Stammdaten

Register
Amtsgericht Krefeld HRB 8935
Eingetragen
19.8.2003
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Kunststoffen und Kunststoff-Compounds sowie deren Weiterverarbeitung zu Fertigerzeugnissen, sofern hierfür keine staatliche Genehmigung erforderlich ist.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Peter Kaluza
seit 15.7.2024
Prokura
Prokura
Ulrich Peter Kern
seit 14.7.2021
Prokura
Patrick Zimmermann
seit 4.7.2019
Geschäftsführer
Daniel Peltzer
seit 5.1.2017
Geschäftsführer
Carmen Michels
seit 3.7.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FKuR Kunststoff GmbH

Willich

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

HR: Amtsgericht Krefeld, HRB Nr. 8935

Bilanz zum 31.12.2023

(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.418,00 49.155,00
II. Sachanlagen 481.451,00 533.532,39
III. Finanzanlagen 7.669,38 7.669,38
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 5.839.055,24 7.714.502,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.460.713,28 6.287.426,99
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.483.617,90 745.676,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 44.619,14 58.517,61
Summe Aktiva 11.323.543,94 15.396.480,71

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 7.675.730,98 7.573.469,74
III. Jahresüberschuss -1.222.839,40 752.261,24
6.552.891,58 8.425.730,98
B. Rückstellungen 340.743,00 462.615,00
C. Verbindlichkeiten 4.429.863,14 6.508.088,51
davon aus Steuern: € 40.775,20 Vorjahr: € 38.114,90
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 7.029,74 Vorjahr: € 3.557,67
D. Rechnungsabgrenzungsposten 46,22 46,22
Summe Passiva 11.323.543,94 15.396.480,71

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2022 bis 31.12.2023

(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 7.662.007,98 11.155.282,03
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.276.615,65 -3.460.579,21
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -683.864,42 -601.140,35
davon für Altersversorgung: EUR 8.401,83
-3.960.480,07 -4.061.719,56
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -130.134,90 -149.729,49
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.998.767,16 -5.809.246,24
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 57.238,80 14.369,98
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -81.682,05 -41.708,48
-1.451.817,40 1.107.248,24
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 228.978,00 -354.987,00
8. Ergebnis nach Steuern -1.222.839,40 752.261,24
9. Jahresfehlbetrag / -überschuss -1.222.839,40 752.261,24

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

(Sämtliche Angaben in EUR)

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit Anschaffungskosten unter Berücksichtigung linearer Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer angesetzt.

Der Ansatz des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs-/Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen.

Für Zugänge von Vermögensgegenständen mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurde der Sofortabzug gewählt.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs-/ Herstellungskosten (einschließlich Nebenkosten) unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert aktiviert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen und sind in Höhe ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet.

Die übrigen Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden

Anlagenspiegel (Anlage 4) dargestellt.

Forderungen (Auszug; nur mit Restlaufzeiten "mehr als 1 Jahr")

Forderungsspiegel mehr als 1 Jahr
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 136.615,60
Sonstige Vermögensgegenstände 14.401,69
151.017,29
Forderungsspiegel Vorjahr mehr als 1 Jahr
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 164.776,51
Sonstige Vermögensgegenstände 14.119,30
178.895,81

Verbindlichkeiten

Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise die üblichen Eigentumsvorbehalte.

davon
Verbindlichkeitenspiegel bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.000.000,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.352.122,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.650,23 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 56.090,91 0,00 0,00
4.429.863,14 0,00 0,00
Verbindlichkeitenspiegel Vorjahr bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.000.000,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.438.365,65 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.955,83 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 57.767,03 0,00 0,00
6.508.088,51 0,00 0,00

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen TEUR 4.034.

Die Verpflichtungen betreffen Miete und Leasingaufwendungen.

IV. Sonstige Angaben

Geschäftsführer:

Frau Dipl.-Ing. Carmen Michels, Herr Betriebswirt Daniel Peltzer und und Herr Dipl.-Ing. und Dipl.-Wirtschaftsing. Patrick Zimmermann.

Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl: 57
Davon sind Angestellte: 43
Davon sind gewerbliche Arbeitnehmer: 14

V. Rechtsformspezifische Angaben

Forderungen gegen Gesellschafter

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen enthalten Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 79.904,94.

 

Willich, den 31.10.2024

gez. Carmen Michels

gez. Daniel Peltzer

gez. Patrick Zimmermann

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.12.2024 festgestellt.

Anlagenspiegel

Anschaffungs-/ Herstellungskosten Vortrag Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 256.350,02 0,00 109.153,21 0,00 147.196,81
Summe 256.350,02 0,00 109.153,21 0,00 147.196,81
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.180.930,40 9.081,64 0,00 24.625,39 1.214.637,43
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 727.601,75 26.257,87 48.556,96 0,00 705.302,66
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.625,39 0,00 0,00 -24.625,39 0,00
Summe 1. - 3. 1.933.157,54 35.339,51 48.556,96 0,00 1.919.940,09
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 7.669,38 0,00 0,00 0,00 7.669,38
7.669,38 0,00 0,00 0,00 7.669,38
Summe I. - III. 2.197.176,94 35.339,51 157.710,17 0,00 2.074.806,28
Abschreibungen Vortrag Abschreibungen Geschäftsjahr Zugänge Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge Abschreibungen kumuliert 31.12.
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 207.195,02 42.729,00 109.145,21 140.778,81
Summe 207.195,02 42.729,00 109.145,21 140.778,81
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 860.264,40 37.411,03 0,00 897.675,43
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 539.360,75 49.994,87 48.541,96 540.813,66
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 1. - 3. 1.399.625,15 87.405,90 48.541,96 1.438.489,09
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Summe I. - III. 1.606.820,17 130.134,90 157.687,17 1.579.267,90
Buchwert 31.12.2023 Buchwert Vorjahr Abgang zu Buchwerten
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.418,00 49.155,00 8,00
Summe 6.418,00 49.155,00 8,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 316.962,00 320.666,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 164.489,00 188.241,00 15,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 24.625,39 0,00
Summe 1. - 3. 481.451,00 533.532,39 15,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 7.669,38 7.669,38 0,00
7.669,38 7.669,38 0,00
Summe I. - III. 495.538,38 590.356,77 23,00

Lagebericht zum 31.12.2023

der FKuR Kunststoff GmbH, Willich

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die FKuR Kunststoff GmbH, Willich, ist ein führender Anbieter von Biokunststoffen. Unsere Schwerpunkte bilden drei Geschäftsfelder:

a)

Entwicklung, Produktion und Vertrieb von eigenen biologisch abbaubaren und biobasierten Compounds und

b)

Distribution verschiedener biobasierter (nachwachsender) Kunststoff- Rohstoffe von weiteren Kunststoffherstellern.

c)

Distribution und Compoundierung von Rezyklaten.

2. Forschung und Entwicklung

Das weltweit umfassende Angebot unserer Biokunststoffe wird systematisch weiterentwickelt und ausgebaut.

Das Leitmotiv für die Nachhaltigkeit ist: "Circular Economy", mit dem sich unsere Lieferanten, Kunden und Öffentlichkeit immer mehr identifizieren.

Gegenstand und Ziel unserer Entwicklungsaufgaben sind deshalb weiterhin:

a)

die Schaffung von maßgeschneiderten, innovativen kompostierbaren Compounds. In diesem Bereich waren die Entwicklungen im Wesentlichen durch die gesetzlichen weltweiten Legislativen geprägt, die die Substitution von herkömmlichen fossilen Kunststoffen durch industrieund/oder heimkompostierbare Kunststoffe und die Steigerung des biobasierten Anteils forcieren.

b)

der Ausbau des Produktportfolios im Bereich der biobasierten Compounds als Drop-In- Lösungen für fossile Kunststoffe wie PP und PE.

c)

Expansion des Standard-Portfolios für Rezyklate.

d)

