Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 86108
Eingetragen
8.12.1988
Branche
Herstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von Maschinen für die Verarbeitung von Kunststoffen und KautschukHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Herstellung und der Vertrieb von Maschinen für die plastikverarbeitende Industrie sowie die Herstellung und der Vertrieb von Industrierobotern

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nicola Piovan
seit 6.6.2003
Geschäftsführer
Stefan Viehweg
seit 29.10.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Piovan S.p.A.ITA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

PIOVAN HOLDING s.r.l.
Italy
200000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PIOVAN GmbH

Garching

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

PIOVAN GmbH Garching bei München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach der Überwindung der Pandemie bedingt durch die globale Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus konnte die Bevölkerung im Jahr 2023 wieder zur Normalität zurückkehren. Leider bestanden für die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin keine guten Rahmenbedingungen. Insbesondere die hohe Inflation bedingt durch die Störung der Lieferketten, die Erhöhung der Energiekosten als Folge der Sanktionen gegen Russland wegen des Ukraine Krieges und die generelle Unsicherheit auf dem Automobilmarkt verhinderten das erwartete Wirtschaftswachstum in Deutschland.

Der ifo Geschäftsklimaindex sank nach einem Wert von 88,6 Punkten zum Jahresbeginn 2023 und einem Anstieg auf über 90 Punkte zur Jahresmitte 2023 wieder auf einen Wert von 86,4 Punkten zum Jahresende 2023. Die Unternehmer beurteilten Ihre Lage zum Jahresende 2023 mit einem Wert von 88,5 Punkten - nach einem Wert von 94,2 zum Jahresbeginn 2023. Die Erwartungen an die Zukunft wurden mit 84,3 Punkten ähnlich negativ wie zum Jahresbeginn 2023 (83,8 Punkte) bewertet.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum -0,1%.

Nach dem starken Rückgang der privaten Konsumausgaben im Winterhalbjahr 2022/2023 erholten sich diese im Laufe des Jahres 2023 etwas. Gleichzeitig sank die Inflationsrate. Die Investitionen gingen im Vorjahresvergleich dagegen deutlich zurück: Eine verhaltene Auslandsnachfrage, anhaltende geopolitische Spannungen und hohe Energiepreise machten sich besonders im schwächeren Warenhandel bemerkbar.

Die Kunststoffverarbeitende Industrie ist mit einem Jahresumsatz von EUR 72,5 Mrd. (-6% im Vergleich zum Vorjahr) und mit 319.264 Beschäftigten (-2,2% im Vergleich zum Vorjahr) in fast 3.000 Betrieben (-0,05% im Vergleich zum Vorjahr) im Jahr 2023 wieder einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige in Deutschland gewesen. Dabei nahm der Umsatz der kunststoffverarbeitenden Industrie in allen wesentlichen Branchen (Verpackung, Bau, technische Teile, Konsumprodukte) nach der Erholung im Jahr 2022 wieder fast zweistellig ab, lediglich der Bereich Technische Teile konnte sich mit einem Plus von 1,7 % behaupten. Bemerkenswert ist, dass der Umsatz der deutschen Kunststoffverarbeiter im Inland im Jahr 2023 um 9,4% sank, während er im Ausland nur um 0,3% abnahm. Dies zeigt die erheblichen Standortnachteile für deutsche Unternehmensstandorte und die Herausforderung, der sich die Piovan GmbH als für den deutschen Markt zuständiges Unternehmen der Piovan Gruppe im Jahr 2023 stellen musste.

2. Grundlagen der Gesellschaft

Die Piovan GmbH ist im Vertrieb und der Herstellung von Peripheriegeräten, technischen Lösungen und Serviceleistungen in der Kunststoffindustrie tätig. Zudem vertreibt die Gesellschaft im Rahmen von Großprojekten Anlagegüter für den Kunststoffbereich und die Nahrungsmittelindustrie.

Piovan GmbH hat den Sitz in Garching, Deutschland. Die Gesellschaft verkauft ihre Produkte im Wesentlichen auf dem deutschen und dem Schweizer Markt. Einzelne Projekte werden durch die Piovan GmbH auch weltweit realisiert.

