Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 640308
Eingetragen
24.2.1978
Branche
Güterbeförderung in der BinnenschifffahrtGroßhandel mit AnstrichmittelnGüterbeförderung im Straßenverkehr
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Güternahverkehr, der Güterfernverkehr national und international, der Fuhr- und Baggerbetrieb sowie der Handel mit Baustoffen, ebenso die Durchführung sämtlicher Hoch- und Tiefbauarbeiten aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Wild
seit 30.12.2025
Geschäftsführer
Markus Josef Wild
seit 28.12.2022
Geschäftsführer
Christian Max Wild
seit 13.2.2020
Geschäftsführer
Jochen Wild
seit 20.4.2018
Geschäftsführer
Elmar Karl Wild
seit 16.8.2006
Geschäftsführer
Wild
seit 16.8.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

4 von 5 angezeigt

Germany
94.000 €
94.00%

Beteiligungen

NameAnteil
33.33%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Max Wild GmbH

Berkheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken".

"Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort".

Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe ging zurück, die meisten Dienstleistungsbereiche stützten die Wirtschaft

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (0,4 %).

Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren.

Private und staatliche Konsumausgaben sanken, Ausrüstungsinvestitionen sendeten positive Signale

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen.

Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (1,7 %).

Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

(Quelle Statistisches Bundesamt Pressemitteilung vom 15.01.2024).

II. BAUINDUSTRIE meldet schwaches Baujahr 2023

Das Statistische Bundesamt meldete für das deutsche Bauhauptgewerbe für den Monat Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahresmonat einen realen Umsatzrückgang von 3,3 Prozent. Für das Gesamtjahr 2023 ergibt sich damit für alle Betriebe ein Umsatzminus von preisbereinigt 5 Prozent.

Die nominal schwachen Zuwächse wurden 2023 durch die starken Materialpreissteigerungen aufgezehrt. Die Erwartungen für 2023 sind mit einem preisbereinigten Umsatzrückgang von 3,5 Prozent weiterhin zurückhaltend, obwohl der Bedarf an Bauleistungen ungebrochen hoch ist. Auch neue Aufträge bleiben überwiegend aus.

Für das Gesamtjahr 2023 wurde ein realer Orderrückgang von 4,4 Prozent gemeldet. Dass der Auftragseingang im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat um real 4,2 Prozent gestiegen ist, ist nicht auf eine Verbesserung der Baukonjunktur, sondern lediglich auf einen Basiseffekt zurückzuführen: Im Dezember 2022 sei schon ein reales Minus von 23 Prozent ausgewiesen worden.

Aufgrund dieser schlechten Entwicklung hatten die Bauunternehmen im vergangenen Jahr nur noch 1.120 neue Arbeitsplätze geschaffen, nach 15.200 im Jahr 2022. Für 2024 rechne der Verband sogar mit einem vor allem demographisch bedingten Rückgang von 10.000 auf dann jahresdurchschnittlich 918.000 Beschäftigte.

Die Stimmung am Bau ist nach wie vor nicht gut. 22 Prozent beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage als schlecht, 44 Prozent erwarten sogar noch eine Verschlechterung in den kommenden 12 Monaten (DIHK-Umfrage Anfang 2024).

Die Stimmung zu Jahresbeginn war nur während der Finanzkrise 2009 schlechter. Im Hochbau befürchtet sogar jeder zweite eine Verschlechterung. Der Verband erwarte für 2024 im Wohnungsbau einen Umsatzeinbruch von real 12 Prozent, nach 12 Prozent 2023.

Eine leichte Entspannung ist hingegen im Wirtschaftsbau zu erwarten. Die Großprojekte im Bahn- und Kabelleitungsbau des vergangenen Jahres werden sich im Umsatz 2024 bemerkbar machen. Die BAUINDUSTRIE erwarte ein reales Umsatzplus von zwei Prozent, nach einem Rückgang von einem Prozent im vergangenen Jahr.

Auch im Öffentlichen Bau sind die Umsätze 2023 um real ein Prozent zurückgegangen, was überwiegend der überdurchschnittlichen Baumaterial- und somit Baupreissteigerung und der daraus resultierenden schwachen Entwicklung im Straßenbau geschuldet ist. Für 2024 rechne der Hauptverband allerdings mit einem leichten Plus von einem Prozent.

