Schwarzhaupt Pharma GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Heinz Schlier seit 15.5.2023 | Geschäftsführer |
Dirk Hess seit 17.8.2006 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
HOLSTENFLOR-Beteiligungs-GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 100.00% | |
Quelle Online GmbHAufgelöst | 100.00% |
La Source Versand GmbHAufgelöst | 100.00% |
FSF Forderungsservicing Fürth GmbHAufgelöst | 100.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Quelle GmbH i.L.FürthJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2011 bis zum 31.08.2012Bilanz zum 31. August 2012Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. September 2011 bis 31. August 2012
Anhang für die Zeit vom 1. September 2011 bis 31. August 2012Quelle GmbH i. I., FürthAllgemeine AngabenAuf der Grundlage des Insolvenzantrages vom 9. Juni 2009 hat das Amtsgericht Essen das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Gesellschaft zum 1. September 2009 eröffnet. Da gemäß § 155 Abs. 2 InsO mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens ein neues Geschäftsjahr beginnt, war das Geschäftsjahr 2008/09 ein Rumpfgeschäftsjahr, das elf Monate umfasste und am 31. August 2009 endete. Gemäß § 240 Abs. 2 Satz 2 HGB darf die Dauer des Geschäftsjahres zwölf Monate nicht überschreiten. Das faktische Wahlrecht, durch die Einlegung eines weiteren Rumpfgeschäftsjahres zum satzungsmäßigen Geschäftsjahr (30. September) zurückzukehren, wurde nicht ausgeübt. Somit bleibt es beim Stichtag für den Jahresabschluss am 31. August des Jahres. Die Bewertung wurde zum 31. August 2009 auf Liquidationswerte umgestellt. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011/12 wurde nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Des Weiteren wurde die IDW Stellungnahme zur Abkehr von der Gomg-Concern-Prämisse (IDW RS HFA 17 n.F.) berücksichtigt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die diesbezüglichen Erleichterungen wurden bei der Aufstellung des Anhangs in Anspruch genommen. Das Gliederungsschema der Bilanz wurde entsprechend § 265 HGB ergänzt. Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft zum 1. September 2009 haben die direkten und indirekten Gesellschafter ihre Kontroll- und Verfügungsrechte über das Vermögen der Gesellschaft verloren. Ab diesem Zeitpunkt entfällt die Einbindung in einen Konzernabschluss und das Unternehmen ist auch nicht mehr verbundenes Unternehmen im Verhältnis zur Arcandor AG i.I., Essen, im Sinne des §271 HGB. Die Erstellung eines Konzernabschlusses durch die Arcandor AG i.I., Essen, (größter Kreis von Unternehmen) entfällt. Gleiches gilt für die Gesellschafterin Primondo GmbH i.I., Essen (kleinster Kreis von Unternehmen). Auch über das Vermögen der eigenen Tochtergesellschaften kann insolvenzbedingt bzw. wegen Konkurs oder Liquidation nicht mehr verfügt werden. Somit entfällt auch hier die Pflicht zur Erstellung eines Konzernabschlusses. Obwohl der Konzernverbund wie gerade beschrieben mit Insolvenzeröffnung über das Vermögen der Gesellschaft aufgehoben ist, erfolgt der Ausweis der diesbezüglichen Forderungen und Verbindlichkeiten in der Bilanz weiterhin in einem gesonderten Posten zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung. Die Bezeichnung "ehemals verbundene Unternehmen" wird für den ehemaligen Konzernverbund verwendet. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenInfolge des eröffneten Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft und der sich anschließenden Abwicklung der Gesellschaft wurde die Annahme der Unternehmensfortführung bereits zum 31 August 2009 aufgegeben. Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgt weiterhin unter Veräußerungsgesichtspunkten. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden entsprechend der Regelungen des IDW RS HFA 17 n.F. nicht weiter unter Berücksichtigung fortgeführter Anschaffungskosten planmäßig abgeschrieben. Zum 31. August 2009 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den zwischenzeitlich realisierten Liquidationswert vorgenommen. Hiervon abweichend wird die Software für die Kundenbuchhaltung wegen fortdauernder Nutzung weiterhin zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bilanziert. Diese Abschreibungen werden linear auf der Basis der im Jahresabschluss zum 31. August 2009 neu eingeschätzten Restnutzungsdauer vorgenommen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Anteile an insolventen ehemals verbundenen Unternehmen wurden zum 31. August 2009 außerplanmäßig abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Die Umrechnung von Fremdwährungsforderungen sowie Fremdwährungsguthaben bei Kreditinstituten erfolgt mit dem Geldkurs zum Bilanzstichtag, sofern dieser niedriger ist als der Entstehungskurs. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum einen auf Grundlage des bereits erfolgten Zahlungseingangs zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung und zum anderen auf Basis von Annahmen über zukünftig erwartete Zahlungseingänge bewertet. Für weitere erkennbare Ausfallrisiken werden individuelle Wertberichtigungen vorgenommen. Forderungen gegen ehemals verbundene Unternehmen, über die das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, wurden, soweit sie vor der Insolvenz begründet sind, bereits zum 31. August 2009 auf die zum Erstellungszeitpunkt erwarteten Quoten abgewertet. Für die sonstigen Vermögensgegenstände wurden erkennbare Ausfallrisiken durch individuelle Wertberichtigungen berücksichtigt. Flüssige Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt. Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. September 2009 ist der Pensionssicherungsverein (PSV) in die Pensionsverpflichtungen eingetreten. Die zum 31. August 2009 unter Pensionsrückstellungen ausgewiesenen Verpflichtungen wurden mit dem gesetzlichen Schuldeintritt des PSV zum 1. September 2009 in die sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Bezüglich des hierfür beim Karstadt Quelle Mitarbeitertrust e.V., Düsseldorf, (KQMT) hinterlegten Treuhandvermögens wurde ab diesem Zeitpunkt der Nettoausweis gewählt. Dies erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Höhe der berechtigten Ansprüche des PSV im Insolvenzverfahren um die tatsächliche Befriedigung aus dem Deckungsvermögen zu kürzen ist. Die Nettoverpflichtung wird in Höhe von TEUR 328.022 (Wert zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung) bilanziert. Für erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen werden in angemessenem Umfang, d.h. in Höhe des Betrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und unter Berücksichtigung von Zinseffekten, Rückstellungen gebildet. Rückstellungen für vorinsolvenzliche bzw. durch die Insolvenz entstandene Haftungsverhältnisse wurden gebildet, sofern eine Anmeldung zur Insolvenztabelle erfolgte und somit der Anspruch eingefordert ist. Da die Abwicklung der Gesellschaft aufgrund der Größe und Bedeutung der früheren geschäftlichen Aktivitäten sowie der früheren Einbindung in den Primondo-Teilkonzern und die Arcandor-Gruppe viele Jahre in Anspruch nehmen wird, wurden im Abschluss für das Rumpfgeschäftsjahr 2008/09 Rückstellungen nur für solche Sachverhalte gebildet, die Eingang in die Forderungstabelle gefunden haben bzw. im Zeitraum des vorläufigen Verfahrens begründet waren. Aufwendungen, die sich aus der über Jahre dauernden Abwicklungstätigkeit ergeben, wurden hingegen nicht antizipiert. Sie werden in laufender Rechnung erfasst. Dies geschieht vor dem Hintergrund der vielfältigen Aktivitäten in der Liquidationsphase, die beispielsweise im Bereich des Ratenkreditgeschäftes auch weiterhin zu Umsätzen führen. Die aus dem nach Insolvenzeröffnung aufgestellten Sozialplan resultierende Masseverpflichtung wurde zum 31. August 2010 in Höhe des Betrages zugeführt, der sich nach den Regelungen des Sozialplans unter Berücksichtigung der Begrenzung des § 123 InsO ergibt. Schadenersatzpflichten aus insolvenzbedingt gekündigten langfristigen Mietverträgen werden entsprechend der Erfahrungen in Insolvenzverfahren bei Standard-Immobilien mit 50% des angemeldeten Betrages bewertet. Für zwei Spezial-Immobilien wurden individuelle Abschläge berücksichtigt. Dadurch wird der Schadensminimierungspflicht des Vermieters gegenüber dem Insolvenzverwalter Rechnung getragen. Verpflichtungen aus der infolge der Insolvenz erfolgten Kündigung von Mitarbeitern vor Ablauf der vertraglichen Kündigungsfrist (Verfrühungsschaden) wurden in voller Höhe passiviert. Die zur Insolvenztabelle seitens der Insolvenzgläubiger angemeldeten Zinsen und sonstigen Kosten wurden in Höhe von 1% der Insolvenzforderungen pauschal in den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt. Wesentliche Einzelbeträge wurden separat erfasst. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag, Währungsverbindlichkeiten mit dem Briefkurs zum Bilanzstichtag, sofern dieser höher ist als der Entstehungskurs, angesetzt. Im Verhältnis zur Insolvenztabelle gilt das im Lagebericht unter dem Punkt "5. Voraussichtliche Entwicklung mit ähren Chancen und Risiken" ausgeführte. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Abschlussstichtag insolvenzbedingt nicht gemäß § 256a HGB umgerechnet worden. Rechnerische Saldierungen im Ausweis der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber ehemals verbundenen Unternehmen in der Bilanz entfalten keine rechtliche Wirkung. Eine rechtlich mögliche Aufrechnungslage soll hiermit weder dokumentiert werden noch wurde eine solche in jedem Einzelfall geprüft. Erläuterungen zur BilanzAKTIVA Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagespiegel dargestellt. Bei der Darstellung des Anteilsbesitzes werden gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB unterlassen, soweit sie für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind.
1) Direkt 99,42% und indirekt über die
HOLSTENFLOR Beteiligungs GmbH & Co. Holding KG 0,58%
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen ehemals verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 30.838.960,68 (i.Vj. TEUR 28.504) sind sachlich in Höhe von EUR 9.686.830,52 (i.Vj. TEUR 9.008) den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zuzuordnen. PASSIVA Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt unverändert EUR 178.872.450,00. Durch den Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2011/12 in Höhe von EUR 5.385.418,34 hat sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag auf EUR 791.079.868,62 erhöht. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen die Umsatzsteuer sowie aus der steuerlichen Mithaftung gemäß § 73 AO die Gewerbesteuer. Bei den sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 236.302 (i.Vj. TEUR 258.896) handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus gekündigten Mietverträgen (TEUR 90.619), Verpflichtungen aus Haftungsverhältnissen (TEUR 67.880) inklusive der Mithaftung nach § 303 AktG für die Pensionsverpflichtungen der Tochtergesellschaften wegen der Kündigung der Ergebnisabführungsverträge, um Rückstellungen gegenüber der Bundesagentur für Arbeit aus Insolvenzgeld (TEUR 34.730), Sozialplanverpflichtungen (TEUR 23.169) und sonstige Personalrückstellungen (TEUR 4.432) sowie um Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 2.234). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber ehemals verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 161.807.333,03 (i.Vj. TEUR 177.867) sind sachlich in Höhe von EUR 58.951.610,10 (i.Vj. TEUR 74.901) den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zuzuordnen. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Wie bereits oben ausgeführt, hält der KQMT ein Treuhandvermögen für die Altersversorgung der Mitarbeiter. Gemäß den Regelungen des Treuhandvertrages hat der KQMT ein Sicherungsrecht aufgrund des Schuldbeitritts in Höhe des gehaltenen Treuhandvermögens (zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung EUR 139 Mio.), das er zur Insolvenztabelle angemeldet hat. Die weiteren Verpflichtungen aus Bürgschaften und Haftungsverhältnissen sind regelmäßig zur Insolvenztabelle angemeldet worden und als Verbindlichkeit bzw. Rückstellung bilanziert. Über die bilanzierten Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen hinaus wird mit keiner Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen gerechnet. Dies liegt bei dem oben genannten Sicherungsrecht des KQMT darin begründet, dass dessen SchuIdbeitritt auf die Höhe des Treuhandvermögens begrenzt ist. Die Miet- und Leasingverträge, aus denen finanzielle Verpflichtungen resultieren, wurden regelmäßig vom Insolvenzverwalter gekündigt und der sich daraus ergebende Schadenersatz vom Gläubiger zur Insolvenztabelle angemeldet. Die nicht vollständig im Wege der Rückstellung bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen wesentlich die langfristigen Mietverträge und belaufen sich auf ca. EUR 142 Mio. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Das Forderungsverkaufsprogramm vor Insolvenzantragstellung (sogenanntes Portfolio 1) wird aufgrund des vollständigen Übergangs von Chancen und Risiken als tatsächlicher Verkauf angesehen. Die verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 25.959 am Stichtag) und die entsprechende Finanzierung werden in der Bilanz nicht ersichtlich. Die von der Factoringbank zurückbehaltenen Mittel ("Holdback") werden entsprechend der zum Erstellungszeitpunkt erwarteten Rückflüsse bewertet und in Höhe von EUR 54,1 Mio. als sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesen. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungFür die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamt- kostenverfahren gewählt. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse fielen nahezu vollständig im Inland an. Sie verteilen sich im Wesentlichen auf nachlaufende Kreditspesen in Höhe von EUR 6,2 Mio. (i.Vj. EUR 17,1 Mio.) sowie Mahn- und Kontoführungsgebühren in Höhe von EUR 2,0 Mio. (i.Vj. EUR 7,0 Mio.). Periodenfremde Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 110.100,00 (i.Vj. TEUR 5.459) enthalten, die sich im Wesentlichen aus Erträgen aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (TEUR 110; i.Vj.. TEUR 1.842) und aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (i.Vj. TEUR 3.459) zusammensetzen. Sonstige ErläuterungenArbeitnehmer im Jahresdurchschnitt Im Jahresdurchschnitt waren keine Mitarbeiter beschäftigt. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag bestehen keine Differenzen zwischen den handeis- und steuerrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Aufsichtsrat Infolge der Insolvenz und der beschlossenen Abwicklung der Gesellschaft sowie der Tatsache, dass keine Mitarbeiter mehr beschäftigt werden, hat der Aufsichtsrat seine satzungs- und gesetzesmäßige Bestimmung verloren. Im Geschäftsjahr fanden keine Sitzungen des Gremiums statt. Geschäftsführung Zum Geschäftsführer ist Klaus-Jürgen Scheuer, Obermichelbach, Kaufmann, bestellt. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und ihren Hinterbliebenen sind unverändert zum Vorjahr TEUR 27.633 passiviert. Gesamthonorar Abschlussprüfer Für das Geschäftsjahr 2011/12 wird beim Amtsgericht Fürth analog zu § 71 Abs. 3 GmbHG ein Antrag auf Befreiung von der Prüfungspflicht gestellt. Gesetzlicher Vertreter/Insolvenzverwalter Die Geschäftsführung obliegt seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens (seit dem 1: September 2009) dem Insolvenzverwalter Herrn Dr. Klaus Hubert Görg. Mit Wirkung zum 1. Dezember 2011 hat das Amtsgericht Essen Herrn Rechtsanwalt Hans-Gerd H. Jauch zum Insolvenzverwalter bestellt.
Fürth, den 20. Februar 2015 Hans-Gerd H. Jauch, Insolvenzverwalter über das Vermögen der Quelle GmbH i.I. Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. September 2011 bis 31. August 2012
Lagebericht für die Zeit vom 1. September 2011 bis 31. August 2012Quelle GmbH i. I., Fürth1. InsolvenzverfahrenDie Geschäftsführung der Gesellschaft stellte am 9. Juni 2009 - wie die mittelbare Konzernmutter Arcandor AG - beim Amtsgericht Essen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Das Insolvenzverfahren wurde am 1. September 2009 wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Klaus Hubert Görg und zum Sonderinsolvenzverwalter Rechtsanwalt Rolf Otto Neukirchen bestellt. Der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft wurde nach der Eröffnung zunächst fortgeführt. Da sich für eine übertragende Sanierung keine Investoren gefunden hatten, musste der Geschäftsbetrieb zum 31. Januar 2010 eingestellt werden. Seitdem werden nur noch abwickelnde Tätigkeiten durchgeführt. Als Folge der eingeleiteten Liquidation und der erneuten Kündigung des Forderungsverkaufsprogramms musste am 29. Oktober 2009 die drohende Masseunzulänglichkeit im Insolvenzverfahren angezeigt werden. Bereits im Antragsverfahren wurde ein aus zehn Gläubigervertretern bestehender Gläubigerausschuss eingesetzt, in dessen jährlichen Sitzungen der Insolvenzverwalter über die wesentlichen Entwicklungen des Verfahrens berichtet. Herr Dr. Klaus Hubert Görg hat im November 2011 um Entlassung aus dem Amt des Insolvenzverwalters gebeten. Mit Wirkung zum 1. Dezember 2011 hat das Amtsgericht Essen Herrn Rechtsanwalt Hans-Gerd H. Jauch zum Insolvenzver- walter der Gesellschaft bestellt. 