Stammdaten

Register
Amtsgericht Wittlich HRB 1053
Vorher
VINCO-IMPORT, Wein- und Sektkellerei GmbH
Eingetragen
25.2.1958
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenGroßhandel mit GetränkenHerstellung von Spirituosen
Gegenstand
Die Herstellung und der An- und Verkauf von Sekt und Weinen und anderen Getränken sowie von Spirituosen und verwandten Artikeln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Antoine André Clasen
seit 27.1.2020
Geschäftsführer
Sabine Immelnkemper
seit 15.7.2015
Geschäftsführer
Bernhard Mohr
seit 15.7.2015
Geschäftsführer
Hubert Glasen
seit 13.10.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Propstey-Kellerei
Germany
5.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VINCO IMPORT GmbH

Trier

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen und Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell der VINCO IMPORT GmbH hat sich seit ihrer Gründung nur unwesentlich geändert. Ursprünglich gegründet für den Import von Weinen ist der Weinimport nach wie vor ein großes Segment, ergänzt durch den Import von Sirup und Spirituosen und dem Verkauf von Sekten aus der Unternehmensgruppe. Die Bündelung der Umsätze innerhalb der Firmengruppe bei der Gesellschaft ab 2022 wurde konsequent fortgeführt. So wurde zum 01.07.2023 auch das operative Tagesgeschäft von Bernard-Massard GmbH in die Gesellschaft integriert, was zu einer weiteren Optimierung der internen Prozesse führt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche- und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Genau wie die Vorjahre ist 2023 von schlechter Kaufstimmung, Inflation und Ungewissheit geprägt.

Die Preissituation im Einkauf hat sich kaum verbessert, wohingegen sich die Verfügbarkeiten wieder deutlich gebessert haben. Die Wettbewerbssituation hat sich zugespitzt, weil notwendige Preisanpassungen gar nicht oder nur mit deutlichem Zeitverzug an die eigenen Kunden, z.B. im Lebensmittelhandel, weitergereicht werden konnten.

Die größte Herausforderung im Jahr 2023 war jedoch die Kaufzurückhaltung der Konsumenten aufgrund wenig verfügbarem Einkommen für "Luxusprodukte".

Der Gesellschaft ist es trotz dieser Herausforderungen auch im Jahr 2023 wieder gelungen insgesamt ein gutes Ergebnis zu erzielen, welches mit dem Vorjahr vergleichbar ist.

2.2. Geschäftsverlauf

Das Jahr 2023 war massiv beeinflusst durch das veränderte Kaufverhalten der Kunden. Durch die hohe Inflation blieben "Luxusgüter" wie Wein und Sekt auf der Strecke, da die verfügbaren Mittel der privaten Haushalte durch die enormen Preissteigerungen in allen Bereichen ausgeschöpft waren. Auch die Gastronomie, eine sehr wichtige Kundengruppe, wurde nicht mehr so stark besucht, dadurch wurde auch dort weniger Wein und Sekt konsumiert. Zudem kämpfte diese Branche mit Personalproblemen. Die Folge sind verkürzte Öffnungszeiten und/oder mehrere Ruhetage pro Woche. Mit gezielten Aktionen für die Gastronomen und auch im Lebensmittelhandel hat das Unternehmen einiges an Umsatz generieren können. Zusätzlich wurde das Portfolio um Weine mit einem sehr guten Preis/Leistungsverhältnis ergänzt und spezielle Saisonartikel zum Jahresendgeschäft wurden per Vorverkauf rechtzeitig platziert.

Im Sirup Bereich gab es zum 1.10. den Markenwechsel von Monin hin zu Mathieu Teisseire mit vergleichbaren Produkten, die jedoch bisher auf dem deutschen Markt völlig unbekannt waren. Hier wird nun aufwendig Markenaufbau betrieben, um die Kunden von der ansprechenden Qualität zu überzeugen. Ein zweites Segment wurde bereits im April eingeführt - verschiedene Geschmacksrichtungen zum Aromatisieren von Wasser.

