Stammdaten

Register
Amtsgericht Moenchengladbach HRB 15864
Eingetragen
23.2.2001
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieHerstellung von Futtermitteln für NutztiereHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
die Erforschung, Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Rohstoffen und Produkten, mehrheitlich auf der Basis von Huminsäuren, für den Einsatz in der Agrarwirtschaft, im Bereich der Industrie und Umwelttechnik, in der Produktion von Zusätzen für die Futtermittelindustrie sowie die Vornahme aller sonstigen damit zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Müfit Tarhan
seit 7.1.2014
Geschäftsführer
Aydogan Cengiz
seit 7.1.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Aydogan Cengiz
Düsseldorf
52.500 €
50.00%
Müfit Tarhan
Meerbusch
52.500 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Humintech GmbH

Grevenbroich

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Humintech GmbH ist ein deutsches Biotech-Unternehmen mit Sitz in Grevenbroich, NRW, dass seit Anfang der 1970er Jahre Produkte auf der Basis von Huminsäuren entwickelt. Zur Produktpalette zählen Bodenverbesserer, Pflanzenstärkungsmittel, Biostimulanzien sowie Leonardit basierte Produkte zur Anwendung in der Umwelttechnik und der Industrie, die Humintech an einen internationalen Kundenkreis vertreibt.

Während Braunkohle heute überwiegend als Energieträger Verwendung findet und aufgrund des CO 2 -Fußabdrucks berechtigterweise kritisch betrachtet wird und perspektivisch an Relevanz verliert, konzentriert sich Humintech auf die stoffliche, CO 2 -neutrale und damit nachhaltige Nutzung dieser Ressource. Mit den aus Leonardit gewonnenen Huminstoff basierten Bodenverbesserer-produkten kann die Braunkohle der Region, bekannt unter Kölner Braun, einen positiven Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten. Die Gesellschaft arbeitet u.a. mit dem renommierten Fraunhofer Institut kontinuierlich an der Entwicklung neuer und innovativer Produkte.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Huminstoffe gehören zur Gruppe der Biostimulanzien, welche sowohl in der ökologischen als auch in der konventionellen Landwirtschaft durch die zunehmende Sensibilisierung der Politik und der Verbraucher gegenüber chemischen Düngemitteln und den Auswirkungen des Klimawandels immer mehr an Bedeutung gewinnen. Bis 2033 rechnet man mit einer durchschnittlichen jährlichen Marktwachstumsrate von rd. 12 % p.a.

Der allgemeine Geschäftsverlauf wurde, wie auch schon im Vorjahr, stark durch die gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise geprägt. Die gestiegenen Transportkosten im Geschäftsjahr 2023 führten zeitweise, zu rückläufigen Auftragseingängen der Kunden aus Übersee. Zudem haben die anhaltend hohen Leitzinsen die Finanzierungsstruktur zusätzlich belastet.

2. Geschäftsverlauf

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 konnte um knapp 2,7% von 11,6 Mio. € im Vorjahr auf 11,9 Mio. € in 2023 gesteigert werden. Obwohl die bereits aus dem Vorjahr anhaltende Situation als Folge des Ukrainekrieges und die fehlenden Umsätze aus Ägypten und Lateinamerika den Geschäftsverlauf belastet haben, konnte, durch intensive Vertriebs- und Verkaufsaktionen und die Erschließung neuer Absatzmärkte, der Umsatz gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Gegenläufig wirkte sich die Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen in Höhe von 0,3 Mio. € aus, nachdem es im Vorjahr noch einen deutlichen Bestandsaufbau gegeben hatte, so dass die Gesamtleistung um rd. 1,3 Mio. € auf 11,6 Mio. € im Geschäftsjahr 2023 gesunken ist.

Der Materialaufwand ist um 1,1 Mio. € auf 5,7 Mio. € im Berichtsjahr zurückgegangen, die Materialaufwandsquote ist von 53,4 % im Vorjahr um 3,9 % Punkte auf 49,5 % gesunken.

Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr 2023 um 0,4 Mio. € geringfügig auf 3,9 Mio. € gestiegen.

