GP Baustofftransport GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit sonstigen Baustoffen und Bauelementen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Günter Papenburg seit 8.2.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GP Günter Papenburg AktiengesellschaftHannoverKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 1.1.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht1. Grundlagen des Konzerns 1.1. Geschäftsmodell des Konzerns Die Papenburg-Unternehmensgruppe ist im Geschäftsjahr 2021 in den Sparten • Bau • Rohstoffe und Spedition • Betonwaren • Baumaschinen • Recycling und Verwertung • Sonstige tätig. Die Umsetzung der kompletten Wertschöpfungskette und die damit verbundene nachhaltige Geschäftsstrategie erstreckt sich auf die Kernregionen in Nord- und Ostdeutschland. Die wesentlichen Aktivitäten konzentrieren sich dabei auf die: • Wirtschaftsregionen in Niedersachsen insbesondere mit den Großräumen Hannover, Salzgitter, Braunschweig und Osnabrück, • Wirtschaftsregion Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein, • Wirtschaftsregion Mecklenburg-Vorpommern, • Metropolregion Mitteldeutschlands mit den Großräumen Halle-Leipzig, Magdeburg und Nordhausen sowie die • Metropolregion Berlin-Brandenburg mit den Standorten in Teltow, Potsdam und Cottbus. Die branchenspezifischen Bedingungen und Entwicklungen in den einzelnen Sparten bilden den Rahmen für die Entwicklungsmöglichkeiten der Papenburg-Unternehmensgruppe. 1.2. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung (F&E) ist im Rahmen unserer Konzernstrategie auf unsere Kunden und Märkte ausgerichtet. Die F&E-Strategien der einzelnen Unternehmen werden in regelmäßigen Berichterstattungen mit dem Konzernvorstand kontinuierlich abgestimmt. Dabei setzen unsere technischen Einheiten der Sparten einen Schwerpunkt auf Produktanwendungen und Optimierungen entsprechend den wirtschaftlichen und gesetzlichen Anforderungen. Um neue Technologien noch schneller auf den Markt zu bringen, lösen wir komplexe Probleme als F&E-Projekte in Zusammenarbeit mit externen Innovationspartnern, wissenschaftlichen Einrichtungen, Zulieferern, Endnutzern oder Kunden. Diese Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Gruppen erweitert die Innovationskompetenz und hilft uns, den Bedürfnissen unserer Endnutzer flexibel gerecht zu werden und somit das langfristige Wachstum unserer Unternehmensgruppe zu gewährleisten. Der weitere Ausbau eines ressourcenschonenden geschlossenen Energie- und Materialkreislaufes innerhalb der Unternehmensgruppe zielt dabei auch auf eine CO 2 -Reduzierung ab. Es erfolgt eine stetige Weiterentwicklung im Bereich der Digitalisierung der Baustellen und der Implementierung innovativer Technologie im Bereich Steuerungstechnik sowie bei Anlagen- und Maschinensteuerungen. 1.3. Natur und Umwelt Als Rohstoff- und Baustofflieferant ist die Papenburg-Unternehmensgruppe unmittelbar auf die natürlichen Rohstoffressourcen angewiesen. Der Abbau von natürlichen Rohstoffvorkommen aus den Lagerstätten und insbesondere die sich anschließende Wiederaufbereitung und -verwertung von Baustoffen, die abbaubegleitenden Rekultivierungsarbeiten sowie die Entwicklung von Feststoffdeponien erfolgen in Abstimmung und Zusammenarbeit mit den öffentlichen Entscheidungsträgern und Fachvertretern. Aufgrund der begrenzten Ressourcen und des fortschreitenden Klimawandels fühlt sich die Papenburg-Unternehmensgruppe verpflichtet, durch Recycling und Verwertung mineralischer Stoffe den Verbrauch von natürlichen und nicht-regenerativen Rohstoffen zu reduzieren und damit Materialien in den Wirtschaftskreislauf zurückzuführen sowie einer Kreislaufwirtschaft "Circular Economy" gerecht zu werden. Sowohl die technischen Anlagen als auch der Fuhrpark entsprechen dem modernsten Standard hinsichtlich Emissionen und Energieverbrauch. Auch im Geschäftsjahr 2021 wurde das bestehende, nach DIN EN ISO 50001:2018 zertifizierte Energiemanagementsystem systematisch weiterentwickelt. Wesentliches Ziel ist es, durch den Aufbau geeigneter Systeme, ungenutzte Energieeffizienzpotenziale zu erschließen, Energiekosten zu verringern und den Ausstoß von Treibhausgasen sowie andere Umweltauswirkungen von Energieverbräuchen nachhaltig zu reduzieren. 1.4. Personalentwicklung und Arbeitnehmerentwicklung Die Zahl der Beschäftigten hat sich im Durchschnitt 2021 gegenüber 2020 um 65 Mitarbeiter auf 4.001 Mitarbeiter erhöht.
Der durchschnittliche Personalbestand verzeichnet kumuliert und nicht zuletzt durch den Gesamtleistungsanstieg gegenüber dem Vorjahr eine weitere Steigerung der Anzahl der Mitarbeiter in den Kernregionen. Die organisatorische Umgruppierung von Kraftfahrern innerhalb der Papenburg-Unternehmensgruppe führt zu den Veränderungen zwischen den Sparten Rohstoffe und Spedition sowie Betonwaren. Als großer Arbeitgeber in verschiedenen Regionen in Deutschland sehen wir uns in der Verantwortung, arbeitsrechtliche Entwicklungen (Anforderungen des Arbeitsschutzes und des betrieblichen Eingliederungsmanagements, der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen oder der Arbeitszeitbestimmungen) wahrzunehmen und Maßnahmen konsequent umzusetzen. Unsere Beschäftigten stehen im Mittelpunkt unserer unternehmerischen Fürsorge. Mit Beginn der Corona-Pandemie wurden Büroarbeitsplätze separiert, dezentralisiert und teilweise ins Home-Office verlegt. Die Rahmenbedingungen für mobiles Arbeiten und die Möglichkeit einer weiteren Flexibilisierung der Arbeitszeit aufgrund der zunehmenden Digitalisierung von Arbeitsprozessen und der umfangreichen Nutzung von Videokonferenztechnik werden kontinuierlich weiter ausgebaut. Die Altersstruktur in der Papenburg-Unternehmensgruppe ist in einzelnen Bereichen und im Allgemeinen kritisch zu betrachten. Die sinkenden Bewerberzahlen für Ausbildungsplätze im gewerblich-technischen Bereich sowie der Fachkräftemangel auf dem deutschen Arbeitsmarkt erfordert ein hohes Engagement im Ausbildungsmarketing und in der Rekrutierung. Durch die beständige Verstärkung unserer Teams im Personalmanagement sind wir im Rahmen von Schulkooperationen, auf Job- und Berufsorientierungsmessen sowie durch viele Inhouse-Aktivitäten und externe Veranstaltungsformate als attraktiver Arbeitgeber in den Regionen bekannt. Mit durchschnittlich 182 Auszubildenden verfügt die Papenburg-Unternehmensgruppe für ihre Branche über eine überdurchschnittliche Ausbildungsquote. Im Geschäftsjahr 2021 wurden weitere 18 usbekische Jugendliche eingestellt, die in unseren Unternehmen ihre Ausbildung absolvieren. Durch ein breitgefächertes, hochwertiges Ausbildungsangebot werden gute Voraussetzungen geschaffen, um auch künftig unseren Bedarf an qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu decken. Zur Würdigung des Engagements bei der Ausbildung des Nachwuchses wurde die Papenburg-Unternehmensgruppe in Vorjahren mit regionalen und bundesweiten Auszeichnungen der Industrie- und Handelskammern geehrt. 1.5. Erklärung zur Unternehmensführung Gemäß §§ 289f und 315d HGB wird der Frauenanteil im Aufsichtsrat, im Vorstand als auch in den zwei weiteren Führungsebenen sowie auch deren Zielgrößen in der Papenburg-Unternehmensgruppe angegeben. Der gesetzlich verpflichtete Aufsichtsrat besteht aus sechs Mitgliedern. Die derzeitige Frauenquote liegt bei 0 %. Eine Änderung in der Besetzung des Aufsichtsrates ausschließlich zum Zweck der Erhöhung der Frauenquote wird nicht als sinnvoll und zielführend angesehen. Auch eine mögliche Aufstockung zur Sicherstellung einer Frauenquote ist nicht im Fokus. Der Vorstand der GP Günter Papenburg AG besteht aus vier Personen. Der Frauenanteil beträgt 50 %. Die Besetzung des Vorstandes erfolgt durch Familienmitglieder und sichert die langfristige Strategie der Papenburg-Unternehmensgruppe. Die Frauenquote innerhalb des Vorstandes soll weiter beibehalten werden. Für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstandes, welches im Wesentlichen die geschäftsführenden Positionen in den Tochtergesellschaften der GP Günter Papenburg AG berücksichtigt, beträgt der Frauenanteil 8 %. Die für die nächsten fünf Jahre angestrebte Zielfrauenquote beträgt 10 %. Die Geschäftsführung ist geprägt durch die individuelle operative Tätigkeit des Tochterunternehmens. Hier stehen primär auch die Geschäftsentwicklung sowie die langfristige Unternehmensbindung im Vordergrund. Die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstandes, ausgestattet mit Stabs- und Bereichsfunktionen, verfügt über eine Frauenquote von 31 %. Die Zielgröße von 25 % soll nicht unterschritten werden. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Überblick über die konjunkturelle Entwicklung 2021 sowie Erwartung 2022 Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland verschlechterte sich im Jahr 2020 coronabedingt erstmals nach 10 Jahren Wachstumsphase. Für das Jahr 2021 ist nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wieder ein Anstieg des BIP um 2,7 % zu verzeichnen. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, erholen. Das Bauhauptgewerbe trotzte auch dem zweiten Corona-Krisenjahr 2021, steigerte die Umsätze um 1,0 % und konnte einen baugewerblichen Umsatz von € 144,8 Mrd. erwirtschaften. Die Reichweite der Auftragsbestände lag Ende 2021 mit 4,7 Monaten auf einem Dezember-Allzeithoch. Das Bauhauptgewerbe konnte zudem auch einen Anstieg der Zahl der Beschäftigten von 1,4 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnen und wirkt damit positiv auf den sich ansonsten negativ entwickelten Arbeitsmarkt. Der reale und damit preisbereinigte Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Jahr 2021 um 2,3 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Mit einem Volumen von € 94,6 Mrd. lag der Auftragseingang nominal (nicht preisbereinigt) 9,4 % über dem Vorjahresniveau. Besonders stark stieg der nominale Auftragseingang im gewerblichen Hochbau mit einem Plus von 20,4 %. Der Umsatz im öffentlichen Bau erreichte im Jahr 2021 € 38,5 Mrd. nach € 38,9 Mrd. im Vorjahr (-1,2 %). Der Hochbau trug zur Umsatzentwicklung € 7,7 Mrd. (-6,3 %) und der Tiefbau € 30,8 Mrd. (+0,1 %) bei. Der Tiefbau hält damit weiterhin einen Anteil von ca. 80 % am Umsatz. Die Aufträge der öffentlichen Hand haben im Jahresverlauf nur das Vorjahresniveau erreicht, wobei im Straßenbau das Vorjahresniveau nicht und im Hochbau das Niveau des Vorjahres erst zum Jahresende 2021 überschritten wurde. Die Bauwirtschaft ist bei guter Auftragslage und günstigen Witterungsbedingungen dynamisch in das Jahr 2022 gestartet. Hierzu tragen nicht zuletzt auch die gestiegenen Auftragseingänge im ersten Quartal 2022 bei. Allerdings bildet dieser Ausblick nicht die aktuelle Situation nach der anhaltendenden Aggression Russlands gegen die Ukraine seit Ende Februar 2022 ab. Die Sanktionen gegen Russland und ausbleibende Importe aus der Ukraine haben zu neuerlichen Problemen bei der Verfügbarkeit sowie zu erheblichen Preiserhöhungen von Baustoffen geführt. Das betrifft insbesondere Stahl- und erdölbasierte Produkte wie Bitumen, Kunst- und Dämmstoffe. Die Unsicherheit in der Entwicklung für 2022 gilt insbesondere auch für den Wirtschaftsbau und den öffentlichen Bau. Aber auch der Wohnungsbau, bisher Impulsgeber der Bauwirtschaft, verliert an Schwung. Im Bereich Baumaschinen ist für 2021, nach dem Pandemiejahr 2020 mit dem geringen Umsatzniveau, ein Zuwachs von 8,9 % in der nominalen Produktion auf ca. € 221,0 Mrd. zu verzeichnen. Die noch anhaltende Zurückhaltung im Vorjahr für Investitionen, welche durch die Pandemie neben den schon bestehenden Handelskonflikten, Wirtschaftssanktionen und Unsicherheiten aufgrund des Brexits verschärft wurde, hat sich im Jahr 2021 gelegt. Für das Jahr 2022 werden nach Schätzungen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau ein erneutes Wachstum und Umsätze von € 243,0 Mrd. prognostiziert. Die aktuellen geopolitischen Ereignisse, welche insbesondere zu Lieferengpässen bzw. zu einer Unterbrechung der Lieferkette führen sowie die gestiegenen Energiekosten, können die Entwicklung des Konjunkturverlaufes jedoch trüben. Die Entsorgungsbranche zeichnet sich auch im Jahr 2021 durch die Fortführung der Entwicklung neuer Absatz- und Verwendungszwecke sowie durch die nachhaltige Verwertung durch den Wiedereinsatz der Rohstoffe aus. Die prognostizierten Umsatzsteigerungen für das Jahr 2021 wurden realisiert. Dabei sind die Steigerungen infolge von Kapazitätsengpässen wesentlich durch die gestiegenen Rohstoffpreise geprägt. Die Metallpreisnotierungen haben sich im Laufe des Jahres 2021 gegenüber 2020 deutlich gesteigert. Die Preise für Kupfer erhöhten sich um rund 44 %, für Aluminium um rund 36 %. Der Wert von Stahl stieg um rund 67 % und für Silber um 20 %. Die Branche geht im Jahr 2022, nicht zuletzt aufgrund des derzeitigen Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine, weiterhin von einer Preisbildung auf hohem Niveau und einer konstanten Nachfrage auf den Sekundärrohstoffmärkten aus, wobei weltwirtschaftliche Einflüsse in den Rohstoffmärkten zu entsprechenden Veränderungen in der Preis- und Nachfragepolitik führen. Gleichzeitig werden die Betriebskosten durch den Anstieg von Energiebezugskosten und höheren behördlichen Auflagen ansteigen. 2.2. Geschäftsverlauf Entsprechend den allgemeinen Entwicklungen im deutschen Bauhauptgewerbe entwickelte sich auch der Geschäftsverlauf innerhalb der Papenburg-Unternehmensgruppe. Insgesamt ist nahezu spartenübergreifend ein unverkennbar positiver Geschäftsverlauf zu verzeichnen. Die prognostizierte Gesamtleistung für das Geschäftsjahr 2021 von € 917,4 Mio. wurde, wenn auch nur geringfügig, mit € 921,9 Mio. übertroffen. Der wesentliche Leistungszuwachs ist in der Sparte Recycling und Verwertung aufgrund der im Berichtsjahr deutlich gestiegenen Rohstoffpreise für Metalle zu verzeichnen. Das erwirtschaftete Konzernjahresergebnis von € 85,4 Mio. hat das geplante Ergebnis von € 42,2 Mio. mit, aber auch ohne Sondereffekte, durch die operative Geschäftstätigkeit im Kerngeschäft übertroffen. Diese Ergebnisverbesserung entfällt durchweg auf alle Sparten. Überproportional tragen die Sparte Bau mit verbesserten Projektergebnissen und die Sparte Recycling und Verwertung aufgrund von gestiegenen Metallpreisen zu dem Anstieg des Konzernjahresergebnisses bei. Ferner entfällt die Ergebnissteigerung auf das Finanzergebnis, im Wesentlichen durch Wertpapierverkäufe und -zuschreibungen. Die Sparte Bau hat mit dem Auftragsbestand und dessen Zuwachs im Geschäftsjahr eine kontinuierlich hohe Auslastung erbracht. Mit den im Wesentlichen regionalen Projekten im Straßen-, Hoch- und Ingenieurbau trägt die Sparte mit der leicht unter Vorjahr liegenden Gesamtleistung und dem Spartenergebnis wesentlich zu dem Konzernjahresergebnis bei. Die Sparte Rohstoffe und Spedition hat im Geschäftsjahr weiterhin mit den regionalen Rohstoffstandorten sowie der logistischen Infrastruktur wesentlich zu der Leistungs- und Lieferbereitschaft für alle Sparten der Papenburg-Unternehmensgruppe beigetragen. In der Sparte Betonwaren zeigt sich ein unverändert intensiver Wettbewerbsdruck im Bereich Frischbeton mit regionalen Unterschieden, wobei regional positive Entwicklungstendenzen, insbesondere durch langfristige Lieferverträge, Ausbau von Kundenbeziehungen und damit stabile Kapazitätsentwicklungen zu erkennen sind. Sowohl in der Gesamtleistung als auch im Betriebsergebnis hat sich der Verbundpflasterbereich deutlich positiv entwickelt. Die Sparte Baumaschinen verzeichnet im Geschäftsjahr durch den Anstieg der Verkaufseinheiten eine höhere Gesamtleistung, die im Wesentlichen auf eine Verschiebung von Investitionsausgaben der Kunden sowie auch auf einen in Vorjahren auslastungsbedingt geringeren Maschinenverschleiß bei den Kunden, infolge der COVID-19-Pandemie, zurückzuführen ist. Die Sparte Recycling und Verwertung, ebenfalls geprägt von langfristigen Lieferverträgen, einer stabilen Kapazitätsentwicklung sowie den im Berichtsjahr deutlich gestiegenen Metallpreisen, trägt zu der positiven Geschäftsentwicklung der Papenburg-Unternehmensgruppe bei. Die Leistungssteigerungen in den Sparten und das daraus um € 33,4 Mio. verbessertes Betriebsergebnis, ein höheres Wertpapierergebnis von € 12,0 Mio. sowie gestiegene Ertragsteuern führten im Wesentlichen zu dem über der Prognose liegenden Konzernjahresergebnis von € 85,4 Mio. nach Ertragsteuern. 2.2.1. Ertragslage In der nachfolgenden Übersicht sind die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zusammengefasst und den Vorjahreszahlen gegenübergestellt.
Im Geschäftsjahr 2021 erhöhte sich die Gesamtleistung um € 42,6 Mio. bzw. 4,8 % auf € 921,9 Mio. bei einer um 0,4 %-Punkte gesunkenen Rohertragsquote (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung). Die Steigerung des Rohertrages ist wesentlich auf die gestiegenen Roherträge im Bereich Frischbeton und der Verbundpflasterproduktion sowie auf die Verwertung von Elektroaltgeräten zurückzuführen. Das Betriebsergebnis verbesserte sich aufgrund des gesteigerten Rohertrages, bei um € 6,8 Mio. gestiegenen Personalaufwendungen, um € 3,1 Mio. gestiegenen Abschreibungen und um € 6,2 Mio. gesunkenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen, im Vergleich zum Vorjahr um € 10,7 Mio. und wird mit € 90,1 Mio. ausgewiesen. Das Betriebsergebnis enthält Erträge aus Sachanlagenabgängen in Höhe von € 4,9 Mio. (Vorjahr: € 5,5 Mio.). Das Finanzergebnis erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund von Verkäufen von Wertpapieren des Umlaufvermögens (€ 6,2 Mio.; Vorjahr: € 0,0 Mio.), bei gleichzeitig gesunkenen Zuschreibungen als auch Abschreibungen auf den Wertpapierbestand des Umlaufvermögens (€ 5,8 Mio.; Vorjahr: € 9,2 Mio.) infolge der Kursentwicklung sowie bei gestiegenen Dividendenerträgen (€ 1,9 Mio.; Vorjahr: € 1,4 Mio.). Das Beteiligungsergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr um € 0,6 Mio. auf € 5,7 Mio. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich zum Vorjahr, im Wesentlichen beeinflusst durch das gestiegene Betriebsergebnis und Beteiligungsergebnis, und wird mit € 103,0 Mio. (Vorjahr: € 89,1 Mio.) ausgewiesen. Die Ertragsteuern entfallen im Wesentlichen auf das laufende Geschäftsjahr und enthalten mit € 6,2 Mio. (Vorjahr: € 0,3 Mio.) auch latente Steuererträge. Der Anstieg der aktiven latenten Steuern im Berichtsjahr entfällt im Wesentlichen auf die Aktivierung von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aufgrund der nachhaltig positiven Geschäftsentwicklung einzelner Gesellschaften. Insgesamt wird ein Jahresergebnis von € 85,4 Mio. (Vorjahr: € 67,6 Mio.) ausgewiesen. Der operative Cashflow nach DVFA/SG von € 135,9 Mio. liegt um € 10,6 Mio. über dem Vorjahr. 2.2.2. Darstellung nach Sparten Die Gesamtleistung des Jahres 2021 verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Sparten:
Sparte Bau
Die Gesamtleistung der Sparte Bau weist gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um € 5,0 Mio. aus. Der Gesamtleistungsrückgang entfällt im Wesentlichen projektabhängig auf den Straßenbau mit öffentlichen Auftraggebern. Mit Geschäftsjahresbeginn wurde die Perner Spezialtiefbau GmbH Delitzsch, Delitzsch, erworben und erweitert das Angebotsspektrum im Bereich Tiefbau in der Papenburg-Unternehmensgruppe. Die ausgewiesene Bauleistung wurde auch im Jahr 2021 vollständig aus Bauleistungen im Inland erbracht. Das Betriebsergebnis der Sparte Bau reduzierte sich bei einem Gesamtleistungsrückgang im Geschäftsjahr, unter Berücksichtigung eines Bestandsaufbaus von € 62,2 Mio., gegenüber dem Vorjahr. Der operative Cashflow nach DVFA/SG der Sparte Bau beträgt € 17,4 Mio. (Vorjahr: € 25,5 Mio.). Sparte Rohstoffe und Spedition
Die konsolidierte Gesamtleistung der Sparte Rohstoffe und Spedition liegt 1,9 % unter dem Vorjahrsniveau. Der Gesamtleistungsrückgang entfällt im Wesentlichen auf den Rückgang von Speditionsleistungen und auf den Rückgang von Erlösen aus Bau- und Rohstoffmengen, die durch Preissteigerungen nicht vollständig kompensiert wurden. Der operative Cashflow nach DVFA/SG der Sparte Rohstoffe und Spedition beträgt € 55,6 Mio. (Vorjahr: € 50,5 Mio.). Aufgrund des bestehenden und zu erwartenden Auftragsbestandes der Baugesellschaften sowie der Einbindung in langfristige Lieferverträge ist auch für 2022 von einer sehr stabilen Ertragslage der Sparte auszugehen. Sparte Betonwaren
Die Gesamtleistung der Sparte Betonwaren hat sich gegenüber dem Vorjahr um € 16,1 Mio. erhöht. Der Anstieg der Gesamtleistung entfällt im Wesentlichen auf die Leistungssteigerungen im Verbundpflasterbereich, die bei geringeren Absatzmengen in Abhängigkeit zum Produktmix auf durchgesetzte Preissteigerungen zurückzuführen sind. Die Preissteigerungen, denen unterproportional gestiegene Produktionskosten und Rohstoffpreise gegenüberstehen, haben ebenfalls zum Anstieg des operativen Cashflows als auch zum positiven Ergebnis beigetragen. Rohstofflieferungen und Speditionsleistungen für die Sparte Beton erfolgen im Wesentlichen durch die verbundenen Unternehmen und generieren damit positive Synergieeffekte für die Unternehmensgruppe. Im Frischbetonbereich haben sich auch im Jahr 2021 die regionalen Unterschiede aufgrund von durchsetzbaren Preissteigerungen weiter abgezeichnet und führten zu gebietsmäßigen unterschiedlichen Ergebnisbeiträgen. Die Marktregion Niedersachsen trägt mit dem Betriebsergebnis wesentlich zum positiven Spartenergebnis bei. Insgesamt konnte die Marktpräsenz durch Mengensteigerungen in den Kernregionen weiter ausgebaut werden. Der operative Cashflow nach DFVA/SG der Sparte Betonwaren beträgt € 16,4 Mio. (Vorjahr: € 15,1 Mio.). Sparte Baumaschinen
