Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 130744
Eingetragen
2.12.2010
Branche
Public-Relations-BeratungBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten von Werbeagenturen
Gegenstand
Die Planung, Gestaltung und Durchführung von Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations) für Wirtschaftsunternehmen, Verbände und sonstige Institutionen oder Organisationen bzw. Einzelpersonen und die Ausführung aller Geschäfte, die in diesem Zusammenhang erforderlich sind, einschließlich Herstellung und Vertrieb gedruckter und elektronischer Medien. Gegenstand ist weiterhin die Beteiligung an und die Übernahme der Geschäftsführung anderer Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Publicis Groupe Holdings B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
55.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MSLGroup Germany GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

MSLGROUP Germany GmbH, Berlin

Die MSLGROUP Germany GmbH (nachfolgend "MSL") ist eine der führenden Public Relationsagenturen in Deutschland. Die Gesellschaft ist in Deutschland an den Standorten Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, München und Hamburg vertreten.

MSL berät, gibt Ideen und hilft Kundinnen und Kunden und stärkt ihren Einfluss bei relevanten Zielgruppen, Medien und Mittelspersonen.

Dafür schöpft MSL aus Daten Erkenntnisse und Empathie für attraktive Inhalte, produktive Interaktionen und nachhaltige Ergebnisse: durch Lobbying, PR-Kampagnen, Social Engagement und Influencer Marketing. Zu unseren Kundinnen und Kunden zählen Global Player und DAX 30-Unternehmen genauso wie der deutsche Mittelstand, NGOs und Start-ups.

Rechtliche Struktur

Die MSLGROUP Germany GmbH hat Ihren Sitz in Berlin und ist dort beim Amtsgericht Charlottenburg unter HRB 130744 B seit dem 2. Dezember 2010 eingetragen.

Unser Unternehmen gehört seit der Gründung 2010 zur PUBLICIS-Gruppe, die weltweit integrierte Kommunikation anbietet; der Sitz der zentralen Geschäftsleitung ist Paris/ Frankreich. Die globalen Aktivitäten außerhalb Frankreichs sind seit 1999 in der PUBLICIS GROUPE HOLDINGS B.V. Amsterdam/ Niederlande, gebündelt; Konzernmutter ist die PUBLICIS GROUPE S.A., Paris/ Frankreich (Publicis Groupe).

Wirtschaftsbericht

Das deutsche BIP schrumpfte im Jahr 2023 um 0,3% und im Jahr 2024 erwartet der Sachverständigenrat ein Wachstum um 0,7%. Dies ist weniger als im Durchschnitt der 2010er-Jahre. Die Inflation dürfte von 6,1% auf 2,6% im Jahr 2024 zurückgehen. Im Berichtsjahr 2024 befindet sich die deutsche Volkswirtschaft weiterhin in der Stagnation, die seit Beginn der Pandemie- und Krisenjahre ab dem Jahr 2020 anhält. (1)

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2024 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,2 % niedriger als im Vorjahr. (2) Das Bruttoinlandsprodukt ist somit in den vergangenen fünf Jahren lediglich real um insgesamt 0,1 % gewachsen. Im Jahr 2025 erwartet der Sachverständigenrat ein geringfügiges Wachstum von 0,4 %. Die Kerninflation dürfte 3,0 % im Jahr 2024 und 2,6 % im Jahr 2025 betragen. (2)

Im kommenden Jahr ist mit geringem Wachstum zu rechnen. Die Kapazitätsauslastung und die Arbeitsproduktivität sind zurückgegangen. Hohe Energiekosten, ein nach wie vor erhöhtes Zinsniveau und die zunehmende Konkurrenz für die deutsche Exportwirtschaft auf wichtigen Absatzmärkten sind hierfür die Hauptgründe. Deutschland dürfte dementsprechend auch weiterhin deutlich hinter den anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften zurückbleiben. (2)

In diesem konjunkturellen Umfeld ist das Ergebnis der MSLGROUP Germany GmbH zu bewerten.

Aufgrund der Auftragslage und des strikten Kostenmanagement ist das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

(1) Jahresgutachten des Sachverständigenrats

(2) Quelle des Statistischen Bundesamts (DESTATIS)

Ertragslage

Bei den Umsatzerlösen ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr von TEUR 2.871 zu verzeichnen. Sie betragen im Geschäftsjahr 2024 TEUR 24.196 (Vorjahr: TEUR 21.324).

