Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 734137
Vorher
ATAC AGMessmotech AG
Eingetragen
23.6.2010
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Design, Beratungs- und Entwicklungsleistungen, insbesondere für die Bereiche Automobil, Luft- und Raumfahrt, Erstellung von Prototypen und Musterteilen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Joseph Ewers
seit 29.3.2023
Prokura
Marius Müller
seit 11.5.2021
Geschäftsführer
Jürgen Adam Müller
seit 6.10.2015
Vorsitzender des Vorstands

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Silberform Aktiengesellschaft

Weil der Stadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023 vom 01.01.2023 - 31.12.2023

Silberform Aktiengesellschaft, Industriestraße 16 71263 Weil der Stadt

Inhalt

1 Grundlagen des Unternehmens

2 Wirtschaftsbericht

3 Prognosebericht

4 Chancen- und Risikobericht

5 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

6 Bericht über Zweigniederlassungen

7 Beteiligungen

1 Grundlagen des Unternehmens

11 Geschäftsmodell des Unternehmens

Das Leistungsspektrum der Silberform Aktiengesellschaft umfasst die Entwicklung und Herstellung von Prototypen und Kleinserien für die Automobil- und Luftfahrtindustrie, sowie die Erstellung von Designmodellen und Präsentationsfahrzeugen und Ingenieursdienstleistungen.

Dies geschieht an Betriebsstätten in Weil der Stadt und Renningen. Darüber hinaus leistet das Unternehmen Dienstleistungen im Bereich Personalwesen, Vertrieb, Controlling und Finanzen für die Tochtergesellschaften. Die Silberform Aktiengesellschaft vermarktet weiterhin teilweise die Dienstleistungen und Produkte der Silberform Sp. z o.o. in Krakau (Polen), der Silberform tools & parts GmbH und der Silberform CREATIVE EXPERIENCE GmbH.

Zu den Kunden zählen insbesondere die deutschen Automobilhersteller, die Zulieferindustrie der Automobil- und Luftfahrt sowie Systemlieferanten und Werkzeugbauer in diesen Branchen.

Beständigkeit, Vertrauen und Investitionen in die Zukunft lassen unsere Kundenbeziehungen wachsen und sind für die Silberform Aktiengesellschaft maßgebliche Erfolgsfaktoren. Um diesen Kunden ein bestmögliches Ergebnis liefern zu können, ist ein fachspezifisches Wissen in allen Bereichen entscheidend.

Durch das hohe Maß an Spezialwissen, langjährige Erfahrung und fachübergreifende Schnittstellen im Unternehmen können die unterschiedlichen Bereiche optimal arbeiten. Langjährige Erfahrung und Vernetzung von Knowhow stellen sicher, dass Kundenwünsche individuell und maßgeschneidert erfüllt werden. Die Silberform erfüllt die Ansprüche unserer Kunden durch die Zertifizierungen ISO-9001 und TISAX hinsichtlich Sicherheit und Prozessen.

12 Modellbau

"Daten nehmen Gestalt an" ist das zentrale Motto im Bereich Modellbau. Neben virtuellen Konstruktionsmethoden ist ein dreidimensionales Modell zur Verifizierung und Erfahrung des digitalen Designs ein wichtiger Faktor in der Produkt-Entstehungskette. Die erstellten Prototypen und Modelle werden schon in frühen Stadien der Entwicklung zur Datenkontrolle sowie zur Beurteilung von Design und Funktionen herangezogen.

Im Jahr 2022 ist der Modellbau an den neuen Standort in Weil der Stadt gezogen, welcher durch umfangreiche Investitionen modernisiert und auf die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens angepasst wurden. Die Einrichtung umfasst unter anderem eine moderne Lackieranlage und mehrere Studios, die über ein modernes Sicherheits- und Zutrittskonzept projektabhängig zugänglich gemacht werden können. Auch für die folgenden Jahre sind weitere Investitionen geplant, die den Umzug der verbleibenden produzierenden Teams ermöglichen sollen.

13 Fasertechnik

Faserverbundwerkstoffe gewinnen in der Automobilbranche immer mehr an Bedeutung dank der gesetzlichen Vorgaben zur Reduktion des Kraftstoffverbrauchs. Sowohl konzeptioneller Leichtbau in Serienfahrzeugen wie auch Kleinserien für Motorsport und Prototypen greifen zunehmend auf diese Werkstoffe zurück. Die Silberform Aktiengesellschaft unterstützt ihre Kunden auf diesem Gebiet von der Konstruktion über die Fertigung der Werkzeuge bis hin zum fertigen Bauteil.

Weiterhin findet der Werkstoff konzeptionell im Bereich des Modellbaus zunehmende Verwendung, um Kosten und Gewicht einzusparen. Die Silberform Aktiengesellschaft entwickelt in Zusammenarbeit mit ihren Kunden neue, innovative Konzepte in diesen Bereichen.

14 Designentwicklung

Der Bereich Designentwicklung wurde bereits zum 01.02.2020 in die Silberform CREATIVE EXPERIENCE GmbH ausgegründet. Die Silberform CREATIVE EXPERIENCE GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Silberform Aktiengesellschaft. Auch im Jahr 2023 wurden diese Umfänge aufgrund von bestehenden Rahmenverträgen über die Silberform Aktiengesellschaft angeboten und an die Tochterunternehmen Silberform CREATIVE EXPERIENCE GmbH und Silberform Sp. z o.o. in Krakau unterbeauftragt.

Die CAS-Abteilung (Computer-Aided Styling) bildet die Brücke zwischen der Design- und Konstruktionsabteilung. Der "Strak" eines Fahrzeuges ist die geometrische Darstellung aller kundensichtbaren Oberflächen im Interieur und Exterieur. Die Silberform Aktiengesellschaft und die verbundenen Unternehmen setzen mehrere CAS-Systeme ein. Das Ergebnis sind Freiformflächen höchster Güte (Class A), die den technischen und ästhetischen Forderungen gerecht werden. Die vom Strak erstellten Flächen werden im nachfolgenden Konstruktionsprozess in der Silberform Aktiengesellschaft zu vollständigen Bauteilen modelliert.

Im Rahmen der Digitalisierung werden immer mehr Modelle und Prototypen virtuell erstellt. Die Silberform hat hierauf reagiert, eigene Expertise aufgebaut und bietet heute unter Einsatz von AR ("augmented reality") und VR ("virtual reality") virtuelle Produktgestaltung und -absicherung an.

15 Forschung und Entwicklung

Die Automobilhersteller bieten eine breite Produktpalette an, um den steigenden Anforderungen seitens der Kunden gerecht zu werden. Außerdem führen wachsende technologische Anforderungen und gesetzliche Rahmenbedingungen (u.a. zur Elektrifizierung der Fahrzeuge) zu verstärkten Entwicklungsanstrengungen. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stellen in dieser Branche einen wichtigen Erfolgsfaktor dar, denn Innovationen und attraktives Design führen zu einem Wettbewerbsvorteil und sichern Marktanteile.

16 Styling und Kreation

Transportation Design beschäftigt sich mit der ganzheitlichen Gestaltung von Fahrzeugen und Komponenten aller Art. Dabei sind Fragen der Ergonomie, Ökonomie und Funktionalität gleichbedeutend mit ästhetischen Anforderungen.

