Stammdaten

Register
Amtsgericht Tostedt HRB 2437
Eingetragen
26.11.1981
Branche
Herstellung von SportgerätenGroßhandel mit Sportartikeln und -zubehörErbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens 1. Marketing, Kollektionsberatung und Verkaufsförderung auf dem Gebiet von Sport- und Freizeitgegenständen. 2. Einfuhr, Ausfuhr und Vertrieb von Sportund Freizeitgegenständen aller Art sowie die Vermittlung dieser und ähnlicher Geschäfte. 3. Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten sowie Ergebnisabführungsverträge schließen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Nedeß
seit 3.6.2019
Prokura
Thorsten Belitz
seit 3.7.2006
Prokura
Sven Killer
seit 15.8.2005
Geschäftsführer
Marcus Killer
seit 15.8.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
4.000.000 DM
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KILLTEC Sport- und Freizeit GmbH

Buchholz

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen 1.570.106,21 1.503.833,25
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 106.676,57 11.457,12
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.077,51 11.457,12
2. geleistete Anzahlungen 84.599,06 0,00
II. Sachanlagen 1.438.366,80 1.467.313,29
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 600.241,56 650.742,20
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 822.154,78 816.571,09
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.970,46 0,00
III. Finanzanlagen 25.062,84 25.062,84
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.062,84 25.062,84
B. Umlaufvermögen 25.066.186,87 29.837.079,80
I. Vorräte 13.010.322,00 16.202.722,86
1. fertige Erzeugnisse und Waren 11.774.963,54 15.359.925,27
2. geleistete Anzahlungen 1.235.358,46 842.797,59
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.562.629,83 12.755.590,22
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.054.166,92 10.321.214,71
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.062.888,94 1.757.212,44
3. sonstige Vermögensgegenstände 445.573,97 677.163,07
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.493.235,04 878.766,72
C. Rechnungsabgrenzungsposten 569.688,35 640.962,68
Bilanzsumme, Summe Aktiva 27.205.981,43 31.981.875,73

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital 13.164.483,96 12.413.063,64
I. gezeichnetes Kapital 2.045.167,53 2.045.167,53
II. Gewinnvortrag 9.167.896,11 7.750.964,65
III. Jahresüberschuss 1.951.420,32 2.616.931,46
B. Rückstellungen 4.082.400,00 3.821.500,00
1. Steuerrückstellungen 726.000,00 476.500,00
2. sonstige Rückstellungen 3.356.400,00 3.345.000,00
C. Verbindlichkeiten 9.959.097,47 15.747.312,09
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.099.845,06 12.963.319,57
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.399,04 2.230,15
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.555.880,34 2.533.592,11
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.279,31 8.842,82
5. sonstige Verbindlichkeiten 292.693,72 239.327,44
davon aus Steuern 98.330,79 97.681,68
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 5.093,15 3.768,39
Bilanzsumme, Summe Passiva 27.205.981,43 31.981.875,73

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023 1.1.2022 - 31.12.2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 56.087.499,92 62.380.579,01
2. sonstige betriebliche Erträge 151.830,94 298.726,89
3. Materialaufwand 33.402.470,67 39.522.892,54
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 33.402.470,67 39.522.892,54
4. Personalaufwand 9.722.183,18 9.034.961,10
a) Löhne und Gehälter 8.297.230,12 7.765.284,45
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.424.953,06 1.269.676,65
davon für Altersversorgung 198.172,37 198.040,14
5. Abschreibungen 258.831,17 234.327,59
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 258.831,17 234.327,59
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.095.096,78 9.686.485,65
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.395,33 1.508,19
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 720.652,94 464.042,90
9. Aufwendungen aus Verlustübernahme 7.791,36 8.842,82
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.078.465,05 1.108.120,49
11. Ergebnis nach Steuern 1.956.235,04 2.621.141,00
12. sonstige Steuern 4.814,72 4.209,54
13. Jahresüberschuss 1.951.420,32 2.616.931,46

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.05.2024 festgestellt.

Anhang Jahresabschluss 31.12.2023

killtec Sport- und Freizeit GmbH

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die killtec Sport- und Freizeit GmbH, Sitz in Buchholz, wurde am 15.10.1981 errichtet und am 26.11.1981 in das Handelsregister des Amtsgerichtes Tostedt unter HRB 2437 eingetragen.

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der killtec Sport- und Freizeit GmbH wird entsprechend den Rechnungslegungsstandards des HGB sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt und linear entsprechend ihrer handelsrechtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt 3 Jahre.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger nutzungsbedingter Abschreibungen unter Beachtung der handelsrechtlichen Nutzungsdauern bewertet. Es wird die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibung im Zugangsjahr erfolgt zeitanteilig.

Die Abschreibungsdauer der Sachanlagen liegt zwischen 2 und 15 Jahren.

Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis zu 800 Euro wurden im Posten für geringwertige Wirtschaftsgüter erfasst und im Jahr der Anschaffung zu 100 % gewinnmindernd abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder auf den niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Gängigkeitsabschlägen und unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Besondere Vorratspositionen wie Muster, B-Ware und Werbemittel werden sofort im Jahr der Anschaffung abgewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Das allgemeine Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Steuerrückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Steuerverbindlichkeiten in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

Sonstige Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbare Verpflichtungen gegenüber Dritte auf Grund von Ereignissen der Vergangenheit, die der Höhe und / oder dem Eintrittszeitpunkt nach unsicher sind.

Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Der Erfüllungsbetrag wurde auf Basis einer bestmöglichen Schätzung bestimmt, wobei je nach Charakteristik der Verpflichtung geeignete Schätzverfahren und Informationsquellen genutzt werden. Als Schätzverfahren wird auf die Erwartungswertmethode zurückgegriffen.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB

Sofern die Voraussetzungen des § 254 HGB erfüllt waren, wurden schwebende Geschäfte und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen mit Finanzinstrumenten zum Ausgleich gegenläufiger Zahlungsströme zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst und nach der Einfrierungsmethode entsprechend bilanziert. Der Wert, der mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen, wird auf Basis der Geschäftsplanung 2024 unter Einbeziehung der historischen Werte ermittelt. Zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung betrug für das Geschäftsjahr 2024 der Wert aus Einkaufskontrakten für Ware, Muster und Einkaufskommissionen in Fremdwährung aus schwebenden Geschäften und mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarteten Transaktionen 23,4 Mio. USD. Zur Absicherung von Wechselkursrisiken im Wareneinkauf werden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften eingesetzt.

Um 4,7 Mio. USD übersteigt für das Geschäftsjahr 2024 der Wert der Fremdwährungszahlungsströme aus den Einkaufskontrakten den Wert der gegenläufigen Fremdwährungszahlungsströme aus den Sicherungsgeschäften in Höhe von 18,0 Mio. USD, so dass kein Währungskursrisiko aus den Sicherungsgeschäften zum Bilanzstichtag besteht.

Währungsumrechnung

Die Berichtswährung der killtec Sport- und Freizeit GmbH ist der Euro.

Die auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Hauswechselkurs zum Zeitpunkt der Entstehung bewertet und am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB i.V.m. §§ 252 und 253 HGB umgerechnet und bewertet, sofern erforderlich bzw. zulässig.

Devisenkassamittelkurse zum 31.12.2023 31.12.2022
Euro / USD 1,1050 1,0666
Euro / CHF 0,9260 0,9847
Euro / CZK 24,7240 24,1160

4. Erläuterungen zur Bilanz

4.1. Anlagevermögen

4.1.1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Entwicklung und die Aufgliederung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sind im Anlagenspiegel detailliert dargestellt:

Anlagenspiegel 2023

Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geleistete Anzahlungen Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
Angaben in Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten zum 01.01.2023 378.247,01 0,00 378.247,01
Zugänge im GJ 2023 25.350,00 84.599,06 109.949,06
Abgänge im GJ 2023 0,00 0,00 0,00
Anschaffungs-, Herstellungskosten zum 31.12.2023 403.597,01 84.599,06 488.196,07
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2022 366.789,89 0,00 366.789,89
Abgang Kumulierte Abschreibungen im GJ 2023 0,00 0,00 0,00
Planmäßige Abschreibungen im GJ 2023 14.729,61 0,00 14.729,61
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2023 381.519,50 0,00 381.519,50
Buchwert zum 31.12.2023 22.077,51 84.599,06 106.676,57
Buchwert zum 31.12.2022 11.457,12 0,00 11.457,12
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Angaben in Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten zum 01.01.2023 1.659.259,19 830,24 3.721.008,21
Zugänge im GJ 2023 14.348,97 0,00 185.446,01
Abgänge im GJ 2023 0,00 0,00 -1.390,00
Anschaffungs-, Herstellungskosten zum 31.12.2023 1.673.608,16 830,24 3.905.064,22
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2022 1.008.516,99 830,24 2.904.437,12
Abgang Kumulierte Abschreibungen im GJ 2023 0,00 0,00 -779,63
Planmäßige Abschreibungen im GJ 2023 64.849,61 0,00 179.251,95
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2023 1.073.366,60 830,24 3.082.909,44
Buchwert zum 31.12.2023 600.241,56 0,00 822.154,78
Buchwert zum 31.12.2022 650.742,20 0,00 816.571,09
Sachanlagen
Anlagen im Bau Summe Sachanlagen
Angaben in Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten zum 0,00 5.381.097,64
Zugänge im GJ 15.970,46 215.765,44
Abgänge im GJ 0,00 -1.390,00
Anschaffungs-, Herstellungskosten zum 15.970,46 5.595.473,08
Kumulierte Abschreibungen zum 0,00 3.913.784,35
Abgang Kumulierte Abschreibungen im GJ 0,00 -779,63
Planmäßige Abschreibungen im GJ 0,00 244.101,56
Kumulierte Abschreibungen zum 0,00 4.157.106,28
Buchwert zum 15.970,46 1.438.366,80
Buchwert zum 0,00 1.467.313,29

4.1.2. Finanzanlagen

Die Entwicklung und die Aufgliederung der Finanzanlagen sind im Anlagenspiegel detailliert dargestellt:

Anlagenspiegel 2023

Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen killtec NA Inc. Anteile an verbundenen Unternehmen svecus GmbH Anteile an verbundenen Unternehmen Summe Finanzanlagen
Angaben in Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten zum 01.01.2023 62,84 25.000,00 25.062,84 25.062,84
Zugänge im GJ 2023 0,00 0,00 0,00 0,00
Abgänge im GJ 2023 0,00 0,00 0,00 0,00
Anschaffungs-, Herstellungskosten zum 31.12.2023 62,84 25.000,00 25.062,84 25.062,84
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2022 0,00 0,00 0,00 0,00
Abgang Kumulierte Abschreibungen im GJ 2023 0,00 0,00 0,00 0,00
Planmäßige Abschreibungen im GJ 2023 0,00 0,00 0,00 0,00
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2023 0,00 0,00 0,00 0,00
Buchwert zum 31.12.2023 62,84 25.000,00 25.062,84 25.062,84
Buchwert zum 31.12.2022 62,84 25.000,00 25.062,84 25.062,84

4.2. Verbundene Unternehmen

killtec NA Inc., Montreal (Kanada)

Beteiligungsanteil: 100 %
Stammkapital: 62,84 Euro
Eigenkapital zum 31.12.2023: 1.776.983,34 Euro
Jahresergebnis zum 31.12.2023: -87.257,97 Euro

svecus GmbH, Buchholz (Deutschland)

Beteiligungsanteil: 100 %
Stammkapital: 25.000,00 Euro
Eigenkapital zum 31.12.2023: 19.281,42 Euro
Jahresergebnis zum 31.12.2023: 0,00 Euro

Gemäß dem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der svecus GmbH vom 23.12.2020 wurde der Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung der svecus GmbH in Höhe von Euro 7.791,36 von der killtec Sport- und Freizeit GmbH übernommen und als Verlust aus dem Ergebnisabführungsvertrag erfasst.

4.3. Umlaufvermögen

Die Fristigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände ist nachfolgend dargestellt:

Angaben in Euro Stand zum 31.12.2023 Laufzeit < 1 Jahr Laufzeit > 1 Jahr Stand zum 31.12.2022
Forderungen aus Lieferung und Leistung 8.054.166,92 8.054.166,92 10.321.214,71
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.062.888,94 1.062.888,94 1.757.212,44
Sonstige Vermögensgegenstände 445.573,97 444.800,12 773,85 677.163,07
Summe 9.562.629,83 9.561.855,98 773,85 12.755.590,22

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen mit Euro 1.062.888,94 (Vorjahr: Euro 1.757.212,44) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber den Gesellschaftern und Geschäftsführern in Höhe von Euro 20.013,17 (Vorjahr: Euro 20.148,15) enthalten. Die Forderung ist unverzinst und unbesichert. Ein Rückzahlungstermin für die Vorschusszahlungen wurde nicht vereinbart.

4.4. Rechnungsabgrenzungsposten

In den Rechnungsabgrenzungsposten werden die bereits im Jahr 2023 erfassten Aufwendungen für die Vertretermuster der Herbst- und Winterkollektion des Folgejahres in Höhe von 569.688,35 Euro ausgewiesen.

