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Federseebank eGBad BuchauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019I. Geschäftsverlauf 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften Im Jahr 2019 verminderten sich die konjunkturellen Auftriebskräfte merklich. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im Vorjahresvergleich lediglich um 0,6 %, nachdem es 2018 noch um 1,5 % zugenommen hatte. Die Gründe für das Schwinden der konjunkturellen Auftriebskräfte sind global vor allem die schwächere Weltwirtschaft, die eskalierenden Handelskonflikte, die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und die Unsicherheiten rund um den EU-Austritt Großbritanniens. Inländische Probleme lagen vor allem in den strukturellen Veränderungen in der Automobilindustrie hin zu neuen emissionsarmen Antrieben. Die Konsumausgaben setzten das bisher solide Wachstum mit 1,6 % bei den privaten und 2,6 % bei den staatlichen Konsumausgaben fort. Der Gesamtanstieg betrug 1,8 % (Vj. +1,3 %). Positiv wirkten sich der Beschäftigungsaufbau, kräftige Verdienststeigerungen und der Stellenaufbau im öffentlichen Dienst aus. Die Bruttoanlageinvestitionen blieben aufwärts gerichtet. Der Bauwirtschaftsboom führte zu einem Investitionszuwachs von 3,9 % (Vj. +2,5 %). Auch im Nichtwohnungsbau zog das Expansionstempo an. Die Ausrüstungsinvestitionen verzeichneten mit 0,6 % (Vj. +4,4 %) ein geringeres Wachstum. Weltwirtschaftliche Unsicherheiten und eine rückläufige Industrieproduktion führten zu einem merklichen Vorratsabbau. Die wirtschaftliche Situation im Handwerk war mit einem Zuwachs beim Gesamtumsatz um 4,6 % (Vj. +5,1 %) positiv. Stärkster Treiber blieben das Bauhauptgewerbe (+7,4 %) und das Ausbau- und Gesundheitsgewerbe (jew. +5,0 %). Die Umsätze im Einzelhandel (+2,7 %) und Großhandel (+2,0 %) legten stärker zu als im Vorjahr. Die Stimmung in der Landwirtschaft trübte sich wieder ein. Die Dürre von 2018 hatte rückläufige Unternehmensergebnisse zur Folge. Auch die weiteren Prognosen bleiben trüb. Der Staatssektor (öffentliche Hand) hat mit 49,8 Mrd. Euro infolge einer konjunkturellen Abkühlung und höheren Ausgaben einen geringeren Finanzierungsüberschuss erzielt. Der Schuldenstand dürfte erstmals seit 2002 leicht unter den Maastricht-Referenzwert von 60 % des Bruttoinlandsprodukts gefallen sein. Am Arbeitsmarkt verlor das Beschäftigungswachstum an Schwung. Die Arbeitslosenzahl sank um rund 73.000 auf knapp 2,3 Millionen Menschen. Bei der Arbeitslosenquote war ein Rückgang um 0,2 Prozentpunkte auf 5,0 % zu verzeichnen. Dennoch verlief diese Entwicklung schwächer als in den Vorjahren. Die EZB (Europäische Zentralbank) weitete ihren expansiven geldpolitischen Kurs mit neuen Anleihekäufen über 20 Mrd. Euro monatlich und einer Senkung des Einlagenzinssatzes von -0,4 % auf -0,5 % aus. Am Kapitalmarkt gingen die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen von 0,25 % über ein historisches Tief von -0,72 % Ende August zum Jahresende auf -0,19 % zurück. Die anfängliche Hoffnung auf eine geldpolitische Wende wich der Sorge um geopolitische Risiken, zuletzt jedoch mit mehr Optimismus. Der Euro wertete ab. Infolge positiverer US-Konjunkturzuversicht und schwächerer Konjunkturindikatoren im Euroraum notierte der Euro zum Jahresende um 2 Cent schwächer bei 1,12 Dollar pro Euro. Der DAX startete nach einem sehr schwachen Abschlussquartal in 2018 von einem niedrigen Niveau in das Jahr 2019. Trotz belastender geopolitischer Risiken führten letztlich die geldpolitischen Lockerungen der Notenbanken zu einem deutlichen Anstieg um 25 % auf 13.249 Punkte zum Jahresabschluss 2019. Die Kreditgenossenschaften blieben auch in 2019 auf Wachstumskurs. Bilanzsumme: + 5,3 %, Kundenkredite: + 6,0 %, Kundeneinlagen: + 5,5 %. Nach einem fusionsbedingten Rückgang um 34 Banken verblieben 841 Kreditgenossenschaften mit einer durchschnittlichen Bilanzsumme von 1.171 Mio. Euro und 9.344 personenbesetzten Bankstellen. Die Mitgliederzahl beträgt, wie im Vorjahr, 18,6 Mio. (Quellen: BVR-Rundschreiben vom 28.01., 03.03. und 17.03.2020). 2. Entwicklung der Federseebank eG
*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten) und 2 (Andere Verpflichtungen). Die Bilanzsumme hat sich erhöht. Hauptursache sind die gestiegenen Kundeneinlagen.
