Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 113345
Vorher
MTV Networks Germany GmbH
Eingetragen
27.6.2001
Branche
Fernsehveranstalter und Verbreitung von VideoinhaltenHörfunkveranstalter und Verbreitung von AudioinhaltenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Das Betreiben eines Musikfernsehsenders sowie die Mitwirkung bei Medien- oder Internetaktivitäten aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Michael Keidel
seit 31.7.2023
Geschäftsführer
Malgorzata Siudzinska
seit 11.11.2022
Prokura
Marco de Ruiter
seit 8.9.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Viacom Holdings Germany LLCUSA
51.00%
Viacom Holdings Germany LLCUSA
49.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
VIVA Media GmbH
Germany
51.000 €
51.00%
Viacom Holdings Germany LLC
United States
49.000 €
49.00%

Beteiligungen
Beta

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VIMN Germany GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 31. Dezember 2023

1. Das Unternehmen

1.1 Paramount Global

Paramount Global ist ein führendes globales Medien- und Unterhaltungsunternehmen, das Premium-Inhalte und Erlebnisse für ein weltweites Publikum schafft. Zu seinem Portfolio aus bekannten Marken gehören u. a. CBS, Showtime Networks, Paramount Pictures, Nickelodeon, MTV, Comedy Central, BET, Paramount+, Pluto TV. Das Unternehmen hat einen erheblichen Marktanteil im amerikanischen Fernsehmarkt und verfügt über eine der bedeutendsten und umfangreichsten Bibliotheken von Fernseh- und Filmtiteln der Branche. Paramount Global bietet nicht nur innovative Streaming-Dienste und digitale Videoprodukte, sondern auch leistungsstarke Produktions-, Vertriebs- und Werbelösungen.

Mit innovativen Streaming-Angeboten und digitalen Bewegtbild-Produkten, sowie den linearen TV-Angeboten, erreicht Paramount Haushalte weltweit, inklusive Deutschland, Österreich und der Schweiz. Durch starke Partnerschaften in den Bereichen Consumer Products und Recreation sind die Marken von Paramount außerdem erlebbar auf Events, als Lizenzprodukte und in Freizeitparks.

Paramount bietet Unterhaltungsinhalte und dazugehörige Marketingartikel für Konsumenten und für die Werbebranche, für Inhaltedistributoren sowie für den Handel attraktive Zielgruppen an. Paramount International produziert bzw. kauft ein und verbreitet Programme und andere Inhalte auf zahlreichen Verbreitungs- und Abspielplattformen, sodass Zuschauer sich damit in verschiedenster Weise auseinandersetzen können: sowohl über Kabel- und Satellitenfernsehen, internetfähige Fernsehgeräte, Computer, Tablets als auch über andere mobile Endgeräte.

1.2 VIMN Germany GmbH

Das deutschsprachige Senderportfolio umfasst die frei empfangbaren und überwiegend werbefinanzierten Sender MTV, Comedy Central sowie Nickelodeon mit der Abendschiene Comedy Central+1. In Österreich und der Schweiz werden die Sender teilweise mit regionalen Programm- bzw. Werbefenstern versehen. Seit 1. Oktober 2021 besteht eine Kooperation mit dem Unternehmen CH Media in der Schweiz, die drei Bereiche umfasst: CH Media übernimmt den Betrieb des Kinder-TV-Senders Nick Schweiz und lizenziert Kinder-, Jugend- und Comedy-Inhalte von Paramount für die Schweizer Streaming-Plattform oneplus.

Die VIMN Germany GmbH erbrachte im Geschäftsjahr 2023 auf der Basis von Kommissionsvereinbarungen mit MTV Networks Europe Vertriebs- und Auftragsproduktionsleistungen für das deutschsprachige Senderportfolio. Das inhaltliche und markenrechtliche Eigentum und das hieraus resultierende unternehmerische Risiko liegen bei MTV Networks Europe. Außerdem erbrachte VIMN Germany GmbH Marketing- und Vertriebsdienstleistungen für Paramount Pictures International Limited für den Abonnement-basierten Streaming-Dienst "Paramount+", der am 8. Dezember 2022 im deutschsprachigen Raum an den Markt ging. Hinzu kommen Auftragsleistungen für andere Schwestergesellschaften.

Im Januar 2016 gründeten VIMN und Axel Springer für die TV- und Bewegtbildvermarktung das Gemeinschaftsunternehmen Visoon Video Impact GmbH & Co. KG. Das Vermarktungsportfolio umfasst neben den deutschen VIMN-Sendern auch die Sender Welt und N24Doku. Somit hat das Gemeinschaftsunternehmen mehr Werbereichweite als jeder einzelne Partner vorher.

2. Marktumfeld

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das deutsche preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung nur 0,1 %. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen sowie ungünstige Finanzierungsbedingungen (steigende Zinssätze) und eine geringere In- und Auslandsnachfrage haben die Konjunktur beeinträchtigt. Damit setzte sich die erwartete Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das Bruttoinlandsprodukt 2023 um 0,7 % höher.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und war damit weiter rückläufig, wenn auch weniger stark als im Vergleich zum Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen 1 .

Die Arbeitslosenquote lag in Deutschland am Ende 2023 bei 5,7 % 2 .

Entwicklung der Branche

Werbebranche

Die Entwicklung des Werbemarkts ist stark mit den konjunkturellen Bewegungen korreliert. Die Werbewirtschaft konnte 2023 ein leichtes Plus verzeichnen und das sanfte Wachstum aus den letzten beiden Jahren fortsetzen. Mit einem Marktvolumen von 48,79 Mrd. Euro lag der Werbemarkt in Deutschland über dem Vor-Coronawert von 48,33 Mrd. Euro 3 .

