Mobilmacherei GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
André Dipl.-Ing. (FH) Fertinger seit 18.1.2024 | Prokura |
Thorsten Dr. Demus seit 22.1.2021 | Prokura |
Matthias Uhl seit 16.6.2008 | Geschäftsführer |
Stefano Lanzoni seit 25.6.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
SACMI COOPERATIVA MECCANICI IMOLA SOCIETÀ COOPERATIVA (Sacmi Imola S.C.) | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Riedhammer GmbHNürnbergJahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023A. Unternehmen und Geschäftstätigkeit 1. Grundlagen der Gesellschaft Die Riedhammer GmbH mit Sitz in Nürnberg ist in die international ausgerichtete Sacmi Gruppe mit Sitz in Imola, Italien eingebunden. 1.1. Geschäftsmodell sowie Produktpalette Die Riedhammer GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Hochtemperaturöfen im Temperaturbereich von 800 ̊C und 2.000 ̊ C. Gegenstand der Produktion sind somit die Herstellung und Projektierung von Öfen auf höchstem Niveau für die Feinkeramik, technische Keramik, Advanced Materials, Feuerfestkeramik und Brennöfen zur Herstellung von Anoden, Kathoden sowie Elektroden aus Kunstkohle. Als Absatzmarkt wird von der Riedhammer GmbH der gesamte Globus beliefert. Zu den Kunden der Gesellschaft zählen ausschließlich Unternehmen der Industrie aus den folgenden Bereichen: • Aluminium- und Stahlindustrie • Keramikindustrie • Feuerfestmaterialien • Teilbereiche der chemischen Industrie • Teilbereiche der Abfallindustrie • Sintern von Metallen 1.2. Forschung und Entwicklung Unsere vorrangigen Ziele der Forschungs- und Entwicklungsaktivtäten des Jahres 2023 lagen wie bereits im Vorjahr in den Bereichen Materialwissenschaften, Prozessoptimierung und Produktverbesserungen. Diese Aktivitäten sind relevant für alle Unternehmensbereiche der Riedhammer GmbH. Hierbei strebt die Riedhammer GmbH auch auf eine enge Zusammenarbeit mit den naheliegenden Universitäten an. Das Produktportfolio wird stetig um weitere Produkte ergänzt, was unseren kontinuierlichen Fokus auf Innovationen veranschaulicht und unsere Marktposition erweitert. Die Erfolge unserer F&E Aktivitäten basieren auf den Fähigkeiten unserer hochqualifizierten Mitarbeiter in den beteiligten Abteilungen. Die Mitarbeiterentwicklung im Bereich Forschung und Entwicklung zeigt eine insgesamt konstante Entwicklung. In 2023 ist in diesem Bereich 1,00 Vollzeitmitarbeiter beschäftigt. Die direkt zurechenbaren Kosten beliefen sich auf TEUR 172,7. 1.3. Beschaffungspolitik Der Einkauf von Rohstoffen und anteilig von Handelswaren, Zukaufteilen, sowie Bau- und Dienstleistungen wird zum Teil über die Konzernmutter in Italien begleitet, die auf Grund ihrer Einkaufsmacht bessere Konditionen erzielt als der nationale Einkauf. Die Riedhammer GmbH unterhält einen eigenständigen Einkauf für diejenigen Einkaufswaren, auf die der SACMI-Konzern keinen Zugriff hat. 2. Rahmenbedingungen und Geschäftsentwicklung 2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist im Jahr 2023 in einem nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken geraten. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 um 0,3 % (kalenderbereinigt 0,1 %) niedriger als im Vorjahr. Die trotz der Rückgänge zum Jahresende nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung verlief in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Inflationsrate hat sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Sie war im Jahresverlauf deutlich rückläufig, liegt aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Der Leitzins der Europäischen Zentralbank hat sich im Jahr 2023 in mehreren Schritten von 2,5 % auf 4,5 % erhöht, nachdem er im ersten Halbjahr 2022 noch bei 0,0 % gelegen hatte. Der Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust. Die Zahl der Erwerbstätigen lag mit durchschnittlich 45,9 Millionen um 0,7 % über dem Vorjahr. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Ausblick: Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Im folgenden Jahr 2025 soll das BIP um 1,0 % gegenüber dem Vorjahr steigen. Quelle: Destatis: Pressemitteilungen Nr. 019 und 020 vom 15./16. Januar 2024 2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Bereich der Feinkeramik setzt sich aus den Geschäftsfeldern Tisch- und Sanitärkeramik nach Gruppierung innerhalb der Riedhammer GmbH dar. Die Marktgröße für Keramikgeschirr wird im Jahr 2024 auf 58,29 Milliarden US-Dollar geschätzt und soll bis 2029 78,80 Milliarden US-Dollar erreichen, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 6,21 % im Prognosezeitraum (2024-2029) entspricht. Zu den Hauptfaktoren, die das Wachstum des Marktes für Keramikgeschirr antreiben, gehören eine zunehmende Anzahl von Renovierungsprojekten für Häuser, eine steigende Anzahl von Haushaltseinheiten und eine zunehmende Installation modularer Küchen. Auch die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie die Heimdekorationsindustrie verzeichnen ein rasantes Wachstum, das die Nachfrage nach Keramikgeschirrprodukten in der erwarteten Zeit weiter ankurbeln dürfte. Weltweit gibt es einen stetigen Anstieg des E-Commerce, der für Hersteller und Zulieferer der Keramikgeschirrindustrie lukrative