Die Kundenforderungen sind, trotz laufender Tilgungen, geringfügig um 0,1 % gestiegen. Die Vergleichswerte liegen hier deutlich besser (Marktvergleichsgruppe: + 6,0 %; Kreis: + 8,2 %; Verband: + 6,3 %). Weder das gewerbliche Kreditgeschäft noch die Kredite für den privaten Wohnungsbau konnten per saldo nennenswert zulegen. Die Forderungen an Kreditinstitute haben sich infolge stichtagsbedingt höherer Sichteinlagen auf unserem Zentralbankkonto erhöht. Der Wertpapierbestand hat sich weiter deutlich erhöht. Die zusätzlichen Kundeneinlagen wurden fast ausschließlich in die Eigenanlagen investiert. Im Eigenbestand sind Anleihen von öffentlichen Emittenten, von Banken und Unternehmen sowie institutionelle Fonds enthalten. Es handelt sich ausschließlich um Anlagen im Investmentgrade. Die Fälligkeitenstruktur ist ausgewogen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (zweckgebundene Weiterleitungskredite im Förderkreditgeschäft) sind zurückgegangen, da im Rahmen der Kredittilgungen auch der Bestand an zweckgebundenen Refinanzierungskrediten im Förderkreditgeschäft abgenommen hat. Unsere Kundeneinlagen sind um 7,6 % gestiegen (Marktvergleichsgruppe: + 5,7 %; Kreis: + 5,0 %; Verband:+ 5,9 %). Gestiegen sind dabei die Spareinlagen und insbesondere die täglich fälligen Einlagen, während die Termineinlagen weiter rückläufig waren. Wir stellen fest, dass unsere Kunden in Anbetracht der niedrigen Anlagezinsen und in Erwartung mittelfristig steigender Zinsen weiterhin eine vorwiegend kurzfristig verfügbare Anlagedisposition verfolgen.
Die Dienstleistungserträge liegen deutlich über dem Vorjahresniveau. Steigende Erträge resultieren insbesondere aus der Vermittlung von Versicherungen, Hypothekenkrediten und Immobilien.
Im Warengeschäft hat sich der Warenumsatz mengenbedingt deutlich erhöht, was hauptsächlich auf gestiegene Absatzmengen bei Heizöl und Düngemitteln zurückzuführen ist. Hauptumsatz- und Ertragsträger sind die Handelssparten Heizöl, Kraftstoffe, Getränke und Düngemittel. Infolge einer nahezu unveränderten Handelsspanne konnte der Warenrohertrag im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Nach der Betriebsabrechnung für das Warengeschäft wurde eine Vollkostendeckung erzielt. Investitionen Im Berichtsjahr haben wir u.a. mit der Anschaffung eines GAA-Recyclers in die Modernisierung unserer SB-Technik investiert. Diese Investition stand in Verbindung mit der bereits begonnenen Modernisierung unserer Hauptstelle in Bad Buchau. Neben einer Außenrenovierung ist die Innenrenovierung mit Schaffung von barrierefrei zugänglichen Beratungsräumen im Erdgeschoss vorgesehen. Die Maßnahme ist noch im Bau und soll im II. Quartal 2020 abgeschlossen werden. Daneben wurden Investitionen in Ersatzbeschaffungen und im Rahmen geringwertiger Wirtschaftsgüter getätigt. Sämtliche Investitionen waren in der Ergebnis- bzw. Investitionsplanung im einzelnen oder im Rahmen von Sachkontenbudgets berücksichtigt. Personal- und Sozialbereich Zum Jahresende haben wir in Vollzeit, Teilzeit und auf geringfügiger Beschäftigungsbasis 32 Arbeitnehmer im Bank- und Warengeschäft sowie 2 Auszubildende beschäftigt. Diese Besetzung ist vergleichbar mit dem Vorjahr und ist angesichts unserer Geschäftsstellenstruktur, unseres Warengeschäftes und im Vergleich zu Kreditgenossenschaften ähnlicher Größenordnung angemessen. Für die Aus- und Weiterbildung werden externe, interne sowie Online-Schulungsmaßnahmen angeboten und durchgeführt. Den jeweiligen Aufgabengebieten entsprechend wurden hierfür insgesamt an 78 Werktagen Schulungsmaßnahmen durchgeführt. Zusätzlich erfolgten interne Unterweisungen, z.B. im Rahmen von Personalveränderungen oder Mitarbeiterbesprechungen. Die Vergütungen und Sozialleistungen der Mitarbeiter erfolgen branchenüblich auf Grundlage des aktuellen Tarifvertrages. Weitere nicht finanzielle Leistungsindikatoren Im Rahmen unserer Förderungsaktivitäten mittels Spenden und Sponsoring haben wir auch im Geschäftsjahr wieder Vereine, Schulaktionen sowie weitere Einrichtungen in unserem Geschäftsgebiet unterstützt. Nichtmonetäre Förderungen bieten wir darüber hinaus z.B. in Form der Bereitstellung von Schülerpraktikamöglichkeiten oder der Kooperation mit Schulen im Bereich von Bildungs- und Unterrichtsgestaltungsmaßnahmen. Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Keine. II. Darstellung der Lage der Federseebank eG 1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns klar auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder ausgerichtet und daraus eine Gesamtbankstrategie mit dem Ziel der dauerhaften Begleitung unserer Mitglieder in allen Finanzierungs- und Vermögensanlagenfragen entwickelt. Die Gesamtbankstrategie inklusive Ziel- und Maßnahmenplan wird jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst. Kernziele betreffen die Vermögens- und Ertragslage als Basis für die Einhaltung der Risikotragfähigkeit, die Entwicklung des Kundengeschäftes, die Qualität der internen Prozesse und die IT-Sicherheit. Mit Hilfe von Kennzahlen und Limitsystemen planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Der Begrenzung der Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit messen wir besondere Bedeutung bei. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und die Tätigkeit unserer Internen Revision (ausgelagert an die Audit GmbH Karlsruhe Stuttgart Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt. Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist angesichts der Komplexität der Märkte im Bankgeschäft von großer Wichtigkeit. Wir verstehen dies als eine zentrale Aufgabe. Im Management der Risiken unterscheiden wir zwischen Kredit-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationellen Risiken, wobei die Kredit- und Marktpreisrisiken einen Schwerpunkt bilden. Daneben bestehen sonstige Risiken, welche das Warengeschäft betreffen können. Das Kreditrisiko wird aufsichtsrechtlich durch die CRR und die Großkreditvorschriften quantitativ begrenzt. Wir achten auf eine fristgerechte und aussagefähige Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer. Zur risikoorientierten Kreditbeurteilung, insbesondere im Firmenkundengeschäft, setzen wir - neben der Bilanzanalyse - das VR-Rating ein, welches mit Hilfe von Bonitätsmerkmalen die Firmen in Risikoklassen einteilt. Unser Privatkundenbestand wird monatlich maschinell mittels des VR-Privatkundenratings bewertet. Die Steuerung der Marktpreisrisiken erfolgt auf der Grundlage der periodischen Betrachtungsweise. Auf Basis der jährlichen Eckwertplanung werden dabei die Risikodeckungsmasse, die hiervon abzusetzenden Risikopuffer und das Gesamtbankrisikolimit ermittelt und festgesetzt. Unterjährig wird die Auslastung der Risikolimite in den einzelnen Risikoarten regelmäßig überwacht. Auch die Bonitätszusammensetzung und -veränderung unserer Wertpapieranlagen wird regelmäßig überwacht. Durch die Auswahl von Wertpapieranlagen mit guter Bonität und eine breite Streuung der Emittenten begrenzen wir zusätzlich die Kreditrisiken im Eigenbestand. Die Genossenschaft ist als Kreditinstitut, insbesondere aufgrund von bestehenden Inkongruenzen zwischen ihren aktiven und passiven Festzinspositionen, dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Dieses wird bilanziell im Rahmen der verlustfreien Bewertung des Zinsbuches berücksichtigt. Sie misst dieses Zinsänderungsrisiko auf der Grundlage dynamischer Zinselastizitätsbilanzen als negative Veränderung des Zinsüberschusses und des (handelsrechtlichen) Bewertungsergebnisses in verschiedenen Risikoszenarien. Das Liquiditätsrisiko wird durch die aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen begrenzt. Im Geschäftsjahr war die Zahlungsfähigkeit jederzeit gegeben. Das Liquiditätsrisiko steuern wir nach den Bestimmungen der Liquiditätsverordnung sowie ergänzenden Strategiebetrachtungen. Hierzu haben wir im Berichtsjahr die Ermittlung und Überwachung der Liquiditätstragfähigkeit mittels einer Liquiditätsablaufbilanz neu aufgenommen. Die Tragfähigkeit war in allen Liquiditätsstressszenarien gegeben. Dem Betriebsrisiko (Operationelles Risiko) begegnen wir mit laufenden Investitionen in neue DV-Systeme über die von uns beauftragte Rechenzentrale und mit der Klassifizierung und Optimierung unserer Arbeitsprozesse. Im Bereich der Handelstätigkeit wird die Minimierung des Betriebsrisikos darüber hinaus u.a. durch die klare funktionale Trennung von Handel, Abwicklung, Rechnungswesen und Überwachung unterstützt. Dem Rechtsrisiko wird durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare begegnet. Bei Rechtsstreitigkeiten binden wir die Rechtsabteilung unseres Verbandes in die Abwicklung ein. Über die Steuerung bzw. Minimierung dieser Risikoarten hinaus prüft die Interne Revision regelmäßig die Systeme und Verfahren sowie die wichtigsten Arbeitsabläufe. 2. Vermögenslage Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital). Wir verzeichnen ein, im Verhältnis zum Anstieg der Bilanzsumme, angemessenes Eigenkapitalwachstum. Dabei konnten wir unser erwirtschaftetes Eigenkapital mittels Zuführungen zu den Rücklagen und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken weiter stärken. Beim gezeichneten Kapital ist die Anzahl der Zeichnungsmöglichkeit von Geschäftsanteilen eingeschränkt. Die verbleibenden Geschäftsguthaben haben sich deshalb geringfügig verringert, weil mehr Anteile fällig wurden als durch Neuzeichnungen hinzugekommen sind. Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Bei den anrechenbaren Eigenmitteln finden die CRR-Übergangsvorschriften ('Grandfathering') Anwendung. Die Eigenkapitalanforderungen der CRR wurden von uns im Geschäftsjahr, trotz Rückgang der anrechenbaren Eigenmittel im Rahmen des Grandfathering, jederzeit eingehalten. Dies bezieht sich auch auf zusätzliche Anforderungen nach SREP gemäß aktuellem BaFin-Bescheid. Nach unserer Unternehmens- und Kapitalplanung ist von einer Einhaltung der aufsichtsrechtlich erforderlichen Kapitalquoten auch zukünftig vor dem Hintergrund der nach Basel III steigenden Eigenmittelanforderungen auszugehen. Kundenforderungen Den Schwerpunkt bildet unser Privatkundengeschäft, insbesondere die dinglich besicherten Wohnbaukredite. Die branchen- und größenmäßig breite Streuung unseres Kreditgeschäftes verringert das Risiko von Branchen- oder Klumpenrisiken. Zum Jahresultimo waren lediglich drei Kundenkredite zugleich Großkredit. Die durch die Generalversammlung festgesetzten Kreditbeschränkungen für die einzelnen Kreditnehmer sowie sämtliche aufsichtsrechtlichen Kreditgrenzen wurden während des gesamten Berichtszeitraumes eingehalten. Die Forderungen an unsere Kunden haben wir auch zum Jahresende 2019 wieder mit handelsrechtlicher Vorsicht bewertet. Die für erkennbare bzw. latente Risiken gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt. Durch unsere Liquiditätsplanung konnten wir allen vertretbaren und berechtigten Kreditwünschen unserer privaten und mittelständischen Kundschaft entsprechen. Wertpapieranlagen Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen:
