RJ Beteiligungs GmbH
Am Mellenthinplatz 14B, 23769 Fehmarn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Reimer Theodor Jens seit 31.8.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
RJ Beteiligungs GmbHFehmarnKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 07. August 2023 bis zum 31. Dezember 2023der RJ Beteiligungs GmbH, Fehmarn1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die RJ Beteiligungs GmbH hält als Mutterunternehmen die Beteiligungen an der Jens Märkte Jens GmbH & Co. KG, der Jens Märkte Immobilien GmbH & Co. KG und der RJ Immobilien GmbH & Co. KG. Dabei werden die im Anlagevermögen bilanzierten Immobilien der Gesellschaften insbesondere im Konzernverbund genutzt. Die Umsatzerlöse aus Vermietung von Immobilien sind somit für den Konzern von untergeordneter Bedeutung. Prägend für das Geschäftsmodell ist ausschließlich die Jens Märkte Jens GmbH & Co. KG. Diese betreibt entlang der deutschen Ostseeküste elf Lebensmittelmärkte im Rahmen der EDEKA-Organisation. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs. Dabei ist die Gesellschaft in den EDEKA Genossenschaftsverbund eingebunden. Die jeweilige regionale EDEKA Genossenschaft dient dabei als Partner für die selbstständigen Kaufleute, deren Hauptaufgabe es ist, die Genossen und deren Lebensmittelmärkte mit Ware zu marktgerechten Preisen zu beliefern. Die Märkte werden als Vollsortimenter betrieben. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Deutschland war im Jahr 2023 weiterhin geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine und den extremen Preiserhöhungen. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die preisbereinigten Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland lagen im Jahr 2023 um 0,8 % unter denen des Vorjahrs. Das Konsumverhalten privater Haushalte in Deutschland war im Jahr 2023 stark von der hohen Inflation beeinflusst und die Verbraucherpreise haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 insgesamt auf nahezu Vorjahresniveau halten. Der Lebensmitteleinzelhandel verzeichnete einen realen Umsatzrückgang von 3,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Nominal (nicht preisbereinigt) konnte der Lebensmitteleinzelhandel 5,9 % mehr Umsatz im Jahr 2023 gegenüber dem Jahr 2022 erwirtschaften. Der reale Jahresumsatz im Einzelhandel mit Lebensmitteln im Jahr 2023 liegt 5,0 % unter dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019, wohingegen der nominale Umsatz um 21,4 % höher war. 2.2 Geschäftsverlauf a) Verkaufsflächenentwicklung Der Konzern betreibt elf Lebensmitteleinzelhandelsstandorte mit einer Gesamtverkaufsfläche von ca. 12.002 m 2. Durch Übernahme des Standorts Grömitz hat sich die Verkaufsfläche im Jahr 2023 damit um ca. 1.282 m 2 vergrößert. b) Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse resultieren insbesondere aus dem Warengeschäft der Jens Märkte Jens GmbH & Co. KG. Da die Märkte insbesondere in Tourismusstandorten gelegen sind, ist das Hauptgeschäft nach dem Sommer beendet. Daraus resultieren im Konzernzeitraum niedrigere Umsatzerlöse als bei einer proportionalen Aufteilung der Umsatzerlöse auf die Monate zu erwarten wäre. Die Umsatzerlöse im Rumpfgeschäftsjahr 2023 belaufen sich auf T€ 20.941 und setzt sich wie folgt zusammen:
2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage Das abgelaufene Rumpfgeschäftsjahr endete mit einem Jahresfehlbetrag von T€ -451. Im Rumpfgeschäftsjahr sind aufgrund der Lage in Urlaubsregionen die Umsatzerlöse niedriger als in den Sommermonaten. Gleichzeitig sind die Abschreibungen im Konzern deutlich höher als auf Einzelabschlussebene aufgrund der Aufdeckung stiller Reserven und einem aktivierten Geschäfts- und Firmenwert aus der Erstkonsoldierung. Das Jahresergebnis im Rumpfgeschäftsjahr 2023 ist vor dem Hintergrund der gegenüber der Hauptsaison niedrigeren Umsatzerlöse bei gleichbleibenden Personal- und Betriebskosten zwar nicht zufriedenstellend, dennoch kann, aufgrund der anhaltenden schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage und der weiteren Expansion mit zusätzlichen Pre- / Openingkosten, die Entwicklung insgesamt als positiv betrachtet werden, da insgesamt in der Nebensaison ein nahezu ausgeglichenes Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von T€ -21 erzielt worden ist. Die Ertragslage stellt sich zusammenfassend wie folgt dar:
Die Wareneinsatzquote liegt im Rumpfgeschäftsjahr bei 70,8 %. Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt bei T€ -21. 2.3.2 Personalbereich Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren bei der Gesellschaft im Jahresdurchschnitt 287 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen (ohne Auszubildende) beschäftigt. Der Personalbestand setzt sich wie folgt zusammen:
2.3.3 Vermögens- und Finanzlage Vermögensstruktur
Die Anlagenintensität beläuft sich auf 79,2 %. Das Anlagevermögen enthält mit T€ 30.345 insbesondere Grundstücke. Der Anteil des Vorratsvermögens an der Bilanzsumme beläuft sich auf 6,8 % und besteht insbesondere aus dem Warenbestand. In den kurzfristigen Vermögenswerten sind im Wesentlichen liquide Mittel und unterwegs befindliche Gelder in Höhe von insgesamt T€ 6.556 enthalten. Kapitalstruktur Das Konzerneigenkapital beläuft sich auf T€ 10.377. Die Entwicklung kann dem Konzerneigenkapitalspiegel entnommen werden. Die Eigenkapitalquote liegt bei 20,5 %.