4.5. Rückstellungen

Die Entwicklung der Rückstellungen ist in dem Rückstellungsspiegel erläutert:

Angaben in Euro Stand 01.01.23 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 31.12.23
Steuerrückstellungen 476.500,00 249.500,00 726.000,00
Sonstige Rückstellungen 3.345.000,00 3.335.803,49 1.696,51 3.348.900,00 3.356.400,00
Personalrückstellungen 1.008.000,00 1.008.000,00 953.900,00 953.900,00
Berufsgenossenschaft 33.000,00 31.303,49 1.696,51 33.000,00 33.000,00
Beratung / Wirtschaftsprüfung 84.000,00 84.000,00 96.000,00 96.000,00
Archivierung 6.500,00 6.500,00
Prozessrisiken 10.000,00 9.000,00 1.000,00
Sonstige Erlösschmälerung 1.286.000,00 1.286.000,00 892.000,00 892.000,00
Gewährleistung 39.000,00 39.000,00 23.000,00 23.000,00
Ausstehende Rechnungen 847.500,00 847.500,00 698.000,00 698.000,00
Sonstige Rückstellungen 31.000,00 31.000,00 653.000,00 653.000,00

4.6. Verbindlichkeiten

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ist nachfolgend dargestellt:

Angaben in Euro Stand zum 31.12.2023 Laufzeit < 1 Jahr Stand zum 31.12.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.099.845,06 8.099.845,06 12.963.319,57
Erhaltene Anzahlungen 2.399,04 2.399,04 2.230,15
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 1.555.880,34 1.555.880,34 2.533.592,11
Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 8.279,31 8.279,31 8.842,82
Sonstige Verbindlichkeiten 292.693,72 292.693,72 239.327,44
Summe 9.959.097,47 9.959.097,47 15.747.312,09

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Globalzession von Forderungen aus Warenlieferungen, Sicherungsabtretung von Warenbeständen sowie durch Verpfändung von Marken besichert.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen entfallen mit Euro 7.791,36 (Vorjahr: Euro 8.842,82) auf Verbindlichkeiten aus der Verlustübernahme aus dem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der svecus GmbH vom 23.12.2020 sowie mit Euro 487,95 (Vorjahr: Euro Null) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5.1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich bezogen auf Umsatzerlöse mit fremden Dritten und verbundenen Unternehmen wie folgt:

31.12.2023 31.12.2022
Umsatzerlöse Extern 54.557.063,66 60.297.875,61
Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen 1.530.436,26 2.082.703,40
Umsatzerlöse 56.087.499,92 62.380.579,01

Umsatzerlöse getrennt nach Regionen:

31.12.2023 31.12.2022
Deutschland 41.966.551,80 48.103.510,13
Übriges Europa 12.330.155,16 11.954.652,42
Nordamerika 1.511.156,46 2.069.161,30
Südamerika 145.523,53 116.895,92
Afrika 134.112,97 122.239,35
Australien 14.119,89
Umsatzerlöse 56.087.499,92 62.380.579,01

Die Umsätze entfallen ausschließlich auf das Segment für sportive und casualige Funktionsbekleidung.

5.2. Währungskursdifferenzen

Die Summe der in den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Erträge aus Währungsumrechnungsdifferenzen beträgt Euro Null (Vorjahr: 139.572,90 Euro).

Die Summe der in den oben genannten Positionen ausgewiesenen Aufwendungen aus Währungsumrechnungsdifferenzen beträgt 185.351,48 Euro (Vorjahr: 198.765,66 Euro).

5.3. Zinsen und ähnliche Erträge

Der Effekt aus der Abzinsung der Aufbewahrungsrückstellung in Höhe von 195,00 Euro (Vorjahr: 167,00 Euro) wird unter der Position ,Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge' als Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen ausgewiesen.

6. Sonstige Angaben

6.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus den laufenden Miet- und Leasingverträgen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen für den Zeitraum 2024 bis 2028 in Höhe von 5.752 TEUR.

6.2. Mitarbeiter

31.12.2023 31.12.2022
Durchschnitt Mitarbeiter 131 124

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Angestellten ohne Geschäftsführer beträgt 131 (Vorjahr: 124), davon 2 leitende Angestellte (Vorjahr: 2).

6.3. Geschäftsführung / Vertretung

Ausweislich der Handelsregistereintragung vom 03.07.2006 sind Herr Marcus Killer, Geschäftsführer für die Bereiche Vertrieb, Logistik und Administration, und Herr Sven Killer, Geschäftsführer für die Bereiche Entwicklung und Beschaffung, bestellt.

Die Geschäftsführer sind von der Beschränkung des § 181 BGB befreit.

Herrn Thorsten Belitz und Herrn Daniel Nedess wurde Prokura erteilt.

6.4. Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der killtec Sport- und Freizeit GmbH, Buchholz i.d.N., wird in den Konzernabschluss der killtec Sport- und Freizeit GmbH, Buchholz i.d.N., einbezogen. killtec Sport- und Freizeit GmbH, Buchholz i.d.N., stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die Offenlegung erfolgt im elektronischen Unternehmensregister. Für den größten Teil der Unternehmensgruppe stellt die Killer Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Buchholz i.d.N. einen Konzernabschluss auf.

6.5. Verwendung des Jahresüberschusses

Der Jahresüberschuss in Höhe von Euro 1.951.420,32 wird zu 100 % dem Gewinnvortrag zugeführt.

6.6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB sind nicht eingetreten.

6.7. Sonstiges

Der Ausweis der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 (4) HGB.

In der Gesellschafterversammlung vom 25.07.2023 wurde der geprüfte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss zum 31.12.2022 zusammen mit dem Lagebericht gebilligt und damit ordnungsgemäß festgestellt.

Der Geschäftsführung wurde für das Geschäftsjahr 2022 Entlastung erteilt.

Die killtec Sport- und Freizeit GmbH wird als Mutterunternehmen in den Konzernabschluss der killtec Sport- und Freizeit GmbH einbezogen. Daher wurde entsprechend den Regelungen in § 285 Nr. 17 HGB auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers verzichtet.

 

Buchholz, 11. März 2024

killtec Sport- und Freizeit GmbH

Marcus Killer

Sven Killer

Lagebericht Jahresabschluss 31.12.2023

killtec Sport- und Freizeit GmbH

A. Grundlagen des Unternehmens

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

II. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs 2023

III. Wirtschaftliche Lage des Unternehmens

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

D. Finanzinstrumente

A. Grundlagen des Unternehmens

Als Familienunternehmen lebt killtec das Thema Sport- und Outdoorbekleidung mit der Erfahrung aus über 40 Jahren am Markt. In der Firmenzentrale in Buchholz in der Nordheide werden knapp 116 Mitarbeiter beschäftigt, die sich im Schwerpunkt um Design, Produktentwicklung und Produkttechnik sowie um den Vertrieb kümmern. Ebenso befinden sich hier die Verwaltung und das Logistikzentrum. Das Markenprogramm umfasst die sportive und funktionale Kernmarke killtec, die sportive Casual- und Lifestyle-Marke G.I.G.A. DX, die Outdoor-Fashion Marke für große Größen STOY sowie die Marke First Instinct by killtec für die Kleinkinder. Die Produkte der Linie G.I.G.A. DX stehen für lässige, sportive Mode mit ausgeprägter Lifestyle-Orientierung. Die Marke killtec umfasst funktionelle Textilien für die Bereiche Ski, Outdoor sowie Sport und Freizeit. Gegründet 1981, wird das Unternehmen heute in 2. Generation von Marcus und Sven Killer geführt. Mittlerweile werden rund 3.500 Handelspartner, überwiegend Fachgeschäfte, in mehr als 30 Ländern weltweit beliefert. Die Vertriebsgesellschaft killtec NA Inc. (Montreal) bildet hierbei die Basis für das Nordamerikageschäft. Die Vertriebsgesellschaft svecus GmbH mit Sitz in Buchholz, mit der ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag vereinbart wurde, dient dem Zweck, neue Geschäftsfelder im E-Commerce Bereich für die killtec-Gruppe zu erschließen. Durch eine enge Kooperation mit asiatischen Agenturen sichert sich killtec den direkten Einfluss auf Materialentwicklung und Produktion.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Deutschland ist mit einem Umsatzanteil von 75% und Europa mit einem Anteil von 97% wichtigster Absatzmarkt von killtec. Daher haben insbesondere die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen in Deutschland eine gewisse Relevanz für den Geschäftsverlauf von killtec. Die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren weiterhin durch hohe Unsicherheiten sowie durch eine Vielzahl von weltweiten Krisenherden geprägt. Diese schlugen sich auch in der schwächelnden wirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere in Europa und Deutschland nieder. Die deutsche Wirtschaft schrumpfte im Jahr 2023 preisbereinigt um - 0,3%, in der EU wuchs die Wirtschaft leicht um + 0,6%. Die privaten Konsumausgaben sanken in Deutschland trotz hoher nomineller Einkommenszuwächse und eines robusten Arbeitsmarktes preisbereinigt um - 0,8%. Die zwar sinkende, aber noch hohe Inflation sowie die gestiegenen Zinsen entfalteten auch hier ihre Wirkung.

Während der gesamte Einzelhandel im Vergleich zu 2022 preisbereinigt ca. - 3,1% weniger umgesetzt hat, lag der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren ca. + 3,6% über dem Vorjahr, wohingegen der Onlinehandel erneut ein Minus von - 3,7% verkraften musste.

Der Strukturwandel des Handels beschleunigt sich unter den schwierigen Rahmenbedingungen. Die sehr hohe Anzahl an Unternehmen, die einen Insolvenzantrag im Jahr 2023 stellen mussten, steht hierfür sinnbildlich, ebenso wie der Transformationsprozess zu einem ökologischen und sozialem, kreislauforientiertem Textilökosystem.

II. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs 2023

killtec bezieht seine Produkte im Wesentlichen aus dem asiatischen Raum auf USD-Basis.

Die hohe Volatilität des USD blieb auch in 2023 erhalten. killtec nutzt daher die Möglichkeiten der Kurssicherung in Form von Devisentermingeschäften zur Abmilderung des Währungskursrisikos. Der Durchschnittskurs des Jahres 2023 lag mit 1,08 USD / Euro + 3% über dem Vorjahreswert.

Die Lieferketten zeigten sich im Jahr 2023 signifikant stabiler als in den Vorjahren, was sich auch in dem ausreichenden Angebot an überseeischen Transportkapazitäten und den normalisierten Frachtraten widerspiegelte. Kostensteigerungen u. a. im Bereich der Beschaffung, der Energie und des Personals trafen auf eingeschränkte Möglichkeiten, Preiserhöhungen am Markt durchzusetzen. Die generell gedrückte Konsumstimmung und Verunsicherung hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung führten zu einem vorsichtigen Einkaufsverhalten des Sport- und Modefachhandels.

Im Jahr 2023 gab es ferner eine Korrektur des E-Commerce-Trends der Vorjahre, welche sich u. a. auch in der Anzahl der Insolvenzanträge in diesem Marktsegment widerspiegelte.

Auf der anderen Seite stabilisierten gesellschaftliche Trends die Nachfrage nach sportiver, funktionaler, modischer und casualer Freizeitbekleidung und konnten somit der generellen Konsumzurückhaltung entgegenwirken. Zu nennen sind hier der Trend hin zum freizeitlichen Outdoor-Sport und Outdoor-Urlaub, wie beispielsweise das E-Biking und Wandern sowie Caravaning und Camping. Ferner die sich verändernde städtische Mobilität und der Trend zum hybriden Arbeiten.

Insgesamt sank der Umsatz ohne Berücksichtigung des Umsatzes mit den Tochtergesellschaften um 10% im Vergleich zum Vorjahr. Auch wenn der Umsatz in diesem herausfordernden Marktumfeld etwas stärker sank als wie zum Jahresanfang erwartet wurde, konnte killtec das geplante Ergebnis nach Zinsen erwirtschaften. In Deutschland ging der Umsatz um - 13% zurück, wohingegen der Umsatz im übrigen Europa um +3% gesteigert wurde. Der Umsatz im E-Commerce-Bereich sank um - 15% und entsprechend war der relative Umsatzanteil in Höhe von 31% leicht rückläufig (Vorjahr: 32%). Entgegengesetzt hierzu wuchs der Umsatz im Vorjahresvergleich mit der svecus GmbH um + 42%. Die Tochtergesellschaft killtec NA konnte sich den Widrigkeiten des nordamerikanischen Marktes nicht entziehen, so dass der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um - 27% gesunken ist.

III. Wirtschaftliche Lage des Unternehmens

1. Ertragslage

Die Ertragslage von killtec wird wesentlich geprägt durch die Umsatzentwicklung in Deutschland und Europa. Insgesamt ging der Umsatz um - 10% zum Vorjahr zurück. Die Rohertragsmarge wurde gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozentpunkte auf 40,4% (Vorjahr: 36,6%) verbessert. Ein geänderter Kunden- und Produktmix, die Normalisierung der Frachtraten und die erhöhte Zuverlässigkeit der Lieferketten sowie der etwas stärkere Euro gegenüber dem USD wirkten sich kompensierend auf die gestiegenen Warenbeschaffungskosten und somit positiv auf die Rohertragsmarge aus. Der Personalaufwand stieg u. a. durch die inflationsbedingt erforderlichen Gehaltsanpassungen um + 7,6% an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um - 6,1%. Die Umsatzrendite in Höhe von + 6,7% bezogen auf das Ergebnis vor Zinsen und vor Steuern (EBIT) ist unverändert zum Vorjahr. Der Zinsaufwand erhöhte sich durch das generell höhere Zinsniveau um + 55,3%. Durch eine reduzierte durchschnittliche Kapitalbindung konnte der Zinseffekt abgemildert werden.

