Process-Pack Deutschland GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alessandro Negri seit 23.1.2025 | Prokura |
Till Bickelmann seit 30.9.2024 | Geschäftsführer |
Jens-Christoph Bidlingmaier seit 30.9.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Beko Europe B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Beko Germany GmbHEschbornJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen des UnternehmensDie Beko Germany GmbH (im Folgenden kurz "Beko Germany" oder "Gesellschaft" genannt) wurde am 12. Januar 2004 gegründet. Alle Geschäftsanteile wurden bis 20. November 2023 von der Beko B.V., Niederlande, gehalten. Sämtliche Geschäftsanteile wurden im Anteilsübertragungsvertrag vom 20.11.2023 an die Beko Europe B.V., Niederlande, übertragen. Am 1. April 2024 wurden 25% der Anteile an der Beko Europe B.V. an die Whirlpool EMEA Holdings LLC (USA) veräußert. Die Beko Europe B.V. wird derzeit zu 75% von der Beko B.V., Niederlande, gehalten, an der seit dem 31. März 2008 Arçelik A.S., Istanbul/Türkei, zu 100 % beteiligt ist. Arçelik A.S. ist ihrerseits eine Tochtergesellschaft der Koc Holding A.S., Istanbul/Türkei. Die Serviceverträge mit der bisherigen Gesellschafterin Beko B.V. bestehen weiter, so dass der Ausweis zukünftig unter den verbundenen Unternehmen erfolgt. Es bestehen derzeit noch keine Verträge mit der neuen Gesellschafterin Beko Europe B.V. Die Beko Germany bediente im Geschäftsjahr 2023 als Vertriebsgesellschaft vor allem den Markt in Deutschland und verkaufte Produkte über einen fremden Distributor in der Schweiz sowie bis Ende Januar über eine Repräsentanz in Kroatien. Das Sortiment umfasst Haushaltsgroßgeräte ("weiße Ware"), Geräte der Unterhaltungselektronik (TV und Audio) sowie Haushaltskleingeräte (z.B. Staubsauger, Mixer, Haartrockner, Rasierapparate) der Marken Beko, Grundig, Flavel und Altus. Die Beko Germany fungiert zudem als Zentrale der Region Nordeuropa für die Marken Beko, Grundig, Flavel, Altus und Elektrabregenz in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Benelux und in den skandinavischen Ländern. Das Unternehmen ist einer der bedeutendsten Marktteilnehmer im Bereich "Home Electronics". Am Standort Eschborn sind die Bereiche Marketing, Vertrieb, Service, Produkt- und Qualitätsmanagement, Supply Chain, HR, Finanzen und Controlling sowie die Rechtsabteilung angesiedelt. Der Sitz der Gesellschaft ist seit Mai 2022 in Eschborn. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter HRB 128781 geführt. UnternehmenssteuerungDas Unternehmen wird anhand der Leistungsindikatoren Umsatz und EBIT nach IFRS gesteuert. Das EBIT wird als Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern definiert. Diese Indikatoren werden regelmäßig an die Geschäftsführung berichtet. Die Geschäftsführung führt dann einen Plan-Ist-Vergleich durch, auf dessen Grundlage dann die Steuerung des Unternehmens erfolgt und die künftigen Plandaten aktualisiert werden. Abweichungen zwischen IFRS und HGB sind unten dargestellt und basieren überwiegend auf den Effekten der Leasingbilanzierung und Jahresabschlussbuchungen:
Folgende nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden in regelmäßigen Abständen erfasst: Nachhaltigkeitsindex (auf Konzern-Ebene) und Mitarbeiterzufriedenheit (jährliche Umfragen). Forschung und EntwicklungDie Gesellschaft betreibt als reine Vertriebsgesellschaft keine Forschung und Entwicklung. PersonalIm Jahresdurchschnitt 2023 waren insgesamt 174 (Vorjahr: 186) beschäftigt. Zum Jahresende 2023 waren 177 (Vorjahr: 184) Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen verfügt aus Sicht der Geschäftsleitung an den entscheidenden Stellen über eine erfahrene Stammbelegschaft. Im Geschäftsjahr 2023 wurden für ausgewählte Positionen neue Mitarbeiter eingestellt. Weiterbildungsmaßnahmen, die klar definierte Qualifikationsanforderungen beinhalten und Schulungen der Mitarbeiter erfolgen bedarfsgerecht anhand der zugrundeliegenden Stellenbeschreibungen. Wie in den Vorjahren fanden auch im Geschäftsjahr 2023 zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen statt. BeschaffungDie Produkte bezieht die Beko Germany wie im Vorjahr direkt von Unternehmen der Arcelik-Gruppe, Istanbul/Türkei. Allgemeine wirtschaftliche EntwicklungDie weltweite Wirtschaftsleistung 2023 war trotz diverser Krisenherde mit 3,1 % schwach im Aufwärtstrend. Das Wachstum blieb im Euroraum im Jahr 2023 sehr verhalten. Hohe Energiekosten und das hohe Zinsniveau wirkten sich negativ auf Verbraucherausgaben und Unternehmensinvestitionen aus. Das BIP stieg im Euroraum und der EU um 0,5 %. Im europäischen Vergleich lag das deutsche Wirtschaftswachstum 2023 unter dem Durchschnitt im Euroraum bzw. in der EU. (vgl. Eurostat, Euroindikatoren vom 14 Februar 2024). In den USA blieb das Wachstum in 2023 trotz steigender Zinsen und einer Verschärfung der Kreditbedingungen stabil und stieg auf 2,4 %. Grund hierfür sieht man in den einmaligen Steuererleichterungen für private Konsumenten und einer expansiven Finanzpolitik. In Deutschland dämpften die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 wurde zwar gebremst, jedoch lag das BIP 2023 um 0,7 % höher als im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %), wobei sich die Wirtschaftsbereiche unterschiedlich entwickelten. Baugewerbe, verarbeitendes Gewerbe und Handel waren im Minus, wobei energieintensive Industriezweige am stärksten betroffen waren. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. (Quelle: DeStatis, Pressemitteilung vom 15.01.2024 - 019/24) Der Einzelhandel in Deutschland hat in 2023 preisbereinigt 3,3 % weniger umgesetzt. Der reale Umsatz mit Nicht-Lebensmitteln sank um 3,1 % und war seit 2013 erstmals rückläufig. Dennoch lag der reale Umsatz 5,3 % über dem Vor-Corona-Niveau aus 2019. Dahingegen blieb der nominale Umsatz 2023 nahezu auf Vorjahresniveau. (Quelle: DeStatis, Pressemitteilung Nr. 41 vom 31.01.2024). Der Internet- und Versandhandel konnte seine Position halten und liegt weiterhin deutlich über dem Niveau vor Beginn der Corona-Pandemie. BranchenentwicklungDer Markt für Home Electronics-Produkte ist im Jahr 2023 erneut um 4,4 % auf 47,3 Milliarden Euro geschrumpft. Der aktuelle Home Electronics Markt Index für das Gesamtjahr 2023 zeigt in fast allen Produktkategorien einen Rückgang (Consumer Electronics -4,9 %, Elektro-Großgeräte -7,1 %), mit Ausnahme der Elektro-Kleingeräte (+1,7 %). Ein deutlicher Rückgang verzeichnete erneut der Bereich der TV-Geräte (-10,9 %). (vgl. HEMIX - Home Electronics Markt Index Deutschland Januar-Dezember 2023, gfu + GfK). GeschäftsverlaufDas Unternehmen schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Umsatzrückgang von 4,4 % ab, der vor allem auf das Segment TV/Audio zurückzuführen ist. Der deutsche TV-Markt ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr sowohl stückzahl- als auch wertmäßig deutlich geschrumpft. Der Umsatz im Jahr 2023 wurde sehr stark von der allgemeinen Marktsituation beeinflusst. Der deutsche Markt für Weiße Ware (Haushaltsgroßgeräte) war im Geschäftsjahr 2023 stück- und wertmäßig rückläufig. Als Beko Germany ist der Marktanteil in diesem Bereich im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Im Segment Haushaltskleingeräte sank der Umsatz im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr. Änderungen im Währungspaar Euro/USD und im Produktmix wirkten sich positiv auf die Rentabilität aus. Aufgrund des rückläufigen Markt- und Kostendrucks sowie der Inflation hat das Unternehmen Sparmaßnahmen bei den Betriebs- und Fixkosten eingeleitet und umgesetzt, um die negativen Auswirkungen auf die Rentabilität zu verringern. Der Umsatz blieb erwartungsgemäß unter dem Niveau von 2022. Das EBIT im Geschäftsjahr 2023 blieb deutlich hinter den Erwartungen des Managements zurück.
Das Vorratsvermögen ist zum Bilanzstichtag um EUR 22,4 Mio zurückgegangen, da Alt- und Überbestände kontinuierlich abgebaut wurden. Der Anteil am Gesamtvermögen beträgt 24,6 %. Das Gesamtvermögen ist zum Bilanzstichtag überproportional angestiegen, was im Wesentlichen auf die verringerten Forderungsverkäufe in den Monaten November und Dezember zurückzuführen ist. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDie Umsatzerlöse lagen entsprechend der Erwartungen der Geschäftsführung mit 4,4 % unter dem Vorjahresniveau. Die Bruttomarge verbesserte sich zwar um 2,2 % durch einen besseren Preismix, blieb allerdings durch anhaltenden Preis- und Wettbewerbsdruck im TV- und MDA-Markt hinter den Erwartungen zurück. Die operativen Kosten gingen erwartungsgemäß um 4,7 % zurück. Sonstige betriebliche Erträge liegen mit EUR 2,0 Mio unter dem Vorjahreswert aufgrund von niedrigeren Fremdwährungsgewinnen und Rückstellungsauflösungen für Vertriebsboni. Die Materialaufwandsquote ist um 2,1 % gesunken. Wesentlicher Grund sind der Abverkauf von Altbeständen mit höheren Umsatzmargen. Personalkosten gingen aufgrund des Personalabbaus und mäßiger Gehaltsanpassungen im Jahr 2022 um 2,0 % zurück. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen um 9,2 % zurück, insbesondere bei den Kosten für Logistik, Marketing und Gewährleistungsansprüche. Die Zinsaufwendungen sind aufgrund der negativen Zinsentwicklung in 2023 überproportional gestiegen (EUR 1,7 Mio). Das Geschäftsjahr endet mit einem EBIT von -14,8 Mio. Euro (Vj. -22,1 Mio. Euro). Die Hauptgründe, dass EBIT und EBT (Ergebnis vor Steuern) im Berichtsjahr unter den Erwartungen liegt, ist der anhaltende Rückgang im TV-Markt und Rückgang im MDA-Markt, die Auswirkungen der Inflation auf die Kosten in rückläufigen Märkten und ein Anstieg der Finanzierungskosten aufgrund hoher Zinsen. Für das Geschäftsjahr 2023 sind aufgrund der Verlustsituation keine Steuern vom Einkommen und Ertrag entstanden. Die Gesellschaft weist einen Jahresfehlbetrag von EUR -16,6 Mio aus (Vj. EUR 22,1 Mio). Bei den nicht finanziellen KPI gab es für 2023 folgende Planung: Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit gegenüber dem Vorjahr. Die Mitarbeiterzufriedenheit gemessen am Engagement Score hat sich positiv entwickelt. Zum 31. Dezember 2023 beträgt das Gesamtvermögen (Anlage-, Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten) EUR 186,5 Mio (Vorjahr EUR 124,6 Mio). Das Anlagevermögen umfasst im Wesentlichen PCs und sonstige Büroausstattung. Die Gesellschaft besitzt keine Immobilien, die Geschäftsräume sind angemietet. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von EUR 36,4 Mio zum 31. Dezember 2022 auf EUR 109,8 Mio zum 31. Dezember 2023 resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Forderungsverkäufe zum Jahresende 2023. Zum 31. Dezember 2023 bestanden EUR 8,8 Mio (Vj. EUR 79,8 Mio) Forderungen aus Factoring. Der Forderungsverkauf wurde zum Jahresende konzernweit kurzfristig herabgesetzt. Die Anpassung erfolgte in Abstimmung mit der Arcelik AS und in Abhängigkeit vom konzernweiten Cash-Bedarf. Des Weiteren sind die Vorräte durch den Abbau von Überbeständen um EUR 22,4 Mio zum Bilanzstichtag auf EUR 45,8 Mio zurückgegangen (Vj. EUR 68,2 Mio). Die liquiden Mittel betragen zum Stichtag EUR 3,2 Mio (Vj. EUR 7,6 Mio) und entsprechen 1,7 % (Vj. 6,1 %) der Bilanzsumme. Die sonstigen Rückstellungen sind insgesamt um EUR 2,1 Mio gestiegen, dabei vornehmlich im Vertriebsbereich. Die Rückstellungen für Kundenboni sind von EUR 33,2 Mio um EUR 3,9 Mio auf EUR 37,2 Mio gestiegen. Im Gegenzug sind die Gewährleistungsrückstellung von EUR 10,6 Mio auf EUR 8,0 Mio zurückgegangen. Aufgrund der anhaltenden Verlustsituation ist das Eigenkapital um EUR 16,6 Mio auf -EUR 19,2 Mio angestiegen. Der Ausweis erfolgt weiterhin auf der Aktivseite unter "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag". Die Finanzierung der Beko Germany erfolgte im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen durch Forderungsverkäufe und das Cash-Pooling. Insgesamt waren zum Stichtag 31. Dezember 2023 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 8,8 Mio verkauft und noch nicht zurückgezahlt (Vj. EUR 79,8 Mio). Der Forderungsverkauf wurde zum Jahresende konzernweit kurzfristig herabgesetzt. Die Anpassung erfolgte in Abstimmung mit der Arcelik AS und in Abhängigkeit vom konzernweiten Cash-Bedarf. Die Finanzlage ist insbesondere dadurch gekennzeichnet, dass ein Großteil der Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt EUR 135,7 Mio (Vj. EUR 75,9 Mio) durch den Anstieg des negativen Cashpoolsaldos zum Jahresende verursacht ist (EUR 80,3 Mio bzw. 59,2 % der Gesamtverbindlichkeiten; Vj. EUR 16,3 Mio bzw. 21,4 % der Gesamtverbindlichkeiten). Die Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Finanzierung der Gesellschaft ist somit von der Einbindung in den Arcelik-Konzern und insbesondere von der Kreditierung der Lieferantenverbindlichkeiten innerhalb des Konzerns abhängig. Aufgrund der Möglichkeit der Inanspruchnahme von Lieferantenkrediten aus dem Warenbezug von Gesellschaften des Arcelik-Konzerns wird die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft als gesichert angesehen. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit im Geschäftsjahr 2023 und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Lageberichts gegeben. Gesamtbeurteilung der GeschäftsführungDer Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 war weiterhin geprägt von einem starken Marktverfall im TV-Segment, welches das Ergebnis der Gesellschaft maßgeblich negativ beeinflusst hat. Insgesamt ist aus Sicht der Geschäftsleitung die Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft nicht zufriedenstellend. Kostenreduzierungen in fast allen operativen Bereichen konnten den Rückgang in der Bruttomarge nicht kompensieren. Die Finanzlage der Gesellschaft ist derzeit aufgrund der Verlustsituation angespannt. Die Finanzierung ist weiterhin durch den Konzern sichergestellt. Es besteht eine Cashpool-Vereinbarung und eine Patronatserklärung im Falle finanzieller Schwierigkeiten von Seiten der Arcelik A.S., Türkei. Erläuterungen hierzu finden sich im Kapitel über Risiken der zukünftigen Entwicklung. RisikomanagementDie Gesellschaft ist in den Risikomanagementprozess der Arcelik A.S., Türkei, eingebunden. Die Dokumentation sowie die Risikoidentifikation und -verfolgung bei wichtigen Planungs- und Entscheidungsprozessen werden fortlaufend aktualisiert. Bestehende Prozesse des Risikomanagements werden kontinuierlich überprüft und verbessert bzw. angepasst. Wesentlicher Bestandteil der Risikoüberwachung ist die detaillierte Finanz- und Budgetplanung vor Beginn des Geschäftsjahres. Die Planung wird im Rahmen einer fortlaufenden Planung ("Forecast") an die tatsächlichen Ergebnisse sowie das wirtschaftliche Umfeld angepasst. Im Rahmen der monatlichen Berichterstattung an die Arcelik A.S. werden die Soll-/Ist Abweichungen analysiert und erläutert und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen EntwicklungDie von der Geschäftsführung identifizieren Risiken und Chancen sind im Folgenden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft aufgeführt. Der Markt für Unterhaltungselektronik in Deutschland ist geprägt von einem anhaltenden Technologiewandel und einer zunehmenden Herstellerkonzentration und E-Commerce im Handel. Anbieter aus dem Niedrigpreis-Segment setzen ihre aggressiven Bemühungen fort, auf dem europäischen TV-Markt Anteile zu gewinnen. Dies führt zu einer starken Wettbewerbsintensität und im TV-Bereich zu einer stetigen Preiserosion. Diese Marktentwicklung