Die Gesamt-Netto-Werbeinnahmen der Medien sind 2023 um 0,7 % auf 25.869 Mio. EUR gestiegen. Ein größeres Nettowachstum war wegen der weiterhin schwierigen Wirtschaftslage (BIP-Rückgang um 0,3 %), der fortgesetzt hohen Inflation (Verbrauchspreisindex, plus 5,9 %) und der damit einhergehenden niedrigen Konsumneigung der Verbraucher nicht möglich 4 . Die Segmente innerhalb der Branche entwickelten sich allerdings unterschiedlich. In dem für die Gesellschaft relevanten Bereich Fernsehen / Bewegtbild lagen die Netto-Werbeeinnahmen bei 5.083,13 Mio. Euro (2022: 5.321,21 Mio. Euro), was einem Minus von 4,5 % zum Vorjahr entspricht. Davon erreichte das lineare Fernsehen 3.648,53 Mio. Euro (Vorjahr: 4.018,21 Mio. Euro), dies bedeutet einen deutlichen Rückgang von 9,2 %. In-Stream Videowerbung stieg dagegen deutlich um 10,1 % auf 1.434,60 Mio. Euro (2022: 1.303,00 Mio. Euro) 5 .

Mediennutzung, Fernsehmarkt und SVOD (Subscription-Video-on-Demand)-Markt

Fernsehen ist nach wie vor das meistgenutzte Medium in Deutschland. Der weiteste Seher:innenkreis (innerhalb eines durchschnittlichen Zwei-Wochen-Zeitraums) lag im zurückliegenden Jahr bei 87,7 % in der Gesamtbevölkerung (2022: 89,1 %) und bei 88,7 % bei den Erwachsen ab 14 Jahren (2022: 89,9 %). Pro Tag erreichte Fernsehen eine durchschnittliche Tagesreichweite von 61,5 % bei allen Personen ab 3 Jahren (2022: 64,1 %) bzw. 64,8 % bei den Erwachsenen (2022: 67,2 %) 6 .

Die tägliche Bewegtbildnutzung der ab 14-Jährigen in Deutschland lag im Jahr 2023 bei insgesamt 5 Stunden und 42 Minuten und stieg damit um 5 Minuten im Vergleich zum Vorjahr. Das Wachstum wurde indes durch den Anstieg der Online-Video-Nutzung (plus 18 Minuten) der 14- bis 69-Jährigen getrieben. Gleichzeitig ging die tägliche Fernsehnutzung der ab 14-Jährigen auf 3 Stunden und 20 Minuten zurück (2022: 3 Stunden und 33 Minuten) - sie steht jedoch weiterhin für den größten Anteil der täglichen Bewegtbildnutzung in Deutschland.

Mit zunehmender Verbreitung von Connected-TV und dem kontinuierlichen Ausbau von SmartTV-/ HbbTV-Angeboten (Hybrid Broadcast Broadband TV) steigt auch die Nutzung interaktiver TV-Angebote. Im zurückliegenden Jahr 2023 befand sich bereits in 71,1 % der Haushalte in Deutschland mindestens ein Smart-TV-Gerät (2022: 66,2 %) 7 .

Die Nutzung von Videoinhalten aus dem Internet steigt weiter an. 57,7 Millionen Personen ab 14 Jahren in Deutschland nutzen regelmäßig - mindestens einmal im Monat - Online-Videos. Das Wachstum geht vor allem auf die älteren Altersgruppen der über 50-Jährigen zurück. Drei Viertel (76 %) der Personen zwischen 60 und 69 Jahren nutzen Online-Videos. Selbst unter den über 70-Jährigen gehört mittlerweile fast die Hälfte (45 %) zu den regelmäßigen Online-Video-Konsument:innen. Altersübergreifend zeigt sich: nicht nur die Nutzung von Videoinhalten aus dem Internet steigt an, auch die Frequenz nimmt zu. Mehr als die Hälfte konsumiert OTT-Inhalte (Over-the-top-Content) nun (fast) täglich 8 .

In der Generationenbetrachtung zeigen sich deutliche Unterschiede. In den älteren drei Generationen schauen noch mehr als neun von zehn Personen regelmäßig klassisches lineares TV. Sofern Videoangebote aus dem Internet regelmäßig genutzt werden, sind es insbesondere die Angebote von TV-Sendern (Broadcaster Video on Demand) oder Video-Sharing-Diensten, in der Generation der Babyboomer auch gerne die der Video-Streaming-Dienste. Während die Generation X zum größten Teil noch regelmäßig fernsieht, zeichnen sich die Generationen Y und Z dadurch aus, dass sie mehrheitlich Video-Sharing- oder Video-Streaming-Dienste nutzen. In der Generation Z nutzen sechs von zehn Personen täglich Social-Media-Videos oder Video-Sharing-Dienste. Aggregatoren wie Medienintermediäre und Medienplattformen dominieren damit die tägliche Videonutzung in dieser Generation 9 . Die Einführung von Paramount+ durch Paramount im deutschsprachigen Markt Ende trägt diesen Veränderungen im Medienkonsum und der Bewegtbildnutzung Rechnung.

Der deutsche Internetvideomarkt (OTT) wuchs 2023 um 19,5% auf 4,1 Milliarden Euro und bildete damit weltweit den fünft- und europaweit den zweitgrößten Markt. Subscription-Video-on-Demand machte 2023 mit 73,9% den größten Anteil am gesamten deutschen OTT-Markt aus 10 . In den letzten Jahren verzeichnet sich der Streamingmarkt mit starkem Wettbewerb, weil immer mehr private als auch öffentlich-rechtliche Anbieter auf dem Markt präsent sind.

Aufgrund des bestehenden Geschäftsmodells sind die Auswirkungen des Marktumfelds auf die Gesellschaft stark begrenzt, weil die Risiken von Auftraggebern übernommen werden.

3. Vermögens-, Finanz und Ertragslage

3.1 Ertragslage

Umsatz

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Umsatzerlöse werden von dritten Parteien oder von anderen Paramount-Gruppe-Gesellschaften im Rahmen von Distributionsverträgen erwirtschaftet.

Die Gesellschaft erwirtschaftet die Erlöse in zwei Segmenten:

TV Media: Dieses Segment beinhaltet die Werbeeinnahmen von der Vermarktung von Werbezeiten auf unseren Fernsehkanälen sowie Verbreitung und Verkauf von Online-Werbung.

