EPflex Feinwerktechnik GmbH
Im Schwöllbogen 24, 72581 Dettingen an der Erms, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Georg Uihlein seit 8.1.2021 | Geschäftsführer |
Johannes Dr. Uihlein seit 8.1.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EPflex Feinwerktechnik GmbH.Dettingen an der ErmsJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.202322 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023EPflex Feinwerktechnik GmbH, Dettingen1. Grundlagen der Gesellschaft Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf der Entwicklung und Verarbeitung von Drähten, Litzen und Rohren aus Edelstahl, Nitinol und Sondermetallen zu flexiblen Einmalprodukten für die Medizintechnik. Als international ausgerichtetes Unternehmen tritt die EPflex Feinwerktechnik GmbH hierbei nicht als Endanbieter auf dem Markt auf. Ziel ist es, als OEM-Anbieter (original equipment manufacturer) den Kunden ein kompetenter Partner zu sein. Mit unseren innovativen Medizinprodukten verschieben wir täglich die Grenzen der minimalinvasiven Chirurgie und setzen neue Standards für Interventionen. Für Patienten bedeutet dies kürzere Eingriffe, weniger Schmerzen und schnellere Heilung. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die Weltwirtschaft von den Folgen der Coronapandemie und des Ukraine-Krieges weiter erholt. Allerdings blieb die globale Wirtschaftsleistung mit 3,1% unter dem Vorjahresniveau. Während in Europa die Wirtschaftsleistung bei nur 0,5% lag, war Deutschland eines der wenigen Länder, dessen Wirtschaftsleistung um 0,3% zurückging. Hauptursache ist hier in der weltweiten schwachen Nachfrage zu sehen, die die Exportnation Deutschland deutlich trifft. Das trifft auch die exportorientierte Medizintechnik-Branche. Diese konnte zwar insgesamt in 2023 wachsen, hat aber rückläufige Erträge aufgrund hoher Kosten für Logistik, Rohstoffe und Energie sowie gestiegener Personalkosten und enormer regulatorischer Aufwendungen. Damit stand der deutsche Gesundheitssektor im abgelaufenen Geschäftsjahr unter hohem Druck und die angespannte wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser hat sich weiter verschärft. Die Medizintechnik-Branche ist in Deutschland nach wie vor ein wichtiger Wirtschafts- und Arbeitsmarktfaktor. Im Jahr 2023 ist der Gesamtumsatz der produzierenden Medizintechnikunternehmen in Deutschland mit 5,1% gegenüber dem Vorjahr gestiegen und beträgt 40,4 Milliarden Euro. Die Exportquote von 68% (Vorjahr 67%) bestätigt die Bedeutung der Weltwirtschaft für die deutsche Medizintechnik-Branche. Trotz Umsatzwachstum bleibt es weiterhin eine schwierige Ertragslage. Die massiven Kostensteigerungen in vielen Bereichen, der Mangel an Fachkräften sowie Probleme bei den Lieferketten belasten zunehmend das Geschäft. Neben dem enormen bürokratischen Aufwand durch die europäische Medizinprodukteverordnung (MDR) bereitet auch die pauschale Beschränkung von Hochleistungswerkstoffen auf Basis von per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) große Sorgen für die Branche. Dies zeigt auch die Herbstumfrage des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed). Viele Unternehmen gehen trotz der guten Umsatzentwicklung von rückläufigen Gewinnen aus. Die angespannte Gewinnsituation ist nach wie vor auf die gestiegenen Rohstoff-, Energiepreise und Transportkosten zurückzuführen. Belastend werden außerdem die Probleme mit Zulieferern und stockenden Lieferketten gesehen. Hinzu kommen steigende Personalkosten und steigende Kosten durch die MDR-Implementierung. Die seit Mai 2021 in Kraft getretene EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) bleibt das größte Hemmnis für die Medizintechnik-Branche. Die Probleme der MDR sind inzwischen bekannt, sodass diese dringend weiterentwickelt werden muss, um den europäischen Markt zu sichern und den Standort Deutschland zu stärken. Vor allem die längeren Konformitätsbewertungszeiten durch die Ressourcendefizite bei den benannten Stellen und die Pflicht zu umfassenden klinischen Daten stellen eine große Herausforderung dar. Der deutlich erhöhte bürokratische Aufwand sowie umfangreiche Neubewertungen, Analysen und Tests für die Neuzertifizierung von Bestandsprodukten sorgen für erhebliche zusätzliche Kosten, um Bestandsprodukte nach MDR zulassen zu können. Teilweise werden ganze Produktlinien eingestellt, da sich eine Neuzertifizierung für die Unternehmen nicht lohnt. Sowohl die Kosten als auch die bürokratischen Hemmnisse und die gebundenen Ressourcen durch die MDR werden als großes Hindernis für die Entwicklung der Medizintechnikbranche gesehen. Ein Rückgang bei Innovationen ist bereits erkennbar. Trotz der Probleme schafft die Branche weiterhin Arbeitsplätze, allerdings gehen Investitionen in den Standort Deutschland und in die Forschung eher zurück. 2.2 Geschäftsverlauf der EPflex Feinwerktechnik GmbH 2.2.1 Allgemeine Geschäftsentwicklung Durch die spezielle Ausrichtung des Unternehmens auf die Verarbeitung von hochwertigen Metallkomponenten für die Medizintechnik liegen keine unmittelbar vergleichbaren Branchenzahlen vor. Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Rohertrag um TEUR 2.226 auf insgesamt TEUR 29.190 (+ 8,26%) erhöht. Dies resultiert aus dem gestiegenen Umsatzvolumen bei den Führungsdrähten. Die Umsätze verteilen sich mit 37,5% (Vj. 34,6%) auf das Inland, mit 33,5% (Vj. 35,4%) auf die EU und mit 29% (Vj. 30%) auf Drittländer. Mit den größeren Kunden wurden Rahmenabnahmeverträge abgeschlossen, die über einen gewissen Zeitraum eine bestimmte Abnahmemenge vorsehen. Durch die entsprechenden Rahmenverträge besteht für einen bestimmten Zeitraum eine Preisgarantie und somit Planungssicherheit. Das bisher bestehende Konsignationslager mit einem Kunden wurde im Jahr 2023 aufgelöst. Die benötigten Produkte werden weiterhin gemäß bestehenden Rahmenvertrag bestellt und der Kunde beliefert. Die Umsatzrentabilität (Betriebsergebnis / Umsatzerlöse) konnte in 2023 gesteigert werden. Die im Lagebericht 2022 prognostizierte Entwicklung des Unternehmens konnte erzielt werden. Die geplante Umsatzsteigerung von 6% wurde mit 6,97% übertroffen und auch der Jahresüberschuss hat über dem Planziel abgeschlossen und sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. 2.2.2 Produktionsplanung und Produktion Die Produkte werden vorwiegend an zwei Produktionsstätten in Dettingen gefertigt. Die für die Produktion benötigten hochwertigen Grundmaterialien werden von internationalen Anbietern bezogen. Ferner werden einfache Serienfertigungen über Lohnfertiger in Niedriglohnländern abgebildet. Durch einen hohen Automatisierungsgrad der modernen Fertigungsanlagen wird die wirtschaftliche Produktion der geforderten Mengen umgesetzt. Durch gut ausgebildete und flexibel einsetzbare Mitarbeiter können wir in vollem Umfang auf Kundenwünsche reagieren. Die ständige Überprüfung und Überwachung der einzelnen Produkte während der Produktion auf modernen Prüfanlagen gewährleistet den hohen Qualitätsstandard der technisch anspruchsvollen Produkte. Auf ca. 7.200 qm werden unter kontrollierten Umgebungsbedingungen die empfindlichen Komponenten für die Medizintechnik entwickelt und produziert. Hiervon entfallen auf