Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 514189
Vorher
Penarroya Oxide GmbH
Eingetragen
6.3.1986
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von pyrotechnischen ErzeugnissenHerstellung von Batterien und Akkumulatoren
Gegenstand
die Herstellung, der Vertrieb und der Handel von Bleioxyden und Bleisalzen und daraus herstellbaren Bleiverbindungen. Ferner die Herstellung und der Vertrieb von Anlagen zur Herstellung von Bleioxyden und daraus herstellbaren Bleiverbindungen, insbesondere von Bleisulfaten, Bleikarbonaten, Bleisulfiten, Bleiphosphiten und Bleistearaten, ausgenommen sind anorganische Buntpigmente

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sascha Lauterbach
seit 22.12.2025
Prokura
Raül Moya Rodriguez
seit 22.3.2021
Prokura
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
M**** P************
9.85%
C******* H******
9.01%
J***** G****** H******
6.07%

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Penox Group GmbH
Germany
2.200.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Penox Group GmbH

Eschborn

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Inhalt

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017

INHALT

Konzernbilanz

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Konzernkapitalflussrechnung

Anhang zum Konzernabschluss

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

(in tausend Euro)
VERMÖGENSWERTE Note 31/12/2021 31/12/2020
Immaterielle Vermögenswerte 7 315 370
Sachanlagen 8 30.537 25.511
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 9 217 217
Aktive latente Steuern 16 122 246
Vermögenswerte aus Leistungen an Arbeitnehmer 12 1.148 1.229
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 32.339 27.573
Vorräte 10 4.174 2.821
Geleistete Anzahlungen 19 0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 11 9.647 6.401
Laufende Steueransprüche 94 32
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 13 8.422 6.881
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 22.356 16.135
SUMME AKTIVA 54.695 43.708
(in tausend Euro)
GEZEICHNETES KAPITAL UND RÜCKLAGEN Note 31/12/2021 31/12/2020
Gezeichnetes Kapital 18 8.604 8.604
Kapitalrücklage 489 489
Gewinnrücklagen 9.076 8.954
Periodengewinn 3.170 1.356
Eigenkapital 21.339 19.402
Darlehen und Kredite 14 15.319 11.598
Personalrückstellungen 12 1.611 1.698
Sonstige Rückstellungen 17 174 198
Verbindlichkeiten aus L+L & sonstige Verbindlichkeiten 15 - 202
Latente Steuerschulden 16 3 5
LANGFRISTIGE SCHULDEN 17.106 13.700
Darlehen und Kredite 14 2.800 2.915
Sonstige Rückstellungen 17 47 47
Verbindlichkeiten aus L+L & sonstige Verbindlichkeiten 15 13.292 7.327
Steuerverbindlichkeiten 111 316
KURZFRISTIGE SCHULDEN 16.250 10.605
GESAMT SCHULDEN 33.356 24.305
SUMME PASSIVA 54.695 43.708

Die Anhangangaben auf den Seiten 9 bis 35 stellen einen integralen Bestandteil des Konzernabschlusses dar.

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2021

(in tausend Euro)
Note 2021 2020
Umsatzerlöse 19 84.350 64.368
Sonstige Erlöse - 619 906
Gesamterlöse 84.968 65.273
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Bestandsveränderungen 21 58.214 42.667
Externe Dienstleistungen und sonstige Aufwendungen 22 8.878 7.306
Steuern, Abgaben und ähnliche Aufwendungen 141 141
Personalaufwand 24 10.007 9.398
Abschreibungen 2.802 2.969
Gesamt Betriebskosten 80.042 62.481
BETRIEBSERGEBNIS 4.926 2.792
Zinsen und ähnliche Erträge 17 52
Wechselkursgewinne 726 727
Finanzerträge 743 778
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 462 445
Wechselkursverluste 849 821
Finanzaufwendungen 1.311 1.266
Netto-Finanzaufwendungen (567) (488)
PERIODENERGEBNIS VOR STEUERN 4.359 2.304
Ertragsteueraufwand 26 (1.189) (948)
Periodenergebnis für das Jahr 3.170 1.356

Die Anhangangaben auf den Seiten 9 bis 35 stellen einen integralen Bestandteil des Konzernabschlusses dar.

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

(in tausend Euro)
2021 2020
Periodenergebnis 3.170 1.356
Posten, die künftig nicht aufwands- oder ertragswirksam werden können
Leistungsorientierte versicherungsmathematische Gewinne (Verluste) 0 0
Gesamt 0 0
Posten, die künftig aufwands- oder ertragswirksam werden könnten
Währungsumrechnungsdifferenzen 266 (848)
Gesamt 266 (848)
Sonstiges Ergebnis, nach Steuern 266 (848)
Gesamtergebnis für das Jahr 3.436 508

Die Anhangangaben auf den Seiten 9 bis 35 stellen einen integralen Bestandteil des Konzernabschlusses dar.

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

In tausend Euro Stammkapital Kapitalrücklagen Umrechnungsrücklage Reserven Total Eigenkapital
Stand am 1. Januar 2020 8.604 489 (710) 10.512 18.895
Gesamtergebnis
Periodengewinn - - - 1.356 1.356
Sonstiges Ergebnis - - (848) - (848)
Gesamtergebnis - - (848) 1.356 (848)
Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens - - - - -
Erhöhung des Stammkapitals - - - - -
Dividenden - - - - -
Summe Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens - - - (0) (0)
Stand am Ende der Periode 2020 8.604 489 (1.558) 11.868 19.403
In tausend Euro Stammkapital Kapitalrücklagen Umrechnungsrücklage Reserven Total Eigenkapital
Stand am 1. Januar 2021 8.604 489 (1.558) 11.868 19.403
Gesamtergebnis
Periodengewinn - - - 3.170 3.170
Sonstiges Ergebnis - - 266 0 266
Gesamtergebnis - - 266 3.170 3.436
Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens
Designierte Dividenden - - (750) - (750)
Dividenden - - (750) - (750)
Summe Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens - - (1.500) - (1.500)
Stand am Ende der Periode 2021 8.604 489 (2.792) 15.038 21.339

Die Anhangangaben auf den Seiten 9 bis 35 stellen einen integralen Bestandteil des Konzernabschlusses dar.

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG

(in tausend Euro)
31/12/2021 31/12/2020
CASHFLOW AUS BETRIEBLICHER TÄTIGKEIT
GEWINN 3.170 1.356
Abschreibungen und Wertberichtigungen 2.802 2.969
Nettoveränderung der Rückstellungen und Leistungen an Arbeitnehmer 12 30 (66)
Nettofinanzkosten 567 488
Verluste aus Abgängen von Anlagevermögen 29 37
Steueraufwand 26 1.189 948
Gezahlte Steuer vom Einkommen und Ertrag (1.107) (734)
Operative Veränderungen 193 (289)
Veränderung der Vorräte 10 (1.353) 148
Veränderung der Forderungen 11 (2.461) 949
Veränderung der Verbindlichkeiten 15 4.007 (1.385)
Nicht operative Veränderungen 5 203
CASH GENERIERT VON BETRIEBLICHEN AKTIVITÄTEN 6.879 4.912
CASH FLOW AUS INVESTITIONSAKTIVITÄTEN
Erhaltene Zinsen 3 36
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten 7 (17) (31)
Erwerb von Sachanlagen 8 (1.783) (1.358)
Erwerb von sonstigen finanziellen Vermögenswerten 9 (7) -
Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen 47 6
Erlöse aus dem Verkauf von Finanzanlagen 9 -
NETTO CASH FLOW AUS INVESTITIONSAKITVITÄTEN (1.748) (1.346)
CASH FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
Gezahlte Dividenden (750) -
Zahlungen für Leasing (IFRS 16) (883) (1.028)
Gezahlte Zinsen (255) (169)
Mittelzufluss aus der Erhöhung der Finanzschulden 14 502 804
Mittelabfluss aus der Abnahme der Finanzschulden 14 (2.204) (2.413)
NETTO CASH FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT (3.589) (2.806)
VERÄNDERUNGEN ANFANGS- VS. ENDBESTAND 1.542 760
Wechselkursänderungen - (1)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Periodenbeginn 6.881 6.122
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Periodenende 8.422 6.881
ÄNDERUNGEN NET-CASH POSITIONEN 1.541 760

Die Anhangangaben auf den Seiten 9 bis 35 stellen einen integralen Bestandteil des Konzernabschlusses dar.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

1 BERICHTENDES UNTERNEHMEN

Die Penox Group GmbH (die "Gesellschaft") hat ihren Sitz in Deutschland. Der Firmensitz befindet sich in der Düsseldorfer Straße 13, 65760 Eschborn.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister der Stadt Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 104048 registriert.

Der Konzernabschluss der Gesellschaft für den zum 31. Dezember 2021 endenden Berichtszeitraum umfasst die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften (zusammen als "Konzern" oder "PENOX" und einzeln als "Konzerngesellschaften" bezeichnet).

Der Konzern ist in erster Linie an der Herstellung von Metalloxiden und dem Handel und der Herstellung von Industrieanlagen beteiligt.

Die nachfolgend festgelegten Bilanzierungsgrundsätze sind, sofern nichts anders berichtet, durchgehend in allen Perioden angewandt, die in diesem Konzernabschluss dargestellt sind.

2 GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt sowie die ergänzenden Angaben gemäß § 315 e Abs. 1 HGB.

Der Konzernabschluss nach IFRS wurde zur Veröffentlichung durch die Geschäftsführung am 22. März 2022 genehmigt.

Einzelheiten zu den Rechnungslegungsmethoden finden sich in Anhangangabe 5.

3 FUNKTIONALE UND DARSTELLUNGSWÄHRUNG

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, der Darstellungswährung des Unternehmens. Die Werte aus Tochterunternehmen, deren Bilanzen in einer anderen funktionalen Währung als Euro aufgestellt werden, werden nach der modifizierten Stichtagsmethode umgerechnet. Alle Beträge sind auf den nächsten Tausender gerundet, sofern nichts anderes angegeben ist.

4 VERWENDUNG VON ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit IFRS erfordert Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und die ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Schätzungen und Annahmen werden laufend überprüft. Änderungen von Schätzungen werden in der Periode erfasst, in der die Schätzungen überarbeitet wurden und in den künftigen betroffenen Perioden.

Entscheidungen des Managements, in der Anwendung dieser Bilanzierungsgrundsätze, die wesentlichen Einfluss auf die im Konzernabschluss erfassten Beträge haben und Schätzungen mit einem erheblichen Risiko umfassen die Bilanzierung für Leasing nach IFRS 16 (insbesondere bezogen auf den Grenzfremdkapitalzins und die Berücksichtigung von Verlängerungsoptionen). Darüber hinaus umfassen Schätzungen die Bewertung der Vorräte, Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sowie der Rückstellungen und sind im Abschluss unter Anhangangaben 5, 8, 10, 11 und 17 dargelegt.

5 WESENTLICHE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

Die Gruppe hat die nachfolgenden Rechnungslegungsgrundsätze stetig in den Perioden angewendet.

Die COVID-19 Pandemie hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der PENOX für das Geschäftsjahr 2021.

5.1 Basis der Konsolidierung

Tochtergesellschaften

Tochtergesellschaften sind Gesellschaften die von der Gruppe beherrscht werden. Die Gruppe beherrscht ein Unternehmen, wenn sie schwankenden Renditen aus ihrem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet.

Liste der konsolidierten Unternehmen:

Hauptsitz Konsolidierungsmethode gehaltene Anteile
Deutschland
Penox Group GmbH Eschborn FC 100,00
Penox GmbH Ohrdruf FC 100,00
Spanien
Coplosa SA Barcelona FC 100,00
Mexiko
Penox Mexico SA de CV Monterrey FC 100,00
Süd Korea
Penox Korea Co. Ltd Yeongcheon FC 100,00
FC: Voll Konsolidiert

Die Penox GmbH ist in den Konzernabschluss der Penox Group integriert und von den Veröffentlichungsvorschriften im Rahmen von § 264 Abs. 3 HGB befreit.