Der Markt für Dienst- und Serviceleistungen in der Kunststoffindustrie ist nach Einschätzung der Geschäftsführung weiterhin von einem starken Wettbewerb geprägt. Nach Einschätzung der Geschäftsführung sind die Motan Colortronic GmbH sowie die Unternehmen Kawata und Matsui in Asien relevante Wettbewerber für die Piovan Gruppe und damit abgeleitet auch für die Gesellschaft. Durch die Übernahme der IPEG Gruppe Anfang 2022 hat die Piovan Gruppe durch die damit verbundene Übernahme der Gesellschaften Conair, Pelletron, Thermal Care und Republic Machinery speziell auf dem amerikanischen Kontinent eine herausragende Stellung. Im deutschen Markt gibt es auch nationale Konkurrenten wie z.B. die Werner Koch Maschinentechnik GmbH und die Wittmann Technology GmbH. Der Marktanteil der Piovan Gruppe beträgt dabei weltweit nach Analysen der Konzernleitung unter 10%.

3. Steuerungsgrößen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Unternehmen wird primär über den finanziellen Leistungsindikator Rohergebnis gesteuert. Finanzielle Leistungsindikatoren der Vermögens- und Finanzlage bestehen nicht, da das Finanz- und Vermögensmanagement zentral im Konzernverbund erfolgt. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden nicht verwendet.

4. Forschung und Entwicklung

Bedingt durch die Aufgabenstellung der Gesellschaft innerhalb der Unternehmensgruppe sind keine Funktionen im Bereich der Forschung und Entwicklung vorhanden.

5. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Vermögenslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Bilanzsumme um TEUR 368 auf insgesamt TEUR 9.217 gestiegen (+4,16 %). Der Grund für die gestiegene Bilanzsumme liegt im Wesentlichen in der Zunahme des Kassenbestandes/Guthaben bei Kreditinstituten (+TEUR 921), der teilweise durch den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR -878) kompensiert wurde.

Die Zunahme des Vorratsvermögens resultiert aus dem Anstieg des Bestandes an fertigen Erzeugnissen und Leistungen im Lager der Piovan GmbH in Garching (+TEUR 69) sowie aus dem Anstieg der unfertigen Erzeugnisse (+TEUR 105) und dem Anstieg an geleisteten Anzahlungen (+TEUR 96).

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 42 gestiegen.

Auf der Passivseite ist ein Rückgang der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um TEUR 188 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 2.194) zu verzeichnen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 191 auf TEUR 711 gesunken.

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist bei einem unveränderten gezeichneten Kapital sowie unter Berücksichtigung des in 2023 erzielten Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 1.011 bei einer Ausschüttung an die Muttergesellschaft von TEUR 500 auf insgesamt TEUR 4.403 (Vorjahr: TEUR 3.892) gestiegen.

Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im Jahr 2023 auf TEUR 1.472 (Vj. TEUR 643).

Der positive Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ist auf die Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR -878) und eine Erhöhung der Rückstellungen (+TEUR 232) im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen.

Dieser positive Effekt auf den Cashflow wird nur teilweise durch die Erhöhung der Vorräte und der geleisteten Anzahlungen (+TEUR 270) sowie die Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR -222) verringert.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist negativ und beträgt TEUR -44; der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist ebenfalls negativ mit TEUR -523, was auf die unterjährige Ausschüttung der Dividende in Höhe von TEUR 500 zurückzuführen ist.

Die Finanzierung des Unternehmens erfolgt überwiegend aus eigenen Mitteln sowie durch kurzfristige Finanzierungen in Form von durch die Muttergesellschaft gewährte Lieferantenkredite.

Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich das Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.171 auf TEUR 5.615 (Vorjahr: TEUR 4.444) erhöht. Dies entspricht einer Erhöhung um 26,4 % gegenüber dem Vorjahr. Das Rohergebnis setzt sich zusammen aus den Umsatzerlösen, Bestandveränderungen und sonstigen betrieblichen Erträgen abzüglich des Materialaufwandes.

