Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 6052 HL
Eingetragen
31.10.2005
Branche
Betrieb von KläranlagenRohrleitungstiefbau, Brunnenbau und KläranlagenbauAllgemeine Gebäudereinigung
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Reinigung von Abwasser- und Regenkanälen jeglicher Dimensionen, die Verstopfungsbeseitigung in diesen Leitungen, die Untersuchung derselben durch TV-Inspektion und die Dokumentation der Ergebnisse auf Video, CD oder DVD, die Kanalsanierung in Teilabschnitten, die Dichtigkeitsprüfung von Kanälen, das Entsorgen von Fäkalgruben oder Absetzgruben jeglicher Art, insbesondere die Fettabscheiderentsorgung und andere mit diesen Tätigkeiten zusammenhängende Arbeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ulf Reuter
seit 5.8.2024
Prokura
Monika Willi-Mang
seit 5.8.2024
Prokura
Prokura
Arndt Schanze
seit 23.1.2020
Geschäftsführer
Anja Schreep
seit 7.3.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Norva24 Holding ASNOR
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Norva24 Deutschland GmbH
Germany
581.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ex-Rohr GmbH

Lübeck

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Ex-Rohr GmbH, Lübeck

1. Grundlagen des Unternehmens

Das Dienstleistungsangebot der Ex-Rohr GmbH - im folgenden nur Ex-Rohr - umfasst die Rohrreinigung, Dichtheitsprüfungen nach DIN 1986-30, das Leeren von Fettabscheidern sowie damit zusammenhängende Wartungen und Generalinspektionen der Fettabscheider nach DIN 4040, die Kanalreinigung, die Kanalinspektion sowie die Rohr- und Kanalsanierung. Ein wesentlicher Teil des Sanierungsbereiches liegt im Bereich der Hausanschlusssanierung. Zudem werden Dienstleistungen im Bereich der Druckprüfungen von Rohren und Kanälen, insbesondere Hausanschlüssen erbracht.

Die regionalen Tätigkeitsschwerpunkte sind Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Berlin und Niedersachsen. Im Bereich der Dichtheitsprüfungen sowie im Bereich der Hausanschluss- sowie Hauptkanalsanierung wird überregional und auch bundesweit gearbeitet.

Aus der Zentrale in Lübeck wird das Geschäft über 11 Filialen gesteuert.

Insgesamt beschäftigt das Unternehmen an allen Standorten 197 Mitarbeiter. Das sind 11 Mitarbeiter mehr als zum Vorjahreszeitpunkt.

Hauptkunden der Gesellschaft sind Wohnungsbaugesellschaften sowie Wohnungsverwaltungsgesellschaften, Bauunternehmen, Städte, Gemeinden und Kommunen sowie Lebensmittelketten, Krankenhäuser, Industriekunden, Facilitydienstleister, Sanitärbetriebe, Gastronomiebetriebe und Privatkunden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommt die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Gesamtjahr 2023 um 0,3 % zurückgegangen.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt um 2,0 % zurück. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein Plus von 0,2 %. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit + 2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+ 1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+ 0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (- 1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (- 0,1 %).

Nach ihrem Höchststand im Sommer 2022 sanken die Energiepreise auf Erzeugerebene von Januar bis November 2023 um durchschnittlich 11,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dadurch wurde allerdings nur ein Bruchteil des Anstiegs der Jahre 2021 und 2022 kompensiert. In der zweiten Jahreshälfte 2023 stabilisierten sich die Energiepreise auf einem sehr hohen Niveau und belasteten weiterhin die Produktion der energieintensiven Wirtschaftszweige, die von Januar bis November 2023 um 10,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum abnahm. Dies bremste wiederum die gesamte Industrieproduktion.

Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresdurchschnitt 2023 voraussichtlich um 5,9 % (Kernrate: + 5,1 %). Die Inflationsrate (Preisniveauanstieg binnen Jahresfrist) belief sich im Dezember voraussichtlich auf 3,7 %. Im November hatte die Rate noch bei 3,2 % gelegen. Maßgeblich für den Anstieg der Rate war ein Basiseffekt aufgrund der sogenannten Dezember-Soforthilfe zum Jahresende 2022, die vor einem Jahr dämpfend auf den Verbraucherpreisindex gewirkt hatte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (- 1,5 %). Die Sparquote stieg gegenüber dem Vorjahr geringfügig auf 11,3 %. Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (- 1,7 %). Die Bauinvestitionen sanken im Jahre 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die gestiegenen Bauzinsen aus. Die Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge nahmen dagegen preisbereinigt deutlich zu (+ 3,0 %).

Das Arbeitnehmerentgelt nahm im Jahr 2023 deutlich um 6,7 % zu. Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen stiegen nach vorläufigen Berechnungen mit + 6,5 % fast genauso stark und damit deutlich kräftiger als im Jahr 2022 (+ 1,9 %). Das Volkseinkommen, das sich aus dem Arbeitnehmerentgelt sowie den Unternehmens- und Vermögenseinkommen zusammensetzt, erhöhte sich auf rund 3.082 Milliarden Euro (+ 6,6 %).

Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Milliarden Euro. Das waren etwa 14 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2022 (96,9 Milliarden Euro). Bezogen auf das BIP in jeweiligen Preisen ergibt sich für den Staat im Jahr 2023 eine Defizitquote von 2,0 %, die damit deutlich niedriger war als in den drei vorangegangenen Jahren. Sie liegt auch unterhalb des europäischen Referenzwertes von 3 % aus dem Stabilitäts- und Wachstumspakt, der bis einschließlich 2023 ausgesetzt war.

(Quelle: Statistisches Bundesamt Pressekonferenz vom 15. Januar 2024 sowie Pressemitteilung vom 15. Januar 2024 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz)

2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Rahmenbedingungen für unsere Branche sind nach wie vor gut. Private Haushalte nehmen unsere Dienstleistung unabhängig von der konjunkturellen Lage in Anspruch. Kommunale Haushalte investieren nach Angaben des Verbandes kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) bundesweit mehr als vier Milliarden EURO in den Erhalt und die Erneuerung der Abwasserinfrastruktur. Angabegemäß reichen diese Mittel nicht aus, um das marode Netz zu ersetzen und die Kanalisation so zu erweitern, dass sie bei Starkregen nicht sofort an ihren Kapazitätsgrenzen stößt. Das Netz der öffentlichen Abwasserkanäle wächst seit Jahren in Deutschland kontinuierlich. Mittlerweile hat es nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes eine Gesamtlänge von 600.000 km, fast ein Drittel mehr als noch 1995. Die Ursache liegt darin, dass Regen- und Schmutzwasser zunehmend in getrennten Rohren abgeführt wird. Dieses Netz muss kontinuierlich gewartet, gereinigt und auch saniert werden. Die Kommunen geben an, dass bei etwa 20 Prozent der Rohre ein kurz- bis mittelfristiger Sanierungsbedarf besteht. Durch Umweltauflagen sind auch die Industrie und die Wirtschaft gehalten, ihre Abwasserinfrastruktur laufend zu warten und zu sanieren.

2.3. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr ist insgesamt im Vergleich zum Vorjahr von einem leicht geringeren Umsatz geprägt. Die Umsatzerlöse sanken um knapp 2 % auf knapp 22,9 Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahr haben drei Geschäftsbereiche den Umsatz gesteigert; zwei Bereiche lagen hinter dem Vorjahr zurück.

Unsere Zielanforderung pro Geschäftsbereich wurden aufgrund temporärer Vakanzen im Personalbestand sowie der Abarbeitung von Gewährleistungsansprüchen nicht durchgehend erreicht. Durch die Ukrainekrise ergaben sich Verzögerungen und Verknappungen im Beschaffungswesen; die Reparatur- und Ausfallzeiten von technischen Gegenständen hat sich verlängert.