Die lang- und mittelfristigen Finanzierungsmittel resultieren insbesondere aus Darlehen zur Finanzierung der Marktimmobilien. Die kurzfristigen Finanzierungsmittel bestehen mit T€ 9.045 gegenüber den Gesellschaftern der Tochterunternehmen. Unter Berücksichtigung des passiven Unterschiedsbetrags, der Eigenkapitalcharakter hat, stehen der Gesellschaft überwiegend Eigenmittel zur Verfügung. Finanzlage Die Gesellschaft konnte ihren Zahlungsverpflichtungen im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit nachkommen. Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von T€ 9.036 eine Laufzeit von über einem Jahr bis zu fünf Jahren und in Höhe von T€ 7.995 eine Laufzeit von über fünf Jahren. Es bestehen noch nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von T€ 1.124. 3. Prognose-, Chancen und Risikobericht Der Ausblick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland des Sachverständigenrates vom 15. Mai 2024 geht von einer nur leichten Erholung aus. Es wird im Jahr 2024 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,2 % erwartet. Im Jahr 2025 wird mit einem Wachstum von 0,9 % des BIP gerechnet. Die Inflation der Verbraucherpreise in Deutschland zeigt eine abnehmende Tendenz. Insbesondere sind die Preise für Energie und Importe deutlich gefallen, während die Geldpolitik die gesamtwirtschaftliche Nachfrage einschränkt. Der Sachverständigenrat prognostiziert für den nationalen Verbraucherpreisindex in den Jahren 2024 und 2025 Steigerungsraten von 2,4 % bzw. 2,1 %, verglichen mit einer Inflationsrate von 5,9 % im Vorjahr. Ein erhöhter inländischer Preisdruck aufgrund gestiegener Arbeitskosten verhindert jedoch eine schnellere Normalisierung der Inflationsraten. Bei der Kerninflation werden Raten von 3,0 % im Jahr 2024 und 2,4 % im Jahr 2025 erwartet. Die Inflation im Euro-Raum hat ebenfalls deutlich nachgelassen. Daher wird erwartet, dass die geldpolitische Straffung ihren Höhepunkt erreicht hat und im Laufe des Jahres 2024 erste Zinssenkungen erfolgen werden. Dies dürfte zu verbesserten Finanzierungsbedingungen im Prognosezeitraum führen. Gemäß der Konjunkturprognose Frühjahr 2024 des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e. V. bremsen der fortgesetzte Krieg in der Ukraine, die Unruhen im Nahen Osten und das insgesamt nicht von Kooperation geprägte Miteinander in der Weltgemeinschaft das Tempo der Weltwirtschaft. Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Inflationsrate besteht dahingehend, dass ein unerwarteter Anstieg von Energie- oder Rohstoffpreisen dann auf ein Inflationsumfeld trifft, bei dem sich schnell wieder höhere Raten einstellen könnten. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich durch Krisen im Mittleren Osten die Ölpreise erhöhen könnten, kann noch keine Entwarnung für das Inflationsumfeld gegeben werden. Zusätzlich ist die zukünftige Ausrichtung der Geld- und Fiskalpolitik ungewiss. Durch diese Sachverhalte könnte die wirtschaftliche Erholung erneut ins Stocken geraten, insbesondere da die wirtschaftliche Unsicherheit das Investitionsumfeld weiter belasten könnte. Die Geschäftsleitung geht dennoch auch für dieses Jahr von einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung, vor allem während der touristischen Hochsaison im Sommer, aus. Gemäß Sparkassen-Tourismusbarometer Schleswig-Holstein 2024 wird eine gleichbleibende Nachfrage des Tourismus in Schleswig-Holstein erwartet. Das Risikomanagement ist wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung. Eine zeitnahe Überwachung der Bestände und Roherträge sowie der Liquiditätsentwicklung führt zu einer gesicherten Datenbasis im Controlling