Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 16482
Eingetragen
27.11.2017
Branche
Großhandel mit Werkzeugen und KleineisenwarenGroßhandel mit WerkzeugmaschinenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Der Handel mit Produkten des Baubedarfs, vor allem mit Werkzeugen aller Art, insbesondere auch über Online-Plattformen. Des Weiteren wird die Gesellschaft Einkaufsdienstleistungen für Kunden erbringen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jochen Düsel
seit 11.8.2025
Geschäftsführer
Holger Sommer
seit 27.11.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
BU HOLDING AG
Germany
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BU HOLDING AG & CO. KG

Nürnberg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Corona-Pandemie blieb auch im Jahr 2021 das bestimmende Thema.

Ein Lockdown mit unterschiedlichen Detailausprägungen im Winter 2020/2021 und Frühjahr 2021 hatte wieder sehr unterschiedliche Effekte auf die betroffenen Branchen.

Weiterhin starke Auswirkungen zeigen sich auf Kulturschaffende, Hotels und Restaurants sowie die gesamte Veranstaltungsbranche. Der Online-Handel erlebt andauernd steigenden Zuspruch. Das Thema Digitalisierung hat durch die Pandemie einen deutlichen Sprung nach vorne getan.

Das Bruttoinlandsprodukt stieg im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um 2,7% (nach -4,9% im Jahr 2020). Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Jahr 2020 erholen. 1 Das deutsche Baugewerbe wuchs im Jahr 2021 um 1,0%. 2

Mitte Dezember 2020 wurden die Baumärkte des Konzerns weitgehend geschlossen. Nur der Zugang für Gewerbekunden blieb möglich. Ab dem 01.03.2021 durften die Baumärkte wieder öffnen - bis zum 12.04.2021. Dann galt eine inzidenzabhängige Öffnung: Click & Meet oder Click & Collect.

1 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 14.01.2022
2 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 096 vom 10.03.2022

Ab dem 28.04.2021 durften die Gartencenter wieder öffnen, dann im Mai nach und nach alle Baumärkte.

Die Baustoff Union war und ist im Rahmen der Corona-Pandemie stark von den dadurch ausgelösten Turbulenzen auf den Beschaffungsmärkten sowohl in Bezug auf Warenverfügbarkeit als auch auf Einkaufspreise betroffen.

Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt in Deutschland waren nicht so extrem wie befürchtet, bedingt auch durch das weiterhin genutzte Instrument der Kurzarbeit. Die Arbeitslosenquote stieg von 5,0% im Jahr 2019 auf 5,9% im Jahr 2020 und sank dann im Jahr 2021 wieder auf 5,7%. 3 Weiterhin sind diese Veränderungen für den Konzern nicht spürbar, Neubesetzungen von Stellen gestalten sich nach wie vor herausfordernd. Die befürchtete Insolvenzwelle in der deutschen Wirtschaft blieb bisher aus.

Mit dem ersten Angriffskrieg auf einen souveränen Staat, der seit über 80 Jahren auf europäischen Boden stattfindet, hat sich die absehbare geopolitische Neuordnung dramatisch beschleunigt. Am 27.02.2022 wurde dies im Rahmen einer Regierungserklärung im deutschen Bundestag als Zeitenwende bezeichnet. Auch die Ansprüche des diktatorischen China auf das demokratische Taiwan wurden in den letzten Monaten immer lauter geäußert. Schon im Verlauf der Pandemie war die Abhängigkeit von internationalen Lieferketten sehr viel deutlicher als zuvor ans Tageslicht getreten. Dies verstärkt sich durch die kriegerische Auseinandersetzung nochmals. Es steht zu erwarten, dass dies zu einer partiellen Entflechtung von Lieferketten betreffend Staaten führen wird, die ihre nicht demokratische Sicht auf Völker-, Staats-, und Menschenrechte mit aggressiver Außen- und Sicherheitspolitik in Kombination bringen. Der Westen zeigt sich in diesem Zusammenhang aktuell als wiedererstarktes Gebilde. Ob das ab 2025 mit der Amtseinführung des nächsten amerikanischen Präsidenten noch der Fall sein wird, bleibt abzuwarten.

3 Quelle: de.statista; veröffentlicht 02.03.2022; Arbeitslosenquote in Deutschland bis 2022

Darüber hinaus wird das Thema Maßnahmen gegen den Klimawandel in all seinen Ausprägungen die kommenden Monate und Jahre prägen. Ein nachhaltiger gesellschaftlicher Konsens zu diesem Thema wird sich nur aufrechterhalten lassen, wenn es gelingt, die damit einhergehenden Wohlstandseinbußen für den Einzelnen maßvoll zu gestalten. Die Auswirkungen auf das Wirtschaftsgeschehen werden in jedem Fall gewaltig sein. Die Gewinner werden es verstehen, aus den Veränderungen ein Geschäftsmodell zu erschaffen.

Entwicklungen des BIP lassen sich aktuell für 2022 nicht seriös vorhersagen. Zu den ohnehin schon hohen Inflationszahlen kommen nun noch die Folgen des Ukrainekrieges. Die neuste Prognose des Ifo-Instituts geht von zwei Szenarien aus. Das Basisszenario zeigt dabei ein Wachstum von 3,1%. Das Alternativszenario, welches von einer kurzfristen weiteren Verschärfung der Rohstoffpreisanstiege und Lieferproblematiken ausgeht, zeigt nur 2,2%. 4

Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes geht im Jahr 2022 von einem realen Wachstum des Umsatzes im Bauhauptgewerbe von 1,5% aus. 5

Das Baumarktgeschäft in Deutschland war im Jahr 2020 um 13,8% gewachsen. Im Jahr 2021 sank der Umsatz um -8,2%. 6 Grund war neben den pandemiebedingten Schließungen auch das schlechte Frühjahrs- und Sommerwetter. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 zeigt sich die Branche somit robust. Der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten gibt aufgrund der Vielzahl von Unwägbarkeiten keine Umsatzprognose für 2022 ab.

4 Ifo Institut: Konjunkturprognose Frühjahr 2022 vom 23.03.2022
5 Internetseite des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes e.V. vom 17.03.2022 - Konjunkturprognose 2022
6 Pressemitteilung Nr. 02/2022 vom 07.03.2022 BHB-Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V.

2. Der BU HOLDING-Konzern im Umfeld

Das Geschäftsfeld Baustoff-Fachhandel wird durch die BAUSTOFF UNION GmbH in den Niederlassungen Nürnberg-Hafen, Nürnberg-Nord, Langenzenn, Forchheim, Weißenburg und Ansbach ausgeübt.

Das Geschäftsfeld Baumärkte wird durch die OBI Baumarkt Franken GmbH & Co. KG und die Baumarkt Regnitztal GmbH & Co. KG in insgesamt 15 OBI-Märkten in Nürnberg (3x), Erlangen (2x), Weißenburg, Schwarzenbruck, Ansbach, Fürth, Pegnitz, Schwabach, Roth, Forchheim, Neustadt/Aisch und Höchstadt betrieben.

Die übrigen Konzerngesellschaften sind im Bereich sonstige Dienstleistungen tätig.

Die BAUSTOFF UNION GmbH hat sich seit einigen Jahren in der Marktbearbeitung nicht nur auf das enge Verhältnis der Außendienst-Mitarbeiter zu den Kunden und auf ein lückenloses wie diszipliniertes Debitoren-Management erfolgreich gestützt, sondern kann mit durchdachten Sortimentserweiterungen den Kunden eine breitere Produktpalette anbieten.

Durch die langjährige Etablierung in der Region nimmt das Unternehmen eine stabile Position in der Metropolregion Nürnberg ein, die auf lange Sicht nicht gefährdet ist, sondern weiterhin ausgebaut werden kann.

Die Firma ist, u. a. auch durch unser engmaschiges Netz an Außendienst-Fachberatern, an vielen wichtigen Baustellen in der europäischen Metropolregion Nürnberg beteiligt und als zuverlässiger und kostengünstiger Partner auch bei deutschlandweiten Projekten der Kunden gefragt.

Das Privatkundengeschäft ist vor allem in den ländlichen Niederlassungen nach wie vor ein starker Rohertragsbringer.

Im Fokus der täglichen Bemühungen steht aufgrund der Margenstärke, der Kundenbindung und der Sortimentskompetenzwirkung nach außen das Lagergeschäft.

Im Jahr 2021 hat die BAUSTOFF UNION besonders ihre Bemühungen im Rahmen der Digitalisierung fortgesetzt. Nachdem bereits Ende 2018 das Lagerverwaltungssystem Pro Logistik am Hauptstandort im Nürnberger Hafen und im Februar 2019 am Standort Forchheim in Betrieb genommen wurde, ging im November 2020 die neue ERP-Software an den Start. Im Jahr 2021 konzentrierte sich das Unternehmen im Rahmen der sogenannten Mehrwertphase darauf, zusätzliche Effizienzsteigerungen im Umfeld der Software zu erzielen. Des Weiteren wurden zusätzliche Schritte zur Steigerung des Kundennutzens durch prozessuale Anpassungen im Rahmen der Digitalisierung eingeleitet.