Die Leistung der Sparte Baumaschinen konnte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Der Anstieg bei der GP Baumaschinen GmbH Halle Sitz Gröbers, Kabelsketal, ist wesentlich durch gestiegene Verkäufe von Gebrauchtmaschinen geprägt. Das Miet- und Servicegeschäft hingegen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr. Mit der Leistungssteigerung und daraus resultierender Ergebnissteigerung hat die Gesellschaft weiterhin zum positiven Spartenergebnis beigetragen. Der Maschinenbau in Nordhausen verzeichnet eine gegenüber dem Vorjahr rückläufige Inlands- aber gestiegene Auslandsnachfrage. Den zu Beginn des Geschäftsjahres Corona bedingt noch eingeschränkten Vertriebsmöglichkeiten, aber auch die eingeschränkten Bezugsmöglichkeiten von ausländischen Zulieferern, haben die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr reduziert. Der Steuerungs- und Anlagenbau in Teltow mit Konzentration auf das Ersatzteilgeschäft, den Ausbau von Steuerungsanlagen sowie der selektiven Auftragsannahme beim Bau von Asphaltmischanlagen konnte die Gesamtleistung steigern. Der operative Cashflow nach DVFA/SG der Sparte Baumaschinen beträgt € 10,4 Mio. (Vorjahr: € 10,0 Mio.). Sparte Recycling und Verwertung
Die Sparte Recycling und Verwertung (umbenannt; vormals: Sparte Entsorgung) hat die Leistung des Vorjahres im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen Metallpreisnotierung gesteigert. Im Deponiegeschäft konnten bei geringeren Einlagerungsmengen die Annahmepreise erhöht werden. Die Marktnachfrage von Einlagerungsmöglichkeiten sind aufgrund von Kapazitätsengpässen und Umweltauflagen auf der Entsorgerseite unverändert gegeben. Entsprechend wurden die Deponien weiter ausgebaut und beeinflussen die Ertragslage der Sparte deutlich positiv. Der operative Cashflow nach DVFA/SG der Sparte Recycling und Verwertung beträgt € 21,5 Mio. (Vorjahr: € 19,2 Mio.). Sparte Sonstige Die Sparte Sonstige hat eine konsolidierte Gesamtleistung von € 39,8 Mio. (Vorjahr: € 29,4 Mio.). Die Gesamtleistung entfällt im Wesentlichen auf Projektgesellschaften für den Standort Wasserstadt-Limmer in Hannover. Die Ertragsentwicklung ist durch den von der Corona-Pandemie beeinflussten Veranstaltungsbereich negativ belastet. Insgesamt ergab sich ein operativer Cashflow nach DVFA/SG der Sparte von € 14,6 Mio. (Vorjahr: € 5,0 Mio.). 2.2.3. Finanzlage Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich insgesamt um € 6,9 Mio. auf € 151,4 Mio. erhöht. Dabei reduzierten sich die mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten um € 36,3 Mio., wobei die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten um € 43,2 Mio. stiegen. Unter Berücksichtigung der Finanzierungsverbindlichkeiten erfolgten im Geschäftsjahr 2021 Kreditneuaufnahmen von € 40,9 Mio. sowie Tilgungen in Höhe von € 77,9 Mio. Das Anlagevermögen ist im Geschäftsjahr zu 94,9 % durch Eigenkapital sowie mittel- und langfristiges Fremdkapital gedeckt. Der Cashflow nach DVFA/SG verbesserte sich nochmals und wird mit € 135,9 Mio. (Vorjahr: € 125,2 Mio.) ausgewiesen. Auch der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von € 141,1 Mio. (Vorjahr: € 125,4 Mio.) hat sich wesentlich verbessert. Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen € 57,6 Mio. (Vorjahr: € 86,2 Mio.) und für Investitionen in Finanzanlagevermögen € 146,5 Mio. (Vorjahr: € 63,6 Mio.), wovon € 134,5 Mio. (Vorjahr: € 61,8 Mio.) auf die Aufstockung der Beteiligung an der börsennotierten Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, entfallen. Die Investitionen wurden durch den operativen Cashflow, durch Kreditaufnahmen, dem Mittelzufluss aus Anlagenabgängen (€ 14,8 Mio.; Vorjahr: € 11,4 Mio.) sowie den Einzahlungen aus Dividendenerträgen (€ 9,5 Mio.; Vorjahr: € 4,1 Mio.) finanziert. Mit den Hausbanken bestehen Kreditvereinbarungen über Kontokorrent-, Festgeld- und Avallinien sowie über langfristige Finanzierungen für den Erwerb von Betriebsgrundlagen. Die bestehenden Kontokorrent- und Avalvereinbarungen sind unbefristet bzw. laufend prolongiert und stehen der Gesellschaft ausreichend zur Verfügung. Die Kontokorrentlinien sind zum Bilanzstichtag im Umfang von € 61,9 Mio. bzw. 54,3 % durch die Konzernobergesellschaft in Anspruch genommen. Der Wertpapierbestand des Umlaufvermögens beträgt zum Bilanzstichtag € 77,4 Mio. (Vorjahr: € 83,8 Mio.) und deckt damit stichtagsbezogen alle kurzfristigen Bankverbindlichkeiten vollständig ab. Die Finanzierung der Gesellschaft ist unverändert gesichert. 2.2.4. Vermögenslage In der nachfolgenden Übersicht sind die Zahlen der Bilanz nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zusammengefasst und den Vorjahreszahlen gegenübergestellt:
Bei planmäßigen Abschreibungen in Höhe von € 68,0 Mio. sowie außerplanmäßigen Abschreibungen von € 1,2 Mio. wurden im Geschäftsjahr insgesamt € 57,6 Mio. in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände investiert. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände verteilen sich dabei auf die Sparten wie folgt:
Ferner wurden Investitionen für die Aufstockung der strategischen Beteiligung an der börsennotierten Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, in Höhe von € 134,5 Mio. vorgenommen. Mit der Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, und deren wichtigen Beteiligungen - Arubis AG, Hamburg, sowie Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mbh, Hamburg - gewinnt der Bereich "Circular Economy" in der Papenburg-Unternehmensgruppe weiter an Bedeutung. Die Steigerung des kurzfristig gebundenen Vermögens um € 22,5 Mio. resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Vorräte (€ +28,7 Mio.) sowie einem Rückgang der flüssigen Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens (€ -8,3 Mio.). Der Anstieg des kurzfristigen Fremdkapitals resultiert im Wesentlichen aus einem gestiegenen Anteil kurzfristiger Anteile an Bankverbindlichkeiten sowie gestiegenen kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr, bei einer um 18,1 % gestiegenen Bilanzsumme, von 48,1 % auf 49,3 % verbessert. 3. Chancen- und Risikobericht 3.1. Risikomanagement Risiken werden im Konzern systematisch mittels eines Risikofrüherkennungssystems identifiziert und laufend durch den Vorstand der GP Günter Papenburg AG beobachtet. Ziel ist es, eine den Fortbestand des Konzerns gefährdende Entwicklung frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das Risikomanagement ist auf die Risikostruktur des Konzerns und auf den Umfang der Einbindung des Vorstandes in die operative Geschäftstätigkeit ausgerichtet. Das Reporting der laufenden Entwicklung der Sparten des Konzerns inklusive von Risikopositionen erfolgt monatlich und durch Ad-hoc-Informationen an den Vorstand der GP Günter Papenburg AG. Die Informationen der zentralen Liquiditätssteuerung tragen daneben zur Früherkennung, insbesondere bei Abweichungen von den geplanten Unternehmensergebnissen, bei. Risikopotenziale für zukünftige Geschäftstätigkeiten des Konzerns sind in leistungswirtschaftlichen Zielen sowie finanzmarktwirtschaftlichen Entwicklungen zu identifizieren. Die Risikosituation des Papenburg Konzerns ist zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes im Juni 2022 im Wesentlichen unverändert. 3.2. Leistungswirtschaftliche Risiken und Chancen Die leistungswirtschaftlichen Risiken sind im Wesentlichen unmittelbar mit der Branchenkonjunktur der jeweiligen Sparte verbunden. Die Sparten der Papenburg-Unternehmensgruppe sind einem intensiven Wettbewerb und unterschiedlichen Rahmenbedingungen ausgesetzt. Durch den militärischen Angriff von Russland auf die Ukraine am 24. Februar 2022 bestehen erhebliche Unsicherheiten in der Entwicklung der Weltwirtschaft. Die Unsicherheiten betreffen insbesondere die Preisentwicklungen, die Versorgungssicherheit auf den Beschaffungsmärkten für Energie und Rohstoffe sowie die des Absatzmarktes. Eine nachhaltige Quantifizierung der Auswirkungen ist aufgrund der kurzfristig ändernden Rahmenbedingungen nicht möglich. Bei der anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzung kann es zu einer Verschärfung der Unterbrechung der Lieferketten, zu einem überdurchschnittlichen Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise als auch zu einer Unterbrechung der Energieversorgung kommen. Der überwiegende Bezug von regionalen Rohstoffen, bestehende langfristige Partnerschaften mit Lieferanten sowie aufgebaute Lagerbestände lassen diese Risiken für die Papenburg-Unternehmensgruppe reduzieren. Risiko, mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die im Wesentlichen die Sparte Rohstoffe und Spedition sowie die Sparte Recycling und Verwertung betreffen, können in der Verzögerung oder Versagung bzw. Nichterreichung von Abbaugenehmigungen sowie Genehmigungen für Feststoffdeponien bestehen und die Werthaltigkeit von Rohstoffvorkommen als auch von bilanzierten Einlagerungs- und Abbaurechten negativ beeinflussen. Ferner können sich gesetzliche oder behördlich veranlasste Veränderungen der Rahmenbedingungen von Rekultivierungsverpflichtungen und Genehmigungslagen ergeben. Durch das eingerichtete Genehmigungsmanagement als auch durch Änderungsanträge in Bezug auf Auflagen und Abbau erfolgt eine Reduzierung der Risiken und lässt Chancen hinsichtlich der Ausweiterung von Genehmigungen als auch in der Reduzierung von Verpflichtungen zu. 3.2.1. Sparte Bau Wir rechnen damit, dass sich die Baukonjunktur in den Kernregionen unserer Geschäftstätigkeit trotz vorherrschendem Russland-Ukraine-Krieg und noch nicht durchgestandener Corona-Pandemie auch 2022 weiter positiv entwickelt. Durch den im Mehrjahresvergleich stabilen hohen Auftragsbestand gehen wir davon aus, dass die Papenburg-Unternehmensgruppe ihre Marktstellung in den Kernregionen weiter festigen kann. Bei dem bestehenden Auftragsbestand ist eine Gesamtleistung über dem Vorjahr geplant. Der Auftragsbestand für die Sparte Bau liegt über dem Vorjahresniveau und resultiert vollständig aus Inlandsaufträgen. Somit beträgt per Ende März 2022 das Auftragsvolumen € 394,5 Mio. (Vorjahr: € 279,2 Mio.), wovon € 375,3 Mio. (Vorjahr: € 243,4 Mio.) auf die Sparte Bau entfallen. Eingereichte, aber nicht beauftragte Nachträge werden grundsätzlich nicht als Leistung angesetzt. Da insbesondere die öffentlichen Auftraggeber in zunehmendem Maße nicht in der Lage sind, die eingereichten Nachträge zeitnah zu prüfen, werden nicht beauftragte Nachträge in den unfertigen Leistungen angesetzt, soweit auf der Grundlage der VOB/B ein Vergütungsanspruch dem Grunde nach von der Geschäftsführung als sicher eingeschätzt wird. Diese Grundsätze werden nach Fertigstellung der Bauvorhaben beibehalten und für die Bewertung der Leistungsforderungen zugrunde gelegt. Die Höhe aktivierter, noch nicht schriftlich beauftragter Leistungen beträgt € 9,3 Mio. (Vorjahr: € 8,1 Mio.). Insgesamt beträgt das Nachtragspotential zum Bilanzstichtag € 35,3 Mio. (Vorjahr: € 26,8 Mio.). Somit beinhaltet dieses Nachtragspotential sowohl Risiken als auch Chancen. Neben dem internen Nachtragswesen, aber auch um Auftragsrisiken und Rechtsrisiken zu minimieren, haben wir zusätzlich externe Gutachter und Rechtsberater eingebunden. 