In den Bereichen Fett und Gruben haben wir das Umsatzziel mehr als erreicht. Der Bereich Rohr hat das ambitionierte Umsatzziel fast erreicht. Im Bereich Sanierung haben wir das Umsatzziel deutlich verfehlt. Maßgeblich dafür ist der hohe Krankenstand in diesem Bereich sowie die Umsatzeinbußen durch die Abarbeitung der Gewährleistungsansprüche. Im Bereich Kanal haben Vakanzen sowie längere krankheitsbedingte Ausfälle zu dem Umsatzrückgang geführt. Insgesamt ist der Geschäftsverlauf als zufriedenstellend zu bezeichnen, da wir Umsatzrückgänge in zwei Bereiche nahezu kompensieren konnten.

2.4. Wirtschaftliche Lage

2.4.1. Ertragslage

Der Jahresüberschuss konnte gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.098 auf T€ 1.103 gesteigert werden. Das Ergebnis liegt dennoch unter unseren Budgetziel zurück. Durch die Abarbeitung eines Gewährleistungsfalles, für den wir eine Rückstellung gebildet haben, sind die Kosten gedeckt; wir haben durch die Bindung operativ tätiger Kapazitäten aber auch Rohertragsausfälle zu verzeichnen, die wir nicht kompensieren können.

Die Personalkosten sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 10.108 um TEUR 281 auf TEUR 10.389 gestiegen. Ursachen dafür sind neben einem gestiegenen Personalbestand auch inflationsbedingte Lohn- und Gehaltsanpassungen. Die Personalkostenquote ist erneut angestiegen. Die Materialaufwendungen sowohl im Bereich RHB als auch bei den Fremdleistungen sind insgesamt gestiegen. Ursachen dafür sind neben gestiegenen Entsorgungskosten auch Umstellungen im Bereich der Sanierungsverfahren. Schlauchlinerverfahren haben an Bedeutung zugenommen. Hier sind die Materialeinstiegskosten höher als im Kurzlinerbereich.

Kostensteigerungen im Bereich der Energie- und Reparaturkosten führen zu einem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Insgesamt haben diese aber abgenommen, da wir im letzten Jahr eine Rückstellung für einen Gewährleistungsfall gebildet haben, der diesen Kostenbereich belastet hatte.

2.4.2. Vermögenslage

Das Unternehmensvermögen setzt sich im Wesentlichen aus grundstücksähnlichen Rechten, aus Fahrzeugen und Forderungsbeständen zusammen. Insgesamt hat sich die Bilanzsumme auf TEUR 13.603 erhöht (Vj.: TEUR 13.089).

Das Sachanlagevermögen inklusive Finanzanlagen beläuft sich auf TEUR 4.060 (Vj.: TEUR 3.957).

Der Bestand an liquiden Mitteln nahm gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Mio. EUR auf knapp 3.1 Mio. EUR zu.

Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich um 1,1 Mio EUR auf 8,1 Mio EUR. Unsere Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund dieser Steigerung - bei gleichzeitig gestiegener Bilanzsumme - auf 59,7 % und liegt über dem Vorjahreswert von 53,6 %.

Die Ex-Rohr GmbH hat nach wie vor 4 Tochtergesellschaften, die allesamt bis auf die Ex-Rohr Nr. 2 GmbH operativ tätig waren.

Die Behne Entsorgungsservice GmbH in Lüneburg und die Rohrreinigung Falkenhagen GmbH in Lübeck sind dabei im Geschäftszweig der Ex-Rohr GmbH tätig. Die Kommunaltechnik Segler GmbH betreibt am Standort Lübeck einen Werkstattbetrieb und ein Handelsgeschäft.

Alle drei Unternehmen haben das Geschäftsjahr 2023 positiv abgeschlossen und verfügen neben einer ausreichenden Liquidität, die die Zahlungsfähigkeit jederzeit gesichert hat, auch über ein positives Eigenkapital.

Die vierte Tochtergesellschaft - die Ex-Rohr Nr. 2 GmbH - ist eingetragen; das Stammkapital voll eingezahlt. Der Geschäftsbetrieb ruht; Geschäftsgegenstand ist vorerst die Verwaltung eigenen Vermögens.

