ALLERGIKA
Pharma GmbH
Wolfratshausen
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS Unternehmensprofil
ALLERGIKA® wurde vor 32 Jahren gegründet, als
mittelständisches, deutsches Pharmaunternehmen mit
Produkten zur Prävention und Behandlung von Allergien
und Hauterkrankungen mit Sitz in Wolfratshausen bei
München.
Der Mensch mit Hautkrankheiten und Hautproblemen steht
für uns im Mittelpunkt. Wir wollen Menschen mit
allergischen Hautleiden echte therapeutische Alternativen
bieten. Über unseren Markennamen ALLERGIKA® wollen
wir langfristig Vertrauen bei Ärzten, Apothekern und
Patienten in die Qualität unserer Produkte aufbauen. Es
ist unsere Vision, die Unternehmensstrategie auf
Langfristigkeit und Nachhaltigkeit anzulegen.
Der Name ALLERGIKA Pharma GmbH spiegelt die
Unternehmensphilosophie wider.
Der Name ALLERGIKA® steht für:
• Das Unternehmen
• Das weltweit registrierte Warenzeichen
• Die Produkte zur Prävention und
Behandlung von Allergien und Hauterkrankungen
• Die Indikationen und Anwendungen
• Die Identifikation des Patienten
Wir sind rund 68 Mitarbeiter im Innen- und
Außendienst und betreuen maßgeblich Allergologen,
Dermatologen, Pädiater und Apotheken, sowie
Krankenkassen und Patienten.
Wir haben eine langfristige Planung, "ALLERGIKA World",
die stark international ausgerichtet ist. Unsere zentrale
Marke "ALLERGIKA® ist weltweit registriert und wir
verfügen über Distributoren in mehr als 15
Ländern, u.a. in Asien, Lateinamerika, den Golfstaaten
und Europa.
Die Gesellschaft ist im Wesentlichen mit Produkten in
folgenden Indikationsbereichen am Markt tätig:
• Dermatologie mit Arzneimitteln,
Medizinprodukten und Dermokosmetika bei Ekzemen, trockener
Haut und Sonnenschutz
• Allergologie mit antiallergene
Bettzwischenbezüge (Encasings) bei
Hausstaubmilbenallergie
• Orthopädie mit sog. Duschfolien zum
Nässeschutz von Verbänden
Organisatorische Struktur
Die ALLERGIKA Pharma GmbH hat Ihren Firmensitz in
Wolfratshausen. Die Gesellschaft ist am Standort neben der
allgemeinen Verwaltung durch den Vertriebsinnendienst, das
Lagerwesen und die Forschungs- und
Entwicklungstätigkeiten vertreten. Die Produktion ist im
Wesentlichen an Lohnfertiger ausgelagert.
Da die Gesellschaft im Kalenderjahr 2022 in die
schwedische AVIA Pharma Gruppe aufgenommen wurde und in
diesem Zuge das verlegte Geschäftsjahr (September bis
August) auf das Kalenderjahr umgestellt wurde, ist das
Vergleichsjahr ein Rumpfgeschäftsjahr (01. September
2022 bis 31. Dezember 2022).
Aufgrund der erfolgten Änderung im
Geschäftsjahr 2022 sind die Vorjahreszahlen und mithin
insbesondere die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
nicht durchgängig vergleichbar.
WIRTSCHAFTSBERICHT Gesamtwirtschaftliche Lage
Im Jahr 2023 lag das preisbereinigte
Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Berechnungen des
Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% unter dem des
Vorjahres. Kalenderbereinigt lag damit der Rückgang der
Wirtschaftsleistung bei 0,1%. Die weiterhin hohen Preise in
allen Wirtschaftsstufen und ungünstigen Zinsbedingungen
behinderten weiterhin die Konjunktur.
Weltweit hat sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im
Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um circa 3,1% erhöht,
die weltweite Wachstumsrate liegt damit aber um 0,4%-Punkte
unter der des Vorjahres. Die weltweite Inflation bremst
weiterhin das Wirtschaftswachstum.
Der Gesundheitsmarkt zählt weltweit zu den
wichtigsten Wirtschaftszweigen und entwickelt sich seit
vielen Jahren dynamisch.
Allergien zählen dabei zu den weltweit
häufigsten chronischen Erkrankungen mit steigender
Tendenz. Allein in Deutschland sind mehr als 30% der
Bevölkerung betroffen, häufig auch viele Kinder und
Jugendliche. Die Prävalenz für eine
Sensibilisierung gegen Haustaubmilbenallergene liegt bei 16%.
Sehr häufig ist bei einer Allergie die Haut betroffen.
Mittlerweile klagt jeder Zweite über eine trockene oder
überempfindliche Haut. (Quelle: Statista Research
Department 2022,
https://de.statista.com/themen/9844/allergien/#topicOverview)
Der Umsatz des deutschen Pharma-Gesamtmarktes (Klinik
und Apotheke) entwickelte sich in 2023 weiter positiv: Er
wuchs in den ersten drei Quartalen um 5,8 Prozent. Im
für ALLERGIKA relevanten OTC-Markt mit rezeptfreien
Arznei- und Nichtarzneimitteln (u.a. Hautschutzcremes sog.
