Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 10264
Vorher
ALTO Deutschland GmbHNilfisk-Advance GmbH
Eingetragen
21.5.2003
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebGroßhandel mit Wasch-, Putz- und ReinigungsmittelnGroßhandel mit industriellen Textil-, Näh- und Strickmaschinen
Gegenstand
Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Maschinen, technischen Geräten, Reinigungssystemen sowie deren Zubehör und Chemikalien und Reinigungsmitteln, insbesondere mit dem Warenzeichen "Wap" und alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Wulf Bunzel
seit 27.3.2024
Geschäftsführer
Magnus Utterman
seit 17.4.2023
Prokura
Heiko Grossmann
seit 10.11.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Nilfisk A/SDNK
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Nilfisk A/S
Denmark
1012000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nilfisk GmbH

Bellenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

1.1. Geschäftsmodell der Gesellschaft sowie Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Nilfisk A/S in Dänemark und Teil der Nilfisk-Gruppe, einem weltweit tätigen Anbieter professioneller Reinigungstechnik. Die Gesellschaft war ursprünglich im Bereich Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Hochdruckreinigungsgeräten, Saugern und Bodenreinigern zuzüglich Zubehöres und Reinigungsmitteln tätig. Nach Auslagerung der Produktion und Entwicklung in die Schwestergesellschaften liegt die Konzentration auf dem Vertrieb von Reinigungsgeräten und der Übernahme von Serviceleistungen hierfür. Daneben erzielt die Gesellschaft in geringfügigem Umfang Umsatzerlöse aus Dienstleistungen im Bereich von Fahrzeugwaschanlagen.

Am Standort Bellenberg werden über das "Special Application Center" für den deutschen Markt und für die Tochtergesellschaften der Nilfisk-Gruppe Sonderanfertigungen für Staubsauger und Bodenreinigungsgeräte produziert und verkauft.

Bei den vertriebenen Produkten wird im Wesentlichen in die folgenden Segmente unterschieden: Bodenreinigungsmaschinen, Staubsauger, Hochdruckreiniger, Ersatz- und Zubehörteile sowie Service-Lohnleistungen.

Der Bereich Fahrzeugwaschanlagen beschränkt sich seit Januar 2021 auf die Servicierung oder Wartung der bestehenden Carwash-Anlagen. Entwicklung und Produktion von neuen Anlagen wurde zum Ende des Jahres 2020 eingestellt und auf einen neuen Partner übertragen.

Absatzmarkt ist in der Hauptsache Deutschland, wo der Verkauf der Geräte und des Zubehörs überwiegend durch angestellte Außendienstmitarbeiter direkt an Geschäftskunden und indirekt über den Fachhandel sowie Baumärkte erfolgt. Daneben bildet noch das zum größten Teil internationale Geschäft mit Eigenmarken anderer Hersteller (Private Label) einen großen Anteil des Absatzes.

Der Einkauf erfolgt überwiegend bei der Alleingesellschafterin, der Nilfisk A/S, Kopenhagen (Dänemark), und anderen produzierenden Gesellschaften des Konzernverbundes. Hinsichtlich ihres Geräteprogramms und ihrer Lieferbereitschaft ist die Gesellschaft insoweit in erheblichem Maße von ihrem Hauptlieferanten, der Nilfisk A/S, abhängig.

Im Rahmen einer Abspaltung vom vormaligen Mutterkonzern, der dänischen nkt-Gruppe, ist die Nilfisk-Gruppe seit dem 12. Oktober 2017 selbstständig an der Kopenhagener Börse gelistet. Die ultimative Muttergesellschaft ist seit dem die Nilfisk Holding A/S, Kopenhagen (Dänemark).

Im Jahr 2023 wurden auf dem deutschen Markt insgesamt 29 neue Modelle / Plattformen eingeführt:

5 Gewerbliche Sauger

9 Aufsitzscheuersaugmaschinen

5 Mitgänger Scheuersaugmaschinen

5 Konsumenten Hochdruckreiniger

5 Industrielle Hochdruckreiniger

Damit möchte das Unternehmen seine Marktposition festigen und in wesentlichen Kernsegmenten ausbauen.

1.2. Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft betreibt ihr Geschäft von den Standorten Bellenberg und Linsengericht aus. Hauptsitz der Gesellschaft ist Bellenberg, an dem neben der Geschäftsführung auch alle administrativen Funktionen sowie das Kundencenter, der Bereich Premium - d.h. Produkte für den gewerblichen Endverbraucher -, das Händlergeschäft, die Bereiche Consumer (Vertrieb über Baumärkte), Service, Marketing, Produktmanagement, Lager sowie Schulungseinrichtungen angesiedelt sind. Die eingetragene Niederlassung Pinneberg stellt Räume für die Vertriebsunterstützung und Lager zur Verfügung. In Linsengericht befindet sich das Gebrauchtmaschinenzentrum, in dem Altmaschinen bei Abschluss von Neugeschäften und aus Mietgeschäften zum Wiederverkauf aufbereitet werden.

1.3. Mitarbeiter

Die Nilfisk GmbH beschäftigte im Jahr 2023 im Durchschnitt 348 Mitarbeiter. Hiervon waren im Außendienst 96 Mitarbeiter im Vertrieb und 104 im Service tätig. 148 Mitarbeiter waren im Innendienst sowie in der Produktion und Logistik beschäftigt. Im Vergleich zu 2022 waren das 4 Mitarbeiter weniger. Die Gehälter der Mitarbeiter sind monatliche Festgehälter, wobei im Außendienst und im Management ergebnisabhängige Gehaltsbestandteile Berücksichtigung finden.

Um eine stetige Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter zu gewährleisten, werden gezielte Schulungsprogramme mit den Mitarbeitern jährlich vereinbart.

