Stammdaten

Register
Amtsgericht Walsrode HRB 122381
Eingetragen
27.12.1974
Branche
Großhandel mit FlachglasHerstellung, Veredlung und Bearbeitung von sonstigem Glas einschließlich technischen GlaswarenHerstellung von Flaschen und anderen Behältnissen aus Glas
Gegenstand
Produktion, der Vertrieb und die Bearbeitung von Flachglasprodukten aller Art, insbesondere Isolier- und Funktionsgläsern, Bearbeitung, Veredelung und Vertrieb von Kunststoffen, der Großund Einzelhandel mit Oberflächenmaterialien, Werkzeugen und Zubehör sowie der Betrieb aller damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten und sich an anderen Unternehmen zu beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Simon Cordes
seit 9.12.2021
Geschäftsführer
Ralf Dauer
seit 19.7.2007
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
500.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FRERICHS GLAS GmbH

Verden (Aller)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

FRERICHS GLAS GMBH, VERDEN

1. Grundlage des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Produktion, der Vertrieb und die Bearbeitung von Flachglasprodukten aller Art, insbesondere Isolier- und Funktionsgläsern, Bearbeitung, Veredelung und Vertrieb von Kunststoffen, der Groß- und Einzelhandel mit Oberflächenmaterialien, Werkzeugen und Zubehör sowie der Betrieb aller damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Frerichs Glas beliefert in einzelnen Geschäftsfeldern gewerbliche Kunden, die ganz unterschiedlichen Branchen angehören, wobei im Bereich des Isolierglas fast ausschließlich an Kunden im Bereich des Fenster- und Fassadenbau, die der Baubranche zuzurechnen sind, beliefert werden.

Hauptsitz ist in Verden. Zudem besteht eine Zweigniederlassung in Lüneburg.

2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die deutsche Wirtschaft hat das Jahr 2023 mit einem Minus-Wachstum beendet. Weiterhin rückläufige Investitionen sowie die anhaltend schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bremsten die Konjunktur. Der Rückgang im letzten Quartal konnte in den anderen Quartalen nicht kompensiert werden (+ 0,3 % im ersten, - 0,1 % im zweiten, + 0,1 % im dritten und - 0,5 % im vierten Quartal). Für das gesamte Jahr 2023 ergibt sich daraus preis-, saison- und kalenderbereinigt eine Veränderung des Bruttoinlandsproduktes von +/- 0,0 %. Preisbereinigt ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um - 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft.

Das Jahr 2023 war zudem durch anhaltend hohe Inflationsraten gekennzeichnet, welche durch weiter steigende Energiepreise und stark verteuerte Nahrungsmittel getrieben wurden. Der Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes weist für 2023 eine Erhöhung zum Vorjahr von 5,9 % aus.

Der Arbeitsmarkt und die Beschäftigtenzahlen zeigten sich auch in diesem herausfordernden Umfeld robust. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren rund 45,9 Millionen Personen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Das waren so viele wie noch nie seit der Wiedervereinigung in Deutschland 1990. Somit stieg die Zahl der Erwerbstätigen nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 um 333.000 Personen bzw. um + 0,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Der bisherige Höchststand aus 2022 wurde dadurch noch einmal überschritten. Eine Ursache für die Beschäftigtenzunahme in 2023 war die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte. Hinzu kam eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung.

2.2 Branchenentwicklung

Der Mix aus steigenden Bau-, Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten hat in 2023 einen Nachfrageeinbruch nach Bauleistungen ausgelöst. Der Rückgang der Baukonjunktur setzt sich weiter fort. Der deutliche Nachfrageeinbruch im Wohnungsbau führt zu Unterauslastungen der Kapazitäten. Das Bauhauptgewerbe bewegt sich zwischen Fachkräftesuche einerseits und drohender Kurzarbeit und Kündigungen andererseits. Mit diesen Ausführungen fasst der Zentralverband Deutsches Baugewerbe seine Konjunkturprognose 2024 und damit die aktuelle Lage in der Baubranche zusammen.

Der Zentralverband rechnet im Bauhauptgewerbe mit einem Umsatz im Jahr 2023 von 162,5 Milliarden Euro was einem nominalen Zuwachs um 1,4 % und einem realen Rückgang um 5,3 % entspricht.