Bedingt durch diverse Großaufträge und die verstärkte Zusammenarbeit mit wichtigen, weltweit tätigen OEM Kunden konnte der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 31 % gesteigert werden.

Die mit EUR 22 Millionen geplanten Umsatzerlöse konnten somit im Geschäftsjahr EUR 23 Millionen übertroffen werden. Die Steigerung des Rohergebnisses ist im Wesentlichen auf den im Vergleich zur Planung höheren Gesamtumsatz des Unternehmens im Jahr 2023 zurückzuführen. Die im Rohergebnis enthaltenen Materialaufwendungen sind zwar von TEUR 12.057 auf TEUR 17.847 gestiegen. Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen im Rahmen von Projekten ist gleichzeitig nur um TEUR 174 gestiegen. Die gestiegenen Materialaufwendungen wurden für den erhöhten Umsatz verwendet.

Die Abschreibungen sind auf insgesamt TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 57) leicht gestiegen, wobei die Abschreibungen auf das Anlagevermögen nur im Bereich Sachanlagen leicht gestiegen sind.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 236 gestiegen. Dies begründet sich durch die Teilnahme an der Messe "Fakuma 2023", deren Kosten in Höhe von TEUR 70 von der Piovan GmbH getragen wurden, die auf Grund des höheren Umsatzes gestiegenen Verkaufsprovisionen (+TEUR 77) und die Weiterbelastung von Kosten für zentrale Dienstleitungen innerhalb der Piovan Gruppe (+TEUR 92).

Die Personalaufwendungen sind im Berichtsjahr auf Grund von Neueinstellungen und Gehaltsanpassungen bei einer im Durchschnitt des Berichtsjahres gestiegenen Mitarbeiterzahl auf 34 (Vorjahr: 32) um TEUR 364 auf TEUR 2.980 (Vorjahr: TEUR 2.617) gestiegen.

Aufgrund der beschriebenen Entwicklungen der Ertragslage konnte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von TEUR 1.011 erwirtschaften, was einer Steigerung um TEUR 387 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 624) entspricht. Somit wurde das Ziel der Geschäftsführung bezogen auf den Jahresüberschuss vor Steuern für 2023 von TEUR 1.395 genau erreicht.

Zusammenfassung

Die Umsatzerlöse und das Rohergebnis sind auf Grund der Auftragsstruktur im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Die für 2023 bestehenden Planziele bezogen auf den Umsatz konnten übertroffen werden, die Ziele bezogen auf den Jahresüberschuss vor Steuern (EBT) wurden erreicht. Unter Berücksichtigung der Kostenstruktur für die im Jahr 2023 abgeschlossenen Großprojekte und das gestiegene margenschwache OEM Geschäft konnte eine weitere Steigerung des Rohergebnisses nicht erwartet werden. Die Geschäftsführung ist mit den erreichten Ergebnissen zufrieden.

6. Risikoberichtserstattung

Risikomanagement

Sämtliche Gesellschaften des Piovan-Konzerns sind in ein intensives Reportingsystem eingegliedert, welches die Früherkennung von Risiken und möglichen Fehlentwicklungen unterstützt.

Zur Überwachung und Steuerung von Risiken des operativen Geschäfts untersucht die Gesellschaft regelmäßig (mindestens jedoch quartalsweise) die Abweichungen von den Budgets. Halbjährlich werden die Abschlüsse auf Konzernebene durch ein renommiertes Unternehmen geprüft.

Zur Überwachung konjunktureller Entwicklungen finden laufende Abstimmungen mit der Konzernebene statt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Forderungsausfallrisiko wird durch die systematische Analyse der Kreditwürdigkeit der Kunden bzw. durch ein konsequentes Mahnwesen eingegrenzt. Eventuelle Zahlungsausfallrisiken werden mittels Vorauszahlungsanforderungen entgegengewirkt. Insoweit wird das Forderungsausfallrisiko als gering eingestuft.