Direct-to-Consumer: In diesem Segment sind die Erlöse des Streamingdiensts Paramount+ sowie die Werbeerlöse des Free Ad-Supported Fernsehens Pluto TV enthalten.

In dem Posten Übrige Umsatzerlöse sind die Umsatzerlöse von konzerninternen Auftraggebern enthalten, die aus der Weiterbelastung von nicht von Umsatzerlösen komplett gedeckten Kosten (mit Aufschlag) sowie der Subdistribution-Fee für Paramount+ resultieren.

Umsatzerlöse nach Segmenten
(in TEUR)
2023 2022 Veränderung
Umsatzerlöse von Dritten
TV Media 28.375 28.797 -422
davon
Deutschland 25.590 25.451 139
Österreich 1.580 1.973 -393
Schweiz 1.205 1.373 -168
Direct-to-Consumer 48.931 7.284 41.647
davon
Deutschland 47.081 7.036 40.045
Schweiz 1.077 114 963
Österreich 773 134 639
Übrige Umsatzerlöse 3.430 21.382 -17.952
davon
Subdistribution Fee 3.650 133 3.517
Weiterbelastung von Kosten samt Aufschlag 77.076 57.344 19.732
Umsatzabtretung an Auftraggeber -77.296 -36.096 -41.200
Nebenerlöse 1.891 1.539 352
Summe 82.627 59.002 23.625

2023 erzielte die Gesellschaft insgesamt um 23.625 TEUR auf 82.627 TEUR gestiegene Erlöse als im Vorjahr. Damit konnte das Umsatzniveau wie prognostiziert gesteigert werden.

Im Segment TV Media waren die Erlöse knapp unter dem Vorjahresniveau. Der Gesellschaft ist es gelungen in Deutschland höhere Werbeeinnahmen trotz schwierigen Branchenbedingungen zu erreichen (Anstieg um 197 TEUR im Vergleich zum Vorjahr). Die Werbeerlöse für Österreich und die Schweiz sind jedoch stärker gesunken und haben den positiven Effekt für Deutschland überkompensiert.

Im Segment Direct-to-Consumer sind die Erlöse stark gestiegen (um 41.647 TEUR), was auf die Einführung des Streamingdiensts Paramount+ im Dezember 2022 zuzuführen ist. Der größte Anstieg in Höhe von 40.045 TEUR entfällt auf Deutschland, gefolgt von der Schweiz (963 TEUR) und Österreich (639 TEUR).

Übrige Umsatzerlöse sind um 17.952 TEUR gesunken. 2022 hat die Gesellschaft hohe Marketingkosten für die Einführung von Paramount+ getragen ohne wesentliche Einnahmen dafür zu erhalten. 2023 hat sich die Abonnentenbasis stark erhöht und somit auch die Abonnement-Einnahmen. Der Unterschied zwischen den Umsatzerlösen von dritten Parteien und von der Gesellschaft getragenen Kosten hat sich somit verringert. Darüber hinaus hat die Gesellschaft eine um 3.517 TEUR höhere Distribution-Fee für Paramount+ von Paramount Pictures International Limited erhalten.

Nebenerlöse waren um 352 TEUR höher im Vergleich zum Vorjahr und beinhalten vor allem die Erlöse aus Gegengeschäften (2023: 1.833 TEUR, 2022: 1.534 TEUR).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind die Erträge aus der Währungsumrechnung in der Höhe von 2.051 TEUR (Vj: 132 TEUR) sowie Erträge aus Auflösung von Rückstellungen auf ausstehende Rechnungen in Höhe von 1.429 TEUR (Vj: 0 TEUR) enthalten.

Kosten

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind 2023 um 2.114 TEUR auf 4.656 TEUR gesunken, was auf die hohe Basis in 2022 zurückführen ist. Letztes Jahr hat die Gesellschaft die Kosten verbunden mit der einmaligen Veranstaltung der MTV EMAs 2022" in Düsseldorf getragen.

Die Personalkosten haben sich unwesentlich um 110 TEUR von 9.798 TEUR auf 9.908 TEUR erhöht. Sie umfassen Gehälter in Höhe von 8.807 TEUR sowie die Sozialabgaben in Höhe von 1.101 TEUR. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter hat sich auf 115 erhöht (von 97 im Vorjahr). Die Personalkosten sind nicht proportional zur Mitarbeiterzahl gestiegen, was sich durch die Veränderung der Gehaltsstruktur sowie die Abfindungsaufwendungen im Jahr 2022 erklären lässt.

Die Abschreibungen umfassen hauptsächlich Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände und haben sich um 3.624 TEUR auf 9.294 TEUR zum Vorjahr verringert. Darunter sind außenplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 105 TEUR (im Vorjahr 0 TEUR) enthalten.

Der größte Anstieg auf der Kostenseite war in dem Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" ersichtlich, die sich von 28.595 TEUR um 29.446 TEUR auf 58.041 TEUR erhöht haben. Der Hauptgrund dafür waren steigende Werbeaufwendungen für den Streamingdienst Paramount+ (Anstieg um 24.738 TEUR), die einen bedeutsamen Teil der Gesamtkosten darstellen. Darüber hinaus sind die Währungsumrechnungskosten um 1.805 TEUR auf 1.940 TEUR gestiegen.

Entwicklung des Betriebsergebnis

2023
TEUR
2022
TEUR
EBIT 4.207 1.052
Zinsergebnis 21 (21)
Ertragsteuern (406) (53)
Jahresüberschuss 3.822 978

Das Betriebsergebnis 2023 (EBIT) ist im Vergleich zum Vorjahr um 3.155 TEUR auf 4.207 TEUR gestiegen. Der Gesellschaft ist es gelungen ein besseres Ergebnis als prognostiziert (Ergebnis vor Steuern in Höhe von 3,7 Mio. Euro) zu erreichen. Dies resultiert hauptsächlich aus dem höheren Aufschlag auf Kosten sowie dem höheren Subdistribution Fee.