Emollienzien) stieg der Umsatz bei Offizinen und
Versandapotheken im gleichen Zeitraum um 9,6 Prozent auf 8,17
Milliarden Euro. Der Absatz erhöhte sich dabei um
lediglich 3,8 Prozent. Der Versandhandelsmarkt stieg in
diesem Zeitraum um 5 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro,
während die online abgesetzte Menge nur um 2 Prozent
erhöhte. Im Jahresverlauf zeigte sich bis September ein
negativer Trend. (Quelle: IQVIA Commercial GmbH & Co.
OHG, IQVIA Marktbericht Classic - 3. Quartal 2023)
Geschäftsverlauf
Die ALLERGIKA Pharma GmbH hat im Geschäftsjahr
2023 einen positiven Geschäftsverlauf erlebt.
Die Umsatzerlöse der Gesellschaft belaufen sich
auf T€ 15.053. Der Vergleich mit den
Vorjahres-Nettoerlösen ist aufgrund des vorgelagerten
Rumpfgeschäftsjahres mit nur 4 Monaten nicht
aussagekräftig. Im Vergleich zu den Umsatzerlösen
des Kalenderjahres 2022, das durch die Übernahme durch
die AVIA Pharma Gruppe einigen Sondereffekten unterlag, von
T€ 13.087 ergibt sich dennoch eine Steigerung von 15,0%.
Die Umsatzerlöse teilen sich nach
Unternehmensbereichen wie folgt auf:
• Derma-Linie: 69%
• Textile:
29%
• Duschfolien: 2%
Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren als
Steuerungsinstrumente der Gesellschaft sind die
Umsatzerlöse und das EBIT. In Folge der Einbindung in
die AVIA Pharma Unternehmensgruppe wurde mit dem
Gesellschafter ein Gewinnabführungsvertag geschlossen.
Ab dem Rumpfgeschäftsjahr wird das Jahresergebnis daher
vollständig an die Muttergesellschaft abgeführt.
Für die Analyse des Geschäftsverlaufs wird daher
auf das Ergebnis vor Gewinnabführung abgestellt.
Das EBIT vor Gewinnabführung beträgt T€
2.268. Dieses liegt erheblich über dem EBIT von T€
442 des Rumpfgeschäftsjahres im Vorjahr und spiegelt die
Kostendisziplin und den erfolgreichen Geschäftsverlauf
im abgelaufenen Geschäftsjahr wider.
Ertragslage
Aufgrund der Umstellung des Geschäftsjahres auf
das Kalenderjahr und dem Abschluss des
Gewinnabführungsvertrags ergeben sich erhebliche
Veränderungen bei der Ertragslage im Vergleich zum
Vorjahr. Im Bereich der Aufwandsquoten lässt sich die
Ertragslage jedoch mit dem Vorjahr vergleichen.
Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres belaufen
sich auf T€ 15.053. Die sonstigen betrieblichen
Erträge lagen im Geschäftsjahr auf geringem Niveau
von T€ 105.
Im Vergleich zur Planung in Höhe von T€
14.560 ist dies eine Überschreitung von T€ 493.
Die Materialaufwandsquote im Verhältnis zur
Gesamtleistung sank von 24,3% im Vorjahr auf 23,8%. Dies
liegt auch an der Optimierung der Chargenauslastung und
Verlagerungen von Produkten zu anderen Lohnherstellern. Die
im Materialaufwand enthaltenen Aufwendungen für bezogene
Leistungen sind prozentual von 2,2% auf 7,7% gestiegen. Dies
ist auf einen entsprechenden Ausweis von Aufwendungen
für bezogene Lohnfertiger-Leistungen
zurückzuführen.
Die Personalaufwandsquote ging leicht von 29,8% im
Vorjahr auf 28,9% im Geschäftsjahr zurück.
Die Abschreibungsquote sank leicht von 2,0% auf 1,6%.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen von
35,0% auf 30,7% zurück. Der größte
Kostenblock entfällt dabei auf den Bereich Werbekosten
und Kosten der Warenabgabe. In beiden Bereichen konnte erneut
prozentual ein leichter Rückgang im Vergleich zum
vorherigen Geschäftsjahr erreicht werden. Der insgesamte
Rückgang ergab sich auch aus dem Bereich der
verschiedenen betrieblichen Kosten, welche von 12,7% auf
11,2% abnahmen. Wesentlicher Grund dafür waren
Veränderungen innerhalb der Kostenstruktur im Rahmen der
Einbindung der Gesellschaft in die AVIA Pharma Gruppe; sowie
Kosten, die im Rahmen der zeitlich befristeten Zusammenarbeit
mit der Firma Dermifant GmbH, entstanden. Diese wurden in
vollem Umfang an die Dermifant GmbH weiterberechnet.
Das EBIT beläuft sich aufgrund der oben in Summe
genannten Effekte auf T€ 2.268.
Im Vergleich zur Planung in Höhe von T€ 2.515
ist dies eine Unterschreitung von T€ - 247. Diese
Abweichung ist im Wesentlichen auf die Höhe der
Abschreibungen, die um T€ 141 höher als geplant
ausgefallen sind, zurückzuführen. Darüber
hinaus liegen die Kosten in den Bereichen EDV-Beratung und
Marketing höher als in der Planung vorgesehen.