Fremdwährungsrisiken bestehen für die Gesellschaft nicht, da keine Fremdwährungstransaktionen getätigt werden. Sowohl auf der Vertriebsseite als auch auf der Beschaffungsseite wird nur in Ausnahmefällen nicht in EUR fakturiert bzw. abgerechnet.

Da die Gesellschaft keine Darlehen oder langfristige Verbindlichkeiten aufgenommen hat, werden Zinsrisiken als gering eingestuft.

Derivative Finanzinstrumente werden bei der Piovan Gesellschaft nicht eingesetzt, insofern besteht hier kein Risiko für die Gesellschaft.

Operative Risiken

Für die Risikobeurteilung der Geschäftstätigkeit sind folgende Faktoren von Bedeutung, dabei erfolgt die Bewertung der Risiken je nach Einschätzung über die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Risikoausmaß.

Absatzrisiko

Allgemein unterliegen die Märkte einem starken Wettbewerb, dem die Gesellschaft mit markt- und bedarfsgerechten Produkten und Dienstleistungen begegnen muss. Die Konkurrenzsituation mit international agierenden Anbietern hat dazu geführt, dass die Piovan GmbH sich weiterhin mit einem hohen Preisdruck auseinandersetzen muss.

Im Jahr 2023 konnten aus dem Automotive Bereich wieder zufriedenstellende Auftragseingänge in Höhe von ca. EUR 4,6 Millionen erzielt werden (+10% im Vergleich zum Vorjahr). Gleichzeitig konnte die Piovan GmbH ihre Auftragseingänge aus dem Bereich der Folien- und Verpackungsindustrie durch die Zusammenarbeit mit den führenden Anlagenbauern aus diesem Bereich im Vergleich zum Jahr 2022 um 17% auf einen Wert von EUR 6,8 Millionen im Jahr 2023 steigern. Damit hat der Bereich der Folien- und Verpackungsindustrie den Automotive Bereich bei der Piovan GmbH als wichtigsten Umsatzträger abgelöst.

Vor allem die Risiken des Preisdrucks seitens der Kunden werden von der Gesellschaft nach dem Abklingen der Versorgungsengpässe als Folge der Corona-Pandemie - bezogen auf den zukünftigen Absatz, d.h. noch nicht kontrahierte und damit erst zukünftig zu realisierende Aufträge - insgesamt als sehr hoch (Vorjahr: sehr hoch) eingeschätzt.

Die Gesellschaft begegnet den Absatzrisiken durch die Ausweitung des Kundenportfolios in Bezug auf die Branchenzusammensetzung des Kundenstammes (Automobil-, Extrusions-, Medizin- und Pharmaindustrie, Maschinenherstellern). Im Jahr 2023 wurden speziell Aufträge aus dem Faser-, Folien-, Medizin- und Tiefziehbereich erzielt, die zusammen mit der Erholung im Automobilbereich zur deutlichen Steigerung des Auftragseinganges im Vergleich zu den Vorjahren führte. Die Gesellschaft setzt diese Aktivitäten in Bezug auf die Veränderung der Branchenzusammensetzung des Kundenstammes auch in 2024 fort, was im ersten HJ.

2024 zu einer erfreulichen Konsolidierung des Auftragseinganges auch bei schwächer werdenden lokalen Märkten führt.

In der Gruppe werden Anstrengungen unternommen speziell die Bereiche "Food" und "Recycling" zukünftig stärker zu forcieren. In diesem Bereich wird sich auch die Piovan GmbH in den nächsten Jahren entsprechend aufstellen.

Beschaffungsrisiken

Die Piovan GmbH bezieht den wesentlichen Anteil ihrer Produkte von der Muttergesellschaft - Piovan S.p.A. in Italien. Die Gesellschaft ist damit zwar im Wesentlichen von einem einzigen Lieferanten abhängig, bei diesem handelt es sich jedoch um die Konzernmuttergesellschaft.