Die Frühindikatoren wie beispielsweise die Zahl der Baugenehmigungen und die Orderentwicklung zeigen eine deutliche Abkühlung der Baukonjunktur an. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes geht für das Jahr 2024 von einem realen Rückgang in Höhe von 3 % aus. Damit geht auch ein Ende des Beschäftigtenaufbaus einher. Der Zentralverband erwartet in 2024 einen deutlichen Abbau um 30.000 auf dann 890.000 Beschäftigte.

Der kontinuierliche Aufbau von Wohnraumkapazitäten seit 2010 ist im Jahr 2023 durchbrochen worden. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes rechnet mit der Fertigstellung von 235.000 neuen Wohnungen in 2024 nach 271.000 Wohnungen in 2023.

Die Bundesregierung hat für die Legislaturperiode ein Ziel von jährlich 400.000 zu errichtenden Wohnungen ausgegeben. Um sich dieser Zielvorgabe wieder zu nähern und dem beschriebenen Abwärtsszenario zu begegnen, sind umfangreiche und niedrigschwellige Förderungen notwendig.

2.3 Geschäftsfelder

Frerichs Glas beliefert in den einzelnen Geschäftsfeldern gewerbliche Kunden, die unterschiedlichen Branchen angehören. Diese umfassen den Fenster- und Fassadenbau und den Innenausbau, die der Baubranche zuzurechnen sind. Frerichs Glas ist sowohl im Bereich Neubau als auch Renovierung tätig.

Die Umsätze der Gruppe wurden in den Bereichen Glas- und Kunststoffverarbeitung generiert.

2.4 Mitarbeiter

Frerichs Glas beschäftigte im Jahresdurchschnitt 235 Mitarbeiter, gegenüber 229 Mitarbeitern im Jahresdurchschnitt 2022. Zum Stichtag 31.12.2023 waren 10 Auszubildende im Unternehmen beschäftigt. Zudem wurden in 2023 vier Auszubildende in ein Arbeitsverhältnis übernommen, um den Fachkräftebedarf auch in der Zukunft sicherzustellen.

Ferner wurden bei Bedarf saisonabhängig Zeitarbeiter beschäftigt.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 % und war demnach erwartungsgemäß auf dem Niveau des Vorjahres.

2.5 Zweigniederlassung

Die Gesellschaft unterhält eine Zweigniederlassung in Lüneburg mit 68 Mitarbeitern (Stand 31.12.2023).

2.6 Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf war im Jahr 2023 insbesondere durch die abgekühlte Baukonjunktur und dem damit einhergehenden Rückgang in der Auftragslage gekennzeichnet. Insbesondere durch den Rückgang in der Auftragslage, ist das abgeführte Jahresergebnis in Höhe von TEUR 460 im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedriger ausgefallen.

Der Personalbestand konnte erfreulicherweise konstant gehalten und sogar leicht ausgebaut werden.

Im Einkaufsbereich haben sich die Preise, die aufgrund starker Energiezuschläge im Vorjahr weiterhin hoch waren, wieder normalisiert. Diese Preisrückgänge wirken dem Umsatzrückgang etwas entgegen.

3. Umsatz-, Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1 Umsatz- und Ertragslage

Das abgeführte Jahresergebnis in Höhe von TEUR 460 ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedriger ausgefallen. Im Wesentlichen lässt sich das auf den starken Rückgang der Umsatzerlöse zurückführen. Die gestiegene Rohertragsmarge kompensiert den Umsatzrückgang zum Teil.

Die Steigerung der Rohertragsmarge wurde durch eine hohe Preisdurchsetzung im einsetzenden Verdrängungswettbewerb des schrumpfenden Marktes bei gleichzeitiger Normalisierung der Einkaufspreise für das Basisglas möglich. Hinsichtlich der Entwicklung im Einkaufsbereich verweisen wir auf unsere Ausführungen unter "2.6 Geschäftsverlauf".

Aufgrund der abgekühlten Baukonjunktur war im Berichtsjahr erwartungsgemäß ein Rückgang in der Auftragslage zu verzeichnen. Hinsichtlich der Produktionsauslastung wird auf die Ausführungen unter "3.2 Finanz- und Vermögenslage" verwiesen.