Die Gewinnabführung an die Muttergesellschaft
beläuft sich auf T€ 2.166 und entspricht einer
Umsatzrendite von 14,4%. Nach Gewinnabführung ergibt
sich bei der Gesellschaft entsprechend ein
Jahresüberschuss von T€ 0.
Vermögenslage
Die Vermögenslage der Gesellschaft ist insgesamt
geprägt vom Umlaufvermögen, welches 71,5% der
Bilanzsumme umfasst (Vorjahr: 81,8%). Die Bilanzsumme
beträgt T€ 7.129 nach T€ 4.191 zum
Vorjahres-Stichtag 31. Dezember 2022.
Auf das Anlagevermögen entfallen T€ 1.994,
wobei sich im Vergleich zum Vorjahres-Stichtag 31. Dezember
2022 insgesamt ein Anstieg um T€ 1.281 ergibt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände
stiegen dabei im Geschäftsjahr auf T€ 1.886 nach
T€ 595 zum Vorjahres-Stichtag. Insgesamt waren
Zugänge in Höhe von T€ 1.425 zu verzeichnen,
welche unter anderem Produktentwicklung und den Rückkauf
der Dermifant-Vermögenswerte betreffen. Die
Abschreibungen betragen T€ 130.
Das Sachanlagevermögen ist geringfügig um
T€ 10 von T€ 118 auf T€ 108 gesunken.
Insgesamt waren Zugänge in Höhe von T€ 40 zu
verzeichnen. Wesentliche Aktivierungen betreffen Hardware
sowie EDV- Erneuerungen. Die Abschreibungen belaufen sich auf
T€ 49.
Das Vorratsvermögen stellt 35,5% der Bilanzsumme
dar und ist damit verhältnismäßig im
Vergleich zum Vor-Stichtagswert von 37,6% leicht gesunken.
Nominell ergab sich ein Anstieg um T€ 958 von T€
1.574 auf T€ 2.532, welcher auf den Rückkauf von
Dermifant-Lagerbeständen sowie den Bestandsaufbau
aufgrund des wachsenden Geschäftsvolumens entfällt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind
angestiegen von T€ 1.573 auf T€ 1.676, was unter
anderem auf die verbesserte Umsatzsituation im Inland zum
Geschäftsjahresende zurückzuführen ist.
Weiterhin bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen
von T€ 786 nach T€ 33 im Vorjahr, die aufgrund von
Steuerforderungen innerhalb der Organschaft angestiegen sind.
Das Eigenkapital hat sich aufgrund der
Kapitalzuführung durch die Muttergesellschaft zum
Vor-Stichtag um T€ 1.397 erhöht und beläuft
sich auf T€ 2.242. Es ergibt sich aufgrund der
angestiegenen Bilanzsumme eine Eigenkapitalquote von 31,4%
nach 20,2% zum Vorjahr.
Die Rückstellungen erhöhten sich im Vergleich
zum Vorjahr insgesamt um T€ 102 auf T€ 463.
Ursächlich sind hierfür insbesondere höhere
Rückstellungen für Boni, Prämien und eine
laufende Auseinandersetzung mit einem ehemaligen
Arbeitnehmer.
Die Kreditverbindlichkeiten beliefen sich auf T€
1.071 und verringerten sich damit gegenüber dem Vorjahr
um T€ 428. Gleichermaßen nahmen die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€
350 auf T€ 442 ab.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten
aus Gewinnabführung gegenüber der
Muttergesellschaft sowie aus umsatzsteuerlicher Organschaft
und Personalkostenverrechnungen von der Muttergesellschaft
und belaufen sich auf T€ 2.563.
Die Sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um T€
249 auf T€ 346 erhöht und bestehen im Wesentlichen
aus Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer und aus dem
Kauf von Dermifant.
Finanzlage
Der Bestand der Finanzmittel verringerte sich von
T€ 182 zum Vorjahres-Stichtag auf einen Wert von T€
68.
Der vereinfachte Cashflow der Gesellschaft entwickelte
sich dabei im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:
|
GJ 1.1.-31.12.23
|
GJ 1.9.-31.12.22
|
|
T€
|
T€
|
Jahresüberschuss vor
Gewinnabführung
|
2.166
|
524
|
+ Abschreibungen auf das
Anlagevermögen
|
240
|
81
|
+ Erhöhung / -
Verminderung der Rückstellungen
|
102
|
-151
|
Cash-Flow
|
2.508
|
454
|
Neben dem positiven operativen Cash-Flow verfügt
die Gesellschaft über Betriebsmittelkreditlinien bei
Kreditinstituten zur Finanzierung des Working Capitals und
der laufenden Investitions- und Entwicklungs-vorhaben.
Das Finanzergebnis der Gesellschaft ist
maßgeblich durch Zinsen auf Betriebsmittelkredite
geprägt und beläuft sich auf T€ -102 nach
T€ -22 im Vorjahreszeitraum.
