ExOne GmbH
Daimlerstraße 22, 86368 Gersthofen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Eric Bader seit 8.2.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Anzu Special Acquisition Corp II | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ExOne GmbHGersthofenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023I. Grundlagen der Gesellschaft Geschäftstätigkeit Die Gesellschaft ist Hersteller von 3D-Druckmaschinen zur Produktion von Sandformen und -kernen für Gussteile im Bereich der Prototypenfertigung wie der industriellen Serienproduktion. Zudem wurden im Berichtsjahr von der Muttergesellschaft ExOne Operating LLC, North Huntingdon, USA, hergestellte 3D-Metalldruckmaschinen vertrieben. Darüber hinaus ist die ExOne GmbH in der Lage, ihren Kunden Mikrowellenanlagen zur Trocknung und Entgasung von Sandformen und -kernen anzubieten. Zusätzlich betreibt die Gesellschaft ein eigenes Dienstleistungszentrum zur Herstellung von Sandformen und -kernen für den Metallguss (ExOne Adoption Center). Eine weitere Vertriebssäule besteht aus dem Verkauf von Verbrauchsmaterialien sowie Wartungs- und Instandhaltungsdienstleistungen. Von der 3D-Drucktechnologie sollen Kunden aus zahlreichen Branchen profitieren, die sich bisher auf traditionelle Herstellungsmethoden für die Produktion von Waren verlassen haben. Die Kunden der Gesellschaft sind daher unter anderem in der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt, der Gießerei- und Modellwerkstättenbranche, dem Anlagenbau, der Energiebranche sowie im Bereich der Pumpenherstellung angesiedelt. Die Gesellschaft vertreibt ihre Produkte weltweit, wobei die Märkte in Amerika und Japan über unseren Gesellschafter ExOne Operating LLC, North Huntingdon, USA und eine Schwestergesellschaft in Japan bedient werden. Konzernzugehörigkeit und Gesellschafter Im Berichtsjahr war die oberste Konzernmutter der ExOne GmbH die Desktop Metal, Inc., eine Gesellschaft nach dem Recht des Bundesstaates Delaware mit Geschäftssitz in Burlington, Massachusetts, USA (nachfolgend „Desktop Metal“). Desktop Metal war ein börsennotiertes Unternehmen und wurde an der New York Stock Exchange (NYSE) gehandelt. Im Zuge der in Abschnitt V „Sonstige Angaben“ in Unterabschnitt „Nachtragsbericht“ des Anhangs dargestellten Veränderung der Konzernstruktur und des damit verbundenen Gesellschafterwechsels wird die ExOne GmbH seit dem 28. Juli 2025 in den Konzernabschluss der Anzu Special Acquisition Corp II, George Town, Cayman Islands einbezogen. Im Oktober 2025 wurde die Anzu Special Acquisition Corp II George Town, Cayman Islands in ExOne Global Holdings, George Town, Cayman Islands umbenannt. In Folge der Veränderung der Konzernstruktur und des damit verbundenen Gesellschafterwechsels sind die nicht bilanzierten aufschiebend bedingten Verbindlichkeiten durch Verpflichtungen aus Besserungsscheinen mit Wirkung zum 28. Juli 2025 untergegangen. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft legt einen besonderen Schwerpunkt auf Forschung und Entwicklung, um ihre Kompetenzen im Bereich des 3D-Drucks von Sandformen und -kernen weiter auszubauen. Neben der fortlaufenden Optimierung vor allem im Bereich der Stabilität, der Leistung und Geschwindigkeit sämtlicher angebotener Maschinentypen wurde im Geschäftsjahr 2023 vor allem die Neuentwicklung einer Mikrowelle zur Aushärtung von Sandkernen weiter vorangetrieben. Darüber hinaus wurde in die Weiterentwicklung des 3D-Druckers S-MAX PRO investiert, was unter anderem die Optimierung der Maschine im Hinblick auf die Nutzung von heiß härtenden Phenolbindern betrifft. Weiterhin wurde an der Entwicklung von optionalem Zubehör wie einem Box-in-Box System, Transportsystemen und Entsandungsanlagen für eine optimierte Nachbearbeitung und eine 24/7-Produktion gearbeitet. Ebenfalls wurde in die Verbesserung bestehender Binder im Hinblick auf eine leichtere Entsandungsmöglichkeit und verbesserten umwelttechnischen Eigenschaften investiert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde des Weiteren der Fokus auf die Verbesserung der Druckkopftechnologie, der Drucktechnik und der speicherprogrammierbaren Maschinensteuerung gelegt. Im Jahresdurchschnitt waren 30 (Vj. 30) Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt. Im Jahr 2023 investierte die Gesellschaft einschließlich der entsprechenden Personalaufwendungen TEUR 3.554 (Vj. TEUR 3.498) oder 5,7 % (Vj. 6,7 %) der Umsatzerlöse in den Bereich Forschung und Entwicklung. II. WIRTSCHAFTSBERICHT Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach dem preisbereinigten Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung in 2022 um 3,5 % ist die Weltwirtschaft nach Veröffentlichungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) im abgelaufenen Geschäftsjahr preisbereinigt um 3,1 % gewachsen. Damit zählt das Jahr 2023 im Vergleich der letzten Jahrzehnte zu den wachstumsschwächeren Jahren. Belastend auf die Konjunktur wirkte sich neben geopolitischen Konflikten, vor allem das anhaltend hohe Zinsniveau aus. Die stark gestiegenen Inflationsraten zwangen die Notenbanken weltweit dazu die expansive Geldpolitik einzuschränken und die historisch niedrigen Zinssätze anzuheben, was sich dämpfend auf die Konjunktur auswirkte. Die Inflation zeigte sich dabei hartnäckiger als ursprünglich erwartet, so dass das Tempo der Zinssenkungen der einzelnen Notenbanken deutlich geringer ausfiel als in früheren Zyklen. Demgegenüber unterstützte die weitestgehende Beseitigung der pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten die weltweite konjunkturelle Entwicklung. Während die entwickelten Volkswirtschaften preisbereinigt um 2,6 % wuchsen, konnten die Schwellen- und Entwicklungsländer ein Wachstum von 4,1 % erzielen. Im Bereich der Schwellen- und Entwicklungsländer fiel das Wachstum Chinas mit 5,2 % besser als im Vorjahr (3,0 %) aus, war allerdings weiterhin belastet durch die Krise im Immobiliensektor, schwachen Industrieinvestitionen und einem verhaltenen Konsumklima. Wie schon im Vorjahr ist das überdurchschnittliche Wachstum Indiens mit 6,7 % hervorzuheben. Ebenso erzielten die ASEAN-Staaten mit 4,2 % ein über dem Durchschnitt der Entwicklungs- und Schwellenländer liegendes Wachstum. Trotz der Sanktionen zeigte sich die russische Wirtschaft mit einem Wachstum von 3 % überraschend robust. Belastend auf die Konjunktur wirkte sich vor allem in Europa der Russland-Ukraine-Krieg aus. Neben einer allgemein erhöhten Verunsicherung der Verbraucher mit negativen Effekten auf das Konsumklima, hatte dieser vor allem durch eine Verteuerung von Energie und Rohstoffen weitere Negativeffekte auf die Inflationsraten in Europa. So fiel das Wirtschaftswachstum im Euro-Raum mit lediglich 0,5 % ausgesprochen dürftig aus. Unter den G7-Staaten zeigten Großbritannien (0,5 %) und Deutschland (-0,3 %) die schwächste gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Die Wachstumsrate von Japan und die der Vereinigten Staaten lagen mit 1,9 % und 2,5 % über dem Durchschnitt der entwickelten Volkswirtschaften. In den Vereinigten Staaten ist dies vor allem auf den anhaltend starken privaten Konsum zurückzuführen. (Quellen: World Economic Outlook January 2024, IMF) Nach Veröffentlichungen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ist der weltweite Maschinenbauumsatz in 2023 preis- und währungsbereinigt um 1,5 % zum Vorjahr gefallen. Angesichts eines weltweit anhaltend hohen Zinsniveaus und damit gestiegener Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Widerstandsfähig zeigte sich die Maschinenbauindustrie nur vereinzelt, so vor allem in Indien und der Türkei mit einem realen Wachstum von jeweils 10 % und Großbritannien, das ein reales Wachstum von 5 % bei den Umsätzen im Maschinenbau verzeichnen konnte. China, das beim weltweiten Maschinenumsatz mit weitem Abstand die Spitzenposition belegt, konnte sich mit einem Wachstum von real 2 % gegenüber dem Vorjahr (-1 %) stabilisieren. Dagegen war die Umsatzentwicklung im Euro-Raum und den USA mit -1 % und -3 % rückläufig. Noch schlechter entwickelten sich die Maschinenbauumsätze in Japan (-6 %) und Südkorea (-5 %). Der Maschinenumsatz in Deutschland erreichte in 2023 ein Niveau von Mrd. EUR 262,9 und lag damit über dem Vorjahresniveau (Mrd. EUR 244,0). Die Exporte kamen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf ein Volumen von Mrd. EUR 206,9 (real -0,7 %). Die preisbereinigte Produktion fiel im deutschen Maschinenbau in 2023 nach Veröffentlichungen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) um 0,6 %. Während im Vorjahr noch Lieferengpässe die Produktion belasteten, ist der Rückgang im abgelaufenen Geschäftsjahr vollumfänglich auf eine deutliche Abschwächung des