Das negative Jahresergebnis von TEUR -561 (Vorjahr Jahresüberschuss TEUR 69) resultierte überwiegend aus gestiegenen Energiepreisen, Transport- und Personalkosten (Inflationsausgleich), sowie Prüfungs- und Beratungskosten.

Zur weiteren Verbesserung der Unternehmenssteuerung wurde im April 2023 ein neues ERP-System eingeführt, welches eine differenziertere Produktkalkulation ermöglicht. Aufgrund von Softwarefehlern konnte das ERP-System im zu berichtenden Geschäftsjahr 2023 nicht in vollem Umfang genutzt werden. An der Beseitigung der Fehler wurde intensiv gearbeitet. Eine vollumfängliche Nutzung des ERP-Systems wird im zweiten Halbjahr 2024 erwartet.

Ziel ist es die Profitabilität des Unternehmens durch eine zusätzliche Stärkung und Restrukturierung des Vertriebs, sowie ein besseres Controlling im kommenden Jahr deutlich rentabler aufzustellen.

3. Wirtschaftliche Lage des Unternehmens

a) Vermögenslage

Die Bilanzstruktur der Gesellschaft ist weiterhin stabil. Das Anlagevermögen beträgt 49,9% der Bilanzsumme (i.Vj.: 50,2% der Bilanzsumme). Es ist vollständig durch Eigenkapital und langfristige Fremdmittel gedeckt.

Die Eigenkapitalquote beträgt 34,5% (Vorjahr 35,8%).

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen durch die branchenüblichen langen Zahlungsziele zur Finanzierung der Ernte eine signifikante Bilanzposition dar.

Wir arbeiten mit Vorkasse und Forderungen, sind über Exportgarantien des Bundes und über Kreditversicherungen abgesichert, um Forderungsausfälle zu mitigieren.

b) Finanzlage

Durch die oftmals langen Zahlungsziele für die eigenen Kunden hat Humintech einen hohen Betriebsmittelbedarf. Die Auswirkungen der multiplen Krisen im Geschäftsjahr 2022 führten auch im Geschäftsjahr 2023 dazu, dass einige Kunden die vereinbarten Zahlungsziele nicht einhalten konnten. Hier wurden die Zahlungsziele teilweise prolongiert. Hinzu kommen die von der ägyptischen Zentralbank nicht genehmigten Devisenzahlungen aus Ägypten. Nichtdestotrotz konnte ein positiver operativer Cashflow von rd 1,1 Mio. € verzeichnet werden.

Insgesamt gingen die liquiden Mittel im Geschäftsjahr um 119 T€ auf 259 T€ zurück, insbesonder re aufgrund der negativen Cashflows aus der Investitionstätigkeit in Höhe von rd. - 0,1 Mio. € und aus der Finanzierungstätigkeit von rd. - 1,1 Mio. €.

Zur Unterstützung der Finanzlage haben die Gesellschafter im Jahr 2024 zusätzliche liquide Mittel als Gesellschafterdarlehen von 1 Mio. € in die Gesellschaft eingebracht.

c) Ertragslage

Humintech erzielte im Geschäftsjahr einen Umsatz von € 11,9 Mio. (Vorjahr: € 11,6 Mio.). Die Gesamtleistung sank gegenüber dem Vorjahr um € 1.3 Mio. auf € 11.6 Mio. aufgrund einer Verminderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse um € 1.6 Mio., nachdem es noch im Vorjahr einen deutlichen Bestandsaufbau gegeben hatte. Die Personalkosten stiegen, unter anderem durch Zahlung eines Inflationsausgleichs, auf insgesamt € 3,9 Mio. (Vorjahr: € 3,5 Mio.). Durch intensivere Beratungs- und Prüfungstätigkeiten, aufgrund der seit 2022 für die Humintech geltenden Pflicht zur Prüfung des Jahresabschlusses durch einen Wirtschaftsprüfer nach § 316 HGB, sowie weiterer Beratungskosten zur Energieeinsparung und Optimierung der operativen Prozesse und gestiegene Kosten der Warenabgabe ist der Aufwand für diese Tätigkeiten gestiegen. Auch bei den Energiekosten musste ein Anstieg verzeichnet werden.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr erstmalig in ihrer Historie einen Verlust erwirtschaftet. Der Verlust in Höhe von T€ 561 ist primär eine Folge der gestiegenen und zuvor beschriebenen Kosten.