In der folgenden Übersicht sind die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres aufbereitet und den Vorjahreswerten gegenübergestellt:

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 56.087 100,0 62.381 100,0
Wareneinsatz -33.402 -59,6 -39.523 -63,4
Rohertrag 22.685 40,4 22.858 36,6
Personalaufwand -9.722 -17,3 -9.035 -14,5
Abschreibungen -259 -0,5 -234 -0,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.095 -16,2 -9.686 -15,5
Sonstige betriebliche Erträge 152 0,3 299 0,5
Sonstige Steuern -5 -4
Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern 3.756 6,7 4.196 6,7
Zins- und Beteiligungserträge -5 -7
Zinsaufwendungen -721 -1,3 -464 -0,7
Finanzergebnis -726 -1,3 -471 -0,8
Ergebnis nach Zinsen und vor Ertragsteuern 3.030 5,4 3.725 6,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.078 -1,9 -1.108 -1,8
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 1.951 3,5 2.617 4,2
+/-
TEUR %
Umsatzerlöse -6.293 -10,1
Wareneinsatz 6.120 -15,5
Rohertrag -173 -0,8
Personalaufwand -687 7,6
Abschreibungen -25 10,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen 591 -6,1
Sonstige betriebliche Erträge -147 -49,1
Sonstige Steuern -1 14,4
Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern -440 -10,5
Zins- und Beteiligungserträge 2 -26,4
Zinsaufwendungen -257 55,3
Finanzergebnis -255 54,0
Ergebnis nach Zinsen und vor Ertragsteuern -695 -18,7
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 30 -2,7
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag -666 -25,4

2. Finanzlage

Der Cashfllow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von + 8,8 Mio. Euro (Vorjahr: - 4,0 Mio. Euro) konnte deutlich verbessert werden. Getragen wurde diese Entwicklung von dem Abbau des Working Capital in Höhe von - 5,2 Mio. Euro als auch von dem Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern in Höhe von + 3,8 Mio. Euro (Vorjahr: + 4,2 Mio. Euro). Die Normalisierung der Situation auf den Beschaffungsmärkten und in der Logistikkette zeigt sich auch in dem Abbau des Working Capital zum Jahresende.

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 0,3 Mio. Euro. wurden innenfinanziert. Investiert wurde schwerpunktmäßig in IT-Infrastruktur sowie in Büro- und Geschäftsausstattung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten reduzierten sich um - 4,9 Mio. Euro.

Ferner erhöhte sich der Bestand des Finanzmittelfonds um + 1,6 Mio. Euro.

Die Liquiditätssituation der Gesellschaft ist daher positiv. Im Berichtsjahr sind keine Liquiditätsengpässe eingetreten und nach der Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2024 sind auch keine absehbar.

In der folgenden Übersicht sind die Zahlungsströme getrennt nach laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit entsprechend DRS 21 gegenübergestellt:

Angaben in Tausend Euro 2023 2022
Jahresüberschuss-/fehlbetrag 1.951 2.617
+/- Zinsaufwendungen / -erträge 718 463
-/+ Erträge / Verluste Anlagenabgänge 0 0
+ Abschreibungen 259 234
+/- Ertragsteueraufwand / -ertrag 1.078 1.108
+/- Ein- / Auszahlungen Ertragsteuern -747 -1.380
-/+ Zunahme / Abnahme Fertige Erzeugnisse und Waren 3.585 -6.842
-/+ Zunahme / Abnahme Geleistete Anzahlungen -393 2.156
-/+ Zunahme / Abnahme Forderungen aus Lieferung u. Leistungen 2.267 -3.349
-/+ Zunahme / Abnahme Forderungen g. verbundene Unternehmen 694 168
-/+ Zunahme / Abnahme Sonstige Vermögensgegentände 150 -348
-/+ Zunahme / Abnahme Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 71 -212
+/- Zunahme / Abnahme Sonstige Rückstellungen 11 340
+/- Zunahme / Abnahme Verbindlichkeiten a. Lieferung u. Leistungen -978 983
+/- Zunahme / Abnahme Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 2
+/- Zunahme / Abnahme Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen -1 5
+/- Zunahme / Abnahme Sonstige Verbindlichkeiten 53 29
= Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 8.722 -4.027
- Auszahlungen Investitionen immaterielle Vermögensgegenstände -110 0
- Auszahlungen Investitionen Sachanlagen -216 -409
+ Einzahlungen Desinvestitionen Sachanlagen 0 0
- Auszahlungen Beteiligungen 0 0
+ Einzahlungen erhaltener Zinsen 2 2
+ Einzahlungen erhaltener Dividenden 0 0
= Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -323 -407
+/- Zunahme / Abnahme Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -4.863 5.931
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten gegenüber Gesellschaftern 0 0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten gegenüber Gesellschaftern 0 0
- Auszahlungen gezahlter Zinsen -721 -464
- Auszahlungen gezahlter Dividenden an Gesellschafter -1.200 -1.000
= Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 6.784 4.467
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 1.614 32
+ Anfangsbestand Finanzmittelfonds 879 847
= Endbestand Finanzmittelfonds 2.493 879

3. Vermögenslage

Das Gesamtvermögen sank um - 4,8 Mio. Euro und liegt bei 27,2 Mio. Euro (Vorjahr: 32,0 Mio. Euro).

Das langfristig gebundene Vermögen erhöhte sich durch die Investitionen um + 0,1 Mio. Euro, das kurzfristig gebundene Vermögen reduzierte sich um - 6,4 Mio. Euro (- 22%), insbesondere durch den Abbau der Vorräte und den Abbau der Forderungen aus Lieferungen.

Das Investitionsvolumen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrug 0,3 Mio. Euro und übersteigt somit den Wert der Abschreibungen. Investiert wurde schwerpunktmäßig in IT-Infrastruktur sowie in Büro- und Geschäftsausstattung.

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 2.045. Das Eigenkapital erhöht sich durch den erzielten Jahresüberschuss in Höhe von 2,0 Mio. Euro und der Gewinnausschüttung in Höhe von - 1,2 Mio. Euro um + 0,8 Mio. Euro auf 13,2 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote liegt bedingt durch das gesunkene Gesamtvermögen mit 48% über dem Vorjahreswert (39%).

Aus finanzwirtschaftlicher Sicht ist die Gesellschaft mit einer Eigenkapitalquote von 48% ausreichend gegenüber möglichen Risiken der Überschuldung abgesichert.

Der Anteil der Bankenfinanzierung an dem Gesamtkapital liegt bei 30% (Vorjahr: 41%), absolut reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten zum Bilanzstichtag um - 4,9 Mio. Euro. Die mit den Kreditinstituten vereinbarten Kreditlinien deckten zu jedem Zeitpunkt den Finanzierungsbedarf ab.

In der folgenden Übersicht sind die Bilanzpositionen zum 31.12.2023 den Vorjahreswerten gegenübergestellt:

AKTIVA 2023 2022
TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 107 11
Sachanlagen 1.438 5 1.467 5
Finanzanlagen langfristig 25 25
Sonstige Vermögensgegenstände langfristig 1 14
Langfristig gebundenes Vermögen 1.571 6 1.518 5
Vorräte 13.010 48 16.203 51
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.054 30 10.321 32
Forderungen gegenüber verb. Unternehmen 1.063 4 1.757 5
Sonstige Vermögensgegenstände kurzfristig 445 2 663 2
Rechnungsabgrenzungsposten 570 2 641 2
Kurzfristig gebundenes Vermögen 23.142 85 29.585 93
Liquide Mittel 2.493 9 879 3
Gesamtvermögen 27.206 100 31.982 100
AKTIVA +/-
TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 95 831
Sachanlagen -29 -2
Finanzanlagen langfristig
Sonstige Vermögensgegenstände langfristig -13 -94
Langfristig gebundenes Vermögen 53 3
Vorräte -3.192 -20
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -2.267 -22
Forderungen gegenüber verb. Unternehmen -694 -40
Sonstige Vermögensgegenstände kurzfristig -218 -33
Rechnungsabgrenzungsposten -71 -11
Kurzfristig gebundenes Vermögen -6.443 -22
Liquide Mittel 1.614 184
Gesamtvermögen -4.776 -15
PASSIVA 2023 2022
TEUR % TEUR %
Stammkapital 2.045 8 2.045 6
Gewinnvortrag 9.168 34 7.751 24
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 1.951 7 2.617 8
Eigenkapital 13.164 48 12.413 39
Steuerrückstellungen 726 3 477 1
Sonstige Rückstellungen 3.356 12 3.345 10
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 8.100 30 12.963 41
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 1.558 6 2.536 8
Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen 8 9
Sonstige Verbindlichkeiten 293 1 239 1
Kurzfristig verfügbares Kapital 14.041 52 19.569 61
Gesamtkapital 27.206 100 31.982 100
PASSIVA +/-
TEUR %
Stammkapital
Gewinnvortrag 1.417 18
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag -666 -25
Eigenkapital 751 6
Steuerrückstellungen 250 52
Sonstige Rückstellungen 11 0
Verbindlichkeiten Kreditinstitute -4.863 -38
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen -978 -39
Verbindlichkeiten verbundene Unternehmen -1 -6
Sonstige Verbindlichkeiten 53 22
Kurzfristig verfügbares Kapital -5.527 -28
Gesamtkapital -4.776 -15

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

killtec nutzt im Wesentlichen die nachstehenden finanziellen Kennzahlen zur finanzwirtschaftlichen operativen und strategischen Unternehmenssteuerung:

Finanzielle Leistungsindikatoren 2023 2022
Rohertragsmarge 40,4 % 36,6 %
EBIT - Umsatzrendite 6,7 % 6,7 %
Eigenkapitalquote 48,0 % 39,0 %
Working Capital 20.561 25.736
Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten 8.100 12.963
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 8.722 -4.027

Die entsprechenden Definitionen sowie Herleitungen und deren Entwicklung sind in den jeweiligen Abschnitten zu den Themen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage dargestellt und erläutert.

Die Kennzahlen und deren Entwicklung ermöglichen es killtec, operativ sowie strategisch die wirtschaftliche Lage und Zukunftsorientierung von killtec zu beurteilen und die erforderlichen Handlungsfelder zu erkennen sowie die erforderlichen Maßnahmen zu bestimmen und umsetzen und deren Wirksamkeit zu überprüfen.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Der Markt, in dem killtec tätig ist, ist im Wandel, der Textil- und Sportartikelmarkt ist zusätzlich ein sehr schnelllebiger und wetterabhängiger Markt. Die fortschreitende Digitalisierung vieler Lebens- und Wirtschaftsbereiche erhöht diese Dynamik zusätzlich. Ferner ist der gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformationsprozess hin zu nachhaltigerem Wirtschaften und nachhaltigeren Lebensformen voll im Gange. Die Geschwindigkeit dieser Entwicklungen und Veränderungsprozesse und die Notwendigkeit, auf diese die passenden Antworten zu finden, wird durch die bereits heute sowie zukünftigen technischen Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz noch deutlich erhöht. Unternehmen, die sich erfolgreich in diesem Markt bewähren wollen, müssen sich diesen permanenten Veränderungen und Anforderungen schnell und kurzfristig anpassen sowie sich durch innovative, kreative Konzepte und Lösungen für den Kunden von den Wettbewerbern differenzieren können.

Voraussetzungen hierfür sind u. a. motivierte und gut qualifizierte Mitarbeiter als auch eine agile sowie anpassungsfähige Organisationsform. killtec setzt daher im Bereich der Mitarbeiter auf die eigene Ausbildung in den Bereichen der Produktentwicklung, Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaft sowie Lagerlogistik, auf die gezielte Förderung und Weiterbildung, auf moderne und zeitgerechte Arbeitsformen sowie auf eine hochflexible und moderne IT-Infrastruktur, in der alle wesentlichen Geschäftsprozesse integriert abgebildet sind.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Welche wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2024 wird für killtec erwartet?

Der folgenden Prognose liegen die nachstehenden Rahmenbedingungen zugrunde. Das Jahr 2024 wird auch ein Jahr von großen Herausforderungen und Veränderungen sowie hohen Unsicherheiten sein. Aus strategischer Perspektive sind die Punkte Nachhaltigkeit, Strukturwandel des Handels, Digitalisierung und E-Commerce die relevanten Themen für das Jahr 2024, für die Konzepte und Maßnahmen erarbeitet, weiterentwickelt und umgesetzt werden müssen, um die Zukunftsfähigkeit von killtec zu sichern.