kann sich verstärken, wenn sich das Konsumklima verschlechtert. Diesen Entwicklungen begegnet die Beko Germany mit der kontinuierlichen Markteinführung neuer Produkte und dem konsequenten, trendbewussten Ausbau des Produktportfolios. Der Fokus wird hierbei zunehmend auf höherwertigere Geräte gelegt. Zudem setzt die Arcelik Gruppe seit einigen Jahren einen sehr starken Fokus auf Nachhaltigkeit und CO 2 -Neutralität. Die Wirksamkeit der seit vielen Jahren in allen Unternehmens-, Entwicklungs- und Produktionsbereichen implementierten Nachhaltigkeitsstrategie wurde bereits mit vielen Auszeichnungen bestätigt. Das Unternehmen ist zum wiederholten Mal in Folge auf dem Dow Jones Sustainability Indices (DJSI) unter den am höchsten ausgezeichneten Hausgerätehersteller gelistet. Eine enge und regelmäßige Berichterstattung des Lagerbestands, auch in Zusammenarbeit mit den Logistik-Dienstleistern, und der Forderungen sowie die Vornahme von Direktgeschäften bei Großaufträgen reduziert die Risiken im Umlaufvermögen. Das Ausfallrisiko der Forderungen wird darüber hinaus über eine Warenkreditversicherung und ein straffes Kreditmanagement begrenzt. Im Jahr 2023 haben sich keine wesentlichen Forderungsausfälle ergeben. Für Beko Germany als reine Vertriebsgesellschaft können Preisänderungsrisiken aus einem möglichen Anstieg der Beschaffungspreise resultieren. Durch den vollständigen Bezug der vertriebenen Produkte von Gesellschaften der Arcelik-Gruppe können diese Risiken für die Gesellschaft reduziert werden. Beko Germany ist andererseits als reine Vertriebsgesellschaft von der Belieferung mit Waren von den Unternehmen der Arcelik-Gruppe zu wettbewerbsfähigen Einkaufspreisen abhängig. Dies ist durch eine konzernweite Transferpreisrichtlinie gewährleistet. Preisänderungen werden jährlich zu Jahresbeginn von Seiten Arcelik kommuniziert und, soweit möglich, an den Handel weitergereicht. Risiken aus dem Krieg in Nahost und mit der Ukraine ergeben sich aufgrund der Verschlechterung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Verteuerung der Rohstoffe und Produktions- und Logistikkosten, insbesondere in Europa. Auf der Beschaffungsseite wirken sich höhere Preise für Energie, Metall und Kunststoffe aus. Der Preiserhöhung auf der Beschaffungsseite versucht die Beko Grundig GmbH mit angemessenen Preissteigerungen am Markt gegenzusteuern. Das Verbraucherverhalten ist allerdings durch die Inflation weiterhin gedämpft, so dass Investitionen aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus nicht getätigt oder verschoben werden. Auf dem Absatzmarkt können Risiken durch die bestehende Konzentration im Einzelhandel und der damit einhergehenden Abhängigkeit von wenigen Großkunden entstehen. Die Kundenstruktur der Beko Germany ist divers, bedingt durch das Produktportfolio, was das Risiko einer einseitigen Abhängigkeit von Großkunden mindert. Aufgrund der hohen Qualität der Produkte, langjähriger Kundenbindungen und der qualifizierten Betreuung und Beratung unserer Kunden, insbesondere im Bereich der Haushaltsgroßgeräte, sind derzeit keine wesentlichen Kundenverluste zu verzeichnen. Die Beko Germany wickelt ihre Geschäfte ausschließlich in Euro und auf der Einkaufsseite auch in USD ab. Für die Transaktionen in USD besteht ein separates USD Konto bei der Citibank zur Abwicklung der Zahlungen. Das Hedging der USD-Transaktionen übernimmt die zentrale Treasury-Abteilung der Arcelik-Gruppe für die Gesellschaft. Im Jahr 2023 entstanden Fremdwährungsgewinne in Höhe von EUR 0,3 Mio (Vj. EUR 1,2 Mio) und Fremdwährungsverluste von EUR 0,3 Mio (Vj. EUR 1,2 Mio), die vornehmlich durch die Bewertung des USD-Bankkontos zum Monatsende verursacht sind. Die Einkäufe der Produkte werden zum größten Teil in USD getätigt. Die Beko Grundig erwirbt zum Monatsende die erforderlichen USD-Beträge und versucht somit die Währungskursschwankungen unterjährig zu nivellieren. Risiken aus Urheberrechtsverpflichtungen werden durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen. Dabei fließen in die Bewertung der Rückstellungen die Schiedswerte aus dem im Geschäftsjahr 2019 abgeschlossenen Vertragsverfahren ein. Seit Abschluss des Schiedsverfahrens sind die Tarife bis Ende 2022 vertraglich fixiert und somit quantifizierbar. Der Vertrag wurde in 2023 nicht gekündigt, so dass die Tarife weiterhin Gültigkeit haben. Risiken bestehen prinzipiell auch aus aktuell nicht absehbaren rechtlichen und behördlichen Verfahren, denen sich die Gesellschaft nicht entziehen kann und die, je nach Ausgang, zu unvorhersehbaren Liquiditätsabflüssen führen könnten. Im Übrigen sind die allgemeinen Geschäftsrisiken durch ausreichend dotierte Versicherungspolicen abgedeckt. Liquiditätsrisiken wird durch das Factoring von Kundenforderungen, die Gewährung von Krediten für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem Kauf von Waren bei verbundenen Unternehmen sowie durch die Einbeziehung der Gesellschaft in ein konzernweites Cash-Poolsystem begegnet. Der Forderungsverkauf wurde zum Jahresende konzernweit kurzfristig herabgesetzt. Die Anpassung erfolgte in Abstimmung mit der Arcelik AS und in Abhängigkeit vom konzernweiten Cash-Bedarf. Für den Fall finanzieller Schwierigkeiten kann die Gesellschaft auf die finanzielle Unterstützung der Arcelik-Gruppe zurückgreifen. Arcelik A.S., Istanbul/Türkei, eine Gesellschaft des Koc-Konzerns und zu 100 % mittelbar an der Beko Germany beteiligt, hat aus diesem Grund eine unbefristete Patronatserklärung zugunsten der Beko Germany abgegeben, wonach Arcelik A.S. sich verpflichtet, die Beko Germany auf deren erstes Anfordern mit den notwendigen finanziellen Mitteln so auszustatten, dass diese in der Lage ist, alle fälligen Forderungen ihrer Gläubiger zu befriedigen und dadurch eine bestehende oder drohende Zahlungsunfähigkeit der Beko Germany zu beseitigen und/oder um eine etwaig drohende oder bestehende Überschuldung der Beko Germany im Sinne der Insolvenzordnung ("InsO") zu vermeiden, sofern die Zahlungsunfähigkeit und/oder Überschuldung eine Insolvenzantragspflicht der Geschäftsführer der Beko Germany gemäß § 15a InsO auslösen würde. Außerdem treten die Forderungen der Patronin auf Rückzahlung einschließlich Zinsen und Kosten im Range hinter alle gegenwärtigen und künftigen Forderungen anderer Gläubiger der Beko Germany gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 1 bis 5 Insolvenzordnung (InsO) zurück, und die Patronin verpflichtet sich, ihre nachrangigen Ansprüche gegenüber der Beko Germany solange und soweit nicht geltend zu machen, wie dies zur Vermeidung einer Überschuldung i.S.d. § 19 InsO oder eines sonstigen Insolvenz-Eröffnungsgrunds der Beko Germany notwendig ist. Diese Vereinbarung hat eine unbestimmte Laufzeit und kann jederzeit mit einer Frist von 24 Monaten zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden. Es ergaben sich im Geschäftsjahr keine Liquiditätsengpässe. Wesentliche Zahlungsstromrisiken bestehen wie im Vorjahr nicht. Risiken bestehen auch beim Verlust von erfahrenen Mitarbeitern und der Nachbesetzung von qualifizierten Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt. Dem wirkt die Gesellschaft entgegen durch die individuelle Förderung von Talenten, die Berücksichtigung von persönlichen Entwicklungswünschen und umfangreichen Trainingsprogrammen. Zudem gibt es eine Reihe von Mitarbeitervergünstigungen. Gegenwärtig sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden. Neben den Risiken bestehen auch Chancen aus der zukünftigen Geschäftstätigkeit, die im Folgenden aufgelistet sind. Die enge partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Handel wird auch zukünftig fortgesetzt und intensiviert. Der erfolgreiche Wandel vom Unternehmen im Bereich Consumer Electronic hin zum Home Electronics Unternehmen wird weiter betrieben und die Angebotsvielfalt in allen Bereichen trendbewusst gestaltet. Im Rahmen eines Fachhandelskonzepts soll die Positionierung der Marke Grundig im Fachhandel als umweltfreundliche und ressourcenschonende Alternative über die gesamte Produktpalette erreicht werden. Chancen der zukünftigen Entwicklung sehen wir zudem in der Fokussierung auf den Absatzkanal eCommerce. Des Weiteren koordiniert die Beko Germany vom Standort Eschborn aus die (Vertriebs-) Aktivitäten in der Region Nordeuropa für die Marken Beko, Grundig, Blomberg, Altus und Elektrabregenz in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Benelux und in den skandinavischen Ländern aufgrund ihrer Funktion als Headquarter der Region. Aus der Bündelung der Vertriebsaktivitäten erhofft man sich einen besseren Marktzugang in der gesamten Region. NachtragsberichtAm 7. November 2024 hat das Unternehmen ein Darlehen in Höhe von 25 Millionen Euro aufgenommen, dass eine Laufzeit von 36 Monaten hat. Diese Finanzierung dient der Sicherstellung der operativen Liquidität. PrognoseberichtDie Jahresprojektion der Bundesregierung geht von einem preisbereinigten Wachstum der Weltwirtschaft von 3,1 % für 2024 und von 3,2 % für 2025 aus. Die Auswirkungen des Nahostkonflikts, des anhaltenden Ukrainekriegs und Unsicherheiten in den weltweiten Lieferketten belasten weiterhin die Weltwirtschaft und den Handel mit negativen Auswirkungen auf die Lebensmittel-, Energie- und Transportkosten. Ein allmählicher Aufschwung in der Halbleiter- und Elektronikproduktion in Asien und ein stärkerer PKW-Verkauf stützen den Warenhandel und der Dienstleistungshandel wird durch die Rückkehr des internationalen Fluggastverkehrs auf ein Niveau vor der Pandemie angehoben. Der IWF erwartet ein Wachstum des Welthandels von knapp über 3% für 2024 und 2025, was jedoch deutlich unter dem historischen Durchschnittswert der letzten Jahrzehnte von 4,9 % liegt. In der EU dürfte die rückläufige Inflation zur Stärkung der Konsumnachfrage der privaten Haushalte führen. Allerdings wird nach der Stagnation in 2023 eine nur ein leichter Anstieg der Wirtschaftskraft erwartet. Die deutsche Wirtschaft erwartet für 2024 keine Erholung von den Nachwirkungen der vorangegangenen und teils anhaltende Krisen und rechnet mit null Prozent Wachstum. Ursächlich hierfür sind die schwache Konjunkturbelebung in der Industrie, hohe Immobilienpreise und ein zurückhaltendes Konsumentenverhalten (Quelle: IWF Prognose 22.10.2024). Für 2025 wurden die Erwartungen auf 0,8% korrigiert. Langanhaltende Versorgungsengpässe aufgrund andauernder geopolitischer Spannungen könnten langfristig die Produktionskosten in die Höhe treiben und somit die Marktsituation der Beko Germany aufgrund steigender Verrechnungspreise verschlechtern. Anzeichen für diese Entwicklung sind derzeit nicht erkennbar. Im Jahr 2024 erwartet das Management eine Steigerung der Bruttomarge durch einen besseren Preis und Mix sowie eine strikte Kontrolle der Betriebskosten. Aufgrund der geringeren Größe des Marktes, in dem das Unternehmen tätig ist, wird der Umsatz nach IFRS leicht unter dem Niveau von 2023 bleiben. Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität werden gesehen in der Schaffung von Synergien durch die Integration der Whirlpool-Gesellschaften in die Arcelik-Gruppe insbesondere in den Bereichen Supply Chain, Lagerhaltung und After Sales Services und durch Stellenabbau. Aufgrund der organisatorischen Veränderung in der Arcelik-Gruppe ist mit einer moderaten Verschlechterung der Mitarbeiterzufriedenheit zu rechnen. Ziel ist es, in den Folgejahren ein ausgeglichenes EBIT im Sinne der operativen Profitabilität nach IFRS zu erreichen.
Eschborn, den 13. Dezember 2024 Jens-Christoph Bidlingmaier, Geschäftsführer Till Bickelmann, Geschäftsführer Inan Kirac, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Allgemeine AngabenDie Beko Germany GmbH, Eschborn, ist ein Tochterunternehmen der Alleingesellschafterin Beko Europe B.V., Amsterdam/Niederlande. Oberste Konzerngesellschaft ist die börsennotierte Arçelik A.S., Istanbul, Türkei. Der Sitz der Gesellschaft ist seit Mai 2022 in Eschborn Gemäß Anteilsübertragungsvertrag vom 20. November 2023 wurden sämtliche Anteile an der Beko Germany GmbH von der Beko B.V., Amsterdam auf die Beko Europe B.V., Amsterdam, übertragen. Am 1. April 2024 wurden 25% der Anteile an der Beko Europe B.V. an die Whirlpool EMEA Holdings LLC (USA) veräußert. Am 14. Dezember 2023 wurde der Firmenname in Beko Germany GmbH geändert. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 22. Dezember 2023. Der Unternehmenszweck der Gesellschaft bestand im Berichtszeitraum in dem Handel mit Produkten der Unterhaltungselektronik und mit Haushaltsgeräten, vor allem der Marken "Beko", "Grundig", "Blomberg" und "Altus" und aller anderen Marken, die von Arçelik A.S., Türkei, produziert und/oder verkauft werden, einschließlich dem Import und Export dieser Produkte. Seit November 2023 findet für die Beko Germany GmbH und die Beko Deutschland GmbH für den Zeitraum 2017 bis 2021 eine steuerliche Betriebsprüfung in den Geschäftsräumen in Eschborn statt. Inhalt der steuerlichen Außenprüfung sind die Steuerarten für Einkommens- und Ertragssteuern und Umsatzsteuern. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt, da eine positive Fortführungsprognose vorliegt. II. RegisterinformationenDie Gesellschaft unter der Firma Beko Germany GmbH mit Sitz in Eschborn ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nr. HRB 128781 eingetragen. III. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet. Das abnutzbare Sachanlagevermögen wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Soweit notwendig, erfolgen im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung zum Bilanzstichtag außerplanmäßige Abschreibungen. Geringwertige Anlagegüter (bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00) werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und der Abgang unterstellt. Die Nutzungsdauer beträgt bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 13 Jahren. Bei den Finanzanlagen sind die Beteiligungen sowie der Genossenschaftsanteil zum langfristigen Verbleib zu Anschaffungskosten bilanziert. Soweit notwendig, erfolgen im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung zum Bilanzstichtag außerplanmäßige Abschreibungen. Die Bewertung der Vorräte (ausschließlich Handelswaren) erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Bewertung der Vorräte erfolgt nach der Methode des gleitenden Durchschnitts. Die Anschaffungskosten sind jedoch nicht höher als mit dem voraussichtlichen Verkaufserlös, abzüglich der noch anfallenden Kosten, bewertet (verlustfreie Bewertung). Den Bestandsrisiken, die sich aus Lagerdauer, verminderter Verwertbarkeit sowie erwarteten niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Kurs zum Buchungszeitpunkt erfasst und zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag neu bewertet. Realisierte und unrealisierte Kursgewinne und -verluste der betreffenden Forderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Erkennbare Ausfallrisiken bei Forderungen werden durch individuelle Wertberichtigungen berücksichtigt, dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Soweit Ausfallrisiken durch eine Warenkreditversicherung gedeckt sind, wird keine Wertberichtigung gebildet. Für Zwecke der Finanzierung verkauft die Gesellschaft regelmäßig einen Teil ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines echten Factorings. Die Gesellschaft erzielt daraus neben dem positiven Liquiditätseffekt den Vorteil der Unabhängigkeit von Kundenzahlungszielen. Das Veritätsrisiko in Bezug auf die Forderungen trägt die Gesellschaft. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt und stimmt mit dem Handelsregistereintrag zum Bilanzstichtag überein. Zum 31. Dezember 2023 beträgt das Eigenkapital EUR - 19.122.751,33 und ist unter dem Posten "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" ausgewiesen.. Für erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen werden in angemessenem Umfang Rückstellungen gebildet. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Kurs zum Buchungszeitpunkt erfasst und zum Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs neu bewertet. Realisierte und unrealisierte Kursgewinne und -verluste der betreffenden Verbindlichkeiten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und Entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Aktive latente Steuern ergäben sich aufgrund unterschiedlicher Ansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz. Die aktive Steuerlatenz der Gesellschaft ergäbe sich insbesondere aufgrund der bestehenden Verlustvorträge und würde, unter Bezugnahme auf den Steuersatz von 27,375 %, TEUR 17.426 betragen. Auf fremde Währung lautende sonstige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur Bilanz sowie zur Gewinn- und VerlustrechnungAKTIVA (1) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im Anlagespiegel dargestellt. Die Zugänge in der Betriebs- und Geschäftsausstattung resultieren aus der Einrichtung des neuen Showrooms in Eschborn (TEUR 229), der Erweiterung der Ausstellungsflächen für eine Dauerausstellung im Küchenbereich (TEUR 261) und EDV Hardware von TEUR 48. Abgänge von TEUR 9 betreffen Büromöbel. Die Beko Germany GmbH hält zum Bilanzstichtag folgende Finanzanlagen:
(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Zur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeiten waren zum Bilanzstichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Nominalwert von TEUR 8.833 (Vj. TEUR 79.832) an einen Factor verkauft. Der Vorteil dieser Geschäfte liegt insbesondere in der Finanzierungs- und Delkrederefunktion des Factorings. Wesentliche Risiken bestehen für die Gesellschaft aus diesen außerbilanziellen Geschäften nicht. Darüber hinaus existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich wie im Vorjahr ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegenüber KOÇ SİSTEM BİLGİ VE İLETİŞİM in Höhe von TEUR 77 sind aufgrund voraussichtlicher Uneinbringlichkeit wertberichtigt. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 1.081 (Vj. TEUR 671), Forderungen aus Barhinterlegungen beim Hauptzollamt in Höhe von TEUR 400 (Vj. TEUR 400), sonstige Kautionen TEUR 157 (Vj. TEUR 155), Forderungen an Versicherungen aus Schadensfällen von TEUR 219 (Vj. TEUR 0) und Umsatzsteuerforderungen in Höhe von TEUR 809 (Vj. TEUR 0). Forderungen gegen die neue Gesellschafterin, Beko Europe B.V., Amsterdam/Niederlande, bestehennicht. Forderungen gegen Beko B.V. (alte Gesellschafterin) betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 65 (Vorjahr TEUR 0). Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben mit Ausnahme der Kautionen eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. (3) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten In diesem Posten sind neben laufenden Bankguthaben von TEUR 2.643 (Vj. TEUR 7.038) auch verpfändetes Bankguthaben in Höhe von TEUR 525 (Vj. TEUR 525) enthalten. Es handelt sich dabei um die Besicherung von Bürgschaften, die die Bank im Auftrag der Berichtsfirma herausgelegt hat. (4) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten In den Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Beträge für Factoring-Zinsen i. H. v. TEUR 114 (Vj. TEUR 373) und die Abgrenzung von Ausgaben, die das Jahr 2024 betreffen, von TEUR 107 (Vj. TEUR 54). PASSIVA (5) Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital von TEUR 25 wird zu 100% von Beko Europe B.V., Amsterdam, Niederlande, gehalten. Die Entwicklung des Eigenkapitals stellt sich wie folgt dar:
Der Ausweis des "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" erfolgt gem. § 268 Abs. 3 HGB auf der Aktivseite als rechnerischer Posten. (6) Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind vor allem Beträge für Kundenboni und Rabatte in Höhe von TEUR 37.167 (Vj. TEUR 33.207), Garantieverpflichtungen von TEUR 7.962 (Vj. TEUR 10.552), ausstehende Rechnungen von TEUR 3.845 (Vj. TEUR 2.788), Verpflichtungen aus dem Personalbereich von TEUR 1.443 (Vj. TEUR 1.680) und Entsorgungsgebühren gem. WEEE-Richtlinie von TEUR 284 (Vj. TEUR 118) enthalten. (7) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als 1 Jahr und mehr als 5 Jahren. (8) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 34.154 (Vj. TEUR 40.498). Davon entfallen auf Warenlieferungen TEUR 33.721 (Vj. TEUR 40.113) und auf Serviceleistungen gegenüber der alten Gesellschafterin Beko B.V. TEUR 433 (Vj. TEUR 385). Gegenüber der neuen Gesellschafterin Beko Europe B.V. bestehen keine Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind alle innerhalb eines Jahres fällig. (9) Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der Factoringbank in