Das Zinsergebnis ist um 42 TEUR gesunken. Die Ertragsteuern betragen 406 TEUR - (im Vorjahr 53 TEUR). Die Gesellschaft macht nach wie vor Gebrauch von dem Steuerverlust aus Vorjahren. Somit beläuft sich der effektive Steuersatz auf 9,6%.

Im Endeffekt ist der Jahresüberschuss um 2.844 TEUR von 978 TEUR auf 3.822 TEUR angestiegen.

3.2 Entwicklung der Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist um 18 Mitarbeiter auf 115 gestiegen (im Vorjahr: 97): darunter 72 Frauen und 43 Männer.

3.3 Finanzlage

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital hat sich um den Jahresüberschuss 2023 auf TEUR 38.816 erhöht. Die Eigenkapitalquote lag bei 50% (2022: 59%). Der leichte Rückgang begründet sich im Wesentlichen mit höheren Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Anstieg der Geschäftstätigkeit Zusammenhang mit der Einführung des Streamingdiensts Paramount+.

Die Rückstellungen in Höhe von 4.169 TEUR sind um 308 TEUR niedriger als im Vorjahr und umfassen hauptsächlich die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (1.610 TEUR; 2022: 1.584 TEUR) und Personalrückstellungen (2.233 TEUR, 2022: 2.671 TEUR). Seit dem Geschäftsjahr 2023 erfolgt der Ausweis eines Teils Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen dem Geschäftsvorfall folgend in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bzw. in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Vorjahresbetrag wurde zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. Die Steuerrückstellungen sind um 97 TEUR gestiegen und betragen 245 TEUR.

Die Verbindlichkeiten sind um TEUR 15.037 TEUR auf TEUR 34.626 TEUR angestiegen. Sie beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sich auf 20.132 TEUR (Vj. 11.007 TEUR) belaufen, sowie die Verbindlichkeiten an verbundene Unternehmen in Höhe von 14.303 TEUR (Vj. 8.213 TEUR).

Liquidität

Die Finanzlage kann in einer verkürzten, vereinfachten Kapitalflussrechnung verdeutlicht werden. Die Ermittlung der Zu- und Abflüsse in den einzelnen Bereichen erfolgte in Anlehnung an den DRS 21 in der Fassung vom 16. Juni 2023. Für das Geschäftsjahr 2022 wurden Anpassungen hinsichtlich des Cash-pools vorgenommen, um eine Vergleichbarkeit mit der 2023 gültigen Fassung des DRS 21 zu erreichen.

2023
TEUR
2022 TEUR neue Fassung 2022 TEUR alte Fassung
Zu-/Abflüsse aus Geschäftstätigkeit 16.408 17.823 17.823
Zu-/Abflüsse aus Investitionstätigkeit (16.408) (9.889) (4.430)
Zu-/Abflüsse aus Finanzierungstätigkeit 0 (8.734) (14.193)
Bewegung der flüssigen Mittel 0 (800) (800)

Der positive Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist bei positivem Jahresergebnis im Wesentlichen mit den Einzahlungen aus Werbung sowie Paramount+ Abonnements zu begründen. Aufgrund der Struktur des deutschen Fernsehwerbemarktes (Zahlung von Werbebuchungen per Bankeinzug üblich) und der Abwicklung von über 90% des Geschäftes über ausschließlich kreditwürdigkeitsgeprüfte Kunden und Medienagenturen kam es bislang zu keinen nennenswerten Forderungsausfällen.

Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus den Auszahlungen von Investitionen im Anlagevermögen (9.535 TEUR, Vj:4.430 TEUR) und konzerninterner Finanzierung (6.873 TEUR, Vj: 5.459 TEUR).

Die Gesellschaft ist an einem Cash-pool beteiligt und darf bei Bedarf auf liquide Mittel zurückgreifen. Somit ist die Gesellschaft fähig ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

3.4 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 19.331 TEUR höher und beträgt 78.389 TEUR.

Das Anlagevermögen hat sich um TEUR 985 TEUR erhöht (2023: 9.375 TEUR, im Vorjahr: 8.390 TEUR). Den Anlagezugängen von 10.279 TEUR (im Vorjahr 5.970 TEUR) stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von 9.189 TEUR (im Vorjahr 12.918 TEUR) gegenüber. Die außenplanmäßigen Abschreibungen belaufen sich auf 105 TEUR (im Vorjahr 0 TEUR).

Das Anlagevermögen von 9.375 TEUR ist derzeit zu etwa 414% vollständig durch Eigenkapital gedeckt.

Das Umlaufvermögen ist um 21.024 TEUR auf 69.001 TEUR (im Vorjahr 47.977 TEUR) gestiegen. Davon entfallen 44.532 TEUR auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen (10.498 TEUR höher als im Vorjahr, hauptsächlich aufgrund der erhöhten Kosten im vierten Quartal, die auf andere Unternehmen in der Paramount-Gruppe weiterbelastet werden).

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten hat sich um 2.679 TEUR auf 13 TEUR reduziert. 2022 enthielt der Posten Marketingaufwendungen verbunden mit der Einführung des Streamingdiensts Paramount+, die auf die nächste Periode anfielen.

4. CHANCEN UND RISIKEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG, RISIKOBERICHT

4.1 Prognose und Chancen

Gesamtwirtschaftliche Lage, Brancheentwicklung

Für die Jahre 2024 und 2025 wird ein Wachstum vom Bruttoinlandsprodukt von jeweils -0,1 und 0,4% prognostiziert. Die Inflation dürfte im Jahr 2024 durchschnittlich 2,2 % betragen und im Jahr 2025 ist mit einer Inflationsrate von 2,1 % zu rechnen 11 . Die weltpolitische Lage sorgt auch in Deutschland weiter für Unsicherheiten bei Unternehmen sowie Verbrauchern und belastet die Werbewirtschaft. Dies schlägt sich in der Werbeumsatzentwicklung der privaten Medien sowie der Verbraucherkaufkraft nieder. Für das Gesamtjahr rechnet der VAUNET (Verband Privater Medien) für das Segment Bewegtbild insgesamt mit einem Anstieg der Netto-Werbeumsätze von 4,8 Prozent auf rund 5,3 Milliarden Euro (2023: 5,1 Mrd. Euro). Dabei wird für die Fernsehwerbung mit einer stabilen Entwicklung auf Vorjahresniveau in Höhe von 3,6 Milliarden Euro gerechnet. 12 .