3.2.2. Sparte Rohstoffe und Spedition Aufgrund des bestehenden und noch in Erwartung befindlichen Auftragsbestandes sowie der steigenden Roh- und Baustoffpreise auf der Absatzseite erwarten wir in der Sparte weiterhin positive operative Ergebnisse. Risiken auf der Beschaffungsseite sind durch individuelle Rahmenvereinbarungen weitestgehend ausgeschlossen. Weiterhin werden durch den Ausbau der Rohstoffaktivitäten in den Kernmärkten sowie in neuen und übernommenen Märkten innerhalb Deutschlands Wettbewerbsrisiken weiter minimiert und durch gleichzeitigen Ausbau von Frischbeton- und Logistikressourcen die Aktivitäten stabilisiert. Die Unternehmensgruppe ist regelmäßigen Verschärfungen und Konkretisierungen im Bereich des Natur- und Bodenschutzes ausgesetzt. Durch eine laufende Überwachung umweltrechtlicher Entwicklungen und die Berücksichtigung der Belange des Natur- und Umweltschutzes trägt die Papenburg-Unternehmensgruppe diesen Anforderungen Rechnung. 3.2.3. Sparte Betonwaren Im Bereich Betonwaren bestehen durch deutschlandweite Rahmenverträge mit großen Baumarkthandelsgesellschaften logistische Herausforderungen. Im Verbund mit den Rohstoffvorkommen der Unternehmensgruppe sowie der positiven Baukonjunktur bieten sich Chancen für eine weitere Stabilisierung. 3.2.4. Sparte Baumaschinen Mit dem Verkauf der Geschäftsanteile an der GP Baumaschinen GmbH Halle Sitz Gröbers, Kabelsketal, inklusive deren Tochtergesellschaft G-Tec Positioning GmbH, Halle (Saale), im Geschäftsjahr und Abtretung der Geschäftsanteile zu Beginn des Geschäftsjahres 2022 werden die Gesamtleistungs- und Ergebnisbeiträge zukünftig nicht mehr Bestandteile der Papenburg-Unternehmensgruppe sein. Die verbleibenden Geschäftsbereiche dieser Sparte werden zukünftig in die Sparte Sonstige einbezogen. Die Nachfrage innerhalb Deutschlands und der EU sowie größere Einzelaufträge in wirtschaftlichen Aufbauländern zeigen entgegen der unsicheren Entwicklung der Weltkonjunktur positive Tendenzen bezüglich der Auftragslage im Maschinenbau für Motorgrader sowie in der der Versorgung von Baugruppen und Ersatzteilen im Asphaltanlagenbau. Den unterschiedlichen Herausforderungen durch die stetig steigenden Anpassungen aus umweltpolitischen Maßnahmen innerhalb der EU wird durch die konsequente Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen in energieeffizientere Anlagen und Baumaschinen Rechnung getragen und soll zukünftig auch die Vertriebserfolge sichern. 3.2.5. Sparte Recycling und Verwertung Im Bereich Recycling und Verwertung von Sekundärrohstoffen und Entsorgungsströmen von nicht verwertbaren Stoffen werden die Kapazitäten immer mehr verknappt, was zu kontinuierlichen Preissteigerungen führen wird. Um diesem Risiko entgegenzuwirken und Chancen für die Zukunft zu generieren, werden die Recycling- und Verwertungskapazitäten der Papenburg Unternehmensgruppe in den Kernregionen weiter ausgebaut. Dabei wird die strategische Beteiligung an der Salzgitter AG, Salzgitter, als führendes Unternehmen im Bereich "Circular Economy" weiter ausgebaut, um den Potentialen eines CO 2 -armen und ressourcenschonenden geschlossenen Energie- und Materialkreislauf auch innerhalb der Unternehmensgruppe Rechnung zu tragen. Es ist das Ziel dieser Ausrichtung Naturrohstoffe durch Verwertung von Sekundärprodukten der metallverarbeiteten Industrie zu substituieren und die Nutzung von Feststoffdeponien aus umweltpolitischer Sicht maßgeblich zu reduzieren. 3.3. Finanzmarkt-Risiken und Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Finanzmarkt-Risiken können aus Sicht der GP Günter Papenburg AG in der Kursentwicklung des Wertpapierbestandes, in Zinsänderungsrisiken und regulatorischen Einflüssen bestehen. Der von der GP Günter Papenburg AG im Umlaufvermögen gehaltene Wertpapierbestand, überwiegend dividendenstarke DAX-Werte, in Höhe von € 77,4 Mio. enthält Chancen und Risiken aus der aktuellen Kursentwicklung. Für die Industriebeteiligung an der Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, zum Bilanzstichtag in Höhe von € 206,1 Mio. tritt bei langfristiger Beteiligungsabsicht die kurzfristige Kursentwicklung in der Chancen und Risikobeurteilung in den Hintergrund. Trotz anhaltender Unsicherheiten bezüglich der weiteren Entwicklungen auf den Kapitalmärkten erscheint das Risiko von wesentlichen Zinsänderungen aktuell noch vertretbar. Die GP Günter Papenburg AG hat aufgrund ihrer laufenden, erheblichen Investitionstätigkeit und ihrer mit kurzfristigen Zinsvereinbarungen gebundenen Unternehmensfinanzierung schon vor Jahren das Zinsänderungsrisiko als ein wesentliches Risikomanagementziel definiert und zur Absicherung der bestehenden und laufend prolongierten Finanzierungsvereinbarungen Zinsswap-Vereinbarungen in Höhe von € 65,0 Mio. mit den beteiligten Banken abgeschlossen. Die Zinsswap-Vereinbarungen zielen vollständig auf die Begrenzung der Zinssätze bzw. auf eine Verminderung der Zinsbelastung bei steigenden Zinsen ab. In der Gesamtbetrachtung wurden die Zinsswap-Vereinbarungen zu Bewertungseinheiten mit der Unternehmensfinanzierung zusammengefasst. Die Zinssicherung dient der Absicherung gegen steigende Zinsen, Sicherungskosten aufgrund zum Bilanzstichtag noch vorhandenen niedrigen Zinsen werden zur langfristigen Risikovorsorge in Kauf genommen. Die außerbilanziellen Zinssicherungsgeschäfte unterliegen einer permanenten Überwachung und sind ins Finanzmanagement der GP Günter Papenburg AG eingebunden. 4. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2022 gehen wir aufgrund des bereits bestehenden sowie des noch zu erwartenden Auftragsbestandes und unserer Einschätzung über die Nachfrageentwicklung der einzelnen Sparten von einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung aus, welche alle Sparten betrifft und wesentlich von der Geschäftstätigkeit in den Kernregionen getragen wird. Das operative Geschäft der Sparten Bau sowie Rohstoffe und Spedition wird wieder sehr stabile Ergebnisse ausweisen. Durch den planmäßigen Austausch von LKW und Aufliegern verfügt die Gesellschaft über einen leistungsstarken, modernen Fuhrpark und schafft damit erneut die Voraussetzungen für einen noch kostengünstigeren Einsatz. Weiterhin verfügt der Konzern über eigene bebaute und unbebaute Immobilienressourcen, welche unabhängig von den Finanzmärkten zur Stabilität beitragen. Ferner werden auch im Geschäftsjahr 2022 positive Ergebnisbeiträge aus der Sparte Betonwaren und der Sparte Recycling und Verwertung erwartet. Die Projektentwicklung der Wasserstadt-Limmer schreitet weiter voran. Nach der Fertigstellung und Vermarktung der ersten Baufelder im Geschäftsjahr 2021, werden sowohl im Geschäftsjahr 2022 als auch in den darauffolgenden Jahren weitere Baufelder fertiggestellt und damit das künftige Konzernergebnis positiv beeinflussen. Die Planungen für den 2. Bauabschnitt haben bereits begonnen. Die aktuell bestehenden weltweiten Lieferengpässe führen in dem Bereich Maschinen- und Anlagenbau weiterhin zu einer Verzögerung von Aufträgen. Die noch anhaltende Corona-Pandemie wird die in einer Gesellschaft gebündelten Aktivitäten des Veranstaltungsbereiches auch im Geschäftsjahr 2022 noch maßgeblich beeinflussen. Darüber hinaus sind die GP Günter Papenburg AG und ihre verbundenen Unternehmen aufgrund des hohen Wertschöpfungsgrades innerhalb der Papenburg-Unternehmensgruppe nicht unmittelbar in Bezug auf Produktion, Einkauf als auch Absatz von der Pandemie betroffen. Das operative Konzernergebnis wird auch im Geschäftsjahr 2022 deutlich positiv sein. Wir erwarten für das Geschäftsjahr auf der Grundlage der bekannten Rahmenbedingungen bei einer Konzerngesamtleistung von € 830,4 Mio. ein Betriebsergebnis von € 72,3 Mio. und ein Konzernergebnis nach Ertragsteuern von ca. € 115,7 Mio. Das prognostizierte Konzernjahresergebnis 2022 berücksichtigt den außerordentlichen Ergebnisbeitrag aus dem Verkauf von zwei Tochtergesellschaften aus der Sparte Baumaschinen im Januar 2022. Aktuell ist kein Wertberichtigungsbedarf im operativen Kerngeschäft erkennbar. Im Geschäftsjahr 2022 wurden weitere Aktienkäufe der börsennotierten Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, vorgenommen und die Beteiligung auf einen Anteil von über 25 % aufgestockt. Durch die Erhöhung der Beteiligungsquote und der damit verbundenen handelsrechtlichen Bilanzierungsanpassung inklusive einer anteiligen Ergebnisübernahme wird das künftige Konzernergebnis zusätzlich beeinflusst, welches in dem prognostizierte Konzernjahresergebnis 2022 noch nicht berücksichtigt ist. Die geplanten Investitionen der Unternehmensgruppe von € 276,8 Mio. werden im Geschäftsjahr 2022, insbesondere für die Aufstockung der Beteiligungsquote an der börsennotierten Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, in Grundstücke sowie Gebäude, Baumaschinen und Fuhrpark, durch den operativen Cashflow, durch die im Geschäftsjahr abgeschlossenen Unternehmensverkäufe, die im Geschäftsjahr 2022 zu Zahlungseingängen führen, und teilweise über Investitionskredite finanziert, wobei zugleich eine planmäßige Tilgung der Finanzierungsverbindlichkeiten von ca. € 39,6 Mio. erfolgen wird. Für die Folgejahre gehen wir aufgrund der aktuellen Annahmen über die Rahmenbedingungen von einem positiven Entwicklungstrend aus, da die Unternehmensgruppe in ihren Kernregionen mit der kompletten Wertschöpfungskette gut aufgestellt ist.