1.4. Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wurden bereits in den vergangenen Geschäftsjahren auf Grund konzernweiter Effizienzsteigerungsmaßnahmen in den Bereichen Hochdruckreinigungsgeräte und Sauger in Dänemark und in dem Bereich der Bodenreiniger in USA und in Italien konsolidiert.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung/Rahmenbedingungen

Deutschland hat die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs in der Ukraine bislang gut bewältigt. Jedoch dämpfen die auf hohem Niveau verharrenden Energiepreise und die - gemäß dem Statistischem Bundesdesamt (Pressemitteilung vom 16. Januar 2024) - noch immer hohe Inflationsrate von +5,9% die Kaufkraft der Konsumenten. Ferner hat das für das Private Label Geschäft wichtige Bauhauptgewerbe im Jahr 2023 erneute einen rückläufigen Auftragseingang in Höhe von 4,4% (VJ -9,6%) zu verzeichnen, so dass in diesem Kundensegment eine Kaufzurückhaltung zu verzeichnen war.

Im Jahr 2023 zeigt die Reinigungsgerätebranche ein gemischtes Bild, das von verschiedenen externen Faktoren beeinflusst wird. Nach der Erholung im Jahr 2021, die durch eine erhöhte Nachfrage infolge der Corona-Krise geprägt war, normalisierte sich der Markt im Jahr 2022. Diese Normalisierung führte zu einer Stabilisierung der Verkaufszahlen.

Allerdings blieben die Auswirkungen des Ukrainekriegs und die anhaltenden Probleme in den globalen Lieferketten auch im Jahr 2023 spürbar. Diese Faktoren führten zu Engpässen bei Rohstoffen und Komponenten, was in vielen Branchen die Produktionsabläufe beeinträchtigte. Unternehmen sahen sich gezwungen, ihre Strategien anzupassen, um den Herausforderungen der Lieferengpässe und steigenden Kosten zu begegnen. Dies machte sich in der Nachfrage nach Reinigungsgeräten bemerkbar. Die Marktentwicklung in Deutschland variierte stark zwischen den verschiedenen Produktsegmenten:

1. Professionelle Reinigungsgeräte:

In diesem Segment blieb die Nachfrage stabil, insbesondere in Bereichen, wo Hygiene weiterhin oberste Priorität hat. Innovative Produkte, die Effizienz und Nachhaltigkeit kombinieren, wurden verstärkt nachgefragt.

2. Reinigungsgeräte für den privaten Endverbraucher:

Hier war ein leichter Rückgang der Nachfrage zu verzeichnen, da viele Verbraucher nach der Pandemie ihre Ausgaben strafften.

Insgesamt bleibt die Reinigungsgerätebranche im Jahr 2023 von Unsicherheiten geprägt, die sowohl durch geopolitische Ereignisse als auch durch wirtschaftliche Rahmenbedingungen beeinflusst werden. Unternehmen, die flexibel auf Marktveränderungen reagieren und innovative Lösungen anbieten, werden voraussichtlich besser positioniert sein, um in diesem herausfordernden Umfeld erfolgreich zu sein.

Die Branche wird weiterhin beobachten müssen, wie sich die globalen Lieferketten entwickeln und welche langfristigen Auswirkungen die geopolitischen Spannungen auf die Marktbedingungen haben werden.

2.2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das EBIT, die für die Steuerung des Unternehmens herangezogen werden. Daneben zieht das Unternehmen weitere Kennzahlen in Betracht.

Diese stellen sich für das Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zu 2022 wie folgt dar:

2023 2022
Umsatzerlöse TEUR 143.942 154.927
EBIT (= Jahresergebnis zzgl. Zinsaufwand abzgl. Zinsertrag zzgl. Ertragssteueraufwand) TEUR 4.551 6.360
Lagerbestand TEUR 3.954 3.734
Kundenforderungen TEUR 6.995 9.005
Beschäftigte Mitarbeiter 348 352

Der Umsatz der Gesellschaft ist um 10.985 TEUR bzw. 7,1 % geringer als im Vorjahr ausgefallen. Die Umsatz- und EBIT-Entwicklung im Jahr 2023 lag damit deutlich unter der prognostizierten Umsatz- und EBIT-Entwicklung, die sich am Vorjahr orientierte. Zu berücksichtigen ist hierbei der Unterschied zwischen dem Geschäft im deutschen Markt und dem überwiegend internationalen Geschäft des Bereiches "Private Label", der in der Nilfisk-Gruppe als "Original-Equipment-Manufacturer" für die weltweiten Vertriebsaktivitäten zuständig ist.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist das Geschäft im deutschen Markt, in dem die Gesellschaft primär unter der Marke Nilfisk tätig ist, analog dem Branchenniveau verlaufen. Die Entwicklung war jedoch in den einzelnen Produktsegmenten wie Bodenreinigung, Staubsauger, Hochdruckreiniger sowie dem Bereich Service unterschiedlich.

Der Geschäftsverlauf des Bereiches "Private Label" im Geschäftsjahr 2023 entwickelte sich erneut deutlich rückläufig. Der Rückgang ist auf die beiden Kundengruppen Power Tool Manufacturers und Kunden, die den Bereich der privaten Endverbraucher bedienen, zurückzuführen. Ferner wurden nach dem Ausbruch des Ukraine-Krieges alle Lieferungen an Private Label Kunden im Kriegsgebiet komplett ausgesetzt.

Das Produktsegment "Consumer" - d.h. Reinigungsgeräte für den privaten Endverbraucher - hatte in Zeiten von mobilem Arbeiten und Reisebeschränkungen von dem Trend zu erhöhten Ausgaben für Haus und Garten profitiert, so dass der Markt nach Jahren des Wachstums eine Sättigung erreicht hatte und sich auch in 2023 leicht rückläufig entwickelt hat.

Umsatz nach Produktsegmenten:

2023 2022
TEUR TEUR
Verkauf
Staubsauger 61.083 65.297
Bodenreinigungsmaschinen 21.349 21.367
Hochdruckreiniger 15.417 22.736
Verbrauchsmaterialien 968 1.015
Service 20.093 19.167
Ersatzteile/Zubehör 23.384 24.315
Sonstige Umsatzerlöse 1.648 1.030
143.942 154.927

Hauptumsatzträger, gemessen am Umsatz 2023, waren der Verkauf von Staubsaugern (42,4 %), Bodenreinigungsmaschinen (14,8 %), Hochdruckreinigern (10,7 %), Verkauf von Ersatz- und Zubehörteilen (16,2 %) und Serviceleistungen (14,0 %).