und stellt sicher, mögliche Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und durch geeignete Maßnahmen gegenzusteuern. Durch das Warenwirtschaftssystem LUNAR stehen der Geschäftsführung unmittelbar umsatzrelevante Informationen zur Verfügung, die ein zeitnahes Gegensteuern ermöglichen. Die Analyse der Kennzahlen erfolgt zeitnah pro Markt. Weitere Bestandteile des Risikomanagementsystems sind der Einsatz von geschulten und motivierten Mitarbeitern sowohl im Markt als auch in der Verwaltung. Um den gestiegenen Anforderungen an die Mitarbeiter und deren Vergütung gerecht zu werden, wurden die Gehälter bereits signifikant angehoben. Die hohe Inflationsrate kann einerseits zu einem reduzierten Konsumverhalten bei den Endverbrauchern führen und damit auch zu vermindertem Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel (LEH). Andererseits ist mit weiterhin volatilen Einkaufspreisen zu rechnen, die das Jahresergebnis 2024 deutlich beeinflussen könnten. Die aktuell schon stark gestiegenen Preise und die Entwicklung weg vom One Stop Shopping führen dazu, dass Einkaufen bei den Discountern wieder attraktiver wird. Auf der Basis von Umsatz- und Liquiditätsplanung werden Maßnahmen durchgeführt, um die Kosten zu senken und die Produktivität zu erhalten. Standortrisiken bestehen durch den hohen Anteil an Saisonmärkten in touristischen Gebieten. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nach unserer Auffassung nicht. Mögliche Chancen der künftigen Entwicklung sehen wir in der weiterhin steigenden Akzeptanz bei den Kunden und dem wachsenden Bedürfnis nach qualitativ hochwertigen Lebensmitteln. Die Konsumenten legen zunehmend Wert auf Regionalität, Nachhaltigkeit und Qualität. In diesen Bereichen sehen wir uns gut aufgestellt. Es bietet sich die Chance, durch diese Trends die Kunden zu binden und weiterhin neue Kunden zu gewinnen. Ein besonderes Augenmerk liegt hier auf der stärkeren Nutzung heimischer und regionaler Erzeuger, um ein kundenorientiertes Produktsortiment zu bieten und Lieferwege kurz zu halten. Auch die Optimierung der Arbeitsabläufe, insbesondere durch die verbesserte Nutzung der digitalen IT-Lösungen der EDEKA-Software LUNAR in den Bereichen Inventuren, Abschriften, Preispflege, Sortimentsarbeit etc. trägt zur Steigerung der Mitarbeiterproduktivität und der verbesserten Planung bei. Für das laufende Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einer Erhöhung der ganzjährigen Umsatzerlöse aus dem Warengeschäft um rd. € 4,9 Mio. (+6,7 %) auf € 77,5 Mio. aus. Dies ist vor allem auf die neueröffneten Märkte zurückzuführen, welche sich noch in der Anlaufphase befinden. Auf die neuen Märkte in Schönwalde a. B. und Grömitz entfallen ca. 44,5 % oder rd. € 2,2 Mio. der geplanten Umsatzsteigerung. Aufgrund steigender Einkaufspreise werden die Rohmargen voraussichtlich leicht rückläufig sein. Insgesamt erwarten wir für das volle Geschäftsjahr 2024 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von T€ 700. Unsere Prognose ist durch das weitere Wachstum und die damit im Zusammenhang stehenden Anlaufkosten noch mit Potenzial versehen. Für die Folgejahre erwarten wir leicht steigende Umsatzerlöse, die ebenfalls zu einer leichten Steigerung des Ergebnisses vor Steuern führen wird. Größere Investitionen im Jahr 2024 in den Neubau von Märkten in Lensahn und Lübeck, in den Umbau der Märkte Großenbrode, Weißenhäuser Strand und Lensahn, in vier PV-Anlagen sowie in die Ausstattung sämtlicher Märkte mit elektronischen Preisetiketten werden im ersten Jahr zu höheren Aufwendungen und Abschreibungen führen, auf Dauer aber die Effektivität der Märkte erhöhen.