Ziel für die kommenden Jahre ist es weiterhin, die vorhandenen Reserven in den Produktionskapazitäten stärker auszulasten und somit die Rentabilität deutlich zu steigern.

d) Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur internen Unternehmenssteuerung werden im Wesentlichen die Kennzahlen Umsatz und Jahresergebnis herangezogen. Der Umsatzerlös im Geschäftsjahr beträgt € 11,9 Mio. (Vorjahr: € 11,6 Mio.) und der Jahresfehlbetrag T€ 561 (Jahresüberschuss Vorjahr: T€ 69). Erwartet wurde für das abgeschlossene Geschäftsjahr ein Umsatzvolumen von rd. 13,0 Mio. € und ein ausgeglichenes Ergebnis, so dass die geplanten finanziellen Leistungsindikatoren für 2023 im Ist aus den zuvor genannten Gründen verfehlt wurden.

e) Gesamtaussage

Aus den vorgenannten Gründen war das Geschäftsjahr 2023 ein anspruchsvolles Geschäftsjahr, welches bei der Umsatz- Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung nicht zufriedenstellend war.

III. Prognosebericht

Aus dem bereits abgeschlossenen Geschäftsjahr 2024 sind folgende wesentliche Punkte zur Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erwähnen.

Aus der BWA per Ende November 2024 ergibt sich ein kumulierter Umsatz von € 14,3 Mio. bei einem Ergebnis vor Steuern i.H.v. € 0,8 Mio. vor Bewertung des Vorratsbestandes und der Rückstellungen. Damit liegen wir kumuliert per Ende November über den geplanten Werten für 2024.

Zur Stabilisierung der Liquiditätssituation haben die Gesellschafter in 2024 neue Gesellschafterdarlehen in Höhe von € 1 Mio. zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus hat sich die Gesellschaft mit einem wesentlichen Lieferanten auf eine Zahlungsvereinbarung verständigt, die der angespannten Liquiditätssituation der Gesellschaft Rechnung trägt und bei der Finanzierung ihrer Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr für die Einführung von Factoring entschieden.

Für das Geschäftsjahr 2025 planen wir ein Umsatzniveau in Höhe von € 14,5 Mio. und ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von rd. € 0,4 Mio. sowie die planmäßige Rückführung der Bankverbindlichkeiten.

Das Unternehmen hat eine breite Kundenbasis und pflegt langjährige und enge Kundenverbindungen. Die Humintech GmbH hat im Verlauf des Geschäftsjahres 2024 zwei neue Großkunden in Ägypten und Lateinamerika akquiriert. Als Resultat der Vertriebs- und Marketingmaßnahmen, erwarten wir auch weiterhin Umsatzsteigerungen.

Insbesondere in den wichtigen Wachstumsmärkten Süd-, Südostasien und Lateinamerika gibt es noch große Potentiale für weiteres Wachstum, die man in der neuen Vertriebsstrategie bereits berücksichtigt und weiterhin berücksichtigen wird. Auch der wichtige deutsche und europäische Heimatmarkt soll verstärkt Beachtung finden.

Letztendlich plant das Management aufgrund der führenden Stellung der eigenen Produkte und der internationalen Präsenz auch mittelfristig mit einem Wachstum auf Niveau des Wachstums des Gesamtmarktes.

Humintech ist in der Lage dieses langfristig geplante Unternehmenswachstum mit den bestehenden Produktionskapazitäten zu erreichen, was bedeutet, dass in naher Zukunft keine größeren Investitionsvorhaben notwendig werden. Lediglich der Ausbau von Photovoltaikanlagen zur Verbesserung des eigenen Energiemixes soll weiter vorangetrieben werden.