Die Umsätze des Over-the-Top-Marktes, der auch SVOD umfasst, sollen kontinuierlich zunehmen und 2024 das Niveau von 4,6 Milliarden Euro erreichen. Für das Jahr 2025 wird ein weiterer Anstieg auf 5,1 Milliarden Euro erwartet 13 .

Medienkonsum

Die Analysen zeigen, dass sich die Medienkonsummuster ständig ändern. In der Generationenbetrachtung zeigen sich deutliche Unterschiede. In den älteren drei Generationen schauen noch mehr als neun von zehn Personen regelmäßig klassisches lineares TV. Sofern Videoangebote aus dem Internet regelmäßig genutzt werden, sind es insbesondere die Angebote von TV-Sendern (BVOD) oder Video-Sharing-Diensten, in der Generation der Babyboomer auch gerne die der Video-Streaming-Dienste. Während die Generation X zum größten Teil noch regelmäßig fernsieht, zeichnen sich die Generationen Y und Z dadurch aus, dass sie mehrheitlich Video-Sharing- oder Video-Streaming-Dienste nutzen. 14 Die Paramount-Gruppe geht diesen Änderungen entgegen und die Einführung von Paramount+ trägt den Veränderungen in Medienkonsum und Bewegtbildnutzung aus dem linearen Fernsehen ins Online-Videostreaming Rechnung.

4.2 Risiken

Durch das Zusammenspiel von Controlling, Strategischer Planung und Forschungsabteilung verfügt VIMN Germany GmbH über ein angemessenes Risiko-Management. Die detaillierten Varianzanalysen der Ist- und Planwerte werden regelmäßig erstellt. Diese beinhalten eine Zusammenfassung des Geschäftsverlaufes, welche der Geschäftsleitung einen Überblick über relevante Entwicklungen, insbesondere die Finanzlage (Rückblick, Vorjahresvergleich, Forecast), bieten. Im Dialog mit den Fachabteilungen werden die Geschäftsrisiken evaluiert und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen vorgeschlagen. Die Risikosteuerung verfolgt grundsätzlich das Ziel, das Gesamtrisiko für das Unternehmen und Auftraggeber in einem tragbaren Rahmen zu halten.

Eine weitere Aufgabe des Controllings sowie der Strategischen Planung ist die Beobachtung und Analyse des gesamten Werbemarktes auf Grundlage von Prognosen verschiedener Institute (ZAW - Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e. V., Nielsen Media Research u.a.) und der Vermarktungspartner. Dabei werden die bereits im Vorjahr festgelegten Umsatzziele auf Basis der bereits realisierten Spoteinbuchungen und der Prognosen der Vermarktungspartner überprüft, potenzielle Risiken identifiziert und Maßnahmen zur Zielerreichung bestimmt. Sollte ein potenzielles Risiko nicht kompensiert werden können, werden entsprechende Anpassungen im Kostenbereich eingeleitet.

Das Kostenmanagement wird durch regelmäßige zeitnahe Finanzplanung sehr straff gehalten. Ein quartalsweise durchgeführtes projektgenaues Forecasting gibt dem lokalen und internationalen Management die Chance, schnell auf eventuell geänderte Erlös- und Kostensituationen zu reagieren.

Die Forschungsabteilung analysiert anhand der AGF/GfK-Daten (Arbeitsgemeinschaft Videoforschung / Nürnberg Institut für Marktentscheidungen) detailliert die Position der von VIMN betriebenen TV-Sender und Online-Angebote im Zuschauer- bzw. Nutzermarkt. Die entsprechende Auswertung wird dem Management jeweils am folgenden Werktag zur Verfügung gestellt.

Unsere Fähigkeit, Werbe- und Abo-Einnahmen zu erzielen, hängt auch von der Nachfrage nach unseren Inhalten bei den Zuschauern in unseren demografischen Zielgruppen ab. Naturkatastrophen und andere Katastrophen, Pandemien, Terrorakte, politische Unsicherheit oder kriegerische Auseinandersetzungen könnten ebenfalls zu einem Rückgang der Werbeausgaben und Verbraucherkaufkraft führen. Das unvorhersehbare und sich ständig verändernde Verbraucherverhalten sowie Unzulänglichkeiten bei der Messung der Zuschauerzahlen, sich entwickelnde Technologien und Vertriebsmodelle haben sich ebenfalls auf unsere Geschäftsergebnisse ausgewirkt und könnten sie auch weiterhin beeinträchtigen.

Eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnte das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele gefährden. Das Risiko der Gefährdung durch andere Mitbewerber, wird als gering eingeschätzt, da VIMN Germany GmbH sich mit neuen innovativen Produkten und Inhalten stark von den Mitbewerbern abgrenzt.

Die VIMN Germany GmbH ist auch dem allgemeinen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften ausgesetzt. Die Hauptrisiken beziehen sich auf das Einstellen und Halten von Personal mit branchenspezifischen Kenntnissen und Erfahrungen. Die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter sichert die fachliche Kompetenz des Personals. Durch die Schaffung eines positiven Arbeitsumfelds und betrieblicher Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten wird die Mitarbeiterbindung zum Unternehmen zusätzlich gefördert.

Ferner entstehen neue Risiken durch die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten sowie die Transformation unserer Arbeitsprozesse. In Zusammenarbeit mit externen Beratern in den Bereichen Recht, Steuern sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz überwachen wir alle entsprechenden Anforderungen im In- und Ausland regelmäßig und passen unsere Prozesse an neue Rahmenbedingungen an.