Strategische F+E Arbeiten zu ausgewählten Themen und akuten Problemen in der Kunststoffindustrie, um fossile Rohstoffe durch biobasierte Kunststoffe zu ersetzen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die globale Marktentwicklung für Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen ist in den vergangenen 12 Monaten von verschiedenen Faktoren beeinflusst worden:

Die Auswirkungen der Ukraine Krise haben das abgelaufene Geschäftsjahr weiterhin geprägt. Stark gestiegene Strom- und Gaspreise haben bei den Endverbrauchern zur Eintrübung des Konsumklimas geführt. Aufgrund der niedrigen Konjunktur- sowie Einkommenserwartung und gestiegenen Zinsen wurden Investitionen stark zurückgefahren. Unsere Kunden haben ihre Produktion gedrosselt und von Vorratsproduktion auf On-Demand-Produktion umgestellt, auch weil in Zeiten der Krise zunächst die Existenzsicherung im Vordergrund steht. Das Thema Nachhaltigkeit ist weiter wichtig, aber nicht prioritär.

Langfristig sind als Treiber weiterhin ein wachsendes Umweltbewusstsein (alternative Energieträger, Steigerung der Rezyklate, Mehrwegsysteme) gesetzliche Initiativen (EU-weite PPWR Verpackungsverordnung) sowie die Verknappung von fossilen Ressourcen zu nennen. Die negativen Faktoren sind hingegen die Diskussion um die Umweltauswirkungen von Mikroplastiken, lokale Verbote von Kunststoffprodukten sowie ein allgemein schlechtes Image von Kunststoffen auf Grund eines wachsenden Umweltbewusstseins.

Weiterhin wirken sich die gesetzlichen Vorgaben auf EU-Ebene positiv auf die Marktentwicklung in Europa aus. Dazu zählen insbesondere die Plastikstrategie der EU für das Jahr 2030, der Green Deal der EU und damit das Ziel zur CO 2 Neutralität bis zum Jahr 2050, sowie lokale Gesetzeslagen in Italien, Frankreich und Spanien, die biologisch abbaubare/kompostierbare Produkte wie z.B. Abfallbeutel noch bevorzugt behandeln. Auch die Novellierung der EU-Verpackungsdirektive hin zu einer Verordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR)), hat einen signifikanten Einfluss auf die Marktentwicklung von nachhaltigen Kunststoffen im Verpackungsbereich.

Die Gesetzeslagen im indisch-asiatischen Subkontinent wirken sich positiv auf die gesamte Marktentwicklung aus. Dünne Kunststoffbeutel aus erdölbasierten Rohstoffen sind in einigen Provinzen Indiens mittlerweile gesetzlich verboten und müssen zwingend erforderlich aus biologisch abbaubaren Materialien hergestellt werden. Weitere Gesetze, die eine Substitution von konventionellen Kunststoffen durch biologisch abbaubare/ kompostierbare Kunststoffe vorsehen, sind in Vorbereitung.

Nachteilig hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr im Bereich der biologisch abbaubaren/kompostierbaren Kunststoffe die Kapazitätserweiterungen in China in den letzten Jahren ausgewirkt, wodurch bei gleichzeitigem Absatzrückgang eine deutliche Überkapazität entstanden ist. Hierdurch ist es zu einem starken Preisverfall und einem erheblichen Wettbewerbsdruck in Europa gekommen. Gleichzeitig sind die Lieferketten aus Asien weiterhin instabil.