Die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN als auch der "Green Deal" der EU verpflichten Politik, Gesellschaft sowie insbesondere auch die Wirtschaft durch adäquate Nachhaltigkeitsstrategien und Maßnahmen ihren Beitrag zur Erreichung dieser Ziele zu leisten. Die ausreichende Berücksichtigung dieser Ziele in der Unternehmensstrategie und Unternehmenskultur ist bereits heute ein wichtiger und wird zukünftig ein noch wesentlich bedeutender Erfolgsfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung eines Unternehmens sein. Dabei spielen insbesondere die sich verändernden Erwartungshaltungen und Anforderungen der Kunden ebenso eine wichtige Rolle wie die der Mitarbeiter und potenziellen Bewerber mit Blick auf die Attraktivität als Arbeitgeber und die Identifikationsmöglichkeit mit dem Unternehmen. Bereits heute lösen die Konzepte und Maßnahmen zur Erreichung der Nachhaltigkeits- und Klimaziele beachtliche staatliche und private Investitionen und Innovationen aus und werden somit mittel- und langfristig eine positive wirtschaftliche Entwicklung stützen.

Der Strukturwandel des Handels hat sich durch die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen stark beschleunigt. Aus operativer Perspektive wird der Geschäftsverlauf 2024 von killtec u. a. abhängen von der wirtschaftlichen Stärke seiner Händlerbasis und deren erfolgreichen Sanierungsprozessen sowie dem erfolgreichen Kunden- und Vertriebskanalmanagement. Generell befindet sich killtec in einem leicht wachsenden Markt, in dem durch die gesellschaftlichen Trends die Nachfrage nach sportiver, funktionaler, modischer und casualer Freizeitbekleidung gestützt wird. Ferner ist zu erwarten, dass, auch wenn das weiterhin höhere Zinsniveau und die geopolitischen Unsicherheiten eher dämpfend auf die Konsumstimmung wirken könnten, die zu erwartende Reallohnsteigerung in 2024 den Konsum anschieben wird.

Um die Chancen, die sich aus den sich ändernden Anforderungen der Märkte ergeben, für sich nutzen zu können, investiert killtec in neue Geschäftsmodelle, in die Organisation und persönliche Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter, in die Kollektion und die Marke sowie in die Bereiche IT und E-Commerce-Kompetenz. Beispielhaft hierfür stehen die Investitionen in eine 3D-Software für die Produktentwicklung und eine Software für ein digitales Dokumenten- und Prozessmanagementsystem sowie die Gründung der Vertriebsgesellschaft svecus GmbH. Nachhaltigkeit ist ein strategischer Erfolgsfaktor. killtec hat daher organisatorisch einen kontinuierlichen Nachhaltigkeitsprozess installiert, um den heutigen und zukünftigen Anforderungen und Erwartungshaltungen gerecht werden zu können. Ergänzend hierzu gehört auch die Einführung eines Managementtools zur Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Somit schafft killtec die Voraussetzungen, langfristig am Markt erfolgreich sein zu können. Generell bieten sich mittelfristig gute Innovations- und Wachstumspotenziale für killtec als auch für die Branche. Der Focus von killtec liegt kurzfristig auf der Stabilisierung des Umsatzniveaus und der Verbesserung der Rohertragsmarge.

Wie sich der Textil-, Outdoor und Skimarkt im Geschäftsjahr 2024 entwickeln wird, ist aus heutiger Sicht nur schwer mit einer gewissen Zuverlässigkeit prognostizierbar, trotzdem kann aus den bisher bekannten Ereignissen und Erkenntnissen eine gewisse Entwicklung abgeleitet werden. Da die Verkaufsphase für die Herbst - / Winterkollektion 2024 bereits gestartet wurde, konnten die Erkenntnisse hieraus bei der Prognose berücksichtigt werden. Unter Einbeziehung der Erfahrungswerte aus den Vorjahren und der bisher erzielten Verkaufsergebnisse für die Frühjahr- / Sommer- sowie Herbst- / Winterkollektion 2024 wird ein Umsatzrückgang von - 9%, aber eine nochmals leicht verbesserte Rohertragsmarge im Vergleich zum Vorjahr und daraus resultierend eine EBIT-Umsatzrendite in Höhe von + 4,1% erwartet. Dem positiven Jahresüberschuss und dem Abbau des Working Capital werden zahlungswirksame Veränderungen der Rückstellungen entgegenstehen, so dass der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 0,5 Mio. Euro betragen sollte. Der Anteil der Bankenfinanzierung an dem Gesamtkapital sollte nochmals leicht rückläufig sein und bei ca. 27% zum Jahresende liegen, ebenso sollte die Eigenkapitalquote auf ca. 56% steigen.

Welche Chancen bzw. Risiken bestehen, dass die Prognosewerte für das Jahr 2024 sich abweichend entwickeln als erwartet und was sind die wichtigen Einflussfaktoren des Jahres 2024?

Die entscheidenden Faktoren für den Umsatzerfolg 2024 sind der Grad des Abverkaufs der killtec-Kollektionen durch den Handel sowie der Grad des Verkaufs der killtec-Kollektionen auf den diversen E-Commerce-Marktplätzen. Ferner ist die wirtschaftliche Stärke der Händler im Sport- und Modebereich und deren erfolgreiche Sanierungsprozesse entscheidend für den erzielbaren Umsatz. Wegen des Strukturwandels des Handels kommt dem erfolgreichen Kunden- und Vertriebskanalmanagement eine zunehmende Bedeutung zu. Zur Stabilisierung und Verbesserung der Rohertragsmarge ist ein erfolgreiches Kosten- und Preismanagement relevant.

Die Chance, dass killtec Preiserhöhungen besser als erwartet am Markt durchsetzen wird als auch, dass Preiserhöhungen in der Beschaffung geringer ausfallen als prognostiziert, ist eher als gering anzusehen. Beide Aspekte würden einen spürbaren, positiven Effekt auf die erzielbare Rohertragsmarge haben. Die Chance, dass sich die gesamtwirtschaftlichen sowie branchenspezifischen Rahmenbedingungen positiver entwickeln als erwartet, ist wegen der derzeitigen Unsicherheiten eher gegeben, deren kurzfristiger Effekt auf die Sortiments- und Preispolitik der Händler mit einer stärkeren Fokussierung auf die Marktsegmente von killtec und einer erhöhten Nachfrage der Endverbraucher nach Produkten aus diesen Marktsegmenten, aber eher gering.

Ein Risiko für die erwartete Umsatzentwicklung könnte die wirtschaftliche Schwäche relevanter Händler im Sport- und Modebereich sein. Wenn, wie im Jahr 2023, weitere wichtige Händler im Jahr 2024 einen Insolvenzantrag stellen oder ihre Sanierung nicht so wie erwartet erfolgreich beenden werden, könnte dies spürbar den Umsatz belasten.

Ferner deutet sich durch die aktuellen geopolitischen Spannungen im arabischen Raum das Risiko an, dass die Lieferketten wieder stärker gestört sein könnten. Längere Transportzeiten und höhere Transportkosten könnten die Folgen sein. Ferner würde dadurch die Ware später im Handel sowie auf den Marktplätzen sichtbar sein und könnte so zu schlechteren Verkäufen führen.

Die Produktion und Verschiffung der Frühjahr- / Sommerkollektion 2024 verläuft derzeit im Wesentlichen wie erwartet. Der größte Anteil des zu erwarteten Einkaufsvolumen für die Kollektionen 2024 ist durch Devisentermingeschäfte abgesichert, so dass Kursschwankungen daher keine signifikanten Auswirkungen auf die Prognosewerte haben werden. Nachteilige Währungsschwankungen würden weniger den Geschäftsverlauf im Jahr 2024 prägen, sondern eher eine Herausforderung für das Geschäftsjahr 2025 sein.

Rechtliche Risiken durch z. B. höhere nationale sowie internationale Umwelt- und Arbeitsschutzstandards werden für das Jahr 2024 nicht gesehen. Mittelfristig werden aber höhere rechtliche Standards erwartet. Durch adäquate organisatorische und vertragliche Maßnahmen u. a. in den Bereichen Produktentwicklung und Beschaffung sowie Logistik und Vertrieb werden die erwarteten Veränderungen bereits heute antizipiert.

Die Überwachung von unternehmerischen Risiken wird durch die Unternehmensleitung persönlich laufend durchgeführt. Die relevanten Risikofaktoren, die sich aus dem allgemeinen Markt- und dem spezifischen Branchenumfeld ergeben, die Auswirkungen auf die Unternehmensstrategie haben, die sich negativ auf den Prozess der Leistungserbringung, auf die Mitarbeiter und auf die Organisation auswirken oder die die finanzwirtschaftliche Situation des Unternehmens gefährden, werden gezielt beobachtet. Durch ein regelmäßiges Reporting wird sichergestellt, dass die Geschäftsleitung über mögliche Fehlentwicklungen zeitnah informiert wird und damit unmittelbar notwendige Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Im Rahmen der Risikosteuerung sollen Gefahren ausgeschlossen oder zumindest erheblich reduziert werden. Hierfür steht exemplarisch die Absicherung von Fremdwährungsrisiken, die bei Geschäften in US-Dollar bestehen.

Aus heutiger Sicht sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

D. Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Wechselkursrisiken im Wareneinkauf in Form von Währungstermingeschäften eingesetzt. Ein wesentliches Ziel hierbei ist, den Plankurs abzusichern. Das Volumen des Einsatzes von Finanzinstrumenten wird im Wesentlichen durch die Höhe des Saldos aus Zahlungsmittelzuflüssen- und -abflüssen in Fremdwährung determiniert, so dass aus dem Absicherungsgeschäft als solches grundsätzlich keine zusätzlichen Ergebnisrisiken bestehen.

 

Buchholz, 29. Februar 2024

killtec Sport- und Freizeit GmbH

Marcus Killer

Sven Killer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KILLTEC Sport- und Freizeit GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KILLTEC Sport- und Freizeit GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KILLTEC Sport- und Freizeit GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Buchholz i. d. N., 12. März 2024

SKN GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Oliver Saucke, Wirtschaftsprüfer

Björn Brockhaus, Wirtschaftsprüfer

Konzernbilanz

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen 1.549.571,44 1.484.836,20
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 106.676,57 11.457,12
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.077,51 11.457,12
2. geleistete Anzahlungen 84.599,06 0,00
II. Sachanlagen 1.442.894,87 1.473.379,08
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 600.241,56 650.742,20
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 826.682,85 822.636,88
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.970,46 0,00
B. Umlaufvermögen 26.681.551,24 31.761.741,13
I. Vorräte 13.249.505,85 16.472.484,63
1. fertige Erzeugnisse und Waren 12.014.147,39 15.629.687,04
2. geleistete Anzahlungen 1.235.358,46 842.797,59
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.559.747,21 13.007.426,21
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.102.152,34 12.317.693,20
2. sonstige Vermögensgegenstände 457.594,87 689.733,01
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.872.298,18 2.281.830,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten 584.098,27 652.420,44
D. Aktive latente Steuern 214.532,16 189.425,43
Bilanzsumme, Summe Aktiva 29.029.753,11 34.088.423,20

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital 14.671.067,66 14.129.455,94
I. gezeichnetes Kapital 2.045.167,53 2.045.167,53
II. andere Gewinnrücklagen 94.848,10 116.502,69
III. Gewinnvortrag 10.767.785,72 9.244.593,85
IV. Jahresüberschuss 1.763.266,31 2.723.191,87
B. Rückstellungen 4.082.400,00 3.821.500,00
1. Steuerrückstellungen 726.000,00 476.500,00
2. sonstige Rückstellungen 3.356.400,00 3.345.000,00
C. Verbindlichkeiten 10.276.285,45 16.137.467,26
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.099.845,06 12.963.319,57
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.399,04 2.230,15
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.858.526,99 2.804.206,56
4. sonstige Verbindlichkeiten 315.514,36 367.710,98
davon aus Steuern 104.946,07 105.806,63
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 5.093,15 3.768,39
Bilanzsumme, Summe Passiva 29.029.753,11 34.088.423,20

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023 1.1.2022 - 31.12.2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 57.608.851,31 65.027.710,66
2. sonstige betriebliche Erträge 10.299,08 206.346,51
3. Materialaufwand 33.890.614,88 40.645.227,89
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 33.890.614,88 40.645.227,89
4. Personalaufwand 9.870.747,32 9.138.253,86
a) Löhne und Gehälter 8.417.669,86 7.846.577,21
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.453.077,46 1.291.676,65
davon für Altersversorgung 198.172,37 198.040,14
5. Abschreibungen 260.289,89 236.418,13
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 260.289,89 236.418,13
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 10.038.603,30 10.961.389,00
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.395,33 1.508,19
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 741.275,07 483.164,48
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.051.934,23 1.043.710,59
10. Ergebnis nach Steuern 1.768.081,03 2.727.401,41
11. sonstige Steuern 4.814,72 4.209,54
12. Jahresüberschuss 1.763.266,31 2.723.191,87

Anhang Konzernabschluss 31.12.2023

killtec Sport- und Freizeit GmbH

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die killtec Sport- und Freizeit GmbH mit Sitz in Buchholz, Zimmererstraße 5, Deutschland, ist die Muttergesellschaft des operativen Teils des killtec Konzerns. Sie wurde am 15.10.1981 errichtet und am 26.11.1981 in das Handelsregister des Amtsgerichtes Tostedt unter HRB 2437 eingetragen.

killtec ist ein mittelständisches, weltweit agierendes Familienunternehmen und entwickelt und vertreibt unter der Marke killtec moderne, innovative, funktionsstarke Sportswear für die Bereiche Ski, Outdoor, Sport und Freizeit, unter der Marke G.I.G.A. DX lifestylige, sportliche Casualwear, unter der Marke STOY Outdoor-Fashion für große Größen sowie unter der Marke First Instinct by killtec Ski- und Outdoor-Fashion für Kleinkinder.