Für das Unternehmen begann das Jahr 2023 vergleichbar zu 2022 und verlief auch sehr ähnlich weiter. Mitte des Jahres wurde das operative Geschäft von Bernard-Massard übernommen, Die angestrebten Synergieeffekte werden sich im Laufe der nächsten 1- 2 Jahre auswirken. Im Geschäftsjahr 2023 wird das Ergebnis, aufgrund der Umstrukturierungskosten durch die Übernahme negativ beeinflusst.

Weiter wurde im Jahr 2023 der geplante Umzug der gesamten Verwaltung an den Standort Ottos. vollzogen. Die Gesellschaft ist nun komplett an einem Standard positioniert und hat damit die strategische Basis für eine effiziente Geschäftsabwicklung für die Zukunft geschaffen.

Die Gesellschaft erzielte im Jahr 2023 mit 3.759t€ in Anbetracht der schwierigen Umstände ein gutes Ergebnis. Das Ergebnis liegt aufgrund der dargestellten besonderen Umstände deutlich unter dem Vorjahreswert.

2.3. Darstellung der Lage 2.3.1 Ertragslage

Das Ergebnis des Unternehmens liegt, bei einem Umsatzminus von 9,5 %, mit 3.759€ um ca. 17% unter dem Vorjahr. Hierin zeigt sich, dass der doppelte Effekt, zum einen die Umsatzreduktion durch den Produktwechsel beim Sirup und die notwendigen Markteinführungskosten für die neue Marke Mathieu Teisseire, sich im Geschäftsjahr deutlich im Ergebnis niederschlagen.

Der Wareneinsatz blieb in Relation zum Vorjahr auf relativ konstantem Niveau. Die Personalaufwendungen sind um 218t€ auf insgesamt 3.524t€ angestiegen. Diese Steigerung wird neben der üblicher Personalkostensteigerungen auch durch die Übernahme des Personalbestandes von Bernard-Massard im Zusammenhang mit der Übernahme des operativen Geschäftes verursacht. Die betrieblichen Aufwendungen sind mit 5.477t€ in absoluten Zahlen leicht unter dem Vorjahreswert.

Die Gesellschaft beschäftigt im Jahresdurchschnitt 55 Mitarbeiter (Vorjahr: 51 Mitarbeiter). Im Personalbereich zeigt sich weiter, dass die Personalakquisition kontinuierlich schwieriger wird.

Die Ertragssteuerbelastung beträgt im Jahr 2023 in Summe 1.702t€ (Vorjahr: 2.070€).

2.3.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage unserer Gesellschaft ist nach wie vor sehr stabil. Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr auf 40.113t€ (VJ 39.225t€) erhöht. Die Eigenkapitalquote ist mit 89,6% (VJ 88,4%) weiter auf hohem Niveau. Die Eigenmittel decken das komplette Anlagevermögen und die Vorräte des Unternehmens.

Im Berichtsjahr erfolgte eine Ausschüttung über 2.500t€.

Der Finanzmittelbestand (inkl. Cash-Pool) liegt zum Bilanzstichtag bei 16.236€. Weiterhin bestehen keine Bankverbindlichkeiten.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Die Geschäftsführung geht für 2024 davon aus, dass das Gastronomiegeschäft wieder anzieht und die Inflation weiter zurückgeht. Insgesamt ist die Entwicklung schwer abzuschätzen, da die Marke Mathieu Teisseire weiter etabliert werden muss, Kunde für Kunde.

Nach Einschätzung der Geschäftsleitung bleiben die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingen weiter deutlich schwierig, zudem zeichnet sich ein klarer Trend zu weniger Alkoholkonsum ab - hier sind die Weichen für ein erweitertes Sortiment im alkoholfreien Bereich bereits gestellt.