Umsatz In- und Ausland:

2023 2022
TEUR TEUR
Inland 104.429 109.462
Ausland 39.513 45.465
143.942 154.927

Den Umsatzerlösen stehen Materialaufwendungen von insgesamt TEUR 97.994 gegenüber. Die Rohertragsmarge lag bei 31,9 % des Umsatzes gegenüber 28,5 % im Vorjahr. Ein Teil der positiven Entwicklung der Marge ist auf den Umsatzrückgang des Geschäftsbereichs Private Label zurückzuführen. Die Marge in diesem Segment ist im Allgemeinen deutlich geringer, da im Vergleich zum klassischen Geschäft mit der Marke Nilfisk eine Handelsstufe weniger vorhanden ist. Dieser deutlich kostenintensivere Vertrieb & Service wird vom Private Label Partner übernommen, so dass in diesem Geschäft mit geringeren Deckungsbeiträgen gearbeitet wird. Ferner machte sich eine bessere Auslastung im Bereich Service positiv in der Marge bemerkbar.

Mit TEUR 25.071 (Vj.: TEUR 24.243) stellen die Personalaufwendungen den größten Faktor in den übrigen Kosten dar. Die Personalintensität (Personalaufwand/Umsatzerlöse) beträgt 17,4 % (Vj.: 15,6 %). Diese ist unter anderem auf die jährliche Gehaltsanpassung sowie die im Jahresdurchschnitt größere Vertriebsmannschaft zurückzuführen. Zudem hatten wir im Bereich Private Label einen deutlichen Umsatzrückgang zu verzeichnen. Dort ist durch das Fehlen einer Handelsstufe eine geringere Personalintensität vorhanden und trägt durch den Rückgang des Umsatzes daher - bei gleichbleibenden Personalaufwendungen - zu der Erhöhung der Personalintensität bei.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 13.935 (Vj.: TEUR 12.516) und entfallen primär auf Kosten der Fahrzeugflotte, Aufwendungen für Marketing, die Infrastruktur und den Betrieb der Standorte. Im Berichtszeitraum sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 1.419 gestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf eine umfassende Restrukturierung unseres Unternehmens zurückzuführen. Die Restrukturierungsmaßnahmen wurden notwendig, um auf die veränderten Marktverhältnisse zu reagieren, die durch hohe Inflationsraten und den Ukrainekrieg beeinflusst wurden. Diese externen Faktoren haben zu einem Rückgang der Nachfrage geführt, was uns dazu veranlasst hat, unsere Prozesse anzupassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Um den sich verändernden Marktbedingungen gerecht zu werden und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, haben wir verschiedene Maßnahmen ergriffen. Im Wesentlichen zielen diese darauf ab, näher an unsere Kunden heranzurücken. Dazu haben wir unseren Vertrieb so ausgerichtet, dass er die unterschiedlichen Bedürfnisse und Reinigungsanforderungen der verschiedenen Kundengruppen besser berücksichtigt. Durch diese Anpassungen möchten wir nicht nur eine stärkere Kundenbindung erzielen, sondern auch die Effizienz unserer Betriebsabläufe nachhaltig steigern.

Das EBIT für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 4.551 (Vj.: TEUR 6.360). Die EBIT-Marge in Relation zum Umsatz liegt bei 3,2 % (Vj.: 4,1 %).

Vermögenslage

Die Bilanzstruktur ist auf der Aktivseite überwiegend durch das Umlaufvermögen (87,4 % der Bilanzsumme in Höhe von TEUR 57.580) geprägt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 46.332 bzw. 80,5 % der Bilanzsumme sind der größte Posten des Umlaufvermögens.

Im Berichtszeitraum sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.010 zurückgegangen. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die Verschiebung des Umsatzes von Auslandskunden, die in der Regel längere Zahlungsziele haben, hin zu Inlandskunden, die kürzere Zahlungsziele aufweisen, zurückzuführen. Diese Anpassung fand insbesondere zum Ende des Jahres statt und hat dazu beigetragen, die Liquidität unseres Unternehmens zu verbessern.

Im Jahr 2023 wurde an die Gesellschafterin eine Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 25.000 vorgenommen. Dies spiegelt sich auch bei Forderungen gegen verbundene Unternehmen wider, die um TEUR 25.100 auf TEUR 38.739 gesunken sind.

Die Investitionen des Geschäftsjahres von TEUR 4.049 entfallen auf das Sachanlagevermögen. Sie betreffen mit TEUR 3.783 vornehmlich Maschinen zur Vermietung an Kunden. Darüber hinaus wurden in den Kauf von IT-Technik, Gebäudeausstattungen, sowie den Erwerb von Ausstattungsgegenständen insgesamt TEUR 266 investiert. Hierbei handelt es sich primär um Ersatzinvestitionen.

Die Gesellschaft ist seit September 2017 an den Cash-Pool der Nilfisk A/S, Kopenhagen/Dänemark, angeschlossen.

Die Bankguthaben werden durch Überweisungen an den Cash-Pool auf einem sehr niedrigen Niveau gehalten. Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 52 (Vj.: TEUR 1) aus. Das Cash-Pool-Guthaben beträgt TEUR 38.410 (Vj.: TEUR 63.839).

Die Vorratsbestände einschließlich geleisteter und abzüglich erhaltener Anzahlungen am Bilanzstichtag beliefen sich auf TEUR 3.952 und liegen damit geringfügig über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 3.732). Dies ist vorwiegend auf den geringeren Bestand an Fertigen Erzeugnissen und Waren zurückzuführen. Neben Waren umfasst der Vorratsbestand auch Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe aus der Werkstatt und dem Gebrauchtmaschinenzentrum. Zudem enthält das Vorratsvermögen auch Geräte und Zubehör zu Demonstrations- und Schulungszwecken sowie Ersatzteile bei Servicetechnikern und unterwegs befindliche Ware.