Als Folge des Krieges in der Ukraine sowie der immer noch bestehenden Lieferengpässe speziell im Elektronikbereich sind die Beschaffungspreisrisiken für die Piovan S.p.A. als hoch zu bewerten. Die deutlich gestiegenen Beschaffungspreise werden von der Muttergesellschaft auch an die Tochtergesellschaften und damit auch an die Piovan GmbH weitergegeben, was zum einen zu einem Rückgang der Marge sowie zum anderen - bei Weitergabe der Preissteigerungen an die Kunden - zur Rücknahme der Investitionsentscheidungen durch die Kunden führen kann.

Personalrisiko

Für das neue Geschäftsjahr sieht die Gesellschaft wegen einer vorausschauenden Personalplanung in Form eines vorsichtigen Aufbaus des Personalbestands weiterhin keine wesentlichen Risiken in diesem Bereich.

Gewährleistungs- und Haftungsrisiken

Risiken aus der Gewährleistung oder aus Haftungsverhältnissen werden von der Piovan GmbH als mittelhoch (Vorjahr: mittelhoch) eingestuft. Die sich hieraus ergebenden Risiken werden mittels Einzelfallbetrachtung vom Management überwacht. Ergeben sich aus Gewährleistungsfällen Notwendigkeiten zur technischen Anpassung der Produkte seitens der Piovan GmbH, so werden diese in Abstimmung mit dem Konzern umgesetzt.

Rechtliche Risiken

Risiken bestehen im Wesentlichen aufgrund der Teilnahme am allgemeinen Wirtschaftsverkehr und ergeben sich im Steuer- und Arbeitsrecht. Risiken durch die von der EU veranlassten Kunststoffverordnungen für die Gesellschaft sind als gering zu erachten, da nur ein geringer Anteil der Kunden den von EU-Verordnungen betroffenen Tätigkeitsbereichen zuzuordnen ist.

Die auf Grund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine erlassenen Subventionen treffen die Gesellschaft höchstens indirekt, da die Piovan GmbH keine direkten Geschäfte mit russischen Kunden tätigt. Lediglich die Tatsache, dass die OEM-Kunden der Piovan GmbH aus dem Bereich des Kunststoffanlagenbaus keine Projekte mehr in Russland realisieren können, führte zu einem leichten Rückgang der Einkaufsaktivitäten von diesen Anlagenbauern. Die Piovan GmbH befolgt die Sanktionen strikt in Zusammenarbeit mit der Trade Compliance Procedure der italienischen Muttergesellschaft.

Zusammenfassung der Risikolage

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die Einzelrisiken stellen aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung des Unternehmens dar.

7. Chancen und Ausblick

Die wesentlichen Chancen der Gesellschaft sieht die Geschäftsführung in der breiten Aufstellung bezogen auf die Kundenstruktur in verschiedenen Industriebereichen (Automotive, Medizin, Folie, Verpackung etc.) sowie in deren weiterer Ausdehnung. Zudem bietet die stärkere Fokussierung der Produktion auf die Circular Economy (Kreislaufwirtschaft) aufgrund der dabei notwendigen Investitionen der Kunststoffverarbeitenden Unternehmen weitere Chancen für die Gesellschaft.

Die Piovan-Gruppe hat sich in den letzten Jahren im Bereich der Peripherietechnik für kunststoffverarbeitende Maschinen speziell bei den weltweit operierenden Unternehmen in der Kunststoffbranche einen guten Namen erarbeitet und mit vielen Unternehmen speziell im Bereich der Kunststoffmaschinenhersteller und -Anlagenbauer eine gute Zusammenarbeit erreicht. Dies eröffnet für die Piovan GmbH Chancen auf eine weitere Ausweitung der geschäftlichen Aktivitäten. Speziell im Foliensektor konnten durch die Zusammenarbeit mit den in diesem Markt tätigen OEMs diverse Großprojekte akquiriert und umgesetzt werden. Der für die Piovan GmbH wichtige Automobilsektor zeigte bis zum Jahresende 2023 Anzeichen von Erholung, neue Projekte konnten akquiriert werden. Durch die Zusammenarbeit mit einem führenden Unternehmen aus dem Medizinsektor rechnen wir mit weiteren Aufträgen aus diesem Bereich auch im Jahr 2024.