den Reinraum der Klasse 8 ca. 575 qm, auf klimatisierte Montageräume ca. 850 qm und auf die Vorfertigung und den Werkzeugbau ca. 1.050 qm. Ein modernes Planungs- und Steuerungssystem ermöglicht die Planung und Überwachung der einzelnen Produktionsschritte und unterstützt somit die termingenaue Lieferung der Produkte. Die Entwicklung, Optimierung und Montage der Fertigungsanlagen und der Produktionsprozesse wird durch den eigenen Werkzeugbau sowie die Produktionsleitung durchgeführt. Die Weiterentwicklung der Produktionsprozesse wurde auch im laufenden Geschäftsjahr konsequent weiterverfolgt. Da sämtliche Aufträge im EDV-System erfasst sind, ist der Bedarf an einzelnen Produkten und der dafür benötigten Rohmaterialien ersichtlich. Durch die Erfassung der Aufträge werden automatisch Bestellungen bei Lieferanten ausgelöst. Sofern mit einzelnen Kunden Rahmenabnahmeverträge abgeschlossen wurden, werden bei entsprechend benötigten Rohmaterialien Mindestlagermengen festgelegt, um jederzeit lieferbereit zu sein. Grundsätzlich wird versucht, den Lagerbestand auf das Mindestmaß zu begrenzen. 2.2.3 Entwicklung von Fertigungskapazitäten Die Produktion erfolgt im Zwei-Schicht-Betrieb, um eine optimale Ausnutzung der vorhandenen Kapazitäten zu erreichen. Darüber hinaus werden Bedarfsschwankungen in der Regel durch den flexiblen Einsatz von Produktionsmitarbeitern und Überstunden ausgeglichen. Voraussetzung hierfür ist die flexible Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter und ein sicheres Arbeitsumfeld, das für uns einen hohen Stellenwert hat. 2.2.4 Beschaffung Mit den größten Lieferanten wurden Rahmenabnahmeverträge geschlossen. Damit wird die Beschaffung sichergestellt, um eigene Rahmenabnahmeverträge mit Kunden jederzeit bedienen zu können. In den Verträgen wurden Abnahmemengen sowie die entsprechenden Preise vereinbart. Dadurch wird Planungssicherheit auf der Kostenseite geschaffen. Beschaffungsprobleme durch die Corona-Pandemie und die allgemeine Materialknappheit konnten durch vorausschauende Materialdispositionen gelöst werden. Ein Risiko drohender Verluste sehen wir aufgrund der aktuellen Abnahmepreise nicht. 2.2.5 Qualitätsmanagement Um den Qualitätsansprüchen der Abnehmer gerecht zu werden, wurde ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 13485 eingerichtet. Dieses ist zertifiziert durch die DQS Medizinprodukte GmbH und erstreckt sich auf den Geltungsbereich Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von nicht-aktiven, sterilen und unsterilen Medizinprodukten für die invasive und chirurgisch-invasive Anwendung, insbesondere von Führungsdrähten, Steinfangkörbchen, Steingreifern, Hypotubes, Stiletts und minimal invasiven Instrumenten. Das Zertifikat trägt die Zertifikat-ID 170778716 und ist gültig bis zum 21.03.2025. Für die Produktkategorien Steinfangkörbchen (Klasse Is), Führungsdrähte für periphere Anwendungen (Klasse IIa) und Führungsdrähte für Anwendungen im zentralen Kreislaufsystem (Klasse III) erfüllt das Qualitätsmanagementsystem außerdem die Anforderungen aus Anhang IX, Kapitel I und III der Verordnung (EU) 2017/745. Das Zertifikat trägt die Zertifikat-ID 1000189787 und ist gültig bis 08.11.2028. Für die Führungsdrähte für Anwendungen im zentralen Kreislaufsystem (Klasse III) wurde außerdem eine technische Dokumentation in Übereinstimmung mit Anhang IX, Kapitel II der Verordnung (EU) 2017/745 erstellt. Die Konformität wurde in einem Konformitätsbewertungsverfahren gemäß Artikel 52 bestätigt und am 03.07.2024 in der EG-Bescheinigung mit der Zertifikat-ID 1000184097 und Gültigkeit bis 02.07.2029 bescheinigt. Damit sind alle EPflex-Produkte mit CE-Kennzeichnung erfolgreich von MDD zu MDR umgezogen. 