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes (Pressemitteilung Bauindustrie vom 23.02.2024).

III. Entwicklung bei der Max Wild GmbH

Das Geschäftsjahr 2023 startete mit ungünstigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Der Ukraine-Krieg, Verwerfungen an den Energie- und Rohstoff-Märkten und Lieferketten-Problematiken prägten die Wirtschaft. Dazu kam noch ein starker Einbruch in der Baukonjunktur, u.a. ausgelöst durch deutliche Zinsanstiege und sehr schwierig einzukalkulierende Baukostensteigerungen.

Dennoch blickt die Max Wild Unternehmensgruppe auf ein erfolgreiches Jahr 2023 zurück. Durch das breite Angebotsportfolio in Verbindung mit Aufträgen von öffentlichen Auftraggebern, welche den Bereichen der Daseinsvorsorge (Infrastruktur, Kommunikation, Versorgung) dienen, konnte das ganze Jahr auf eine gute und ertragsreiche Auftragslage zurückgegriffen werden.

Die strategische Entscheidung, nicht in den aktuell krisengeschüttelten Hochbau einzusteigen, sondern die seit Jahrzehnten hochprofessionell ausgeführten Tiefbau-, Abbruch- und Umweltgewerke weiter zu spezialisieren, hat dieses Ergebnis ermöglicht.

Die positive Entwicklung des Geschäftsjahres 2023 lag auch in der Tatsache begründet, dass die Prozess-, Risiko-, Digitalisierungs- und Lean-Maßnahmen, welche in den Jahren zuvor in allen Bereichen angestoßen und eingeführt wurden, nunmehr erfolgreich wirken. Diese positiven Auswirkungen sind besonders im Bereich Bau deutlich an den einzelnen Baustellenergebnissen, als auch am Bereichsergebnis abzuleiten.

Der Auftragsbestand für 2024 weist einen noch nie dagewesenen Höchststand aus, da aktuell sehr viel in Verkehr, Infrastruktur, Energie und Kommunikation investiert wird.

Als neues Geschäftsfeld wurde der Bereich "elektrische und thermische Energieinfrastruktur" aufgebaut. Max Wild errichtet heute mit Partnern neue Umspannwerke, Nah- und Fernwärmeprojekte für die politisch beschlossene Energiewende.

Weiterhin haben wir Ende 2023 für das Berichtsjahr 2022 erstmalig einen Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt und sind hier Vorreiter in der Baubranche.

Es macht uns sehr stolz, dass alle diese Herausforderungen von unseren Mitarbeitern aktiv und mit viel Fleiß und Kreativität angegangen und bewältigt wurden.

Die negativen Entwicklungen aus den Vorjahren wurden bei uns im Haus erkannt und durch eingeleitete Gegenmaßnahmen erfolgreich umgesetzt. So konnten 2023 alle Geschäftsbereiche deutlich positive Ergebnisse erwirtschaften.

Die Bereiche Abbruch, Umwelt und Entsorgung, Werkstatt, Gebrauchtmaschinen, Nahverkehr, Kiesvertrieb und Systementwicklung haben mit guten bis sehr guten Bereichsergebnissen abgeschlossen.

Der Bereich Bau ist nach ein paar schwierigeren Jahren wieder in die Erfolgsspur, auch auf Grund der vorab geschilderten Maßnahmen, zurückgekehrt. Baustellen mit negativen Deckungsbeiträgen konnten weitgehend vermieden werden und dadurch ein sehr positives Bereichsergebnis erzielt werden. Durch systematische Professionalisierung der Auftragsgestaltung werden die zukünftigen Risiken ausgeschlossen und begrenzt.

Auch der Schwerlastverkehr (im Bereich Logistik) schreibt wieder schwarze Zahlen.

Aufbauend auf einer hervorragenden Marktpositionierung, einer laufend ausgebauten Gesamtdienstleistung in Verbindung mit einer aktiven Vertriebsarbeit, als auch dem gezielten Aufbau aller Geschäftsfelder, konnte der Umsatz sowie die Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr trotz aller widrigen Umstände übertroffen werden.