Das Stammkapital in Höhe von Euro 2.045.167,53 wird zum 31.12.2023 gehalten von der Killer Holding GmbH & Co. KG, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Tostedt unter der Nummer HRA 2568. Deren Anteile werden gehalten von den Kommanditisten Marcus und Sven Killer zu je 50 %. Das Stammkapital ist voll eingezahlt.

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss der killtec Sport- und Freizeit GmbH ist nach den Rechnungslegungsstandards des HGB erstellt. Der Konzernabschluss besteht gem. § 297 Abs. 1 HGB aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang, der Kapitalflussrechnung und dem Eigenkapitalspiegel. Der Konzernabschluss wurde erstmalig zum 31.12.2011 aufgestellt.

Die Jahresabschlüsse, der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften, werden entsprechend § 308 HGB nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Der Stichtag der einbezogenen Einzelabschlüsse entspricht grundsätzlich dem Stichtag des Konzernabschlusses.

Der Abschluss wird in Euro ausgewiesen. Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Konzernbilanz Posten zusammengefasst und im Konzernanhang gesondert detailliert dargestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

3. Konsolidierungskreis

Alle wesentlichen Tochtergesellschaften, an denen die killtec Sport- und Freizeit GmbH mittelbar oder unmittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann, sind in den Konzernabschluss einbezogen und vollkonsolidiert.

In den Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaften Beteiligungsanteil
killtec NA Inc., Montreal (Kanada) 100 %
svecus GmbH, Buchholz (Deutschland) 100 %

4. Konsolidierungsgrundsätze

Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der Tochterunternehmen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der killtec Sport- und Freizeit GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Angaben zum Konsolidierungsstichtag

Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens, den 31. Dezember 2023, aufgestellt. Der Bilanzstichtag, der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen, ist der 31. Dezember 2023.

Kapitalkonsolidierung

Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung wurde der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile gem. § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode mit dem anteiligen Zeitwert des Eigenkapitals zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen verrechnet. Da beide einbezogenen Tochterunternehmen von der killtec Sport- und Freizeit GmbH gegründet worden sind, war eine Neubewertung nicht erforderlich. Die Anschaffungskosten der Tochterunternehmen wurden mit dem Gründungskapital verrechnet, so dass aktivische oder passivische Unterschiedsbeträge nicht anfielen.

Schuldenkonsolidierung

Bei der Schuldenkonsolidierung werden wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten der einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet.

Zwischenergebniseliminierung

Auf die Eliminierung der Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen kann verzichtet werden, da es keine unfertigen Leistungen oder Warenbestände aus Konzernlieferungen zum Abschlussstichtag gibt.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Konzerninterne Umsätze werden mit den entsprechenden konzerninternen Aufwendungen verrechnet.

Aufwendungen und Erträge aus sonstigen Geschäftsvorfällen zwischen den einbezogenen Unternehmen werden ebenfalls aufgerechnet.

Währungsumrechnung

Die Bilanzen ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden - mit Ausnahme des Eigenkapitals, welches zum historischen Kurs umzurechnen ist - zu Mittelkursen zum Bilanzstichtag, die Gewinn- und Verlustrechnung mit Periodendurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung werden ergebnisneutral im Eigenkapital ohne Berücksichtigung von latenten Steuern ausgewiesen.

In den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten bei Zugang mit dem zu diesem Zeitpunkt geltenden Wechselkurs bewertet und zum Bilanzstichtag an den dann gültigen Wechselkurs angepasst. Eingetretene Währungskursgewinne / -verluste werden erfolgswirksam erfasst.

Nachstehende Wechselkurse liegen der Währungsumrechnung zugrunde:

Währung Stichtagskurs Jahresmittelkurs
1 Euro in 31.12.2023 31.12.2022 2023 2022
Kanada CAD 1,46 1,44 1,46 1,37
USA USD 1,11 1,07 1,08 1,05

5. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt und linear entsprechend ihrer handelsrechtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt in der Regel 3 Jahre.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger nutzungsbedingter Abschreibungen unter Beachtung der handelsrechtlichen Nutzungsdauern bewertet. Es wird die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibung im Zugangsjahr erfolgt zeitanteilig.

Die Abschreibungsdauer der Sachanlagen liegt zwischen 2 und 15 Jahren.

Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis zu 800 Euro wurden im Posten für geringwertige Wirtschaftsgüter erfasst und im Jahr der Anschaffung zu 100 % gewinnmindernd abgeschrieben.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich zu den Durchschnittswerten unter Berücksichtigung von Gängigkeitsabschlägen und unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Besondere Vorratspositionen wie B-Ware und Werbemittel werden sofort im Jahr der Anschaffung abgewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert.

Das allgemeine Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Devisenkassamittelkurse zum 31.12.2023 31.12.2022
Euro / USD 1,1050 1,0666
Euro / CHF 0,9260 0,9847
Euro / CZK 24,7240 24,1160
Euro / CAD 1,4642 1,3544

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Die latenten Steuern umfassen zu erwartende Steuerzahlungen oder -erstattungen aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen der einzelnen Konzerngesellschaften. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden mit den zu den jeweilig relevanten Perioden und für die jeweiligen Gesellschaften gültigen Steuersätzen bewertet und saldiert ausgewiesen.

Bei der Behandlung von Währungsdifferenzen im Rahmen von Schuldenkonsolidierung und der Zwischenergebniseliminierung werden diese im Eigenkapital als gesonderte Position ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und Vorjahre betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Sonstige Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbare Verpflichtungen gegenüber Dritten auf Grund von Ereignissen der Vergangenheit, die der Höhe und / oder dem Eintrittszeitpunkt nach unsicher sind. Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Der Erfüllungswert wird auf der Basis einer bestmöglichen Schätzung bestimmt, wobei je nach Charakteristik der Verpflichtung geeignete Schätzverfahren und Informationsquellen genutzt werden. Als Schätzverfahren wird auf die Erwartungswertmethode zurückgegriffen. Rückstellungen für Erlösschmälerungen werden zum Stichtag auf Basis der prozentual gewährten Erlösschmälerungen des Vorjahres in Relation zum erzielten Umsatz des laufenden Geschäftsjahres vermindert um die bis zum Stichtag bereits gewährten Erlösschmälerungen gebildet. Die Höhe der Rückstellung basiert auf der historischen Entwicklung von Erlösschmälerungen.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB

Sofern die Voraussetzungen des § 254 HGB erfüllt waren, wurden schwebende Geschäfte und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen mit Finanzinstrumenten zum Ausgleich gegenläufiger Zahlungsströme zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst und nach der Einfrierungsmethode entsprechend bilanziert. Der Wert, der mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen, wird auf Basis der Geschäftsplanung 2024 unter Einbeziehung der historischen Werte ermittelt. Zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung betrug für das Geschäftsjahr 2024 der Wert aus Einkaufskontrakten für Ware, Muster und Einkaufskommissionen in Fremdwährung aus schwebenden Geschäften und mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarteten Transaktionen 23,4 Mio. USD. Zur Absicherung von Wechselkursrisiken im Wareneinkauf werden derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften eingesetzt.

Um 4,7 Mio. USD übersteigt für das Geschäftsjahr 2024 der Wert der Fremdwährungszahlungsströme aus den Einkaufskontrakten den Wert der gegenläufigen Fremdwährungszahlungsströme aus den Sicherungsgeschäften in Höhe von 18,0 Mio. USD, so dass kein Währungskursrisiko aus den Sicherungsgeschäften zum Bilanzstichtag besteht.

Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Aus Ermessensausübungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergeben sich keine erheblichen Auswirkungen auf die Wertansätze der im Abschluss ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden.

6. Erläuterungen zur Bilanz

6.1. Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Entwicklung und die Aufgliederung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sind im Anlagenspiegel detailliert dargestellt:

Anlagenspiegel

Anlagenspiegel Immateriele Vermögensgegenstände
Angaben in TEUR Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geleistete Anzahlungen Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 378
Währungskursänderungen 0 0 0
Zugänge 25 85 110
Abgänge 0 0 0
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023 404 85 110
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 -367 0 -367
Währungskursänderungen 0 0 0
Abgänge 0 0 0
Abschreibungen 2023 -15 0 -15
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2023 -382 0 -382
Buchwert 31.12.2023 22 85 107
Buchwert 31.12.2022 11 0 11

Anlagenspiegel

Anlagenspiegel Sachanlagen
Angaben in TEUR Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten Technische Anlagen und Maschinen
Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 1.659 1
Währungskursänderungen 0 0
Zugänge 14 0
Abgänge 0 0
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023 1.674 1
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 -1.009 -1
Währungskursänderungen 0 0
Abgänge 0 0
Abschreibungen 2023 -65 0
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2023 -1.073 -1
Buchwert 31.12.2023 600 0
Buchwert 31.12.2022 651 0
Anlagenspiegel Sachanlagen
Angaben in TEUR Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Summe Sachanlagen
Anschaffungs-, Herstellungskosten 3.777 0 5.437
Währungskursänderungen -1 0 -1
Zugänge 185 16 216
Abgänge -5 0 -5
Anschaffungs-, Herstellungskosten 3.957 16 5.647
Kumulierte Abschreibungen -2.954 0 -3.964
Währungskursänderungen 1 0 1
Abgänge 4 0 4
Abschreibungen 2023 -181 0 -246
Kumulierte Abschreibungen -3.130 0 -4.204
Buchwert 827 16 1443
Buchwert 823 0 1.473

Die Fristigkeit der Forderungen aus Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände ist nachfolgend dargestellt:

killtec Gruppe Stand zum 31.12.2023 Laufzeit < 1 Jahr Laufzeit > 1 Jahre Stand zum 31.12.2022
TEUR TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferung und Leistung 9.102 9.102 12.318
Sonstige Vermögensgegenstände 458 457 1 690
Summe 9.560 9.559 1 13.007

Forderungen in den sonstigen Vermögensgegenständen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr betrugen im Vorjahr TEUR 1.

In den Rechnungsabgrenzungsposten werden die bereits im Jahr 2023 erfassten Aufwendungen für die Vertretermuster der Herbst- und Wintersaison des Folgejahres ausgewiesen.

6.3. Aktive latente Steuern

Angaben in TEUR Sachanlagen Vorräte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Latente Steuern
Abweichungen Wertansätze der Handelsbilanz zur Steuerbilanz 01.01.2023 -27 -662 19
Veränderungen -4 -80 -8
Abweichungen Wertansätze der Handelsbilanz zur Steuerbilanz 31.12.2023 -31 -741 11
Aktive latente Steuern 01.01.2023 8 187 195
Passive latente Steuern 01.01.2023 -6 -6
Saldo Latente Steuern 01.01.2023 8 187 -6 189
Aktive latente Steuern 31.12.2023 9 208 218
Passive latente Steuern 31.12.2023 -3 -3
Saldo Latente Steuern 31.12.2023 9 208 -3 215
Veränderungen latente Steuern 2023 1 21 2 25
Wechselkurseffekte 1 1
Latente Steuern GuV 31.12.2023 27

Die latenten Steuern umfassen zu erwartende Steuerzahlungen oder -erstattungen aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen der einzelnen Konzerngesellschaften, sofern es hinreichend wahrscheinlich ist, dass diese auch in der Zukunft so realisiert werden. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden mit den zu den jeweilig relevanten Perioden und für die jeweiligen Gesellschaften gültigen Steuersätzen bewertet und saldiert ausgewiesen. Für Deutschland wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 30,0 % und für Kanada 26,9 % angenommen.

Überleitungsrechnung zum Konzernsteueraufwand:

Abgaben in TEUR 2023 2022
HGB-Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.815 3.767
Konzernsteuersatz in % 30 30
Erwarteter Steueraufwand 845 1.130
Abweichender Steuersatz 11 -6
Steuersatzänderungen 0 0
Permanente Differenzen 0 0
Temporäre Differenzen 29 6
Ansatzkorrekturen latenter Steuern 0 0
Nicht abziehbare Betriebsausgaben 48 37
Steuern Vorjahre 119 -123
Sonstige Effekte 0 0
Steueraufwand laut Gewinn- und Verlustrechnung 1.052 1.044

6.4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital von TEUR 2.045 entspricht dem bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Darüber hinaus enthält das Eigenkapital Beträge aus der Verrechnung sonstiger Konsolidierungsmaßnahmen. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist aus dem beigefügten Eigenkapitalspiegel ersichtlich.

6.5. Rückstellungen

Die Entwicklung der Rückstellungen ist in dem Rückstellungsspiegel erläutert:

Bezeichung Stand 01.01.23 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 31.12.23
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Steuerrückstellungen 477 250 726
Sonstige Rückstellungen 3.345 -3.336 -2 3.349 3.356

Sonstige Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbare Verpflichtungen gegenüber Dritten auf Grund von Ereignissen der Vergangenheit, die der Höhe und / oder dem Eintrittszeitpunkt nach unsicher sind. Im Wesentlichen sind unter dieser Position Rückstellung für Erlösschmälerungen (TEUR 1.457), für Personal (TEUR 954) sowie für ausstehende Rechnungen (TEUR 698) erfasst. Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet.