Die Fokussierung auf die Landwirtschaft wird sich fortsetzen. Die landwirtschaftliche Verwendung der Produkte macht derzeit ca. 90% des Umsatzes aus. Als Teil der Diversifizierungsstrategie stellt Humintech aber nicht nur Endprodukte her, sondern bietet auch Zwischenprodukte auf Basis von Huminsäuren für weltweit führende Chemieunternehmen an, die damit ihre eigenen Forschungs- und Produktversuche tätigen. Dieser Bereich birgt große Umsatzpotenziale. Humintech agiert hier nicht nur als Lieferant von Zwischenprodukten, sondern bietet aufgrund des umfassenden Know-hows daneben auch Rezepturen an, um die Wirkung und Qualität der Produkte dieser Kunden zu verbessern.

Im Vertrieb soll neben der geografischen Fokussierung auf Wachstumsmärkte auch vermehrt an einer Nutzung von Online-Verkaufsplattformen gearbeitet werden, die bislang kaum Beachtung fand. Neben der höheren Reichweite der Produkte bei kleineren Kunden würde man auch einen größeren Aufklärungseffekt über Biostimulanzien in der breiteren Bevölkerung erzielen.

Die Unternehmensführung ist sich der anhaltenden Risiken aus politischen Entwicklungen bewusst und hat diese in die eigenen Planungen einfließen lassen. Durch die Vielzahl der belieferten Länder wird diese Entwicklung aber als beherrschbar eingeschätzt.

Auf der Personalseite ist ein moderates Wachstum geplant. Lediglich Neueinstellungen in den Bereichen Vertrieb und Finanzen, die aufgrund der Umsatzausfälle in der Vergangenheit teilweise verschoben wurden, sollen erfolgen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Bestandsgefährdende Risiken

Bedingt durch die globalen Krisen in 2022 und 2023 ist es gegenüber den ursprünglichen Planungen zu nicht vorhersehbaren Ergebnisrückgängen gekommen, die in der Folge in 2024 zu einer angespannten Liquiditätslage geführt haben.

Die Geschäftsführung hat daraufhin in Abstimmung mit den finanzierenden Banken eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Erstellung eines an IDW S6 angelehnten Sanierungsgutachtens beauftragt.

Dieses mit Datum vom 20. September 2024 erstellte Gutachten bestätigt grundsätzlich die Sanierungsfähigkeit der Humintech GmbH unter der Voraussetzung das bestimmte finanzielle, strukturelle und leistungswirtschaftliche Maßnahmen von der Humintech GmbH umgesetzt werden.

Vor dem zuvor genannten Hintergrund wurden bereits mit zwei der drei Hausbanken neue Kreditvereinbarungen abgeschlossen. Wir gehen davon aus, dass auch mit der dritten Hausbank kurzfristig eine neue Kreditvereinbarung getroffen wird. Damit ist aus unserer Sicht die mittelfristige Finanzierung der Gesellschaft sichergestellt.

Zur Stabilisierung der Liquiditätssituation haben außerdem die Gesellschafter in 2024 neue Gesellschafterdarlehen in Höhe von € 1 Mio. zur Verfügung gestellt, ebenso hat die Gesellschaft sich mit einem wesentlichen Lieferanten auf eine Zahlungsvereinbarung verständigt, die der angespannten Liquiditätssituation der Gesellschaft Rechnung trägt.

Zusätzlich hat sich die Gesellschaft bei der Finanzierung ihrer Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr für die Einführung von Factoring entschieden und eine Vereinbarung mit einem Factoring Anbieter geschlossen, die zu einmaliger zusätzlicher Liquidität bei der Gesellschaft und durch die revolvierende Fortführung zu einer kontinuierlichen Liquiditätsverbesserung führt.

Der Fortbestand der Gesellschaft hängt davon ab, dass die im Sanierungsgutachten vom 20. September 2024 aufgezeigten vertraglichen, finanziellen, strukturellen und leistungswirtschaftlichen Maßnahmen, die teilweise bereits in der Umsetzung sind, auch weiterhin stringent umgesetzt werden.