Fehmarn, den 20. November 2024 RJ Beteiligungs GmbH gez. Reimer Theodor Jens KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
KonzernanhangKonzernanhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 07. August 2023 bis zum 31. Dezember 2023 der RJ Beteiligungs GmbH, Fehmarn I. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Lübeck, HRB Nr. 24061 HL unter der Firma RJ Beteiligungs GmbH eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist Burg auf Fehmarn. Die Gesellschaft stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung der deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren '(§ 275 Abs. 2 HGB) erstellt. Ein Konzernabschluss wurde erstmals zum 31. Dezember 2023 aufgestellt. Vorjahreszahlen werden entsprechend nicht angegeben. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter Anwendung der Going-Concern-Prämisse gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. II. Angaben und Erläuterungen zur Konsolidierung 1. Konsolidierungskreis und Aufstellung des Anteilsbesitzes Die im Folgenden dargestellten Anteile am Kapital reflektieren den unmittelbaren und mittelbaren Anteilsbesitz der RJ Beteiligungs GmbH an den in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen. Von der Möglichkeit, auf die Einziehung von Tochterunternehmen nach § 296 HGB zu verzichten, wurde kein Gebrauch gemacht. Gründe, die einer Einbeziehung entgegenstehen, liegen nicht vor.
Die im Beteiligungsspiegel dargestellten Anteile am Kapital spiegeln die Beteiligungsquote auf Ebene der Muttergesellschaft wider. 2. Stichtag des Konzernabschlusses und der einbezogenen Abschlüsse Der Konzernabschluss wurde zum Abschlussstichtag des Mutterunternehmens auf den 31. Dezember 2023 aufgestellt. Zu diesem Abschlussstichtag wurden auch die Jahresabschlüsse sämtlicher einbezogener Tochterunternehmen aufgestellt. 3. Kapitalkonsolidierung 3.1. Methode Sämtliche Unternehmen wurden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Kapitalkonsolidierung wurde entsprechend § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Dabei wird der Beteiligungsansatz des Mutterunternehmens mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens, das sich nach dem beizulegenden Zeitwert der Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten ergibt, verrechnet. Im Konzernabschluss werden aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen entstehende latente Steuerbelastungen und -entlastungen, soweit sich der ergebende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht, mit einem Steuersatz von 13 % einbezogen. Die Anteile außenstehender Gesellschafter am Kapital der einbezogenen Unternehmen werden im Eigenkapital des Konzerns unter der Bezeichnung "nicht beherrschende Anteile" gemäß § 307 Abs. 1 HGB ausgewiesen. 3.2. Unterschiedsbetrag Aus der Kapitalkonsolidierung bei erstmaliger Aufstellung des Konzernabschlusses resultierte für den Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ein aktiver Unterschiedsbetrag iHv. T€ 3.884 sowie ein passiver Unterschiedsbetrag iHv. T€ 6.808. Der aktive Unterschiedsbetrag wird in der Konzernbilanz als Geschäfts- oder Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung erfasst und über einen Zeitraum von zehn Jahren planmäßig linear abgeschrieben, da diese erfahrungsgemäß dem tatsächlichen Wertverzehr der zugrundeliegenden Vermögensgegenstände entspricht. Zum Stichtag beträgt der Buchwert T€ 3.746, weitere Geschäfts- und Firmenwerte bestehen nicht. Der passive Unterschiedsbetrag wird in der Bilanz als "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Es handelt sich um einen technischen passiven Unterschiedsbetrag, da die Beteiligung an der Jens Märkte Immobilien GmbH & Co. KG zum Zwischenwert eingebracht worden ist, der analog der Entwicklung der damit im Zusammenhang stehenden Vermögensgegenstände aufgelöst wird. Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 wurden T€ 123 aufgelöst. 4. Sonstiges zur Konsolidierung 4.1. Schuldenkonsolidierung Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen miteinander verrechnet. 4.2. Behandlung der Zwischenergebnisse Da keine Lieferbeziehungen zwischen den einbezogenen Unternehmen bestehen, war keine Zwischenergebniseliminierung vorzunehmen. 4.3. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden die korrespondierenden Aufwendungen und Erträge der einbezogenen Unternehmen miteinander verrechnet. III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Die Immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vermindert. Abschreibungen auf den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert werden, soweit notwendig, vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vermindert. Abschreibungen auf den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert werden, soweit notwendig, vorgenommen. Bei den Anlagegruppen werden folgende betriebsnotwendige Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Einzelanschaffungswert über € 250,00 bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten oder dem dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Für außerplanmäßige Abschreibungen bzw. Zuschreibungen bestand keine Veranlassung. 