Als global agierendes Unternehmen mit konzernweiten IT-Systemen bestehen Risiken durch den Ausfall zentraler IT-Systeme, Beeinträchtigung durch Virus- oder Ransomware-Attacken. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls oder eine Beeinträchtigung kritischer Informationssysteme wird durch interne Maßnahmen, wie zum Beispiel Mitarbeiterschulungen, Systemwartungen und Sicherheitskonzepte reduziert. Durch geeignetes Personal im IT-Bereich können entsprechende Systeme im unwahrscheinlichen Fall eines Systemausfalls kurzfristig und ohne wesentlichen Einfluss auf den laufenden Betrieb ersetzt werden.

Es bestehen keine Liquiditäts-, Marktpreis- oder Wechselkursrisiken in den bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten. Derivate werden nicht abgeschlossen. Das allgemeine Ausfallrisiko der bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch angemessene Wertberichtigungen abgedeckt. Das Risiko tragen die Auftraggeber. Gleichzeitig bietet der Konzernverbund die Nutzung neuster technischer und inhaltlicher Entwicklungen und stellt Finanzierungsmittel bereit. Die Gesellschaft ist Mitglied in einem Cash-Pool unter der Leitung eines verbundenen Unternehmens.

Über die beschriebenen Risiken hinaus existieren Einflüsse, die nicht vorhersehbar und nur schwer durch uns zu kontrollieren sind. Treten diese Risiken ein, könnten sie unsere weitere Entwicklung beeinträchtigen. Zu diesen Risiken zählen wir auszugsweise politische Unruhen, Naturkatastrophen oder Epidemien. Aktuell ist hier insbesondere der Russland - Ukraine - Krieg sowie der Nahostkonflikt zu nennen. Wie bereits geschildert bringen Kriege und Konflikte mannigfaltige Risiken für Unternehmen verschiedener Branchen mit sich.

Insgesamt schätzt die VIMN Germany GmbH alle vorgenannten Risiken als beherrschbar ein, sodass der Bestand der Gesellschaft nicht gefährdet ist.

4.3 Ergebnisentwicklung 2024 und 2025

Der Start von Paramounts Streamingdienst Paramount+ im Dezember 2022 macht das Unternehmen unabhängiger von der Entwicklung des Werbemarkts durch die Erlöse aus dem Direktkundengeschäft und Einnahmen über Distributionspartner. Die negativen Effekte aus den Werbeeinnahmen sollen durch erhöhte Erlöse aus dem Streaming-Dienst Paramount+ kompensiert werden. Gleichzeitig trägt dieser Schritt der Verschiebung von Bewegtbildnutzung aus dem linearen Fernsehen ins Online-Videostreaming Rechnung. Aufgrund des bestehenden Geschäftsmodells wird das Ergebnis der Gesellschaft von den konjunkturellen Entwicklungen des deutschen Werbe- und Medienmarkts lediglich indirekt geprägt. Die in dem Jahresabschluss dargestellten Umsatzerlöse resultieren aus der Höhe der Vermarktungs- und Verbreitungskosten, die von unseren Auftraggebern beglichen werden, sowie der Sub-Distribution Fee.

Für 2024 wird mit einem Umsatzrückgang von etwa 30% gerechtet, was auf die niedrige Basis der von Auftraggebern getragenen Kosten zurückführen ist. Die Gesellschaft sollte jedoch ein besseres Ergebnis vor Steuern erreichen (zwischen 6,5 und 7,5 Millionen Euro). 2025 sollen die Umsatzerlöse auf dem zum Jahr 2024 vergleichbarem Niveau bleiben. Das Ergebnis vor Steuer soll aber die 7 Millionen Euro Grenze überschreiten. Da die Planung der Gesellschaft grundsätzlich auf US-GAAP-Werten basiert, kann es durch Unterschiede in der Rechnungslegung zu einzelnen temporären Verschiebungen kommen.

 

Berlin, den 31. Januar 2025

Susanne Schildknecht, Geschäftsführerin

Michael Keidel, Geschäftsführer

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
2 https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Konjunkturindikatoren/Arbeitsmarkt/arb210a.html
3 https://zaw.de/wirtschaft-und-werbung/; Zugang: 27.08.2024
4 https://zaw.de/branchendaten/werbemarkt-nach-medien/; Zugang: 27.08.2024
5 https://zaw.de/branchendaten/werbemarkt-nach-medien/; Zugang: 27.08.2024
6 https://vau.net/wp-content/uploads/2024/02/VAUNET-Mediennutzung-2023_Publikation-13.02.2024.pdf
7 https://vau.net/wp-content/uploads/2024/02/VAUNET-Mediennutzung-2023_Publikation-13.02.2024.pdf
8 Report: Video-Trend 2023, Herausgegeben von Die medienanstalten - ALM GbR
9 Report: Video-Trend 2023, Herausgegeben von Die medienanstalten - ALM GbR
10 PwC German Entertainment & Media Outlook 2024-2028 Report
11 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/jahresgutachten-2024.html?returnUrl=%2Findex.html&cHash=af5fb31555b912b428cc3dbb784d1191
12 https://vau.net/pressemeldungen/vaunet-prognose-umsaetze-der-audio-und-audiovisuellen-medien-steigen-2024-auf-16-mrd-euro/
13 PwC German Entertainment & Media Outlook 2024-2028 Report
14 Video-Trends 2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.182.979,04 6.880.516,34
2. Geleistete Anzahlungen 9.875,00 82.342,29
8.192.854,04 6.962.858,63
II. Sachanlagen
1. Einbauten in gemieteten Räumen 1.000,96 41.868,65
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 694.894,11 898.870,83
695.895,07 940.739,48
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 485.913,84 485.913,84
485.913,84 485.913,84
9.374.662,95 8.389.511,95
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.129.772,37 3.617.887,83
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 44.532.114,29 34.034.247,50
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6.578.297,76 6.785.941,18
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.290.568,38 3.068.572,16
68.530.752,80 47.506.648,67
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 470.585,36 470.585,36
69.001.338,16 47.977.234,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.365,99 2.691.988,33
78.389.367,10 59.058.734,31