Die Baumärkte werden im Franchisesystem geführt. Für jeden Markt ist mit der Systemzentrale des Marktführers OBI GmbH in Wermelskirchen ein langfristiger Franchisevertrag abgeschlossen. Mit ca. 121.000 m 2 Verkaufsfläche ist die Gruppe eindeutiger Marktführer im Baumarktbereich in der Region.

Die starke Wetterabhängigkeit und die insgesamt als herausfordernd zu bezeichnende Entwicklung im (Einzel-)Handel in den letzten Jahren sowie in der Perspektive, machen eine Fokussierung auf geeignete Instrumente im Verdrängungswettbewerb notwendig. Hierzu gehören insbesondere eine unbedingte und konzentrierte Kundenorientierung sowie marktgerechte Preise.

OBI in Franken arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells. Der Ausbau der Servicebereiche Handwerkerservice und Küchenmontage, des Garten-, Küchen und Bad-Planers sowie der verschiedenen Digitalkanäle stehen dabei im Fokus.

3. Umsatzentwicklung

Der Umsatz im Bereich OBI liegt um -4,7% unter Vorjahr.

Nachdem OBI in Franken nach dem schließungsbelasteten ersten Halbjahr noch -4,8% hinter dem Vorjahr gelegen hatte, konnte das Unternehmen im zweiten Halbjahr gegenüber 2020 leicht aufholen. Höhere Umsätze verhinderte das im Frühjahr/Sommer sehr unterdurchschnittliche Wetter, was sich besonders bei Artikeln wie Pflanzen, Pools, Wassertechnik und Gartenbaustoffe negativ bemerkbar machte. Die Anzahl der Kunden ging im Wesentlichen schließungsbedingt um 718.000 zurück. Der Durchschnittsbon stieg sehr deutlich + EUR 3,60.

Die BAUSTOFF UNION erreichte mit 120,6 Mio. EUR ein erneutes Allzeithoch. Der Umsatz übertrifft das Vorjahr (116,8 Mio. EUR) um 3,2%. Begünstigt wurde der gute Umsatz durch eine weiterhin sehr starke Baukonjunktur, die durch die Corona-Pandemie im Wirkungsraum der Baustoff Union nicht wesentlich beeinträchtigt ist.

Für das Gesamtjahr weist der Konzern einen Umsatz von 292,2 Mio. EUR aus. Dies bedeutet ein Umsatzminus von 1,6% gegenüber dem Vorjahr (297,0 Mio. EUR).

Bezogen auf die im Vorjahresbericht dargestellten Umsatzerwartungen für das Jahr 2021 sind diese niedrigeren Erwartungen bei OBI eingetreten, jedoch - vor allem unter Berücksichtigung der Schließungsszenarien - nicht so deutlich ausgeprägt wie befürchtet. Die BAUSTOFF UNION übertrifft die Erwartungen und kann sogar einen Umsatzzuwachs ausweisen. Aus Gesamtkonzernsicht sind damit die niedriger erwarteten Umsätze eingetreten, aber in deutlich geringerem Maße als erwartet.

4. Ergebnisentwicklung

Das Gesamtergebnis vor Steuern ist gegenüber dem Vorjahr von 16,2 Mio. EUR um 1,6 Mio. EUR auf 14,6 Mio. EUR gefallen.

Bezüglich der im Lagebericht 2020 genannten Erwartungen zeigt sich das gleiche Bild wie im Umsatzbereich. Die BAUSTOFF UNION zeigt ein besseres Ergebnis als im Vorjahr und übertrifft damit die Erwartungen deutlich. Der erwartete Ergebnisrückgang bei OBI stellt sich abgemildert dar. Gleiches gilt auch für den Gesamtkonzern.

Das Ergebnis nach Steuern beträgt 10,3 Mio. EUR (Vj.: 11,8 Mio. EUR).

Mit einer Rohertragsmarge von 31,3% erzielt der Konzern 0,5%-Punkte weniger gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzkosten fielen von 202,7 Mio. EUR um 2,1 Mio. EUR auf 200,6 Mio. EUR. Der Rohertrag hat sich damit von 94,3 Mio. EUR um 2,8 Mio. EUR bzw. 3,0% auf 91,5 Mio. EUR vermindert.

Die Gesamtkosten, bestehend aus Vertriebskosten in Höhe von 77,6 Mio. EUR (Vj.: 75,5 Mio. EUR), allgemeinen Verwaltungskosten in Höhe von 4,5 Mio. EUR (Vj.: 4,6 Mio. EUR) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Vj.: 0,2 Mio. EUR), erhöhten sich um 2,6 Mio. EUR zum Vorjahr.

Die Anzahl der Beschäftigten (inklusive Auszubildende) ist zum 31.12.2021 um 23 auf 1.174 (Vj.: 1.197) gesunken. Die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 4 auf 731. Der Personalaufwand, enthalten in den Vertriebs- und Verwaltungskosten, veränderte sich von 44,2 Mio. EUR um 0,4 Mio. EUR bzw. 0,8% auf 44,6 Mio. EUR.

Die Abschreibungen auf Anlagen lagen 2021 mit insgesamt 2,7 Mio. EUR deutlich (+22,6%) über dem Vorjahresniveau. Wesentlich wirken sich hier die Investitionen in die Digitalisierung bei der BAUSTOFF UNION aus.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind v.a. bedingt durch die Erträge aus der beantragten Überbrückungshilfe III sowie höhere Erträge aus Weiterbelastungen und Pönalen von 2,1 Mio. EUR um 3,9 Mio. EUR auf 6,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen.

Das Finanzergebnis verringerte sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 68 auf TEUR -10.

4.A Die Vermögenslage

Im Anlagevermögen des Konzerns befinden sich Sachanlagen mit 8,4 Mio. EUR (Vj.: 8,3 Mio. EUR), immaterielle Vermögensgegenstände 1,6 Mio. EUR (Vj.: 1,9 Mio. EUR) und 0,4 Mio. EUR (Vj.: 0,4 Mio. EUR) Finanzanlagen, welche vor allem Einlagen und Guthaben als Gesellschafter der hagebau sowie Beteiligungen an anderen Unternehmen betreffen. Den Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.719 stehen Investitionen in Höhe von TEUR 2.703 gegenüber. Wesentliche Investitionen im Baumarktbereich betrafen den Umbau des Marktes in Nürnberg, Leyher Straße. Hier wurde u.a. in neue Regalierung und somit deutlich verbesserte Produktpräsentation investiert. Im Baustoffhandel wurden die Digitalisierung weiter betrieben sowie notwendige Ausstattungen für die Geschäftsräume und Fahrzeuge erworben.

Das Umlaufvermögen besteht hauptsächlich aus Vorräten (48,7 Mio. EUR; Vj.: 42,1 Mio. EUR) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (9,0 Mio. EUR; Vj.: 14,2 Mio. EUR) sowie den sonstigen Vermögensgegenständen (13,3 Mio. EUR; Vj.: 10,8 Mio. EUR). Die Vorräte sind im Baumarktbereich durch eine hohe Bevorratung von Saisonware gestiegen, die aufgrund der ungünstigen Wetterverhältnisse nicht entsprechend abverkauft werden konnte. Des Weiteren wurden auch Waren bevorratet, die aktuell auf den Beschaffungsmärkten knapp sind. Auch im Baustofffachhandel sind höhere Bevorratungen auf Grund der Materialengpässe und Preiserhöhungen zu verzeichnen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war der Vorjahreswert bei der BAUSTOFF UNION durch die Ende 2020 vorgenommene Einführung des neuen ERP-Systems stark erhöht. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten die abgegrenzte Überbrückungshilfe III in Höhe von TEUR 2.296. Weiterhin werden liquide Mittel in Höhe von TEUR 4.839 (Vj.: TEUR 11.016 ) und aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 178 (Vj.: TEUR 130) ausgewiesen.

4.B Die Finanzlage

Ziel des Finanzmanagements ist die ständige und optimale Versorgung des Konzerns mit Liquidität. Voraussetzung dazu ist ein vollständiger Überblick über die gesamte Vermögens-, Ertrags- und Verschuldungslage. Dies wird sichergestellt u. a. durch einen dekadischen Liquiditäts- und Kreditstatus, der alle Kontenstände der Unternehmensgruppe auflistet und mit Vordekade und Vorjahr vergleicht. Dieser wird in den zweiwöchentlichen Vorstandssitzungen ausgiebig vorgestellt und diskutiert.

Ergänzt wird diese Kurzübersicht durch einen halbjährlichen Status, der detailliert die aufgenommenen Kredite mit Angabe des finanzierten Objektes, der Zinsbindung und -höhe darstellt. Zudem werden langfristige Finanzstrategien für die BU HOLDING Gruppe erstellt.