Diese volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen, verbunden mit dem Wechsel im Sirup-Bereich, führen insgesamt zu einer schwer einschätzbaren Situation, wie sie nun seit einigen Jahren anhält und somit die Prognose der Geschäftsentwicklung erheblich erschwert.

Nach wie vor ist die Gesellschaft solide finanziert, was die Anpassungsfähigkeit auf wechselnde Marktsituationen erleichtert. Die Umsatzentwicklung im Jahr 2024 bis Mai liegt bei Sekt/Wein/Spirituosen auf Vorjahresniveau. In Summe liegt der Umsatz, durch den Markenwechsel im Sirup Bereich, deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die sonstigen Kosten werden 2024 deutlich niedriger liegen. Wareneinsatz und Personalkosten werden sich in Relation zum Umsatz entwickeln, wobei sich speziell bei den Personalkosten diese Reduktion, aufgrund verstärkter Vertriebsaktivitäten nicht so deutlich auswirken wird. Wie sich das Jahresergebnis 2024 insgesamt entwickelt, hängt ganz entscheidend davon ab, mit welcher Geschwindigkeit sich der Wechsel des Sirup Lieferanten und somit die Akzeptanz bei den Kunden weiter gestalten lässt. Die Geschäftsleitung ist zuversichtlich, dass ein Markenaufbau Schritt für Schritt möglich ist.

3.2 Risikobericht

Die Unternehmensgruppe und somit auch die Gesellschaft ist nach wie vor darauf bedacht sich den schwierigen Rahmenbedingungen zu stellen und die betrieblichen Gegebenheiten so gut wie möglich an die aktuelle Situation anzupassen. Hierzu wurden in den letzten beiden Jahren schon eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt. Eine große Herausforderung der Gesellschaft ist aktuell der Markenaufbau für die Sirupe von Mathieu Teisseire. Hierfür werden viele Ressourcen eingesetzt und die Voraussetzungen sind gut, mit der Erfahrung von 300 Jahren durch Mathieu Teisseire im Sirup-Bereich wieder eine starke Marktposition zu erreichen. Das Unternehmen, sowie die gesamte Unternehmensgruppe, sind aufgrund solider Finanzpolitik und guter Ergebnisse der letzten Jahre finanziell gut aufgestellt. Für das Liquiditätsrisikomanagement wurde ein angemessenes Konzept zur Steuerung der Finanzierungs- und Liquiditätsanforderungen aufgebaut. Die Liquidität ist auf hohem Niveau flexibel verfügbar.

Die Geschäftsleitung steuert die Liquidität durch ständiges Überwachen der aktuellen Entwicklung und der tatsächlichen Zahlungsflüsse.

Rechtliche Auseinandersetzungen mit höherem Risiko sind aktuell nicht absehbar.

3.3 Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die Gesellschaft wird den Fokus für das laufende Geschäftsjahr eindeutig auf den Markenaufbau von Mathieu Teisseire ausrichten. Neben der seit Jahren ausgerichteten Qualitätssicherung des Produkt-Portfolio werden weitere Anpassungen im Sortiment durchgeführt, insbesondere im Bereich alkoholfreier Produkte. Aufgrund jahrelanger Erfahrung und Marktkenntnis werden die Erfolgsaussichten für die Anpassungen positiv eingeschätzt.

Neben üblichen Ersatzinvestitionen stehen bei der Gesellschaft keine großen Investitionen an.

Die Gesellschaft hat im Juli 2023 wie geplant ihren Firmensitz in die Ottostraße innerhalb Triers verlagert, dem Standort des Zentrallagers der Firmengruppe. Hierdurch sind nun alle Firmenaktivitäten gebündelt an einem Standort, was die Effizienz der Abläufe weiter optimiert.

Die neuen Büroräume erfüllen alle notwendigen Anforderungen und sind für die zukünftige Entwicklung flexibel zu adaptieren.

3.4 Gesamteinschätzung

Die Geschäftsführung sieht trotz der derzeitigen Situation nach heutiger Einschätzung keine Risiken, die sich bestandsgefährdend auswirken könnten. Sicherlich wird die aktuelle volkswirtschaftliche Situation mehr oder weniger deutliche Auswirkungen auch auf die Gesellschaft haben. Auch der im Jahr 2023 erfolgte Wechsel im Bereich des Sirup Lieferanten ist herausfordernd, aber die Geschäftsleitung ist überzeugt, dass sich aufgrund der Expertise des Unternehmens, der vorhandenen Lagerlogistik und der Vertriebsstruktur gute Chancen ergeben weiterhin erfolgreich Sirup am Markt zu platzieren.

Eine zuverlässige Prognose ist, aufgrund der zunehmenden Anzahl unbekannter und gewichtiger Variablen weiter schwierig. Die starke Finanzstruktur und die gute Vernetzung im Markt werden sicher dazu beitragen optimale Ergebnisse zu erzielen.

 

Trier, den 02.07.2024

Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 10.873.616,57 9.241.076,57
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 167.372,00 207.742,00
II. Sachanlagen 1.153.924,00 481.014,00
1. technische Anlagen und Maschinen 198.220,00 226.585,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 955.704,00 254.429,00
III. Finanzanlagen 9.552.320,57 8.552.320,57
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 645.000,00 645.000,00
2. Beteiligungen 80.697,00 80.697,00
3. Sonstige Finanzanlagen 8.826.623,57 7.826.623,57
B. Umlaufvermögen 29.239.205,67 29.973.632,37
I. Vorräte 6.775.695,02 7.141.007,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.562.801,21 10.431.009,16
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.342.381,08 1.383.090,59
2. sonstige Vermögensgegenstände 6.220.420,13 9.047.918,57
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 14.900.709,44 12.401.615,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 10.751,00
Aktiva 40.112.822,24 39.225.459,94

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 35.946.962,07 34.688.431,17
I. Gezeichnetes Kapital 7.000.000,00 7.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 4.650.000,00 4.650.000,00
III. Bilanzgewinn 24.296.962,07 23.038.431,17
davon Gewinnvortrag 23.038.431,17 19.486.127,89
B. Rückstellungen 2.681.894,63 2.785.177,63
C. Verbindlichkeiten 1.483.965,54 1.751.851,14
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 714,74
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 714,74
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 42.789,40
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 42.789,40
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.440.461,40 1.751.851,14
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.440.461,40 1.751.851,14
Passiva 40.112.822,24 39.225.459,94

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.498.064,97 15.621.558,69
2. Personalaufwand 3.523.979,77 3.305.719,06
a) Löhne und Gehälter 2.995.708,19 2.820.807,11
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 528.271,58 484.911,95
davon für Altersversorgung 13.784,83 38.423,68
3. Abschreibungen 344.039,68 206.294,95
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 344.039,68 206.294,95
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.476.924,10 5.557.350,44
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 123.456,02
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 220.335,84 178.587,26
davon aus verbundenen Unternehmen 26.739,27 2.403,96
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 63.775,00
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 63.775,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 29.607,00 41.454,25
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.701.634,59 2.069.864,97
10. Ergebnis nach Steuern 3.765.671,69 4.555.687,28
11. sonstige Steuern 7.140,79 3.384,00
12. Jahresüberschuss 3.758.530,90 4.552.303,28
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 23.038.431,17 19.486.127,89
14. Ausschüttung 2.500.000,00 1.000.000,00
15. Bilanzgewinn 24.296.962,07 23.038.431,17

ANHANG ZUM 31. DEZEMBER 2023

VINCO IMPORT GmbH, TRIER

I. ALLGEMEINES

Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Wittlich im Handelsregister, Abteilung B, unter HRB Nr. 1053 geführt.