Hannover, den 8. Juni 2022 Günter Papenburg Karin Hardekopf Angela Papenburg Klaus Papenburg BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.1. bis 31.12.2021
KonzernanhangKonsolidierungskreisDer Papenburg-Konzern steht unter der Leitung der GP Günter Papenburg AG, Hannover. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 umfasst - mit Ausnahme von 5 Gesellschaften (Vorjahr: 6) - sämtliche Unternehmen, an denen die Obergesellschaft unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte hält. Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind in der Aufstellung am Ende des Anhangs angegeben. Folgende 5 verbundene Unternehmen (Vorjahr: 6 Unternehmen) wurden nach § 296 Abs. 1 Nr. 2 HGB bzw. § 296 Abs. 2 HGB nicht in die Vollkonsolidierung einbezogen (auf die Angaben nach § 313 Abs. 2 Nr. 4 S. 1 HGB wurde nach § 313 Abs. 3 S. 4 HGB verzichtet):
Die Gesellschaften sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Folgende 6 assoziierte Unternehmen (Vorjahr: 6 Unternehmen) wurden zum 31. Dezember 2021 nicht "at-equity"-konsolidiert:
Diese Beteiligungen sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung (§ 311 Abs. 2 HGB). Daneben bestehen 11 (Vorjahr: 10) weitere Beteiligungen unter jeweils 20 %. Grundlagen der Konsolidierung Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 werden alle verpflichtenden Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) beachtet. DRS 3 ist nicht einschlägig. Einbezogene Jahresabschlüsse und Stichtag des Konzernabschlusses Die Unternehmen der GP Günter Papenburg AG, Hannover, werden zum 31. Dezember 2021 in einem Konzernabschluss unter Leitung der GP Günter Papenburg AG, Hannover, zusammengefasst. Stichtag des Konzernabschlusses ist der 31. Dezember 2021. Kapitalkonsolidierung Der Stichtag der Erstkonsolidierung ist grundsätzlich der Erwerbszeitpunkt. Die Kapitalkonsolidierung ist nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Zeitwerte der Aktiva und Passiva mit dem auf das jeweilige Mutterunternehmen entfallenden Eigenkapital (§ 301 Abs. 1 Nr. 2 HGB) erfolgt. Aus der Erstkonsolidierung entstandene Unterschiedsbeträge werden entsprechend DRS 4 fortgeschrieben. Der Saldo der Sonderrücklagen nach DMBilG wurde - Verrechnung mit Sonderverlustposten - in die Kapitalkonsolidierung einbezogen. Veränderungen des Sonderverlustkontos nach dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung führen im Konzern zu einer Rücklagenbildung, da die Erstkonsolidierung insoweit nicht verändert wird. Die Sonderposten sind in voller Höhe in die Rücklagen umgegliedert. Sie werden nicht in die Kapitalkonsolidierung einbezogen, sondern in den Gewinnrücklagen des Konzerns ausgewiesen. Mit Erwerb im Geschäftsjahr wurde erstmalig der Jahresabschluss der Perner Spezialtiefbau GmbH Delitzsch, Delitzsch, im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung:
In den Abschreibungen sind planmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung in Höhe von T€ 228 (Vorjahr: T€ 150) enthalten. Firmenwerte aus dem Erwerb von Geschäftsbetrieben in Einzelabschlüssen werden mit T€ 1 (Vorjahr: T€ 18) ausgewiesen, der jährliche Abschreibungsaufwand beträgt T€ 17 (Vorjahr: T€ 17). Die passivischen Unterschiedsbeträge wurden, sofern sie auf erwartete Verluste entfallen, bei Eintritt der Verluste erfolgswirksam aufgelöst. Zum Bilanzstichtag besteht ein passivischer Unterschiedsbetrag aus der GP Papenburg International GmbH, Hannover, der über eine Dauer von 5 Jahren planmäßig, entsprechend dem Werteverzehr der technischen Anlagen der Tochtergesellschaft, aufgelöst wird. Die passivischen Unterschiedsbeträge, die Eigenkapitalcharakter haben, werden einheitlich im Konzerneigenkapital ausgewiesen. Auflösungserträge sind in Höhe von T€ 172 (Vorjahr: T€ 172) in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Währungsumrechnung Für die Währungsumrechnung der einbezogenen Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen wird die Bilanz zum Stichtagskurs sowie die Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Zum Bilanzstichtag ist unverändert kein ausländisches Unternehmen durch Vollkonsolidierung und unverändert zum Vorjahr ein ausländisches Unternehmen durch at-Equity-Konsolidierung einbezogen. Zwischenergebniseliminierung Zwischenergebnisse zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften wurden entsprechend § 304 HGB eliminiert und haben sich wie folgt entwickelt:
Als Folgewirkung der Zwischenergebniseliminierungen im Anlagevermögen ergibt sich eine Minderung der gebuchten Abschreibungen. In Höhe von T€ -160 (Vorjahr: T€ 735) wurden Zwischenergebniseliminierungen des Umlaufvermögens vorgenommen. Daneben wurden in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 13) Erträge aus konzerninternen Beteiligungstransaktionen eliminiert. Hinsichtlich der Zwischengewinne der at-equity bewerteten Gesellschaften wurde entsprechend § 312 Abs. 5 S. 3 HGB auf eine Eliminierung verzichtet, da grundsätzlich marktübliche Bedingungen vorliegen und die Leistungsbeziehungen grundsätzlich von untergeordneter Bedeutung sind. Für Leistungsbeziehungen von nicht untergeordneter Bedeutung ergeben sich Zwischenergebniseliminierungen des Umlaufvermögens von T€ 310 (Vorjahr: T€ 0). Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der Gewinn- und Verlustrechnung - aufgestellt als vollkonsolidierte Gewinn- und Verlustrechnung nach § 305 HGB - wurden die Erträge und Aufwendungen, die aus dem innerkonzernlichen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultieren, mit einander verrechnet. Quotenkonsolidierung Die Grundsätze für in die Quotenkonsolidierung einbezogene Unternehmen entsprechen denen der Vollkonsolidierung. At-Equity Bewertung Die at-Equity-Bewertung beschränkte sich - wie in Vorjahren - auf Unternehmen, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von wesentlicher Bedeutung sind. Es handelt sich dabei um 12 (Vorjahr: 9) Gesellschaften. Erstmalig wurde die EF Holding GmbH, Salzgitter, als Teilkonzernabschluss einbezogen. Für zwei assoziierte Unternehmen (Vorjahr: 1) wurde der Teilkonzernabschluss zugrunde gelegt (§ 312 Abs. 6 S. 2 HGB). Die at-equity-Bewertung erfolgte nach der Buchwertmethode (§ 312 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 HGB). Die at-equity in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wenden im Wesentlichen die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie der Konzern an. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Anteile und dem anteiligen Eigenkapital der Kieswerk Leinetal GmbH & Co. KG, Nordstemmen, beträgt T€ 0 (Vorjahr: T€ 18) und wurde ratierlich über die Nutzungsdauer aufgelöst. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Anteile und dem anteiligen Eigenkapital der ALETON GmbH & Co. KG, Bremerhaven, beträgt zum Bilanzstichtag T€ 1.115 (Vorjahr: T€ 1.441) und wird ratierlich über die Nutzungsdauer aufgelöst. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Anteile und dem anteiligen Eigenkapital des Teilkonzernabschlusses der EF Holding GmbH, Salzgitter, beträgt zum Bilanzstichtag T€ 5.208 (Vorjahr: T€ 0) und wird ratierlich über die Nutzungsdauer aufgelöst. Weiter wird ein Unterschiedsbetrag der Wasserstadt Limmer Projekt 2 GmbH, Hannover, von T€ 175 (Vorjahr: T€ 100) bilanziert. Für die Wasserstadt Limmer Projekt 1 GmbH, Hannover, ergibt sich ein negativer Equity-Wert von T€ 44 (Vorjahr: T€ 22). Im at-equity-Ansatz der JV PAPENBURG UZBEKISTAN GmbH, Tashkent (Usbekistan) wurden Währungsdifferenzen in Höhe von T€ -491 (Vorjahr: T€ -538) verrechnet. Für Beteiligungen des Konzerns an Arbeitsgemeinschaften werden die Vermögensgegenstände, die in der Verfügungsmacht des Konzerns stehen, die selbst eingegangenen Schulden sowie die getätigten eigenen Aufwendungen und Erträge im Konzernabschluss erfasst. Die Geschäftstätigkeit der Arbeitsgemeinschaften selbst führt im Konzernabschluss zu anteiligen Ergebnissen, die analog zur at-Equity-Methode bilanziert werden und unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten gegen Arbeitsgemeinschaften ausgewiesen werden. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag gegenüber den assoziierten Unternehmen nicht. Steuerabgrenzung DRS 18 wird angewendet, wobei auf freiwillige Zusatzangaben verzichtet wird. Der Konzernsteuersatz beträgt durchschnittlich unverändert zum Vorjahr 30,5 %. Aktive und passive latente Steuern werden nicht saldiert. Angaben zu quotenkonsolidierten Unternehmen Eine Übersicht über die aus Gemeinschaftsunternehmen in Summe resultierenden Vermögenswerte, Schulden und Posten der Gewinn- und Verlustrechnung gibt folgende Tabelle:
Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze Die Gliederung des Konzernabschlusses entspricht den §§ 265 ff. HGB. Zur besseren Übersichtlichkeit wurde das bilanzielle Gliederungsschema der Konzernbilanz um die Posten "Fuhrpark" und "Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften" erweitert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde der Posten "Gesamtleistung" eingefügt. Innerhalb der Umsatzerlöse und bezogenen Leistungen werden die Leistungsbeziehungen zu den Arbeitsgemeinschaften erfasst. Ansatz und Bewertung erfolgen nach einheitlichen Grundsätzen. Auf den Ansatz von Sonderposten (insbesondere aus Abschreibungen nach dem Fördergebietsgesetz) wird im Konzern verzichtet; stattdessen wird eine Umgliederung in die Gewinnrücklagen vorgenommen. Entsprechend werden die aus Einzelabschlüssen resultierenden Veränderungen der Sonderposten erfolgswirksam eliminiert. Investitionszuschüsse und -zulagen werden im Konzern grundsätzlich erfolgswirksam vereinnahmt. Im Konzernabschluss sind folgende Bewertungsmethoden zugrunde gelegt: Die Gegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Zugänge des Anlagevermögens aus Erstkonsolidierung werden grundsätzlich zur besseren Darstellung der Altersstruktur des Konzernanlagevermögens mit den Bruttowerten als "Änderung des Konsolidierungskreises" erfasst, obgleich die Erstkonsolidierung grundsätzlich zu einer Anschaffung zu Nettowerten führt. Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer oder bei Rohstoffvorkommen und Abbaurechten nach dem Substanzverzehr. Bei selbsterstellten Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden Verwaltungskosten in die Herstellkostenbestimmung einbezogen. Für im Geschäftsjahr erworbene Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wird teilweise, aufgrund der wirtschaftlichen Substanzverringerung zu Beginn der Nutzung, eine degressive Abschreibung zugrunde gelegt. Der Abschreibungsmehrbetrag im Geschäftsjahr gegenüber der linearen Abschreibung beträgt T€ 2.454 (Vorjahr: T€ 1.441). Unter Berücksichtigung der Effekte aus dem Vorjahr ergeben sich um T€ 3.895 geringere Buchwerte. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Der niedrigere beizulegende Wert wird angesetzt, wenn die zugrundeliegende Wertminderung voraussichtlich dauernd ist. Bei voraussichtlich vorübergehender Wertminderung wird das Wahlrecht nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB nicht ausgeübt. Im Konzernanlagenspiegel werden Erträge bzw. Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen als Zugänge bzw. Abgänge erfasst. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet bzw. falls erforderlich mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Unfertige Leistungen und Erzeugnisse werden mit angemessenen Teilen der notwendigen Materialgemeinkosten und Fertigungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs von Anlagevermögen, soweit er durch die Herstellung des Wirtschaftsgutes veranlasst ist, angesetzt, soweit nicht aufgrund einer retrograden Betrachtung ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Zinsen werden nur projektspezifisch in die Bewertung einbezogen. Bei der retrograden Bewertung der unfertigen Bauaufträge einschließlich der unfertigen Bauaufträge der Arbeitsgemeinschaften werden noch nicht beauftragte Nachträge (im Wesentlichen Mehrmengen und Leistungsänderungen), soweit diese dem Grunde nach gemäß Vertrag oder VOB/B als sicher durchsetzbar beurteilt werden, in angemessenem Umfang in die Bewertung einbezogen. Diese Bewertungsgrundsätze der Sparte Bau für Bauaufträge berücksichtigen die zunehmenden Verzögerungen der Nachtragsbearbeitung bei komplexen Bauaufträgen. Auftraggeber lehnen zunehmend Nachträge grundsätzlich und ohne weitere Prüfung der Sach- und Rechtslage ab bzw. verlagern die Nachtragsbearbeitung in verzögerte Verhandlungen und Rechtsstreitigkeiten. Insoweit werden für Bilanzierungszwecke Genehmigungsverfahren und Nachtragsbearbeitungen durch eine eigene rechtliche Beurteilung auf Basis der VOB/B unter Einbindung von Baurechtsexperten ergänzt. Diese Bewertungsgrundsätze werden nach Abschluss der Baumaßnahmen entsprechend auf die Bewertung von Abrechnungsforderungen angewandt. Zum Bilanzstichtag ist ein Nachtragsvolumen von insgesamt € 9,3 Mio. (Vorjahr: € 8,1 Mio.) berücksichtigt. Forderungen sind mit dem Nennwert bewertet. Für Ausfallrisiken wurden ausreichende Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet. Pauschalwertberichtigungen tragen dem Risiko des jeweiligen Geschäftsfeldes Rechnung und werden zwischen 1 % und 3 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen. Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten bewertet bzw. mit dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten voraus geleistete Zahlungen für zeitraumbezogenen Aufwand nach dem Bilanzstichtag. Latente Steuern werden mit dem Konzernsteuersatz von unverändert 30,5 % unabhängig von den unternehmensindividuellen Steuersätzen bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach den aktuellen Vorschriften des § 253 Abs. 1 HGB entsprechend den angewandten Bewertungsstandards Projected Unit Credit Method (PUCM) und einem Abzinsungszinssatz gemäß RückAbzinsV p.a. zum 31. Dezember 2021 von 1,87 % (Durchschnitt der letzten zehn Jahre) (Vorjahr: 2,30 %; Durchschnitt der letzten zehn Jahre) ermittelt. In der Berechnung wurden angemessene Rentensteigerungen p.a. und zu erwartende Einkommenssteigerungen berücksichtigt. Gemäß den Vorgaben des § 274 HGB wurden auf die Bewertungsunterschiede die entsprechenden latenten Steuern berechnet und im latenten Steuerkonzept verarbeitet. Der Unterschied zwischen der Berechnung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre und der Berechnung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt T€ 198 (Vorjahr: T€ 169) und unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB bei der Konzernobergesellschaft. Die Überdeckung bei übernommenen Pensionsverpflichtungen, gem. mit IDW RS HFA 30 n.F., beträgt T€ 174 (Vorjahr: T€ 209). Für alle erkennbaren Risiken wurden ausreichende Rückstellungen in Höhe der Erfüllungsbeträge gebildet. Rückstellungen für Gewährleistungen werden unverändert mit 0,2 % bis 1 % des Umsatzes gebildet, wobei geschäftsfeldabhängig teilweise der Umsatz des letzten halben Jahres und teilweise der Umsatz der letzten vier Jahre als Berechnungsgrundlage angesetzt wird. Für die Ermittlung von Kosten- und Preissteigerungen wurde ein Prozentsatz von individuell 2 % bis 3 % gewählt, der auf dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank basiert. Langfristige Rückstellungen werden infolge der Änderungen der §§ 253 ff. HGB aus dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB mit den bisherigen Werten fortgeführt. Ab dem Geschäftsjahr 2010 gebildete langfristige Rückstellungen werden mit einem der Laufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden mit diesen Verpflichtungen verrechnet (§ 246 Abs. 2 S. 2 HGB). Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden für erhaltene Zahlungen gebildet, die auf Erlöse nach dem Bilanzstichtag entfallen. Die in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung enthaltenen Gewinne und Verluste, welche auf andere Gesellschafter entfallen, werden nach dem Konzernjahresüberschuss im Posten "Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn" bzw. "Auf andere Gesellschafter entfallender Verlust" gesondert ausgewiesen. Erläuterungen zu den einzelnen Posten des Konzernabschlusses Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem am Ende des Anhangs angefügten Anlagengitter ersichtlich. Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten u.a. Deponie- und Abbaurechte, Bewilligungen zur Aufsuchung und Gewinnung von Gesteinen, Firmenwerte sowie EDV-Programme. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sind nicht angesetzt, da Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Wesentlichen auf auftragsgebundene Entwicklungsleistungen entfallen. Die unter den Wertpapieren des Anlagevermögens ausgewiesene Beteiligung mit Anschaffungskosten von € 71,6 Mio. wurde im Geschäftsjahr in die Beteiligungen innerhalb der Finanzanlagen umgegliedert. Vorräte Mit unfertigen und fertigen Erzeugnissen und Leistungen wurden T€ 29.131 (Vorjahr: T€ 25.764) erhaltene Anzahlungen verrechnet. In den fertigen Erzeugnissen und Waren sind überwiegend Baumaschinen, Betonsteine und Grundstücke enthalten. Die geleisteten Anzahlungen betreffen für die Anlagenproduktion bzw. für Bauprojekte in Auftrag gegebene Zulieferungen. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 6 (Vorjahr: T€ 18), Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen in Höhe von T€ 1.250 (Vorjahr: T€ 1.313) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 56 (Vorjahr: T€ 6) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 4.279 (Vorjahr: T€ 7.872). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 5 (Vorjahr: T€ 0) und Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen mit T€ -311 (Vorjahr: T€ -215) Lieferungen und Leistungen. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen Forderungen aus Steuern (T€ 2.742; Vorjahr: T€ 2.498) ausgewiesen. Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 1.702 (Vorjahr: T€ 1.423) entstehen rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern betragen zum Bilanzstichtag T€ 16.345 (Vorjahr: T€ 10.259) und enthalten in Höhe von T€ 6.349 (Vorjahr: T€ 6.065) latente Steuern auf temporäre Differenzen inklusive solcher auf Zwischenergebnisse. Dabei entfallen die temporären Differenzen im Wesentlichen auf Anlagevermögen (Abbaugenehmigungen und Grundstücke) sowie auf Schuldposten (Altlastenrückstellungen und Pensionsverpflichtungen). Für steuerlich nutzbare Verlustvorträge des Konzerns sind T€ 9.996 (Vorjahr: T€ 4.194) in den aktiven latenten Steuern enthalten. Die Aktivierung basiert auf einer mehrjährigen Prognose und umfasst nutzbare Verlustvorträge für den Zeitraum von 5 Jahren. Im Geschäftsjahr werden sämtliche latenten Steuern unverändert unsaldiert ausgewiesen. Hieraus resultiert eine Erhöhung der aktiven und passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 5.564. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals ist aus dem Eigenkapitalspiegel gemäß DRS 22 ersichtlich. Gezeichnetes Kapital Ausgewiesen ist das gezeichnete Kapital der Konzernobergesellschaft, GP Günter Papenburg AG, Hannover, mit unverändert T€ 100.000. Das Aktienkapital der Konzernobergesellschaft ist, wie im Vorjahr, in 2.500.000 Stammstückaktien und 2.400.000 Vorzugsstückaktien aufgeteilt. Kapitalrücklage Der in der Kapitalrücklage ausgewiesene Betrag betrifft eine Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB. Gewinnrücklagen Die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklage entsprechen 10 % des Aktienkapitals. Die Veränderung der anderen Gewinnrücklagen resultiert aus der Umbuchung der freiwerdenden Sonderpostenanteile mit Rücklageanteil (T€ -126; Vorjahr: T€ -140) in den Konzernbilanzgewinn. Passivischer Unterschiedsbetrag Der passivische Unterschiedsbetrag betrifft die GP Papenburg Baustoffe GmbH, Halle (Saale) (Vollkonsolidierung, T€ 0, Vorjahr: T€ 161), und wurde im Geschäftsjahr letztmalig planmäßig mit T€ 161 pro Jahr aufgelöst sowie die GP Papenburg International GmbH, Hannover (Vollkonsolidierung, T€ 29, Vorjahr: T€ 40), und wurde planmäßig im Geschäftsjahr mit T€ 11 aufgelöst. Konzernbilanzgewinn Der Konzernbilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag von T€ 266.697 (Vorjahr: T€ 197.909). Nicht beherrschte Anteile Nicht beherrschte Anteile im Fremdbesitz betreffen die Fremdanteile an der INTRANS Nutzfahrzeuge GmbH, Cottbus (26,0 %), der Arena Hannover Gesellschaft mbH, Hannover (25,0 %), der Wasserstadt Limmer GmbH & Co. KG, Teltow (10,0 %), der Wasserstadt Limmer Verwaltungs-GmbH, Teltow (10,0 %), der Wasserstadt-Limmer Projektentwicklung GmbH, Hannover (5,0 %), der Electrocycling GmbH, Goslar (25,35 %), der GfB-Gruppe (40,0 %), der SKS Sand + Kies Schönebeck GmbH & Co. Betriebs KG, Halle (Saale) (25,0 %), der SKS Sand + Kies Schönebeck Verwaltungsgesellschaft mbH, Halle (Saale) (25,0 %) sowie GP Papenburg International GmbH, Hannover (49,0 %). Die Fremdanteile am Ergebnis betragen im Saldo T€ 3.629 (Vorjahr: T€ 769). Rückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag der Einzelabschlüsse (T€ 19.704; Vorjahr: T€ 12.330), davon entfallen T€ 9.541 (Vorjahr: T€ 3.064) auf Vorjahre. Die sonstigen Rückstellungen für Aufträge in Höhe von T€ 52.193 (Vorjahr: T€ 51.170) betreffen im Wesentlichen ausstehende Lieferantenrechnungen und Leistungsabgrenzungen für Baustellen, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und Gewährleistung sowie Garantien. Die sonstigen Rückstellungen für Umwelt in Höhe von T€ 27.349 (Vorjahr: T€ 25.013) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Altlasten, für Abraumbeseitigung und Entsorgung sowie für Rekultivierung und Instandhaltung. Sonstige Rückstellungen für Personalkosten bestehen in Höhe von T€ 21.414 (Vorjahr: T€ 21.363). Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten und deren Fristigkeit ist dem nachfolgend abgedruckten Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen: In den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden in Höhe von T€ 126.030 (Vorjahr: T€ 89.330) unfertige Leistungen und Erzeugnisse verrechnet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften betreffen in Höhe von T€ -629 (Vorjahr: T€ 1.680) und die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von T€ 180 (Vorjahr: T€ -184) Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von T€ 12.519 (Vorjahr: T€ 9.707) Steuern und bestehen in Höhe von T€ 627 (Vorjahr: T€ 605) im Rahmen der sozialen Sicherheit. Die Fristigkeiten und die Besicherungen der Verbindlichkeiten ist aus dem nachstehend abgedruckten Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich.