Die Umsatzerlöse haben sich aufgrund von Kundengewinnen, sowie dem Ausbau von Bestandskunden positiv entwickelt und sind um TEUR 2.871 gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr 2024 leicht gestiegen und betragen TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 82). Dieser Anstieg ist im Wesentlichem auf die Auflösungen von nicht benötigten Rückstellungen aus dem Vorjahr zurückzuführen.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind um TEUR 2.488 gestiegen und betragen im Geschäftsjahr 2024 TEUR 8.609 (Vorjahr: TEUR 6.121). In den Leistungen sind branchentypische Aufwendungen für Influencer und Produktionsgesellschaften enthalten. Die bezogenen Leistungen erfolgten im Rahmen der jeweiligen einzelnen Projekte für Kunden.

Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr 2024 um TEUR 195 gesunken und beträgt TEUR 9.009 (Vorjahr: 9.204 TEUR). Die bereits genannten Kundengewinne sowie die zu erwartende stagnierende Marktentwicklung machten Personalanpassungen erforderlich.

Im Geschäftsjahr 2024 wurden durchschnittlich 92 Angestellte beschäftigt (Vorjahr: 98).

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der MMS Germany Holdings GmbH wird das Ergebnis vollständig an die Muttergesellschaft abgeführt.

Das Ergebnis vor Ergebnisabführung beträgt im Geschäftsjahr 2024 TEUR 3.446 und liegt damit TEUR 990 über dem Vorjahresergebnis (Vorjahr: TEUR 2.764). Die positive Entwicklung der Umsatzerlöse bei den Bestandskunden und Neukundengewinne hat sich direkt auf das Jahresergebnis ausgewirkt. Die durchgeführten Maßnahmen zu Kosteneinsparungen haben Auswirkungen auf das laufende sowie auf das folgende Geschäftsjahr. Die Geschäftsentwicklung für das Folgejahr wird stabil bewertet im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 und entspricht der Planungsprognose.

Finanzlage

Die MSLGROUP Germany GmbH ist mit anderen deutschen Gesellschaften der PUBLICIS Gruppe an das Cash-Management-System angeschlossen. In diesem System werden die liquiden Mittel der Gesellschaften zusammengefasst und der Finanzbedarf der einzelnen Gesellschaften zentral gedeckt. Entsprechende Guthaben und Kredite werden verzinst.

Zum Stichtag bestanden Forderungen/Verbindlichkeiten aus dem Cash-Management-System mit der MMS Germany Holdings GmbH in Höhe von TEUR 2.271 (Vorjahr: Forderungen TEUR 1.991). Die Veränderung dieser Position ist auf die der Reduzierung der unfertigen Leistungen sowie auf den gestiegenen Bestand der Forderungen aus Lieferung und Leistungen zurückzuführen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr 2024 um TEUR 1.380 gestiegen und beträgt TEUR 9.262 (Vorjahr: TEUR 7.882).

Die nicht abgerechneten Eigen- und Fremdleistungen sind um TEUR 97 gesunken.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind hauptsächlich aufgrund des Guthabens im Cash-Pool gestiegen.

Innerhalb der Rückstellungen und Verbindlichkeiten ergeben sich Verschiebungen. Die sonstigen Rückstellungen sind um TEUR 235 höher. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 1.152 gestiegen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthält die im Vergleich zum Vorjahr höhere Gewinnabführung für das Jahr 2024.

Die Laufzeiten der angesprochenen Bilanzposten sind ausschließlich kurzfristig.

MITARBEITER

Im Geschäftsjahr 2024 wurden durchschnittlich 92 Angestellte (Vorjahr: 98) beschäftigt. In der Arbeitnehmerzahl sind definitionsgemäß Geschäftsführer und Auszubildende nicht enthalten.