2. Geschäftsverlauf

Die schwache Konjunktur und die Eintrübung des Konsumklimas hatten im Berichtszeitraum einen signifikanten Einfluss auf den Geschäftsverlauf. In allen Produktbereichen haben sich die Absatzmengen reduziert. Unsere hochwertigen Compounds sowie das umfangreiche und heterogene Portfolio gelten als Säule der internationalen Präsenz unseres Unternehmens und zeichnen die Marke FKuR aus. Daher werden auch höhere Preise in bestimmten Marktsegmenten akzeptiert. Aufgrund dessen ist der Absatz unserer Compounds im Geschäftsjahr 2023 unwesentlich gesunken. Die Überkapazitäten und der Wettbewerb durch lokale Produzenten, insbesondere im Segment Blasfolien und dünnwandige Verpackungen, haben deutlich zugenommen. Dies hatte einen starken Preisverfall in diesem Bereich zur Folge, der durch die Erschließung attraktiver Marktsegmente in anderen Produktbereichen teilweise kompensiert werden konnte. Im Bereich des Handelsgeschäfts ist der Absatz um 20% im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Ursachen hierfür sind neben den Auswirkungen der anhaltenden Materialverknappung insbesondere die höheren Preise im Vergleich zu konventionellen Kunststoffen und der Nachfragerückgang für nachhaltige Produkte bedingt durch Kaufkraftverlust und Inflation.

Für das Geschäftsjahr 2023 sind der Umsatz und der Rohertrag zum einen durch den konjunkturbedingten Absatzrückgang und zum anderen durch den Preisverfall bei den biologisch abbaubaren/kompostierbaren Kunststoffen gesunken.

Gegenwärtig sind nach der offiziellen Zählweise (Mitarbeiterzahl minus Geschäftsführung und Praktikanten) insgesamt 60 Mitarbeiter beschäftigt.

Wir sind seit Oktober 2015 nach ISO 9001:2008 zertifiziert. Die Umstellung auf die aktuelle ISO 9001:2015 wurde im August 2022 vollzogen. Das zweite Überwachungsaudit am 25. Juli 2023 hat keine Abweichungen zu den Forderungen der ISO 9001:2015 aufgezeigt.

3. Lage

Die Lage des Unternehmens kann trotz der Herausforderungen als stabil bezeichnet werden.

a) Ertragslage

Die Ertragslage für das Geschäftsjahr war nicht kostendeckend. Wie erwartet hat sich aufgrund der unter II aufgeführten Gründe das Rohergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 3,3 Mio reduziert. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf 1.222 TEUR.

Der Personalaufwand blieb im Geschäftsjahr mit rund 3.960,5 TEUR leicht unter dem Vorjahresniveau.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist weiterhin stabil. Das Finanzmanagement konnte sein Ziel, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungs- und Skontofristen zu begleichen, voll erfüllen. Die liquiden Mittel belaufen sich zum 31.12.2023 auf 1.483,4 TEUR.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist zum 31.12.2023 weiterhin stabil und gut. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir stabil. Das Umlaufvermögen sank von 14.747,3 TEUR auf 10.783,4 TEUR.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wir von 4.438TEUR auf 2.352 TEUR reduziert. Die Eigenkapitalquote zum 31.12.2023 stieg von 54 % auf 57 %.

III. Prognosebericht

Die zukünftige positive Entwicklung unseres Unternehmens gründet sich auf neun wesentliche Säulen:

Weitere Marktdiversifizierung und -differenzierung

Auffinden und Ausbau neuer Märkte und Marktsegmente

Ausbau strategischer Märkte im Hinblick auf das Gesamtportfolio

Konsequente Akquise von Neukunden

Strategische Produktentwicklung und Produktneuentwicklung

Kundenspezifische Entwicklungen

Kundenservice

Konsequente Nutzung des Marketing-Mixes

Ausbau des digitalen Marketings

Für das nächste Geschäftsjahr 2024 rechnen wir aufgrund stabiler Preise mit ähnlich hohen Umsatzerlösen, durch Einsparungsmaßnahmen aber steigenden Roherträgen, einer Entspannung bei der Rohstoffversorgung und einer Aufhellung des Konsumklimas. Wir erwarten ein positives Geschäftsergebnis.

Aufgrund unserer Planung und der positiven Entwicklung des ersten Halbjahres 2024 gehen wir von einem Jahresergebnis in Höhe des Vorjahres (2022) aus.

