Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 12091
Vorher
Typofol Döbeln GmbH
Eingetragen
17.10.1990
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Die Herstellung und/ oder der Vertrieb von -Prägefolien; -Maschinen, Werkzeugen und Vorrichtungen zur Herstellung und Verarbeitung von Prägefolien -verwandten Erzeugnissen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Ivo Kionka
seit 4.2.2021
Geschäftsführer
Katja Meißner
seit 4.2.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

KURZ INTERNATIONAL HOLDING GmbH
Germany
50.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG

Fürth

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.02.2021 bis zum 31.01.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell des Konzerns

Der Konzernabschluss der LEONHARD KURZ Stiftung & Co. KG zum 31.01.2022 umfasst neben der Muttergesellschaft 15 inländische und 37 ausländische Konzernunternehmen.

Die Tätigkeitsbereiche der konsolidierten Unternehmen erstrecken sich analog Vorjahr im Wesentlichen auf die Herstellung und den Vertrieb von Prägefolie sowie von Prägemaschinen und Prägewerkzeugen auf den jeweiligen Binnenmärkten der einzelnen Vertriebsorganisationen. Die einbezogenen wesentlichen Produktionsgesellschaften LEONHARD KURZ Stiftung & Co. KG, Fürth/Deutschland, KURZ TYPOFOL GmbH, Fürth/Deutschland, Baier GmbH + Co KG Maschinenfabrik, Fürth/Deutschland, Hinderer + Mühlich GmbH & Co. KG, Göppingen/Deutschland, Isimat GmbH Siebdruckmaschinen, Ellwangen (Jagst)/Deutschland, SCRIBOS GmbH, Heidelberg/Deutschland, KURZ Transfer Products L.P., Huntersville/Vereinigte Staaten von Amerika, KURZ PRODUCTION (Malaysia) SDN. BHD./Malaysia, KURZ Stamping Techn. (Hefei) Co. Ltd./China, OVD Kinegram AG, Zug/Schweiz, Burg Design GmbH, Haidershofen/Österreich und Schöfer GmbH, Schwertberg/Österreich vertreiben ihre Produkte weltweit. Mit der weltweiten Präsenz wird eine insgesamt führende Wettbewerbsposition eingenommen. Bei einer Vielzahl von Produkten und unterschiedlichen Branchen ist dabei deren Einfluss begrenzt.

Ziel der KURZ-Gruppe ist auch weiterhin in sämtlichen Produktbereichen und Märkten eine führende Position einzunehmen. Die Gruppe wird dazu an der Reinvestition eines deutlichen Anteils vom Ertrag in den Kundennutzen und die Innovationskraft seiner Produkte und Fertigungsverfahren festhalten.

Forschung und Entwicklung

Ein Schlüssel des Konzerns zum Ausbau und zur Festigung der erreichten Marktposition ist der Faktor Innovation. Im Zentrum unserer Innovationsbemühungen stand und wird immer der Kundennutzen stehen. Infolgedessen entwickelt der Konzern im Sinne des Kunden innovative Produkte von höchster Qualität.

Die Unternehmensgruppe unterhält deshalb eine leistungsfähige Entwicklungsabteilung. Zu den F&E-Aktivitäten gehören regelmäßig

Grundsatzentwicklungen

Verfahrensentwicklungen

Kundenprojektbezogene Entwicklungsprojekte

Es ist seit langer Zeit unveränderte Geschäftspolitik, einen deutlichen Anteil am Umsatz in F&E-Projekte zu reinvestieren.

Ziel der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Konzern ist es, die bestehende Produktpalette qualitativ weiterzuentwickeln und dem Kunden neue innovative Produkte anzubieten.

Die F&E-Abteilung unterstützt dabei erfolgreich die Qualitätssicherungs-Einrichtungen und Prozesse im Unternehmen.

Das Intellectual Property des Konzerns ist durch ein Patentportfolio abgesichert und wird ständig weiterentwickelt.

Wirtschaftsbericht

Mit der Systemleistung "Folie" wird eine Vielzahl von Branchen und Industrien von uns beliefert. Zur Entwicklung der geographischen Märkte, in welchen wir unsere Produkte verkaufen, lassen sich folgende grundlegende Tendenzen darlegen:

Die Weltwirtschaft erholte sich im Berichtsjahr deutlich von der Corona-Krise, allerdings nicht überall gleich schnell. Trotz erneuter Pandemiewellen lag das globale Wachstum des realen BIP im Jahr 2021 bei 6,2 %, verglichen mit einer Jahreswachstumsrate 2020 von -3,1 %. Die konjunkturelle Belebung war vor allem darauf zurückzuführen, dass die Wirtschaft in den einzelnen Ländern wieder hochgefahren wurde, die Impfquoten weiter zunahmen und zeitnah Unterstützungsmaßnahmen ergriffen wurden. Zugleich bremsten Angebotsengpässe das Wachstum. Die Erholung war zwar weltweit zu verzeichnen, jedoch in den einzelnen Ländern unterschiedlich stark ausgeprägt. So verlief der Aufschwung in den Industrieländern kräftiger und in den meisten Schwellenländern eher moderat, denn dort war die Verfügbarkeit von Impfstoffen begrenzter und der Spielraum für Unterstützungsmaßnahmen geringer. Zudem verlangsamte sich das globale Wirtschaftswachstum gegen Jahresende, da eine weitere Infektionswelle erneute Einschränkungen mit sich brachte und die Angebotsengpässe fortbestanden (Quelle: Europäische Zentralbank, Jahresbericht 2021).

Auch der Welthandel belebte sich wieder deutlich, wenngleich sich die Dynamik in der zweiten Jahreshälfte abschwächte. Zunächst stieg die globale Nachfrage vor allem im Zusammenhang mit dem privaten Verbrauch und dort hauptsächlich bei den Konsumgütern und weniger bei den stärker von pandemiebedingten Beschränkungen betroffenen Dienstleistungen (z. B. Verkehr und Tourismus). Im zweiten Halbjahr überschritt der Warenhandel sein Vorkrisenniveau, auch wenn das Wachstumstempo durch fortbestehende Lieferengpässe gedrosselt wurde. Beim Handel mit kontaktintensiveren Dienstleistungen verlief der Aufschwung langsamer und im Einklang mit der allmählichen Lockerung der Beschränkungen. Hier wurde das Vorpandemieniveau im Berichtszeitraum noch nicht wieder erreicht (Quelle: Europäische Zentralbank, Jahresbericht 2021).

Das allgemeine Preisniveau stieg 2021 weltweit deutlich an. Dies galt sowohl für die Gesamtinflation als auch für einzelne Messgrößen der Teuerung, etwa die Inflation ohne Energie und Nahrungsmittel. In den Mitgliedstaaten der OECD erhöhte sich die Gesamtinflation auf 6,6 % und die Inflation ohne Energie und Nahrungsmittel auf 4,6 %. Ausschlaggebend hierfür war in den meisten Ländern die Verteuerung von Energie und sonstigen Rohstoffen. Diese ergab sich wiederum aus dem pandemiebedingten Mismatch zwischen beschränktem Angebot und kräftig anziehender Nachfrage. In den Vereinigten Staaten, wo das reale BIP im zweiten Quartal 2021 wieder das Vorkrisenniveau erreichte, verstärkte sich der Inflationsdruck besonders und entfaltete gegen Jahresende eine breitere Wirkung. Auch in einigen Schwellenländern war der Inflationsdruck auf breiterer Front spürbar (Quelle: Europäische Zentralbank, Jahresbericht 2021).

Das reale BIP im Euroraum stieg im Jahr 2021 um 5,3 %, nachdem noch im Vorjahr mit 6,4 % der größte jemals beobachtete Rückgang verzeichnet worden war. Dabei war die Wachstumsdynamik weiterhin sehr stark vom Verlauf der Covid-19-Pandemie sowie von einer erhöhten, wenngleich abnehmenden wirtschaftlichen Unsicherheit geprägt. Im ersten Quartal 2021 wurde das Wachstum noch durch Lockdown-Maßnahmen und Reisebeschränkungen gebremst, die sich vor allem auf den Dienstleistungssektor negativ auswirkten. Die wirtschaftliche Erholung nahm ihren Anfang im Industriesektor. Dort waren allgemein hohe Wachstumsraten zu verzeichnen. Mit dem Wiederhochfahren der Volkswirtschaften und der Lockerung von Beschränkungen im Lauf des zweiten und dritten Quartals begann der Dienstleistungssektor an die Entwicklung in der Industrie anzuknüpfen. Damit war der Weg für einen breiter angelegten Aufschwung geebnet. Allerdings zog die weltweite Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte außergewöhnlich stark an und führte an mehreren Märkten zu einem Mismatch zwischen Angebot und Nachfrage. Die Folge war unter anderem ein abrupter Anstieg der Energiekosten, der - zusammen mit einer neuerlichen Verschlimmerung der Pandemielage - die Erholung bremste und für erhöhten Inflationsdruck sorgte (Quelle: Europäische Zentralbank, Jahresbericht 2021).

Im Geschäftsjahr 2021 konnte ein Umsatz von M€ 899,2 erreicht werden, der einem Anstieg von 13,7 % entspricht.

Umsatz nach Tätigkeitsbereichen 31.01.2022 Vorjahr
in M€ in M€
Umsatzerlöse Folien 845,9 739,1
Umsatzerlöse Maschinen, übrige 53,3 52,0
Gesamt 899,2 791,1
Umsatz nach Regionen 31.01.2022 Vorjahr
in T€ in T€
Inland 121,8 123,9
Europa 347,7 305,1
Übrige Länder 429,7 362,1
Gesamt 899,2 791,1

Das EBIT lag mit M€ 95,5 über dem Vorjahr und über dem von uns erwarteten Niveau. Der Jahresüberschuss lag mit M€ 76,1 über dem Niveau des Vorjahres. Der Anstieg beim EBIT sowie Jahresüberschuss resultiert insbesondere aus einem Umsatzanstieg nach der Corona-Pandemie. Über alles lag die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2021 deutlich über unseren Erwartungen. Im Durchschnitt beschäftigte die KURZ-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr 5.631 Mitarbeiter. Dies waren 71 mehr als im Vorjahr. Erwartungsgemäß erhöhten sich die Personalkosten auch durch das noch im Vorjahr in Anspruch genommene Kurzarbeitergeld gegenüber dem Vorjahr um 11,0 %. Bei höheren Umsatzerlösen und den gestiegenen Personalkosten war die Personalquote leicht unter dem Vorjahresniveau.

Die Investitionstätigkeit lag mit M€ 62,5 leicht unter dem Vorjahresniveau. Daraus vorhandene Investitionsverpflichtungen für Sachanlagen sind unwesentlich.

Die KURZ-Gruppe ist weltweit an den Standorten ein attraktiver Arbeitgeber. Die KURZ-Gruppe bindet und motiviert Mitarbeiter durch angepasste Vergütungsprogramme, weit reichende Fortbildungsmöglichkeiten und ein Unternehmensklima der Offenheit und Herausforderung. Es ist weiter unser Ziel der attraktivste Arbeitgeber der Branche zu sein, um mit den besten Mitarbeitern unseren Kunden einen Mehrwert gewährleisten zu können.

Umweltaspekten messen wir eine hohe Bedeutung zu und stärken seit Jahren unsere Nachhaltigkeitsanstrengungen. Die KURZ-Gruppe ist nach ISO 14001 zertifiziert. Unsere Bemühungen zur Erhaltung der natürlichen Ressourcen und Vermeidung von unnötigem Energieverbrauch und Ausstoß von schädlichen Neben- und Abfallprodukten gehen weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen ist für uns selbstverständlich.

Insgesamt half die Flexibilität des Unternehmens, die Kundenanforderungen im globalen Wettbewerb gut zu bedienen und gleichzeitig die Synergien aus dem vollumfänglichen Produktportfolio zu nutzen. Das in Vorjahren initiierte Programm zur Innovations- und Produktivitätssteigerung trägt Früchte und wurde erfolgreich weitergeführt.

Ertragslage des Konzerns

Eckdaten der Gewinn- und Verlustrechnung sind:

2021 2020
Umsatzerlöse 899,2 M€ 791,1 M€
EBIT 95,5 M€ 71,1 M€
Jahresüberschuss 76,1 M€ 53,2 M€
ROC 9,2 % 7,6 %

Der Konzernumsatz stieg um 13,7 % von M€ 791,1 auf M€ 899,2.

Durch die globale Präsenz der KURZ-Gruppe mit den internationalen Produktionsstandorten (Deutschland, Schweiz, Österreich, Malaysia, USA und China) können den Kunden weltweit attraktive Foliensystemlösungen angeboten werden. Das EBIT erhöhte sich von M€ 71,1 in 2020 auf M€ 95,5 im Geschäftsjahr 2021.

Der Jahresüberschuss lag mit M€ 76,1 im abgelaufenen Geschäftsjahr über dem Niveau des Vorjahres.

Beim EBIT handelt es sich um das Ergebnis vor dem Finanzergebnis sowie vor Steuern. Der RoC beschreibt das Verhältnis des Erfolges zum Eigenkapital und Interest Bearing Debts.

Die Auftragslage ist überwiegend durch kurzfristiges Geschäft geprägt, dem mit entsprechender Flexibilität und Lieferbereitschaft entsprochen wird.

Vermögens- und Finanzlage des Konzerns

Ausgewählte Daten zur Vermögens- und Finanzlage der Kurz Gruppe:

Angaben in M€ 2021 2020
Bilanzsumme 1.225,4 1.138,8
Forderungen L+L 129,8 117,7
Schecks, Kasse, Bankguthaben 231,9 241,2
Vorräte 252,6 190,8
Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig - 165,4 160,0
Eigenkapital 831,6 717,7

Die Bilanzsumme der KURZ-Gruppe lag 2021 mit M€ 1.225,4 über dem Niveau des Vorjahres (M€ 1.138,8).

Bei den Aktiva erhöhten sich die immateriellen Vermögenswerte um M€ 10,5, die Vorräte um M€ 61,8 und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um M€ 12,1. Die flüssigen Mittel verringerten sich um M€ 9,2. Bei den Passiva erhöhte sich im Geschäftsjahr das Eigenkapital um M€ 113,9 im Wesentlichen durch die erzielten Ergebnisse des Konzerns, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Zudem verringerten sich die langfristigen Darlehen um M€ 20,5 sowie die langfristigen Rückstellungen um M€ 26,6. Sonstige Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Die Finanzierung des Konzerns erfolgt hauptsächlich aus dem operativen Cash Flow ergänzt um Projektfinanzierungen durch überwiegend klassische zinstragende Finanzinstrumente auf Euro-Basis. Der durchschnittliche Zinssatz der Euro-Darlehen von Dritten liegt bei 0,64 % p. a. (Vorjahr: 0,66 % p. a.).

Zusammen mit der guten Eigenkapitalquote war der Konzern jederzeit fähig seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die theoretische Tilgungsdauer der Schulden (Interest Bearing Dept / EBITDA) beläuft sich zum Stichtag auf 0,52 Jahre. Liquiditätsengpässe sind nicht erkennbar.

Die Entwicklung der Liquidität des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich folgendermaßen dar:

Konzern Cash Flow in M€ 2021 2020
Cash u. ähnl. Bestände VJ 241,1 164,7
CF aus Geschäftstätigkeit 81,4 130,7
CF aus Investitionstätigkeit -61,1 -61,6
CF aus Finanzierungstätigkeit -38,6 11,1
Cash Flow gesamt -18,2 80,3
Kursdifferenzen im Cash-Bestand u.ä. 9,0 -3,8
Cash u. ähnl. Bestände GJ 231,9 241,1

Ein niedrigerer Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit und eine Rückführung von Fremdmitteln führten zu einem niedrigeren Cashbestand.