2. Chancenbericht

Die weltweiten Auswirkungen der Klimaveränderung auf die Bodenqualität in Kombination mit der zunehmenden Abwehrhaltung der Gesellschaft und Politik gegenüber chemischen Düngemitteln sollte weiterhin für eine wachsende Nachfrage nach organischen Bodenverbesserern (Biostimulanzien) sorgen.

Humintech ist in sehr konstruktiven Verhandlungen mit großen europäischen Abnehmern. Hier bestehen weitere Potentiale zur Ausweitung der eigenen Umsätze mit, günstigeren Zahlungsbedingungen im Vergleich zu unseren Absatzmärkten in Nahost und Lateinamerika.

Humintech wird die Entwicklung neuer innovativer Produkte auf der Basis von Huminsäuren auch in Kombination mit anderen natürlichen Rohstoffen (z.B. Algen oder eigene entwickelte und registrierte Bakterien) fortsetzen, um die führende Stellung innerhalb der Branche auch in Zukunft zu behaupten.

Neben der Entwicklung eigener Produkte sehen wir auch steigendes Umsatzpotential durch neue Aufträge als Lieferant für Zwischenprodukte und Eigenmarken von Großkonzernen. Diesbezüglich werden wir die eigenen Vertriebsbemühungen intensivieren.

3. Risikobericht

a) Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die aktuelle gesamtwirtschaftliche Lage hat das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr stark beeinflusst. Gestiegene Energie- und Transportpreise belasteten das operative Geschäft. Der Krieg in der Ukraine, die traditionell ein wichtiger Einzel-Markt ist, hat zu Umsatzeinbußen geführt. Wie sich die Situation hier weiter entwickeln wird, ist aktuell nicht zu prognostizieren.

Hinzu kamen noch Devisenausfuhrbeschränkungen im wichtigen Unternehmensmarkt Ägypten. Hier sind sämtliche Forderungen versichert und man ist in konstruktiven Gesprächen mit den Behörden, diese Umstände im kommenden Jahr zu lösen.

Insgesamt übersteigt das Wachstumspotential des Gesamtmarktes die weltweit erhöhten Länderrisiken.

b) Branchenspezifische Risiken

Wie bereits in anderen Branchen zu beobachten, steigen auch in der Landwirtschaft weiterhin die Preise für Betriebsmittel. Aufgrund der globalen Klimaveränderungen und daraus resultierenden Ernteschwierigkeiten ist die Nachfrage nach hochwertigen und nachhaltigen Bodenverbesserern (Biostimulanzien) dennoch ungebrochen.

c) Ertragsorientierte Risiken

Die Wettbewerbsrisiken in der Branche sind bis dato beherrschbar. Beachtenswerte Wettbewerber sind Unternehmen aus den USA mit ähnlichen Preis-/ Leistungsangeboten. Kurzfristige Ertragsrisiken könnten durch qualitativ schlechtere Nachahmerprodukte insbesondere aus dem asiatischen Raum entstehen. Durch die breite Streuung und langjährige Kundenbindung ist dieses Risiko aber kontrollierbar. Außerdem arbeitet man kontinuierlich an neuen Produktinnovationen, um die marktführende Stellung zu behaupten.

d) Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Unternehmen fakturiert überwiegend in Euro. Dementsprechend sind Währungssicherungsgeschäfte nicht notwendig und erhebliche Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht.

Die Gesellschaft ist insbesondere über laufende Kreditlinien und Darlehen der Banken finanziert. Für die Rückführung der bestehenden Darlehen und Kreditlinien ist es erforderlich, dass die Gesellschaft ausreichend Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit erzielen kann oder die benötigte Liquidität von den Eigen- und Fremdkapitalgebern zur Verfügung gestellt werden wird.

e) Produktrisiken

Produktrisiken bestehen ggf. in Form von Gewährleistungs- und Haftungsrisiken.