Die Piovan GmbH hat den Vertrieb der zur Piovan Gruppe gehörenden Doteco-Produkte im Bereich Folien- und Faserextrusion auf dem deutschen Markt durch die Anstellung eines speziell dafür geschulten Mitarbeiters seit Anfang 2023 übernommen. Als erster Erfolg konnte die Zusammenarbeit mit einem der führenden deutschen Anlagenbauer aus dem Folienbereich gestartet werden.

Die Auftragssituation ist für die Piovan GmbH im Jahr 2024 trotz der konjunkturellen herausfordernden Gesamtsituation, die auch vor der Kunststoffindustrie nicht Halt gemacht hat, durch die breite Ausrichtung auf verschiedene Branchen und die Zusammenarbeit mit den führenden Maschinen- und Anlagenbauern der Kunststoffindustrie weiterhin sehr solide. Der Auftragsbestand zum Jahresende 2023 liegt im Vergleich zum Vorjahr um 36% höher (EUR 18,9 Millionen vs. EUR 13,9 Millionen) auf einem für die Gesellschaft aus Sicht der Geschäftsführung sehr gutem Niveau und dient als wesentliche Grundlage unserer Planung für das Geschäftsjahres 2024.

Basierend auf dem Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 sowie unter Berücksichtigung des Auftragseingangs im laufenden Geschäftsjahr 2024 in Höhe von bereits ca. EUR 14,0 Millionen rechnet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatz von rund EUR 27,0 Millionen und einem Jahresüberschuss vor Steuern (EBT) in Höhe von rund. EUR 1,25 Millionen.

Dabei setzt die Geschäftsführung voraus, dass die bisherigen Folgen des Krieges in der Ukraine beherrschbar bleiben und die sich derzeit abzeichnende Investitionszurückhaltung am deutschen Markt nicht von Dauer sein wird. Die bisherigen Ergebnisse des laufenden Geschäftsjahres 2024 bestätigen die Erreichbarkeit der Ziele der Geschäftsführung für 2024.

 

Garching bei München, den 17. Juli 2024

gez. Dott. Nicola Piovan

gez. Dipl. -Ing. Stefan Viehweg

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 540.583,00 564.459,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 647,00 2.119,50
II. Sachanlagen 539.936,00 562.340,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 460.374,00 491.067,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 79.562,00 71.273,00
B. Umlaufvermögen 8.664.434,91 8.283.803,66
I. Vorräte 2.873.528,10 2.603.588,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.006.384,58 4.816.248,09
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 43.800,47 16.913,45
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.962.584,11 4.799.334,64
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.784.522,23 863.967,30
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.666,09 150,00
Aktiva 9.216.684,00 8.848.413,16

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.403.393,97 3.892.195,40
I. Gezeichnetes Kapital 102.258,38 102.258,38
II. Gewinnvortrag 3.289.937,02 3.165.926,82
III. Jahresüberschuss 1.011.198,57 624.010,20
B. Rückstellungen 967.052,47 735.065,34
C. Verbindlichkeiten 3.846.237,56 4.221.152,42
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 28.331,50 11.451,56
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 710.892,16 902.058,38
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.107.013,90 3.307.642,48
Passiva 9.216.684,00 8.848.413,16

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.615.271,76 4.444.155,71
2. Personalaufwand 2.980.490,16 2.616.530,13
a) Löhne und Gehälter 2.549.554,64 2.210.635,66
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 430.935,52 405.894,47
davon für Altersversorgung 8.032,37 7.559,41
3. Abschreibungen 68.379,14 56.657,30
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 68.379,14 56.657,30
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.147.623,37 911.446,08
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 400,86
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.719,89 455,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 26.284,59 6.849,98
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 377.725,16 222.421,36
8. Ergebnis nach Steuern 1.017.489,23 630.705,86
9. sonstige Steuern 6.290,66 6.695,66
10. Jahresüberschuss 1.011.198,57 624.010,20

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die PIOVAN GmbH (im Folgenden auch kurz "Gesellschaft") hat ihren Sitz in Garching und ist beim Amtsgericht München im Handelsregister unter der Registernummer HRB 86108 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff und §§ 264 ff HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Der besseren Lesbarkeit wegen erfolgen die Wertangaben in Tausend Euro (T€).