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

killtec Gruppe Stand zum 31.12.2023 Laufzeit < 1 Jahr Stand zum 31.12.2022
TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.100 8.100 12.963
Erhaltene Anzahlungen 2 2 2
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 1.859 1.859 2.804
Sonstige Verbindlichkeiten 316 316 368
Summe 10.276 10.276 16.137

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr betrugen im Vorjahr Null Euro.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Globalzession von Forderungen aus Warenlieferungen, Sicherungsabtretung von Warenbeständen sowie durch Verpfändung von Marken besichert.

7. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

7.1. Umsatzerlöse getrennt nach Regionen

Abgaben in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Deutschland 41.987 48.119
Übriges Europa 12.330 11.955
Nordamerika 3.012 4.701
Afrika 134 122
Südamerika 146 117
Australien 14
Umsatzerlöse 57.609 65.028

Die Umsätze entfallen ausschließlich auf das Segment für sportive und casualige Funktionsbekleidung.

7.2. Währungskursdifferenzen

Die Summe der in den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Erträge aus Währungsumrechnungsdifferenzen beträgt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 196).

Die Summe der in den oben genannten Positionen ausgewiesenen Aufwendungen aus Währungsumrechnungsdifferenzen von TEUR 218 (Vorjahr: TEUR 199).

7.3. Zinsen und ähnliche Erträge

Der Effekt aus der Abzinsung der Aufbewahrungsrückstellung in Höhe von Euro 195 (Vorjahr: Euro 167) wird unter der Position, sonstige Zinsen und ähnliche Erträge als Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen ausgewiesen.

7.4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Abgaben in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Laufende Ertragsteuern Inland 1.078 1.108
Laufende Ertragsteuern Ausland 0 -14
Latente Steuern Inland -3 -68
Latente Steuern Ausland -24 18
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.052 1.044

Die zu erwartenden Aufwendungen für die Ertragsteuern wurden, sofern nicht als Vorauszahlung bereits geleistet, in den Steuerrückstellungen bzw. in den sonstigen Vermögensgegenständen mitberücksichtigt. Der Aufwand, der das Berichtsjahr betrifft, beträgt TEUR 959.

8. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde gemäß DRS 21 nach der indirekten Methode erstellt. Der Finanzmittelfonds besteht ausschließlich aus Kassenbeständen und Bankguthaben. Der Finanzmittelfonds unterliegt keinen Verfügungsbeschränkungen.

Ertragsteuern wurden in Höhe von TEUR 747 (Vorjahr: TEUR 1.366) und Zinsen in Höhe von TEUR 741 (Vorjahr: TEUR 483) gezahlt.

Die Liquidität des Konzerns ist durch den Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und durch vereinbarte Bankkreditlinien gesichert.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag bei TEUR 8.738 und liegt damit über dem operativen Ergebnis. Den zahlungsunwirksamen Abschreibungen i. H. v. TEUR 260, die Verminderung der Vorräte i. H. v. TEUR 3.612 sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. TEUR 3.188 und der Abnahme der Sonstigen Vermögensgegenstände i. H. v 150 TEUR stehen unter anderem dem Anstieg der geleisteten Anzahlungen i. H. v. TEUR 393 und der Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. TEUR 942 gegenüber.

Im Cashflow aus Investitionstätigkeit spiegeln sich Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände und in die allgemeine Geschäfts- und Betriebsausstattung in Höhe von TEUR 326 wider.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist im Wesentlichen durch die Zinsleistungen und die Zunahme der Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie durch die Dividendenauszahlung an die Gesellschafter geprägt.

Weitere bedeutende zahlungswirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge und Geschäftsvorfälle haben nicht stattgefunden.

Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2023 einen Konzernjahresüberschuss erwirtschaftet. Die aufstellende Muttergesellschaft hat ebenfalls einen Jahresüberschuss erwirtschaftet. Es steht ein Betrag aus dem Jahresabschluss der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 11.119 zur Ausschüttung zur Verfügung.

Ergänzende Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung hinsichtlich der Definition des Finanzmittelfonds: Die Zahlungsmittel entsprechen dem Bilanzposten "Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" und betreffen nahezu ausschließlich Guthaben bei Kreditinstituten.

Weitere Informationen sind in der der Kapitalflussrechnung ersichtlich.

9. Sonstige Angaben

9.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus den laufenden Miet- und Leasingverträgen ergeben sich in Höhe von TEUR 5.915 sonstige finanzielle Verpflichtungen für den Zeitraum 2024 bis 2028.

9.2. Angaben zum Mutterunternehmen

Die Killtec Sport- und Freizeit GmbH mit Sitz in Buchholz i.d.N. stellt für den kleinsten Teil der Unternehmensgruppe einen Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss der Killtec Sport- und Freizeit GmbH wird im elektronischen Unternehmensregister offengelegt.

Für den größten Teil der Unternehmensgruppe stellt die Killer Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Buchholz i.d.N. einen Konzernabschluss auf.

9.3. Mitarbeiter

31.12.2023 31.12.2022
killtec Sport- und Freizeit GmbH 131 124
svecus GmbH
killtec NA 6 6
Durchschnitt Mitarbeiter 137 130

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Angestellten ohne Geschäftsführer beträgt 137 (Vorjahr: 130), davon 2 leitende Angestellte (Vorjahr: 2).

9.4. Geschäftsführung / Vertretung

Geschäftsführer sind Herr Marcus Killer, für die Bereiche Vertrieb, Logistik und Administration, und Herr Sven Killer, für die Bereiche Entwicklung und Beschaffung. Die Geschäftsführer sind von der Beschränkung des § 181 BGB befreit.

Der Ausweis der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 (4) HGB.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Geschäftsführer in Höhe von Euro 20.013,17 (Vorjahr Euro 20.148,15) enthalten. Die Forderungen sind unverzinst und unbesichert. Ein Rückzahlungstermin für die Vorschusszahlungen wurde nicht vereinbart.

9.5. Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresüberschuss des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 1.951 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

9.6. Sonstiges

In der Gesellschafterversammlung der killtec Sport- und Freizeit GmbH vom 25.07.2023 wurde der geprüfte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss zum 31.12.2022 zusammen mit dem Lagebericht gebilligt und damit ordnungsgemäß festgestellt. Der Geschäftsführung wurde für das Geschäftsjahr 2022 Entlastung erteilt.

9.7. Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 65,0.

 

Buchholz, 29. April 2024

killtec Sport- und Freizeit GmbH

Marcus Killer

Sven Killer

Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023

KILLTEC Sport- und Freizeit GmbH, Buchholz i.d.N.

Kapitalflussrechnung TEUR 2023 2022
Konzernjahresüberschuss- / fehlbetrag 1.763 2.723
+/- Zinsaufwendungen / -erträge 739 482
-/+ Erträge / Verluste Anlagenabgänge 0 0
+ Abschreibungen 260 236
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 0 0
+/- Ertragsteueraufwand / -ertrag 1.052 1.044
+/- Ein- / Auszahlungen Ertragsteuern -747 -1.366
-/+ Zunahme / Abnahme Fertige Erzeugnisse und Waren 3.612 -6.724
-/+ Zunahme / Abnahme Geleistete Anzahlungen -393 2.156
-/+ Zunahme / Abnahme Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen 3.188 -3.813
-/+ Zunahme / Abnahme Sonstige Vermögensgegenstände 150 -357
-/+ Zunahme / Abnahme Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 68 -205
+/- Zunahme / Abnahme Rückstellungen 11 340
+/- Zunahme / Abnahme Verbindlichkeiten a. Lieferung u. Leistungen -942 1.055
+/- Zunahme / Abnahme Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 2
+/- Zunahme / Abnahme Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0 0
+/- Zunahme / Abnahme Sonstige Verbindlichkeiten -50 81
+/- Zunahme / Abnahme Sonstige Aktiva und Passiva 25 3
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 8.738 -4.343
- Auszahlungen Investitionen immaterielle Vermögengegenstände -110 0
- Auszahlungen Investitionen Sachanlagen -216 -409
+ Einzahlungen Desinvestitionen Sachanlagen 0 0
- Auszahlungen Ausleihungen 0 0
+ Einzahlungen Tilgung Ausleihungen 0 0
+ Einzahlungen erhaltener Zinsen 2 2
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -323 -407
+/- Zunahme / Abnahme Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -4.863 5.931
+/- Zunahme / Abnahme Finanzverbindlichkeiten gegenüber Sonstige Dritte 0 0
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten gegenüber Gesellschaftern 0 0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten gegenüber Gesellschaftern 0 0
- Auszahlungen gezahlter Zinsen -741 -483
- Auszahlungen gezahlter Dividenden an Gesellschafter -1.200 -1.000
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -6.805 4.448
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 1.610 -302
+ Anfangsbestand Finanzmittelfonds 2.282 2.590
+/- Wechselkursbedingte Veränderungen des Zahlungsmittelfonds -19 -6
= Endbestand Finanzmittelfonds 3.872 2.282

Die Zusammensetzung des Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten "Schecks, Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten".

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023

KILLTEC Sport- und Freizeit GmbH, Buchholz i.d.N.

Entwicklung des Konzerneigenkapitals 2023

Angaben in EUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Stand zum ... 01.01.2022 2.045.167,53 0,00 123.677,35
Vortrag Konzernergebnis 2021
Gewinnausschüttungen
Veränderungen des Eigenkapitals durch Änderung des Konsolidierungskreises
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnungen -7.174,66
Konzernergebnis 2022
Stand zum ... 31.12.2022 2.045.167,53 0,00 116.502,69
Stand zum... 01.01.2023 2.045.167,53 0,00 116.502,69
Vortrag Konzernergebnis 2022
Gewinnausschüttungen
Veränderungen des Eigenkapitals durch Änderung des Konsolidierungskreises
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnungen -21.654,59
Konzernergebnis 2023
Stand zum ... 31.12.2023 2.045.167,53 0,00 94.848,10
Angaben in EUR Gewinn- / Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss Konzerneigenkapital
Stand zum ... 01.01.2022 8.349.470,05 1.895.123,80 12.413.438,73
Vortrag Konzernergebnis 2021 1.895.123,80 -1.895.123,80 0,00
Gewinnausschüttungen -1.000.000,00 -1.000.000,00
Veränderungen des Eigenkapitals durch Änderung des Konsolidierungskreises 0,00
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnungen -7.174,66
Konzernergebnis 2022 2.723.191,87 2.723.191,87
Stand zum ... 31.12.2022 9.244.593,85 2.723.191,87 14.129.455,94
Stand zum... 01.01.2023 9.244.593,85 2.723.191,87 14.129.455,94
Vortrag Konzernergebnis 2022 2.723.191,87 -2.723.191,87 0,00
Gewinnausschüttungen -1.200.000,00 -1.200.000,00
Veränderungen des Eigenkapitals durch Änderung des Konsolidierungskreises 0,00
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnungen -21.654,59
Konzernergebnis 2023 1.763.266,31 1.763.266,31
Stand zum ... 31.12.2023 10.767.785,72 1.763.266,31 14.671.067,66

Lagebericht Konzernabschluss 31.12.2023 killtec Sport- und Freizeit GmbH

A. Grundlagen des Konzerns

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

II. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs 2023

III. Wirtschaftliche Lage des Konzerns

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

D. Finanzinstrumente

A. Grundlagen des Konzerns

Als Familienkonzern lebt killtec das Thema Sport- und Outdoorbekleidung mit der Erfahrung aus über 40 Jahren am Markt. In der Firmenzentrale in Buchholz in der Nordheide werden knapp 116 Mitarbeiter beschäftigt, die sich im Schwerpunkt um Design, Produktentwicklung und Produkttechnik sowie um den Vertrieb kümmern. Ebenso befinden sich hier die Verwaltung und das Logistikzentrum. Das Markenprogramm umfasst die sportive und funktionale Kernmarke killtec, die sportive Casual- und Lifestyle-Marke G.I.G.A. DX, die Outdoor-Fashion Marke für große Größen STOY sowie die Marke First Instinct by killtec für die Kleinkinder. Die Produkte der Linie G.I.G.A. DX stehen für lässige, sportive Mode mit ausgeprägter Lifestyle-Orientierung. Die Marke killtec umfasst funktionelle Textilien für die Bereiche Ski, Outdoor sowie Sport und Freizeit. Gegründet 1981, wird das Unternehmen heute in 2. Generation von Marcus und Sven Killer geführt. Mittlerweile werden rund 3.500 Handelspartner, überwiegend Fachgeschäfte, in mehr als 30 Ländern weltweit beliefert. Die Vertriebsgesellschaft killtec NA Inc. (Montreal) bildet hierbei die Basis für das Nordamerikageschäft. Die Vertriebsgesellschaft svecus GmbH mit Sitz in Buchholz, mit der ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag vereinbart wurde, dient dem Zweck, neue Geschäftsfelder im E-Commerce Bereich für die killtec- Gruppe zu erschließen. Durch eine enge Kooperation mit asiatischen Agenturen sichert sich killtec den direkten Einfluss auf Materialentwicklung und Produktion.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Deutschland ist mit einem Umsatzanteil von 73 % und Europa mit einem Anteil von 94 % wichtigster Absatzmarkt von killtec. Der Umsatzanteil der Vertriebsgesellschaft killtec NA Inc. liegt bei 5 %. Daher haben insbesondere die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen in Deutschland eine gewisse Relevanz für den Geschäftsverlauf von killtec. Die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren weiterhin durch hohe Unsicherheiten sowie durch eine Vielzahl von weltweiten Krisenherden geprägt. Diese schlugen sich auch in der schwächelnden wirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere in Europa und Deutschland nieder. Die deutsche Wirtschaft schrumpfte im Jahr 2023 preisbereinigt um -0,3 %, in der EU wuchs die Wirtschaft leicht um +0,6 %. Die privaten Konsumausgaben sanken in Deutschland trotz hoher nomineller Einkommenszuwächse und eines robusten Arbeitsmarktes preisbereinigt um -0,8 %. Die zwar sinkende, aber noch hohe Inflation, sowie die gestiegenen Zinsen entfalteten auch hier ihre Wirkung.