Hinsichtlich der Entwicklung der Personalkosten verweisen wir auf unsere Ausführungen unter 2.4 "Mitarbeiter".

3.2 Finanz- und Vermögenslage

Im Anlagevermögen gab es keine wesentlichen Neuinvestitionen im Berichtsjahr. Es wurden ausschließlich turnusmäßige Investitionen im Bereich der technischen Anlagen und Maschinen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattungen durchgeführt. Ferner wurden Investitionen für einen Mietereinbau von Büroarbeitsplätzen durchgeführt. Die Entwicklung entspricht dabei unseren Erwartungen.

Wesentliche Veränderungen in der Vermögensstruktur sind in den Bereichen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Berichtsjahr: TEUR 691; Vorjahr: TEUR 1.060), den Waren im Vorratsvermögen (Berichtsjahr: TEUR 816; Vorjahr: TEUR 1.065) und den sonstigen Vermögensgegenständen (Berichtsjahr: TEUR 364; Vorjahr: TEUR 767) zu verzeichnen.

Der Rückgang der Waren ist auf die folgenden Aspekte zurückzuführen: Aufgrund der abgekühlten Baukonjunktur war erwartungsgemäß ein Rückgang in der Auftragslage im Berichtsjahr zu verzeichnen.

Bis Ende des Jahres 2022 war die Produktion voll ausgelastet und wir hatten für das erste Quartal 2023 entsprechende Überhänge an Aufträgen für das neue Jahr. Ende 2023 hatte sich die Baukonjunktur deutlich abgekühlt und es gab deutlich weniger Auftragsbestand für das erste Quartal. Dementsprechend gab es 2023 weniger Vorräte als 2022.

Des Weiteren ist der Rückgang der Vorräte auf einen deutlichen Preisverfall im Vergleich zum Jahr 2022 zurückzuführen. Im Jahr 2022 sind die Preise aufgrund des Ukrainekrieges und den damit verbundenen Energiepreiserhöhungen extrem stark angestiegen. Dieser Anstieg ist im Jahr 2023 wieder deutlich rückläufig.

Gegenläufig ist der Lagerumschlag zu beachten. Die Lagerumschlagdauer ist gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen, jedoch weiterhin kurz. Das Vorratsvermögen im Verhältnis zum Umsatz lag auf dem Niveau des Vorjahres.

Aufgrund der abgekühlten Baukonjunktur sowie stichtagsbedingten Effekten aus der Zahlungsmoral der Kunden, ist der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu erklären.

Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände ist auf Einmaleffekte des Jahres 2022 zurückzuführen, welche im Berichtsjahr nicht angefallen sind. Die Entwicklung wird als positiv eingestuft.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 500 TEUR. Das Eigenkapital umfasst zusätzlich 300 TEUR Rücklagen und 887 TEUR Gewinnvorträge. Seit 2014 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft.

Die Eigenmittel, inklusive Pensionsrückstellungen, von 63,8 % in 2023 (Vorjahr: 52,6 %) haben sich in EUR nur unwesentlich verringert. Der prozentuale Anstieg ist insbesondere auf die gesunkene Bilanzsumme zurückzuführen ist.

Langfristige Bankdarlehen wurden 2023 nicht beansprucht. Auch Kontokorrentkredite wurden nicht in Anspruch genommen. Die Fähigkeit den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen war zu jederzeit gegeben.

Der Brutto-Cashflow (Jahresergebnis vor Ergebnisabführung, Abschreibungen und Veränderungen der Rückstellungen) sank im Berichtsjahr um TEUR 2.255. Grund hierfür ist insbesondere das deutliche geringere Betriebsergebnis, welches auf die Gründe unter 2.1 "Umsatz- und Ertragslage" zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung waren zum Bilanzstichtag um 187 TEUR höher als im Vorjahr und mit 439 TEUR auf einem deutlich höheren Niveau als 2022.

Sämtliche Verbindlichkeiten lauten in EUR und sind jeweils innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind ausschließlich auf Leistungsbeziehungen und die sonstigen Verbindlichkeiten im Wesentlichen auf Steuerverbindlichkeiten zurückzuführen.