Diese Risiken werden durch intensive Qualitätssicherungsmaßnahmen und eine Produkthaftpflichtversicherung abgedeckt.

f) Rohstoff- und Beschaffungsrisiken

Das Unternehmen bezieht den überwiegenden Anteil des für die Herstellung der Huminstoff basierten Produkte benötigten Leonardits aus dem an das Betriebsgrundstück angrenzenden Tagebau Garzweiler. Die Bereitstellung des Leonardits ist im Rahmen der Gesetzgebung zum Kohleabbau bislang bis 2030 gesichert. Darüber hinaus arbeitet man intensiv mit der Politik daran eine Genehmigung für den kleinräumigen Abbau von Leonardit auch über das Jahr 2030 hinaus sicherzustellen und eine nachhaltige und klimafreundliche Nutzung des Rohstoffs zu gewährleisten. Alternativ stehen Lieferanten aus den USA oder Kanada zur Verfügung.

g) Abhängigkeiten

Das Unternehmen hat einen breiten internationalen Abnehmerkreis. Die Mehrheit sind langjährige Abnehmer und stehen somit für eine Kontinuität in der Lieferbeziehung.

Wie im Geschäftsjahr gesehen, können politische und wirtschaftliche Risiken in einzelnen Ländern diese Geschäftsbeziehungen beeinflussen. Aufgrund der Vielzahl von Ländern, die beliefert werden, und der bereits gezeigten Flexibilität in den Vertriebsbemühungen, wird dieses Risiko insgesamt als grundsätzlich beherrschbar eingeschätzt und durch entsprechende Neuakquisitionen, insbesondere in den Regionen Asien, Afrika und LATAM, weiter reduziert. Dadurch, dass diese Regionen sich in unterschiedlichen Klimazonen befinden, wird mit einer besseren Umsatzverteilung über das Geschäftsjahr gerechnet und entsprechend mit einer Ergebnisverbesserung in den ansonst historisch eher nicht so starken Umsatzmonaten.

h) Rechtliche Risiken

Die Gesellschaft ist in keine Gerichts- oder Schiedsverfahren verwickelt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben könnten.

i) Ausfallrisiken

Ausfallrisiken für den Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind vollständig über Hermesdeckungen des Bundes oder die Allianz Trade versichert.

 

Grevenbroich, den 21. Januar 2025

Aydogan Cengiz, Geschäftsführer

Müfit Tarhan, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

PASSIVA

Geshäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 3,00 4.154,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.381.881,50 1.453.523,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.804.953,00 5.290.698,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 184.407,68 196.013,68
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 161.103,85 121.368,68
6.532.346,03 7.061.603,86
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 12.056,43 12.056,43
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.574.358,24 1.318.338,00
2. Unfertige Erzeugnisse 143.529,74 142.162,40
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.309.754,08 1.646.053,25
4. Geleistete Anzahlungen 4.705,88 0,00
3.032.347,94 3.106.553,65
II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.486.376,75 3.004.027,63
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 29.931,32 29.931,32
3. Sonstige Vermögensgegenstände 541.842,77 338.888,49
- davon gegen Gesellschafter: EUR 0,00 (EUR 14.421,06)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (EUR 9.731,86)
3.058.150,84 3.372.847,44
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 258.947,19 377.497,60
C. Rechnungabgrenzungsposten 209.435,30 178.110,69
Summe Aktiva 13.103.286,73 14.112.823,67
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 105.000,00 105.000,00
II. Kapitalrücklage 2.053.441,68 2.030.394,11
III. Gewinnvortrag 2.918.243,89 2.849.535,34
IV. Jahresfehlbetrag/-überschuss -560.667,00 68.708,55
4.516.018,57 5.053.638,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 127.192,00
2. Sonstige Rückstellungen 238.152,96 298.794,84
238.152,96 425.986,84
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.411.812,86 6.445.495,86
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 4.565.768,77 (EUR 3.835.422,52)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 596.924,09 (EUR 2.610.073,34)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 365.194,38 632.287,20
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 365.194,38 (EUR 632.287,20)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.248.072,04 1.495.792,28
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu (EUR1.495.792,28)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 324.035,92 59.623,49
- davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 116.605,53 (EUR 0,00) 39.223,18)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 6.427,45 (EUR 4.747,46)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 224.035,92 (EUR 59.623,49)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 100.000,00 (EUR 0,00)
8.349.115,20 8.633.198,83
Summe Passiva 13.103.286,73 14.112.823,67

