METRONA GmbH
Parkgürtel 26, 50823 Köln, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Dietzel seit 31.10.2023 | Prokura |
Gebhard Mann seit 25.1.2021 | Prokura |
Stefan Eichenauer seit 17.9.2020 | Prokura |
Mario Eckert seit 17.9.2020 | Prokura |
Norbert Gerhard Rolf seit 25.1.2019 | Geschäftsführer |
Anita Heinrichs seit 22.10.2018 | Prokura |
Ali Bülent Öztürk seit 27.10.2016 | Prokura |
Oliver Geer seit 11.8.2016 | Geschäftsführer |
Dirk Nonn seit 11.8.2016 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 44.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stadtwerke Köln Gesellschaft mit beschränkter HaftungKölnKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bericht des AufsichtsratesSehr geehrte Damen und Herren, Der Aufsichtsrat hat im Berichtszeitraum die ihm nach Gesetz, Gesellschaftsvertrag und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben unter Beachtung des Public Corporate Governance Kodex der Stadt Köln (PCGK Köln) wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung entsprechend den ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag zugewiesenen Aufgaben regelmäßig beraten und sich von der Zweck- und Ordnungsmäßigkeit sowie der Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt. Er ist von der Geschäftsführung regelmäßig über den Gang der Geschäfte, die beabsichtigte Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der zukünftigen Geschäftsführung und der strategischen Grundausrichtung, über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft und des Konzernes sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle oder Ad-hoc-Risikomeldungen eingehend schriftlich und mündlich unterrichtet worden und hat mit der Geschäftsführung hierüber beraten. Die Aufsichtsratsvorsitzende stand mit der Geschäftsführung in ständigem Kontakt. Somit konnten wichtige Fragen der strategischen Ausrichtung, der Geschäftsentwicklung, des Risikomanagements sowie aktueller Entwicklungen unverzüglich erörtert werden. Der Aufsichtsrat hat ferner den Compliance-Bericht für den Stadtwerke Köln Konzern zur Kenntnis genommen. Die Berichte enthalten grundsätzlich eine Zusammenfassung des Organisationsstandes, die Mitteilung über die eingerichteten Instrumentarien, einen Ausblick auf weitere Optimierungsaufgaben sowie den Report über konkrete Compliance-Vorfälle. Im Berichtszeitraum 2022 wurden keine Verstöße gegen Compliance-Vorschriften festgestellt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind nach einer Empfehlung im PCGK Köln gehalten, gegenüber dem Aufsichtsrat etwaige Interessenkonflikte offenzulegen. Dieser berichtet über offengelegte Interessenkonflikte sowie deren Behandlung in der Gesellschafterversammlung. Alle Mitglieder des Aufsichtsrates haben die jährliche Erklärung nach Ziffer 2.9.3 des PCGK Köln darüber abgegeben, ob Interessenkonflikte bestehen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Interessenkonflikte bekannt. Für einen Geschäftsvorgang, der für das Unternehmen eilbedürftig war, wurde in einem begründeten Ausnahmefall der erforderliche Beschluss nach § 32 Mitbestimmungsgesetz im Rahmen einer schriftlichen Beschlussfassung des Aufsichtsrates gefasst. Beratungsschwerpunkte Im Geschäftsjahr 2022 haben vier turnusmäßige Sitzungen des Aufsichtsrates am 1. April, 13. Juni, 7. September und 7. Dezember sowie fünf außerordentliche Sitzungen am 28. März, 2. Mai, 15. Juni, 21. Juni und 4. November stattgefunden. Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat waren regelmäßig die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie die Versorgungssicherheit und die Entwicklung der Energiemärkte und -preise infolge des Krieges in der Ukraine. In der Sitzung des Aufsichtsrates am 28. März befasste sich der Aufsichtsrat im Anschluss an die Erörterungen im Aufsichtsrat im Jahr 2021 eingehend mit der Managementstruktur der Stadtwerke Köln GmbH und hat auf Grundlage der Erörterungen im Aufsichtsrat und der vorgelegten Unterlagen den Grundsatzbeschluss gefasst, die Geschäftsführung strukturell um ein viertes, hauptamtlich tätiges Geschäftsführungsmitglied zu erweitern. Die abschließenden Befassungen mit dem Strategiecheck 2021 des Stadtwerke Köln Konzernes erfolgten in den Sitzungen des Aufsichtsrates am 13. Juni, 21. Juni sowie 7. September 2022. Gegenstand der Beratungen und Beschlussfassungen des Aufsichtsrates waren gemäß den rechtlichen und gesellschaftsvertraglichen Vorgaben im Berichtszeitraum zudem folgende weitere Themen:
Der Aufsichtsrat wurde von der Geschäftsführung laufend über alle wichtigen Geschäfte und die wirtschaftliche Entwicklung informiert. In der Sitzung am 13. Juni 2022 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Lagebericht 2021 ausführlich beraten und gebilligt. Nach pflichtgemäßer Prüfung hat der Aufsichtsrat - gemeinsam mit der Geschäftsführung - zudem für das Geschäftsjahr 2021 erstmalig die Entsprechenserklärung im Zusammenhang mit der Erklärung der Geschäftsführung über die Corporate Governance des Unternehmens gemäß dem PCGK Köln in der im Jahr 2020 vom Rat der Stadt Köln beschlossenen Fassung abgegeben. Den Wirtschaftsplan 2023, bestehend aus dem Erfolgs- und Finanzplan, hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 7. Dezember 2022 ausführlich beraten und gebilligt. Der Aufsichtsrat hat sich regelmäßig über bestehende Risiken und das Risikomanagement der Gesellschaft, insbesondere im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und der Energiekrise, informiert. Im Berichtsjahr 2022 hat der Aufsichtsrat bei der Ausübung seiner Überwachungsfunktion die Regelungen und Empfehlungen des PCGK Köln in der im Jahr 2020 vom Rat der Stadt Köln beschlossenen Fassung berücksichtigt, um die Transparenz und Effizienz bei kommunalen Beteiligungen weiter nachhaltig zu verbessern. Zur Anwendung der Regeln des PCGK Köln, zu Abweichungen von diesen und Begründungen für diese Abweichungen wird auf die von Geschäftsführung und Aufsichtsrat gemeinschaftlich abgegebene Entsprechenserklärung in der Anlage zum Jahresabschluss verwiesen. Ausschüsse des Aufsichtsrates Der am 20. September 2019 gebildete Präsidialausschuss des Aufsichtsrates der Stadtwerke Köln GmbH hat im Geschäftsjahr 2022 18-mal getagt. Die Mitglieder des Präsidialausschusses wurden über wichtige Geschäftsvorgänge unterrichtet und haben sich mit Geschäftsführungs- und Aufsichtsratsangelegenheiten sowie mit der Managementstruktur der Stadtwerke Köln GmbH befasst sowie Beschlussempfehlungen an den Aufsichtsrat erarbeitet. Der am 20. September 2019 gebildete Finanzausschuss des Aufsichtsrates der Stadtwerke Köln GmbH hat im Geschäftsjahr 2022 zweimal getagt. Die Mitglieder des Ausschusses wurden insbesondere über wichtige Geschäftsvorgänge unterrichtet, haben sich mit Investitions- und Finanzangelegenheiten, dem Liquiditätsmanagement der Stadtwerke Köln GmbH im Zuge der Energiekrise sowie der Arbeit der Konzernrevision und des Compliance-Beauftragten befasst und haben den Jahresabschluss 2021 sowie den Wirtschaftsplan 2023 vorberaten. Der Finanzausschuss des Aufsichtsrates hat darüber hinaus Prüfungsschwerpunkte für die Prüfung des Jahresabschlusses 2022 festgelegt, den Prüfauftrag an den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 erteilt sowie die Honorarvereinbarung mit diesem vereinbart. In seiner Sitzung am 2. Mai 2022 hat der Aufsichtsrat eine Findungskommission des Aufsichtsrates eingerichtet, der vorbereitende Maßnahmen zur Suche eines Kandidaten/einer Kandidatin für die neugeschaffene Position eines hauptamtlich tätigen Geschäftsführungsmitgliedes übertragen wurden. Die Findungskommission des Aufsichtsrates tagte im Jahr 2022 14-mal und unterbreitete dem Aufsichtsrat abschließend einen Vorschlag zur Besetzung der im Jahr 2022 ausgeschriebenen Position. Der Aufsichtsrat wurde über die Arbeit in den vorgenannten Ausschüssen durch die Ausschussvorsitzenden regelmäßig in den Sitzungen des Aufsichtsrates in Kenntnis gesetzt. Der auf die mitbestimmungsrechtlichen Aufgaben nach § 27 Abs. 3 MitbestG ausgerichtete Ausschuss des Aufsichtsrates der Stadtwerke Köln GmbH hat im Geschäftsjahr 2022 nicht getagt. Mitglieder der Geschäftsführung nahmen an den Ausschusssitzungen regelmäßig teil, sofern sie nicht selbst betroffen waren. Jahresabschlussprüfung Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 sind von dem von der Gesellschafterversammlung gewählten und vom Finanzausschuss des Aufsichtsrates beauftragten Abschlussprüfer, der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss sowie den Lagebericht und Konzernlagebericht seinerseits geprüft. Der Bericht des Abschlussprüfers ist dem Aufsichtsrat durch die Aufsichtsratsvorsitzende ausgehändigt worden. Die Berichte wurden in die Aussprache und Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat einbezogen. Der Abschlussprüfer hat an den Beratungen des Aufsichtsrates über den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2022 am 13. Juni 2023 teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und für Erläuterungen zur Verfügung gestanden. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfungen sind Einwendungen nicht zu erheben. Die Darstellung und Beurteilung der Lage der Gesellschaft und des Konzernes, insbesondere die Darstellung und Einschätzung des Risikoszenarios, die die Geschäftsführung im Lagebericht und Konzernlagebericht abgibt, teilt der Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 und empfiehlt in Übereinstimmung mit der Geschäftsführung dessen Feststellung durch die Gesellschafterversammlung. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag der Geschäftsführung über die Verwendung des Bilanzgewinnes an. Veränderungen im Aufsichtsrat Im Aufsichtsrat der Stadtwerke Köln GmbH gab es mehrere Veränderungen. Nach der Wahl der Arbeitnehmervertreter/-innen in den Aufsichtsrat der Stadtwerke Köln GmbH gemäß § 13 Abs. 2 der 3. WO MitbestG im Jahr 2022 begann die Amtszeit der neu gewählten bzw. wiedergewählten Arbeitnehmervertreter/-innen im Aufsichtsrat mit Wirkung ab Beendigung der Gesellschafterversammlung am 13. Juni 2022. Am 30. April 2022 ist Herr Detlef Friesenhahn aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Mit Wirkung zum 1. Mai 2022 wurde Herr Wolfgang Paul in den Aufsichtsrat gerichtlich bestellt. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den ausgeschiedenen Mitgliedern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und ihre Leistungen im Gremium zum Wohle des Unternehmens. Für die im Geschäftsjahr 2022 erbrachten Leistungen, für ihren Einsatz und die erfolgreiche Arbeit in dem von Krisen geprägten und für alle Beschäftigten sehr herausfordernden Jahr spricht der Aufsichtsrat der Geschäftsführung, dem Betriebsrat und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtwerke Köln GmbH sowie den Konzerngesellschaften seinen besonderen Dank aus.
Köln, im Juni 2023 Die Vorsitzende des Aufsichtsrates Anne Lütkes Zusammengefasster Lagebericht des Konzerns und der Stadtwerke Köln GmbH für das Geschäftsjahr 2022Vorbemerkungen zum Lagebericht Der Einzelabschluss und der Konzernabschluss der Stadtwerke Köln GmbH werden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Gemäß § 315 Abs. 5 in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB wird der Lagebericht für den Einzel- und Konzernabschluss zusammengefasst. Grundlagen des Konzerns Geschäftsmodell und Konzernstruktur Die Stadtwerke Köln GmbH (SWK) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Stadt Köln. Gegenstand des Unternehmens ist die Gewährleistung, Unterstützung und Förderung von Aufgaben und Vorhaben im Bereich der Kommunalwirtschaft als Holding der Stadt Köln. Zu diesem Zweck hält sie Beteiligungen in folgenden Tätigkeitsfeldern:
sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Leistungen. Im Jahr 2022 haben die SWK und die Konzerngesellschaften die öffentliche Zwecksetzung erfüllt, die ihnen von der Stadt Köln im Rahmen der Daseinsvorsorge übertragen worden ist. Aus finanzwirtschaftlicher und strategischer Perspektive lassen sich aus den oben genannten Tätigkeiten folgende wesentliche Geschäftsfelder für den Stadtwerke Köln Konzern ableiten:
Das Geschäftsfeld Energie und Wasser wird im Wesentlichen durch die RheinEnergie AG, Köln, (RheinEnergie) sowie ihre Tochtergesellschaften und eine Beteiligung der GEW Köln AG, Köln, (GEW) geprägt. Das Geschäftsfeld Öffentlicher Personennahverkehr wird durch die Kölner Verkehrs-Betriebe AG, Köln, (KVB) repräsentiert. Im Geschäftsfeld Hafenumschlag und Güterverkehr übernimmt die Häfen und Güterverkehr Köln AG, Köln, (HGK) die Bereitstellung von Infrastruktur und zentralen Dienstleistungen für den Hafenbetrieb und den Schienenverkehr. Der operative Betrieb wird von den Tochter- und Beteiligungsgesellschaften der HGK wahrgenommen. Das Geschäftsfeld Abfallentsorgung und -verwertung wird zum einen durch die AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH, Köln, (AWB) vertreten, die im Wesentlichen Aufgaben der Abfallbeseitigung und Stadtreinigung, aber auch der Wertstofflogistik wahrnimmt. Zum anderen betreibt die AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH, Köln, (AVG) in Köln beziehungsweise in der Umgebung eine Müllverbrennungsanlage sowie eine Deponie für die Entsorgung von Industrie- und Gewerbeabfällen und zählt zusammen mit drei weiteren Beteiligungen ebenfalls zu diesem Geschäftsfeld. Die NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln, (NetCologne) bestimmt wesentlich den Geschäftsverlauf des Geschäftsfeldes Telekommunikation. Das Geschäftsfeld Liegenschaften beinhaltet die Aktivitäten der moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH, Köln (moderne stadt). Die übrigen Aktivitäten im Stadtwerke Köln Konzern sind wirtschaftlich eher von nachrangiger Bedeutung und werden nachfolgend unter "Sonstige Geschäftsfelder" zusammengefasst. Hierzu zählen insbesondere der Betrieb von Bädern im Stadtgebiet Köln sowie die Verwaltung von Wohnungen. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren auf Konzernebene sind Konzernaußenumsatz, Konzernjahresüberschuss und Eigenkapitalquote. Ferner wird die Investitionstätigkeit unter Beachtung von Wirtschaftlichkeits- und Finanzierungsgrundsätzen über definierte Steuerungskennzahlen wie zum Beispiel EBIT-Beitrag und Anlagendeckung (Relation des mittel- und langfristigen Kapitals zu langfristigen Vermögenswerten) überwacht. Mit Blick auf die Ausschüttungserwartung des Anteilseigners ist auf der Ebene der SWK-Holding der Jahresüberschuss der SWK maßgeblich. Dieser leitet sich wiederum im Wesentlichen aus den Ergebnisabführungen beziehungsweise -ausschüttungen der direkten Beteiligungen GEW, KVB, HGK, KölnBäder, AWB, AVG und moderne stadt ab. Wesentliche nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind absatz- und kundenbezogene Kenngrößen wie zum Beispiel Energieverkäufe, Netzeinspeisung, Fahrgastzahlen und Güterumschlag. Die genannten Kenngrößen werden grundsätzlich im Rahmen eines konzernweiten Planungsprozesses ermittelt. Dem Planungsprozess gehen Zielvereinbarungen zwischen Holding und Konzerngesellschaften sowie eine einheitliche Definition wesentlicher Planungsprämissen voraus. Die Organe und Gremien der SWK werden über Plan-Ist-Abweichungen sowie die Analyse der Abweichungsursachen mithilfe eines im Konzern einheitlichen Berichtsprozesses regelmäßig informiert. Die Konzerngesellschaften melden die voraussichtlichen Ist-Werte zu den wesentlichen Erfolgs- und Finanzkennzahlen des Gesamtjahres turnusmäßig an die SWK-Holding, die diese wiederum in einem Berichtswesen für ihre Organe und Gremien zusammenfasst. Geschäftsverlauf, wirtschaftliche Lage und Ertragslage Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2022 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 1,9 % höher als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine und zunächst extremen Energiepreiserhöhungen, die bis in den Sommer hinein anhielten. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise, zum Beispiel für Nahrungsmittel, sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, erhöhte sich das BIP 2022 um 0,7 %. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2022 um 7,9 % gegenüber dem Jahr 2021 erhöht. Sie lagen damit deutlich höher als in den vorangegangenen Jahren. So hatte der Anstieg im Jahr 2021 noch 3,1 % betragen. Die monatlichen Inflationsraten - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat - waren im gesamten Jahr 2022 hoch und erreichten im Oktober 2022 mit +10,4 % den höchsten Wert. Die historisch hohe Jahresteuerungsrate wurde vor allem von den extremen Preisanstiegen für Energieprodukte und Nahrungsmittel seit Beginn des Krieges in der Ukraine sowie anhaltenden Lieferengpässen und einem deutlichen Anstieg der Preise auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen getrieben. Im Dezember 2022 lag die Inflationsrate bei +8,6 %. Sie schwächte sich damit zum Jahresende ab, blieb aber auf einem hohen Stand. Die außergewöhnlich hohen monatlichen Inflationsraten wurden zeitweise durch Entlastungsmaßnahmen abgemildert. Dazu gehörten neben dem 9-Euro-Ticket, dem Tankrabatt und dem Wegfall der EEG-Umlage auch die Senkung der Umsatzsteuer auf Gas und Fernwärme. Außerdem übernahm der Staat für den Monat Dezember einmalig die privaten Gas- und Wärmerechnungen. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 % oder 589.000 Personen mehr als im Vorjahr und so viele wie noch nie. Die Zahl der Beschäftigten in den Dienstleistungsbereichen stieg besonders stark, im Verarbeitenden Gewerbe dagegen nur leicht. Hier lag sie immer noch unter dem Niveau von vor drei Jahren. Auch im Baugewerbe gab es trotz des Fachkräftemangels erneut einen kleinen Beschäftigungszuwachs. Energie und Wasser Energiepolitische Rahmenbedingungen Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine sorgte im Berichtsjahr für stark schwankende Energiepreise und wachsende Versorgungsängste in vielen EU-Mitgliedstaaten. Nach Kriegsbeginn und als Reaktion auf Wirtschaftssanktionen gegen Russland sanken die Gaslieferungen aus Europas bislang wichtigster Gasquelle auf ein Rekordtief. Diese Verknappung befeuerte die Preise an den Beschaffungsmärkten für Energie und führte in der Folge auch bei Unternehmen zu massiven Preiserhöhungen. Die Preissteigerungen ließen sich indes nur zum Teil an die Verbraucher weitergeben. Die größten energiewirtschaftlichen Herausforderungen des Jahres lagen in der Versorgungssicherheit und der Bereitstellung bezahlbarer Energie. Dazu hat die Bundesregierung seit Frühjahr 2022 drei Entlastungspakete auf den Weg gebracht: Die EEG-Umlage fiel weg, die Mehrwertsteuer für Gas und Fernwärme wurde zeitweise gesenkt und es gab eine Dezember-Soforthilfe für Gas- und Fernwärmekunden. Auf EU-Ebene wurde das REPowerEU-Paket entwickelt, das darauf abzielt, die Abhängigkeit Europas von fossilen Brennstoffen aus Russland zu reduzieren und die Energiewende zu beschleunigen. Energiemarkt Der Energieverbrauch in Deutschland ist im Berichtsjahr nach Zahlen der AG Energiebilanzen e.V. gegenüber dem Vorjahr um 4,7 % auf 403,6 Mio. Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) gefallen. Das ist der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung. Infolge der stark gestiegenen Energiepreise kam es sowohl zu kurzfristigen, verhaltensbedingten Einsparungen als auch zu Energieeffizienzinvestitionen mit längerfristigen Auswirkungen. Zur Minderung des Energieverbrauchs dürften auch Produktionskürzungen in einzelnen Branchen geführt haben. Erneuerbare Energien steigerten ihren Beitrag zum Primärenergieverbrauch um 4,4 % auf 69,4 Mio. t SKE. Damit lag ihr Anteil 2022 bei 17,2 %. Das Berichtsjahr war geprägt von extremen Preissteigerungen und -schwankungen an den Beschaffungsmärkten. Der signifikante Anstieg der europäischen Gaspreise mit immer neuen Höchstständen ist in erster Linie eine Folge der zunächst sinkenden und schließlich komplett ausbleibenden Gaslieferungen aus Russland. Gleichzeitig stieg die Nachfrage nach Importkohle in Europa. Die Bundesregierung erleichterte die Rückkehr von Braun- und Steinkohlekraftwerken aus der Netzreserve. Dadurch sanken die Preise am Strommarkt wieder. Ausgehend von einem Niveau um 120 €/MWh erzielte der deutsche Frontjahreskontrakt Grundlast Ende August kurzzeitig ein Allzeithoch von 1.050 €/MWh. Zum Jahresende tendierte er gegen 300 €/MWh. Am Gasmarkt haben sich die Folgen des Ukraine-Kriegs besonders stark gezeigt. Im August überstieg der Gaspreis die Marke von 300 €/MWh für das TTF-Frontjahr. Der Preis der Rohölsorte Brent handelte im Jahresverlauf ebenfalls sehr volatil in einer Spanne zwischen 75 und 140 US-Dollar pro Barrel. Die europäischen Kohlepreise stiegen bis August auf über 300 US-Dollar pro Tonne. Auch gegen Jahresende lag der Preis noch bei über 200 US-Dollar pro Tonne. Der Emissionsmarkt handelte stark volatil zwischen rund 55 bis 100 €/t CO 2 , ohne einen klaren Preistrend. Geschäftsverlauf Strom- und Wärmeerzeugung Die elektrische Netzeinspeisung der Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) lag bei 3.083 GWh und damit um 27,3 % niedriger als im Vorjahr. Ursache sind auch hier die Verwerfungen auf dem Energiemarkt sowie Einflüsse der Corona-Pandemie. Der Anteil der ins Netz eingespeisten und geförderten KWK-Strommenge betrug 31,2 %, nach 31,9 % im Vorjahr. Die Fernwärmeabgabe fiel wegen des milden Winters gegenüber dem Vorjahr um 16,3 % auf 1.346 GWh. Markt und Vertrieb Die RheinEnergie hat ihren Stromabsatz im Privat- und Gewerbekundensegment aufgrund der Übernahme der bisher durch die RheinEnergie Express GmbH belieferten Kunden 2022 um 15,5 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Im Sonderkundensegment lag der Zuwachs bei 8,9 %. Dem steht ein geringerer Absatz aus der Vermarktung der in den eigenen Heizkraftwerken erzeugten Strommengen gegenüber (27,6 %). Der Gesamtabsatz ging damit sowohl gegenüber dem Vorjahr als auch gegenüber dem Plan leicht zurück. Der Erdgasabsatz der RheinEnergie lag bei Privat- und kleinen Gewerbekunden wegen gestiegener Kundenzahlen um 6,2 % über Vorjahresniveau, und das trotz höherer Durchschnittstemperaturen und Energieeinsparvorgaben. Der Absatz an Sonderkunden ist vor allem aufgrund höherer Absatzmengen bei einigen großen Industriekunden sowie bei Weiterverteilern im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 % gestiegen. Die RheinEnergie hat aufgrund der milderen Witterung 18,2 % weniger Fernwärme an Sondervertragskunden verkauft als im Vorjahr. Während der Absatz an Gas über Plan lag, wurden die geplanten Wärmemengen nicht erreicht. Die Nachfrage nach Energiedienstleistungen ist im Jahr 2022 weiter gestiegen, da die Absicht, Energiekosten einzusparen und Emissionen zu senken, zugenommen hat. Trotz gestiegener Beschaffungskosten, Netzentgelte, Abgaben und Umlagen konnte die RheinEnergie im Berichtsjahr Erhöhungen der Verkaufspreise bei Privat- und kleineren Gewerbekunden lange Zeit vermeiden. Im Stromsegment erfolgte eine allgemeine Preisanpassung zum 1. August 2022. Nach einer noch vor dem Ukraine-Krieg vorgenommenen Anpassung der Gaspreise für Bestandskunden zum 1. Januar 2022 mussten die Preise im Oktober und November erneut angepasst werden. Die Fernwärmepreise der RheinEnergie entwickelten sich ähnlich wie der Wärmemarkt insgesamt. Wasserwirtschaft Der Wasserabsatz der RheinEnergie ist im Berichtsjahr um 4,6 % gesunken. Die Wasserpreise blieben unverändert. Der Betriebswasserverkauf lag 1,1 % unter dem Absatz des Vorjahres. Beteiligungen Im Rahmen einer Vereinbarung mit dem Anteilseigner Westenergie, der sogenannten Rheinlandkooperation, kann die RheinEnergie ihre Kompetenzen in einem größeren regionalen Raum einbringen. Die Vereinbarungen zur Rheinlandkooperation wurden mit Ablauf des ersten Quartals 2023 rechtlich wirksam in Kraft gesetzt. Die zentrale Aufgabe der Rheinischen NETZGesellschaft mbH (RNG), einer 100%igen Beteiligung der RheinEnergie, ist es, eine zuverlässige Strom- und Gasverteilung im Netzgebiet sicherzustellen und einen transparenten und diskriminierungsfreien Zugang zu den Energienetzen zu gewährleisten. Zur Vorbereitung auf mögliche Energiemangellagen infolge des Ukraine-Krieges hat die RNG bestehende Prozesse der Krisenvorsorge Gas sowie des Krisenmanagements überprüft und optimiert. Darüber hinaus wurden Stakeholder bei Fragen unterstützt, die sich rund um eine mögliche Gasmangellage oder sonstige Krisensituationen ergeben. Öffentlicher Personennahverkehr Die mit der Corona-Pandemie einhergehenden Beschränkungen und Homeoffice-Regelungen haben Unternehmen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) zu Beginn des Jahres 2022 erneut getroffen. Das Angebot des 9-Euro-Tickets in den Monaten Juni bis August beeinflusste das Fahrgastverhalten dann so, dass laut Aussage des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) die Nachfrage wieder fast so stark war wie vor der Pandemie 2019. Analog zum Vorjahr haben Bund und Länder im Geschäftsjahr nochmals einen ÖPNV-Rettungsschirm bereitgestellt und nachhaltige wirtschaftliche Schäden für die Branche verhindert. Auch im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) spiegelten sich im Berichtsjahr die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des 9-Euro-Tickets in der Fahrgastentwicklung wider. Geschäftsverlauf Entwicklung der Fahrgastzahlen und der Betriebsleistung bei der KVB Im Geschäftsjahr stieg die Nachfrage um 64,4 Mio. auf 236,1 Mio. Fahrgäste. Das entspricht einer Steigerung von 37,5 %. Trotz steigender Fahrgastzahlen hat die Corona-Pandemie dauerhaft Spuren hinterlassen: Obwohl sich langsam eine Erholungstendenz zeigt, liegt die aktuelle Fahrgastzahl erst bei durchschnittlich rund 82,5 % im Vergleich zum Vor-Pandemie-Niveau. Zudem scheint sich während der Corona-Pandemie ein dauerhaft verändertes Mobilitätsverhalten entwickelt zu haben. Die Steigerung der Fahrgastzahlen im Geschäftsjahr geht neben Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vor allem auf das temporäre 9-Euro-Ticket zurück. Die im Straßenbahn- und Omnibusbetrieb gefahrenen Wagenkilometer lagen mit 57.606 Tkm trotz höherer Fahrgastzahlen leicht unter dem Vorjahr (59.584 Tkm) und auch unter dem geplanten Wert (60.841 Tkm). Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen krankheitsbedingte Ausfälle von Fahrten, insbesondere in der zweiten Hälfte des Jahres 2022. Betrauung durch den Rat der Stadt Köln Die Stadt Köln hat die KVB im Wege der Direktvergabe nach Art. 5 Abs. 2 der EU-VO 1370/07 und § 108 GWB mit der Fortführung des Öffentlichen Personennahverkehrs ab dem 1. Januar 2020 wirksam und rechtskräftig für weitere 22,5 Jahre beauftragt. Über den öffentlichen Dienstleistungsauftrag werden die gemeinwirtschaftlichen Leistungen definiert und ein maximaler Ausgleichsbetrag festgelegt ("Soll-Ausgleich"). Die KVB geht aufgrund eigener Berechnungen davon aus, dass für das Geschäftsjahr 2022 keine Überkompensation dieses Ausgleichsbetrags vorliegt. Eine Bestätigung dieser Aussage erfolgt im Rahmen einer Prüfung und wird Ende Mai 2023 erwartet. Nord-Süd Stadtbahn - Baufortschritte am Waidmarkt Die Arbeitsgemeinschaft ARGE Los Süd hat sich im Rahmen der Vergleichsvereinbarung aus Juni 2020 verpflichtet, das Gleiswechselbauwerk der Nord-Süd Stadtbahn ohne Vergütung zu sanieren und anschließend fertigzustellen. Zu Beginn des Jahres 2022 wurde ein umfangreiches Erkundungsprogramm im Inneren der mit Grundwasser gefüllten Baugrube durchgeführt. Konkrete Zeitpläne für den weiteren Bauablauf lassen sich erst nach Abschluss der Untersuchungen und Vorliegen des Gutachtens erstellen. Gerechnet wird derzeit mit einer Bauzeit von acht bis neun Jahren, ausgehend vom Jahr der Vergleichsvereinbarung, also bis 2028 oder 2029. Im Anschluss muss noch die KVB-Betriebstechnik ausgeführt werden. Neue Stadtbahnen Die neuen Stadtbahnen vom Typ HF6 sind immer häufiger im Fahrgasteinsatz. Bis Juli 2022 waren sechs Fahrzeuge in Doppeltraktion auf der Linie 3 unterwegs. Im Laufe des Jahres 2022 erhöhte sich die Zahl der bestellten Fahrzeuge von 27 auf 30. Das 29. Fahrzeug soll im August 2023 geliefert werden. Aufgrund der späteren Bestellung ist die Lieferung des 30. und damit letzten Fahrzeuges der Serie spätestens für Juni 2025 geplant. E-Busse Die KVB wird in Köln-Porz einen neuen Betriebshof für Elektrobusse errichten. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für Ende 2023 geplant. Auf diesem Betriebshof sollen im ersten Schritt 51 E-Busse abgestellt und geladen werden. Es ist geplant, bis 2030 die gesamte Busflotte auf Elektroantrieb umzustellen. On-Demand-Service "Isi" Seit Dezember 2020 ergänzt im Rahmen eines auf vier Jahre angelegten Pilotbetriebs das On-Demand-Angebot "Isi" der KVB den ÖPNV. Zehn elektrisch angetriebene und barrierefreie Fahrzeuge der Isi-Flotte sind bedarfsorientiert tagsüber an Wochentagen in Bedienungsgebieten in Porz, Nippes und Ehrenfeld unterwegs. Am Wochenende wird der On-Demand-Service nachts auch in der erweiterten Innenstadt angeboten. Bis zum 31. Dezember 2022 haben sich rund 12.500 Kundinnen und Kunden registriert; sie haben rund 35.000 Fahrten gebucht. In den Porzer Stadtteilen liegt die Nachfrage mit durchschnittlich 75 Fahrten pro Tag besonders hoch. KVB-Rad Das KVB-Rad verzeichnete im Jahr 2022 erneut ein Rekordjahr, und das trotz einer Vandalismus-Welle, die im März innerhalb von 14 Tagen rund 1.800 Räder für mehrere Monate außer Betrieb setzte. Im Oktober wurde erstmals an mehreren Tagen die Marke von 10.000 Fahrten pro Tag übertroffen. Zudem vergrößerte sich der Nutzerkreis des KVB-Rades mit über 45.000 Neuanmeldungen deutlich. Aufgrund von verzögerten Genehmigungsverfahren blieb das Stationsnetz dagegen mit 44 Stationen deutlich hinter der Zielmarke von 100 Stationen zurück. Hafenumschlag und Güterverkehr Branchenbezogene Entwicklung Nach Einschätzung des Bundesamtes für Güterverkehr hat sich der Güterverkehr im Jahr 2022 leicht rückläufig entwickelt. Dies ist vor allem auf einen Rückgang in der Industrie- und Stahlproduktion zurückzuführen. Auch das Transportaufkommen im Straßengüterverkehr nahm ab. Hier sank die Nachfrage wegen der konjunkturellen Abschwächung und dieselpreisbedingter Kostenanstiege. In der Binnenschifffahrt sank das Transportaufkommen um 3,5 %, vor allem die Nachfrage aus der Bau-, Stahl- und Chemiebranche ging zurück. Unerwartet stark stiegen die Umschlagsmengen beim Kohletransport per Schiff. Dies war eine Reaktion darauf, dass Kapazitäten im Eisenbahnverkehr fehlten, um die höhere Nachfrage der Betreiber von Steinkohlekraftwerken zu befriedigen. Geschäftsverlauf Im Jahr 2022 prägten Schließungen von Seehäfen in China sowie die Auswirkungen des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine und die damit verbundenen Implikationen für die Wirtschaft die Geschäftsentwicklung der HGK und ihrer Beteiligungen. Beide Faktoren führten zu massiven Störungen der globalen Lieferketten. Die HGK Shipping GmbH (HGK Shipping) hat im Jahr 2022 mit 300 eigenen und gecharterten Binnenschiffen eine Transportleistung von rund 7,5 Mrd. Tonnenkilometern (Vorjahr rund 8 Mrd. Tonnenkilometer) erbracht. Im Bereich Gas wurden im Berichtsjahr insgesamt 1.193 Tsd. t (Vorjahr 1.252 Tsd. t), im Bereich Liquid 3.824 Tsd. t (Vorjahr 4.818 Tsd. t) und im Bereich der Trockenschifffahrt (Dry) 26.686 Tsd. t (Vorjahr 27.815 Tsd. t) transportiert. Gegenüber Plan (4,9 Mrd. km) erzielte die Shipping-Gruppe eine deutlich höhere Transportleistung, die im Wesentlichen auf die vorgezogene Versorgung der Kohlekraftwerke zurückzuführen ist. Die NESKA betreibt zahlreiche Logistikstandorte in ganz Deutschland und in den Niederlanden. Ihre Beteiligungen sind in den Bereichen Binnenschifffahrt, Kombiverkehre sowie Umschlag- und Lagerlogistik tätig. Sie decken sowohl das Massengut- als auch das Containergeschäft ab. Der konventionelle Umschlag lag im Berichtszeitraum bei 3.854 Tsd. t Stückgütern (Vorjahr 3.515 Tsd. t) und 2.870 Tsd. t Schüttgütern (Vorjahr 1.522 Tsd. t). Die Containerhandlings beliefen sich auf 1.426 Tsd. TEU (Vorjahr 1.538 Tsd. TEU). Der Teilbetrieb "Häfen und Umschlag" der ehemaligen HTAG ist gesellschaftsrechtlich und operativ am 28. Dezember 2021 auf die NESKA verschmolzen worden und in der Mengenstatistik für 2021 nicht enthalten. Insofern sind die Vorjahreszahlen in dieser Hinsicht nur bedingt vergleichbar. Die RheinCargo GmbH & Co. KG (RheinCargo) ist Betreiberin der Häfen in Köln, Neuss und Düsseldorf. Mit einem Hafengesamtumschlag von 19.790 Tsd. t (Vorjahr 22.760 Tsd. t) stellt sie weiterhin den zweitgrößten Binnenhafen-Verbund Deutschlands. Mit 20.168 Tsd. t (Vorjahr 19.527 Tsd. t) transportierten Gütern auf der Schiene und einer Leistung von 2.827 Mio. Nettotonnenkilometern (Vorjahr 2.807 Nettotonnenkilometer) ist die RheinCargo zudem eines der größten deutschen Eisenbahngüter-Verkehrsunternehmen. Eine neue Gesellschaft innerhalb der HGK-Gruppe ist die Fusion Cologne GmbH (Fusion Cologne). Sie wurde am 21. Oktober 2022 gegründet und ist die Entwicklungs- und Verwaltungsgesellschaft für den Industriepark Nord, der potenziell größten zusammenhängenden Industrie-Entwicklungsfläche auf dem Kölner Stadtgebiet. Bei der Entwicklung wird ein besonderes Augenmerk auf nachhaltige und zukunftsfähige Infrastruktur gelegt. Alleinige Gesellschafterin der Fusion Cologne ist die HGK. Abfallentsorgung und -verwertung Im Geschäftsfeld der Abfallentsorgung und -verwertung sind die AWB sowie die AVG und ihre Tochtergesellschaften AVG Ressourcen GmbH (AVG Ressourcen), AVG Kompostierung GmbH (AVG Kompostierung) und AVG Service GmbH (AVG Service) tätig. Umfeld und Rahmenbedingungen Die Rahmenbedingungen der AWB definieren sich weiterhin im Wesentlichen über § 107 der nordrhein-westfälischen Gemeindeordnung und europäisches Recht. Die Stadt Köln und ihre Beteiligungen bleiben damit Hauptauftraggeber der AWB. Darüber hinaus bieten die Zusammenfassung von Reinigungsleistungen in Köln und die Ausweitung des eigenen Servicespektrums zusätzliche Auftragspotenziale für die AWB. Die bis Sommer 2022 überdurchschnittlich gute Vermarktungssituation für Wertstoffe, insbesondere für Altpapier, führte zu leicht höheren Erlösen bei der Wertstoffvermarktung als im Vorjahr. Die im Jahr 1992 gegründete AVG ist laut satzungsgemäßem Zweck sowie aufgrund der mit der Stadt Köln geschlossenen Verträge zuständig für Planung, Bau und Betrieb von Einrichtungen der Entsorgungswirtschaft. Im Berichtsjahr hat sich die AVG-Gruppe trotz verschlechterter Rahmenbedingungen insgesamt gut behauptet. Die Normalisierung des täglichen Lebens mit Auslaufen der Corona-Pandemie, Zurückhaltung im privaten Konsum, aber auch die langen Trockenphasen führten bei den städtischen Haus- und Sperrmüllmengen zu einem deutlichen Mengenrückgang um 7,15 %. Das Gewerbeabfallaufkommen blieb dagegen insgesamt ähnlich hoch wie im Vorjahr. Geschäftsverlauf Infrastruktur und Serviceleistungen Ziel der AWB ist es, mit ihren Aktivitäten der Daseinsvorsorge und im Zusammenwirken mit der Stadtverwaltung die Attraktivität der Stadt nachhaltig zu stärken. Die Sicherstellung der Entsorgung sowie die Vermeidung und Verwertung von Abfall bilden dabei die unternehmerischen Schwerpunkte. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft mit der Stadt Köln und relevanten Stakeholdern am - vom Rat der Stadt Köln beauftragten - "Zero-Waste-Konzept" für Köln gearbeitet. Die Aufgabenschwerpunkte der AVG sind der Betrieb der Restmüllverbrennungsanlage (RMVA) einschließlich der vorgeschalteten Homogenisierungsanlage, der Betrieb der Deponie Vereinigte Ville und, zusammen mit ihren Tochtergesellschaften, die Verwertung von Bio- und Grünabfällen, Aufbereitung von Altholz, Baumisch- und Gewerbeabfällen sowie die Erbringung von Instandhaltungsleistungen. Leistungen der Abfallbeseitigung Im Rahmen der klassischen Systemabfuhr leerte die AWB im Jahr 2022 rund 277.100 (Vorjahr rund 275.100; Plan rund 275.800) Gefäße pro Woche. Der Anschlussgrad der Biotonne stieg leicht auf 65,8 % (Vorjahr 64,7 %) und lag über Plan (65,0 %). Die Anschlussquote der Blauen Tonne (Papiersammlung) lag bei 90,1 % (Vorjahr 89,7 %), die der Gelben Tonne (Wertstofftonne) erreichte 87,3 % (Vorjahr 86,7 %). Leistungen der Stadtreinigung Im Rahmen der satzungsgemäßen Stadtreinigung hat die AWB im Berichtsjahr die Zahl der wöchentlichen Reinigungsmeter leicht gesteigert: Diese erhöhten sich auf rund 9.389 Tsd. m (Vorjahr rund 9.371 Tsd. m). Die Zahl der Papierkörbe stieg auf rund 14.800 (Vorjahr rund 14.700). Wie im Vorjahr wurden annähernd 1.600 Grünanlagen und Spielplätze von Abfällen befreit. Dies beinhaltete auch die bedarfsorientierte, sogenannte "Picknickreinigung" für besonders stark frequentierte Anlagen. Im Berichtsjahr gab es lediglich drei Volleinsätze und 45 maschinelle Wintereinsatztage. Dabei wurden rund 876 t Streusalz und rund 319.000 Liter Sole verbraucht. Vermarktung der Sekundärrohstoffe Die Ertragslage auf dem Markt für Sekundärrohstoffe hat sich trotz des bereits hohen Niveaus im Vorjahr auch in der ersten Hälfte des Jahres 2022 positiv entwickelt. Ab Mitte 2022 sind die Rohstoffpreise dann zum Teil deutlich eingebrochen. Auch die Erlöse der Altkleidervermarktung haben sich im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt. Restmüllverbrennungsanlage (RMVA) Das für die RMVA geplante Verfügbarkeitsziel von 88 % wurde im Berichtsjahr aufgrund vorbeugender Instandhaltung, der Verschiebung der Revisionen an zwei der vier Verbrennungslinien in das Jahr 2023 sowie kurzer Anlagenstillstandszeiten um 8,6 % übertroffen. Dadurch erreichte die RMVA eine vergleichsweise hohe Verfügbarkeit, die dazu beitrug, dass in der Anlage rund 733.000 t Abfälle (Vorjahr rund 758.000 t) verbrannt werden konnten. Die dabei gewonnene Wärme wurde dazu genutzt, 304.407 MWhel Strom (Vorjahr 315.447 MWhel) und 427.889 MWhth Ferndampf (Vorjahr 408.911 MWhth) zu erzeugen. Die Emissionsdaten der RMVA lagen im Jahr 2022 wieder deutlich unter den gesetzlichen Vorgaben wie auch unter den strengeren Genehmigungswerten. Deponie Vereinigte Ville Im Jahr 2022 wurden rund 483.000 t mineralische Abfälle entsorgt. Davon wurden rund 86.000 t Rostasche zur Schonung eigener Deponiekapazitäten gegen Entgelt im sogenannten Tonbandeinschnitt abgelagert, einem Schüttbereich im Eigentum der Deponienachbarn. Die übrigen rund 397.000 t wurden der eigenen Deponie zur Beseitigung (346.000 t) zugeführt beziehungsweise in Deponiebaumaßnahmen (51.000 t) verwertet und lagen damit etwa 15 % unter dem Vorjahresniveau. Ein Genehmigungsbescheid zur Erweiterung der Deponie wird für den Sommer 2023 erwartet. Kompostierung Die AVG Kompostierung hat im Jahr 2022 rund 92.400 t Bio- und Grünabfälle (Vorjahr rund 107.500 t) in der Kompostierungsanlage verarbeitet. Die Bioabfallmenge aus der Biotonne der Stadt Köln ging wegen der trockenen Vegetationsbedingungen um rund 15,3 % zurück. Sie lag bei rund 39.000 t (Vorjahr rund 46.000 t). Insgesamt erzeugte und vermarktete die AVG Kompostierung Produkte im Umfang von rund 61.000 t (Vorjahr rund 69.500 t). Neben Komposten wurden Kompostmulch sowie Brennstoffe für Biomassekraftwerke auf Basis von aufbereitetem Landschaftspflegeholz hergestellt. Behandlung und Verwertung von Altholz, Baumisch- und Gewerbeabfällen Die AVG Ressourcen hat im Berichtsjahr an ihren beiden Standorten insgesamt rund 341.579 t (Vorjahr rund 382.871 t) Abfälle verarbeitet. Im Vorjahr war die Menge deutlich höher gewesen, auch wegen der Anlieferung von Sperrmüllmengen infolge der Flutkatastrophe vom Juli 2021. Der konjunkturelle Abschwung führte zudem zu rückläufigen kommunalen und regionalen gewerblichen Abfallmengen. Telekommunikation Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die IT- und Telekommunikationsbranche inklusive digitaler Unterhaltungselektronik stellt nach wie vor einen bedeutenden Faktor für die deutsche Volkswirtschaft dar. Nach Schätzung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) setzte dieser Markt im Jahr 2022 ein Volumen von 196 Mrd. € um (Vorjahr 178 Mrd. €) und beschäftigte bei hoher Wertschöpfung rund 1,3 Mio. Personen. Geschäftsverlauf In einem nach wie vor schwierigen, dynamischen und regulierten Telekommunikationsmarktumfeld, das zudem geprägt ist von intensivem Wettbewerb und hohem Preisdruck, haben sich die NetCologne und ihre Tochtergesellschaft NetAachen GmbH (NetAachen) im Berichtsjahr sehr gut behauptet. Das Jahr 2022 war im Wesentlichen durch die folgenden Besonderheiten geprägt:
"Weiße Flecken"-Ausbau in Köln Das Breitbandprojekt "Weiße Flecken Köln" der NetCologne erschließt innerhalb von 42 Monaten ab Baustart (Oktober 2021) rund 17.700 Anschlüsse inklusive sechs nichtstädtischer Schulen und vier Gewerbegebiete mit Glasfaser. Das gesamte Projektvolumen beträgt über 33 Mio. €, wovon ein Großteil durch öffentliche Fördermittel finanziert wird. Im Jahr 2023 werden weitere 3.000 Objekte projektiert und ans Netz der NetCologne angeschlossen. Die Ausbauprojekte der NetAachen werden im Jahr 2023 abgeschlossen. Aufbau und Inbetriebnahme eines LoRaWAN-Netzes (IoT) für Köln In Kooperation mit der Stadt Köln hat NetCologne ein nahezu flächendeckendes LoRaWAN-Netz für die Stadt Köln, den Stadtwerke Köln Konzern und Unternehmen im Stadtgebiet aufgebaut. Darüber hinaus stellt NetCologne eine eigene IoT-Plattform zur Verarbeitung, Analyse und Darstellung der IoT-Daten zur Verfügung. Das Netz wurde im Jahr 2021 in Betrieb genommen und im Jahr 2022 weiterentwickelt. Es dient zur Lärmpegelmessung, Überwachung von Stromtrennkästen, Überwachung von Weichenheizungen, zur Parkplatzüberwachung und zum Temperaturmonitoring. Vorbereitungen für den verstärkten Ausbau von Glasfaserinfrastruktur (FTTB und FTTH) in Köln und im Umland Die NetCologne hat verschiedene Maßnahmen ergriffen, um den flächendeckenden Ausbau der Glasfaserinfrastruktur noch einmal verstärkt voranzutreiben. Für Köln wurden in einem systematischen Prozess (Masterplanung) weitere Ausbaucluster identifiziert, in denen ein eigenwirtschaftlicher Ausbau von FTTH- und FTTB-Anschlüssen vorangetrieben werden soll. Auch im Umland wurden neue Ausbauflächen identifiziert. Ein kleinerer Teil dieser Flächen wird im Eigenausbau erschlossen, der größere Teil mit Kooperationspartnern ausgebaut. Fokus Nachhaltigkeit: Erstmaliges Erreichen von CO 2 -Neutralität Seit 2019 hat die NetCologne zur Unterstützung der Klimaziele der Stadt Köln vier Hebel für die eigene Klimastrategie identifiziert und sukzessive umgelegt. Im Jahr 2022 ist es der Gesellschaft erstmals gelungen, CO 2 -neutral zu wirtschaften. In Zukunft sind zusätzliche Maßnahmen geplant, um die Klimaeffizienz weiter zu steigern. Liegenschaften Die Konzerngesellschaft moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH, Köln, (moderne stadt) entwickelt eigene und im Konzerneigentum befindliche Liegenschaften. Dazu gehören insbesondere die Baureifmachung und Erschließung eigener Grundstücke sowie die Herstellung und der Vertrieb von Bauträgerobjekten. Bauträgerprojekt Köln-Ehrenfeld Nach bereits erfolgter Vermarktung des Entwicklungsgebiets in Köln-Ehrenfeld wird die Gesellschaft im Jahr 2023 die Erschließungsanlagen im öffentlichen Straßenraum fertigstellen. Revitalisierung der Innenstadt Köln-Porz Im Zusammenhang mit der Revitalisierung der Innenstadt von Köln-Porz ("neue mitte porz") erbringt die moderne stadt Dienstleistungen im allgemeinen wirtschaftlichen Interesse (DAWI), mit denen der Rat der Stadt Köln sie betraut hat. Während die moderne stadt ein Baufeld als Bauträger selbst bebaut, hat sie zwei unbebaute Baufelder in den Vorjahren an Investoren verkauft. Nachdem die Gesellschaft bereits im Jahr 2020 den gewerblichen Teil als Lebensmitteleinzelhandelsfläche an einen Vollversorger vermieten konnte und im September 2022 der Markt des Vollversorgers eröffnete, konnten die im Objekt errichteten 49 Wohnungen im Berichtsjahr wie geplant vollständig vermietet und das Projekt damit fertiggestellt werden. Mit der Betrauung durch die Stadt Köln ist der wirtschaftliche Erfolg aus der Gesamtmaßnahme limitiert. Zum Projektabschluss ist eine Schlussabrechnung aufzustellen, wonach gegebenenfalls zu viel gewährte Zuschüsse an die Stadt Köln zurückzuzahlen sind. Der Prüfungsbericht zum Zwischenverwendungsnachweis und die ergänzenden Erläuterungen der beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft haben für das abgelaufene Geschäftsjahr vermerkt, dass keine solche Überkompensation besteht. Um den Projekterfolg sicherzustellen, hat moderne stadt Gespräche mit der Stadt Köln zur Fortschreibung des Betrauungsaktes aufgenommen. Grundsätzlich jedoch verbleibt das wirtschaftliche Risiko aus der Gesamtmaßnahme bei der Gesellschaft. Städtebauliche Entwicklung des Deutzer Hafens Der Rat der Stadt Köln hat am 3. Mai 2018 die förmliche Festlegung des städtebaulichen Entwicklungsbereichs "Deutzer Hafen" nach § 165 Abs. 6 BauGB beschlossen. Auf dem Entwicklungsgebiet sollen Wohnungen, Büros, Gastronomie und Einzelhandel entstehen, die Raum für rund 6.900 Bewohnerinnen und Bewohner und ca. 6.000 Arbeitsplätze mit den erforderlichen Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtungen bieten. Bezogen auf die zu entwickelnden Grundstücke hat die moderne stadt im Jahr 2020 einen städtebaulichen Vertrag (Abwendungs- und Entwicklungsvereinbarung) mit der Stadt Köln geschlossen, der die Rolle der Gesellschaft im Rahmen der Gesamtentwicklung definiert. Der Ausgleichsbetrag - also die Abschöpfung der Werterhöhung der Grundstücke, die durch die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme entsteht - ist durch Leistungserbringungen der Gesellschaft für die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme zu belegen. Der dazu notwendige Ordnungsmaßnahmenvertrag, der die übertragenen Ordnungsmaßnahmen und deren Abrechnung definiert, wurde im Geschäftsjahr 2022 abgeschlossen. Noch abzuschließen ist der Erschließungsvertrag mit der Stadt Köln beziehungsweise dem eingesetzten Entwicklungsträger als Folgevertrag zur Abwendungs- und Entwicklungsvereinbarung. Im Berichtsjahr war dieser allerdings noch nicht endverhandelt. Sein Abschluss ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Veräußerung von Grundstücken durch moderne stadt. Die moderne stadt unterstützt die Stadt Köln dabei, das Bauplanungsrecht für den Deutzer Hafen zu schaffen, wobei alle damit verbundenen Entscheidungen den Gremien des Rates und dem Rat der Stadt Köln vorbehalten sind. Der Satzungsbeschluss für den ersten Teilbebauungsplan (Infrastruktur) ist am 9. Februar 2023 erfolgt. Nachdem das entsprechende Planungsrecht geschaffen ist, strebt die moderne stadt eigene Hochbautätigkeiten auf ausgewählten Standorten des Areals an. Nach derzeitigen Planungen werden die Verkäufe aus Baufeldern nicht vor dem Jahr 2026 zu Ergebnisbeiträgen für die Gesellschaft führen. Das Interesse potenzieller Investoren am Erwerb bebauungsfähiger Grundstücke an diesem Standort ist derzeit hoch, wobei die weiteren Marktentwicklungen abzuwarten bleiben. Sonstige Geschäftsfelder Bäder Die Konzerngesellschaft KölnBäder GmbH, Köln, (KölnBäder) stellt den Kölner Bürgerinnen und Bürgern in 13 Bädern vielseitige Schwimm-, Sauna- und Fitnessangebote zur Verfügung. Im Lentpark bieten integrierte Eislaufbahnen und -flächen zusätzlich die Möglichkeit zum Schlittschuhlaufen und für andere Eissportaktivitäten. Nach Ende der coronabedingten Schließungen lag zu Beginn des Geschäftsjahres 2022 der Schwerpunkt darauf, die Kosten des laufenden Betriebs zu optimieren und die Umsatzerlöse zu steigern. Dabei spielte die Entwicklung auf den Energiemärkten eine große Rolle. Der Aufforderung des Bundeswirtschaftsministeriums, 15 % Energie einzusparen, sind die KölnBäder nachgekommen. Sie haben dazu - neben allgemeinen Energieeinsparungen - auch ihr Leistungsangebot reduziert. Trotz dieser Maßnahmen haben sich die Energiekosten der KölnBäder gegenüber dem Vorjahr deutlich um 0,5 Mio. Euro erhöht. Die Zahl der Badegäste lag im Berichtsjahr bei 2.253.049 (Vorjahr 1.092.401). Davon nutzten 1.144.248 Badegäste (Vorjahr 471.277) die öffentlichen Schwimmzeiten und 1.108.801 Badegäste (Vorjahr 621.124) nahmen am Schul- und Vereinsschwimmen teil. Wohnungswirtschaft und -verwaltung Die Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH, Köln, (WSK) stellt Wohnraum für die Mitarbeitenden des Stadtwerke Köln Konzerns zur Verfügung. Die strategische Ausrichtung der WSK sieht die Sanierung der Bestandswohnungen und den am Bedarf der Konzernmitarbeitenden orientierten Neubau von Wohnungen vor. In diesem Kontext wurden im August 2022 Abbrucharbeiten an der Amsterdamer Straße 200a bis 204b abgeschlossen. Parallel erfolgte die Planung eines Neubaus mit rund 5.000 m 2 Wohnfläche. Der WSK-eigene Wohnungsbestand lag vor Beginn der Abrissarbeiten bei unveränderten 1.502 Einheiten. Neben dem eigenen Wohnungsbestand verwaltete die Gesellschaft zum Berichtsstichtag zusätzlich 420 Wohneinheiten der Konzerngesellschaften (Vorjahr 416). Um den Bestand aufzuwerten, errichtet die WSK Neubauten, saniert regelmäßig ganze Quartiere und anlässlich von Mieterwechseln auch einzelne Wohnungen. Seit 2015 wurden 413 Wohnungen bei Mieterwechsel grundlegend saniert, das entspricht etwa 28 % aller WSK-Wohnungen. Weiterhin umfassen die Neubauwohnungen rund 6 % des Gesamtbestandes. Im Jahr 2022 wurden 108 Wohnungen neu vermietet. Alle Neuvermietungen erfolgten an Mitarbeitende des Konzerns. Ertragslage Konzern
Der Jahresüberschuss des Konzerns im Jahr 2022 beträgt rund 123 Mio. €; dies sind rund 21 Mio. € oder 21 % mehr als im Vorjahr. Angesichts der befürchteten wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges und der auch 2022 noch anhaltenden Corona-Pandemie war für 2022 lediglich ein Ergebnis in einer Bandbreite von 30 bis 40 Mio. € prognostiziert worden. Der starke Anstieg des Konzernjahresüberschusses gegenüber dem Vorjahr betrifft im Wesentlichen alle Geschäftsfelder. Lediglich der Ergebnisbeitrag des Geschäftsfeldes Abfallentsorgung und -verwertung war gegenüber dem Vorjahr rückläufig, da dieses durch einen positiven Sondereffekt aus einem Grundstücksverkauf geprägt gewesen war. Gegenüber dem Plan verzeichneten alle Geschäftsfelder zum Teil deutlich positive Abweichungen. Außenumsätze
Im Berichtsjahr verzeichnete der konsolidierte Konzernaußenumsatz einen starken Anstieg um rund 4,4 Mrd. € beziehungsweise 66,7 % auf rund 11,0 Mrd. €. Das Geschäftsfeld Energie und Wasser erzielte konsolidierte Umsatzerlöse von 9.348,6 Mio. €, das sind 84,6 % mehr als im Vorjahr (5.065,2 Mio. €). Sowohl in der Sparte Strom als auch bei den außentemperaturabhängigen Sparten Gas und Fernwärme kam es zu signifikanten Umsatzsteigerungen, an denen vor allem die RheinEnergie und die RheinEnergie Trading, aber auch die energiewirtschaftlichen Beteiligungen der RheinEnergie, partizipierten. Einen besonders hohen Anteil am Umsatzanstieg des Geschäftsfeldes verzeichnete der Energiehandel, dessen Außenumsatzerlöse sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelten. Der Anstieg war ausschließlich preisgetrieben und betraf vor allem die Gassparte. Die Umsatzerlöse der Sparte Wasser fielen dagegen gegenüber dem Vorjahr niedriger aus. Der Außenumsatz des Geschäftsfelds Öffentlicher Personennahverkehr sank im Berichtsjahr um 24,6 Mio. € (-9,5 %) und betrug 234,2 Mio. €. Maßgeblich hierfür waren geringere Umsatzerlöse der KVB, da die mit den gestiegenen Fahrgastzahlen einhergehenden Mehrerlöse durch den Fahrgeldausfall infolge des 9-Euro-Tickets überkompensiert wurden. Nicht in den Umsatzerlösen enthalten sind allerdings die bundesweiten Zuschüsse für das 9-Euro-Ticket, das innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird. Einen wiederum deutlichen Anstieg um knapp 30 % auf 631,7 Mio. € (Vorjahr 488,1 Mio. €) verzeichnete der Außenumsatz im Geschäftsfeld Hafenumschlag und Güterverkehr. Allein auf die seit dem Geschäftsjahr 2020 erstmals vollkonsolidierten Shipping-Gesellschaften entfällt hiervon ein Umsatzanteil von 434,9 Mio. € (Vorjahr 316,8 Mio. €). Das Umsatzwachstum in dieser Sparte ist zum einen auf die hohe Nachfrage nach Binnenschifffahrtstransporten bei gleichzeitig verknappten Angeboten infolge der Niedrigwassersituation zurückzuführen. Gleichzeitig forcierte die durch den Ukraine-Krieg entstandene Energieversorgungskrise den Bedarf an fossilen Brennstoffen und verteuerte deren Transport. Das Geschäftsfeld Abfallentsorgung und -verwertung erzielte im Berichtsjahr Umsatzerlöse von 317,0 Mio. €. Das ist ein leichter Rückgang um 2,2 Mio. € oder 0,7 % gegenüber dem Vorjahr (319,2 Mio. €). Im Bereich der Entsorgung war ein leichter Erlösanstieg zu verzeichnen, der im Wesentlichen aus den gestiegenen Vermarktungserlösen, vor allem für Altpapier, resultiert. Zudem lösten preisliche Vertragsanpassungen und Leistungserweiterungen positive Umsatzeffekte aus. Gegenläufig entwickelten sich die Umsatzerlöse für die Abfallverwertung. Ursächlich waren das geringere Mengenaufkommen der städtischen Haus- und Sperrmüllmengen sowie mengenbedingt geringere Erlöse aus der Bewirtschaftung der Deponie Vereinigte Ville. Die Umsatzerlöse im Geschäftsfeld Telekommunikation stiegen im Berichtsjahr von 297,7 Mio. € um rund 7,1 Mio. € oder 2,4 % auf 304,8 Mio. €. Der Anstieg ist überwiegend auf das Umsatzwachstum im Geschäftskunden- und Privatkundenbereich zurückzuführen, vor allem im Wholesale- und Festnetzbereich. Das Geschäftsfeld Liegenschaften erzielte im Berichtsjahr Umsatzerlöse von 12,9 Mio. €, die rund 21 % unter dem Vorjahreswert liegen (16,3 Mio. €). Aufgrund des hohen Anteils an Projekttätigkeiten unterliegt der Umsatz in diesem Geschäftsfeld naturgemäß Schwankungen, da die Projekte über einen längeren Zeitraum geplant, entwickelt und vermarktet werden. Die Umsatzerlöse aus den Sonstigen Geschäftsfeldern erhöhten sich auf 172,8 Mio. €, nach 166,6 Mio. € im Vorjahr. Treiber dieser positiven Entwicklung waren insbesondere höhere Erlöse aus dem Abrechnungs- und Vermietungsgeschäft mit Messgeräten sowie aus dem Bäderbetrieb, der nach Abschwächung der Corona-Pandemie von deutlich gestiegenen Besucherzahlen profitierte. Rückläufige Umsatzerlöse verzeichnete hingegen das Projektgeschäft mit Kommunikationsanlagen. Materialaufwand Der Materialaufwand des Konzerns lag im Berichtsjahr bei 9,2 Mrd. € und damit um 4,4 Mrd. € beziehungsweise rund 92 % über dem entsprechenden Wert des Vorjahres (4,8 Mrd. €). Der starke Anstieg betrifft im Wesentlichen das Geschäftsfeld Energie und Wasser und hängt zum einen mit den drastisch gestiegenen Marktpreisen für Strom und Gas zusammen, die sich bei der Energiebeschaffung und beim Energiehandel niederschlagen. Ein zweiter Effekt resultiert aus der Optimierung des Kraftwerkseinsatzes bei der RheinEnergie. Höhere Materialaufwendungen verzeichnete auch das Geschäftsfeld Hafenumschlag und Güterverkehr, und hier insbesondere die Shipping-Gesellschaften. Neben der Verteuerung der bezogenen Leistungen und der Betriebsstoffe spiegeln sich in dieser Abweichung die gleichen Effekte wider, die auch den Anstieg der Umsatzerlöse in diesem Geschäftsfeld begründen. Im Geschäftsfeld Öffentlicher Personennahverkehr ist der höhere Materialaufwand auf die Höherdotierung der Rückstellung für Erneuerungsverpflichtungen zurückzuführen. Das Rohergebnis als Saldo aus Umsatz und Materialaufwand belief sich im Berichtsjahr auf 1.777,5 Mio. €, das sind 9,9 Mio. € weniger als im Vorjahr (1.787,4 Mio. €). Der Rückgang betrifft im Wesentlichen die Geschäftsfelder Energie und Wasser sowie das Geschäftsfeld Öffentlicher Personennahverkehr, während das Rohergebnis im Geschäftsfeld Hafenumschlag und Güterverkehr zulegen konnte. Sonstige betriebliche Erträge und betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge steigerten sich im Berichtsjahr um 18,1 % auf 244,6 Mio. € (Vorjahr 207,1 Mio. €). Im Geschäftsfeld Energie und Wasser trugen die Rücknahme von Wertberichtigungen und Erträge aus Schadensersatzleistungen zu der Verbesserung bei. Das Geschäftsfeld Öffentlicher Personennahverkehr erzielte Erträge aus Zuschüssen für den Ausgleich von Mindererlösen aus dem 9-Euro-Ticket. Gegenläufig waren geringere Erträge aus Grundstücksverkäufen beziehungsweise Infrastruktur in den Geschäftsfeldern Hafenumschlag und Güterverkehr sowie im Bereich der Abfallentsorgung. Der Personalaufwand stieg im Berichtsjahr um 2,2 % auf 1.018,5 Mio. € (Vorjahr 996,3 Mio. €). Neben den Tarifsteigerungen in allen Geschäftsfeldern kam es in einzelnen Geschäftsfeldern zu beschäftigungsbedingten Neueinstellungen von Mitarbeitenden. Tendenziell rückläufig waren die Zuführungen zu den Altersvorsorge- und allgemeinen Personalrückstellungen. Die Abschreibungen beliefen sich auf 310,2 Mio. €, das sind 7,7 % weniger als im Vorjahr (336,2 Mio. €). Während sich die auf die getätigten Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen anfallenden Normalabschreibungen im gewohnten Rahmen bewegten, entfielen im Berichtsjahr die im Vorjahr getätigten außerplanmäßigen Abschreibungen in den Geschäftsfeldern Öffentlicher Personennahverkehr sowie Abfallentsorgung und -verwertung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr und lagen bei 554,0 Mio. € (Vorjahr 511,9 Mio. €). Neben allgemeinen preisbedingten Mehraufwendungen war im Geschäftsfeld Energie und Wasser die Bildung von Rückstellungen für Reorganisationsmaßnahmen und Rückforderungsansprüche für den Anstieg ursächlich. Finanzergebnis Das Finanzergebnis verbesserte sich im Berichtsjahr deutlich um 27,8 Mio. € auf +4,4 Mio. € (Vorjahr -23,4 Mio. €). Zum einen fielen im Geschäftsfeld Energie und Wasser deutlich höhere Beteiligungserträge als im Vorjahr an. Zum anderen profitierten nahezu alle Konzerngesellschaften im Berichtsjahr noch von der insgesamt günstigen Zinssituation, die sich sowohl auf die Darlehensaufnahmen als auch auf die geringere Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen auswirkten. Steuern Die Steuern des Konzerns beliefen sich im Berichtsjahr auf 88,9 Mio. € (Vorjahr 83,9 Mio. €). Der Anstieg entfällt mit einem Anteil von rund 7,5 Mio. € auf die Ertragsteuern, die sich von 68,3 Mio. € im Vorjahr auf 75,8 Mio. € im Berichtsjahr erhöhten. Die sonstigen Steuern sanken um 2,5 Mio. € auf 13,1 Mio. €. Der höhere Aufwand resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Ergebnissen in einzelnen Geschäftsfeldern sowie aus periodenfremden Effekten. GmbH
Die SWK erzielte im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 68,4 Mio. €, dies bedeutet einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr (72,7 Mio. €) um 6 % oder 4,3 Mio. €. Der wesentliche Teil des SWK-Ergebnisses stammt aus Ergebnisabführungen und -ausschüttungen der Beteiligungsgesellschaften. Die Ergebnisabführung der GEW an die SWK reduzierte sich im Berichtsjahr um 11,1 Mio. € auf 190,1 Mio. €. Im Vorjahr hatte eine Zuschreibung auf den Beteiligungsbuchwert der NetCologne das GEW-Ergebnis maßgeblich geprägt. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen auf den Energiemärkten blieb die Ergebnisabführung der RheinEnergie an die GEW mit 136,5 Mio. € stabil (Vorjahr 134,6 Mio. €). Die Verlustübernahme gegenüber der KVB blieb gegenüber dem Vorjahr mit 143,5 Mio. € auf einem vergleichbaren Niveau (Vorjahr 144,9 Mio. €). Die Umsatzerlöse gingen im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der anhaltenden Corona-Effekte und der Einführung des 9-Euro-Tickets im Sommer zurück. Die erhaltenen Zuwendungen aus dem "ÖPNV-Rettungsschirm" konnten dies jedoch überkompensieren. Die Ergebnisabführung der HGK lag mit 11,6 Mio. € leicht über dem Vorjahreswert (10,1 Mio. €). Einen besonders positiven Ergebnisbeitrag leisteten dabei die im Jahr 2020 erworbenen Shipping-Gesellschaften. Die Ergebnisabführung der AWB lag mit 19,8 Mio. € aufgrund der nochmals höheren Verwertungserlöse für Altpapier über dem Wert des Vorjahres (18,4 Mio. €). Auch die Ausschüttung der AVG fiel mit 10,1 Mio. € um 0,4 Mio. € höher aus als im Jahr 2021. Auf der Ebene der SWK beeinflussten ein besseres Zinsergebnis und geringe Verwaltungskosten den Jahresüberschuss der Gesellschaft positiv. Im Vergleich zum Wirtschaftsplan 2022 hat die SWK das geplante Ergebnis von 27,6 Mio. € um rund 40,8 Mio. € übertroffen. Zu diesem Mehrergebnis trugen alle Tochtergesellschaften, insbesondere die GEW, bei. Im Jahr 2022 wurde der Bilanzgewinn der SWK aus dem Jahr 2021 (20,0 Mio. €) vollständig an die Gesellschafterin Stadt Köln ausgeschüttet. Aus dem Jahresüberschuss des Berichtsjahres sollen rund 28,4 Mio. € in die Gewinnrücklagen eingestellt werden. Der Bilanzgewinn von 40,0 Mio. € soll an die Gesellschafterin Stadt Köln ausgeschüttet werden. Über die Gewinnverwendung hat abschließend die Gesellschafterversammlung im Juni 2023 zu entscheiden. Vermögenslage Konzern Bilanzstruktur und -kennzahlen Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 beträgt die Konzern-Bilanzsumme 7.532,5 Mio. € und liegt damit um 393,8 Mio. € über dem entsprechenden Wert des Vorjahres (7.138,7 Mio. €). Das Anlagevermögen erhöhte sich im Zuge gesteigerter Investitionstätigkeit vor allem in den Geschäftsfeldern Energie und Wasser, Öffentlicher Personennahverkehr und Telekommunikation um 93,6 Mio. € auf 3.951,9 Mio. €. Der Wert des Vorratsvermögens belief sich im Berichtsjahr auf 382,1 Mio. €, dies sind 31,3 Mio. € mehr als im Vorjahr (350,8 Mio. €). Ursächlich für den Anstieg sind überwiegend höhere Projektleistungen im Geschäftsfeld Liegenschaften. Die Forderungen und das sonstige Umlaufvermögen verzeichneten einen erneut starken Anstieg um 604,2 Mio. € auf 2.760,5 Mio. €. Ausschlaggebend waren ausschließlich höhere Nettopositionen der RheinEnergie Trading aus Initial Margins betreffend Strom und Erdgas sowie aus Emissionszertifikaten, die im Zuge der Energiebeschaffung an den Börsen anfielen. Beide Effekte resultieren aus den stark schwankenden Energiepreisen, insbesondere im 2. Halbjahr 2022. Gegenläufig führten die Auflösung einer Geldanlage beim Gesellschafter Stadt Köln sowie ausgezahlte Erstattungsansprüche aus dem ÖPNV-Rettungsschirm zu einem Abbau dieser Bilanzposition. Die Flüssigen Mittel reduzierten sich gegenüber dem sehr hohen Vorjahreswert um 335,4 Mio. € auf 438,0 Mio. €. Das Eigenkapital beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf 1.737,6 Mio. € und erhöhte sich um 72,9 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (1.664,7 Mio. €). Das langfristige Fremdkapital erhöhte sich um 101,2 Mio. € auf 2.541,4 Mio. €. Während die zinstragenden Verbindlichkeiten bedingt durch die Tilgung von Darlehen bei gleichzeitig geringerer Neuaufnahme als im Vorjahr leicht zurückgingen, stiegen die Verbindlichkeiten der RheinEnergie Trading aus den sogenannten Variation Margins infolge der Marktpreissituation an den Energiemärkten wie bereits im Vorjahr weiter an. Soweit diese Positionen eine Laufzeit über ein Jahr aufweisen, sind diese im langfristigen Fremdkapital enthalten. Einen noch stärkeren Anstieg verzeichnete das kurzfristige Fremdkapital. Es beträgt per ultimo des Berichtsjahres 3.253,5 Mio. €, das ist ein Anstieg um 219,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Während die Verbindlichkeiten aus der Kaskadierung der Strom- und Gasfutures zurückgingen, stiegen die zinstragenden Verbindlichkeiten infolge der zum Jahresende stark rückläufigen Energiepreise deutlich an. Weiterhin erhöhten sich insbesondere im Geschäftsfeld Energie und Wasser die kurzfristigen Rückstellungen für ausstehende Verpflichtungen und Drohverluste. In Verbindung mit der erneut gestiegenen Bilanzsumme reduzierte sich die Eigenkapitalquote leicht von 23,3 % im Vorjahr auf 23,1 % im Berichtsjahr. Die Relation von Fremdkapital zu Eigenkapital stieg gegenüber dem Vorjahr leicht an und beträgt 333 % (Vorjahr 329 %). Wie die Eigenkapitalquote spiegelt auch diese Kennzahl die Zunahme des Fremdkapitals infolge der im Jahresmittel stark gestiegenen Energiepreise wider. Durch den überproportionalen Anstieg des Eigen- und langfristigen Fremdkapitals gegenüber der Veränderung des Anlagevermögens verbesserte sich die Kennzahl Anlagendeckung auf 108 % zum Stichtag 31. Dezember 2022 nach 106 % im Vorjahr. Trotz des turbulenten Energiemarktumfeldes und der damit verbundenen Herausforderungen für die Energiebeschaffung und das Liquiditätsmanagement weist der Stadtwerke Köln Konzern insgesamt weiterhin eine zufriedenstellende Bilanz- und Kapitalstruktur auf.
*) einschließlich
Rechnungsabgrenzungsposten und aktiver latenter Steuern
Bilanzstruktur 2022/2021
GmbH Die Bilanzsumme der SWK GmbH reduzierte sich im Berichtsjahr auf 1.785,2 Mio. € (Vorjahr 2.156,9 Mio. €). Der Rückgang betrifft auf der Aktivseite überwiegend das Umlaufvermögen und die Flüssigen Mittel. Hierin spiegeln sich, ähnlich wie in der Konzernbilanz, die vor allem zum Jahresende stark gefallenen Preise an den Energiemärkten und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Liquidität wider. Die Eigenkapitalquote beträgt 44,2 %, nach 34,4 % im Vorjahr. Absolut betrachtet legte das Eigenkapital um 48,4 Mio. € zu. Parallel sank das Fremdkapital, insbesondere die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Kreditinstituten. Auch in diesen beiden Positionen dokumentieren sich im Wesentlichen die Preisrückgänge an den Energiemärkten und die daraus resultierenden Liquiditätsabflüsse zum Ende des Jahres 2022. Das Anlagevermögen, das im Wesentlichen aus Finanzanlagen besteht, ist zu 107,8 % durch Eigen- und langfristiges Fremdkapital gedeckt (Vorjahr 107,6 %). Auf dieser Basis verfügt die SWK GmbH weiterhin über eine gute Bilanz- und Kapitalstruktur. Finanzlage Konzern/GmbH Die nachfolgende, verkürzte Form der gemäß DRS 21 erstellten Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der finanziellen Mittel im Stadtwerke Köln Konzern.
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr -306,8 Mio. € und liegt damit um 988,3 Mio. € unter dem entsprechenden Vorjahreswert (681,5 Mio. €). Der negative Wert und der starke Rückgang gegenüber dem Vorjahr sind im engen Zusammenhang mit der Entwicklung der Energiepreise in den letzten beiden Geschäftsjahren zu sehen: Die zunächst stark angestiegenen und zuletzt wieder deutlich gefallenen Energiepreise führten in Verbindung mit der Energiebeschaffung an den Börsen und den dort zu hinterlegenden Sicherheitsleistungen ("margins") zunächst zu einem hohen Cash-Zufluss, zum Jahresende 2022 hin dann zu einem noch höheren Cash-Abfluss. Dagegen stieg das um die nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen und Zuschreibungen sowie Veränderungen der Rückstellungen bereinigte Periodenergebnis im Konzern im Geschäftsjahr von 533,1 Mio. € im Vorjahr auf 670,7 Mio. € im Berichtsjahr kräftig an und dokumentiert - trotz der stark volatilen Energiepreise - weiterhin die große Ertragsstärke des Konzerns. Auf dieser Grundlage verfügte der Konzern auch im abgelaufenen Geschäftsjahr über eine ausreichende Liquiditätsbasis, um seine Investitionen, die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten sowie die Dividendenzahlungen an die Anteilseigner finanzieren zu können. Cashflow aus Investitionstätigkeit Die Auszahlungen des Konzerns für Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Finanzanlagen summierten sich im Berichtsjahr auf 498,8 Mio. €. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr (374,2 Mio. €) einen Anstieg um 124,6 Mio. €. Den Auszahlungen für Investitionen stehen Einnahmen aus Anlagenabgängen, Investitionszuschüssen, erhaltenen Zinsen und Dividenden in Höhe von 184,6 Mio. € (Vorjahr 138,6 Mio. €) gegenüber. Aus der Auflösung der im Vorjahr gebildeten Finanzmittelanlage in Höhe von 250,0 Mio. € ergibt sich ein Mittelzufluss von 250,0 Mio. € (Vorjahr -250,0 Mio. €). Insgesamt resultiert aus der Investitionstätigkeit ein Mittelabfluss von 64,1 Mio. € (Vorjahr 485,6 Mio. €). Im Geschäftsfeld Energie und Wasser lag der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit auf der Erhaltung und Erweiterung der bestehenden Versorgungsanlagen und Netze für Strom, Gas, Wasser und Wärme. Des Weiteren wurden vereinzelt Maßnahmen zur Kapitalstärkung bei Beteiligungen vorgenommen. Das Investitionsvolumen lag insgesamt bei rund 176 Mio. € (Vorjahr rund 123 Mio. €). Im Geschäftsfeld Öffentlicher Personennahverkehr fiel die Investitionstätigkeit mit rund 126 Mio. € höher aus als im Vorjahr (rund 102 Mio. €). Eine wesentliche Ursache hierfür sind die Zugänge der neuen Stadtbahnwagen der Serie HF6. Darüber hinaus hat die KVB weiter in Elektromobilität investiert, wobei ein Schwerpunkt auf der Erweiterung der erforderlichen Infrastruktur lag, während die Auszahlungen für E-Busse niedriger ausfielen als im Vorjahr. Weitere Investitionen betrafen die Modernisierung von Betriebsanlagen und -gebäuden sowie die Errichtung von Wohnungen für Mitarbeitende der KVB. Die Investitionen im Geschäftsfeld Hafenumschlag und Güterverkehr beliefen sich im Berichtsjahr auf rund 62 Mio. €, nachdem sie im Vorjahr noch bei rund 58 Mio. € gelegen hatten. Während die Schwerpunkte der HGK auf der Erhaltung und dem Ausbau von Infrastruktur und Netzen lagen (rund 28 Mio. €), investierten die Shipping-Gesellschaften rund 30 Mio. € überwiegend in den Ersatz, Ausbau und die Modernisierung ihrer Binnenschifffahrtsflotte. Auch das Geschäftsfeld Telekommunikation hat seine investiven Maßnahmen gegenüber dem Vorjahr (rund 55 Mio. €) weiter gesteigert und erreichte ein Volumen von rund 64 Mio. €. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die höheren Investitionen in die Netzinfrastruktur zurückzuführen. Weitere Schwerpunkte waren wie im Vorjahr die G.fast-DSLAMs, die Kundenendgeräte, das Breitbandkabelnetz und die IT-Infrastruktur. Die Investitionstätigkeit im Geschäftsfeld Abfallentsorgung und -verwertung fiel mit rund 23 Mio. € deutlich höher aus als im Vorjahr. Die Anlagenzugänge des Berichtsjahres betrafen bei der AWB im Wesentlichen den Fuhrpark sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die AVG investierte in eine Anlage zur Kunststoffsortierung und führte Sanierungsmaßnahmen bestehender Anlagen durch. Die Investitionen der sonstigen Geschäftsfelder beliefen sich auf rund 48 Mio. €, mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr (23 Mio. €). Der wesentliche Anteil entfiel dabei auf den Erwerb von Geräten zur Verbrauchsmessung von Energie und Wasser, die Sanierung von Werkswohnungen sowie den Ausbau der Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet Köln. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich im Berichtsjahr auf 16,8 Mio. €, nachdem er im Vorjahr bei 118,3 Mio. € gelegen hatte. Ursächlich war im Wesentlichen die deutlich gestiegene Tilgung von Darlehensverbindlichkeiten, von im Vorjahr 143,1 Mio. € auf 252,0 Mio. € im Berichtsjahr. Die Aufnahme neuer Darlehensverbindlichkeiten belief sich auf 360,4 Mio. € und fiel nur geringfügig niedriger aus als im Vorjahr (363,8 Mio. €). Die Ausschüttung an die Gesellschafterin Stadt Köln betrug im Berichtsjahr auf 20,0 Mio. €, dies sind 30,4 Mio. € weniger als im Vorjahr (50,4 Mio. €). Liquidität Der Finanzmittelfonds betrug zum Ende der Berichtsperiode 358,5 Mio. € und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 712,6 Mio. €. Der Vorjahreswert war jedoch durch das seinerzeit deutlich höhere Energiepreisniveau stark beeinflusst. Bezogen auf die durchschnittliche Höhe des Finanzmittelfonds der letzten Jahre ist die Konzernliquidität per 31. Dezember 2022 wieder als "normal" einzustufen. Hiervon entfielen 329,6 Mio. € auf die SWK GmbH (Vorjahr 625,0 Mio. €). Zusammen mit den nicht ausgeschöpften Kreditlinien, die sich gegenüber dem Vorjahr durch die Akquisition neuer Linien erhöht haben, verfügt der Konzern auch in Zeiten stark volatiler Energiemärkte über eine befriedigende Finanzmittelausstattung. Durch ein zentrales Cash-Pooling werden die im Konzern verfügbaren Mittel bei der SWK GmbH effizient disponiert und angelegt. Mit der vorhandenen Liquiditätsausstattung sind der Konzern und die SWK GmbH in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Personalstand Zum 31. Dezember 2022 beschäftigten die SWK GmbH und die Konzerngesellschaften 14.053 Mitarbeitende einschließlich Auszubildende. Dies bedeutete einen Anstieg von 75 Beschäftigten beziehungsweise ein Plus von 0,5 % gegenüber dem Vorjahr (13.978). Bei der Vorjahreszahl ist zu berücksichtigen, dass diese sich infolge nachträglicher Anpassungen in den Geschäftsfeldern Energie und Wasser, Telekommunikation sowie Abfallentsorgung und -verwertung um 347 reduziert hat. Im Geschäftsjahresvergleich entwickelten sich die einzelnen Geschäftsfelder unterschiedlich: Während die Geschäftsfelder Hafenumschlag und Güterverkehr (+60), Telekommunikation (+20) sowie die Abfallentsorgung und -verwertung (+18) personelle Zuwächse verzeichnen konnten, nahmen die Beschäftigtenzahlen in den Geschäftsfeldern Energie und Wasser (-24) sowie Öffentlicher Personennahverkehr (-41) ab.
Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen - Erklärung zur Unternehmensführung Gemäß § 289f Abs. 4 HGB i.V. mit § 76 Abs. 4 AktG, § 36 und § 52 Abs. 2 GmbHG haben mitbestimmte Unternehmen im Lagebericht anzugeben, ob die von ihnen festgelegten Zielgrößen hinsichtlich des Frauenanteils in Führungspositionen erreicht worden sind. Falls nicht, sollen sie angeben, warum die Zielgrößen nicht erreicht wurden. Zu den mitbestimmten Unternehmen im Stadtwerke Köln Konzern gehört neben größeren Tochter- und Enkelgesellschaften auch die SWK GmbH selbst. In seiner Sitzung am 22. September 2017 hat der Aufsichtsrat der SWK GmbH Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung von jeweils 30 % festgelegt. Analog dazu hat die Gesellschaft auch für die erste und zweite Führungsebene eine Zielgröße von jeweils mindestens 30 % beschlossen. Die Zielgrößen sollten spätestens am 30. Juni 2022 erreicht sein. Entsprechend waren zum 1. Juli 2022 neue Zielvorgaben festzulegen. Der Aufsichtsrat der SWK GmbH hat in seiner Sitzung am 7. September 2022 festgelegt, dass in der Geschäftsführung Frauen und Männer mindestens in Höhe von jeweils 33,33 % - volle Personenzahl 1 - und nach der Erweiterung der Geschäftsführung auf vier Mitglieder in Höhe von jeweils 50 % - volle Personenzahl 2 - sowie Frauen und Männer im Aufsichtsrat in Höhe von jeweils 50 % - volle Personenzahl 10 - vertreten sein sollen. Die Geschäftsführung der SWK GmbH hat für die erste Führungsebene eine Zielgröße von 33,33 % (volle Personenzahl 3) und für die zweite Führungsebene ebenfalls eine Zielgröße von 33,33 % (volle Personenzahl 5) festgelegt. Alle Zielgrößen sollen spätestens am 30. Juni 2027 erreicht sein. Zum Stichtag 30. Juni 2022 wurden die Zielgrößen wie folgt erreicht:
Zum Stichtag wurden auf Geschäftsführungsebene und in der zweiten Führungsebene die Zielvorgaben erreicht beziehungsweise übertroffen. Im Aufsichtsrat wurde die Zielgröße nicht erreicht. Auf den Frauenanteil im Aufsichtsrat hat die Gesellschaft nur bedingt Einfluss, denn der Aufsichtsrat wird nach diversen Wahlverfahren besetzt. Auf der ersten Führungsebene verfehlte die SWK GmbH die Zielvorgabe, da es im Betrachtungszeitraum keine ausreichende Fluktuation gab. Entsprechend erhöhte sich auf dieser Ebene der Frauenanteil zum Stichtag nicht. Der Frauenanteil in Führungspositionen soll kontinuierlich gesteigert werden, denn die SWK GmbH betrachtet Vielfalt als positiven Wettbewerbsfaktor. Daher werden bei allen Neubesetzungen Bewerberinnen besonders angesprochen. Durch den Aufbau eines stabilen Anteils von Frauen auf der zweiten Führungsebene wird zudem ein sukzessiver Anstieg des Frauenanteils auf der ersten Führungsebene erwartet. Nachhaltigkeit, Forschung und Entwicklung Im Bereich Nachhaltigkeit, Forschung und Entwicklung konzentrieren sich die Aktivitäten im Stadtwerke Köln Konzern darauf, die veränderten energiepolitischen Weichenstellungen durch anwendungsorientierte Projekte, die auf nachhaltiges Wirtschaften und den Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien abzielen, aktiv zu begleiten. Die Initiative geht dabei im Wesentlichen von den energiewirtschaftlichen Beteiligungen aus. Im Bereich der Elektromobilität beteiligt sich insbesondere die KVB an verschiedenen Aktivitäten. Alle Aktivitäten sind im Nachhaltigkeitsbericht des Stadtwerke Köln Konzerns dokumentiert und auf der Homepage der Stadtwerke Köln abrufbar. Klimaneutralität bis 2035 Das klimapolitisch primäre Ziel der RheinEnergie ist die vollständige Dekarbonisierung der Strom- und Wärmeversorgung bis spätestens 2035. Der erste Schritt auf diesem Weg war die Versorgung aller Haushalts- und Gewerbekunden mit Ökostrom. Weitere Bausteine zum Erreichen der Klimaneutralität sind der bundesweite Ausbau der erneuerbaren Energien inklusive einer Solaroffensive in Köln, die Umstellung der Stromversorgung auf regenerativen Strom, die Umgestaltung der Heizkraftwerke sowie der Aus- und Umbau der Fernwärmenetze. Dabei leistet das Programm "Energie & Klima 2030", das Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz sowie zum Ausbau von Fernwärme und erneuerbaren Energien vorsieht, einen wesentlichen Beitrag. Im Jahr 2022 wurde das Programm bestätigt und mit einem weiteren Budget in Höhe von 12,0 Mio. € ausgestattet. Fernwärmeausbau Die RheinEnergie hat ihr Fernwärmenetz im Berichtsjahr um rund 12 MW ausgebaut. Besonders hervorzuheben sind hierbei die neuen Vertragsabschlüsse im Bereich Messe/City. Erneuerbare Energien Die RheinEnergie Solar GmbH (RheinEnergie Solar), in der die RheinEnergie sämtliche Solarprojekte und Fotovoltaik-Aktivitäten bündelt, hat im Berichtsjahr eine Fotovoltaik-Freiflächenanlage mit einer Gesamtleistung von rund 19 MWp in Hemau in Bayern in Betrieb genommen. Zudem wurde auf dem Betriebsgelände der NESKA in Ladenburg eine Aufdachanlage mit einer Leistung von 3 MWp aufgestellt. Die installierte Fotovoltaik-Leistung der RheinEnergie Solar und ihrer Tochtergesellschaften betrug Ende 2022 rund 58 MWp. Zudem haben RheinEnergie und KölnBäder die vertragliche Grundlage zur Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Ossendorfbads geschaffen. Darüber hinaus ist die RheinEnergie über ihre 49%ige Beteiligung an der AS 3 Beteiligungs GmbH mittelbar mit 12,3 % am solarthermischen Parabolrinnenkraftwerk Andasol 3 in Andalusien beteiligt. Im Berichtszeitraum produzierte das Kraftwerk 129,6 GWh Strom. Die RheinEnergie ist außerdem mittelbar Betreiberin der Biogasanlage Randkanal-Nord, die über eine installierte elektrische Leistung von 2,4 MWel verfügt. Die zusätzlich erzeugte Wärme wird über das Fernwärmenetz der evd energieversorgung dormagen GmbH ganzjährig effizient zur Gebäudeheizung und Warmwasserversorgung genutzt. Die RheinEnergie bündelt sämtliche Windkraftprojekte in der RheinEnergie Windkraft GmbH. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft 106 Anlagen mit einer installierten Leistung von rund 208 MW betrieben. Im Jahr 2022 hat die RheinEnergie erstmals eine Emissionsbilanzierung mittels des internationalen Treibhausgas-Bilanzierungsstandards "Greenhouse Gas Protocol" (GHG) erhoben. Nach erfolgreicher Implementierung konnte im Sommer 2022 die Treibhausgasbilanz für das Jahr 2021 nach GHG-Standard ermittelt werden. Die RheinEnergie verantwortete im Jahr 2021 rund 6,5 Mio. t CO 2 -Äquivalente. Nachhaltige Mobilität Seit dem Jahr 2016 nutzt die KVB ausschließlich zertifizierten Ökostrom. Weiterhin hat die Gesellschaft im Berichtsjahr die Ladeinfrastruktur für E-Busse im Stadtgebiet weiter ausgebaut und in Köln-Porz mit dem Bau eines neuen Betriebshofs für die erweiterte E-Busflotte begonnen. Darüber hinaus wurden im Jahr 2022 weitere Buslinien auf den Betrieb mit Batteriebussen umgestellt. Schließlich hat die KVB die Zahl der Leihräder erhöht und das Stationsnetz des KVB-Rades weiter ausgebaut. Ein Pilotprojekt mit 15 KVB-Lastenrädern ist Ende 2022 gestartet. Die AWB hat eine Mobilitätsstrategie zur Umstellung des AWB-Fuhrparks auf nachhaltige Antriebe bis zum Jahr 2035 erarbeitet. Gegenwärtig verfügen rund 15 % aller Fahrzeuge über einen alternativen Antrieb. Nachhaltige Stadtentwicklung Der Deutzer Hafen wurde im Frühjahr 2020 mit dem Vorzertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) in Platin ausgezeichnet. Ein DGNB-zertifiziertes Ingenieurbüro begleitet die Umsetzung der hier dokumentierten Nachhaltigkeitsziele. Ein ergänzend zur DGNB-Vorzertifizierung erstelltes "Handbuch Nachhaltigkeit" dokumentiert die Nachhaltigkeitsziele für den Deutzer Hafen sowie deren Realisierbarkeit transparent und kompakt. Klimagerechte Binnenschifffahrt Die HGK hat im Jahr 2022 Nachhaltigkeitsziele definiert und daraus eine Nachhaltigkeitsstrategie abgeleitet. Die HGK Shipping setzt seit dem Jahr 2021 in ihrer Schiffsflotte auf hybride und alternative Antriebe. In Zukunft sollen auch mit Wasserstoff betriebene Schiffe die Flotte verstärken. Bereits im Vorjahr hatte die Gesellschaft zwei solcher Schiffe in Auftrag gegeben. Compliance-Management-System Die Stadtwerke Köln GmbH hat im Jahr 2013 gemeinsam mit ihren unmittelbaren Beteiligungsgesellschaften ein konzernweites Compliance-Management-System (CMS) für ausgewählte Compliance-Bereiche mit Konzernbezug geschaffen. Die Bestimmung dieser Compliance-Bereiche erfolgte auf der Grundlage einer Risikoanalyse durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und erfasst solche Risikobereiche aus den Betätigungen der Konzerngesellschaften, die trotz der Unterschiedlichkeit der Aufgaben bei allen Unternehmen in ähnlicher Weise auftreten und bei denen ein Regelverstoß zu besonders hohen materiellen oder immateriellen Schäden führen kann oder strafrechtlich relevant ist. Zum Kern dieses Systems gehören
Die von den Unternehmen ernannten Compliance-Beauftragten nehmen ihre Aufgaben kontinuierlich wahr. Sie treffen sich zu einem Erfahrungsaustausch im Compliance-Board. Zur Entgegennahme von Hinweisen auf eventuelle korruptions-, wettbewerbs- oder kartellrelevante Verstöße durch Hinweisgeber, die gegenüber dem Unternehmen anonym bleiben möchten, steht ein externer anwaltlicher Ombudsmann zur Verfügung. Die interne Bearbeitung von Hinweisen, insbesondere über den Ombudsmann, übernehmen in den Unternehmen jeweils die dortigen Compliance-Komitees. Für das Beschaffungswesen und den Umgang mit Geschäftspartnern wurden in den Unternehmen ausführliche, korruptionspräventive Regelungen eingeführt. Die datenschutzrechtliche Compliance liegt im Zuständigkeitsbereich der Datenschutzbeauftragten. Das CMS wird im Intranet für die Mitarbeitenden ausführlich dargestellt. Alle Compliance-Regelungen sowie die für die tägliche Praxis erforderlichen Formulare sind dort abrufbar. Zu einzelnen Risikobereichen werden die Mitarbeitenden zu den gesetzlichen und betrieblichen Regelungen und deren Anwendung in der Praxis geschult. Die Compliance-Grundlagen werden zudem über digital-gestützte Schulungen vertieft. Die Homepages der Unternehmen enthalten einen Hinweis auf die Person und die Aufgaben des Ombudsmannes. Das CMS wird unter Berücksichtigung der jeweils geltenden fachlichen Standards bedarfsgerecht weiterentwickelt. Die dem CMS zugrunde liegende Risikoanalyse wurde zuletzt im Jahr 2019 überprüft und zum Teil um unternehmensindividuelle Risikoanalysen ergänzt. Chancen- und Risikobericht Risikomanagementsystem Bei der Ausübung unternehmerischer Tätigkeit ist das Eingehen von Risiken unabdingbare Voraussetzung für den Geschäftserfolg. Gleichzeitig sind die Rahmenbedingungen für unternehmerisches Handeln im 21. Jahrhundert deutlich komplexer und volatiler geworden. Die Einrichtung und Dokumentation eines Risikomanagementsystems (RMS) ist daher nicht nur eine gesetzliche Verpflichtung, sondern längst unverzichtbares Instrument einer integrierten Unternehmensentwicklung und -steuerung. Vor diesem Hintergrund ist neben der frühzeitigen Risikoerfassung und -bewertung der bewusste Umgang mit Risiken im Sinne einer maßnahmenorientierten Steuerung zentraler Bestandteil des RMS im Stadtwerke Köln Konzern. Als Risiko wird, vereinfacht umschrieben, eine potenziell negative Abweichung von unternehmerischen Zielsetzungen verstanden. Das RMS bei der SWK und ihren Tochterunternehmen erfolgt nach verbindlich vorgegebenen Grundsätzen, Verantwortlichkeiten, Inventur-, Bewertungs- und Berichtsprozessen. Auf der Basis des geltenden RMS werden konzernweit alle relevanten Risiken regelmäßig identifiziert, bewertet, einer Eintrittswahrscheinlichkeit zugeordnet und geplante Maßnahmen zur Risikoreduzierung oder -eliminierung aufgezeigt. Darüber hinaus existiert für den in die RheinEnergie Trading ausgegliederten Energiehandel und die Energiebeschaffung ein spezielles Risikomanagementsystem, das neben den Analyse- und Bewertungsverfahren die Limitierung der Risiken, Hedging-Konzepte, Bewirtschaftungsstrategien und Zuständigkeiten regelt und in einem Risikohandbuch dokumentiert ist. Für die Risikobewertung bedient sich das Risikomanagement der Gesellschaft angemessener Risikomodelle, deren Effizienz durch Back-Testing und Revisionsprüfungen regelmäßig überprüft wird. Die Risikomanager der Tochtergesellschaften unterstützen die Risikoverantwortlichen in den einzelnen Fachbereichen und sind für die Berichterstattung an ihre jeweilige Geschäftsleitung sowie an den Konzernrisikomanager der SWK verantwortlich. Die Berichterstattung über die aus Sicht der Gesellschaften wesentlichen Risiken erfolgt vierteljährlich. Eine sofortige Meldung (Ad-hoc-Mitteilung) muss dann erfolgen, wenn ein Risiko eine bestimmte, gesellschaftsspezifisch festgelegte Schadenswertgrenze erreicht oder überschreitet. Das Risikomanagement der SWK konsolidiert die wesentlichen Risiken der Gesellschaften und fasst diese in einem Konzern-Berichtswesen zusammen. Ebenso überprüft es regelmäßig das bestehende Regelwerk auf Aktualität und Optimierungsbedarf. Die Abläufe des Systems sowie dessen Wirksamkeit und Angemessenheit werden darüber hinaus regelmäßig durch die Konzernrevision überprüft. Wesentliche Chancen und Risiken im Stadtwerke Köln Konzern Aus Sicht der Konzernleitung bestehen zum Bilanzstichtag ergebnisrelevante Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage und die Ertragslage des Konzerns haben könnten, in den Geschäftsfeldern Energie und Wasser, Öffentlicher Personennahverkehr, Hafenumschlag und Güterverkehr sowie in der Telekommunikation. Gleichzeitig gehen mit den Risiken auch Chancen einher. Die Chancen und Risiken werden zur besseren Strukturierung in Kategorien zusammengefasst. Dabei wird zwischen Risiken unterschieden, die von außen auf das Unternehmen wirken, ohne dass das Unternehmen im Allgemeinen einen signifikanten Einfluss auf diese Risiken nehmen kann (externe Risiken), und Risiken, deren Ursachen unternehmensintern begründet sind (interne Risiken). Die im Stadtwerke Köln Konzern identifizierten wesentlichen externen Risiken werden den Kategorien Politik, Gesetzgebung und Recht sowie Kunden, Markt und Wettbewerb zugeordnet. Wesentliche interne Risiken resultieren aus dem operativen Bereich und den Finanzen. Bei der Einstufung der Risiken werden das Verhältnis zwischen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit sowie ein berichtspflichtiger Schwellenwert je Gesellschaft zugrunde gelegt. Bei der Beurteilung der Risiken wird von einer Nettobetrachtung ausgegangen, das heißt, bereits getroffene Maßnahmen zur Risikobegrenzung wurden berücksichtigt. Die nachfolgende Matrix verdeutlicht die Klassifizierung:
Die als wesentlich identifizierten Chancen und Risiken werden nachfolgend geschäftsfeldbezogen erläutert. Zu Beginn wird in einem separaten Abschnitt auf die Risiken im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg eingegangen. Die mit der Corona-Pandemie verbundenen Risiken werden im Weiteren nicht gesondert dargestellt, da seit einiger Zeit keine pandemische Lage mehr in Deutschland besteht. Sofern bei der Beschreibung der einzelnen Risiken nicht explizit eine Einstufung gemäß der oben genannten Matrix vorgenommen wird, handelt es sich um Risiken mit geringer Ausprägung. Risiken durch den Krieg in der Ukraine Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine wurden im Laufe des Jahres 2022 spürbar. Die Rohstoffmärkte zeigten sich ebenso wie die globalen Lieferketten angespannt. In der Folge stieg die Inflation weiter an. Die Einflussfaktoren, die die wirtschaftliche Entwicklung des Stadtwerke Köln Konzerns negativ beeinflussen können, werden im Folgenden genauer betrachtet. Dabei können die unmittelbaren wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges nicht immer umfassend und verlässlich eingeschätzt werden. Durch die seit Kriegsausbruch beschlossenen Sanktionen des Westens gegenüber Russland hat sich der Anstieg der bereits zu diesem Zeitpunkt hohen Rohstoffpreise nochmals verstärkt, was insbesondere die Höhe der Energie-, Diesel- und Materialkosten über einen längeren Zeitraum negativ beeinflussen wird. Insbesondere die derzeit anhaltend volatilen Preisverhältnisse auf den Strom- und Gasmärkten haben erhebliche Auswirkungen auf die Ertragskraft und die Anforderungen an die Liquidität im Börsenhandel zur Energiebeschaffung. Entscheidende Parameter wie Öl-, Kohle-, CO 2 -, Strom- und Gaspreise unterliegen erheblichen Schwankungen. Die erhöhten Preise und die daraus abzuleitende hohe Inflation treffen alle Geschäftsfelder. Das Risiko ist insgesamt als "mittel" einzustufen. Zusätzlich hat der Krieg die nationalen und internationalen Güterströme längerfristig beeinträchtigt und teilweise verschoben. Für die Geschäftsfelder Öffentlicher Personennahverkehr sowie Abfallverwertung und -entsorgung ist davon auszugehen, dass der Ukraine-Krieg die Lieferanten von Material und Dienstleistungen belasten wird, wenn Teile der Wertschöpfungskette dieser Lieferanten von Sanktionen oder Kriegshandlungen betroffen sind. Das kann zu Engpässen führen, beispielsweise bei Investitionen oder der Beschaffung von Ersatzteilen. Auch dieses Risiko weist für den Konzern insgesamt eine mittlere Ausprägung auf. Das Geschäftsfeld Telekommunikation ist von den zuvor genannten Risiken zwar kaum betroffen, sieht jedoch aus dem Konflikt heraus höhere Risiken durch Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen in Deutschland entstehen. Die NetCologne begegnet diesen Risiken durch entsprechende Sicherheitsvorkehrungen. Politische, regulatorische und rechtliche Chancen und Risiken Im Geschäftsfeld Energie und Wasser stehen sowohl auf Ebene der Europäischen Union als auch auf Ebene des Bundes in Zukunft erhebliche klimapolitische Weichenstellungen an, die substanzielle Auswirkungen auf die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung von Energieversorgern haben können. Die Energieversorger sind in erheblichem Umfang Risiken aufgrund äußerer Eingriffe von Regulierungsbehörden, insbesondere der Bundesnetzagentur oder der Landesregierungsbehörden, ausgesetzt. Absenkungen der Erlösobergrenzen aufgrund von Kostenerhebungen oder des gesunkenen Zinsniveaus können zu Erlöseinbußen führen. Weitere Risiken können sich dadurch ergeben, dass Regulierungsbehörden in die Kalkulation von sonstigen Entgelten eingreifen. Hier ist insbesondere nicht ausgeschlossen, dass es etwa im Bereich der Preisbildung zu entsprechenden Verfügungen der Kartellbehörden mit negativen Auswirkungen auf die Ergebnissituation kommen kann. Innerhalb des Geschäftsfeldes Hafenumschlag und Güterverkehr wirkt sich bezogen auf den Schienenverkehr die Trassenpreisförderung im Schienengüterverkehr (TraFöG) positiv aus. Die Fördermaßnahme umfasst, zunächst bis zum 31. Dezember 2023, eine Summe von 350 Mio. € jährlich für alle Marktteilnehmer. Sie soll den umwelt- und klimafreundlichen Schienengüterverkehr über eine anteilige Finanzierung der Trassenpreise fördern. Durch die Förderung ist das Geschäftsfeld in der Lage, weitere Investitionsmaßnahmen wie die Anschaffung klimafreundlicherer Triebfahrzeuge vorzunehmen. Für die Zukunft besteht allerdings die Gefahr, dass öffentliche Mittel für den systematischen Aus- und Neubau sowie die Instandhaltung des Bestandsnetzes nicht mehr ausreichend verfügbar sein könnten. Dadurch würde die Wettbewerbsfähigkeit der Verkehrsträger Schiene und Wasserstraße gegenüber der Straße negativ beeinflusst werden. In der Folge würden Investitionen ausbleiben. Für das Geschäftsfeld Öffentlicher Personennahverkehr besteht ein Risiko durch die Einführung des Deutschlandtickets. Die aus der Einführung resultierenden Mindererlöse werden nach aktuellem Stand nur bis zum Jahr 2025 von Bund und Land übernommen. Da die Frage nach der Folgefinanzierung bislang ungeklärt ist, wird das Risiko als "mittel" eingestuft. Der Markt für Telekommunikation ist ein streng regulierter Markt, in den die Bundesnetzagentur und das Bundeskartellamt stark steuernd eingreifen. Einzelne Regulierungsentscheidungen können sich geschäftshemmend auswirken. Chancen und Risiken im Markt und Wettbewerb Die Entwicklung der Beschaffungs- und Absatzmärkte, die Wettbewerbssituation sowie weitere, die Nachfrage bestimmende Faktoren wirken in unterschiedlichem Ausmaß auf die Gesellschaften im Stadtwerke Köln Konzern ein. Im Geschäftsfeld Energie und Wasser haben insbesondere die anhaltend volatilen Verhältnisse auf den Strom- und Gasmärkten erhebliche Auswirkungen auf die Ertragskraft. Die entscheidenden Parameter wie Öl-, CO 2 -, Strom- und Gaspreise unterliegen erheblichen Schwankungen. Große Auswirkungen hat die Preisentwicklung insbesondere auf die Wirtschaftlichkeit der Stromerzeugungsanlagen. Bei einem Rückgang der Margen aus der Stromvermarktung besteht das Risiko, dass sich die Wertschöpfung der Anlagen weiter verringert. Umgekehrt kann ein Anstieg der Strompreise beziehungsweise der Margen und/oder die Einführung entsprechender gesetzlicher Rahmenbedingungen zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Verbesserung der Wertschöpfung aus der Erzeugung führen. Der große Kreis von Anbietern und die damit einhergehende Intensivierung des Wettbewerbs werden auch in Zukunft zu weiteren Kunden-, Mengen- und Margenverlusten im Geschäftsfeld Energie und Wasser führen. Im Hinblick auf die vertragliche Beziehung zu den Kunden steigt mit erhöhten Angebotspreisen das Risiko der Forderungsausfälle. Hierbei handelt es sich um ein Risiko mit mittlerer Ausprägung. Für das Geschäftsfeld Öffentlicher Personennahverkehr besteht weiterhin ein Risiko in der Änderung des Tariffortschreibungsmodells. Auf politischer Ebene wie auch auf Ebene des Zweckverbandes werden derzeit verschiedene Möglichkeiten erörtert, um die Kunden des Öffentlichen Personennahverkehrs weniger stark zu belasten. Entscheidungen diesbezüglich werden im Jahr 2023 erwartet, die dann voraussichtlich Auswirkungen auf die Tarifanpassungen ab dem Jahr 2025 hätten. Das Risiko wird als "mittel" eingestuft. Im Geschäftsfeld Hafenumschlag und Güterverkehr stellen die globale Wirtschaftsentwicklung und konjunkturell bedingte Nachfrageschwankungen wesentliche Markt- und Wettbewerbsrisiken dar. Im Zuge der Energiewende führt zudem eine nachlassende Auslastung von Kohlekraftwerken tendenziell zu geringeren Transport- und Umschlagsmengen. Die HGK und ihre Beteiligungen werden diesen Entwicklungen durch die Erschließung neuer Märkte begegnen. Risiken für die Eisenbahnverkehre ergeben sich weiterhin aus hohem Wettbewerbsdruck, der noch verschärft wird durch die stark eingeschränkte Nutzbarkeit des Eisenbahnnetzes aufgrund mangelnder Instandhaltung. Der Markt für Telekommunikation ist weiterhin durch starken Wettbewerb, großen Preisdruck, zunehmenden Bandbreitenbedarf und hohe Wechselbereitschaft der Kundinnen und Kunden geprägt. Dies kann zum Verlust von Umsatzerlösen, Marktanteilen sowie zu Margendruck bei einzelnen Produkten führen. Die Absenkung des Preisniveaus am Markt kann bislang durch überproportionales Wachstum sowie stärkere Nachfrage nach höheren Bandbreiten weitgehend kompensiert werden. Operative Chancen und Risiken Die in der Produktion eingesetzten Anlagen und Prozesse sind relevante Erfolgsfaktoren. Aus der Verfügbarkeit der Anlagen sowie der Effizienz und Qualität der definierten Prozesse können sich Chancen und Risiken in diesem Bereich ergeben. Chancen ergeben sich für die RheinEnergie insbesondere aus Projekten, mit denen Potenziale zur Prozessverbesserung sowie Effizienzsteigerung identifiziert und umgesetzt werden. Die RheinEnergie hat im Rahmen der Diskussionen über die künftige strategische Ausrichtung eine Reihe neuer Geschäftsfelder identifiziert, die sich aus der grundlegenden Veränderung der Energiemärkte ergeben und die konsequent entwickelt werden sollen. Dies wird eingebunden sein in einen systematischen Prozess zum Innovationsmanagement. Damit beabsichtigt die RheinEnergie, Marktchancen laufend und frühzeitig zu erkennen sowie Risiken rechtzeitig entgegenwirken zu können. Grundlage für die Ausübung der Geschäftstätigkeit eines Energieversorgungsunternehmens sind technologisch anspruchsvolle und komplexe Anlagen. Trotz umfangreicher Vorsorge, Kontrollen, Wartungen und Betriebsführungskonzepte können sich Risiken durch den Ausfall der technischen Anlagen aus unterschiedlichsten Gründen ergeben, beispielsweise aufgrund des Alters, der Witterung oder als Folge von Pandemien. Das genannte Risiko weist eine mittlere Ausprägung auf. Ferner erfolgt die Abwicklung vieler Prozesse durch komplexe IT-Systeme. Trotz hoher Sicherheits- und Wartungsstandards können sich insbesondere vor dem Hintergrund steigender Risiken durch Angriffe Dritter Einschränkungen bei der Nutzbarkeit und Verfügbarkeit dieser Systeme ergeben. Im Öffentlichen Personennahverkehr setzt die KVB ihre Fahrzeuge und technischen Anlagen mit einem hohen Grad an Zuverlässigkeit und Sicherheit sowie unter Berücksichtigung gegebener Umweltstandards ein. Technischen Ausfallrisiken sowie umweltbezogenen Risiken (wie zum Beispiel einem möglichen Jahrhunderthochwasser) begegnet die KVB mit einer permanenten Verbesserung der technischen Standards und etablierten Präventions- und Gegensteuerungsmaßnahmen. Im Geschäftsfeld Telekommunikation bestehen operative Risiken aufgrund der Substitution der klassischen Festnetztelefonie durch Telefonie über Mobilfunk, Social-Media-Plattformen oder über Fernsehkabel. Die Produkte der Informations- und Telekommunikationsbranche sind überdies teilweise schnelllebig und unterliegen einer hohen Komplexität und Dynamik. Dies führt bei NetCologne und NetAachen zu einem permanenten Innovations- und Investitionsdruck bei einem verkürzten Zeitfenster für die Amortisation. Chancen und Risiken durch den Einsatz von Finanzinstrumenten Finanzinstrumente werden insbesondere bei der Bewirtschaftung und Optimierung des Beschaffungsportfolios für Strom, Erdgas und CO 2 -Zertifikate eingesetzt. Im Vordergrund steht dabei die finanzielle Absicherung von Preisänderungsrisiken. Bei der Energiebeschaffung sind Marktpreis- und Mengenrisiken von größerer Bedeutung. Marktpreisrisiken sind überwiegend Volatilitätsrisiken. Diese werden mithilfe des Value-at-Risk-Ansatzes (VaR) bewertet, limitiert und überwacht. Der VaR gibt den wertmäßigen Verlust einer Risikoposition an, der mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit innerhalb eines definierten Zeitraums nicht überschritten wird. Sowohl die maximale offene Position als auch der Wert des VaR sind für die jeweiligen Risikoklassen im Regelwerk der RheinEnergie Trading fixiert. Mengenrisiken entstehen durch den Abschluss von Liefer- beziehungsweise Abnahmeverpflichtungen insbesondere dann, wenn die aus den Verträgen resultierenden Mengen nicht back-to-back eingedeckt werden. Grundsätzlich kann es zu einer möglichen Abweichung zwischen der gelieferten physischen Energiemenge und der geplanten beziehungsweise prognostizierten und gegebenenfalls gehedgten Menge kommen. Die Gründe für eine solche Abweichung liegen vornehmlich in der Prognose des klima- oder konjunkturbedingt schwankenden Energieverbrauchs. Die Prognosegüte wird durch die RheinEnergie Trading regelmäßig überwacht und optimiert. Zur Absicherung von Mengen- und Marktpreisrisiken setzt das Unternehmen Finanzinstrumente ein. Dazu gehören physische Terminpositionen auf Energie und Emissionszertifikate, welche auch an den Börsen kontrahiert werden, sowie Preisabsicherungen indizierter Positionen in Form von Swaps. Der Einsatz der Finanzinstrumente unterliegt ebenfalls den bereits genannten Risikorichtlinien. Ineffektivitäten in Bewertungseinheiten werden durch Drohverlustrückstellungen in der Bilanz erfasst. Finanzielle Chancen und Risiken Die hohe Volatilität an den Energiemärkten und -börsen kann aufgrund bestehender Beschaffungskontrakte kurzfristig zu sehr hohen Liquiditätszu- oder -abflüssen führen. Infolge der starken Preisrückgänge und der damit verbundenen Liquiditätsabflüsse musste die SWK zum Ende des Geschäftsjahres verstärkt Kreditlinien in Anspruch nehmen. Aufgrund des Einsatzes eines zentralen Cash-Pooling-Systems, einer vorausschauenden Liquiditätsplanung sowie des Ausbaus des Kreditlinienbestands Anfang des Jahres 2023 werden Liquiditätsrisiken im Konzern trotz der volatilen Preisentwicklung an den Energiebörsen als "mittel" eingestuft. Finanzielle Risiken für den Stadtwerke Köln Konzern insgesamt resultieren aus den durch die EZB seit dem 2. Halbjahr 2022 mehrfach vorgenommenen Leitzinsanhebungen, die zu einer drastischen Verteuerung der Finanzierungskosten für die Prolongation und Neuaufnahme von Krediten führen werden, insbesondere in Geschäftsfeldern mit hohen Investitionsaktivitäten. Das Risiko weist eine mittlere Ausprägung auf. Chancen ergeben sich in diesem Zusammenhang bei der Neubewertung langfristiger Rückstellungen. Fazit Unter Berücksichtigung der gegebenen Gegensteuerungs- und Minimierungsmaßnahmen sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand eines Konzernunternehmens oder des Konzerns gefährden. Derartige Risiken sind aus heutiger Sicht auch für die absehbare Zukunft nicht zu erkennen. Prognosebericht Der Lagebericht und die Bestandteile dieses Konzernabschlusses enthalten Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Konzerngesellschaften beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis aller zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Eine verlässliche Prognose lässt sich aus heutiger Sicht aufgrund von Ungewissheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen, regulatorischen, technischen und wettbewerbsbezogenen Entwicklungen jedoch nicht abgeben. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Konjunkturprognosen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten für das Jahr 2023 nur ein leichtes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,2 %. Die kurzfristigen Abwärtsrisiken für das Wachstum haben sich insbesondere durch die Stabilisierung der Energieversorgungslage und der Energiepreise reduziert. Für den Winter 2023/24 besteht für die deutsche Volkswirtschaft jedoch nach wie vor das Risiko einer Gasmangellage. Es wird erwartet, dass die Inflation nur allmählich zurückgeht und im gesamten Prognosehorizont auf weiterhin hohem Niveau verbleibt. Der damit einhergehende Kaufkraftverlust belastet die privaten Konsumausgaben. Die fortgesetzte geldpolitische Straffung mit steigenden Zinsen verschärft diese Entwicklung und dämpft zusammen mit der weiterhin hohen wirtschaftlichen Unsicherheit die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Der Sachverständigenrat prognostiziert für das Jahr 2023 eine Inflationsrate von 6,6 %. Infolge der gestiegenen Verbraucherpreise ist zudem mit Tarifabschlüssen zu rechnen, die deutlich über dem Niveau der Vorjahre liegen werden. Die globalen Konjunkturaussichten haben sich insbesondere durch die Abkehr Chinas von der strikten Null-Covid-Politik verbessert. Der Sachverständigenrat prognostiziert ein globales Wachstum von 2,2 % im Jahr 2023 und von 2,7 % im Jahr 2024. Energie und Wasser Energiepolitische Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 ist auf europäischer Ebene mit dem Abschluss der Verfahren des "Fit for 55"-Pakets und des Wasserstoff- und Gasmarkt-Dekarbonisierungspakets zu rechnen. Neben der Fortführung des European Green Deal und der Digitalen Dekade steht insbesondere die Resilienz der Energie- und Rohstoffversorgung auf der politischen Agenda. Aus Sicht der Energiewirtschaft ist die für das erste Quartal 2023 angekündigte Überarbeitung des europäischen Strommarktdesigns besonders relevant. Aufgrund der Verwerfungen auf den Energiemärkten sind weitere Gesetzesänderungen auf nationaler Ebene zu erwarten. Außerdem sind Gesetze zu den Themen Energieeffizienz, kommunale Wärmeplanung sowie zur Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie zu erwarten. Ausblick auf die Geschäftsentwicklung Im Rahmen der regelmäßig aktualisierten und weiterentwickelten Unternehmensstrategie stellt sich das Geschäftsfeld Energie und Wasser den Herausforderungen in energiepolitischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Hinsicht. Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung der internen Prozesse und den beabsichtigten Investitionen in die Dekarbonisierung über alle Wertschöpfungsstufen will die RheinEnergie die Basis für Wachstum und dauerhafte Ertragskraft langfristig erhalten. Das Geschäftsfeld plant für das Jahr 2023 im Wesentlichen preisbedingt deutlich steigende Umsatzerlöse. Bei den Investitionen steht neben laufenden Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien im Vordergrund. Öffentlicher Personennahverkehr Die KVB geht davon aus, dass die Fahrgastzahlen Mitte 2023 wieder das Niveau des Jahres 2019 erreichen werden. Die Einführung des Deutschlandtickets bewertet sie für 2023 aufgrund der von Bund und Land zugesagten Ausgleichszahlungen als ergebnisneutral. Die Investitionsschwerpunkte liegen auf der Elektromobilität (28 %), der Beschaffung von Stadtbahnfahrzeugen (26 %) und der Fahrweg-Infrastruktur mit rund 21 % des Investitionsvolumens. Daneben wird in die Modernisierung der Betriebshöfe, Werkstätten und ähnliche Infrastruktur (13 %) sowie in die Angebots- und Kapazitätserweiterung unter anderem auf den Linien 4, 13 und 18 (3 %) investiert. Das Geschäftsfeld plant gegenüber dem Vorjahr steigende Umsatzerlöse. Diese sind jedoch unter anderem mit Blick auf die Einführung des Deutschlandtickets mit Risiken behaftet. Hafenumschlag und Güterverkehr Die Logistik gewinnt zusehends an Bedeutung und ist ein essenzieller Wirtschaftszweig für eine funktionierende Gesellschaft. Die HGK wird ihre Position als erfolgreiche Logistikholding gemeinsam mit ihren Beteiligungen sichern und ausbauen. Der Erwerb der Shipping-Gesellschaften im Jahr 2020 war auf diesem Weg ein wichtiger Meilenstein. Mithilfe dieser Gesellschaften und im Verbund mit den übrigen Beteiligungen kann die HGK nun im Rheinland und in Mitteleuropa Logistikleistungen auf der Schiene, der Straße und dem Wasserweg quasi aus einer Hand anbieten. Dabei bleibt das Geschäftsfeld eng mit dem Wirtschaftsstandort Köln verbunden. Ein Beispiel hierfür bilden Aktivitäten im Industriepark Nord, wo die HGK für die Stadt Köln ein modernes Industriequartier schaffen, integrierte Services und Produkte als Dienstleister aus einer Hand anbieten und somit ein profitables und nachhaltiges Geschäftsfeld entwickeln wird. Hierzu hat die HGK im November 2022 mit der Fusion Cologne GmbH eine eigene Entwicklungs- und Vermarktungsgesellschaft gegründet. Im Geschäftsjahr 2023 sollen die ersten Grundstücke in dem Gebiet verpachtet werden. Das Geschäftsfeld plant für das Jahr 2023 mit steigenden Umsatzerlösen. Telekommunikation Bis zum Jahr 2030 will die Bundesregierung einen flächendeckenden Glasfaserausbau erreichen. NetCologne und NetAachen beabsichtigen, an den dafür vorgesehenen Förderungen zu partizipieren und möglichst viele weitere Haushalte mit Glasfaser zu erschließen. NetCologne wird so die Flächenabdeckung des Glasfasernetzes im Stadtgebiet Köln sowie im Kölner Umland ausweiten und weitere Haushalte und Gewerbeeinheiten mit FTTB/FTTH erschließen. Künftig könnte die NetCologne mit ihrem flächendeckenden Glasfasernetz in Köln auch den Ausbau der 5G-Mobilfunknetze unterstützen und Sendemasten mit der nötigen Bandbreite versorgen. Das Geschäftsfeld plant für das Jahr 2023 mit steigenden Umsatzerlösen. Abfallentsorgung und -verwertung Die AWB hat ihre Wirtschaftlichkeit in den vergangenen Jahren stetig gesteigert und verbessert. Das Augenmerk des Unternehmens wird weiterhin darauf liegen, seine Marktposition zu stärken und auszubauen. Daher wird die AWB auch in Zukunft in Maßnahmen zur Service- und Qualitätssteigerung investieren. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf dem Ausbau der IT-Infrastruktur sowie der Digitalisierung von Prozessen und Anwendungen liegen. Die AVG geht trotz negativer Einflüsse wie der hohen Inflation davon aus, dass ihre Anlagen auch im Jahr 2023 insgesamt gut ausgelastet sein werden. Die Volatilität der Märkte erfordert jedoch eine hohe Flexibilität bei den Bemühungen, weitere Mengen zu akquirieren. Durch den Betrieb der Rostascheaufbereitungs- und Konditionierungsanlage werden auch im Jahr 2023 zusätzliche Mengen für die Deponie gesichert. In den kommenden Jahren wird zusätzlich ein Volumen auf der Nachbardeponie verfüllt. Die Bemühungen zur Nutzbarmachung weiteren Deponievolumens zusammen mit den beiden Deponie-Nachbarn machen Fortschritte. Die eingeleiteten Planfeststellungsverfahren der AVG Köln und ihrer beiden Deponie-Nachbarn werden voraussichtlich im Sommer 2023 positiv beschieden. Das Geschäftsfeld plant für das Jahr 2023 mit steigenden Umsatzerlösen. Liegenschaften Bereits im Jahr 2022 ist die Bautätigkeit aufgrund gestiegener Baukosten und erhöhter Finanzierungskosten erheblich zurückgegangen. Die allgemeine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage kann zusätzlich zu sinkender Nachfrage nach Immobilien führen. Welchen Einfluss die aktuell beobachteten Beeinträchtigungen im Handel mit gewerblichen Immobilien auf den Vertrieb insbesondere der Grundstücke im Deutzer Hafen haben werden, ist schwer abschätzbar. Eine Erholung wird frühestens im Verlauf des Jahres 2023 erwartet. Das Geschäftsfeld erwartet für das Jahr 2023 geringere Umsatzerlöse als im Vorjahr. Konzern Das im Jahr 2022 stark angestiegene Preisniveau an den Energiemärkten bestimmt auch die für 2023 geplanten Umsatzerlöse des Stadtwerke Köln Konzerns 2023, die mit mehr als 10 Mrd. € ähnlich hoch ausfallen wie im Berichtsjahr. Die Investitionsplanung sieht nahezu in allen Geschäftsfeldern ein weiterhin hohes Investitionsvolumen von insgesamt mehr als 500 Mio. € vor. Die Investitionsschwerpunkte werden wie bisher auf den Geschäftsfeldern Energie und Wasser, Öffentlicher Personennahverkehr sowie Hafenumschlag und Güterverkehr liegen. Die Investitionen werden über Eigenmittel (im Wesentlichen ist dies der operative Cashflow), Zuschüsse und die Aufnahme langfristiger Darlehen finanziert. Der Konzernjahresüberschuss wird sich in einer Bandbreite zwischen 60 und 80 Mio. € bewegen. Hinsichtlich der Auswirkungen der Rheinlandkooperation auf den Konzern verweisen wir auf den Nachtragsbericht im zusammengefassten Anhang. Bedingt durch den anhaltenden Ukraine-Krieg und die weiterhin hohen Preisvolatilitäten an den Energiemärkten sind Umsatz- und Ergebnisprognosen weiterhin mit einer hohen Unsicherheit behaftet. GmbH Die SWK GmbH plant für das Jahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von 55,9 Mio. €, der somit um 12,5 Mio. € unter dem Jahresergebnis 2022 in Höhe von 68,4 Mio. € liegen wird. Der Ergebnisrückgang resultiert in erster Linie aus dem rückläufigen Ergebnis der AWB, das im Jahr 2022 von Sondereffekten bei der Vermarktung von Wertstoffen geprägt war. Die Ergebnisbeiträge der übrigen SWK-Gesellschaften sollten in etwa auf dem Niveau des Berichtsjahres liegen. Wegen der nach wie vor unabsehbaren weiteren Entwicklung des Ukraine-Krieges und den hohen Preisvolatilitäten an den Energiemärkten bleibt die Ergebnisprognose mit einer hohen Unsicherheit behaftet. Aus dem geplanten Jahresüberschuss für 2023 sollen gemäß dem Haushaltsplanansatz der Stadt Köln 50,0 Mio. € an die Gesellschafterin Stadt Köln ausgeschüttet werden.