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierung

Der Jahresabschluss wird unter Beachtung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches erstellt. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

2. Bewertung

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (zwischen 1 und 3 Jahre), bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Gebäude werden gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 33 Jahren abgeschrieben; die beweglichen Anlagegegenständen werden linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwischen 3 und 14 Jahren) abgeschrieben.

Bewegliche Anlagegüter mit einem Anschaffungswert bis € 250 wurden sofort als Aufwand verbucht, solche bis zu einem Anschaffungswert von € 800 wurden aktiviert und im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte nach handelsrechtlichen Vorschriften zu (gegebenenfalls um Abschreibung verminderte) Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert anzusetzen war.

Danach werden die Handelswaren zu gleitenden Durchschnittspreisen angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu den Einzelkosten bewertet. Den im Einzelnen erkennbaren bzw. üblicherweise mit der Führung derartiger Bestände verbundenen Risiken wird durch die Bildung von Abschlägen, die mit der gebotenen kaufmännischen Vorsicht ermittelt wurden, Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,1 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tage darstellen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Bei der Ermittlung der Gewährleistungsrückstellungen wurden Erfahrungswerte berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Soweit Vorgänge auf Fremdwährung lauten, erfolgt die Umrechnung zu dem jeweils tagesaktuellen Devisenkassamittelkurs bzw. mit dem durch Devisentermingeschäfte abgesicherten Kurs, da die Restlaufzeiten weniger als ein Jahr betragen.

III. Angaben zur Bilanz

AKTIVA

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt (Anlagenspiegel). Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt.

2. Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 44 (i.V. T€ 17) beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 25 (i.V. T€ 12) und betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 44 (i.V. T€ 17).

Sämtliche Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

PASSIVA

1. Eigenkapital

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gemäß § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrages. Die Bilanz wird vor Verwendung des Ergebnisses aufgestellt.

Das Gezeichnete Kapital (Stammkapital) in Höhe von T€ 102 ist im Handelsregister mit DEM 200.000,00 ausgewiesen. Eine Umwandlung in EURO erfolgte bisher nicht.

2. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von T€ 481 (i.V. T€ 401), Rückstellungen für pauschale Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von T€ 164 (i.V. T€ 143), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen T€ 124 (i.V. T€ 0), sowie Rückstellungen für ausstehende Kundenboni und Provisionen in Höhe von T€ 47 (i.V. T€ 16).

3. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeitspositionen gliedern sich wie folgt:

Betrag Restlaufzeit durch Grund-
T€ über 1 Jahr
T€
bis zu 1 Jahr
T€
Pfandrechte gesichert
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 28 0 28 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 711 0 711 0
- davon gegen Gesellschafter 469 0 469 0
- davon aus Lieferungen und Leistungen 711 0 711 0
Sonstige 3.106 0 3.106 0

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus einem langfristig abgeschlossenen Vertrag über Erbbaurecht und diversen KFZ-Leasingverträgen beträgt T€ 1.069. Davon ist innerhalb der nächsten 12 Monate ein Betrag von T€ 107 fällig.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

V. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hat im Jahresdurchschnitt 34 Mitarbeiter (i.V. 31) und eine Aushilfe beschäftigt, davon sind 9 im Vertrieb und 10 im technischen Kundendienst.

2. Mitglieder der Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt:

a. Dott. Nicola Piovan, Vorsitzender des Verwaltungsrats der PIOVAN S.p.A.

b. Dipl.-Ing. Stefan Viehweg, Geschäftsführer

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Konzernabschluss

Die PIOVAN S.p.A., die 100%ige Gesellschafterin der PIOVAN GmbH, stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von einbezogenen Unternehmen auf, da die Muttergesellschaft börsennotiert ist. Die Piovan GmbH ist in den Konzernabschluss entsprechend des für die Muttergesellschaft anwendbaren Rechts einbezogen worden. Der Konzernabschluss wird beim Amtsgericht (Handelsregister) in Venezia delta Lagunare veröffentlicht.