Multimedia ist in der Automobilbranche ein schnell wachsendes Themengebiet. Anwenderfreundliche und systemübergreifende Bedienkonzepte sind von immer stärker werdender Bedeutung. Für diese Bedien- und Anzeigekonzepte steht die Silberform Aktiengesellschaft ihren Kunden in der Gestaltung mit Kompetenz, Kreativität und Knowhow zur Seite.

17 Energielösungen

Die Silberform ENERGY SOLUTIONS GmbH hat sich auf zukunftsweisende Lösungen im Bereich der Energieversorgung und Gebäudetechnik spezialisiert. Das Leistungsspektrum umfasst die Planung, Entwicklung und Umsetzung maßgeschneiderter Energie- und Gebäudetechniklösungen. Dabei setzen wir auf modernste Technologien und nachhaltige Konzepte, um unseren Kunden auf ihre Bedürfnisse angepasste Lösungen zu bieten. Von der effizienten Energienutzung in Gebäuden bis hin zu innovativen Speicher- und Versorgungssystemen begleiten wir unsere Kunden auf dem Weg in eine umweltschonende und wirtschaftliche Energiezukunft.

2 Wirtschaftsbericht

21 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Zu Beginn des Jahres 2023 ist die deutsche Wirtschaft um 0,3 Prozent geschrumpft, was Anlass zur Sorge gibt. Der Jahreswirtschaftsbericht prognostiziert zwar eine Stabilisierung, jedoch bleibt eine deutliche Erholung aus. Die geopolitische Lage, insbesondere der anhaltende russische Angriffskrieg auf die Ukraine, belastet die wirtschaftliche Situation zusätzlich. Trotz der Maßnahmen zur Senkung der Energiepreise und Eindämmung der Inflation sind diese weiterhin auf einem hohen Niveau. Der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Dr. Robert Habeck, erläutert im Jahreswirtschaftsbericht, dass viele der wirtschaftlichen Probleme Deutschlands hausgemacht sind und sich über Jahre angestaut haben, z.B. durch übermäßige Bürokratie und unzureichende öffentliche Investitionen.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Jahreswirtschaftsbericht 2024, Stand: Januar 2024

Nach der historisch hohen Inflationsraten von durchschnittlich 6,9 Prozent im Vorjahr, betrug diese im Jahr 2023 um 5,9 Prozent und ist somit nach wie vor auf einem sehr hohen Stand. Dr. Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, sagte dazu: "Die Teuerung für das Jahr 2023 wurde wie im vorangegangenen Jahr von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation beeinflusst, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen prägte. [...] Zudem zeigten sich im Jahresverlauf in den monatlichen Inflationsraten auf der Verbraucherebene Sondereffekte auch infolge der umgesetzten Entlastungsmaßnahmen." So milderten die Entlastungsmaßnahmen die Teuerung von Energie im Jahresverlauf 2023 teilweise ab.

Quelle: DESTATIS (Statistisches Bundesamt); Pressemitteilung Nr.020 vom 16. Januar 2024, Stand: Januar 2024

22 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Exportzahlen von Personenkraftwagen deutscher Automobilhersteller sind 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent gestiegen.

Im Jahr 2023 wurden 2,85 Millionen Personenkraftwagen (PKW) neu zugelassenen, was einen Anstieg um 7 Prozent im Vergleich zum Jahr 2022 darstellt. Im Schnitt stieg die Anzahl der Neuzulassungen für die deutschen Konzernmarken im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent.

Quelle: https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/export, Stand: Mai 2024

Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd: Insbesondere in Europa und anderen Regionen weltweit gibt es aufgrund geopolitischer und gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten eine gedämpfte Nachfrage und ein langsames Wirtschaftswachstum. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise belasten die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Im europäischen Pkw-Markt (EU, EFTA und UK) wurden im Jahr 2023 über 12,8 Millionen neue Fahrzeuge zugelassen, was einem Anstieg von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dennoch verläuft die Erholung nur zögerlich: Der Markt liegt nach wie vor knapp 19 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2019.

Quelle: https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/240118_PM_Internationale-Pkw-M-rkte-im-Jahr-2023-mit-kr-ftigem-Wachstum, Stand: Januar 2024

In einer Pressemitteilung des VDA wurde das Stimmungsbild in der deutschen Automobil- und zulieferindustrie wie folgt beschrieben: "Die Automobilindustrie befindet sich in der größten Transformation ihrer Geschichte. Die Umstellung von Verbrennungsmotoren auf alternative Antriebe, Digitalisierung und nachhaltige Produktion müssen zeitgleich erfolgreich gemeistert werden. Der Investitionsbedarf ist enorm [...]." In einer Studie vom März 2024 mit 74 deutschen Automobilzulieferern zeigte sich darüber hinaus, dass aktuelle Finanzierungshürden viele der Unternehmen existentiell bedrohen. Die Mehrheit der befragten Unternehmen berichtet außerdem von einer rückläufigen (43 Prozent) oder stagnierenden (21 Prozent) Profitabilität. "Die Lage in der Automobilzuliefererindustrie ist höchst angespannt", sagt VDA-Geschäftsführer Oliver Rade.

Quelle :https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/240311_PM_Studie_Finanzierung_Zulieferer_Oliver_Wyman_2024, Stand: März 2024

Jedes dritte Unternehmen des automobilen Mittelstands plant eine Investitionsverlagerung ins Ausland. Als Gründe werden unter anderem das hohe Maß an Bürokratie und die Strom- und Gaspreise genannt. "Die Transformation sowie der sich verschärfende internationale Wettbewerb fordern insbesondere die Unternehmen des automobilen Mittelstandes stark. [...] Umso wichtiger ist es, dass die Unternehmen durch die richtigen politischen Rahmenbedingungen unterstützt und im internationalen Wettbewerb gestärkt werden.", so VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Arndt G. Kirchhoff (Vorsitzender des Beirats der KIRCHHOFF Gruppe und VDA-Vizepräsident) beschreibt den automobilen Mittelstand als "in puncto Bürokratie an der absoluten Belastungsgrenze". Er betont, dass beim Bürokratieabbau durch die Politik deutlich stärker als bisher auch der industrielle Mittelstand berücksichtigt werden müsse.

Quelle: https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/240605_PM_Automobiler-Mittelstand_Mehr-als-jedes-dritte-Unternehmen-plant-Investitionsverlagerung-ins-Ausland, Stand: Juni 2024

23 Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung:

Im Geschäftsjahr 2023 stieg der Umsatz um 7,0% (von 16.841 T€ auf 18.016 T€). Nach Berücksichtigung der Bestandsveränderung für in Arbeit befindliche Aufträge beträgt der Anstieg der Gesamtleistung noch 6,7 Prozent (Gesamtleistung 2021: 12.246 T€; 2022: 16.875; 2023: 18.010 T€).

Aufwandskennzahlen:

Im Vergleich zum Vorjahr stellen sich die Aufwandskennzahlen im Geschäftsjahr 2023 wie folgt dar: Der produktionsbezogene Aufwand reduzierte sich um 2,5 Prozent auf 10.336 T€ (Vorjahr 10.596 T€). Der Personalaufwand hingegen stieg um 9,4 Prozent auf 3.853 T€ (Vorjahr 3.522 T€). Die Personalaufwandsquote stieg infolgedessen von 20,9 Prozent auf 21,4 Prozent.