3.3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzieller Leistungsindikator ist (abweichend zu den Vorjahren) das abgeführte Jahresergebnis. In den Vorjahren wurde das Betriebsergebnis als finanzieller Leistungsindikator herangezogen. Im Betriebsergebnis wurden im Wesentlichen die Beteiligungserträge, die Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen, Versicherungserstattungen, Mieterträge für Gestelle sowie Zuschüsse nicht berücksichtigt.

Hinsichtlich der Entwicklung des abgeführten Jahresergebnisses wird auf die vorstehenden Ausführungen verwiesen.

3.4 Gesamtaussage

Im Vergleich zum Vorjahr muss die Gesellschaft bei geringerem Umsatz ein deutlich niedrigeres Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) realisieren. Dem gesunkenen Umsatz stehen entsprechend gesunkene Materialaufwendungen gegenüber. In Anbetracht der Entwicklung der Baukonjunktur wurde bereits im Vorjahr einem rückläufigen Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) und im Prognosebericht 2022 mit einem rückläufigen Betriebsergebnis gerechnet. Die Entwicklung entspricht im Wesentlichen unseren Erwartungen.

4. Risikobericht

Das Unternehmen verfügt über ein umfangreiches Berichts- und Kontrollsystem. Wesentliche Ergebnisfaktoren werden täglich überwacht. Für jedes Geschäftsfeld wird ein monatliches Ergebnis ermittelt, das von der Geschäftsführung und den verantwortlichen Mitarbeitern ausgewertet wird. Etwaige Geschäftsrisiken unterliegen einer gesonderten permanenten Prozess- und Abweichungsanalyse. Im Rahmen der Ein- bis Fünfjahresplanungen, unterjährigen Abweichungsanalysen, detaillierten Produkt- und Produktionsdaten und Parametern werden kontinuierlich Geschäftsverläufe berechnet und, falls erforderlich, die notwendigen Maßnahmen zeitnah abgeleitet.

Um Leistungsrisiken zu begegnen ist ein umfassendes Qualitätsmanagement eingerichtet, das mit einer laufenden Verbesserung der Prozesse und Abläufe einhergeht. Die Qualitätszertifizierung nach dem RAL Gütezeichen für Mehrscheibenisolierglas und die Prozesszertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015 sowie die Qualitätssicherung nach DIN EN 12150 für Einscheibensicherheitsglas bzw. DIN EN 14179-2 für ESG-H wurden auch in diesem Jahr wieder erfolgreich bestanden.

Die Risikolage des Unternehmens wurde aufgrund der in den letzten Jahren kontinuierlich erweiterten Produktpalette in Richtung Sortimentstiefe und Spezialisierung deutlich reduziert. Die Produktpalette ist in 2023 auch im Bereich Kunststoff inkl. der Anschaffung einer neuen Fertigungsmaschine, sowie der Investition in eine neue Fertigungstechnologie nochmals ausgebaut worden. Insgesamt kann die Risikolage als stabil angesehen werden.

Mögliche Geschäftsrisiken könnten in der anhaltenden Nachfrageschwäche der allgemeinen Bau-Konjunktur aufgrund der gestiegenen Baupreise und der erhöhten Baufinanzierungskosten (Zinsniveau) bestehen. Als Folge ist damit zu rechnen, dass die Zahl der Baugenehmigungen im Vergleich zu den Vorperioden weiter rückläufig sein wird und dieses zu einer sinkenden Anzahl von Neubauprojekten führt.

Aufgrund der Kunden- und Sortimentsstruktur ist Frerichs Glas stark im Bereich der Sanierungen und Renovierungen vertreten. Dieser Bereich scheint aktuell robuster gegen die bremsenden Einflüsse auf die Bau-Konjunktur. Jedoch gibt es auch für dieses Segment aufgrund der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen das Risiko von sinkenden Auftragszahlen.

Das Unternehmen verfügt über ein effizientes Forderungsmanagement. Im Geschäftsjahr 2023 waren keine wesentlichen Forderungsausfälle zu verzeichnen. Die durchschnittliche Zahlungsdauer liegt weiterhin auf einem niedrigen Niveau sowie auf dem Niveau des Vorjahres. Für eventuelle Ausfallrisiken wurde entsprechend Vorsorge getroffen. Größere Restrisiken werden durch einen umfassenden Versicherungsschutz abgedeckt.