Das zeigt, dass die Max Wild GmbH in einem intensiven Marktumfeld wettbewerbsfähig ist und eine stabile Umsatzentwicklung zeigen kann.

Die in den Vorjahren aufgesetzten innerbetrieblichen Maßnahmen, wie die wirkungsvolle Umsetzung unseres Risiko- und Prozessmanagements, sowie die Verbesserung und Digitalisierung vieler zentraler Abläufe in allen Geschäftsbereichen, haben sich auf das Ergebnis deutlich positiv niedergeschlagen.

Im Bereich des Working-Capital-Managements konnten signifikante, messbare Verbesserungen erzielt werden. Die eigene Digitalisierungsstrategie wirkt auflagendegressiv und trägt ebenfalls zu effizienten Betriebsabläufen, einem signifikant verbesserten Risikomanagement, zu Kosten- und Aufwandsreduktionen als auch zu einer Ergebnisverbesserung bei.

Vertragliche Regelungen wurden erarbeitet, um Schwankungen der Rohstoffpreise künftig sehr schnell und umfänglich an die Kunden weitergeben zu können, um eine belast- und kalkulierbare Kostenbasis zu liefern. Zusätzlich zahlt sich der Zugriff auf betriebseigene Rohstoffe (v.a. im Bereich Kies) und Verfüllungsmöglichkeiten besonders aus.

Die sehr breite Diversifikation von Max Wild über alle Geschäftsbereiche hinweg war auch im Jahr 2023 ein wesentlicher Erfolgsbaustein, um Stärken herauszuheben und Schwächen abzubauen.

Wir schauen positiv auf das laufende Geschäftsjahr 2024 und darüber hinaus, was auf einer bereits vorhandenen, sehr guten Auftragslage beruht.

Die hohe betriebliche und angebotsseitige Diversifikation, in Verbindung mit Aufträgen in der öffentlichen Daseinsvorsorge (Allg. Infrastruktur, Wasser, Abwasser, Straßen, Brücken, Energie, Kommunikation, Wärmeversorgung, Hochwasserschutz, Lärmschutz), zeigen einmal mehr die hohe Resilienz des MAX-WILD-Geschäftsmodells

IV. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragslage

Die internen Verbesserungen, sowie die günstige Auftragslage in allen Geschäftsbereichen konnten von der Max Wild GmbH für eine insgesamt sehr erfreuliche Umsatzentwicklung genutzt werden.

Die Marktdurchdringung steigerte sich auf Basis der konsequenten langfristigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens weiter. Im Jahr 2023 wurde eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen) von 163,7 Mio. EUR erreicht (Vj.154,5 Mio. EUR). Der Umsatz (ohne Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen) konnte durch den Abschluss von Projekten mit 166,1 Mio. EUR gegenüber 152,5 Mio. EUR aus dem Vorjahr deutlich gesteigert werden.

Demnach hat sich der Bestand an unfertigen und fertigen Erzeugnissen um 4,6 Mio. EUR verringert. Im Vorratsbestand an unfertigen Erzeugnissen von rund 68,7 Mio. EUR (Vj. 73,3 Mio. EUR) sind weiterhin hohe zusätzliche noch nicht realisierte Gewinne enthalten.

Die Materialkosten (Material + bezogene Leistungen) sind im Vergleich zum Vorjahr (59,8 Mio. EUR) mit 62,5 Mio. EUR nur marginal gestiegen, so dass der Rohertrag von vormals 99,8 Mio. EUR auf 103,1 Mio. EUR gesteigert werden konnte.

Der Anteil der bezogenen Leistungen am gesamten Materialaufwand ist nach wie vor hoch (44,8 Mio. EUR bezogene Leistungen - 17,6 Mio. EUR Aufwand für Roh- Hilfs-, Betriebsstoffe und Waren), da die im Unternehmen vorhandenen Kapazitäten durch die Beauftragung von Subunternehmern (bezogene Leistungen) ausgeweitet werden, um alle Aufträge abarbeiten zu können.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich von 5,1 Mio. EUR auf 1,9 Mio. EUR verringert. Im Vorjahr gab es einen Sondereffekt durch die Auflösung von wertberichtigten Forderungen von rund 3,2 Mio. EUR. 2023 haben sich die wertberichtigten Forderungen von 1,7 Mio. EUR auf 3,9 Mio. EUR wieder erhöht.. Wir prüfen unsere Forderungen regelmäßig (monatlich) auf deren Werthaltigkeit. Sofern es nicht um tatsächliche Forderungsausfälle, sondern um Abweichungen zwischen gemeldeter Leistung und Abrechnungssumme geht, betrachten wir daraus abgeleitete Forderungsabwertungen eher als operative und nicht als außerordentliche Kosten. Dasselbe gilt für Auflösungen von Wertberichtigungen.

Im Detail stellte sich die Entwicklung der betrieblichen Aufwandspositionen wie folgt dar:

Die Personalquote liegt mit 31,2 % etwas unter Vorjahresniveau (32,0 %). Die Personalkosten haben sich dabei von 49,4 Mio. EUR auf 51,1 Mio. EUR erhöht. Diese Erhöhung resultiert aus der Neueinstellung von Mitarbeitern, sowie aus der Anhebung des Lohnniveaus. Es ist geplant, die Personalquote mittelfristig wieder unter 30% zu senken.

Das Geschäftsmodell von Max Wild bedingt eine hochmoderne Fahrzeugflotte und technische Ausstattung. Die Investitionstätigkeit ist weiterhin auf einem hohen Niveau. Dennoch kam es zu einem leichten Rückgang der Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Wirtschaftsgüter von 10,2 Mio. EUR auf 10,0 Mio. EUR. Der Investitionsplan für 2023 sah rund 10,0 Mio. EUR für Ersatz- und Neuinvestitionen vor, was zwar eine leichte Steigerung zum Vorjahr (9,0 Mio. EUR) ist, aber eine deutliche Verringerung zu den Vorjahren (2021 12,5 Mio. EUR) darstellt. Dementsprechend ist der prozentuale Anteil der Abschreibung leicht rückläufig von 6,5 % auf 6,0 %.

Für 2024 sind Regelinvestitionen von rund 10,0 Mio. EUR geplant.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen analog 2022 bei 36,2 Mio. EUR. Gemessen an der Gesamtleistung bedeutet das einen Rückgang von 23,5 % auf 22,1 %. Wesentliche Positionen hieraus sind

der Verringerung der KFZ-Kosten von 12,8 auf 11,3 Mio. EUR, was auf den wieder günstigeren Treibstoffkosten zurückzuführen ist

Erhöhung der Wertberichtigungen auf Forderungen um 2,2 Mio. EUR (wie zuvor berichtet sehen wir das als operative Kosten).

Mit dem erzielten Betriebsergebnis (EBIT) von rund 5,8 Mio. EUR haben wir die vorab kommunizierten Planzahlen (5,5 Mio. EUR) voll erreicht und das Ergebnis aus dem Vorjahr (4,0 Mio. EUR) weit übertroffen. Folglich konnte auch die Quote des Betriebsergebnisses im Verhältnis zur Gesamtleistung mit 3,5 % zu 2,6 % aus dem Vorjahr wieder deutlich verbessert werden.

Das Finanzergebnis, inklusive der Einbeziehung von Abzinsungen nach BilMoG, liegt bei - 1,4 Mio. EUR (Vorjahr -0,9 Mio. EUR). Hier haben sich die steigenden Zinsen 2023 merklich ausgewirkt, vor allem im kurzfristigen Bereich (u.a. bei Betriebsmittelkrediten).

Für das Jahr 2024 rechnen wir mit einer weiteren Reduzierung des Finanzergebnisses, bedingt durch die Aufnahme neuer Darlehen im Langfristbereich (ebenfalls bedingt durch das höhere Zinsniveau). Durch Maßnahmen im Working Capital Management wird versucht, neue Betriebsmittelaufnahmen im Kurzfristbereich weitgehend zu vermeiden.

Zusammengefasst ergibt sich für 2023 ein Jahresergebnis von 3,1 Mio. EUR (Vorjahr 2,0 Mio. EUR) nach Steuern.

Die für 2023 erwartete Gesamtleistung (168,2 Mio. EUR) wurde mit 163,7 Mio. EUR nicht ganz erreicht. Dennoch konnte das ordentliche Betriebsergebnis nach Plan gesteigert werden.