Die Penox Mexico Servicios SA de CV, Monterrey, wurde mit Beschluss vom 23. November 2021 in die Penox Mexico SA de CV verschmolzen. Es ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Die Verschmelzung war vor dem 31. Dezember 2021 finalisiert.

Änderungen in den Eigentumsverhältnissen der Tochtergesellschaften

Änderungen an den Beteiligungen der Gruppe an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen ausgewiesen.

Verlust der Beherrschung

Wenn die Gruppe die Beherrschung über ein Tochterunternehmen verliert, werden die Vermögenswerte und Schulden zusammen mit allen damit verbundenen nicht beherrschenden Anteilen (NCI) und anderen Eigenkapitalkomponenten ausgebucht. Ein sich ergebender Gewinn oder Verlust wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Jeder zurückbehaltene Anteil an dem ehemaligen Tochterunternehmen wird zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt bewertet, zu dem die Beherrschung verloren wurde.

Transaktionen, die bei der Konsolidierung eliminiert wurden

Konzerninterne Salden und Transaktionen sowie nicht realisierte Erträge und Aufwendungen aus konzerninternen Transaktionen wurden eliminiert. Nicht realisierte Verluste mit Beteiligungen, die nur im Eigenkapital abgebildet werden, wurden in der gleichen Weise wie unrealisierte Gewinne eliminiert, aber nur in dem Ausmaß, in dem es keine Anhaltspunkte auf eine Wertminderung gibt.

5.2 Fremdwährung

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung

Transaktionen in Fremdwährungen werden zu den jeweiligen funktionalen Währungen der Konzernunternehmen mit dem Kassakurs des Tages der Geschäftsvorfälle umgerechnet.

Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährungen zum Bilanzstichtag werden zu diesem Zeitpunkt in die funktionale Währung zu dem dann gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die mit dem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden zu dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des Zeitwertes gültig ist. Nicht-monetäre Posten, die auf Basis von Anschaffungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet. Fremdwährungsdifferenzen werden im Gewinn oder Verlust der Periode im Netto-Finanzaufwand erfasst.

Ausländische Geschäftsbetriebe

Die Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Geschäftsbetriebe, einschließlich der Wertanpassung aus Akquisition werden zum Stichtag in EUR umgerechnet. Die Erträge und Aufwendungen aus den ausländischen Geschäftsbetrieben werden mit dem durchschnittlichen Kurs umgerechnet. Fremdwährungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Währungsumrechnungsdifferenz (Umrechnungsrücklage) im Eigenkapital ausgewiesen.

Nachfolgend die für den Konzern wesentlichen Umrechnungskurse:

Geschäftsjahr 2021 Geschäftsjahr 2020
31. Dezember Durchschnittskurs 31. Dezember Durchschnittskurs
Mexikanischer Peso 1 MXN = EUR 0,04321 0,04169 0,04096 0,04078
Südkoreanischer Won 1.000 KRW= EUR 0,74273 0,73852 0,74850 0,74324

5.3 Finanzinstrumente

Ansatz und erstmalige Bewertung

Der Konzern bilanziert Forderungen und Verbindlichkeiten ab dem Zeitpunkt, zu dem sie entstanden sind. Alle übrigen finanziellen Vermögensgegenstände und Verpflichtungen werden an dem Tag in die Bilanz eingestellt, an dem die Gruppe hieraus vertraglich gebunden ist.

Ein finanzieller Vermögenswert (außer einer Forderung aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente) oder eine finanzielle Verbindlichkeit wird beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei einem Posten, der nicht zu FVTPL (Fair Value through Profit and Loss) bewertet wird, werden die Transaktionskosten, die direkt seinem Erwerb bzw. ihrer Ausgabe zurechenbar sind, hinzugerechnet bzw. abgezogen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente werden beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis bewertet.

Klassifizierung und Folgebewertung

Finanzielle Vermögenswerte

Bei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert wie folgt eingestuft und bewertet:

zu fortgeführten Anschaffungskosten

FVOCI (Fair Value through Other Comprehensive Income)-Schuldinstrumente (Investments in Schuldinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergebnis bewertet werden)

FVTPL (zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust).

Finanzielle Vermögenswerte werden nach der erstmaligen Erfassung nicht umgewidmet, es sei denn, der Konzern ändert sein Geschäftsmodell zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte. In diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am ersten Tag der Berichtsperiode umgewidmet, die auf die Änderung des Geschäftsmodells folgt.

Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und er nicht als FVTPL designiert wurde:

Er wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten, und

die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.

Ein Schuldinstrument wird zu FVOCI designiert, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und es nicht als FVTPL designiert wurde:

Es wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung sowohl im Halten finanzieller Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch im Verkauf finanzieller Vermögenswerte besteht, und

seine Vertragsbedingungen führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.

Finanzielle Vermögenswerte Einschätzung des Geschäftsmodells

Der Konzern trifft eine Einschätzung der Ziele des Geschäftsmodels, in dem der finanzielle Vermögenswert gehalten wird, auf einer Portfolio-Ebene, da dies am besten die Art, wie das Geschäft gesteuert und Informationen an das Management gegeben werden, widerspiegelt. Die zu berücksichtigenden Informationen schließen ein:

die angegebenen Richtlinien und Ziele für das Portfolio und die Durchführung dieser Richtlinien in der Praxis; dies umfasst, ob die Strategie des Managements darauf ausgerichtet ist, die vertraglichen Zinserträge zu vereinnahmen, ein bestimmtes Zinssatzprofil beizubehalten, die Laufzeit eines finanziellen Vermögenswertes mit der Laufzeit einer damit verbundenen Verbindlichkeit oder den erwarteten Mittelabflüssen abzustimmen oder Zahlungsströme durch den Verkauf der Vermögenswerte zu realisieren

wie die Ergebnisse des Portfolios ausgewertet und an das Konzernmanagement berichtet werden

die Risiken, die sich auf die Ergebnisse des Geschäftsmodells (und der nach diesem Geschäftsmodell gehaltenen finanziellen Vermögenswerte) auswirken und wie diese Risiken gesteuert werden

wie die Manager vergütet werden - zum Beispiel, ob die Vergütung auf dem beizulegenden Zeitwert der verwalteten Vermögenswerte oder auf den vereinnahmten vertraglichen Zahlungsströmen basiert - und

Häufigkeit, Umfang und Zeitpunkt von Verkäufen finanzieller Vermögenswerte in vorherigen Perioden und die Erwartungen über zukünftige Verkaufsaktivitäten.

Finanzielle Vermögenswerte - Einschätzung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen sind

Für Zwecke dieser Einschätzung ist der "Kapitalbetrag" definiert als beizulegender Zeitwert des finanziellen Vermögenswertes beim erstmaligen Ansatz. "Zins" ist definiert als Entgelt für den Zeitwert des Geldes und für das Ausfallrisiko, das mit dem über einen bestimmten Zeitraum ausstehenden Kapitalbetrag verbunden ist, sowie für andere grundlegende Kreditrisiken, Kosten (zum Beispiel Liquiditätsrisiko und Verwaltungskosten) und eine Gewinnmarge.

Bei der Einschätzung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den Kapitalbetrag sind, berücksichtigt der Konzern die vertraglichen Vereinbarungen des Instruments. Dies umfasst eine Einschätzung, ob der finanzielle Vermögenswert eine vertragliche Vereinbarung enthält, die den Zeitpunkt oder den Betrag der vertraglichen Zahlungsströme ändern könnte, sodass diese nicht mehr diese Bedingungen erfüllen. Bei der Beurteilung berücksichtigt der Konzern:

bestimmte Ereignisse, die den Betrag oder den Zeitpunkt der Zahlungsströme ändern würden

Bedingungen, die den Zinssatz, inklusive variabler Zinssätze, anpassen würden

vorzeitige Rückzahlungs- und Verlängerungsmöglichkeiten und

Bedingungen, die den Anspruch des Konzerns auf Zahlungsströme eines speziellen Vermögenswertes einschränken (zum Beispiel keine Rückgriffsberechtigung).

Finanzielle Vermögenswerte Folgebewertung sowie Gewinne und Verluste

Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten

Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode folgebewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden durch Wertminderungsaufwendungen gemindert. Zinserträge, Währungskursgewinne und -Verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Ein Gewinn oder Verlust aus der Ausbuchung wird im Gewinn oder Verlust erfasst.

Schuldinstrumente zu FVOCI

Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Zinserträge, die mit der Effektivzinsmethode berechnet werden, Wechselkursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Andere Nettogewinne oder -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei der Ausbuchung wird das kumulierte sonstige Ergebnis in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Finanzielle Verbindlichkeiten - Klassifizierung, Folgebewertung und Gewinne und Verluste

Finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) eingestuft und bewertet. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird zu FVTPL eingestuft, wenn sie als zu Handelszwecken gehalten eingestuft wird, ein Derivat ist oder beim Erstansatz als ein solches designiert wird.

Finanzielle Verbindlichkeiten zu FVTPL werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Nettogewinne oder -verluste, einschließlich Zinsaufwendungen, werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Andere finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode bewertet. Zinsaufwendungen und Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden ebenfalls im Gewinn oder Verlust erfasst.

Ausbuchung

Finanzielle Vermögenswerte

Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er die Rechte zum Erhalt der Zahlungsströme in einer Transaktion überträgt, in der auch alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden.

Eine Ausbuchung findet ebenfalls statt, wenn der Konzern alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen weder überträgt noch behält und er nicht die Verfügungsgewalt über den übertragenen Vermögenswert behält. Der Konzern führt Transaktionen durch, in denen er bilanzierte Vermögenswerte überträgt, aber entweder alle oder alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem übertragenen Vermögenswert behält. In diesen Fällen werden die übertragenen Vermögenswerte nicht ausgebucht.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Der Konzern bucht des Weiteren eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn dessen Vertragsbedingungen geändert werden und die Zahlungsströme der angepassten Verbindlichkeit signifikant anders sind. In diesem Fall wird eine neue finanzielle Verbindlichkeit basierend auf den angepassten Bedingungen zum beizulegenden Zeitwert erfasst.

Bei der Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit wird die Differenz zwischen dem Buchwert der getilgten Verbindlichkeit und dem gezahlten Entgelt (einschließlich übertragener unbarer Vermögenswerte oder übernommener Verbindlichkeiten) im Gewinn oder Verlust erfasst.

Verrechnung

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden saldiert und in der Bilanz als Nettobetrag ausgewiesen, wenn der Konzern einen gegenwärtigen, durchsetzbaren Rechtsanspruch hat, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und es beabsichtigt ist, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.

5.4 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Sichteinlagen. Kontokorrentkredite, die auf Anforderung rückzahlbar sind und einen integralen Bestandteil der Zahlungsmitteldisposition der Gruppe bilden, werden als eine Komponente der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente nur für Zwecke der Kapitalflussrechnung angesehen.

5.5 Sachanlagen

Ansatz und Bewertung

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Die Kosten umfassen die Ausgaben, die direkt dem Erwerb des Vermögensstands zuzuordnen sind. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen die folgenden Bestandteile:

Kaufpreis nach Abzug von erhaltenen Rabatten;

Alle Kosten, die dem Vermögenswert direkt zurechenbar sind um ihn in den Zustand zu versetzen, seine Bestimmung im Betrieb zu erfüllen, wie vom Management vorgesehen (zum Beispiel: Zölle, nicht erstattungsfähige Steuern, Transportkosten, Entwicklungskosten, ...);

Wenn Teile einer Sachanlage unterschiedliche Nutzungsdauern aufweisen, werden sie als separate Elemente (Hauptkomponenten) der Sachanlagen ausgewiesen.

Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von einer Sachanlage (berechnet als Differenz zwischen dem Nettoerlös aus dem Verkauf und dem Buchwert des Gegenstands) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten

Nachträgliche Ausgaben werden nur dann aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der mit den Ausgaben verbundene künftige wirtschaftliche Nutzen an die Gruppe fließen wird.

Abschreibungen

Sachanlagen werden ab dem Zeitpunkt abgeschrieben, an dem sie zur Nutzung zur Verfügung stehen oder in Bezug auf Eigenleistungen, ab dem Zeitpunkt, an dem der Vermögenswert fertiggestellt und betriebsbereit ist.