(*1) Art der Sicherheit: Sicherungsübereignung, Wertpapierverpfändung (*2) Art der Sicherheit: Sicherungsübereignung Passive Latente Steuern Die passiven latenten Steuern betragen zum Bilanzstichtag T€ 7.537 (Vorjahr: T€ 7.015) und entfallen auf temporäre Differenzen und beruhen im Wesentlichen auf der Bildung einer Reinvestitionsrücklage sowie auf Grundstücke und Gebäuden. Umsatzerlöse und Gesamtleistung
Die Sparte Bau erzielte, wie im Vorjahr, keine Auslandsumsätze, die Sparte Rohstoffe und Spedition erzielte Auslandsumsätze in Höhe von T€ 201 (Vorjahr: T€ 262), die Sparte Betonwaren erzielte Auslandsumsätze in Höhe von T€ 2.091 (Vorjahr: T€ 2.185), die Sparte Baumaschinen erzielte Auslandsumsätze in Höhe von T€ 25.179 (Vorjahr: T€ 23.251), die Sparte Entsorgung erzielte Auslandsumsätze in Höhe von T€ 33.027 (Vorjahr: T€ 23.430) und die Sparte Sonstige erzielte Auslandsumsätze von T€ 32.097 (Vorjahr: T€ 1.727). Die Gesamtleistung wurde überwiegend auf dem deutschen Markt erbracht und verteilt sich auf folgende Sparten:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge ergeben sich u.a. aus Erstattungen der ULAK (Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft) bzw. der ZVK (Zentralversorgungskasse), aus Ergebnisübernahmen ARGEN, aus Erträgen aus Anlagenabgängen, aus Investitionszulagen und -zuschüssen, aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aus Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen. Erträge aus der Auflösung von passivischen Unterschiedsbeträgen für vollkonsolidierte Unternehmen sind in Höhe von T€ 172 (Vorjahr: T€ 172) in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten T€ 375 (Vorjahr: T€ 741) periodenfremde Erträge. Personalaufwand In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 156 (Vorjahr: T€ 70) enthalten. Abschreibungen In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 1.193 (Vorjahr: T€ 50) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten u.a. Aufwendungen für Kommunikation, Beiträge und Gebühren, Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Rechten und Diensten, Reparaturen und Instandhaltungen, Wertminderungen oder den Abgang von Forderungen sowie Zuführungen zu Rückstellungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 432 (Vorjahr: T€ 777) enthalten. Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind T€ 4 (Vorjahr: T€ 36) Erträge aus der Abzinsung enthalten. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens Die Abschreibungen entfallen in Höhe von T€ 462 (Vorjahr: T€ 2.402) auf den niedrigen beizulegenden Wert der sonstigen Wertpapiere zum Bilanzstichtag. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen T€ 666 (Vorjahr: T€ 812) auf die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die tatsächlichen Ertragsteuern des Geschäftsjahres betragen T€ 23.819 (Vorjahr: T€ 21.756). In den Erträgen aus latenten Steuern von T€ 6.249 (Vorjahr: T€ 289) sind T€ 5.802 (Vorjahr: T€ -830) aus der Änderung konkret nutzbarer gewerbe- und körperschaftsteuerlicher Verlustvorträge der Konzerngesellschaften enthalten. Im Übrigen entfallen die latenten Steuern auf Erträge und Aufwendungen aus der Fortführung temporärer Differenzen. Die latenten Steuern entfallen ausschließlich auf inländische Gesellschaften. Die Steuerüberleitung nach DRS 18 vom erwarteten zum tatsächlichen Steueraufwand ist in folgender Tabelle dargestellt:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Unternehmenserwerben bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus ereignisabhängigen Sachverhalten für zusätzliche Kaufpreiszahlungen in Höhe von € 4,8 Mio. Die Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten (Bürgschaften) bestehen in Höhe von T€ 500 (Vorjahr: T€ 500). Der Konzern ist aufgrund von Rahmenvereinbarungen für Bürgschaften mit einem jährlichen Avalaufwand von ca. € 0,6 Mio. (Vorjahr: € 0,8 Mio.) belastet. Es bestehen jährliche Verpflichtungen aus Pacht- und Leasingverträgen in Höhe von € 11,1 Mio. (Vorjahr: € 10,9 Mio.). Die Risiken für die Finanzlage aus den Pacht- und Leasingverträgen ergeben sich in Höhe der jeweiligen Zahlungsströme. Die Vorteile der abgeschlossenen Pacht- und Leasingverträge bestehen in der Sicherung der Produktionsgrundlagen und der Vermeidung einer langfristigen Kapitalbindung. Die bestehenden Avalkredite begründen derzeit keine Risiken für die Finanzlage. Weiterhin bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber der kommunalen Stadtentwässerung in Höhe von unverändert T€ 209 aus unbefristet und zinslos gestundeten Herstellungsbeiträgen für die Sanierung von Abwasserleitungen für das Betriebsgrundstück in Nordhausen. Die Stundungsvereinbarung war zur Sicherung der zweckgerechten Nutzung des Standortes abzuschließen. Es bestehen Obligos für den laufenden Geschäftsbetrieb. Derivative Finanzinstrumente Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag unverändert 5 Zins-Swap Vereinbarungen mit Bezugsbeträgen von € 65,0 Mio. sowie mit unterschiedlichen Fristigkeiten im Bestand. Diese Vereinbarungen stehen in der Gesamtbetrachtung in einem Sicherungszusammenhang mit den Unternehmensfinanzierungen der Gesellschaft und der beherrschten Tochterunternehmen, so dass hierfür entsprechende Bewertungseinheiten gebildet wurden (Portfolio-Hedge). Die nach der Einfrierungsmethode nicht bilanzierten Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente wurden zum Bilanzstichtag mit T€ -9.104 (Vorjahr: T€ -12.946) ermittelt. Sonstige Angaben Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:
Von den angestellten Arbeitnehmern entfallen 182 (Vorjahr: 163) auf Auszubildende und 101 (Vorjahr: 89) auf geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer. In quotenkonsolidierten Unternehmen wurden im Jahresdurchschnitt 45 (Vorjahr: 45) Arbeitnehmer beschäftigt. Gesamthonorar des Abschlussprüfers
Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds umfasst den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von € 4,3 Mio. (Vorjahr: € 6,1 Mio.) sowie erstmalig in Höhe von € 61,9 Mio. die bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, welche als Kontokorrentkredite oder kurzfristige Terminkredite mit laufender Prolongation ausgestaltet sind. Aufgrund der im Vorjahr nur teilweise durch die laufende Disposition der Finanzmittel beeinflusst, waren die Verbindlichkeiten aus Kontokorrentkrediten oder kurzfristigen Terminkrediten zum Vorjahresbilanzstichtag in Höhe von € 3,8 Mio. nicht im Finanzmittelfonds enthalten. Vom Finanzmittelfonds entfallen T€ 989 auf quotal einbezogene Unternehmen (Vorjahr: T€ 1.723). Im Geschäftsjahr wurden Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter in Höhe von T€ 518 (Vorjahr: T€ 427) geleistet. Offenlegung für Tochterunternehmen Die nachfolgend aufgeführten Tochterunternehmen nehmen die Befreiungsregel gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB für das Geschäftsjahr 2021 in Anspruch: - Arena Hannover GmbH, Hannover - Bau- und Verwaltungsgesellschaft mbH, Halle - Electrocycling GmbH, Goslar - C. Körner Natursteinwerk GmbH, Velpke - Gala-Lusit-Betonsteinwerke GmbH, Hannover - GP Alster Beton GmbH, Henstedt-Ulzburg - GP Alster Kies GmbH, Lüttow-Valluhn - GP Asphaltmischwerke Nord GmbH, Grimmen - GP Baustoffe und Transport GmbH, Halle - GP Beteiligungs- und Bewirtschaftungs-GmbH, Halle (Saale) - GP Betonwerke Ost GmbH, Halle (Saale) - GP Betonwerke West GmbH, Osnabrück - GP Hoch- und Ingenieurbau GmbH, Hannover - GP Logistik GmbH, Halle (Saale) - GP Papenburg Asphaltmischwerke GmbH, Halle (Saale) - GP Papenburg Baugesellschaft mbH, Hannover - GP Papenburg Baustoffe GmbH, Halle (Saale) - GP Papenburg Beteiligung und Immobilien GmbH, Teltow - GP Papenburg Betonfertigteilwerk GmbH, Salzgitter - GP Papenburg Betonlogistik GmbH, Halle (Saale) - GP Papenburg Betonwerke GmbH, Halle (Saale) - GP Papenburg Betonwerke Nord GmbH, Hannover - GP Papenburg Entsorgung Ost GmbH, Leipzig - GP Papenburg Fleetservice GmbH, Halle - GP Papenburg Hochbau GmbH, Halle/Saale - GP Papenburg Maschinenbau GmbH, Nordhausen - GP Papenburg Maschinentechnik GmbH, Hannover - GP Papenburg Spezialtransport GmbH, Halle (Saale) - GP Real Estate GmbH, Halle (Saale) - GP Steuerungs- und Anlagenbau GmbH, Teltow - GP Verkehrswegebau GmbH, Halle - Makadam Transporte GmbH & Co. KG, Hannover - Noris Entsorgung GmbH, Hannover - Paul König GmbH, Hankensbüttel - Perner Spezialtiefbau GmbH Delitzsch, Delitzsch - Projektgesellschaft Schloss Osterstein Geschäftsführung GmbH, Zwickau - REHa GmbH, Hannover - Schuppert-Baugesellschaft mit beschränkter Haftung, Hannover - The Cube GmbH Baustoffprüfung, Hannover - "Toschi" Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hannover - TPG Baustoff- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover - Verwaltungsgesellschaft Makadam Transporte GmbH, Schwarmstedt - Wasserstadt-Limmer GmbH & Co. KG, Teltow - Wasserstadt-Limmer Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Teltow - Wasserstadt-Limmer Projektentwicklung GmbH, Hannover - Wasserstadt-Limmer Verwaltungs-GmbH, Teltow - Wilhelm Behrens Baustoff- und Transport-Handels GmbH & Co. KG, Lünen - Wilhelm Behrens Verwaltungs GmbH, Lünen Mitglieder des Vorstands
Mitglieder des Aufsichtsrates
Bezüge der Organmitglieder der GP Günter Papenburg AG Die Aufsichtsratsvergütung betrug T€ 130 (Vorjahr: T€ 130). Die Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2021 betragen T€ 1.017 (Vorjahr: T€ 1.015). Pensionsverpflichtungen gegenüber Organmitgliedern der GP Günter Papenburg AG Es bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber einem Organmitglied in Höhe von T€ 1.003 (Vorjahr: T€ 1.035). Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen Verbindlichkeiten gegenüber Organmitglieder bestehen zum Stichtag in Höhe von T€ 21.609 (Vorjahr: T€ 11.391) und sind ohne feste Laufzeit sowie ohne Sicherheiten. Die Verbindlichkeiten werden unverändert mit einem Zinssatz von 1,0 % verzinst. Bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten wurden unterjährig marktüblich verzinst und führten zu einem Zinsaufwand von T€ 183 (Vorjahr: T€ 9). Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 344). Mehrheitsbeteiligung Herr Günter Papenburg hält an der GP Günter Papenburg AG, Hannover, eine Mehrheitsbeteiligung (Mitteilung vom 1. November 1993). Nachtragsbericht Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine militärisch angegriffen. Der anhaltende Russland-Ukraine-Krieg führt zu Unsicherheiten in der Entwicklung der Weltwirtschaft. Die Unsicherheiten betreffen insbesondere die Preisentwicklungen, die Versorgungssicherheit auf den Beschaffungsmärkten für Energie und Rohstoffe, als auch die des Absatzmarktes. Eine nachhaltige Quantifizierung der Auseinandersetzung ist aufgrund der kurzfristig ändernden Rahmenbedingungen nicht möglich. Bei der anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzung kann es zu einer Verschärfung der Unterbrechung der Lieferketten, zu einem weiteren Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise als auch zu einer Unterbrechung der Energieversorgung führen. Im Januar 2022 wurde ein Unternehmensbereich der Sparte Baumaschinen verkauft. Die Veräußerung führte im Geschäftsjahr 2022 zu einem außergewöhnlichem Veräußerungsergebnis. Im Geschäftsjahr 2022 wurde durch weitere Aktienkäufe der börsennotierten Salzgitter AG, Salzgitter, die nach Wertpapierhandelsgesetz mitteilungspflichtige Stimmrechtsanteileschwelle von 25,0 % überschritten.