2. Geschäftstätigkeit und wirtschaftliche RahmenbedingungenDas Tätigkeitsfeld der Quelle lag im Markt des Universalversandes mit den Produktbereichen Textilien, Möbel, Elektro- und Hartwaren. Die Gesellschaft betrieb neben dem Versandhandel auch Verkaufsstellen für Küchen und technische Geräte; Darüber hinaus gab es rund 1.500 unabhängige stationäre Quelle Shops. Der Versandhandel erfolgte dabei traditionell über Kataloge (Print) aber auch über einen eigenen Internet-Auftritt. Durch die Insolvenz und deren Folgen ist die Gesellschaft von der allgemeinen marktwirtschaftlichen Entwicklung vollständig abgekoppelt. 3. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDie Bilanzsumme beträgt TEUR 1.042.396 nach TEUR 1.132.217 im Vorjahr. Auf der Aktivseite enthalten ist ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag, der sich durch den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 5.385 auf TEUR 791.080 erhöht hat. Bereinigt um den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag beträgt die Bilanzsumme TEUR 251.316 nach TEUR 346.522 im Vorjahr. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen bedingt durch Zahlungseingänge auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Korrespondierend dazu reduzierten sich auch die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Sicherheits-Einbehalte im Rahmen der Forderungsverkaufsprogramme. Insgesamt gingen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 24.484 auf TEUR 135.619 zurück. Die flüssigen Mittel gingen um TEUR 64.561 auf TEUR 92.227 zurück, da mit der vorhandenen Liquidität Masseverpflichtungen beglichen wurden. Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich um TEUR 22.594 auf TEUR 236.302. Dies ist im Wesentlichen durch eine im Rahmen der Einigung mit einem Vermieter erfolgte Umbuchung von Verpflichtungen aus gekündigten Mietverträgen in die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 15.466) begründet. Zudem hat auszahlungsbedingt die Rückstellung für ausstehende Kostenrechnungen um TEUR 5.316 abgenommen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden durch Zahlung von Masseverbindlichkeiten von TEUR 153.637 auf TEUR 133.416 zurückgeführt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass wie oben beschrieben Mietverpflichtungen in die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert wurden. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind von TEUR 531.360 auf TEUR 501.374 zurückgegangen. Dies ist im Wesentlichen begründet durch die Auszahlungen im Zusammenhang mit dem passivierten Verfrühungsschaden (Kündigung von Mitarbeitern vor Ablauf der vertraglichen Kündigungsfrist) in Höhe von TEUR 19.373 sowie der volumenbedingten Abnahme der Gewährleistungsverpflichtungen aus den Forderungsverkaufsprogrammen in Höhe von TEUR 7.200. Die Umsatzerlöse sind von TEUR 26.239 auf TEUR 9.105 zurückgegangen. Sie betreffen im Wesentlichen noch Umsätze aus Kreditspesen sowie Mahn- und Kontoführungsgebühren aufgrund des früheren Ratenkreditgeschäfts. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von TEUR 7.513 auf TEUR 1.131 gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch periodenfremde Sondereffekte im Vorjahr begründet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 25.793 im Vorjahr auf TEUR 12.624 zurückgegangen. Sie beinhalten vor allem Fremdleistungen aus Personalgestellung, empfangene Beratungsleistungen, Factoring-Gebühren sowie sonstige Verfahrenskosten. Die im Geschäftsjahr ausgewiesenen Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.046 resultieren aus einer getroffenen Vergleichsvereinbarung mit einem wesentlichen Lieferanten. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich von TEUR 15.594 im Vorjahr auf TEUR -5.382 im Geschäftsjahr verschlechtert. Ursächlich für diese Entwicklung sind im Wesentlichen die im Vorjahr von der Quelle Versand AG i.I., St. Gallen/Schweiz, vereinnahmte Zwischendividende in Höhe von EUR 10,0 Mio. sowie die periodenfremden Sondereffekte des Vorjahres in den sonstigen betrieblichen Erträgen. 4. MitarbeiterAllen zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung beschäftigten rund 3.400 Angestellten musste im Geschäftsjahr 2009/10 im Rahmen der Betriebseinsteilung gekündigt werden, sofern diese nicht infolge von Befristungen oder bereits zuvor ausgesprochenen Kündigungen ausgelaufen waren. Seither sind keine Mitarbeiter mehr bei der Gesellschaft beschäftigt. 5. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und RisikenAufgrund des eröffneten Insolvenzverfahrens und der beschlossenen Abwicklung der Gesellschaft ergeben sich aus der bisherigen Geschäftstätigkeit lediglich noch Chancen in der Restabwicklung des Ratenkreditgeschäftes. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft noch über Forderungen gegen Insolvente Gesellschaften der Arcandor-Gruppe und sie hält Geschäftsanteile an insolventen oder in Liquidation befindlichen Tochtergesellschaften. Nach erfolgter Verwertung des verbleibenden Vermögens werden im ersten Schritt die Kosten des Insolvenzverfahrens beglichen und im zweiten Schritt die Masseverbindlichkeiten vorrangig befriedigt. Die danach verbleibende Masse wird quotal an die Insolvenzgläubiger ausgekehrt. Teilweise zeigen die Anmeldungen der Gläubiger zur Insolvenztabelle einen von den in der Buchhaltung der Gesellschaft erfassten Werten abweichenden Betrag. Wesentliche Teile der Anmeldungen werden vom Insolvenzverwalter bestritten oder vorläufig bestritten. Es ist außerdem derzeit weiterhin möglich, Forderungen zur Tabelle anzumelden. Die Klärung der Anmeldungen wird nach den vorliegenden Kenntnissen längere Zeit in Anspruch nehmen. Dementsprechend besteht hier einerseits ein Risiko, dass Rückstellungen für nicht vollständig erfasste Verbindlichkeiten zu niedrig bemessen sind und andererseits ein Risiko weiterer nicht erfasster Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten. 6. RisikomanagementsystemDa ein Überwachungs- und Risiko-Früherkennungs-System dazu dient, den Bestand der Gesellschaft zu sichern, sich die Gesellschaft jedoch bereits in der Insolvenz befindet, kann der Normzweck nicht mehr erreicht werden. Ein System zur Erfassung von Chancen und Risiken wurde daher nach Insolvenzeröffnung nicht fortgeführt. 7. Wesentliche Ereignisse nach dem BilanzstichtagNach der Aufgabe der Geschäftstätigkeit konzentrieren sich die Aktivitäten des Insolvenzverwalters auf die weitere Verwertung des restlichen Vermögens und die Abwicklung der Gesellschaft. Hierbei sind insbesondere auch die gesellschaftsrechtlichen Verknüpfungen innerhalb des Primondo-Teilkonzerns sowie der Arcandor-Gruppe zu berücksichtigen. Die Abwicklung des Insolvenzverfahrens wird sich voraussichtlich noch über mehrere Jahre erstrecken. Nicht insolvente Beteiligungen werden liquidiert. Neben kleineren inländischen Beteiligungen befindet sich die Liquidation der Quelle Versand AG, St. Gallen/ Schweiz, zum Berichtszeitpunkt in der Schlussphase. In diesem Zusammenhang wurden bereits Zwischendividenden von EUR 10,4 Mio. vereinnahmt. Bis zum Abschluss der Liquidation wird noch mit Einnahmen von ca. EUR 2,0 Mio. gerechnet. Weiterhin bezahlte die Gesellschaft fällige, auszahlbare Masseverbindlichkeiten und es wurden Vergleichsvereinbarungen mit wesentlichen Lieferanten geschlossen. Die über verschiedene Sicherungsmechanismen abgesicherten Lieferanten (Warenkreditversicherung, Sicherheitentreuhand, verlängerter Eigentumsvorbehalt/ Lieferantenpool) werden nach erfolgter Tabellenprüfung und in Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter aus den entsprechenden Mitteln bedient.
Fürth, den 20. Februar 2015 Hans-Gerd H. Jauch, Insolvenzverwalter über das Vermögen der Quelle GmbH i.I. |
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