VEBO-Frucht Verkaufsgemeinschaft GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tim Strübing seit 6.6.2023 | Geschäftsführer |
Martin Hagen seit 1.3.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 8.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft mbHFriedrichshafenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2022 bis zum 31.07.2023Bilanz zum 31. Juli 2023Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft mbH, FriedrichshafenAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. August 2022 bis 31. Juli 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. August 2022 bis 31. Juli 2023A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 733241 in das Handelsregister beim Amtsgericht Ulm eingetragen. Die Firma des Unternehmens lautet: Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft mbH. Sitz der Gesellschaft ist Friedrichshafen. Der Jahresabschluss wurde, unter Berücksichtigung des § 267 Abs. 2 HGB, nach den Vorschriften der §§ 238-289f HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Verbindung mit rechtsformspezifischen Sondervorschriften des GmbHG aufgestellt. Die zur Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind, soweit gesetzlich zulässig, grundsätzlich in den Anhang übernommen. Größenabhängige Erleichterungsvorschriften zum Anhang nach § 288 Abs. 2 HGB werden teilweise in Anspruch genommen. B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Das Saldierungsverbot des § 246 Abs. 2 HGB ist beachtet worden. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear über Nutzungsdauern von regelmäßig 3 bis 5 Jahren. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen auf der Grundlage betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauern zwischen 3 und 13 Jahren bewertet. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennwert bilanziert. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch Einzelabwertungen Rechnung getragen. Auf nicht ausgebuchte oder einzeln abgewertete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde zur Abdeckung des allgemeinen Kreditausfallrisikos eine Pauschalabwertung in Höhe von 0,5 % (Vorjahr: 0,5 %) des Nettoforderungsbestandes vorgenommen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten ausgewiesen. Auf der Aktivseite sind als Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Steuer- und sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. Etwaige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden entsprechend den Vorschriften des § 256a HGB umgerechnet. Aktive und passive latente Steuern, die sich aus Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ergeben, werden entsprechend den Bestimmungen des § 274 HGB miteinander verrechnet und nur angesetzt, insofern sich hieraus ein Passivüberhang ergibt. Bei der Bewertung wird ein Steuersatz in Höhe von 28,075 % herangezogen. C. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in "Abschnitt F. Anlagespiegel" dargestellt. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, analog zum Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten mit TEUR 331 (Vorjahr: TEUR 145) solche gegenüber Gesellschaftern. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt am Bilanzstichtag TEUR 4.787 (Vorjahr: TEUR 4.474). Betragsmäßig identisch zum Vorjahr stehen das gezeichnete Kapital mit TEUR 205 und die anderen Gewinnrücklagen mit TEUR 1.398 zu Buche. Das Vorjahresergebnis in Höhe von TEUR 225 wurde auf neue Rechnung vorgetragen, wodurch sich der in der Bilanz ausgewiesene Gewinnvortrag von TEUR 2.646 auf nun TEUR 2.871 erhöht hat. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022/23 beträgt TEUR 314. Analog zum Vorjahr haben sämtliche Verbindlichkeiten, die in der Bilanz dargestellt sind, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten enthalten mit TEUR 5.702 (Vorjahr: TEUR 4.006) solche gegenüber Gesellschaftern. Aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen der sonstigen Rückstellungen resultieren aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 1). Aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Gegenständen des Anlagevermögens resultieren passive latente Steuern in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 10). Zum Bilanzstichtag wurden aktive und passive latente Steuern miteinander verrechnet. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Erträge aus der Auflösung passiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: Erträge aus der Auflösung passiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 12). E. Sonstige Angaben Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen betragen insgesamt TEUR 387 (Vorjahr: TEUR 510) bis zum Ende der jeweiligen Verpflichtungszeiträume. Haftungsverhältnisse bestanden am Bilanzstichtag nicht. Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführer verweisen wir auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9 Buchstabe a und b HGB. Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt:
In den Aufsichtsrat wurden entsandt:
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr 2022/23 auf TEUR 6,1 (Vorjahr: TEUR 1,4). Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 24 (Vorjahr: 24) Arbeitnehmer, von denen 8 (Vorjahr: 8) in Teilzeit beschäftigt waren bzw. sich in Elternzeit befanden. Die Geschäftsführung schlägt den Gremien vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022/23 in Höhe von EUR 313.703,25 in voller Höhe auszuschütten. F. Anlagespiegel
G. Anteilsbesitz Die Gesellschaft ist mit nominal TEUR 12,5 als 50,00 %-ige Gesellschafterin an der "Frunetti GmbH - Das Fruchtnetzwerk, Förderung des Absatzes von Tafelobst", Ravensburg-Bavendorf, beteiligt. Die Frunetti GmbH befindet sich aktuell in Liquidation. H. Unterzeichnung des Jahresabschlusses
Friedrichshafen, den 31. Oktober 2023 gez. Tim Strübing Lagebericht für das Geschäftsjahr 01. August 2022 bis 31. Juli 2023A. Grundlagen des Unternehmens Die Gesellschaft Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft mbH (nachfolgend OvB oder Gesellschaft) ist im Handelsregister unter HRB 733241 beim Amtsgericht Ulm eingetragen. Zentraler Geschäftsgegenstand des Unternehmens ist die Vermarktung von Kernobst, Beerenobst und Steinobst aus der Bodenseeregion, aus den Anbauregionen am Neckar sowie aus Rheinhessen. Die OvB gehört zu den großen Vermarktungseinrichtungen für Kernobst (Äpfel und Birnen) in Deutschland. Im Bereich Beerenobst liegt der Schwerpunkt auf den klassischen Kulturen der Anbauregionen, wie beispielsweise Erdbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren. Darüber hinaus werden im Bereich Steinobst überwiegend Süßkirschen und Zwetschgen vermarktet. In erster Linie vermarktet die Gesellschaft die Erzeugnisse ihrer Gesellschafter. Hierzu wurde der Vertrieb an den deutschen Lebensmitteleinzelhandel und an die Exportmärkte von den Gesellschaftern an die OvB ausgelagert. Daneben vertreibt die Gesellschaft aber auch Kernobst, Steinobst und Beerenobst aus anderen Anbaugebieten und Ländern, um natürliche Saisonübergänge zu überbrücken und der Nachfrage seitens der Kunden nachkommen zu können. Die Einfuhr dieser Produkte erfolgt ersthändig und beruht auf einer jahrelangen Zusammenarbeit mit Produzenten auf der ganzen Welt. Die Gesellschaft besteht seit 1996 und beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 24 (Vorjahr: 24) Arbeitnehmer, von denen 8 (Vorjahr: 8) geringfügig bzw. in Teilzeit beschäftigt waren. Die Gesellschaft hat Ihren Firmensitz in der Merkurstraße 7 in 88046 Friedrichshafen und unterhält keine weiteren Standorte. B. Wirtschaftsbericht 1. Branchenentwicklung und allgemeine Wettbewerbsbedingungen Als Vermarkter von Obst haben die Branchenentwicklung sowie die Folgen des weltpolitischen Geschehens auch unser Geschäftsjahr 2022/2023 geprägt. Insbesondere bei Äpfeln war die Marktlage vor allem zu Beginn des Geschäftsjahres 2022/2023 extrem angespannt. Bereits im Kalenderjahr 2021 war die europäische Apfelernte mit damals rund 11,834 Millionen Tonnen relativ hoch. Das Jahr 2022 startete daher bereits mit hohen Lagerbeständen, die dann nicht rechtzeitig geräumt werden konnten und den Absatz der neuen Ernte störten. Die Apfelernte im Jahr 2022 der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union lag bei einer Menge von rund 11,796 Millionen Tonnen und damit ungefähr auf dem Ernteniveau des Vorjahres. Die europäische Apfelernte im Kalenderjahr 2022 fiel damit abermals sehr hoch aus, nicht zuletzt aufgrund einer hohen Produktion in Polen. Nicht alle Früchte wurden überall vom Baum geholt. Die deutsche Apfelernte hatte in 2022 einen Anteil an der EU-Erntemenge von ca. 9,09 %. Mit einer Erntemenge von rund 1.072.000 Tonnen Äpfeln in 2022 hat sich ein Plus im Vergleich zur Erntemenge 2021 (1.005.000 Tonnen Äpfel) von rund +6,67 % ergeben. Die Erntemenge in Baden-Württemberg ist dabei, verglichen mit dem Bundesdurchschnitt, überproportional gewachsen. Beim Kernobst, vor allem bei Äpfeln, war der Markt nach der erneut hohen europäischen Ernte 2022 somit anhaltend überversorgt, was die Preise enorm unter Druck setzte. Aber nicht nur vom Angebot her, auch im Hinblick auf die Nachfrageseite war die Marktlage vor allem bei Äpfeln herausfordernd. Tägliche Medienberichte über explodierende Energiekosten veränderten das Konsumverhalten. Im Zeitraum August 2022 bis Januar 2023 lag die europäische Inflationsrate (getrieben durch die Energiekosten) oberhalb von 10 % und der verunsicherte Konsument kaufte gezielt sowie preisbewusster seine Nahrungsmittel ein. Äpfel wurden im Preiseinstiegssortiment bevorzugt und höherpreisige Clubsorten vernachlässigt. Für höhere und damit kostendeckende Erzeugerpreise zeigte der Einzelhandel keine Empathie. Erst zu Beginn des zweiten Quartals 2023 zeichnete sich eine leichte Entspannung beim Angebotsdruck, der Preisentwicklung und dem Kaufverhalten ab. Die Birnenernte 2022 der EU betrug rund 2,003 Millionen Tonnen. Zu 2021 mit 1,721 Millionen Tonnen entspricht dies einer Zunahme der Erntemenge von ca. +16,39 %. Mit einer Erntemenge von 36.000 Tonnen hatte die deutsche Produktion einen Anteil von 1,80 % an der EU- Menge. Seit Jahren werden in Deutschland immer weniger Erdbeeren im Freiland angebaut. Dieser Trend hat sich im Jahr 2023 fortgesetzt. Nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes soll sich die Freilandfläche auf rund 9.200 ha belaufen haben. Damit ist die Freilandfläche innerhalb der letzten zwölf Monate um weitere 7 % eingeschränkt worden. Dafür erfährt der geschützte Anbau in Hochtunneln wie auch in Gewächshäusern Jahr für Jahr stärkeren Zulauf. Nicht nur die Unabhängigkeit vor ungünstigen Wetterereignissen bringt klare Vorteile gegenüber der Freilandproduktion, auch die Saisonverlängerung ist ein schlagendes Argument. Aus diesem Grund sind die Erträge höher als die der klassischen Freilandproduktion. Die Vermarktung von Strauchbeeren (Johannisbeeren, Stachelbeeren) startete im Jahr 2023 witterungsbedingt später als im Vorjahr 2022. Wie schon im Vorjahr fiel dabei der Erntezeitraum der verschiedenen Anbaugebiete innerhalb Deutschlands genau zusammen, so dass die Vermarktung nicht nacheinander, sondern gleichzeitig stattfand. Die Witterung hatte 2023 dennoch keinen nennenswerten Einfluss auf die Erntemenge an Strauchbeeren, allerdings sorgte die generelle Kostensteigerung für teilweise deutliche Preiserhöhungen. Große Teile der Bodenseeproduktion wurden jedoch selbstständig über die Direktvermarktung vertrieben und gelangten auf Grund der nicht vorhandenen Andienungspflicht nicht in unseren Zugriff. Die Vermarktung der Süßkirschen unserer angeschlossenen Erzeugergesellschaften sowohl in Ingelheim als auch am Bodensee verlief im Geschäftsjahr 2022/2023 mit deutlich reduzierten Mengen, aber zu deutlich höheren Preisen als im Vorjahr. Gründe hierfür sind hauptsächlich der Regen und die niedrigen Temperaturen bis hin zu Frösten im Frühjahr 2023, aber auch die Nachwirkungen der Trockenheit im vergangenen Jahr 2022. Die deutsche Ernte 2022 fiel bei den Zwetschgen höher als im Kalenderjahr 2021, bei den Mirabellen hingegen auf ähnlichem Mengenniveau aus. Der Erntestart an Zwetschgen/Mirabellen fing witterungsbedingt im Juli 2023 eine Woche später als im Juli 2022 an. Dadurch bedingt wurde ein relativ großer Anteil insbesondere der Zwetschgenernte 2022 bereits im Geschäftsjahr 2021/2022 (Vorjahr) vermarktet. 2. Entwicklung des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr Für die Gesellschaft ist die Vermarktung von Kernobst das zentrale Geschäft. Absatzseitig war das Geschäftsjahr 2022/2023 wie bereits das Vorjahr wieder herausfordernd. Die im Erntejahr 2022 geernteten Äpfel und Birnen von den Erzeugern der angeschlossenen Erzeugerorganisationen konnten bis zum Sommer 2023 weitestgehend abverkauft werden. Insgesamt haben wir aufgrund einer höheren Erntemenge am Bodensee und unter Berücksichtigung der innerdeutschen Zukäufe aus anderen Obstanbaugebieten im Vergleich zum Vorjahr ca. +31,2 % mehr Kernobst abgesetzt. Die Preise waren dabei über das gesamte Geschäftsjahr 2022/2023 mit einem durchschnittlichen Preisindex von 1,203 EUR/kg auf niedrigerem Niveau als im Vorjahr mit 1,270 EUR/kg. Die Umsatzerlöse im Kernobstbereich sind daher insgesamt um ca. +24,3 % von EUR 76,5 Mio. im Geschäftsjahr 2021/2022 auf nun EUR 95,1 Mio. gestiegen. Die Vermarktung von Beeren wird in erster Linie von den Kulturen Erdbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren bestimmt. Im Geschäftsjahr 2022/2023 konnten die Umsatzerlöse mit ca. 1,1 Mio. in etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2021/2022 mit damals EUR 1,3 Mio. gehalten werden. Witterungsbedingte Ausfälle bei Süßkirschen hatten stark negative Auswirkungen auf Verfügbarkeit und Umsatzerlöse. Zusammen mit dem verspäteten Erntebeginn im Juli 2023 für Zwetschgen führte dies dazu, dass im Geschäftsjahr 2022/2023 -21,0 % weniger Steinobstmenge vermarktet wurde. Die deutlich geringeren Mengen führten zu einem Umsatzrückgang von ca. -16,0 %. Unter diesen Aspekten haben sich die Umsatzerlöse der Gesellschaft wie folgt entwickelt:
Insgesamt haben wir die im Vorjahreslagebericht abgegebene Prognose (Umsatz leicht höher als der des Vorjahres mit damals EUR 102,8 Mio.) mit EUR 123,8 Mio. deutlich übertroffen. 3. Darstellung der Ertragslage Korrespondierend mit dem oben dargestellten Anstieg der Umsatzerlöse hat sich auch der Materialaufwand von EUR 99,6 Mio. im Vorjahr auf nun EUR 120,4 Mio. erhöht. Dies entspricht einer Steigerung von ca. 21,0 %. Die Materialaufwandsquote, definiert als Verhältnis des Materialaufwands zu den Umsatzerlösen, beträgt ca. 97,3 % und hat sich somit im Vergleich zum Vorjahr mit damals ca. 96,8 % leicht erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr mit damals TEUR 1.505 auf nun TEUR 1.776 angestiegen. Grund für diese Erhöhung sind unter anderem die Kosten für die Teilnahme an Messen, was in den Vorjahren coronabedingt nicht möglich war. Auch haben sich die Entsorgungskosten einhergehend mit dem angestiegenen Absatzvolumen erhöht. Der Personalaufwand steht mit TEUR 1.840 zu Buche nach TEUR 1.852 im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich von TEUR 529 im Vorjahr erhöht auf nun TEUR 733. Sie beinhalten im Wesentlichen Kostenweiterbelastungen bzw. Kostenerstattungen. Die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen betragen TEUR 81, nach TEUR 97 im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich aufgrund der dargestellten Entwicklungen auf TEUR 438 und liegt damit über dem Niveau des Vorjahres mit TEUR 333. Der Jahresüberschuss der Gesellschaft beträgt TEUR 314 nach TEUR 225 im Vorjahr. Insgesamt blicken wir ertragsseitig, unter den gegebenen herausfordernden Bedingungen, auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2022/2023 zurück. 4. Darstellung der Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.334 auf nun TEUR 16.209 erhöht, wobei das Umlaufvermögen TEUR 15.942 beträgt (im Vorjahr TEUR 12.638). Der größte Abschlussposten sind dabei die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 13.937, dieser hat sich stichtagsbedingt und aufgrund der angestiegenen Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr mit damals TEUR 10.343 erhöht. Die im Vergleich zum Vorjahr höhere Erntemenge der angebundenen Erzeugergesellschaften vor allem im Kernobstbereich konnte die Nachfrage bis in den Sommer 2023 hinein decken. Die Vorräte, die im Wesentlichen fremdbezogene Ware aus anderen Anbauregionen umfassen, stehen mit TEUR 50 geringer als im Vorjahr mit damals TEUR 213 zu Buche. Die liquiden Mittel hingegen haben sich zum Abschlussstichtag im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 970 auf nun TEUR 463 vermindert. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 4.787 (im Vorjahr TEUR 4.474). Es ergibt sich rechnerisch eine Reduzierung der Eigenkapitalquote um ca. 5,2 %-Punkte auf nun 29,5 %. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 6.477 (im Vorjahr TEUR 5.315) und werden somit durch die ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die liquiden Mittel überkompensiert. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 513 (im Vorjahr TEUR 711) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Kundenbonusvereinbarungen mit TEUR 64 (im Vorjahr TEUR 72), Rückstellungen für potenzielle Gewährleistungsfälle und Reklamationen mit TEUR 60 (im Vorjahr TEUR 60), Rückstellungen für rückständige Personalkosten mit TEUR 157 (im Vorjahr TEUR 121) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen mit TEUR 134 (im Vorjahr TEUR 362). Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen insgesamt TEUR 178 (im Vorjahr TEUR 138). Die Vermögens- und Finanzlage unserer Gesellschaft ist und war über das gesamte Geschäftsjahr hinweg solide, ihren Zahlungsverpflichtungen konnte die Gesellschaft jederzeit nachkommen. Die Deckung der Vertriebskosten der OvB erfolgt sowohl über mengenbezogene Verkaufskostenabrechnungen an die Gesellschafter und Obstgroßmärkte als auch durch entsprechende Preisaufschläge gegenüber unseren Kunden. C. Prognosebericht Die maßgeblichen Anbauregionen in Europa dürften über eine durchschnittliche Apfelernte 2023 verfügen. Auf dem Prognosfruit-Kongress in der ersten Augustwoche wurde dabei noch ursprünglich eine EU-Ernteschätzung von 11,4 Millionen Tonnen Äpfeln vorgestellt, rund 400.000 Tonnen weniger als in den beiden Vorjahren. Eine Erntemenge in dieser Größenordnung beinhaltet eine bessere Ausgangslage, garantiert aber noch eine volle Marktversorgung. Für ein offizielles Update dieser Erhebung ist es noch zu früh, bei den früher reifenden Sorten Gala oder Elstar dürften sich diese ursprünglichen Ernteerwartungen aber unserer Einschätzung nach nicht ganz erfüllt haben. Wir gehen davon aus, dass die Behangdichte teilweise zu schwach war, auch vernehmen wir aus nördlich gelegenen Regionen wieder Klagen über kleinere Fruchtgrößen. Wie sich diese Situation bei später reifenden Sorten darstellt, kann zum aktuellen Standpunkt noch nicht ganz abgeschätzt werden. Tendenziell dürfte die EU-Erntemenge an Äpfeln nach unseren Erwartungen aber unter die Marke von 11 Millionen Tonnen fallen. Den Ausschlag geben insbesondere Polen und Deutschland, aber auch für andere relevante Länder wie Italien, Frankreich, Spanien, den Benelux-Raum, Österreich und Frankreich halten wir die ursprünglichen Prognosen zur EU-Apfelernte für zu hoch eingestuft. Polen hat einen Anteil von rund 35 % an der EU-Apfelproduktion und damit großen Einfluss auf den Vermarktungsverlauf. Die ursprüngliche Ernteschätzung vom August 2023 mit rund 4 Millionen Tonnen dürfte nach unserer Einschätzung zu hoch angesetzt sein und sich vermutlich eher in der Größenordnung von 3,5 Millionen Tonnen bewegen. Insbesondere wird die Fruchtgröße bei den Sorten Gala und Golden in Polen unserer Ansicht nach etwas kleiner als erwartet ausfallen. Die deutsche Apfelernte wurde Anfang August im Erntebericht 2023 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft noch auf 952.000 Tonnen geschätzt. Die ebenfalls im August 2023 von Destatis (Stat. Bundesamt) veröffentlichten Prognosen gehen hingegen von lediglich rund 890.000 Tonnen aus und spiegeln voraussichtlich auch die im Norden geringere Fruchtgröße und die in den übrigen Regionen schwächere Behangdichte wider. Insgesamt dürfte die EU-Apfelernte 2023 damit geringer als im Vorjahr ausfallen. Zusätzlich wird der Saisonstart 2023/2024 durch die gut abgebauten Vorräte aus der Ernte 2022 und durch kleinere Überseezufuhren erleichtert. Vor diesem Hintergrund nehmen wir aktuell keine mangelnden Lagerkapazitäten wahr, die Druck im Markt aufbauen. Angebotsseitig startet das Geschäftsjahr 2023/2024 somit unter vergleichsweise günstigen Voraussetzungen, was höhere und damit hoffentlich kostendeckende Erzeugerpreise begünstigt. Durch die schwächeren Ernten agieren die deutschen Anbauregionen relativ gelassen und stützen damit das Preisniveau. Hinzu kommen überdies positive Nachfrageeffekte aus der Verarbeitungsindustrie. Für die Verarbeitungsindustrie stellt das Streuobst eine wichtige Bezugsquelle dar. Zwar geht der Verband der Deutschen Fruchtsaftindustrie aktuell von geschätzten 300.000 Tonnen Äpfel im Streuobstanbau bzw. in den Hausgärten aus, dieses Mengenangebot scheint aber momentan kaum präsent zu sein. Auch dürfte der Anteil der polnischen Apfelernte in der Verarbeitungsindustrie im Geschäftsjahr 2023/2024 aufgrund der geringeren polnischen Erntemengen spürbar zurückgehen. Aktuell scheint die Verarbeitungsindustrie jedenfalls ein Angebotsdefizit zu verspüren und zieht die Preise für Mostäpfel kräftig an. Ende September 2023 zahlt die Industrie frei geliefert mehr als das Doppelte des letztjährigen Mostpreises. Man hofft, dass jetzt auch grenzwertige Frischmarktqualitäten entsorgt werden und sich damit der Druck auf das Preisniveau bei Tafeläpfeln zusätzlich verringert. Letztlich sehen wir in der Branche momentan überdurchschnittlich hohe Exporte in Länder außerhalb von Europa. Hier sind insbesondere Süd- und Mittelamerika hervorzuheben, die sich durch die schwächere Verfügbarkeit an Äpfeln aus der südlichen Hemisphäre offener für EU-Äpfel präsentieren. Dies entlastet zusätzlich den EU-Binnenmarkt und mündet in stabilen Preisen auf einem für die Produktion akzeptablen Niveau. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 gehen wir daher insgesamt von einem höheren Preisniveau aus. Bereits der Start in das Geschäftsjahr 2023/2024 ist erfolgreich verlaufen und wir hoffen, dass sich dieser Trend fortsetzt. Gleichzeitig verzeichnen unsere angeschlossenen Erzeugergesellschaften aus der Bodenseeregion eine zufriedenstellende Ernte. Die Erntemenge fällt insgesamt gegenüber dem Vorjahr geringer, die Qualitäten gleichzeitig besser aus. Der Anteil an vermarktungsfähiger Klasse 1 Ware ist somit gesichert, um unsere Kundenprogramme vollumfänglich bedienen zu können. Insgesamt erwarten wir für das kommende Geschäftsjahr 2023/2024, unter Berücksichtigung der oben genannten Rahmenbedingungen, einen Umsatz auf Vorjahresniveau. D. Chancen- und Risikobericht Preisrisiken gehen oftmals mit der Angebots-, aber auch der Nachfragesituation einher und können durch die OvB nur bedingt gesteuert werden. Nach der Misere in der letzten Saison, charakterisiert durch ein Überangebot bei Äpfeln und einem damit einhergehenden niedrigen Preisniveau, sind in unserer Wahrnehmung viele Obstbaubetriebe in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung massiv beeinträchtigt. Unter diesen Gesichtspunkten gehen wir davon aus, dass es zu einer gewissen Marktkonsolidierung und damit verbunden auch zu einer Reduzierung der EU-Anbaufläche kommen wird. Gleichzeitig herrscht bei den Vermarktern in Europa nach unserer Einschätzung eine ungewöhnliche Geschlossenheit vor, endlich kostendeckende Preise umzusetzen. Der Apfel muss eine höhere Wertschätzung im Einzelhandel und letztendlich bei den Konsumenten erlangen. Aktuell nehmen wir, wie bereits dargestellt, ein höheres Preisniveau als noch zu Beginn des Geschäftsjahres 2022/2023 wahr. Die große Unbekannte stellt aber weiterhin der Konsument dar. Ist der Endverbraucher grundsätzlich bereit, dauerhaft mehr Geld für das Produkt Apfel zu zahlen? Für die Existenz der verbleibenden Obstbaubetriebe ist dies erforderlich. Allerdings wird das Kaufverhalten der Endverbraucher zum Teil auch von makroökonomischen Entwicklungen beeinflusst, auf die wir als OvB kaum Einfluss haben. Beispielsweise stellen globale Unruhen ein Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung der Industrie- und Exportnation Deutschland dar, wie die jüngste Vergangenheit gezeigt hat. Seit dem Beginn des Ukraine-Russland-Konflikts haben sich insbesondere die Energiekosten in Deutschland, wie bereits erläutert, drastisch erhöht und den ohnehin schon zu verzeichnenden Anstieg der Inflation nochmals deutlich befeuert. Für das Jahr 2023 erwartet das ifo-Institut gar nochmals ein leichtes Schrumpfen der Wirtschaftsleistung Deutschlands gegenüber dem Vorjahr, was die Kaufkraft der Endkunden insgesamt weiter belasten dürfte. Angebotsseitig bleiben nach wie vor Exporte insbesondere aus unserem EU-Nachbarland Polen ein existentes Risiko für die Preisentwicklung. Auch wenn Polen weniger Äpfel produziert als noch im Erntejahr 2022, ist für den Export immer noch genügend Tafelware verfügbar. Insgesamt stellt dies für Westeuropa eine große Konkurrenz dar. Aufgrund dieser Preisvolatilitäten ist es für unseren Erfolg daher äußerst wichtig, weiterhin auf die Qualität unseres Angebots zu setzen. Die höheren Preise können nur bei entsprechender Qualität umgesetzt werden, nur über die Qualität lassen sich die Kunden zu Nachkäufen animieren. Die Rahmenbedingungen dafür sind in der Saison 2023/2024 gegeben. Gleichzeitig müssen die Kundenbedürfnisse jedoch auch eingehend analysiert werden, um daraus wirtschaftlich vernünftiges Handeln abzuleiten. Es macht aus unserer Sicht beispielsweise momentan keinen Sinn, den Konsumenten mit geschmacklich nicht gewollten Sorten oder zu jungen/reifen Partien über Preisanreize zu beglücken. Dies rechnet sich nicht für den Produzenten und auch der Einzelhandel erzielt nicht die erforderlichen Umsätze pro qm Ladenverkaufsfläche. Vielmehr sollten die Produzenten in Europa die Chancen nutzen, die sich in der laufenden Saison aus der Nachfragesituation in der Verarbeitungsindustrie mit relativ hohen Preisen für Industrieäpfel ergeben. Entsprechend werden wir agieren. Die Ergebnisse unserer Gesellschaft hängen nach wie vor maßgeblich von der Ernte der Hauptkulturen insbesondere im Kernobstbereich ab, wobei die Ernten durch die Witterung und den klimatischen Voraussetzungen beeinflusst wird. Das Geschäftsjahr 2023/2024 startet in dieser Hinsicht, wie bereits erwähnt, unter günstigen Voraussetzungen. Die Apfelernten unserer angeschlossenen Erzeugergesellschaften sind mittlerweile nahezu vollständig eingefahren, die geernteten Mengen und die stabilen Qualitäten werden nach unserer Ansicht die Nachfrage unserer Kunden über die Saison befriedigen können. Ein Risiko, das uns indirekt betrifft, ist die nach wie vor angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt. Insbesondere unsere angebundenen Packbetriebe sehen sich zunehmend mit einem Mangel an Arbeitskräften konfrontiert, zumal man im Wettbewerb um Personal in den strukturstarken Gegenden wie der Bodenseeregion oder der Rheinhessenregion in Konkurrenz mit anderen Branchen steht. Unser Vertriebsnetzwerk ist hier jedoch eindeutig ein Vorteil: kurzfristige Personalengpässe in einem Packbetrieb können dadurch umgangen werden, dass Aufträge auf andere Packbetriebe verteilt werden. Auf Basis der ergriffenen Steuerungsmaßnahmen sehen wir uns in der Lage, unsere Geschäftsrisiken adäquat zu steuern. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht erkennbar.
Friedrichshafen, den 31. Oktober 2023 gez. Tim Strübing Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschuss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft mbH, Friedrichshafen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft mbH, Friedrichshafen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Juli 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft mbH, Friedrichshafen, für das Geschäftsjahr vom 01. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Sindelfingen, 11. Dezember 2023 KMZ
Kullen Müller Zinser Treuhand GmbH
Dr. Sebastian Zerbe, Wirtschaftsprüfer Benjamin Reinhard Hügel, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats über den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. August 2022 bis 31. Juli 2023Seiner Verpflichtung, die Geschäftsführung der Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft mbH zu überwachen, zu beraten und sich zu diesem Zweck über die Angelegenheiten der Gesellschaft zu unterrichten, ist der Aufsichtsrat während des Geschäftsjahres nachgekommen. Überdies hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag zu prüfen und der Gesellschafterversammlung vor Beschlussfassung über den Jahresabschluss und Lagebericht zu berichten. Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft mbH mit Sitz in Friedrichshafen für das Geschäftsjahr vom 01. August 2022 bis 31. Juli 2023 wurde nach den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften in der Rechtsform einer GmbH aufgestellt und der mit der Prüfung der Gesellschaft beauftragten KMZ Kullen Müller Zinser Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft zur Prüfung vorgelegt. Über Gegenstand, Art und Umfang sowie über das Ergebnis der Prüfung wurde im Prüfungsbericht nach § 321 HGB ordnungsgemäß Auskunft erteilt. Darüber hinaus wurden auch die wesentlichen Erläuterungen zum Jahresabschluss in ordnungsgemäßer Weise dargestellt. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch die KMZ Kullen Müller Zinser Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft wurde ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk zum Jahresabschluss und Lagebericht der Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 01. August 2022 bis 31. Juli 2023 erteilt. Demnach entspricht der Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht vermittelt demnach insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft, steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 01. August 2022 bis 31. Juli 2023 sowie der hierzu erteilte Prüfungsbericht und Bestätigungsvermerk der KMZ Kullen Müller Zinser Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft wurden dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Der Anhang als Bestandteil des Jahresabschlusses enthält auch den Vorschlag der Geschäftsführung über die Verwendung des Ergebnisses. Die abschließende Prüfung durch den Aufsichtsrat hat zu keinen Einwendungen geführt. Der Aufsichtsrat hat daher in seiner Sitzung vom 12. Dezember 2023 den Jahresabschluss und den Lagebericht der Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 01. August 2022 bis 31. Juli 2023 gebilligt. Der Aufsichtsrat schlägt vor, die KMZ Kullen Müller Zinser Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023/24 zu wählen.
Friedrichshafen, den 12. Dezember 2023 gez. Dr. Egon Treyer, Aufsichtsratsmitglied gez. Christine Büchele, Aufsichtsratsmitglied gez. Jürgen Hattemer, Aufsichtsratsmitglied gez. Florian Hornstein, Aufsichtsratsmitglied gez. Benedikt Mangold, Aufsichtsratsmitglied gez. Steffen Lang, stellvertretendes Aufsichtsratsmitglied Wiedergabe des Beschlusses über die ErgebnisverwendungAuszug aus dem Gesellschafterprotokoll vom 12. Dezember 2023:
..."
Friedrichshafen, den 12. Dezember 2023 gez. Benedikt Mangold BayWa Obst GmbH & Co. KG gez. Jürgen Hattemer Vereinigte Großmärkte für Obst- und Gemüse Rheinhessen eingetragene Genossenschaft gez. Fabian Grundler VEBO-Frucht Verkaufsgemeinschaft GmbH |
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