Möglichkeiten geschaffen hat, ihre Produkte über Online-Plattformen zu verkaufen. Um ein breites Kundenspektrum auf der ganzen Welt bedienen zu können, konzentrieren sich Hersteller und Anbieter von Keramikgeschirr auf den Verkauf ihrer Produkte auf verschiedenen E-Commerce-Portalen. In nordamerikanischen Ländern gibt es auch einen zunehmenden Trend, in Miethäusern zu leben, was dazu führt, dass Verbraucher häufig ihre Wohnung wechseln und daher in ihren neuen Häusern lieber neue Geschirrprodukte haben möchten. Dies treibt letztendlich die Marktnachfrage nach Keramikgeschirrprodukten voran. Die großen Marken konzentrieren sich auf die Innovation neuer Produkte sowie Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, um ihre Präsenz auf dem globalen Markt für Keramikgeschirr zu stärken. Die Unternehmen streben eine Erweiterung ihres Produktportfolios an, indem sie Fusionen und Übernahmen sowie Joint Ventures mit lokalen Marken eingehen. Die Hersteller in Entwicklungsländern konzentrieren sich darauf, ihre Produktionskosten zu senken und ihre Rentabilität zu steigern. Quelle: https://www.mordorintelligence.com/de/industry-reports/ceramic-tableware-market Bedingt durch diese konsolidierende und kosteneinsparende Strategie im Bereich der Tischkeramik verwundert es daher nicht, dass Riedhammer in 2023 keinen Auftragseingang erzielen konnte. Im Markt für keramische Sanitärartikel wird im Prognosezeitraum erwartet, dass ein starkes Wachstum verzeichnet werden wird, das auf Faktoren wie die Verbesserung des Lebensstandards, steigende Einkommensniveaus und ein zunehmendes Bewusstsein der Menschen für Hygiene sowie die steigende Bereitschaft der Verbraucher, mehr für Sanitärprodukte auszugeben, zurückzuführen ist. Darüber hinaus haben die zunehmenden Bauaktivitäten im Wohn-, Gewerbe- und Industriesektor die Nachfrage nach Sanitärartikeln beschleunigt. Sanitärartikel gehören zu den Grundanforderungen in Wohn-, Gewerbe- und öffentlichen Räumen und treiben das Wachstum des Marktes weiter voran. Keramik-Sanitärprodukte werden von Endverbrauchern aufgrund ihrer Langlebigkeit, hohen Widerstandsfähigkeit, ihres geringen Wartungsaufwands und ihrer höheren Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen bevorzugt. Dies hat zu einer erhöhten Nachfrage nach Sanitärprodukten in verschiedenen Sektoren wie Wohnhäusern, Hotels, Industrien, Krankenhäusern und anderen öffentlichen Orten geführt. Auch die Tendenz der Verbraucher zu luxuriösen Wohneinrichtungen nimmt zu, was die Nachfrage nach Keramikarmaturen erhöht. Verbraucher bevorzugen langlebige Designer-Keramikarmaturen, da diese den ästhetischen Wert und die luxuriöse Ausstrahlung des Komplexes steigern. Diese Faktoren treiben das Wachstum des Marktes weiter voran. Quelle: https://www.mordorintelligence.com/de/industry-reports/ceramic-sanitaryware-market Im Geschäftsfeld Sanitär konnte Riedhammer einen Auftragseingang von 17 Mio. Euro erarbeiten, welcher mit den namhaften Vertretern in diesem Bereich gelang. Die Marktgröße für Feuerfestmaterialien wird im Jahr 2024 auf 55,16 Millionen Tonnen geschätzt und soll bis 2029 67,12 Millionen Tonnen erreichen, was einem jährlichen Wachstum von 4 % im Prognosezeitraum (2024-2029) entspricht. Quelle: https://www.mordorintelligence.com/de/industry-reports/refractories-market Der geschätzte Umsatz der Riedhammer liegt bei 8 Mio. Euro für 2024. Dieser Bereich wird von einem Schwesterunternehmen der Riedhammer GmbH begleitet, welches zusätzliche Kontakte zu Kunden dieses Marktsegmentes erschließen lässt, da dieses Unternehmen eines seiner Hauptgeschäftsfelder in diesem Bereich sieht. Im Bereich der technischen Keramik ist Riedhammer sehr breit aufgestellt, so dass eine reduzierte Nachfrage in einzelnen Sektoren sehr gut in anderen Sektoren aufgefangen werden kann. Das Jahr 2023 konnten wir mit einem Umsatzplus von 11,3 % in diesem Bereich abschließen. Die Anfragen nach neuen Ofenanlagen sind noch immer auf einem hohen Niveau. Wir sehen in diesem Bereich immer noch Wachstumspotential, allerdings sehen wir in den folgenden ein, zwei Jahren eine Konsolidierung, so dass wir mit einem weiteren Anstieg nicht rechnen. Der Bereich der Kunstkohle wird durch den Aluminium Sektor im Hause Riedhammer getrieben. Die Größe des globalen Aluminiummarktes wurde im Jahr 2023 auf 229,85 Milliarden US-Dollar geschätzt und soll von 243,89 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf 393,70 Milliarden US-Dollar im Jahr 2032 wachsen. Das Wachstum wird in den Bereichen Automobil und Transportindustrie, aber auch im Bereich Solar, Batterie sowie im 3D Druck generiert als auch angetrieben. Quelle: https://www.fortunebusinessinsights.com/de/industrie-berichte/aluminiummarkt-100233 Der Aluminium-Preis liegt derzeit bei 2.570 USD/Tonne, (https://www.lme.com/) und damit über dem Vorjahresniveau, was für die Aluminium-Produzenten einen guten Preis darstellt. Wir blicken zuversichtlich in die Zukunft und erwarten weiterhin trotz der aktuellen geopolitischen Situation eine positive Entwicklung im Markt, da die ausfallenden Kapazitäten der europäischen Konfliktparteien auf andere Weise ersetzt werden müssen. 