2.2.6 Personal Zum 31.12.2023 waren 393 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 386). Darin sind zwei Geschäftsführer und vierAuszubildende enthalten. Die Fertigung von EPflex erfordert neben der Nutzung eines hochmodernen Maschinenparks den Einsatz spezialisierter Facharbeiter sowie die Unterstützung durch angelernte Hilfskräfte. Die angemessene Einbindung und faire Zusammenarbeit aller Arbeitnehmer gehört zu den sozialen Zielen der Unternehmensleitung. So ist in den Unternehmenswerten festgeschrieben, dass den Mitarbeitern mit größtmöglicher Wertschätzung begegnet wird. 2.2.7 Umweltschutz Im Rahmen der Geschäftstätigkeit beachtet das Unternehmen alle relevanten Umweltschutzvorschriften. Sowohl von der Produktion als auch von den Produkten gehen keine mittel- oder unmittelbaren Gefährdungen für die Umwelt aus. Das gesetzlich vorgeschriebene Energie-Audit wurde im Geschäftsjahr 2023 erneuert. Wir sind kontinuierlich dabei, Prozesse zu optimieren, um Belastungen für die Umwelt zu reduzieren, um mögliche Umweltverschwendungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Dies ist unser Beitrag um aktiv zum Klimaschutz beizutragen. Wir lehnen menschen- und naturgefährdende Produkte und Arbeitsweisen ab. Dies haben wir in unseren Unternehmenswerten dokumentiert. 2.2.8 Forschung und Entwicklung Im Rahmen der Unternehmenstätigkeit werden im Kundenauftrag Produkte nach individuellen Anforderungen und Vorstellungen entwickelt. Zudem wird die eigene Produktpalette durch neue Entwicklungen ergänzt. Hierfür wurden entsprechende Patente angemeldet. Die Produkte werden unter realen Bedingungen in der Produktion entwickelt und getestet. In diese Prozesse sind viele Mitarbeiter einbezogen, sodass dadurch die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen gefördert wird und dadurch auch Innovationen und ständige Verbesserungsvorschläge regelmäßig aus Reihen der Mitarbeiter angestoßen werden. Diese Grundidee entspricht unseren gelebten Unternehmenswerten. 2.3 Darstellung der Lage 2.3.1 Ertragslage Die Gesamtleistung steigerte sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 4.129 auf TEUR 44.439. Dies führte bei einer um ca. 1%-Punkt gestiegenen Materialaufwandsquote (inkl. Fremdleistungen) zu einem um TEUR 2.226 gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Rohertrag von TEUR 29.190. Unter Einbeziehung der betrieblichen Aufwendungen von TEUR 27.281 sowie der bereinigten sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 292 hat sich ein Betriebsergebnis von TEUR 2.201 (Vorjahr TEUR 1.461) ergeben. Bei einem negativen Finanzergebnis von TEUR -263 ergibt sich unter Einbeziehung des neutralen Ergebnisses von TEUR -8 und den Ertragsteuern von TEUR 588 ein Jahresüberschuss von TEUR 1.342 gegenüber einem Jahresüberschuss von TEUR 1.049 im Vorjahr. 2.3.2 Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 204 bzw. 0,88% auf TEUR 22.944 reduziert. Dies resultiert auf der Aktivseite aus der Verminderung des kurzfristig verfügbaren Vermögens im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Vermögensgegenständen und flüssiger Mittel. Auf der Passivseite ergibt sich die Reduzierung im Wesentlichen durch die Abnahme der kurz- und langfristigen Bankverbindlichkeiten sowie der Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten. Das Anlagevermögen beträgt ca. 33% der Bilanzsumme und wird durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital finanziert. Die Investitionen des Jahres 2023 wurden durch den operativen Cash-Flow finanziert. Die Investitionen des Geschäftsjahres 2023 betragen insgesamt TEUR 1.534. Sie setzen sich zusammen aus Investitionen in:
Der Leasingaufwand für technische Anlagen und Maschinen sowie für Fahrzeuge, Betriebs- und Geschäftsausstattung hat im Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 401 (Vorjahr TEUR 417) betragen. Das Eigenkapital hat sich durch den thesaurierten Jahresüberschuss um 12,34% auf TEUR 12.215 erhöht. Die Eigenkapitalquote liegt bei 53,24% und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,27%-Punkte erhöht. Bei Hinzurechnung der nachrangigen stillen Beteiligung in Höhe von TEUR 1.000 zum Eigenkapital ergibt sich eine Eigenkapitalquote von ca. 57,6%. Die kurzfristige Liquidität wird insbesondere über die Inanspruchnahme der Kontokorrent-Linien und EURIBOR-Krediten bei den Hausbanken sichergestellt. Die Zahlung der Lieferantenrechnungen erfolgte nach wie vor überwiegend innerhalb der Skontierfristen. Zur internen Unternehmenssteuerung verwenden wir die Kennzahlen Rohertrag und Cash-Flow i.e.S. 2.3.3 Auftragslage Die gesamte Fertigungsplanung wird mittels EDV gesteuert. Sämtliche Bestellungen sind mit allen notwendigen Daten erfasst, sodass die einzelnen Prozesse rechtzeitig eingesteuert werden können. Der aktuelle Auftragsbestand ist jederzeit abrufbar und beträgt zum 31.08.2024TEUR 23.864 (Vorjahr 31.08.2023 TEUR 25.626). Zusätzlich besteht zum 31.08.2024 noch ein offenes Umsatzvolumen von ca. TEUR 5.285 aus Rahmenverträgen. Das vorhandene Auftragsvolumen garantiert eine Auslastung bis zu 8 Monaten in Bezug auf die Planzahlen. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Risikobericht Untrennbar verbunden mit unternehmerischem Handeln sind auch Risiken. Die EPflex Feinwerktechnik GmbH ist als überregional bzw. international ausgerichtetes Unternehmen einer Reihe von Risiken ausgesetzt. Alle strategischen und operativen Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung werden unter Berücksichtigung der damit verbundenen Chancen und Risiken getroffen. Es bestehen Risiken dergestalt, dass verspätet auf Marktentwicklungen, Technologietrends oder neue medizinische Erkenntnisse reagiert wird und dadurch Wettbewerbsvorteile verloren gehen. Der Erfolg des Unternehmens hängt daher erheblich von der schnellen Entwicklung innovativer und marktgerechter Produkte sowie dem frühzeitigen Erkennen und Umsetzen neuer Technologietrends und neuer medizinischer Erkenntnisse in entsprechende Produkte ab. Hierin sehen wir aber auch unsere Chance, als ein innovatives Unternehmen weitere Marktanteile national und auch international zu erschließen. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass im Rahmen einer Marktbereinigung Unternehmen übernommen werden und somit bestimmte Produkte weniger oder gar nicht mehr nachgefragt werden. Dies könnte zu Umsatz- und Ergebnisausfällen führen. Die Gesellschaft steht in gewisser Abhängigkeit von einzelnen Abnehmern. Allerdings konnte die Abhängigkeit von zwei Kundengruppen der vergangenen Jahre abgebaut werden. Der Umsatzanteil der vier größten Kundengruppen in 2023 beträgt zusammen ca. 40,2% (Vorjahr 40,6%). Dennoch wird weiter versucht, den Bekanntheitsgrad durch Werbung, Teilnahme an Messen, positive Kundenresonanz, etc. zu verbessern und somit den prozentualen Umsatzanteil anderer Kunden zu erhöhen und Neukunden zu gewinnen. Dem Beschaffungsmarktrisiko begegnen wir durch entsprechende Maßnahmen. So wird die Belieferung mit produktionsnotwendigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen soweit möglich über langfristige