RISIKEN UND CHANCEN Risikobericht
Angaben zum Risikomanagementsystem
Die Geschäftsführung überwacht mit Hilfe
eines monatlichen internen Reportingsystems laufend den Markt
und die internen Abläufe, um Risiken für das
Unternehmen zu identifizieren und geeignete Maßnahmen
festzulegen.
Erkannte wesentliche Risiken werden zeitnah
kommuniziert, analysiert und auf Ihre Folgen für das
Unternehmen überprüft.
Zur Beurteilung der Geschäftsentwicklung wird
jährlich von der Gesellschaft eine Unternehmensplanung
erarbeitet. Die Kontrolle erfolgt auf Basis des monatlichen
Abschlusses.
Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Risiken
Die Risiken sind entsprechend ihrer Bedeutung für
die Gesellschaft absteigend aufgeführt:
Durch die Geschäftstätigkeit vor allem in
Deutschland unterliegt die Gesellschaft Risiken und Chancen
durch konjunkturelle Entwicklungen, Veränderungen im
öffentlichen Gesundheitswesen sowie den damit
einhergehenden Entwicklungen des deutschen Marktes. Den
daraus resultierenden Risiken wird durch eine breite
Produktpalette mit verschiedenen Anwendungsgebieten begegnet.
Weiterhin bestehen neben dem Bereich Derma über die
Unternehmensbereiche Encasings und Duschfolien weitere
Produkte, deren Märkte jeweils eigenen regulatorischen
Rahmenbedingungen unterliegen.
Durch den Krieg in der Ukraine ist die Gesellschaft
nicht direkt betroffen, da keine wesentlichen Kunden oder
Lieferanten in diesen Ländern angesiedelt sind. Es
ergeben sich im internationalen Bereich aber dadurch
Verschiebungen der möglichen Absatzländer. Dies
wird von der Geschäftsführung laufend beobachtet.
Darüber hinaus ergibt sich ein Risiko aus
potentiellen Kostensteigerungen.
Unternehmensspezifische Risiken
Unternehmensspezifische Risiken können entstehen,
wenn Produkte nicht nach den Anforderungen des Marktes
entwickelt werden und sich daher negative Auswirkungen auf
den Vertrieb dieser Produkte ergeben. Diese Risiken werden
durch einen engen Dialog mit Distributoren und Kunden,
kombiniert mit Marktbeobachtung und -analyse laufend
gemindert.
Im Gesundheitswesen und bei Anwendung medizinischer
Produkte können sich gesetzliche Vorgaben auf das
Nachfrageverhalten auswirken. Um auf solche Schwankungen
reagieren zu können, werden die regulatorischen
Entwicklungen in unseren Ländermärkten verfolgt.
Soweit erforderlich, werden Gegenmaßnahmen eingeleitet.
Die Produkte der ALLERGIKA Pharma GmbH werden nach
hohen Qualitätsstandards produziert. Die
Qualitätssicherung umfasst sowohl die Entwicklung als
auch die Herstellung eines Produkts bis zum Versand. Als
Nachweis für die Einhaltung der Richtlinien der
Qualitätssicherung verfügt die Gesellschaft auch
über Zertifizierungen. Bei Lieferanten werden
Qualitätssicherungsmaßnahmen durchgeführt und
fortlaufend überwacht. Aufgrund der Produktion von
Produkten bei Zulieferern bestehen im Fall von
Qualitätsmängeln finanzielle
Rückgriffsmöglichkeiten.
Zu den wesentlichen indirekten Risiken der Gesellschaft
zählen generell die Abhängigkeit von Lieferanten
und von Distributoren. Diese Abhängigkeiten werden durch
die Führung alternativer Anbieter vermindert, die bei
Ausfall eines Lieferanten jeweils kurzfristig eingesetzt
werden können. Darüber hinaus bestehen in gewissem
Umfang indirekte Beschaffungsrisiken hinsichtlich der
Versorgung der direkten Lieferanten mit bestimmten
Grundstoffen von den Rohstoffmärkten. Die Gesellschaft
begegnet diesen Risiken durch Vorhaltung eines entsprechend
ausreichenden Bestands an fertigen Produkten sowie Rohstoffen
in den Lagern, um jederzeitig vertriebsseitig
lieferfähig zu bleiben.
Finanzwirtschaftliche Risiken bestehen im Wesentlichen
als Ausfallrisiken bei Kunden. Hierzu verfügt die
Gesellschaft über interne Kontrollen wie z.B.
Kreditlimits je Kunde und arbeitet in Risiko-Bereichen oder
dem Ausland, wo angezeigt, mit Vorkasse. Bei Neukunden und
anlassbezogen werden Bonitätsprüfungen vorgenommen.
Die offenen Forderungsbestände je Kunde werden laufend
überwacht, sodass die Gesellschaft bei adversen
Entwicklungen jeweils rasch reagieren kann.
Darüber hinaus können sich Risiken aus
Cybersecuritiy-Sachverhalten ergeben.
Die Gesellschaft hat Ihre Aktivitäten und Systeme
zur Erkennung und Überwachung von
geschäftsspezifischen Risiken überprüft. Dabei
wurde festgestellt, dass diese zur Erkennung und
Gegensteuerung von Risiken geeignet sind, die die Entwicklung
und den Fortbestand des Unternehmens gefährden sowie
Chancen aufdecken.