Der Jahresabschluß der VINCO IMPORT GmbH - im folgenden kurz 'Gesellschaft' genannt - für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Sie nutzt die ihr gemäß § 327 HGB eingeräumten Erleichterungen bei der Offenlegung des Jahresabschlusses. Soweit sie nicht schon bei der Erstellung des Jahresabschlusses von den ihr eingeräumten Erleichterungen gemäß §§ 276 und 288 HGB Gebrauch gemacht hat, nimmt sie diese bei der Offenlegung in Anspruch.

Wesentliche Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften gegenüber dem Vorjahr sind nicht erfolgt.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Anlagevermögen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt.

Geringwertige Anlagegüter werden im Zugangsjahr voll als Betriebsausgaben abgesetzt.

Die Abschreibungen werden wie folgt berechnet:

Anlageposition Abschreibungs- Methode Nutzungsdauer
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Linear 5 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear degressiv/linear 20 Jahre 2 - 14 Jahre

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Vorräte

Die Waren werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Marktwert angesetzt. Es werden Bewertungsabschläge vorgenommen, die das Lagerrisiko und andere wertmindernde Umstände berücksichtigen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Verbundene Unternehmen

Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, die mittelbar oder unmittelbar im Mehrheitsbesitz oder unter der einheitlichen Leitung der Prosptey Kellerei GmbH & Co.KG, Trier, stehen, sowie die Muttergesellschaft selbst.

Liquide Mittel

Die Liquiden Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Pensionsrückstellungen

Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte auf Basis des modifizierten Teilwertverfahrens auf Grundlage eines Rechnungszinssatzes von 1,82 % und der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beläuft sich zum 31.12.2023 auf TEUR 16. Der Betrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB der Ausschüttungssperre.

Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt dabei nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Sofern anwendbar, wurde bei der Bewertung des Erfüllungsbetrags eine angemessene Kostensteigerung berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden - soweit vorhanden - mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind.

Für Garantie- und Produkthaftungsansprüche werden Rückstellungen in Höhe der voraussichtlich anfallenden Kosten gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Umsatz- und Gewinnrealisation

Umsätze und Gewinne werden grundsätzlich im Zeitpunkt der Auslieferung realisiert.

III. EINZELANGABEN ZUR BILANZ

Sachanlagen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 einschließlich der kumulierten Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (Anlage 1 zum Anhang).

Bei den Abschreibungen handelt es sich um planmäßige Abschreibungen.

Forderungen und sonstige Vermögengegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Einzige Ausnahme hiervon ist die Darlehensgewährung innerhalb der Firmengruppe an Vinco Asset GmbH.

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen in voller Höhe auf die Gesellschafterin, Propstey Kellerei GmbH & Co. KG, Trier.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 7.000.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im wesentlichen 2023
T€
2022
T€
Reklamationen, Gewährleistung 42 46
Personal 488 575
Rechts-, Beratungs-, Prüfungs - und Abschlusskosten 26 27
WKZ, Boni, Werbung 455 415
Verschiedene 5 3
1.016 1.066

Verbindlichkeiten

Die Fristigkeit und Besicherung der Verbindlichkeiten ist aus dem nachfolgenden "Verbindlichkeitenspiegel" (in TEUR) ersichtlich.

Art der Verbindlichkeit RLZ 1 Jahr RLZ 1-5 Jahre RLZ > 5 Jahre davon gesichert Summe
Lieferung u. Leistungen (Vorjahr) 604 604
(1.275) (1.275)
Verbindlichk. Kreditinst. (Vorjahr) 1 1
(0) (0)
Verbindlichk. verbunden Unternehmen 43
(Vorjahr) 43 (0)
(0)
Sonstige Verbindlichk. (Vorjahr) 836 836
(476) (476)
Davon Steuern (Vorjahr) 606 606
(128) (128)
Zusammen 1.484 1.484
(Vorjahr) (1.751) (1.751)

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 12.

Zinsaufwand

Im Zinsaufwand sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 30 enthalten.