Als Abschreibungen werden die Kosten von Sachanlagen abzüglich ihrer zu erwarteten Restwerte linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer erfasst. Die Abschreibungen werden in der Gewinn- und Verlust Rechnung erfasst. Grundstücke werden nicht abgeschrieben.

Die geschätzte Nutzungsdauer für die laufenden und für Vergleichsjahre erheblichen Sachanlagen ist wie folgt:

- Gebäude und Infrastruktur: 5 - 50 Jahre,
- Maschinen und maschinelle Anlagen: 6 - 20 Jahre,
- Werkzeuge: 5 - 10 Jahre,
- Möbel: 10 - 15 Jahre,
- Nutzungsrechte 2-28 Jahre
- Andere: 3 - 10 Jahre.

Die Abschreibungsmethoden, Nutzungsdauern und Restwerte werden zu jedem Bilanzstichtag geprüft und gegebenenfalls angepasst.

Nutzungsrechte werden linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer errechnet sich vom Beginn des Vertrages bis zum Ende des Leasingvertrages. Hierbei werden sämtliche Verlängerungsoptionen in die Kalkulation einbezogen, bei denen die Gruppe die Intention hat, diese Option wahrzunehmen.

Im Geschäftsjahr 2021 haben sich keine Veränderungen der zugrundeliegenden Annahmen für die Bilanzierung von Leasingverträgen ergeben, die auf geänderten Konditionen oder Umständen beruhen.

5.6 Immaterielle Vermögenswerte

Forschung und Entwicklung

Die Ausgaben für Forschungsaktivitäten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst, wenn sie anfallen.

Die Ausgaben für Entwicklungsaktivitäten werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist und die Gruppe über die technische Fähigkeit und ausreichende Ressourcen verfügt, und der Konzern beabsichtigt, die Entwicklung zu vollenden sowie zu nutzen und das Produkt zu verkaufen. Des Weiteren muss ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich sein und der Konzern die Ausgaben verlässlich messen können, die bei einem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung anfallen. Entwicklungstätigkeit beinhaltet einen Plan oder Entwurf für die Produktion von neuen verbesserten Produkten, die die bisherigen Produkte oder Prozesse deutlich verbessern. Die aktivierten Aufwendungen beinhalteten die Kosten für Materialien, direkte Lohnkosten und einen angemessenen Teil der Gemeinkosten sowie aktivierte Fremdkapitalkosten. Andere Entwicklungsaufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst, wenn sie anfallen. Aktivierte Entwicklungsausgaben werden zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und abzüglich aufgelaufener Wertminderungen ausgewiesen.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte, die von der Gruppe übernommen werden und begrenzte Nutzungsdauern haben, werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen angesetzt.

Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten

Nachträgliche Ausgaben werden nur dann aktiviert, wenn sie den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen des jeweiligen Vermögenswerts erhöhen, auf den sie sich beziehen. Alle sonstigen Ausgaben inkl. Ausgaben für intern generierte Geschäfts- oder Firmenwerte, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst.

Abschreibungen

Immaterielle Vermögenswerte werden linear erfolgswirksam in Höhe der Anschaffungskosten abzüglich möglicher Restwerte über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben und wird in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Die geschätzte Nutzungsdauer für das laufende und Vergleichsjahre sind wie folgt:

- Software: 3-5 Jahre;

Die Nutzungsdauern und Restwerte werden zu jedem Bilanzstichtag geprüft und gegebenenfalls angepasst.

5.7 Vorräte

Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet.

Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden auf Basis der gewichteten Durchschnittskosten ermittelt und beinhalten Ausgaben, um die Vorräte zu erwerben, Produktion oder Herstellungskosten und sonstige Kosten, um sie zu ihrem Standort und in ihren bestehenden Zustand zu versetzen.

Im Fall von selbsterstellten Vorräten und unfertigen Erzeugnissen, umfassen die Kosten angemessene Teile der Produktionsgemeinkosten basierend auf normaler Betriebskapazität.

5.8 Leistungen an Arbeitnehmer

Kurzfristige Verpflichtungen

Verpflichtungen aus kurzfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer werden als Aufwand erfasst, sobald die damit verbundene Arbeitsleistung erbracht wird. Eine Schuld ist für den erwartungsgemäß zu zahlenden Betrag zu erfassen, wenn die Gruppe gegenwärtig eine rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, diesen Betrag aufgrund einer vom Arbeitnehmer erbrachten Arbeitsleistung zu zahlen und die Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann.

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden zum früheren der folgenden Zeitpunkte als Aufwand erfasst: wenn der Konzern das Angebot derartiger Leistungen nicht mehr zurückziehen kann oder wenn der Konzern Kosten für eine Umstrukturierung erfasst. Ist bei Leistungen nicht zu erwarten, dass sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag vollständig abgegolten werden, werden sie abgezinst.

Leistungsorientierter Vorsorgeplan

Die Nettoverpflichtung des Konzerns im Hinblick auf leistungsorientierte Pläne wird für jeden Plan separat berechnet, indem die künftigen Leistungen geschätzt werden, welche die Arbeitnehmer in der laufenden Periode und in früheren Perioden erdient haben. Dieser Betrag wird abgezinst und der beizulegende Zeitwert eines etwaigen Planvermögens hiervon abgezogen.

Die Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtungen wird jährlich von einem anerkannten Versicherungsmathematiker nach der Methode der laufenden Einmalprämien durchgeführt. Resultiert aus der Berechnung ein potenzieller Vermögenswert für den Konzern, ist der erfasste Vermögenswert auf den Barwert eines wirtschaftlichen Nutzens in Form etwaiger künftiger Rückerstattungen aus dem Plan oder Minderungen künftiger Beitragszahlungen an den Plan begrenzt. Zur Berechnung des Barwertes eines wirtschaftlichen Nutzens werden etwaige geltende Mindestdotierungsverpflichtungen berücksichtigt.

Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen werden unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Neubewertung umfasst die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, den Ertrag aus Planvermögen (ohne Zinsen) und die Auswirkung der etwaigen Vermögensobergrenze (ohne Zinsen). Der Konzern ermittelt die Nettozinsaufwendungen (Erträge) auf die Nettoschuld (Vermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen für die Berichtsperiode mittels Anwendung des Abzinsungssatzes, der für die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtung zu Beginn der jährlichen Berichtsperiode verwendet wurde. Dieser Abzinsungssatz wird auf die Nettoschuld (Vermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen zu diesem Zeitpunkt angewendet. Dabei werden etwaige Änderungen berücksichtigt, die infolge der Beitrags- und Leistungszahlungen im Verlauf der Berichtsperiode bei der Nettoschuld (Vermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen eintreten. Nettozinsaufwendungen und andere Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne werden im Gewinn oder Verlust erfasst.

Werden die Leistungen eines Plans verändert oder wird ein Plan gekürzt, wird die entstehende Veränderung der die nachzuverrechnende Dienstzeit betreffenden Leistung oder der Gewinn oder Verlust bei der Kürzung unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst. Der Konzern erfasst Gewinne und Verluste aus der Abgeltung eines leistungsorientierten Plans zum Zeitpunkt der Abgeltung.

Versorgungspläne aus Unternehmenszusammenschlüssen

Im Rahmen eines Transfers einer Verpflichtung hat der Konzern einen leistungsorientierten Versorgungsplan von dem vorherigen Arbeitgeber übernommen. Es handelt sich hierbei um einen geschlossenen Plan, bei dem alle Begünstigten Rentner sind. Der vorherige Arbeitgeber stellt den Konzern von sämtlichen Verpflichtungen frei. Der Entschädigungsanspruch ist als Vermögenswert aus Leistungen an Arbeitnehmer aktiviert. Die Veränderungen des leistungsorientierten Versorgungsplanes sowie die Veränderungen des Entschädigungsanspruchs sind zusammen mit den Veränderungen in der Gesamtergebnisrechnung netto ausgewiesen.

5.9 Rückstellungen

Eine Rückstellung wird in der Bilanz angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung als Ergebnis eines vergangenen Ereignisses hat, die zuverlässig gemessen werden kann und es wahrscheinlich ist, dass ein Abfluss von wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich ist. Die Rückstellungen werden durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit einem Zinssatz vor Steuern bestimmt, der die spezifischen Risiken der Verpflichtung widerspiegelt. Die Auswirkungen der Abzinsung werden in den Netto-Finanzaufwendungen gezeigt.

Garantieverpflichtungen

Rückstellungen für Gewährleistungen werden erfasst, wenn die zugrundeliegenden Produkte oder Dienstleistungen verkauft werden. Die Rückstellung basiert auf historischen Gewährleistungsdaten und gegebenenfalls einer Gewichtung aller möglichen Ergebnisse mit den damit verbundenen Wahrscheinlichkeiten.

Restrukturierungen

Rückstellungen für Restrukturierungsaufwendungen werden erfasst, wenn der Konzern einen detaillierten, formalen Restrukturierungsplan aufgestellt und kommuniziert hat und keine realistische Möglichkeit besteht, sich diesen Verpflichtungen zu entziehen.

5.10 Umsätze

Umsätze aus Verträgen mit Kunden

Verkauf von Gütern

Der Konzern erfasst Erlöse, wenn die vertragliche Verpflichtung zur Lieferung der Produkte erfolgreich erfüllt wurde und der Kunde die Verfügungsgewalt über ein Gut erhalten hat. Die Verfügungsgewalt wurde übertragen, wenn die wesentlichen Risiken und Chancen aus dem Gut übertragen worden sind. Dies ist in Abhängigkeit von den vertraglich vereinbarten Liefer- und Leistungsbedingungen entweder, wenn das Gut das Gelände des Konzerns verlassen hat oder wenn es beim Kunden angekommen ist und der Kunde dieses Gut akzeptiert hat. In diesem Falle hat der Konzern das Recht, die Zahlung für das gelieferte Gut zu erhalten. Rechnungen werden in der Regel nach Übergabe der Kontrollrechte ausgefertigt. Die Zahlungsbedingungen variieren, übersteigen jedoch nicht den Zeitraum von 90 Tagen.

Erbringen von Dienstleistungen

Umsätze aus Dienstleistungen werden über die Laufzeit des Vertrages realisiert, abhängig von den Leistungen, die der Kunde gleichzeitig erhält und verbraucht, die von dem Konzern erbracht werden.

In Zusammenhang mit Erfüllung der vertraglichen Verpflichtung werden die Umsätze aus Dienstleistungen ausgewiesen. Der Fortschritt wird gemessen anhand der Gesamterfüllung. Im Einklang mit IFRS 15.B16 werden Umsätze realisiert, wenn der Konzern das Recht hat, die Rechnung an den Kunden zu stellen. Dies korreliert mit dem an den Kunden erbrachten Wert.

Für Verträge, bei denen der Kunde ein Rückgaberecht hat, werden Umsätze in dem Zeitpunkt ausgewiesen in dem es sehr wahrscheinlich ist, dass die Umsätze nicht korrigiert werden müssen. Generell ist die Rückgaberate für den Konzern sehr gering, so dass Umsatzkorrekturen für Rückerstattungsverbindlichkeiten oder Vermögenswerte für das Recht aus Rückholung vernachlässigbar sind.

5.11 Finanzierungsaufwendungen und Finanzerträge

Finanzierungsaufwendungen umfassen Zinsaufwendungen, Aufzinsung von Rückstellungen und Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16, Fremdwährungsverluste aus finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden.

Finanzerträge umfassen Zinserträge, Dividenden und Fremdwährungsgewinne aus finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten.

Die Zinserträge und -aufwendungen werden nach der Effektivzinsmethode im Gewinn und Verlust erfasst.

Der Effektivzinssatz ist jener Zinssatz, der exakt die geschätzten künftigen Zahlungsaus- oder -eingänge während der voraussichtlichen Lebensdauer des Finanzinstruments

auf den Buchwert (brutto) des finanziellen Vermögenswerts oder

auf den Restbuchwert der finanziellen Verbindlichkeit

abzinst.

Für finanzielle Vermögenswerte, die nach der erstmaligen Erfassung in der Bonität beeinträchtigt werden, werden die Zinserträge hingegen durch Anwendung des Effektivzinssatzes auf die fortgeführten Anschaffungskosten des finanziellen Vermögenswertes berechnet. Wenn der Vermögenswert nicht mehr in der Bonität beeinträchtigt ist, wird die Berechnung der Zinserträge wieder auf der Bruttobasis vorgenommen.

5.12 Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand umfasst laufende und latente Steuern. Sie werden in der Gewinn- und Verlustrechnung angesetzt, mit Ausnahme der Steuern, die mit einem Unternehmenszusammenschluss oder mit einem direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis zu erfassenden Posten verbunden sind.

Laufende Steuern

Laufende Steuern sind die erwartete Steuerschuld oder Steuerforderung auf das für das Geschäftsjahr zu versteuernde Einkommen sowie alle Anpassungen für Steuerforderungen und -verbindlichkeiten, die Vorjahre betreffen. Der Betrag der erwarteten Steuerschuld oder Steuerforderung spiegelt den Betrag wider, der unter Berücksichtigung von steuerlichen Unsicherheiten, sofern vorhanden, die beste Schätzung darstellt. Er wird berechnet anhand der laufenden Steuersätze oder der zukünftigen Steuersätze, wenn diese zum Stichtag bereits ratifiziert sind. Die laufenden Steuerzahlungen enthalten ebenso Steuern auf Dividenden.

Die laufenden Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden nur dann saldiert, wenn bestimmte Kriterien gemäß IAS 12.71 erfüllt sind.

IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung

IFRIC 23 stellt die Anwendung von Ansatz und Bewertungsvorschriften des IAS 12 klar, wenn Unsicherheit bzgl. der ertragsteuerlichen Behandlung besteht. Für den Ansatz und die Bewertung sind Schätzungen und Annahmen zu treffen, z.B. ob eine Einschätzung gesondert oder zusammen mit anderen Unsicherheiten vorgenommen wird, ein wahrscheinlicher oder erwarteter Wert für die Unsicherheit herangezogen wird und ob Änderungen im Vergleich zur Vorperiode eingetreten sind.

Das Entdeckungsrisiko ist für die Bilanzierung unsicherer Bilanzposten unbeachtlich. Die Bilanzierung erfolgt unter der Annahme, dass die Steuerbehörden den fraglichen Sachverhalt untersuchen und ihnen alle relevanten Informationen vorliegen.

Es ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gruppe.

Latente Steuern

Latente Steuern werden im Hinblick auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden für Konzernrechnungslegungszwecke und den verwendeten Beträgen für steuerliche Zwecke erfasst:

Latente Steuern werden nicht erfasst für

temporäre Differenzen beim erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten oder Schulden bei einem Geschäftsvorfall, bei dem es sich nicht um einen Unternehmenszusammenschluss handelt und der weder das bilanzielle Ergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst

temporäre Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und gemeinschaftlich geführten Unternehmen, sofern der Konzern in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und es wahrscheinlich ist, dass sie sich in absehbarer Zeit nicht auflösen werden, und

zu versteuernde temporäre Differenzen beim erstmaligen Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwertes.

Ein latenter Steueranspruch wird für noch nicht genutzte steuerliche Verluste, noch nicht genutzte Steuergutschriften und abzugsfähige temporäre Differenzen in dem Umfang erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass künftige zu versteuernde Ergebnisse zur Verfügung stehen werden, für die sie genutzt werden können. Zukünftig zu versteuernde Gewinne werden auf Basis der Umkehr zu versteuernder temporärer Differenzen ermittelt. Sollte der Betrag nicht ausreichen, um latente Steueranspräche vollständig zu aktivieren, werden die zukünftig zu versteuernden Gewinn - unter Berücksichtigung der Umkehr temporärer Differenzen - auf Basis der individuellen Geschäftspläne der Tochterunternehmen ermittelt. Latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass der damit verbundene Steuervorteil realisiert werden wird; Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn sich die Wahrscheinlichkeit zukünftig zu versteuernder Ergebnisse verbessert.

Nicht bilanzierte latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag neu beurteilt und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung gestatten wird.

Latente Steuern werden mit den Steuersätzen bewertet, die erwartungsgemäß auf temporäre Differenzen angewendet werden sobald sie sich umkehren unter Verwendung von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gültig oder angekündigt sind.

Die Bewertung latenter Steuern spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Erwartung der Gruppe im Hinblick auf die Art und Weise der Realisierung der Buchwerte seiner Vermögenswerte bzw. der Erfüllung seiner Schulden zum Abschlussstichtag ergeben.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, wenn bestimmte Kriterien gemäß TAS 12.74 erfüllt sind.

5.13 Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, zu dem am Bewertungsstichtag in einem geordneten Geschäftsvorfall im Hauptmarkt oder, wenn keiner vorhanden, im vorteilhaftesten Markt, zu dem der Konzern zu diesem Zeitpunkt Zugang hat, ein Vermögenswert verkauft oder eine Schuld übertragen werden würde. Der beizulegende Zeitwert einer Schuld spiegelt das Risiko der Nichterfüllung wider.

Einige Rechnungslegungsmethoden und Anhangangaben des Konzerns erfordern die Ermittlung beizulegender Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Schulden.

Sofern verfügbar, ermittelt der Konzern den beizulegenden Zeitwert eines Finanzinstruments auf Basis notierter Preise auf einem aktiven Markt für dieses Instrument. Ein Markt wird dann als aktiv angesehen, wenn Transaktionen für den jeweiligen Vermögenswert oder die jeweilige Verbindlichkeit in ausreichender Frequenz und in ausreichendem Umfang stattfinden, so dass Preisinformationen fortlaufend zur Verfügung stehen.

Der beste Nachweis für den beizulegenden Zeitwert beim erstmaligen Ansatz eines Finanzinstruments ist grundsätzlich der Transaktionspreis, das heißt der beizulegende Zeitwert der übertragenen oder erhaltenen Gegenleistung. Stellt der Konzern fest, dass beim erstmaligen Ansatz der beizulegende Zeitwert vom Transaktionspreis abweicht und der beizulegende Zeitwert weder durch einen notierten Preis auf einem aktiven Markt für einen identischen Vermögenswert oder eine identische Schuld nachgewiesen wird noch auf einer Bewertungstechnik basiert, in der alle nicht beobachtbaren Inputfaktoren als unwesentlich betrachtet werden können, dann ist dieses Finanzinstrument beim erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten; dieser Betrag wird zur Abgrenzung der Differenz zwischen beizulegendem Zeitwert und Transaktionspreis angepasst. Im Rahmen der Folgebewertung ist diese Differenz in einer angemessenen Weise über die Laufzeit des Instruments, allerdings nicht später als bei vollumfänglicher Bewertung durch beobachtbare Marktdaten oder Ausbuchung der Transaktion, im Gewinn oder Verlust zu erfassen.

6 ANZUWENDENDE IFRS-STANDARDS

Anzuwendende Standards und Interpretationen im Jahr 2021:

Das International Accounting Standards Board ("IASB") und das IFRS Interpretations Committee ("IFRS IC") haben die folgenden Standards und Interpretationen erlassen, die von der EU in europäisches Recht übernommen wurden und deren Anwendung verpflichtend im Berichtszeitraum ab dem 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 anzuwenden sind:

Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16, "Reform der Referenzzinssätze - Phase 2"

Diese Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von PENOX.

Änderungen an 1 FRS 16, "Mietzugeständnisse im Zusammenhang mit COVID-19 nach dem 30. Juni 2021"

Diese Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von PENOX.

Standards und Interpretationen noch nicht anwendbar im Jahr 2021:

Eine Reihe neuer Standards sind in der ersten Berichtsperiode eines nach dem 1. Januar 2022 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung möglich ist; der Konzern hat jedoch die neuen oder geänderten Standards bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses nicht vorzeitig angewendet.

Sonstige Standards

Diese folgenden Änderungen haben erwartungsgemäß keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von PENOX.

Änderungen an IAS 37, "Belastende Verträge - Kosten für die Erfüllung eines Vertrages",

Änderungen an IAS 16, "Erzielung von Erlösen, bevor sich ein Vermögensgegenstand in seinem betriebsbereiten Zustand befindet",

Änderungen an IFRS 3, "Verweis auf das Rahmenkonzept",

Änderungen an IAS 1, "Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig",

IFRS 17, "Versicherungsverträge",

Änderung an IFRS I, Erstanwendung durch ein Tochterunternehmen, "Erstanwendung von International Financial Reporting Standards",

Änderung an IFRS 9, "Gebühren beim 10%-Barwerttest vor Ausbuchung finanzieller Schulden,

IFRS 41, "Besteuerung bei Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert",

Änderungen an TAS 8, "Definition rechnungslegungsbezogener Schätzungen",

Änderungen an IAS 1 und IFRS Practice Statement 2, "Angabe der Rechnungslegungsmethoden",

Änderungen zu IFRS 17, "Erstanwendung von IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsangaben",

Änderungen zu IAS 12, "Latente Steuern in Zusammenhang mit Vermögensgegenständen und Schulden aus einer Einzeltransaktion"

Jährliche Anpassungen der IFRS-Standards 2018 - 2020.

7 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Überleitung der Buchwerte

(in tausend Euro)
Bruttowert Software, Konzessionen, Patente Sonstige immaterielle Vermögenswerte Summe immaterielle Vermögenswerte
Stand am 01. Januar 2020 593 441 1.034
Zugänge - 31 31
Abgänge 259 (0) 259
Umbuchungen (125) (5) (131)
Auswirkungen von Wechselkursbewegungen - (15) (15)
Stand am 31. Dezember 2020 726 451 1.177
Stand am 01. Januar 2021 726 451 1.177
Zugänge 14 3 17
Umbuchungen 3 4 7
Auswirkungen von Wechselkursbewegungen - 6 6
Stand am 31. Dezember 2021 743 463 1.206
Kumulierte Abschreibungen Software, Konzessionen, Patente Sonstige immaterielle Vermögenswerte Summe immaterielle Vermögenswerte
Stand am 01. Januar 2020 317 271 587
Zugänge 54 42 96
Abgänge 259 (0) 259
Umbuchungen (125) (5) (131)
Auswirkungen von Wechselkursbewegungen - (4) (4)
Stand am 31. Dezember 2020 503 303 807
Stand am 01. Januar 2021 503 303 807
Zugänge 29 52 81
Abgänge - - -
Auswirkungen von Wechselkursbewegungen - 3 3
Stand am 31. Dezember 2021 533 358 891
Buchwerte
Am 31. Dezember 2020 222 148 370
Am 31. Dezember 2021 210 105 315

8 SACHANLAGEN

Überleitung der Buchwerte

(in tausend Euro)
Bruttowert Grundstücke und Gebäude Anlagen und Maschinen Sonstige Sachanlagen
Stand am 01. Januar 2020 1.697 21.790 8.849
Zugänge 21 277 141
Abgänge - (55) (89)
Umbuchungen (16) (595) 1.872
Auswirkungen von Wechselkursbewegungen - (830) (241)
Stand am 31. Dezember 2020 1.702 20.587 10.533
Stand am 01. Januar 2021 1.702 20.587 10.533
Zugänge 19 366 188
Abgänge - (72) (149)
Umbuchungen (2) 69 252
Auswirkungen von Wechselkursbewegungen - 310 (46)
Stand am 31. Dezember 2021 1.720 21.261 10.779
(in tausend Euro)
Bruttowert Anlagen im Bau Nutzungsrechte Summe Sachanlagen
Stand am 01. Januar 2020 972 11.895 45.203
Zugänge 919 - 1.358
Abgänge (9) - (152)
Umbuchungen (1.261) (129) (129)
Auswirkungen von Wechselkursbewegungen (22) (117) (1.209)
Stand am 31. Dezember 2020 598 11.650 45.071
Stand am 01. Januar 2021 598 11.650 45.071
Zugänge 1.204 6.857 8.634
Abgänge - (2.155) (2.376)
Umbuchungen (327) - (7)
Auswirkungen von Wechselkursbewegungen 5 33 302
Stand am 31. Dezember 2021 1.481 16.384 51.623
Kumulierte Abschreibungen Grundstücke und Gebäude Anlagen und Maschinen Sonstige Sachanlagen
Stand am 01. Januar 2020 1.389 13.086 2.150
Zugänge 16 1.271 604
Abgänge - (21) (88)
Umbuchungen - (442) 442
Auswirkungen von Wechselkursbewegungen - (528) (68)
Stand am 31. Dezember 2020 1.404 13.367 3.040
Stand am 01. Januar 2021 1.404 13.367 3.040
Zugänge 14 1.282 630
Abgänge - (37) (108)
Auswirkungen von Wechselkursbewegungen - 219 0
Stand am 31. Dezember 2021 1.419 14.831 3.563
Buchwerte
Am 31. Dezember 2020 298 7.220 7.493
Am 31. Dezember 2021 301 6.430 7.216
Kumulierte Abschreibungen Anlagen im Bau Nutzungsrechte Summe Sachanlagen
Stand am 01. Januar 2020 - 894 17.519
Zugänge - 871 2.762
Abgänge - - (109)
Umbuchungen - - -
Auswirkungen von Wechselkursbewegungen - (16) (612)
Stand am 31. Dezember 2020 - 1.749 19.560
Stand am 01. Januar 2021 - 1.749 19.560
Zugänge - 794 2.721
Abgänge - (1.274) (1.418)
Auswirkungen von Wechselkursbewegungen - 4 223
Stand am 31. Dezember 2021 - 1.274 21.086
Buchwerte
Am 31. Dezember 2020 598 9.901 25.511
Am 31. Dezember 2021 1.481 15.110 30.537

Bei den Nutzungsrechten handelt es sich ausschließlich um Grundstücke und Gebäude.