Im Bereich der Compounds wird das Geschäft weiterhin von intensivem Wettbewerb und hohem Preisdruck gekennzeichnet sein. Die finale Fassung der PPWR wird hierauf einen entscheidenden Einfluss haben. Für das Handelsgeschäft erwarten wir wieder deutlich steigende Absatzmengen, da durch eine Kapazitätserweiterung wieder ausreichend Rohstoffe zur Verfügung stehen und die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten wieder steigt.

IV. Chancen und Risikobericht

1. Risikobericht

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 war weiterhin durch die Folgen der Covid-19 Pandemie sowie durch die Ukraine Krise und die damit einhergehenden volkswirtschaftlichen Auswirkungen wie z.B. Absenken des Konsumklimaindex und anhaltende Kaufzurückhaltung geprägt. Der Planungshorizont unserer Kunden ist weiterhin verkürzt, so dass Bestellungen zumeist sehr kurzfristig erfolgen. Zur Risikominimierung werden unsere Rohstofflager für Ausgangsrohstoffe und Fertigware auf einem guten Niveau gehalten und die Expansion in weltweite und diversifizierte Märkte vorangetrieben.

Die Auswirkungen des Konfliktes in der Ukraine und die damit verbundenen Unsicherheiten in der EU sind weiterhin als Risiko zu betrachten.

Für die weitere Geschäftsentwicklung in allen Geschäftsbereichen ist die Ausgestaltung der PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) von entscheidender Bedeutung, die Ende 2024 zur finalen Abstimmung ansteht.

Die Wachstumsprognosen für die sogenannten Drop-In Kunststoffe kann in diesem Kontext als gut bezeichnet werden, da die EU sich der CO 2 Neutralität bis 2050 verpflichtet hat. Da nicht alle Anwendungen im Bereich der Kunststoffverpackungen durch Rezyklate ersetzt werden können und wegen der großen Nachfrage aufgrund der PPWR nicht ausreichend Mengen von Rezyklaten zur Verfügung stehen, wird der Einsatz von biobasierten Rohstoffen nötig sein, um fossiles CO 2 einzusparen.

Die Aussichten für die biologisch abbaubaren Kunststoffe, insbesondere in der EU, sind aktuell unstetig, da diese in der PPWR nur bedingt berücksichtigt werden, obwohl sich derzeit eine positive Entwicklung für kompostierbare Produkte wie dünnwandige Obst- und Gemüsebeutel zeigt, die in Ländern, in denen sie bereits etabliert sind, erfolgreich sind. Je nach finalem Inhalt der PPWR kann sich das potenzielle Marktvolumen für biologisch abbaubare Materialien in der EU reduzieren. Entsprechende Maßnahmen sind von uns bereits ergriffen worden, um darauf zu reagieren.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass durch die weltweiten Gesetzesinitiativen als auch durch das wachsende Umweltbewusstsein das langfristige Marktwachstum als positiv angesehen werden kann.

a) Branchenspezifische Risiken:

Branchenspezifisch sind folgende Risiken zu erkennen:

1.

Eine gesetzliche Förderung von biologisch abbaubaren/kompostierbaren Kunststoffen in der EU als Teil der Kreislaufwirtschaft findet nicht statt, da das Hauptaugenmerk aktuell auf dem Recycling von Kunststoffen und der Substitution von Kunststoff durch Papier liegt.

2.

Ein mögliches europaweites Verbot von dünnwandigen Kunststoffbeuteln, das auch biobasierte und vor allem biologisch abbaubare Kunststoffe beinhaltet.

3.

Eine mögliche Änderung des europäischen bzw. deutschen Abfallrechts, das biologisch abbaubare Kunststoffe als Störstoffe einstuft und damit verbietet. Das deutsche Abfallrecht hat die Vorgaben für biologisch abbaubare Kunststoffe in Kompostieranlagen verschärft, aber nicht verboten. Dennoch ist die Akzeptanz von bioabbaubaren Kunststoffen in Deutschland und den hiesigen Kompostwerken sehr gering.

4.