Finanzlage

Bedingt durch die sehr gute Ertragslage und positiven Effekten aus dem Working Capital Management bzw. Abbau der kurzfristigen Bankkredite hat sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit signifikant gegenüber dem Vorjahr von +1,3 Mio. EUR auf +27,7 Mio. EUR verbessert. Der Cashflow im engeren Sinne (Jahresergebnis + Abschreibungen) ist von 12,1 Mio. EUR auf 12,9 Mio. EUR gestiegen.

Im Rahmen des strategischen Investitionsplans wurden Wirtschaftsgüter im Gesamtwert von rund 10,5 Mio. EUR angeschafft (2022: 10,3 Mio. EUR). Der Schwerpunkt der Investitionen lag auf der weiteren Modernisierung der Baugeräte und des Fuhrparks. Aus dem Verkauf von Anlagegegenständen konnten 0,8 Mio. EUR (Vj. 0,7 Mio. EUR) an liquiden Mitteln erzielt werden. Der CashFlow aus Investitionstätigkeit hat sich somit nur leicht von -9,5 Mio. EUR auf -9,3 Mio. EUR verändert.

Die Einzahlungen aus Finanzierungstätigkeit lagen im Geschäftsjahr 2023 bei rund 8,1 Mio. EUR. (Vj. 17,5 Mio. EUR). Die Bankverbindlichkeiten sind von 63,5 Mio. EUR auf 51,8 Mio. EUR deutlich gesunken. Die Bankguthaben sind ebenfalls von 11,1 Mio. EUR auf 5,8 Mio. EUR gesunken.

Zum Bilanzstichtag bestehen freie Kreditlinien von insgesamt 21,5 Mio. EUR (Vj:.14,2 Mio. EUR) und freie Avallinien mit 12,5 Mio. EUR (Vj. 14,8 Mio. EUR).

Vermögenslage

Durch die positive Geschäftsentwicklung aus den Vorjahren wurden auch im Geschäftsjahr 2023 zahlreiche Investitionen (Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen) ins Anlagevermögen getätigt. Trotz umfangreicher Abschreibungen i. H. v. 10,0 Mio. EUR (Vj. 10,2 Mio. EUR), blieb das Anlagevermögen mit 52,7 Mio. EUR auf dem Stand des Vorjahres von 52,4 Mio. EUR. Der Schwerpunkt der letztjährigen Investitionstätigkeit lag in den Anschaffungen im Bereich der Maschinen und Anlagetechnik. Der Anteil der noch nicht fertiggestellten Anlagen (Anlagen im Bau) beträgt 3,4 Mio. EUR (Vj. 2,1 Mio. EUR). Die Max Wild GmbH steht für maximale Effizienz bei der Abwicklung ihrer Aufträge. Hierfür sind umfangreiche Investitionen in modernste Technik und Geräte notwendig. Der Anteil des Anlagevermögen an der Bilanzsumme steigt leicht von 44,7 % im Vorjahr auf 46,5 % im laufenden Jahr.

Das Umlaufvermögen hat sich mit rund 60,5 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (64,6 Mio. EUR) verringert.

Die Vorräte wurden dabei von 27,8 Mio. EUR (Vj.) auf 25,4 Mio. EUR abgebaut.

Dabei hat sich der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme von 23,7 % auf 22,4% verringert.

Die Forderungen haben von 25,7 Mio. EUR auf 29,3 Mio. EUR zugenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände nehmen einen Anteil von 25,8 % (Vj. 21,9 %) an der Bilanzsumme ein.

Kassenbestand und Bankguthaben konnten im Vergleich zu 2022 (11,1 Mio. EUR) auf 5,8 Mio. EUR gesenkt werden. Eine ausreichende Liquidität ist weiterhin gegeben.

Unser aktives Working Capital Management hat bewirkt, dass die Vorräte abgebaut werden konnten und vorhandene Bankguthaben zur Tilgung von kurzfristigen Betriebsmitteln eingesetzt werden konnten. Die Working Capital Quote konnte damit auf 20,0% gesenkt werden (Vj. 23,2%).