Die Zugänge bei den Nutzungsrechten beinhalten neue Mietverträge ohne Effekte auf die Kapitalflussrechnung.

9 ÜBRIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Überleitung der Buchwerte

(in tausend Euro)
Bruttowert Kautionen und Sicherheiten
Stand am 01. Januar 2020 477
Zugänge -
Abgänge (12)
Auswirkungen von Wechselkursbewegungen (18)
Stand am 31. Dezember 2020 447
Stand am 01. Januar 2021 447
Zugänge 7
Abgänge (9)
Auswirkungen von Wechselkursbewegungen 0
Stand am 31. Dezember 2021 445
Kumulierte Abschreibungen Kautionen und Sicherheiten
Stand am 01. Januar 2020 237
Zugänge -
Abgänge -
Auswirkungen von Wechselkursbewegungen (7)
Stand am 31. Dezember 2020 230
Stand am 01. Januar 2021 230
Zugänge -
Abgänge -
Auswirkungen von Wechselkursbewegungen (2)
Stand am 31. Dezember 2021 228
Buchwerte
Am 31. Dezember 2020 217
Am 31. Dezember 2021 217

Bei den Kautionen und Sicherheiten handelt es sich um Zahlungen an die Eigentümer der genutzten Geschäftsräume und Einrichtungen.

Der beizulegende Zeitwert der übrigen finanziellen Vermögenswerte entspricht nahezu den fortgeführten Anschaffungskosten. Der Konzern rechnet nicht mit weiteren Ausfallrisiken.

10 VORRÄTE

(in tausend Euro)
31/12/2021 31/12/2020
Roh-, Hilfs- & Betriebsstoffe 2.150 1.369
Unfertige und halbfertige Erzeugnisse 425 162
Fertige Erzeugnisse 1.088 929
Waren 577 396
Bruttowert 4.239 2.856
Wertberichtigungen (66) (35)
Nettowert 4.174 2.821

Für die Angaben nach IAS 2.36 verweisen wir auf die Anhangangabe 21.

11 FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

(in tausend Euro)
31/12/2021 31/12/2020
Forderungen - Bruttowert 7.777 5.328
Forderungen - Wertberichtigungen (156) (149)
Sonstige Forderungen 2.026 1.199
Steuerforderungen 0 24
Gesamt 9.647 6.401
Langfristig 0 0
Kurzfristig 9.647 6.401
Gesamt 9.647 6.401

Der beizulegende Wert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist näherungsweise identisch mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Die Aufwendungen aus Wertberichtigungen sind TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 24). Das Ausfallrisiko des Konzerns wird hauptsächlich durch die individuellen Merkmale der Kunden beeinflusst. Diese Analyse umfasst externe Ratings, soweit erhältlich, sowie geprüfte Jahresabschlüsse, interne Analysen, Liquiditätsprognosen und Presseinformationen soweit vorhanden. Das Kreditrisiko wird mithilfe von qualitativen und quantitativen Faktoren bestimmt. Des Weiteren hat der Konzern einen signifikanten Prozentsatz an Forderungen an eine Factoring-Bank übertragen. Der Konzern beliefert Kunden erst nach Vorauskasse, wenn Erfahrungen aus der Vergangenheit oder andere Umstände zu einem höheren Kreditrisiko führen. Der Konzern rechnet mit keinerlei Ausfällen in der näheren Zukunft.

Seit Beginn der COVID-19 Pandemie beobachtet der Konzern die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen noch genauer als vorher. Die basiert auf einer höheren Frequenz der Mahnläufe und eine intensive Kommunikation mit den Kunden.

(in tausend Euro)
erwartete Kreditverluste Forderungen Wertberichtigung
aktuelle Forderungen 0,0% 9.490 -
1-30 Tage überfällig 0,0% - -
mehr als 30 Tage überfällig 100,0% 156 156
Gesamt 9.647 156

Der Konzern hat Forderungen in Deutschland und Spanien an eine Factoring-Bank übertragen. Diese Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht in der Bilanz ausgewiesen worden, da der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, in erster Linie das Kreditrisiko, übertragen hat.

Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen am Ende des Jahres, die an die Factoring-Bank übertragen wurden, beträgt TEUR 2.829 (Vorjahr: TEUR 2.373).

12 LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER

Aktivseite:
(in tausend Euro)
31/12/2021 31/12/2020
Lindgens & Söhne Pensionsverpflichtung 756 841
sonstige 392 389
1.148 1.229
Passivseite:
(in tausend Euro)
31/12/2021 31/12/2020
Lindgens & Söhne Pensionsverpflichtung 756 841
sonstige 855 857
1.611 1.698

Einige Mitarbeiter haben eine Pensionszusage von ihrem vorherigen Arbeitgeber Lindgens & Söhne erhalten. Dieser Anspruch wird in den Leistungen an Arbeitnehmer mit einem Betrag von TEUR 756 (Vorjahr: TEUR 841) erfasst. Der leistungsorientierte Plan ist seit 1984 für Neueintritte geschlossen. Aufgrund der vertraglichen Haftung des Verkäufers hinsichtlich der Pensionszusagen wird in der Konzernbilanz ein korrespondierender Vermögenswert aus Leistungen an Arbeitnehmer auf der Aktivseite dargestellt (TEUR 756, Vorjahr: TEUR 841). Der wesentliche Anteil der anderen Leistungen an Arbeitnehmer lässt sich auf Korea und Mexiko zurückführen (TEUR 403, Vorjahr: TEUR 403).

Da der Vermögenswert aus Leistungen an Arbeitnehmer der Höhe nach der Pensionsverpflichtung entspricht, ergab sich keine Auswirkung auf den Periodengewinn oder auf das sonstige Ergebnis im Geschäftsjahr 2021.

Nachfolgend die wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen zum Bilanzstichtag (ausgedrückt als Korridor).

2021 2020
Diskontsatz 1,06-7,75% 0,7-7%
Gehaltssteigerungsrate 0-4% 0-4,5%
Altersrente Steigerungsrate - -
Fluktuation Keine Keine

Annahmen über die zukünftige Sterblichkeit basieren auf publizierten Statistiken und Sterbetafeln.

Am 31. Dezember 2021 betrug der Korridor der Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung etwa 10 Jahre (Vorjahr: 10 Jahre).

Entwicklung der Rückstellung:

(in tausend Euro)
2021 2020
Stand zum 1. Januar 403 300
Erfasst im Gewinn oder Verlust
laufender Dienstzeitaufwand 86 81
Zinsaufwand (Zinserträge) 6 9
495 390
Erfasst im sonstigen Ergebnis
Versicherungsmathematischer Verlust (Gewinn) (26) 26
(26) 26
Sonstiges
Geleistete Zahlungen (66) (13)
Stand zum 31. Dezember 403 403

Sensitivitätsanalyse

Angemessene Änderungen am Bilanzstichtag auf eine der relevanten versicherungsmathematischen Annahmen, die andere Annahmen konstant halten, hätten die leistungsorientierte Verpflichtung um die nachstehend genannten Beträge beeinflusst.

Wie oben beschrieben, sind der Vermögenswert aus Leistungen an Arbeitnehmer und die Pensionsverpflichtung "Lindgens & Söhne" identisch. Daher ergeben sich keine Auswirkungen auf das Periodengewinn oder das Gesamtergebnis.

(in tausend Euro)
Effekt 2021 Effekt 2020
Diskontsatz +0,5% 15 41
Diskontsatz -0,5% (17) (43)

Die übrigen Leistungen an Arbeitnehmer beziehen sich auf eine Management Beteiligung, die keine anteilsbasierte Vergütung ist.

13 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSLMITTELÄQUIVALENTE

(in tausend Euro)
31/12/2021 31/12/2020
Bankguthaben 8.422 6.881
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8.422 6.881
Bankkredite 2.672 4.373
Darlehen und Kredite gesamt 2.672 4.373
Langfristig 709 2.184
Kurzfristig 1.962 2.189
Darlehen und Kredite gesamt 2.672 4.373
Netto Zahlungsmittelüberschuss 5.751 2.507

14 FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Die Konditionen der ausstehenden Darlehen sind wie folgt:

Währung Nennwert Nominal Zinssatz
(in tausend Euro)
gesicherter Bank Kredit TEUR 150 1,90%
gesicherter Bank Kredit TEUR 300 2,25%
gesicherte Bankfazilität TEUR 500 3,00%
gesicherter Bank Kredit TEUR 1.500 1,75%
gesicherte Bankfazilität TEUR 500 0,98%
gesicherter Bank Kredit TEUR 1.000 2,15%
gesicherter Bank Kredit MKRW 500 3,45%
gesicherter Bank Kredit MKRW 1.000 2,95%
gesicherte Bankfazilität MKRW 139 2,09%
gesicherte Bankfazilität MKRW 300 5,33%
gesicherter Bank Kredit MKRW 2.000 4,48%
Leasingverbindlichkeiten 2-8%
Jahr der Endfälligkeit Buchwert am 31.12.2021 Buchwert am 31.12.2020
(in tausend Euro) in TEUR in TEUR
gesicherter Bank Kredit 2023 98 158
gesicherter Bank Kredit 2025 268 299
gesicherte Bankfazilität 2021 0 506
gesicherter Bank Kredit 2021 0 250
gesicherte Bankfazilität 2022 502 0
gesicherter Bank Kredit 2021 0 1.000
gesicherter Bank Kredit 2023 371 374
gesicherter Bank Kredit 2022 743 749
gesicherte Bankfazilität 2021 0 104
gesicherte Bankfazilität 2022 0 25
gesicherter Bank Kredit 2025 690 909
2.672 4.373
Leasingverbindlichkeiten 2021-2049 15.447 10.140
18.118 14.513

Die Darlehen enthalten finanzielle Auflagen (covenants), die in vollem Umfang zum 31. Dezember 2021 eingehalten wurden.