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 37.815.968,70 37.815.968,70
III. Verlustvortrag -2.922.392,91 -3.900.537,91
IV. Jahresüberschuss 3.821.985,09 978.145,00
38.815.560,88 34.993.575,79
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 245.480,49 148.455,97
2. Sonstige Rückstellungen 3.923.240,21 4.327.782,51
4.168.720,70 4.476.238,48
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.132.209,80 11.007.141,14
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.303.770,81 8.213.084,78
3. Sonstige Verbindlichkeiten 190.227,66 368.694,12
(davon aus Steuern € 178.755,51; Vorjahr € 347.078,24)
34.626.208,27 19.588.920,04
D. Rechnungsabgrenzungsposten 778.877,25 0,00
78.389.367,10 59.058.734,31

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 82.626.919,30 59.001.583,36
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.479.960,20 132.160,17
(davon aus Währungsumrechnung € 2.051.405,66; Vorjahr: € 132.160,17)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.656.171,62 6.770.056,37
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.669.343,92 8.735.094,39
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.238.947,05 1.063.083,15
(davon für Altersversorgung € 137.012,81; Vorjahr € 113.185,82)
9.908.290,97 9.798.177,54
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.294.181,04 12.918.153,44
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 58.040.974,61 28.595.166,43
(davon aus Währungsumrechnung € 1.939.929,96; Vorjahr: € 134.520,39)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 85.596,34 7.700,89
(davon gegen verbundenen Unternehmen € 84.364,34; Vorjahr: € 7.700,89)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 64.661,37 28.680,60
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen € 64.591,55; Vorjahr: € 1.461,92)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 406.211,14 53.065,04
10. Ergebnis nach Steuern 3.821.985,09 978.145,00
11. Jahresüberschuss 3.821.985,09 978.145,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

I. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. HGB und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften nach § 267 (3) HGB finden Anwendung.

Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

Das Berichtsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gesellschaft VIMN Germany GmbH mit Sitz in Berlin ist im Handelsregister Berlin unter der Nummer 113345 B registriert.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN SOWIE WÄHRUNGSUMRECHNUNG

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 bis 263 HGB).

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften des HGB. Im Geschäftsjahr 2023 wurden soweit nicht separat erläutert keine wesentlichen Abweichungen von in Vorperioden angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden vorgenommen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige und sofern erforderlich außerplanmäßige Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear über die Dauer der Lizenzverträge, für Lizenzen (Programmvermögen) die vor dem 01.10.2018 angeschafft worden sind und nach der digitalen Methode für die übrigen. Bei der linearen Abschreibung wurden Nutzungsdauern von sechs bis 16 Jahre und bei der digitalen Abschreibung in der Regel Nutzungsdauern von einem bis neun Jahr(e) angesetzt. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen erfolgen linear für Einbauten in gemieteten Räumen und Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über drei bis fünf Jahre.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Flüssige Mittel werden generell zum Nominalwert bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Bewertung des Gezeichneten Kapitals erfolgt zum Nennwert.

Die Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Umsatz für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden steuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 30,175% (KSt-Satz von 15,825%, inklusiver Solidaritätszuschlag von 5.5%, und GewSt-Satz von 14,35%) zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.

2. Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung erfasst. Soweit die Geschäftsvorfälle verbundene Unternehmen betreffen, erfolgt aus Vereinfachungsgründen die unterjährige Buchung mit dem vorab festgelegten Konzernkurs.

Bilanzposten (soweit vorhanden) werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

2. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände stellen im Wesentlichen Programmvermögen dar.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen in Höhe von 32.243 TEUR (Vj. 28.459 TEUR). Davon bestehen 3.945 TEUR (Vj. 5.529 TEUR) gegen die Gesellschafterin VIVA Media GmbH, weitere Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen nicht.

Ferner bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Finanzverkehr in Höhe von 12.289 TEUR (Vj. 5.575 TEUR).

Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

4. Latente Steuern

Im Geschäftsjahr ergeben sich keine passiven latenten Steuern. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt.

5. Eigenkapital

Der Verlustvortrag hat sich aufgrund des Jahresüberschusses 2022 in Höhe von 3.901 TEUR auf insgesamt 2.922 TEUR reduziert.

6. Rückstellungen

Seit dem Geschäftsjahr 2023 erfolgt der Ausweis eines Teils der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (14.202 TEUR) dem Geschäftsvorfall folgend in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bzw. in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Vorjahresbetrag (9.313 TEUR) wurde zur besseren Vergleichbarkeit angepasst.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 1.610 1.584
Sondervergütung 1.585 1.418
Nicht genommene Urlaubstage 263 272
Restrukturierung 347 926
Sonstige Personalrückstellungen 38 55
Sonstige Rückstellungen 80 73
Summe 3.923 4.328

7. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten - wie im Vorjahr - ausschließlich Verbindlichkeiten aus Liefer- und Leistungsbeziehungen.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Umsatzerlöse nach Segmenten
(in TEUR)
2023 2022 Veränderung
Umsatzerlöse von Dritten
TV Media 28.375 28.797 -422
davon
Deutschland 25.590 25.451 139
Österreich 1.580 1.973 -393
Schweiz 1.205 1.373 -168
Direct-to-Consumer 48.931 7.284 41.647
davon
Deutschland 47.081 7.036 40.045
Schweiz 1.077 114 963
Österreich 773 134 639
Übrige Umsatzerlöse 3.430 21.382 -17.952
davon
Subdistribution Fee 3.650 133 3.517
Weiterbelastung von Kosten samt Aufschlag 77.076 57.344 19.732
Umsatzabtretung an Auftraggeber -77.296 -36.096 -41.200
Nebenerlöse 1.891 1.539 352
Summe 82.627 59.002 23.625

Nebenerlöse beinhalten hauptsächlich die Erlöse aus Gegengeschäften.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind die Erträge aus der Währungsumrechnung in der Höhe von 2.051 TEUR (Vj: 132 TEUR) sowie Erträge aus Auflösung von Rückstellungen auf ausstehende Rechnungen in Höhe von 1.429 TEUR (Vj: 0 TEUR) enthalten.