Im Rahmen der Planungen aller Gesellschaften wird ein Investitionsplan erarbeitet, der den voraussichtlichen Liquiditätsbedarf abbildet.

Die unterschiedliche Liquiditätslage der Gesellschaften wird durch ein internes Cash-Pooling täglich ausgeglichen, um Zinsaufwendungen an Externe möglichst zu minimieren.

Im Rahmen der Pandemie und der damit verbundenen Schließungen stand der Konzern finanzierungsseitig abermals vor großen Herausforderungen. Durch die weitgehende und gleichzeitige Schließung aller OBI-Märkte Mitte Dezember 2020 bis Ende Februar 2021 kam es zu einer hohen Cash-Belastung, da die Umsätze unmittelbar einbrachen aber Lieferantenverbindlichkeiten und Kostenpositionen (vor allem Personalkosten) weiterhin bedient werden mussten. Hier kamen dem Konzern die hohen - auf guten Bankbeziehungen beruhenden - Kreditlinien zu Gute. Der bereits im Jahr 2020 aufgenommene KfW-Kredit über 3 Mio. EUR stand weiterhin zur Verfügung. Die Liquidität des Konzerns war zu jeder Zeit, auch während der Schließungen, sichergestellt.

In den letzten Jahren wurde das wirtschaftliche Eigenkapital (inklusive stille Beteiligungen) kontinuierlich erhöht. Seit 2000 gelang eine Steigerung auf 28,8 Mio. EUR.

in TEUR 2012 2013 2014 2015 2016
Kapital (inkl. Kapitalanteile Kommanditisten) 5.000 5.000 5.000 5.000 5.000
Kapital Fremdgesellschafter 2.670 2.665 2.667 2.573 2.573
Rücklagen 6.802 7.102 13.572 15.486 16.035
Eigenkapital (ohne Bilanzgewinn; Unterschiedsbetrag a. Kapitalkonsolidierung) 14.472 14.777 21.239 23.059 23.608
in TEUR 2017 2018 2019 2020 2021
Kapital (inkl. Kapitalanteile Kommanditisten) 5.000 5.000 5.000 5.000 5.000
Kapital Fremdgesellschafter 2.573 2.573 2.509 2.509 2.509
Rücklagen 17.787 18.157 19.012 20.387 21.287
Eigenkapital (ohne Bilanzgewinn; Unterschiedsbetrag a. Kapitalkonsolidierung) 25.360 25.730 26.585 27.896 28.796

Eigenkapital und Rücklagen

Bei einem Geschäftsergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 14.592 verbleibt, ohne Berücksichtigung der Gewinnverwendung und nach Abzug von Gewerbesteuern und Ergebnisanteilen von Fremdgesellschaftern, ein ausschüttungsfähiges Ergebnis in Höhe von TEUR 7.350 (=50,4% des Gesamtergebnisses vor Steuern), bezogen auf das Gesellschaftskapital in Höhe von 5,0 Mio. EUR, eine Eigenkapitalverzinsung von 147,0%.

Jahr Gesellschaftskapital TEUR (inkl. Kapitalanteile Kommanditisten) ausschüttungsfähiges Bilanzergebnis in TEUR (inkl. Anteil Kommanditisten) Kapitalverzinsung in%
2012 5.000 6.334 127%
2013 5.000 6.392 128%
2014 5.000 6.607 132%
2015 5.000 6.611 132%
2016 5.000 5.711 114%
2017 5.000 6.843 137%
2018 5.000 5.727 115%
2019 5.000 4.659 93%
2020 5.000 8.303 166%
2021 5.000 7.350 147%

Eigenkapitalverzinsung

Die Eigenkapitalquote hat sich von 56,4% auf 55,9% leicht verringert.

Bei den Verbindlichkeiten, die sich von TEUR 28.836 um 4,7% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 27.471 verringert haben, handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Verbindlichkeiten. Die erhaltenen Anzahlungen haben sich um 31,1% auf TEUR 1.137 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 11,1% auf TEUR 14.579 verringert und die sonstigen Verbindlichkeiten (einschließlich der Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht) haben sich um 10,1% auf TEUR 7.005 gegenüber Vorjahr erhöht.

Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen wurden in Höhe von 9,9 Mio. EUR (Vj.: 9,0 Mio. EUR) dotiert.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 9.351 (Vj.: TEUR 10.300). Der positive Cashflow ist vor allem durch das Jahresergebnis begründet. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR -2.164 (Vj.: TEUR -3.021) und ergibt sich v.a. durch die Investitionen in den Umbau des Baumarkts Leyher Str und hier in neue Regalierungen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -13.287 (Vj.: TEUR 26). Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind die Gewinnausschüttungen an die Gesellschafter sowie Kreditaufnahmen- und Tilgungen enthalten. Hieraus resultiert insgesamt eine Abnahme des Finanzmittelfonds um TEUR 6.100 (Vj.: Zunahme um TEUR 7.305).

4.C Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Entwicklung des operativen Geschäfts bei OBI war im Jahr 2021 im ersten Halbjahr durch wechselnde Öffnungsszenarien geprägt. In den ersten beiden Monaten waren die Märkte weitgehend geschlossen. Es wurde wieder Kurzarbeitergeld in Anspruch genommen. Die folgenden 6 Wochen waren komplett geöffnet, was aufgrund von Nachholeffekten zu sehr guten Umsätzen und Ergebnissen führte. Diese waren nur aufgrund des schlechten Wetters nicht noch höher. Ab 12.04. bis in den Juni hinein führten die inzidenzabhängigen Öffnungen zu sehr unterschiedlichen Umsätzen in den Märkten. Im zweiten Halbjahr waren die Märkte geöffnet und dieses zeigte einen im Vergleich zu den Vorjahren üblichen Verlauf. Die BU Holding Gruppe beantragte Überbrückungshilfe III, die im Dezember mit 2.296 TEUR eingebucht wurde. Der tatsächliche Wert kann auf Basis der Entscheidung der zuständigen IHK München davon abweichen.

Die Entwicklung des operativen Geschäfts der BAUSTOFF UNION im Jahr 2021 liegt insgesamt über den Erwartungen. Die im Wesentlichen durch die gestiegenen Abschreibungen und Personalkosten bedingten Mehrbelastungen konnten durch den sehr guten Umsatz und daraus folgende Deckungsbeiträge kompensiert werden.

Durch den stabilen Geschäftsverlauf und die guten Bilanzkennzahlen erfährt der Konzern weiterhin großes Vertrauen der Banken.

Die wirtschaftliche Lage des Konzerns stellt sich trotz des turbulenten Jahresverlaufs sehr gut dar. Auch die Schließung der OBI-Märkte zu Beginn des Jahres führte aufgrund der soliden Finanzierungssituation zu keinen bestandsgefährdenden Herausforderungen.

Das Baumarktgeschäft sowie das Baustoffhandelsgeschäft haben sich schon bei vergangenen Krisen als sehr robuste Geschäftsmodelle erwiesen.

4.D Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

PERSONALENTWICKLUNG

AUSBILDUNG

Auch wenn im zweiten Jahr der Pandemie gerade zu Jahresbeginn - und damit in der Hochsaison der Ausbildungsakquise - die persönlichen Kontaktmöglichkeiten zu Bewerbern, Praktikanten und Interessenten stark eingeschränkt waren, konnten wir für den Jahrgang 2021 erneut 51 neue Mitarbeiter für eine Ausbildung in den OBI-Unternehmen der Gruppe begeistern. Pünktlich zum 1. September starteten sie ihre berufliche Laufbahn in einem unserer 15 OBI Märkte mit dem Ziel eines Abschlusses als Verkäufer (m/w), Kaufmann im Einzelhandel (m/w), Kaufmann für Büromanagement (m/w) oder Fachlageristen (m/w). Im Rahmen unserer gemeinsamen Einführungsveranstaltung "#Ausbildungsstart2021" gelang ein motivierender Auftakt in die gemeinsame Zeit. Wenn wir durch die Umstände des Jahres auch auf einige geplante Veranstaltungen im Rahmen der Ausbildungsarbeit verzichten mussten, konnten wir unsere hohen Qualitätsstandards in der betrieblichen Ausbildung jedoch durch das bereits 2018 eingeführte regionale Ausbildungskonzept in allen Märkten der Region sichern.

Im Rahmen einer Abiturientenausbildung konnten wir im September zusätzlich sieben Nachwuchskräfte in unseren beiden OBI-Gesellschaften willkommen heißen, die in Zusammenarbeit mit der Akademie Handel (Handelsfachwirt IHK) auf eine Führungsaufgabe in einem unserer OBI Märkte vorbereitet werden.

WEITERBILDUNG

Bedingt durch die massiven und anhaltenden Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie, mussten wir auch in 2021 unsere Planung weitgehend verwerfen bzw. soweit möglich auf Online- gestützte Formate verlagern.