Risikomanagement bei Kurz

Die Geschäftspolitik des KURZ Konzerns ist darauf ausgerichtet, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kontinuierlich zu verbessern. Als international agierender Konzern ist das Unternehmen mit einer Vielzahl von möglichen Risiken konfrontiert. Das frühzeitige Erkennen von Risiken, ihre Kontrolle und Beherrschung sowie gleichzeitig die konsequente Wahrnehmung von unternehmerischen Chancen ist eine zentrale Aufgabe der Geschäftsleitung und aller Mitarbeiter.

Zur frühzeitigen Identifikation, zur Bewertung und zum angemessenen Umgang mit wesentlichen und bestandsgefährdenden Risiken wird ein angemessenes Risikomanagementsystem verwendet, das integraler Bestandteil des gesamten Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses ist.

Die Risikoausrichtung des Konzerns folgt dem Prinzip des Ausschlusses von bestandsgefährdenden Risiken unter Wahrung der Chancen.

KURZ ist regional und vom Produktportfolio so aufgestellt, dass die sich daraus ergebenden Chancen gut verwertet werden können. Generelle Marktchancen werden innerhalb eines jährlichen Planungsprozesses laufend erfasst und unterjährig verfolgt. Langfristige Chancen für profitables Wachstum werden im Strategieprozess identifiziert. Die aus unserer Sicht wahrscheinlichste Bewertung der Chancen ist Teil des nachfolgenden Ausblicks.

Geschäftsrisiken

Die weltweiten Märkte für einen Großteil unserer Produkte werden immer wettbewerbsintensiver, insbesondere hinsichtlich Preisbildung, Produkt- und Servicequalität, sowie Kundenservice. Die Ertragslage der KURZ-Gruppe wird ganz entscheidend davon abhängen, weiterhin qualitativ hochwertige, innovative und nachhaltige Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten und innerhalb sich ändernder Märkte flexibel und schnell zu reagieren. Deshalb haben weiterhin Qualitätsorientierung, Kundenservice und Kundenbindung oberste Priorität im Konzern.

Personalrisiken

Für den zukünftigen Erfolg wird mitentscheidend sein, weiterhin hochqualifizierte Mitarbeiter an das Unternehmen binden zu können. Dies soll durch angemessene Entlohnung, weiterbildende Maßnahmen und eine fördernde und fordernde Unternehmenskultur sichergestellt werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Dem Forderungsausfallrisiko wird sowohl durch eine angemessene Prüfung der Kundenbonität Rechnung getragen als auch durch die partielle Besicherung von Forderungen im Rahmen einer Warenkreditversicherung.

Durch die internationale Geschäftstätigkeit ist die KURZ-Gruppe auch Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Wo dies angebracht und notwendig erscheint, werden Fremdwährungsgeschäfte kursgesichert. Im Übrigen wird auf den Anhang verwiesen.

Gesamtrisikoausblick

Der Ausblick für das Wachstum der Weltwirtschaft ist verhalten, wobei das globale reale BIP (ohne Euroraum) im laufenden Jahr um 2,9 %, im Jahr 2023 um 3,0 % und 2024 um 3,4 % steigen dürfte. Insgesamt wird erwartet, dass die Weltwirtschaft in diesem und im nächsten Jahr mit einer geringfügig unter dem langfristigen Durchschnitt liegenden Rate wachsen wird, da sich die Konjunktur sowohl in den Industrie- als auch den Schwellenländern verlangsamt. Gegenüber den Projektionen vom Juni 2022, die Expertinnen und Experten des Eurosystems erstellt haben, wurde das Wachstum des globalen realen BIP (ohne Euroraum) für 2022 um 0,1 Prozentpunkte, für 2023 um 0,4 Prozentpunkte und für 2024 um 0,2 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Diese Abwärtskorrektur der Wachstumsannahmen im Projektionszeitraum ist vor allem auf die Eintrübung der Aussichten in China und den Vereinigten Staaten zurückzuführen. Im Vereinigten Königreich dürfte der kräftige Anstieg der Energiepreise die Konjunktur schwer belasten, die den Erwartungen zufolge ab dem Jahreswechsel schrumpfen wird. Die Abwärtskorrekturen für das Wachstum im laufenden Jahr wurden teilweise dadurch kompensiert, dass die Rezession in Russland etwas milder ausgefallen ist als angenommen und die russische Wirtschaft die Sanktionen bislang besser verkraftet hat als ursprünglich gedacht. Darüber hinaus hat sich die Konjunktur in einigen großen Schwellenländern wie Brasilien, Mexiko und der Türkei dynamischer entwickelt als erwartet (Quelle: Europäische Zentralbank, Wirtschaftsbericht Ausgabe 6/2022).

Aus heutiger Sicht ist auch angesichts hoher Unsicherheit durch die Corona-Pandemie und die Energiekrise der Bestand des Unternehmens nicht gefährdet. Bereits in den ersten Wellen der Corona-Pandemie konnte die KURZ-Gruppe die Belieferung ihrer Kunden sicherstellen. Mit den Erfahrungen wurde das Risiko- und Business Continuity Management weiterentwickelt.

Ausblick

Die hohe Inflation, restriktivere Finanzierungsbedingungen und die anhaltenden Lieferengpässe fordern ihren Tribut, denn die Konjunktur schwächt sich weltweit ab. Gemäß den von Fachleuten der EZB erstellten gesamtwirtschaftlichen Projektionen vom September 2022 ist der Ausblick für das Weltwirtschaftswachstum verhalten. Demnach wird das globale reale BIP (ohne Euroraum) im laufenden Jahr um 2,9 %, im Jahr 2023 um 3,0 % und 2024 um 3,4 % steigen. Dieser Ausblick ist schwächer als in den Projektionen von Fachleuten des Eurosystems vom Juni 2022 angenommen. Er impliziert, dass die Weltwirtschaft in diesem und im nächsten Jahr geringfügig hinter ihrem langfristigen Durchschnittswachstum zurückbleiben wird, da sich die Konjunktur sowohl in den Industrie- als auch den Schwellenländern verlangsamt. Verhaltenere Aussichten für die Nachfrage und eine verbesserte Angebotslage haben dazu beigetragen, den Druck in den Lieferketten zu mindern, wenngleich er nach wie vor vorhanden ist. Der Ausblick für den Welthandel und die Auslandsnachfrage im Euro-Währungsgebiet hat sich gegenüber den Projektionen vom Juni ebenfalls eingetrübt. Der globale Preisdruck bleibt angesichts der Preissprünge an den Rohstoffmärkten, der anhaltenden Lieferengpässe sowie der immer noch relativ robusten Nachfrage und der angespannten Arbeitsmärkte breit angelegt und auf erhöhtem Niveau. Mit der Stabilisierung der Rohstoffmärkte und der Abschwächung des Wachstums dürfte sich der Druck jedoch zurückbilden. In einem von hoher Unsicherheit geprägten Umfeld sind die Risiken in Bezug auf die Basisprojektionen für das globale Wirtschaftswachstum insgesamt abwärtsgerichtet und für den weltweiten Preisdruck aufwärtsgerichtet (Quelle: Europäische Zentralbank, Wirtschaftsbericht Ausgabe 6/2022).

Das Wirtschaftswachstum im Euro-Währungsgebiet belief sich im zweiten Quartal 2022 auf 0,8 %. Dieser Anstieg war vor allem auf die dynamische Entwicklung im Dienstleistungssektor zurückzuführen, da die Aufhebung pandemiebedingter Einschränkungen die Konsumausgaben für kontaktintensive Dienstleistungen stützte. Der Reiseverkehr nahm zu, was insbesondere den Ländern mit einer großen Tourismusbranche zugutekam. Dagegen litt das verarbeitende Gewerbe unter den hohen Energiekosten, der Drosselung der Gaslieferungen und den anhaltenden, wenn auch rückläufigen Lieferengpässen. Mit Blick auf die Zukunft werden sich die wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine weiter ausbreiten und für eine weitere Eintrübung der Aussichten für das Eurogebiet sorgen. Für das dritte Quartal wird mit einer spürbaren Abschwächung der Wirtschaftstätigkeit gerechnet. Während das Wirtschaftswachstum im Euroraum in den Sommermonaten noch vom dynamischen Tourismussektor getragen wurde, lassen die vom Wiederhochfahren der Wirtschaft ausgehenden Impulse nun nach. Hinzu kommt, dass die hohe Inflation und die fortbestehende Unsicherheit, insbesondere im Zusammenhang mit den Störungen der Gasversorgung und den allgemeinen geopolitischen Auswirkungen eines lang anhaltenden Krieges, alle Wirtschaftszweige belasten. Auch im Winter 2022/2023 dürften diese Faktoren die Konjunktur im Euroraum beeinträchtigen. Positiv ist anzumerken, dass die finanzpolitischen Maßnahmen zur Abfederung der Folgen des Energiepreisanstiegs, die insgesamt robuste Entwicklung an den Arbeitsmärkten sowie die akkumulierten Ersparnisse der Wirtschaftstätigkeit Auftrieb verleihen sollten. Auf mittlere Sicht dürfte sich das Wirtschaftswachstum im Eurogebiet allmählich erholen, wenn der Energiemarkt zu einem Gleichgewicht zurückfindet, die Unsicherheit nachlässt, die Lieferengpässe sich auflösen und die Realeinkommen steigen.

Diese Einschätzung deckt sich weitgehend mit den gesamtwirtschaftlichen Euroraum-Projektionen von Fachleuten der EZB vom September 2022, denen zufolge das jährliche Wachstum des realen BIP im laufenden Jahr bei 3,1 %, im kommenden Jahr bei 0,9 % und 2024 bei 1,9 % liegen wird. Gegenüber den Projektionen des Eurosystems vom Juni 2022 wurden die Aussichten für 2022 nach oben und für 2023 sowie 2024 nach unten korrigiert (Quelle: Europäische Zentralbank, Wirtschaftsbericht Ausgabe 6/2022).

In den Vereinigten Staaten schrumpfte das reale BIP im zweiten Quartal 2022 erneut, da die Ausgaben der privaten Haushalte und die Investitionen sanken. Steigende Hypothekenzinsen sowie ein hoher Kostendruck führten zu einer Verringerung der Wohnungsbauinvestitionen, was auch am weiteren Rückgang der Baubeginne zu erkennen war. Die privaten Konsumausgaben schwächten sich ab, da das Verbrauchervertrauen sank und sich durch die hohen Teuerungsraten das real verfügbare Einkommen verringerte. Mit Blick auf die nähere Zukunft dürfte das Wachstum des realen BIP ab dem dritten Quartal wieder positive Werte aufweisen, insgesamt jedoch verhalten bleiben. Die Gesamtinflation gab im Juli stärker nach als erwartet, nachdem sie sich im Juni noch beschleunigt hatte. Die jährliche am VPI (Verbraucherpreisindex) gemessene Gesamtteuerungsrate sank im Juli infolge der rückläufigen Energiepreise auf 8,5 %, während die Kernrate unverändert bei 5,9 % lag (Quelle: Europäische Zentralbank, Wirtschaftsbericht Ausgabe 6/2022).

Die chinesische Wirtschaft nahm zwar im Juni 2022 wieder Fahrt auf, doch geriet die Erholung im Juli erneut ins Stocken. Im zweiten Quartal 2022 kam es zu einem Konjunkturrückgang, nachdem aufgrund von Corona-Ausbrüchen in wichtigen Provinzen strikte Eindämmungsmaßnahmen im Rahmen der chinesischen Null-Covid-Strategie verhängt worden waren. In der zweiten Jahreshälfte dürfte die Wirtschaft wieder in den Wachstumsbereich zurückkehren. Dies gilt unter der Annahme, dass die politischen Stützungsmaßnahmen ausgeweitet werden und nur wenige Corona-Ausbrüche zu verzeichnen sind. Dementsprechend wurde der Wachstumsausblick für China verglichen mit den Juni-Projektionen für das laufende Jahr deutlich und für den übrigen Projektionszeitraum etwas weniger stark nach unten revidiert. Der Preisauftrieb auf der Verbraucherstufe fällt in China indes weiterhin moderat aus (Quelle: Europäische Zentralbank, Wirtschaftsbericht Ausgabe 6/2022).

In Japan schwenkte die Konjunktur - gestützt durch das Wiederhochfahren der Wirtschaft - auf einen Erholungspfad ein. Nach der wirtschaftlichen Kontraktion im ersten Jahresviertel 2022 belebte sich die Konjunktur im zweiten Quartal wieder. Triebfeder war eine Erholung der Inlandsnachfrage, nachdem die Corona-Beschränkungen gelockert worden waren. Es wird erwartet, dass sich die moderate wirtschaftliche Erholung fortsetzt. Die jährliche VPI-Teuerungsrate wird den Projektionen zufolge im laufenden Jahr oberhalb der Zielmarke der japanischen Notenbank von 2 % bleiben und in der Folgezeit unter diesen Wert sinken (Quelle: Europäische Zentralbank, Wirtschaftsbericht Ausgabe 6/2022).

Im Vereinigten Königreich dürfte sich die Wachstumsdynamik weiter abschwächen, da der Rückgang des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte die Konsumausgaben belastet. Das Wachstum des realen BIP verlangsamte sich im zweiten Vierteljahr 2022 und dürfte in den kommenden Quartalen weiter abnehmen. Es ist davon auszugehen, dass die Wirtschaft angesichts der stark steigenden Teuerung - die noch weiter zulegen dürfte - zum Jahreswechsel hin allmählich schrumpfen wird. Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt angespannt, und der breit angelegte Lohndruck trägt zusätzlich zur anhaltend hohen Inflation im Land bei. Des Weiteren dürften die hohen Rohstoffnotierungen den Anstieg der Verbraucherpreise auch im restlichen Jahresverlauf weiter befördern (Quelle: Europäische Zentralbank, Wirtschaftsbericht Ausgabe 6/2022).

In Russland deuten die aktuellen Daten auf eine einsetzende Rezession hin, die allerdings nicht so gravierend ausfallen dürfte wie zuvor erwartet. Im zweiten Jahresviertel 2022 verringerte sich das reale BIP um 5,8 % gegenüber dem Vorquartal. Dies lässt darauf schließen, dass die erwartete Rezession in diesem Jahr weniger ausgeprägt sein wird als in den Projektionen des Eurosystems vom Juni 2022 angenommen. Die Wirtschaftsleistung dürfte dennoch deutlich zurückgehen, weil sowohl die Binnennachfrage als auch der Handel mit dem Ausland immer stärker unter den beispiellosen internationalen Sanktionen zu leiden haben. Die Sanktionsmaßnahmen haben zu höheren Importpreisen und Lieferunterbrechungen geführt, was wiederum einen Aufwärtsdruck auf die Teuerung zur Folge hatte. Allerdings wurde dieser Druck in jüngster Zeit durch eine Aufwertung des Rubel und eine schwächere Verbrauchernachfrage abgemildert (Quelle: Europäische Zentralbank, Wirtschaftsbericht Ausgabe 6/2022).

Unsere Geschäftsausweitung zielt auf organisches Wachstum, auch durch den Ausbau von Fertigungsstätten verbundener Unternehmen. Parallel bleiben wir Chancen aufgeschlossen. Diesen Weg werden wird mit dem Aufbau eines weiteren Produktionsstandortes in Asien weiter verfolgen. Kontinuierlich werden Programme zur Innovations- und Produktivitätssteigerung initiiert und umgesetzt.

Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir einen Umsatzanstieg von etwa 5-10 % bei deutlich steigenden Material- und Energieeinkaufspreisen und Personalkosten. In Summe erwarten wir eine deutliche Belastung des EBIT. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 planen wir aus heutiger Sicht eine kontinuierliche Ausweitung des Geschäfts.

Die Sachinvestitionen werden sich auf Vorjahresniveau bewegen.

Wie in den Vorjahren werden wir unsere finanzielle Unabhängigkeit wahren und streben an, Investitionen überwiegend aus Eigenmitteln zu finanzieren.

 

Fürth, den 11.11.2022

Leonhard Kurz Verwaltungs-Stiftung

gezeichnet

Walter Kurz, Vorstand

Peter Kurz, Vorstand

Konzernbilanz für das Geschäftsjahr 2021/2022

VERMÖGENSWERTE

Anmerkung im Anhang 31.01.22 31.01.21
in TEuro in TEuro
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen II.1 509.271 503.755
Immaterielle Vermögenswerte II.2 46.319 35.801
Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmer II.3 0 175
Sonstige finanzielle Vermögenswerte II.3 4.504 5.471
Sonstige Forderungen II.5 4.857 960
Latente Steuern III.6 20.377 21.334
Langfristige Vermögenswerte Gesamt 585.328 567.496
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte II.4 252.595 190.799
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen II.5 129.795 117.699
Sonstige Forderungen II.5 13.207 13.168
Steuerforderungen II.5 12.499 8.421
Flüssige Mittel II.6 231.930 241.173
Kurzfristige Vermögenswerte Gesamt 640.026 571.260
1.225.354 1.138.756

EIGENKAPITAL UND SCHULDEN

Anmerkung im Anhang 31.01.22 31.01.21
in TEuro in TEuro
Eigenkapital und sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital
Eigenkapital
Kommanditkapital L. Kurz Stiftung & Co. KG II.7 31.000 31.000
Rücklagen der Kommanditisten II.7 95.242 95.242
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital II.7 718.299 655.986
Übriges Eigenkapital II.7 -14.325 -65.900
830.216 716.328
Anteile anderer Gesellschafter am Kommanditkapital von Tochtergesellschaften II.7 1.386 1.395
1.386 1.395
Eigenkapital und sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital Gesamt 831.602 717.723
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen II.10 66 133
Langfristige Darlehen II.8 60.918 81.389
Latente Steuern III.6 5.900 5.146
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten II.11 20.039 16.823
Langfristige Rückstellungen II.9 39.982 66.546
Langfristige Schulden Gesamt 126.905 170.037
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen II.10 52.335 41.272
Kurzfristige Darlehen II.8 25.814 26.997
Sonstige Verbindlichkeiten II.11 165.360 160.032
Steuerverbindlichkeiten II.11 14.934 14.058
Kurzfristige Rückstellungen II.9 8.404 8.637
Kurzfristige Schulden Gesamt 266.847 250.996
1.225.354 1.138.756

Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021/2022

2021 / 2022 2020 / 2021
Anmerkung im Anhang in TEuro in TEuro
Umsatzerlöse III.1 899.233 791.060
Herstellungskosten III.2 -526.092 -466.957
Bruttoergebnis vom Umsatz 373.141 324.103
Forschungs- und Entwicklungskosten -50.674 -42.509
Vertriebskosten III.3 -131.329 -117.303
Allgemeine Verwaltungskosten III.3 -103.022 -94.814
sonstige betriebliche Erträge III.4 28.209 18.663
sonstige betriebliche Aufwendungen III.5 -20.846 -17.041
Operatives Ergebnis (EBIT) 95.479 71.099
Erträge aus Beteiligungen 4 4
Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 62 75
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.066 967
Wertminderungsaufwand auf finanzielle Vermögenswerte 0 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.913 -2.804
-1.781 -1.758
Ergebnis vor Steuern (EBT) 93.698 69.341
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag III.6 -17.633 -16.122
Konzernjahresüberschuss 76.065 53.219
davon auf andere Gesellschafter entfallender Anteil -34 3
davon auf den Konzern entfallender Anteil 76.097 53.216
Ergebnisverwendung 11.945 3.997
Konzernbilanzgewinn 64.154 49.219

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021/2022

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

1. Grundlagen

Die Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG, Schwabacher Str. 482, 90763 Fürth, Deutschland, hat den Konzernabschluss zum 31. Januar 2022 in Anwendung der Regelungen der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 i.V.m. § 315e Abs. 3 HGB nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und den damit verbundenen Auslegungen (SIC/IFRIC-Interpretationen), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Zusätzlich wurden die gemäß § 315e Abs. 3 HGB i.V.m. § 315e Abs. 1 HGB geltenden ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt.

Die Anforderungen der IFRS wurden vollständig erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses.

Der Tätigkeitsbereich der Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG erstreckt sich im Wesentlichen auf die Herstellung und den Vertrieb von Prägefolien sowie von Prägemaschinen und Prägewerkzeugen.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Fürth in Abt. A unter der Nr. 5526 eingetragen. Der Konzernabschluss zum 31. Januar 2022 wurde in Euro erstellt. Alle Beträge werden in Tausend Euro (T€) angegeben, soweit nichts Anderes vermerkt ist.

Die Bilanz ist nach Fristigkeiten gegliedert, die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. Auf der Grundlage des in IAS 1 enthaltenen Wahlrechts werden die ergebniswirksam erfassten Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt, während die Überleitung vom Periodenergebnis zum Gesamtergebnis über die erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen in einer separaten Gesamtergebnisrechnung gezeigt wird.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

2. Anwendung von neuen und geänderten Standards und Interpretationen

Der Konzernabschluss der Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG berücksichtigt alle bis zum 31. Januar 2022 verabschiedeten und verpflichtend anzuwendenden Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) und der damit verbundenen Auslegungen (SIC/IFRIC-Interpretationen).

Im laufenden Geschäftsjahr erstmals anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften:

Standards/Änderungen Bezeichnung
IFRS 4 Änderungen an IFRS 4 Insurance Contracts - deferral of IFRS 9
IFRS 16 Änderungen an IFRS 16 Leases: Covid-19-Related Rent Concession beyond 30 June 2021
diverse Standards Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 - Interest Rate Benchmark Reform: Phase 2

Die erstmalige Anwendung der Standards hatte keine bzw. nur unwesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Veröffentlichte, aber noch nicht angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Die nachfolgenden, vom IASB und vom IFRS Interpretations Committee veröffentlichten Rechnungslegungsverlautbarungen sind noch nicht verpflichtend anzuwenden. Die Anwendung dieser Standards, Interpretationen und Änderungen setzt voraus, dass die EU die teilweise noch ausstehende Anerkennung erteilt.

Standards / Interpretationen Beschreibung Anwendungspflicht * Übernahme durch EU Voraussichtliche Auswirkungen
IFRS 16 Änderungen an IFRS 16 Leases: Lease Liability in a Sale and Leaseback 1.1.2024 Nein keine wesentlichen
IAS 1 Änderungen an IAS 1 Presentation of Financial Statements: Classification of Liabilities as Current nor Non-Current 1.1.2023 Nein keine wesentlichen
IFRS 17 Insurance Contracts 1.1.2023 Ja keine wesentlichen
IAS 1 Änderungen an IAS 1 Presentation of Financial Statements and IFRS Practice Statement 2: Disclosure of Accounting Policies 1.1.2023 Ja keine wesentlichen
IAS 8 Änderungen an IAS 8 Accounting Policies: Definition of Accounting Estimates 1.1.2023 Ja keine wesentlichen
IAS 12 Änderungen an IAS 12 Income Taxes: Deferred Tax related to Assets and Liabilities arising from a single Transaction 1.1.2023 Ja keine wesentlichen
Diverse Standards Annual Improvements to IFRS Standards 2018-2020 1.1.2022 Ja keine wesentlichen
IFRS 3 Änderungen an IFRS 3: Business Combinations 1.1.2022 Ja keine wesentlichen
IAS 16 Änderungen an IAS 16: Property, Plant and Equipment 1.1.2022 Ja keine wesentlichen
IAS 37 Änderungen an IAS 37: Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets 1.1.2022 Ja keine wesentlichen

* ab diesem Stichtag oder für danach beginnende Berichtsperioden

3. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss einbezogen sind neben der Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen, bei denen die Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG die Möglichkeit zur Beherrschung dieser Gesellschaften gemäß IFRS 10 oder die gemeinsame Beherrschung zusammen mit anderen Parteien gemäß IFRS 11 und IAS 28 hat.

Beherrschung nach IFRS 10 liegt vor, wenn die Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG die Entscheidungsgewalt über die relevanten Prozesse besitzt, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist und in Folge der Entscheidungsmacht die Höhe dieser Rückflüsse beeinflussen kann.

Soweit Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures oder assoziierten Unternehmen aus Konzernsicht von untergeordneter Bedeutung sind, werden sie gemäß IFRS 9 bilanziert.

Mitte des Geschäftsjahres erwarb die Kurz International Holding GmbH 100% an der SCRIBOS GmbH, Heidelberg. Die Gesellschaft wird im Geschäftsjahr anteilig in den Konzernabschluß einbezogen. Durch diese Akquisition möchte der KURZ Konzern seinen Markt im Sicherheitsbereich weiter ausweiten.

Die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden stellen sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt
in T€
Entwicklungskosten 694
Übriges Anlagevermögen 3.020
Vorräte 2.228
Forderungen 2.378
Zahlungsmittel 2.389
Vermögenswerte 10.709
Verbindlichkeiten 5.653
Rückstellungen 1.494
Schulden 7.147
Nettovermögen 3.562
Geschäfts- oder Firmenwert 10.077
Gegenleistung in Zahlungsmittel 13.639

Der beizulegende Zeitwert der Forderungen beinhaltet keine Vertragsforderungen. Uneinbringliche Forderungen liegen nicht vor. Der entstandene Geschäfts- oder Firmenwert von 10.077 T€ ist größtenteils nicht steuerlich abzugsfähig.

Der Beitrag der SCRIBOS GmbH zum Konzernumsatz betrug 5.920 T€, der Beitrag zum Konzernüberschuss -164 T€. Im Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss sind keine Transaktionskosten angefallen, die als Aufwand behandelt wurden. Zum Erwerbszeitpunkt ergab sich kein wesentlicher Unterschied zwischen Bruttobetrag der vertraglichen Forderungen und den beizulegenden Zeitwerten.

Außerdem wurden 2 Gesellschaften im Geschäftsjahr neu gegründet. Beide Gesellschaften werden vollkonsolidiert.

Die Abschlüsse der im Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen haben einen mit der Konzernmutter übereinstimmenden Abschlussstichtag.

Eine vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes der Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG findet sich in Abschnitt V. Ergänzende Angaben.

4. Konsolidierungsgrundsätze

Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Für erstmals im Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen wird für die Kapitalkonsolidierung die Befreiungsvorschrift nach IFRS 1.D15 angewendet.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte dabei für diese Tochterunternehmen nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte des Mutterunternehmens mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung bzw. für neu erworbene Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Ein danach verbleibender Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Gemäß HGB vorgenommene planmäßige Abschreibungen von Geschäfts- oder Firmenwerten wurden beim Übergang auf IFRS nicht rückgängig gemacht. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden regelmäßig auf eine Wertminderung hin überprüft. Negative Unterschiedsbeträge, die aus der Kapitalkonsolidierung zum Erwerbszeitpunkt entstehen, werden sofort erfolgswirksam aufgelöst.

Unternehmenszusammenschlüsse werden ab dem 1. Januar 2010 unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss bewertet der Erwerber die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst und als Verwaltungskosten ausgewiesen.

Erwirbt der Konzern ein Unternehmen, beurteilt er die geeignete Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, wirtschaftlichen Gegebenheiten und am Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen.

Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen wird der vom Erwerber zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust erfolgswirksam oder im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die vereinbarte bedingte Gegenleistung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, werden entweder in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gesamtgegenleistung und des Betrags des Anteils ohne beherrschenden Einfluss über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Liegt diese Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Im Rahmen des Konzernabschlusses werden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Gesellschaften gegeneinander aufgerechnet. Die Konzernvorräte und das Anlagevermögen werden um Zwischenergebnisse bereinigt. Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Abgrenzung latenter Steuern.

5. Währungsumrechnung

Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro (€) umgerechnet. Bei allen ausländischen Gesellschaften ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben. Entsprechend werden die Vermögensgegenstände und Schulden mit den Stichtagskursen, die Aufwendungen und Erträge mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß IAS 21 zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfasst.

6. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Grundlegende Annahmen und Schätzungen

Die Aufstellung des IFRS-Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die Einfluss auf den Ausweis von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen haben. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Mögliche Auswirkungen der Corona-Pandemie sind in den Schätzungen und Annahmen berücksichtigt.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen wurden insbesondere berücksichtigt hinsichtlich

der Festlegung der konzerneinheitlichen Abschreibungsdauern,

der Beurteilung der Notwendigkeit und der Bemessung einer Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte, Vermögenswerte des Sach- und Finanzanlagevermögens, Forderungen sowie des Vorratsvermögens,

der Klassifizierung und Bewertung sowie der Bestimmung der Laufzeiten von Leasingverträgen

dem Ansatz und der Bewertung von Pensionsverpflichtungen und den sonstigen Rückstellungen,

dem Ansatz und der Bewertung von laufenden und latenten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen erfasst. Der Abschreibungsaufwand wird linear über die erwartete Nutzungsdauer aufwandswirksam erfasst. Die erwartete Nutzungsdauer sowie die Abschreibungsmethode werden am Ende des Geschäftsjahres überprüft und sämtliche Schätzungsänderungen prospektiv berücksichtigt.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte - Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der sie angefallen sind. Aufwendungen für Entwicklung werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens ergebniswirksam erfasst, wenn die Kriterien für eine Aktivierung gemäß IAS 38 nicht erfüllt sind.

Geschäfts- oder Firmenwert

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 unterzogen, der zu einer Abwertung führen kann ("Impairment-Only Approach"). Für Zwecke der Überprüfung auf Werthaltigkeit ist der Geschäfts- oder Firmenwert auf alle Zahlungsmittel generierenden Einheiten des Konzerns aufzuteilen, von denen erwartet wird, dass sie einen Nutzen aus den Synergien des Zusammenschlusses ziehen können. Zahlungsmittel generierende Einheiten, welchen ein Teil des Geschäfts- oder Firmenwertes zugeteilt wurde, sind jährlich auf Wertminderung zu prüfen. Liegen Hinweise für eine Wertminderung einer Einheit vor, wird diese häufiger evaluiert. Wenn der erzielbare Betrag einer Zahlungsmittel generierenden Einheit kleiner ist als der Buchwert der Einheit, ist der Wertminderungsaufwand zunächst dem Buchwert eines jeglichen der Einheit zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert und dann anteilig den anderen Vermögenswerten auf Basis der Buchwerte eines jeden Vermögenswertes innerhalb der Einheit zuzuordnen. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der Nutzungswert einer Zahlungsmittel generierenden Einheit ist definiert als der Barwert der erwarteten Cashflows, die dem Unternehmen aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit zufließen werden.

Ein erfasster Wertminderungsaufwand darf in künftigen Perioden nicht aufgeholt werden.

Bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens wird der darauf entfallende Betrag des Geschäfts- oder Firmenwertes im Rahmen der Ermittlung des Abgangserfolges berücksichtigt.

Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen. Eine Neubewertung erfolgte in Übereinstimmung mit den Regelungen des IAS 16 nicht. Zuordenbare Finanzierungskosten werden gemäß IAS 23 als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei qualifizierten Vermögenswerten aktiviert. Die Abschreibungssätze der verschiedenen Anlagegüter richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Kosten für die Reparatur von Sachanlagen werden grundsätzlich erfolgswirksam verrechnet. Eine Aktivierung erfolgt nur, wenn ein hiermit verbundener künftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist und die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten verlässlich bewertet werden können.

Öffentliche Zuschüsse werden als passivischer Abgrenzungsposten dargestellt und unter den Verbindlichkeiten bilanziert.

Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes

Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte, um festzustellen, ob es Anhaltspunkte für eine eingetretene Wertminderung dieser Vermögenswerte gibt. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang eines eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der Zahlungsmittel generierenden Einheit, zu welcher der Vermögenswert gehört.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird jährlich und immer dann, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, ein Wertminderungstest durchgeführt.

Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme mit einem Vorsteuerzinssatz auf ihren Barwert abgezinst. Dieser Vorsteuerzinssatz berücksichtigt momentane Markteinschätzungen über den Zeitwert des Geldes, inhärente Risiken, insoweit diese nicht bereits bei der Schätzung der Zahlungsströme berücksichtigt worden sind.

Wenn der geschätzte erzielbare Betrag eines Vermögenswertes (oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit) den Buchwert unterschreitet, wird der Buchwert des Vermögenswertes (der Zahlungsmittel generierenden Einheit) auf den erzielbaren Betrag vermindert. Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst.

Sollte sich der Wertminderungsaufwand in der Folge umkehren, wird der Buchwert des Vermögenswertes (der Zahlungsmittel generierenden Einheit) auf die neuerliche Schätzung des erzielbaren Betrages erhöht. Die Zuschreibung ist dabei auf den Wert beschränkt, der sich ergeben hätte, wenn in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Leasing

Bilanzierung als Leasingnehmer

Leonhard Kurz mietet verschiedene Büro-, Lager- und Produktionsgebäude sowie Anlagen und Fahrzeuge. Mietverträge werden in der Regel für feste Laufzeiten von 1 Jahr bis 26 Jahren abgeschlossen und können mitunter Verlängerungsoptionen aufweisen.

Für geleaste Vermögenswerte werden nach IFRS 16 grundsätzlich Nutzungsrechte angesetzt und korrespondierende Zahlungsverpflichtungen passiviert. Das Nutzungsrecht stellt das Recht auf die Nutzung eines Vermögenswerts (Leasinggegenstand) über einen vereinbarten Zeitraum gegen Entgelt dar.

Nach den von IFRS 16 eingeräumten Vereinfachungsmöglichkeiten erfasst Leonhard Kurz Zahlungen für Vermögenswerte mit einer Vertragsdauer von bis zu 12 Monaten und von geringem Wert linear als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Enthalten Verträge neben einer Leasingkomponente eine Nicht-Leasingkomponente, wie etwa eine Service-Rate, ordnet Leonhard Kurz den Transaktionspreis diesen Komponenten auf Basis der relativen Einzelpreise zu.

Eine Ausnahme stellen Leasingverträge über Immobilien dar, die der Konzern als Leasingnehmer anmietet. In diesen Fällen macht der Konzern vom Wahlrecht Gebrauch, keine Aufteilung zwischen Leasing- und Nichtleasingkomponente vorzunehmen, sondern den Vertrag im Ganzen als Leasingvertrag zu bilanzieren.

Eine Reihe von Leasingverträgen, insbesondere von Immobilien, enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Bei der Bestimmung der Leasingvertragslaufzeit werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungs- oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Bei der Festlegung der Laufzeit werden solche Optionen nur berücksichtigt, wenn sie hinreichend sicher sind.

Die Leasingverbindlichkeiten wurden unter Verwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes abgezinst. Bei der Berechnung des Grenzfremdkapitalzinssatzes wurden Faktoren wie die Laufzeit des Leasingverhältnisses, die Währung in der dieses abgewickelt wird sowie das ökonomische Umfeld, in dem der Leasinggegenstand zum Einsatz kommt, berücksichtigt.

Die Erleichterungen für Leasingnehmer für Covid-19-bezogene Mietzugeständnisse (Änderung des IFRS 16 vom 28. Mai 2020) wird nicht in Anspruch genommen.

Sale-and Leaseback

Im Rahmen einer Sale-and-Leaseback-Transaktion ist zunächst anhand der Kriterien aus IFRS 15 zu prüfen, ob die Übertragung eines Vermögenswertes als Verkauf zu bilanzieren ist. Wenn die Übertragung eines Vermögenswertes die in IFRS 15 festgelegten Anforderungen für die Bilanzierung als Verkauf nicht erfüllt, wird der Vermögenswert weiterhin bilanziert und die erhaltenen Erlöse als finanzielle Verbindlichkeit gemäß IFRS 9 erfasst. Wenn die Übertragung des Vermögenswertes einen Verkauf darstellt, werden die zurückgemieteten Vermögenswerte im Konzernabschluss nach den oben dargestellten Grundsätzen der Leasingnehmerbilanzierung abgebildet.

Finanzinstrumente

In der Kurz Gruppe werden originäre und derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Diese umfassen flüssige Mittel, Forderungen, sonstige Finanzanlagen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, finanzielle Verbindlichkeiten sowie Devisentermingeschäfte, Währungsswaps und Zinsswaps.

Die erstmalige Erfassung eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt anhand seiner Einstufung in die drei Kategorien des IFRS 9: "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet", "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet" und "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet". Die Folgebewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt nach IFRS 9 entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode oder erfolgsneutral bzw. erfolgswirksam jeweils zum beizulegenden Zeitwert.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden im Zeitpunkt der Erstbilanzierung zum Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Langfristige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Bei finanziellen Verbindlichkeiten der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" erfolgt sowohl in der Erst- als auch in der Folgebilanzierung eine Bewertung zum Zeitwert.

Für die Berechnung von Wertminderungen nach IFRS 9 sind die zukünftig erwarteten Kreditverluste maßgeblich. Für den Großteil der finanziellen Vermögenswerte, insbesondere der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, wird das vereinfachte Verfahren angewandt. Hierbei werden die erwarteten Kreditverluste immer über die gesamte Laufzeit der Finanzinstrumente ermittelt. Bei Vorliegen entsprechender einzelfallbezogener Umstände und Risikoindikationen werden individuelle Wertberichtigungen gebildet. Es werden sowohl vergangenheitsbezogene Daten als auch zukunftsbezogene Informationen in die Bestimmung der Höhe der Wertberichtigungen einbezogen.

Ein Finanzinstrument wird ausgebucht, wenn nach angemessener Einschätzung nicht davon auszugehen ist, dass ein finanzieller Vermögenswert ganz oder teilweise realisierbar ist.

Die flüssigen Mittel umfassen die Kassenbestände und Bankguthaben. Sie sind zum Nominalwert bilanziert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus Finanzdienstleistungen und sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte werden bei erstmaliger Erfassung zum Transaktionspreis abzüglich erwarteter Verluste bis zum vereinbarten Zahlungsziel aktiviert. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Mit Ausnahme von kurzfristigen Forderungen, bei denen der Zinseffekt unwesentlich wäre, werden Zinserträge gemäß der Effektivzinsmethode erfasst. Da sämtliche Forderungen kurzfristig sind, enthalten die Forderungen keine Zinsen.

Anteile an unwesentlichen Tochterunternehmen, unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen bzw. assoziierte Unternehmen sind mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. In einigen Fällen stellen die fortgeführten Anschaffungskosten den besten Schätzwert für den beizulegenden Zeitwert dar.

Derivative Finanzinstrumente werden im Kurz Konzern verwendet um sich gegen Wechselkurs- und Zinsrisiken abzusichern. Die derivativen Finanzinstrumente werden am Abschlussstichtag mit ihrem beizulegenden Zeitwert (= Marktwert) angesetzt. In Abhängigkeit von der Fälligkeit erfolgt der Ausweis von Derivaten mit positivem Marktwert als kurz- oder langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte und von Derivaten mit negativem Marktwert als kurz- oder langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.

Gewinne und Verluste, die sich aus Marktwertänderungen ergeben, werden grundsätzlich ergebniswirksam behandelt. Soweit Derivate, die zur Sicherung zukünftiger Zahlungsströme abgeschlossen werden ("Cashflow-Hedges") den Anforderungen eines Cashflow Hedge-Accountings genügen, werden deren Marktwertänderungen bis zur Realisierung des Ergebnisses aus den abgesicherten Grundgeschäften erfolgsneutral im Eigenkapital gebucht. Die in diesem Konto erfassten Beträge führen in der Folgezeit zum Ausgleich des in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ergebnisses aus dem zugehörigen Grundgeschäft.

Emissionsrechte

Emissionsrechte (CO 2 -Zertifikate) werden ab dem Geschäftsjahr 2021/2022 aus Gründen der Vereinheitlichung nicht mehr unter den sonstigen Forderungen, sondern als Vermögenswerte unter den Vorräten ausgewiesen. Die Zugangsbewertung bei entgeltlichem Erwerb erfolgt mit den Anschaffungskosten, die Folgebewertung mit den Anschaffungskosten als Obergrenze bzw. dem niedrigeren Marktpreis. Parallel zur Bilanzierung dieser Zertifikate und Rechte werden Rückstellungen für verbrauchte Zertifikate nach IAS 37 gebildet. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt mit dem Buchwert der im Bestand befindlichen Zertifikate.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Für die wesentlichen Teile des Vorratsvermögens erfolgt die Ermittlung der Anschaffungskosten nach dem Verfahren des gleitenden Durchschnitts, bzw. bei eigengefertigten Waren zu Istkosten bzw. zu Standardherstellkosten. Diese umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Annahme einer Normalauslastung.

Eigenkapital

Die Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG als Muttergesellschaft ist in der Rechtsform einer Personenhandelsgesellschaft organisiert, bei der der Gesellschafter durch Ausübung eines gesetzlichen Kündigungsrechtes, das durch den Gesellschaftsvertrag nicht ausgeschlossen werden kann, die Gesellschaft zur Auszahlung der Kapitaleinlagen und der auf sie entfallenden Gewinnanteile verpflichten kann.

Gemäß IAS 32 sind kündbare Finanzinstrumente bei Erfüllung bestimmter Bedingungen, die für die Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG gegeben sind, als Eigenkapital zu klassifizieren, so dass die Kommanditanteile im Konzerneigenkapital ausgewiesen werden. Die Ergebniszuweisungen an die Kommanditisten werden dementsprechend in der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung als Gesellschaftertransaktion außerhalb des Konzerngesamtergebnisses erfasst.

Aufgrund der herrschenden Gesellschaftsverhältnisse, die durch eine unmittelbare Zurechnung aller Anteile zu Mitgliedern der Familie Kurz und der Familienstiftung gekennzeichnet sind, kann von einer annähernd unendlichen Haltedauer der kündbaren Finanzinstrumente ausgegangen werden.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die zugesagten Leistungen aus den Pensionsplänen hängen im Wesentlichen von der Dienstzugehörigkeit und dem Gehalt der berechtigten Mitarbeiter ab.

Für die beitragsorientierten Leistungszusagen erfolgt die versicherungsmathematische Bewertung für inländische Gesellschaften gemäß IAS 19 (revised 2011) nach dem allgemein anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Dabei erfolgt die Bewertung der zukünftigen Verpflichtungen auf Grund der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Versorgungsleistungen entsprechend dem Charakter des offenen wertpapiergebundenen Pensionsplanes analog IFRIC D9. Die bilanzierten Werte beruhen auf versicherungsmathematischen Gutachten. Diese berücksichtigen versicherungsmathematische Annahmen für die Diskontierungssätze, sowie Lohn-, Gehalts-, Renten- und Fluktuationstrends. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im Jahr der Entstehung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Ausländische Gesellschaften bilden Rückstellungen für Altersversorgungsansprüche nach vergleichbaren versicherungsmathematischen Grundsätzen mit landesüblichen Zinssätzen, soweit die Verpflichtungen nicht durch Pensionsfonds gedeckt sind.

Rückstellungen werden darüber hinaus gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlicher oder faktischer Natur) aus einem vergangenen Ereignis hat und es wahrscheinlich ist, dass der Konzern verpflichtet sein wird, diese Verpflichtung zu erfüllen und eine verlässliche Schätzung des Betrages möglich ist.

Der gemäß IAS 37 angesetzte Rückstellungsbetrag ist der beste Schätzwert am Bilanzstichtag für die hinzugebende Leistung unter Berücksichtigung der der Verpflichtung zugrundeliegenden Risiken und Unsicherheiten, um die gegenwärtige Verpflichtung zu erfüllen. Wenn eine Rückstellung mit Hilfe der geschätzten Cashflows für die Erfüllung der Verpflichtung bewertet wird, ist der Buchwert der Rückstellung der Barwert dieser Cashflows.

Kann davon ausgegangen werden, dass Teile oder der gesamte zur Erfüllung der Rückstellung notwendige wirtschaftliche Nutzen durch einen außenstehenden Dritten erstattet wird, wird dieser Anspruch als Vermögenswert aktiviert, wenn diese Erstattung so gut wie sicher ist und ihr Betrag zuverlässig geschätzt werden kann. Gegenwärtige Verpflichtungen, die im Zusammenhang mit belastenden Verträgen entstehen, sind als Rückstellung zu erfassen und zu bewerten. Das Bestehen eines belastenden Vertrages wird angenommen, wenn der Konzern einen Vertrag hat, von dem erwartet wird, dass die unvermeidbaren Aufwendungen zur Erfüllung des Vertrages den aus diesem Vertrag erwachsenden wirtschaftlichen Nutzen übersteigen werden.

Latente Steuern

Latente Steuern resultieren aus Unterschieden zwischen dem Buchwert der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen im Rahmen der Berechnung des steuerlichen Einkommens sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen.

Die Ermittlung erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode. Latente Steuerschulden werden im Allgemeinen für alle steuerbaren temporären Differenzen bilanziert und latente Steueransprüche insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Solche Vermögenswerte und Schulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporären Differenzen aus einem Geschäfts- oder Firmenwert oder aus der erstmaligen Erfassung (außer bei Unternehmenszusammenschlüssen) von anderen Vermögenswerten und Schulden, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch den Jahresabschluss berühren, ergeben.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Stichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren.

Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden auf Basis der erwarteten Steuersätze (und der Steuergesetze) ermittelt, die im Zeitpunkt der Erfüllung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes voraussichtlich Geltung haben werden. Die Bewertung von latenten Steueransprüchen und Steuerschulden spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Art und Weise ergeben würden, wie der Konzern zum Bilanzstichtag erwartet, die Schuld zu erfüllen bzw. den Vermögenswert zu realisieren.

Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung von laufenden Steueransprüchen mit laufenden Steuerschulden vorliegt und wenn sie in Zusammenhang mit Ertragsteuern stehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und der Konzern die Absicht hat, seine laufenden Steueransprüche und seine Steuerschulden auf Nettobasis zu begleichen.

Ertragsrealisierung

Umsatzerlöse werden gemäß des anzuwendenden Standard IFRS 15 dann realisiert, wenn die Leistungsverpflichtung durch Übergang der Kontrolle über das Gut bzw. die Leistung an den Kunden erfüllt ist.

Warenlieferungen stellen im Wesentlichen Leistungsverpflichtungen dar, die zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt werden. In der Regel handelt es sich hierbei um den Zeitpunkt der physischen Auslieferung der Waren an den Kunden.

Umsatzerlöse aus Dienstleistungen werden in der Periode erfasst, in der die Leistungen erbracht werden. Die Höhe der Umsatzerlöse richtet sich dabei nach dem Vergütungsanspruch, da dieser unmittelbar mit der Leistungserbringung korrespondiert.

Die Rechnungsstellung erfolgt überwiegend nach erfolgter physischer Auslieferung der Waren an den Kunden beziehungsweise sobald die vertraglich zugesagte Leistung erbracht wurde.

Die Erfassung von Zins- und Provisionserträgen sowie von sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich erst dann, wenn die Leistung erbracht bzw. der Gefahrenübergang auf den Kunden realisiert worden ist.

II. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagespiegel ersichtlich.

Das abnutzbare Anlagevermögen wird auf der Grundlage konzerneinheitlicher Nutzungsdauern ausschließlich linear abgeschrieben und soweit notwendig, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Es werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Jahre
Lizenzen 3 bis 5
EDV-Software 3 bis 5
Patente 10
Geschäftsgebäude 10 bis 30
Betriebsvorrichtungen 10
Maschinen 10
Fahrzeuge 5
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 10

1. Sachanlagen

Am 31.01.2022 betrug die Summe der Sachanlagen des Konzerns 509.271 T€ (Vorjahr: 503.755 T€) und besteht aus den im Anlagespiegel aufgegliederten Positionen. Die Zugänge aus Unternehmenserwerben werden im Anlagespiegel unter den Veränderungen im Konsolidierungskreis erfasst. Für weitere Informationen wird auf den Anlagespiegel verwiesen.

Zusätzliche Angaben zu geleasten Vermögenswerten - Nutzungsrechte

Im Berichtsjahr ergeben sich folgende Werte, die in der Übersicht zur Entwicklung der Sachanlagen in der Kategorie "Leasing" enthalten sind:

Buchwerte 31.01.2022 31.01.2021
in T€ in T€
Immobilien 14.340 13.217
Maschinen und technische Anlagen 7.609 6.640
Fahrzeuge 3.239 3.198
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.190 3.348
Sachanlagen Leasing 28.378 26.403

In folgender Tabelle sind die Zugänge und der Abschreibungsaufwand während der Berichtsperiode dargestellt:

in T€
Zugänge zu Nutzungsrechten 7.154
Abschreibungen für
Immobilen 4.631
Maschinen und technische Anlagen 1.424
Fahrzeuge 1.658
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 585
Gesamt 8.298

Der Zinsaufwand für geleaste Vermögenswerte belief sich im Geschäftsjahr auf 29 T€ (Vorjahr: 56 T€). Zudem wurden Aufwendungen für geringwertige und kurzfristig geleaste Vermögenswerte mit einer Vertragslaufzeit von weniger als einem Jahr in Höhe von 773 T€ (Vorjahr: 1.065 T€) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die gesamten Auszahlungen für Leasingverträge betrugen 7.933 T€ (Vorjahr: 6.967 T€.)

Weitere Informationen zu den geleasten Vermögensgegenständen sind dem Abschnitt 1.6 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - Leasing zu entnehmen.

2. Immaterielle Vermögenswerte

Die Zusammensetzung und die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte ergeben sich aus dem Anlagespiegel.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen angesetzt.

Der im Konzernabschluss zum 31.01.2022 ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert betrug 33.738 T€ (Vorjahr: 23.661 T€). Die Veränderungen im Konsolidierungskreis 2021/22 resultieren größtenteils aus dem Erwerb der SCRIBOS GmbH.

Hinsichtlich des Abschreibungsaufwands des Geschäftsjahrs für immaterielle Vermögenswerte kann auf den nachfolgenden Anlagespiegel verwiesen werden. Die Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte werden unter den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen erfasst.

3. Finanzielle Vermögenswerte

Die Aufgliederung der Posten der finanziellen Vermögenswerte ist in der Entwicklung des Konzernanlagevermögens enthalten.

Anlagespiegel für das Geschäftsjahr 2021/2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 31.01.2021 Zugänge Abgänge Währungsdiff.
T€ T€ T€ T€
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 391.492 7.772 -948 9.924
Technische Anlagen und Maschinen 716.228 18.676 -7.612 19.561
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 91.695 6.914 -1.295 2.228
Leasing 40.369 7.154 -2.126 1.324
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 31.973 21.352 -7.978 1.168
Summe Sachanlagen 1.271.757 61.868 -19.959 34.205
Immaterielle Vermögenswerte
Lizenzen 1.942 24 0 0
EDV-Software 45.260 4.322 -62 43
Patente 8.119 44 0 126
Geschäfts- oder Firmenwert 28.630 10.101 0 0
Geleistete Anzahlungen 2.539 1.703 0 1
Summe immat. Vermögenswerte 86.490 16.194 -62 170
Finanzielle Vermögenswerte
Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 647 0 0 26
Anteile an verbundenen Unternehmen 196 0 0 3
Beteiligungen 5 0 0 0
Ausleihungen 2.910 1.645 -2.606 1
Wertpapiere des Anlagevermögens 89 0 -2 -1
Vermögenswerte für Altersversorg. 2.389 24 -27 23
Summe finanzielle Vermögenswerte 6.236 1.669 -2.635 52
Gesamt Anlagevermögen 1.364.483 79.731 -22.656 34.427
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Veränderungen Kons.-kreis Umbuchung. Stand am 31.01.2022
T€ T€ T€
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 0 6.041 414.281
Technische Anlagen und Maschinen 2.554 12.642 762.049
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.154 1.036 105.732
Leasing 2.759 2.665 52.145
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 466 -22.433 24.548
Summe Sachanlagen 10.933 -49 1.358.755
Immaterielle Vermögenswerte
Lizenzen 0 0 1.966
EDV-Software 0 2.563 52.126
Patente 1.911 162 10.362
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 38.731
Geleistete Anzahlungen 0 -2.676 1.567
Summe immat. Vermögenswerte 1.911 49 104.752
Finanzielle Vermögenswerte
Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 0 0 673
Anteile an verbundenen Unternehmen -22 0 177
Beteiligungen 0 0 5
Ausleihungen 0 0 1.950
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 86
Vermögenswerte für Altersversorg. 0 0 2.409
Summe finanzielle Vermögenswerte -22 0 5.300
Gesamt Anlagevermögen 12.822 0 1.468.807
Abschreibungen
Vortrag zum 31.01.2021 Zugänge planmäßig Zugänge außerpl. Abgänge
T€ T€ T€ T€
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten -146.904 -11.375 0 698
Technische Anlagen und Maschinen -541.568 -38.554 0 7.011
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -65.561 -7.362 -6 1.189
Leasing -13.966 -8.298 0 1.606
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -3 0 0 0
Summe Sachanlagen -768.002 -65.589 -6 10.504
Immaterielle Vermögenswerte
Lizenzen -1.915 -20 0 0
EDV-Software -36.691 -6.081 0 60
Patente -7.114 -311 0 0
Geschäfts- oder Firmenwert -4.969 0 -24 0
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
Summe immat. Vermögenswerte -50.689 -6.412 -24 60
Finanzielle Vermögenswerte
Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen -472 0 -176 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Beteiligungen 0 0 0 0
Ausleihungen 0 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0
Vermögenswerte für Altersversorg. -118 0 0 0
Summe finanzielle Vermögenswerte -590 0 -176 0
Gesamt Anlagevermögen -819.281 -72.001 -206 10.564
Abschreibungen
Währungsdiff. Veränderungen Kons.-kreis Umbuchung. Stand 31.01.2022
T€ T€ T€ T€
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten -2.649 0 0 -160.230
Technische Anlagen und Maschinen -13.588 -1.636 287 -588.048
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -1.605 -4.084 -8 -77.437
Leasing -636 -2.193 -280 -23.767
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 1 -2
Summe Sachanlagen -18.478 -7.913 0 -849.484
Immaterielle Vermögenswerte
Lizenzen 0 0 0 -1.935
EDV-Software -32 0 0 -42.744
Patente -119 -1.217 0 -8.761
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 -4.993
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
Summe immat. Vermögenswerte -151 -1.217 0 -58.433
Finanzielle Vermögenswerte
Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen -25 0 0 -673
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Beteiligungen 0 0 0 0
Ausleihungen 0 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0
Vermögenswerte für Altersversorg. -5 0 0 -123
Summe finanzielle Vermögenswerte -30 0 0 -796
Gesamt Anlagevermögen -18.659 -9.130 0 -908.713
Buchwerte
Stand am 31.01.2022 Stand am 31.01.2021
T€ T€
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 254.051 244.588
Technische Anlagen und Maschinen 174.001 174.660
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.295 26.134
Leasing 28.378 26.403
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.546 31.970
Summe Sachanlagen 509.271 503.755
Immaterielle Vermögenswerte
Lizenzen 31 27
EDV-Software 9.382 8.569
Patente 1.601 1.005
Geschäfts- oder Firmenwert 33.738 23.661
Geleistete Anzahlungen 1.567 2.539
Summe immat. Vermögenswerte 46.319 35.801
Finanzielle Vermögenswerte
Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 0 175
Anteile an verbundenen Unternehmen 177 196
Beteiligungen 5 5
Ausleihungen 1.950 2.910
Wertpapiere des Anlagevermögens 86 89
Vermögenswerte für Altersversorg. 2.286 2.271
Summe finanzielle Vermögenswerte 4.504 5.646
Gesamt Anlagevermögen 560.094 545.202

Anlagespiegel für das Geschäftsjahr 2020/2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 31.01.2020 Zugänge Abgänge Währungsdiff.
T€ T€ T€ T€
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 362.663 18.365 -49 -4.866
Technische Anlagen und Maschinen 705.810 11.648 -9.258 -12.749
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88.344 3.011 -1.713 -1.320
Leasing 40.957 5.350 -2.023 -1.250
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 43.300 35.277 -8.417 -1.867
Summe Sachanlagen 1.241.074 73.651 -21.460 -22.052
Immaterielle Vermögenswerte
Lizenzen 1.918 24 0 0
EDV-Software 39.411 3.337 -2 -47
Patente 8.575 0 -565 -49
Geschäfts- oder Firmenwert 28.630 0 0 0
Geleistete Anzahlungen 3.801 1.103 -38 -1
Summe immat. Vermögenswerte 82.335 4.464 -605 -97
Finanzielle Vermögenswerte
Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 3.073 0 -45 -7
Anteile an verbundenen Unternehmen 175 22 0 -1
Beteiligungen 0 0 0 0
Ausleihungen 4.010 688 -1.787 -1
Wertpapiere des Anlagevermögens 143 12 -66 0
Vermögenswerte für Altersversorg. 2.596 0 -201 -6
Summe finanzielle Vermögenswerte 9.997 722 -2.099 -15
Gesamt Anlagevermögen 1.333.406 78.837 -24.164 -22.164
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Veränderungen Kons.-kreis Umbuchung. Stand am 30.01.2021
T€ T€ T€
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 0 15.379 391.492
Technische Anlagen und Maschinen 713 20.064 716.228
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 53 3.320 91.695
Leasing 0 -2.665 40.369
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 -36.320 31.973
Summe Sachanlagen 766 -222 1.271.757
Immaterielle Vermögenswerte
Lizenzen 0 0 1.942
EDV-Software 13 2.548 45.260
Patente 158 0 8.119
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 28.630
Geleistete Anzahlungen 0 -2.326 2.539
Summe immat. Vermögenswerte 171 222 86.490
Finanzielle Vermögenswerte
Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen -2.374 0 647
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 196
Beteiligungen 5 0 5
Ausleihungen 0 0 2.910
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 89
Vermögenswerte für Altersversorg. 0 0 2.389
Summe finanzielle Vermögenswerte -2.369 0 6.236
Gesamt Anlagevermögen -1.432 0 1.364.483
Abschreibungen
Vortrag zum 31.01.2020 Zugänge planmäßig Zugänge außerpl. Abgänge
T€ T€ T€ T€
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten -137.945 -10.804 0 43
Technische Anlagen und Maschinen -520.931 -36.844 -37 8.197
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -61.117 -6.774 0 1.464
Leasing -8.794 -7.791 0 2.005
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -3 -3 0 3
Summe Sachanlagen -728.790 -62.216 -37 11.712
Immaterielle Vermögenswerte
Lizenzen -1.741 -174 0 0
EDV-Software -30.560 -6.158 0 1
Patente -7.494 -215 0 565
Geschäfts- oder Firmenwert -2.102 0 -2.867 0
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
Summe immat. Vermögenswerte -41.897 -6.547 -2.867 566
Finanzielle Vermögenswerte
Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen -2.720 0 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Beteiligungen 0 0 0 0
Ausleihungen 0 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0
Vermögenswerte für Altersversorg. -120 0 0 0
Summe finanzielle Vermögenswerte -2.840 0 0 0
Gesamt Anlagevermögen -773.527 -68.763 -2.904 12.278
Abschreibungen
Währungsdiff. Veränderunger Kons.-kreis Umbuchung. Stand 30.01.2021
T€ T€ T€ T€
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 1.802 0 0 -146.904
Technische Anlagen und Maschinen 8.327 0 -280 -541.568
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 866 0 0 -65.561
Leasing 334 0 280 -13.966
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 -3
Summe Sachanlagen 11.329 0 0 -768.002
Immaterielle Vermögenswerte
Lizenzen 0 0 0 -1.915
EDV-Software 26 0 0 -36.691
Patente 30 0 0 -7.114
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 -4.969
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
Summe immat. Vermögenswerte 56 0 0 -50.689
Finanzielle Vermögenswerte
Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 4 2.244 0 -472
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Beteiligungen 0 0 0 0
Ausleihungen 0 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0
Vermögenswerte für Altersversorg. 2 0 0 -118
Summe finanzielle Vermögenswerte 6 2.244 0 -590
Gesamt Anlagevermögen 11.391 2.244 0 -819.281
Buchwerte
Stand am 30.01.2021 Stand am 31.01.2020
T€ T€
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 244.588 224.718
Technische Anlagen und Maschinen 174.660 184.879
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.134 27.227
Leasing 26.403 32.163
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 31.970 43.297
Summe Sachanlagen 503.755 512.284
Immaterielle Vermögenswerte
Lizenzen 27 177
EDV-Software 8.569 8.851
Patente 1.005 1.081
Geschäfts- oder Firmenwert 23.661 26.528
Geleistete Anzahlungen 2.539 3.801
Summe immat. Vermögenswerte 35.801 40.438
Finanzielle Vermögenswerte
Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 175 353
Anteile an verbundenen Unternehmen 196 175
Beteiligungen 5 0
Ausleihungen 2.910 4.010
Wertpapiere des Anlagevermögens 89 143
Vermögenswerte für Altersversorg. 2.271 2.476
Summe finanzielle Vermögenswerte 5.646 7.157
Gesamt Anlagevermögen 545.202 559.879

Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen

Die Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen beinhaltet alle einzeln unwesentlichen assoziierten Unternehmen. Die Anteile werden wegen Unwesentlichkeit nicht nach der At-Equity-Methode bilanziert, sondern fallen nach IFRS 9 in die Kategorie erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bzw. erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Finanzinstrumente, welche der Kategorie erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zugeordnet werden, beinhalten Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden und bei denen Leonhard Kurz beim erstmaligen Ansatz unwiderruflich entschieden hat, sie in dieser Kategorie auszuweisen. Dabei handelt es sich um strategische Finanzinvestitionen und der Konzern hält diese Klassifizierung für aussagekräftiger.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind Anteile an Tochterunternehmen bilanziert, die aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht in den Konzern einbezogen werden und unter den Anwendungsbereich des IFRS 9 zum beizulegenden Wert bewertet werden. Ferner werden hier Beteiligungen und Ausleihungen bilanziert, die nach IFRS 9 in die Kategorie erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bzw. erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert fallen. Ebenso werden hier Vermögenswerte für Altersversorgung bilanziert, die nach IAS 19 zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Eine detaillierte Aufgliederung der Position wird unter dem Abschnitt V. Ergänzende Angaben ("Finanzinstrumente und finanzwirtschaftliche Risiken") dargestellt.

4. Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

31.01.2022 Vorjahr
in T€ in T€
CO 2 -Zertifikate 7.102 -
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 79.624 53.514
Unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Waren 162.990 135.173
Geleistete Anzahlungen 2.879 2.112
Gesamt 252.595 190.799

Die CO 2 -Zertifikate wurden im Vorjahr unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen und betrugen 447 T€. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und die Waren werden zusammengefasst ausgewiesen, da die hergestellten Erzeugnisse ab bestimmten Produktionsstufen sowohl verkauft als auch weiterbearbeitet werden und daher eine eindeutige Abgrenzung zwischen unfertigen und fertigen Erzeugnissen nicht möglich ist. Die Abwertungen des Vorratsvermögens, die als Aufwand in der Berichtsperiode erfasst wurden, betragen 600 T€ (Vorjahr: 672 T€).

5. Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis abzüglich erwarteter Verluste bis zum vereinbarten Zahlungsziel aktiviert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:

31.01.2022 Vorjahr
in T€ in T€
Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen brutto 133.086 120.006
Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -3.291 -2.307
Gesamt 129.795 117.699

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben größtenteils eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Zur Bestimmung der Wertberichtigungen wird ein zweistufiges Verfahren verwendet. Ein Wesentlicher Teil der Forderungen ist warenkreditversichert und unterliegt somit faktisch keinem Ausfallrisiko.

Alle erwarteten Forderungsverluste bis zum Zahlungsziel werden in der ersten Stufe der Wertberichtigungen abgebildet. Dabei werden die historischen Ausfallwahrscheinlichkeiten unter der Zuhilfenahme externer Kundenratings berücksichtigt.