Es handelt sich überwiegend um Kuponanleihen wie z.B. Pfandbriefe und Kommunalobligationen von Emittenten der Euro-Zone oder von Emittenten der G7-Staaten. Weiter enthalten sind Unternehmensanleihen unterschiedlicher Branchen mit jeweils geringem Einzeladressvolumen. In zunehmendem Umfang sind auch institutionelle Fonds, welche von unseren Verbundpartnern für die Banken-Eigenanlage strukturiert wurden, enthalten. Zum Bilanzstichtag waren alle Wertpapieranlagen im Investmentgrade geratet. Unser gesamter Wertpapierbestand ist nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Zinsänderungsrisiko Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2020 mit gleich bleibenden Leitzinsen der Europäischen Zentralbank mit der Folge einer Seitwärtsbewegung der Zinsen am Geld- und Kapitalmarkt bei einer weitgehend unveränderten Steilheit der Zinsstrukturkurve und haben uns entsprechend positioniert. Die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland war in den vergangenen Jahren von einem robusten Wachstum geprägt. Infolge der Corona-Krise werden sich jedoch sowohl beim Außenbeitrag als auch bei der bisher stabilen Inlandsnachfrage deutliche Rückgänge infolge des Lockdown ergeben. Eine valide Schätzung ist infolge der großen Unsicherheit über die Folgen und Dauer der Pandemie aktuell jedoch nicht möglich (Quelle: BVR-Research vom 02.04.2020). Dies gilt auch für die Konjunktur im Euroraum, welche bereits bisher mit Risiken im Bankensystem der südeuropäischen Länder und bezüglich der noch ungeklärten 'Brexit'-Abwicklung (Ausstieg des Vereinigten Königreiches aus der EU) konfrontiert war. Die Inflationsentwicklung und -erwartung bewegt sich in Deutschland und den restlichen Euroländern auf niedrigem Niveau, deutlich unterhalb des angestrebten Zielwertes von 2 %. Hierzu tragen auch die Corona-Pandemie und die stark gesunkenen Ölpreise bei (Quelle: BVR-Research vom 02.04.2020). Die EZB will deshalb an ihrer expansiven Geldpolitik festhalten, solange Inflation, Wirtschaftswachstum und monetäre Dynamik unterdurchschnittlich bleiben. Insofern erwarten die Märkte für 2020 keinen Ausstieg der EZB aus der ultralockeren Geldpolitik. Die Kapitalmarktzinsen lagen zum Jahresende 2019 am kurzen Ende wie im Vorjahr bei -63 Basispunkten (2-jährige Bundesanleihen) und am langen Ende um 42 Basispunkte niedriger bei -19 Basispunkten (10-jährige Bundesanleihen). Nach den zum 31.12. gemessenen Zinsänderungsrisiken wird die Ergebnisentwicklung in 2020 auf Grund tendenziell rückläufiger Zinsspannen in fast allen Zinsszenarien negativ beeinflusst. Hierzu trägt vor allem das politisch bestimmte, anhaltend niedrige Zinsniveau bei. Unserer Verpflichtung zur verlustfreien Bewertung des Zinsbuchs (IDW RS BFA 3) kommen wir im Rahmen der Rechnungslegung mit einem vereinfachten (barwertigen) Rückstellungstest nach. Hieraus ergeben sich zum 31.12. Nettoreserven des Zinsbuchs. Eine Drohverlustrückstellung ist nicht erforderlich. Währungsrisiko Das Währungsrisiko resultiert aus einem geringen Sortenbestand und aus Bürgschaftsverpflichtungen für Kunden-Währungskredite. Es ist von geringer Bedeutung. Die Bewertung erfolgte zu Marktkursen. Operationelle Risiken / Sonstige Risiken Wie jedes Unternehmen muss auch unsere Bank operationellen Risiken begegnen. Diese können beispielsweise durch System- und Kommunikationsfehler, technische Fehler bei Buchungen, Fehler durch Mitarbeiter, Rechtsrisiken etc. entstehen. Um diese Risiken möglichst gering zu halten, sind wir bemüht, den Qualitätsstandard unserer Mitarbeiter ständig zu verbessern. Hierfür haben wir im Geschäftsjahr 2020 ca. 60 Schulungstage sowie weitere, interne Unterweisungen vorgesehen. Zu den sonstigen Risiken zählen wir die Risiken aus dem Warengeschäft, wie z.B. Umweltrisiken. Diese Risiken begrenzen wir durch laufende Instandhaltungen unseres Betriebsvermögens, durch Aus- und Weiterbildung des hiermit betrauten Personals und durch den Abschluss entsprechender Versicherungspolicen im Bereich der Sach- und Haftpflichtrisiken. Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR Unsere Genossenschaft ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Seit 2015 sind wir zusätzlich dem vom genossenschaftlichen Finanzverbund im Rahmen der Umsetzung der EU-Einlagensicherungsrichtlinie neu gegründeten institutsbezogenen Sicherungssystem in Form der BVR Institutssicherung GmbH (BVR-ISG) angeschlossen. 3. Finanz- und Liquiditätslage Die Zahlungsbereitschaft unserer Bank war im abgelaufenen Geschäftsjahr gegeben. Aufgrund unserer Liquiditätsplanung und -steuerung, der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und der unterhaltenen Bankguthaben, gehen wir davon aus, dass auch in den kommenden zwei Jahren eine gleichbleibende Liquiditätslage gegeben sein wird. 4. Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3 2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6 3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12 4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16 Der Zinsüberschuss liegt auf Vorjahresniveau. Infolge des anhaltend niedrigen Marktzinsniveaus und fälliger höherverzinslicher Kundeneinlagen sind die Zinsaufwendungen für Kundeneinlagen weiter zurückgegangen. Im gleichen Umfang haben sich jedoch auch die Erträge aus den eher längerfristig festgeschriebenen Zinsen bei den Kundenkrediten und unseren bankeigenen Wertpapieranlagen reduziert. Im Provisionsgeschäft liegen die Erträge über dem Vorjahresergebnis. Im Warengeschäft liegt der Rohertrag infolge eines mengenbedingten Umsatzanstiegs bei gleichzeitiger konstanter Handelsmarge deutlich höher als im Vorjahr. Es konnte eine Vollkostendeckung erzielt werden. Die Verwaltungsaufwendungen liegen über dem Vorjahr. Ursache sind inbesondere höhere Sachkosten infolge der in 2019 begonnenen Modernisierung unserer Hauptstelle in Bad Buchau. Das Betriebsergebnis vor Bewertung ist infolgedessen in Relation zur dBS zurückgegangen. Gemäß Jahresabschluss liegt das ordentliche Betriebsergebnis vor Bewertung dennoch über dem Verbandsdurchschnitt (VR-Banken Baden-Württemberg). Der Bewertungsaufwand hat sich deutlich reduziert. Im Vorjahr waren hier hohe Kurswertabschreibungen im bankeigenen Wertpapierbestand infolge kurzfristig stark steigender CreditSpreads zum Jahresende enthalten. Die erforderliche Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft bewegte sich auf Grund der guten wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Rahmenbedingungen erneut auf einem wirtschaftlich tragbaren und unterhalb des Planwertes liegenden Niveau. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit liegt deutlich über dem Vorjahreswert. Der Steueraufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Hier waren im Vorjahr Sondereffekte aus der Auflösung versteuerter Zinsrückstellungen sowie aus steuerfreien Beteiligungserträgen steuermindernd berücksichtigt. Steuerliche Verlust- oder Gewinnvorträge bestehen nicht. Der verbleibende Jahresüberschuss liegt geringfügig unter dem Vorjahresniveau. Der aktuelle, mittelfristige Investitionsplan sieht neben Ersatzinvestitionen Instandhaltungs- und Invevestitionsaufwendungen im Bezug auf die Außen- und Innenrenovierung unserer Hauptstelle sowie der Erschließung eines bankeigenen Baulandareals (Neuweiher II) in Bad Buchau vor. Die zu erwartenden Ertragsauswirkungen der geplanten Investitionen sind in der Ergebnisvorschaurechnung bereits berücksichtigt. Die Kapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern/Bilanzsumme) betrug im Geschäftsjahr 0,16 % (Vorjahr 0,19 %). 5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage Die Vermögens- und Finanzlage unserer Genossenschaft ist geordnet. Unsere operative Ertragslage in 2019 ist zufriedenstellend. Bedeutende Kreditausfallrisiken, die auf die wirtschaftliche Entwicklung Einfluss nehmen könnten, sind derzeit nicht erkennbar bzw. durch entsprechende Wertberichtigungen abgeschirmt. Nach unserer aktuellen Ergebnisvorschaurechnung für 2020 wird die Ertragslage durch ein niedrigeres Zinsergebnis, niedrigere Provisionserträge und niedrigere Verwaltungsaufwendungen gekennzeichnet sein. Wir erwarten ein geringeres, aber noch angemessenes Betriebsergebnis. Bei dem von uns erwarteten Bewertungsergebnis gehen wir vorsorglich von einer leicht höheren Risikovorsorge im Kreditgeschäft und deutlich höheren Bewertungsaufwendungen bei unseren Wertpapieranlagen infolge der Corona-Krise (weitere Ausführungen hierzu siehe Prognosebericht) aus. Im Rahmen unserer Risikotragfähigkeitsermittlung berücksichtigen wir darüber hinausgehende, unerwartete Risiken durch Anrechnung auf die hierbei festgelegten Risikolimite. Unsere Steuerungsansätze und organisatorischen Regelungen erlauben sowohl die frühzeitige Identifikation von Risiken als auch die frühzeitige Einleitung von wirksamen Gegenmaßnahmen. III. Voraussichtliche Entwicklung mit Chancen und Risiken (Prognosebericht) Das geschäftliche Umfeld und die Entwicklung der Kreditgenossenschaften wird nach unseren Einschätzungen auch in den kommenden Jahren von dem verstärkten Wettbewerb, einem anhaltenden Margen- und Preisdruck, den steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen und den Belastungen aus der aktuell noch anhaltenden Niedrigzinsphase geprägt sein. Die letzte Finanzkrise, die anhaltend latente Staatsschuldenkrise in Südeuropa, die wirtschaftspolitisch unsicheren Erwartungen im Zusammenhang mit dem EU-Austritt des Vereinigten Königreiches, internationaler Handelsprotektionismus sowie die noch nicht absehbaren Folgen der aktuellen Corona-Krise machen den Marktteilnehmern unverändert deutlich, dass nicht nur Preisfragen, sondern vor allem Sicherheit und Vertrauen unverzichtbare Grundlagen einer dauerhaft soliden Geschäftsbeziehung sind. Das genossenschaftliche Geschäftsmodell hat sich in den seit 2007 auftretenden Finanz-, Wirtschafts-, Währungs- und Staatsschuldenkrisen als stabil und verlässlich gezeigt und genießt einen hohen Vertrauensstatus bei unseren Mitgliedern und Kunden. In unseren bisher zwei Kundenbefragungen (zuletzt 2014) haben wir bei unseren Mitgliedern und Kunden ein gutes und über den Vergleichswerten liegendes Befragungsergebnis erzielt. Unsere persönlichen Kundenbeziehungen und die von uns umgesetzten BVR-Projekte 'webErfolg' und 'Beratungsqualität' helfen uns, bestehende Kundenbindungen weiter zu festigen und neue Kunden zu gewinnen. Für die Konjunkturentwicklung der kommenden Geschäftsjahre 2020 und 2021 und die damit einhergehenden Impulse auf die Investitions-, Bau- und Konsumtätigkeit sowie für den Arbeitsmarkt, auch in unserer Region, verweisen wir vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Krise auf die Ausführungen zum Sondergutachten des Sachverständigenrats vom 22.03.2020 (siehe unten). Bei unseren betreuten Kundenforderungen erwarten wir einen leichten Zuwachs, auch wenn unser strukturschwaches Geschäftsgebiet nicht im gleichen Maß von der regen wirtschaftlichen Entwicklung profitiert wie die gewerbestarken Standorte im Umkreis (Biberach, Laupheim, Ulm, Ravensburg). Wir rechnen mit einer im Vergleich zu 2019 etwas rückläufigen Investitionstätigkeit, sowohl im gewerblichen Bereich als auch bei den privaten Wohnungsbaufinanzierungen. Impulse dürften dabei weiterhin vom unverändert niedrigen Zinsniveau ausgehen. Hier werden weiterhin eher langfristig gebundene Zinsvereinbarungen, auch über unsere Verbundpartner, gefragt sein. Im betreuten Einlagengeschäft erwarten wir in 2020 und 2021 einen weiteren Zuwachs, trotz des für Anleger unbefriedigenden Zinsniveaus und der Sorge der Anleger vor der Erhebung von Verwahrentgelten, sogenannten 'Negativzinsen'. Die Sparneigung unserer Kunden wird tendenziell hoch bleiben, um Liquiditätsreserven zu sichern. Wir streben ein qualitatives Wachstum mittels marktgerechter Konditionen, attraktiven Produkten und einer ganzheitlichen Beratung an. Mit entsprechenden bankeigenen Angeboten sowie mit Anlageprodukten unserer Verbundpartner werden wir dabei auf die individuellen Spar- und Anlagewünsche