Die Passivseite ist im Wesentlichen durch das Eigenkapital i.H.v. TEUR 40.953 (Vj.: TEUR 62.202) geprägt. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag bei 71,1 % gegenüber 74,6 % im Vorjahr. Der Rückgang des Eigenkapitals ist auf die Gewinnausschüttung von TEUR 25.000 zurückzuführen. Im Vorjahr wurde die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 18.771 auf TEUR 28.286 zugunsten des Bilanzgewinns aufgelöst. Dieser Betrag wurde für die Gewinnausschüttung von TEUR 25.000 verwendet.

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich im Jahr 2023 um TEUR 1.751 auf TEUR 8.114. Der größte Teil der Steigerung ist auf eine Rückstellung für Doppelzahlungen im Rahmen des Factorings zurückzuführen. Die Steuerrückstellungen sind von TEUR 1.162 auf TEUR 381 gesunken und betreffen im Wesentlichen die Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2022.

Die Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.671 gesunken. Der Rückgang ist auf geringere Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft zurückzuführen, die sich aus einer Gutschrift für Konzernumlagen sowie aus dem Rückgang von Warenlieferungen vor dem Stichtag ergeben.

Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich aus ihrer operativen Tätigkeit und dem konzerninternen Cashpooling. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 bestehen in wesentlichem Umfang Cashpool-Guthaben, auf die bei Bedarf jederzeit zurückgegriffen werden kann. Somit war die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens im gesamten Jahr 2023 stets gesichert.

Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist aus Sicht der Geschäftsführung - unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung - zufriedenstellend.

Im Jahr 2023 war die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland weiterhin von einem "krisengeprägten Umfeld" geprägt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist laut Angaben des Statistischen Bundesamtes um 0,3% gesunken. Die anhaltend hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen haben die Konjunktur gedämpft, während ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland die wirtschaftliche Erholung zusätzlich erschwerten. Damit setzte sich die langsame Erholung der deutschen Wirtschaft vom Einbruch im Corona-Jahr 2020 bislang nicht fort.

Die Gesellschaft weist eine solide Bilanzstruktur mit einer hohen Eigenkapitalquote auf, sodass sie trotz der aktuellen Herausforderungen für die Zukunft gut aufgestellt ist.

2.3. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Neben finanziellen Kennzahlen werden auch nichtfinanzielle Indikatoren erhoben und ausgewertet, ohne diese jedoch explizit zur Steuerung des Unternehmens einzusetzen.

Im Bereich der nicht finanziellen Leistungsindikatoren konnte im zweiten Halbjahr 2023 ein deutlicher Anstieg des Net-Promoter-Scores im Bereich der Kundenzufriedenheit verzeichnet werden. Die im Vorjahr noch negativ beeinflusste schwierige Liefersituation, die durch Störungen in den Lieferketten verursacht wurde, konnte weitgehend eliminiert werden. Durch regelmäßiges und zeitnahes Feedback an die Kunden sowie die strikte Umsetzung des Aktionsplans, der auf den Kundenrückmeldungen basiert, wird gezielt daran gearbeitet, diese positive Entwicklung aufrechtzuerhalten.

Neben der Kundenzufriedenheit ermittelt das Unternehmen auch regelmäßig die Mitarbeiterzufriedenheit im Rahmen einer halbjährlich durchgeführten Mitarbeiterbefragung. Hierbei beantworten alle Mitarbeiter die gleichen Fragen innerhalb verschiedener Bereiche, so dass aus den Veränderungen Rückschlüsse auf positive sowie negative Entwicklungen gezogen werden können. Hinzu kommen noch mögliche Vergleiche zwischen Teilbereichen in der Organisation und/oder des Gesamtunternehmens sowie Durchschnittswerte, die auch andere Unternehmen abbilden. Aufbauend hierauf werden Maßnahmen definiert, die die Mitarbeiterzufriedenheit weiter positiv steigern sollen. Insgesamt waren die im Jahr 2023 ermittelten Zufriedenheitswerte der Nilfisk GmbH mit 7,7 - auch wenn leicht unter dem Vorjahr - auf einem hohen Niveau. Wir haben mit diesem Ergebnis den Benchmark vergleichbarer Unternehmen erreicht.

3. AUSBLICK SOWIE CHANCEN UND RISIKEN

3.1. Ausblick

Bereits im dritten Quartal 2022 machten sich neben den bereits existierenden und immer noch nicht komplett stabilisierten Lieferketten auch die Folgen des Ukraine-Krieges bemerkbar und war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 noch existent. Im Jahr 2023 betrug nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts (Pressemitteilung vom 16. Januar 2024) die Inflationsrate 5,9 %, was sich negativ auf die Konsumneigung der Verbraucher ausgewirkt hat. Diese Entwicklung hat indirekt auch unser Geschäft beeinflusst, da die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu einer zurückhaltenderen Kaufbereitschaft der Konsumenten geführt haben. Infolgedessen haben wir einen Rückgang der Nachfrage in bestimmten Bereichen festgestellt.

Die Investitionsbereitschaft ist bei einigen Kundengruppen gesunken. Ferner bekommen wir sowohl im Rahmen des Händlergeschäfts als auch im Bereich von Private Label die Abflachung in der Bautätigkeit zu spüren.

Dies machte sich in einem spürbaren Umsatzrückgang im Jahr 2023 bemerkbar. Im Geschäftsjahr 2024 haben wir insbesondere im Bereich Private Label eine deutliche Erholung des Marktes gesehen.

In den wesentlichen Marktsegmenten Gebäudereinigung, Gesundheitswesen, Einzelhandel und Logistik sehen wir uns durch die laufende Erneuerung unseres Produktprogramms - z.B. Optimierung des Wasser- und Energieverbrauchs bei Scheuersaugmaschinen - gut positioniert.