2.3. Geschäftsentwicklung Als wesentliche steuerungsrelevante Kenngrößen im Unternehmen werden der Jahresüberschuss und der Auftragseingang herangezogen. Das verbesserte Ergebnis auch im Vergleich zur Planung konnte erreicht werden, weil Projekte früher fertig gestellt wurden als geplant und somit entsprechend höhere Erlöse erzielt werden konnten. Weiterhin konnte ein Auftrag aus dem Bereich Kunstkohle mit einer Bonuszahlung seitens des Kunden aufgrund frühzeitiger Fertigstellung in Höhe von ca. 1 Mio. Euro erreicht werden, was nicht in der Planung enthalten war. Die Riedhammer GmbH hat das Jahr 2023 wieder mit einem sehr guten Auftragsbestand begonnen. Zusätzlich konnte ein Auftragseingang von 127,1 Mio. Euro in 2023 generiert werden, was die Prognose von 80,6 Mio. EUR um 57,7 % übertroffen hat. Somit entwickelt sich der Markt sehr positiv für Riedhammer, was besonders dem Bereich Lithium-Ionen-Batterien geschuldet ist. Alle Geschäftsbereiche wie Kunstkohle, Technische Keramik, Feinkeramik, Feuerfestkeramik und Revamping leisten weiterhin gemeinsam einen positiven Beitrag zur Gesamtentwicklung der Riedhammer GmbH. Aus Sicht der Riedhammer GmbH war das abgelaufene Jahr positiv und die Prognose kann für das kommende Jahr 2024 bestätigt werden. Im Carbon Bereich erwarten wir eine verhaltene Entwicklung. Auswirkungen der geopolitischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine können kurzfristig durchaus einen Beitrag leisten, der die kurzfristige Entwicklung beeinflusst. Mittel- und langfristig sehen wir jedoch die Notwendigkeit der Kunden neue Investitionen zu tätigen. Dies auch vor dem Hintergrund hoher Preise im Aluminium-Markt. 2.4. Investitionen Im Berichtszeitraum wurden überwiegend Ersatzinvestitionen durchgeführt. Im Jahr 2023 wurde ein Notstromaggregat angeschafft, um zukünftigen möglichen Blackouts in der Stromversorgung vorzubeugen, was eine signifikante Ausgabe mit sich gebracht hat. Weiterhin wurden reine Ersatzbeschaffungen im Bereich IT und Büromöbelausstattung getätigt. Das Investitionsvolumen betrug im Berichtszeitraum TEUR 948. Im Vorjahr waren es TEUR 514. 3. Personal Am Ende des Geschäftsjahres waren 168 Mitarbeiter beschäftigt. Die Anzahl der Mitarbeiter lag im vergangenen Berichtszeitraum bei 143. Die Fluktuation ist weiterhin sehr gering. Neben der betriebsinternen Ausbildung zur Vermeidung eines drohenden Fachkräftemangels hat vor allem der Aufbau weiteren Personals besonders in den technischen Bereichen eine große Bedeutung im Unternehmen. Dabei nutzt das Unternehmen sowohl inländische als auch ausländische Universitäten aber auch Verbindungen über das italienische Mutterhaus. 4. Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen bestehen nicht. B. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage • Ertragslage Der Jahresüberschuss beläuft sich auf TEUR 9.218 und liegt weit über dem des Vorjahres (TEUR 4.972). Hintergrund für den Anstieg des Überschusses ist der Produktmix in 2023, der im Vergleich zum Vorjahr mit einer höheren Rendite abgeschlossen wurde. Dies ist dem Charakter des Projektgeschäftes geschuldet. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um rund TEUR 22.711 bzw. 24,6 % auf TEUR 115.155 gestiegen bei einem gestiegenen Jahresüberschuss von TEUR 9.218 nach TEUR 4.972 im Vorjahr. Der im Inland erzielte Umsatz, lag mit erreichten TEUR 4.320 leicht über dem Vorjahresniveau. Im Export stieg der Umsatz um TEUR 22.451 oder 25,4 %. In Summe betrug der Umsatz im Export TEUR 110.835. Die Entwicklung der Bestandsveränderung mit der Erhöhung von TEUR 678 (Vorjahr: Reduzierung TEUR -8.110) liegt trotz der hohen Schwankung im Vergleich zum Vorjahr im erklärbaren Rahmen eines Wirtschaftsjahres und ist der Dauer einzelner Projekte geschuldet, die teilweise sehr lange bis zur Fertigstellung benötigen. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe stiegen auf TEUR 55.733. Im Vorjahr waren dies TEUR 37.860 und führen so zu einem Anstieg um 47 %. Diese Veränderung ist bedingt durch den unterschiedlichen Produktmix der verschiedenen Bereiche und einem höheren Dienstleistungsanteil in 2023. Lohn- und Gehaltssteigerungen haben im Jahr 2023 stattgefunden. Der weitere Anstieg der Personalkosten ist durch Personalzuwachs bedingt. Die Personalkosten sind von 12,8 Mio. Euro in 2022 auf 14,4 Mio. Euro in 2023 gestiegen. Die planmäßigen Abschreibungen liegen bei TEUR 389 und somit 25,5 % über dem Vorjahresniveau. Dies ist wie im Vorjahr der Modernisierung der EDV und der Räumlichkeiten geschuldet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 26.807 nach TEUR 22.503 in 2022. Diese enthalten unter anderem die Aufwendungen für Werbe- und Reisekosten in Höhe von TEUR 2.965 (i. Vj. TEUR 2.546). Es zeigt sich, dass die Reiseaktivität der Mitarbeiter weiterhin wieder steigt, was auch notwendig ist, da die Projekte vor Ort mit dem Kunden besprochen werden müssen. Darüber hinaus sind die Raumkosten um TEUR 863 gestiegen, was zum einen durch die Verdoppelung der Energiekosten als auch durch die Erhöhung der Miete durch die Sacmi Gruppe infolge der gestiegenen Inflation bedingt ist. Weiterhin sind darin die Kosten der Warenabgabe mit Provisionen und Ausgangsfrachten in Höhe