2.4.3. Liquiditätslage

Die Zuflüsse aus dem Cash-Flow betrugen in 2023 rd. 1,8 Mio. EUR.

Dem Unternehmen standen somit zum Bilanzstichtag 2023 liquide Mittel in Höhe von rd. 3,1 Mio. EUR zur Verfügung.

Bestehende finanzielle Verpflichtungen wurden uneingeschränkt fristgerecht erfüllt.

Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens war zu jedem Zeitpunkt gesichert.

2.5. Leistungsindikatoren

2.5.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen für die Steuerung der Gesellschaft maßgeblichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzlöse und das EBITA.

2.5.2. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Ex-Rohr GmbH verfügt über ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell. Um dieses Geschäftsmodell nachhaltig zu erhalten und auszubauen, setzt das Unternehmen auf Ausbildung und Fortbildung der Mitarbeiter. Es gibt ein Qualifikationsprofil, aus dem Aus- und Fortbildungsbedarf abgeleitet werden kann. Die Ausbildungsquote beträgt (per 31.12.2022: 5,7 %) aktuell 8,1 %, da die Anzahl der Beschäftigten deutlich angestiegen ist. Sie soll weiterhin bis zum Jahr 2025 auf mindestens 10 % gesteigert werden. Per 31.12.2023 haben wir 16 Auszubildende ausgebildet. In 2023 ist eine unserer Auszubildenden im Bereich Rohr-, Kanal- und Industrieservice als beste Auszubildende sowohl im Kammerbezirk der IHK Lübeck als auch landesweit ausgezeichnet worden. Dazu hat die Bundesagentur für Arbeit unser Engagement im Bereich Ausbildung ausgezeichnet.

Um im Wettbewerb um kompetente Mitarbeiter bestehen zu können, setzt Ex-Rohr auf Attraktivität, Sicherheit und Gesundheit. Hierzu gehören u.a. ein modernes und ergonomisches Arbeitsumfeld, die Möglichkeit zum Betriebssport im eigenen Fitnesscenter und in Kursen sowie die Bereitstellung von umfangreicher Arbeitsbekleidung und die Gestellung von Firmenwagen zur privaten Nutzung. Mitarbeiter haben seit dem Jahr 2023 die Möglichkeit, über uns Dienstfahrräder zu leasen.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Chancenbericht

Insgesamt erkennen wir folgende Chancen im Wettbewerb:

- Die allgemein noch gute wirtschaftliche Lage sorgt auch weiterhin für eine Auslastung bei Ex-Rohr von nahezu 100 %. Grenzen werden lediglich durch das Wetter, Krankheit oder Technikausfall gesetzt.

- Nur gut ausgebildete und qualifizierte Mitarbeiter sichern unseren Unternehmenserfolg. Die Fortbildung von Mitarbeitern wird vorangetrieben; gleichzeitig haben wir die Qualitätskontrollen ausgebaut, um Bedarf zu erkennen. Gute Qualitätsstandards sichern auch unsere Marktposition.

- Unsere Position im Wettbewerb schafft die Voraussetzung, die bestehenden Geschäfte zu erhalten und auch weiter auszubauen. Unsere Wettbewerbsfähigkeit im Markt ist dadurch gestärkt und somit steigen auch unsere Chancen. Durch unsere laufende Investitionstätigkeit sichern wir unsere Wettbewerbsfähigkeit.

- Durch unser klares und fokussiertes Geschäftsmodell nehmen wir Veränderungen am Markt sehr schnell und bewusst wahr; unsere Organisation sichert eine schnelle und vor allem flexible Reaktionsfähigkeit.

- Unsere Leistungsqualität ist auch durch das wiederholte Erfüllen von externen Qualitätsstandards anerkannt. Entsprechende Audits des Güteschutz Kanalbau e.V. und der Zertifizierungsstelle nach § 13b Hamburgisches Abwassergesetz haben wir erneut bestanden.