Auftragseingangs im Jahresverlauf zurückzuführen. (Quellen: VDMA Onlinepublikation Maschinenbau in Zahl & Bild 2024; VDMA; Maschinenbau Konjunktur International November 2023; Schätzung Weltumsatz Maschinenbau März 2024, VDMA; Prognosespiegel international Juni 2024, VDMA) Analyse des Geschäftsverlaufs 2023 und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage Trotz eines gesamtwirtschaftlich weiterhin schwierigen Umfelds konnte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 erneut eine deutliche Steigerung der Umsatzerlöse um 18,6 % auf TEUR 62.321 erzielen und diese liegen damit deutlich über dem Niveau der Vorjahre. Das erzielte Rohergebnis (definiert als Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen abzüglich des Materialaufwands) von TEUR 31.515 (Vj. TEUR 27.172) überstieg damit deutlich die Summe aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen, Personalaufwand und Abschreibungen von TEUR 26.996 (Vj. TEUR 23.126). Aufgrund des ergebniswirksamen Auflebens von Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.921 aus vormals abgeschlossenen Forderungsverzichten mit Besserungsschein verschlechterte sich das Jahresergebnis dennoch um TEUR 757 auf TEUR 3.961 (Vj. TEUR 4.718). Zusammenfassend lässt sich die Ertragslage vor allem durch die folgenden Punkte charakterisieren:
Die Finanzlage war im Geschäftsjahr 2023 gekennzeichnet durch den Abfluss von Finanzmitteln in Höhe von TEUR 8.271. Der negative Cashflow resultierte dabei im Wesentlichen aus dem negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (TEUR -9.955) und nur unwesentlich aus dem negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit (TEUR -142), wohingegen es im Rahmen zweier Verschmelzungen zu einer Erhöhung des Finanzmittelfonds (bestehend aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) um TEUR 1.099 gekommen ist. Die Entwicklung der Vermögenslage im Geschäftsjahr 2023 lässt sich in Bezug auf die Aktivseite der Bilanz zusammenfassend charakterisieren durch die Zunahme der Forderungen gegen Gesellschafter (TEUR 10.316) und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 3.227), die den Rückgang der liquiden Mittel (TEUR 8.271) überkompensierte. Auf der Passivseite resultiert die Erhöhung der Bilanzsumme vor allem aus dem Anstieg des Eigenkapitals (TEUR 5.786) und der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (TEUR 3.556). Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ist im Wesentlichen auf das Wiederaufleben von Darlehensverbindlichkeiten aus Forderungsverzichten mit Besserungsschein zurückzuführen. Trotz einer im Vergleich zum Vorjahr höheren Bilanzsumme führten hauptsächlich der Jahresüberschuss und Verschmelzungseffekte zu einer Verbesserung der Eigenkapitalquote von 27,6 % im Geschäftsjahr 2022 auf 37,1 % im Geschäftsjahr 2023. Insgesamt verlief die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 überaus zufriedenstellend. Der Markt der 3D-Druckmaschinen zur Produktion von Sandformen und -kernen für Gussteile sowie der Markt der 3D-Metalldruckmaschinen bleibt weiterhin ein Markt mit enormem Wachstumspotential. Dies trifft vor allem auf den Bereich der Serienfertigung von Sandformen und -kernen zu. Im abgelaufenen Geschäftsjahr profitierte die Gesellschaft von der spürbar gestiegenen Marktdurchdringung unserer Produkte im Bereich der Serienfertigung von Sandformen und -kernen. Ertragslage Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 9.768 auf TEUR 62.321 gestiegen. Dies entspricht einer Steigerung von 18,6 % gegenüber dem Vorjahr. Die Steigerung ist vor allem auf höhere Erlöse aus dem Verkauf von Maschinen zurückzuführen, welche wiederum im Wesentlichen aus der Fertigstellung von Großaufträgen resultierten. Die Maschinenerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 6.898. Außerordentlich gut entwickelte sich ebenfalls das Ersatzteil- und Servicegeschäft sowie der Bereich Verbrauchsstoffe, die jeweils eine zweistellige prozentuale Steigerung im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielen konnten. Diese Erlöskategorien profitierten dabei von der steigenden Anzahl in Betrieb befindlicher ExOne-Maschinen bei unseren Kunden. Demgegenüber entwickelten sich die Umsatzerlöse in den Bereichen Formenbau und Mietgeschäft mit zweistelligen prozentualen Rückgängen gegenüber dem Vorjahr vergleichsweise schlecht. Die Gesamtleistung (definiert als Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen) ist um TEUR 8.871 gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 61.119 gestiegen, was nahezu ausschließlich auf den Anstieg der Umsatzerlöse (TEUR 9.768) zurückzuführen ist. Demgegenüber blieben die aktivierten Eigenleistungen mit TEUR 402 (Vj. TEUR 397) auf Vorjahresniveau, während die Bestandsminderung um TEUR 903 höher als im Vorjahr ausfiel. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 835 auf TEUR 687 gesunken. Ursächlich für den Rückgang waren im Wesentlichen geringere Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 gegenüber 2022. Der Materialaufwand ist nur leicht überproportional zur Gesamtleistung um TEUR 4.527 auf TEUR 29.604 (Vj. TEUR 25.077) gestiegen, so dass die Rohergebnismarge (definiert als Quotient aus Rohergebnis und Gesamtleistung) mit 51,6 % im Geschäftsjahr 2023 in etwa auf dem Niveau von 2022 (52,0 %) liegt. Aufwendungen aus Abwertungen des Vorratsvermögens unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips in Höhe von TEUR 1.917 konnten durch höhere Margen im Wesentlichen aus zwei margenstarken Großaufträgen kompensiert werden. Im Geschäftsjahr 2023 stieg der Personalaufwand um TEUR 815 auf TEUR 12.596 (Vj. TEUR 11.781). Aufgrund des im Verhältnis zur Gesamtleistung nur unterproportional gestiegenen Personalaufwands fiel die Personalaufwandsquote auf 20,6 % (Vj. 22,5 %). Die im Jahresdurchschnitt höhere Zahl an beschäftigten Arbeitnehmern von 151 (Vj. 146) führte zusammen mit Gehaltserhöhungen und Sondereffekten, wie etwa höheren Bonuszahlungen und -rückstellungen, zu dem gestiegenen Personalaufwand. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen bewegen sich mit TEUR 771 (Vj. TEUR 800) auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 13.629 deutlich über dem Vorjahr (Vj. TEUR 10.545). Höhere Aufwendungen resultierten im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen aus wiederaufgelebten Darlehensverbindlichkeiten aus zuvor mit der Muttergesellschaft, The ExOne Company, North Huntingdon, USA (nach Verschmelzung und Rechtsformwechsel nun ExOne Operating LLC, North Huntingdon, USA), geschlossenen Forderungsverzichten mit Besserungsschein (TEUR 2.921) und Aufwendungen aus der Bildung von Drohverlustrückstellungen (TEUR 503). Einhergehend mit dem Anstieg der Umsatzerlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr erneut die Aufwendungen für Ausgangsfrachten (TEUR 286), Gewährleistung (TEUR 280), Leiharbeitnehmer (TEUR 153) sowie Lizenzen (TEUR 131). Das negative Finanzergebnis von TEUR 608 (Vj. TEUR 363) setzt sich zusammen aus TEUR 665 Zinsaufwendungen (Vj. TEUR 369) und TEUR 57 Zinserträgen (Vj. TEUR 6). Der höhere Zinsaufwand korrespondiert mit einem im Jahresverlauf gestiegenen Marktzinssatz sowie mit gegenüber dem Vorjahreszeitraum höheren Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Desktop Metal Inc., Burlington, USA und gegenüber der ExOne Operating LLC, North Huntingdon, USA. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf TEUR 3.961 und verschlechterte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 757 gegenüber dem Vorjahr (Vj. TEUR 4.718). Finanzlage Der Bestand des Finanzmittelfonds (bestehend aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) hat sich im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 15.746 im Vorjahr auf TEUR 7.475 vermindert. Die Verminderung des Finanzmittelbestands ist auf Zahlungsmittelabflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 9.955 (Vj. Zuflüsse TEUR 7.032) und auf Zahlungsmittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit von TEUR 142 (Vj. TEUR 1.286) zurückzuführen. Dem standen Mittelzuflüsse aus den Seitwärtsverschmelzungen mit den Schwestergesellschaften ExOne Property GmbH und Desktop Metal GmbH in Höhe von TEUR 1.099 gegenüber. Die gegenüber dem Vorjahr deutlich schlechtere Entwicklung des operativen Cashflows ist im Wesentlichen auf den Aufbau des Gesamtforderungsbestands um TEUR 15.776 zurückzuführen. Im Bereich der Forderungen erhöhten sich insbesondere die Forderungen gegen Gesellschafter (+TEUR 10.316) und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (+TEUR 3.227). Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus Ausgaben für Investitionen in Sanddruckmaschinen zur Produktion von Sandformen und -kernen im ExOne Adoption Center (EAC) sowie für Investitionen in Metalldruckmaschinen. Die entsprechenden Zahlungsmittelabflüsse konnten größtenteils durch Zuflüsse aus dem Verkauf von zur Produktion von Sandformen und -kernen im EAC genutzter Maschinen kompensiert werden. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 5.168 (12,6 %) auf TEUR 46.028 gestiegen. Auf der Aktivseite resultiert dies durch den Anstieg der Forderungen gegen Gesellschafter (+TEUR 10.316), der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (+TEUR 3.227) und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+TEUR 2.233) sowie der sonstigen Vermögensgegenstände (+TEUR 38). Demgegenüber haben sich die liquiden Mittel um TEUR 8.271, die Vorräte um TEUR 1.678, das Anlagevermögen um TEUR 630 und der aktive Rechnungsabgrenzungsposten um TEUR 68 vermindert. Abgänge von zuvor vermieteten oder im ExOne Adoption Center (EAC) genutzten Maschinen - im Wesentlichen durch deren Verkauf - sowie der Rückgang des Anlagevermögens aufgrund der Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen, konnten durch die Höhe der Investitionen in das Anlagevermögen nicht kompensiert werden. Der Rückgang des Vorratsvermögens beruht neben der Vornahme von Abwertungen auf das Vorratsvermögen auch auf einer Verringerung des Vorratsbestands als Reaktion auf einen Rückgang des Auftragsbestandes. Der Anstieg des Bestandes der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.233 ist im Wesentlichen auf die Fertigstellung von Großprojekten zum Geschäftsjahresende und deren Fakturierung zurückzuführen. Der Anstieg der Forderungen gegen Gesellschafter und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert aus vermehrten konzerninternen Verkäufen, im Wesentlichen von Maschinen und Ersatzteilen, im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2023, da die daraus resultierenden Forderungen zum Bilanzstichtag noch nicht ausgeglichen waren. Auf der Passivseite resultiert die Erhöhung der Bilanzsumme aus dem Anstieg des Eigenkapitals (+TEUR 5.786), der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (+TEUR 3.556), der sonstigen Rückstellungen (+TEUR 879), der Steuerrückstellungen (+TEUR 630) sowie des passiven Rechnungsabgrenzungspostens (+TEUR 453). Demgegenüber verringerten sich die erhaltenen Anzahlungen um TEUR 4.427, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.134, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 326 sowie die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 249. Das Eigenkapital erhöhte sich um den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres (TEUR 3.961) sowie aufgrund von Verschmelzungseffekten aus den Seitwärtsverschmelzungen mit der ExOne Property GmbH und der Desktop Metal GmbH (TEUR 1.826) von TEUR 11.278 auf TEUR 17.064. Trotz der Zunahme der Bilanzsumme erhöhte sich aufgrund des erneut positiven Jahresergebnisses und der in der Kapitalrücklage erfolgsneutral verbuchten Verschmelzungseffekte die Eigenkapitalquote auf 37,1 % (Vj. 27,6 %). Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen um TEUR 879 resultiert aus höheren Rückstellungen für Lizenz- und für Gewährleistungsverpflichtungen, was jeweils mit den höheren Umsatzerlösen im abgelaufenen Geschäftsjahr im Zusammenhang steht. Zudem erhöhte sich die Rückstellung für ausstehende Rechnungen. Einhergehend mit dem höheren Jahresergebnis vor dem ergebniswirksamen Wiederaufleben von Forderungsverzichten erhöhten sich die Steuerrückstellungen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Betrag der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sank gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.427 aufgrund eines deutlich niedrigeren offenen Gesamtauftragsbestands. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich zum Stichtag im Rahmen der Schwankungsbreite der normalen Geschäftstätigkeit und deren Rückgang korrespondiert zum Teil mit dem Anstieg der Rückstellung für ausstehende Rechnungen. Rückläufige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus rückläufigen Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr mit der Desktop Metal Inc., Burlington, USA, denen gestiegene aufgelaufene Zinsverbindlichkeiten für ein Darlehen derselben Gesellschaft entgegenstehen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern um TEUR 3.556 resultiert im Wesentlichen aus dem Wiederaufleben von Darlehensverbindlichkeiten aus zuvor mit der Muttergesellschaft, The ExOne Company, North Huntingdon, USA (nach Verschmelzung und Rechtsformwechsel nun ExOne Operating LLC, North Huntingdon, USA), geschlossenen Forderungsverzichten mit Besserungsschein (TEUR 2.921). Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich im Vergleich zum Geschäftsjahresende des Vorjahres im Wesentlichen aufgrund einer niedrigeren Umsatzsteuerverbindlichkeit. Gestiegene erhaltene Vorauszahlungen vor allem für langfristige Serviceverträge resultierten in einer Erhöhung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens um TEUR 453 auf TEUR 2.371. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als finanzielle Leistungsindikatoren, mit denen die ExOne GmbH gesteuert wird, werden die Höhe der Umsatzerlöse, der Materialaufwand, die sonstigen betriebliche Aufwendungen und der Personalaufwand sowie der Jahresüberschuss verwendet. Mit dem kontinuierlichen Monitoring dieser Kennzahlen sollen notwendige Anpassungsmaßnahmen rechtzeitig identifiziert werden. Regelmäßig werden Umweltaspekte und -auswirkungen unserer Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen bestimmt, erfasst und analysiert, ohne dass diese jedoch aktiv zur Steuerung des Unternehmens herangezogen werden. Hierbei steht der Energieverbrauch im Blickfeld. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse möchte die ExOne GmbH zum Wohl der Umwelt und der Steigerung der Marktakzeptanz der vertriebenen Produkte einsetzen. Das Umweltmanagementsystem der ExOne GmbH wurde im Geschäftsjahr 2023 auditiert und ist seit dem 11. Juli 2023 zertifiziert nach der Norm ISO 14001:2015. Prognose-Ist-Vergleich Im Lagebericht des vergangenen Jahres hatten wir für das Geschäftsjahr 2023 prognostiziert, dass bei stark steigenden Umsatzerlösen in Kombination mit steigendem Material- und Personalaufwand sowie höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen bei geringeren Abschreibungen die ExOne GmbH ein positives Jahresergebnis im mittleren einstelligen Millionenbereich erzielen wird. Mit einem Jahresüberschuss von TEUR 3.961 erzielte die Gesellschaft ein der Prognose entsprechendes Ergebnis. In der letztjährigen Prognose ging die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 zudem von steigenden Umsatzerlösen im mittleren einstelligen Millionenbereich aus. Mit einem Umsatzwachstum im oberen einstelligen Millionenbereich (+TEUR 9.768) erzielte die Gesellschaft ein über der Prognose liegendes Umsatzwachstum und Erlöse. Die positive Abweichung zur Prognose ist ausschließlich auf höhere Maschinenerlöse als ursprünglich erwartet zurückzuführen, was wiederum aus über dem Plan liegenden Maschinenbestellungen und -auslieferungen resultierte. Entsprechend der Prognose konnten in den Bereichen Maschinen, Verbrauchsstoffe, Ersatzteile und Service steigende Umsatzerlöse mit zweistelligen Wachstumsraten erzielt werden. Wie erwartet kam es beim Mietgeschäft und im Formenbau zu einem Rückgang der Umsatzerlöse gegenüber dem Geschäftsjahr 2022. Wie prognostiziert hat der Bereich der Maschinenerlöse mit weitem Abstand den größten Anteil am Umsatzwachstum. Korrespondierend zum prognostizierten Anstieg der Umsatzerlöse wurde mit einem Anstieg des Materialaufwands gerechnet. Wie geplant bewegte sich die Materialaufwandsquote im Geschäftsjahr 2023 mit 48,4 % (Vj. 48,0 %) in etwa auf Vorjahresniveau. Die gestiegenen Personalaufwendungen entsprechen der Prognose des Vorjahres und lassen sich zurückführen auf Gehaltserhöhungen bei einem gleichzeitigen Anstieg der Beschäftigtenzahl im Jahresdurchschnitt sowie höheren Aufwendungen für Boni. Entsprechend der Prognose stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr die sonstigen betrieblichen Aufwendungen vor allem aufgrund von Sondereffekten wie dem ergebniswirksamen Wiederaufleben von Darlehensverbindlichkeiten aus in Vorjahren mit der Muttergesellschaft vereinbarten Forderungsverzichten mit Besserungsschein (TEUR 2.921). Unsere finanziellen Leistungsindikatoren haben sich mit Ausnahme der Umsatzlöse, deren Prognosewert übertroffen wurde, entsprechend den Planwerten entwickelt. Deren Entwicklung verlief somit im Geschäftsjahr 2023 insgesamt befriedigend. Aufgrund dieser Entwicklungen war der Verlauf des Geschäftsjahres aus Sicht der Geschäftsführung insgesamt zufriedenstellend. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Chancen- und Risikobericht Die ExOne GmbH betrachtet die folgenden Stärken als Erfolgsfaktoren für die Zukunft der Gesellschaft: ExOne-Drucker reduzieren im Vergleich zu Kernschießautomaten durch die direkte Verarbeitung von digitalen Programmdaten erheblich die Produktionsvorlaufzeiten und bieten gleichzeitig die Möglichkeit kompliziertere Geometrien, Teile mit höherer Genauigkeit und bessere Gussergebnisse zu erhalten. Der 3D-Druckprozess ermöglicht die Erstellung von Designs, die bei herkömmlichen Herstellungsmethoden nicht möglich sind. Dies führt zu einer Erhöhung der Produktivität und zu Einsparungen bei Fertigungszeit, Material und Gewicht bei der Produktion von Prototypen und Kleinserien. Zudem können Designänderungen ohne komplizierte und kostspielige Werkzeugwechsel sofort umgesetzt werden. Diese Technologie, über die ExOne verfügt, ist durch Patente und Lizenzverträge geschützt. Unsere Maschinen sind durch die Größe des Bauvolumens und durch die Geschwindigkeit der Verarbeitung für industrielle Anwendungen geeignet. Besonders gute Wachstumschancen sehen wir, wenn sich unsere Technologie nicht nur im Prototypenbau, sondern auch in der Serienfertigung durchsetzen sollte. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung von Maschinentypen möchte ExOne seinen Kunden den Übergang vom Prototypenbau und der Kleinserienproduktion zur professionellen Industrieproduktion ermöglichen. Unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung möchte die Entwicklungen von neuen Prozessen mit neuen Materialien und Medien sowie die technische Verbesserung der Maschinen vorantreiben. Mit der Fort- und Weiterentwicklung verschiedener Bindertypen und Füllstoffe sehen wir die Gesellschaft für zukünftige Anforderungen im Markt durch Eigenentwicklungen und strategische Partnerschaften gut aufgestellt. Über unsere interne Vertriebsorganisation sehen wir uns gut aufgestellt, um Kunden in der ganzen Welt zu erreichen und zu bedienen. Für die Risikobeurteilung der Geschäftstätigkeit sind folgende Faktoren aus unserer Sicht von Bedeutung. Dabei erfolgt die Bewertung der Risiken in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Auswirkung des Risikos, wobei eine wirtschaftliche Auswirkung von > Mio. EUR 3, im Falle seines Eintretens, als wesentlich definiert ist. Alle anderen Risiken ordnen wir als nicht wesentlich ein. Es besteht unter Risikogesichtspunkten die Möglichkeit, dass die neue Technologie nicht so schnell wie erwartet in der Serienproduktion angenommen wird. Die ExOne begegnet diesem Risiko durch die enge Zusammenarbeit mit Zielkunden bei der Entwicklung von neuen Produkten und Materialien sowie durch unsere skalierbaren Maschinenkonzepte. Vor diesem Hintergrund ordnen wir dieses Risiko als nicht wesentlich ein. Die Gesellschaft ist abhängig von der allgemeinen konjunkturellen Lage und der Entwicklung der internationalen Maschinen- und Anlagenbaubranche. Konjunkturelle Risiken bestehen im Zusammenhang mit dem weltweit grundsätzlich gestiegenen Zinsniveau, das auf die Reaktion der Notenbanken auf die anhaltende relativ hohe Inflation zurückzuführen ist. Die bereits seit dem zweiten Halbjahr 2021 gestiegenen Preise für fossile Rohstoffe und verschiedene Verbrauchs- und Industriegüter verbleiben weitestgehend auf relativ hohem Niveau und belasten den Verbraucher nachhaltig. Zweitrundeneffekte aufgrund höherer Tarifabschlüsse als Reaktion auf gestiegene Preise könnten zu einem längerfristig höheren Inflationsniveau führen. Diese Entwicklungen können Auswirkungen auf die Entwicklungen in den Branchen unserer wesentlichen Kunden (z.B. Automobilbranche) haben und damit auch negative Auswirkungen auf unsere Geschäftsaktivitäten haben. Daneben stellen die Auswirkungen geopolitischer Konflikte wie etwa die Eskalation des Krieges von Russland in der Ukraine sowie die Spannungen und kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten ein erhebliches Risiko für die allgemeine konjunkturelle Lage dar. Die Reduzierung oder vollständige Einstellung von russischen Öl- und Gaslieferungen droht die konjunkturelle Entwicklung in Europa und vor allem in Deutschland aufgrund stark gestiegener Energiekosten weiterhin und über längere Zeit nachhaltig zu belasten. Ein weiteres Risiko für die allgemeine konjunkturelle Lage ist das sich abschwächende Wachstum in China und die zunehmende protektionistische Wirtschaftspolitik der USA und der damit verbundenen Sorge von Handelskonflikten insbesondere mit China. Dem Risiko einer deutlichen Verschlechterung der weltweiten konjunkturellen Lage begegnet das Unternehmen durch die Planung von etwaigen Kapazitätsanpassungen wie etwa durch die potenzielle Anordnung von Kurzarbeit. Konjunkturellen Risiken einzelner Länder oder Regionen begegnet das Unternehmen zum einen durch eine aktive Bearbeitung der Märkte, zum anderen durch eine verstärkte Präsenz in Wachstumssegmenten und dynamischen Regionen. Zudem ist die Gesellschaft darauf ausgerichtet, weltweit ihre Produkte zu vertreiben, wodurch Einzelrisiken spezifischer Länder anteilig minimiert werden können. Hierzu werden auch vermehrt Kooperationen mit Handelspartnern geschlossen. Insgesamt ordnen wir die konjunkturellen Risiken vor den genannten Hintergründen als wesentlich ein. Ein Risiko stellen Neuentwicklungen in dem Sinne dar, dass neue Produkte oder Systeme nicht wie erwartet funktionieren oder nicht wie erwartet von unseren Kunden angenommen werden. Um dieses Risiko zu mindern, hat das Unternehmen verschiedene Qualitätsmanagement-Maßnahmen eingeführt. Zudem wird in hochqualifiziertes Personal für die Entwicklung investiert. Vor diesem Hintergrund ordnen wir dieses Risiko als nicht wesentlich ein. Aufgrund der Produktvielfalt und der Sicherstellung der zeitnahen Lieferfähigkeit hat die Gesellschaft grundsätzlich einen hohen Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Dies führt zu höheren Finanzierungskosten sowie allgemeinen Bestandsrisiken wie beispielsweise dem Werteverfall der Bestände. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko durch die regelmäßige Analyse der Notwendigkeit der Bevorratung einzelner Komponenten auf Basis der aktuellen Wiederbeschaffungszeiten sowie durch die laufende Überprüfung der angebotenen Produktpalette. Vor diesem Hintergrund ordnen wir dieses Risiko als nicht wesentlich ein. Es besteht das Risiko das neue Wettbewerber in den Markt für 3D-Sanddruckmaschinen zur Herstellung von Sandformen und -kernen eintreten. Grundsätzlich besteht durch die zum Markteintritt notwendigen hohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung eine relativ hohe Markteintrittsbarriere. Durch eigene Investitionen in Forschung und Entwicklung sieht sich die Gesellschaft weiterer Konkurrenz gewachsen. Die Gesellschaft geht zudem davon aus, dass bei weiterem Marktwachstum mehrere Anbieter nebeneinander erfolgreich im Markt tätig sein können. Der Markteintritt neuer Wettbewerber könnte jedoch zu einer deutlichen Zunahme der Wettbewerbsintensität und eines damit verbundenen Preiswettbewerbs führen, welche negative Auswirkungen auf die Höhe unserer zukünftigen Umsatzerlöse und erzielbaren Margen haben könnte. Vor diesem Hintergrund ordnen wir dieses Risiko als wesentlich ein. Aufgrund des allgemeinen Fachkräftemangels besteht das Risiko, dass sich die natürliche Fluktuation bei gleichzeitig steigenden Herausforderungen der Neuanwerbung von ausreichend qualifiziertem Personal erhöht. Dem Risiko wird dadurch begegnet, dass das Unternehmen aktiv im Bereich Personalmarketing und Akquise tätig ist. Vor diesem Hintergrund ordnen wir dieses Risiko als nicht wesentlich ein. Pandemien stellen ein Risiko für die Gesundheit der eigenen Belegschaft dar, so dass es bei einem Ausbruch innerhalb des Unternehmens im Extremfall zu einer Betriebsunterbrechung kommen könnte. Das Unternehmen begegnet dem Risiko durch im Notfall anzupassende Hygienevorschriften, die unter anderem das Tragen von Atemschutzmasken innerhalb des Unternehmens vorschreiben sowie der zeitweisen Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Homeoffice. Vor diesem Hintergrund ordnen wir dieses Risiko als nicht wesentlich ein. Informationstechnologische Risiken umfassen Risiken aus Systemausfällen, aus Cyber-Attacken sowie aus fehlerhaften oder nichtautorisierten Zugriffen auf IT-Systeme. Durch Netzwerkausfälle sowie entwendete, verfälschte oder zerstörte Daten kann es zu Verzögerungen in der Leistungserbringung kommen. Die Gesellschaft begegnet dem Risiko durch laufende Investitionen in modernste Hard- und Softwarelösungen. Zudem finden verpflichtende Mitarbeiterschulungen im Bereich IT-Sicherheit für die gesamte Belegschaft statt. Es wurde ein Programm zum Management von Cybersicherheitsrisiken entwickelt und eingeführt, dass die Vertraulichkeit und Integrität von Daten sowie die Verfügbarkeit von IT-Systemen garantieren soll. Ebenfalls wurde ein Plan zur Reaktion auf Cybersecurity-Vorfälle erarbeitet. Vor diesem Hintergrund ordnen wir dieses Risiko als nicht wesentlich ein. Die Gesellschaft ist für ihre Leistungserbringung auf die Beschaffung und Lieferung von spezifischen Bauteilen und Komponenten angewiesen. Es besteht das Risiko, dass kritische Bauteile von Stammlieferanten nicht mehr oder in verminderter Qualität oder nur mit langen Lieferzeiten angeboten werden. Ebenfalls besteht das Risiko, Lieferanten durch Insolvenz zu verlieren oder dass Zulieferer in Lieferverzug geraten. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko mit der Etablierung von Ersatzlieferanten für kritische Bauteile und Komponenten. Besondere Einflüsse wie das Auftreten von Pandemien können ebenfalls Lieferengpässe hervorrufen. Der Großteil unserer Schlüssellieferanten und deren Vorlieferanten haben ihren Sitz in Deutschland, so dass wir das Risiko von Lieferengpässen als beherrschbar einschätzen. In Einzelfällen behält sich die Gesellschaft vor, eine erhöhte Lagerhaltung von Einzelbauteilen vorzunehmen. Vor diesem Hintergrund ordnen wir dieses Risiko als nicht wesentlich ein. Es besteht unter Risikogesichtspunkten die Möglichkeit, dass das Unternehmen sein geistiges Eigentum nicht in ausreichendem Maße schützen kann. Dies hätte einen Verlust an Wettbewerbsfähigkeit zur Folge. Wir reduzieren dieses Risiko, indem wir Patente anmelden und pflegen. Vor diesem Hintergrund ordnen wir dieses Risiko als nicht wesentlich ein. Aufgrund der Umwelteigenschaften von bestimmten von uns verwendeten Bindertypen besteht das allgemeine Risiko erhöhter Umweltauflagen, welches sich in einigen Ländern durch Importbeschränkungen konkretisieren könnte. Wir begegnen diesem Risiko durch die Verbesserung der Umwelteigenschaften bestehender Bindersysteme, durch die Entwicklung neuer umweltfreundlicherer Bindersysteme und durch die Prüfung, ob die Beschaffung von Bindertypen direkt in betreffenden Zielländern erfolgen kann. Vor diesem Hintergrund ordnen wir dieses Risiko als nicht wesentlich ein. Gewährleistungs- und Produkthaftungsansprüche können zu Schadenersatz- und Unterlassungsansprüchen führen. Wir minimieren dieses Risiko durch höchste Sorgfalt bei der Entwicklung und Herstellung unserer Produkte. Vor diesem Hintergrund ordnen wir dieses Risiko als nicht wesentlich ein. Die Vereinigten Staaten von Amerika stellen für die Gesellschaft einen wichtigen Absatzmarkt dar. Politische oder handelspolitische Maßnahmen, insbesondere die Einführung oder Erhöhung von Einfuhrzöllen auf Maschinen, könnten die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte der Gesellschaft im US-Markt beeinträchtigen. Eine Erhöhung von Zöllen könnte zu steigenden Verkaufspreisen, rückläufiger Nachfrage oder Margeneinbußen führen. Am 7. August 2025 traten in den USA im Rahmen der handelspolitischen Neuausrichtung („Reciprocal Tariff Program“) neue Zollregelungen in Kraft. Diese sehen für Waren mit Ursprung in der Europäischen Union einen pauschalen Mindestzollsatz von 15 % vor, sofern der reguläre MFN-Zollsatz (Most Favored Nation/Meistbegünstigungszollsatz) niedriger ist. Die Gesellschaft verfolgt die handelspolitischen Entwicklungen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten fortlaufend. Auf Grundlage der derzeit verfügbaren Informationen wird das Risiko im Zusammenhang mit dem seit dem 7. August 2025 geltenden Mindestzollsatz von 15 %, der auch auf die Maschinenexporte der ExOne GmbH Anwendung findet, als wesentlich aber nicht bestandsgefährdend eingestuft. Diese Einschätzung beruht darauf, dass die Produkte der maßgeblichen Wettbewerber der ExOne GmbH - überwiegend mit Sitz in Deutschland und China - einer vergleichbaren oder höheren Zollbelastung unterliegen und sich damit keine strukturellen Wettbewerbsnachteile für die Gesellschaft ergeben. Die ExOne GmbH setzt Mechanismen zur Risikoabwägung in den Bereichen Kredit, Markt, Länder und Investitionen ein. In diesem Zusammenhang werden mögliche Risiken in Bezug auf Marktpreisänderungs- und Liquiditätsrisiken sowie die Entwicklung zukünftiger Zahlungsströme analysiert und im Bedarfsfall erforderliche Maßnahmen ergriffen. Durch Erklärung vom 20. August 2025 hat die Anzu Special Acquisition Corp II, George Town, Cayman Islands eine harte Patronatserklärung gegenüber der ExOne GmbH mit Laufzeit bis zum 1. Januar 2027 abgegeben, die betragsmäßig nicht begrenzt ist und in der sie zusichert, die ExOne GmbH auf erstes Anfordern dergestalt mit zusätzlicher Liquidität oder sonstigen finanziellen Mitteln auszustatten, dass die ExOne GmbH u.a. ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen kann. Da wir davon ausgehen, dass die Anzu Special Acquisition Corp Il, George Town, Cayman Islands ihre Zusagen aus der abgegebenen harten Patronatserklärung hinreichend erfüllen kann, ist damit die Finanzierung der Gesellschaft bis einschließlich des Geschäftsjahres 2026 gesichert. Vor diesem Hintergrund ordnen wir die Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken als nicht wesentlich ein. Unter Finanzierungsaspekten ist der Einfluss von Zinsänderungen zu beachten. Zinsänderungsrisiken bestanden aus Darlehensverbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter ExOne Operating LLC, North Huntingdon, USA (ehemalige unmittelbare Muttergesellschaft), und weiteren verbundenen Unternehmen, die variabel verzinst wurden. Auf Basis einer Sensitivitätsanalyse wurden die Zinsänderungsrisiken allerdings als nicht wesentlich eingestuft. Im Geschäftsjahr 2024 wurde ein Darlehen der Desktop Metal Operating, Inc., Burlington, USA vollständig zurückgeführt. Im Zuge des Gesellschafterwechsels zum 28. Juli 2025 sind die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der ExOne Operating LLC, North Huntingdon, USA untergegangen, so dass seit dem 28. Juli 2025 keine diesbezüglichen Zinsänderungsrisiken mehr bestehen. Derivative Finanzinstrumente werden durch unsere Gesellschaft nicht eingesetzt, insofern besteht hier kein Risiko für die ExOne GmbH. Die systematische Analyse der Kreditwürdigkeit der Kunden wird regelmäßig durchgeführt. Identifizierten potentiellen Zahlungsausfallrisiken wird gegebenenfalls mittels Vorauszahlung begegnet. Zahlungsstromrisiken entstehen allerdings aus dem Umstand, dass die Zahlung von Forderungen im Konzernverbund teilweise verspätet erfolgt. Aufgrund des bestehenden Finanzmittelfonds sowie unseres Forderungsmanagements sehen wir dieses Risiko als nicht wesentlich an. Zum Abschlussstichtag sowie zum Zeitpunkt der Beendigung der Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes bestanden bzw. bestehen keine Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, die die finanzielle Lage der Gesellschaft wesentlich beeinflussen können. Für die im Unternehmen verbleibenden Haftungsrisiken aus potenziellen Schadensfällen hat die Gesellschaft Versicherungen abgeschlossen. Die Risiken aus Rechtsstreitigkeiten werden daher als nicht wesentlich eingestuft. Zusammenfassung der Risikolage Wir haben keine Risiken identifiziert, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden könnten. Prognosebericht Die weltwirtschaftliche Entwicklung hat sich im Jahr 2024 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres stabilisiert. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) betrug das weltweite Wirtschaftswachstum 3,3 % und lag damit auf dem Niveau von 2023. Belastend wirkten weiterhin die restriktive Geldpolitik der Notenbanken, deren Zinssenkungen erst gegen Ende des Jahres Wirkung zeigten, sowie anhaltende geopolitische Konflikte, insbesondere der Krieg Russlands gegen die Ukraine und der Nahostkonflikt. Eine zusätzliche Belastung stellte die verlangsamte Wachstumsdynamik in China dar, die sich in einer schwächeren Industrieproduktion und gedämpften Investitionstätigkeit niederschlug. Während der IWF bei den entwickelten Volkswirtschaften für 2024 ein Wachstum von 1,8 % verzeichnete, erreichten die Schwellen- und Entwicklungsländer ein Wachstum von 4,3 %. In Deutschland blieb die wirtschaftliche Lage 2024 insgesamt schwach. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 0,5 %. Im Maschinenbau zeigte sich 2024 ein deutlicher Rückgang. Nach Schätzungen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sank der weltweite Maschinenumsatz preisbereinigt um rund 1 %. Die reale Maschinenproduktion in Deutschland verringerte sich in 2024 im Jahresvergleich zu 2023 um 6,9 % (Quellen: IWF World Economic Outlook Update, Oktober 2025; Statistisches Bundesamt, Oktober 2025; VDMA Deutschland: Konjunkturbulletin, November 2025; VDMA Maschinenbau Konjunktur International, Juli 2025; Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Jahreswirtschaftsbericht 2025). Im Geschäftsjahr 2024 erzielte die Gesellschaft - auf Basis des bis dato ungeprüften und insoweit vorläufigen Jahresabschlusses - aufgrund der verhaltenen konjunkturellen Lage und im Hinblick auf im Geschäftsjahr 2023 bereits realisierte Umsätze aus einmaligen Großprojekten rückläufige Umsatzerlöse, insbesondere im Bereich der Maschinenerlöse. Nach vorläufigen Zahlen belief sich der Gesamtumsatz auf TEUR 47.737. Korrespondierend zum Rückgang der Umsatzerlöse verringerte sich auch der Materialaufwand. Insgesamt verbesserte sich die Materialaufwandsquote (definiert als Quotient aus Materialaufwand und Gesamtleistung) nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2024 um rund zwei Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im Geschäftsjahr 2023 deutlich höhere Abwertungen des Vorratsvermögens erforderlich waren als im Geschäftsjahr 2024. Nach vorläufigen Zahlen belief sich der Materialaufwand im Geschäftsjahr 2024 auf TEUR 23.147. Höhere Aufwendungen, die aufgrund der positiven Entwicklung der Ertragslage der ExOne GmbH aus dem Wiederaufleben von Darlehensverbindlichkeiten aus zuvor mit der ehemaligen Muttergesellschaft, The ExOne Company, North Huntingdon, USA (nach Verschmelzung und Rechtsformwechsel nun ExOne Operating LLC, North Huntingdon, USA), geschlossenen Forderungsverzichten mit Besserungsschein resultierten, wurden durch ein Kostensenkungsprogramm im Geschäftsjahr 2024 überkompensiert. Insgesamt beliefen sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2024 nach vorläufigen Zahlen auf TEUR 12.918. Die Personalaufwendungen konnten im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 trotz Gehaltserhöhungen und eines Anstiegs der Beschäftigtenzahl im Geschäftsjahr 2024 weitgehend konstant gehalten werden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass im Geschäftsjahr 2023 höhere Aufwendungen für Boni und für Überstunden im Zusammenhang mit einem erhöhten Produktions- und Absatzniveau im Maschinenbereich angefallen sind. Darüber hinaus wirkten im Geschäftsjahr 2023 einmalige Sondereffekte, wie insbesondere Aufwendungen für die gewährte Inflationsausgleichsprämie, erhöhend auf den Personalaufwand. Der Personalaufwand lag nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2024 bei TEUR 12.598. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte die ExOne GmbH bei rückläufigen Umsatzerlösen, einem geringeren Materialaufwand, konstanten Personalaufwendungen und sinkenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen trotz höherer Abschreibungen nach vorläufigen Zahlen ein positives Jahresergebnis -vor dem ergebniswirksamen Wiederaufleben von Darlehensverbindlichkeiten - von TEUR 5.122. Da infolge früherer Forderungsverzichte mit Besserungsschein gegenüber der ExOne Operating LLC, North Huntingdons, USA, Darlehensverbindlichkeiten in Höhe dieses vorläufigen Jahresüberschusses wiederauflebten, ergibt sich für das Geschäftsjahr 2024 ein Jahresüberschuss von EUR 0. Die bisherige weltwirtschaftliche Entwicklung dürfte sich im Jahr 2025 moderat fortsetzen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert ein globales Wirtschaftswachstum von 3,2 % und damit einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr (2024: 3,3 %). Die weltweite Konjunktur bleibt jedoch von erheblichen Unsicherheiten geprägt. Belastungsfaktoren sind vor allem die anhaltenden geopolitischen Konflikte, darunter der Krieg Russlands gegen die Ukraine und die instabile Lage im Nahen Osten, die fortgesetzten protektionistischen Maßnahmen im internationalen Handel - insbesondere die im August 2025 eingeführten höheren US- Einfuhrzölle auf Industrie- und Maschinenprodukte aus der EU - sowie strukturelle Herausforderungen in China. Während der IWF bei den entwickelten Volkswirtschaften ein Wachstum von 1,6 % erwartet (2024: 1,8 %), sollen die Schwellen- und Entwicklungsländer um 4,2 % zulegen (2024: 4,3 %). Für die USA rechnet der IWF mit einem Wachstum von 2,0 % (2024: 2,8 %). Die Euro-Zone dürfte mit 1,2 % wachsen (2024: 0,9 %). Für Deutschland prognostiziert der IWF ein reales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 % (2024: -0,5 %). Die deutsche Wirtschaft befindet sich damit weiterhin in einer Phase der Stagnation. Hohe Energiepreise, strukturelle Wettbewerbsprobleme sowie die schwache Investitionstätigkeit belasten die konjunkturelle Entwicklung. Ein leicht positiver Beitrag wird von den privaten Konsumausgaben erwartet, während der Außenhandel durch schwächere Exporte gedämpft bleibt. Im Maschinenbau geht der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) für 2025 weltweit von einem preisbereinigten Wachstum des Maschinenumsatzes von +1 % aus. Für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau wird nach einem Produktionsrückgang von rund -7 % im Jahr 2024 ein erneutes Minus von -5 % im Jahr 2025 erwartet. Hauptursachen sind die schwache Investitionsnachfrage, der rückläufige Auftragseingang sowie die Belastungen durch die neuen US-Zölle, die die Exporte in den wichtigsten Absatzmarkt der Branche deutlich erschwerten (Quellen: IWF World Economic Outlook Oktober 2025; Jahreswirtschaftsbericht 2025, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz; VDMA Konjunkturbulletin Deutschland November 2025; VDMA Prognosereport Deutschland September 2025; VDMA Maschinenbau Konjunktur International Oktober 2025.) Für das Geschäftsjahr 2025 prognostiziert die Gesellschaft vor dem Hintergrund der weiterhin verhaltenen weltwirtschaftlichen Entwicklung und der schwachen Investitionstätigkeit im Maschinenbau einen Rückgang der Umsatzerlöse im untersten zweistelligen Millionenbereich bzw. von etwas mehr als 20% gegenüber dem Geschäftsjahr 2024. Belastend auf die Prognose wirkt sich zudem die Insolvenz der ehemaligen Konzernobergesellschaft Desktop Metal Inc., Burlington, USA, aus, die am 28. Juli 2025 einen Insolvenzantrag beim US- Insolvenzgericht für den südlichen Bezirk von Texas stellte. Diese Situation führte im Vorfeld zu einer spürbaren Kaufzurückhaltung auf Kundenseite, während sich im Anschluss - nach der Reorganisation des US-Vertriebs - ab dem dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025 wieder eine Stabilisierung der Nachfrage abzeichnete. Korrespondierend zum prognostizierten Rückgang der Umsatzerlöse wird für das Geschäftsjahr 2025 mit einem Rückgang des Materialaufwands gerechnet. Es wird dabei eine weitgehend proportionale Entwicklung des Materialaufwands zur Gesamtleistung prognostiziert, so dass sich die Materialaufwandsquote voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres bewegen wird. Mit Untergang der aufschiebend bedingten Verbindlichkeiten durch Verpflichtungen aus Besserungsscheinen im Zuge des Gesellschafterwechsels zum 28. Juli 2025 leben im Geschäftsjahr 2025 im Gegensatz zum Geschäftsjahr 2024 keine Darlehensverbindlichkeiten mehr auf. Insgesamt geht die Gesellschaft daher für das Geschäftsjahr 2025 von stark sinkenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen im mittleren einstelligen Millionenbereich aus. Für das Geschäftsjahr 2025 wird aufgrund einer voraussichtlich geringeren durchschnittlichen Beschäftigtenzahl mit einem leicht sinkenden Personalaufwand gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Die ExOne GmbH prognostiziert für das Geschäftsjahr 2025 bei deutlich sinkenden Umsatzerlösen in Kombination mit einem deutlich geringeren Materialaufwand, leicht niedrigeren Personalaufwendungen und stark sinkenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen einen Jahresfehlbetrag im unteren einstelligen Millionenbereich. Der bisherige Verlauf des Geschäftsjahres 2025 lässt keine Abweichungen zu den genannten ursprünglichen Prognosezielen erkennen, so dass wir von deren Erreichen für das gesamte Geschäftsjahr 2025 ausgehen. Für das Geschäftsjahr 2026 prognostizieren wir aufgrund des Gesellschafterwechsels, der Fokussierung auf die Produktion von Sandformen sowie einer Reorganisation des US-Vertriebs eine gegenüber dem Geschäftsjahr 2025 verbesserte Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren. Vor diesem Hintergrund prognostizieren wir für das Geschäftsjahr 2026 Umsatzerlöse in einer Größenordnung von 42 Mio. EUR, einen Materialaufwand von ungefähr Mio. EUR 21 sowie Personalaufwendungen und Sonstige betriebliche Aufwendungen in einer Grö- ßenordnung von Mio. EUR 18. Dies führt nach unserer Planung zu einem positiven Jahresergebnis in unteren einstelligen Millionenbereich.