von TEUR 9.985 (i. Vj. TEUR 7.051). In der letztgenannten Position sind sowohl die Provisionen als auch die Ausgangsfrachten erkennbar gestiegen, was wiederum dem Produktmix geschuldet ist. Das positive Zinsergebnis in Höhe von TEUR 728,3 (i. Vj. TEUR -99,9) setzt sich aus Zinserträgen in Höhe von TEUR 953 (i. Vj. TEUR 180) und Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 225 (i. Vj. TEUR 280) zusammen. Die wesentlichen Einflussgrößen sind die gestiegenen Zinsen in 2023 und die Entleihungen an die Muttergesellschaft. Die Zinsaufwendungen für die gestellten Avale durch unsere Banken und Versicherungen sowie die Pensionsrückstellungen sind erfreulicher Weise geringer ausgefallen. Die steigende Tendenz der Zinsen, bedingt durch die Entscheidungen der Zentralbanken, beeinflusst dieses Resultat immer stärker zu einem positiven Ergebnis, wie bereits im letzten Jahr festgestellt. • Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 100.917 (i. Vj. TEUR 101.451) und hat sich im Vergleich zum Vorjahr unwesentlich reduziert. Es macht sich hier der hohe Auftragsbestand bemerkbar, der sich in der Anarbeitungsphase befindet. Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen vor allem aktivierte Patente und Software. Der Buchwert stieg um TEUR 104 auf TEUR 179. Die Sachanlagen weisen zum 31. Dezember 2023 einen Wert in Höhe von TEUR 1.725 (i. Vj. TEUR 1.273) auf. Der Anstieg um TEUR 452 resultiert aus den über den planmäßigen Abschreibungen liegenden Ersatzbeschaffungen und dem im Bau befindlichen Notstromaggregat. Die Vorräte erhöhen sich unter Anpassung der Lagerbestände an den projektbezogenen Fortschritt und der jetzigen Auftragslage im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.742 auf TEUR 28.455. Neben einer Erhöhung der unfertigen Erzeugnisse von TEUR 20.379 auf TEUR 21.057 aufgrund der hohen Auftragslage sanken die mit diesen verrechneten erhaltenen Anzahlungen von TEUR 13.659 auf TEUR 13.444 in nicht besonderer Höhe. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sanken in Summe um TEUR 10.355 auf TEUR 57.430. Dieser Rückgang ist bedingt durch die Reduktion der Ausleihungen an den Mutterkonzern um 22,8 Mio. Euro. Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 6.410 auf TEUR 9.599. Das Eigenkapital erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 9.218 auf TEUR 40.549. Die Eigenkapitalquote liegt bei 40,2 % (i. Vj. 30,9 %). Der prozentuale Anstieg liegt an dem ausgesprochen guten Ergebnis der Gesellschaft. Der Cash Flow aus der operativen Tätigkeit lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei TEUR 7.333 (i. Vj. TEUR -1.607). Grund hierfür war die Fertigstellung zahlreicher im Vorjahr angearbeiteter Aufträge. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug TEUR -874 (i. Vj. TEUR -554). Die Investitionstätigkeit in 2023 beschränkte sich auf die Ausstattung des Unternehmens mit Büromöbel und Software und eines Notstromaggregates, zur Absicherung eine störungsfreien Arbeitsablaufes innerhalb der Gesellschaft. Aus heutiger Sicht sind keine Anhaltspunkte erkennbar, dass die zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllt werden können. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 9.821 (i. Vj. TEUR 10.667) sind leicht gesunken, da für ein nun abgeschlossenes Projekt keine zusätzlich notwendige Risikovorsorge getroffen werden musste. Dieses Projekt hatte die Rückstellungen im letzten Jahr signifikant beeinflusst. Die bestehenden Rückstellungen konnten nicht vollumfänglich abgearbeitet werden, was aber sukzessiv getan wird, wobei immer auch der Personalbestand unter der aktuellen Arbeitsauslastung berücksichtigt werden muss. Auf diese Weise erledigt die GmbH im Rahmen des Möglichen diese offenen Punkte. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 216 auf TEUR 6.788 stichtagsbedingt an. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich auf TEUR 9.495 (i. Vj. TEUR 16.088). Im Rahmen des Projektgeschäfts sind die erhaltenen Anzahlungen im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 32.756 auf TEUR 28.811 gesunken. Die sonstigen Verbindlichkeiten steigen von TEUR 207 auf TEUR 610 und beinhalten im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten. Für diesen signifikanten Anstieg sind überwiegend Umsatzsteuerverbindlichkeiten für Projekte in Norwegen verantwortlich. C. Chancen- und Risikobericht 1. Risikomanagementziele und -methoden Ein in den Betriebsablauf integriertes monatliches Reporting weist kurzfristig auf Veränderungen in den Bereichen Produktion, Einkauf, Logistik, Vertrieb und Finanzen hin. Diese Maßnahme wird flankiert durch einen Quartalsabschluss, welcher anschließend innerhalb der Gruppe analysiert wird. Durch ein zeitnahes Erkennen und systematisches Erfassen von Chancen und Risiken besteht die Möglichkeit, Risiken zielgerichtet zu steuern. Die Beurteilung der Risiken richtet sich nach der Eintrittswahrscheinlichkeit und dem potenziellen Schadensausmaß. Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Charakter haben, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen als "hoch", "mittel" oder "gering" klassifiziert. 