 erwirtschaftet wurden. Gewinnabführungsverpflichtungen der DA Digitale Arbeit GmbH gegenüber der VGL Publishing AG führen zu einem Anspruch von T€ 971,7 (Vorjahr: T€ 2.242,7). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich im Vergleich mit dem Vorjahr aufgrund der Umsatzentwicklung von T€ 11.014,2 auf T€ 10.264,4. Das Eigenkapital beträgt T€ 12.544,1 (Vorjahr: T€ 14.802,9). Im Geschäftsjahr 2023 wurde von der außerordentlichen Hauptversammlung am 12. Dezember 2023 eine Dividende in Höhe von T€ 2.258,8 beschlossen und am 18. Dezember 2023 an die einzige Aktionärin ausbezahlt. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 54,53% (Vorjahr: 69,67%). Die Rückstellungen sind geringfügig auf T€ 1.197,2 (Vorjahr: T€ 1.396,6) zurückgegangen. Ursache hierfür sind vor allem Steuernachzahlungen für frühere Geschäftsjahre, die die hierfür gebildeten Steuerrückstellungen reduziert haben. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr stark erhöht. Die Erhöhung um T€ 4.359,7 auf T€ 7.324,2 (Vorjahr: T€ 2.964,5) ist insbesondere auf eine verbesserte Ausnutzung von Zahlungszielen von Dienstleistern zurückzuführen. 2.4. Forschung und Entwicklung Die VGL Publishing AG beschäftigt im Bereich Forschung und Entwicklung 12 Mitarbeiter (Vorjahr: 10 Mitarbeiter). Darüber hinaus hat die Gesellschaft Fremdleistungen für vorgenannte Tätigkeiten in Höhe von T€ 311 (Vorjahr: T€ 326) bezogen. Forschung und Entwicklung erstreckt sich in dem konkreten Zusammenhang auf die Verbesserung bestehender Prozesse und Applikation über die von der Gesellschaft selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände (insb. Tools). Die Entwicklungskosten werden nicht aktiviert. 2.5. Finanzielle Leistungsindikatoren Für unsere interne Unternehmenssteuerung liegt unser Fokus auf der kontinuierlichen Überwachung und Optimierung des Umsatzes und des Rohergebnisses. Wir nutzen für unsere interne Unternehmenssteuerung die oben genannten Kennzahlen. Es erfolgt eine monatliche Analyse dieser Kennzahlen mit Besprechung und Ableitung von Maßnahmen für den Vorstand. 2.6. Vorjahresvergleich und Gesamtaussage Die Entwicklung der Umsatzerlöse und des Rohergebnisses für das Geschäftsjahr 2023 sind hinter den Erwartungen des Vorstandes zurückgeblieben. Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir als sehr gut ein. Die Ertragslage war im Geschäftsjahr aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Situation und der hierdurch resultierenden Unsicherheit der Verbraucher anspruchsvoll (insbesondere aufgrund der anhaltenden Dynamik der Verbraucherpreise und der Ukrainekrise). 3. Chancen- und Risikobericht 3.1. Risiken Die VGL Publishing AG erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Großteil ihrer Umsätze mit einer geringen Anzahl von Kunden. Eine Beendigung dieser Verträge oder eine Verschlechterung der Konditionen könnte für die VGL Publishing AG mit einem Umsatzrückgang einhergehen. Als Teil der Online-Werbeindustrie bewegen wir uns darüber hinaus in einem schnelllebigen und sich ständig verändernden Markt mit zahlreichen Mitbewerbern, wenngleich wir uns auch weiterhin in einer führenden Position in Deutschland sehen. Des Weiteren sind unsere Umsätze in hohem Maße von Werbekosten abhängig. Auch hier bestehen Risiken, dass die Kosten in einer unerwarteten Höhe ansteigen könnten. Erkenntnisse diesbezüglich konnten wir jedoch noch nicht beobachten. Darüber hinaus können die Auswirkungen der sich dynamisch entwickelnden Inflation schwer eingeschätzt werden. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass sich das Kaufverhalten der Konsumenten dynamisch ändert. Die Liquidität war zu jedem Zeitpunkt durch das Cash Management der VGL Publishing AG sichergestellt. Die Gesellschaft befindet sich in einer geordneten finanziellen Situation. Verbindlichkeiten werden stets fristgerecht bedient. Risiken, die sich aus steuerlichen, wettbewerbs- oder kartellrechtlichen Regelungen und Gesetzen ergeben, begegnen wir durch die frühzeitige Einbindung interner und externer Experten. Gegenwärtig sind keine Schadens- und Haftungsrisiken erkennbar und bekannt. Dies gilt auch für Währungsrisiken, diese bestehen gegenwärtig nicht bzw. nicht in einer erwähnenswerten Höhe. Konkrete, den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken und Belastungen sind derzeit nicht erkennbar. 3.2. Chancen Der E-Commerce-Markt entwickelt sich wieder leicht positiv. In 2024 erwarten wir einen erneuten steigenden Anteil an Online-Shoppern, die unsere Vergleichsplattformen zur Beratung und zum anschließenden Kauf nutzen. Quelle: Nutzeranzahl im Markt für E-Commerce in Deutschland in den Jahren 2019 bis 2028 Mit unserem deutlich ausgebauten Investment im Bereich SEO erwarten wir, dass sich die Sichtbarkeit in den organischen Suchergebnissen kontinuierlich verbessert. Sollte sich die Sichtbarkeit, wider Erwarten, langsamer erholen, sind wir durch unseren Traffic-Mix und Multi-Channel-Approach auch in diesem Fall für weiteres Wachstum aufgestellt. Für 2024 beabsichtigen wir darüber hinaus, unsere Produkte und Dienstleistungen weiterhin auch im europäischen Ausland anzubieten. Einen genauen Starttermin für den Marktausbau in 2024 haben wir noch nicht definiert. Durch unsere im Geschäftsjahr 2023 weiterhin erfolgte Integration in die Team Internet Gruppe fühlen wir uns ebenfalls gestärkt, besonders durch die Möglichkeit der gemeinsamen Nutzung von Know-How, Technologie und Infrastruktur. 4. Prognosebericht Für das Jahr 2024 erwarten wir eine leichte Umsatz- und Rohergebnissteigerung. Das gilt insbesondere für das Inlandsgeschäft. Wir planen für das Jahr 2024, auf weiteren internationalen Märkten aktiv zu werden. Die Erfahrungen mit dem französischen Geschäft werden uns bei diesem Vorhaben unterstützen.
Berlin, 21. April 2024 gez. Valentin Dushe, Vorstand gez. Alexander Schneider, Vorstand gez. Kenny Schmahl, Vorstand gez. Jan Steffen, Vorstand Bericht des AufsichtsratsRechenschaftsbericht des Aufsichtsrates Der Jahresabschluss zum 31.Dezember 2023 wurde mit einem uneingeschränkten Testat durch die Mazars GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Alt-Moabit 2, 10557 Berlin, versehen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates hat sich in Gesprächen mit Mazars persönlich über deren Ergebnisse und Sichtweisen informiert Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss vor der Bilanzaufsichtsratssitzung erhalten und erörtert. Der Aufsichtsrat hat keine Einwendungen zu erheben und stimmt dem Bericht aufgrund seiner eigenen Prüfung zu. Der Aufsichtsrat billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2023 der VGL Publishing AG in seiner Sitzung vom 23 April 2024. Der Jahresabschluss der VGL Publishing AG ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre geleistete Arbeit.
Berlin, den 23. April 2024 gez. Michael Christian Riedl, Vorsitzender des Aufsichtsrates sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.04.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die VGL Publishing AG, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der VGL Publishing AG, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VGL Publishing AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 16. Mai 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
gez. Ralf Bierent, Wirtschaftsprüfer gez. Danijela Mijatov, Wirtschaftsprüferin |
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