Bereits zum 12. Mal starteten im vergangenen Jahr wieder interne Potentialkandidaten unser bewährtes regionales Entwicklungsprogramm, den Förderkreis Führungsnachwuchs. Zehn angehende Führungskräfte stellen sich dem nunmehr eineinhalbjährigen Weiterbildungsgang und durchlaufen bis zum Dezember 2022 zahlreiche Veranstaltungen zu den Schwerpunkten Führung, Verkauf, Betriebswirtschaft, Präsentation, Exzellenz und Flächenmanagement. Wie gewohnt ergänzen wieder zwei regionale Projekte zu den Themen "Ausbildungsakquise 2.0" und "Alle Franken sind HeyOBIApp-Nutzer" das Schulungsprogramm und werden von Mitarbeitern des Serviceteams begleitet.

ORGANISATIONSENTWICKLUNG

MITARBEITERZUFRIEDENHEIT

Die Ergebnisse unserer Erhebung, die einmal mehr in Zusammenarbeit mit dem Institut Great Place to Work (GPTW) durchgeführt wurde, sowie die externen Vergleichswerte, bestätigten uns auch unter den besonderen Herausforderungen der anhaltenden Pandemie eine konstant hohe Zufriedenheit und Loyalität unserer Mitarbeiter. Mit dem erzielten Trust Index von 88%, der als Mittelwert von 58 Fragen das Gesamtergebnis in der Befragungssystematik des Instituts markiert, reihen wir uns nicht nur erneut in die Gruppe der exzellenten Unternehmen der GPTW-Datenbank ein, sondern konnten auch das tolle Vorjahresergebnis noch einmal um zwei Prozentpunkte verbessern.

KUNDENZUFRIEDENHEIT

Wie bereits in den vergangenen sechs Jahren, nahmen alle Märkte der OBI Franken Gruppe auch in 2021 wieder an der nationalen Online-Kundenbefragung von OBI Deutschland, dem sog. Store Performance Check, teil. Aufgrund der besonderen Umstände des vergangenen Jahres, konnte von drei geplanten Runden jedoch nur zwei Befragungen durchgeführt und insgesamt knapp über 4.150 Feedbacks ausgewertet werden. Mit einem Wert von 83 (max. 100) bewegt sich die Globalzufriedenheit unserer Kunden leicht über dem Niveau des Vorjahres, wobei sich besonders die Freundlichkeit unserer Mitarbeiter (85 von max. 100) als Treiber des Ergebnisses erwies.

BAUSTOFF UNION

Ausbildung

Mit insgesamt 20 Auszubildenden kann die Baustoff Union im Jahr 2021 eine gute Ausbildungsquote ausweisen, was die Bedeutung der Ausbildung deutlich unterstreicht.

Im September 2021 wurden die neuen Auszubildenden im Rahmen des Azubi-Willkommenstages gebührend empfangen.

Begleitet von der Geschäftsführung genossen die angehenden Kaufleute für den Groß- und Außenhandel eine Betriebsführung, lernten ihre Kollegen aus den fortgeschrittenen Jahrgängen kennen und erhielten umfassende Informationen rund um ihre Ausbildung und ihren Arbeitgeber.

Zur fachlichen Förderung unserer Auszubildenden nehmen sie an Schulungen der Baustoff Allianz Süd GmbH (BAS) sowie Inhouse-Seminaren teil, um sich dort weitreichende Kenntnisse im Bereich Warenkunde und Verkaufstraining anzueignen.

Weiterbildung

Um das Fachwissen in unseren Fachbereichen der Baustoff Union zu erweitern, wurden in der Pandemiezeit viele Schulungen als Online- Schulung über die Produkte aller unserer Verkaufsbereiche angeboten.

Mitarbeiterbefragung

Im Jahr 2021 führte das Unternehmen mit einer Teilnehmerquote von 72% eine Mitarbeiterbefragung durch, wieder in Zusammenarbeit mit dem Institut Great Place to Work (GPTW). Ziel war es, durch die erneute Befragung aller Mitarbeiter festzustellen, welche Maßnahmen erfolgreich waren bzw. welche Veränderungen noch eingeleitet werden müssen.

5. Risikobericht

Insgesamt sind die Rahmenbedingungen in den letzten Monaten noch deutlich unkalkulierbarer geworden. Durch Corona-Krise und Ukraine-Krise sind die Lieferketten sehr in Mitleidenschaft gezogen. Dies wird begleitet von einer deutlichen allgemeinen Inflation und im Besonderen einer teils extremen Kostensteigerung bei Bauprodukten. Der Konzern reagiert darauf mit einer ständigen Beobachtung der Märkte und entsprechender Bevorratung von Produkten.

Der Konzern verfügt weiterhin über ein sehr gutes Polster an freien Linien, was ein sehr flexibles Reagieren auf vorgenannte Herausforderungen möglich macht.

Der Konzernvorstand bekennt sich zu einer risikobewussten Unternehmensführung, bei der die Sicherung des Fortbestandes der Unternehmen des Konzerns höchste Priorität hat.

Das Risikomanagement (Finanzbereich) umfasst neben einem permanenten Ergebnis- und Liquiditätscontrolling auch die permanente Marktbeobachtung und das Aufgeben von Maßnahmenplänen.

Das Branchenrisiko im DIY-Einzelhandel drückt sich u. a. durch die Ansiedlung von Wettbewerbern im Einzugsgebiet der Standorte aus. Umsatz- und Ergebnisentwicklungen werden dadurch direkt beeinflusst.

Sich verschlechternde Standortbedingungen gehören zu den größten Risiken, denen mit permanenten Kundenbefragungen und entsprechenden Maßnahmen begegnet wird.

Risiken aus Rechtsstreitigkeiten werden nach Bekanntwerden ergebniswirksam zurückgestellt.

Dem Kreditrisiko im Baustoff-Fachhandel wird durch ein intensives Debitoren-Management durch die Geschäftsführung, die Niederlassungsleiter sowie den Außendienst entgegengewirkt.

Ausfallrisiken unserer IT-Systeme werden durch eine sehr engmaschige Überwachung durch die betreuenden Systemhäuser "OBI Smart Technologies", "SVA" und "Cancom" sowie permanente Investitionen in Hard- und Software minimiert. Hier existieren Hotlines, Backup-Support und Notfallpläne vor Ort.

Das Geschäftsmodell ist in hohem Maß von besonders motiviertem, engagiertem und zuverlässigem Personal abhängig. Der Konzern überwacht Mitarbeiterzufriedenheit, Fluktuationsrate, Krankenquote und Bewerbungsaufkommen in regelmäßigen Abständen. Der Vorstand arbeitet laufend an der Verbesserung dieser Werte.

Hinsichtlich der in diesem Bericht erläuterten Risiken und der gegenwärtigen Geschäftsaussichten wurden vor dem Hintergrund bereits eingeleiteter Maßnahmen keine Gefahren identifiziert, die den Fortbestand der Konzernunternehmen gefährden könnten.

6. Die voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken 2022

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist wesentlich von den aktuellen Krisen Corona und Ukraine beeinflusst. In beiden Fällen ist unklar, wie sich die Entwicklung im Jahresverlauf darstellen wird.

Seit Mitte des Jahres 2021 haben die OBI-Gesellschaften wieder eine Geschäftsentwicklung auf Vorkrisenniveau erlebt. Dies gilt auch für die ersten Monate 2022.

Im Umsatz gehen die OBI-Gesellschaften von einer leichten Steigerung gegenüber dem durch Schließungen belastetsten Vorjahr 2021 aus. Im Ergebnis erwartet OBI in Franken einen deutlich niedrigeren Wert als im Vorjahr. Positive Sondereffekte wie Überbrückungshilfe III können durch den geringen Mehrumsatz nicht kompensiert werden.

Im Jahr 2022 wird das Unternehmen 50 Jahre OBI in Franken feiern.

Im Bauumfeld geht die BAUSTOFF UNION absatzseitig von einer guten Nachfrage 2022 aus. Wesentliche Risiken bestehen auf der Beschaffungsseite im Rahmen von Verfügbarkeiten und Preisen. Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz etwas unter dem Niveau von 2021. Das Ergebnis erwartet das Unternehmen deutlich unter dem Niveau von 2021.

Der Konzern erwartet für das Geschäftsjahr 2022 im Umsatz einen Wert leicht über dem Jahr 2021. Im Ergebnis werden deutlich niedrigere Werte im Vergleich zum Vorjahr erwartet.

Auch für 2022 sind diese Prognosen wieder mit ungewöhnlich großen Unsicherheiten behaftet.

Der Konzern arbeitet weiter an der Zukunftsfähigkeit seines Geschäftsmodells und wird auch im Jahr 2022 Digitalisierung und Services deutlich vorantreiben.