Die Pentafin S.p.A., Santa Maria di Sala/Italien stellt als oberste konzernrechnungslegungspflichtige Muttergesellschaft den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird beim Amtsgericht (Handelsregister) in Venezia veröffentlicht.

4. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, die eine andere Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage erforderlich gemacht hätten, sind nicht erkennbar geworden.

5. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss von € 1.011.198,57 wird mit dem zum 01. Januar 2023 bestehenden Gewinnvortrag in Höhe von € 3.289.937,02 zusammengefasst und sodann in Höhe von € 4.301.135,59 als Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Garching bei München, den 20. März 2024

gez. Dott. Nicola Piovan

gez. Dipl. -Ing. Stefan Viehweg

Anschaffungs-/ Herstellungskosten Euro 01.01.2023 Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 18.488,63 1.942,00 18.488,63
Summe Immaterielle Vermögengegenstände 18.488,63 1.942,00 18.488,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.023.079,30 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 411.690,94 42.591,14 100.148,33
Summe Sachanlagen 1.434.770,24 42.591,14 100.148,33
Summe Anlagevermögen 1.453.258,87 44.533,14 118.636,96
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-/ Herstellungskosten Euro 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.942,00
Summe Immaterielle Vermögengegenstände 0,00 1.942,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.023.079,30
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 354.133,75
Summe Sachanlagen 0,00 1.377.213,05
Summe Anlagevermögen 0,00 1.379.155,05
Kumulierte Abschreibungen Euro 01.01.2023 Abschreibung Geschäftsjahr
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Kumulierte Abschreibungen Euro 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 16.369,13 3.409,50 18.483,63 0,00 1.295,00
Summe Immaterielle Vermögengegenstände 16.369,13 3.409,50 18.483,63 0,00 1.295,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 532.012,30 30.693,00 0,00 0,00 562.705,30
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 340.417,94 34.276,64 100.122,83 0,00 274.571,75
Summe Sachanlagen 872.430,24 64.969,64 100.122,83 0,00 837.277,05
Summe Anlagevermögen 888.799,37 68.379,14 118.606,46 0,00 838.572,05
Zuschreibungen Euro Geschäftsjahr Buchwerte Euro 31.12.2023 Buchwerte Euro 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 647,00 2.119,50
Summe Immaterielle Vermögengegenstände 0,00 647,00 2.119,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 460.374,00 491.067,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 79.562,00 71.273,00
0,00
Summe Sachanlagen 0,00 539.936,00 562.340,00
Summe Anlagevermögen 0,00 540.583,00 564.459,50

sonstige Berichtsbestandteile

Ergebnisverwendungsbeschluss

Protokoll der Gesellschafterversammlung der Piovan GmbH, Garching bei München

[...]

Der Jahresüberschuss in Höhe von € 1.011.198,57 wird auf neue Rechnung vorgetragen, [...]

 

Garching bei München, den 13.11..2024

PIOVAN S.p.A.

gez. Nicola Piovan

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PIOVAN GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PIOVAN GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PIOVAN GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Verwendungsbeschränkung

Wir erteilen den Vermerk auf Grundlage unserer mit der Gesellschaft geschlossenen Auftragsvereinbarung (einschließlich der Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 01. Januar 2017 des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V.). Wir weisen darauf hin, dass die Prüfung für Zwecke der Gesellschaft durchgeführt und der Vermerk nur zur Information der Gesellschaft über das Ergebnis der Prüfung bestimmt ist. Folglich ist er möglicherweise für einen anderen als den vorgenannten Zweck nicht geeignet. Somit ist der Vermerk nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-)Entscheidungen treffen. Unsere Verantwortung besteht allein der Gesellschaft gegenüber. Dritten gegenüber übernehmen wir dagegen keine Verantwortung. Unser Prüfungsurteil ist in dieser Hinsicht nicht modifiziert.

 

München, 11. September 2024

Zürner & Collegen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christoph Zürner, Wirtschaftsprüfer

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