Die Gesamtinvestitionssumme im Geschäftsjahr 2023 betrug 1.893 T€ (Vorjahr 1.384 T€). Die Hauptinvestitionen waren Immaterielle Vermögensgegenstände, Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau, schwerpunktmäßig für den Umzug nach Weil der Stadt und die darauf folgenden Um- und Ausbauten.

Die Abschreibungen auf Anlagevermögen stiegen dadurch deutlich im Vergleich zum Vorjahr von 474 T€ auf 656 T€ in 2023.

Des Weiteren hat Silberform Assets in Form von anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und Finanzanlagen mit einem Buchwert von insgesamt 1.141 T€ veräußert.

Die Abschreibungsquote bezogen auf den Umsatz betrug 3,6 Prozent (im Vergleich zu 2,8 Prozent im Vorjahr). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 2.679 T€ (Vorjahr 2.502 T€). Sie stiegen im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 7,1 Prozent.

Betriebsergebnis:

Im Geschäftsjahr 2023 entstand ein Jahresüberschuss in Höhe von 2.123 T€. Im Vorjahr wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.452 T€ erwirtschaftet.

Ergebnis nach Steuern:

Das Ergebnis nach Steuern belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 2.126 T€ (Vorjahr 1.439T€).

Eigenkapitalbasis:

Die Eigenkapitalquote der Silberform Aktiengesellschaft liegt am Ende des Geschäftsjahres bei 87,0 Prozent (Vorjahr 71,8 Prozent). Mit dieser Kennzahl gehört die Silberform Aktiengesellschaft zu den substanzstarken Unternehmen der Automobilbranche.

Cashflow:

Am Ende des Geschäftsjahres 2023 beträgt der Finanzmittelfond 922 T€ (Vorjahr 272 T€). Der Cashflow war somit im Geschäftsjahr mit 650 T€ positiv. Aus der operativen Geschäftstätigkeit resultierte ein Cashflow in Höhe von 1.525 T€, aus der Investitionstätigkeit ein Cashflow in Höhe von -328T€ und aus der Finanzierungstätigkeit ein Cashflow in Höhe von -547 T€. Der operative Cashflow ist die Folge des positiven Jahresergebnisses.

Investitionen:

Die Investitionen in Sachanlagen sind gegenüber dem Vorjahr um 155 T€ gestiegen und belaufen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 1.528 T€ (Vorjahr 1.373 T€). Im Detail erklären sich diese schwerpunktmäßig, durch 699 T€ Investitionen in andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und 589 T€ in geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau.

Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (Software) in Höhe von 365 T€ getätigt. In Finanzanlagen wurde nicht investiert. (Vorjahr 11 T€).

24 Lage

Ertragslage:

Die Hauptertragsquellen der Silberform Aktiengesellschaft sind die Herstellung von Designmodellen und Showcars, die Entwicklung und Fertigung von Maschinen, Werkzeugen und Anlagen und klassische Ingenieursdienstleistungen für die Fahrzeughersteller.

Die Aufwendungen für die Herstellung der Produkte (Materialaufwand) haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent reduziert. Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 9,4 Prozent erhöht.

Finanzlage:

Zur Sicherstellung der Liquidität wurde im Herbst 2012 vorsorglich ein Factoring System eingeführt. Dank der stabilen wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens und der Erhöhung des Bestands an Finanzmitteln wurde die Entscheidung getroffen, das Factoring-System zum Stichtag 30.06.2023 zu beenden. Durch regelmäßige interne Liquiditätsprognosen können eventuell entstehende Engpässe frühzeitig erkannt werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten machen 1,72 Prozent der Bilanzsumme aus. Der Rückgang dieser Verbindlichkeiten um 167 T€ im Vergleich zum Vorjahr beruht im Wesentlichen auf Tilgung von Darlehen in Höhe von 167 T€.

Zwecks Finanzierung der Absatzgeschäfte bedient sich die Silberform Aktiengesellschaft der eingeräumten Kreditlinien der Banken.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 3,5 Prozent (Vorjahr 4,2 Prozent) der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten können innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zum Bilanzstichtag durch die liquiden Mittel gedeckt.

Vermögenslage:

Die Bilanzsumme ist in 2023 im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um 0,3 Prozent auf 12.102 T€ (Vorjahr 12.145 T€) gesunken.

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um 96 T€ auf 4.536 T€ gestiegen. Das Verhältnis zur Bilanzsumme beträgt 37,5 Prozent (Vorjahr 36,6 Prozent).

Das Umlaufvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um 188 T€ auf 7.459 T€ gesunken. Das Verhältnis zur Bilanzsumme beträgt 61,6 Prozent (Vorjahr 63,0 Prozent).

Die sonstigen Aktiva betragen 107 T€ (Vorjahr 58 T€). Das Verhältnis zur Bilanzsumme beträgt 0,9 Prozent.

Das Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr ergebnisbedingt um 1.733 T€ auf 10.491 T€ gestiegen. Das Verhältnis zur Bilanzsumme beträgt 86,7 Prozent.

Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 495 T€ auf 485 T€ gesunken. Das Verhältnis zur Bilanzsumme beträgt 4,0 Prozent.

Die Verbindlichkeiten sind mit einer Höhe von 1.098 T€ deutlich geringer als im Vorjahr (2.448 T€). Dies beruht unter anderem auf dem Abbau von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 700 T€. Das Verhältnis zur Bilanzsumme beträgt 9,1 Prozent (Vorjahr 20,2 Prozent).

Insgesamt haben sich die vorgenannten Bilanzrelationen insbesondere durch den Abbau von Verbindlichkeiten und Rückstellungen sowie das Jahresergebnis positiv verändert.

Die Vermögenslage der Gesellschaft wird durch den Vorstand insgesamt als gut beurteilt.

Gesamtbeurteilung:

Nach einer mehrjährigen angespannten Wirtschaftssituation war im Jahr 2023 eine leichte Entspannung spürbar. Durch die weiterhin konsequent umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen sowie mehrere erfolgreiche Großprojekte im Modell- und Prototypenbau konnte ein in Summe sehr positives Ergebnis erzielt werden.

Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage trotz des positiven Jahresergebnisses als herausfordernd. Die internationale politische Unsicherheit, die strengen gesetzlichen Anforderungen bezüglich Emissionen an Automobilhersteller und die rückläufigen Exportzahlen führen zu einer weiterhin verhaltenen Auftragsvergabe der Hauptkunden des Unternehmens.

Mit einer Eigenkapitalquote von 86,7 Prozent (Vorjahr 71,8 Prozent) steht die Silberform Aktiengesellschaft auf einer ausreichenden finanziellen Basis. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft sind durch die getätigten Investitionen in den neuen Standort Weil der Stadt, den Kompetenzaufbau und nachhaltige Kundenbeziehungen geschaffen. Somit sind die Zukunftsperspektiven des Unternehmens als in Summe positiv zu bewerten.