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Rohergebnis 6.169.514,46 6.462.238,28
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.221.374,63 2.889.963,64
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 655.886,19 614.112,81
- davon für Altersversorgung Euro 30.199,37 (Euro 33.935,28)
3.877.260,82 3.504.076,45
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 701.419,16 689.457,49
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.987.942,94 1.909.654,57
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Euro 24.730,84 (Euro 70.966,51)
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.868,35 1.811,79
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 263.484,17 250.699,48
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 97.230,28- 37.841,96
8. Ergebnis nach Steuern 558.494,00- 72.320,12
9. sonstige Steuern 2.173,00 3.611,57
10. Jahresfehlbetrag 560.667,00 68.708,55-

Bezug nehmend auf die beigefügte Bilanz zum 31. Dezember 2023 und die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 der Gesellschaft machen wir entsprechend den gesetzlichen Vorschriften folgende Angaben:

1. Allgemeine Angaben

Die Humintech GmbH hat ihren Sitz in Grevenbroich und ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Mönchengladbach unter der Registernummer HRB 15864.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer Größenmerkmale eine "mittelgroße" Kapitalgesellschaft i.S. des § 267 Abs. 2 und 4 HGB.

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

2. Angaben zur Gliederung des Jahresabschlusses

(1) Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgte unter Berücksichtigung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

(2) Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus nachfolgendem Anlagenspiegel. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

(1) Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prinzip gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

(2) Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB).

(3) Das Realisationsprinzip und das Imparitätsprinzip sowie der Grundsatz der Vorsicht wurden beachtet (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB).

(4) Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten (§ 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB); die Bewertungsstetigkeit ist somit gewahrt.

(5) Das Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich angemessener, planmäßig linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und wurde wie folgt angesetzt:

Grundstücke und Bauten von 3 % bis 20 % p.a.
Technische Anlagen und Maschinen von 6,67 % bis 33,33 % p.a.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung von 7,69 % bis 33,33 % p.a.

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte bei Zugängen abnutzbarer beweglicher Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu je EUR 800,00 eine sofortige aufwandswirksame Erfassung.

(6) Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten und soweit erforderlich abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet.

(7) Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

(8) Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag angesetzt. Forderungen in ausländischer Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

(9) Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten in ausländischer Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

(10) Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

(11) Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert.

(12) Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

4. Sonstige Angaben

(1) Angaben zu einer Beteiligungsgesellschaft unterbleibt gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 2 HGB.

(2) Das Grundstück der Gesellschaft ist belastet mit Grundschulden in Höhe von TEUR 1.485, die der Besicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.259 dienen. Durch das Sachanlagevermögen sowie Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 254) sind weitere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 4.853) sowie sonstige Verbindlichkeiten (TEUR 11) besichert.

(3) Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt EUR 249.120,00.

(4) Die Miet- und Leasingverpflichtungen belaufen sich auf TEUR 331 p.a. und haben eine Laufzeit von einem bis zehn Jahren.

(5) Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer waren in 2023 und sind zurzeit:

Herr Aydogan Cengiz, Diplom-Sozialpädagoge, Düsseldorf,

Herr Müfit Tarhan, Diplom-Ingenieur Chemie, Meerbusch.

(6) Die Angabe zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführer ist gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

(7) Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 58 Arbeitnehmer.

Nachtragsbericht:

Bezüglich der bestandsgefährdenden Tatsachen verweisen wir auf den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023, Abschnitt IV. Chancen- und Risikobericht, 1. Bestandsgefährdende Tatsachen.

In 2024 ist es zu einer angespannten Liquiditätslage der Gesellschaft gekommen. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft haben die Gesellschafter in 2024 insgesamt 1,0 Mio. € Gesellschafterdarlehen der Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Außerdem wurde mit einem wesentlichen Lieferanten eine Zahlungs- bzw. Stundungsvereinbarung sowie mit zwei der drei Hausbanken neue Kreditvereinbarungen geschlossen, die eine mittelfristige Finanzierung der Gesellschaft sicherstellen. Mit der dritten Hausbank soll kurzfristig ebenfalls eine solche Kreditvereinbarung getroffen werden.

 

Grevenbroich, den 21. Januar 2025

Aydogan Cengiz, Geschäftsführer

Müfit Tarhan, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.517,28 0,00 0,00 0,00 33.517,28
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 33.517,28 0,00 0,00 0,00 33.517,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.907.315,52 0,00 0,00 0,00 1.907.315,52
2. technische Anlagen und Maschinen 9.040.018,81 144.878,12 109.813,55 0,00 9.075.083,38
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 507.295,80 43.193.41 0,00 0,00 550.489,21
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 121.368,68 39.735,17 0,00 0,00 161.103,85
Summe Sachanlagen 11.575.998,81 227.806,70 109.813,55 0,00 11.693.991,96
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 12.056,43 0,00 0,00 0,00 12.056,43
Summe Finanzanlagen 12.056,43 0,00 0,00 0,00 12.056,43
Summe Anlagevermögen 11.621.572,52 227.806,70 109.813,55 0,00 11.739.565,67
kumulierte Abschreibung 01.01.2023 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibung 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.363,28 4.151,00 0,00 0,00 33.514,28
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 29.363,28 4.151,00 0,00 0,00 33.514,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 453.792,02 71.642,00 0,00 0,00 525.434,02
2. technische Anlagen und Maschinen 3.749.320,81 570.826,75 50.017,18 0,00 4.270.130,38
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 311.282,12 54.799,41 0,00 0,00 366.081,53
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 4.514.394,95 697.268,16 50.017,18 0,00 5.161.645,93
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 4.543.758,23 701.419,16 50.017,18 0,00 5.195.160,21
Zuschreibung Geschäftsjahr Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023 Buchwert Vorjahr 31.12.2022
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 3,00 4.154,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 3,00 4.154,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.381.881,50 1.453.523,50
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 4.804.953,00 5.290.698,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 184.407,68 196.013,68
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 161.103,85 121.368,68
Summe Sachanlagen 0,00 6.532.346,03 7.061.603,86
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 12.056,43 12.056,43
Summe Finanzanlagen 0,00 12.056,43 12.056,43
Summe Anlagevermögen 0,00 6.544.405,46 7.077.814,29

Bestätigungsvermerks des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Humintech GmbH, Grevenbroich

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Humintech GmbH, Grevenbroich, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe im Anhang, sowie die Angaben im Rahmen der Risikoberichterstattung des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass ein an IDW S6 angelehntes Gutachten einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus September 2024 zu dem Ergebnis kommt, dass die Humintech GmbH grundsätzlich sanierungsfähig ist. Die Sanierungsfähigkeit der Humintech GmbH steht unter der Voraussetzung das bestimmte finanzielle, strukturelle und leistungswirtschaftliche Maßnahmen von der Gesellschaft umgesetzt werden.

Zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Bestätigungsvermerks sind bereits mit zwei der drei Hausbanken neue Kreditvereinbarungen abgeschlossen. Die Geschäftsführung der Gesellschaft geht davon aus, dass auch mit der dritten Hausbank kurzfristig eine neue Kreditvereinbarung getroffen wird. Damit wäre aus Sicht der Geschäftsführung der Gesellschaft die mittelfristige Finanzierung der Gesellschaft sichergestellt. Der Fortbestand der Gesellschaft hängt davon ab, dass die im Sanierungsgutachten aus September 2024 aufgezeigten finanziellen, strukturellen und leistungswirtschaftlichen Maßnahmen stringent umgesetzt werden. Wie diese Ausführungen darlegen, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten das eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 II 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zu-treffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 22. Januar 2025

Scholz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jörg Scholz, Wirtschaftsprüfer

Joachim Stens, Wirtschaftsprüfer

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