5. Prognosebericht

Die konjunkturelle Erholung lässt weiter auf sich warten. Das IfW Kiel erwartet in seiner Frühjahrsprognose daher für 2024 nur einen Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes um 0,1 % und für 2025 um 1,2 %. Damit lassen die Auftriebskräfte länger auf sich warten und prägen das Konjunkturbild der nahen Zukunft. Die Inflation hingegen hat sich in 2024 beruhigt. Nach Einschätzung des IfW Kiel werden die Verbraucherpreise in 2024 um 2,3 % und in 2025 um 1,7 % ansteigen. In Verbindung mit den steigenden Löhnen werden die real verfügbaren Einkommen im laufenden Jahr steigen und den privaten Konsum stimulieren.

Der Absatzmarkt von Frerichs Glas ist 2023 im Vergleich zu 2022 geschrumpft. Für das Jahr 2024 wird eine ähnliche Marktlage wie im Vorjahr erwartet. Dem gegenüber steht ein hoher Nachfragedruck nach neuem Wohnraum, sowie nach energetischen Sanierungen in Deutschland.

Ferner beeinflussen die auf absehbare Zeit hohen Energiepreise die Wirtschaftlichkeit energiesparender Maßnahmen positiv, so dass das Unternehmen mit seinen strategischen Produkten der Energieeinsparung und CO 2 -Reduktion Umsätze generieren kann.

Auf Basis der von Frerichs Glas konsequent getätigten Maschineninvestitionen wurde die Produktions- und Sortimentstiefe kontinuierlich um weitere Wertschöpfungsstufen ergänzt. Zudem wurden in 2023 im Bereich Kunststoff die Fertigungskapazitäten durch weitere Maschineninvestitionen erweitert.

Für 2024 wird erwartet, dass der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführungsvertrag (abgeführtes Jahresergebnis) auf einem vergleichbaren Niveau wie im Geschäftsjahr 2023 liegt.

 

Verden, den 20. August 2024

gez. Simon Cordes, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

FRERICHS GLAS GMBH, VERDEN

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.266.475,82 1.301.778,12
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.066,00 8.905,00
II. Sachanlagen 1.212.759,00 1.254.222,30
1. Technische Anlagen und Maschinen 568.339,00 418.131,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 644.420,00 564.219,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 271.872,30
III. Finanzanlagen 38.650,82 38.650,82
Beteiligungen 38.650,82 38.650,82
B. UMLAUFVERMÖGEN 2.550.976,12 3.398.861,85
I. Vorräte 1.287.685,70 1.509.837,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.216.916,40 1.834.441,49
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.764,42 6.751,14
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 68.852,93 0,00
3. Forderungen gegen Gesellschafter 87.719,48 0,00
4. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.054.579,57 1.827.690,35
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 46.374,02 54.582,59
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 22.857,82 12.566,53
3.840.309,76 4.713.206,50

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 1.687.015,57 1.687.015,57
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 300.000,00 300.000,00
III. Gewinnvortrag 887.015,57 887.015,57
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.585.388,00 1.795.132,00
C. VERBINDLICHKEITEN 567.906,19 1.231.058,93
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.099,08 554,40
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 750,98
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.565,87 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 734.453,91
5. Übrige Verbindlichkeiten 562.241,24 495.299,64
- davon aus Steuern: EUR 82.590,83 (Vorjahr: EUR 77.041,65)
3.840.309,76 4.713.206,50

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 19.233.955,93 21.083.462,63
2. Personalaufwand -10.937.689,85 -10.896.806,91
a) Löhne und Gehälter -9.120.429,66 -9.060.367,35
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.817.260,19 -1.836.439,56
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -388.720,93 -521.398,73
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.611.720,58 -7.422.109,43
5. Erträge aus Beteiligungen 139.747,44 116.597,34
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 57.004,58 55.396,84
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -23.883,01 -7.041,47
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -538,40 -269,56
9. Ergebnis nach Steuern 468.155,18 2.407.830,71
10. Sonstige Steuern -8.529,86 -18.455,65
11. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -459.625,32 -2.389.375,06
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