Wir werden uns auch im Geschäftsjahr 2025 auf unserem Geschäftsplan 2026 konzentrieren, den wir 2022 vorgestellt hatten. Der Fokus der Strategie liegt auf dem Ausbau der Stärken der Organisation. Der Kunde soll im Mittelpunkt all unserer Handlungen stehen und die Kundenzufriedenheit dadurch weiter gestärkt werden. Wir werden auch in Zukunft verstärkt in den Direktvertrieb und die Service Organisation investieren, um auf globale Großkunden und das Segment der Gebäudereiniger noch besser eingehen zu können. Für die Betreuung der mittleren und kleineren Kunden werden wir unser Händlernetz nochmals stärken, um diese Kunden optimal und kosteneffizient bedienen zu können.

Im Bereich Consumer, insbesondere im hart umkämpften do-it-yourself-Markt, verzeichneten wir im Jahr 2023 einen Rückgang, der auf die Marktsättigung zurückzuführen ist, die durch die positive Entwicklung in den Vorjahren entstanden war. Trotz dieser Herausforderungen zeigte der Markt im Jahr 2024 eine erfreuliche Erholung. Wir konnten eine Umsatzsteigerung von 30 % erzielen, was auf eine Wiederbelebung der Nachfrage sowie die erfolgreiche Umsetzung unserer Vertriebsstrategien zurückzuführen ist. Diese positive Entwicklung bestätigt, dass wir gut auf die Bedürfnisse unserer Kunden reagieren und uns flexibel an die Marktbedingungen anpassen können. Für das Jahr 2025 erwarten wir eine stagnierende Entwicklung des Consumer-Marktes.

Trotz der makroökonomischen Unsicherheiten konnten wir im Geschäftsjahr 2023 wie auch im Jahr 2024 die den veränderten Rahmenbedingungen angepassten Ziele hinsichtlich des Umsatzes erreichen.

Bis zur Erstellung des Lageberichts im Juni 2025 zeichnet sich, trotz der Ungewissheiten hinsichtlich der handels- und geopolitischen Lage ein leichtes Umsatzwachstum ab. Die Nachfrage verläuft analog der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Während die Dienstleistungssektor Anzeichen einer Stabilisierung zeigt, steht dieser Entwicklung eine rückläufige Tendenz im Bereich der Industrie gegenüber.

Aktuelle Frühindikatoren deuten auf eine uneinheitliche Stimmungslage in der deutschen Wirtschaft hin. Dennoch lässt sich in der Tendenz eine Bodenbildung erkennen, die Hoffnung auf eine allmähliche Erholung weckt. Die derzeit diskutierten Vorhaben - der Investitions-Booster, die Einrichtung eines Sondervermögens in Höhe von Mrd. EUR 500 für Investitionen in die Infrastruktur sowie Erhöhung der Verteidigungsausgeben - der zukünftigen Regierungskoalition könnten stabilisierende Erwartungseffekte hervorrufen und sowohl private Haushalte als auch die Wirtschaft mit zunehmender Planungssicherheit unterstützen.

In den ersten Monaten im Jahr 2025 konnten wir schon erste Anzeichen der Erholung des Marktes feststellen. Wir gehen aktuell davon aus, dass wir einen Umsatz im Bereich zwischen Mio. EUR 148 und Mio. EUR 152 erreichen werden. Das zu erreichende EBIT wird zwischen Mio. EUR 4,4 und Mio. EUR 4,6 liegen.

Im Geschäftsjahr 2024 konnten wir - ausweislich des ungeprüften Jahresabschlusses 2024 - wieder einen leicht ansteigenden Umsatz in Höhe von 4,6% auf rund Mio. EUR 150 verzeichnen. Ferner gehen wir vom Erreichen einer EBIT-Marge von rund 3 % des Umsatzes bzw. einem EBIT von Mio. EUR 4,5 aus.

3.2. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Geschäftsführung unseres Unternehmens analysiert und bewertet im Rahmen ihrer Management Meetings sowie regelmäßiger Review-Meetings mit der Konzernleitung die erreichten Ergebnisse und mögliche Chancen und Risiken. Es werden in diesem Meeting die notwendigen Entscheidungen getroffen, um auf veränderte Marktbedingungen regieren zu können, bzw. Maßnahmen zu beschlossen, um die für die Gesellschaft sich ergebenden Chancen zu nutzen.

Das Risikomanagement erfolgt durch die Konzernleitung. Diese ist bestrebt die Risiken in den lokalen Einzelgesellschaften zu minimieren und die Risiken auf Konzernebene zu bündeln und durch entsprechende Maßnahmen zu adressieren.

Gegenwärtig sehen wir für das Unternehmen gute Chancen, aufgrund klar definierter strategischer Ziele, marktstrukturierter Verkaufs- und Serviceorganisationen und Projekten zur Steigerung der Profitabilität, eine weitere erfolgreiche Entwicklung in allen Bereichen umzusetzen. Als Wachstumsfelder wurden die Kundengruppen Logistik, Lager & Produktion sowie der Dienstleistungsbereich Gebäudereinigung identifiziert.

Als Vertriebs- und Servicegesellschaft, deren Produkte direkt von konzerninternen Lagerorten an die Kunden verschickt werden, sind wir von der Lieferbereitschaft und der Qualität der Produkte unserer konzerninternen Lieferanten, im Wesentlichen der Nilfisk A/S (Dänemark), abhängig. Die innerhalb des Konzerns eingerichteten Steuerungs- und Qualitätsmechanismen garantieren jedoch unseres Erachtens auch für die Zukunft eine bedarfsgerechte Belieferung unserer Kunden mit konkurrenzfähigen und qualitativ hochwertigen Produkten. Darüber hinaus basiert die Planung für 2025 auf einer zeitgerechten Entwicklung und Einführung neuer Produkte sowie einer stabilen Lieferkette. Hiermit soll es gelingen, in den bestehenden Vertriebsbereichen die Marktanteile zu halten bzw. weiter auszubauen.