Coplosa S.A. hat einen staatlich gesicherten Kreditvertrag (Banco Sabadell) in Spanien abgeschlossen zu folgenden Konditionen:

Betrag 0,3 Mio. EUR

Staatliche Garantie in Höhe von 70%

Zinssatz 1,75% plus 0,5%

Laufzeit fünf Jahre

Zinsen nur im ersten Jahr

Veränderung der Verbindlichkeiten aus Finanzierung

(in tausend Euro) Eröffnungswert zahlungswirksame Veränderung, netto Währungseffekte Schlusswert
Bankkredite 3.739 (1.582) 13 2.170
in Anspruch genommene Kontokorrentkredite 635 (133) 0 502
4.373 (1.714) 13 2.672

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten verteilen sich wie folgt:

(in tausend Euro) jederzeit < 1 Jahr >1 und < 5 Jahre > 5 Jahre Schlusswert
Darlehen 0 1.962 709 0 2.671
Kontokorrentkredite 0 0 0 0 0
Leasingverbindlichkeit Verbindlichkeiten aus 0 838 3.151 11.458 15.447
L+L 0 10.028 0 0 10.028
Steuerverbindlichkeiten 0 111 0 0 111
Übrige Verbindlichkeiten 0 3.264 0 0 3.264
0 16.202 3.861 11.458 31.521

15 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN SOWIE SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

(in tausend Euro)
31/12/2021 31/12/2020
Verbindlichkeiten aus L+L - Bruttowert 9.519 5.874
Vorauszahlungen von Kunden 509 147
Steuerverbindlichkeiten 318 249
Sonstige Verbindlichkeiten 2.946 1.260
Gesamt 13.292 7.529
Langfristig - 202
Kurzfristig 13.292 7.327
Gesamt 13.292 7.529

Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten einen Betrag (Nominalwert TEUR 765) aus einer designierten Dividende an Gesellschafter. Der Zinssatz hierfür ist 4%.

16 LATENTE STEUERANSPRÜCHE UND -SCHULDEN

Ausgewiesene latente Steueransprüche und -schulden

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sind auf folgende Ursachen zurückzuführen:

(in tausend Euro) Aktiva Passiva Gewinn- und Verlustrechnung
2021 2020 2021 2020
Sachanlagen (26) (31) 297 5 297
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (39) (37) - - (2)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (308) (15) - - (293)
Sonstige Verbindlichkeiten (43) (49) - - 6
Steuern (Aktiva) / Verbindlichkeiten (416) (132) 297 5 8
Nach Abzug der Steuerschulden / (Aktiva) (119) (127) - - -

Aktive latente Steuern wurden in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftige zu versteuernde Gewinne oder zu versteuernde temporäre Differenzen zur Verfügung stehen. Die aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen aktivierten latenten Steuern betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 114).

Nicht bilanzierte latente Steueransprüche aus temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen (Bemessungsgrundlage):

(in tausend Euro) 2021 2020
Temporäre Differenzen 633 625
Steuerliche Verlustvorträge 2.357 3.136
2.990 3.761

Die steuerlichen Verlustvorträge

Nicht erfasste steuerliche Verlustvorträge verfallen wie folgt:

(in tausend Euro) 2021 nutzbar bis 2020 nutzbar bis
249 2025 3.136 2024-2035
1.269 2026
310 2027
126 2028
325 2029
78 2035
2.357 3.136

17 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

(in tausend Euro)
31/12/2020 Zuführung Verbrauch
Rückstellungen - Risiken 245 - (2)
GESAMT 245 - (2)
Rückstellungen - langfristig 198 - (2)
Rückstellungen - kurzfristig 47 - -
GESAMT 245 - (2)
(in tausend Euro)
Auflösung Währungsdifferenzen 31/12/2021
Rückstellungen - Risiken (22) - 221
GESAMT (22) - 221
Rückstellungen - langfristig (22) - 174
Rückstellungen - kurzfristig - - 47
GESAMT (22) - 221

Gewährleistungen

Rückstellungen für Gewährleistungen werden erfasst, wenn die zugrundeliegenden Produkte oder Dienstleistungen verkauft werden. Die Rückstellung basiert auf historischen Gewährleistungsdaten und gegebenenfalls einer Gewichtung aller möglichen Ergebnisse mit den damit verbundenen Wahrscheinlichkeiten.

18 EIGENKAPITAL

Geschäftsanteile

In der Penox Gruppe beträgt der Nominalwert der Geschäftsanteile EUR 1 und die Anzahl der Geschäftsanteile beträgt 8.603.562. Das Grundkapital bleibt unverändert bei EUR 8.603.562.

Die Inhaber von Geschäftsanteilen sind berechtigt, Ausschüttungen zu erhalten, die von Zeit zu Zeit bestimmt werden. Bei Versammlungen der Gesellschaft berechtigt jeweils ein Geschäftsanteil zu einer Stimme.

Währungsumrechnungsrücklage

Die Währungsumrechnungsrücklage umfasst alle Fremdwährungsdifferenzen, die aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe entstehen.

Ausschüttungen

Die folgenden Ausschüttungen wurden in dem Jahr festgesetzt und gezahlt:

(in tausend Euro) 2021 für Vorjahre 2020 für Vorjahre
gezahlte Dividende 750 -
vormals designierte Dividenden, saldiert - 1.500
designierte Dividende, nicht gezahlt 750 -
1.500 1.500

Die Gesellschafter haben beschlossen einen Teil (TEUR 750) als Gewinnrücklage an die B-Anteils- eigner für künftige Ausschüttungen zu designieren. Hieraus folgend ist dieser Betrag in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen. Siehe Anhangangabe 29.

Kapitalmanagement

Die Politik der Gruppe ist es, eine starke Kapitalbasis zu erhalten, um das Vertrauen der Anteilseigner und Gläubiger zu fördern und die zukünftige Entwicklung des Unternehmens zu gewährleisten.

Der Konzern überwacht sein Kapital durch ein Verhältnis der Summe der Darlehen zum Eigenkapital. Beabsichtigt ist es, das Verhältnis signifikant über 1 zu halten.

Das Verhältnis von Krediten zum Eigenkapital der Gruppe am 31. Dezember 2021 war folgendes:

(in tausend Euro) 2021 2020
Summe Eigenkapital 21.339 19.402
Summe Kredite 2.672 4.373
Ratio 7,99 4,44

19 UMSATZERLÖSE

In der nachfolgenden Tabelle sind die Umsätze untergliedert nach Produkten und Leistungen sowie nach geografischen Zonen.

(in tausend Euro)
Umsatz nach Produkten und Leistungen 2021 2020
% %
Bleioxide 76.119 90% 56.834 89%
Batterie-Zusätze 5.519 7% 4.738 6%
Antimontrioxid 440 1% 363 1%
Gesamtumsatz Produkte 82.078 97% 61.935 96%
Ingenieurleistungen 217 0% 474 1%
Metallhandel und sonstige Einnahmen 2.055 2% 1.959 4%
Gesamt Erbringung von Dienstleistungen 2.272 3% 2.433 4%
Gesamt 84.350 100% 64.368 100%
Umsatz nach geografischen Zonen 2021 2020
% %
Europa 35.692 42% 30.243 53%
Amerika 11.965 14% 11.217 12%
Asien 35.417 42% 21.984 33%
Andere 1.276 2% 924 1%
Gesamt 84.350 100% 64.368 100%

Per 31. Dezember 2021 existieren keinerlei vertragliche Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, da die Umsätze analog des Rechts des Konzerns zur Rechnungsstellung an den Kunden realisiert sind (Wir verweisen auf Anhangangabe 5.10).

20 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

(in tausend Euro)
2021 2020
Verschiedene sonstige betriebliche Erträge 648 943
(Verlust)/Gewinn aus dem Verkauf von Anlagevermögen (29) (37)
Sonstige betriebliche Erträge 619 906

21 AUFWENDUNGEN FÜR ROH-, HILFS- UND BETRIEBSSTOFFE UND BESTANDSVERÄNDERUNGEN

(in tausend Euro)
Aufwendungen für RHB und Bestandsveränderungen 2021 2020
Bestandsveränderungen bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen (1.355) 49
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 59.539 42.583
Netto-Wertminderung/(Zuschreibung) auf Vorräte 30 35
Aufwendungen für RHB und Bestandsveränderungen 58.214 42.667

22 EXTERNE DIENSTLEISTUNGEN UND SONSTIGE AUFWENDUNGEN

Die Hauptaufwendungen sind wie folgt:

(in tausend Euro)
Externe Dienstleistungen und sonstige Aufwendungen 2021 2020
Externe Dienstleistungen 1.547 1.116
Miele und ähnliche Aufwendungen 282 218
Wartung und Reparaturen 1.285 893
Beratungshonorare 1.037 1.044
Transport 3.657 2.960
Andere 1.070 1.075
Externe Dienstleistungen und sonstige Aufwendungen 8.878 7.306

23 MIET- UND LEASINGVERPFLICHTUNGEN

Der Konzern bilanziert seit 2019 die gemieteten Grundstücke und Gebäude nach IFRS 16.

Am Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern einen Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit. Das Nutzungsrecht wird erstmalig zu Anschaffungskosten bewertet, die der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit entsprechen, angepasst um am oder vor dem Bereitstellungsdatum geleistete Zahlungen, zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten sowie der geschätzten Kosten zur Demontage oder Beseitigung des zugrunde liegenden Vermögenswertes oder zur Wiederherstellung des zugrunde liegenden Vermögenswertes bzw. des Standortes, an dem dieser sich befindet, abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize.

Anschließend wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende des Leasingzeitraums linear abgeschrieben.

Erstmalig wird die Leasingverbindlichkeit zum Barwert der am Bereitstellungsdatum noch nicht geleisteten Leasingzahlungen, abgezinst mit dem dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz oder, wenn sich dieser nicht ohne Weiteres bestimmen lässt, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns ermittelt. Normalerweise nutzt der Konzern seinen Grenzfremdkapitalzinssatz als Abzinsungssatz.

Zur Ermittlung seines Grenzfremdkapitalzinssatzes erlangt der Konzern Zinssätze von verschiedenen externen Finanzquellen und macht bestimmte Anpassungen, um die Leasingbedingungen und die Art des Vermögenswertes zu berücksichtigen.

Die in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit eingezogenen Leasingzahlungen umfassen:

Feste Zahlungen, einschließlich de facto feste Zahlungen

Variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind, erstmalig bewertet anhand des am Bereitstellungsdatum gültigen Indexes bzw. (Zins-)Satzes.

Während des Geschäftsjahres 2021 hat die Gruppe drei neue Leasingverhältnisse für Immobilien abgeschlossen (Mexiko sowie beide deutschen Standorte). Die neuen Leasingverhältnisse sind auf dieselbe Art und Weise wie oben beschrieben kalkuliert worden und starteten mit demselben Wert für die Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten (TEUR 6.857) zu Beginn des Vertrages. Die vorherigen IFRS 16 Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten sind als Abgang verbucht worden. Wir verweisen auf die Anhangangabe 8 für die Veränderungen bei den Nutzungsrechten.

Im Geschäftsjahr sind Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 302 (Vorjahr: TEUR 258) vorhanden. Die Aufwendungen aus Leasingverträgen mit geringem Wert betragen TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 89). Zu Informationen über die Abschreibung der Nutzungsrechte verweisen wir auf Anhangangabe 8.

24 MITARBEITERANZAHL UND PERSONALAUFWENDUNGEN

2021 2020
Durchschnittlich
Management 24 24
Angestellte 47 48
Arbeiter 80 86
Gesamt 151 158
Am Ende der Periode 156 154
(in tausend Euro)
Löhne und Gehälter 8.274 7.737
Sozialer Aufwand 1.733 1.662
Summe Personalaufwendungen 10.007 9.398

25 ABSCHLUSSPRÜFERHONORAR

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers RSM GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, in der Gewinn- und Verlustrechnung beträgt TEUR 111 (Vorjahr: TEUR 119) und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Der Betrag des Vorjahres bezieht sich auf die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

26 ERTRAGSTEUERN

In der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Beträge:

(in tausend Euro)
2021 2020
Laufender Steueraufwand
Laufendes Jahr 1.065 1.080
Laufender Steueraufwand 1.065 1.080
Latenter Steueraufwand
Bildung und Auflösung von temporären Differenzen 8 8
Berücksichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen 114 (114)
Reduzierung der Steuerquote 0 (26)
Sonstiges 2 0
Latenter Steueraufwand 124 (132)
Gesamt Steueraufwand 1.189 948

Überleitung des effektiven Steuersatzes:

(in tausend Euro)
Überleitung der tatsächlichen Steuer & theoretischen Steuerbelastungen 2021 2020
Laufender Steueraufwand
Konzernergebnis vor Steuern 4.359 2.304
Ertragssteuersatz für die Muttergesellschaft 29,99% 29,18%
Theoretische Steuerbelastung (1.307) (672)
Steuereffekte von
Steuerfreies Einkommen 944 50
Nicht abziehbare Aufwendungen (875) (96)
Verwendung von Verlustvorträgen, die vorher nicht aktiviert wurden 188 0
Aktuelle Verluste, für die keine latenten Steuern gebildet wurden 0 (23)
Wertberichtigung von latenten Steuern (3) (124)
Effekte von Steuersätzen anderer Jurisdiktionen 56 (62)
Steuern Vorjahre 0 (13)
Ausländische Steuern (105) (72)
Andere (87) 64
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand (1.189) (948)

Der Ertragsteuersatz beträgt 29,99% (Vorjahr: 29,18%) und umfasst Körperschaftsteuer plus Solidaritätszuschlag 15,83% (Vorjahr: 15,83%) sowie Gewerbesteuer 14,16% (Vorjahr: 13,35%).

27 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Die Hauptverpflichtungen sind die folgenden:

(in tausend Euro)
31/12/2021 31/12/2020
Einkaufsverpflichtungen für Blei 5.196 2.612
übrige Verpflichtungen 0 247
Zusätzliche Termineinlagen als Bankgarantie 568 203
TOTAL 5.764 3.062

28 NAHESTEHENDE PERSONEN

Bezüge für kurzfristige Leistungen an das Management beliefen sich auf TEUR 481 im Jahr 2021 für Non-Executive und Executive Directors als Gremienvergütung oder Gehalt. (Vorjahr: TEUR 508).

Es bestehen jeweils ein Vermögenswert (TEUR 392, Vorjahr: TEUR 389) und ein Schuldposten (TEUR 394, Vorjahr: TEUR 390) im Verhältnis zu einem Geschäftsführungsorgan. Der Nettoposten beträgt TEUR 2 als Schuldposten.

Die Gesellschaft hat im Juli 2021 eine Dividende in Höhe von TEUR 750 an die Gesellschafter ausgeschüttet. Des Weiteren ist im Juli 2021 ein Darlehen in Höhe von TEUR 750 an Gesellschafter ausgereicht worden. Die entsprechenden Zinsen betragen TEUR 15. Die Gesellschafter haben beschlossen, einen Teil der Gewinnrücklagen (TEUR 750) für zukünftige Ausschüttungen an einige Gesellschafter zu designieren.

29 FINANZIELLES RISIKOMANAGEMENT

Der Konzern ist den folgenden Risiken aus dem Einsatz von Finanzinstrumenten ausgesetzt:

Ausfallrisiko

Liquiditätsrisiko

Währungsrisiko Siehe Lagebericht

Ausfallrisiko

Der Konzern ist hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Das Ausfallrisiko ist das Risiko von finanziellen Verlusten, falls ein Kunde seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Anhangangabe 11) entsprechen dem maximalen Ausfallrisiko.

Das Ausfallrisiko des Konzerns wird hauptsächlich durch die individuellen Merkmale der Kunden beeinflusst. Allerdings berücksichtigt die Geschäftsführung auch die Merkmale der gesamten Kundenbasis, einschließlich des Ausfallrisikos der Branche und der Länder, in denen die Kunden tätig sind, da diese Faktoren das Ausfallrisiko ebenfalls beeinflussen können. Genaue Angaben zur Konzentration der Umsätze in bestimmten Bereichen enthält Anhangangabe 19.

Die Geschäftsführung berücksichtigt ebenfalls Altersstruktur sowie Auftreten und Dauer von Zahlungsproblemen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Eurozone werden intensiv beobachtet. Zur Begrenzung der Risiken durch Kunden aus Ländern mit ungewöhnlich volatiler Konjunktur werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Neukunden werden zunächst individuell hinsichtlich ihrer Kreditwürdigkeit analysiert, bevor der Konzern seine standardisierten Liefer- und Zahlungskonditionen anbietet.

Zudem werden grundsätzlich zusätzliche Vereinbarungen in Form von Eigentumsvorbehalten geschlossen, sodass bei einem Zahlungsausfall ein gesicherter Anspruch vorliegt.

Wertberichtungen werden vorgenommen, welche die Einschätzung der Gesellschaft hinsichtlich eingetretener finanzieller Verluste auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen (Anhangangabe 11).

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das potentielle Risiko, dass der Konzern möglicherweise nicht in der Lage ist, seine finanziellen Verbindlichkeiten vertragsgemäß zu erfüllen.

Der Konzern simuliert seine zukünftigen Liquiditätszu- und -abflüsse üblicherweise unter normalen und Stress-Situationen, um in der Lage zu sein, die notwendige Liquidität zu messen und die Rendite anhand der Zuflüsse zu optimieren. Zusätzlich nutzt der Konzern Factoring zur Optimierung der Liquiditätssituation (Anhangangabe 11).

Die finanziellen Verbindlichkeiten sind in Anhangangabe 14, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Anhangangabe 15 näher erläutert.

Der Konzern hat kein signifikantes Zinsrisiko, da zurzeit keine Verträge mit variablen Zinssätzen bestehen.

30 EREIGNISSE NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG

Zwischen dem Ende des Geschäftsjahres 2021 und dem Datum der Unterschrift sind keine Sachverhalte bekannt geworden, die einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss 2021 hätten.

Am 24. Februar 2022 hat Russland der Ukraine den Krieg erklärt. Dieser Umstand hat keinen direkten Einfluss auf unser Geschäft. Nichtsdestotrotz ergeben sich durch die gestiegenen Energiepriese und daraus folgernd höhere Transportkosten mögliche Risiken für die gesamte Lieferkette. Die möglichen Auswirkungen werden im Konzern eng überwacht.

 

Eschborn, 22. März 2022

Denis Doiseau

Lagebericht 2021

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell und Organisationsstruktur

Als Hersteller von Bleioxiden, Batterie Additiven und Engineering-Lösungen sind wir, als globaler Anbieter von industriell verarbeiteten Bleioxiden im Bereich von Batterien und Akkumulatoren, technischen und dekorativen Gläsern und Stabilisatoren und anderen chemischen Produkten, abhängig von der Entwicklung auf den verschiedenen Märkten. Darüber hinaus ist PENOX im Markt mit Flammschutzmitteln mit der Herstellung von Antimontrioxid tätig. Das Unternehmen produziert an den Standorten in Deutschland, Spanien, Mexiko und Südkorea.

Die PENOX Group GmbH hat nur einen Geschäftsführer, den CEO.

Die Gruppe besteht aus den folgenden Gesellschaften:

Hauptsitz Konsolidierungsmethode Beteiligung in %
Deutschland
Penox Group GmbH Eschborn FC 100,00
Penox GmbH Ohrdruf FC 100,00
Spanien
Coplosa SA Barcelona FC 100,00
Mexiko
Penox Mexico SA de CV Monterrey FC 100,00
Süd Korea
Penox Korea Co. Ltd Yeongcheon FC 100,00

FC: Voll Konsolidiert

Mit Wirkung zum 29. Dezember 2021 wurde die Verschmelzung der Penox Mexico Servicios SA de CV mit der Penox Mexico SA de CV vollzogen.

1.2 Forschung und Entwicklung

PENOX betreibt Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Bezug auf neue und bestehende Produkte, Dienstleistungen und Technologien, um die ständig verändernden Märkte unserer Kunden zu bedienen. Unsere wichtigsten Forschungs- und Entwicklungsressourcen sind in Deutschland zentralisiert. Das Zentrum ist an der Weiterentwicklung der traditionellen Technologie von Bleibatterien beteiligt.

Diese Struktur macht es einfacher, die modifizierten PENOX Bleioxyde sowie Batterieadditive zu testen und diese schneller für eine Markteinführung reif zu machen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Makroökonomische und Branchenbedingungen

Bleimetall ist der Hauptrohstoff der PENOX.

Die Bleipreise im Jahr 2021 sind extrem gestiegen, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte. Basierend auf der LME-Statistik (www.Ime.com) lag das Jahreshoch bei EUR 2.057 pro Tonne und das Jahrestief betrug EUR 1.648 pro Tonne (monatliche Durchschnittspreise). Der Preis pro Tonne am 31. Dezember 2021 notierte bei EUR 2.056 wohingegen der Preis letztes Jahr EUR 1.607 betrug.

Wir sind Marktführer in der Blei-Oxyd Produktion in Europa und unsere Hauptkonkurrenten sind Colorobbia in Italien und die Silesia Group in Polen.

Die Batteriehersteller sind unsere Hauptkunden und wir liefern hauptsächlich Bestandteile für Blei-Säure-Batterien. Für diese Produkte wird weiterhin ein positiver Trend in der Nachfrage der nächsten Jahre prognostiziert. Jedoch waren in der Pandemiephase (2020-2021) die Umsätze schwankend. Das Umsatzvolumen hat sich nach einem Rückgang im Jahr 2020 wieder erholt.

In den letzten zwei Jahren, aufgrund der momentanen COVID-19 Situation, registrieren wir Schwierigkeiten, verlässliche Marktstudien im Hinblick auf kurzfristige Trends zu erhalten.

Nichtsdestotrotz, als einer der Hauptlieferanten von Oxiden und aufgrund unserer langjährigen Beziehungen zu den großen Batterieherstellern existieren stabile Rahmenbedingungen. Insbesondere die erhöhten Anforderungen an die recycelte Batterien (Start-Stopp-Automatik) generiert eine erhöhte Nachfrage nach hochwertigen Oxiden und geeigneten Additiven (www.ila-lead.org).

Wir nehmen weiterhin Bezug auf die von Clarios, dem Weltmarktführer für Batterien im Automobilsektor ausgereichten Informationen, dass der Anstieg der Nachfrage nach der 12V Blei-Säure-Batterie in den nächsten 20 Jahren bei 63% liegen wird (www.clarios.com).

Des Weiteren ist die Langzeitprognose für Blei-Säure-Batterien (2020-2030) immer noch positiv und soll (1) ein Volumen von 415 GWh bis zu 490 GWh und (2) Umsätze von USD 37,5 Mrd. bis USD 49 Mrd. erreichen. Quelle hierfür ist das Consortium for Battery Innovation (www.battervinnovation.org).

2.2 Geschäftsentwicklung

Unsere wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die folgenden:

Umsatzerlöse

Ergebnis vor Steuern

Cash-Flow (Netto-Zahlungsmittelüberschüsse)

Diese Werte sind in den folgenden Abschnitten analysiert.

2.3. Lage der Gesellschaft

2.3.1 Ertragslage

Umsatz nach geografischen Zonen 2021 2020
% %
Europa 35.692 42% 30.243 53%
Amerika 11.965 14% 11.217 12%
Asien 35.417 42% 21.984 33%
Andere 1.276 2% 924 1%
Gesamt 84.350 100% 64.368 100%

Es wird ein signifikanter Anstieg der Umsätze bezogen auf die Werte (+31 %) versus 2020 verzeichnet. Er ist essentiell zurückzuführen auf den Mengenanstieg (+27%) in Kombination mit der positiven Zusammensetzung des Produktmixes. Diese Umsatzerhöhung ist weit höher als der erwartete Anstieg der Umsätze It. Lagebericht 2020 und sogar höher als in der Phase vor der Pandemie (+13%) im Jahr 2019.

Im Jahr 2021 ist die Profitabilität von PENOX deutlich höher als im Vorjahr und den Erwartungen, die im Lagebericht 2020 beschrieben wurden. Das Ergebnis vor Steuern stiegt um EUR 2,0 Mio. im Geschäftsjahr. Dies ist hauptsächlich auf die gesunden Umsatzaktivitäten zurückzuführen, gepaart mit permanent kontrollierten operativen Aufwendungen (lediglich +28%).

Als Folge der besseren Profitabilität sind die Steuern vom Einkommen und Ertrag gestiegen (EUR 0,24 Mio.).

Aufgrund der anhaltenden Nachfrage wurden die Gesamterwartungen des Budgets erreicht.