Kontrollsystem

Die Agentur ist in das umfangreiche monatliche Reporting der Publicis Groupe eingebunden. Im Rahmen des monatlichen Reportings werden die wesentlichen Leistungsindikatoren im Vergleich zu den Vorgaben (Soll-Ist-Vergleich) analysiert. Darüber hinaus existiert ein detailliertes internes Kontrollsystem (FMC-Financial Monitoring Controls). Dies wird durch interne Prüfer der Publicis Gruppe überprüft.

Es bestehen fest definierte Informationswege zum Management und in die Firmengruppe. Die Weitergabe von Informationen und die Kommunikation mit den Entscheidungsträgern erfolgt unmittelbar auf digitalem Wege. Der Geschäftsführung der Agentur obliegen die Leistung und die Kontrolle der Gesellschaft.

Forschung und Entwicklung

Es wurden keine nach § 289 Abs. 2 Nr. 3 HGB berichtspflichtigen Aktivitäten im Geschäftsjahr 2024 entfaltet.

CHANCEN UND RISIKEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Das folgende Kapitel enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Diese sind an der Verwendung von Formulierungen mit Wörtern wie "erwarten", "prognostizieren", "beabsichtigen", "planen", "anstreben", "einschätzen" und "werden" zu erkennen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf derzeitigen Erkenntnissen, Einschätzungen und Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken, die im Risikobericht behandelt werden. Mehrere Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereiches der Agentur liegen, beeinflussen den Geschäftsverlauf und dessen Ergebnisse. Sie können dazu führen, dass der tatsächliche von dem für die Zukunft prognostizierten Geschäftsverlauf der Agentur abweicht.

Risiken bestehen hauptsächlich darin, dass Kürzungen von Werbebudgets kurzfristig erfolgen können und negative Auswirkungen auf die Umsätze der Agentur haben.

Unternehmerische Risiken werden nur dann bewusst eingegangen, wenn dadurch der Agenturwert gesteigert werden kann und mögliche Risiken beherrschbar bleiben. Bilanzielle Rückstellungen werden, soweit erforderlich, gebildet.

Gegenwärtig sind uns keine operativen Risiken bekannt und es sind auch keine operativen Risiken zu erwarten, die zur Gefährdung der Agentur oder der gesamten Gruppe führen beziehungsweise die künftige Entwicklung des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen könnten.

Chancen für die Agentur bestehen insbesondere in Bezug auf erfolgreiche New Business Aktivitäten (Gewinnung von profitablem Neugeschäft) sowie durch die Neustrukturierung einzelner Fachbereiche, die der Agentur einen Vorteil im Wettbewerb mit anderen Agenturen verschaffen.

AUSBLICK

Im Allgemeinen ist die wirtschaftliche Entwicklung der Agentur für das Geschäftsjahr 2025 von der weiteren konjunkturellen Entwicklung abhängig. Es wird im Geschäftsjahr 2025 ein Umsatzrückgang von 2 Prozent erwartet.

Die durchgeführte Restrukturierungsmaßnahme sowie die Reduzierung von Aufwendungen ermöglichen nach aktueller Einschätzung eine Steigerung des Ergebnisses von 3 Prozent.

 

Berlin, 25. Juni 2025

Dr. Wigan Salazar

Kirsten Leinert

Frank-Peter Lortz

Bilanz

Aktiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Umlaufvermögen 9.261.700,16 7.881.725,14
I. Vorräte 938.130,90 1.035.031,43
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 938.130,90 1.035.031,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.323.569,26 6.846.693,71
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.491.684,43 4.228.083,90
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.831.884,83 2.588.577,56
3. sonstige Vermögensgegenstände 0,00 30.032,25
Aktiva 9.261.700,16 7.881.725,14

Passiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital 102.000,00 102.000,00
I. Gezeichnetes Kapital 55.000,00 55.000,00
II. Kapitalrücklage 47.000,00 47.000,00
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 2.794.735,43 2.645.129,21
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 333.862,15 418.936,88
2. sonstige Rückstellungen 2.460.873,28 2.226.192,33
C. Verbindlichkeiten 6.364.964,73 5.134.595,93
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 214.955,78 800.269,49
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 214.955,78 800.269,49
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.934.657,15 1.244.125,25
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.934.657,15 1.244.125,25
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.039.979,35 2.888.382,24
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.039.979,35 2.888.382,24
4. sonstige Verbindlichkeiten 175.372,45 201.818,95
davon aus Steuern 128.297,18 180.281,63
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 175.372,45 201.818,95
Passiva 9.261.700,16 7.881.725,14

