HUMMEL Holding GmbH
Mozartstraße 2, 79183 Waldkirch, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Bontrup seit 13.11.2024 | Prokura |
Holger Anton Hummel seit 13.6.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HUMMEL Holding GmbHWaldkirchKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023DER HUMMEL Holding GmbH, Waldkirch1. Grundlagen des Konzerns Der HUMMEL Konzern gehört zu den führenden Herstellern von Komponenten der Verbindungstechnik, insbesondere von Kabelverschraubungen und Steckverbindern für industrielle elektrotechnische Anwendungen. Die Kernaktivitäten umfassen zudem die Herstellung und den Vertrieb von Komponenten und Zubehör für Heizungs- und Trinkwasseranlagen. Der HUMMEL Konzern umfasst eine Gruppe von elf nationalen und internationalen Gesellschaften. Im Konsolidierungskreis befinden sich die Muttergesellschaft HUMMEL Holding GmbH sowie erstmals ab 2023 die Hummel Beteiligungs GmbH neben der Hauptgesellschaft HUMMEL AG sowie fünf weitere, in vielen wichtigen Weltmärkten ansässige, Vertriebs- und Produktionsgesellschaften.
*) In den Konzernabschluss nicht einbezogen
Der Anteil des außerhalb Deutschlands generierten Konzernumsatzes beträgt ca. 63,0 % (VJ.: 62,9 %). Die Tochtergesellschaften in Brasilien, China, Frankreich und Indien sind sowohl für den Vertrieb unserer Produkte, aber auch selbst als Hersteller von Kunststoff- und Metallerzeugnissen tätig. Unsere italienische Gesellschaft entwickelt sich von der reinen Vertriebsgesellschaft hin zum Anbieter von Systemgeschäften für kundenspezifische Steckverbindungsanwendungen. Der Anteil von Handelsumsätzen mit Fremdprodukten ist unwesentlich. Als Lieferant industrieller Vorprodukte ist der Konzern vielfältigen Einflussfaktoren ausgesetzt. Die bedeutendsten externen Einflussfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns sind die Wachstumsentwicklungen in den Zielmärkten, das Regulierungsumfeld in Bezug auf technische Standards und Spezifikationen, die Verfügbarkeit von Rohstoffen und deren Preisentwicklung sowie die Entwicklung der Wechselkurse in den Märkten, in denen wir tätig sind. Der Konzern fokussiert sich auf die strategisch relevanten Kerngeschäftsfelder, um ein weltweites organisches Wachstum in den jeweiligen Produktlinien zu ermöglichen, mit einer guten Rendite und Unternehmensentwicklung und weitestgehender Finanzierung aus Eigenmitteln. Das Konzern-Steuerungssystem besteht im Wesentlichen aus der operativen Jahresplanung, dem monatlichen Berichtswesen und mehrmaligen Forecast-Berichten, dem zentral koordinierten Investitionsprozess sowie regelmäßigen Management- Sitzungen mit den lokalen Managementorganen, Vorstandssitzungen und Berichterstattungen an Aufsichtsgremien. Zur Steuerung des Konzerns werden ERP-Systeme eingesetzt, welche umfangreiche Informationen über Auftragsbestand, Produktionsdaten, Lagerbestände und die finanzwirtschaftlichen Informationen der einzelnen Gesellschaften liefern. Des Weiteren werden konsolidierte Ergebnis-Kennzahlen ermittelt, die ebenfalls Basis für die Entscheidungen der unterschiedlichen Führungsebenen bis hin zum Vorstand und Aufsichtsrat der HUMMEL AG und der Geschäftsführung des Mutterunternehmens sind. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch die Konzernleitung Das Geschäftsjahr 2023 blieb gezeichnet durch eine wirtschaftliche Abschwächung insbesondere im zweiten Halbjahr hinter den hoch gesteckten Erwartungen zurück. Im Vergleich zum Jahr 2022 verzeichnete die Unternehmensgruppe 2023 folglich einen deutlichen Umsatzrückgang. Während in der ersten Jahreshälfte noch ein hoher Auftragsbestand aus dem Vorjahr abgearbeitet wurde, verzeichnete HUMMEL in der zweiten Jahreshälfte, insbesondere in den wichtigen europäischen Absatzmärkten, deutlich reduzierte Auftragseingänge. Dennoch erzielte, gestützt von stärkeren Geschäftsentwicklungen in den wichtigsten Auslandsmärkten, die HUMMEL Gruppe konzernweit nach den erfolgreichen Geschäftsjahren 2021 und 2022 den drittstärksten Jahresumsatz der Firmengeschichte. Durch gezielte Kostenmaßnahmen und Preisanpassungen konnte die Rentabilität trotz Umsatzrückgängen in allen Produktlinien zeitgleich auf einem hohen Niveau gehalten werden. 2.2 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Wirtschaftsjahr 2023 war weiter geprägt von internationalen Konflikten, wie dem Ukrainekrieg, den Spannungen im Nahen Osten und dem Handelskrieg zwischen der USA und China. Die hohen Inflationsraten u.a. in Folge dieser Krisen und als Nachwirkung der Corona-Pandemie führten zudem weltweit zu stark ansteigenden Zinsen, die sich wiederum negativ auf das Investitionsklima auswirkten. Die konjunkturelle Abkühlung der internationalen Wirtschaft verstärkte sich vor allem in der 2. Jahreshälfte 2023, wobei insbesondere die wichtigen Absatzmärkte Europa und China schwächelten. Die konjunkturelle Abschwächung führte allerdings zeitgleich zu tendenziell sinkenden Rohstoffpreisen, die gemeinsam mit reduzierten Energiekosten für eine Entlastung auf der Kostenseite führten. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds vom April 2024 betrug das globale reale Wachstum 3,2% (Vorjahr 3,4%) und fiel im Vergleich zur Prognose vom Januar 2023 um 0,3%-Punkte2 besser aus. Nachdem die Eurozone im Vorjahr 2022 noch ein Wirtschaftswachstum von 3,5% verzeichnete (EU19) fiel das Betrachtungsjahr 2023 mit einem Anstieg von 0,4% deutlich geringer aus. In der Europäischen Union insgesamt (EU27) stieg das reale Bruttoinlandsprodukt um 0,6% zum Vorjahr, wobei sich Deutschland als größte Volkswirtschaft mit -0,3% deutlich unterdurchschnittlich entwickelte. Als Hauptursache für die Entwicklung in Deutschland werden die hohen Preise, hohe Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem Ausland sowie aus dem Inland gesehen. Die USA konnten vor allem durch das dritte Quartal mit einer guten Lage auf dem Arbeitsmarkt und einer guten Konsumtätigkeit ein Wachstum zum Vorjahr erwirtschaften. Die für uns bedeutende Volkswirtschaft, verzeichnete ein Wachstum von 2,5% nach 2,1% im Vorjahr. Die chinesische Wirtschaft leidet nach wie vor unter dem Abschwung im Immobiliensektor. Dennoch konnte in China mit 5,2% wieder ein stärkerer Anstieg des Wirtschaftswachstums als im Vorjahr (2022 3,0%) beobachtet werden. Viele andere große Schwellenländer entwickeln sich gut und profitieren mitunter von einer Neuordnung der globalen Lieferketten und den zunehmenden Handelsspannungen zwischen China und den USA. Der Einfluss dieser Länder auf die Weltwirtschaft wird immer größer. Indien war in den letzten zwei Jahren die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft der Welt. Mit einem Wachstum von 7,8% zeigt das Land eine positive Entwicklung zum Vorjahr (6,8%) auf, die über der Prognose lag. Brasilien dagegen zeigte rückläufige Wachstumsraten (2,9%) zum Vorjahr (3,1%) auf. Vor allem der Rückgang an Investitionen, der durch ein hohes Zinsniveau verursacht wird, bremste das Wachstum. Brasiliens derzeit gute Beschäftigungslage und die daraus resultierende Konsumbereitschaft werden auch in 2024 eine wichtige Stütze für die Konjunktur sein. 2.3 Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die von den Branchenverbänden für die metallverarbeitende Industrie und die Elektrotechnik- und Elektronikindustrie veröffentlichten Konjunkturdaten weisen jeweils negative Entwicklungen gegenüber dem Vorjahr auf. In der Metall- und Elektroindustrie sank das Auftragsvolumen um 5,1%. Insgesamt lag die Produktion in 2023 über dem Vorjahr, das läge laut Gesamtmetall jedoch nur an Nachholeffekten aus aufgestauten Aufträgen in der ersten Jahreshälfte. Die zweite Jahreshälfte ist dagegen deutlich gekippt, wodurch das Produktionsniveau wieder unter dem Stand von 2018 liegt. Sowohl die Import- als auch die Exportwerte elektronischer Erzeugnisse in Deutschland sind im Jahr 2023 gestiegen. Trotz der wachsenden Exportnachfrage der Branche, konnte die HUMMEL Gruppe die Umsätze aus dem Allzeitrekordniveaujahr 2022 nicht steigern. Während die Inlandsumsätze um 11,0% gesunken sind, sind die Umsätze im Rest von Europa zeitgleich um 3,4% abgefallen. Auch die Umsätze in Drittstaaten zeigten einen Rückgang um 17,1%. 2.4 Geschäftsverlauf Nach dem bisherigen Rekordjahr 2022, blieb die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 hinter den Erwartungen zurück. Sinkende Auftragseingänge insbesondere ab dem 2. Quartal 2023 und ein starker Abbau des Auftragsbestands führten in der zweiten Jahreshälfte zu stark rückläufigen monatlichen Umsätzen. Während diese Entwicklung in wichtigen ausländischen Absatzmärkten etwas später einsetzte, zeichnete sich die wirtschaftliche Abkühlung schon frühzeitig in Europa und insbesondere im Heimatmarkt Deutschland ab. Die Produktionskapazitäten der HUMMEL Gruppe wurden dementsprechend im 2. Halbjahr 2023 angepasst, die Anzahl an Leiharbeitern reduziert und verschiedene Kosteneinsparungsmaßnahmen ergriffen. Durch den stetigen Abbau der Auftragsbestände und einer verbesserten Materialverfügbarkeit konnte zeitgleich die Lieferfähigkeit kontinuierlich gesteigert werden. Dies hatte wiederum verkürzte Lieferzeiten für unsere Kunden zur Folge. Parallel führten erste Maßnahmen beim Umbau des Vertriebs am deutschen Hauptsitz dazu, dass neue langfristige Vertriebskanäle aufgebaut wurden und die Akquisition von Neukunden und Neuprojekten optimiert wurde. Interne Verbesserungsprojekte wurden fokussiert (z.B. Implementierung eines CRMs, Ausbau des Bl-Tools zur Vertriebssteuerung), um langfristige Effizienzsteigerung in der Organisation zu erzielen. 2.5 Ertragslage Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um -10,8% auf 87.828 T€ (Vj.: 98.458 T€) gesunken. Der Umsatzrückgang resultierte vor allem aus einem niedrigen Auftragseingang und der generellen Verschlechterung der Marktlage. Der Materialaufwand sank im Berichtsjahr um -16,9% auf 32.685 T€ (Vj.: 39.352 T€). Diese Reduktion ist insbesondere auf den niedrigeren Umsatz und der Erholung der Preissituation an den Rohstoffmärkten zurückzuführen. Die Materialaufwandsquote - bezogen auf die Gesamtleistung - reduzierte sich von 38,2% auf 36,3% gegenüber dem Vorjahr. Der Personalaufwand erhöhte sich um 4,2% auf 30.512 T€ (Vj.: 29.293 T€), im Wesentlichen bedingt durch Gehaltssteigerungen und Sonderzahlungen (Inflationsausgleichsprämie) im Betrachtungsjahr. Die Personalaufwandsquote - bezogen auf die Gesamtleistung - stieg aufgrund der erläuterten Umsatzsituation auf 33,9% (Vj.: 28,4%). Der Konzern beschäftigt durchschnittlich 557 Mitarbeiter und 24 Auszubildende. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen haben sich um 10,5% auf TEUR 3.630 vermindert. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von TEUR 864 im Vorjahr um TEUR 233 (27,0%) auf TEUR 1.097 gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch höhere Erträge aus Auflösung von Rückstellungen sowie höhere Erträge aus der Währungsumrechnung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 11.660 im Vorjahr um TEUR 1.513 (13,0%) auf TEUR 13.173 gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch höhere Aufwendungen für interimistische Unterstützung, höhere Reparatur- und Wartungskosten, höhere EDV-Dienstleistungen sowie höhere Sozialleistungen. Das Finanzergebnis lag mit TEUR 897 deutlich über Vorjahresniveau (VJ.: TEUR -1.784). Die Vorjahresbelastung des Finanzergebnisses, war im Wesentlichen bedingt durch die außerplanmäßige Abschreibung der Beteiligung an der OOO HUMMEL (Moskau, Russland) in Höhe von TEUR 2.284 auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Das Ergebnis vor Ertrag- und sonstigen Steuern und abgeführte Gewinne an stille Gesellschafter reduzierte sich von TEUR 17.728 um 32,0% auf TEUR 12.057. Unter Berücksichtigung der Ertragsteuern und sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 3.214 und der abgeführten Gewinne an stille Gesellschafter ergibt sich demnach ein Konzernjahresüberschuss von TEUR 8.812 nach TEUR 11.900 im Vorjahr (-25,9%). 