Hannover, den 8. Juni 2022 Günter Papenburg Karin Hardekopf Angela Papenburg Klaus Papenburg Konsolidierungskreis
X = Gesellschaft ist vollkonsolidiert / D = Gesellschaft ist quotenkonsolidiert / O = Gesellschaft wurde at-equity bewertet / K = der Teil-Konzernabschluss der Gesellschaft wurde einbezogen Entwicklung des Anlagevermögens
Konzernkapitalflussrechnung
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2021
Der Eigenkapitalspiegel ist um die Spalte "passivischer Unterschiedsbetrag" in Anpassung an das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital ergänzt. Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2020
Der Eigenkapitalspiegel ist um die Spalte "passivischer Unterschiedsbetrag" in Anpassung an das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital ergänzt. BestätigungsvermerkNach dem Ergebnis unserer Prüfung erteilen wir dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernlagebericht der GP Günter Papenburg AG, Hannover, den folgenden Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die GP Günter Papenburg AG, Hannover Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der GP Günter Papenburg AG, Hannover, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der GP Günter Papenburg AG, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021. - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der in der Anlage genannten Bestandteile des Konzernlageberichts. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 27. Juni 2022 Roser
GmbH
Dr. Roser, Wirtschaftsprüfer Scheinpflug, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2021Der Aufsichtsrat hat sich in Erfüllung seiner gesetzlichen Überwachungspflicht aufgrund der Berichterstattung des Vorstandes und aus eigener Initiative über die Lage und Entwicklung der GP Günter Papenburg AG fortlaufend und darüber hinaus in den Aufsichtsratssitzungen unterrichtet. Dabei wurden die wesentlichen Geschäftsvorfälle und Maßnahmen sowie grundsätzliche unternehmensstrategische Fragen umfassend mit dem Vorstand behandelt. Ebenso wurde die Situation der wichtigen verbundenen Unternehmen und Beteiligungsunternehmen einschließlich strategischer Beteiligungsvorgänge dargelegt und beraten. Einen Schwerpunkt der Beratungen im Beteiligungsbereich bildete der kontinuierliche Aufbau der Beteiligung an der börsennotierten Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, die in diesem Geschäftsjahr 2022 die Beteiligungsschwelle von 25 % überschritt. Ferner wurde im Geschäftsjahres 2021 der Verkauf von Unternehmen der Baumaschinensparte zugestimmt. Der sich daraus ergebene positive Ergebniseffekt wirkt sich im Geschäftsjahr 2022 aus. Wie aus dem Konzernabschluss der GP Günter Papenburg AG ersichtlich ist, erhöhte sich die Konzerngesamtleistung um 4,8 % auf € 921,9 Mio. Die Materialaufwandsquote liegt mit 57,1 % (Vorjahr: 56,7 %) leicht über dem Vorjahresniveau. Die Personalaufwendungen minderten sich von 22,4 % auf 22,1 %. Es wird ein um € 10,7 Mio. auf € 90,1 Mio. verbessertes Betriebsergebnis ausgewiesen. Das Beteiligungsergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig um € 0,6 Mio. auf € 5,7 Mio. Das Finanzergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um € 2,7 Mio. auf € 7,3 Mio. angestiegen. Unter Berücksichtigung der Ertragsteuern wurde ein Konzernjahresüberschuss von € 85,4 Mio. (Vorjahr: € 67,6 Mio.) erwirtschaftet. Die Eigenkapitalquote blieb im Einzelabschluss mit 45,8 % (+0,1 %-Punkte) nahezu unverändert. Im Konzernabschluss erhöhte sie sich um 1,2 %-Punkte auf 49,3 %, obwohl erhebliche Investitionen u.a. in den Erwerb von Grundstücken mit Rohstoffvorkommen, in die Modernisierung des Fuhrparks, in laufende Bauprojekte und in die strategischen Finanzanlagen, im Wesentlichen Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, getätigt und Dividendenausschüttungen vorgenommen wurden. Nicht zuletzt durch hohe Kostendisziplin und einer weiterhin konservativen Dividenden- und Thesaurierungspolitik gelang es der GP Günter Papenburg-Unternehmensgruppe, ihre Eigenkapitalposition im Konzern, als auch im Einzelabschluss, auf einem deutlich über Branchendurchschnitt liegenden Niveau weiter zu sichern. Der Einzelabschluss der GP Günter Papenburg AG weist eine auf Vorjahresniveau liegende Gesamtleistung von € 225,5 Mio. (Vorjahr: € 226,5 Mio.) aus. Die Materialaufwandsquote ist mit 55,8 % (Vorjahr: 54,1 %) aufgrund der steigenden Einstandspreisentwicklungen leicht gestiegen. Die Personalaufwendungen minderten sich durch Anpassung konzerninterner Strukturen von € 37,5 Mio. auf € 36,1 Mio. Es wird ein um € 5,3 Mio. auf € 17,2 Mio. vermindertes Betriebsergebnis ausgewiesen. Das Beteiligungsergebnis erhöhte sich im Wesentlichen durch verminderte außerplanmäßige Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr um € 6,4 Mio. auf € 20,1 Mio. Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um € 3,7 Mio. auf € 13,5 Mio. Unter Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses und der Ertragsteuern wurde ein Jahresüberschuss von € 48,3 Mio. (Vorjahr: € 35,8 Mio.) erwirtschaftet. Die GP Günter Papenburg AG als auch die gesamte GP Günter Papenburg - Unternehmensgruppe haben sich insgesamt, insbesondere vor dem Hintergrund der andauernden guten Baukonjunktur, weiter positiv entwickelt. Vor allem zeigt die Entwicklung des Papenburg Konzerns über einen längeren Zeitraum sowie über die weltweit anhaltende Corona-Pandemie, dass die Breite und Diversifizierung der Unternehmensgruppe über mehrere Sparten hinweg sich als ein wichtiger Stabilitätsfaktor erwiesen hat. Der vom Vorstand nach den Grundsätzen deutscher Rechnungslegung aufgestellte Jahresabschluss, bestehend aus Einzel- und Konzernabschluss der GP Günter Papenburg AG, sowie der jeweils dazugehörige Lagebericht, sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung gewählten und daraufhin durch den Aufsichtsrat beauftragten Roser GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Einzel- und Konzernabschluss nebst Lagebericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat gemäß § 170 AktG zur Prüfung vorgelegen. Der Aufsichtsrat hat von den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers zustimmend Kenntnis genommen. Er hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen erhoben und jeweils - Jahresabschluss 2021 und Lageberichts 2021 sowie - Konzernabschlusses 2021 und Konzernlagebericht 2021 in der Aufsichtsratssitzung vom 28. Juni 2022 gebilligt. Der Jahresabschluss wurde in der unmittelbar anschließenden Hauptversammlung festgestellt. Den vorgelegten Gewinnverwendungsvorschlag hat der Aufsichtsrat ebenfalls geprüft und diesem zugestimmt. Hinsichtlich der weiteren Ergebnisentwicklung für 2022 ist der Aufsichtsrat zuversichtlich, dass der Konzern an die insgesamt erfreuliche Entwicklung der letzten Geschäftsjahre anknüpfen kann. Dem Aufsichtsrat gehören an:
Herr Bundesminister a.D. Sigmar Gabriel hat zum 7. April 2022 sein Mandat im Aufsichtsrat niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt ihm für die geleistete Arbeit. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2022 wurde Herr Dr. Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen e.V, in den Aufsichtsrat gewählt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre herausragenden Leistungen in einem herausfordernden Umfeld.
Hannover, den 28. Juli 2022 Aufsichtsrat Gerhard Roggemann, Vorsitzender |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
25 nahegelegene Organisationen
Großhandel mit sonstigen Baustoffen und Bauelementen
Herstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Herstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Herstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von vorgefertigten Bauelementen und Gebäuden aus Beton, Zement oder Kalksandstein
Gewinnung von Kaolin und anderem kaolinhaltigen Ton und Lehm
Bauträger für Wohngebäude
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Gewinnung von anderen Natursanden und Kies
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Herstellung von Frischbeton, Transportbeton
Erbringung von allen anderen Unterrichtsdienstleistungen a. n. g.
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Herstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Herstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Gewinnung von anderen Natursanden und Kies
Architekturbüros für Hochbau
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Beteiligungsgesellschaften
Fahrschulen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen