Herstellung von Türen und Fenstern aus Holz
COBUS Industries GmbH
Max-Planck-Ring 43, 65205 Wiesbaden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Köhler seit 12.12.2025 | Geschäftsführer |
Tobias Horbach seit 10.10.2025 | Prokura |
Patricia Carmen Lince Biburger Mariares de Vasconcelos seit 16.4.2013 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
Caetanobus – Fabricação de Carroçarias, S.A. | 59.18% |
Daimler AG | 40.82% |
Caetanobus – Fabricação de Carroçarias, S.A. | 7.50% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
COBUS Industries GmbHWiesbadenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Inhaltsverzeichnis LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2024 BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2024 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2024 ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2024 ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2024 BESTÄTIGUNGSVERMERK Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024von COBUS Industries GmbH, WiesbadenI. Grundlagen des Unternehmens Allgemeine Angaben zur Gesellschaft COBUS Industries GmbH (im Folgenden "COBUS") ist ein Joint Venture der CaetanoBus - Fabricação de Carroçarias, S.A. (im Folgenden "CaetanoBus") mit Sitz in Vila Nova de Gaia, Portugal, und der Daimler Truck AG (im Folgenden "Daimler Truck") mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen, Deutschland. Gegenstand der Gesellschaft sind die Entwicklung und der Vertrieb von Flughafenvorfeldbussen und damit verbundenen Serviceleistungen. COBUS hat keine eigene Produktion, sondern lässt sämtliche Produkte durch CaetanoBus S.A. im Auftrag fertigen. Zu diesem Zweck werden die Fahrgestelle der Firma Daimler Buses GmbH (Umfirmierung am 12. Juli 2023 von EvoBus GmbH in Daimler Buses GmbH, Tochtergesellschaft der Daimler Truck AG) sowie weitere Teile von Dritten bezogen und der Produktion bei CaetanoBus beigestellt. Basierend auf Vorgaben der COBUS fertigt CaetanoBus die Busaufbauten und übernimmt die Endmontage aller Produktbestandteile. Von der Produktionsstätte aus werden die Busse in der Regel direkt zu den Endkunden geliefert. Bei Sonderausstattungen (z.B. VIP-Anfertigungen, etc.) werden die Busse nach der Endmontage von Portugal nach Deutschland überführt, wo ein Spezialunternehmen mit den Arbeiten beauftragt wird. COBUS Produkte und Technik COBUS ist auf den weltweiten Vertrieb von neuen und gebrauchten Flughafen-Vorfeldbussen unter der Marke COBUS sowie auf das Angebot von damit verbundenen Nebenleistungen (Ersatzteilversorgung, Werkstatt-Serviceleistungen und Langzeitmiete sowie die Rücknahme von Gebrauchtbussen) spezialisiert. Die Abnehmer der Busse sind Flughäfen, Abfertigungsgesellschaften und Fluggesellschaften. Die Produkte von COBUS sind aktuell mit drei Hauptmodellvarianten auf die besonderen Belange des Passagiertransports auf Flughäfen und im Bereich des Vorfeldes ausgerichtet: COBUS 2700, COBUS 2700s und COBUS 3000 jeweils mit Diesel-Motoren und der elektrisch angetriebene e.COBUS. Im Bereich elektrisch angetriebener Flughafenbusse hat sich COBUS auch als erster Anbieter auf dem Markt etabliert. Mit dem Produkt e.COBUS hat COBUS einen 100 % elektrisch angetriebenen Flughafenbus seit 2016 auf dem Markt platziert. Dieser e.COBUS basiert auf der Plattform des COBUS 3000 und COBUS 2700. Zweigniederlassungen COBUS unterhält neben dem Sitz in Wiesbaden zum 31.Dezember 2024 ein Tochterunternehmen in den USA, die COBUS Industries LLC. Gründungsdatum ist der 01.Januar 2024, Sitz der Gesellschaft befindet sich in 2220 Northmont Parkway, Suite 250, Duluth, GA 30099. Die Gesellschaft beschäftigt zum Ende 2024 zwei Mitarbeiter. Steuerungssystem Damit COBUS seinen Unternehmenswert nachhaltig steigern kann, konzentriert COBUS seine Anstrengungen darauf, weiter profitabel zu wachsen und die Finanzkraft kontinuierlich zu stärken. Entsprechend dem internen Steuerungssystem konzentrierte sich das Management bisher auf die wesentlichen finanziellen Steuerungsgrößen Rohergebnis und EBITDA. Im Geschäftsjahr 2024 wurden diese Steuerungsgrößen gemäß internen Vorgaben auf Umsatzerlöse und EBITDA geändert. Forschung und Entwicklung Die Weiterentwicklung seiner Produkte hat für COBUS einen hohen Stellenwert. Da COBUS keine eigenen Mitarbeiter hat, die in der Forschung und Entwicklung tätig sind, werden diese als Dienstleistungen extern eingekauft. Im Geschäftsjahr 2024 wurden insgesamt TEUR 324 (Vorjahr: TEUR 1.167) an externen Entwicklungsleistungen eingekauft. COBUS arbeitet mit seinen Zulieferern kontinuierlich an einer Verbesserung und Optimierung der bestehenden Produkte. Neben allgemeinen Verbesserungen, werden auch Kundenwünsche und Markttrends bei Entwicklungen berücksichtigt, um so Standardisierungsmöglichkeiten zu identifizieren und implementieren. Obgleich COBUS bereits mit dem e.COBUS einen elektrifizierten Flughafenvorfeldbus am Markt erfolgreich etablieren konnte, verfolgt COBUS die Weiterentwicklung des e.COBUS mit zunehmendem Engagement und hat im Jahr 2024 einen weiteren wichtigen Schritt im Hinblick auf die Erweiterung des existierenden Produktportfolios getätigt. Die Einführung des neuen e.COBUS ER (Extended Range - interne Bezeichnung - wird unter dem Produktnamen e.COBUS vertrieben) mit LFP-Batterie Technik hat zu einer mehr als Verdopplung der Batteriekapazität bei gleichzeitig verringerten Kosten geführt. Auf diese Weise hat sich COBUS erfolgreich im Wettbewerbsumfeld etabliert. Die hierfür angefallenen Entwicklungskosten über alle Geschäftsjahre betrugen TEUR 747. Bei der ersten Generation des e.COBUS wurden LTO (Lithium-Titan-Oxyd) Batterien verwendet, dies war damals der bevorzugte Stand der Technik. Aufgrund des hohen Zellengewichts war die Kapazität jedoch auf 126 kWh begrenzt. Dies war für den Einsatz in besonders heißen (hoher Klimaanlagen-Energieverbrauch) oder kalten Ländern (hoher Heizungs-Energieverbrauch) nicht ausreichend. Die zweite Generation des e.COBUS wurde mit LFP (Lithium-Eisenphosphat) Batterien entwickelt. Damit konnte eine maximale Kapazität von 350 kWh realisiert werden. Die Kosten für 350 kWh LFP entspricht ungefähr 126 kWh LTO Kapazität. Um den Kundenanforderungen nach höher Passagierkapazität nachzukommen hat COBUS den COBUS Vega, der bereits im Jahr 2022 auf der Fachmesse in Paris gezeigt wurde, nochmal auf der Fachmesse im September 2024 vorgestellt. Dieser wird vorrausichtlich im vierten Quartal 2025 in Serie gehen. Der COBUS Vega ist konzeptionell ein völlig neues E-Bus-Konzept. Er basiert prinzipiell auf dem Mercedes Benz (Daimler Buses) Stadtbus eCitaro. Der Vorteil des COBUS Vega gegenüber dem e.COBUS ist die höhere Passagierkapazität und bessere Fahrperformance bei gleichen Außenmassen, sowie höherer Datenverfügbarkeit. Das höherpreisige Fahrzeug ist für Kunden mit höheren technischen und operationellen Ansprüchen vorgesehen (Vertriebsgebiete zunächst Europa gefolgt von Nord Amerika und dem Mittleren Osten). Mit dem COBUS Vega bestätigt COBUS seine Rolle als weltweiter Technologieführer im Bereich Flughafenbusse. In diesem Zusammenhang sind insgesamt TEUR 1.710 an Entwicklungskosten entstanden. Am 22. Juli 2024 wurde beschlossen, im Jahr 2025 den ersten Prototypen eines Wasserstoffangetriebenen COBUS Hydra zu bauen. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Entwicklung der Weltwirtschaft war im Jahr 2024 von einer robusten Erholung von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie geprägt. Sowohl der Russland-Ukraine-Krieg als auch der Nah-Ost-Konflikt hatte keinen Einfluss auf unseren Absatz. Entwicklung der Branche Die Abnehmer der COBUS-Busse sind primär Flughäfen, Abfertigungsgesellschaften und Fluggesellschaften, daher hängt die Nachfrage im Wesentlichen von der Entwicklung der internationalen Flugreisen ab. Im Verlauf des Jahres 2024 haben die Flugreisen weitere +10,4 % zum Vorjahr zugenommen. Insgesamt hat die weltweite Passagier-Kapazität (ASK) im Jahr 2024 das Vorpandemie-Jahr 2019 um ca. 3,8 % im Schnitt übertroffen (Vorjahr: 88,6 % des Jahres 2019). 1 Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2024 war von einer insgesamt stabilen Marktentwicklung sowie einer weitgehend planmäßigen operativen Umsetzung geprägt. Absatz und Umsatz lagen über dem Vorjahresniveau. Die Ertragslage blieb trotz eines herausfordernden Kostenumfelds positiv, lag jedoch unter dem Vorjahreswert. Dennoch konnte insgesamt die operative Leistungsfähigkeit über das Gesamtjahr hinweg auf einem stabilen Niveau gehalten werden. Im Vorjahreslagebericht wurden die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen Rohergebnis und EBITDA als zentrale Steuerungsgrößen herangezogen. Da diese im handelsrechtlichen Abschluss nach HGB nicht separat ausgewiesen werden, erfolgt nachfolgend eine Überleitungsrechnung. Das Rohergebnis lag im Berichtsjahr bei TEUR 9.849 (Vorjahr: TEUR 8.360). Es ergibt sich aus den Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 82.171 (Vorjahr: TEUR 48.469), zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge von TEUR 685 (Vorjahr: TEUR 2.377), abzüglich des Materialaufwands einschließlich bezogener Leistungen in Höhe von TEUR 73.007 (Vorjahr: TEUR 42.486). Die Zunahme gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf ein gestiegenes Absatzvolumen vor allem im Neubusgeschäft zurückzuführen. Im Jahr 2024 hat COBUS 179 neue Busse (Vorjahr: 100) und sieben gebrauchte Busse (Vorjahr: sieben) veräußert. Das daraus abgeleitete EBITDA belief sich auf TEUR 1.043 (Vorjahr: TEUR 1.896). Es errechnet sich aus dem Rohergebnis unter Berücksichtigung des Personalaufwands von TEUR 3.284 (Vorjahr: TEUR 3.005) sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 5.522 (Vorjahr: TEUR 3.450). Der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag belief sich auf 128 Einheiten (entspricht TEUR 53.903) und lag damit unter dem Vorjahreswert von 148 Einheiten (TEUR 58.784). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf das hohe Absatzniveau im Dezember 2024 zurückzuführen, in dem 36 Einheiten ausgeliefert wurden, die den monatlichen Durchschnitt von rund 14 Einheiten deutlich übersteigen. Trotz des geringeren Bestands zum Jahresende verbleibt das Auftragsniveau insgesamt auf einem hohen Niveau. Der positive Absatztrend im Schlussquartal bestätigt die weiterhin robuste Nachfrage. Im Vorjahreslagebericht war eine deutliche Steigerung des Rohergebnisses sowie ein deutliches Wachstum des EBITDAs für das Geschäftsjahr 2024 prognostiziert worden. Während das Rohergebnis um TEUR 1.489 oder 18 % gesteigert wurde, konnte das EBITDA nicht, wie geplant, deutlich gesteigert werden. Dieses ist im Geschäftsjahr um TEUR 863 oder 45% deutlich zurückgegangen. Dies resultiert daraus, dass die Zielerreichung in einzelnen Bereichen hinter den Erwartungen zurückblieb. Insbesondere die deutlichen Preissteigerungen in der Lieferkette die im Geschäftsjahr nicht an die Kunden weitergegeben werden konnten führten zu der Verschlechterung des EBITDAs. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres kam es infolge eines unvorhergesehenen Ereignisses zudem zu einer temporären Beeinträchtigung im Produktionsablauf bei einem der Lieferanten. Die Fertigstellung der betroffene Neubusse konnte bis Jahresende weitgehend nachgeholt werden. Die Produktionsverzögerungen führten zum Stichtag jedoch zu einer Bestandszunahme im Vorratsvermögen und zu einer entsprechenden Verschiebung von Umsatzerlösen in das Folgejahr. Aus der Verschärfung des Nah-Ost-Konfliktes seit Oktober 2023 haben sich auch im Jahr 2024 noch keine direkten Auswirkungen sowohl auf die Liefersituation als auch die Nachfrage nach neuen Flughafen-Bussen ergeben. Der für das Geschäftsjahr 2024 prognostizierte positive Effekt für die nordamerikanischen Märkte durch Gründung der Tochtergesellschaft blieb hinter den Erwartungen zurück, da aufgrund von Produktionsengpässen bei CaetanoBus neun Einheiten ins Jahr 2025 verschoben wurden. Personal- und Sozialbereich COBUS beschäftigte im Jahr 2024 im Jahresdurchschnitt 32 Mitarbeiter (Vorjahr 30). Zur Interessenvertretung und -wahrung der Arbeitnehmerseite existiert ein Betriebsrat, der in regelmäßigen Sitzungen mit der Geschäftsleitung über die Entwicklung der Gesellschaft informiert wird und im Rahmen seines Aufgabenbereichs an arbeitnehmerbetreffenden Entscheidungen mitwirkt. COBUS legt sehr viel Wert auf eine wertschätzende und wohlwollende Unternehmenskultur mit zwischenmenschlichem Umgang, deren Grundsätze im Code of Ethics definiert sind. III. Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ertragslage Die Umsatzerlöse beliefen sich auf TEUR 82.171 (Vorjahr: TEUR 48.469) und zeigen einen deutlichen Anstieg um 70 %. Der Anstieg der Umsatzerlöse ist durch die erhöhte Auftragslage zu erklären. Hiervon entfallen TEUR 70.589 (Vorjahr: TEUR 39.387) auf Erlöse aus dem Verkauf von Neu- und Gebrauchtbussen sowie TEUR 8.972 (Vorjahr: TEUR 6.716) auf Erlöse aus dem Verkauf von Ersatzteilen. Die restlichen Umsätze in Höhe von TEUR 2.610 (Vorjahr: TEUR 2.366) stammen aus der Vermietung von Bussen sowie Wartungsdienstleistungen und sonstigen Serviceleistungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich 2024 auf TEUR 685 und lagen damit um TEUR 1.693 unter dem Vorjahreswert von TEUR 2.377. Der Rückgang ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.925 enthalten waren, während im Berichtsjahr entsprechende Effekte lediglich TEUR 322 betrugen. Die Auflösung im aktuellen Geschäftsjahr resultiert im Wesentlichen aus einer mit einem Lieferanten im Jahr 2024 vereinbarten Kostenübernahme. Darüber hinaus reduzierten sich die periodenfremden Erträge auf TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 342). Gegenläufig erhöhten sich die Erträge aus Wechselkursdifferenzen insbesondere infolge einer positiven Entwicklung des US-Dollars von TEUR 42 auf TEUR 226. Der Materialaufwand betrug im Geschäftsjahr TEUR 73.007 (Vorjahr: TEUR 42.486). Er setzt sich zusammen aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren in Höhe von TEUR 25.173 (Vorjahr: TEUR 17.105) und Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 47.834 (Vorjahr: TEUR 25.381). Der deutliche Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der deutlichen gestiegenen Auftragslage. Die Materialaufwendungen haben sich im Verhältnis zu den Umsatzerlösen jedoch überproportional erhöht, da Kostensteigerungen bei den Lieferanten im Geschäftsjahr nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden konnten. Das Rohergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um 18 % auf TEUR 9.849 (Vorjahr: TEUR 8.360) gestiegen und somit unterproportional zu den Umsätzen, was im Wesentlichen auf Preiserhöhungen sowie auf den Sondereffekt aus dem Vorjahr hinsichtlich der Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen ist. Der Anstieg der Personalaufwendungen um 9 % auf TEUR 3.284 (Vorjahr: TEUR 3.005) resultiert vor allem aus den Neueinstellungen von Mitarbeitern, Gehaltserhöhungen, sowie höheren Bonusansprüchen, aufgrund der deutlichen Umsatzsteigerungen. Die Quote der Sozialversicherungsbeiträge stieg als Folge geringfügig von 18,0 % im Jahr 2023 auf 18,2 % im Jahr 2024 an. Die Abschreibungen sind gegenüber dem Vorjahr leicht auf TEUR 697 (Vorjahr: TEUR 685) angestiegen. Die neuen Anlagenzugänge wurden erst zum Jahresende angeschafft und wirken sich daher im aktuellen Geschäftsjahr nur geringfügig auf die Abschreibungen aus. Weiterhin wurde ein Vorführungsfahrzeug veräußert, dass noch nicht vollständig abgeschrieben war. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 2.073 auf TEUR 5.522 (Vorjahr: TEUR 3.450) gestiegen. Die signifikante Veränderung ist im Wesentlichen zurückzuführen auf gestiegene Vertriebsaktivitäten, die zu einer Steigerung der Werbe-, Messe- und Reisekosten führte, diese betragen im Geschäftsjahr TEUR 1.096 (Vorjahr: TEUR 860). Zudem sind die Rechts- und Beratungskosten aufgrund des erhöhten Einsatzes von externen Beratern auf TEUR 698 gestiegen (Vorjahr: TEUR 315), gleiches gilt für die Aufwendungen für externe Dienstleister diese betragen im Geschäftsjahr TEUR 800 (Vorjahr: TEUR 642). Im Geschäftsjahr zeigten sich in den Positionen Raumkosten, Versicherungen, Fahrzeugkosten, Telefonkosten und Nebenkosten des Geldverkehrs keine signifikanten Abweichungen im Vergleich zum Vorjahr. Die Aufwendungen in diesen Bereichen blieben im Wesentlichen konstant und liegen bei TEUR 672 (Vorjahr: TEUR 702). Die Aufwendungen aus Kursdifferenzen haben sich leicht reduziert auf TEUR 99 (Vorjahr: TEUR 119). Die periodenfremden Aufwendungen sind hingegen deutlich gestiegen. Im Geschäftsjahr betrugen diese TEUR 766 (Vorjahr: TEUR 248). Die Aufwendungen für die Einzelwertberichtigung der Forderungen sind auf TEUR 250 gestiegen (Vorjahr: TEUR 0). Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen führten im Geschäftsjahr innerhalb dieser Kategorie zu einem Anstieg auf TEUR 852 (Vorjahr: TEUR 336). Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 140 auf TEUR 8 (Vorjahr: TEUR -133). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die gestiegenen sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge zurückzuführen. Diese sind von TEUR 65 im Vorjahr um TEUR 107 auf TEUR 172 gestiegen. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen auf gestiegenen Zinserträgen aus Kündigungsgeldern. Zusätzlich trugen die rückläufigen Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 164 (Vorjahr: TEUR 197) zur Verbesserung bei, die auf planmäßige Tilgungen der KfW-Darlehen zurückgehen. Aufgrund der vorbezeichneten Entwicklungen ist der Jahresüberschuss deutlich von TEUR 1.179 auf TEUR 344 zurückgegangen. Vermögenslage Die Bilanzsumme in Höhe von TEUR 47.671 (Vorjahr: TEUR 41.007) ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 6.664 gestiegen. Das Anlagevermögen erhöhte sich insgesamt um TEUR 184 auf TEUR 8.131 (Vorjahr: TEUR 7.947). Dabei entfallen TEUR 3.320 (Vorjahr: TEUR 3.335) auf immaterielle Vermögensgegenstände. Im Rahmen der Aktivierung von entgeltlich erworbenen Entwicklungskosten für im Geschäftsjahr 2024 fertiggestellte Projekte wurde eine Umgliederung von TEUR 1.343 vorgenommen. Das Sachanlagevermögen stieg geringfügig um TEUR 37 auf TEUR 4.648 (Vorjahr: TEUR 4.612). Im Geschäftsjahr kam es zu einem Abgang aufgrund des Verkaufs eines Demobusses. Hingegen wurden zum Jahresende zwei neue Demobusse angeschafft. Durch die Gründung der Tochtergesellschaft im Jahr 2024 sind erstmals im Finanzanlagevermögen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 6 sowie Forderungen aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 156 ausgewiesen. Aufgrund der anhaltend guten Geschäftsentwicklung und dem Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres, wurde im Vergleich zum Vorjahr das Vorratsvermögen um TEUR 4.298 auf TEUR 18.109 (Vorjahr: TEUR 13.810) aufgebaut. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Neubusse, die bereits auf dem Weg zum Kunden sind aber aufgrund der Lieferbedingungen erst im Folgejahr verumsatzt werden können. Der Zuwachs in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 3.503 auf TEUR 9.585 (Vorjahr: TEUR 6.082) ist im Wesentlichen auf das gestiegene Absatzvolumen im letzten Quartal des Geschäftsjahr 2024 zurückzuführen. Die liquiden Mittel sind im Geschäftsjahr von TEUR 12.393 auf TEUR 10.835 zurückgegangen. Die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens war dennoch durchgehend gewährleistet. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem zum Jahresende erhöhten Aufbau von Vorräten sowie aus planmäßigen Darlehenstilgungen in Höhe von TEUR 1.680 (Vorjahr: TEUR 1.680). Finanzlage Das Eigenkapital ist entsprechend dem Jahresüberschuss von TEUR 12.371 auf TEUR 12.716 gestiegen. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich von 30 % auf 27 %, da sich die Bilanzsumme durch die gestiegene Geschäftstätigkeit erhöht hat. Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem zugehörigen Deckungsvermögen verrechnet, das ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dient und dem Zugriff der Gläubiger entzogen ist. Zum Abschlussstichtag beträgt der Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen TEUR 3.785 (Vorjahr: TEUR 3.810), das Deckungsvermögen beläuft sich auf TEUR 3.708 (Vorjahr: TEUR 3.712). Hieraus ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 99). Die sonstigen Rückstellungen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 3.524 (Vorjahr: TEUR 4.126) und lagen damit insgesamt leicht unter dem Vorjahresniveau. Wesentliche Posten betreffen weiterhin Rückstellungen für Drohverluste aus potenziellen Rücknahmen von verkauften Bussen in Höhe von TEUR 1.100 (Vorjahr: TEUR 1.084). Ein spürbarer Rückgang zeigte sich bei den Rückstellungen für technische Kampagnen, die infolge von Inanspruchnahmen und Projektfortschritten auf TEUR 783 zurückgingen (Vorjahr: TEUR 1.124). Rückstellungen für projektbezogene Verpflichtungen wie ausstehende Rechnungen für Provisionen, Material und Fracht stiegen infolge des höheren Umsatzvolumens deutlich auf TEUR 406 (Vorjahr: TEUR 153). Im Zuge der insgesamt erhöhten Geschäftstätigkeit und Auftragslage resultierte ein Anstieg der Rückstellungen für potenzielle Garantieverpflichtungen auf TEUR 380 (Vorjahr: TEUR 218) sowie für personalbezogene Verpflichtungen auf TEUR 385 (Vorjahr: TEUR 276), wobei Letztere vor allem durch gestiegene Bonusansprüche geprägt waren. Der deutliche Rückgang bei den ersatzteilbezogenen Rückstellungen von TEUR 575 auf TEUR 3 ist auf die Inanspruchnahme von Ersatzteilpaketen zurückzuführen, die im Rahmen früherer Verkaufsverhandlungen als Verkaufsanreiz gewährt wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich aufgrund der planmäßigen Tilgung von Darlehen um TEUR 1.680 auf TEUR 2.520 reduziert. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind aufgrund der positiven Auftragsanlage und korrespondierend gestiegenen Kundenanzahlungen um TEUR 3.333 auf TEUR 22.118 angestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 6.046 (Vorjahr: TEUR 963) sind aufgrund von Tilgungen vor Fälligkeit zum Jahresende 2023 auf einem niedrigen Niveau gewesen und nun durch die erhöhte Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr auf ein normales Niveau zurückgekehrt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 132 (Vorjahr: TEUR 34) sind aufgrund von Zahlungen zum Jahresende analog zum Vorjahr weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Die sonstigen Verbindlichkeiten beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 234 (Vorjahr: TEUR 182). Wesentliche Bestandteile sind kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 119 (Vorjahr: TEUR 92), Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 55) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 22). Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten betrugen zum Stichtag insgesamt TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 13). Aufgrund der geringen Wesentlichkeit der zugrunde liegenden Einzelpositionen wird auf eine detaillierte Darstellung verzichtet. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 303 (Vorjahr: TEUR 248) betreffen zum Bilanzstichtag ausschließlich im Voraus vereinnahmte Umsätze aus dem Verkauf von Garantieverlängerungen. Die Erträge werden entsprechend ihrer wirtschaftlichen Zugehörigkeit zeitanteilig über die Laufzeit der jeweiligen Garantieverlängerung abgegrenzt. Liquidität Cashflow Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Jahr 2024 betrug TEUR 1.004 (Vorjahr: TEUR 1.070). Das anhaltend gute Niveau ist vor allem auf die im erhöhten Geschäftsvolumen erhaltenen Anzahlungen zurückzuführen, welche die unerwarteten Preissteigerungen kompensierten. Somit konnte COBUS im Berichtsjahr den Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 881 (Vorjahr: -1.390) sowie den gleichbleibenden Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 1.680 (Vorjahr: TEUR -1.680), der die planmäßige Tilgung von Darlehen widerspiegelt, vollständig aus dem operativen Ergebnis stemmen. Finanzierung Im Geschäftsjahr war die Liquidität jederzeit gesichert. Zum Bilanzstichtrag stehen der COBUS liquide Mittel in Höhe von TEUR 10.835 (Vorjahr: TEUR 12.393) zur Verfügung. Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente COBUS schließt zur Finanzierung Sale-and-Lease-Back Geschäfte ab (zuletzt im Geschäftsjahr 2022). Dabei werden die Busse an eine Leasinggesellschaft verkauft, von COBUS zurückgeleast und an den Busbetreiber vermietet. Des Weiteren werden zur Absicherung der Kundenzahlungen in fremder Währung (USD, GBP) entsprechende Devisentermingeschäfte abgeschlossen, um so dem Währungskursrisiko gerecht zu werden. Gesamtbeurteilung Durch gestiegene Aufwendungen ist der Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Aus Sicht der Geschäftsführung ist das Geschäftsjahr immer noch als zufriedenstellend zu werten, da ein positiver Jahresüberschuss erzielt worden ist. Dabei ist zu beachten, dass das Vorjahr durch einen signifikanten Einmaleffekt durch Rückstellungsauflösung positiver abgeschlossen werden konnte. IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risikomanagement und Risikovermeidungsstrategien Um Risiken zu vermeiden, werden bei COBUS alle Geschäfte mit der Maßgabe eingegangen, dass übergeordnete Ziele wie beispielsweise Handlungsfähigkeit, Absatzsicherung, Liquidität, Kapitalerhaltung und das Wohl der Mitarbeiter in keiner Weise gefährdet werden. Ein Chancen-Managementsystem ist nicht eingerichtet. Prozesse und internes Kontrollsystem COBUS hat ein der Gesellschaft und dem Geschäftszweck angemessenes, internes Kontrollsystem eingeführt und etabliert, durch das Arbeitsabläufe und Vorgänge strukturiert, organisiert und dokumentiert werden, um dadurch interne und externe Risiken für das Unternehmen zu vermeiden bzw. zu reduzieren. Dabei werden Prinzipien wie Funktionstrennung, das Vier-Augen-Prinzip, die Nachvollziehbarkeit, die unverzügliche Dokumentation und die Systemsicherheit verfolgt. Sämtliche Prozesse werden regelmäßig überwacht und an sich ändernde interne und externe Gegebenheiten angepasst. Compliance Management System Als international agierendes Unternehmen kann COBUS direkt und indirekt Risiken aus Korruption und Geldwäsche ausgesetzt sein. Dabei spielte es nur eine untergeordnete Rolle, ob COBUS unwissentlich oder ungewollt in solche illegalen Vorgänge involviert werden würde. Im Zuge dessen hat COBUS ein Compliance Management System installiert, dass darauf abzielt, bereits bei der Auswahl von Geschäftspartnern eine angemessene und ausreichende Risikoanalyse und -einschätzung derselbigen durchzuführen. Mit Hilfe dieses Systems wird hinreichend sichergestellt, dass COBUS keine unter Compliance-Gesichtspunkten risikobehafteten Geschäfte eingeht, wodurch der Schutz von COBUS, der Mitarbeiter sowie auch der Gesellschafter gewährleistet wird. Regelmäßige Compliance Board Meetings werden einberufen, um das Compliance-System zu überprüfen und ggf. anzupassen. 2 Verhaltenskodex Der Verhaltenskodex (Code of Ethics) wird von allen Mitarbeitern von COBUS unterzeichnet. Der COBUS Code of Ethics bildet die Basis für das Handeln im Unternehmen. Handlungsweisen, die offenbar zu Risiken für das Unternehmen führen könnten, schließt der Verhaltenskodex aus. Zusätzlich ist hierin manifestiert, dass potenzielle Risiken für das Unternehmen unmittelbar zu kommunizieren sind, um sicherzustellen, dass entsprechende fachliche Bereiche und nötige Hierarchien im Management informiert werden. Voraussichtliche Entwicklung und wesentliche Chancen und Risiken COBUS ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die mit dem unternehmerischen Handeln der COBUS und Ihrer Gesellschafterinnen CaetanoBus S.A. und Daimler Truck AG verbunden sind oder sich aus externen Einflüssen ergeben. Risikobericht -Ökonomische und politische Risiken- Unsicherheiten hinsichtlich geopolitischer Spannungen können sich auf die Geschäftsentwicklung von COBUS deutlich auswirken. Insbesondere wenn sich diese auf die Lieferketten unserer Zulieferer oder auf den internationalen Flugverkehr auswirken. Sofern der Ukraine-Krieg sich nicht weiter ausdehnt, sehen wir aktuell keine wesentlichen Auswirkungen für den Flugverkehr oder unserer Lieferketten. Der Nah-Ost-Konflikt könnte sich jedoch wesentlich, auf den Flugverkehr und somit die Investitionen der Flughäfen in dieser Region auswirken. Außerdem kann es durch Angriffe der Huthi-Rebellen im Roten Meer zu Problemen in Lieferketten und zu höheren Beschaffungskosten und Lieferkosten kommen. Auch ist der Einfluss der neuen US-Regierung ist in Betracht zu ziehen, da die Implementierung von Importzöllen zu Handelshemmnissen führen wird. Wir gehen aktuell von einem Importzoll von 20% aus, die wir an den Kunden weitergeben werden. Fraglich ist, ob durch Verwendung von chinesischen Batterien der Marke CATL beim e.COBUS ein Export in die USA in Zukunft noch möglich ist. Daher wird mit erhöhtem Druck an der Entwicklung des Ladestandards CCS 1 (Standard in Nord Amerika) für den COBUS Vega gearbeitet. -Exportkontrolle- Als weltweiter Marktführer im Bereich Flughafenvorfeldbusse werden COBUS Produkte auf Flughäfen in Ländern aller Kontinente eingesetzt. Als international agierendes Unternehmen ist COBUS somit den verschiedensten Zoll- und Exportvorschriften sowie Sanktionen und Embargos ausgesetzt, die in unregelmäßigen Abständen aktualisiert und an neueste Gesetze, Verordnungen und Abkommen angepasst werden. Diese ständigen Änderungen und Ergänzungen erfordern einen kontinuierlichen Exportkontroll-Prozess, durch den Export-Risiken erkannt und entsprechenden Maßnahmen ergriffen werden, um Verstöße - sowie insbesondere die damit regelmäßig einhergehenden empfindlichen Strafen und Bußgelder - zu vermeiden. Zu diesem Zweck legt COBUS einen hohen Wert auf die Aus- und Fortbildung ihrer Mitarbeiter im Thema Exportkontrolle, gleichzeitig werden sowohl externe Zoll- als auch Rechtsexperten mit der Beurteilung von komplexen Fällen betraut. Die USA sind für die COBUS ein wesentlicher Absatzmarkt. Entsprechend hat die aktuelle Zollpolitik Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit der COBUS. Nach anfänglich angekündigten Zöllen von 20% auf Importe in die USA beträgt nach aktueller Erkenntnis der gegenwärtige Zollsatz für unsere Importe 10%. In den aktuellen Diskussionen waren jedoch auch höhere Zölle im Gespräch. Aktuell planen wir mit einem Zollsatz von 20% und analysieren die Lage fortlaufend. Wir sehen gute Möglichkeiten den Anstieg des Zollsatzes in unseren Verkaufspreisen vollumfänglich weiterzugeben, da wir zurzeit keinen direkten Wettbewerber in den USA haben. Wir integrieren einen entsprechenden Passus in unsere Angebote bzw. Kaufverträge, sodass sich der Preis in Abhängigkeit des Zollsatzes entsprechend anpassen kann. -Wettbewerb- COBUS konkurriert mit seinen Premiumprodukten nicht nur mit anderen, günstigeren Herstellern von Flughafenvorfeldbussen (überwiegend aus China mit subventionierten Produkten), sondern auch mit jeweils lokal ansässigen, bzw. international agierenden Stadtbus-Herstellern. Gleichzeitig ist von Kundenseite ein zunehmender Kostendruck festzustellen, bei dem Qualität und Preis gegeneinander abgewogen werden. Daher besteht das Risiko, dass es zu einem Preisverfall auf dem Markt der Flughafenvorfeldbusse kommt. Sollten die Preise für die Produkte unter marktübliches Niveau sinken, wird es zukünftig schwer möglich sein, wieder auf das ursprüngliche Preisniveau zurückzukommen. -Umweltschutz und Emissionen- Das Thema Umweltschutz und Emissionen hat eine Vorrangstellung eingenommen. In zahlreichen Ländern verschärfen sich zunehmend die Emissionsstandards, wodurch eine schnelle und flexible Reaktionsfähigkeit auf Seiten der Hersteller erforderlich wird. Mit wachsendem, weltweitem Interesse an emissionsfreien oder -reduzierten Antriebstechnologien steigt auch die Komplexität in den Produktkonfigurationen und die Anforderungen an einzelne Komponenten, wie z.B. die Batterien. COBUS investiert daher stark in die Entwicklung von Bussen mit elektrischem Antrieb. -Fachkräftemangel und demographische Entwicklung- Der Fachkräftemangel, insbesondere bei den technischen Berufen wird auch weiterhin ein Risiko bleiben, das COBUS im Auge behalten wird. Die technischen Mitarbeiter leisten einen wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfung des Unternehmens, so dass kurzfristig der Ausfall eines Technikers nur schwer zu kompensieren wäre. Zudem steigen die Anforderungen an das technische Know-how, so dass die Suche nach zukünftigen Fachkräften, die zusätzlich eine weltweite Reisebereitschaft mitbringen, sehr schwierig werden könnte. Um diese Risiken zu kompensieren, setzt COBUS inzwischen, zusätzlich auf digitale Unterstützung im Servicebereich. -IT-Risiken- COBUS betreibt eigene IT-Systeme. Ein Ausfall dieser IT-Systeme oder der Verlust und Diebstahl von Daten oder IP, verursacht durch beispielsweise Malware, virtuelle Angriffe oder Zerstörung, können erhebliche negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit, die Finanz- und Ertragslage und Cashflows haben. Auch die Einführung eines neuen Buchhaltungssystems SAP S4HANA kann zumindest während der Implementierungsphase in 2025 zu Problemen führen. COBUS wird dazu die Integration in das bereits bei CaetanoBus S.A. in 2025 eingeführte SAP-System nutzen, um das Risiko einer Neu-Einführung zu minimieren. -Kreditrisiko (Ausfallrisiko)- COBUS arbeitet stetig an der Verbesserung des Forderungsmanagements und beobachtet intensiv die Bonität seiner Kunden. Um das Ausfallrisiko zu verringern, werden für einzelne Aufträge, abhängig von der jeweiligen Bedeutung, Anzahlungen angefordert. Kreditrisiken bestehen dann in der Regel nur über die Restforderung. -Produktionsrisiko beim Aufbauhersteller- Es bestehen grundsätzliche Risiken bei der Materialbeschaffung als auch Ausfallrisiken bei Beschädigung der Produktionsanlagen z.B. durch Feuer. Die Versicherungen decken den Absatzausfall bei COBUS nicht ab. -Währungsrisiko- Aus der zunehmenden Internationalisierung von COBUS und der Tätigkeit außerhalb der Eurozone folgt, dass mit den operativen Geschäften und Finanztransaktionen in Fremdwährungen Wechselkursschwankungen verbunden sind. Durch den Eintritt von Währungsrisiken können erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit, die Finanz- und Ertragslage und die Cashflows auftreten. Hierzu prüft COBUS den bedarfsgerechten Einsatz derivativer Finanzinstrumente zur Abwendung potenzieller Fremdwährungsrisiken. Zum 31. Dezember 2024 waren mehrere Finanzderivate zur Absicherung von Währungsrisiken im Einsatz. -Steuerrisiko- Im Zuge von Betriebsprüfungen könnten Steuergesetze, relevante Verträge oder Ereignisse von den lokalen Steuerbehörden abweichend von der Auffassung von Cobus interpretiert und bewertet werden. Daraus resultiert das Risiko einer Anpassung der Steuerbemessungsgrundlage und von Steuernachforderungen. Darüber hinaus können steuerliche Gesetzesinitiativen den zukünftigen Steueraufwand oder die zukünftigen Steuerzahlungen beeinflussen. Gesamtaussage zur Risikolage: Aktuell werden keine bestandsgefährdenden Risiken gesehen. Chancenbericht Zu den generellen, wesentlichen Chancen werden die folgenden Themen gezählt: -Gute Marktpositionierung- COBUS Produkte sind weltweit vertreten. Durch diese Präsenz wird COBUS als Marke und als Produkt wahrgenommen. Da schon immer Kundenzufriedenheit als eines der wichtigsten Ziele bei COBUS betrachtet wurde, konnte über die Jahre ein weitreichendes Netzwerk aufgebaut werden. Dieses Verständnis stellt nicht zuletzt eine Chance für zukünftige Geschäfte dar. Hinzu kam die Gründung einer Tochtergesellschaft COBUS Industries LLC in den USA ab dem 01.01.2024, um den Vertrieb und Service der COBUS in Nordamerika und USA zu verstärken. -Spezialisierte Produkte- COBUS hat über die Jahre ihre Produkte an die Anforderungen und Bedürfnisse ihrer Kunden angepasst bzw. optimiert. Dazu zählen unter anderem unterschiedliche Buslängen und -breiten für die individuellen Erfordernisse z.B. auf dem Flughafengelände oder bei der Passagierzahl, sowie bei der Motorisierung. Kunden erhalten zudem die Flexibilität, regionale und individuelle Erfordernisse bzw. Sonderwünsche zu konfigurieren. Diese Spezialisierung, bei gleichzeitiger Standardisierung, stellt eine Chance für zukünftige Geschäfte dar. -Begrenzte Kapazitäten auf Flughäfen- Aus Komfortgründen haben Airlines ein Interesse daran, ihre Passagiere direkt an den Terminals über Fluggastbrücken ein- und aussteigen zu lassen. Die Terminalkapazität ist aber oftmals begrenzt und kann nicht ohne weiteres und kurzfristig erhöht werden. Daher ist eine zusätzliche Abfertigung von Flugzeugen nur auf Vorfeld-Positionen möglich. Der Passagiertransport wird dann von Vorfeldbussen von und zu den Flugzeugen vorgenommen. Weitere Vorteile sind die kürzeren Fahrwege der Flugzeuge auf dem Vorfeld und das schnellere Aus- und Einsteigen in den und aus dem Vorfeldbus durch Passagiertüren vorne und hinten. Diese Möglichkeit ist bei Fluggastbrücken nicht gegeben. -Verstärkte Umweltstandards bei Flughäfen- Aufgrund höherer Umweltstandards bei Flughäfen erwartet COBUS, dass es in der Zukunft verstärkt zu Neuinvestitionen bei Bussen mit elektrischem und/oder Brennstoffzellen-Antrieb kommt oder auch andere umweltverträgliche Antriebstechniken. Damit stellt COBUS seine Wettbewerbsfähigkeit sicher, da von anderen Herstellern ebenfalls alternative Antriebe kurzfristig angeboten werden. -Erweiterung Produktportfolio- COBUS Produkte sind in der Regel Investitionsgüter, die bei der Anschaffung einen hohen Liquiditätsabfluss für die Kunden bedeuten. Investitionsentscheidungen der Kunden erfordern oftmals schwierige, interne Genehmigungsprozesse, die sich als große und manchmal auch unüberwindbare Hürden für Neuanschaffungen darstellen. Hingegen sind die Entscheidungswege für Investitionen, die letztendlich Teil der operativen Kosten werden, einfacher und schneller zu bewältigen. Um diesem allgemeinen Trend, weg von Capex hin zu Opex, Rechnung zu tragen, hat COBUS ihr Produktportfolio um das Angebot von Finanzierungslösungen über verschiedene Leasingoptionen erweitert. Wir verkaufen unsere Busse an Leasing-Partner, die wiederum diese gesamte Flotte an einen einzigen Kunden vermieten oder an Leasing-Partner, die die Busse in Ihren Pool aufnehmen und dann nach Bedarf an verschiedene Kunden weitervermieten. Prognosebericht Für das Jahr 2025 wird eine positive Entwicklung erwartet und zum ersten Mal kann mit einem Geschäftsjahr auf dem Niveau vor der COVID Pandemie gerechnet werden. Der angestrebte EBITDA für das Jahr 2025 sollte signifikant über dem aus 2024 liegen. Bereits im ersten Quartal zeichnet sich eine deutliche Steigerung der Umsatzerlöse ab. Die Geschäftsführung geht daher von einem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr aus. Zur Kostenreduzierung und Ergebnisverbesserung strengt das Unternehmen für das Jahr 2025 diverse Restrukturierungsmaßnahmen an. Darunter fällt die Schließung der nicht-profitablen Werkstatt am Standort Wiesbaden, da durch den nicht verlängerten Hauptwartungsvertrag mit dem Kunden am Flughafen Frankfurt die durchgängige Auslastung und Profitabilität der Werkstatt nicht mehr gegeben ist. Die interne Kommunikation hat am 10.01.2025 stattgefunden, während die externe Kommunikation an betroffene Kunden am 19.03.2025 vorgenommen wurde. Zukünftig werden Wartungs- oder Reparaturarbeiten durch den technischen Außendienst direkt beim Kunden vor Ort ausgeführt, Busaufbereitungen an Gebrauchtbussen werden zukünftig am Standort Ovar des Mutterkonzerns CaetanoBus S.A. stattfinden. Mit Schließung der Werkstatt und Transfer sowie Optimierung des Ersatzteillagers an einem anderen Standort ist der Verkauf dieser beiden Gebäude geplant. Auch der Verkauf des Verwaltungsgebäudes mit gleichzeitigem Umzug in kleinere Räumlichkeiten wird in die Betrachtung mit einbezogen. Des Weiteren werden Synergien mit dem Mutterkonzern hinsichtlich Prozessoptimierungen angestrebt, so z.B. durch die Integration in das SAP4Hana-System der CaetanoBus S.A. mit stark reduzierten Schnittstellen, Ausbau der Kundendienstabteilung in Portugal mit gemeinsamer Organisationsstruktur aus COBUS- und CaetanoBus-Mitarbeitern für den Kundendienst von COBUS und CaetanoBus. Auch im Finanzbereich werden ähnliche Synergien genutzt werden. Es ist angestrebt, die Finanzabteilung von CaetanoBus S.A. und COBUS zusammenzuführen. Das Gleiche wird für die Einkaufsfunktion angestrebt. COBUS initiiert vom Markt kommend neue Produktideen und lässt diese in Zusammenarbeit mit CaetanoBus S.A. und/oder externen Unternehmen entwickeln. Zudem arbeitet COBUS weiterhin an Produktverbesserung und -standardisierung zur Kostenreduzierung, um sich besser am Markt gegen den erstarkten Wettbewerb durchsetzen zu können. Schließlich werden langfristig strategische Ziele verfolgt, um mit erweitertem Portfolio am sich immer stärker wandelnden und fordernden Markt aufzutreten, den Kunden weiterhin ein zuverlässiger, innovativer, leistungsstarker und zukunftsorientierter Partner zu sein und nicht zuletzt den Umsatz und Gewinn des Unternehmens zu steigern.
Wiesbaden, den 29. April 2025 COBUS Industries GmbH Die Geschäftsführung Patrícia Vasconcelos Bilanz zum 31.12.2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2024
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 20241. Allgemeine Angaben Die COBUS Industries GmbH mit Sitz am Max-Planck-Ring 43 in 65205 Wiesbaden wird beim Registergericht Wiesbaden unter der Nummer HRB 5620 geführt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Gliederungen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den §§ 266 und 275 HGB sowie § 42 GmbHG. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung Die Bilanzierung und Bewertung der einzelnen Posten erfolgt auf Basis der allgemeinen Bestimmungen gemäß §§ 246 bis 256a HGB sowie der speziellen Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 bis 278 HGB. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich. Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear über drei bis zehn Jahre abgeschrieben. Die im Berichtszeitraum zugegangenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zeitanteilig nach der linearen Methode abgeschrieben worden. Software mit einem Anschaffungswert von bis zu EUR 800 wird gem. § 6 Abs. 2 EStG sofort abgeschrieben. Software mit einem Anschaffungswert von über EUR 800 wird innerhalb von vier Jahren abgeschrieben. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wird vom Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht und im Anlagevermögen zu Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibung erfolgt linear über voraussichtliche Nutzungsdauer von acht bis zehn Jahren. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr gem. § 6 Abs. 2a EStG voll abgeschrieben. Vermögensgegenstände bis EUR 1.000 werden in einem Sammelposten geführt und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Das bewegliche und unbewegliche Anlagevermögen wird grundsätzlich linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wurde auf Basis der wirtschaftlichen Abnutzung und in Anlehnung an die steuerlichen AfA-Tabellen wie folgt festgelegt:
Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Zum Bilanzstichtag liegen keine dauerhaften Wertminderungen vor. Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Finanzanlagen werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Die Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Die unter den Vorräten ausgewiesenen bezogenen Waren werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Abwertungen für Bestandsrisiken der Vorräte, die sich aus der Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit oder niedrigeren, erzielbaren Veräußerungserlösen ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt worden. Besonderen Risiken sowie dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. Auf fremde Währung lautende Bankguthaben werden mit dem Stichtagskurs bewertet. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt. Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen mit dem Aufwand aus der Abzinsung der Pensionsverpflichtungen saldiert und der Saldo im Zinsergebnis ausgewiesen. In der Bilanz werden diese Vermögensgegenstände mit den zugrunde liegenden Pensionsverpflichtungen verrechnet. Ein daraus resultierender Aktivüberhang wird als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Ein resultierender Passivüberhang wird unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen abgebildet. Der Erfüllungsbetrag von Pensionsverpflichtungen wird unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected-unit-credit-method) ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Pensionsverpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Zum Abschlussstichtag ergibt sich ein Rechnungszins in Höhe von 1,90 % (Vorjahr: 1,83 %). Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den Heubeck'schen Sterbetafeln (2018G). Der Renten- und der Gehaltstrend sind wie im Vorjahr 0,0 %. Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Neubewertung der Pensionsverpflichtung am 1. Januar 2010 ergeben hat, ist gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB in Höhe von mindestens einem Fünfzehntel der Pensionsrückstellung zuzuführen und als Aufwand zu erfassen. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages für alle ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 1 HGB abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währungen lauten, werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden am Bilanzstichtag einheitlich mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. Zur Absicherung des Währungsrisikos im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind Devisentermingeschäfte eingesetzt worden. Die aus den Grundgeschäften resultierenden Wechselkursrisiken sowie die zur Absicherung abgeschlossenen Devisentermingeschäfte werden laufend überwacht. Zur Beschränkung des Ausfallrisikos werden Devisentermingeschäfte nur mit Banken guter Bonität getätigt. Alle Devisentermingeschäfte werden am Bilanzstichtag mit ihrem Marktwert gemäß § 255 Abs. 4 HGB bewertet und mit den entsprechenden Grundgeschäften zu Portfolios zusammengefasst. Bei den gebildeten Bewertungseinheiten werden Bewertungsgewinne und -verluste aus dem Grundgeschäft mit denen des Sicherungsgeschäfts saldiert. Negative Bewertungsspitzen aus einer Bewertungseinheit werden den Rückstellungen zugeführt. Es wird die Einfrierungsmethode angewandt. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024 einschließlich der historischen Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang verwiesen. In der Betriebs- und Geschäftsausstattung sind auch Mietbusse sowie Vorführfahrzeuge enthalten. Finanzanlagevermögen Unter den Finanzanlagen werden erstmalig Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 6 ausgewiesen. Davon entfallen TEUR 1 auf die Beteiligung an der Cobus Industries LLC, die zum 1. Januar 2024 gegründet wurde. Der verbleibende Betrag in Höhe von TEUR 5 betrifft aktivierte Gründungskosten im Zusammenhang mit der Errichtung dieser Tochtergesellschaft. Im Posten "Ausleihungen an verbundene Unternehmen" sind zum Bilanzstichtag erstmalig Forderungen in Höhe von TEUR 156 enthalten. Diese resultieren aus einer mit der Cobus Industries LLC geschlossenen Darlehensrahmenvereinbarung, in deren Rahmen ein Kredit bis zu einem Höchstbetrag von TUSD 250 gewährt wurde. Das Darlehen ist verzinslich und zu marktüblichen Konditionen gewährt worden. Vorräte Die Vorräte setzen sich im Wesentlichen aus Bussen in den fertigen Erzeugnissen, unter Waren ausgewiesenen Ersatzteilen und den unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen befindlichen Chassis zusammen. Im Rahmen der verlustfreien Bewertung wurden Abwertungen auf Teile der Produktion in den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Restlaufzeit der Forderungen sowie der sonstigen Vermögensgegenständen beträgt zum 31. Dezember 2024 analog dem Vorjahr weniger als ein Jahr. Die auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildeten Pauschalwertberichtigungen betragen TEUR 374 (Vorjahr: TEUR 124). Für wesentliche Forderungen in fremder Währung werden zwecks Absicherung von Wechselkursrisiken Devisentermingeschäfte abgeschlossen und Bewertungseinheiten gem. § 254 HGB gebildet. Deren Laufzeiten und Beträge entsprechen den abgesicherten Grundgeschäften. Die Bewertung erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Die Dokumentation der Sicherungsbeziehungen sowie die Beurteilung der Effektivität der Absicherungsbeziehungen liegen vor. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen Von den unter den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Beträgen entfallen TEUR 326 (Vorjahr: TEUR 0) auf Forderungen gegenüber der Cobus Industries LLC. Es handelt sich hierbei vollständig um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Aktive latente Steuern Der Überhang der aktiven latenten Steuern beruht auf der Differenz zwischen dem handelsrechtlichen und dem steuerlichen Bilanzansatz bei den folgenden Vermögensgegenständen und Schulden:
Die Gesellschaft verfügt über Verlustvorträge die zu einer aktiven latenten Steuer von TEUR 549 (Vorjahr: TEUR 877) führt. Insgesamt ergibt sich hieraus ein Überhang aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 877. Bei der Bewertung wurde ein Steuersatz von 31,93 % zugrunde gelegt. In der Bilanz erfolgte kein Ansatz aktiver latenter Steuern. Eigenkapital Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:
Die Gesellschaft hat vom Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht und selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 0,2) aktiviert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Im Rahmen des Bilanzausweises werden Pensionsrückstellungen mit Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen, verrechnet. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 3.785 (Vorjahr: TEUR 3.810). Bei Bewertung der Rückstellung auf Basis des 7-Jahres-Durschnittszinssatzes zur Ermittlung des Unterschiedsbetrages gemäß §253 Abs. 6 HGB ergibt sich zum 31. Dezember 2024 ein Wert von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 10). Verrechnet mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 3.708 (Vorjahr: TEUR 3.712) ergibt sich zum 31. Dezember 2024 ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 99). Der Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB. Das Deckungsvermögen umfasst Rückdeckungsversicherungen. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen wurde anhand des geschäftsplanmäßigen Deckungskapitals der Verträge zuzüglich eines ggf. vorhandenen Guthabens aus Überschussbeteiligung ermittelt. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens entsprechen dem vom Versicherer nachgewiesenen Deckungskapital und damit den Anschaffungskosten. Die Unterdotierung, die sich aus der Neubewertung der Pensionsverpflichtung zum 1. Januar 2010 ergeben hat, betrug TEUR 227. Gemäß der Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 1 EGHGB wird hiervon in den Geschäftsjahren 2010 bis 2024 jährlich mindestens ein Fünfzehntel (TEUR 15) den Pensionsrückstellungen zugeführt. Im Jahr 2024 wurden TEUR 0 zugeführt (Vorjahr: TEUR 15), so dass der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag der Unterdotierung zum 31. Dezember 2024 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 15) beträgt. Die Pensionsrückstellungen haben sich um TEUR 21 verringert. Im Geschäftsjahr ergab sich ein Zinsaufwand aus der Abzinsung der Rückstellungen von TEUR 85. Weiterhin wurde ein Ertrag von TEUR 110 in den Aufwendungen für Altersversorgung erfasst. Zur Deckung dieser Verpflichtungen besteht Vermögen, das die Voraussetzungen für eine Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllt. Das Deckungsvermögen hat sich um TEUR 4 verringert. Hierin ist ein Zinsertrag in Höhe von TEUR 11 enthalten und ein Aufwand in Höhe von TEUR 15 der in Aufwendungen für Altersversorgung erfasst wurde. Die Erträge und Aufwendungen wurden entsprechend verrechnet. Sonstige Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Drohverluste in Höhe von TEUR 1.100 (Vorjahr: TEUR 1.084) enthalten, die hauptsächlich auf potenzielle Rücknahmen für von der COBUS Industries GmbH verkaufte Busse entfallen. Darüber hinaus sind Rückstellungen für technische Kampagnen in Höhe von TEUR 783 (Vorjahr: 1.124) sowie projektbezogene ausstehende Rechnungen für Provisionen, Material und Frachten in Höhe von TEUR 406 (Vorjahr: TEUR 153) enthalten. Außerdem wurden ersatzteilbezogene Rückstellungen für Provisionen und Rabatte in Höhe von TEUR 142 (Vorjahr: TEUR 185) gebildet. Die Rückstellungen für Ersatzteilpakete wurden aufgrund Inanspruchnahme auf TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 575) reduziert. Neben den Rückstellungen für Garantieverlängerungen in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 150) existiert auch eine generelle Garantierückstellung in Höhe von TEUR 380 (Vorjahr: TEUR 218). Für personalbezogene Themen wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 385 (Vorjahr: TEUR 276) gebildet. Die restlichen sonstige Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 275 (Vorjahr: TEUR 360). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Gesellschafter CaetanoBus S.A. in Höhe von TEUR 132 (Vorjahr: TEUR 34). Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen aus von Banken gewährten Avalen bzw. Garantien Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 4.888 (Vorjahr: 3.040). Diese betreffen im Wesentlichen Bietungs-, Erfüllungs- sowie Anzahlungsgarantien im Rahmen von Kundenprojekten. Eine Inanspruchnahme aus diesen Verpflichtungen ist aus heutiger Sicht nicht zu erwarten und ist bisher auch nie vorgefallen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Im Rahmen von Fahrzeugverkäufen wurden Rücknahmeoptionen gewährt, die bei Ausübung zu den nachfolgend dargestellten Zahlungsmittelabflüssen führen können. Ist eine Rücknahmeoption für mehrere Zeitpunkte gewährt worden, ist nur der Zahlungsmittelabfluss für den nächstliegenden Zeitpunkt berücksichtigt worden.
Die Miet- und Leasingverpflichtungen betragen:
Sie entfallen jährlich mit über 98% auf Leasingverträge für gemietete, bei der COBUS Industries GmbH nicht bilanzierte Kraftfahrzeuge, die an Kunden der Gesellschaft weitervermietet werden. Cobus schließt zur Finanzierung Sale-and-Lease-Back Geschäfte ab. Dabei werden die Busse an eine Leasinggesellschaft verkauft, von Cobus zurück geleast und danach an den Busbetreiber vermietet. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres in Höhe von insgesamt TEUR 82.171 (Vorjahr: TEUR 48.469) gliedern sich geografisch wie folgt:
Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2024 betreffen größtenteils Erlöse aus dem Verkauf von Bussen in Höhe von TEUR 70.589 (Vorjahr: TEUR 39.387). Der Ersatzteilverkauf trug TEUR 8.972 (Vorjahr: TEUR 6.716) zu den Umsatzerlösen bei. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 345 (Vorjahr: TEUR 2.267). Es handelt sich dabei, wie im Vorjahr, im Wesentlichen um Erträge aus den Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 322 (Vorjahr: TEUR 1.925). Weiterhin sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen, Erträge aus Währungsumrechnung von TEUR 226 (Vorjahr: TEUR 42) enthalten. Zudem sind Erträge aus der Versteuerung von Sachbezügen und der privaten Nutzung von Dienstfahrzeugen von TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 65) enthalten. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge weisen eine Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 345) auf. Abschreibungen Von den Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 697 (Vorjahr: TEUR 685) entfallen TEUR 420 (Vorjahr: TEUR 480) auf zur Vermietung oder zur Vorführung gehaltene Fahrzeuge. Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden als größte Posten Aufwendungen durch externe Dienstleister in Höhe von TEUR 800 (Vorjahr: TEUR 606), Rechts- und Beratungskosten von TEUR 698 (Vorjahr: TEUR 315), Reisekosten von TEUR 697 (Vorjahr: TEUR 649), Werbe- und Messekosten von TEUR 399 (Vorjahr: TEUR 211), IT Kosten von TEUR 288 (Vorjahr: TEUR 228), Fahrzeugkosten von TEUR 179 (Vorjahr: TEUR 153), Raumkosten von TEUR 164 (Vorjahr: TEUR 159), Nebenkosten des Geldverkehrs von TEUR 147 (Vorjahr: TEUR 218), Versicherungskosten von TEUR 129 (Vorjahr: TEUR 119) und Aufwendungen aus Kursdifferenzen von TEUR 99 (Vorjahr: TEUR 119) ausgewiesen. Von den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.021 (Vorjahr: TEUR 757) entfallen TEUR 766 (Vorjahr: TEUR 248) auf periodenfremde Geschäftsvorfälle. Außerdem sind Aufwendungen aus einer pauschalisierten Einzelwertberichtigung der Forderungen in Höhe von TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 0), erhöhte Sondereinzelkosten des Vertriebs TEUR 293 (Vorjahr: TEUR 26) und Aufwendungen aus der Zuführung von Rückstellungen von TEUR 323 (Vorjahr: TEUR 100) enthalten. Zinsergebnis In den Zinsaufwendungen sind verrechnete Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 87) enthalten. Aus dem Deckungsvermögen (Rückdeckungsversicherungen) wurden Zinserträge von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 34) erzielt. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aufgrund des Verlustvortrages fallen im Geschäftsjahr 2024 keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag an. Im Geschäftsjahr 2023 wiederum wurde ein aus Vorjahren resultierender Steuerertrag in Höhe von TEUR 100 ausgewiesen. 5. Sonstige Angaben Mitarbeiter Es wurden durchschnittlich 32 Mitarbeiter (Vorjahr: 30) beschäftigt. Die Mitarbeiter teilen sich wie folgt auf:
Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Die operativen Geschäftstätigkeiten führen zu finanziellen Risikopositionen, bei denen sich Änderungen der Preise von Fremdwährungen auf die finanziellen Ergebnisse des Unternehmens auswirken können. Diese Risken werden fortlaufend identifiziert und analysiert. Wechselkursrisiken ergeben sich insbesondere aufgrund von US-Dollar-Auszahlungen aus dem Verkauf von Bussen. Zur Absicherung bestehender Preisrisiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Bei der Bilanzierung der derivativen Finanzinstrumente werden "Mikro-Bewertungseinheiten" nach §254 HGB gebildet und nach der Einfrierungsmethode bilanziell abgebildet. Unrealisierte Verluste werden dabei in dem Umfang und für den Zeitraum, in dem sich die gegenläufigen Wertänderungen bzw. Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft ausgleichen, nicht bilanziell berücksichtigt. Grundgeschäfte innerhalb der Bewertungseinheit sind Zahlungsströme, die sich aus schwebenden Absatzgeschäften und den nachfolgend zu fakturierenden Forderungen ergeben. Die Effektivität der eingesetzten Sicherungsinstrumente wird in regelmäßigen Abständen überprüft, die wertbestimmenden Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäften stimmen überein. Die Bewertung der Derivate erfolgt anhand allgemein anerkannter Bewertungsmethoden.
Für Währungsderivate die nicht als Sicherungsgeschäfte in Bewertungseinheiten designiert sind, werden im Falle negativer Marktwerte Drohverlustrückstellungen gebildet. Geschäftsführung Patricia Vasconcelos, Diplom-Kauffrau, Geschäftsführerin Es wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, wonach die Verpflichtung zur Veröffentlichung der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführungsorgane entfallen kann, wenn durch diese Angabe direkt auf die Bezüge eines Mitglieds dieses Organs geschlossen werden kann. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 78 (Vorjahr: TEUR 118) und entfällt mit TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 118) auf Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 0) auf Steuerberatungsleistungen. Einbeziehung in Konzernabschluss Die COBUS Industries GmbH wird als Gemeinschaftsunternehmen in die Konzernabschlüsse der Caetanobus - Fabricação de Carroçarias, S.A mit Sitz in Vila Nova de Gaia und der Daimler Truck AG mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen einbezogen. Diese stellen den kleinsten Konsolidierungskreis dar, in den die Gesellschaft einbezogen ist. Der Jahresabschluss ist auf www.racius.com erhältlich. Der größte Konsolidierungskreis, in den die Gesellschaft über die Caetanobus - Fabricação de Carroçarias, S.A einbezogen ist, wird vom Unternehmen Grupo Salvador Caetano, SGPS, S.A. mit Sitz in Vila Nova de Gaia in Portugal aufgestellt. Die Daimler Truck AG wiederum wird im Konzernabschluss der Daimler Truck Holding AG einbezogen. Die entsprechenden Konzernabschlüsse findet man auf der Homepage des jeweiligen Unternehmens. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres von TEUR 214 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Durch die Anfang 2025 eingeleiteten Umstrukturierungsmaßnahmen erwarten wir sowohl eine Kostensenkung als auch Synergien in den Prozessen im administrativen Bereich. Die Schließung der Werkstatt ist ebenfalls darunter zu sehen, da aus unserer Sicht durch Wegfall eines Kunden und gesetzliche Einschränkung in der Bewegung unserer Produkte COBUS mit Überbreite im Straßenverkehr mit sich bringen. Die Kommunikation fand am 19. März 2025 statt. Die USA sind für die COBUS ein wesentlicher Absatzmarkt. Entsprechend hat die aktuelle Zollpolitik Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit der COBUS. Nach anfänglich angekündigten Zöllen von 20 % auf Importe in die USA beträgt nach aktueller Erkenntnis der gegenwärtige Zollsatz für unsere Importe 10 %. In den aktuellen Diskussionen waren jedoch auch höhere Zölle im Gespräch. Aktuell planen wir mit einem Zollsatz von 20 % und analysieren die Lage fortlaufend. Wir sehen gute Möglichkeiten den Anstieg des Zollsatzes in unseren Verkaufspreisen vollumfänglich weiterzugeben, da wir zurzeit keinen direkten Wettbewerber in den USA haben. Wir integrieren einen entsprechenden Passus in unsere Angebote bzw. Kaufverträge, sodass sich der Preis in Abhängigkeit des Zollsatzes entsprechend anpassen kann.
Wiesbaden, den 25.04.2025 Die Geschäftsführung Patricia Vasconcelos BESTÄTIGUNGSVERMERK Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die COBUS Industries GmbH, Wiesbaden: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Cobus Industries GmbH, Wiesbaden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cobus Industries GmbH, Wiesbaden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn, den 5. Mai 2025 Rödl
& Partner GmbH
Christian Landgraf, Wirtschaftsprüfer Markus Selk, Wirtschaftsprüfer |
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