2.6 Finanzlage Die Investitionen ins Anlagevermögen beliefen sich auf TEUR 11.665, davon entfallen auf unsere ausländischen Tochtergesellschaften TEUR 203, bei Abschreibungen im Konzern von TEUR 3.630. Von den Gesamtinvestitionen entfallen TEUR 43 auf immaterielle Vermögensgegenstände, TEUR 3.591 auf Sachanlagen sowie TEUR 8.031 auf Finanzanlagen. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Nutzungsrechte für Werkzeuge sowie Lizenzrechte für Software. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betreffen Gebäudeinvestitionen (TEUR 43), und neue Fertigungsanlagen und Betriebsvorrichtungen (TEUR 1.115), andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 1.261) sowie geleistete Anzahlungen und im Bau befindliche Anlagen (TEUR 1.173). Die Investitionen in das Finanzanlagevermögen betreffen ausschließlich Beteiligungserwerbe. Die Investitionsfinanzierung erfolgte ausschließlich aus Eigenmitteln. Zum Bilanzstichtag verfügt der Konzern über liquide Mittel in Höhe von TEUR 33.775. Die gute Eigenkapitalausstattung spiegelt sich in einer überdurchschnittlichen Eigenkapitalquote mit 78,0% (VJ.: 74,3%) wider. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug TEUR 7.893. Der Mittelbedarf für die Investitionstätigkeit belief sich auf TEUR -10.430. Dieser beinhaltet im Wesentlichen die Saldierung insbesondere der Auszahlungen für Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 3.591 neben den Auszahlungen für Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 8.031 mit den Beteiligungserträgen in Höhe von TEUR 1.099. Unter Berücksichtigung der Darlehenstilgungen und den stillen Beteiligungen (TEUR 903), sowie der erfolgten Dividendenzahlung betrug der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit TEUR -3.020. Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein Finanzmittelbestand von TEUR 33.775 (Vj. TEUR 39.472). Unsere finanzielle Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage sämtlichen Zahlungsverpflichtungen nachzugehen. 2.7 Vermögenslage Das Gesamtvermögen in Höhe von TEUR 109.972 (VJ.: TEUR 106.697) besteht zu 30,2% (VJ.: 23,7%) aus langfristig gebundenem Vermögen. Das langfristig gebundene Vermögen ist zu 286,6% (VJ.: 345,8%) durch Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital gedeckt. Der Anstieg der Bilanzsumme (TEUR 3.274) resultiert bei den Aktiva im Wesentlichen aus der Erhöhung des Anlagevermögens um TEUR 7.923, und der Vorräte um TEUR 1.276, bei gleichzeitiger Verminderung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 124, der liquiden Mittel um TEUR 5.700, sowie der Verminderung der sonstigen Aktiva um TEUR 102. Auf der Passivseite haben sich das Eigenkapital um TEUR 6.427 erhöht. Die Rückstellungen verminderten sich um TEUR 509, die Verbindlichkeiten um TEUR 2.687 und die sonstige Passiva um TEUR 7. Daneben erhöhten sich die die Verpflichtungen aus dem in 2015 aufgelegten Mitarbeiterbeteiligungsprogramm der Hauptgesellschaft HUMMEL AG um TEUR 38 auf TEUR 414. 2.8 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Neben den im Wirtschaftsbericht dargestellten finanziellen Leistungsindikatoren wie Ertrags- und Kostenquoten oder Investitionen spielen die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren eine große Rolle für den HUMMEL Konzern. Dazu zählt neben den eingeführten prozessorientierten Organisationsstrukturen insbesondere die Kundenzufriedenheit, die wir durch permanente Rückkopplung zwischen Vertrieb und Kunden eruieren, um auftretende Probleme zu erkennen, zeitnah Lösungen zu erarbeiten und die Kundenzufriedenheit auf ein Höchstmaß zu steigern. Regelmäßige Kundenaudits unterstützen uns bei der Optimierung qualitätsverbessernder und kundenorientierter Prozesse. Ergänzend haben wir Prozesse zur Lieferantenbeurteilung und -bewertung verbessert, die durch regelmäßige Lieferantenaudits unterstützt werden. Ziel ist die Sicherstellung einer leistungsstarken Supply Chain, um unsere Kunden termingetreu, bedarfsgerecht und den technischen Anforderungen entsprechend zu beliefern. Wir erarbeiten in einem stetigen Prozess Verbesserungen der Produktionsabläufe um ressourcenschonend die Materialverbräuche zu optimieren, Fehlproduktionen zu vermeiden und dabei die Energieverbräuche zu minimieren. Abfälle aus der Produktion werden weitestgehend den Materiallieferanten zurückgegeben, um auch hier die Rohstoffbasis zu schonen. Mittels Wärmerückgewinnungsanlagen nutzen wir im Produktionsprozess entstehende Wärme zur Gebäudeheizung. Seit mehreren Jahren verzichten wir auf aggressive chemische Reinigungsmittel, stattdessen verwenden wir modifizierten Alkohol zur Entfernung von Öl- und Fettrückständen bei unseren Metallerzeugnissen. Im Rahmen von Gebäudeinvestitionen werden ökologische und umweltrelevante Belange bereits im Planungsprozess in weitreichendem Umfang berücksichtigt. Das Energiemanagementsystem der HUMMEL AG ist nach ISO 50001 zertifiziert. Eine ertragsorientierte Unternehmensführung funktioniert nur mit motivierten und gut ausgebildeten Mitarbeitern. Unsere Führungskräfte bereiten wir mit Führungs- und Managementprogrammen auf ihre Aufgaben vor. Wir bilden in hohem Maße die von uns benötigten Mitarbeiter aus, die regelmäßig auch bei Ausbildungsende übernommen werden. Durch ein faires Miteinander, gute Arbeitsbedingungen und eine gerechte Entlohnung bemühen wir uns, die Fluktuation gering zu halten. Wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmenskultur ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretern. Ein offener und kontinuierlicher Austausch und die frühzeitige Einbindung in Veränderungsprozessen sind die Grundlage, um die Interessen des Unternehmens und der Arbeitnehmer auch in herausfordernden Situationen in Ausgleich zu bringen. Die HUMMEL AG pflegt gute Beziehungen zu dem politischen und sozialen Umfeld und engagiert sich vielfältig finanziell in den Gemeinden, in denen sie ansässig ist. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Die schwierigeren wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen des Jahres 2023 erschwerten die jährliche operative Planung für das Folgejahr. Die Entwicklung im Krieg in der Ukraine ist kaum absehbar und politische Spannungen insbesondere zwischen den USA und China, sowie die politischen Entwicklungen in den USA führen zu weiterer Unsicherheit. Es wurde daher entschieden, in verschiedenen Szenarien zu planen und in diesen jeweils von einer weiteren wirtschaftlichen Verschlechterung, einer Stabilisierung oder einer deutlichen Erholung auszugehen. In unserer am realistischsten eingeschätzten Prognose gehen wir von keiner weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen und politischen Lage aus. Wir rechnen in diesem Szenario nicht mit Einflüssen, welche unsere Geschäftsaktivität wesentlich negativ beeinflussen werden. Auf der anderen Seite gehen wir aber auch davon aus, dass die Inflation - wenn auch weiter sinkend - ein beherrschendes Thema bleiben und sich daher keine schnelle Entspannung am Zinsmarkt einstellen wird. Die Energie- und Rohstoffpreise werden demnach weiteren Schwankungen unterliegen, wenngleich sie tendenziell vorausgesehen über das ganze Jahr gesehen eher leicht unter den durchschnittlichen Kosten von 2023 bleiben werden. In seiner Prognose vom April 2024 erwartet der Internationale Währungsfonds ein reales Wachstum von 3,2% der weltweiten Wirtschaftsleistung, nachdem die Prognose im Januar 2023 3,1% betrug, wobei für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften ein relativ langsames Wachstum von 1,7% im Jahr 2024 erwartet wird. Die Prognosen für die Regionen ASEAN-5 (4,5%), EU (1,1%), Euroraum (0,8%) und Nord Amerika (2,6%) spiegeln diese Wachstumsverlangsamung insgesamt wider. Für Deutschland erwartet der Internationale Währungsfonds im Jahr 2024 wieder einen leichten Anstieg der Wirtschaftskraft, wenn auch in einem geringen Umfang von 0,2%. Auch die Bundesregierung rechnet für 2024 nur mit einem leichten Wachstum. Als Ursache für das schleppende Wachstum wird der russische Angriffskrieg auf die Ukraine genannt, denn dies beeinträchtigt weiterhin die Exportwirtschaft in Deutschland besonders. Auch die Inflation und geringe Investitionsquoten durch hohe Zinsen werden im Jahr 2024 weiterhin das Wachstum dämpfen. Für Deutschland erwartet der ZVEI ein reales Marktwachstum der deutschen Elektroindustrie von 1%, das verglichen zur Prognose für 2023 (9%) gering ausfällt. Wir gingen davon aus, dass sich unsere Geschäftsentwicklung insgesamt im 1. Halbjahr 2024 weiterhin verhalten zeigen wird und sich frühestens mit dem Sommer eine merkliche wirtschaftliche Entspannung in den wichtigsten europäischen und internationalen Märkten zeigen wird. Die bisherige Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 zeigt keine signifikante Verbesserung der Geschäftssituation. Dementsprechend gehen wir für dieses Jahr lediglich von einem Gruppenumsatz auf dem Niveau des Vorjahres oder leicht darunter aus. Um steigende Kosten für Löhne & Gehälter sowie externe Dienstleistungen und Vorprodukte zu kompensieren, führen wir ein enges Kostenmanagement und halten größere Investitionen und Ausgaben derzeit zurück. Wichtige Investitionen in u.a. Infrastruktur, IT-Ausstattung und Personalentwicklung werden zeitgleich priorisiert und fortgesetzt. Das Ergebnis vor Steuern und bereinigt um Beteiligungserträge erwarten wir auf einem niedrigeren Niveau als in 2023. Für den Beginn des Jahres 2025 erwarten wir einen weiterhin stabilen Geschäftsverlauf. Erst im 2. Halbjahr rechnen wir mit Verbesserungen im allgemeinen Wirtschaftsumfeld, die sich auch positiv auf den Umsatz der HUMMEL Gruppe auswirken. Von daher erwarten wir einen Umsatz, der leicht über dem des Jahres 2023 liegen wird. Verbunden mit moderaten Kostensteigerungen liegt die Gewinnerwartung ungefähr auf dem Niveau von 2023 3.2 Chancenbericht Als Chancen verstehen wir mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven Abweichung von unserer Prognose führen können. Chancen für die Ergebnisentwicklung sehen wir in einem Abbau der geopolitischen Spannungen und Sanktionen, dem Ende des Krieges in der Ukraine und im Nahen Osten, der weiteren Entlastungen der internationalen Logistik- und Lieferketten und der daraus folgenden Reduzierung von Energie- und Materialkosten. Unabhängig davon sehen wir große Potentiale im Umbau der Vertriebsstrukturen und der optimierten Kunden- & Projektbearbeitung. Sollte sich der Euro-Wechselkurs im Vergleich zu Währungen unsere wichtigsten Auslandsmärkte abschwächen, sehen wir zudem Chancen auf zusätzliche positive Währungseffekte. Die laufende Entwicklung von Neuprodukten und kundenspezifische Applikationen in allen Kerngeschäftsfeldern eröffnet zudem Potentiale zusätzliche neue Kunden zu gewinnen und neue Industrien und Märkte zu erschließen. Die zunehmende Automatisierung und Digitalisierung der eigenen Geschäftseinheiten und Fachbereiche bietet die Chance interne Prozesse weiter zu beschleunigen, Kosteneinsparungen zu erzielen und wichtige Wettbewerbsvorteile wie eine verbesserte Kundenbetreuung zu etablieren. 3.3 Risikobericht Die wesentlichen Risiken sehen wir für die HUMMEL Gruppe in unseren generellen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Während steigende Regulierungen und Vorschriften insbesondere in den europäischen Märkten die Transaktionskosten erhöhen und teilweise für Unsicherheit bezüglich langfristiger Wirtschaftsinvestitionen sorgen, stellen aus unserer Sicht geopolitische Spannungen aufgrund des Ukrainekriegs, des Konflikts im Nahen-Osten und dem Handelskrieg zwischen der USA und China die größten Risiken für unsere Geschäftstätigkeit dar. Weiterhin ist nicht absehbar, wann sich eine wesentliche Zinswende abzeichnen wird und sich das Investitionsklima insbesondere in den europäischen Märkten verbessern wird. Wichtige Branchen wie z.B. die Bauindustrie stecken aktuell tief in der Krise und politische Rahmenbedingungen erschweren eine klare Prognose, ob sich eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation zeitnah einstellen wird. Auch wenn sich die Engpässe in den globalen Lieferketten mittlerweile größtenteils entspannt haben und sowohl Energie- und Rohstoffkosten gegenüber dem Vorjahr sinkende Tendenzen zeigen, könnten geopolitische Ereignisse schnell zu einer Verschärfung der Liefersituation bei einzelnen Komponenten und Rohstoffen führen und sowohl deren Verfügbarkeit wie auch deren Kosten negativ beeinflussen. Dies birgt auch Risiken für den HUMMEL Konzern mit seinem primären globalen Produktionsstandort in Deutschland. Des Weiteren verschärft der Fachkräftemangel in vielen Ländern den Druck qualifiziertes Personal zu finden und für uns zu gewinnen. Steigende Recruitingkosten und höhere Personalkosten bergen ein wesentliches Risiko für unsere langfristige Profitabilität. Weitere Änderungen im regulatorischen Umfeld - vor allem gesetzliche Regelungen im Umweltschutz - können zusätzliche Kostenbelastungen für uns zur Folge haben. Zusammenfassend lässt die aktuelle Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung und deren Einschätzung für die kommenden Jahre jedoch keine Anhaltspunkte für bestandsgefährdende Risiken bei der künftigen Entwicklung erkennen. Dies gilt sowohl für die Ertragsperspektiven als auch für die Zahlungsfähigkeit und Liquidität des Unternehmens. Im Rahmen von Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen werden in regelmäßigen Abständen die Geschäftsentwicklung bezüglich Auftragseingang, Ertragslage und Liquidität sowie ihre wesentlichen Einflussfaktoren beurteilt und erforderliche Maßnahmen beschlossen. Dabei werden Kennzahlen aus der operativen und strategischen Unternehmensplanung fortlaufend mit aktuellen IST-Zahlen überprüft und deren Interpretationsfähigkeit weiterentwickelt. Die vorhandenen Instrumente ermöglichen ein schnelles Gegensteuern. Das installierte Risikofrüherkennungssystem funktioniert. Das Versicherungskonzept der HUMMEL Gruppe ist angemessen und deckt alle wesentlichen sowie die Existenz gefährdenden Risiken ab. 4. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess Der Konzern erstellt zeitnah ein dezidiertes Berichtswesen über alle betrieblichen, insbesondere finanziellen Prozesse. Die monatlichen Berichte über die wesentlichen finanziellen, konsolidierten Eckdaten werden von der Konzernleitung ausgewertet, bewertet und führen ggfs. zu schnellen Entscheidungen, soweit Fehlentwicklungen erkennbar sind. Dabei wird die Konzernleitung durch den Aufsichtsrat der HUMMEL AG unterstützt, der hierfür die notwendige Kompetenz hat und das Unternehmen sowie den Konzern kritisch begleitet. 5. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Der Konzern hat im Zuge eines Immobilienerwerbs in Deutschland in 2019 einen Teil der Investition durch grundschuldgesicherte Fremdmittel finanziert, aus welchen sich keine Risiken für die finanzielle Lage der Gesellschaft ergeben. Zur Teilabsicherung von Altersversorgungsverpflichtungen sind Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die mit den vom Versicherungsgeber ermittelten Aktivwerten bewertet sind. Eine Saldierung mit den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen erfolgt nicht. Zu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gruppe verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele gezahlt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt der Konzern über ein adäquates Debitorenmanagement, dies schließt auch die Absicherung gegen Forderungsausfälle über eine Warenkreditversicherung bei der größten Konzerngesellschaft, der HUMMEL AG, ein. 6. Sonstige Angaben 6.1 Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten Grundlagenforschung erfolgt nicht, allerdings vielfältige Anwendungsentwicklungen sowohl in Eigeninitiative als auch in Abstimmung mit unseren Kunden. Die kundenspezifischen Anwendungs- und Variantenentwicklungen bedingen jeweils zum Teil signifikante Werkzeuginvestitionen, denen langjährige Umsätze gegenüberstehen. Wesentliche Produkteigenschaften überprüfen wir regelmäßig in eigenen Prüflaboren, seltene und ausgefallene Tests lassen wir durch spezialisierte Dienstleister durchführen. Zudem obliegen unserer Entwicklungsabteilung sämtliche Technical Compliance relevanten Aufgaben. Die Entwicklungstätigkeiten werden in allen Kerngeschäftsfeldern vorangetrieben, wobei kürzere Entwicklungszyklen mit angestrebt werden. Dies schließt auch die Straffung unserer Kommunikationsstrukturen mit ein. Demgegenüber werden in gleichem Maße unsere Qualitätssicherungs- und Managementprozesse weiterentwickelt, um das hohe Qualitäts- und Nachhaltigkeitsniveau unserer Produkte und Dienstleistungen noch weiter zu steigern. 6.2 Zweigniederlassungen Die Hauptgesellschaft HUMMEL AG ist an den Standorten Denzlingen und Waldkirch wirtschaftlich aktiv, produziert an beiden Standorten. Zusätzlich betreibt sie in Seoul/Korea eine rechtlich unselbständige Zweigniederlassung, ausschließlich mit Vertriebsfunktion. Die HUMMEL-Gesellschaften in Brasilien (Tatui), Frankreich (Sainte Menehould) und Italien (Alpignano) bündeln Ihre Produktions- und Vertriebsaktivitäten jeweils an einem Standort in den Ländern. Die Tochtergesellschaft HUMMEL Connector Systems Private Ltd. in Indien betreibt einen Produktions- und Lagerstandort in Coimbatore sowie einen Verwaltungsstandort in Neu-Delhi. Die Tochtergesellschaft HUMMEL Connector Systems Co. Ltd. in China ist primär an den Standorten Qingpu und Shanghai aktiv, produziert wird in Qingpu. Die Verwaltung der Gesellschaft erfolgt zentral von Shanghai aus. Außerdem gibt es Vertriebsniederlassungen in Peking, Guangzhou und Chendu. Weitere eigene Vertretungen bestehen in Großbritannien und Polen.
Waldkirch, 16. Dezember 2024 Holger Hummel, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023HUMMEL Holding GmbH KonzernWaldkirch
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023DER HUMMEL Holding GmbH, WaldkirchI. Allgemeine Angaben Die HUMMEL Holding GmbH hat ihren Sitz in Waldkirch und ist in das Handelsregister beim Registergericht in Freiburg unter der Nummer HRB 718256 eingetragen. Der Konzernabschluss wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den Regelungen des GmbHG erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. II. Angaben zu Bilanzierung und Bewertung 1. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung der konsolidierten Unternehmen erfolgt entsprechend §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB nach den geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Aktiengesetzes. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bleiben gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Die Vermögensgegenstände und Schulden werden im Konzernabschluss einheitlich bewertet. Abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in den Jahresabschlüssen der Konzernunternehmen werden angepasst (Handelsbilanz II). Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Brief- beziehungsweise Geldkurs am Entstehungstag. Soweit erforderlich wurde grundsätzlich eine Abwertung auf den jeweils ungünstigeren Kurs am Abschlussstichtag vorgenommen. Bei einer Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten von einem Jahr oder weniger wurden §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht angewendet. Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag), das zu den historischen Devisenkassamittelkursen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt umgerechnet wird, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Konzerngewinnrücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Die angewandten Wechselkurse lauten:
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 3 und 10 Jahren angesetzt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare/degressive Abschreibungen, bewertet. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 3 und 33 Jahren angesetzt. Geringwertige Vermögensgegenstände wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für den geringen und seit mehreren Jahren gleichbleibenden Bestand an Ersatzteilen für das Hochregallager des Tochterunternehmens HUMMEL AG wurde ein Festwert gebildet. Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet. Um das Finanzanlagevermögen bei nur vorübergehender Wertminderung mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach der gleitenden Durchschnittsbewertungsmethode. Abwertungen auf den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert wurden im erforderlichen Umfang vorgenommen. Die Bewertung der unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sowie fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des fertigungsbezogenen Werteverzehrs des Anlagevermögens. Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung sowie Fremdkapitalzinsen wurden nicht eingerechnet. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Abwertungen auf den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert wurden im erforderlichen Umfang vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt. Soweit die Ergebnisentwicklung einzelner in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen erwarten lässt, dass zeitliche Unterschiedsbeträge zwischen Buchwerten in der Bilanz und den steuerlichen Bilanzwerten zukünftig zu steuerlichen Be- oder Entlastungen führen, wurden latente Steuern abgegrenzt. Das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 i.V.m. § 308 Abs. 1 S. 2 HGB aus Aktivüberhängen der Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurde dahingehend ausgeübt, dass diese angesetzt werden. Unter Berücksichtigung der aktiven latenten Steuern aus der Zwischengewinneliminierung (TEUR 14) und passiver latenter Steuern aus der Schuldenkonsolidierung (TEUR 1) berechnet sich auf Konzernebene ein aktiver latenter Steuerüberhang in Höhe von TEUR 1.815. Während bei den latenten Steuern aus Einzelabschlüssen der jeweils unternehmensindividuelle Steuersatz zwischen 20,0% und 32,5% zu Grunde gelegt wurde, beträgt der Steuersatz für latente Steuern aus Konsolidierungsschritten 30,0%. Die ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC- oder Anwartschaftsbarwertmethode). Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Rückstellungsbetrag wurde unter Berücksichtigung folgender Parameter ermittelt:
Der für Zwecke der Ermittlung des Unterschiedsbetrags nach § 253 Abs. 6 HGB verwendete durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt 1,74% (VJ.: 1,44%). Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind und bis zum Tag der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken, und wurden mit den vorsichtig geschätzten Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. 2. Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Abweichend zum Vorjahr wurden aus Gründen der tatsachengetreuen und besseren Darstellung zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 die kreditorischen Debitoren in Höhe von TEUR 277 nicht saldiert unter der Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen, sondern unter der Position sonstige Verbindlichkeiten. III. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der HUMMEL Holding GmbH , Waldkirch, auf den 31. Dezember 2023 sind neben dieser die nachfolgenden Gesellschaften einbezogen:
Die 100 %-igen Beteiligungen HUMMEL Ltd. (Lancashire, Großbritannien) und HUMMEL Connector Systems AB (Forsta, Schweden) wurden wegen untergeordneter Bedeutung nach § 296 Abs. 2 HGB nicht in die Konsolidierung einbezogen. Aufgrund des Rückzugs aus dem Russlandlandgeschäft unterbleibt seit 01.01.2022 die Einbeziehung der 99%-igen Beteiligung an OOO HUMMEL Russland in den Konzernkreis. Diese Gesellschaften sind von untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, da ihr ihre Umsatzerlöse weniger als 1 % des Konzernergebnisses bzw. Konzernumsatzes ausmachen. Im Berichtsjahr wurde durch den Anteilserwerb von 0,01% an der HUMMEL Connector Systems Ltda., Tatui/SP, Brasilien, die bisherige Beteiligung in Höhe von 99,99% auf nun 100% aufgestockt. Die im Jahr 2023 gegründete 100%-ige Tochtergesellschaft namens Hummel Beteiligungs GmbH wurde im Berichtsjahr erstmals in den Konsolidierungskreis unter Anwendung der Neubewertungsmethode aufgenommen. Im Berichtsjahr hat die Hummel Beteiligungs GmbH 50% an der HUGRO-Armaturen GmbH, Waldkirch, erworben. Aufgrund von untergeordneter Bedeutung der HUGRO-Armaturen GmbH für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, mit Blick auf die Bilanzsumme und Umsatzerlöse, werden gem. § 311 Abs. 2 HGB die Vorschriften für assoziierte Unternehmen gem. § 311 Abs. 1 HGB und § 312 HGB nicht angewendet. IV. Konsolidierungsgrundsätze 1. Konsolidierungsstichtag Die Konsolidierung erfolgte auf den Bilanzstichtag 31. Dezember 2023, der auch der Bilanzstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist, mit Ausnahme der indischen Gesellschaft, für die ein Zwischenabschluss auf den Konzernstichtag erstellt wurde. 2. Konsolidierungsmethode Bei der Vollkonsolidierung wurde für Unternehmenserwerbe bis 31. Dezember 2009 weiterhin die Kapitalkonsolidierung unter Anwendung der Buchwertmethode gem. § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a. F. in der Weise vorgenommen, dass der Anschaffungswert der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden Kapitalanteil zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung verrechnet wurde. Für Unternehmenserwerbe ab dem 01. Januar 2010 wurde die Kapitalkonsolidierung unter Anwendung der Neubewertungsmethode gem. § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB in der Weise vorgenommen, dass der Anschaffungswert der Beteiligung mit dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt verrechnet wurde. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen wurden gegenseitig aufgerechnet. Ebenso wurden Aufwendungen und Erträge zwischen den verbundenen Unternehmen eliminiert. Zwischenergebnisse aus Warenlieferungen wurden eliminiert. V. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf der folgenden Seite dargestellt. Die Ausleihungen stellen eine Kreditgewährung an einen Geschäftsführer dar. Auch im Vorjahr handelte es sich um eine Kreditgewährung an einen Geschäftsführer. Das gewährte Darlehen wird bis März 2030 getilgt. Das Darlehen wird mit jährlich 0,80% verzinst. Die Gewährung erfolgte mit einer Sicherung durch Abtretung der Ansprüche aus Gewinnausschüttungen. Insoweit unterliegen die anteiligen Dividendenansprüche einer Ausschüttungssperre bis zur Höhe der noch bestehenden Darlehensforderung. Die Tilgung beträgt jährlich wie bereits in den Vorjahren TEUR 35. Die Beteiligung an der OOO HUMMEL (Moskau, Russland) wurde im Jahr 2022 außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Erinnerungswert abgeschrieben (EUR 1,00). Die im Berichtsjahr erworbene 50%-ige Beteiligung an der HUGRO-Armaturen GmbH ist mit den Anschaffungskosten in den Zugängen des Finanzanlagevermögens enthalten. Weitere Zugänge zum Finanzanlagevermögen waren im Jahr 2023 nicht zu verzeichnen. KONZERNANLAGESPIEGEL zum 31.12.2023HUMMEL Holding GmbH KonzernWaldkirch
2. Forderungen Sämtliche Forderungen sind mit nachfolgender Ausnahme innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen in den sonstigen Vermögensgegenständen haben in Höhe von TEUR 947 (VJ.: TEUR 907) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Es handelt sich im Wesentlichen um Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen. Zu den sonstigen Vermögensgegenständen gehören auch Beträge, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Im Einzelnen sind dies Steuererstattungsansprüche und noch nicht abziehbare Vorsteuerbeträge in Höhe von insgesamt TEUR 33 (VJ.: TEUR 55). 3. Latente Steuern Die folgende Tabelle zeigt die latenten Steueransprüche und -schulden vor Saldierung für einzelne Bilanzpositionen:
Es existieren im Geschäftsjahr 2023 keine passiven latenten Steuern. 4. Eigenkapital / Ergebnisverwendung Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 400. Die Entwicklung der Kapitalrücklage und der Gewinnrücklagen ist nachfolgend dargestellt:
5. Bilanzgewinn Die Ermittlung des Bilanzgewinns stellt sich wie folgt dar:
Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 58.852 auf neue Rechnung vorzutragen. 6. Pensionsrückstellungen Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 108. Der Unterschiedsbetrag ist nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB ausschüttungsgesperrt. 7. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich (TEUR 2.616; VJ.: TEUR 2.441), aus dem Produktions- und Vertriebsbereich (Gewährleistungen, Provisionen, Drohverluste etc.) (TEUR 1.197; VJ.: TEUR 828) und aus dem Verwaltungsbereich (TEUR 238; VJ.: TEUR 256). 8. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
Bei den zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich ausschließlich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte gesichert. Die Grundstücksinvestitionsverbindlichkeiten (TEUR 4.168) sind durch Grundschulden abgesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit Ausnahme der nicht einzeln ermittelten Verbindlichkeiten aus Dienstleistungen durch Eigentumsvorbehalte gesichert. 9. Stille Beteiligungen Seit 2015 werden jährlich zum 01.07. eines Jahres Mitarbeiterkapitalbeteiligungen angeboten. Die Bilanzposition beinhaltet den Ausweis der bis zum Ende des Geschäftsjahres 2023 geleisteten Einlagen in Höhe von TEUR 414 (VJ.: TEUR 376). Diese stillen Beteiligungen nehmen am laufenden Gewinn und Verlust teil, nicht jedoch an den stillen Reserven. Der Verlust ist auf die geleistete Einlage begrenzt. Im Fall der Insolvenz, nicht jedoch im Fall der Liquidation, tritt die stille Beteiligung hinter die Forderungen von gegenwärtigen oder künftigen Gläubigern der HUMMEL AG zurück. Das stille Gesellschafterkapital unterliegt einer Sperrfrist von fünf Jahren und kann nach Ablauf der Sperrfrist ausgezahlt werden. 10. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse gliedern sich auf folgende Tätigkeitsbereiche auf:
11. Periodenfremde Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind in Höhe von TEUR 366 (VJ.: TEUR 179). Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie um Erträge aus langjährigen Gerichtsprozessen (Schadensersatz). 12. Periodenfremde Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind in Höhe von TEUR 289 (VJ.: TEUR 195). Im Wesentlichen handelt es sich dabei um nachträgliche Kostenbelastungen für Vorjahre. 13. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, davon Steueraufwand aus der Veränderung von latenten Steuern in Höhe von TEUR 48. Das von den im Inland und Ausland ansässigen Konzerngesellschaften erwirtschaftete Ergebnis vor Steuern wird mit dem im jeweiligen Sitzland gültigen Satz versteuert. Dabei variieren die lokalen Ertragssteuersätze zwischen 20 % und 33 %, sodass hieraus entsprechende Steuersatzabweichungen resultieren. 14. Angaben und Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel Zum 31. Dezember 2023 unterliegt nach § 268 Abs. 8 HGB und nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB ein Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 1.923 der Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre. Der Betrag betrifft in Höhe von TEUR 1.815 die aktiven latenten Steuern und in Höhe von TEUR 108 den Unterschiedsbetrag aus dem Vergleich des erläuterten Bilanzansatzes der Pensionsrückstellungen, der mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren ermittelt wurde, mit dem Wert, der sich bei Ermittlung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren ergibt. VI. Sonstige Pflichtangaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
2. Gesamtbezüge der Unternehmensorgane Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. 3. Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane des Mutterunternehmens Im Geschäftsjahr wurde die Geschäftsführung der Muttergesellschaft durch Herrn Holger Hummel, Diplom-Betriebswirt (Waldkirch), wahrgenommen. 4. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten Die durchschnittliche Zahl von Beschäftigten beträgt im Geschäftsjahr:
Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 24 Auszubildende beschäftigt. Die Geschäftsleitung wurde in die Berechnung nicht mit einbezogen. 5. Anteilsbesitz Der Anteilsbesitz gem. § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
Das Eigenkapital und die Jahresergebnisse sind umgerechnet mit den Stichtags- bzw. Stichtagsmittelkursen gem. Deutsche Bundesbank, Devisenkursstatistik Januar 2023. 6. Abschlussprüferhonorar Das Honorar des Konzernabschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beläuft sich auf 108 TEUR davon 18 TEUR für das Geschäftsjahr 2022, für sonstige Leistungen auf 31 TEUR und für Steuerberatungsleistungen auf 28 TEUR. Zum Aufstellungszeitpunkt waren mögliche Beeinträchtigungen der Geschäftsfelder nicht hinreichend abschätzbar. Die Sachverhalte werden weiterhin fortlaufend analysiert. Bezüglich weiterer Ausführungen wird auf den Lagebericht verwiesen.
Waldkirch, den 16. Dezember 2024 Holger Hummel, Geschäftsführer KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG 2023HUMMEL Holding GmbH KonzernWaldkirch
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL zum 31.12.2023HUMMEL Holding GmbH KonzernWaldkirch
Die Gewinnrücklagen beinhalten den Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die HUMMEL Holding GmbH, Waldkirch Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der HUMMEL Holding GmbH, Waldkirch, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der HUMMEL Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Freiburg, den 16. Dezember 2024 BANSBACH
GmbH
Schell, Wirtschaftsprüfer Schmitt, Wirtschaftsprüfer Feststellung Konzernabschluss In der Gesellschafterversammlung vom 24.03.2025 wurde der Konzernabschluss zum 31.12.2023 mit einer Bilanzsumme in Höhe von EUR 109.971.500,40 und einem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 58.851.793,35 genehmigt.
gez. Holger Hummel |
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