Gersthofen, den 26. November 2025 Eric Bader, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva scroll
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Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023scroll
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft, zum Jahresabschluss, zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die ExOne GmbH mit Sitz in Gersthofen, Daimlerstraße 22, 86368 Gersthofen ist unter der Nummer HRB 20036 im Handelsregister eingetragen. Das zuständige Registergericht ist das Amtsgericht Augsburg. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der ExOne GmbH, Gersthofen, wurde gemäß den §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Auf Grund des Verschmelzungsvertrages vom 23. Januar 2023 und der Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen vom selben Tag wurde die ExOne Property GmbH, Gersthofen, auf die ExOne GmbH, Gersthofen, im Wege einer Seitwärtsverschmelzung mit Wirkung auf den 1. Januar 2023, verschmolzen. Die Verschmelzung erfolgte zu Buchwerten. Die Auswirkungen der Verschmelzung lassen sich wie folgt darstellen: scroll
Da die Geschäftstätigkeit der ExOne Property GmbH, Gersthofen ruhte, führte die Verschmelzung zu keinen Veränderungen der Geschäftstätigkeit der ExOne GmbH, Gersthofen und insoweit ergaben sich auch keine wesentlichen Auswirkungen bezüglich der Vergleichbarkeit der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit den entsprechenden Vorjahresangaben. Auf Grund des Verschmelzungsvertrages vom 23. August 2023 und der Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen vom selben Tag wurde die Desktop Metal GmbH, München, auf die ExOne GmbH, Gersthofen, im Wege einer Seitwärtsverschmelzung mit Wirkung auf den 1. Januar 2023, verschmolzen. Die Verschmelzung erfolgte zu Buchwerten. Die Auswirkungen der Verschmelzung lassen sich wie folgt darstellen: scroll
Da die Geschäftstätigkeit der Desktop Metal GmbH, München, ruhte, führte die Verschmelzung zu keinen Veränderungen der Geschäftstätigkeit der ExOne GmbH, Gersthofen und insoweit ergaben sich auch keine wesentlichen Auswirkungen bezüglich der Vergleichbarkeit der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit den entsprechenden Vorjahresangaben. II. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unverändert unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am jeweiligen Abschlussstichtag angesetzt. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zu Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am jeweiligen Abschlussstichtag angesetzt. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen auf die in der Fertigung eingesetzten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens berücksichtigt. Des Weiteren werden angemessene Teile der freiwilligen sozialen Aufwendungen im Rahmen der Herstellungskosten aktiviert. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen. Sämtliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden ausschließlich linear abgeschrieben. Bewegliche abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter EUR 800 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern stellen sich wie folgt dar: scroll
Anlagenzugänge in Fremdwährung werden zum Zugangszeitpunkt mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. In den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Einkäufe von Vorräten in Fremdwährung werden zum Zugangszeitpunkt mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Unfertige Erzeugnisse und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen auf die in der Fertigung eingesetzten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens berücksichtigt. Des Weiteren werden angemessene Teile der freiwilligen sozialen Aufwendungen im Rahmen der Herstellungskosten aktiviert. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Das Vorratsvermögen ist verlustfrei bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung von angemessenen Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Forderungen in Fremdwährung werden zum Zugangszeitpunkt mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Forderungen in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung werden zum Zugangszeitpunkt mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Guthaben bei Kreditinstituten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben oder Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt und entspricht dem Gesellschaftsvertrag sowie der Eintragung im Handelsregister. In den Steuerrückstellungen und Sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Vom Abzinsungswahlrecht für kurzfristige Rückstellungen wurde kein Gebrauch gemacht. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Zugangszeitpunkt mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Bei der Berechnung der latenten Steuern wird das Temporary Konzept angewendet. Die Differenzen zwischen den handelsbilanziellen Wertansätzen und den steuerbilanziellen Wertansätzen bestehen in den Rückstellungen für drohende Verluste sowie personalbezogenen Rückstellungen. Zudem resultieren latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes der Gesellschaft in Höhe von 28,4 %. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhanges aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Umsatzerlöse werden realisiert und ausgewiesen, wenn die Lieferungen oder Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Im Projektgeschäft mit Werkvertragscharakter werden Umsatzerlöse gebucht, wenn der Vertrag erfüllt ist oder abgrenzbare Teilleistungen vom Kunden abgenommen worden sind. Aufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung periodengerecht erfasst. Forschungs- und Entwicklungskosten wurden in voller Höhe (TEUR 3.554) als Aufwand gebucht. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Eine von den historischen Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres sowie der kumulierten Abschreibungen im Anlagespiegel - als Anlage zum Anhang - dargestellt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 4.878 (Vorjahr: TEUR 2.645) und haben in Höhe von TEUR 4.672 (Vorjahr: TEUR 2.376) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 206 (Vorjahr: TEUR 269) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 4.395 (Vorjahr: TEUR 1.168) haben, wie im Vorjahr, vollständig eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und resultieren, wie im Vorjahr, vollständig aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Forderungen gegen Gesellschafter Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 12.233 (Vorjahr: TEUR 1.917) haben, wie im Vorjahr, vollständig eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und resultieren, wie im Vorjahr, vollständig aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Sonstige Vermögensgegenstände Die Sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Kapitalrücklage Im Geschäftsjahr 2023 wurde verschmelzungsbedingt ein Betrag von TEUR 1.826 in die Kapitalrücklage eingestellt. Eine nähere Erläuterung zu der verschmelzungsbedingten Anpassung der Kapitalrücklage findet sich unter Punkt I. Es erfolgten im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Entnahmen aus der Kapitalrücklage. Sonstige Rückstellungen scroll
Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Im Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 6.177 (Vorjahr: TEUR 6.503) sind folgende Posten enthalten:
Im Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von TEUR 11.796 (Vorjahr: TEUR 8.240) sind folgende Posten enthalten:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Geographische Aufteilung der Umsatzerlöse: scroll
Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen: scroll
Periodenfremde Erträge Unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 348 (Vorjahr: TEUR 969) enthalten. Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung (§ 285 Nr. 31 HGB) Im Materialaufwand sind Aufwendungen aus der Abwertung des Vorratsvermögens in Höhe von TEUR 1.917 enthalten, die unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips vorgenommen wurden. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit einem Gesamtbetrag von TEUR 13.629 (Vj. TEUR 10.545) sind Aufwendungen aus wiederauflebenden Darlehensverbindlichkeiten aus zuvor mit der Muttergesellschaft, The ExOne Company, North Huntingdon, USA (nach Verschmelzung und Rechtsformwechsel nun ExOne Operating LLC, North Huntingdon, USA), geschlossenen Forderungsverzichten mit Besserungsschein in Höhe von TEUR 2.921 enthalten. V. Sonstige Angaben Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Gegenüber fremden Dritten bestehen vertraglich fixierte Zahlungen aus Leasingverträgen mit einem Gesamtbetrag von TEUR 696. Für diese Geschäfte fallen Zahlungen von TEUR 302 innerhalb der nächsten zwölf Monate an. Die Leasingvereinbarungen dienen der Verbesserung der Liquidität sowie der Generierung von Wettbewerbsvorteilen durch längere Zahlungsziele. Nachteile aus den Leasingvereinbarungen resultieren aus höheren Gesamtkosten, da die Leasingraten insgesamt die Kosten eines fremdfinanzierten Kaufes des Leasing-Gutes übersteigen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren aus vertraglich fixierten Mietzahlungen an Dritte und betragen TEUR 6.000. Für die sonstigen finanziellen Verpflichtungen fallen Zahlungen von TEUR 1.500 innerhalb der nächsten zwölf Monate an. Zum 31. Dezember 2023 bestanden aufschiebend bedingte Verbindlichkeiten durch Verpflichtungen aus Besserungsscheinen in Höhe von TEUR 12.076 gegenüber dem Gesellschafter ExOne Operating LLC, North Huntingdon, USA, einer Gesellschaft nach dem Recht des Bundesstaates Delaware (vormals The ExOne Company, North Huntingdon, USA) im Zusammenhang mit den