Die Konkurrenzsituation für biologisch abbaubare/kompostierbare Kunststoffe als auch für rein biobasierte Kunststoffe wird in mittelfristiger Zukunft weiter zunehmen. Da wir als Firma nicht nur einen eng zugeschnittenen Materialfokus haben, sondern sehr breit im Portfolio aufgestellt sind, sehen wir diese Entwicklung zwar kritisch, fühlen uns aber gut gerüstet.

b) Ertragsorientierte Risiken

Die allgemeine Eintrübung des Konsumklimas durch hohe Zinsen und gestiegene Preise hat zu einem allgemeinen Nachfragerückgang geführt, der sich signifikant auf den Absatz von nachhaltigen Produkten auswirkt. Hiervon sind insbesondere die biobasierten Drop-In Kunststoffe betroffen. Durch den starken Wettbewerbsdruck basierend auf Überkapazitäten in China, und daraus resultierenden Preisverfall der biologisch abbaubaren/kompostierbaren Rohstoffe sowie das Angebot extrem schlechter Qualitäten zu Dumpingpreisen intensiviert sich der Wettbewerb und der Preisdruck auch für Premiumqualitäten. Verschärft wird diese Situation durch den Import von Halb- und Fertigzeugen zu Dumpingpreisen aus China aufgrund der mangelnden Nachfrage auf dem heimischen Markt.

Durch innovative Produktentwicklungen, den Einstieg in attraktive Marktsegmente sowie weitere Differenzierung und die Identifizierung von bisher nicht besetzten Marktsegmenten bzw. Segmenten mit geringerer Wettbewerbsdichte, werden die Risiken minimiert.

c) Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

d) Politische Risiken

Auf nationaler und EU-Ebene analysieren wir die Entwicklung der Gesetzgebung und möglicher Regulierungen. Wir arbeiten in entsprechenden Gremien mit und passen unsere Produktentwicklungen und das entsprechende Marketing auch im Vorfeld etwaiger gesetzlicher Entscheidungen an. Hiermit versuchen wir nicht nur zu reagieren, sondern auch durch vorausschauende Risikoanalyse proaktiv zu agieren und Handlungsstrategien zu entwickeln. Generell reduzieren der allgemeine öffentliche und politische Zuspruch für Bio-Produkte und das gute Wachstum im Handel mit biobasierten Produkten erkennbare Risiken. Mit unserer Produktqualität haben wir uns auf diese Risiken vorbereitet.

2. Chancenbericht

Die Chancen unseres Unternehmens liegen in der heterogenen Marktstruktur, einem breiten Kundenstamm mittelständischer Unternehmen, in unseren hohen Produktqualitäten, der ständigen Erweiterung unserer kundenspezifischen Entwicklungen, in der Qualifikation und dem Engagement der Mitarbeiter, in der Flexibilität und Agilität der Entscheidung- und Geschäftsprozesse, in dem sehr breiten und heterogenen Standard- Portfolio sowie einem hervorragenden Kundenservice und Verlässlichkeit der Belieferungen.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen die laufende Überprüfung von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie eine bislang nicht ausgeschöpfte Kreditlinie bei der Hausbank. Der Kundenstamm kann als weitgehend solvent bezeichnet werden.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Tochtergesellschaften unserer Holding, die Vertriebsgesellschaft FKuR Plastics Corp. in den USA, die deutsche FKuR Polymers GmbH und unser indischer Joint Venture Partner SKYi FKuR Biopolymers Private Limited sind auf einem stabilen Weg.

 

Willich, den 31.10.2024

Die Geschäftsführer:

Carmen Michels

Daniel Peltzer

Patrick Zimmermann

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die FKuR Kunststoff GmbH, Willich

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FKuR Kunststoff GmbH, Willich, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FKuR Kunststoff GmbH, Willich, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Wuppertal, den 5. November 2024

HLB TREUMERKUR GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Dipl.-Ök. Burkhard Berg, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Oec. Andreas F. Wildoer, Wirtschaftsprüfer

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