- Der objektiv festgestellte Sanierungsbedarf von Rohr- und Kanalsystemen sichert auch zukünftig die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen. Durch das Einsetzen von Systemen der Künstlichen Intelligenz für die Ausweitung der Dokumentationen schaffen wir einheitliche Standards.

- Mit Hilfe unserer betrieblichen Software sind wir in der Lage, unsere Prozesse effizient zu gestalten und unsere Strukturen zu optimieren. Wir haben Transparenz über unsere Erfolgsgrößen und können umgehend gegensteuern. Wir nutzen diese Erkenntnisse für gezielte Preisanpassungen in Segmenten und/oder bei Kunden sowie für eine konsequente Reduzierung der entsprechenden Kosten.

- Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung führt auch zu einer Veränderung des Arbeitsmarktes. Unsere Branche hat sich als krisenresistenter als andere erwiesen. Entsprechend qualifizierte Bewerbungseingänge sind zu verzeichnen.

3.2. Risikobericht

Risiken der zukünftigen Entwicklung werden wie folgt eingeschätzt:

- Eine konjunkturelle Abkühlung kann zu einem reduziertem Auftragsaufkommen führen. Aktuell nehmen wir erste Verzögerungen bei der Auftragserteilung wahr.

- Das Thema Fach- und Arbeitskräftemangel wird auch mittel- und langfristig die Suche nach neuen Mitarbeitern herausfordernd gestalten.

- Die aktuellen Lieferengpässe im Bereich Technik stellen uns vor neue Herausforderungen und erhöhen die Nutzungsdauer der bislang genutzten Fahrzeuge und Maschinen. Ausfälle können somit - wenn überhaupt - nur schwer kompensiert werden.

- Die sich ständig ändernden Marktbedingungen und der wachsende Kostendruck belasten auch weiterhin unser Geschäft. Ein konsequentes Kostenmanagement ist deshalb unerlässlich. Parallel müssen Preiserhöhungen auf der Kundenseite durchgesetzt werden; dies kann zu einer rückläufigen Auftragsanzahl führen. Gleichzeitig müssen Ansätze zur Effizienzsteigerung (z.B. höhere Tagesumsätze als Ziel) konsequent genutzt werden. Dies kann sich negativ auf die Mitarbeiterstruktur auswirken.

- Das elementare Geschäftsrisiko für das Unternehmen wird sich auch weiterhin nicht verändern. Es bleibt somit von grundsätzlicher Bedeutung, bestehende Kundenbindungen zu pflegen und zu festigen, damit individuelle Einflüsse beurteilt und bewertet werden können. Auch zukünftig ist auf eine ausreichende Liquidität sowie klare Kreditlinienbewertung der Kunden zu achten.

- Aktuell erkennen wir keine Risiken, die sowohl die positive Entwicklung als auch den Bestand des Unternehmens gefährden können.

3.3. Prognosebericht

Nach erfolgreichem Abschluss des Geschäftsjahres 2023 erwartet Ex-Rohr für 2024, aufgrund der aktuellen Auftragslage, moderat steigende Umsätze bei einem deutlich verbesserten Ergebnis. Wir optimieren die Auslastung unserer betrieblichen Kapazitäten und bauen sie auch konsequent aus. Das Unternehmen verfügt über einen stabilen Kundenkreis und einen entsprechend hohen Bekanntheitsgrad. Das gilt auch für unsere Beteiligungen. Gleichzeitig führen wir auch Ersatzinvestitionen durch, um unsere Leistungsfähigkeit zu erhalten und auszubauen.