Forderungsverzichten vom 22. Dezember 2016, vom 22. Dezember 2017, vom 29. Dezember 2020 und vom 31. Dezember 2021. Insofern kein handelsbilanzieller Verlustvortrag besteht und insofern vor der Passivierung der wiederauflebenden Darlehensforderung der ExOne Operating LLC gegen die ExOne GmbH ein Jahresüberschuss auf Ebene der ExOne GmbH ausgewiesen wird, leben die erlassenen Darlehensforderungen in dieser Höhe wieder auf. Im Zuge der im Unterabschnitt „Nachtragsbericht“ dargestellten Veränderung der Konzernstruktur und des damit verbundenen Gesellschafterwechsels sind diese nicht bilanzierten aufschiebend bedingten Verbindlichkeiten durch Verpflichtungen aus Besserungsscheinen mit Wirkung zum 28. Juli 2025 untergegangen. Mindestbesteuerung/Angaben gemäß § 285 Nr. 30a HGB Basierend auf den von der OECD im Dezember 2021 veröffentlichten „Pillar Two Model Rules“ hat die Europäische Union im Dezember 2022 eine Richtlinie zur Sicherstellung eines globalen Mindeststeuerniveaus für multinationale Unternehmensgruppen verabschiedet. Gesetze zur globalen Mindeststeuer wurden in mehreren Ländern, in denen der Desktop Metal Konzern tätig ist, erlassen, darunter auch in Deutschland (MinStG). Der Desktop Metal Konzern bzw. die ExOne GmbH fielen zum 31. Dezember 2023 allerdings nicht in den Anwendungsbereich dieser Regeln, da die konzernweiten Umsatzerlöse unterhalb von 750 Millionen Euro lagen. Auch für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 fällt die ExOne GmbH nicht in den Anwendungsbereich dieser Regeln. Der tatsächliche Steueraufwand/-ertrag aus dem MinStG für das Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf 0 Euro. Honorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr 2023 als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer betrug TEUR 55 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Arbeitnehmer (Jahresdurchschnitt) Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich insgesamt 151 (Vj. 146) Mitarbeiter beschäftigt. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB. Die Beschäftigtenzahl setzt sich dabei wie folgt zusammen: scroll
Organe der Gesellschaft Im Geschäftsjahr 2023 sowie bis zur Beendigung der Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgend genannten Personen als Geschäftsführer der ExOne GmbH bestellt: Herr Eric Bader, Mönchsdeggingen - Geschäftsführer der ExOne GmbH, Gersthofen. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzernabschluss Der Jahresabschluss der ExOne GmbH wurde zum 31. Dezember 2023 in den Konzernabschluss der Desktop Metal Inc., Burlington, Massachusetts, USA, einbezogen, die einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen nach den Rechnungslegungsvorschriften der US GAAP aufstellt. Der Konzernabschluss kann bei der US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission, SEC) unter der Registernummer 0001754820 eingesehen werden. Bezüglich der Auswirkungen der im Unterabschnitt „Nachtragsbericht“ dargestellten Veränderung der Konzernstruktur und des damit verbundenen Gesellschafterwechsels verweisen wir auf die dortigen Ausführungen. Nachtragsbericht Zahlungswirksame Investitionen in das Sachanlagevermögen im Geschäftsjahr 2024 in Höhe von TEUR 3.742 überstiegen deutlich die Summe aus Abgängen und Abschreibungen von bzw. auf das Sachanlagevermögen. In der Folge erhöhte sich, auf Basis des bis dato ungeprüften und insoweit vorläufigen Jahresabschlusses, das Sachanlagevermögen im Geschäftsjahr 2024 um TEUR 2.847 und belief sich zum 31. Dezember 2024 auf TEUR 6.196. Die o.g. Investitionen betrafen insbesondere Maschinen, Mikrowellen sowie Teststände für Maschinenkomponenten. Am 2. April 2025 erfolgte gemäß dem Verschmelzungsvertrag und -plan vom 2. Juli 2024 die Übernahme der Desktop Metal Inc. - der bisherigen obersten Muttergesellschaft des Desktop Metal Konzerns - einer Gesellschaft nach dem Recht des US-amerikanischen Bundesstaates Delaware mit Geschäftssitz in Burlington, Massachusetts, USA („Desktop Metal“) durch die Nano Dimension Ltd., einer Gesellschaft gegründet nach dem Recht des Staates Israel mit Geschäftssitz in Ness Ziona, Israel (nachfolgend „Nano Dimension“). Dabei wurde die 100 %ige Tochtergesellschaft von Nano Dimension, die Nano US I, Inc., eine Gesellschaft nach dem Recht des US-amerikanischen Bundesstaates Delaware, auf die Desktop Metal als übernehmender Rechtsträger verschmolzen, wodurch die Desktop Metal indirekt eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Nano Dimension wurde. Im Zusammenhang mit dem Vollzug der Übernahme und der Ernennung bestimmter leitender Angestellter hat Nano Dimension am 11. April 2025 seinen Geschäftssitz nach Waltham, Massachusetts, USA verlegt. Der Jahresabschluss der ExOne GmbH wird seitdem in den Konzernabschluss der Nano Dimension einbezogen, die einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen nach den Rechnungslegungsvorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufstellt. Der Konzernabschluss der Nano Dimension kann bei der US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission, SEC) unter der Registernummer 0001643303 eingesehen werden. Am 28. Juli 2025 reichten Desktop Metal sowie weitere Tochtergesellschaften von Desktop Metal, darunter auch die ExOne Operating LLC, North Huntingdon, USA, (ehemalige unmittelbare Muttergesellschaft), beim US-Insolvenzgericht für den südlichen Bezirk von Texas (das „Insolvenzgericht“) einen Insolvenzantrag gemäß Kapitel 11 („Chapter 11“) des 11. Buchs („Title 11“) des United States Code (das „Insolvenzgesetz“) ein. Im Rahmen der Chapter-11- Verfahren von Desktop Metal und seinen Tochtergesellschaften, die vom Insolvenzgericht unter der Nummer 25-90268 gemeinsam verwaltet werden, hat Desktop Metal vom Insolvenzgericht die Genehmigung erhalten, verschiedene Vermögenswerte gemäß Abschnitt 363 des Insolvenzgesetzes zu veräußern. Diese Genehmigung umfasst auch den mit Kaufvertrag vom 27. Juli 2025 mit Wirkung zum 28. Juli 2025 vereinbarten Verkauf der ExOne GmbH an die Anzu Special Acquisition Corp II, eine nach dem Recht der Cayman-Inseln gegründete Kapitalgesellschaft (Corporation), eingetragen unter der Firmennummer 379783 und mit folgender Geschäftsanschrift: 71 Fort Street, Postfach 500, George Town, Grand Cayman, KYI-1106, Cayman Islands („Anzu Special Acquisition Corp Il“). Im Zuge der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie am 19. August 2025 erteilten Freigabe zum Erwerb von 100 % der Anteile an der ExOne GmbH wurde die aufschiebende Bedingung des Kaufvertrags erfüllt und der Vollzug des Kaufvertrags ermöglicht. Der Jahresabschluss der ExOne GmbH wird seitdem nicht mehr in den Konzernabschluss der Nano Dimension, sondern in den Konzernabschluss der Anzu Special Acquisition Corp II einbezogen. In Folge des Gesellschafterwechsels zum 28. Juli 2025 sind bis dahin noch nicht aufgelebte und bilanzierte aufschiebend bedingte Verbindlichkeiten durch Verpflichtungen aus Besserungsscheinen gegenüber dem ehemaligem Gesellschafter ExOne Operating LLC, North Huntingdon, USA, einer Gesellschaft nach dem Recht des Bundesstaates Delaware (vormals The ExOne Company, North Huntingdon, USA) im Zusammenhang mit den vereinbarten Forderungsverzichten vom 22. Dezember 2016, vom 22. Dezember 2017, vom 29. Dezember 2020 und vom 31. Dezember 2021, mit Wirkung zum 28. Juli 2025 untergegangen. Mit Vollzug des Kaufvertrages vom 27. Juli 2025 mit Wirkung zum 28. Juli 2025 bezüglich des Verkaufs der ExOne GmbH an die Anzu Special Acquisition Corp II durch die ExOne Operating LLC, North Huntingdon, USA, (ehemalige unmittelbare Muttergesellschaft), wurden zudem Markenrechte in Höhe von TEUR 724 durch die ExOne GmbH von der ExOne Operating LLC, North Huntingdon, USA, erworben. Bis zur Beendigung der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 wurde die daraus entstandene Verbindlichkeit beglichen. Durch Erklärung vom 20. August 2025 hat die Anzu Special Acquisition Corp II eine harte Patronatserklärung, die betragsmäßig nicht begrenzt ist, gegenüber der ExOne GmbH mit Laufzeit bis zum 1. Januar 2027 abgegeben, in der sie zusichert die ExOne GmbH auf erstes Anfordern hin dergestalt mit zusätzlicher Liquidität oder sonstigen finanziellen Mitteln auszustatten, dass die ExOne GmbH u.a. ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen kann. Im Oktober 2025 wurde die Anzu Special Acquisition Corp II , eine nach dem Recht der Cayman-Inseln gegründete Kapitalgesellschaft (Corporation), eingetragen unter der Firmennummer 379783 und mit folgender Geschäftsanschrift: 71 Fort Street, Postfach 500, George Town, Grand Cayman, KYI-1106, Cayman Islands, in ExOne Global Holdings umbenannt. Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine wesentlichen berichtspflichtigen Ereignisse eingetreten, die Auswirkungen auf die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ExOne GmbH haben. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 3.960.515,78 zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von EUR -3.960.515,78 auf neue Rechnung vorzutragen.
Gersthofen, den 26. November 2025 Eric Bader, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023scroll
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BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ExOne GmbH, Gersthofen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ExOne GmbH, Gersthofen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnungfür das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ExOne GmbH, Gersthofen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 26. November 2025 Deloitte GmbH Jan Lehnhardt, Wirtschaftsprüfer Christian Booms, Wirtschaftsprüfer |
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