25 Finanzielle Leistungsindikatoren

Hauptkennzahlen für die interne Unternehmenssteuerung sind die Gesamtleistung pro Mitarbeiter, der Rohertrag pro Mitarbeiter und das Verhältnis Gesamtkosten zu Gesamtleistung. Im Jahr 2023 wurden durchschnittlich 52 Mitarbeiter beschäftigt, davon 13 kaufmännische Angestellte, 38 technische Angestellte und 1 Werkstudent. Darüber hinaus waren im Jahr 2023 durchschnittlich acht Auszubildende bei der Silberform Aktiengesellschaft tätig.

Die Gesamtleistung pro Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 346 T€ (338 T€ im Vorjahr) und ist damit um 8 T€ gestiegen.

Der Rohertrag im Unternehmen beläuft sich auf 7.674 T€ und ist insbesondere aufgrund der durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen hinsichtlich Effizienzsteigerung, Kostenreduktionen und Optimierung der Wertschöpfungsketten um 1.394 T€ höher als im Vorjahr. Der Rohertrag pro Mitarbeiter liegt bei 148 T€ (Vorjahr: 126 T€).

Das Verhältnis der operativen Gesamtkosten ohne Materialaufwand zur Gesamtleistung beträgt im Berichtszeitraum 32,5 Prozent (Vorjahr 32,6 Prozent).

3 Prognosebericht

Die Prognose für die deutsche Wirtschaft bleibt unsicher, da nach wie vor hohe Risiken bestehen. Diese sind insbesondere der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine und dessen wirtschaftliche Folgen und die anhaltend hohen Energie- und Verbraucherpreise. Die Automobilbranche befindet sich darüber hinaus in einer historisch einzigartigen Transformationsphase. Durch neue gesetzliche Anforderungen an die Antriebssysteme und alternative Mobilitätskonzepten verändert sich der Produktentstehungsprozess über die ganze Wertschöpfungskette der Automobilindustrie. Dazu entsteht eine massive Konkurrenz durch Automobilhersteller aus dem asiatischen Raum, insbesondere China.

Trotz der Doppelbelastung durch die Standorterschließung in Weil der Stadt und Verlagerungsaufwendungen für den Umzug verlief das Geschäftsjahr 2023 für die Silberform Aktiengesellschaft positiv. Der Standort Renningen (Formenbau, Fräs- und Fasertechnik) wird im Laufe des ersten Halbjahres 2025 komplett aufgelöst und in ein neues Technologiezentrum in unmittelbarer Nähe des Hauptstandorts Industriestr. Weil der Stadt verlagert.

Es zeichnet sich ab, dass die Restrukturierungsmaßnahmen der vergangenen Geschäftsjahre sowie die Investitionen in einen zukunftsfähigen Standort eine positive Wirkung zeigen.

Es wird erwartet, dass das Unternehmen auf die wachsenden Herausforderungen gut vorbereitet ist und langfristig profitabel bleibt. Das Unternehmen wird voraussichtlich eine stabile Bilanzstruktur beibehalten, mit einer angemessenen Eigenkapitalquote und einer niedrigen Verschuldung. Diese positiven Prognosen der Leistungsindikatoren zeigen, dass die Silberform auf einem guten Weg ist, um langfristig erfolgreich zu sein.

Die Silberform Aktiengesellschaft erwartet aufgrund des Umbruchs in der Automobilbranche für das Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Vorjahr einen leichten Rückgang der Umsatzerlöse und einen leichten Rückgang des Ergebnisses.

4 Chancen- und Risikobericht

41 Risikobericht

Branchenspezifische Risiken:

Das Stimmungsbild des automobilen Mittelstands ist angespannt. Ein hohes Maß an Bürokratie, hohe Energiepreise, erschwerte Finanzierungsmöglichkeiten und zugleich hoher Investitionsbedarf zur Begleitung der automobilen Transformation stellt die Unternehmen vor eine enorme Herausforderung. Viele Unternehmen erwägen aufgrund dessen eine Investitionsverlagerung ins Ausland.

Auch aktuelle Studienergebnisse im automobilen Mittelstand deuten auf eine Unzufriedenheit mit der politischen Lage hin: 80 Prozent der Unternehmen sind der Ansicht, dass die Handelspolitik der EU nicht zum Wohl des industriellen Mittelstands beiträgt. Zudem erwarten 82 Prozent durch zunehmende Handelskonflikte negative Auswirkungen auf ihr Unternehmen. Obwohl die Bundesregierung das Problem anerkennt, dass das hohe Maß an Bürokratie und sowie mangelnde Investitionen des Staats zur aktuellen Situation geführt hat, ist aktuell noch nicht absehbar, wie effektiv die geplanten Maßnahmen zur Erleichterung der deutschen Wirtschaftslage sein werden.

Quellen: https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/240605_PM_Automobiler-Mittelstand_Mehr-als-jedes-dritte-Unternehmen-plant-Investitionsverlagerung-ins-Ausland, Stand: Juni 2024; Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Jahreswirtschaftsbericht 2024, Stand: Januar 2024

Ertragsorientierte Risiken:

Die Wettbewerbsrisiken haben stark zugenommen. Da die Silberform Aktiengesellschaft Kundenbeziehungen nachhaltig und auf einer Vertrauensbasis aufgebaut, die Produkte konsequent auf die Bedürfnisse des Marktes ausgerichtet und durch zielgerichtete Investitionen modernste Fertigungsmöglichkeiten hat, existiert ein Kosten- und Wettbewerbsvorteil. Daher ist davon auszugehen, dass die Marktanteile der Silberform Aktiengesellschaft mittelfristig gehalten werden können. Möglicherweise sind jedoch im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen, Produktentwicklungen und Kompetenzaufbauten außerordentliche Zusatzkosten in wesentlicher Höhe erforderlich.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Das Unternehmen verfügt zum Jahresende über ausreichend finanzielle Reserven.

Risikomanagement:

Der sorgsame Umgang mit potenziellen Risiken besitzt innerhalb des Unternehmens einen hohen Stellenwert. So wurde ein datenbankbasiertes System entwickelt und installiert, das die Silberform Aktiengesellschaft unterstützt, Risiken frühzeitig zu erkennen und Risikopositionen zu optimieren. Dieses System wird fortlaufend an die Rahmenbedingungen angepasst und weiterentwickelt.

Hierdurch werden die Geschäftsleitung und der Aufsichtsrat in die Lage versetzt, rechtzeitig auf Veränderungen am Markt zu reagieren und Entscheidungen zum Schutz des Unternehmens zu treffen.

Gesamtrisiko:

Zusammenfassend ergibt die Risikoanalyse auf Basis der heute bekannten Informationen ein befriedigendes Ergebnis. Risiken mit einem existenzgefährdenden Schadens- und Gefährdungspotenzial für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind derzeit nicht erkennbar.

42 Chancenbericht

Auf der Beschaffungs- und Produktionsseite kann die Silberform Aktiengesellschaft auf ein breites Lieferanten- und Kooperationsnetzwerk zurückgreifen. Die hohen Qualitätsansprüche werden durch gezielte Qualifikation der Mitarbeiter, Lieferanten und Partner sowie durch Qualitätskontrollen sowohl bei unseren Lieferanten wie auch in den eigenen Geschäftsräumen garantiert. Die Zertifizierung aller Geschäftsprozesse nach ISO 9001 seit dem 2. Halbjahr 2014 hat diese Entwicklung wesentlich befördert. Im Jahr 2017 wurde die erfolgreiche Zertifizierung nach ISO 9001:2015 und in 2018 TISAX durchgeführt. Durch die Veränderungen wie Digitalisierung entstehen neue Dienstleistungsbereiche mit hohem Innovations- und Ergebnispotential.