2. Risikobericht Grundsätzliche Risiken Im Jahr 2023 sank die preisbereinigte Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 %. Die Schätzung der VDMA-Volkswirte von einem Minus in Höhe von einem Prozent wurde somit erreicht. Das vergangene Jahr ist dabei zweigeteilt: Während im ersten Halbjahr die Produktion dank der hohen Auftragspuffer leicht zulegen konnte, schmolzen diese im Jahresverlauf zunehmend ab und stützten die Produktion damit immer weniger. Im dritten Quartal 2023 schrumpfte die preisbereinigte Produktion um 1,6 %, im vierten Quartal lag sie sogar um 4,9 % niedriger als im Vorjahr. Im Grunde liegt eine sich reduzierende Nachfrage seitens der Kunden vor. Es zeigt sich, dass sich die Lage bei den Engpässen zuletzt von der Angebotsseite auf die Nachfrageseite verschob, denn die Materialknappheit hat sich weitgehend aufgelöst und selbst den Fachkräftemangel als gravierendste Produktionsbehinderung abgelöst. Die Beschäftigung stagniert, viele Unternehmen haben ihre Einstellungsabsichten aufgrund der konjunkturellen Eintrübung heruntergefahren, und Kurzarbeit nimmt zu. Für den Maschinenbau in Deutschland bleibt 2024 ein herausforderndes Jahr. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute, was den exportorientierten Maschinenbau besonders trifft. Positiv ist, dass die Zinswende im Euro-Raum in greifbare Nähe rückt. Das lässt auf mehr Investitionen hoffen und hellt die Exportperspektiven auf. Auf dem Weg zu mehr konjunktureller Dynamik bedarf es allerdings weiterhin der Geduld. Der internationale Industriezyklus dürfte ausweislich des globalen Einkaufsmanagerindex des Verarbeitenden Gewerbes zwar die Talsohle durchschritten haben. Dem gegenüber bewegt sich die Stimmung der deutschen Industrie ausweislich des ifo-Geschäftsklimas weiterhin auf einem Niveau ähnlich tief wie nach dem Beginn des Ukraine-Krieges. Eine messbare Belebung der Konjunktur wird allgemein erst im zweiten Halbjahr erwartet, und der Maschinen- und Anlagenbau wird als Spätzykliker erst verzögert von besserer Stimmung und Auslastung seiner Kunde profitieren. Geopolitische Konflikte wie die Kriege in der Ukraine und Nahost und drohende Eskalationsspiralen sind und bleiben jedoch ein beträchtliches Abwärtsrisiko für die weltwirtschaftliche Erholung. Quelle: VDMA: April 2024: Deutschland Prognosebericht Maschinenbau Ausfall- und Währungsrisiken Ausfallrisiken bei Forderungen werden minimiert, indem Exportgeschäfte so weit möglich gegen bestätigte Akkreditive getätigt bzw. mit Hermes-Deckung gesichert werden. Der Inlandsmarkt wird gegen Rechnung mit Zahlungsziel bzw. bei höheren Beträgen mit Bankgarantie beliefert. Das Umsatzvolumen im Inland mit unter 4 % Anteil am Gesamtumsatz kann auch bei möglichen Forderungsausfällen die Existenz des Unternehmens nicht gefährden. Bei größerem Auftragsvolumen werden Anzahlungen und zusätzliche Zahlungsschritte während der Abwicklung der Projekte für Geschäfte im In- und Ausland vereinbart. Dieses Risiko wird zusätzlich durch das Forderungsmanagement und laufende Bonitätsprüfungen minimiert. In Einzelfällen kann es landespezifische Delkredererisiken geben, die sich im Falle eines Eintritts wesentlich auf die Finanzlage der Gesellschaft auswirken können. Um das Risiko zu reduzieren, erfolgt eine intensive Betreuung dieser Einzelfälle durch Riedhammer. Hierbei handelt es sich um ein hohes Risiko, welchem aber mit stetiger Kontrolle begegnet wird. Vor diesem Hintergrund wird das Risiko von Forderungsausfällen unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung insgesamt als "mittel" eingestuft. Fremdwährungsrisiken treten in geringem Umfang auf, da die Riedhammer GmbH bemüht ist, ausschließlich auf Eurobasis zu berechnen. In Ausnahmefällen kommt es vor, dass wir gezwungen sind, in USD zu fakturieren. Das dabei entstehende Wechselkursrisiko wird durch Finanzinstrumente gesichert. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos betrachten wir als gering. Ebenso sehen wir die Auswirkung auf das Unternehmen als "gering" an. Betriebsrisiken Den Risiken aus dem Auftragsmanagement begegnen wir durch eine entsprechende Ausrichtung unseres Qualitätsmanagements und Controllings. Beispielsweise werden Qualitätsstandards bei den Zukaufprodukten ständig überwacht und aus Kundensicht optimale Produktbedingungen, wie ein geringer CO 2 -Ausstoß als auch ein geringer Brennstoffverbrauch, durch stetige Weiterentwicklung sichergestellt. Bereits bei der Angebotserstellung für Neugeschäfte wird eine Vorkalkulation erstellt. Laufende Prüfungen der Kalkulationsparameter, wie zum Beispiel eingesetztes Material oder Fertigungszeiten, sollen Abweichungen im Produktionsprozess aufzeigen und die Qualität der Vorkalkulationen erhöhen. Vor diesem Hintergrund wird das Risiko unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung als "gering" eingestuft. Beschaffungsrisiken Den Risiken steigender Beschaffungspreise wirken wir durch entsprechende Preiserhöhungen in den Projekten entgegen. Bei Abschluss des Vertrages für das jeweilige Projekt wird sofort zu den aktuell gültigen Konditionen, welche bereits bei der Erstellung der Vorkalkulation verhandelt wurden, die Lieferung bestellt. Vor diesem Hintergrund wird das Risiko unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung als "gering" eingestuft. Die geopolitisch und sonstig beeinflusste Situation und daraus resultierende Knappheit von Vorprodukten reduziert sich signifikant in unserer Lieferkette. Daher sind aktuell keinerlei Maßnahmen notwendig. Daher schätzen wir in der aktuellen Situation dieses Risiko als "gering" ein. 3. Chancenbericht Aufgrund der Besonderheit des Marktes verstehen wir Chancen als Potenzial, die im Wesentlichen über einen Prognosezeitraum von über ein Jahr hinausreichen. Daher sind Chancen unserer Einschätzung nach quantitativ nicht prognostizierbar. Chancen ergeben sich für Riedhammer unter anderem auf der Beschaffungsseite aus der Verwendung neuer Materialien, der Reduzierung von Werkstoffen und der Gewinnung neuer Lieferanten. Weiterhin werden fortlaufend Programme zur Kosteneinsparung und Produktivitätssteigerungen durchgeführt, um die Chancen im Wettbewerb nutzen zu können. Chancen im Bereich Vertrieb und für die Erschließung neuer Märkte ergeben sich insbesondere aus der engen Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft Sacmi Imola S.C. Hierdurch wird eine Einbindung von Riedhammer in das weltweite Vertriebsnetz von Sacmi gewährleistet, wodurch weiteres Vertriebspotenzial durch die Stärke des Konzerns genutzt wird. Darüber hinaus werden zusätzlich gut vernetzte Handelsvertreter in einigen Ländern genutzt, sofern diese in Spezialbereichen, welche nicht zur Kernkompetenz von Sacmi zählen, tätig sind. Analog dazu besteht auf den Exportmärkten die Chance, dass bestehende Kunden ihren Ausstoß steigern müssen oder wollen und somit neue Ofenanlagen benötigen, um mit diesen Vorgaben Schritt zu halten. Des Weiteren können Zielkunden und Projekte, welche noch nicht in der laufenden Planung berücksichtigt sind, bereits in 2024 umsatzrelevant werden. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen finanziellen Auswirkung der ermittelten Risiken und auf Basis der Erkenntnisse der operativen Planung werden zum heutigen Zeitpunkt keine gravierenden Risiken für die zukünftige Entwicklung festgestellt, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken die Entwicklung und den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Je nachdem wie sich der Russland-Ukraine-Konflikt noch und die Zuspitzung im Nahen Osten entwickeln wird, werden Verwerfungen am Markt erwartet. Allerdings werden fehlende Kapazitäten, welche aus Russland oder der Ukraine stammen, früher oder später in anderen Ländern von anderen Unternehmen aufgefüllt werden. Die hohen Energiekosten werden über markttechnische Maßnahmen in einem entsprechenden Zeitfenster aufgeholt werden. Hierfür sind aber die Politik und die dafür zuständigen Wirtschaftsbereiche zuständig, für die dies das tägliche Geschäft bedeuten. Wir sind zuversichtlich, dass wenn ohne Beschränkungen oder Verbote von einzelnen technischen Lösungen daran gearbeitet wird, es auch zu vernünftigen Lösungen kommen wird. Wir selbst arbeiten bereits seit Jahren an CO 2 -Reduktion und somit automatisch an einer Reduzierung des Energieverbrauches. Mit diesen Maßnahmen einhergehend, sind auch unsere Versuche, auf die Dekarbonisierung der Wirtschaft einen positiven Einfluss zu nehmen, ausgerichtet. Weiterhin sind neue Marktbereiche wie z.B. der Lithium-Batterie-Bereich gerade in einem Boom, der in Europa und Nordamerika gegenwärtig ist. Dies macht sich durch einen starken Auftragseingang in diesem Segment bemerkbar. Hier liegt die Stärke der Gesellschaft, da wir ein sehr großes Marktportfolio in unserem Sortiment haben, um an unterschiedlichen Marktsegmenten positiv zu partizipieren. D. Prognosebericht Die Basisprognose geht davon aus, dass die Weltwirtschaft in den Jahren 2024 und 2025 mit 3,2 % weiter wachsen wird, also im gleichen Tempo wie 2023. Einer leichten Beschleunigung in den Industrieländern - wo das Wachstum von 1,6 % im Jahr 2023 auf 1,7 % im Jahr 2024 und 1,8 % im Jahr 2025 steigen soll - steht eine leichte Verlangsamung in den Schwellen- und Entwicklungsländern von 4,3 % im Jahr 2023 auf 4,2 % in den Jahren 2024 und 2025 gegenüber. Die Prognose für das globale Wachstum in fünf Jahren liegt mit 3,1 % auf dem niedrigsten Stand seit Jahrzehnten. Quelle: World economic outlook (International Monetary Fund) Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das kommende Geschäftsjahr in den einzelnen Geschäftsfeldern folgende Umsätze:
Es kann aktuell für die Riedhammer GmbH noch nicht ausreichend vorhergesagt werden, wie sich die aktuelle Situation auf Dauer auswirken wird. Jedoch sind die Industrie und die Politik sehr darum bemüht nachhaltige Lösungen zu finden, deren Ergebnisse sich noch nicht abzeichnen lassen. Der Export bleibt weiterhin die stärkste Säule der Riedhammer GmbH mit über 90 % Umsatzanteil. In Summe erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 80,8 Mio. Euro bei einem geplanten Jahresüberschuss für 2024 von TEUR 1.400. Der Auftragseingang wird aufgrund der bereits fortgeschrittenen Verhandlungen und des aktuellen Ausblicks zur Weltwirtschaft bei 90,0 Mio. Euro gesehen. Strategisches Ziel der Geschäftsführung ist weiterhin die Gewinnung neuer Märkte und Kunden sowie die Sicherstellung und der Ausbau unserer Innovationskraft und Qualitätsmerkmale.