Köln, den 28. April 2023 Die Geschäftsführung Feicht von Lepel Haaks Theis Konzern-Bilanz Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022(1. Januar - 31. Dezember)
Zusammengefasster Anhang des Konzerns für das Geschäftsjahr 2022Allgemeines Die Stadtwerke Köln GmbH (Firma) hat ihren Sitz am Parkgürtel 26 in 50823 Köln. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Köln unter der Registernummer HRB 2115 geführt. Zum 1. Juli 2020 wurde die Stadtwerke Köln GmbH von der Stadt Köln als Entwicklungsträger gemäß § 167 BauGB mit der Erfüllung der Aufgaben, die ihr bei der Vorbereitung und Durchführung der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Deutzer Hafen obliegen, beauftragt. Zur Erfüllung seiner Aufgaben bildet der Entwicklungsträger ein Treuhandvermögen, das von seinem sonstigen Vermögen getrennt auszuweisen und somit nicht Bestandteil seines bilanzierten Vermögens ist. (1) Angaben zu Form und Darstellung Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der Stadtwerke Köln GmbH (SWK) werden nach den für große Kapitalgesellschaften maßgeblichen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und nach den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Sofern nicht gesondert vermerkt, gelten die Erläuterungen im gemeinsamen Anhang für beide Abschlüsse. Um die Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im zusammengefassten Anhang aufgegliedert. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren gewählt worden. (2) Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der SWK als Mutterunternehmen Gesellschaften einbezogen, bei denen der SWK direkt oder indirekt die Stimmrechtsmehrheit zusteht. Der Konsolidierungskreis bildet einen Teilkonzern des Konzerns Stadt Köln und wird in den Gesamtabschluss der Stadt Köln einbezogen. 37 Tochterunternehmen, deren Geschäftsvolumen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung ist, sind nicht in den Konzernabschluss einbezogen worden. 36 assoziierte Unternehmen, deren Geschäftsvolumen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung ist, sind nicht in den Konzernabschluss einbezogen worden. Der befreiende Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht werden bei dem Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und von diesem bekannt gemacht. Von dem Wahlrecht des § 264 Abs. 3 HGB zur Nicht-Veröffentlichung ihres Jahresabschlusses machen die BRUNATA-METRONA GmbH und die METRONA GmbH Gebrauch. (3) Konsolidierungsgrundsätze Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der Unternehmen werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der SWK geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Auf die Anpassung an die einheitliche Bewertung im Rahmen der Equity-Bewertung wird verzichtet. Bis auf eine Ausnahme deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022. Für Erwerbsvorgänge nach dem 1. Januar 2010 (Neufälle) wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochterunternehmen verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitpunkt der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesem zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Die Ermittlung des Ausgleichspostens für die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter im Rahmen der mehrstufigen Kapitalkonsolidierung im Konzernabschluss der Stadtwerke Köln GmbH zum 31. Dezember 2022 wurde von der multiplikativen Methode auf die additive Methode umgestellt. Die Änderung der Ermittlungsmethode erfolgt zur Verbesserung der Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Im Hinblick auf die im Jahr 2023 eintretende Veränderung des Kreises der in den Konzernabschluss einzubeziehenden Unternehmen wurde bereits im Konzernabschluss der Stadtwerke Köln GmbH zum 31. Dezember 2022 auf die additive Methode umgestellt. In diesem Zusammenhang wurden darüber hinaus einzelne Verfahren bezüglich der Ermittlung und der Darstellung der Ergebnisanteile anderer Gesellschafter angepasst, um auch diesbezüglich die bessere Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erreichen. Die Auswirkungen der vorstehend beschriebenen Änderungen auf die Posten der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Konzern-Eigenkapitalspiegel bei betroffenen Posten in Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Konzern-Eigenkapitalspiegel sind nachfolgend dargestellt: Bei Anwendung der vorgenannten Grundsätze wäre das Eigenkapital des Mutterunternehmens ausweislich des Eigenkapitalspiegels zum 31. Dezember 2021 um 6.152 Tsd. € niedriger und das der nicht beherrschenden Anteile entsprechend höher ausgewiesen worden. Diese Anpassungen sind im Jahr 2022 vorgenommen worden und in die Positionen "Verrechnung mit Rücklagen" sowie "Sonstige Veränderungen" des Konzern-Eigenkapitalspiegels eingeflossen. In der Gewinn- und Verlustrechnung wären vom Jahresüberschuss 2021 des Konzerns 60.477 Tsd. € auf nicht beherrschende Anteile entfallen. Dem Mutterunternehmen wären 40.936 Tsd.€ zuzurechnen. Bei der Erstkonsolidierung von Erwerbsvorgängen vor dem 1. Januar 2010 wird unverändert die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. mit den gemäß § 301 Abs. 2 HGB a.F. möglichen Erstkonsolidierungszeitpunkten angewandt. Demnach erfolgt die Kapitalkonsolidierung durch Verrechnung der Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Unternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs oder ihrer erstmaligen Einbeziehung. Ein sich ergebender aktivischer Unterschiedsbetrag wurde den Vermögensgegenständen und Schulden insoweit zugerechnet, als deren Zeitwert vom Buchwert abweicht. Darüber hinaus verbleibende Beträge wurden als Firmenwerte in die Bilanz eingestellt. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen sind konsolidiert. Zwischenergebnisse gemäß § 304 Abs. 1 HGB werden eliminiert. Aus Konsolidierungsmaßnahmen entstandene latente Steuern sind berücksichtigt. Die Anteile an assoziierten Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen werden, sind nach der Equity-Methode (Buchwertmethode) bewertet worden. Die Anschaffungskosten der Anteile sind mit dem auf sie entfallenden Eigenkapital zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung verrechnet worden. Die bei der Konsolidierung entstandenen Unterschiedsbeträge wurden bis einschließlich 2009 mit den Rücklagen verrechnet. Die von den assoziierten Unternehmen erwirtschafteten Gewinne sind anteilsmäßig zeitgleich vereinnahmt, soweit ein Anspruch besteht. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. (4) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns und der SWK Soweit nachfolgend nicht abweichend erläutert, sind die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert beibehalten worden. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist damit gewährleistet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, hierzu zählen entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, sind zu Anschaffungskosten erfasst und werden über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung erworbener Software erfolgt hierbei über einen Zeitraum von drei bis zehn Jahren. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Geschäfts- oder Firmenwerte werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für die Schätzung der voraussichtlichen Nutzungsdauer werden im Wesentlichen die Laufzeit von Kundenbindungen, wesentliche Verträge und voraussichtliche Unternehmenszugehörigkeit von Mitarbeitenden einbezogen. Die im Konzernabschluss aktivierten Geschäfts- und Firmenwerte werden über eine Laufzeit von 10 bis 15 Jahren abgeschrieben. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bewertet; erhaltene Investitionszuschüsse sind von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt worden. Die aktivierungspflichtigen Herstellungskosten umfassen die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten, die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Im Sachanlagevermögen wurden im Geschäftsjahr Herstellungskosten in Höhe von 33,5 Mio. € (Vorjahr 12,3 Mio. €) aktiviert. Die Herstellungskosten betreffen ausschließlich die aktivierten Eigenleistungen und basieren vollständig auf Materialeinzelkosten. Einige Konzerngesellschaften wenden für Teilbereiche ihres Sachanlagevermögens, in Anwendung des IDW-Rechnungslegungshinweises IDW RH HFA 1.016, den Komponentenansatz an. Dadurch soll ein verbesserter Einblick in die Struktur der Vermögensgegenstände erzielt werden. Für die Komponentenansätze wird die jeweilige, erfahrungsgemäße betriebliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Die Sachanlagen werden linear abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen wird gemäß § 253 Abs. 3 HGB die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer unter Berücksichtigung der amtlichen AfA-Tabellen sowie branchenspezifischer AfA-Tabellen zugrunde gelegt. Es werden die zulässigen Höchstsätze angewendet. Die SWK schreibt die Sachanlagen linear ab. Im Konzernabschluss werden auf die Sachanlagen im Rahmen der jeweiligen Vorschriften lineare Abschreibungen vorgenommen. Darüber hinaus werden GWG-Sammelposten konzernweit gemäß § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Im Versorgungsbereich werden die Investitionszuwendungen (Hausanschlusskosten und Baukostenzuschüsse) über die jeweilige Nutzungsdauer des Anlagegutes aufgelöst und mit den Abschreibungen verrechnet. Die Summe wird im Konzern-Anlagespiegel als "Kumulierte Investitionszuschüsse" ausgewiesen. Die von der Rheinischen NETZGesellschaft mbH (RNG) vereinnahmten und an die RheinEnergie AG (RheinEnergie) als Pachtvorauszahlungen weitergeleiteten Investitionszuwendungen wurden unter dem passivischen Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und über 20 Jahre ertragswirksam vereinnahmt. Hausanschlusskosten und Baukostenzuschüsse als empfangene Ertragszuschüsse werden im passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und ratierlich über einen Zeitraum von 20 Jahren ergebniswirksam aufgelöst. Seit 2016 erfolgt die Behandlung der Baukostenzuschüsse sowie der Hausanschlusskostenbeiträge für die eigenen Strom- und Gasnetze für den Zeitraum seit 1. Januar 2007 nach einem Treuhandmodell. Im Außenverhältnis erfolgt die Vereinnahmung durch den Netzbetreiber bei den Endkunden. Über eine vertraglich vereinbarte Treuhandabrede sowie einen Schuldbeitritt mit Erfüllungsübernahme mit der Rheinischen NETZGesellschaft mbH wird klargestellt, dass die Einbeziehung auf Ebene des Netzbetriebes unmittelbar an die RheinEnergie weitergeleitet wird. Abweichend von der einheitlichen Konzernbewertung löst die RheinEnergie AG in ihrem Einzelabschluss die Baukostenzuschüsse über die Nutzungsdauer der entsprechenden Vermögensgegenstände auf. Hieraus entsteht ein Bewertungsunterschied in Höhe von 7,4 Mio. € (Vorjahr 5,3 Mio. €). Der Bewertungsunterschied wird im Konzern nicht korrigiert, da durch die angewandte Bewertungspraxis der RheinEnergie ein realistischeres Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erreicht wird. Auf eine Anpassung der Bewertungsmethoden bezüglich der assoziierten Unternehmen im Sinne des § 312 Abs. 5 HGB wird wegen der untergeordneten Bedeutung und aus Wirtschaftlichkeitsgründen verzichtet. Die Anteile an verbundenen Unternehmen, die Beteiligungen und die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten beziehungsweise mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Anteile an assoziierten Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen werden, sind nach der Buchwertmethode mit dem anteiligen Eigenkapital beziehungsweise dem niedriger beizulegenden Wert angesetzt worden. Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten beziehungsweise zum Nominalwert bilanziert, unverzinsliche oder besonders niedrig verzinsliche Ausleihungen werden auf ihren Barwert abgezinst. Die Vorräte werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu den durchschnittlichen Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten. Den Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird bei der Vorratsbewertung durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder mit dem Barwert bewertet; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Flüssigen Mittel werden mit dem Nominalwert bilanziert. Die noch nicht verrechneten Investitionszuwendungen werden gesondert passivisch ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC) bei einem Rechnungszinsfuß von 1,79 % (10 Jahre) ermittelt worden. Der Rechnungszinsfuß wurde pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren, ermittelt. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrages für unmittelbare Pensionszusagen wurde mit einem Gehalts- und Rententrend von 2,50 % und bei Deputaten mit einem Rententrend von 2,00 % gerechnet. Dabei wurden die Richttafeln 2018G nach Heubeck angewandt. Bei den sonstigen Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken sowie die ungewissen Verbindlichkeiten und Drohverlustrückstellungen angemessen und ausreichend berücksichtigt. Sie werden in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem Durchschnittszinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Bei der Ermittlung des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages wurde eine zukünftige Kosten- und Preissteigerung von 2,00 % berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag, die Leibrentenverpflichtungen zum Barwert passiviert. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten, die in fremden Währungen bestehen, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. § 256a HGB wird berücksichtigt. Die auf den Energiehandelsbereich entfallenden Geschäfte werden zu Portfolios zusammengefasst. Die Bewertung erfolgt unter Beachtung des Imparitätsprinzips. Das bedeutet, dass für negative Marktwerte Rückstellungen für drohende Verluste gebildet werden, positive Marktwerte werden nicht angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung erfasst. Bei Forderungen und Verbindlichkeiten werden Verluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag ergebniswirksam erfasst. Durch Rundung auf Tsd. € kann es zu einer geringen Abweichung von +/- 1 Tsd. € in der Erläuterung der Posten kommen. Erläuterungen der Bilanzen (5) Anlagevermögen Die Aufgliederung der in den Bilanzen zusammengefassten Anlageposten und deren Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 zeigt die Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns und der SWK. Die SWK hält 25 % der Anteile an der modernes köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mit beschränkter Haftung (modernes köln). Aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wurde im Geschäftsjahr eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 298 Tsd. € vorgenommen. Der Geschäfts- oder Firmenwert des Konzerns hat sich im Berichtsjahr wie nachfolgend abgebildet entwickelt:
Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Anteilsbesitz
1) Währungsdifferenzen aus der Umrechnung
2) Ergebnis vor Verwendung = Ergebnis nach
Steuern abzüglich Sonstige Steuern
(6) Vorräte
Die Vorräte haben sich im Konzern zum Stichtag um 31,3 Mio. € erhöht. Davon entfallen ca. 9,1 Mio. € auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Wesentlichen aus stichtagsbezogener Bevorratung der RheinEnergie und NetCologne, sowie 22,6 Mio. € auf die Erhöhung der unfertigen Leistungen, bedingt durch städtebauliche Projekte der moderne stadt. (7) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns ist auch der abgegrenzte Verbrauch des Energieversorgungsbereichs zwischen Ablese- und Bilanzstichtag erfasst. Ein wesentlicher Bestandteil der sonstigen Vermögensgegenstände sind im Berichtsjahr die Nettopositionen aus Initial Margins, die im Rahmen der Energiebeschaffung an den Börsen durch die RheinEnergie Trading anfallen und die sich aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise deutlich erhöht haben. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände des Konzerns sind bis auf 13,3 Mio. € (Vorjahr 14,2 Mio. €) innerhalb eines Jahres fällig. 3,5 Mio. € (Vorjahr 3,7 Mio. €) haben eine Restlaufzeit von über fünf Jahren. 9,8 Mio. € (Vorjahr 10,5 Mio. €) haben eine Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren. Davon entfallen auf die sonstigen Vermögensgegenstände 8,3 Mio. € (Vorjahr 7,1 Mio. €) und auf Forderungen gegen die Stadt Köln 1,5 Mio. € (Vorjahr 1,5 Mio. €). Der Restbetrag in Höhe von 1,5 Mio. € (Vorjahr 1,9 Mio. €) gehört zu den Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände der SWK sind ausschließlich kurzfristig. (8) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die flüssigen Mittel der SWK enthalten grundsätzlich unkündbare Termingelder mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten bis zu 14 Monate in Höhe von 265 Mio. € (Vorjahr 350 Mio. €). Im Konzern sind 290 Mio. € (Vorjahr 420 Mio. €) enthalten. (9) Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten im Konzern beinhaltet unter anderem ein Disagio aus einer Darlehensaufnahme in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr 0,5 Mio. €). (10) Aktive latente Steuern Die latenten Steuern wurden gemäß § 274 HGB und § 306 HGB durch das bilanzorientierte Temporary-Konzept ermittelt. Die Berechnung künftiger Steuerbe- und -entlastungen wurde auf der Basis des konzerneinheitlichen Steuersatzes von 32,45 % vorgenommen. Die Aktivüberhänge bei der SWK in Höhe von 259,5 Mio. € und im Konzern in Höhe von 279,2 Mio. € werden nicht in der Bilanz angesetzt. Die latenten Steuern aus der Konsolidierung nach § 306 HGB wurden in der Bilanz unsaldiert angesetzt. Es wurde eine Verrechnung der aktiven und passiven latenten Steuern vorgenommen.
1) aus den Einzelabschlüssen der SWK und
der konsolidierten Tochterunternehmen
(11) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der SWK ist voll eingezahlt. (12) Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen der SWK belaufen sich auf 361,1 Mio. €. Die Gewinnrücklagen des Konzerns sind um 64,3 Mio. € höher als im Vorjahr. Die Änderungen in den Gewinnrücklagen des Konzerns können auch dem Eigenkapitalspiegel entnommen werden. (13) Nicht beherrschende Anteile Am Eigenkapital des Konzerns ist die Stadt Köln mit einem Anteil von 187,3 Mio. € (Vorjahr 182,2 Mio. €, bei Anwendung der neuen Ermittlungsmethode 183,9 Mio.€) beteiligt. Der Anteil des E.ON-Konzerns erhöht sich auf 188,4 Mio. € (Vorjahr 188,5 Mio. €; bei Anwendung der neuen Ermittlungsmethode 186,4 Mio. €). Auf die übrigen fremden Gesellschafter entfallen 131,7 Mio. € (Vorjahr 125,1 €, bei Anwendung der neuen Ermittlungsmethode 131,2 Mio. €). (14) Erhaltene Investitionszuwendungen Hierbei handelt es sich ausschließlich um noch nicht verrechnete Investitionszuwendungen von 79,3 Mio. € (Vorjahr 93,9 Mio. €). Davon entfallen auf die KVB 45,6 Mio. €, auf die HGK 9,7 Mio. € sowie 24,0 Mio. € auf die RheinEnergie. (15) Rückstellungen
Die Rückstellungen des Konzerns haben sich von 1.439,2 Mio. € auf 1.704,2 Mio. € erhöht. Davon entfallen auf Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 20,3 Mio. € und auf sonstige Rückstellungen 240,8 Mio. €. Auf die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen entfallen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten (221,4 Mio. €) und die Bildung bzw. Erhöhung von Drohverlustrückstellungen im Geschäftsjahr (22,8 Mio. €). Der verbleibende Betrag entfällt auf Steuerrückstellungen. In den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind Pensions-, Versorgungs- und Deputatsverpflichtungen enthalten. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 2 und 6 HGB. Der 10-Jahres-Zinssatz beträgt 1,79 % und der 7-Jahres-Zinssatz beträgt 1,45 %. Der Unterschiedsbetrag beläuft sich im Konzern auf 24,9 Mio. € (Vorjahr 27,4 Mio. €), bei der SWK auf 0,5 Mio. € (Vorjahr 0,7 Mio. €). Die Steuerrückstellungen der SWK haben sich gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Mio. € erhöht. Die Rückstellungen für die Gewerbesteuer haben sich um 6,5 Mio. € erhöht. Gegenläufig ist die Rückstellung für die Körperschaftsteuer um 1,1 Mio. € gesunken. Die Rückstellungen für die Umsatzsteuer sind unverändert. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Konzernabschluss ungewisse Verbindlichkeiten, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und unterlassene Instandhaltungen. Bei der SWK handelt es sich um Rückstellungen für Beihilfeverpflichtungen und ungewisse Verbindlichkeiten sowie im Wesentlichen um Rückstellungen für Zinsen. Im Konzern erfolgte eine vollständige Saldierung der zur Deckung zukünftiger Verpflichtungen aus Altersversorgungsverträgen vorgesehenen Termingelder von 23,5 Mio. €. Der Nennwert entspricht den Anschaffungskosten. Bei der SWK beträgt nach Verrechnung des Deckungsvermögens von 0,8 Mio. € die Rückstellung für Altersteilzeit 0,7 Mio. €. (16) Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten des Konzerns gegenüber Kreditinstituten sind 43,7 Mio. € (Vorjahr 52,5 Mio. €) durch Grundpfandrechte gesichert.
Ein wesentlicher Bestandteil der sonstigen Verbindlichkeiten sind im Berichtsjahr die Nettopositionen aus Initial Margins sowie Kaskadierungen, die im Rahmen der Energiebeschaffung an den Börsen durch die RheinEnergie Trading anfallen und die sich aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise deutlich erhöht haben. Die Verbindlichkeiten des Konzerns mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren betrugen im Vorjahr 1.045,7 Mio. €, davon entfielen auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 572,9 Mio. €. 13,5 Mio. € betrafen erhaltene Anzahlungen. Der restliche Betrag entfiel auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 0,3 Mio. € und auf sonstige Verbindlichkeiten mit 459,0 Mio. €. Bei den Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren entfielen vom Gesamtbetrag von 765,8 Mio. € auf Kreditinstitute 605,2 Mio. € und 160,6 Mio. € auf die sonstigen Verbindlichkeiten.