FRERICHS GLAS GMBH, VERDEN

1. Allgemeine Angaben

Die FRERICHS GLAS GmbH, Verden, ist beim Amtsgericht Walsrode unter HRB 122381 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft auf.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der betriebsgewöhnlichen Nutzung planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wird in Anlehnung an die für steuerliche Zwecke geltenden Abschreibungstabellen ermittelt. Die Sachanlagen werden nach der linearen Methode abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden mit der Anschaffung in den Aufwand gebucht. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 1.000,00 werden aus Vereinfachungsgründen im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt, soweit sie nicht wegen Unwesentlichkeit in den Aufwand gebucht werden.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung am Bilanzstichtag erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Vorräte wurden mit Einstandspreisen (unter Berücksichtigung des FIFO-Verfahrens) abzüglich angemessener Abschläge bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Sobald die Gründe für den niedrigeren Wertansatz nicht mehr bestehen, wird maximal bis zum Nennwert bzw. den Anschaffungskosten zugeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 2,15 % auf die nicht einzelwertberichtigten und nicht versicherten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Anschaffungskosten (in der Regel dem Nennwert) angesetzt.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten wurden im Vorjahr bereits gezahlte zukünftige Geschäftsjahre betreffende Aufwendungen aktiviert. Der Posten wird in der Rechnungsperiode aufgelöst, in der der Aufwand wirtschaftlich entstanden ist.

Bis zum 31. Dezember 2009 wurden die Pensionsrückstellungen mit Teilwerten bilanziert. Diese wurden durch versicherungsmathematische Gutachten auf Basis der Generationentafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2005 G) unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 6 % p. a. ermittelt. Aufgrund der Neuregelung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz werden seit dem Geschäftsjahr 2010 Pensionsrückstellungen nach der Projected Unit Credit Method (IAS 19.67) berechnet. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die aus der Bewertungsänderung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz resultierende Zuführung zu den Pensionsrückstellungen erfolgt in gleichbleibenden Beträgen über einen Zeitraum von 15 Jahren. Den aktuellen Berechnungen liegen die Generationentafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2018 G) zugrunde.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst. Die Abzinsung wird nachfolgend in den Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung unter "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge", die Aufzinsung unter "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" gesondert ausgewiesen.

Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Soweit zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, bestehen, werden die sich daraus ergebenden Steuerbe- bzw. -entlastungen als latente Steuern angesetzt. Latente Steuern werden verrechnet angesetzt und nicht abgezinst. Von dem Wahlrecht, einen Überhang an aktiven latenten Steuern nicht anzusetzen, wird Gebrauch gemacht.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist als Anlage zum Anhang dargestellt.

Es werden Anteile an folgenden Unternehmen gehalten:

Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital
EUR
Meisterteam LGF GmbH & Co. KG, Hamburg 9,00 351.610,52 *)
Meisterteam LGF Verwaltungs-GmbH, Hamburg 50,00 **)
UNIGLAS GmbH & Co. KG, Montabaur 5,55 150.100,00 ***)
Gestellpool Europe Verwaltungs GmbH, Hannover 0,80 **)

*) Das Eigenkapital betrifft das Geschäftsjahr 2023. Auf die Angabe des Jahresergebnisses wurde verzichtet, da die Gesellschaft selbst nicht zur Offenlegung des Jahresergebnisses verpflichtet ist.

**) Auf die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses wurde verzichtet, da die Gesellschaft selbst nicht zur Offenlegung verpflichtet ist.

***) Das Eigenkapital betrifft das Geschäftsjahr 2021. Auf die Angabe des Jahresergebnisses wurde verzichtet, da die Gesellschaft selbst nicht zur Offenlegung des Jahresergebnisses verpflichtet ist.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in voller Höhe den sonstigen Vermögensgegenständen (Vorjahr: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) mitzugehörig.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind in voller Höhe den sonstigen Vermögensgegenständen mitzugehörig.

Die Forderungen gegen Gesellschafter sind in Höhe von TEUR 74 den sonstigen Vermögensgegenständen und in Höhe von TEUR 13 den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mitzugehörig.

Passiva

Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 500.000,00 ist voll erbracht.

Die Kapitalrücklage wurde im Jahr 2010 mit TEUR 300 aus einer Umwandlung von Darlehen des Gesellschafters gebildet.

Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wurde von folgenden Annahmen ausgegangen:

Rechnungszins 1,82 % p. a.
Gehaltsdynamik 0,00 % p. a.
Rentendynamik 0,00 % p. a.