Verträge gesichert. Die Strategien der Beschaffung werden laufend überprüft und den Marktverhältnissen angepasst. Die grundsätzlichen Risiken aus den Belieferungen sehen wir als gering an. Es ist in allen Bereichen gelungen, Zweitlieferanten aufzubauen, sodass Abhängigkeiten im Beschaffungsbereich vermieden werden können. Das Risiko der Verletzung von Patentrechten wird dadurch minimiert, dass entsprechende Patentvorabfragen durchgeführt werden, um mögliche Schnittpunkte zu erkennen. Jedoch können Risiken nicht vollständig ausgeschlossen werden. Dem Produkthaftungsrisiko wird durch entsprechenden Versicherungsschutz begegnet. Das Gewährleistungsrisiko wurde durch die Bildung von Rückstellungen in ausreichender Höhe kompensiert. Den Risiken im Bereich der Informationstechnologie (IT) begegnen wir mit diversen Sicherheitsmaßnahmen. Bestehende Unternehmensrichtlinien minimieren organisatorische Risiken wie Datenverlust, Ausfälle von Anwendungen oder Viren- und Cyberangriffe. Daneben bestehen Fremdwährungsrisiken, die durch den Abschluss entsprechender Sicherungsgeschäfte begrenzt werden. Dem Risiko von möglichen Zahlungsausfällen begegnen wir durch regelmäßige Bonitätsprüfungen. Weitere Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Geschäftsjahres 2024 haben könnten, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. 3.2 Prognose- und Chancenbericht Nachdem die Medizintechnikindustrie sehr exportintensiv ist, können auch Marktchancen außerhalb Deutschlands genutzt werden. Unsere Produkte werden durch die amerikanische Behörde "Food and Drug Administration (FDA)" geprüft. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Produkte in den USA vertrieben werden dürfen. Verbunden ist damit aber auch, dass die Qualitätsstandards für die Produktion und den nationalen und internationalen Vertrieb unserer Produkte weiter verbessert werden. Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Beim Jahresergebnis 2024 gehen wir derzeit entsprechend unserer Unternehmensplanung von einem Jahresergebnis nach Steuern von ca. TEUR 360 aus. In der Ergebnisprognose ist der rückläufige Auftragseingang Anfang 2024 aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung in China berücksichtigt. Da sich inzwischen die Lage etwas beruhigt hat und zum einen Kunden außerhalb Chinas die Auftragslücke schließen können und zum anderen bereits bestehende Rahmenabnahmeverträge ein festes Umsatzvolumen für 2024 und 2025 garantieren, lässt der aktuell wieder gute Auftragseingang positiv auf das kommende Jahr 2025 blicken. Die intensive Pflege der Kundenkontakte und die Fähigkeit des Unternehmens auf veränderte Kundenwünsche, wie besondere Liefertermine und Entwicklungsarbeiten, reagieren zu können, sind Grundlage für unsere erfolgreiche Marktbearbeitung. Zudem erfolgt eine Präsentation der Produktpalette auf nationalen und internationalen Messen, die stets eine positive Resonanz hervorrufen. Die Hauptakten der seit 2007 bestehenden CE-Zulassung wurden im Jahr 2017 komplett überarbeitet. Damit hat die EPflex Feinwerktechnik GmbH die CE-Zulassung ihrer Produkte sowohl für Klasse III als auch IIa und Is erhalten. Dies ermöglicht weiterhin eine einfachere Zulassung bei unseren Kunden und somit einen größeren Absatzmarkt. Nach mehrjähriger Entwicklungszeit wurde der Gesellschaft die weltweit erste CE-Zulassung für einen MRT-einsatzfähigen Führungsdraht erteilt. Dadurch konnte der Bekanntheitsgrad der Gesellschaft weiter vergrößert werden. Auch für die zweite Generation der MRT-einsatzfähigen Führungsdrähte wurde im Jahr 2017 eine CE-Zulassung erteilt.
Dettingen, den 31. August 2024 gez. Dr. Johannes Uihlein, Geschäftsführer gez. Georg Uihlein, Geschäftsführer HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum 31. Dezember 2023EPflex Feinwerktechnik GmbH, Dettingen1. Allgemeine Erläuterungen zum Unternehmen Die EPflex Feinwerktechnik GmbH mit Sitz in Dettingen an der Erms ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 360950 eingetragen. 2. Allgemeine Erläuterungen Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den generellen Ansatz- und Bewertungsvorschriften des HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt worden. Der Jahresabschluss ist entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt. Im Interesse einer größeren Klarheit und Übersichtlichkeit sind die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr beibehalten worden. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen bewertet. Als Nutzungsdauer werden drei bis fünf Jahre unterstellt. Bei Zugängen im Geschäftsjahr wird die Abschreibung für das Jahr der Anschaffung zeitanteilig nach Monaten berücksichtigt. Angefangene Monate werden in vollem Umfang einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen. Im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung werden die Abschreibungen monatsgenau vorgenommen (pro rata temporis). Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 werden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Die Anschaffungswerte werden im Anlagenspiegel nicht fortgeführt und als Abgang ausgewiesen. Allgemeine Zuschüsse werden von den Anschaffungskosten des Wirtschaftsguts abgezogen, soweit sie diesem zuzurechnen ist. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Diese umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten und den Abschreibungen auch die angemessenen Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Für Bestandsrisiken werden ausreichende Abschläge gebildet. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt verlustfrei. Vom Wahlrecht gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen offen von den Vorräten abzusetzen, wird Gebrauch gemacht. Ihr Ansatz erfolgt zum Nennwert. Die geleisteten Anzahlungen, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert ausgewiesen. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Steuerrückstellungen enthalten die noch nicht veranlagten Steuern des Geschäftsjahres. Die übrigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Im Zinsergebnis werden ausschließlich die auf das Geschäftsjahr entfallenden Zinsanteile aus der Aufzinsung von Rückstellungen ausgewiesen. Erträge und Aufwendungen aufgrund Änderungen des Rechnungszinssatzes oder einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit der Verpflichtung werden im operativen Ergebnis erfasst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichttag bewertet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. Latente Steuern werden gemäß § 274 Abs. 1 HGB gebildet, sofern sich insgesamt eine zukünftige Steuerbelastung ergibt. 4. Erläuterungen zur Bilanz a) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachstehenden Anlagenspiegel dargestellt:
b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von EUR 200,00 (Vorjahr EUR 200,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. c) Eigenkapital Im Bilanzgewinn in Höhe von EUR 11.915.463,95 ist ein Gewinnvortrag von EUR 10.573.371,88 enthalten. d) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind im nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 1.648 (Vj. TEUR 2.229) durch eigene Sicherheiten in Form von Sicherungsübereignung des Warenlagers, diverser Gegenstände und der Abtretung der Kundenforderungen besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen in der Regel branchenübliche Eigentumsvorbehalte.
e) Latente Steuern Das Gebot zur Bildung passiver latenter Steuern nach § 274 Abs.1 HGB wird beachtet. Sofern zugleich aktive latente Steuern entstehen, werden diese bis zur Höhe der passiven latenten Steuern verrechnet.
Die aktiven latenten Steuern resultieren aus der höheren Bewertung von Rückstellungen in der Handelsbilanz im Vergleich zur Steuerbilanz. Die passiven latenten Steuern entstehen aufgrund von höheren Abschreibungen in der Steuerbilanz sowie der Bewertung der Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag in der Handelsbilanz. Die Bewertung latenter Steuern erfolgt mit einem Steuersatz von 29,1%. f) Fremdwährungsumrechnung Die im Jahresabschluss enthaltenen Posten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. g) Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft hat die Mithaftung für Investitionsdarlehen der Gesellschafterin übernommen. Das Haftungsvolumen ist begrenzt und beträgt zum 31.12.2023 EUR 3.230.683,01 (Vorjahr TEUR 3.265). Die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten müssen über die Pachtzahlungen der Gesellschaft beglichen werden. Insoweit ist unter dem Gesichtspunkt des § 285 Nr. 27 HGB für die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit die Bonität der EPflex Feinwerktechnik GmbH originär maßgebend. Daher entfällt die Angabepflicht an dieser Stelle. Die