Dem Wettbewerb am Markt und dem zunehmenden Preisdruck begegnet die Silberform Aktiengesellschaft durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und einem hohen Maß an Qualität.

Durch die Marktbereinigung, verursacht durch den Ausstieg vieler unserer Marktbegleiter, verteilt sich das Marktpotenzial auf deutlich weniger Anbieter. Dies führt zu einer verbesserten Preissituation, was sich positiv auf die Ertragskraft des Unternehmens auswirkt.

43 Gesamtaussage

Mittelfristiger Ausblick - wirtschaftliche Entwicklung Deutschland:

Nachdem die Wirtschaft im aktuellen Jahr um 0,3 Prozent geschrumpft ist, wird für das Jahr 2024 gegenwärtig mit einem leichten preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,2 Prozent gerechnet.

Der Umschwung zur E-Mobilität, die angespannte politische Situation, das hohe Maß an Bürokratie und die wachsenden Energiepreise stellen die Automobilindustrie und damit auch die Silberform Aktiengesellschaft vor große Herausforderungen. Gleichzeitig muss auf Basis der immer vielfältiger eingesetzten künstlichen Intelligenz regelmäßig die Zukunftsfähigkeit von Dienstleistungen und Produkten evaluiert werden.

5 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Silberform Aktiengesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Silberform Aktiengesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und Kreditlinien der Banken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Silberform Aktiengesellschaft ist die Sicherung des Unternehmens gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen aktuellen Überblick über die Liquiditätsab- und -zugänge vermittelt.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Weiterhin erhält die Silberform Aktiengesellschaft bei Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung eine Prüfung der Bonität des Kunden.

6 Bericht über Zweigniederlassungen

Der Unternehmenssitz wurde nach Weil der Stadt verlagert. Der Standort Renningen wird somit als Zweigniederlassung geführt.

7 Beteiligungen

Zum Stichtag 31.03.2024 wurden alle Anteile des Unternehmens "APM Personal Service GmbH" verkauft.

Das Unternehmen hält zum 31.12.2023 Beteiligungen an folgenden Unternehmen:

- Silberform CREATIVE EXPERIENCE GmbH (100 Prozent)

- Silberform Digital GmbH (100 Prozent)

- Silberform ENERGY SOLUTIONS GmbH (45 Prozent, ab 12/2022)

- Silberform North America Inc. (USA) (100 Prozent)

- Silberform Real Estate GmbH (100 Prozent)

- Silberform tools & parts GmbH (100 Prozent)

- Silberform Sp. z o.o. (Polen) (100 Prozent)

 

Weil der Stadt, 31.10.2024

Jürgen Müller, Vorstandsvorsitzender

Marius Müller, Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.535.813,66 4.439.536,52
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 319.841,00 2.508,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 319.840,00 2.507,00
II. Sachanlagen 3.468.804,82 2.559.860,68
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 239.249,00 302.362,00
2. technische Anlagen und Maschinen 627.666,00 618.270,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.936.304,15 1.051.747,82
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 665.585,67 587.480,86
III. Finanzanlagen 747.167,84 1.877.167,84
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 586.100,00 586.100,00
2. Beteiligungen 161.067,84 1.291.067,84
B. Umlaufvermögen 7.459.350,38 7.647.365,61
I. Vorräte 870.502,99 609.817,65
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.666.834,42 6.765.557,99
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.499.111,42 3.497.693,67
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.616.803,96 2.212.318,57
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 100.424,07
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 100.000,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.067.298,93 3.267.864,32
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 100.000,00 -3.000.000,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 922.012,97 271.989,97
C. Rechnungsabgrenzungsposten 106.869,78 58.089,01
davon Disagio 1.600,00 2.800,00
Summe Aktiva 12.102.033,82 12.144.991,14

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 10.490.910,84 8.717.641,08
I. Gezeichnetes Kapital 7.000.000,00 7.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 192.044,48
III. Bilanzgewinn 3.298.866,36 1.717.641,08
davon Gewinnvortrag 1.367.641,08 265.603,88
B. Rückstellungen 484.849,98 979.505,74
C. Verbindlichkeiten 1.098.261,29 2.447.844,32
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 208.327,00 374.995,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 151.851,57 1.111.537,74
3. sonstige Verbindlichkeiten 738.082,72 961.311,58
D. Rechnungsabgrenzungsposten 28.011,71
Summe Passiva 12.102.033,82 12.144.991,14

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.465.496,70 7.102.401,20
2. Personalaufwand 3.853.111,25 3.522.081,64
a) Löhne und Gehälter 3.173.944,40 3.004.228,21
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 679.166,85 517.853,43
davon für Altersversorgung 179,08
3. Abschreibungen 655.656,45 680.657,80
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 655.656,45 473.491,14
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 207.166,66
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.679.040,95 2.501.960,67
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.321,68 711,25
5. Erträge aus Beteiligungen 500.000,00 1.246.475,77
davon aus verbundenen Unternehmen 500.000,00 1.246.475,77
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 61.254,46 41.070,42
davon aus verbundenen Unternehmen 54.576,17 35.070,42
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 29.930,02 21.927,71
davon an verbundene Unternehmen 11.666,68 2.916,67
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -317.340,47 224.451,13
9. Ergebnis nach Steuern 2.126.352,96 1.438.868,44
10. sonstige Steuern 3.083,20 -13.168,76
11. Jahresüberschuss 2.123.269,76 1.452.037,20
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.367.641,08 265.603,88
13. Einstellungen in Gewinnrücklagen 192.044,48
a) in die gesetzliche Rücklage 192.044,48
14. Bilanzgewinn 3.298.866,36 1.717.641,08

Anhang für das Geschäftsjahr 2023 vom 01.01.2023 - 31.12.2023

Silberform Aktiengesellschaft, Industriestraße 16 71263 Weil der Stadt

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Silberform Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Weil der Stadt. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 734137 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss ist unter Beachtung der für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend wurden die Regelungen des Aktiengesetzes beachtet.

Der Jahresabschluss wurde grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) gegliedert. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer (§§ 253 I 1, III i.V.m. 255 I HGB). Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen (§ 253 III 5 HGB).

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren vorgenommen. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Der aktivierte Firmenwert wurde entsprechend seiner geschätzten Nutzungsdauer von acht Jahren abgeschrieben. Diese Nutzungsdauerschätzung ist durch die Laufzeit wichtiger Absatzverträge des erworbenen Unternehmens begründet.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen 2 und 21 Jahren.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 II a EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten (§ 253 IV HGB) angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst, § 255 II 2 HGB) bewertet, sofern nicht nach § 253 IV HGB um noch anfallende Aufwendungen geminderte Verkaufswerte anzusetzen sind (niedrigerer beizulegender Wert, §§ 253 IV i.V.m. 255 IV HGB). Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 I HGB).