V. SONSTIGE ANGABEN

Organe der Gesellschaft

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr folgende Personen bestellt:

Antoine Clasen, Grevenmacher, Luxemburg

Bernhard Mohr, Trier Sabine Immelnkemper, Trier

Frau Sabine Immelnkemper hat Alleinvertretungsberechtigung.

Es wird von einer Offenlegung der Bezüge der Geschäftsführer unter Inanspruchnahme von § 286 Absatz 4 HGB abgesehen.

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Die Gesellschaft hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 55 (Vorjahr: 51) festangestellte Mitarbeiter sowie 3 (Vorjahr: 3) Aushilfen beschäftigt.

Finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2023 finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen mit einem Jahreswert von TEUR 612. Alle wesentlichen Mietverpflichtungen sind innerhalb eines Jahres kündbar.

Die Gesellschaft ist an einem Bankverrechnungssystem beteiligt, das die Muttergesellschaft für die verschiedenen Gesellschaften der Gruppe installiert hat. In diesem Zusammenhang ist sie grundsätzlich zur gesamtschuldnerischen Mithaftung für alle Schulden verpflichtet, die innerhalb dieses Systems entstehen. Eine Inanspruchnahme ist aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation derzeit nicht ersichtlich.

Gesellschafter und Konzernzugehörigkeit

Alleinige Gesellschafterin ist die Propstey-Kellerei GmbH & Co. KG, Trier. Die Gesellschaft ist in keinen Konzernabschluss einzubeziehen.

Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nicht ergeben.

Ergebnisverwendung

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf die neue Rechnung vorzutragen.

 

Trier, den 02.07.2024

Geschäftsführung

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 515.510,10 57.360,84 0,00 0,00 572.870,94
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 515.510,10 57.360,84 0,00 0,00 572.870,94
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 467.800,86 0,00 0,00 0,00 467.800,86
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.632.498,21 919.218,84 49.760,90 0,00 2.501.956,15
Summe Sachanlagen 2.100.299,07 919.218,84 49.760,90 0,00 2.969.757,01
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 645.000,00 0,00 0,00 0,00 645.000,00
2. Beteiligungen 80.697,00 0,00 0,00 0,00 80.697,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 7.914.623,57 1.000.000,00 0,00 0,00 8.914.623,57
Summe Finanzanlagen 8.640.320,57 1.000.000,00 0,00 0,00 9.640.320,57
Summe Anlagevermögen 11.256.129,74 1.976.579,68 49.760,90 0,00 13.182.948,52
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 307.768,10 97.730,84 0,00 0,00 405.498,94
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 307.768,10 97.730,84 0,00 0,00 405.498,94
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 241.215,86 28.365,00 0,00 0,00 269.580,86
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.378.069,21 217.943,84 49.760,90 0,00 1.546.252,15
Summe Sachanlagen 1.619.285,07 246.308,84 49.760,90 0,00 1.815.833,01
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 88.000,00 0,00 0,00 0,00 88.000,00
Summe Finanzanlagen 88.000,00 0,00 0,00 0,00 88.000,00
Summe Anlagevermögen 2.015.053,17 344.039,68 49.760,90 0,00 2.309.331,95
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 167.372,00 207.742,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 167.372,00 207.742,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 198.220,00 226.585,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 955.704,00 254.429,00
Summe Sachanlagen 0,00 1.153.924,00 481.014,00
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 645.000,00 645.000,00
2. Beteiligungen 0,00 80.697,00 80.697,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 8.826.623,57 7.826.623,57
Summe Finanzanlagen 0,00 9.552.320,57 8.552.320,57
Summe Anlagevermögen 0,00 10.873.616,57 9.241.076,57

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die VINCO IMPORT GmbH, Trier

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagerbericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VINCO IMPORT GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VINCO IMPORT GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.

Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebricht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Trier, 3. Juli 2024

Dr. Widdau GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ralf Adams, Wirtschaftsprüfer

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