2.3.2 Vermögenslage

Aufgrund der höheren Aktivität hat sich ebenso die Bilanzsumme erhöht. Das Working Capital verbesserte sich durch höhere Verbindlichkeiten (EUR 5,8 Mio.), die den Anstieg der Vorräte und Forderungen (EUR 4,6 Mio.) übersteigen.

Der Konzern investierte nahezu EUR 1,8 Mio. in Sachanlagevermögen, insbesondere für den Ausbau der Produktionskapazität.

Des Weiteren schloss der Konzern drei neue Mietverträge für Gebäude und Produktionsstätten in Mexiko und für beide deutschen Standorte ab (EUR 6,9 Mio. Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten erhöhten hierdurch die Bilanzsumme).

2.3.3 Finanzlage

Durch die Erholung der Gesamtwirtschaft, die hauptsächlich zu einem verbesserten Umsatzvolumen führte, war PENOX in der Lage, Liquidität zu sichern und auszuweiten. Neben der Profitabilität waren die wesentlichen Schritte hierzu (1) Kontrolle der Investitionen, (2) moderate Zahlung von Dividenden an die Gesellschafter und (3) Steigerung des Working Capitals.

Als Konsequenz hat sich die Netto-Finanz-Position um EUR 1,5 Mio. verbessert. Im Lagebericht des Jahres 2020 war zwar eine verbesserte Netto-Finanz-Position angenommen worden, doch letztlich ist das erreichte Niveau 2021 besser als erwartet.

Die Konditionen der ausstehenden Darlehen sind wie folgt:

Währung Nennwert
(in tausend Euro)
gesicherter Bank Kredit TEUR 150
gesicherter Bank Kredit TEUR 300
gesicherte Bankfazilität TEUR 500
gesicherter Bank Kredit TEUR 1.500
gesicherte Bankfazilität TEUR 500
gesicherter Bank Kredit TEUR 1.000
gesicherter Bank Kredit MKRW 500
gesicherter Bank Kredit MKRW 1.000
gesicherte Bankfazilität MKRW 139
gesicherte Bankfazilität MKRW 300
gesicherter Bank Kredit MKRW 2.000
Leasingverbindlichkeiten
Nominal Zinssatz Jahr der Endfälligkeit Buchwert am 31.12.2021 Buchwert am 31.12.2020
(in tausend Euro) in TEUR in TEUR
gesicherter Bank Kredit 1,90% 2023 98 158
gesicherter Bank Kredit 2,25% 2025 268 299
gesicherte Bankfazilität 3,00% 2021 0 506
gesicherter Bank Kredit 1,75% 2021 0 250
gesicherte Bankfazilität 0,98% 2022 502 0
gesicherter Bank Kredit 2,15% 2021 0 1.000
gesicherter Bank Kredit 3,45% 2023 371 374
gesicherter Bank Kredit 2,95% 2022 743 749
gesicherte Bankfazilität 2,09% 2021 0 104
gesicherte Bankfazilität 5,33% 2022 0 25
gesicherter Bank Kredit 4,48% 2025 690 909
2.672 4.373
Leasingverbindlichkeiten 2-8% 2021-2049 15.447 10.140
18.118 14.513

Die Darlehen enthalten finanzielle Auflagen (covenants), die zum 31. Dezember 2021 in vollem Umfang eingehalten wurden.

Die Politik der Gruppe ist es, eine starke Kapitalbasis zu erhalten, um das Vertrauen der Anteilseigner und Gläubiger zu fördern und die zukünftige Entwicklung des Unternehmens zu gewährleisten.

Der Konzern überwacht sein Kapital anhand der Summe des Eigenkapitals im Verhältnis zur Summe von Krediten. Beabsichtigt ist es, dieses Verhältnis deutlich über 1 zu halten. Das Verhältnis von Eigenkapital zu Krediten der Gruppe am 31. Dezember 2021 stellt sich wie folgt dar:

(in tausend Euro) 2021 2020
Summe Eigenkapital 21.339 19.402
Summe Kredite 2.672 4.373
Ratio 7,99 4,44

2021 konnte das Verhältnis von Krediten zu Eigenkapital weiter verbessert werden.

Basierend auf diesem Verhältnis und der Finanzposition ist die Geschäftsführung der Überzeugung, dass die finanziellen Verpflichtungen des folgenden Geschäftsjahres erfüllt werden können.

Im Hinblick auf diese oben beschriebenen Aspekte und unter Berücksichtigung aller Umstände ist die Geschäftsführung relativ zufrieden über die Belastbarkeit der gruppenweiten Performance des Geschäftsjahres 2021 versus 2020. Als Schlussfolgerung lässt sich konstatieren, dass die Erwartung für 2021 vollständig erfüllt wurde und PENOX überdies in der Lage war, den Periodengewinn zu verbessern und Liquidität zu generieren.

Chancen und Risiken

Risiko-Management

An allen Standorten unterliegen die Geschäftsprozesse den gleichen Controlling Regeln und Maßnahmen. Es wird direkt an die Geschäftsführung des Unternehmens berichtet. Dies gilt sowohl für die Funktionsbereiche Beschaffung und Vertrieb sowie für Technologie und allgemeine Verwaltung. Berichtspflichtige Risiken wurden identifiziert und von der Geschäftsführung kommuniziert.

Für weitere potentielle Ansprüche, wie z.B. Betriebsstörungen oder Haftpflichtschäden, sind Versicherungen abgeschlossen, so dass das finanzielle Risiko hieraus limitiert ist. Der Umfang des Versicherungsschutzes wird regelmäßig überprüft und an neue Gegebenheiten angepasst.

Risiko aus dem Rohstoff Blei

PENOX verfolgt das Risiko aus dem Rohstoff Blei sehr aufmerksam, um Einkaufs- und Vorratsniveau auf ein Minimum zu reduzieren. Das Blei wird hauptsächlich von den Kunden zur Verarbeitung zur Verfügung gestellt, wodurch kein Preisrisiko für das Blei beim Unternehmen verbleibt.

Es besteht ein mögliches Risiko durch Preisänderungen des Rohstoffs Blei, das an der London Metal Exchange (LME) notiert ist. Jedoch wird das potenzielle Risiko aufgrund der geringen Mengen des auf eigene Rechnung erworbenen Bleis durch die Gruppe als nicht signifikant angesehen.

Umweltrisiken

PENOX ist verpflichtet, die jeweiligen Umweltschutzverpflichtungen zu beachten.

Die strengen Umweltvorschriften werden ständig von der auf aktuellem Stand befindlichen Technik erfüllt. Dank unserer internen Ingenieurabteilung werden alle Produktionsprozesse kontinuierlich verbessert. Die Umweltbelastungen werden in verschiedenen mittel- und langfristigen Programmen kontinuierlich reduziert.

Die gesetzlich vorgeschriebenen Emissionsgrenzwerte werden seit einigen Jahren deutlich unterschritten. Es werden unverändert weitere Anstrengungen unternommen um die Auswirkungen auf die Umwelt auf ein Minimum zu reduzieren.

Geschäftsrisiken

Die Marktentwicklung der Batterieindustrie wird ständig von PENOX untersucht, so dass wir sofort auf Veränderungen reagieren können.

Vor allem generiert der Trend zu leistungsfähigeren und langlebigeren Batterien eine hohe Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Oxiden und geeigneten Zusätzen. Dank unserer Technologien, sind wir in der Lage, diese Anforderungen zu erfüllen.

Unser Budget sowie unsere generelle Risikoeinschätzung basiert auf dem normalen Geschäftsverlauf. Das Risiko aus der aktuellen Corona Krise und die damit verbundene Gesamtsituation können erhebliche Auswirkungen und Veränderungen im Hinblick auf Volumen, Verfügbarkeit von Rohstoffen, Personal und inflationäre Spannungen mit sich bringen. Aufgrund dieser Unsicherheiten ist PENOX zurzeit nicht in der Lage, eine seriöse Einschätzung über die potentiellen Auswirkungen zum heutigen Zeitpunkt abzugeben. Davon unabhängig hat PENOX Notfallpläne entwickelt und kontrolliert täglich das mögliche Risiko hieraus. In den ersten Monaten des Jahres 2022 gab es keine wesentlichen Einflüsse auf den Jahresabschluss der Gruppe bezogen auf COVID-19.

Währungsrisiken

Das Währungsrisiko wird durch die Gruppe als nicht signifikant eingeschätzt, da die meisten Transaktionen in Euro durchgeführt werden. Nur der Umsatz in Korea und Mexiko beinhaltet ein Währungsrisiko, welches eng überwacht wird.

Zusammenfassend ist das Management der Überzeugung, dass keine Risiken identifiziert wurden, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden würden.

Chancen

Unsere Chancen liegen in der Erweiterung auf dem asiatischen Markt, den wir mit unserer in Südkorea aufgebauten Produktionsstätte zunehmend erschließen. Wir haben damit eine bessere Grundlage, die Verbindung zu unseren asiatischen Kunden weiterhin zu verbessern.

Die anderen Chancen liegen in der Spezialisierung auf die Bedürfnisse unserer Kunden. Vor allem in der Batteriebranche werden zunehmend spezifische Anforderungen gestellt, die wir schnell und zufriedenstellend aufgrund unserer Kompetenz erfüllen können.

Zukunftsperspektiven und erwartete Geschäftsentwicklung

Das Umsatzniveau wird durch hohe Volatilität im Metallpreis und den Anteil der Umarbeitungsumsätze (die Umarbeitung des Metalls, das unseren Kunden gehört) angetrieben. Für 2022 ist eine weitere Erhöhung der Umarbeitungsumsätze geplant.

Für das Jahr 2022 wurde ein vorsichtiges Budget erstellt, da das Management insgesamt eine Verringerung der veräußerten Tonnen im Vergleich zu 2021 erwartet. In Summe rechnet das Management nicht damit, dass hervorragende Umsatzvolumen von 2021 zu erreichen. Aus dem niedrigeren Volumen im Verhältnis zu 2021, gepaart mit geringerer Kostenkontrolle nach den sehr restriktiven Ausgaben der letzten zwei Jahre, wird mit einem guten Ergebnis für 2022 gerechnet, aber nicht auf dem Niveau von 2021.

Aus diesem Grunde wird das Ergebnis vor Steuern signifikant niedriger als in 2021 erwartet.

Für 2022 wird die Netto-Zahlungsüberschussposition stabil bleiben im Vergleich zu 2021. Ein positives operatives Ergebnis sowie leichte Working Capital-Verbesserung werden für nahezu identische Geldabflüsse verwendet werden: wichtige geplante Investitionen, Dividendauszahlungen und Steuerzahlungen.

Weltweit wird mittelfristig mit einer weiterhin positiven Entwicklung des Batteriemarktes gerechnet. Der Trend zu höherwertigen Produkten wird weiter zunehmen und die Nachfrage nach qualitativ guten Rohmaterialien wird ansteigen.

Zu Beginn des Jahres 2020 hat COVID-19 einen sehr hohen Einfluss auf die Weltbevölkerung gehabt und es gab tägliche Änderungen in der Wirtschaft. Der Konzern beobachtet die Umstände und Einflüsse sehr eng und hat Notfallpläne ausgearbeitet und aktiviert, um kontinuierlich so schnell wie möglich reagieren zu können. Für 2021 hat sich diese Taktik weiter fortgesetzt. Im Jahr 2022 ist die makroökonomische Situation weiterhin herausfordernd. Insbesondere durch die aktuellen Inflationsfriktionen, die Schwierigkeit, Rohmaterialien und weitere Komponenten zu erhalten und den Transport zu sichern.

Am 24. Februar 2022 hat Russland der Ukraine den Krieg erklärt. Dieser Umstand hat keinen direkten Einfluss auf unser Geschäft. Nichtsdestotrotz ergeben sich durch die gestiegenen Energiepriese und daraus folgernd höhere Transportkosten mögliche Risiken für die gesamte Lieferkette. Die möglichen Auswirkungen werden im Konzern eng überwacht.

 

Eschborn, 22. März 2022

PENOX Group GmbH

Denis Christophe Doiseau, CEO

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PENOX Group GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der PENOX Group GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der PENOX Group GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt, den 22. März 2022

RSM GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

S. Varughese, Wirtschaftsprüfer

A. Kramer, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

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