Einschätzung über die Entwicklung des Unternehmens kann dem Lagebericht entnommen werden. Außerdem hat die Gesellschaft eine selbstschuldnerische Bürgschaft für ein Investitionsdarlehen einer nahestehenden Person übernommen. Das Haftungsvolumen ist begrenzt und beträgt zum 31.12.2023 EUR 750.000,00 (Vorjahr TEUR 750). Auch hier werden die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten über die Pachtzahlungen der Gesellschaft beglichen. Insoweit ist unter dem Gesichtspunkt des § 285 Nr. 27 HGB für die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit die Bonität der EPflex Feinwerktechnik GmbH originär maßgebend. Daher entfällt die Angabepflicht an dieser Stelle. Die Einschätzung über die Entwicklung des Unternehmens kann dem Lagebericht entnommen werden. 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung a) Aufwendungen und Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 37.165,84 (Vorjahr EUR 134.932,72). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 40.240,27 (Vorjahr EUR 44.578,33) ausgewiesen. b) Personalaufwand In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 122.696,79 (Vorjahr EUR 114.087,01) enthalten. c) Zinsen und ähnliche Aufwendungen In dieser Position sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 478,00 (Vorjahr EUR 292,00) sowie Zinsen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 12.151,80 (Vorjahr EUR 19.114,32) enthalten. d) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen aus der Veränderung der latenten Steuern in Höhe von EUR 46.400,00 (Vorjahr EUR 108.740,00) enthalten. 6. Sonstige Angaben und Erläuterungen a) Personalentwicklung Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 388 Mitarbeiter beschäftigt. Diese lassen sich wie folgt aufgliedern:
b) Organe der Gesellschaft Die Geschäftsführung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 oblag Herrn Dr. Johannes Uihlein und Herrn Georg Uihlein. c) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Für das Betriebsanwesen bestehen langfristige Mietverträge, für die bis auf Weiteres ein jährlicher Mietaufwand von TEUR 1.396 zu leisten ist. Daneben bestehen finanzielle Verpflichtungen aus weiteren branchenüblichen Miet- und Leasingverträgen für bewegliche Wirtschaftsgüter. Diese betragen für das Jahr 2024 voraussichtlich TEUR 372. Die finanziellen Verpflichtungen von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren betragen hierfür voraussichtlich TEUR 453. Finanzielle Verpflichtungen aus Einkaufsrahmenverträgen bestehen zum Stichtag im Umfang von TEUR 5.111. Die Laufzeiten der Rahmenverträge betragen in der Regel ein Jahr, können aber auch bis zu drei Jahre abgeschlossen sein. Zum Bilanzstichtag bestanden darüber hinaus keine außerbilanziellen Geschäfte mit einem möglichen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, über die gemäß § 285 Nr. 3 HGB zu berichten gewesen wäre. d) Organbezüge Die Angabe der Bezüge der Organmitglieder entfällt unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. e) Art und Zweck von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften Es bestehen Konsignationslagervereinbarungen mit Lieferanten zur Sicherstellung der jeweiligen Lieferfähigkeit. f) Bewertungseinheiten Zur Absicherung von regelmäßig zu erwartenden Umsatzgeschäften in USD werden USD-Terminverkäufe abgeschlossen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete USD-Umsätze abdecken. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet, d.h. bei der antizipativen Absicherung erfolgt keine Bewertung der geschlossenen Absicherungsgeschäfte zum Stichtag. Zum Stichtag bestehen solche Absicherungen in Höhe von TUSD 50. g) Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das aufgeschlüsselte Gesamthonorar des Abschlussprüfers wird der Wirtschaftsprüferkammer gemäß § 288 Abs. 2 S. 2 HGB auf schriftliche Anforderung übermittelt werden. h) Geschäfte mit nahe stehenden Personen Angaben zu Geschäften mit nahe stehenden Personen gemäß § 285 Nr. 21 HGB in Verbindung mit § 288 Abs. 2 Satz 3 HGB sind keine zu machen. i) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres liegen nicht vor. j) Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.342.092,07 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 10.573.371,88 als Bilanzgewinn in Höhe von EUR 11.915.463,95 auf neue Rechnung vorzutragen.
Dettingen, den 25. Juni 2024 gez. Dr. Johannes Uihlein, Geschäftsführer gez. Georg Uihlein, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 09.12.2024 festgestellt. In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde von dem von uns beauftragten Wirtschaftsprüfer der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die EPflex Feinwerktechnik GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der EPflex Feinwerktechnik GmbH, Dettingen an der Erms, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der EPflex Feinwerktechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Würzburg, 21. November 2024 gez. Kruse, Wirtschaftsprüfer Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht (§ 328 Abs. 1 Nr. 1 HGB). |
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