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2024 - 31.12.2024
EUR
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 24.195.564,34 21.324.165,85
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 6.953,59 -350.732,70
3. sonstige betriebliche Erträge 83.754,71 82.387,93
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 4.045,25 2.600,06
4. Materialaufwand 8.608.883,49 6.120.547,68
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.608.883,49 6.120.547,68
5. Personalaufwand 9.008.861,76 9.203.898,21
a) Löhne und Gehälter 7.890.128,76 8.004.730,01
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.118.733,00 1.199.168,20
davon für Altersversorgung 7.509,51 5.241,44
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.259.536,61 4.088.825,65
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 8.866,57 3.949,98
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 84.104,10 125.313,18
davon aus verbundenen Unternehmen 84.104,10 125.313,18
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.705,00 12.426,00
9. Ergebnis nach Steuern 3.467.482,70 2.456.902,12
10. sonstige Steuern 21.527,89 962,00
11. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 3.445.954,81 2.455.940,12
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

MSLGroup Germany GmbH, Berlin

A. Allgemeine Grundlagen

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Aufbau und Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte entsprechend den gesetzlichen Vorschriften. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Das Geschäftsjahr 2024 der MSLGroup Germany GmbH umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Geschäftstätigkeit aufgestellt.

Die Muttergesellschaft der MSLGroup Germany GmbH, Berlin (im Folgenden kurz: "MSL"), ist die MMS Germany Holdings GmbH, Düsseldorf. Diese hält 100% der Anteile am Stammkapital der MSL. Die MSL ist eine mittelbare Tochtergesellschaft der PUBLICIS Groupe S.A., Paris/ Frankreich, die über ihre Beteiligung an der MMS Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, 100% der Anteile an der MSL hält.

B. Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der MSLGroup Germany GmbH mit Firmensitz in Berlin beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg unter HRB 130744 B eingetragen.

Das Stammkapital der MSL beträgt EUR 55.000.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (maximal 10 Jahre für den Großteil der aktivierten Sachanlagen) abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder, soweit erforderlich, zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die noch nicht abgerechneten Eigenleistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten, Abschreibungen sowie angemessene Teile der Verwaltungsgemeinkosten berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Bewertung erfolgt zu kalkulierten Stundensätzen unter Berücksichtigung des jeweiligen Abarbeitungsstandes des Auftrags.

Als noch nicht abgerechnete Fremdleistungen werden die in Arbeit befindlichen Kundenaufträge ausgewiesen, die ausschließlich weiterberechenbare Fremdrechnungen umfassen.

Im Berichtsjahr 2024 wurde erstmalig die Aufteilung der Vorräte als nicht abgerechnete Eigen- und nicht abgerechnete Fremdleistungen vorgenommen, um sich der konzernweit einheitlichen Darstellung anzupassen.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. der Verkaufspreis bildet die Obergrenze der Bewertung. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Erforderliche Wertberichtigungen wurden vorgenommen.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Method (PUC-Methode) ermittelt. Sowohl in der PUC-Methode als auch im Teilwertverfahren erfolgen die Bewertungen unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Professor Dr. Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz 1,90 % (Vorjahr 1,83%) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Erwartete Rentensteigerungen werden mit 2,00 % (Vorjahr 2,10%) berücksichtigt.

Durch die Änderung des § 253 HGB wurde die Berechnungsbasis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten 7 Jahre auf 10 Jahre erhöht. Der Zinssatz für 7 Jahre beträgt 1,96 % (Vorjahr: 1,75 %).

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR -3 und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Laut BMF-Schreiben vom 23. Dezember 2016 entspricht die Ausschüttungssperre dem Steuer- und dem Handelsrecht. Bei Vorliegen eines Ergebnisabführungsvertrages wird die Ausschüttungssperre nicht berücksichtigt.

Wertpapiergebundene Pensionszusagen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, soweit dieser den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Kongruent rückgedeckte Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich somit ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, sind mit diesem bewertet soweit er den garantierten Mindestbetrag übersteigt. Eine Rückdeckungsversicherung ist als kongruent zu bezeichnen, wenn die aus ihr resultierenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch hinsichtlich der Zeitpunkte mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten deckungsgleich sind. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung).