In Bezug auf den Einsatz von Finanzinstrumenten ist die Nilfisk GmbH keinen wesentlichen Risiken ausgesetzt. Finanzinstrumente, die bei der Gesellschaft bestehen, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Bankguthaben sowie konzerninternes Cashpooling.

Ein Ansteigen der Forderungsausfälle wurde auch in den Geschäftsjahren 2023 und 2024 noch nicht realisiert. Auch nach Ende der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht Ende April 2021, wurde kein Anstieg bei den Forderungsausfällen verzeichnet. Um dieses Risiko für die Gesellschaft auch zukünftig zu minimieren, wird zukünftig mit einer strikten Kreditprüfung bei Auftragserfassung gearbeitet. D.h. bei Überschreitung des Kreditlimits werden die Aufträge erst bei einer positiven Bonitätsauskunft freigegeben. Das Mahnwesen erfolgt zeitnah, und überfällige Forderungen werden an ein Inkassobüro übertragen. Die im Rahmen des stillen Factorings abgetretenen Forderungen sind gegen einen Ausfall abgesichert.

 

Bellenberg, den 27. Juni 2025

Die Geschäftsführung der Nilfisk GmbH

Wulf Bunzel

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 213,71 1.613,46
213,71 1.613,46
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 6.865.380,42 5.527.451,90
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 345.668,00 283.163,61
7.211.048,42 5.810.615,51
7.211.262,13 5.812.228,97
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 68.344,64 40.950,79
2. Unfertige Erzeugnisse 3.071,03 3.958,06
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.877.088,79 3.666.787,47
4. Geleistete Anzahlungen 5.852,00 22.576,05
5. Erhaltene Anzahlungen -2.050,00 -2.050,00
3.952.306,46 3.732.222,37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.995.028,13 9.005.320,10
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 38.738.632,23 63.838.163,44
3. Sonstige Vermögensgegenstände 598.714,03 893.657,23
46.332.374,39 73.737.140,77
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 52.050,25 1.459,92
50.336.731,10 77.470.823,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 32.379,91 102.516,55
57.580.373,14 83.385.568,58

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 517.427,38 517.427,38
II. Kapitalrücklage 28.286.096,90 28.286.096,90
III. Bilanzgewinn 12.149.142,96 33.398.555,06
40.952.667,24 62.202.079,34
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verplichtungen 904.570,00 946.562,00
2. Steuerrückstellungen 380.956,72 1.161.959,04
3. Sonstige Rückstellungen 8.114.106,88 6.362.831,72
9.399.633,60 8.471.352,76
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 7.442,24
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 459.912,96 87.143,02
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.630.599,36 9.787.764,05
4. Sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern: EUR 1.170.241,41 (Vj.: EUR 1.771.728,77 )
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00) 1.842.559,27 2.721.864,24
6.933.071,59 12.604.213,55
D. Rechnungsabgrenzungsposten 295.000,71 107.922,93
57.580.373,14 83.385.568,58

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 143.941.669,10 154.926.861,65
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -887,03 -48.016,96
3. Sonstige betriebliche Erträge 304.079,55 1.410.990,28
144.244.861,62 156.289.834,97
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 97.994.343,08 110.719.392,91
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 21.032.208,88 20.164.253,03
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.039.237,98 4.078.838,00
davon für Altersversorgung: EUR 15.349,76 (Vj.: EUR 35.312,44)
25.071.446,86 24.243.091,03
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.636.161,84 2.381.548,39
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.934.839,69 12.515.451,25
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.265.565,39 180.898,91
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 417.826,39 39.689,85
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.648.208,20 1.693.009,82
11. Ergebnis nach Steuern 3.807.600,95 4.878.550,63
12. Sonstige Steuern 57.013,00 70.491,29
13. Jahresüberschuss 3.750.587,95 4.808.059,34
14. Gewinnvortrag 8.398.555,01 9.819.174,41
15. Entnahme aus Kapitalrücklage 0,00 18.771.321,31
16. Bilanzgewinn 12.149.142,96 33.398.555,06

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Nilfisk GmbH mit Sitz in Bellenberg ist im Handelsregister Abteilung B des Amtsgerichts Memmingen unter der Nummer HRB 10264 eingetragen.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die Vorschriften des Handelsgesetzbuches und die einschlägigen Vorschriften des GmbHG beachtet.

Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Übereinstimmung mit dem in § 275 Abs. 2 HGB dargestellten Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer Größenmerkmale eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.

Die Angaben zur Mitzugehörigkeit von Vermögensgegenständen und Schulden zu mehreren Posten, zu davon- Vermerken sowie Restlaufzeiten erfolgt überwiegend im Anhang.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden - sofern nicht nachfolgend gesondert dargestellt - unverändert beibehalten.

Im Geschäftsjahr 2023 wird in der Bilanz wie im Vorjahr in Ausübung des Wahlrechts nach § 268 Abs. 1 HGB ein Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 12.149 (Vorjahr: TEUR 33.399) ausgewiesen. Die Veränderung der Kapitalrücklage im Vorjahr in Höhe von TEUR 18.771 wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung - in Anlehnung an § 275 Abs. 4 HGB - in der Überleitung zum Bilanzgewinn nach dem Posten "Jahresüberschuss" ausgewiesen.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Das Anlagevermögen ist mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten Materialeinzelkosten, Fertigungslöhne und Sondereinzelkosten sowie Fertigungs- und Materialgemeinkosten.

Die Abschreibung des Anlagevermögens wird linear vorgenommen. In der Anlagenklasse "Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten" beträgt die Nutzungsdauer zwischen drei bis fünf Jahren. Die Nutzungsdauer bei Maschinen liegt zwischen drei und sechs Jahren und bei Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen zwei und einundzwanzig Jahren.