unserer Kunden reagieren. Ein wesentlicher Aspekt wird dabei unverändert der Aufbau einer ausreichenden Altersversorgung sein, da diese bei anhaltend niedrigen Zinserträgen noch wichtiger wird als bereits bisher. Für die Ertragslage ist auch in den kommenden zwei Jahren die Entwicklung des Zinsüberschusses von entscheidender Bedeutung. Infolge unserer Zinsbindungsstruktur im Kunden- und Eigengeschäft rechnen wir bei unseren ermittelten Standardszenarien für 2020 mit einem leicht rückläufigen und 2021 mit einem deutlich geringeren, aber für unsere Planrechnungen noch ausreichenden Zinsüberschuss, wobei die Szenarien bei konstanter Zinsstruktur günstigere Werte ausweisen, als bei steigenden oder weiter fallenden Zinsen. Das Ergebnis aus dem Provisionsgeschäft wollen wir durch die konsequente Nutzung unserer Vertriebskanäle (Geschäftsstellen und Online-Filiale) ausbauen. Infolge der Auswirkungen der Corona-Krise gehen wir jedoch davon aus, dass zumindest für 2020 mit rückläufigen Provisionserträgen zu rechnen ist. Für den Zeitraum 2020-2021 prüfen wir jedoch auch eine moderate Erhöhung unserer zuletzt zum 01.04.2016 neu eingeführten Kontomodelle für die Girokonten unserer Privat- und Geschäftskunden, was sich positiv auf unsere Zahlungsverkehrserträge auswirken kann. Bei den Sach- und Personalaufwendungen insgesamt erwarten wir für 2020 und 2021 geringere Aufwendungen. Durch den für das II. Quartal 2020 geplanten Abschluss der Außen- und Innenmodernisierung unserer Hauptstelle in Bad Buchau ist unser Geschäftsstellennetz auf einem zeitgemäßen Stand. Gleichzeitig prüfen wir eine weitere Optimierung unseres Geschäftsstellennetzes, z.B. durch Schließung eines bisher teilzeitbesetzten Standortes. Chancen für die Ertragslage bestehen bei einer besseren Konjunkturentwicklung als prognostiziert, was zu einer positiveren Geschäftsentwicklung führen könnte. Chancen für die geschäftliche Entwicklung sehen wir, trotz des bereits niedrigen Zinsniveaus, bei einem Zinsrückgang, der sich positiv auf die Kreditnachfrage auswirken könnte. Risiken für die Ertragslage bestehen bei einer deutlich schlechteren Konjunkturentwicklung als prognostiziert, die zu einer rückläufigen Geschäftsentwicklung führen könnte. Risiken für die geschäftliche Entwicklung sehen wir bei einem deutlichen Zinsanstieg, der sich negativ auf die Kreditnachfrage auswirken könnte. Im Hinblick auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 sind aktuell jedoch wirtschaftliche Auswirkungen auf Staaten, Finanzinstitute und Unternehmen, welche an den Kapitalmärkten als Wertpapieremittenten auftreten, festzustellen. In diesem Zusammenhang erwarten wir negative Auswirkungen auf unsere Ertragslage bedingt durch Wertpapierabschreibungen. Die weitere Entwicklung ist aktuell noch ungewiss und wird intensiv beobachtet. In den kommenden Jahren planen wir eine weitere Stärkung des Eigenkapitals durch die Dotierung der Rücklagen, des Fonds für allgemeine Bankrisiken und ggf. der Vorsorgereserven. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen in Form der Eigenkapital- und Liquiditätsgrundsätze werden wir auch in den kommenden zwei Jahren einhalten. Dazu haben wir die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalvorgaben im Rahmen eines Kapitalplanungsprozesses berücksichtigt. Dies bezieht sich auch auf zusätzliche Kapitalanforderungen nach SREP, zuletzt gemäß BaFin-Bescheid vom 07.01.2020. Wegen der geordneten Vermögenslage, der damit verbundenen Risikotragfähigkeit und unseren regionalen Marktkenntnissen gehen wir davon aus, auch zukünftige Ertragschancen für Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter zu nutzen. Bestandsgefährdende Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bank hätten, sind weiterhin nicht zu erkennen. Bei der Einschätzung zur Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Federseebank eG haben wir versucht, mögliche Auswirkungen der Corona-Krise bereits zu berücksichtigen. Mit der Ausbreitung des Coronavirus dürfte die Wirtschaftsentwicklung spätestens ab März 2020 zunächst merklich gedämpfter verlaufen. Das Coronavirus setzt der deutschen Wirtschaft zu. Wie stark und wie lang ist gegenwärtig noch nicht belastbar abzuschätzen und hängt von den weiteren politischen Maßnahmen ab. Aufgrund der sehr dynamischen und ungewissen Entwicklung muss aber mit relevanten konjunkturellen Auswirkungen gerechnet werden. Das Sondergutachten des Sachverständigenrats vom 22.03.2020 geht von drei Szenarien aus. Im Basis-Szenario, dem ausgehend von der aktuellen Informationslage wahrscheinlichsten Szenario, ist von einer Normalisierung im Sommer und einem BIP-Wachstum von -2,8 % in 2020 und einer Aufholung von +3,7 in 2021 auszugehen. Im alternativ möglichen sog. V-Szenario sinkt das BIP 2020 um -5,4 %, holt rasch auf und erreicht in 2021 ein Wachstum von +4,9 %. Versagt die schnelle Erholung, folgt im (langen) U-Szenario einem Negativwachstum von -4,5 % in 2020 nur ein langsames Wachstum von +1 % in 2021. " Im Zusammenhang mit der inzwischen entstandenen Ausnahmesituation sind die Prognosen mit erheblichen Unwägbarkeiten behaftet. Dabei sind die konkreten Auswirkungen derzeit noch nicht abschätzbar. Wir analysieren laufend mögliche Auswirkungen auf die Bank und werden unsere Prognosen korrigieren, soweit dies erforderlich ist. Die Marktpräsenz an unseren Standorten, unsere auf langfristige Kundenbindung ausgelegte Beratungs- und Vertriebsausrichtung sowie die Aus- und Fortbildung unseres Mitarbeiterstammes bilden weiterhin den geschäftspolitischen Schwerpunkt unseres Hauses. Wir sind zuversichtlich, auch in den Geschäftsjahren 2020 und 2021 ein insgesamt noch zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen, welches eine weitere Stärkung unseres Eigenkapitals erlaubt.