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 593
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 232
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 259
Verrechnete Erträge 12
Verrechnete Aufwendungen 14

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Als verbundene Unternehmen werden alle anderen Gesellschaften bezeichnet, die in den Konzernabschluss der PUBLICIS Groupe S.A., Paris/ Frankreich, einbezogen werden und alle weiteren Gesellschaften, an denen die PUBLICIS Groupe S.A. direkt bzw. indirekt eine Mehrheitsbeteiligung hält.

D. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Nicht abgerechnete Eigenleistungen und nicht abgerechnete Fremdleistungen

Die unfertigen Leistungen enthalten in diesem Jahr wie bereits im Vorjahr Eigen- und Fremdleistungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Gesellschaft ist an das zentrale Cash-Pooling-System innerhalb des Konzerns mit der MMS Germany Holdings GmbH angeschlossen. Die liquiden Mittel aller Gesellschaften werden zusammengefasst und der Finanzbedarf der einzelnen Gesellschaften zentral gedeckt. Im Rahmen des mit der MMS Germany Holdings GmbH vereinbarten Cash Pooling Vertrages besteht keine gesamtschuldnerische Haftung für eine Inanspruchnahme der Kreditlinien durch ein beteiligtes Unternehmen bzw. für einen auf dem Zielkonto möglicherweise entstehenden Soll-Saldo. Eine Inanspruchnahme der Kreditlinien durch die Gesellschaft lag zum 31. Dezember 2024 nicht vor. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.832 (Vj. TEUR 2.589) bestehen TEUR 2.271 (Vj. TEUR 1.991) im Rahmen dieses Cash-Pooling-Systems und sind Forderungen gegen den Gesellschafter. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 561 (Vj TEUR 598) resultieren - analog zum Vorjahr - im Wesentlichen aus Leistungen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Zum 31.12.2024 bestehen Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 593 (Vj. TEUR 664). Die Rückstellung wurde mit dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 259 saldiert. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR -3 (Vj TEUR 5) und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Sonstige Rückstellungen

Als wesentliche sonstige Rückstellungen wurden Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 1.436 (Vj. TEUR 1.333) ausgewiesen. Weitere Rückstellungen wurden für Urlaub TEUR 105 (Vj. TEUR 67), Boni TEUR 363 (Vj TEUR 384) Jubiläen TEUR 72 (Vj. TEUR 62) sowie Abfindungen TEUR 369 (Vj. TEUR 276) gebildet.

Verbindlichkeiten

Nähere Angaben zur Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der folgenden Übersicht:

Insgesamt 2024
TEUR
davon länger als 1 Jahr
TEUR
Insgesamt 2023
TEUR
davon länger als 1 Jahr
TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 215 0 800 0
Verbindlichkeiten aus Leistungen 1.935 0 1.244 0
Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 4.040 0 2.888 0
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 3.446 0 2.456 0
Sonstige Verbindlichkeiten 175 0 202 0
Gesamt 6.365 0 5.134 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Leistungen TEUR 184 (Vj. TEUR 273) und Umsatzsteuer von TEUR 410 (Vj. TEUR 159). Eine Verbindlichkeit i. H. v. TEUR 3.446 (Vj. TEUR 2.456) resultiert aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 0,1 (Vj. TEUR 0,1) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der MMS Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, ist die Gesellschaft Teil der gewerbe- und körperschaftlichen Organschaft der MMS Germany Holdings GmbH, Düsseldorf. Ein eventueller Körperschaftsteuer- und/ oder Gewerbesteueraufwand fällt grundsätzlich nicht auf Ebene der Gesellschaft an, sondern beim Organträger, MMS Germany Holdings GmbH, Düsseldorf. Daher erfolgt auch kein Ansatz von latenten Steuern im Sinne von § 285 Nr. 29 HGB auf Ebene der Gesellschaft.

Aufgrund der genannten Organschaft und des Ergebnisabführungsvertrages mit der MMS Germany Holdings GmbH, Düsseldorf sind in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag keine Steueraufwendungen oder -erträge enthalten, welche sich aus dem Mindeststeuergesetz oder vergleichbaren ausländischen Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr ergeben.