Während der gesamte Einzelhandel im Vergleich zu 2022 preisbereinigt ca. -3,1 % weniger umgesetzt hat, lag der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren ca. +3,6 % über dem Vorjahr, wohingegen der Onlinehandel erneut ein Minus von -3,7 % verkraften musste.

Der Strukturwandel des Handels beschleunigt sich unter den schwierigen Rahmenbedingungen. Die sehr hohe Anzahl an Unternehmen, die einen Insolvenzantrag in 2023 stellen mussten, steht hierfür sinnbildlich, ebenso wie der Transformationsprozess zu einem ökologischen und sozialem, kreislauforientiertem Textilökosystem.

Der nordamerikanische Markt stand und steht vor vergleichbaren Herausforderungen.

II. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs 2023

killtec bezieht seine Produkte im Wesentlichen aus dem asiatischen Raum auf USD-Basis.

Die hohe Volatilität des USD blieb auch in 2023 erhalten. killtec nutzt daher die Möglichkeiten der Kurssicherung in Form von Devisentermingeschäften zur Abmilderung des Währungskursrisikos. Der Durchschnittskurs des Jahres 2023 lag mit 1,08 USD / Euro +3 % über dem Vorjahreswert.

Die Lieferketten zeigten sich in 2023 signifikant stabiler als in den Vorjahren, was sich auch in dem ausreichenden Angebot an überseeischen Transportkapazitäten und den normalisierten Frachtraten widerspiegelte. Kostensteigerungen u. a. im Bereich der Beschaffung, der Energie und des Personals trafen auf eingeschränkte Möglichkeiten, Preiserhöhungen am Markt durchzusetzen. Die generell gedrückte Konsumstimmung und Verunsicherung hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung führten zu einem vorsichtigen Einkaufsverhalten des Sport- und Modefachhandels.

In 2023 gab es ferner eine Korrektur des E-Commerce-Trends der Vorjahre, welche sich u. a. auch in der Anzahl der Insolvenzanträge in diesem Marktsegment widerspiegelte.

Auf der anderen Seite stabilisierten gesellschaftliche Trends die Nachfrage nach sportiver, funktionaler, modischer und casualer Freizeitbekleidung und konnten somit der generellen Konsumzurückhaltung entgegenwirken. Zu nennen sind hier der Trend hin zum freizeitlichen Outdoor-Sport und Outdoor- Urlaub, wie beispielsweise das E-Biking und Wandern sowie Caravaning und Camping. Ferner die sich verändernde städtische Mobilität und der Trend zum hybriden Arbeiten.

Insgesamt sank der Umsatz um -11 % im Vergleich zum Vorjahr, aber geringer als erwartet (-14 %). Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) liegt mit +3,6 Mio. Euro -16 % unter dem Vorjahr, aber trotz des herausfordernden Marktumfelds +32 % höher als prognostiziert. In Deutschland ging der Umsatz um -13 % zurück, wohingegen der Umsatz im übrigen Europa um +3 % gesteigert wurde. Der Umsatz im E-Commerce-Bereich sank um -15 % und entsprechend war der relative Umsatzanteil in Höhe von 31 % leicht rückläufig (Vorjahr: 32 %). Entgegengesetzt hierzu wuchs der Umsatz im Vorjahresvergleich mit der svecus GmbH um +42 %.

Die Tochtergesellschaft killtec NA konnte sich den Widrigkeiten des nordamerikanischen Marktes nicht entziehen, so dass der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um -36 % gesunken ist. Das Geschäftsmodell der Vertriebsgesellschaft killtec NA ist derzeit ausschließlich fokussiert auf ein reines Vorordergeschäft, so dass sich das Einkaufsverhalten der Fachhändler in der Vororderphase unmittelbar im Umsatz widerspiegelt und die Umsatzhöhe daher nicht durch ein nachgelagertes Nachordergeschäft zusätzlich geprägt wird.

III. Wirtschaftliche Lage des Unternehmens

1. Ertragslage

Die Ertragslage von killtec wird wesentlich geprägt durch die Umsatzentwicklung in Deutschland, Europa und Nordamerika. Insgesamt ging der Umsatz um -11 % zum Vorjahr zurück. Die Rohertragsmarge wurde gegenüber dem Vorjahr um +3,7 %-Punkte auf 41,2 % (Vorjahr: 37,5 %) verbessert. Ein geänderter Kunden- und Produktmix, die Normalisierung der Frachtraten und die erhöhte Zuverlässigkeit der Lieferketten sowie der etwas stärkere Euro gegenüber dem USD wirkten sich kompensierend auf die gestiegenen Warenbeschaffungskosten und somit positiv auf die Rohertragsmarge aus. Der Personalaufwand stieg u. a. durch die inflationsbedingt erforderlichen Gehaltsanpassungen um +8,0 % an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um -8,4 %. Die Umsatzrendite in Höhe von +6,2 % bezogen auf das Ergebnis vor Zinsen und vor Ertragsteuern (EBIT) ist nahezu unverändert zum Vorjahr. Der Zinsaufwand erhöhte sich durch das generell höhere Zinsniveau um +53,4 %. Durch eine reduzierte Ø Kapitalbindung konnte der Zinseffekt abgemildert werden.

In der folgenden Übersicht sind die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres aufbereitet und den Vorjahreswerten gegenübergestellt:

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 57.609 100,0 65.028 100,0
Wareneinsatz -33.891 -58,8 -40.645 -62,5
Rohertrag 23.718 41,2 24.382 37,5
Personalaufwand -9.871 -17,1 -9.138 -14,1
Abschreibungen -260 -0,5 -236 -0,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.039 -17,4 -10.961 -16,9
Sonstige betriebliche Erträge 10 0,0 206 0,3
Sonstige Steuern -5 0,0 -4 0,0
Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern 3.554 6,2 4.249 6,5
Zins- und Beteiligungserträge 2 0,0 2 0,0
Zinsaufwendungen -741 -1,3 -483 -0,7
Finanzergebnis -739 -1,3 -482 -0,7
Ergebnis nach Zinsen und vor Ertragssteuern 2.815 4,9 3.767 5,8
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.052 -1,8 -1.044 -1,6
Konzernjahresüberschuss 1.763 3,1 2.723 4,2
+/-
TEUR %
Umsatzerlöse -7.419 -11,4
Wareneinsatz 6.755 -16,6
Rohertrag -664 -2,7
Personalaufwand -732 8,0
Abschreibungen -24 10,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen 923 -8,4
Sonstige betriebliche Erträge -196 -95,0
Sonstige Steuern -1 14,4
Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern -694 -16,3
Zins- und Beteiligungserträge 1 58,8
Zinsaufwendungen -258 53,4
Finanzergebnis -257 53,4
Ergebnis nach Zinsen und vor Ertragssteuern -952 -25,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -8 0,8
Konzernjahresüberschuss -960 -35,3

2. Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe +8,7 Mio. Euro (Vorjahr: -4,3 Mio. Euro)

konnte deutlich verbessert werden. Getragen wurde diese Entwicklung von dem Abbau des Working Capital in Höhe von -5,5 Mio. Euro als auch von dem Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern in Höhe von +3,6 Mio. Euro (Vorjahr: +4,2 Mio. Euro). Die Normalisierung der Situation auf den Beschaffungsmärkten und in der Logistikkette zeigt sich auch in dem Abbau des Working Capital zum Jahresende.

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 0,3 Mio. Euro wurden innenfinanziert. Investiert wurde schwerpunktmäßig in IT-Infrastruktur sowie in Büro- und Geschäftsausstattung.

Die Eigenkapitalquote liegt bedingt durch das gesunkene Gesamtvermögen mit 51 % über dem Vorjahreswert (41 %). Aus finanzwirtschaftlicher Sicht ist die Gesellschaft mit einer Eigenkapitalquote von 51 % ausreichend gegenüber möglichen Risiken der Überschuldung abgesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten reduzierten sich um -4,9 Mio. Euro. Der Anteil der Bankenfinanzierung an dem Gesamtkapital liegt bei 28 % (Vorjahr: 38 %). Die Inanspruchnahme des mit den Banken vereinbarten Kreditrahmens zur Finanzierung der notwendigen Betriebsmittel erfolgt im Wesentlichen als Kontokorrentkredit in Euro oder USD oder als Geldmarktkredit in Euro.

Die mit den Kreditinstituten vereinbarten Kreditlinien deckten zu jedem Zeitpunkt den Finanzierungsbedarf ab.

Ferner erhöhte sich der Bestand des Finanzmittelfonds um +1,6 Mio. Euro.

Die Liquiditätssituation der Gesellschaft ist daher positiv. Im Berichtsjahr sind keine Liquiditätsengpässe eingetreten und nach der Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2024 sind auch keine absehbar.

Auf die Kapitalflussrechnung wird an dieser Stelle verwiesen.

3. Vermögenslage

Das Gesamtvermögen sank um -5,1 Mio. Euro und liegt bei 29,0 Mio. Euro (Vorjahr: 34,1 Mio. Euro). Durch den Abbau der Vorräte um -3,2 Mio. Euro (-20 %) und den Abbau der Forderungen aus Lieferungen um -3,2 Mio. Euro (-26 %) konnte das Working Capital um -5,5 Mio. Euro gesenkt werden. Geringere Störungen und eine erhöhte Zuverlässigkeit in der Lieferkette stützten diese Reduzierung.

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 2.045. Das Eigenkapital erhöht sich durch den erzielten Jahresüberschuss in Höhe von 1,8 Mio. Euro und der Gewinnausschüttung in Höhe von -1,2 Mio. Euro um +0,5 Mio. Euro auf 14,7 Mio. Euro.

In der folgenden Übersicht sind die Bilanzpositionen zum 31.12.2023 den Vorjahreswerten gegenübergestellt:

AKTIVA 2023 2022
TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 107 11
Sachanlagen 1.443 5 1.473 4
Sonstige Vermögensgegenstände langfristig 1 12
Langfristig gebundenes Vermögen 1.550 5 1.497 4
Vorräte 13.250 46 16.472 48
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.102 31 12.318 36
Sonstige Vermögensgegenstände kurzfristig 457 2 678 2
Rechnungsabgrenzungsposten 584 2 652 2
Aktive Latente Steuern 215 1 189 1
Kurzfristig gebundenes Vermögen 23.607 81 30.310 89
Liquide Mittel 3.872 13 2.282 7
Gesamtvermögen 29.030 100 34.088 100
AKTIVA +/-
TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 95 831
Sachanlagen -30 -2
Sonstige Vermögensgegenstände langfristig -11 -94
Langfristig gebundenes Vermögen 53 4
Vorräte -3.223 -20
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -3.216 -26
Sonstige Vermögensgegenstände kurzfristig -221 -33
Rechnungsabgrenzungsposten -68 -10
Aktive Latente Steuern 25 13
Kurzfristig gebundenes Vermögen -6.702 -22
Liquide Mittel 1.590 70
Gesamtvermögen -5.059 -15
PASSIVA 2023 2022
TEUR % TEUR %
Stammkapital 2.045 7 2.045 6
Kapitalrücklage
Gewinnvortrag 10.768 37 9.245 27
Konzernjahresüberschuss 1.763 6 2.723 8
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 95 117
Eigenkapital 14.671 51 14.129 41
Verbindlichkeiten ggü Gesellschaftern
Langfristig verfügbares Kapital 14.671 51 14.129 41
Steuerrückstellungen 726 3 477 1
Sonstige Rückstellungen 3.356 12 3.345 10
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 8.100 28 12.963 38
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 1.861 6 2.806 8
Sonstige Verbindlichkeiten 316 1 368 1
Rechnungsabgrenzungsposten
Kurzfristig verfügbares Kapital 14.359 49 19.959 59
Gesamtkapital 29.030 100 34.088 100
PASSIVA +/-
TEUR %
Stammkapital
Kapitalrücklage
Gewinnvortrag 1.523 13
Konzernjahresüberschuss 960 34
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -22 -19
Eigenkapital 542 4
Verbindlichkeiten ggü Gesellschaftern
Langfristig verfügbares Kapital 542 4
Steuerrückstellungen 250 52
Sonstige Rückstellungen 11 0
Verbindlichkeiten Kreditinstitute -4.863 -38
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen -946 -34
Sonstige Verbindlichkeiten -52 -14
Rechnungsabgrenzungsposten
Kurzfristig verfügbares Kapital -5.600 -28
Gesamtkapital -5.059 -15

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

killtec nutzt im Wesentlichen die nachstehenden finanziellen Kennzahlen zur finanzwirtschaftlichen operativen und strategischen Unternehmenssteuerung:

Finanzielle Leistungsindikatoren 2023 2022
Rohertragsmarge 41,2 % 37,5 %
EBIT - Umsatzrendite 6,2 % 6,5 %
Eigenkapitalquote 51,0 % 41,0 %
Working Capital 20.491 25.984
Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten 8.100 12.963
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 8.738 -4.343

Die entsprechenden Definitionen sowie Herleitungen und deren Entwicklung sind in den jeweiligen Abschnitten zu den Themen Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage dargestellt und erläutert.