Unter Berücksichtigung der jeweiligen
Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen finanziellen
Auswirkung der ermittelten Risiken und auf Basis der
Erkenntnisse der operativen Planung werden zum heutigen
Zeitpunkt keine gravierenden Risiken für die
zukünftige Entwicklung festgestellt, die einzeln oder in
Wechselwirkung mit anderen Risiken die Entwicklung und den
Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.
Chancenbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen
Chancen aus Änderungen der regulatorischen
Rahmenbedingungen: Die Verlängerung der
Übergangsphase für die Umsetzung der MDR für
Medizinprodukte bis 2028 stellt eine Chance für die
Gesellschaft im Rahmen der Produktentwicklung dar.
Als Chance aus langfristigen Trends im Gesundheitsmarkt
wird die Zunahme der Allergien und Hauterkrankungen in Europa
bis zu 50% in den nächsten Jahrzehnten identifiziert.
Dabei wird von einer steigenden Nachfrage nach Produkten
für Allergiker ausgegangen. Dies wird durch das stetige
Wachstum im OTC-Bereich untermauert.
Unternehmensspezifische Chancen
Chancen ergeben sich aus der gut positionierten Marke
ALLERGIKA, welche zu einem hohen Wiedererkennungsfaktor
führt. Ebenso verfügt das Unternehmen über
einen gut eingeführten Vertrieb in den entsprechenden
Zielgruppen und den Absatzmittlern.
Aufgrund der international guten Aufstellung des
Unternehmens über Distributionspartner werden Chancen
durch die Expansion in neue Märkte gesehen. Dies
betrifft vor allem Länder der EU, MENA-Region sowie
Nord- und Südamerika. Weiterhin sind Marktchancen durch
die Ansprache neuer Zielgruppen in der DACH-Region
realisierbar.
Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB
Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft ist fortlaufend in der Entwicklung
neuer und verbesserter Produkte engagiert. Die
Entwicklungstätigkeiten konzentrieren sich dabei auf die
Bereiche der Prävention und Behandlung von Allergien und
Hauterkrankungen. Es bestehen mehrjährige Planungen
für die Entwicklung von Produkten, welche in enger
Abstimmung zwischen Entwicklungsabteilung, Vertrieb und
Geschäftsleitung laufend überwacht werden. Die
Entwicklungen werden intern und teilweise extern unter
Einbeziehung geeigneter wissenschaftlicher Partner
durchgeführt.
Bestehende Filialen, Zweigniederlassungen und
Beteiligungen
Die Gesellschaft hat ihren Geschäftsbetrieb am
Hauptsitz in Wolfratshausen in gemieteten
Räumlichkeiten. Es bestehen keine Filialen oder
Zweigniederlassungen.
Die Gesellschaft ist eingebunden in die AVIA Pharma
Gruppe, welche aus weiteren Gesellschaften der Pharma-Branche
in Deutschland und im Ausland besteht.
Risikomanagement und Risikokategorien der
Finanzinstrumente
Die Liquidität sowie die Finanzierung werden
laufend beobachtet und geplant. Derivative
Sicherungsinstrumente werden von der Gesellschaft nicht
eingesetzt.
PROGNOSEBERICHT Die Gesellschaft plant für das
laufende Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis 31.
Dezember 2024 Umsatzerlöse in Höhe von 17,0 Mio.
€ und ein EBIT in Höhe von 3,5 Mio. €.
Die Planungen sind abhängig von einer stabilen
regulatorischen Lage und davon, dass sich aus dem Krieg in
der Ukraine keine wesentlichen weiteren Belastungen für
die Weltwirtschaft ergeben.
Wolfratshausen, den 26.
März 2024
gez.
Dr. Michael Ernd, Geschäftsführer
gez.
Verena Bannert, Geschäftsführerin
gez.
Stefan Lang, Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
1.993.948,95 |
712.993,99 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
1.885.830,95 |
595.195,49 |
| II.
Sachanlagen |
108.118,00 |
117.798,50 |
| B.
Umlaufvermögen |
5.095.199,03 |
3.426.806,44 |
| I.
Vorräte |
2.532.333,61 |
1.574.418,98 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
2.494.431,45 |
1.670.463,67 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
68.433,97 |
181.923,79 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
39.970,36 |
51.161,93 |
| Aktiva |
7.129.118,34 |
4.190.962,36 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
2.241.936,90 |
845.079,90 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
60.000,00 |
60.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
1.397.421,59 |
564,59 |
| III.
Gewinnvortrag |
784.515,31 |
784.515,31 |
| IV.
Jahresüberschuss/-fehlbetrag |
0,00 |
0,00 |
| B.
Rückstellungen |
463.334,32 |
361.184,71 |
| C.
Verbindlichkeiten |
4.423.847,12 |
2.984.697,75 |
| Passiva |
7.129.118,34 |
4.190.962,36 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.9.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
11.427.443,50 |
3.224.526,70 |
| 2.
Personalaufwand |
4.348.671,56 |
1.241.934,91 |
| a)
Löhne und Gehälter |
3.531.622,66 |
1.006.997,53 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
817.048,90 |
234.937,38 |
| davon
für Altersversorgung |
41.150,94 |
15.106,79 |
| 3.
Abschreibungen |
239.612,54 |
81.263,87 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
178.372,91 |
50.285,57 |
| b)
auf Vermögensgegenstände des
Umlaufvermögens, soweit diese die in der
Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen
überschreiten |
61.239,63 |
30.978,30 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
4.566.599,98 |
1.459.136,39 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
|
8,35 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
102.184,99 |
21.697,12 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
-108,47 |
-103.301,44 |
| davon
Erträge aus der Zuführung und Auflösung
von latenten Steuern |
|
103.301,44 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
2.170.482,90 |
523.804,20 |
| 9.
sonstige Steuern |
4.527,02 |
127,35 |
| 10.
aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines
Gewinnabführungs- oder
Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte
Gewinne |
2.165.955,88 |
523.676,85 |
| 11.
Jahresüberschuss/-fehlbetrag |
0,00 |
0,00 |
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft
ist als mittelgroße Kapitalgesellschaft
gemäß § 267 Abs. 1 des Handelsgesetzbuches
(HGB) einzustufen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde
gemäß der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB
sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG
aufgestellt.
Aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres vom 1.9.2022 bis
31.12.2022 ist eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nicht
gegeben.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
| Firmenname laut
Registergericht: |
ALLERGIKA Pharma GmbH |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
Wolfratshausen |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
München |
| Register-Nr.: |
96295 |
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Bilanzierung und Bewertung wurde nach den
allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB
vorgenommen.
Immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten
oder Herstellungskosten angesetzt und, sofern sie der
Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Die selbstgeschaffenen immateriellen
Vermögensgegenstände wurden mit den
Entwicklungskosten angesetzt. Entwicklungskosten werden dann
aktiviert, wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit davon
ausgegangen werden kann, dass ein einzeln verwertbarer
immaterieller Vermögensgegenstand des
Anlagevermögens zur Entstehung gelangt. Bei einer
voraussichtlichen Wertminderung wird eine
außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Soweit die
beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände
ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich
außerplanmäßige Abschreibungen bei
voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten unter Einbezug angemessener
Verwaltungskostenanteile angesetzt. Sofern die Tageswerte am
Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.
Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller
erkennbaren Risiken bewertet. Dem allgemeinen Ausfall- und
Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in
Höhe von 1,00 % auf die Netto-Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen ausreichend Rechnung getragen.
Das Eigenkapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das
Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten
Steuern.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle
weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden
alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Mögliche
allgemeine Gewährleistungsfälle wurde durch eine
gewichtete Gewährleistungsrückstellung auf die
Umsatzerlöse des aktuellen Geschäftsjahres sowie
Vorjahres ausreichend Rechnung getragen.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die Leistung
erbracht bzw. erfüllt wurde und der
Gefahrenübergang erfolgt ist.
Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden
Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen
übernommen werden.
Angaben zur Bilanz 31. Dezember 2023
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens
gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist ausgehend von den
historischen Anschaffungskosten dargestellt. Einzelheiten
sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
|
|
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
|
|
|
|
Stand am
|
Zugang
|
Abgang
|
Umbuchung
|
Stand am
|
|
|
01.01.2023
|
2023
|
2023
|
2023
|
31.12.2023
|
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
I.
|
IMMATERIELLE VERMÖGENS- GEGENSTÄNDE
|
|
|
|
|
1.
|
Selbstgeschaffene
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte
|
371.347,77
|
21.782,08
|
119.316,30
|
115.074,67
|
388.888,22
|
2.
|
Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
812.876,76
|
1.255.817,53
|
356.261,36
|
0,00
|
1.712.432,93
|
3.
|
Geleistete Anzahlung
|
273.711,57
|
147.831,05
|
0,00
|
-115.074,67
|
306.467,95
|
|
|
1.457.936,10
|
1.425.430,66
|
475.577,66
|
0,00
|
2.407.789,10
|
II.
|
SACHANLAGEN
|
|
|
|
|
|
1.
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
10.915,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
10.915,00
|
2.
|
Technische Anlagen und
Maschinen
|
17.968,28
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
17.968,28
|
3.
|
Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
|
507.550,95
|
39.662,63
|
289.443,86
|
0,00
|
257.769,72
|
|
|
536.434,23
|
39.662,63
|
289.443,86
|
0,00
|
286.653,00
|
|
|
1.994.370,33
|
1.465.093,29
|
765.021,52
|
0,00
|
2.694.442,10
|
|
|
ABSCHREIBUNGEN
|
|
|
|
|
|
Stand am
|
Zugang
|
Abgang
|
Umbuchung
|
Stand am
|
|
|
01.01.2023
|
2023
|
2023
|
2023
|
31.12.2023
|
|
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
Euro
|
I.
|
IMMATERIELLE VERMÖGENS- GEGENSTÄNDE
|
|
|
|
|
1.
|
Selbstgeschaffene
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte
|
280.134,77
|
51.266,75
|
119.313,30
|
0,00
|
212.088,22
|
2.
|
Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
582.605,84
|
78.387,53
|
351.123,44
|
0,00
|
309.869,93
|
3.
|
Geleistete Anzahlung
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
|
862.740,61
|
129.654,28
|
470.436,74
|
0,00
|
521.958,15
|
II.
|
SACHANLAGEN
|
|
|
|
|
|
1.
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
6.006,00
|
1.092,00
|
0,00
|
0,00
|
7.098,00
|
2.
|
Technische Anlagen und
Maschinen
|
10.250,28
|
945,00
|
0,00
|
0,00
|
11.195,28
|
3.
|
Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
|
402.379,45
|
46.681,63
|
288.819,36
|
0,00
|
160.241,72
|
|
|
418.635,73
|
48.718,63
|
288.819,36
|
0,00
|
178.535,00
|
|
|
1.281.376,34
|
178.372,91
|
759.256,10
|
0,00
|
700.493,15
|
|
|
BUCHWERTE
|
|
|
|
Stand am
|
Stand am
|
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
|
Euro
|
Euro
|
I.
|
IMMATERIELLE VERMÖGENS- GEGENSTÄNDE
|
|
1.
|
Selbstgeschaffene
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte
|
176.800,00
|
91.213,00
|
2.
|
Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
1.402.563,00
|
230.270,92
|
3.
|
Geleistete Anzahlung
|
306.467,95
|
273.711,57
|
|
|
1.885.830,95
|
595.195,49
|
II.
|
SACHANLAGEN
|
|
|
1.
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
3.817,00
|
4.909,00
|
2.
|
Technische Anlagen und
Maschinen
|
6.773,00
|
7.718,00
|
3.
|
Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
|
97.528,00
|
105.171,50
|
|
|
108.118,00
|
117.798,50
|
|
|
1.993.948,95
|
712.993,99
|
Entwicklungskosten
Die selbst geschaffenen immateriellen
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
wurden mit den Herstellungskosten aktiviert.
Der Gesamtbetrag der Entwicklungskosten betrug im
Geschäftsjahr 136.856,75 €.
Davon entfallen 136.856,75 € auf die selbst
geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens.
Die entgeltlich erworbenen Immateriellen
Vermögensgegenstände werden mit ihren
Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear
über eine Nutzungsdauer von drei bis 15 Jahren
abgeschrieben.
Darin enthalten sind im Rahmen des Dermifant Asset
Deals übernommene Trademarks, die in Höhe von
1.255.817,53 € aktiviert wurden und linear über
fünf Jahre abgeschrieben werden.
Anlagegüter der sonstigen Betriebs- und
Geschäftsausstattung werden mit ihren Anschaffungskosten
angesetzt und planmäßig linear über eine
Nutzungsdauer von drei bis 15 Jahren abgeschrieben.
Vorräte
Der mengenmäßige Bestand wurde durch eine
körperliche Bestandsaufnahme zum Bilanzstichtag
ermittelt. Die Vorräte teilen sich im Geschäftsjahr
wie folgt auf: Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.264.792,66
€, unfertige Leistungen 19.041,16 € und Waren
1.248.499,79 €.
Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit
größer einem Jahr
Der Betrag der Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit
größer einem Jahr beträgt 357,90 €
(Vorjahr: 357,90 €).
Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern
Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern
aus getätigten Vorauszahlungen aufgrund des
Gewinnabführungsvertrags und weiteren Verrechnungen
beläuft sich auf 742.924,66 € (Vorjahr: 0,00
€).
Sonstige Rückstellungen
Die wesentlichen sonstigen Rückstellungen setzen
sich wie folgt zusammen:
|
€
|
(Vorjahr) €
|
Urlaub
|
50.016
|
44.058
|
Überstunden
|
30.047
|
35.417
|
Rechtsstreit
|
88.000
|
0
|
Prämien und Tantieme
|
106.480
|
0
|
Jahresabschluss u.
Prüfung
|
62.147
|
69.000
|
Gewährleistung
|
49.214
|
51.159
|
Ausstehende Rechnungen
|
21.000
|
2.400
|
Sonstiges
|
52.373
|
52.210
|
|
459.277
|
254.244
|
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
> 5 Jahre und der Sicherungsrechte
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als
fünf Jahren bestehen im Berichtsjahr sowie im Vorjahr
nicht.
Unverändert zum Vorjahr gibt es keine durch
Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte
Verbindlichkeiten.
Angabe zu Restlaufzeitvermerken
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr beträgt 4.198.847,12 € (Vorjahr:
2.984.697,75 €).
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
größer einem Jahr beträgt 225.000,00 €
(Vorjahr: 0,00 €).
Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten
auf:
Art der Verbindlichkeit
zum
|
Gesamtbetrag
|
davon mit
einer Restlaufzeit
|
31.12.2023
|
|
kleiner 1 Jahr
|
1-5 Jahre
|
|
T€
|
T€
|
T€
|
gegenüber
Kreditinstituten
|
1.071
|
1.071
|
0
|
Vorjahr
|
1.499
|
1.499
|
0
|
erhaltene Anzahlungen
|
2
|
2
|
0
|
Vorjahr
|
1
|
1
|
0
|
aus Lieferungen und
Leistungen
|
442
|
442
|
0
|
Vorjahr
|
792
|
792
|
0
|
gegenüber verbundenen
Unternehmen
|
2.563
|
2.563
|
0
|
Vorjahr
|
595
|
595
|
0
|
sonstige Verbindlichkeiten
|
346
|
121
|
225
|
Vorjahr
|
97
|
97
|
0
|
|
4.424
|
4.199
|
225
|
Vorjahr
|
2.985
|
2.985
|
0
|
Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern
Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern beläuft sich auf 2.563.474,60 €
(Vorjahr: 595.062,75 €) und betrifft im Wesentlichen die
Gewinnabführung sowie Umsatzsteuerverbindlichkeiten, die
im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der
Gesellschafterin entstanden sind.
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten
bestehen in Höhe von 661.654,00 € sonstige
finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen aus
Mietverträgen für Betriebsimmobilien und
Kfz-Leasing.
Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende
Sachverhalte:
|
fällig bis
|
fällig vom
01.01.2025
|
fällig nach dem
|
|
31.12.2024
|
bis 31.12.2029
|
31.12.2029
|
|
€
|
€
|
€
|
Miet-/Leasingverträge
|
390.307
|
271.347
|
0
|
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse werden realisiert, wenn Waren an
Kunden ausgeliefert werden. Die Umsatzerlöse lassen sich
nach Produktbereichen wie folgt aufgliedern:
Derma-Linie 69%, Textile 29% und Duschfolien 2%.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten
periodenfremde Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen in Höhe von 2.400,00 €
(Vorjahr: 38.208,71 €). Es sind keine Erträge aus
Währungsumrechnung enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im
Wesentlichen Betriebs-, Verwaltungs- und
Vertriebsaufwendungen. Periodenfremde Aufwendungen sind keine
entstanden. Aufwendungen aus Währungsumrechnungen sind
wie im Vorjahr nicht vorhanden.
Bis zum Abschlussstichtag wurde das Mindeststeuergesetz
entsprechend der Vorgaben der OECD ("Säule
2-Gesetzgebung") erlassen. Das Mindeststeuergesetz wird zum
01.01.2024 anwendbar. Die Gesellschaft hat die Auswirkungen
dieses Steuergesetzes auf die Gesellschaft analysiert und
rechnet hieraus mit keinen Auswirkungen.
Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der
während des Geschäftsjahrs beschäftigten
Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten
Arbeitnehmer betrug 68 (Vorjahr: 75) und verteilt sich wie
folgt:
Mitarbeiter in Vollzeit
|
47
|
Mitarbeiter in Teilzeit
|
18
|
Aushilfen
|
3
|
Gesamt
|
68
|
Ausschüttungssperre
Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der
Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 483.267,95
€ (Vorjahr: 364.924,57 €) und resultiert aus selbst
erstellten immateriellen Vermögensgegenständen.
Angaben zu Geschäftsführungsorganen
Die Geschäfte des Unternehmens werden durch
folgende Personen geführt:
Geschäftsführung:
Frau Verena Bannert (bis 30.04.2024),
Herr Dr. Michael Ernd,
Herr Stefan Lang (seit 12.01.2023).
Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurden keine
Angaben über die Gesamtbezüge für die
Geschäftsführer gemacht.
Einbeziehung in Konzernabschluss
Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Avia
Pharma Holding AB, Danderyd, Schweden einbezogen, die den
Konzernabschluss für den größten
Konsolidierungskreis aufstellt. Der offen gelegte
Konzernabschluss ist im schwedischen Handelsregister
abrufbar.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss
des Geschäftsjahres
Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung
nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten, die
Auswirkungen auf den Jahresabschluss zum 31.12.2023 haben.
Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses
Die Gesellschaft hat einen Gewinnabführungsvertrag
mit Wirkung ab 01.09.2022 geschlossen. Der
Jahresüberschuss des Geschäftsjahres wurde daher
vollständig als Gewinnabführung an die
Muttergesellschaft erfasst.
sonstige Berichtsbestandteile
Unterschrift der Geschäftsführung
Wolfratshausen, den 26.
März 2024
ALLERGIKA Pharma GmbH
gez.
Dr. Michael Ernd, Geschäftsführer
gez.
Verena Bannert, Geschäftsführerin
gez.
Stefan Lang, Geschäftsführer
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 27.03.2024 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Allergika Pharma GmbH, Wolfratshausen
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Allergika Pharma
GmbH, Wolfratshausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Allergika
Pharma GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis
zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung
aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
• entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
und
• vermittelt der beigefügte Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss
unter Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in
Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen
ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig
bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu
ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen
Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h.
Manipulationen der Rechnungslegung und
Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,
der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine
wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche
Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
• identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch
sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass
aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
• gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen
Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der
Gesellschaft abzugeben.
• beurteilen wir die Angemessenheit der von
den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den
gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte
und damit zusammenhängenden Angaben.
• ziehen wir Schlussfolgerungen über die
Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
• beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der
Lage der Gesellschaft.
• führen wir Prüfungshandlungen zu
den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis
ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen
wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben
von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen
Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
München, den 26. März 2024
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Anita Botzenhardt, Wirtschaftsprüfer ppa. Clemens
Jung, Wirtschaftsprüfer |