2. Das unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ausgewiesene Verpackungsmaterial wird mit einem Festwert angesetzt. Der Ansatz der Waren erfolgt zu gleitenden durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des ggf. pauschal ermittelten niedrigeren beizulegenden Wertes. 3. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, soweit erforderlich abzüglich Einzelwertberichtigungen sowie abzüglich einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko, bewertet. 4. Guthaben bei Kreditinstituten sind zu den Anschaffungskosten angesetzt. 5. Für Ausgaben, die vor dem Bilanzstichtag geleistet wurden, wirtschaftlich aber Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach den Bilanzstichtag betreffen, wird ein Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. 6. Sofern sich bei der Ermittlung der Steuerauswirkungen von temporären und quasi permanenten Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen unter Berücksichtigung von in den nächsten fünf Jahren zu erwartenden nutzbaren steuerlichen Verlustvorträgen eine aktive latente Steuer ergibt, wird von dem Wahlrecht der Aktivierung dieser Steuerentlastung kein Gebrauch gemacht. 7. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden. Es wird unterstellt, dass die Zinsänderung am Jahresende eintritt. Der Zinsänderungseffekt wird im operativen Ergebnis ausgewiesen. 8. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. 9. Für Einnahmen, die vor dem Bilanzstichtag geleistet wurden, wirtschaftlich aber eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betreffen, wird ein Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Konzern-Bilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung (§ 313 Abs. 4 iVm. § 284 Abs. 3 HGB). 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr bestehen nicht. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen nicht. 3. In dem Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von € 1.902,33 enthalten. 4. Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende Verpflichtungen:
5. Die Verbindlichkeiten und die Restlaufzeiten ergeben sich aus nachstehender Tabelle:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von € 830.000,00 durch Sicherungsübereignung von Betriebs- und Geschäftsausstattung besichert. Weitere € 920.000,00 sind durch Grundpfandrechte in Höhe von € 6.000.000,00 besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern werden in der Bilanz unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. 6. Für Differenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen wurden passive latente Steuern gemäß § 306 Abs. 1 S. 1 HGB gebildet. Die Differenzen ergeben sich insbesondere aus der Aufdeckung stiller Reserven im Sachanlagevermögen. Die Bewertung erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz des betreffenden Tochterunternehmens (13 %). Die Differenzen betragen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt € 11.948.923,26.
7. Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
8. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gem. § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB betragen zum 31. Dezember 2023 € 16.796.026,95. Hierbei handelt es sich um Miet- und Leasingverpflichtungen sowie um Verpflichtungen aus Grundstückskaufverträgen zur Sicherung der Absatzbasis. 9. Aus Geschäften mit nahestehenden Personen (Gesellschafter/nicht beherrschende Gesellschafter) wurden Beratungsleistungen in Höhe von T€ 118 und Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 152 erfasst. 10. Das Honorar gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB beläuft sich für das Geschäftsjahr 2023 für Abschlussprüfungsleistungen auf T€ 25 (inkl. Umsatzsteuer). 11. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten betrug im Geschäftsjahr 2023 287 Arbeitnehmer. Die Zusammensetzung stellt sich im Einzelnen wie folgt dar:
Daneben wurde durchschnittlich 37 Auszubildende beschäftigt. 12. Das Konzern-Jahresergebnis soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Fehmarn, den 20. November 2024 RJ Beteiligungs GmbH gez Reimer Theodor Jens Konzernanlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 18.12.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die RJ Beteiligungs GmbH, Fehmarn Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der RJ Beteiligungs GmbH, Fehmarn, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz für das Rumpfgeschäftsjahr vom 07. August 2023 zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 07. August 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der RJ Beteiligungs GmbH, Fehmarn, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 07. August 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 07. August 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 18. Dezember 2024 UNIVERSA
Prüfungs- und Treuhandgesellschaft mbH
gez. Hübotter, Wirtschaftsprüfer gez. ppa. Jensen, Wirtschaftsprüfer |
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