 

Nürnberg, 29. April 2022

Der Vorstand

Johannes Streng

Klaus Neumann

Thomas Kröll

Holger Sommer

KONZERNBILANZ ZUM 31. Dezember 2021

AKTIVSEITE

2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.524.957,23 1.861.204,65
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
2. Geschäfts- oder Firmenwert 43.000,00 55.000,00
3. Geleistete Anzahlungen 78.061,47 32.840,97
1.646.018,70 1.949.045,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.393.350,42 2.642.925,36
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.946.600,98 5.651.661,03
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 57.477,10 0,00
8.397.428,50 8.294.586,39
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 433.164,52 408.676,01
2. Genossenschaftsanteile 5.000,00 5.000,00
438.164,52 413.676,01
10.481.611,72 10.657.308,02
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
fertige Erzeugnisse und Waren 48.663.564,07 42.051.157,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.025.611,81 14.222.246,61
2. sonstige Vermögensgegenstände 13.305.899,94 10.753.670,10
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00 (Vj.: EUR 2.514.705,02)
22.331.511,75 24.975.916,71
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.838.834,29 11.016.183,83
75.833.910,11 78.043.258,48
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 178.144,20 129.618,64
86.493.666,03 88.830.185,14

PASSIVSEITE

2021 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 5.000.000,00 5.000.000,00
II. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 1.993,89 1.993,89
2. andere Gewinnrücklagen 16.022.741,17 15.350.174,79
16.024.735,06 15.352.168,68
III. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter
1. Kapitalanteile echter Fremder 1.793.700,00 1.793.700,00
2. Kapital stiller Gesellschafter 715.000,00 715.000,00
3. Gewinnrücklagen andere Gewinnrücklagen 5.299.600,00 5.034.600,00
4. Bilanzgewinn 453.783,42 424.295,68
8.262.083,42 7.967.595,68
IV. Konzernbilanzgewinn 18.992.908,69 21.772.310,20
48.279.727,17 50.092.074,56
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 796.408,60 788.664,60
2. Steuerrückstellungen 3.003.677,00 1.607.462,00
3. sonstige Rückstellungen 6.915.371,18 7.394.704,26
10.715.456,78 9.790.830,86
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.750.186,46 5.211.799,78
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.136.970,56 866.925,45
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.578.828,60 16.392.773,41
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.235.987,34 2.339.906,75
5. sonstige Verbindlichkeiten 4.769.009,12 4.024.370,32
davon aus Steuern: EUR 2.995.969,78 (Vj.: EUR 2.180.922,18)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 43.460,28 (Vj.: EUR 43.987,78)
27.470.982,08 28.835.775,71
D. RECHNUNGSABRENZUNGSPOSTEN 27.500,00 111.504,01
86.493.666,03 88.830.185,14

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 292.181.090,90 296.986.773,17
2. Anschaffungskosten der verkauften Waren und erbrachten Leistungen (200.639.672,61) (202.665.046,78)
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 91.541.418,29 94.321.726,39
4. Vertriebskosten (77.575.411,75) (75.456.610,28)
5. allgemeine Verwaltungskosten (4.522.610,91) (4.614.190,75)
6. sonstige betriebliche Erträge 5.958.192,21 2.080.598,53
7. sonstige betriebliche Aufwendungen (799.713,97) (165.569,81)
davon Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB: EUR 9.367,00 (Vj.: EUR 9.367,00)
8. Erträge aus Beteiligungen 35.512,21 24.543,25
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 277.519,89 206.072,72
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (323.168,11) (172.576,87)
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 18.255,00 (Vj.: EUR 21.986,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (4.291.864,37) (4.414.103,25)
12. Ergebnis nach Steuern 10.299.873,49 11.809.889,93
13. Konzernjahresüberschuss 10.299.873,49 11.809.889,93
14. Ergebnisanteil anderer Gesellschafter (2.950.333,62) (3.507.079,39)
15. Konzerngewinn 7.349.539,87 8.302.810,54
16. Gewinnvortrag 21.772.310,20 14.446.472,71
17. Einstellung in Rücklagen (672.566,38) (976.973,05)
18. Gutschrift auf Gesellschafterverrechnungskonten (9.456.375,00) 0,00
19. Konzernbilanzgewinn 18.992.908,69 21.772.310,20

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

Allgemeines

A. Rechnungslegung

Das Mutterunternehmen ist im Handelsregister des Amtsgericht Nürnberg unter HRA 11590 eingetragen.

Der Konzernabschluss der BU HOLDING AG & CO. KG, Nürnberg, wird auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften nach den Rechnungslegungsgrundsätzen des deutschen Handelsgesetzbuches erstellt.

Der Konzernanhang enthält diejenigen Angaben, die zur Erläuterung der in der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden von Bedeutung sind.

B. Konsolidierungskreis und Stichtag

Die Geschäftsjahre der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stimmen überein und entsprechen dem Geschäftsjahr der Muttergesellschaft. Gemäß § 299 Abs. 1 HGB wird der Konzernabschluss auf den gemeinsamen Stichtag (31. Dezember) aufgestellt.

Der Konzernabschluss der Gesellschaft ergibt sich aus der Zusammenfassung und Konsolidierung des Jahresabschlusses der BU HOLDING AG & CO. KG, Nürnberg (Mutterunternehmen) mit 12 inländischen Tochterunternehmen.

Die Abgrenzung des Konsolidierungskreises erfolgte erstmalig im Geschäftsjahr 2000 infolge der Anwendung des Art. 48 Abs. 1 EGHGB i.V.m. §§ 264a, 290 Abs. 2 HGB für die BU HOLDING AG & CO. KG, Nürnberg.

Folgende Unternehmen sind in den Konzernabschluss einbezogen:

Gesamtes Kommandit-/ gezeichnetes Kapital davon
BU HOLDING AG & CO. KG, Nürnberg EUR 5.000.000,00 100 % EUR 5.000.000,00
BU HOLDING AG, Fürth EUR 5.000.000,00 100 % EUR 5.000.000,00
OBI Baumarkt Franken GmbH & Co. KG, Nürnberg EUR 3.600.000,00 75 % EUR 2.700.000,00
Baumarkt Regnitztal GmbH & Co. KG, Erlangen EUR 2.500.000,00 65 % EUR 1.625.000,00
BAUSTOFF UNION GmbH, Nürnberg EUR 1.500.000,00 100 % EUR 1.500.000,00
OBI Baumarkt Franken Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Fürth EUR 30.000,00 75 % EUR 22.500,00
Baumarkt Regnitztal GmbH, Nürnberg EUR 32.000,00 65 % EUR 20.800,00
FZ FRANKENZOO GMBH, Nürnberg EUR 32.000,00 100 % EUR 32.000,00
TRABO GmbH, Fürth EUR 32.000,00 100 % EUR 32.000,00
Frankenbeton Verkauf Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Fürth EUR 30.000,00 100 % EUR 30.000,00
H.S.F. Handwerker Service Franken GmbH, Nürnberg EUR 25.000,00 100 % EUR 25.000,00
BU GmbH, Fürth EUR 50.000,00 100 % EUR 50.000,00
OBTRA Transport GmbH, Nürnberg EUR 100.000,00 100 % EUR 100.000,00

Die Beteiligungserträge im Berichtsjahr betragen TEUR 36 (Vj.: TEUR 25).

C. Konsolidierungsgrundsätze

Kapitalkonsolidierung

Die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F. auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss wurde für Unternehmenserwerbe, die vor dem 1. Januar 2010 erfolgt sind, beibehalten.

Für Unternehmenserwerbe ab dem 1. Januar 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 HGB i.d.F. des BilMoG nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt.

Schuldenkonsolidierung

Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen wurden gemäß § 303 HGB verrechnet.

Eliminierung von Zwischenergebnissen

Konzerninterne Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den einbezogenen Unternehmen werden nicht eliminiert, da sie gemäß § 304 Abs. 2 HGB von untergeordneter Bedeutung sind.

Konsolidierung der Erträge und Aufwendungen

Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den Konzernunternehmen wurden gemäß § 305 HGB eliminiert.

D. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung und Bewertung bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften erfolgt nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften, ergänzt um für haftungsbeschränkte Personenhandelsgesellschaften geltende Vorschriften.

Gliederung, Ansatz und Bewertung erfolgten im Konzernabschluss nach den gleichen Methoden wie im Einzelabschluss der BU HOLDING AG & CO. KG, Nürnberg, sowie ergänzend der BU HOLDING AG, Fürth.

Die Bewertungswahlrechte werden dabei im Konzern grundsätzlich in gleicher Weise ausgeübt wie in den Einzelabschlüssen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet bei allen in den Konzernabschluss der BU HOLDING AG & CO. KG, Nürnberg, zum 31. Dezember 2021 einbezogenen Unternehmen das Umsatzkostenverfahren Anwendung. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird ebenfalls nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Gegenüber dem Vorjahr blieben die für den Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze unverändert.

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauer von drei bzw. fünf Jahren, angesetzt.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bezogen auf eine Nutzungsdauer von fünf Jahren, angesetzt. Die Nutzungsdauer liegt im Umfang der notwendigen Erhaltungsaufwendungen zur Realisierung des erwarteten ökonomischen Nutzens aus der Transaktion begründet.

Geleistete Anzahlungen wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Sachanlagen

Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, bei abnutzbaren Gegenständen vermindert um planmäßige Abschreibungen.

Bis zum 31. Dezember 2007 und nach dem 31. Dezember 2008 angeschaffte Anlagegüter werden degressiv abgeschrieben. Sobald die lineare Methode zu höheren Abschreibungen führt, wird auf die lineare Methode gewechselt. Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2008, sowie nach dem 31. Dezember 2010 angeschaffte Wirtschaftsgüter werden linear abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Finanzanlagen

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Von Beteiligungsunternehmen zur Einlageerhöhung verwendete Gewinnanteile werden als Beteiligungszugang erfasst.

UMLAUFVERMÖGEN

Vorräte

Die Vorräte sind mit den Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Abschläge am Abschlussstichtag angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zum gleitenden Durchschnittspreis bzw. zum niedrigeren Tagespreis nach Abzug gewährter Rabatte bewertet.

Der bei der Inventur ermittelte Wert der fertigen Erzeugnisse und Waren im Baustoff-Fachhandel wurde zunächst um Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 79 (Vj.: TEUR 150) sowie um die extra ermittelten Null- und Langsamdreher in Höhe von TEUR 117 (Vj.: TEUR 133) reduziert und der verbleibende Wert um TEUR 899 (Vj.: TEUR 719) pauschalwertberichtigt.

Bei der Inventur ermittelte nicht einwandfreie Waren bei den Baumärkten werden nach verschiedenen Abwertungssätzen einzelwertberichtigt. Langsamdreher werden entsprechend eines extra ermittelten Wertes abgewertet. Zudem werden Niederstwertabschläge für den Abgrenzungszeitraum zwischen Inventurstichtag und Bilanzstichtag abgezogen. Insgesamt resultieren hieraus Abwertungen in Höhe von TEUR 8.673 (Vj.: TEUR 8.035). Darin enthalten ist eine Anschaffungspreisminderung um TEUR 2.977 (Vj.: TEUR 2.812).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt und soweit erkennbare Risiken bestehen, werden diese durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko im Bereich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch entsprechende Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

sind zum Nennwert bewertet.

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Auf der Aktiv-/ Passivseite sind Rechnungsabgrenzungsposten in der Höhe ausgewiesen, wie Ausgaben / Einnahmen vor dem Abschlussstichtag Aufwand / Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Das Wahlrecht, den Übergang auf die Bewertung nach BilMoG auf 15 Jahre zu verteilen, wurde erstmals im Berichtsjahr 2010 ausgeübt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Die Einkommensdynamik hat keinen Einfluss auf die Höhe der Pensionsrückstellung. Die Rentendynamik wurde in Höhe von 1,75% berücksichtigt. Der Gesamteffekt aus der Ausübung der Rückstellungswahlrechte beläuft sich zum Bilanzstichtag 2021 im Bilanzansatz auf TEUR 28 sowie im Ergebnis auf TEUR 9.

Für die Abzinsung wurde der laufzeitadäquate durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre (1,87%) verwendet. Bei einer Abzinsung mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre (1,35%) hätte sich ein um TEUR 34 höherer Rückstellungsbetrag ergeben. Für den Unterschiedsbetrag besteht gemäß § 253 Abs. 6 HGB eine gesetzliche Ausschüttungssperre.

Der Rückstellungsbetrag für die Altersversorgungsverpflichtungen wird unter entsprechender Anwendung des § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert des zugehörigen Anspruchs (Treugut) angesetzt. Bei dem Anspruch (Treugut) handelt es sich um Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB, das gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert anzusetzen und mit entsprechenden Schulden zu verrechnen ist.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls auf dem zu versteuernden Einkommen bzw. der entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen dotiert.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

E. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im nachfolgenden Konzernanlagenspiegel dargestellt:

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2021

Anschaffungs- und Herstellkosten
01.01.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen 2.567.809,94 130.798,57 0,00 154.103,78 2.544.504,73
2. Geschäfts- oder Firmenwert 107.000,00 0,00 0,00 0,00 107.000,00
3. geleistete Anzahlungen 32.840,97 45.220,50 0,00 0,00 78.061,47
2.707.650,91 176.019,07 0,00 154.103,78 2.729.566,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.412.457,67 129.587,76 0,00 178.750,40 8.363.295,03
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.589.127,60 2.339.784,62 0,00 1.593.700,16 28.335.212,06
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 57.477,10 0,00 0,00 57.477,10
36.001.585,27 2.526.849,48 0,00 1.772.450,56 36.755.984,19
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 408.676,01 24.488,51 0,00 0,00 433.164,52
2. Genossenschaftsanteile 5.000,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00
413.676,01 24.488,51 0,00 0,00 438.164,52
39.122.912,19 2.727.357,06 0,00 1.926.554,34 39.923.714,91
Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen 706.605,29 467.045,99 0,00 154.103,78 1.019.547,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 52.000,00 12.000,00 0,00 0,00 64.000,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
758.605,29 479.045,99 0,00 154.103,78 1.083.547,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.769.532,31 379.162,70 0,00 178.750,40 5.969.944,61
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.937.466,57 1.861.095,46 0,00 1.409.950,95 22.388.611,08
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
27.706.998,88 2.240.258,16 0,00 1.588.701,35 28.358.555,69
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
28.465.604,17 2.719.304,15 0,00 1.742.805,13 29.442.103,19
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen 1.524.957,23 1.861.204,65
2. Geschäfts- oder Firmenwert 43.000,00 55.000,00
3. geleistete Anzahlungen 78.061,47 32.840,97
1.646.018,70 1.949.045,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.393.350,42 2.642.925,36
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.946.600,98 5.651.661,03
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 57.477,10 0,00
8.397.428,50 8.294.586,39
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 433.164,52 408.676,01
2. Genossenschaftsanteile 5.000,00 5.000,00
438.164,52 413.676,01
10.481.611,72 10.657.308,02

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben wir die erkennbaren Risiken durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 0,00 (Vj.: TEUR 2.515) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten eine abgegrenzte Forderung für die beantragte Überbrückungshilfe III in Höhe von TEUR 2.296, für welche der Bewilligungsbescheid erst nach dem Bilanzstichtag erlassen wird.

Kapitalanteile

Die Kapitalanteile bestehen aus Kommanditeinlagen der BU HOLDING AG & CO. KG, Nürnberg, in Höhe von TEUR 5.000 (Vj.: TEUR 5.000).

Gewinnrücklage

Im Geschäftsjahr wurden EUR 672.566,38 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Konzernbilanzgewinn

Der Konzernbilanzgewinn beträgt EUR 18.992.908,69 (Vj.: EUR 21.772.310,20). Unter Berücksichtigung des auf die Kommanditisten entfallenden Bilanzgewinns in Höhe von EUR 18.992.908,69 (Vj.: EUR 21.772.310,20) sowie des auf die echten Fremden und stille Gesellschafter entfallenden Bilanzgewinns in Höhe von EUR 453.783,42 (Vj.: EUR 424.295,68) ermittelt sich insgesamt ein Bilanzgewinn in Höhe von EUR 19.446.692,11 (Vj.: EUR 22.196.605,88).

Der Gewinnvortrag beträgt EUR 21.772.310,20 (Vj.: EUR 14.446.472,71).

Rückstellungen

Der Rückstellungsbetrag für die Altersversorgungsverpflichtung wird mit dem beizulegenden Zeitwert des Anspruchs aus dem BU-HOLDING-Invest-Modell (Treugut) in Höhe von TEUR 5.495 (Vj.: TEUR 4.275) angesetzt. Der Aktivwert des Anspruchs aus dem BU-HOLDING-Invest-Modell in Höhe von TEUR 5.495 (Vj.: TEUR 4.275) wurde mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten betragen TEUR 3.857 (Vj.: TEUR 3.502). Die Aufwendungen aus den Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 882 sind im Finanzergebnis mit den entsprechenden Erträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 882 verrechnet.

Wesentliche Positionen der sonstigen Rückstellungen stellen die Rückstellungen für sonstige Personalkosten in Höhe von TEUR 2.181 (Vj.: TEUR 2.281), Jahresvergütungen in Höhe von TEUR 2.183 (Vj.: TEUR 2.518), ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 1.450 (Vj.: TEUR 1.555), Bonusverpflichtungen in Höhe von TEUR 321 (Vj.: TEUR 361), Jahresabschlusskosten in Höhe von TEUR 179 (Vj.: TEUR 168), Aufbewahrungskosten in Höhe von TEUR 111 (Vj.: TEUR 122), Rücknahmeverpflichtungen in Höhe von TEUR 132 (Vj.: TEUR 148) und sonstige Rechtsrisiken in Höhe von TEUR 222 (Vj.: TEUR 155) dar.

Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten
Bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Stand 31.12.2021 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.785 888 77 4.750 5.212
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.137 0 0 1.137 867
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.579 0 0 14.579 16.393
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.236 0 0 2.236 2.340
sonstige Verbindlichkeiten 4.769 0 0 4.769 4.024
26.506 888 77 27.471 28.836

Die Vorjahresverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hatten in Höhe von TEUR 4.341 eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren und in Höhe von TEUR 871 eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Alle weiteren Verbindlichkeiten des Vorjahres hatten eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 627 sind durch die Sicherungsübereignung von Betriebs- und Geschäftsausstattung besichert.

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.294 (Vj.: TEUR 1.706) gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Fremdgesellschaftern in Höhe von TEUR 2.236 (Vj.: TEUR 2.340).

F. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 292.181 (Vj.: TEUR 296.987) entfallen in Höhe von TEUR 170.931 (Vj.: TEUR 179.569) auf Baumärkte, in Höhe von TEUR 120.598 (Vj.: TEUR 116.850) auf den Baustoff-Fachhandel und in Höhe von TEUR 652 (Vj.: TEUR 568) auf sonstige.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten außergewöhnliche Erträge aus der Weiterverrechnung von Entschädigungszahlungen für die Auflösung von Leasingverträgen in Höhe von TEUR 631 sowie aus der Beantragung von Überbrückungshilfen III in Höhe von TEUR 2.297. Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 1.590 (Vj.: TEUR 610) periodenfremd. Die periodenfremden Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit TEUR 605 (Vj.: TEUR 383), Erträge aus Anlagenabgängen mit TEUR 66 (Vj.: TEUR 46), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und aus abgeschriebenen Forderungen mit TEUR 114 (Vj.: TEUR 56) sowie Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 78 (Vj.: TEUR 44).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außergewöhnliche Aufwendungen aus Entschädigungszahlungen für die Auflösung von Leasingverträgen in Höhe von TEUR 631. Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind darüber hinaus TEUR 76 (Vj.: TEUR 29) periodenfremd. Die periodenfremden Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB in Höhe von TEUR 9 (Vj.: TEUR 9) sowie Forderungsverluste in Höhe von TEUR 66 (Vj.: TEUR 20).

Der Materialaufwand, nach dem Gesamtkostenverfahren in Höhe von TEUR 200.568 (Vj.: TEUR 202.100) betrifft in Höhe von TEUR 199.902 (Vj.: TEUR 200.962) Aufwendungen für bezogene Waren und in Höhe von TEUR 666 (Vj.: TEUR 1.138) Aufwendungen für bezogene Leistungen.

Der Personalaufwand nach dem Gesamtkostenverfahren für das Geschäftsjahr 2021 betrug TEUR 44.568 (Vj.: TEUR 44.224), davon entfallen TEUR 36.924 (Vj.: TEUR 36.972) auf Löhne und Gehälter und TEUR 7.644 (Vj.: TEUR 7.252) auf soziale Abgaben; davon sind TEUR 382 (Vj.: TEUR 388) für Altersversorgung.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Von den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind TEUR 395 (Vj.: TEUR 0) periodenfremd.

Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2021 bestehen Unterschiede zwischen den Handelsbilanzwerten und den Steuerbilanzwerten, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen.

Aktive latente Steuern betreffen immaterielle Vermögensgegenstände, Finanzanlagen, Vorräte, sonstige Vermögensgegenstände, sonstige Rückstellungen sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge. Passive latente Steuern betreffen die Pensionsrückstellungen und Sachanlagen.

Die Steuersätze zur Berechnung der latenten Steuern lagen zwischen 13,8% und 30,9%

In Summe ergibt sich ein aktiver Überhang, der in der Bilanz nicht angesetzt wurde (§ 274 Abs. 1 HGB).

Aus Konsolidierungsmaßnahmen resultierten keine latenten Steuern.

G. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung stellt anhand von Zahlungsströmen (Cashflow) aus laufender Geschäftstätigkeit, aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit die Veränderung des Finanzmittelfonds dar. Die Kapitalflussrechnung wird unter Beachtung des DRS 21 aufgestellt.

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfond umfasst die flüssigen Mittel in Höhe von TEUR 4.839 (Vj.: TEUR 11.016). Diese bestehen aus dem Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks. Davon werden die jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 25 (Vj.: TEUR 103) abgesetzt.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird hierbei indirekt anhand von Veränderungen der Bilanzpositionen ermittelt.

H. Angaben zum Eigenkapitalspiegel

Zum Bilanzstichtag stehen aus dem erwirtschaften Konzerneigenkapital insgesamt TEUR 34.982 (Vj.: TEUR 37.076) zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. Es bestehen gesetzliche Ausschüttungssperren in Höhe der gesetzlichen Rücklage von TEUR 2 (Vj.: TEUR 2) sowie in Höhe des Differenzbetrages bei den Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 6 HGB von TEUR 34 (Vj.: TEUR 47).

I. SONSTIGE ANGABEN

Zahl der Mitarbeiter

Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 2021 bei den Konzernunternehmen beschäftigt:

2021 Vorjahr
Angestellte 1.186 1.186

In der Mitarbeiterzahl sind 130 (Vj.: 126) Auszubildende enthalten.

Organe der Gesellschaft

Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft wird durch die unbeschränkt haftende Gesellschafterin BU HOLDING AG mit Sitz in Fürth und einem Grundkapital von 5,0 Mio. EUR wahrgenommen.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Herr Johannes Streng, Fürth, operative Geschäftsführung der BU HOLDING AG (Vorsitzender des Vorstands)

Herr Klaus Neumann, Cadolzburg, operative Geschäftsführung der OBI Baumarkt Franken GmbH & Co. KG und der Baumarkt Regnitztal GmbH & Co. KG

Herr Thomas Kröll, Nürnberg, operative Geschäftsführung der BAUSTOFF UNION GmbH

Herr Holger Sommer, Nürnberg, CFO (Chief Financial Officer), Immobilien-Bereich

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Herr Prof. Dr. Klaus L. Wübbenhorst, Nürnberg, Unternehmensberater, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Herr Klaus Willers, Schwabach-Wolkersdorf, Diplom-Kaufmann, erster stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats; mit Ablauf der Hauptversammlung am 15.06.2021 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden

Herr Dr. Steffen Stremme, Erlangen, Diplom-Kaufmann, zweiter stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 15.06.2021, danach erster stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

Herr Martin Wild, Ingolstadt, CEO, zweiter stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats ab 15.06.2021

Organbezüge

Die Bezüge des Vorstands der Komplementärin betrugen für das Geschäftsjahr 2021 TEUR 2.266 (Vj.: TEUR 2.779) und für den Aufsichtsrat TEUR 80 (Vj.: TEUR 80).

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Für die nachfolgenden Eventualverbindlichkeiten wurden keine Rückstellungen gebildet, weil der Eintritt des Risikos auf Grund der Finanzkraft der Kreditnehmer als wenig wahrscheinlich eingeschätzt wird.

Im Konzernverbund wurde die gesamtschuldnerische Mithaftung für nachfolgenden Kreditrahmen übernommen:

a)

eine Rahmenkreditlinie der HypoVereinsbank AG, Nürnberg, in Höhe von TEUR 8.000. Der Kreditrahmen kann von einzelnen Konzerngesellschaften und auch von einzelnen Dritten in Anspruch genommen werden.

b)

einen Betriebsmittelkreditrahmen der Sparkasse Forchheim in Höhe von TEUR 3.000. Der Kreditrahmen kann von einzelnen Konzerngesellschaften sowie auch von einzelnen Dritten in Anspruch genommen werden.

c)

einen Betriebsmittelkreditrahmen der Stadt- und Kreissparkasse Erlangen in Höhe von TEUR 3.600, der in Höhe von TEUR 100 von Drittgesellschaften in Anspruch genommen werden kann.

d)

einen Betriebsmittelkredit der Bayern LB, München, in Höhe von TEUR 2.000. Der Kreditrahmen kann von einzelnen Konzerngesellschaften sowie auch von einzelnen Dritten in Anspruch genommen werden.

e)

einen Betriebsmittelkreditrahmen der Raiffeisen Landesbank Oberösterreich in Höhe von TEUR 6.000. Der Kreditrahmen kann von einzelnen Konzerngesellschaften sowie auch von einzelnen Dritten in Anspruch genommen werden.

f)

eine Rahmenkreditlinie der BTV, Nürnberg, in Höhe von TEUR 5.000. Der Kreditrahmen kann von einzelnen Konzerngesellschaften und auch von einzelnen Drittgesellschaften in Anspruch genommen werden.

g)

Negativ-/Verpflichtungserklärungen (Bürgschaften) zur Sicherheit für die Gewährung eines Darlehens der Stadt- und Kreissparkasse Erlangen in Höhe von TEUR 9.500, an die BU Vermögensverwaltung GmbH, Nürnberg.

Die OBI Baumarkt Franken GmbH & Co. KG, Nürnberg, hat gegenüber einem Kreditinstitut eine Garantie für ein Tilgungsdarlehen, welches an die Baumarkt Franken Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG, Nürnberg, ausgereicht wurde, abgegeben. Zum 31. Dezember 2021 betrug der Stand des Darlehens TEUR 3.377.

Langfristige Verpflichtungen:

Jährliche Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverhältnissen TEUR 11.067
Jährliche Verpflichtungen aus Immobilienleasing TEUR 1.173
Insgesamt TEUR 12.240

Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer setzt sich wie folgt zusammen:

a) für die Abschlussprüfung TEUR 116
b) für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen TEUR 12
c) für Steuerberatungsleistungen TEUR 0
d) für sonstige Leistungen TEUR 0

Bericht über wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist wesentlich von den aktuellen Krisen Corona und Ukraine beeinflusst. In beiden Fällen ist unklar, wie sich die Entwicklung im Jahresverlauf darstellen wird.

Seit Mitte des Jahres 2021 haben die OBI-Gesellschaften wieder eine Geschäftsentwicklung auf Vorkrisenniveau erlebt. Dies gilt auch für die ersten Monate 2022.

Im Umsatz gehen die OBI-Gesellschaften von einer leichten Steigerung gegenüber dem durch Schließungen belastetsten Vorjahr 2021 aus. Im Ergebnis erwartet OBI Franken einen deutlich niedrigeren Wert als im Vorjahr. Positive Sondereffekte wie Überbrückungshilfe III können durch den geringen Mehrumsatz nicht kompensiert werden.

Im Bauumfeld geht die BAUSTOFF UNION absatzseitig von einer guten Nachfrage 2022 aus. Wesentliche Risiken bestehen auf der Beschaffungsseite im Rahmen von Verfügbarkeiten und Preisen. Die Gesellschaft erwartet für das Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz etwas unter dem Niveau von 2021. Das Ergebnis erwartet das Unternehmen deutlich unter dem Niveau von 2021.

Der Konzern erwartet für das Geschäftsjahr 2022 im Umsatz einen Wert leicht über dem Jahr 2021. Im Ergebnis werden deutlich niedrigere Werte im Vergleich zum Vorjahr erwartet.

Auch für 2022 sind diese Prognosen wieder mit ungewöhnlich großen Unsicherheiten behaftet.

Wir verweisen auch auf die Darstellungen im Lagebericht.

Inanspruchnahme des § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB

Folgende Gesellschaften, die in den Konzernabschluss der BU HOLDING AG & CO. KG, Nürnberg, einbezogen sind, nehmen die Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB hinsichtlich der Offenlegung ihrer Abschlüsse in Anspruch:

BU HOLDING AG & CO. KG, Nürnberg

BU HOLDING AG, Fürth

OBI Baumarkt Franken GmbH & Co. KG, Nürnberg

Baumarkt Regnitztal GmbH & Co. KG, Erlangen

BAUSTOFF UNION GmbH, Nürnberg

BU GmbH, Fürth

 

Nürnberg, den 29. April 2022

Johannes Streng

Klaus Neumann

Thomas Kröll

Holger Sommer

Kapitalflussrechnung Konzernabschluss per 31.12.2021

in TEUR 2021 Vorjahr Veränderung
1. Periodenergebnis 10.300 11.810 (1.510)
2. Abschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.719 2.218 501
3. Abnahme/Zunahme der Rückstellungen (492) 1.855 (2.347)
4. Gewinn/Verlust aus Abgang von Gegenständen des AV (65) (46) (19)
5. Zunahme/Abnahme der Vorräte (6.613) (2.904) (3.709)
Zunahme/Abnahme der Forderungen aus LuL 5.197 (5.710) 10.907
Zunahme/Abnahme der sonstigen Vermögensgegenstände (2.190) (1.300) (890)
Zunahme/Abnahme der sonstigen aktiven RAP (49) (53) 4
6. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus LuL (1.814) 2.000 (3.814)
Zunahme/Abnahme der erhaltenen Anzahlungen 270 331 (61)
Zunahme/Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten 745 641 104
Zunahme/Abnahme der passiven RAP (84) 35 (119)
7. Zinsergebnis 45 (33) 78
8. sonstige Beteiligungserträge (36) (25) (11)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.292 4.414 (122)
10. Ertragsteuerzahlungen (2.874) (2.933) 59
11. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 9.351 10.300 (949)
12. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des SachAV 249 134 115
13. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle AV (176) (884) 708
14. Auszahlungen für Investitionen in das SachAV (2.527) (2.479) (48)
15. Erhaltene Zinsen 278 206 72
16. Erhaltene Beteiligungserträge 12 2 10
17. Cashflow aus Investitionstätigkeit (2.164) (3.021) 857
18. Auszahlungen Gewinnanteile an Kommanditisten (9.456) 0 (9.456)
19. Auszahlungen Gewinnanteile stille Gesellschafter und echte Fremde (2.760) (2.130) (630)
20. Einzahlungen aus der Aufnahmen von (Finanz-)Krediten 392 3.400 (3.008)
21. Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten (1.158) (1.093) (65)
22. gezahlte Zinsen (305) (151) (154)
23. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (13.287) 26 (13.313)
24. Zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittelfonds (6.100) 7.305 (13.405)
25. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 10.914 3.609 7.305
26. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.814 10.914 (6.100)

Konzerneigenkapitalspiegel per 31.12.2021 in EUR

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gewinnrücklagen
Kapitalanteile der Kommanditisten gesetzliche Rücklage andere Gewinnrücklagen
Stand 01.01.2020 5.000.000,00 1.993,89 14.356.152,67
Gutschrift auf den Gesellschafterkonten im Fremdkapital
Auflösung atypisch stille Gesellschaft Pegnitz 9.750,00
Erwerb Minderheitenanteile H.S.F. Handwerker Service GmbH, Nürnberg 7.299,07
Konzernjahresüberschuss 976.973,05
Stand 31.12.2020 5.000.000,00 1.993,89 15.350.174,79
Gutschrift auf den Gesellschafterkonten im Fremdkapital
Konzernjahresüberschuss 672.566,38
Stand 31.12.2021 5.000.000,00 1.993,89 16.022.741,17
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Konzernbilanzgewinn, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Eigenkapital des Mutterunternehmens
Stand 01.01.2020 14.446.472,71 33.804.619,27
Gutschrift auf den Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00
Auflösung atypisch stille Gesellschaft Pegnitz 9.750,00
Erwerb Minderheitenanteile H.S.F. Handwerker Service GmbH, Nürnberg 7.299,07
Konzernjahresüberschuss 7.325.837,49 8.302.810,54
Stand 31.12.2020 21.772.310,20 42.124.478,88
Gutschrift auf den Gesellschafterkonten im Fremdkapital -9.456.375,00 -9.456.375,00
Konzernjahresüberschuss 6.676.973,49 7.349.539,87
Stand 31.12.2021 18.992.908,69 40.017.643,75
Nicht beherrschende Anteile
Kapitalanteile nicht beherrschende Gesellschafter Gewinnrücklagen nicht beherrschende Gesellschafter Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Anteile anderer Gesellschafter
Stand 01.01.2020 2.573.200,00 4.654.350,00 224.775,70 7.452.325,70
Gutschrift auf den Gesellschafterkonten im Fremdkapital -2.897.760,34 -2.897.760,34
Auflösung atypisch stille Gesellschaft Pegnitz -52.000,00 -9.750,00 -61.750,00
Erwerb Minderheitenanteile H.S.F. Handwerker Service GmbH, Nürnberg -12.500,00 -19.799,07 -32.299,07
Konzernjahresüberschuss 390.000,00 3.117.079,39 3.507.079,39
Stand 31.12.2020 2.508.700,00 5.034.600,00 424.295,68 7.967.595,68
Gutschrift auf den Gesellschafterkonten im Fremdkapital -2.655.845,88 -2.655.845,88
Konzernjahresüberschuss 265.000,00 2.685.333,62 2.950.333,62
Stand 31.12.2021 2.508.700,00 5.299.600,00 453.783,42 8.262.083,42
Eigenkapital
Stand 01.01.2020 41.256.944,97
Gutschrift auf den Gesellschafterkonten im Fremdkapital -2.897.760,34
Auflösung atypisch stille Gesellschaft Pegnitz -52.000,00
Erwerb Minderheitenanteile H.S.F. Handwerker Service GmbH, Nürnberg -25.000,00
Konzernjahresüberschuss 11.809.889,93
Stand 31.12.2020 50.092.074,56
Gutschrift auf den Gesellschafterkonten im Fremdkapital -12.112.220,88
Konzernjahresüberschuss 10.299.873,49
Stand 31.12.2021 48.279.727,17

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die BU HOLDING AG & CO. KG, Nürnberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der BU HOLDING AG & CO. KG, Nürnberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der BU HOLDING AG & CO. KG, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, 29. April 2022

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