2. Aufwendungen für bezogene Leistungen

Die größten Posten in den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind Kosten für Programmvermögen, erworben im Namen von MTV NE in Höhe von 2.608 TEUR, Musikrechte in Höhe von 1.381 TEUR. Der restliche Saldo von 667 TEUR stellt die Produktionsaufwendungen und Honorare dar.

3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die außenplanmäßigen Abschreibungen belaufen sich auf 105 TEUR (im Vorjahr 0 TEUR).

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Werbeaufwendungen (TEUR 42.048; Vj. TEUR 17.309), Aufwendungen für Werbepartner (TEUR 6.236; Vj. TEUR 4.958), Mieten und Bürokosten (TEUR 1.625; Vj. TEUR 1.389) sowie Reise- und Bewirtungskosten (TEUR 410; Vj. TEUR 720).

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

1. Haftungsverhältnisse

Es liegen keine Haftungsverhältnisse zum Bilanzstichtag vor.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am 31. Dezember 2023 bestanden folgende finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Dienstleistungs-, Miet- und Leasingverträgen:

 

Fällig bis zu 1 Jahr 1.391 TEUR

 

Fällig zwischen 1 und 5 Jahre 4.288 TEUR

 

Fällig größer 5 Jahre 0 TEUR

Gesamtbetrag: 5.679 TEUR

Es bestanden keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen am 31.12.2023.

V. SONSTIGE ANGABEN

1. Geschäftsführung

Till Gerrit Weidemüller SVP, Chief Commercial Officer CNA & Country Manager Germany bis 30. März 2023
Michael Keidel VP, Affiliate, Ad Sales & Streaming Partnership NCEE, seit 20. März 2023
Susanne Schildknecht SVP MTV Entertainment Group Europe & Middle East & Scripted Local Originals GSA, seit 20. März 2023

Frau Schildknecht, Herr Keidel und Herr Weidemüller erhielten im Geschäftsjahr 2023 Bezüge von der Gesellschaft. Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleiben jedoch unter der Inanspruchnahme der Befreiung aus § 286 Abs. 4 HGB.

2. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter hat sich wie folgt entwickelt:

2023 2022
Mitarbeiter: 115 97
darunter 115 97
Frauen 72 63
Männer 43 34

3. Honorar des Abschlussprüfers

Der Jahresabschluss enthält Gebühren für Abschlussprüfungsleistungen (Honorare und Auslagen) in Höhe von 79 TEUR.

4. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Gesellschaft ist mit verbundenen Unternehmen im In- und Ausland personell und vertraglich eng verflochten. Alle wesentlichen Geschäftsbeziehungen sind durch angemessen vergütete Verträge unterlegt.

5. Mutterunternehmen und Konzern

Gesellschafter sind die VIVA Media GmbH mit 51 % und die Viacom Holdings Germany LLC, Wilmington, Delaware, USA, mit 49 %.

Oberste Konzerngesellschaft ist die Paramount Global Inc., New York, USA, deren Konzernabschluss für den größten Kreis an Unternehmen zum 31. Dezember 2023 auf der Internetseite der Securities and Exchange Commission www.sec.gov sowie auf www.ir.paramount.com zur Verfügung steht. Für den kleinsten Kreis an Unternehmen wird die VIVA Media GmbH einen Konzernabschluss aufstellen und diesen beim Betreiber des Unternehmensregisters einreichen und im Unternehmensregister bekannt machen lassen.

6. Pillar 2 - Mindeststeuergesetz

Der Paramount Global Inc., New York, USA-Konzern fällt in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MinStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Die Bestimmung des effektiven Steuersatzes nach dem MinStG ist sehr komplex und beinhaltet eine Vielzahl von spezifischen Anpassungen. Da das MinStG für das Geschäftsjahr 2023 für die VIMN Germany GmbH, Berlin noch keine Anwendung findet, entsteht für das Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG.

7. Nachtragsbericht

Weitere Ereignisse, die für den Jahresabschluss 2023 von Bedeutung sind, fanden bis zum Aufstellungszeitpunkt nicht statt.

8. Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, den 31. Januar 2025

Susanne Schildknecht, Geschäftsführerin

Michael Keidel, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 01.01.2023 - 31.12.2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umgliederungen
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u. Werten 23.342.988 10.252.704 10.626.664 82.342 23.051.370
2. Geleistete Anzahlungen 82.342 9.875 0 -82.342 9.875
23.425.330 10.262.579 10.626.664 0 23.061.245
II. Sachanlagen
1. Einbauten in gemieteten Räumen 848.870 0 0 0 848.870
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.559.054 16.752 0 0 3.575.806
4.407.924 16.752 0 0 4.424.676
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 485.914 0 0 0 485.914
485.914 0 0 0 485.914
28.319.168 10.279.331 10.626.664 0 27.971.835
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u. Werten 16.462.471 9.032.584 10.626.664 14.868.391
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
16.462.471 9.032.584 10.626.664 14.868.391
II. Sachanlagen
1. Einbauten in gemieteten Räumen 807.002 40.867 0 847.869
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.660.183 220.729 0 2.880.912
3.467.185 261.596 0 3.728.781
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0 0 0 0
0 0 0 0
19.929.656 9.294.180 10.626.664 18.597.172
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u. Werten 8.182.979 6.880.517
2. Geleistete Anzahlungen 9.875 82.342
8.192.854 6.962.859
II. Sachanlagen
1. Einbauten in gemieteten Räumen 1.001 41.868
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 694.894 898.871
695.895 940.739
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 485.914 485.914
485.914 485.914
9.374.663 8.389.512

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die VIMN Germany GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VIMN Germany GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VIMN Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 31. Januar 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Philipp Medrow, Wirtschaftsprüfer

ppa. Katharina Schubert, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 26.02.2025 festgestellt.

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