Bad Buchau, 15. Mai 2020 Federseebank eG Der Vorstand Klemens Bogenrieder Ulrich Bossler 1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2019Federseebank eG, Bad BuchauGenossenschaftsregisternummer 650002 beim Amtsgericht UlmAktivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019
3. Anhang für das Geschäftsjahr 2019A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB). Barreserve Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag. Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zinsanteilig, aufgelöst. Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet. Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Für die latenten Kreditrisiken wurde unter Berücksichtigung der steuerlichen Richtlinien eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. Das Wahlrecht gemäß § 340f Abs. 3 HGB wurde in Anspruch genommen. Wertpapiere Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse oder der beizulegende Zeitwert herangezogen. Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Anschaffungskosten über pari wurden am Bilanzstichtag mindestens bis zum niedrigeren Einlösungskurs abgeschrieben. Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsäzen bilanziert und bewertet. Wertpapierleihegeschäfte Am Bilanzstichtag bestehende Wertpapierleihegeschäfte wurden in der Bankbilanz angesetzt, da das wirtschaftliche Eigentum bei der Bank als Verleiher geblieben ist. Die im Rahmen der Wertpapierleihe übertragenen Wertpapiere sind weiterhin in dem Bilanzposten "Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere" ausgewiesen und entsprechend gekennzeichnet, da die wesentlichen Chancen und Risiken, die aus den Wertpapieren resultieren, bei der Bank verblieben. Der Buchwert der verliehenen Wertpapiere beträgt TEUR 1.500 (Vorjahr TEUR 0). Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 (n. F.) verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Differenzbetrag die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2019 war keine Rückstellung zu bilden. Warenbestand Die Bewertung des Warenbestandes erfolgte zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Marktpreis. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Treuhandvermögen Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert. Sachanlagen Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die sich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Anschreibungstabellen orientieren. Die in 2019 angeschafften geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 wurde eine Poolabschreibung nach steuerrechtlichen Vorgaben vorgenommen. Sonstige Vermögensgegenstände Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach den Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzips. Aktive latente Steuern Aktive latente Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D). Passive latente Steuern bestehen nicht. Verbindlichkeiten Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte - bis auf die abgezinsten Sparbriefe, die mit dem Zeitwert bilanziert werden - zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Treuhandverbindlichkeiten Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, enthalten. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst. Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht. Verwendung des Jahresergebnisses Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Abweichungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden Gegenüber dem Vorjahr wurden im Geschäftsjahr folgende Bilanzierungsmethoden abweichend ausgeübt: Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (strenges Niederstwertprinzip). C. Entwicklung des Anlagevermögens 2019
D. Erläuterungen zur Bilanz Forderungen an Kreditinstitute In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 6.285.644 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten. Forderungen an Kunden In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 2.290.210 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 5.100.920 fällig. In folgenden Posten sind enthalten:
Forderungen an Beteiligungsunternehmen In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an Beteiligungsunternehmen sind:
Beteiligungen Wir halten an folgenden Unternehmen Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung:
Treuhandvermögen Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Sachanlagen Im Aktivposten "Sachanlagen" sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 504.535 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 259.393 enthalten. Sonstige Vermögensgegenstände In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 13) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
Aktive latente Steuern Latente Steuern sind nicht aktiviert. Passive latente Steuern liegen nicht vor. Aktive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Aktive Steuerlatenzen ergeben sich aus den Aktivposten 4, 5, 6 oder 7 sowie der Passivposition 7, insbesondere aus dem Bereich der versteuerten stillen Reserven. Fremdwährungsposten In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 3.980 enthalten. Restlaufzeitspiegel für Forderungen Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 9.439.169 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten. Treuhandverbindlichkeiten Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 3.301 (Vorjahr EUR 5.966) enthalten. Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen sind:
Eigenkapital Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen Die im Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten. Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind nicht erkennbar. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen ausschließlich breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen werden. Durch Übertragung von Vermögensgegenstände gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
Fremdwährungsposten In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 467.148 enthalten, die ausschließlich auf Eventualverbindlichkeiten entfallen. E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Zinserträge und Zinsaufwendungen Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind in den Zinserträgen in Höhe von EUR 55 (Reduktion des Zinsertrags) bzw. in den Zinsaufwendungen aus Passivgeschäften in Höhe von EUR 535 (Reduktion des Zinsaufwands) enthalten. Provisionserträge Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Vermittlung, insbesondere für die Vermittlung von Wertpapieren, Vermittlung von Bausparverträgen und Vermittlung von Versicherungen nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein und machen 0,22 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus. Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 918 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 1.046 enthalten. F. Sonstige Angaben Vorstand und Aufsichtsrat Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 2.762. Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 402.497 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 1.340.773. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 227.792. Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen. Personalstatistik Die Zahl der 2019 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurde durchschnittlich 1 Auszubildende beschäftigt. Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr
Besondere Offenlegungspflichten Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen, die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen. Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten: Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V. Am Rüppurrer Schloss 40 76199 Karlsruhe Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf Bogenrieder, Klemens, -Vorsitzender-, Geschäftsleiter -Steuerungs- und Produktionsbank- Bossler, Ulrich, Geschäftsleiter -Vertriebsbank- Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf Schmid, Hubert, -Vorsitzender-, Strategischer Einkauf, Hymer AG Buck, Reinhold, -stellvertretender Vorsitzender-, Abteilungsleiter Produktentwicklung, Gambro Dialysatoren GmbH & Co. KG Jaud, Paul, Polizeibeamter, Hochschule für Polizei BW Maier, Alexander, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, SMH Maier & Hoch Partnerschaft Mayr, Wolfgang, Dipl.-Ing. (FH) Landschaftsarchitektur, selbstständig Menz, Hubert, Landwirtschaftsmeister, selbstständig Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Geschäftsjahres (Nachtragsbericht) sind Vorgänge von besonderer Bedeutung wie folgt eingetreten: Der von China ausgehende Ausbruch und die Verbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 hat inzwischen weltweite Auswirkungen. Dazu zählen auch wirtschaftliche Auswirkungen auf Staaten, Finanzinstitute und Unternehmen, welche an den Kapitalmärkten als Wertpapieremittenten auftreten. In diesem Zusammenhang erwarten wir negative Auswirkungen auf unsere Ertragslage bedingt durch Wertpapierabschreibungen. Die weitere Entwicklung ist aktuell noch ungewiss und muss intensiv beobachtet werden. Vorschlag für die ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 197.077,65 wie folgt zu verwenden:
Bad Buchau, 15. Mai 2020 Federseebank eG Der Vorstand Klemens Bogenrieder Ulrich Bossler Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Federseebank eG, Bad Buchau Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Federseebank eG, Bad Buchau (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar: a) Sachverhalt und Problemstellung Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 50,6 Mio. EUR. Dies entspricht 41,7 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 1,3 Mio. EUR und andere Verpflichtungen in Höhe von 2,7 Mio. EUR. Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar. b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse Wir haben zunächst beurteilt, ob die Systeme bzw. Prozesse der Bank derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird. Unsere Prüfungshandlungen umfassten die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse. In Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse überzeugt. Hierbei stellen wir auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Bank ab. Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Bank in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile, die Gesamtzusage sowie Auffälligkeiten - z. B. Überziehungen - berücksichtigt. Hierauf aufbauend haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen. c) Verweis auf weitergehende Informationen Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden enthalten. Im Lagebericht sind Ausführungen zu den Kreditstrukturen und Verfahren der Risikoerkennung enthalten. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen - wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder - anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft erbracht: - Sonstige separate Bestätigungsleistungen an die Bankenaufsicht bzw. die Deutsche Bundesbank - Prüfung des Depot- und Wertpapierdienstleistungsgeschäftes nach § 89 Abs. 1 Satz 1 und 2 WpHG - Einreichung elektronischer Bundesanzeiger Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Kai-Uwe Dienstdorf.
Stuttgart, 18. Juni 2020 Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V. Kai-Uwe Dienstdorf, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Insbesondere beinhaltete die Überprüfung, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden. Bei zulässigen Nichtprüfungsleistungen lagend die erforderlichen Genehmigungen vor. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz-, Ertrags- und Risikolage, die strategische und operative Bankplanung sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. Der vorliegende Jahresabschluss 2019 mit Lagebericht wird vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e. V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Generalversammlung berichtet. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Aufsichtsrat wird aufgrund der derzeitigen besonderen Situation gemäß § 3 Absatz 3 des Gesetzes über Maßnahmen im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins-, Stiftungs- und Wohnungseigentumsrecht zur Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in der Aufsichtsratssitzung am 24.06.2020 den aufgestellten und durch den Prüfungsverband geprüften Jahresabschluss zum 31.12.2019 feststellen. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Generalversammlung, die vom Vorstand vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen. Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr die Herren Reinhold Buck und Hubert Menz aus dem Aufsichtsrat aus. Beide Herren stellen sich für eine Wiederwahl zur Verfügung. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.
Bad Buchau, 18. Juni 2020 Der Aufsichtsrat Hubert Schmid, Vorsitzender Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2019("Länderspezifische Berichterstattung")Die Federseebank eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Federseebank eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. Im Rahmen Ihrer Tätigkeit betreibt die Federseebank eG auch den Verkauf der für die Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte benötigten Güter. Die Federseebank eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands, Rohergebnis aus Warenverkehr und Nebenbetrieben und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2019 TEUR 3.367. Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 17,2. Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 854. Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 152 und betreffen laufende Steuern. Die Federseebank eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten. Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die ErgebnisverwendungDer Jahresabschluss 2019 wurde abweichend von § 48 Absatz 1 GenG (Artikel 2 § 3 Abs. 3 COVGesMaßnG) am 24.06.2020 durch den Aufsichtsrat festgestellt. Die Generalversammlung vom 10.11.2020 hat die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 197.077,65 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 72.176,44 - abweichend zum Ergebnisverwendungsvorschlag im Anhang beschlossen. Die laut Ergebnisverwendungsvorschlag geplante Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 2,5 % wird nicht vorgenommen, der Vortrag auf neue Rechnung hat sich um diesen Betrag erhöht. |
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