Zugänge geringwertiger Anlagegegenstände mit Einzelanschaffungskosten ab EUR 251,00, die aber EUR 800,00 nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Der Abgang wird im ersten Jahr unterstellt. Geringwertige Anlagegegenstände bis EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung als Aufwand erfasst.

2. Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten auf Basis des gleitend gewogenen Durchschnitts bzw. zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Alters- und Gängigkeitsabschlägen bewertet.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen (gleitend gewogener Durchschnitt) unter Berücksichtigung von Alters- und Gängigkeitsabschlägen bewertet.

Die Position "Fertige Erzeugnisse und Waren" enthält im Wesentlichen Handelswaren sowie den Bestand an Vorführmaschinen und -material. Der Vorführbestand an Maschinen wird zu Einstandspreisen unter Berücksichtigung von Alters- und Gängigkeitsabschlägen bewertet. Die Geräte im Vorführbestand, die älter als drei Jahre sind, werden in voller Höhe wertberichtigt.

Im Übrigen werden die fertigen sowie die unfertigen Erzeugnisse auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten in Höhe der handelsrechtlichen Wertuntergrenze bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie durch die Herstellung verursachte Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht berücksichtigt.

3. Übriges Umlaufvermögen, Rechnungsabgrenzungsposten

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Berücksichtigung von Ausfallrisiken angesetzt. Dem Ausfallrisiko wird durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen auf der Basis der Altersstruktur angemessen Rechnung getragen. Der Prozentsatz steigt mit der Überfälligkeit der Rechnungen auf bis zu 100,0 % für Rechnungen, die über ein Jahr überfällig sind. Falls erforderlich werden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Analog zum Vorjahr werden die noch nicht fälligen Rechnungen mit einem geringen Faktor von 0,1 % pauschal wertberichtigt.

Auszahlungen, die Aufwand des Folgejahres darstellen, wurden in den Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt.

4. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen sind auf der Grundlage der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,83 % p. a. (Vj.: 1,78 % p. a.) und einem Rententrend von 2,0 % (Vj.: 2,00 %) p. a. passiviert. Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie Fluktuation werden bei der Berechnung der Rückstellungen für Pensionen nicht berücksichtigt, da es sich ausschließlich um Rentenempfänger handelt. Der Zinssatz entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre, der sich laufzeitadäquat auf Basis einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Es wurde der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und bekannt gegebene Abzinsungssatz verwendet. Zugrunde gelegt wurden die Heubeck-Richttafeln 2018G. Der Effekt aus der Änderung des Abzinsungssatzes wurde im Personalaufwand ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Das Wahlrecht zur Abzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wird nicht ausgeübt.

5. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

6. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Einnahmen, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen, wurden als Rechnungsabgrenzungsposten passiviert.

7. Fremdwährungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind zum bei Zugang mit dem Devisenkassamittelkurs oder - unter Beachtung von § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB - dem höheren bzw. niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger erfolgt die Umrechnung gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

8. Latente Steuern

Latente Steuern werden auf sich in Folgejahren wieder ausgleichende Differenzen in den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen insbesondere der Positionen Rückstellungen für Pensionen und sonstige Rückstellungen gebildet, sofern sich daraus zukünftige Steuerbe- oder -entlastungen ergeben. Dabei werden auch die quasi permanenten Differenzen berücksichtigt.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz, der zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehrung der Differenzen anzuwenden ist. Der maßgebende Steuersatz beträgt 27,5 % (Vj.: 28,2 %). Passive latente Steuern bestehen nicht. Das Ansatzwahlrecht für aktive latente Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird nicht ausgeübt.

C. Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Einzelangaben zur Bilanz

1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in einem gesonderten Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

1.2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Im aktuellen Geschäftsjahr wurde bei Großkunden das stille Factoring eingeführt, um die Liquidität im Konzern zu stärken. Es wurden Forderungen im Wert von TEUR 9.509 (Vj.: TEUR 8.730) an den Factoringanbieter verkauft.

1.3 Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 329 (Vj.: TEUR 99) aus Lieferungen und Leistungen und aus vom Konzerntreasury verwalteten Zahlungsmitteln (sonstige Vermögensgegenstände) in Höhe von TEUR 38.410 (Vj.: TEUR 63.739). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthaltenen Forderungen gegen die Gesellschafterin betragen TEUR 122 (Vj.: TEUR 60).

1.4 Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Mietkautionen von TEUR 10 (Vj.: TEUR 2) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

1.5 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital lautet auf DM 1.012.000,00 (= EUR 517.427,38). Es ist noch nicht auf EUR umgestellt worden. Im Geschäftsjahr 2023 wurde mit Beschluss vom 27. April 2023 eine Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 25.000 aus dem Bilanzgewinn 2022 geleistet. Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 12.149 (Vj.: TEUR 33.399) und enthält einen Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 8.399 (Vorjahr: TEUR 9.819).

Die Geschäftsführung schlägt vor, den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

1.6 Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 905 946
Steuerrückstellungen 381 1.162
Sonstige Rückstellungen 8.114 6.363
9.400 8.471

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Kundenboni, Urlaubsansprüche und Sondervergütungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Gewährleistungsansprüche, Provisionen, ausstehende Lieferantenrechnungen, Jubiläumsgelder, Restrukturierungskosten und Zeitguthaben gebildet.

Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB TEUR
Erfüllungsbetrag der Verpflichtung Rechnungszins 1,44 % (7-Jahres-Durchschnitt) -910
Erfüllungsbetrag der Verpflichtung Rechnungszins 1,78 % (10-Jahres-Durchschnitt) 905
Betrag Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB -5

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beläuft sich auf TEUR - 5 (Vj.: TEUR - 25).

1.7 Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in vollem Umfang aus Lieferungen und Leistungen. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 4.717 (Vj.: TEUR 9.885).

Sämtliche Verbindlichkeiten sind - mit Ausnahme branchenüblicher Eigentumsvorbehalte - nicht besichert.