Die Kennzahlen und deren Entwicklung ermöglichen es killtec, operativ sowie strategisch die wirtschaftliche Lage und Zukunftsorientierung von killtec zu beurteilen und die erforderlichen Handlungsfelder zu erkennen sowie die erforderlichen Maßnahmen zu bestimmen und umsetzen und deren Wirksamkeit zu überprüfen.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Der Markt, in dem killtec tätig ist, ist im Wandel, der Textil- und Sportartikelmarkt ist zusätzlich ein sehr schnelllebiger und wetterabhängiger Markt. Die fortschreitende Digitalisierung vieler Lebens- und Wirtschaftsbereiche erhöht diese Dynamik zusätzlich. Ferner ist der gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformationsprozess hin zu nachhaltigerem Wirtschaften und nachhaltigeren Lebensformen voll im Gange. Die Geschwindigkeit dieser Entwicklungen und Veränderungsprozesse und die Notwendigkeit, auf diese die passenden Antworten zu finden wird durch die bereits heute sowie zukünftigen technischen Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz noch deutlich erhöht. Unternehmen, die sich erfolgreich in diesem Markt bewähren wollen, müssen sich diesen permanenten Veränderungen und Anforderungen schnell und kurzfristig anpassen sowie sich durch innovative, kreative Konzepte und Lösungen für den Kunden von den Wettbewerbern differenzieren können.

Voraussetzungen hierfür sind u. a. motivierte und gut qualifizierte Mitarbeiter als auch eine agile sowie anpassungsfähige Organisationsform. killtec setzt daher im Bereich der Mitarbeiter auf die eigene Ausbildung in den Bereichen der Produktentwicklung, Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaft sowie Lagerlogistik, auf die gezielte Förderung und Weiterbildung, auf moderne und zeitgerechte Arbeitsformen sowie auf eine hochflexible und moderne IT - Infrastruktur, in der alle wesentlichen Geschäftsprozesse integriert abgebildet sind.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Welche wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2024 wird für killtec erwartet?

Der folgenden Prognose liegen die nachstehenden Rahmenbedingungen zugrunde. Das Jahr 2024 wird auch ein Jahr von großen Herausforderungen und Veränderungen sowie hohen Unsicherheiten sein. Aus strategischer Perspektive sind die Punkte Nachhaltigkeit, Strukturwandel des Handels, Digitalisierung und E-Commerce die relevanten Themen für das Jahr 2024, für die Konzepte und Maßnahmen erarbeitet, weiterentwickelt und umgesetzt werden müssen, um die Zukunftsfähigkeit von killtec zu sichern.

Die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN als auch der "Green Deal" der EU verpflichten Politik, Gesellschaft sowie insbesondere auch die Wirtschaft durch adäquate Nachhaltigkeitsstrategien und Maßnahmen ihren Beitrag zur Erreichung dieser Ziele zu leisten. Die ausreichende Berücksichtigung dieser Ziele in der Unternehmensstrategie und Unternehmenskultur ist bereits heute ein wichtiger und wird zukünftig ein noch wesentlich bedeutender Erfolgsfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung eines Unternehmens sein. Dabei spielen insbesondere die sich verändernden Erwartungshaltungen und Anforderungen der Kunden ebenso eine wichtige Rolle wie die der Mitarbeiter und potentiellen Bewerber mit Blick auf die Attraktivität als Arbeitgeber und die Identifikationsmöglichkeit mit dem Unternehmen. Bereits heute lösen die Konzepte und Maßnahmen zur Erreichung der Nachhaltigkeits- und Klimaziele beachtliche staatliche und private Investitionen und Innovationen aus und werden somit mittel- und langfristig eine positive wirtschaftliche Entwicklung stützen.

Der Strukturwandel des Handels hat sich durch die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen stark beschleunigt. Aus operativer Perspektive wird der Geschäftsverlauf 2024 von killtec u. a. abhängen von der wirtschaftlichen Stärke seiner Händlerbasis und deren erfolgreichen Sanierungsprozessen sowie dem erfolgreichen Kunden- und Vertriebskanalmanagement. Generell befindet sich killtec in einem leicht wachsenden Markt, in dem durch die gesellschaftlichen Trends die Nachfrage nach sportiver, funktionaler, modischer und casualer Freizeitbekleidung gestützt wird. Ferner ist zu erwarten, dass, auch wenn das weiterhin höhere Zinsniveau und die geopolitischen Unsicherheiten eher dämpfend auf die Konsumstimmung wirken könnten, die zu erwartende Reallohnsteigerung in 2024 den Konsum anschieben wird.

Um die Chancen, die sich aus den sich ändernden Anforderungen der Märkte ergeben, für sich nutzen zu können, investiert killtec in neue Geschäftsmodelle, in die Organisation und persönliche Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter, in die Kollektion und die Marke sowie in die Bereiche IT und E- Commerce-Kompetenz. Beispielhaft hierfür stehen die Investitionen in eine 3D-Software für die Produktentwicklung und eine Software für ein digitales Dokumenten- und Prozessmanagementsystem sowie die Gründung der Vertriebsgesellschaft svecus GmbH. Nachhaltigkeit ist ein strategischer Erfolgsfaktor. killtec hat daher organisatorisch einen kontinuierlichen Nachhaltigkeitsprozess installiert, um den heutigen und zukünftigen Anforderungen und Erwartungshaltungen gerecht werden zu können. Ergänzend hierzu gehört auch die Einführung eines Managementtools zur Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Somit schafft killtec die Voraussetzungen langfristig am Markt erfolgreich sein zu können. Generell bieten sich mittelfristig gute Innovations- und Wachstumspotenziale für killtec als auch für die Branche. Der Focus von killtec liegt kurzfristig auf der Stabilisierung des Umsatzniveaus und der Verbesserung der Rohertragsmarge.

Wie sich der Textil-, Outdoor und Skimarkt im Geschäftsjahr 2024 entwickeln wird, ist aus heutiger Sicht nur schwer mit einer gewissen Zuverlässigkeit prognostizierbar, trotzdem kann aus den bisher bekannten Ereignissen und Erkenntnissen eine gewisse Entwicklung abgeleitet werden. Da die Verkaufsphase für die Herbst- / Winterkollektion 2024 bereits gestartet wurde, konnten die Erkenntnisse hieraus bei der Prognose berücksichtigt werden. Unter Einbeziehung der Erfahrungswerte aus den Vorjahren und der bisher erzielten Verkaufsergebnisse für die Frühjahr- / Sommer- sowie Herbst- / Winterkollektion 2024 wird ein Umsatzrückgang von -9 %, aber eine nochmals leicht verbesserte Rohertragsmarge im Vergleich zum Vorjahr und daraus resultierend eine EBIT-Umsatzrendite in Höhe von +3,8 % erwartet. Dem positiven Jahresüberschuss und dem Abbau des Working Capital werden zahlungswirksame Veränderungen der Rückstellungen entgegenstehen, so dass der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 0,0 Mio. Euro betragen sollte. Der Anteil der Bankenfinanzierung an dem Gesamtkapital sollte nochmals leicht rückläufig sein und bei ca. 25 % zum Jahresende liegen, ebenso sollte die Eigenkapitalquote auf ca. 60 % steigen.

Welche Chancen bzw. Risiken bestehen, dass die Prognosewerte für das Jahr 2024 sich abweichend entwickeln als erwartet und was sind die wichtigen Einflussfaktoren des Jahres 2024?

Die entscheidenden Faktoren für den Umsatzerfolg 2024 sind der Grad des Abverkaufs der killtec- Kollektionen durch den Handel sowie der Grad des Verkaufs der killtec Kollektionen auf den diversen E- Commerce-Marktplätzen. Ferner ist die wirtschaftliche Stärke der Händler im Sport- und Modebereich und deren erfolgreiche Sanierungsprozesse entscheidend für den erzielbaren Umsatz. Wegen des Strukturwandels des Handels kommt dem erfolgreichen Kunden- und Vertriebskanalmanagement eine zunehmende Bedeutung zu. Zur Stabilisierung und Verbesserung der Rohertragsmarge ist ein erfolgreiches Kosten- und Preismanagement relevant.

Die Chance, dass killtec Preiserhöhungen besser als erwartet am Markt durchsetzen wird als auch, dass Preiserhöhungen in der Beschaffung geringer ausfallen als prognostiziert, ist eher als gering anzusehen. Beide Aspekte würden einen spürbaren, positiven Effekt auf die erzielbare Rohertragsmarge haben. Die Chance, dass sich die gesamtwirtschaftlichen sowie branchenspezifischen Rahmenbedingungen positiver entwickeln als erwartet, ist wegen der derzeitigen Unsicherheiten eher gegeben, deren kurzfristiger Effekt auf die Sortiments- und Preispolitik der Händler mit einer stärkeren Fokussierung auf die Marktsegmente von killtec und einer erhöhten Nachfrage der Endverbraucher nach Produkten aus diesen Marktsegmenten, aber eher gering.

Ein Risiko für die erwartete Umsatzentwicklung könnte die wirtschaftliche Schwäche relevanter Händler im Sport- und Modebereich sein. Wenn, wie im Jahr 2023, weitere wichtige Händler im Jahr 2024 einen Insolvenzantrag stellen oder ihre Sanierung nicht so wie erwartet erfolgreich beenden werden, könnte dies spürbar den Umsatz belasten.

Ferner deutet sich durch die aktuellen geopolitischen Spannungen im arabischen Raum das Risiko an, dass die Lieferketten wieder stärker gestört sein könnten. Längere Transportzeiten und höhere Transportkosten könnten die Folgen sein. Ferner würde dadurch die Ware später im Handel sowie auf den Marktplätzen sichtbar sein und könnte so zu schlechteren Verkäufen führen.

Die Produktion und Verschiffung der Frühjahr- / Sommerkollektion 2024 verläuft derzeit im Wesentlichen wie erwartet. Der größte Anteil des zu erwarteten Einkaufsvolumen für die Kollektionen 2024 ist durch Devisentermingeschäfte abgesichert, so dass Kursschwankungen daher keine signifikanten Auswirkungen auf die Prognosewerte haben werden. Nachteilige Währungsschwankungen würden weniger den Geschäftsverlauf im Jahr 2024 prägen, sondern eher eine Herausforderung für das Geschäftsjahr 2025 sein.

Rechtliche Risiken durch z. B. höhere nationale sowie internationale Umwelt- und Arbeitsschutzstandards werden für das Jahr 2024 nicht gesehen. Mittelfristig werden aber höhere rechtliche Standards erwartet. Durch adäquate organisatorische und vertragliche Maßnahmen u. a. in den Bereichen Produktentwicklung und Beschaffung sowie Logistik und Vertrieb werden die erwarteten Veränderungen bereits heute antizipiert.

Die Überwachung von unternehmerischen Risiken wird durch die Unternehmensleitung persönlich laufend durchgeführt. Die relevanten Risikofaktoren, die sich aus dem allgemeinen Markt- und dem spezifischen Branchenumfeld ergeben, die Auswirkungen auf die Unternehmensstrategie haben, die sich negativ auf den Prozess der Leistungserbringung, auf die Mitarbeiter und auf die Organisation auswirken oder die die finanzwirtschaftliche Situation des Unternehmens gefährden, werden gezielt beobachtet. Durch ein regelmäßiges Reporting wird sichergestellt, dass die Geschäftsleitung über mögliche Fehlentwicklungen zeitnah informiert wird und damit unmittelbar notwendige Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Im Rahmen der Risikosteuerung sollen Gefahren ausgeschlossen oder zumindest erheblich reduziert werden. Hierfür steht exemplarisch die Absicherung von Fremdwährungsrisiken, die bei Geschäften in US-Dollar bestehen.

Aus heutiger Sicht sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

D. Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Wechselkursrisiken im Wareneinkauf in Form von Währungstermingeschäften eingesetzt. Ein wesentliches Ziel hierbei ist, den Plankurs abzusichern. Das Volumen des Einsatzes von Finanzinstrumenten wird im Wesentlichen durch die Höhe des Saldos aus Zahlungsmittelzuflüssen- und -abflüssen in Fremdwährung determiniert, so dass aus dem Absicherungsgeschäft als solches grundsätzlich keine zusätzlichen Ergebnisrisiken bestehen.

 

Buchholz, 29. April 2024

killtec Sport- und Freizeit GmbH

Marcus Killer

Sven Killer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KILLTEC Sport- und Freizeit GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der KILLTEC Sport- und Freizeit GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der KILLTEC Sport- und Freizeit GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Buchholz i. d. N ., 27. Mai 2024

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