 

Lübeck, 21. März 2024

Gez. Arndt Schanze

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.060.222,98 3.956.750,98
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 211.453,02 262.200,02
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 170.481,00 200.548,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.105,51 4.439,51
3. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 37.866,51 57.212,51
II. Sachanlagen 3.720.149,96 3.565.930,96
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 766.846,00 973.271,00
2. technische Anlagen und Maschinen 23.056,02 53.584,02
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.697.868,00 2.379.334,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 232.379,94 159.741,94
III. Finanzanlagen 128.620,00 128.620,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 105.600,00 105.600,00
2. Beteiligungen 22.500,00 22.500,00
3. Sonstige Finanzanlagen 520,00 520,00
B. Umlaufvermögen 9.363.495,93 8.911.680,17
I. Vorräte 268.580,37 111.603,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.976.844,31 7.527.216,06
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.267.537,25 1.627.512,40
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.164.843,14 1.621.543,99
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.920.374,01 1.930.332,67
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.788.933,05 3.969.370,99
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 8.384,86 -38.266,82
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.118.071,25 1.272.860,95
C. Rechnungsabgrenzungsposten 107.052,97 95.843,65
D. Aktive latente Steuern 72.041,00 124.459,85
Aktiva 13.602.812,88 13.088.734,65

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.117.585,05 7.014.434,04
I. Gezeichnetes Kapital 581.000,00 581.000,00
II. Kapitalrücklage 50.900,00 50.900,00
III. Gewinnvortrag 6.382.534,04 6.377.287,29
IV. Jahresüberschuss 1.103.151,01 5.246,75
B. Rückstellungen 2.193.791,35 2.851.521,67
C. Verbindlichkeiten 3.240.292,18 3.162.614,54
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.188.415,95 1.252.859,05
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.188.415,95 1.252.859,05
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 118.941,47 9.366,87
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 118.941,47 9.366,87
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.932.934,76 1.900.388,62
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.932.934,76 1.900.388,62
D. Passive latente Steuern 51.144,30 60.164,40
Passiva 13.602.812,88 13.088.734,65

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 21.192.714,99 21.704.231,02
2. Personalaufwand 10.388.659,59 10.107.716,69
a) Löhne und Gehälter 8.300.327,85 8.087.037,37
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.088.331,74 2.020.679,32
davon für Altersversorgung 88.721,35 95.777,40
3. Abschreibungen 1.111.421,50 988.863,17
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.111.421,50 988.863,17
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.036.314,77 10.435.853,51
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 15,60 10,40
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 103.891,61 51.866,43
davon aus verbundenen Unternehmen 92.059,77 40.214,35
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 100.484,42 33.708,79
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 525.142,00 104.695,93
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 257.079,95
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 43.398,75
9. Ergebnis nach Steuern 1.134.599,92 85.269,76
10. sonstige Steuern 31.448,91 80.023,01
11. Jahresüberschuss 1.103.151,01 5.246,75

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Ex-Rohr GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetztes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Lübeck, HRB Nummer 6052, unter der Firma Ex-Rohr GmbH eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist Lübeck.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

2. Allgemeine Angaben zur Bewertung und Bilanzierung

Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit ihren Herstellungskosten angesetzt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer.

Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden entsprechend der steuerlichen Vorschriften abgeschrieben.

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen wird der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, werden diese angesetzt. Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. Dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt; uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben. Für zweifelhafte Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Stichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Stammkapital wird als gezeichnetes Kapital ausgewiesen und ist zum Nennwert bewertet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sämtliche Rückstellungen mit einer ursprünglichen Laufzeit oder Restlaufzeit von genau einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Für die Abzinsung wurde der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre herangezogen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem als Anlage 1 beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurde die gesetzlich vorgesehene Nutzungsdauer von 10 Jahren angesetzt.

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Jahr 2011 wurde aktiviert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurde auf 15 Jahre festgelegt. Der Abschreibungszeitraum wird vor allem mit der Stabilität und Bestandsdauer der Kundenbeziehungen begründet.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 821.373,41 (Vorjahr. EUR 1.286.734,73) enthalten.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 1.920.374,01 (Vorjahr: EUR 1.930.332,67) enthalten.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 11.967,02 (Vorjahr: EUR 11.618,47) enthalten. Darüber hinaus sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 24.953,57 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten.

Bei der Kapitalrücklage handelt es sich um andere Zuzahlungen, die in das Eigenkapital geleistet wurden.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen und Gewährleistungen.