1.8 Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Es besteht ein Vertrag über einen echten Forderungsverkauf mit einer Factoringesellschaft. Es werden monatlich durch Forderungen verkauft. Zum Bilanzstichtag hat die Gesellschaft Forderungen mit Nennwerten von TEUR 9.509 (Vj.: TEUR 8.730) verkauft.

Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Kapitalstruktur und Liquidität des Unternehmens. Sämtliche Forderungsausfallrisiken gehen auf den Käufer über.

1.9 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die kumulierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

2024 ab 2025
TEUR TEUR
Kraftfahrzeug-Leasingverträge 1.075 1.273
Notebooks/Kopierer/Drucker 26 6
Mietverpflichtungen für Gebäude 439 0
Sonstige Mietverpflichtungen 12 6
1.552 1.285

Die Gebäudemietverträge tragen zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belassen das Investitionsrisiko beim Vermieter. Jedoch besteht das Risiko, dass die Verträge nicht verlängert werden können und die Gesellschaft sich neue Objekte suchen muss.

Das Bestellobligo beträgt TEUR 704, davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 651.

2. Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

2.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
Inland 104.429 109.462
Ausland 39.513 45.465
143.942 154.927

Die Umsatzentwicklung nach Produktgruppen stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
TEUR TEUR
Verkauf
Staubsauger 61.083 65.297
Bodenreinigungsmaschinen 21.349 21.367
Hochdruckreiniger 15.417 22.736
Verbrauchsmaterialien 968 1.015
Service 20.093 19.167
Ersatzteile/Zubehör 23.384 24.315
Sonstige Umsatzerlöse 1.648 1.030
143.942 154.927

In den Umsatzerlösen im Jahr 2023 werden an verbundene Unternehmen erbrachten Dienstleistungen als sonstige Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.604 (Vj.: TEUR 994) ausgewiesen.

2.2 Sonstige betriebliche Erträge

Im laufenden Jahr wurden periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 304 (Vj.: TEUR 718) erzielt. Sie betreffen mit TEUR 109 (Vj.: TEUR 25) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, die von Mitarbeitern getragenen Leasingkosten mit TEUR 145 (Vj.: TEUR 112) und mit TEUR 34 (Vj.: TEUR 172) die Ausbuchung verjährter Verbindlichkeiten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Berichtsjahr TEUR 1 Erträge aus der Währungsumrechnung (Vj.: TEUR 0).

2.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Kraftfahrzeugkosten, Werbekosten, Reisekosten, Raumkosten, Versicherungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 13 (Vj.: TEUR 7).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen für Forderungsverluste von TEUR 20 (Vj.: TEUR 107).

2.4 Zinserträge

Die Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Erträge aus Verzinsung des Cash-Pool-Guthabens von TEUR 1.263 (VJ: TEUR 116) sowie aus der Verzinsung von Steuerguthaben von TEUR 2 (VJ: TEUR 15).

2.5 Zinsaufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen von TEUR 16 (Vj.: TEUR 18). Die Zinsen für das stille Factoring betragen TEUR 385 (Vj.: TEUR 20). Zinsen und ähnliche Aufwendungen an verbundene Unternehmen sind wie im Vorjahr nicht enthalten.

D. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2023 Vorjahr
Anzahl Anzahl
Gewerbliche Arbeitnehmer 15 15
Kaufmännische Angestellte 333 337
348 352

2. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Martin Führer, Gesamtgeschäftsführer (bis 31.03.2023)

Christopher Riau, Gesamtgeschäftsführer (vom 31.03.2023 bis 29.02.2024)

Wulf Bunzel, Gesamtgeschäftsführer (seit 01.03.2024)

3. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

4. Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge TEUR 59 (Vj.: TEUR 56).

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 541 (Vj.: TEUR 551).

5. Konzernverhältnisse

Die Nilfisk Holding A/S Kopenhagen/Dänemark, stellt als oberstes Mutterunternehmen der Nilfisk GmbH den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf.

Der Konzernabschluss ist auf der Internetseite der Konzerngesellschaft unter folgendem Link https://investor.nilfisk.com/static-files/078eaffc-1f0e-406b-aace-9f6217cc0f0a sowie im dänischen Unternehmensregister unter https://cvrapi.dk/virksomhed/dk/nilfisk-as/62572213 veröffentlicht.

6. Honorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB

Das im Geschäftsjahr 2023 erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 71 und entfällt mit TEUR 64 auf Abschlussprüfungsleistungen und mit TEUR 7 auf andere Bestätigungsleistungen.

7. Nachtragsbericht und Ergebnisverwendung

Mit Wirkung zum 29. Februar 2024 wurde Christoper Riau als Geschäftsführer abberufen und mit Wirkung zum 1. März 2024 wurde Wulf Bunzel zum Geschäftsführer bestellt.

 

Bellenberg, den 27. Juni 2025

Die Geschäftsführung der Nilfisk GmbH

Wulf Bunzel

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 117.606,58 0,00 0,00 117.606,58
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 11.063.363,00 3.782.308,57 2.142.746,85 12.702.924,72
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.425.469,40 266.245,08 83.940,88 1.607.773,60
12.488.832,40 4.048.553,65 2.226.687,73 14.310.698,32
12.606.438,98 4.048.553,65 2.226.687,73 14.428.304,90
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 115.993,12 1.399,75 0,00 117.392,87
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.535.911,10 2.433.974,22 2.132.341,02 5.837.544,30
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.142.305,79 200.787,87 80.988,06 1.262.105,60
6.678.216,89 2.634.762,09 2.213.329,08 7.099.649,90
6.794.210,01 2.636.161,84 2.213.329,08 7.217.042,77
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 213,71 1.613,46
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 6.865.380,42 5.527.451,90
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 345.668,00 283.163,61
7.211.048,42 5.810.615,51
7.211.262,13 5.812.228,97

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Nilfisk GmbH, Bellenberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Nilfisk GmbH, Bellenberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nilfisk GmbH, Bellenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen

 

Stuttgart, den 11. Juli 2025

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Traub, Wirtschaftsprüfer

Johannes Graf, Wirtschaftsprüfer

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