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung der Deutschen Bundesbank abgezinst (§ 253 II HGB).

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt (§ 253 I 2 HGB).

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagespiegel zum 31. Dezember 2023

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit € 1.616.803,96 auf ausgereichte Darlehen und mit € 848.667,56 auf Lieferungen und Leistungen sowie Verrechnungskonten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen in Höhe von € 1.762.153,96 (Vorjahr: € 2.359.558,57).

3. Aktive Rechnungsabgrenzung

Hierin enthalten ist ein Disagio von € 1.600,00 (Vorjahr: € 2.800,00).

4. Eigenkapital

Im Bilanzgewinn von € 3.298.866,36 ist ein Gewinnvortrag von € 1.367.641,08 enthalten.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

in T€
Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen 16,3
Abschluss- und Prüfungskosten 39,5
Personalkosten 94,8
Aufsichtsratvergütung 12,5
Tantiemen 220,0
Andere Rückstellungen 14,0
Summe Rückstellungen: 397,1

6. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel

Stand 31.12.2023
in T€
Restlaufzeit bis 1 Jahr
in T€
Restlaufzeit 1-5 Jahre
in T€
Restlaufzeit über 5 Jahre
in T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 208 167 41 0
Vorjahr: 375 167 208 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 53 53 0 0
Vorjahr: 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegen Beteiligungsunternehmen 424 424 0 0
Vorjahr: 506 506 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 152 152 0 0
Vorjahr: 1.112 1.112 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 262 262 0 0
Vorjahr: 455 455 0 0

Es bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von T€ 41 (Vorjahr: T€ 208).

Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit € 151.851,57 auf Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen und Verrechnungskonten.

7. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Auf die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen und/oder geographisch bestimmten Märkten wird gemäß § 288 II HGB verzichtet.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 679,29 (Vorjahr: € 337,40) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge aus der Veräußerung von immateriellen Vermögensgegenständen, Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens sowie Finanzanlagevermögen in Höhe von insgesamt € 370.212,00 enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 1.321,68 (Vorjahr: € 711,25) enthalten.

8. Sonstige Pflichtangaben

8.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Höhe der Verpflichtung T€
Mietverträge Immobilien 3.932
Leasingverträge 180

Bei den vorgenannten sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich auch um außerbilanzielle Geschäfte (§ 285 (3) HGB). Diese wurden abgeschlossen, da sie einen positiven Effekt auf die Liquidität der Gesellschaft haben. Wesentliche Risiken daraus bestehen aus der Sicht des Vorstands nicht.

8.2 Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich beschäftigt:

1. Vorstandsmitglieder: 2

2. Arbeitnehmer: 52 (Angestellte)

3. Die Mitarbeiter sind den Geschäftsbereichen wie folgt zugeordnet:

o Administration: 10

o Projektmanagement & Beschaffung: 7

o Modell- und Prototypenbau: 35

1. Auszubildende: 8

8.3 Vorschüsse an Organmitglieder

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Vorschüsse an Organmitglieder.

9. Mitglieder und Unternehmensorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörte folgende Person dem Vorstand an:

Jürgen Müller, Konstrukteur

Marius Müller, Technischer Produktdesigner

Mitglieder des Aufsichtsrats:

Name Vorname Beruf Position
Nagel Bernd Dipl.-Kaufmann Vorsitzender des Aufsichtsrats
Dahm Horst Pensionär Stellvertretender Vorsitzender
Müller Claudia Kfm. Angestellte Mitglied des Aufsichtsrats

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrats wird gemäß § 286 IV HGB verzichtet.

10. Angaben zum Anteilsbesitz

Beteiligung
%
31.12.2023 Eigenkapital
T€
2023 Ergebnis
T€
Ausland Silberform Sp. z o.o., Krakau, Polen 100 1.394 704
Silberform North America Inc., Haymarket (VA), USA 100 38 9
Inland Silberform tools & parts GmbH, Weil der Stadt 100 -436 -413
Silberform CREATIVE Experience GmbH, Weil der Stadt 100 249 49
Silberform Real Estate GmbH, Weil der Stadt 100 266 -30
Silberform Digital GmbH, Weil der Stadt 100 -22 15
Silberform ENERGY SOLUTIONS GmbH, Weil der Stadt 45 70 47

11. Gattung der Aktien

Das Grundkapital beträgt € 7.000.000,00

Das Grundkapital ist eingeteilt in 7.000.000,00 nennwertlose Stückaktien. Der Ausgabepreis je Stückaktie betrug je EUR 1,00.

12. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss in Höhe von € 2.123.269,76 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

13. Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird gemäß § 288 II HGB verzichtet.

14. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag haben sich nicht ergeben.

 

Weil der Stadt, 31.10.2024

Jürgen Müller, Vorstandsvorsitzender

Marius Müller, Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023

Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2023

Die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit, verursacht durch den Krieg in der Ukraine führte auch weiterhin zu einer verschärften Marktsituation.

Es zeichnet sich am Markt ein leicht ansteigendes Preisniveau ab.

Die Automobilbranche agiert immer noch sehr verhalten hinsichtlich neuer Baureihen und Modellen. Ein extremer Sparkurs ist angesagt. Der daraus resultierende Preisdruck setzt sich unvermindert fort. Dem gegenüber stehen konträr die stark angestiegenen Rohstoffpreise und Lieferengpässe bei Rohmaterial die sich nur schwer bei unseren Kunden umsetzen lassen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der starke Anstieg der Energiekosten, der zu erheblichen Mehrkosten führt.

Der Aufsichtsrat der Silberform Aktiengesellschaft hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Führung des Unternehmens durch den Vorstand kontinuierlich überwacht. Wesentliche Grundlage für die Erfüllung der gesetzlichen Überwachungsaufgaben waren schriftliche und mündliche Berichte des Vorstands, die regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Strategie, die Geschäftsentwicklung, Planung und Risikolage informiert haben. Der Aufsichtsrat hat im Rahmen seiner Tätigkeit darauf geachtet, dass gesetzliche Regelungen, die Satzung des Unternehmens, sowie die Geschäftsordnung des Aufsichtsrates und des Vorstands eingehalten wurden.

Durch die Verlagerung des Standortes und die Energiekrise durch den Ukrainekrieg ist eine kostenseitige Mehrbelastung entstanden.

Die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand war und ist geprägt durch einen offenen und kontinuierlichen Dialog. Insbesondere die Abstimmung zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstand erfolgte intensiv und lösungsorientiert. Wesentliche Erkenntnisse und Informationen aus diesen Gesprächen hat der Aufsichtsratsvorsitzende den Aufsichtsratsmitgliedern weitervermittelt, so dass diese in allen relevanten Angelegenheiten den gleichen Informationsstand hatten und ihnen die Gelegenheit gegeben war, ihren Rat einzubringen.

Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat überwachte während des gesamten Geschäftsjahres die Arbeit des Vorstandes und stand ihm beratend zur Seite. Hierzu ließ sich der Aufsichtsrat regelmäßig über die Geschäftsentwicklung der Silberform sowie über die aktuelle Marktlage und deren Auswirkungen auf die Silberform Aktiengesellschaft informieren.