Höhe von TEUR 5.044 (Vj. TEUR 6.831), welche sich aus den Zahlungseingängen auf bereits verkaufte Forderungen ergeben und an die Factoringbank weiterzuleiten sind, Verbindlichkeiten aus Einfuhrzöllen in Höhe von TEUR 6.344 (Vj. TEUR 5.878) und kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 122 (Vj. TEUR 962). Unter den sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern sind Lohnsteuerforderungen in Höhe von TEUR 255 (Vj. TEUR 225) ausgewiesen. (10) Haftungsverhältnisse Aus der Durchführung eines Factoring Vertrages besteht ein Ausfallrisiko in Höhe von TEUR 883 (Vj. TEUR 7.983), was dem nicht versicherten Anteil der verkauften Forderungen entspricht. Das Risiko der Inanspruchnahme wird aufgrund unserer Einschätzung der Zahlungsfähigkeit der betreffenden Schuldner als gering eingeschätzt. Sonstige Haftungsverhältnisse bestehen nicht. (11) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 6.828 (Vj. TEUR 10.034) betreffen vor allem Miet- und Leasingverträge und sonstige vertragliche Verpflichtungen gegenüber fremden Dritten. Die Fälligkeiten stellen sich wie folgt dar:
Die Miet- und Leasingverträge betreffen das Verwaltungsgebäude am Standort in Eschborn, den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker). In allen Fällen handelt es sich um sog. "Operating-Lease" Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (Werte in Tausend Euro)(12) Umsatzerlöse
(13) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Berichtsjahr Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 343 (Vj. TEUR 1.154) und Erträge aus Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen TEUR 96 (Vj. TEUR 94). Wesentliche periodenfremde Erträge bestehen aus der Auflösung von in Vorjahren gebildete Rückstellungen für Kundenboni und nachlaufende Rechnungen von TEUR 3.047 (Vj. TEUR 4.297). Außergewöhnliche Erträge lagen im Berichtsjahr wie im Vorjahr nicht vor. (14) Sonstige betriebliche Aufwendungen Dieser Posten umfasst im Wesentlichen: Fracht- und Logistikaufwendungen TEUR 19.320 (Vj. TEUR 22.826), Garantieaufwendungen TEUR 11.312 (Vj. TEUR 13.267), Werbeaufwendungen TEUR 4.606 (Vj. TEUR 6.771), Lizenzen für den Markennamen TEUR 1.293 (Vj. TEUR 1.715), Fremdleistungen TEUR 2.448 (Vj. TEUR 1.525), EDV-Aufwendungen TEUR 617 (Vj. TEUR 741), Mieten TEUR 1.309 (Vj. TEUR 640), und Kursverluste TEUR 337 (Vj. TEUR 1.213). Wesentliche periodenfremde und/oder außergewöhnliche Aufwendungen lagen im Berichtsjahr wie im Vorjahr nicht vor. (15) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aufgrund der Verlustsituation sind keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gebildet worden. VI. Sonstige AngabenMitarbeiterzahlen
Honorare Abschlussprüfer, Steuerberater und Rechtsanwälte: Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt für das Berichtsjahr für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 132 (Vj. TEUR 129). Steuerberaterkosten sind in Höhe von TEUR 98 (Vj. TEUR 111) angefallen. Honorare an Rechtsanwälte wurden in Höhe von TEUR 41 (Vj. TEUR 44) gezahlt. Nachtragsbericht Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 9. Januar 2024 wurde Herr Florian Marius Stoica als Geschäftsführer abberufen und Herr Evren Aksoy als einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer ernannt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 9. September 2024 wurde Herr Evrenk Aksoy als Geschäftsführer abberufen und die Herren Jens-Christoph Bidlingmaier und Till Bickelmann zu Geschäftsführern bestellt. Sie vertreten die Gesellschaft satzungsgemäß. Wesentliche Feststellungen aus der steuerlichen Außenprüfung, die Auswirkungen auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 haben könnten, haben sich bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses nicht ergeben. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres 2023 eingetreten sind, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. Geschäftsführung
Bezüge der Geschäftsführung Die in § 285 Nr. 9 HGB verlangten Angaben bzgl. Organbezügen unterbleiben. Es wird Gebrauch von § 286 Abs. 4 HGB gemacht. Ergebnisverwendung Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 16.554 wird zusammen mit dem Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Arcelik A.S., Istanbul/Türkei, als kleinsten Konzernkreis sowie in den Konzernabschluss der Koc Holding A.S., Istanbul/Türkei, als größten Konzernkreis einbezogen. Die Konzernabschlüsse beider Gesellschaften sind hier veröffentlicht: https://www.kap.org.tr/en/ (KAP Türkei).
Eschborn, den 13. Dezember 2024 Jens-Christoph Bidlingmaier, Geschäftsführer Till Bickelmann, Geschäftsführer Inan Kiraç, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Beko Germany GmbH, Eschborn Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Beko Germany GmbH, Eschborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Beko Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 13. Dezember 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Matthias Böhm, Wirtschaftsprüfer ppa. David Schubert, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde noch nicht festgestellt. |
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