Die aufgrund der Ausübung des Ansammlungswahlrechts gemäß Artikel 67 Absatz 1 Satz 1 EGHGB in der Bilanz nicht ausgewiesenen Pensionsrückstellungen betragen TEUR 7. Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 5.

Die Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (einschließlich Eventualverbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen) sind u. a. besichert durch Globalzession der Forderungen sowie Sicherungsübereignung von Teilen des Sachanlagevermögens und der Vorräte.

Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 439 (Vorjahr: TEUR 252) sind teilweise durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert. Für die weiteren Verbindlichkeiten bestehen keine Pfandrechte oder ähnliche Sicherheiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in voller Höhe den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mitzugehörig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 753) den sonstigen Verbindlichkeiten und in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 18) den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mitzugehörig.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von EUR 5.176.624,65 (Vorjahr: EUR 5.115.717,82) aufgrund von Mithaftungserklärungen gegenüber Kreditinstituten. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den vorgenannten Eventualverbindlichkeiten wird gering eingeschätzt, weil die Gesellschaften ihren Verpflichtungen bisher nachgekommen sind.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den sozialen Abgaben betreffen EUR 45.279,57 (Vorjahr: EUR 45.564,24) Aufwendungen für Altersversorgung.

Als sonstige betriebliche Aufwendungen wurden im Wesentlichen Kosten für die Verwaltung, Leasinggebühren, Mieten und Pachten, Grundstücksaufwendungen, Fuhrpark, Beratungen, Instandhaltung sowie Vertrieb ausgewiesen.

Von den Zinsen und ähnlichen Erträgen betreffen TEUR 57 (Vorjahr: TEUR 55) Gesellschafter.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 0,5) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Die sonstigen Steuern betreffen Kraftfahrzeugsteuer.

5. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen TEUR 862 p. a.
Verpflichtungen aus Leasingverträgen (Gesamtlaufzeit) TEUR 3.268

Die Gesamtlaufzeit läuft bis zum Ende des Jahres 2028.

Die Leasingverträge werden mit dem Zweck abgeschlossen, eine möglichst geringe Kapitalbindung zu erreichen.

Angaben zu Mitarbeitern

Im Jahresdurchschnitt wurden 235 Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon entfallen auf Angestellte 89 und 146 auf Gewerbliche. Im Vorjahr wurden 229 Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon entfallen auf Angestellte 85 und 145 auf Gewerbliche. Im Jahresdurchschnitt wurden zwölf Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: zwölf).

Angaben zum Geschäftsführungsorgan

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr und ist bis heute:

Herr Simon Cordes

Der Geschäftsführer ist bzw. war hauptberuflich für die Gesellschaft tätig.

 

Verden, den 23. August 2024

gez. Simon Cordes, Geschäftsführer

Weitere Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 23. Juli 2024 festgestellt.

Anschaffungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 302.932,72 9.900,00 0,00 0,00 312.832,72
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.354.040,34 19.225,93 55.939,35 271.872,30 2.589.199,22
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.107.848,71 331.818,70 116.713,01 0,00 3.322.954,40
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 271.872,30 0,00 0,00 -271.872,30 0,00
5.733.761,35 351.044,63 172.652,36 0,00 5.912.153,62
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 52.637,70 0,00 0,00 0,00 52.637,70
6.089.331,77 360.944,63 172.652,36 0,00 6.277.624,04
Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 294.027,72 3.739,00 0,00 297.766,72
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.935.909,34 134.346,23 49.395,35 2.020.860,22
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.543.629,71 250.635,70 115.731,01 2.678.534,40
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.479.539,05 384.981,93 165.126,36 4.699.394,62
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 13.986,88 0,00 0,00 13.986,88
4.787.553,65 388.720,93 165.126,36 5.011.148,22
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.066,00 8.905,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 568.339,00 418.131,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 644.420,00 564.219,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 271.872,30
1.212.759,00 1.254.222,30
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 38.650,82 38.650,82
1.266.475,82 1.301.778,12

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die FRERICHS GLAS GmbH, Verden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FRERICHS GLAS GmbH, Verden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FRERICHS GLAS GmbH, Verden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt ''Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts'' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 23. August 2024

FIDES Treuhand GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Lohmann, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Hoormann, Wirtschaftsprüfer

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