Auf Grund der oben beschriebenen Situation in der Automobilindustrie wurden, bezüglich der gesamten Auftragssituation, die erforderlichen Maßnahmen mit dem Vorstand immer aktuell besprochen und eingeleitet. Neben der Überwachung des Geschäftsverlaufs der Silberform Aktiengesellschaft beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Entwicklung der Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Es wurden grundsätzliche Fragen zur Unternehmenspolitik beziehungsweise zur strategischen Ausrichtung, deren Umsetzung in der kurz- und mittelfristigen Planung, zum Risikomanagement und zur Finanzierungsstrategie des Unternehmens erörtert. Des Weiteren wurden die Aufsichtsräte ausführlich über die Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage, die Markt- und Wettbewerbssituation sowie die Personalsituation unterrichtet.

Im Geschäftsjahr 2023 kam der Aufsichtsrat zu vier turnusmäßigen Sitzungen, am 27.04.2023, am 02.08.2023, am 15.11.2023 und am 05.12.2023 zusammen. An allen Sitzungen war der Aufsichtsrat beschlussfähig.

Außerordentliche Geschäftsvorgänge

§ Verkauf der Gesellschaftsanteile APM Personal Service GmbH

Die Silberform Aktiengesellschaft hat ihre Gesellschaftsanteile an der APM Personal Service GmbH mit Wirkung zum 01.04.2023 veräußert.

§ Abberufung Prokurist Silberform Aktiengesellschaft

Abberufung von Reinhard Walthier als Prokurist der Silberform Aktiengesellschaft.

§ Bestellung Prokurist Silberform Aktiengesellschaft

Bestellung von Matthias Ewers als Prokurist der Silberform Aktiengesellschaft.

Prüfung des Jahresabschlusses

Die ordentliche Hauptversammlung der Silberform AG wählte am 05.12.2023 die bei der Aufsichtsratssitzung vom 15.11.2023 vorgeschlagene Neckar Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Neckartailfingen als Abschlussprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2023. Der Jahresabschluss und der Lagebericht für die Silberform Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wurden unter Einbeziehung der Buchführung vom Abschlussprüfer geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Nach Aufstellung und rechtzeitig vor der Sitzung erhielten alle Aufsichtsratsmitglieder die Abschlüsse und Lageberichte des Geschäftsjahres 2023, die Berichte des Abschlussprüfers und den Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Jahresüberschusses. Der Aufsichtsrat prüfte die Ergebnisse des Wirtschaftsprüfers in einer gemeinsamen Sitzung. Darüber hinaus beantwortete der Wirtschaftsprüfer die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats. Es ergaben sich keine Einwendungen seitens des Aufsichtsrats. Nach eigener Prüfung nahm der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Lagebericht der Silberform Aktiengesellschaft sowie den Prüfungsbericht zustimmend zur Kenntnis und billigte den Jahresabschluss. Damit wurde zugleich der Jahresabschluss festgestellt. Der Aufsichtsrat stimmte dem Vorschlag des Vorstands zu den Bilanzgewinn von EUR 3.298.866,36 zum Stichtag 31.12.2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

Dank

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Silberform Aktiengesellschaft für ihre hervorragende Arbeit in der schwierigen Marktsituation des vergangenen Jahres. Sie haben durch ihr großes Engagement zur Fortsetzung der erfolgreichen Unternehmensentwicklung beigetragen.

 

Weil der Stadt, den 15.11.2024

Bernd Nagel

Aufsichtsratsvorsitzender

Einladung / TO Hauptversammlung

Silberform Aktiengesellschaft

Sitz: Weil der Stadt

HRB 734137 AG Stuttgart

Anschrift: Industriestraße 16, 71263 Weil der Stadt

Niederschrift über die am 30.01.2025 in den Geschäftsräumen der Gesellschaft in Weil der Stadt stattgefundene ordentliche Hauptversammlung

In der Hauptversammlung waren anwesend:

1. Vom Aufsichtsrat zwei der drei Aufsichtsratsmitglieder

- Herr Bernd Nagel, Aufsichtsratsvorsitzender

- Herr Horst Dahm, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

2. Vom Vorstand die zwei Vorstandsmitglieder

- Herr Jürgen Müller, Vorstandsvorsitzender

- Herr Marius Müller, Vorstand

3. Von den Aktionären die in dem nach § 129 Abs. 1 AktG erstellten Teilnehmerverzeichnis aufgeführten Aktionäre. Der Aktionär Rudolf Meinrad Arend erteilte eine Vollmacht an den Aktionär Werner Fischer, welche zum Zeitpunkt der Hauptversammlung vorlag. Die anderen Teilnehmer nahmen vor Ort an der Versammlung teil. Das Teilnehmerverzeichnis war in der Hauptversammlung zur Einsichtnahme für die Aktionäre und deren Vertreter ausgelegt.

Von der Beifügung des Teilnehmerverzeichnisses zu dieser Niederschrift wird abgesehen. Gemäß § 129 Abs. 4 Satz 2 AktG wird die Gesellschaft bis zwei Jahre nach der Versammlung jedem Aktionär auf dessen Verlangen Einsicht in das Teilnehmerverzeichnis gewähren.

4. Als Gäste

- Herr Matthias Ewers, kaufmännischer Leiter der Silberform Aktiengesellschaft

- Herr Michael Klein, Wirtschaftsprüfer

Den Vorsitz führte der Aufsichtsratsvorsitzende. Er eröffnete die auf 14:00 Uhr einberufene Hauptversammlung um 14:01 Uhr und stellte fest:

- Ihm obliegt gemäß § 8 Nr. 8 der Satzung der Vorsitz in der Hauptversammlung.

- Die Einberufung der Hauptversammlung erfolgte durch den Vorstand der Gesellschaft mit schriftlicher Einladung vom 20. Dezember 2024.

- Die anwesenden Aktionäre sind im Aktienregister der Aktiengesellschaft eingetragen. Es handelt sich um eine Vollversammlung.

- Jede in der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft vertretene Stammaktie (Typ A) gewährt gemäß § 8 Nr. 1 Satz 1 der Satzung eine Stimme, womit 7 Millionen Stimmen zu berücksichtigen sind. Vorzugsaktien (Typ B) sind nicht ausgegeben.

- Die anstehenden Beschlussfassungen bedürfen jeweils der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen, § 8 Nr. 2 Satz 1 der Satzung.

Die Frage des Vorsitzenden, ob den laut Tagesordnung anstehenden Beschlussfassungen widersprochen wird, wurde von den Anwesenden verneint.

Der Vorsitzende bestimmte das Abstimmungsverfahren wie folgt:

- Abstimmung durch verbale Stimmabgabe nach Aufruf durch den Vorsitzenden der Hauptversammlung

Wer sich der Stimme enthalten möchte, darf weder für noch gegen den Beschlussantrag stimmen, er darf also keine Stimme abgeben.

TOP 1

Vorlage des geprüften und gebilligten Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023, des geprüften Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023, des Berichts des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023 und des Gewinnverwendungsvorschlags für das Geschäftsjahr 2023 von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorsitzende stellte fest, dass in der Hauptversammlung folgende Unterlagen ausliegen, diese Unterlagen seit dem Tag der Einberufung der Hauptversammlung in den Geschäftsräumen der Gesellschaft zur Einsichtnahme für die Aktionäre ausgelegen haben und auf Verlangen jedem Aktionär übermittelt wurden:

a) Der geprüfte und festgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023,

b) der geprüfte Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023, c) der Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023 und d) der Gewinnverwendungsvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat.