Zur Abbildung einer Risikoposition werden auch warenkreditversicherte Forderungen pauschal in der Stufe eins wertberichtigt.

Stufe zwei der Wertberichtigung berücksichtigt objektive Hinweise und zukunftsbezogene Schätzungen für einen möglichen Ausfall einer Forderung. Die Höhe der Wertberichtigungsposition ergibt sich aus dem erwarteten Verlust der Restlaufzeit der Forderung. Eine Konzentration von Ausfallrisiken liegt aufgrund einer großen Anzahl von Kunden nicht vor.

Die Entwicklung der Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr 2021/22 stellt sich wie folgt dar:

31.01.2022 Vorjahr
in T€ in T€
Stand Wertberichtigungen zum Jahresbeginn 2.307 3.088
Zuführung 1.284 329
Verbrauch -196 -193
Auflösung -104 -917
Gesamt 3.291 2.307

Weitere Informationen sind den ergänzenden Angaben unter V.4 Sicherungspolitik und Sicherungsrichtlinien zu entnehmen.

Sonstige Forderungen und Steuerforderungen

kurzfristig langfristig
31.01.2022 Vorjahr 31.01.2022 Vorjahr
in T€ in T€ in T€ in T€
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 1) 10 29 - -
Sonstige Vermögenswerte 5.308 7.306 499 554
Abgrenzungsposten 7.889 5.833 - -
13.207 13.168 499 554
Steuerforderungen 12.499 8.421 4.358 406
Gesamt 25.706 21.589 4.857 960

1) Eine detaillierte Aufgliederung der Position wird unter V.6 Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen dargestellt.

6. Flüssige Mittel

31.01.2022 Vorjahr
in T€ in T€
Kassenbestand/Guthaben bei Kreditinstituten 231.930 241.173

Die flüssigen Mittel sind nicht in ihrer Verfügung beschränkt und entsprechen dem Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung.

7. Eigenkapital und sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital

Die Zusammensetzung und Veränderung des Konzernkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Gesamtergebnisrechnung dargestellt.

Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital

Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital umfasst die in den abgelaufenen Perioden erzielten Ergebnisse des Konzerns, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden.

Weiterhin sind im erwirtschafteten Konzerneigenkapital die im HGB-Konzernabschluss vorgenommenen Verrechnungen der derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte bis zum 31.01.2005 entsprechend IFRS 1 enthalten.

Rücklagen der Kommanditisten

Die Rücklagen betreffen das zur Verfügung gestellte Eigenkapital durch die Kommanditisten.

Übriges Eigenkapital

Im übrigen Eigenkapital sind vor allem die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von 32.917 T€ (Vorjahr: 2.629 T€), Effekte aus der Bewertung der versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste im Zusammenhang mit den Pensionsverpflichtungen und Planvermögen in Höhe von -46.193 T€ (Vorjahr: -67.663 T€) und der Bewertung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 in Höhe von -1.049 T€ (Vorjahr: -866 T€) enthalten.

Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital entfallen im Wesentlichen auf den außenstehenden Gesellschafter der Schöfer GmbH, Schwertberg, Österreich, mit einem Anteil von 49%.

Diese Tochtergesellschaft ist mit folgenden Werten in den Konzernabschluss einbezogen:

kurzfristige Vermögenswerte 6.970
langfristige Vermögenswerte 9.703
kurzfristige Schulden 8.486
langfristige Schulden 5.949
Umsatzerlöse 15.583
Jahresergebnis -87

8. Darlehen

Unter der Position Darlehen werden alle verzinslichen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen, die zum Bilanzstichtag bestanden. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

kurzfristig langfristig
31.01.2022 Vorjahr 31.01.2022 Vorjahr
in T€ in T€ in T€ in T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.814 26.997 60.918 81.389

Von den Darlehen sind 29.666 T€ (Vorjahr: 40.513 T€) variabel verzinst. 57.065 T€ (Vorjahr: 67.873 T€) der Darlehen sind fest verzinst. Enthalten sind EUR-Darlehen in Höhe von 33.056 T€ (Vorjahr: 50.399 T€) und Fremdwährungsdarlehen im Gegenwert von 24.009 T€ (Vorjahr: 17.474 T€).

Der durchschnittliche Zinssatz der festverzinslichen EUR-Darlehen liegt bei 0,64 % p.a. (Vorjahr: 0,66 % p.a.).

Von den Darlehen mit einer Laufzeit über einem Jahr hinaus, haben 48.012 T€ (Vorjahr: 68.436 T€) eine Laufzeit von mehr als einem bis maximal fünf Jahre und 12.906 T€ (Vorjahr: 12.953 T€) darüber hinaus.

Die Verbindlichkeiten sind durch Grundpfandrechte und Pfandrechte an beweglichen Sachen in Höhe von 21.477 T€ (Vorjahr: 21.477 T€) gesichert.

9. Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

kurzfristig langfristig
31.01.2022 Vorjahr 31.01.2022 Vorjahr
in T€ in T€ in T€ in T€
Rückstellung für Pensionen und ähnliche langfristige Verpflichtungen - - 39.982 66.546
Vertriebsbedingt 7.019 6.805 - -
Sonstige 1.385 1.832 - -
Gesamt 8.404 8.637 39.982 66.546

Die sonstigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl von erkennbaren Einzelrisiken und ungewissen Verpflichtungen, die in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt werden.

Pensionsverpflichtungen

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Bei den zugesagten Leistungen handelt es sich um lebenslang laufende Rentenzahlungen.

Seit dem 1. Februar 1996 beruht die betriebliche Altersversorgung der deutschen Gesellschaften auf einer beitragsorientierten Leistungszusage. Hierbei wird von Kurz jährlich in Abhängigkeit des rentenfähigen Gehaltes der Mitarbeiter ein Versorgungsaufwand zur Verfügung gestellt. Dieser wird versicherungsmathematisch wertgleich in Rentenbausteine umgerechnet. Seit dem 1. Februar 2003 ist dieser Plan über einen Konzern-CTA kapitalgedeckt. Seitdem partizipieren die Mitarbeiter in Form von jährlichen Überschussbeteiligungen am Kapitalanlageergebnis (wertpapiergebundene Pensionszusage). Das Fondsvermögen wird vom Pension Trust Fürth e.V. treuhänderisch verwaltet und stellt Planvermögen im Sinne von IAS 19 (revised 2011) dar. Bei den vor dem 1. Februar 1996 erworbenen Versorgungsrechten handelt es sich um endgehaltsabhängige, festgeschriebene Besitzstände. Die entsprechenden Pensionsverpflichtungen sind durch das Fondsvermögen (Abrechnungskreis 2) des Pension Trust Fürth e.V. teilweise kapitalgedeckt.

Darüber hinaus bestehen mehrere Entgeltumwandlungszusagen, die teilweise ebenfalls über den Pension Trust Fürth e.V. kapitalgedeckt sind oder aber extern über den ChemiePensionsfonds finanziert sind.

Charakteristisch für die beitragsorientierten Leistungszusagen ist, dass diese Gesellschaften die zugesagte Leistungshöhe gewährt und somit im Wesentlichen das Finanzierungs- und das Langlebigkeitsrisiko trägt. Die Höhe des Sondervermögens im Pension Trust Fürth e.V. (verschiedene Assetklassen) unterliegt dem allgemeinen Marktrisiko. Für alle Anlageklassen gibt es sehr umfangreiche und detaillierte Anlagerichtlinien (z.B. Rating- und Emittentenbeschränkungen). Ein wesentlicher Aspekt zur Risikominimierung ist die "Buy and Hold" Anlagestrategie mit den Anlagezielen, die Ausfallrisiken zu minimieren. Daneben existiert noch Planvermögen in Form von risikolosen Rückdeckungsversicherungen.

Die ausländischen Gesellschaften bilden Rückstellungen für Altersversorgungsansprüche nach vergleichbaren versicherungsmathematischen Grundsätzen.

Für die Bewertung der Höhe der wesentlichsten Pensionsverpflichtungen wurden die nachstehenden länderspezifischen versicherungsmathematischen Annahmen berücksichtigt:

Inland Schweiz USA Südamerika
Abzinsungssatz 0,25/1,85% 0,55% 0,03% 8,00/9,00%
Zukünftige Gehaltsentwicklung 0,55%/2,50% 0,55% 0,00% 6,00%
Zukünftige Rentenentwicklung 1,00% 1,00% 0,00% 0,00%

Die verschiedenen Werte resultieren aus den jeweiligen unterschiedlichen nationalen Rahmenbedingungen bei den Konzerngesellschaften.

Die Diskontierungssätze werden grundsätzlich auf Basis der Renditen erstrangiger Unternehmensanleihen bestimmt, deren Laufzeit und Währung denen der Verpflichtungen entsprechen.

Die Annahme zur zukünftigen Gehaltsentwicklung beinhaltet sowohl eine Komponente für eine Tarifanpassung als auch für karrierebedingte Gehaltssteigerungen.

Die Annahme zur zukünftigen Rentenentwicklung entspricht entweder den vertraglich festgelegten Garantierentenanpassungen in Höhe von 1% p.a. oder basiert auf den gültigen Regelungen zur Rentenanpassung.

Unter Berücksichtigung der Berechnungsgrundlagen nach IAS 19 (revised 2011) resultiert folgender Finanzierungsstatus der Pensionszusagen:

31.01.2022 Vorjahr
in T€ in T€
Überleitung der Pensionsverpflichtung
Barwert der Verpflichtung zum Jahresanfang 245.906 242.201
Erstkonsolidierung -682 -
Währungsdifferenzen 3.966 -1.309
Laufender Dienstzeitaufwand 8.537 8.352
Zinsaufwand 1.462 1.589
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste durch Änderung demographischer Annahmen -2.502 -483
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste durch Änderung finanzieller Annahmen -25.314 5.925
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste durch erfahrungsbedingte Anpassungen 1.030 -2.513
Rentenzahlungen -3.992 -6.148
Sonstiges 1.250 -1.708
Barwert der Verpflichtung zum Jahresende 229.661 245.906
Überleitung des Planvermögens
Marktwert zum Jahresbeginn 182.661 177.635
Erstkonsolidierung 483 -
Währungsdifferenzen 1.828 -767
Zinserträge aus Planvermögen 1.169 1.146
Im Zinsertrag nicht erfasste Erträge/Aufwendungen aus Planvermögen -1.398 464
Arbeitgeberaufwendungen 8.739 7.140
Rentenzahlungen -458 -2.957
Zeitwert Planvermögen zum Jahresende 193.024 182.661
In der Bilanz erfasste Rückstellung / Plandefizit 36.637 63.245

Im Planvermögen sind Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 6.149 T€ (Vorjahr: 6.503 T€) und Festgeldanlagen in Höhe von 64 T€ (Vorjahr: 29 T€) enthalten. Das restliche Planvermögen ist nahezu vollständig über Fonds finanziert. Für das kommende Geschäftsjahr werden sich die Beiträge des Konzerns zum Planvermögen voraussichtlich auf 2.266 T€ (Vorjahr: 2.697 T€) belaufen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind hinsichtlich dieser leistungsorientierten Pläne folgende Beträge erfasst:

Pensionsaufwand 31.01.2022 Vorjahr
in T€ in T€
Laufender Dienstzeitaufwand 8.050 5.220
Nettozinsaufwand 216 225
Gesamt 8.266 5.445

Veränderungen bei den maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen hätten folgende Auswirkungen auf die Pensionsverpflichtungen der Konzerngesellschaften gehabt:

Barwert der Pensionsverpflichtungen falls 31.01.2022 Vorjahr
in T€ in T€
Abzinsungssatz Um 1,0 Prozentpunkte höher -28.521 -44.086
Um 1,0 Prozentpunkte niedriger 52.474 62.375
Gehaltstrend Um 0,50 Prozentpunkte höher 1.073 1.349
Um 0,50 Prozentpunkte niedriger -1.067 -1.326
Rententrend Um 0,50 Prozentpunkte höher 9.836 11.014
Um 0,50 Prozentpunkte niedriger -6.547 -7.435
Lebenserwartung Um 10% länger 6.008 7.104
Um 1 Jahr länger 806 788

Die dargestellten Sensitivitätsanalysen berücksichtigen jeweils die Änderung einer Annahme, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben, d.h. mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen werden dabei nicht berücksichtigt.

Zur Untersuchung der Sensitivität des Barwerts der Pensionsverpflichtung gegenüber einer Veränderung der angenommenen Lebenserwartung wurden im Rahmen einer Vergleichsberechnung die angesetzten Sterbewahrscheinlichkeiten um 10% abgesenkt.

Nachfolgend wird das Fälligkeitsprofil der Zahlungen aus den Pensionsverpflichtungen dargestellt:

31.01.2022 Vorjahr
in T€ in T€
Zahlungen fällig innerhalb des nächsten Geschäftsjahres 3.878 3.825
Zahlungen fällig innerhalb von zwei bis fünf Jahren 16.638 16.192
Zahlungen fällig in mehr als fünf Jahren 209.145 225.889

Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen bestehen über die Entrichtung der Beiträge hinaus keine weiteren Verpflichtungen.

Die Beitragszahlungen sind im Personalaufwand ausgewiesen und betragen für das Berichtsjahr 1.484 T€ (Vorjahr: 1.491 T€).

Verpflichtungen aus Altersteilzeit und Dienstjubiläen sind in den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche langfristige Verpflichtungen ausgewiesen.

Kurzfristige Rückstellungen

Die Bildung der vertriebsbedingten Rückstellungen ergibt sich aus gesetzlich, vertraglich oder individuell begründeten Verpflichtungen gegenüber Kunden.

Die vertriebsbedingten und sonstigen Rückstellungen werden im Zuge der Rückstellungsbemessung nicht abgezinst, da der Effekt unwesentlich ist.

Eine Darstellung der Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen im Geschäftsjahr ist dem nachfolgenden Rückstellungsspiegel zu entnehmen.

Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen

Vortrag zum 01.02.2021 Währungsdifferenzen / Veränderungen Kons.-kreis Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Stand am 31.01.2022
T€ T€ T€ T€ T€ T€
Vertriebsbedingt 6.805 59 -821 -510 1.486 7.019
Sonstige 1.832 303 -1.391 -249 890 1.385
Gesamt kurzfristige Rückstellungen 8.637 362 -2.212 -759 2.376 8.404

10. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 52.401 T€ (Vorjahr: 41.405 T€) sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von 52.335 T€ (Vorjahr: 41.272 T€) bzw. mit einer Restlaufzeit über einem Jahr in Höhe von 66 T€ (Vorjahr: 133 T€) enthalten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden gegenüber Dritten.

11. Sonstige Verbindlichkeiten und Steuerverbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt auf:

kurzfristig langfristig
31.01.2022 Vorjahr 31.01.2022 Vorjahr
in T€ in T€ in T€ in T€
Verbindlichkeiten gegen 1) nahestehende Unternehmen 308 252 - -
Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter 116.338 108.343 - -
Leasingverbindlichkeiten 8.418 7.898 14.244 14.381
Übrige Verbindlichkeiten 34.962 38.716 1.839 2.442
Passive Rechnungs-abgrenzungsposten 5.334 4.823 - -
165.360 160.032 16.083 16.823
Steuerverbindlichkeiten 14.934 14.058 3.956 -
Gesamt 180.294 174.090 20.039 16.823

1) Eine detaillierte Aufgliederung der Position wird unter V.6 Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen dargestellt.

In den Abgrenzungsposten sind größtenteils Zuschüsse der öffentlichen Hand ausgewiesen. Die Zuschüsse umfassen zum Großteil öffentliche Mittel für frühere Investitionen im Anlagevermögen. Sie werden in Anwendung von IAS 20 über die Nutzungsdauer der geförderten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst.

Die Leasingverbindlichkeiten werden in den folgenden Perioden wie folgt fällig:

31.01.2022 Vorjahr
in T€ in T€
Bis zu einem Jahr 8.418 7.898
Länger als ein Jahr bis zu fünf Jahren 11.038 11.632
Länger als fünf Jahre 3.206 2.749
Gesamt 22.662 22.279

III. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt worden.

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

31.01.2022 Vorjahr
Nach Tätigkeitsbereich in T€ in T€
Umsatzerlöse Folien 845.863 739.094
Umsatzerlöse Maschinen, übrige 53.370 51.966
Gesamt 899.233 791.060
31.01.2022 Vorjahr
Nach Regionen in T€ in T€
Inland 121.830 123.890
Europa 347.715 305.105
Übrige Länder 429.688 362.065
Gesamt 899.233 791.060

2. Herstellungskosten

Die Herstellungskosten umfassen die den Umsätzen zuzuordnenden Herstellungskosten und die Aufwendungen für die Handelsware. In den Herstellungskosten sind neben den direkt zuordenbaren Einzelkosten wie Personal- und Materialaufwendungen auch Gemeinkosten einschließlich Abschreibungen enthalten.

3. Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten

Die Vertriebskosten betragen 131.329 T€ (Vorjahr: 117.303 T€). Sie enthalten vor allem Aufwendungen für Marketing, Werbung und Vertriebspersonal.

Die allgemeinen Verwaltungskosten betragen 103.022 T€ (Vorjahr: 94.814 T€). Sie enthalten Aufwendungen der Verwaltung, die weder der Produktion noch dem Vertrieb zugeordnet sind.

4. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind saldierte Aufwendungen und Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von 750 T€ (Vorjahr: 0 T€) sowie Erträge aus Frachtkostenerstattungen, Erträge aus sonstigen Nebengeschäften sowie übrige sonstige betriebliche Erträge enthalten.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind saldierte Aufwendungen und Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 1.454 T€) sowie übrige Aufwendungen in Höhe von 20.846 T€ (Vorjahr: 15.587 T€) enthalten.

6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In dieser Position sind inländische Körperschaft- und Gewerbeertragsteuern sowie vergleichbare ertragsabhängige Steuern im Ausland ausgewiesen.

Hierunter sind auch latente Steuern ausgewiesen, die infolge temporärer Abweichungen zwischen Ansätzen in der Steuerbilanz und Handelsbilanz der Einzelgesellschaften, bei Anpassung an die einheitliche Bewertung im Konzern und bei Konsolidierungsvorgängen entstehen. Die latenten Steuern werden auf Grundlage der jeweils in den einzelnen Ländern anzuwendenden Steuersätze berechnet.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich zusammen aus:

31.01.2022 Vorjahr
in T€ in T€
Steuern der laufenden Berichtsperiode 21.677 14.424
Periodenfremde Ertragsteuern -1.875 -27
Latente Steuern -2.170 1.725
Gesamt 17.632 16.122

Latente Steuern

Im Berichtsjahr wurden latente Steuern auf Geschäftsvorfälle, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden, in Höhe von -3.594 T€ (Vorjahr: 664 T€) gebildet.

Zum Stichtag betrugen die steuerlichen Verlustvorträge 89.652 T€ (Vorjahr: 80.466 T€). Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.082 T€ (Vorjahr: 1.312 T€) wurden aktive latente Steuern gebildet. Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 87.423 T€ (Vorjahr: 79.154 T€) wurden keine aktiven latenten Steuern abgegrenzt, da mit ihrer Nutzung voraussichtlich nicht gerechnet werden kann.

Die latenten Steuern entfallen auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge mit den folgenden Beträgen:

31.01.2022 Vorjahr
Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
in T€ in T€ in T€ in T€
Immaterielle Vermögenswerte 966 116 894 11
Sachanlagen 932 11.965 850 11.660
Finanzanlagen - - - -
Vorräte 19.755 13.523 17.730 12.813
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 991 701 1.052 1.087
Rückstellungen 17.558 837 20.435 603
Verbindlichkeiten 2.152 878 1.759 636
Temporäre Differenzen 42.354 28.020 42.720 26.810
Verlustvorträge 13.956 - 12.549 -
Abwertung -13.813 - -12.271 -
Gesamt 42.497 28.020 42.998 26.810
Saldierung -22.120 -22.120 -21.664 -21.664
Bilanzansatz 20.377 5.900 21.334 5.146

Bei der folgenden Überleitungsrechnung wird der erwartete Steueraufwand in den tatsächlichen Steueraufwand übergeleitet. Die Leonhard Kurz und ihre Tochtergesellschaften in Deutschland unterliegen mit ihren Ergebnissen der Körperschaftsteuer (zuzüglich Solidaritätszuschlag) und der Gewerbeertragsteuer. Die im Ausland veranlagten Ergebnisse werden mit den im jeweiligen Land gültigen Steuersätzen versteuert. Der zugrunde liegende Steuersatz spiegelt den Steuersatz der Muttergesellschaft wider.

31.01.2022 Vorjahr
in T€ in T€
Ergebnis vor Ertragsteuern 93.698 69.341
Ertragsteuersatz 14,780% 14,780%
Fiktiver Aufwand für Steuern vom Einkommen und Ertrag 13.849 10.249
Abweichende Steuersätze 1.461 1.658
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 3.757 3.847
periodenfremde Steuern -1.875 -27
Ansatzkorrekturen latenter Steuern 1.356 638
Permanente Differenzen -318 -66
Steuersatzänderungen 64 43
Sonstige -661 -220
Steueraufwand vom Einkommen und Ertrag 17.633 16.122

Die Steuersatzänderungen resultieren im Wesentlichen aus den Steuersatzanpassungen in Frankreich und in UK.

Auf temporäre Differenzen in Bezug auf Beteiligungen in Höhe von 234 Mio. € (Vorjahr: 198 Mio. €) wird keine latente Steuer angesetzt, da von einer kurzfristigen Ausschüttung der Ergebnisse nicht ausgegangen wird.

Die Steuererklärungen der Gesellschaften werden regelmäßig von in- und ausländischen Steuerbehörden geprüft. Unter Berücksichtigung einer Vielzahl von Faktoren - unter anderem der Auslegung, Kommentierung und Rechtsprechung zur jeweiligen Steuergesetzgebung sowie der Erfahrungen aus der Vergangenheit - sind, soweit ersichtlich und wahrscheinlich, in ausreichendem Umfang Rückstellungen für zukünftig mögliche Steuerverpflichtungen gebildet worden.

Nicht erfasste latente Steueransprüche

Zum Bilanzstichtag sind keine nicht erfassten latenten Steueransprüche zu berücksichtigen.

7. Übrige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

31.01.2022 Vorjahr
Materialaufwand in T€ in T€
Aufwendungen für RHB-Stoffe und für bezogene Waren 285.872 232.341
Aufwendungen für bezogene Leistungen 52.083 43.364
Gesamt 337.955 275.705
31.01.2022 Vorjahr
Personalaufwand in T€ in T€
Löhne und Gehälter 271.098 246.579
Sozialabgaben 50.893 45.382
Altersvorsorge 9.750 6.936
Gesamt 331.741 298.897

IV. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der Fonds der Kapitalflussrechnung umfasst ausschließlich die in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel.

In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme erläutert, und zwar getrennt nach Mittelzu- und Mittelabflüssen aus dem laufenden Geschäft, aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit, unabhängig von der Gliederung der Bilanz.

Die Veränderungen der Bilanzposten, die in der Kapitalflussrechnung dargestellt werden, sind nicht unmittelbar aus der Bilanz ableitbar, da Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen nicht zahlungswirksam sind und ausgesondert werden.

Überleitung der Finanzschulden

Zahlungsunwirksam 31.01.2022
in T€ Vorjahr Zahlungs-wirksam Erwerb e Währungs-effekte Übrige
Darlehen 108.386 -23.603 - 1.949 - 86.732
Sonstige Finanzverbindlichkeiten inkl. Leasing 24.721 -8.338 - 819 7.154 24.356
Verbindlichkeiten Gesellschafter 108.343 -6.654 - - 14.649 116.338
Gesamt 241.450 -38.595 0 2.768 21.803 227.426

Die Leasingverbindlichkeiten zum 31.01.2022 enthalten zahlungsunwirksame Vorgänge aus dem Abschluss von Leasingverhältnissen im Sinne des IFRS 16 in Höhe von 7.154 T€.

V. Ergänzende Angaben

1. Ereignisse nach Bilanzstichtag

Es ergaben sich keine Ereignisse von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. sind im Lagebericht erwähnt.

2. Genehmigung des Abschlusses

Der Abschluss wurde am 11.11.2022 von der Geschäftsführung genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.01.2022 Vorjahr
in T€ in T€
Bestellobligo für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 11.079 1.388
Gesamt 11.079 1.388

4. Finanzinstrumente und finanzwirtschaftliche Risiken

Originäre Finanzinstrumente

Alle Finanzinstrumente, für die der beizulegende Zeitwert im Abschluss ausgewiesen wird, werden nach den Hierarchiestufen gemäß IFRS 13 eingeordnet. Finanzielle Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, für die die Angabe eines beizulegenden Zeitwerts nach IFRS 7.29 nicht erforderlich ist, sind von der Zuordnung zur Fair-Value-Hierarchie ausgenommen. Umgruppierungen zwischen den Hierachiestufen erfolgen zum Ende einer Berichtsperiode. Im Geschäftsjahr 2021/22 erfolgten keine Übertragungen zwischen den einzelnen Bewertungsstufen.

Die nachfolgend dargestellten finanziellen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden entsprechend der Kategorien der Finanzinstrumente nach IFRS 9 zugeordnet. Für Angaben über bestimmte beizulegende Zeitwerte wurde die Erleichterungsvorschrift des IFRS 7.29 in Anspruch genommen. Weitere Informationen sind den ergänzenden Angaben unter 1.6. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und II.3 finanzielle Vermögenswerte zu entnehmen.

In T€ Zu fortgeführten Anschaf-fungskosten Erfolgs-wirksam zum beizulegenden Zeitwert Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert Buchwert 31.01.2022
AKTIVA
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 950 1.000 182 2.132
Forderungen Lieferungen und Leistungen 129.795 - - 129.795
Sonstige Forderungen 18.064 - - 18.064
Flüssige Mittel 231.930 - - 231.930
Summe 380.739 1.000 182 381.921
PASSIVA
Darlehen 86.732 - - 86.732
VerbindlichkeitenLiefer-ungen undLeistungen 52.401 - - 52.401
Verbindlichkeiten Leasing 22.662 - - 22.662
Sonstige Verbindlichkeiten 162.737 - - 162.737
Summe 324.532 - - 324.532

Zum Stichtag der Vergleichsperiode bestanden folgende Buchwerte und beizulegende Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Die Erleichterungsvorschriften des IFRS 7.29 wurden berücksichtigt:

In T€ Zu fortgeführten Anschaf-fungs kosten Erfolgs-wirksam zum beizulegenden Zeitwert Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert Buchwert 31.01.2021
AKTIVA
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.910 1.000 377 3.287
Forderungen Lieferungen und Leistungen 117.699 - - 117.699
Sonstige Forderungen 14.128 - - 14.128
Flüssige Mittel 241.173 - - 241.173
Summe 374.910 1.000 377 376.287
PASSIVA
Darlehen 108.386 - - 108.386
Verbindlichkeiten Liefer-ungen und 41.405 - - 41.405
Verbindlichkeiten Leasing 22.279 - - 22.279
Sonstige Verbindlichkeiten 154.576 - - 154.576
Summe 326.646 - - 326.646

Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Finanzinstrumenten nach den Bewertungskategorien des IFRS 9:

31.01.2022 Vorjahr
in T€ in T€
Zu fortgeführten Anschaffungskosten mit Änderungen im Gewinn und Verlust bewertet -2.713 -392
Zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergebnis bewertet -183 -
Zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im Gewinn und Verlust bewertet - -
Gesamt -2.896 -392

Derivative Finanzinstrumente

Der Konzern ist aufgrund seiner Aktivitäten Risiken aus Währungskursen und Zinsänderungen ausgesetzt. Zur Begrenzung dieser Risiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

31.01.2022 Vorjahr
Währung Bezugsbetrag Zeitwert Währung Bezugsbetrag Zeitwert
in Tausend in T€ in Tausend in T€
Zinsderivate CHF 14.025 -147 CHF 14.066 -380
Devisenderivate USD, JPY 8.804 -146 USD, GBP 2.472 22
Gesamt -293 -358

Die hier aufgeführten Derivate erfüllen nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge-Accounting).

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte erfolgte unter Verwendung von Devisenterminkursen gleichartiger Finanzinstrumente (Level 2) und der Zinsderivate durch Diskontierung zukünftiger Cash Flows auf Basis beobachtbarer Forward-Zinssätze und vertraglich festgelegter Zinssätze (Level 2).

Sicherungspolitik und Sicherungsrichtlinien

Im Zuge der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzierungsbereich ist der Konzern Währungs-, Zinsänderungs- und Ausfallrisiken ausgesetzt. Alle notwendigen Sicherungsmaßnahmen werden durch das Konzern-Treasury durchgeführt bzw. koordiniert.

Die Verantwortung für das Liquiditätsrisikomanagement liegt bei der Geschäftsführung, die eine angemessene Steuerung der kurz-, mittel- und langfristigen Finanzierungs- und Liquiditätsanforderungen betreibt. Durch verschiedene Maßnahmen zur Liquiditätssicherung kann der Konzern auch kurzfristig auf unerwartete liquitätswirksame Risiken reagieren. Als Absicherung dienen dazu solide Bank- und Gesellschafterfinanzierungen sowie die hohen Reserven an flüssigen Mitteln. Kurz ist mit einer überdurchschnittlich hohen Eigenkapitalquote, einem stabilen Stand an Gesellschaftereinlagen sowie umfassenden Kreditlinien ausgestattet.

Kreditrisiken:

Für den Konzern besteht das Risiko, dass Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können. Zur Verminderung des Ausfallrisikos, dessen Maximalbetrag den bei den jeweiligen finanziellen Vermögenswerten bilanzierten Buchwerten entspricht, werden Kundenratings vorgenommen.

Für erkennbare Ausfallrisiken, insbesondere bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Finanzdienstleistungen, werden die erwarteten Kreditverluste bereits bei Erfassung berücksichtigt. Wenn nötig werden zum Abschlussstichtag Wertberichtigungen gebildet, welche nicht über die erwarteten Kreditverluste berücksichtigt sind.

Eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen wird ausgebucht, wenn nach angemessener Einschätzung nicht davon auszugehen ist, dass die Forderung ganz oder teilweise realisiert werden kann. Dazu müssen Informationen vorliegen, die darauf hindeuten, dass sich der Schuldner in finanziellen Schwierigkeiten befindet und keine realistische Aussicht auf einen Zahlungseingang besteht, zum Beispiel wenn sich der Schuldner in Liquidation befindet oder in ein Insolvenzverfahren übergegangen ist.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen Buchwert in T€ Davon: weder wertgemindert noch überfällig in T€ Davon: nicht wertgemindert und zwischen 1 und 90 Tagen überfällig Davon: nicht wertgemindert und zwischen 91 und 180 Tagen überfällig Davon: nicht wertgemindert und über 180 Tage überfällig
31.01.2022 146.293 121.768 16.567 322 1.364
Vorjahr 133.174 105.492 15.807 967 2.435

Hinsichtlich des Kreditrisikos bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Forderungen, die keiner Wertberichtigung unterzogen wurden oder überfällig sind, lagen zum Bilanzstichtag keine Anhaltspunkte vor, dass mit Zahlungsausfällen zu rechnen ist.

Währungsrisiken:

Die originären Finanzinstrumente werden im Wesentlichen in der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaften gehalten.

Bei den Währungssensitivitätsanalysen wurden die für Kurz wesentlichen Währungspaare betrachtet: USD/CAD, EUR/USD, EUR/CHF, MYR/USD, CNY/USD, EUR/JPY.