Im Vorjahr bestanden Verbindlichkeiten (sonstige Verbindlichkeiten) mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren in Höhe von 41,0 Mio. € und mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von 129,5 Mio. €. (17) Passive latente Steuern Bei der Position handelt es sich um latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB von 32,1 Mio. € (Vorjahr 35,4 Mio. €). Finanzinstrumente Im Konzern setzen die RheinEnergie Trading, die AggerEnergie, Solarpark Bronkow und NetRegio derivative Finanzinstrumente ein. Die Bewirtschaftungskonzepte der RheinEnergie Trading sehen vor, alle Absatz- und Beschaffungspositionen sowie Absicherungen auf diese Positionen je bewirtschaftete Commodity und Geschäftszweck in Portfolien (Hedge und Isolierte Optimierung) zu bündeln und zu Bewertungseinheiten zusammenzufassen, welche entsprechend interner Richtlinien festgelegten Bewirtschaftungs- und Hedgingstrategien unterliegen. Die Bewertungseinheiten werden bilanziell nach der Einfrierungsmethode abgebildet. In Form von Macro-Hedges (Absicherung von mehreren Risikoarten mit einem Sicherungsinstrument bzw. -geschäft) werden die aus Marktpreisschwankungen resultierenden Preisänderungsrisiken aus Strom, Gas und Emissionszertifikaten gesichert. Innerhalb einer Bewertungseinheit werden Mengen- und Preisrisiken bewirtschaftet und abgesichert. Die Bewirtschaftung der Portfolien erfolgt sowohl mit liquiden Börsen-, Spot- und Futuresprodukten als auch mit OTC-Spot- und Forwardkontrakten. Zur preislichen Absicherung von indizierten Beschaffungs- und Absatzkontrakten werden derivative Finanzinstrumente in Form von Termingeschäften, inklusive Futures und Swaps, eingesetzt. Grundsätzlich sind verschiedene Produkte zur Absicherung der indizierten Basispositionen einsetzbar. Diese beziehen sich auf Kohle- und CO 2 -Indizierungen in festgelegten Qualitäten und sind in internen Hedgingkonzepten verankert. Swaps werden für Kohlepositionen eingesetzt. Die Absicherung von Preisrisiken aus CO 2 -Positionen erfolgt durch Termin- und Spotgeschäfte, welche die Preisbildung des Basisgeschäfts im relevanten Zeitraum nachbilden. Währungsabsicherungen waren für den betrachteten Zeitraum aufgrund der eingesetzten Sicherungsstrategien nicht notwendig. Die Absicherungsgeschäfte werden über externe Anbieter getätigt. Die aus Handels- bzw. Beschaffungspositionen resultierenden Risiken gleichen sich innerhalb des durch die Risikorichtlinien vorgegebenen Zeitrahmens, der sich an der Liquidität der Märkte orientiert, bis Ende 2023 nahezu vollständig aus. Im Rahmen interner Risikorichtlinien ist ein möglichst hohes Maß an Absicherung gegenüber Preis- und Mengenschwankungen maßgeblich, wobei die Referenzen von Grund- und Sicherungsgeschäften gemäß der Hedgingkonzeption identisch sind bzw. im Falle weniger liquider Märkte hoch korrelieren, um einen möglichst hohen Effektivitätsgrad der Absicherung zu gewährleisten. Der beizulegende Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente entspricht grundsätzlich dem Marktwert der Instrumente, soweit dieser verlässlich feststellbar ist. Dieser Wert wird abgeleitet aus Börsennotierungen beziehungsweise Notierungen der dem Produkt zugrundeliegenden Marktgebiete. Liegt ein verlässlich feststellbarer Marktwert aufgrund geringer Liquidität des Produktes nicht vor, wird der beizulegende Zeitwert aus dem Marktwert gleichartiger Finanzinstrumente abgeleitet oder mithilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden bestimmt. Bei der Anwendung der Bewertungsmethoden werden insbesondere die Terminkurse, Marktpreise für Produkte sowie Volatilitäten der Vergangenheit und ähnliche Parameter berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Positionen, die einem Preisänderungsrisiko ausgesetzt waren:
Die Höhe der mit Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt 4.347,4 Mio. € (Vorjahr 6.347 Mio. €). In dieser Höhe werden zum Abschlussstichtag negative Wert- und Zahlungsstromänderungen vermieden. Bei der AggerEnergie wurde zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos für acht variabel verzinsliche Darlehen von insgesamt 9.368,5 Tsd. € jeweils eine Bewertungseinheit nach § 254 HGB gebildet, bestehend aus dem variabel verzinslichen Darlehen (Grundgeschäft) und einem Zinsswap (Sicherungsgeschäft) in gleicher Höhe. Da die dem Grund- und Sicherungsgeschäft zugrunde liegenden Parameter wie Nominalwert, Laufzeit, Zinssätze und Zinszahlungstermine vollständig aufeinander abgestimmt sind, haben sich die gegenläufigen Zahlungsströme dieser Geschäfte bis zum Abschlussstichtag vollständig ausgeglichen und werden sich im jeweiligen Sicherungszeitraum voraussichtlich vollständig ausgleichen. Auf die Bilanzierung einer Drohverlustrückstellung konnte vor dem Hintergrund der Anwendung von § 254 HGB insoweit verzichtet werden. Ein variabel verzinstes Darlehen über 4.500 Tsd. € wird bei der Solarpark Bronkow über ein Zinssicherungsgeschäft in einen Festzins umgewandelt. Da Laufzeit, Höhe und Indizes des Sicherungsschäfts mit dem aufgenommenen Darlehen gleichlautend sind, gleichen sich Änderungen von Wert- und Zahlungsströmen vollständig aus. Für ein Darlehen der NetRegio besteht eine variable Zinsvereinbarung zu einem Nominalbetrag von 80 Mio. €, welche durch einen Zinsswap abgesichert wurde. Der beizulegende Zeitwert zum Stichtag beträgt 1,8 Mio. €. Das Darlehen und der zugehörige Zinsswap werden als Bewertungseinheit nach der Einfrierungsmethode ermittelt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen/Haftungsverhältnisse Den Konzern binden die Bezugsverträge für Strom, Erdgas, Wirbelschichtbraunkohle und Wasser sowie Mietverträge über Geschäftsräume und Software. Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich im Konzern auf 248,8 Mio. € (Vorjahr 248,0 Mio. €). Der Posten beinhaltet auch variable Mietzahlungen, diese wurden für die Angabe zum Stichtag auf Grund von Erfahrungen der Vorjahre geschätzt. Das Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen summiert sich im Konzern auf 886,9 Mio. € (Vorjahr 761,9 Mio. €), das restliche Bestellobligo beläuft sich auf 186,6 Mio. € (Vorjahr 170,5 Mio. €). Die finanziellen Verpflichtungen aus Kaufkontrakten im Energiehandel betragen 3.724,2 Mio. € (Vorjahr 4.115,3 Mio. €). Auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens bei einem Rechnungszinssatz von 1,79 % und einer systemkonformen Anwartschaftsdynamik sowie einer Rentendynamik von 1 % nach den Richttafeln 2018G von Heubeck bestehen Fehlbeträge aus den Versorgungsverpflichtungen der Zusatzversorgungskassen (ZVK) gegenüber den versicherten Mitarbeitenden und ehemaligen Mitarbeitenden in Höhe von 632,8 Mio. € (Vorjahr 617,6 Mio. €) im Konzern und 14,0 Mio. € (Vorjahr 14,2 Mio. €) bei der SWK. Die Bürgschaftsverpflichtungen der SWK beliefen sich zum 31. Dezember 2022 auf 142,9 Mio. € (Vorjahr 147,9 Mio. €) und betrafen ausschließlich verbundene Unternehmen. Eine Inanspruchnahme ist aufgrund der Einbindung der Gesellschaften in den Cash-Pool der SWK sehr unwahrscheinlich. Des Weiteren bestehen bei der SWK sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen von jährlich 3,5 Mio. € (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 3,5 Mio. €). Bei einer Fortführung der abgeschlossenen Verträge entstehen in den Folgejahren finanzielle Verpflichtungen in ähnlicher Größenordnung. Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnungen(18) Umsatzerlöse Konzern (ohne Energiesteuer)
Der Anteil der periodenfremden Umsatzerlöse belief sich im Berichtsjahr auf 41,3 Mio. € (Vorjahr 5,3 Mio. €). Im Berichtsjahr enthalten waren Gutschriften in Höhe von 44,3 Mio. €. Umsatzerlöse Konzern nach Absatzgebieten
Umsatzerlöse SWK
Der Anteil der periodenfremden Umsatzerlöse belief sich 2022 auf rund 1,6 Mio. € (Vorjahr 1,1 Mio. €). (19) Sonstige betriebliche Erträge Konzern
Die periodenfremden Erträge betragen 49,9 Mio. € Vorjahr (37,3 Mio. €). Sonstige betriebliche Erträge SWK
Die sonstigen betrieblichen Erträge der SWK setzen sich im Wesentlichen aus den Steuerumlagen an die Tochterunternehmen zusammen. Der Anteil der periodenfremden Erträge der SWK summiert sich im Berichtsjahr auf 0,3 Mio. € (Vorjahr 0,4 Mio. €). Die Steuerumlagen der SWK enthalten periodenfremde Umlagen in Höhe von 4,5 Mio. € (Vorjahr 1,8 Mio. €). (20) Materialaufwand
In den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sind im Wesentlichen die Aufwendungen der Strom- und Gasbeschaffung durch die RheinEnergie Trading enthalten. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Netzentgelte und für bezogene Fremdleistungen. Im Materialaufwand ist periodenfremder Aufwand (im Vorjahr Ertrag) in Höhe von 21,8 Mio. € (Vorjahr -11,8 Mio. €) enthalten. (21) Personalaufwand
Die SWK bietet den Mitarbeitenden eine betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung gemäß § 1 Abs. 2 Nr. 3 BetrAVG im Rahmen der Unterstützungskasse "RheinRegio Zukunftssicherung e.V." an. Die Leistungszusage umfasst die Gesamtleistung aus den von der Unterstützungskasse auf das Leben des Begünstigten abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen. Bei Entgeltumwandlung zur Begründung einer zusätzlichen Altersvorsorge bei der Zusatzversorgungskasse der Stadt Köln (ZVK) entstehen kapitalgedeckte und unverfallbare Anwartschaften der Versicherten gegenüber der ZVK. Anzahl der Mitarbeitenden im Jahresdurchschnitt:
Die Anzahl der Mitarbeitenden im Konzern (ohne Auszubildende) teilt sich auf in 6.473 gewerbliche Mitarbeitende (Vorjahr 6.498) und 7.046 Angestellte (Vorjahr 6.808). Die Mitarbeitenden der SWK sind ausschließlich Angestellte. (22) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie Umlaufvermögen Die handelsrechtlichen Abschreibungen des Konzerns betragen 310,2 Mio. € (Vorjahr 336,2 Mio. €.) Im Vorjahr waren 9,6 Mio. € außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen enthalten. (23) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Von den Aufwendungen im Konzern sind 13,6 Mio. € (Vorjahr 0,9 Mio. €) periodenfremd. Von den Aufwendungen bei der SWK sind 1,6 Mio. € periodenfremd (Vorjahr 0,7 Mio. €). (24) Finanzergebnis
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Zinserträge aus Steuern von Organgesellschaften in Höhe von 0,0 Mio. € (Vorjahr 0,3 Mio. €). In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen der SWK sind Zinsen aus Steuern in Höhe von 0,0 Mio. € (Vorjahr 0,3 Mio. €), davon 0,0 Mio. € periodenfremd (Vorjahr 0,3 Mio. €), und Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr 0,3 Mio. €) enthalten. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen des Konzerns beinhalten 12,8 Mio. € (Vorjahr 19,9 Mio. €) aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Das Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen beinhaltet 8,9 Mio. € periodenfremde Aufwendungen sowie periodenfremde Erträge in Höhe von 6,6 Mio. €. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen im Wesentlichen außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund von dauernden Wertminderungen an den Beteiligungen RheinCargo, modernes köln und der TankE. Die Erträge und Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen sind bei der SWK in folgenden Posten enthalten:
(25) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Diese Position setzt sich sowohl bei der SWK als auch im Konzern aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer zusammen. Darin sind bei der SWK Steueraufwendungen für Vorjahre in Höhe von 4,5 Mio. € (Vorjahr 1,1 Mio. €) und im Konzern ein Aufwand von 4,8 Mio. € (Vorjahr 3,4 Mio. €) aus Vorjahren enthalten. Die Veränderung aktiver und passiver latenter Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen beinhaltet latente Steuererträge im Konzern von 2,5 Mio. € (Vorjahr 3,4 Mio. €). (26) Bilanzgewinn
Zur Entwicklung des Bilanzgewinns im Konzern verweisen wir auf den Konzern-Eigenkapitalspiegel. Gewinnverwendung Der Bilanzgewinn des Vorjahres (20.000 Tsd. €) wurde an die Stadt Köln ausgeschüttet. Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Jahresüberschuss 2022 von 68.430 Tsd. € eine Ausschüttung in Höhe von 40.000 Tsd. € vorzunehmen. Sonstige Angaben Aufsichtsrat
MdR = Mitglied des Rates der Stadt Köln Stand 04.05.2023 Angaben zu den Bezügen der Mitglieder des Aufsichtsrates Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 9. November 2000 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates der Stadtwerke Köln GmbH für ihre Tätigkeit eine pauschale Aufwandsentschädigung je teilgenommene Sitzung des Aufsichtsrates. Gleiches gilt für die Mitglieder des nach § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz gebildeten Ausschusses. Für die Mitglieder des Aufsichtsrates betrug die Vergütung je teilgenommene Sitzung 255,65 €, wobei die Vorsitzende des Aufsichtsrates den doppelten, ihr Stellvertreter den anderthalbfachen Betrag erhielt. An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden insgesamt 305,1 Tsd. € vergütet, hiervon entfielen 163,3 Tsd. € auf Bezüge von Tochterunternehmen. Auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder verteilen sich die Gesamtbezüge wie folgt:
*) einschließlich Rundungsdifferenzen
Geschäftsführung
Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung Die Mitglieder der Geschäftsführung der Stadtwerke Köln GmbH erhalten Bezüge von der Stadtwerke Köln GmbH und von den Konzerngesellschaften, bei denen sie gleichzeitig Mitglied des Vorstandes bzw. der Geschäftsführung sind. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung bestehen aus einem Jahresfestgehalt, einer leistungsabhängigen Tantieme, einer Versorgungsregelung für die Geschäftsführungsmitglieder und ihre Hinterbliebenen sowie sonstigen Vergütungsbestandteilen, insbesondere Dienstwagen und Versicherungsbeiträgen. Die Geschäftsführung erhielt im Berichtsjahr eine Gesamtvergütung von 1.680 Tsd. €, davon 1.552 Tsd. € von Tochterunternehmen, die sich wie folgt zusammensetzt:
Die Leistungen für den Fall der regulären Vertragsbeendigung sind aufgrund unterschiedlicher Vertragsregelungen in den Anstellungsverträgen differenziert. Die Mitglieder der Geschäftsführung haben nach Ablauf ihrer Anstellungsverträge einen Anspruch auf Zahlung eines Ruhegehaltes analog der jeweiligen Versorgungssystematik im Rahmen der Hauptanstellung. Herr Feicht erhält eine arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung in Form einer beitragsorientierten Leistungszusage. Zum Aufbau dieser Altersversorgung stellt die Gesellschaft jährlich einen Betrag in Höhe von 15 % des Jahresgehaltes zur Verfügung. Die Höhe des Ruhegehaltes ergibt sich aus der Summe der Rentenbausteine. Die Versorgungsleistungen sind in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes der festen Vergütung bei Vertragsbeendigung zugesagt (unmittelbare Versorgungszusage). Dieser Prozentsatz steigt beginnend mit 0 % (Herr von Lepel) bzw. 40 % (Frau Haaks, Herr Dr. Steinkamp) jährlich um 2 % bis zum Höchstprozentsatz von 40 % (Herr von Lepel), 60 % (Frau Haaks) bzw. 65 % (Herr Dr. Steinkamp). Für Herrn Dr. Steinkamp besteht nach Ablauf seines Anstellungsvertrages Anspruch auf Zahlung eines Ruhe-gehaltes in Höhe seines bis dahin erreichten Versorgungsprozentsatzes. Die Pensionsverpflichtungen im Einzelnen:
Während des Geschäftsjahres wurden keine Änderungen der Zusagen vereinbart. Leistungen, die dem einzelnen Geschäftsführer von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit zugesagt oder im Berichtsjahr gewährt wurden, bestehen wie folgt:
Für die Pensionsverpflichtungen früherer Mitglieder der Geschäftsführung sind im Konzern 41.907 Tsd. €, davon 5.662 Tsd. € bei der SWK, zurückgestellt; als laufende Bezüge wurden 2.131 Tsd. € gezahlt, davon 1.620 Tsd. € von Tochterunternehmen. Geschäfte mit nahe stehenden Personen Wesentliche, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen bestanden im Wirtschaftsjahr 2022 keine. Angaben zu Sponsoringleistungen Die Köln Messe GmbH erhielt zur Mitfinanzierung eines Messeauftritts zur urbanen Mobilität der Zukunft 72,1 Tsd. €. Prüferhonorar Das vom Abschlussprüfer, der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, berechnete Gesamthonorar gliedert sich wie folgt auf:
Bei den Abschlussprüfungsleistungen der SWK sind 49,9 Tsd. € periodenfremd. Nachtragsbericht Rheinlandkooperation der RheinEnergie Die RheinEnergie und deren Anteilseigner Westenergie AG haben eine strategische Partnerschaft in Form der sogenannten "Rheinlandkooperation" geschlossen. Die Kooperation bietet der RheinEnergie die Möglichkeit, ihre Kompetenzen in einem größeren regionalen Raum einzusetzen. Mit der Rheinlandkooperation bündeln Westenergie AG und RheinEnergie ihre jeweiligen Stadtwerkebeteiligungen im Rheinland beim Kölner Energieversorgungsunternehmen rhenag AG. Dies geschieht in Abstimmung und im Einvernehmen mit den kommunalen Mitgesellschaftern und Geschäftsleitungen der einbezogenen Stadtwerke. An der rhenag AG hält die RheinEnergie nun 54,42 % der Anteile nach bisher 33,33 %. Des Weiteren erhöht die Westenergie AG über Kapitalmaßnahmen und Einbringungen in die RheinEnergie ihre Anteilsquote von 20,0 % auf 24,22 %. Folglich hält die GEW Köln AG nach Vollzug 75,78 % der Anteile an der RheinEnergie und bleibt somit mehrheitlich an der RheinEnergie beteiligt. Die Vereinbarungen zur Rheinlandkooperation wurden zum 1. April 2023 rechtlich umgesetzt. Die Umsetzung der Rheinlandkooperation führt im Geschäftsjahr 2023 zu einer Erweiterung im Anteilsbesitz des Konzerns; in diesem Zusammenhang vergrößert sich auch der Kreis der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, woraus eine leichte Zunahme der Posten in Konzern-Bilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erwartet wird. Tarifeinigung im öffentlichen Dienst Am 24. Januar 2023 starteten die Tarifverhandlungen für den kommunalen öffentlichen Dienst. Im Zuge der Verhandlungen kam es im März 2023 teils zu mehrtägigen Warnstreiks bei einzelnen Konzerngesellschaften. Nach drei Verhandlungsrunden wurden die Tarifverhandlungen am 30. März 2023 für gescheitert erklärt. In der Folge wurde eine Schlichtungskommission einberufen, die am 15. April 2023 einen Schlichterspruch vorgelegt hat. Am 22. April 2023 wurden die Tarifverhandlungen wieder aufgenommen. Die Parteien einigten sich am 22. April 2023 auf einen Tarifvertrag. Die Einigung beinhaltet steuer- und abgabefreie Inflationsausgleichzahlungen von insgesamt 3.000 € im Zeitraum Juni 2023 bis Februar 2024. Hiervon entfallen 1.240 € auf eine Einmalzahlung im Juni 2023 und 220 € monatlich für den Zeitraum Juli 2023 bis Februar 2024. Studierende, Auszubildende sowie Praktikantinnen und Praktikanten erhalten im selben Zeitraum Inflationsausgleichzahlungen in Höhe von 1.500 €. Hiervon entfallen 620 € auf eine Einmalzahlung im Juni 2023 und 110 € monatlich für den Zeitraum Juli 2023 bis Februar 2024. Ab dem 1. März 2024 kommt es zu einer tabellenwirksamen Erhöhung in Höhe eines Sockelbetrags von 200 Euro und einer Erhöhung von 5,5 % bei einer Mindesterhöhung von 340 €. Die Ausbildungsentgelte erhöhen sich zum 1. März 2024 um 150 €. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und wirkt rückwirkend ab dem 1. Januar 2023. Auswirkung des Deutschland-Tickets auf die KVB Infolge der Einführung des Deutschland Tickets im ÖPNV ab 1. Mai 2023 ist mit einer Auswirkung auf die Fahrgelderlöse der KVB zu rechnen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die Folgen nicht absehbar, da diese von Fahrgastzahlen, Erlösen anderer Fahrkarten und der Finanzierung des Tickets durch Bundes- und Landesmittel abhängen.
Köln, den 28. April 2023 Die Geschäftsführung Feicht von Lepel Haaks Theis Bestätigungsvermerk Konzernabschluss Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Stadtwerke Köln Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Stadtwerke Köln Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem zusammengefassten Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Stadtwerke Köln Gesellschaft mit beschränkter Haftung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die unter "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und den zusammengefassten Lagebericht in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 17. Mai 2023 BDO
AG
gez. Herrlein, Wirtschaftsprüfer gez. ppa. Hamers, Wirtschaftsprüfer Konzern-Kapitalflussrechnung der Stadtwerke Köln GmbH für das Geschäftsjahr 2022(1. Januar - 31. Dezember)
1) Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag
einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter
Entwicklung des KonzerneigenkapitalsDarstellung gemäß DRS 22
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