Der Vorsitzende wies darauf hin, dass

a) die durch die Hauptversammlung gewählte Neckar Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Neckartailfingen, die vorgelegten Unterlagen geprüft hat und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk zu den in lit. a) und b) genannten Unterlagen erteilt hat, b) die Unterlagen und der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands vom Aufsichtsrat in der Sitzung vom 10.12.2024 geprüft wurden, der Aufsichtsrat keine Einwendungen zu erheben hatte, und den Jahresabschluss gebilligt hat, womit der Jahresabschluss festgestellt wurde und sich der Aufsichtsrat dem vom Vorstand unterbreiteten Gewinnverwendungsvorschlag angeschlossen hat.

Der Vorstandsvorsitzende und Wirtschaftsprüfer erläuterten den Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2023 anhand einer Präsentation der wichtigsten Kennzahlen. Im Anschluss an die Zusammenfassung des Geschäftsjahres 2023 beschrieb der Vorstandsvorsitzende detailliert den aktuellen Geschäftsverlauf sowie die Chancen und Risiken für die Zukunft. Er erklärte diese Inhalte, ergänzt durch das zweite Vorstandsmitglied Marius Müller, für alle Unternehmen der Gruppe. Am Ende der Präsentation gaben die Vorstandsmitglieder einen Ausblick für das Jahr 2025 und beschrieben ausführlich die geplanten Änderungen und die Strategie der Silberform Aktiengesellschaft und deren Beteiligungen für die Zukunft.

Es wurden während der Präsentation mehrere Fragen durch die Aktionäre zu der Präsentation gestellt, die sofort durch die Vorstände beantwortet wurden.

Beschlüsse waren unter diesem Tagesordnungspunkt nicht zu fassen.

TOP 2

Beschlussfassung über die Verwendung des Jahresüberschusses für das Geschäftsjahr 2023

Der Vorsitzende stellte folgenden Vorschlag zur Verwendung des Jahresüberschusses zur Abstimmung:

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 2.123.352,96 EUR wie folgt zu verwenden: Vortrag auf neue Rechnung.

Bei der Abstimmung ergaben sich 7.000.000 Ja-Stimmen und 0 Nein-Stimmen, womit mit 100% der abgegebenen Stimmen dem Beschlussantrag zugestimmt wurde. Es gab keine Enthaltungen. Der Vorsitzende gab das rechnerische Abstimmungsergebnis bekannt und stellte fest und verkündete, dass damit der vorgeschlagenen Verwendung des Jahresüberschusses zugestimmt worden ist.

TOP 3

Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2023

Der Vorsitzende stellte folgenden Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns zur Abstimmung:

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn zu Ende des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 3.298.866,36 EUR wie folgt zu verwenden:

1. Gewinnvortrag: Vortrag auf neue Rechnung

Bei der Abstimmung ergaben sich 7.000.000 Ja-Stimmen und 0 Nein-Stimmen, womit mit 100% der abgegebenen Stimmen dem Beschlussantrag zugestimmt wurde. Es gab keine Enthaltungen. Der Vorsitzende gab das rechnerische Abstimmungsergebnis bekannt und stellte fest und verkündete, dass damit der vorgeschlagenen Verwendung des Bilanzgewinns zugestimmt worden ist.

TOP 4

Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2023

Der Vorsitzende wies auf die Stimmverbote des § 136 Abs. 1 AktG hin und stellte fest, dass im Geschäftsjahr 2023 dem Vorstand zwei Mitglieder angehörten: der Vorstandsvorsitzende Herr Jürgen Müller und das Vorstandsmitglied Herr Marius Müller. Sodann stellte er den in der Einladung bekannt gemachten Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, dem Vorstand für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen, zur Abstimmung.

Bei der Abstimmung zur Entlastung des Vorstandsvorsitzenden, Jürgen Müller, ergaben sich 3.515.675 Ja-Stimmen und 0 Nein-Stimmen, womit mit 100% der abgegebenen Stimmen dem Beschlussantrag zugestimmt wurde. Die Stimmverbote des § 136 Abs. 1 AktG wurden beachtet. Es gab keine Enthaltungen. Der Vorsitzende gab das rechnerische Abstimmungsergebnis bekannt und stellte fest und verkündete, dass damit dem Vorstandsvorsitzenden für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt worden ist.

Bei der Abstimmung zur Entlastung des Vorstandsmitglieds, Marius Müller, ergaben sich 6.940.000 Ja-Stimmen und 0 Nein-Stimmen, womit mit 100% der abgegebenen Stimmen dem Beschlussantrag zugestimmt wurde. Die Stimmverbote des § 136 Abs. 1 AktG wurden beachtet. Es gab keine Enthaltungen. Der Vorsitzende gab das rechnerische Abstimmungsergebnis bekannt und stellte fest und verkündete, dass damit dem Vorstandsmitglieds Marius Müller für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt worden ist.

TOP 5

Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023

Der Vorstand wies auf die Stimmverbote des § 136 Abs. 1 AktG hin und stellte fest, dass im Geschäftsjahr 2023 dem Aufsichtsrat folgende Mitglieder angehörten:

• Bernd Nagel, ganzjährig

• Horst Dahm, ganzjährig

• Claudia Müller, ganzjährig

Sodann stellte er den in der Einladung bekannt gemachten Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, dem Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen, zur Abstimmung.

Bei der Abstimmung ergaben sich 4.830.000 Ja-Stimmen und 0 Nein-Stimmen, womit mit 100 % der abgegebenen Stimmen dem Beschlussantrag zugestimmt wurde. Die Stimmverbote des § 136 Abs. 1 AktG wurden beachtet. Es gab keine Enthaltungen.

Der Vorsitzende gab das rechnerische Abstimmungsergebnis bekannt und stellte fest und verkündete, dass damit den Mitgliedern des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt worden ist.

TOP 6

Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024

Der Vorsitzende wiederholte sodann wörtlich den in der Einladung vom Aufsichtsrat unterbreiteten Vorschlag, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 zu wählen:

Neckar Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Neckartailfingen

Bei der Abstimmung ergaben sich 7.000.000 Ja-Stimmen und 0 Nein-Stimmen, womit mit 100% der abgegebenen Stimmen dem Beschlussantrag zugestimmt wurde.

Der Vorsitzende gab das rechnerische Abstimmungsergebnis bekannt und stellte fest und verkündete, dass damit die vorgeschlagene Gesellschaft als Abschlussprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 gewählt worden ist.

Der Vorsitzende schloss die Versammlung um 16:02 Uhr.

Widerspruch zu dem Protokoll wurde nicht erklärt.

 

Weil der Stadt, 30.01.2025

Der Vorsitzende der Hauptversammlung und Aufsichtsratsvorsitzende

Bernd Nagel

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.10.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Silberform AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Silberform AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Silberform AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und [der für die Überwachung Verantwortlichen] für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Vorstand ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Wernau, 31. Oktober 2024

Michael Klein, Wirtschaftsprüfer

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