Unterstellt man aus Sicht der betroffenen Konzerngesellschaften eine Auf- bzw. Abwertung der zu berücksichtigenden Fremdwährungen um +10% bzw. -10% gegenüber der jeweiligen funktionalen Währung, so wäre das Ergebnis vor Steuern um 7,2 Mio. EUR (Vorjahr: 4,4 Mio. EUR) gestiegen bzw. gesunken.

5. Angaben zum Kapitalmanagement

Das Ziel des Kapitalmanagements ist die Sicherstellung der Unternehmensfortführung im Interesse der Anteilseigner und seiner Mitarbeiter. Insbesondere steht eine adäquate Verzinsung des Eigenkapitals im Mittelpunkt der Geschäftsführung.

Zur Umsetzung wird der Erfolg des Geschäftsjahres in das Verhältnis zur Summe aus Eigenkapital und Interest Bearing Debts gesetzt (Return on Capital; ROC).

Die Ergebnisse waren wie folgt:

31.01.2022 Vorjahr
ROC 9,2% 7,6%

6. Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten Personen bzw. Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können oder die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können.

Alle Geschäftsbeziehungen mit nicht konsolidierten Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen werden als Beziehungen zu nahestehenden Personen abgewickelt. Die nahestehenden Unternehmen sind in der Anteilsbesitzliste zum 31.01.2022 verzeichnet. Als nahestehendes Unternehmen gilt hier auch der Pension Trust Fürth e.V.

Zum Stichtag stellen sich die Beziehungen zwischen dem Konzern und nahestehenden Unternehmen und Personen wie folgt dar:

31.01.2022 Erbrachte Lieferungen und Leistungen Forderungen Verbindlichkeiten
in T€
Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen - - 68
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen - 10 240
Übrige nahestehende Unternehmen - - -
Nahestehende Unternehmen 0 10 308
31.01.2021 Erbrachte Lieferungen und Leistungen Forderungen Verbindlichkeiten
in T€
Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen 114 18 20
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen - 11 232
Übrige nahestehende Unternehmen - - -
Nahestehende Unternehmen 114 29 252

Zum Stichtag bestanden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 116.338 T€ (Vorjahr: 108.343 T€). Hieraus ergab sich ein Zinsaufwand in Höhe von 1.102 T€ (Vorjahr: 1.052 T€).

Sämtliche Vereinbarungen wurden auf der Basis wie mit fremden Dritten abgeschlossen.

7. Angaben zu den Vergütungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB

Im Geschäftsjahr wurden Gesamtbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB in Höhe von 6.875 T€ (Vorjahr: 4.795 T€) und gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6b HGB in Höhe von 38 T€ (Vorjahr: 199 T€) außerhalb eines Aufsichtsrates, eines Beirates oder einer ähnlichen Einrichtung des Mutterunternehmens gewährt.

8. Angaben zu den Honoraren des Abschlussprüfers gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB

Das im Geschäftsjahr erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers beträgt für die Abschlussprüfung 203 T€ (Vorjahr: 203 T€), für sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen 0 T€ (Vorjahr: 0 T€), für Steuerberatungsleistungen 6 T€ (Vorjahr: 6 T€) und für sonstige Leistungen 4 T€ (Vorjahr: 7 T€).

9. Personalstruktur

durchschnittliche Arbeitnehmeranzahl 2021/22 Vorjahr
Angestellte 2.559 2.504
Arbeiter 3.072 3.056
Gesamt 5.631 5.560

10. Persönlich haftende Gesellschafterin

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Leonhard Kurz Verwaltungsstiftung, Fürth, mit einem gezeichneten Kapital von 250 T€.

11. Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns

Aufstellung des Anteilsbesitzes Stand 31.01.2022 Stimmrechtsanteil 1 in %
INLAND
Kurz International Holding GmbH, Fürth 2
Kurz Typofol GmbH, Fürth 2
Hinderer + Mühlich GmbH & Co. KG, Göppingen 2
Hinderer + Mühlich Holding GmbH, Göppingen
Kurz Verwaltungs GmbH, Fürth 5
Baier GmbH + Co KG Maschinenfabrik, Fürth 2
Baier Verwaltungs GmbH, Fürth 3
PolyIC GmbH & Co. KG, Fürth 2
PolylC Verwaltungs GmbH, Fürth 5
FIDES Investment GmbH, Fürth
KURZ Digital Solutions GmbH & Co. KG, Fürth 2
KURZ Digital Verwaltungs GmbH, Fürth 5
Isimat GmbH Siebdruckmaschinen, Ellwangen 2
mprint morlock gmbh & co. kg, Baiersbronn
mprint morlock verwaltungsgesellschaft mbh, Baiersbronn
SCRIBOS GmbH, Heidelberg 2
AUSLAND
Europa
BURG Design GmbH, Haidershofen/Österreich
Schöfer GmbH, Schwertberg/Österreich
OVD Kinegram AG, Zug/Schweiz
Kurz Schweiz AG, Wallisellen/Schweiz
H + M Swiss AG, Würenlos/Schweiz
Steinemann DPE AG, St. Gallen/Schweiz
KXO AG, Zug/Schweiz 4
LEONHARD KURZ South-East Europe Kft., Budapest/Ungarn
Kurz Czech & Slovak s.r.o., Střelice/Tschechien
Leonhard Kurz Benelux B.V., Nijmegen/Niederlande
Aufstellung des Anteilsbesitzes - forts.-Stand 31.01.2022 Stimmrechtsanteil 1 in %
Europa
KURZ24.com B.V., Nijmegen/Niederlande
Kurz France SARL, Paris/Frankreich
Kurz Logistique SARL, Soisy Sous Montmorency/Frankreich
Hinderer + Mühlich France SNC, Paris/Frankreich
scribos France SARL, Paris/Frankreich
hinderer + muehlich Italia S.r.L., Cilavegna/Italien
Leonhard Kurz (UK) Limited, London/Großbritannien
Leonhard Kurz (Ireland) Limited, Dublin/Irland
Amerika
Kurz Transfer Products L.P., Charlotte/USA 100
Kurz Charlotte Inc., Charlotte/USA 5 100
H+M USA L.P., Charlotte/USA 100
H+M Management Company Inc., Charlotte/USA 3 100
mprint LLC, Huntersville/USA 3
Kurz do Brasil Folhas e Máquinas Para Estampagem a Quente Ltda., Sao Paulo/Brasilien 100
Kurz Mexico, S. de R.L. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100
LEKUMEX S. de R.L. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100
Foilsur Kurz FSK S.A., Santiago de Chile/Chile 100
Afrika
Kurz North Africa S.A.R.L., Tunis/Tunesien 100
Aufstellung des Anteilsbesitzes - forts.-Stand 31.01.2022 Stimmrechtsanteil 1 in %
Asien/Pazifik
Leonhard Kurz (Aust.) PTY Ltd., Sydney/Australien
Kurz Stamping Techn. (Hefei) Co. Ltd., Hefei/China
Kurz Production (Malaysia) SDN. BHD., Bota/Malaysia
Kurz Japan Limited, Osaka/Japan
Hinderer and Mühlich India Private Limited, Neu Delhi/Indien
Kurz (India) Pvt. Ltd., Neu Delhi/Indien 100
OVD KINEGRAM (ASIA PACIFIC) PTE. LTD., Singapur/Singapur 3 100
OVD Kinegram India Pvt. Ltd., Neu Delhi/Indien 4 50
Kurz Cheers Inc., Taipei/Taiwan 100
Kurz Hong Kong Ltd., Hongkong/Hongkong 100
Kurz Vietnam Company Limited, Binh Dinh/Vietnam 100
KURZ (Thailand) Ltd., Bangkok/Thailand 100
KURZ Thai Holding Ltd., Bangkok/Thailand 79,9
Kurz Korea Automotive Corporation, Seoul/Korea 66,7

1) Direkte Anteilswerte ohne Durchrechnung des quotalen Anteilsbesitzes.
2) Anwendung § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB. Die Gesellschaft nimmt als einbezogenes Konzernunternehmen die Befreiungsvorschriften teilweise in Anspruch.
3) Die Unternehmen werden wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Ihr Einfluss auf den Konzernumsatz läge bei Einbeziehung unter 5%.
4) Die assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen werden wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss miteinbezogen. Ihr Einfluss auf den Konzernumsatz läge bei Einbeziehung unter 5%.
5) Die Unternehmen sind persönlich haftende Gesellschafter von in den Konzern einbezogenen Unternehmen gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 6 HGB.

Auf die nach § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB verlangten Angaben bezüglich der Höhe des Eigenkapitals und des Ergebnisses des letzten Geschäftsjahres der Unternehmen, an denen die Muttergesellschaft oder ein Tochterunternehmen mehr als den fünften Teil der Anteile besitzt und die nicht zu den Unternehmen im Sinne des § 313 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 HGB zählen, wird gemäß § 313 Abs. 3 S. 4 HGB wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns verzichtet.

12. Befreiungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB

Die Muttergesellschaft Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG und folgende Konzernunternehmen nehmen die Befreiungsmöglichkeiten gem. § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB teilweise in Anspruch:

Kurz Typofol GmbH

PolyIC GmbH & Co. KG

Kurz International Holding GmbH

Baier GmbH + Co KG Maschinenfabrik

Hinderer + Mühlich GmbH & Co. KG

KURZ Digital Solutions GmbH & Co. KG

Isimat GmbH Siebdruckmaschinen

SCRIBOS GmbH

Die Offenlegung dieses Konzernabschlusses hat gemäß § 264 b HGB ebenso befreiende Wirkung für den Einzelabschluss der Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG.

13. Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung war am Abschlussstichtag die Leonhard Kurz Verwaltungs-Stiftung, Fürth, vertreten durch ihre Vorstände, Herrn Walter Kurz und Herrn Peter Kurz, bestellt.

 

Fürth, den 11.11.2022

Leonhard Kurz Verwaltungs-Stiftung

gezeichnet

Walter Kurz, Vorstand

Peter Kurz, Vorstand

Konzern- Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021/2022

Cashflow Rechnung 31.01.2022 31.01.2021
in TEuro in TEuro
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
+/- Ergebnis vor Steuern 93.698 69.341
+/- Ab-/ Zuschreibungen Anlagevermögen 72.024 71.667
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 2.700 3.082
-/+ Gewinn/ Verlust aus Anlagenabgängen -516 -10
- Finanzerträge -1.132 -1.046
+ Finanzaufwendungen 2.913 2.804
-/+ Zu-/ Abnahme Forderungen L&L, sonstige Forderungen -3.504 4
-/+ Zu-/ Abnahme Vorräte -52.405 5.674
+/- Zu-/ Abnahme Rückstellungen -7.638 -3.524
+/- Zu-/ Abnahme sonstige Passiva -3.431 -3.530
+/- Erhaltene/ gezahlte Zinsen -1.781 -1.758
+/- Erhaltene/ gezahlte Ertragsteuern -19.503 -11.992
Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit 81.425 130.712
Cashflow aus Investitionstätigkeit
+ Einzahlungen Abgang Anlagevermögen 12.608 11.896
- Auszahlungen Investitionen Anlagevermögen -62.500 -73.487
-/+ Zu-/ Abgang Veränderung Konsolidierungskreis -11.228 22
Nettozahlungsmittel aus Investitionstätigkeit -61.120 -61.569
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
+/- Ein-/ Auszahlungen im Eigenkapital - -
+/- Ein-/ Auszahlungen Kommanditkapital - -
+/- Ein-/Auszahlungen Gesellschafter -6.654 2.595
+/- Ein-/Auszahlungen Fremdgesellschafter 23 3
+ Einzahlungen aus Finanzverbindlichkeiten 2.427 37.800
- Auszahlungen aus Finanzverbindlichkeiten -34.368 -29.274
Nettozahlungsmittel aus Finanzierungstätigkeit -38.572 11.124
+/- Nettozu/-abnahme der Zahlungsmittel -18.267 80.266
+ Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode 241.173 164.686
+/- Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf den
in Fremdwährung gehaltenen Zahlungsmittelbestand 7.581 -3.737
+/- konsolidierungstechnische und sonstige Positionen 1.443 -42
+ Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode siehe Ziffer 11.6 Konzernanhang 231.930 241.173

Konzern- Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2021/2022

in TEuro Anmerkungen im Anhang 2021/2022 2020/2021
Konzernergebnis 76.065 53.219
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste 25.064 -2.487
Bewertung von Finanzinstrumenten -183 0
Latente Steuern, die zukünftig nicht in die GuV umgegliedert werden III.6 -3.594 664
Posten, die zukünftig nicht in die GuV umgegliedert werden 21.287 -1.823
Währungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaften 11.7 30.288 -21.609
Latente Steuern, die zukünftig bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen in die GuV umgegliedert werden III.6 0 0
Posten, die zukünftig bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen in die GuV umgegliedert werden 30.288 -21.609
sonstiges Ergebnis des Jahres 51.575 -23.432
Gesamtergebnis des Jahres 127.640 29.787
davon auf andere Gesellschafter entfallender Anteil -34 3
davon auf den Konzern entfallender Anteil 127.674 29.784

Konzern- Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2021/2022

Eigenkapital

in TEuro Kommanditkapital Rücklagen der Kommanditisten Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung Bewertung der versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen und Planvermögen
Saldo am 01.02.2021 31.000 95.242 2.629 -67.663
Konzernergebnis
sonstiges Ergebnis 30.288 21.470
sonstige Veränderungen
Gesamtergebnis 30.288 21.470
Kapitalerhöhung 0
Gewinnverwendung
Sonstige Veränderungen
Saldo am 31.01.2022 31.000 95.242 32.917 -46.193
in TEuro Bewertung Finanzinstrumente erwirtschaftetes Konzernergebnis Anteile anderer Gesellschafter Summe Eigenkapital
Saldo am 01.02.2021 -866 655.986 1.395 717.723
Konzernergebnis 76.099 -34 76.065
sonstiges Ergebnis -183 51.575
sonstige Veränderungen 0
Gesamtergebnis -183 76.099 -34 127.640
Kapitalerhöhung 0 30 30
Gewinnverwendung -11.949 -11.949
Sonstige Veränderungen -1.837 -5 -1.842
Saldo am 31.01.2022 -1.049 718.299 1.386 831.602

Siehe auch die Erläuterungen zum Eigenkapital im Konzernanhang unter Punkt (11.7)

Konzern- Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2020/2021

Eigenkapital

in TEuro Kommanditkapital Rücklagen der Kommanditisten Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung Bewertung der versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen und Planvermögen
Saldo am 01.02.2020 31.000 95.242 24.238 -65.840
Konzernergebnis
sonstiges Ergebnis -21.609 -1.823
sonstige Veränderungen
Gesamtergebnis -21.609 -1.823
Gewinnverwendung
Sonstige Veränderungen
Saldo am 31.01.2021 31.000 95.242 2.629 -67.663
in TEuro Bewertung Finanzinstrumente erwirtschaftetes Konzernergebnis Anteile anderer Gesellschafter Summe Eigenkapital
Saldo am 01.02.2020 -866 606.490 1.281 691.545
Konzernergebnis 53.216 3 53.219
sonstiges Ergebnis -23.432
sonstige Veränderungen 0
Gesamtergebnis 53.216 3 29.787
Gewinnverwendung -4.003 -4.003
Sonstige Veränderungen 283 111 394
Saldo am 31.01.2021 -866 655.986 1.395 717.723

Siehe auch die Erläuterungen zum Eigenkapital im Konzernanhang unter Punkt (11.7)

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG

Prüfungsurteile

Ich habe den Konzernabschluss der Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Januar 2022, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2021 bis zum 31. Januar 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus habe ich den Konzernlagebericht der Leonhard Kurz Stiftung & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2021 bis zum 31. Januar 2022 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Januar 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2021 bis zum 31. Januar 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der mein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

hole ich ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Ich bin verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Ich trage die alleinige Verantwortung für mein Prüfungsurteil;

beurteile ich den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Fürth, den 11.11.2022

gezeichnet Dr. Tanja Fischer, Wirtschaftsprüferin

Sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Billigung:

Der Konzernabschluss wurde am 11.11.2022 gebilligt.

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