E. Sonstige Angaben

Die MSL hatte im Geschäftsjahr 2024 folgende Geschäftsführer.

• Dr. Wigan Salazar, Chief Executive Officer, Berlin

• Frank-Peter Lortz, Chief Executive Officer, Korschenbroich

• Kirsten Leinert, Chief Executive Officer, Berlin

Dr. Wigan Salazar und Kirsten Leinert üben ihre Tätigkeit als Geschäftsführer der Gesellschaft hauptberuflich aus.

Frank-Peter Lortz ist neben seiner Tätigkeit für die Gesellschaft hauptberuflich als Chief Executive Officer Publicis Media DACH tätig und bei anderen Unternehmen als Geschäftsführer eingetragen.

Herr Frank-Peter Lortz und Kirsten Leinert sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Geschäftsführer vertraten die Gesellschaft gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem Prokuristen.

Gesamtprokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer hatten im Geschäftsjahr 2024

• Beatrice Seibel, Frankfurt

• Martin Dohmen, Berlin

• Bettina Prange, Hamburg

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der MSL wird über die MMS Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, in den Konzernabschluss der PUBLICIS Groupe S.A., Paris/ Frankreich, die den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist bei der PUBLICIS Groupe S.A., 133 Avenue des Champs-Elysées, 75008 Paris/ Frankreich, erhältlich.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Leasingverträgen bestand am 31. Dezember 2024 eine finanzielle Gesamtverpflichtung in Höhe von TEUR 1.908 (Vorjahr: TEUR 1.767). Die Berechnung erfolgt auf Basis der Vertragslaufzeiten zu Nominalwerten (nicht kapitalisiert), Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und ähnlichen Dauerschuldverhältnissen mit festen Grundmietzeiten (in TEUR):

Geschäftsjahr Gesamt
TEUR
davon gegenüber verbundenen Unternehmen
TEUR
2025 513 512
2026 475 475
2027 273 273
ab 2028 647 647
1.908 1.907

Daneben bestehen keine nicht in der Bilanz ausgewiesenen oder vermerkten finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind.

Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 92 (Vorjahr: 98).

Geschäftsführerbezüge

Auf die Angabe zu den Geschäftsführerbezügen wird gemäß § 286 Abs.4 HGB verzichtet. Die Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 334 (Vj. TEUR 419) wurde in voller Höhe für ehemalige Geschäftsführer gebildet. Hinsichtlich der Angabe der Pensionsauszahlungen ehemaliger Geschäftsführer wird ebenfalls von der Befreiungsvorschrift § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Abschlussprüferhonorare

Die Honorare des Abschlussprüfers betragen TEUR 26 (Vj. TEUR 25) und betreffen ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

F. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine andere Darstellung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft erfordert hätten.

 

Berlin, den 25. Juni 2025

Dr. Wigan Salazar

Kirsten Leinert

Frank-Peter Lortz

Anlage zum Anhang

MSLGroup Germany GmbH, Berlin

Entwicklung des Anlagevermögens 2024

Anschaffungskosten
01.01.2024
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 204.000,00 0,00 0,00 204.000,00
204.000,00 0,00 0,00 204.000,00
II. Sachanlagen
1. Einbauten in gemieteten Gebäuden 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.213,78 0,00 0,00 23.213,78
23.213,78 0,00 0,00 23.213,78
227.213,78 0,00 0,00 227.213,78
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2024
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 204.000,00 0,00 0,00 204.000,00
204.000,00 0,00 0,00 204.000,00
II. Sachanlagen
1. Einbauten in gemieteten Gebäuden 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.213,78 0,00 0,00 23.213,78
23.213,78 0,00 0,00 23.213,78
227.213,78 0,00 0,00 227.213,78
Nettobuchwerte
31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Einbauten in gemieteten Gebäuden 0,00 0,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00
0,00 0,00
0,00 0,00

sonstige Berichtsbestandteile

 

Dr. Wigan Salazar

Kirsten Leinert

Frank-Peter Lortz

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.07.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MSLGroup Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MSLGroup Germany GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MSLGroup Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 4. Juli 2025

EY GmbH & Co. KG
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