Nürnberg, den 17. September 2024 Riedhammer GmbH Die Geschäftsführer Matthias Uhl Stefano Lanzoni Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Allgemeine Angaben und Gliederung Die Riedhammer GmbH, Nürnberg, wird vom Registergericht Nürnberg unter der Nummer HRB 6389 geführt. Bei der Riedhammer GmbH handelt es sich zum Stichtag um eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 HGB. Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen des HGB gegliedert. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden Angaben gemäß § 253 Abs. 6 S. 3, § 268 Abs. 4 S. 1 HGB und § 268 Abs. 5 S. 1 HGB im Anhang dargestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des deutschen Handelsgesetzbuches maßgebend. Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden unter Beachtung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und der handelsrechtlichen Bestimmungen festgelegt. Die Abschreibungen erfolgten nach der linearen Methode. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 21 Jahren (Sachanlagevermögen) und zwischen 5 und 15 Jahren (Immaterielle Vermögensgegenstände). Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten über € 250,00 und bis zu € 1.000,00 wurde in Übereinstimmung mit § 6 Abs. 2 a EStG i.d.F. des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre linear abgeschrieben wird. Die betreffenden Vermögensgegenstände werden am Ende des Geschäftsjahres, in dem der Sammelposten vollständig abgeschrieben wurde, im Anlagengitter als Abgang erfasst. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten oder bei dauerhafter Wertminderung zu einem niedrigeren Wert, der den Vermögensgegenständen am Bilanzstichtag beizulegen war. Vorratsvermögen Die Vorräte wurden in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zu einem niedrigeren Wert, der den Gegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten bewertet, es wurden gewogene Durchschnittspreise zu Grunde gelegt. Teilweise wurden auch Festwerte angesetzt. Schwer verwertbare Rohstoffe wurden abgewertet. Die unfertigen Erzeugnisse wurden entsprechend ihres Fertigungsgrades mit Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungs- und Materialeinzelkosten sowie handelsrechtlich aktivierungspflichtige Gemeinkosten entsprechend den Kalkulationsunterlagen für den jeweiligen Auftrag. Bewertungsabschläge wurden für ungängige und nicht verwertbare Bestände vorgenommen. Falls die Herstellungskosten über dem Verkaufspreis lagen, erfolgten zur verlustfreien Bewertung Abwertungen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bewertet. Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden mit dem Rückzahlungsbetrag offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt. Soweit die Absetzung auftragsbezogen zu einem Anzahlungsüberschuss führen würde, erfolgt für die verbleibenden erhaltenen Anzahlungen ein Ausweis unter dem Posten "erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen" unter dem Posten Verbindlichkeiten. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel sind mit den Nennwerten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet worden. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine angemessene Pauschalwertberichtigung auf den Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Uneinbringliche Forderungen waren zu verzeichnen und wurden ausgebucht. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen wurden aktivisch abgesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben im Berichtsjahr ausgewiesen, soweit sie Aufwand der Folgejahre darstellen. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Bewertung von Pensionsrückstellungen basiert auf einer versicherungsmathematischen Bewertung unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) und der Sterbetafeln nach Heubeck aus dem Jahr 2018. Es wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre herangezogen. Den Berechnungen liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zu Grunde:
Bei sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und es wird eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden. Die Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften wurden auf der Basis von Vollkosten ermittelt. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Grundsätze der Umsatzrealisierung Grundsätzlich wird für alle Geschäftsbereiche die Umsatzrealisierung nach der Completed Contract Methode vollzogen, sofern nicht abrechnungsfähige Teilleistungen vorliegen. Sonstige Angaben Währungsumrechnung: Posten des Anlage- und Umlaufvermögens sowie Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, wurden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen historischen Wechselkurs angesetzt. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden. Posten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Geleistete und erhaltene Anzahlungen wurden mit dem historischen Wechselkurs angesetzt. II. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Posten in der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände, des Sachanlagevermögens und der Finanzanlagen ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen, der Bestandteil des Anhangs ist. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten ist nachstehend angegeben:
Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen:
Eigenkapital Angabe der ausschüttungsgesperrten Beträge:
Gewinnverwendung/Gewinnrücklagen: Der Jahresüberschuss 2022 in Höhe von € 4.972.198,46 wird in die Gewinnrücklagen eingestellt. Die Gewinnrücklagen betragen somit € 22.684.547,36. Rückstellungen Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem - für die Bewertung berücksichtigten - durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren zum Stichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von € 18.842,00. Die Pensionsrückstellung setzt sich am Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht den Anschaffungskosten. In den sonstigen Rückstellungen sind folgende Rückstellungen enthalten, die einen nicht unerheblichen Umfang haben:
Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch den branchenüblichen Eigentumsvorbehalt aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen gesichert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzpositionen ist nachstehend angegeben:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen:
III. Erläuterungen und Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:
Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In den folgenden Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind wesentliche Erträge bzw. Aufwendungen enthalten, die früheren Geschäftsjahren zuzuordnen sind:
Diese periodenfremden Erträge resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 1.402). IV. Ergänzende Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt € 1.822.769,62 (davon im Jahr 2024 fällig € 915.273,41) und setzt sich aus Leasing- und Mietverträgen zusammen. Aus Mietverträgen bestehen Verpflichtungen gegenüber dem verbundenen Unternehmen Riedhammer Immobilien GmbH & Co. KG in Höhe von € 1.491.058,57. Arbeitnehmer Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 2023 169 Arbeitnehmer, davon 7 Bereichsleiter, 11 Teamleader und 151 Sachbearbeiter beschäftigt. Beteiligungsliste Die Angaben zum Beteiligungsbesitz gem. § 285 Nr. 11 HGB unterbleiben, weil sie für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Berichtsunternehmens nach § 264 Abs. 2 HGB von untergeordneter Bedeutung sind (Schutzklausel § 286 Abs. 3 HGB). Angaben zu Leitungsorganen Geschäftsführer waren im Berichtszeitraum: Herr Stefano Lanzoni, Vertriebsgeschäftsführer, Imola, Italien Herr Matthias Uhl, Technik- und Vertriebsgeschäftsführer, Ullstadt Im Berichtsjahr unterbleibt die Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 286 Abs. 4 HGB. Die Beiratsvergütungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 € 21.750,00. Mutterunternehmen der Kapitalgesellschaft Die Riedhammer GmbH, Nürnberg, wird in den Konzernabschluss der SACMI COOPERATIVA MECCANICI IMOLA SOCIETÀ COOPERATIVA, Imola, Italien, einbezogen, die sowohl den kleinsten als auch zugleich den größten Konsolidierungskreis darstellt. Der Konzernabschluss ist in Imola, Italien, erhältlich. Angaben zum Abschlussprüferhonorar Das Abschlussprüferhonorar für das Geschäftsjahr 2023 beträgt:
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Über die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen/Personen wird wie folgt berichtet:
Die einzelnen Geschäfte wurden nach ihrer Art zusammengefasst (Verkauf, Kauf, Dienstleistung etc.). Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die nicht in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind. Unterzeichnung des Jahresabschlusses gemäß § 245 HGB:
Nürnberg, den 17. September 2024 Riedhammer GmbH, Nürnberg Geschäftsleitung Stefano Lanzoni Matthias Uhl Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Riedhammer GmbH, Nürnberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Riedhammer GmbH, Nürnberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Riedhammer GmbH, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 17. September 2024 Deloitte
GmbH
Johannes Gräbner, Wirtschaftsprüfer Andreas Kiefer, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 1. Oktober 2024 festgestellt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
21 nahegelegene Organisationen
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Großhandel mit Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehör
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Großhandel mit Flachglas
Erholungs- und Ferienheime
Vermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen
Sonstige Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen
Vermittlungstätigkeiten für gastronomische Dienstleistungen
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Ingenieurbüros für Tragwerksplanung
Herstellung von Dauerbackwaren
Beteiligungsgesellschaften
Vermittlungstätigkeiten für gastronomische Dienstleistungen
Vermittlungstätigkeiten für gastronomische Dienstleistungen
Gas-, Wasser-, Heizungs- sowie Lüftungs- und Klimainstallation
Großhandel mit elektronischen Bauteilen und Telekommunikationsgeräten
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Architekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen