MSG eG

Würzburg

Stammdaten

Register
Amtsgericht Würzburg GnR 178
Vorher
MSG Mainschiffahrts-Genossenschaft eG
Eingetragen
7.4.1970
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenBeteiligungsgesellschaftenVermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist a) die Erbringung von Logistikleistungen als Genossenschaft sowie alle damit unmittelbar oder mittelbar in Zusammenhang stehenden Geschäfte, insbesondere mit Binnenschiffen; b) der Handel mit Waren und die Erbringung von Dienstleistungen für den betrieblichen Bedarf der Mitglieder; c) die Ausführung von Werft- und Reparaturleistungen; d) die Vermietung, Verpachtung sowie sonstige entgeltliche Nutzungsüberlassung von Gegenständen des Anlagevermögens; e) die Ausführung von sonstigen der wirtschaftlichen Förderung der Mitglieder dienenden Geschäften und die Wahrnehmung berufsständischer lnteressen; f) die Gründung oder der Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen, die dem Zweck sowie dem Unternehmensgegenstand der Genossenschaft förderlich sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Wilfried Hahn
seit 15.1.2025
Prokura
Oswald Bauer
seit 4.1.2024
Prokura
Winfried Füßl
seit 20.7.2016
Vorstandsmitglied
Martin Staats
seit 14.6.2010
Vorstandsmitglied
Manfred Mohr
seit 27.1.2003
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MSG eG

Würzburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. LAGE DER DEUTSCHEN WIRTSCHAFT IM BERICHTSJAHR

Insgesamt hat sich die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr erneut wieder in turbulenten Zeiten behaupten müssen. Die geopolitischen Spannungen blieben nicht ohne Auswirkung auf die Eurozone. Leider sieht es in den verschiedenen Krisenregionen der Welt nicht danach aus, dass schnelle Lösungen zu finden sind. Für Europa sei hier exemplarisch der Ukrainekrieg genannt, der für Destabilisierung und Verunsicherung sorgt. Das geht mit erheblichen Preissteigerungen für Unternehmen und Verbraucher einher. So lag die Inflationsrate mit 5,9% 2023 zwar etwas unter der des Vorjahres (2022: 6,9%), sie verharrt dennoch auf einem für Deutschland ungewohnt hohen Niveau. Parallelen lassen sich allenfalls in den 1970er Jahren oder den frühen 80er Jahren finden.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging gegenüber dem Vorjahr um 0,3% zurück. Es zeichnet sich ab, dass Deutschland und Europa in eine Rezession rutscht. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die die EU Kommission und die Bundesregierung den Unternehmen dabei setzen, werden mittlerweile als nachteilig für den Standort betrachtet. Neben starken Nachfragerückgängen machten sich Verlagerungstendenzen bemerkbar, die in Teilen zu einer Deindustrialisierung des Standorts führen können. Die US-Administration hat im Gegensatz dazu mit ihrem Inflation Reduction Act ein beeindruckendes Konjunkturprogramm aufgelegt, dass die US Wirtschaft im Vergleich zur EU erstarken lässt.

Trotz der nachlassenden Dynamik war im vierten Quartal 2023 ein erneuter Höchststand von über 46 Millionen Erwerbstätigen zu verzeichnen. Die Beschäftigungsquote im Bereich der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse war so hoch wie nie. Gleichzeitig bekunden fast alle Bereiche der deutschen Wirtschaft eine immense Fachkräftelücke, die in den nächsten Jahren mit der Verrentung der sogenannten "Baby-Boomer-Generationen" ansteigen wird. In der Eurozone ist die Bundespublik Deutschland nach 20 Jahren des ungebremsten Wachstums damit wieder Schlusslicht. Der Rückbau des Reformprogramms "Agenda 2010" durch die derzeitige Bundesregierung setzt für die Wirtschaft zudem die falschen Impulse hin zu noch weniger Eigenverantwortung, vorsorgendem Staat und weniger Selbstbestimmung. Das dogmatische Beharren der Politik auf erklärten Energie- und Mobilitätswenden und der eingeleiteten Transformation der Wirtschaft im Rahmen des "Green-Deals" der EU-Kommission wird den Bürgern und der Wirtschaft große Lasten aufbürden. Derzeit ist nicht abschätzbar, wie die Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich sein werden.

Die Staatsverschuldung ist zum ersten Mal nach Jahren des Einhaltens der Schuldenbremse und "Schwarzen Null" im Berichtszeitraum wieder gestiegen. In den letzten Jahren kam dem Bund die Niedrigzinsphase stets zugute. Das dürfte sich allerdings mit den mehrstufigen Erhöhungen der Leitzinsen durch die EZB seit Juli 2022 ändern.

II. LAGE DER DEUTSCHEN BINNENSCHIFFFAHRT IM BERICHTSJAHR

Gemäß Aussagen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hat die Binnenschifffahrt im abgelaufenen Jahr 172 Millionen Tonnen Güter befördert. Damit ging die Tonnageleistung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,9% zurück und der historisch niedrige Vorjahreswert wurde nochmals unterschritten. Das ist der niedrigste Wert seit der deutschen Wiedervereinigung 1990. In eben diesem Jahr wurden fast 25,9% mehr Güter auf den Wasserstraßen transportiert. Selbst im Vorkrisenjahr 2019 waren es noch 16,3% mehr als 2023. Für diese strukturelle Schwäche gibt es Gründe, die teils konjunkturell bedingt sind und teils branchengetrieben werden. Der westeuropäischen Binnenschifffahrt sind durch den Ukraine-Krieg enorme, nicht genau zu beziffernde, Tonnagen entzogen worden. Diese finden sich nun an der unteren Donau wieder. Gleichzeitig scheidet immer noch viel Schiffsraum aus dem Markt aus. Eine echte Neubautätigkeit gibt es vor allem in der Trockenschifffahrt nicht. Es fehlt zum einen an einem Neubauprogramm, und die gestiegenen Rohstoffpreise und anhaltende Personalknappheit verkomplizieren den Neubau.

Gleichzeitig machte sich bei den Verladern im abgelaufenen Jahr die konjunkturelle Eintrübung bemerkbar, sie betrifft alle Branchen. Besonders auffällig war es jedoch in der Bauwirtschaft, in der Stahlindustrie und im Bereich der Kohletransporte. Die Wasserführung war gerade auf den Rhein bezogen deutlich besser als in vielen Vorjahren und hat den Überhang der Nachfrage sehr stark eingebremst. Von 52 Kalenderwochen des gesamten Jahres war auf dem Rhein bei Kaub der Pegelstand von 141 cm gerade mal in 16 Wochen unterschritten. In Praxi bedeutet ein Kauber Pegel von 141 cm für die Schifffahrt noch eine Abladung von ca. 2,40 m.

Die Tatsache, dass sich die Niedrigwassertendenzen bereits im Winter, Frühjahr und Sommer bemerkbar gemacht haben, zeigt wieder, dass die Wasserführung des Rheins nicht mehr berechenbar ist. Es bedarf dringend regulatorischer Maßnahmen wie der Fahrrinnenanpassung am Mittelrhein. Aufgrund der Komplexität des deutschen Planungsrechts und knappen Personals bei der WSV verzögert sich die Fertigstellung allerdings bis in die 2030er Jahre.

Die Lage der gesamten Branche war im abgelaufenen Jahr angespannt. Hierbei standen die Frachten fast ganzjährig unter Druck bei gegenläufiger Tendenz der Kosten im Bereich des Personals, des Unterhalts und der Materialkosten.

III. GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DER MSG

Für die MSG bleibt der Rhein-Main-Donau-Wechselverkehr das core-business. Somit sind die schwer kalkulierbaren Donauwasserstände für uns von großer Bedeutung. Die Wasserführung auf der deutschen Donau war im Vergleich zum Rhein wieder einmal schwierig. An immerhin 181 Tagen lag der Pegel Pfelling bei unter 361 cm. Auf das Binnenschiff bezogen, bedeutet dieser Pegelstand eine Abladung von ca. 231 cm. Auf das Arbeitsjahr in Bayern gerechnet, bedeutet das, dass über 70% des Jahres die Binnenschifffahrt gegen das Kleinwasser ankämpfen muss. Das zweite Halbjahr 2023 war hiervon komplett betroffen.

Trotz schwächelnder Konjunktur und zurückgehender Verkehrsmengen war die Beschäftigung der Flotte der MSG ganzjährig auf einem relativ guten Niveau gegeben. Die Verdienstsituation der MSG Mitglieder war ebenfalls sehr zufriedenstellend, wenngleich sie natürlich nicht mehr mit dem Vorjahr 2022 vergleichbar gewesen ist. Natürlich stehen gegenüber diesen höheren Verdiensten auch deutlich gestiegene Kosten im Betrieb der Schiffe und beim Personal. Verschiedene, bereits in II. beschriebene Faktoren haben dazu geführt, dass die Transportmengen der MSG im Berichtsjahr um 13,3% auf 2.386.659,7 t (VJ: 2.752.653,25 t) zurückgegangen sind. Altersverrentungen und Abverkäufe von Schiffsraum in die Ukraine müssen an dieser Stelle exemplarisch genannt werden, sie haben letztlich auch die MSG getroffen.

Die hohen Energiekosten und Gasölpreise stellten die MSG, unsere Mitglieder und Kunden wieder einmal vor große Herausforderungen. Die Preise sind zwar etwas gefallen, verharren jedoch weiterhin auf hohem Niveau.

Bedingt durch die knappere Kapazität, die starke Nachfrage und das Niedrigwasser ist es 2022 zu einem breiten Anstieg des Frachtenniveaus gekommen. Diese positive Entwicklung konnten wir bereits im vorherigen Berichtsjahr an unsere Mitglieder weitergeben. Teilweise hat die Entwicklung noch bis ins Jahr 2023 fortgewirkt, so dass die Verdienste zwar nicht mehr so hoch wie im Vorjahr waren, allerdings immer noch deutlich über denen bis 2021 lagen. Natürlich stehen hiergegen die Kostensteigerungen in vielen relevanten Bereichen. Dennoch hat das Berichtsjahr gezeigt, dass die genossenschaftlichen Ausgleichsmechanismen der MSG wieder gut funktioniert haben. MSG selbst hat in 2023 seine Prognosewerte übertreffen können.

Zentrale Themen sind mittlerweile die Personal- und Nachwuchsgewinnung in der europäischen Binnenschifffahrt. Wir haben in all den Jahren versucht, gezielt Nachwuchsförderung zu betreiben. Dennoch haben wir erkannt, dass wir diesem Thema mehr Aufwand und Mittel widmen müssen und haben in diesem Bereich eine Stelle geschaffen.

Trotz aller Herausforderungen, an denen es in der Binnenschifffahrt momentan nicht fehlt, sehen wir die MSG für die künftigen Jahre gut aufgestellt und fest in ihrem Markt und Umfeld verankert.

ERTRAGSLAGE

Das um betriebsneutrale Vorgänge bereinigte Rohergebnis lag im Geschäftsjahr 2023 mit TEUR 10.205 (-TEUR 1.223) unter dem hervorragenden Vorjahresniveau. Dieser Rückgang ist durch den operativen Rohertrag bedingt, die laufenden sonstigen betrieblichen Erträge haben sich dagegen geringfügig erhöht. Die Entwicklung in den einzelnen Leistungsbereichen verlief allerdings nicht konform. Während Umsatz und Rohertrag im Bereich Schifffahrt/Spedition - zu einem großen Teil preisbedingt - rückläufig waren, haben sich beide Werte im Werftbetrieb verbessert. Im Bunkerbetrieb haben sich die gesunkenen Rohstoffpreise bei nahezu konstantem Rohertrag bemerkbar gemacht.

Die laufenden Kosten lagen im Geschäftsjahr in Summe auf Vorjahresniveau. In Folge dessen hat sich das Betriebsergebnis um die Rohertragseinbußen um 1,2 Mio. EUR auf TEUR 1.349 verschlechtert. Unter Berücksichtigung des stärkeren Finanzergebnisses von TEUR 1.213 (VJ TEUR 709) und des betriebsneutralen Ergebnisses von TEUR 193 (VJ -TEUR 318) sowie der Ertragssteuerlast ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 2.150 gegenüber TEUR 2.220 im Vorjahr.

VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2023 deutlich um TEUR 4.776 um die Dimensionen des Vorjahresanstieges reduziert. Treiber dieser Entwicklung ist das Umlaufvermögen. Das Anlagevermögen hat sich dagegen im Saldo aus den investitionsbedingten Zu- und Abgängen sowie der Abschreibungen mit -TEUR 176 nur geringfügig geändert. Die Vermögenstruktur hat sich folglich wieder zugunsten der langfristigen Vermögenswerte verschoben. Der Rückgang des Umlaufvermögens (-4,6 Mio. EUR) ist zum einen durch die stichtagsbedingt niedrigeren Forderungsbestände (-1,8 Mio. EUR) und zum anderen durch die liquiden Mittel (- 2,6 Mio. EUR) begründet. Die Verminderung der liquiden Mittel, die im Einzelnen in der Finanzlage erläutert wird, ist maßgeblich durch bilanzpolitische Maßnahmen determiniert. Das Vorratsvermögen (- TEUR 141) hat in geringerem Maße zur Entwicklung der Bilanzsumme beigetragen.

Analog zur Vermögensstruktur hat sich auch die Kapitalstruktur in 2023 deutlich in Richtung der langfristigen Werte verschoben. Die kurzfristigen Fremdmittel (-5,9 Mio. EUR) haben sich korrespondierend zu den Forderungen zum Teil stichtagsbedingt, vor allem aber durch bilanzpolitische Maßnahmen, verändert. Weiterhin sind die langfristigen Fremdmittel durch planmäßige Tilgungen vermindert. Das Eigenkapital erhöhte sich analog zu den Vorjahren erneut, und zwar um gut 1,2 Mio. EUR auf TEUR 10.926 vornehmlich durch die Rücklagendotierung. Das Eigenkapital überdeckt das Anlagevermögen und die Vorräte. Zusammen mit dem langfristigen Fremdkapital beläuft sich die Überdeckung auf 4,4 Mio. EUR nach 3 Mio. EUR im Vorjahr.

Durch die niedrigere Bilanzsumme und das gestärkte Eigenkapital hat sich die Eigenkapitalquote auf 55,6 % (VJ 39,6 %) deutlich verbessert.

FINANZLAGE

Der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug TEUR 2.184 nach einem Zufluss von TEUR 1.395 im Vorjahr. Bei nahezu unverändertem Cashflow ist der Abfluss ausschließlich durch die Veränderungen im Working Capital bedingt, wobei ein Großteil der Minderung durch bilanzpolitische Maßnahmen verursacht ist. Aus der Investitionstätigkeit betrug der Mittelzufluss TEUR 961 nach einem Mittelabfluss von TEUR 153 in 2022. Aus der Finanzierungstätigkeit ist ein Mittelabfluss von TEUR 1.409 (im VJ Mittelzufluss von TEUR 103) zu verzeichnen, der sich aus Auszahlungen an Mitglieder sowie planmäßigem Kapitaldienst ergibt. In Summe ergibt sich eine Netto-Liquidität von TEUR 3.556 nach TEUR 6.188 im Vorjahr.

ENTWICKLUNG DER MSG-BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN

Die wirtschaftlichen Ergebnisse der Beteiligungsgesellschaften haben in bisheriger Form ihren Niederschlag in der MSG-Bilanz gefunden. Unsere Standorte und Beteiligungsgesellschaften in Bamberg und Nürnberg haben von weiteren Restrukturierungsmaßnahmen profitieren können. Die Umschlagsmengen sind konjunkturbedingt im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Andere Geschäftsbereiche hatten hingegen einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Ergebnisses. Zukunftsinvestitionen und Modernisierungsmaßnahmen werden in den kommenden Jahren fortlaufend zu tätigen sein und die Geschäftsentwicklung der Gesellschaften begleiten. Auch in 2024 erwarten wir positive Rückflüsse aus der Geschäftstätigkeit der verschiedenen Beteiligungsgesellschaften.

IV. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER MSG

1. RISIKOBERICHT

Als international tätiger Logistikdienstleister in der Binnenschifffahrt unterliegen wir im Rahmen unserer unternehmerischen Tätigkeit verschiedenen Gefahren, denen wir durch ein integratives Risikomanagement-System begegnen, das regelmäßig auf seine Funktionsfähigkeit und Effizienz überprüft wird. Ziel ist es, wesentliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und bei Bedarf Maßnahmen zur Vermeidung oder Minimierung einzuleiten. Die Steuerung der Risiken über den Versicherungsmarkt erfolgt nur dann, wenn dies für wirtschaftlich sinnvoll erachtet wird. Über relevante Risikopositionen wird in gemeinsamen Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat alljährlich berichtet. Für überraschend auftretende Gefahren oder Fehlentwicklungen besteht eine unmittelbare Berichtspflicht. Wesentliche Risiken sind nach unserer Auffassung solche, die einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Nachfolgend sind wesentliche finanzwirtschaftliche Risiken beschrieben, wobei dies nicht die einzigen Risiken sind, denen wir ausgesetzt sind.

FORDERUNGSAUSFALLRISIKO

Zur Begrenzung des Forderungsausfallrisikos wurde von der Generalversammlung eine Kreditbeschränkung gem. § 49 GenG beschlossen, die laufend vom Aufsichtsrat überwacht wird. Bei Neukunden wird generell eine Kreditwürdigkeitsprüfung durchgeführt, nach der über den Umfang der Geschäftsbeziehung bzw. gesonderte Sicherheiten entschieden wird. Zudem werden Forderungsaußenstände und Bonitätsänderungen kontinuierlich überwacht.

PREISÄNDERUNGSRISIKO

Schwankende und fallende Frachtraten stellen im Bereich der Binnenschifffahrt das größte Risiko dar. Durch das Abschließen von entsprechend langfristigen Transportverträgen versuchen wir, diesem Risiko zu begegnen und es zu minimieren. Aufgrund unserer Abhängigkeit von Gasöl und verschiedenen Materialien sind wir zusätzlichen Risiken ausgesetzt, denen wir durch entsprechend auf den Markt abgestimmten Einkaufsstrategien gegenübertreten. Ebenso bieten wir unseren meist langjährigen Kunden stets den besten Service und steigern unsere Effizienz durch die Implementierung der geeigneten Controlling-Systeme und Methoden.

LIQUIDITÄTS- UND ZAHLUNGSSTROMSCHWANKUNGSRISIKO

Zur Überwachung der Liquiditäts- und Zahlungsstromschwankungsrisiken führen wir rollierende Finanzpläne, um sowohl kurzfristige als auch längerfristige Zahlungsengpässe frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Zur Minimierung eines Liquiditätsrisikos steht uns bei unserer Hausbank eine ungenutzte Kreditlinie in ausreichender Höhe zur Verfügung.

Möglichen Risiken bei den Finanzanlagen begegnen wir durch laufende Kontakte zur Geschäftsführung dieser Gesellschaften. In der Regel erhalten wir Periodenabschlüsse, die wir unterjährig einer kritischen Würdigung unterziehen. Die Jahresabschlüsse der Beteiligungen, mit denen bedeutende Geschäftsbeziehungen bestehen, werden durch unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaften geprüft.

GEOPOLITISCHE RISIKEN

Unverändert bestehen zahlreiche geopolitische Unwägbarkeiten. Die gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, der Spannungen im asiatischpazifischen Raum und in der arabischen Welt sind unverändert vorhanden und die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der MSG eG nicht vollständig abschätzbar. Hierzu gehören allgemeine Risiken in den Lieferketten, Cyberangriffe sowie Schwankungen der Energie- und Rohstoffmärkte. Wir beobachten die aktuellen Entwicklungen stetig und leiten daraus mögliche Szenarien und erforderliche Maßnahmen ab.

Für den Gesamtbereich der MSG sind keine bestandsgefährdenden Unwägbarkeiten ersichtlich. Sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht erkennbar.

2. PROGNOSE- UND CHANCENBERICHT

Seit den beginnenden 2000er Jahren haben aufgrund des strukturellen Wandels die mit der Binnenschifffahrt transportierten Mengen stark abgenommen. Vermutlich wird sich dieser Trend nicht ewig weiter fortsetzen, sondern es ist davon auszugehen, dass wir eine Konsolidierung auf einem bestimmten Niveau sehen werden. Der Straßenverkehr transportiert in der Regel fast alle Verkehrsvolumina, die kleinteilig und eilbedürftiger sind. Die Schiene, unser eigentlicher Wettbewerber, stößt zusehends an Kapazitätsgrenzen und wird in den nächsten Jahren umfangreichen Generalsanierungen unterzogen werden müssen. Hierin liegen Chancen, dass wieder Mengen aufs Wasser zurückkommen. Ebenso wird die Suche nach alternativen, substituierenden Gütern und Geschäftsmodellen für das Binnenschiff weitergehen. In der Zukunft werden vor allem Chancen in Verkehren liegen, die nicht auf stetig größere Mengenbündelung setzen, sondern flexibler, kleinteiliger und intelligenter in die Supply-Chain-Kette greifen.

Herausforderungen liegen dabei, wie schon beschrieben, in der immensen Fachkräftelücke und der in Deutschland nur noch wenig stattfindenden Investitionstätigkeit in neuen Schiffsraum und Modernisierungen. Gleichzeitig müssen wir annehmen, dass die Investitionen in die Wasserstraßeninfrastruktur des Bundes in den kommenden Jahren nicht ausgeweitet werden. Es wird also eher in bestandserhaltende Maßnahmen als in Ausbau investiert. Selbst Vorhaben mit einem großen Nutzen/Kosten-Faktor, wie der Ausbau des Untermains, könnten hiervon betroffen sein. Die Fesseln des deutschen Planungsrechts sorgen dafür, dass andere wichtige Ausbauvorhaben an stark befahrenen Wasserstraßen nicht so schnell vorankommen, wie ursprünglich erwartet.

Die Verkehre auf der Wasserstraße werden jedoch nicht umgeleitet werden können und daher gibt es für die kommenden Jahre auch zahlreiche Chancen für die Branche. Die Transformation der Wirtschaft kann helfen, neue Potentiale zu heben. Sie bringt aber auch Risiken für Deutschland und Europa im Vergleich zu anderen Weltregionen mit sich, die nicht in Gänze abzuschätzen sind. Mit dem sogenannten "Fit for 55 Package" hat die EU die Bestrebungen des "Green Deals" in EU-Rechtsakte gegossen. Nicht zuletzt für die Verkehrswirtschaft sind die Ziele ambitioniert. Ob sie alle technisch umsetzbar sind, ist selbst den Experten noch unklar. So liegt beispielsweise eines der Probleme der Motorenförderung des Bundes derzeit darin, dass vor allem Innovationen gefördert werden, die für die Binnenschifffahrt auf der Langstrecke keine Serienreife aufweisen können. Was es angesichts der Herausforderungen eigentlich braucht, ist ein Flottenneubauprogramm und eine massive Ausbildungs- und Nachwuchsinitiative.

Alle Rahmenbedingungen deuten weiterhin auf einen Transformationsprozess hin, bei dem die Richtung nicht immer ganz klar ist. Umso wichtiger ist die Verankerung innerhalb der Kunden- und Netzwerke und die Offenheit für Innovationen. Die kommenden Jahre werden zudem durch weitere Flottenabgänge im Gesamtmarkt geprägt sein. Es ist unsere Aufgabe, Konzepte zu finden, um das Unternehmen MSG weiter zu entwickeln und für die Zukunft breiter aufzustellen. Unabhängig davon planen wir für 2024 mit einem soliden Betriebsergebnis auf Basis des Jahres 2021, die Zahlen des Jahres 2022 und 2023 werden vermutlich nicht zu erreichen sein.

 

Würzburg, im April 2024

MSG eG

Der Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR (o.Ct.)
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Ähnliche Rechte und Werte 7.020,00 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.042.872,90 1.107.410
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.489.319,00 1.070.613
3. Schiffe 1.719.096,00 2.090.340
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 293.610,00 278.894
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.514,37 4.550.412,27 184.810
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.152,91 18.153
2. Beteiligungen 2.309.835,30 2.310.971
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 16.750,00 16.750
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 46.205,45 2.390.943,66 46.205
6.948.375,93 7.124.146
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 564.202,12 502.995
2. Unfertige Leistungen 90.356,73 59.881
3. Waren 285.385,22 939.944,07 517.795
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.571.335,65 7.446.884
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 68.042
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.153.156,26 1.861.952
4. Sonstige Vermögensgegenstände 487.959,82 8.212.451,73 663.371
III. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 1.000.000,00 0
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.556.472,23 6.188.206
19.657.243,96 24.433.272

Passiva

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR (o.Ct.)
A. Eigenkapital
I. Geschäftsguthaben
1. der verbleibenden Mitglieder 1.447.449,92 1.383.700
2. der ausscheidenden Mitglieder 38.039,00 267.209
3. aus gekündigten Geschäftsanteilen gem § 67 b GenG 11.040,00 1.496.528,92 81.420
II. Kapitalrücklage 1.406.126,82 1.406.127
III. Ergebnisrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 1.221.875,23 1.221.875
2. Andere Ergebnisrücklagen 5.668.401,10 6.890.276,33 4.447.637
davon aus Bilanzgewinn Vorjahr eingestellt EUR 1.220.763,97 (1.041.956)
IV. Jahresüberschuss 2.149.793,86 2.219.571
11.942.725,93 11.027.539
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 75.624,00 978.000
2. Sonstige Rückstellungen 1.264.956,00 1.340.580,00 1.497.851
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.262.499,88 1.412.500
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.180.695,83 5.942.571
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.552,27 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.364,74 26.153
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.921.825,31 6.373.938,03 3.548.658
davon aus Steuern EUR 81.320,38 (71.284)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 3.428,53 (8.975)
19.657.243,96 24.433.272

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR (o. Ct.)
1.-5. Rohergebnis 10.694.347,80 11.575.588
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.354.800,46 4.366.899
b) Soziale Abgaben 934.747,86 5.289.548,32 887.587
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 644.759,18 607.046
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.205.005,53 3.437.384
9. Erträge aus Beteiligungen und Geschäftsguthaben 1.144.559,28 688.718
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 92.202,96 41.055
Zwischensumme (9 - 11) 1.236.762,24
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 23.671,26 1.213.090,98 19.517
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 604.392,56 753.804
13. Ergebnis nach Steuern 2.163.733,19 2.233.124
14. Sonstige Steuern 13.939,33 13.553
15. Jahresüberschuss 2.149.793,86 2.219.571

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Angaben der Gesellschaft laut Registergericht: Firmenname laut Registergericht: MSG eG Firmensitz laut Registergericht: Würzburg Registergericht: Amtsgericht Würzburg Register-Nummer: GnR 178

Die Bilanz zum 31.12.2023 ist nach dem im § 266 HGB vorgeschriebenen Gliederungsschema aufgestellt worden.

Gemäß § 265 Abs. 5 HGB ist im Anlagevermögen der Posten "Schiffe" hinzugefügt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 ist nach § 275 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden nachfolgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt, wobei von Fortführungswahlrechten des Bilanzmodernisierungsgesetzes (BilMoG) soweit zulässig Gebrauch gemacht wurde:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Abschreibungsmethode sowie um außerplanmäßige Abschreibungen bewertet.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Erhöhte Absetzungen bzw. steuerliche Sonderabschreibungen wurden in Anspruch genommen. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear und soweit zulässig degressiv nach den steuerlichen Höchstsätzen vorgenommen.

Neu angeschaffte Anlagegüter mit einem Anschaffungspreis bis 800 EUR werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Die Finanzanlagen sind mit Anschaffungskosten bilanziert, sofern nicht ein niedrigerer Wertansatz erforderlich war.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Tageswerten zuzüglich angemessener Gemeinkosten angesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus der Verwertbarkeit ergeben, wurden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte mit dem Nennwert. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko und dem zinsfreien Zahlungsziel wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Wertpapiere sind mit den Anschaffungskosten bewertet worden.

Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt.

Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Soweit nicht von Fortführungswahlrechten Gebrauch gemacht wurde, sind die Rückstellungen in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernüftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Bezeichnung 1.1. Zugang Umbuchung Abgang 31.12.
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Ähnliche Rechte und Werte 557.399,86 7.800,00 565.199,86
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.210.968,69 3.210.968,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.494.640,33 2.624,00 519.295,89 2.000,00 2.014.560,22
3. Schiffe 10.439.463,02 10.439.463,02
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.138.435,39 121.700,29 20.265,54 2.239.870,14
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 184.810,00 340.000,26 -519.295,89 5.514,37
17.468.317,43 464.324,55 0,00 22.265,54 17.910.376,44
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.152,91 18.152,91
2. Beteiligungen 2.748.423,98 1.317,27 2.747.106,71
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 16.750,00 16.750,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 46.205,45 46.205,45
2.829.532,34 0,00 0,00 1.317,27 2.828.215,07
Anlagevermögen insgesamt 20.855.249,63 472.124,55 0,00 23.582,81 21.303.791,37
Abschreibung (kumuliert)
Bezeichnung 1.1. Zugang Zuschreibung/ Umbuchung (U) Abgang 31.12.
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Ähnliche Rechte und Werte 557.399,86 780,00 558.179,86
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.103.558,79 64.537,00 2.168.095,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 424.027,33 101.213,89 525.241,22
3. Schiffe 8.349.123,02 371.244,00 8.720.367,02
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.859.541,39 106.984,29 20.265,54 1.946.260,14
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
12.736.250,53 643.979,18 0,00 20.265,54 13.359.964,17
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 437.453,10 181,69 437.271,41
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00
437.453,10 0,00 0,00 181,69 437.271,41
Anlagevermögen insgesamt 13.731.103,49 644.759,18 0,00 20.447,23 14.355.415,44
Buchwert
Bezeichnung 31.12. Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Ähnliche Rechte und Werte 7.020,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.042.872,90 1.107.409,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.489.319,00 1.070.613,00
3. Schiffe 1.719.096,00 2.090.340,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 293.610,00 278.894,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.514,37 184.810,00
4.550.412,27 4.732.066,90
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 18.152,91 18.152,91
2. Beteiligungen 2.309.835,30 2.310.970,88
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 16.750,00 16.750,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 46.205,45 46.205,45
2.390.943,66 2.392.079,24
Anlagevermögen insgesamt 6.948.375,93 7.124.146,14

D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Genossenschaft besitzt folgende Kapitalanteile in Höhe von mindestens 20 % an anderen Unternehmen:

Unternehmen Stammkapital/Kommanditeinlage Anteil MSG
in TEUR %
MSG Mainschiffahrts-Genossenschaft Rotterdam B.V., Rotterdam 45 100,0
CONSTELLATION Schiffahrtsgesellschaft m.b.H. i.L., Wien 80 51,0
BASPEG-Beteiligungs-Gesellschaft mbH, Bamberg 26 50,0
BASPEG Bamberger Speditions- und Getreidelager GmbH & Co KG, Bambe 1.024 50,0
DTU Donau-Transport- und Umschlagsgesellschaft mbH, Regensburg 108 50,0
Nürnberger Umschlags- und Lagerhausges. mbH, Erlangen 26 50,0
NÜRLAG Nürnberger Umschlags- und Lagerhausges. mbH & Co KG, Nürnberg 1.540 50,0
PANTA RHEI Befrachtungs- und Speditions GmbH, Brunn am.Gebirge 37 25,1

Für die Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB ist von den Möglichkeiten nach § 286 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht worden.

Geschäftsjahr Vorjahr
TEUR TEUR
Die sonstigen Rückstellungen betreffen:
Personalrechtliche Verpflichtungen und Instandhaltungen 659 891
Strukturmaßnahmen 450 450
Übrige 156 157
Eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr haben:
- von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 150 150
- von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.181 5.943
- von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6 0
- von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3 26
- von den sonstigen Verbindlichkeiten 2.635 3.322
Eine Restlaufzeit über ein Jahr haben:
- von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.112 1.262
- von den sonstigen Verbindlichkeiten 286 226
Eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren haben:
- von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 512 662
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert: 1.262 1.412

E. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen in Höhe von jährlich TEUR 12, die einer Restlaufzeit von 36 Jahren unterliegen.

2. Die Zahl der duchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
2023 2022 2023 2022
Kaufmännische Mitarbeiter 16 18 7 7
Gewerbliche Mitarbeiter 46 44 0 0

3. Mitgliederbewegung

Zahl der verbleibenden Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile
Anfang 2023 89 4.862
Zugang 2023 1 122
Abgang 2023 2 282
Ende 2023 88 4.702

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich um EUR 63.749,62 erhöht (i.V. um EUR 162.995,22 vermindert).

4. Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Prüfungsverband der Deutschen

Verkehrs-, Dienstleistungs- und Konsumgenossenschaften e.V., Gotenstr. 17

20097 Hamburg

5. Mitglieder des Vorstandes

 

Füßl, Winfried

 

Mohr, Manfred

 

Staats, Martin

6. Mitglieder des Aufsichtsrates

 

Zöller, Tobias

 

Vorsitzender

 

Ludwig, Bernd

 

Stellvertr. Vorsitzender

 

Firmbach, Jürgen

 

Jason Kraft (ab 01.07.2023)

 

Markgraaf, Cor (bis 01.07.2023)

 

Nebauer, Thorsten

 

Schimmer, Roland

 

Siemers, Laurent

 

Thünen, Frank-Dieter

 

Wichern, Florian

7. Am Bilanzstichtag Forderungen an Mitglieder des Vorstandes EUR 0,00 (i. V. EUR 0,00)
Mitglieder des Aufsichtsrates EUR 467.447,72 V. EUR 0,00)

8. Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss 2023 gemäß § 40 Absatz 1 Satz 3 der Satzung zu verwenden.

 

Würzburg, 20.03.2024

MSG eG

DER VORSTAND

Füßl

Mohr

Staats

5. VORSCHLAG FÜR DIE VERWENDUNG DES JAHRESÜBERSCHUSSES

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 2.149.793,86 gemäß § 40 Absatz 1 Satz 3 der Satzung wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende an die Mitglieder nach dem Stand der Geschäftsguthaben per 30.06.2023 in Höhe von 45 % des Jahresüberschusses EUR 967.407,24
Zuführung zu den anderen Ergebnisrücklagen EUR 1.182.386,62
EUR 2.149.793,86

Die Ausschüttung entspricht einer Dividende von 68,29 % auf die dividendenberechtigten Geschäftsguthaben.

 

Würzburg, 20. März 2024

DER VORSTAND

Füßl

Mohr

Staats

6. BERICHT DES AUFSICHTSRATES

Der Aufsichtsrat hat sich regelmäßig in getrennten und in gemeinsamen Sitzungen mit dem Vorstand mit der Geschäftspolitik, mit wesentlichen Geschäftsvorfällen, mit dem Geschäftsgang und der wirtschaftlichen Lage der MSG und der Beteiligungsgesellschaften befasst.

Soweit nach Gesetz und Satzung Geschäftsführungsmaßnahmen einer Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, hat sich der Aufsichtsrat mit den jeweiligen Angelegenheiten eingehend beschäftigt und entsprechende Maßnahmen getroffen.

Der Aufsichtsrat hat ferner mehrere Prüfungen der Zentrale Würzburg und der Niederlassung Dorfprozelten durchgeführt.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden vom Prüfungsverband der Deutschen Verkehrs-, Dienstleistungs- und Konsumgenossenschaften e.V., Hamburg, geprüft.

Der Prüfungsverband kommt zu dem Ergebnis, dass keine Beanstandungen zu erheben sind. Er hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gem. § 322 HGB erteilt.

Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Geschäftsbericht haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der Aufsichtsrat erklärt sich mit dem Jahresabschluss 2023, dem Lagebericht sowie mit dem Geschäftsbericht des Vorstandes einverstanden.

Dem Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres 2023 schließt sich der Aufsichtsrat an.

Dem Vorstand und der Belegschaft spricht der Aufsichtsrat für die geleistete Arbeit seinen Dank aus.

 

Würzburg, 11. April 2024

DER AUFSICHTSRAT

Tobias Zöller, Vorsitzender

Der vorstehende Jahresabschluss für 2023 wurde von der Generalversammlung am 06.07.2024 festgestellt.

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