Für pauschale Gewährleistungen wurde eine Rückstellung in Höhe von 0,5 % des garantiebehafteten Umsatzes gebildet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 1.188.415,95 (Vorjahr: EUR 1.252.859,05).

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem als Anlage 2 beigefügten Verbindlichkeitenspiegel. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Für die erstmalige Erfassung von Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wird als Abzinsungsmethode die Nettomethode angewandt.

Für Gewährleistungen wurden im Vorjahr über die sonstigen betrieblichen Aufwendungen eine Rückstellung in Höhe von TEUR 2.207 eingestellt. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Inanspruchnahme über TEUR 708. Die Kostenbestandteile der Inanspruchnahme verteilen sich in Höhe von TEUR 175 im Materialaufwand, in Höhe von TEUR 284 im Personalaufwand sowie in Höhe von TEUR 249 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

4. Sonstige Angaben

In der Bilanz sind selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 170.481,00 und dazugehörige passive latente Steuern in Höhe von EUR 51.144,30 ausgewiesen. Der ausschüttungsgesperrte Betrag gem. § 268 Abs. 8 HGB beträgt damit EUR 119.336,70.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen, insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen, beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 5.052. Davon entfällt auf die Leasingverträge TEUR 3.733. Der Abschluss von Leasingverträgen dient der Verringerung der Kapitalbindung. Die Leasingverträge haben Laufzeiten bis maximal 2028.

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 138
Angestellte 59

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmern 197

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind gewährte Vorschüsse und Kredite gemäß § 285 Nr. 9c HGB enthalten, die sich wie folgt entwickelt haben:

Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Tilgungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
5.391,84 119,50 3.740,83 1.770,51

Die Forderungen wurden mit 6% p.a. verzinst und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Tilgungen sind jederzeit möglich.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgenden Geschäftsführer geführt:

Arndt Schanze, Bad Oldesloe

Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Nachstehend wird gemäß § 285 Nr. 11 HGB über den Anteilsbesitz berichtet:

Firmenname/Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis 2022
EUR
Eigenkapital 31.12.2022
EUR
1) Behne Entsorgungsservice GmbH, Lüneburg 100% -9.693,88 34.137,66
2) Rohrreinigung Falkenhagen GmbH, Lübeck 100% 215.321,81 318.248,73
3) Kommunaltechnik Segler GmbH, Lübeck 100% -1.352,07 52.747,41
4) Ex-Rohr Nr. 2 GmbH, Lübeck 100% -- --

Mit Bezug auf § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB erfolgen keinen Angaben zu der Gesellschaft mit der Nummer 4.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der NORVA24 Holding AS mit Sitz in Grandevegen 13, 6783 STRYN, Norwegen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird bei der norwegischen Registerstelle Bronnoysund veröffentlicht.

Für die Ex-Rohr GmbH besteht keine Verpflichtung einen Konzernabschluss aufzustellen.

Die latenten Steuerschulden haben sich wie folgt entwickelt:

Stand zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Veränderung
EUR
Stand zum Ende des Geschäftsjahres
EUR
Aktive latente Steuern 124.459,85 52.418,85 72.041,00
Passive latente Steuern 60.164,40 -9.020,10 51.144,30

In Höhe des übersteigenden Betrags der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern (EUR 20.896) besteht nach §268 Absatz 8 Satz 2 HGB eine Ausschüttungssperre.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung führen könnten. Der Krieg in der Ukraine wird für die Ex-Rohr GmbH nach aktueller Einschätzung nur begrenzte direkte Folgen in Form der damit einhergehenden Preissteigerungen, insbesondere bei den Energiekosten, haben. Vor diesem Hintergrund sind auf Basis des derzeitigen Erkenntnisstandes weder bestandsgefährdende Entwicklungen noch Risiken mit erheblichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage für das Jahr 2024 erkennbar.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Lübeck, den 27. März 2024

Arndt Schanze

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

"In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:"

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Ex-Rohr GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ex-Rohr GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ex-Rohr GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Hamburg, 27. März 2024

HBBN GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

J. Munstermann, Wirtschaftsprüfer

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