Auf der Passivseite stehen den Aktiva

Rückstellungen von 13,4 Mio. EUR (Vj. 12,2 Mio. EUR) und Verbindlichkeiten von 69,1 Mio. EUR (Vj. 77,2 Mio. EUR) gegenüber.

Die Rückstellungen bilden alle wesentlichen Risiken aus der laufenden Geschäftstätigkeit ab, die von der Geschäftsleitung im Rahmen der Jahresabschlusserstellung identifiziert wurden. Die Rückstellungen für Rekultivierung (4,7 Mio. EUR) nehmen vor den Rückstellungen für ausstehende Aufwandsrechnungen (2,4 Mio. EUR) und den Rückstellungen für Urlaubs- und Überstunden (2,3 Mio. EUR) den größten Anteil ein.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten verminderten sich von 54,6 Mio. EUR auf 46,1 Mio. EUR. Darin enthalten sind kurzfristige Bankverbindlichkeiten in Höhe von 21,9 Mio. EUR (Vj. 33,5 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich von 9,2 Mio. EUR auf 10,5 Mio. EUR erhöht. Sonstige Verbindlichkeiten sind von 4,1 Mio. EUR auf 6,8 Mio. EUR gestiegen.

Die langfristigen Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr mit 36,4 Mio. EUR zu 34,8 Mio. EUR leicht erhöht.

Das Eigenkapital der Max Wild GmbH beträgt zum Bilanzstichtag rund 30,9 Mio. EUR (Vj. 27,8 Mio. EUR). Auf eine Gewinnausschüttung innerhalb des Wild-Konzerns wurde verzichtet. Die Eigenkapitalquote konnte auf 27,2 % erhöht werden (Vorjahr 23,7%).

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Steuerungsgrößen des Unternehmens sind die Entwicklung der Gesamtleistung und des ordentlichen Betriebsergebnisses sowie die dynamische Verschuldungsquote (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten + Mietkaufverbindlichkeiten ./. Liquide Mittel / EBITDA). Diese Verschuldungsquote soll dauerhaft unter dem Wert von 3,0 gehalten werden. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 konnte der Wert im Vergleich zum Vorjahr (3,8) auf 3,1 verbessert werden und ist damit nahe an dem Zielwert.

Die Freisetzung von liquiden Mitteln durch die aktive Steuerung des Working Capitals wird aktiv im gesamten Unternehmen vorangetrieben. Im Wesentlichen sollen die Debitorenlaufzeit und die Lagerdauer reduziert werden. Der interne Zielwert für die Working Capital-Intensität ist 17 % in Bezug auf die Gesamtleistung. Per 31. Dezember 2023 wurde mit 20,0 % eine Verbesserung zu 2022 (23,2%) erreicht.

Der Krankenstand im Unternehmen lag im Geschäftsjahr 2022 bei 6,1 % (Vj. 5,24%) der Gesamtstunden. Davon entfallen etwa 6,02 % auf den gewerblichen Bereich und etwa 2,43 % auf die Angestellten.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die wirtschaftliche Lage der Max Wild GmbH unverändert sehr solide ist.

V. Personalentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 waren im Durchschnitt 744 (Vj. 767) Lohn- bzw. Gehaltsempfänger beschäftigt. Die durchschnittliche Zahl der Auszubildenden lag bei 50 (Vj. 49).

Die Personalaufwandsquote liegt, wie zuvor beschrieben, gemessen an der Gesamtleistung bei etwa 31,2 % (Vorjahr 32,0%). Die absoluten Personalkosten sind im Zuge des Umsatzwachstums im Vergleich zum Vorjahr von 49,4 Mio. EUR auf 51,1 Mio. EUR angestiegen.

VI. Investitionstätigkeit

Der Investitionsplan und das daraus korrespondierende Investitionsvolumen in Höhe von rund 10,0 Mio. EUR (Vj. 10,0 Mio. EUR) wurden am Jahresanfang für das Geschäftsjahr 2023 in Abhängigkeit der allgemeinen Wirtschaftslage aufgestellt. Mit diesem Instrument konnten die Finanzpläne erarbeitet werden und so ein angemessenes Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung erzielt werden.

Im Hintergrund wurden im Rahmen der Langfristplanung (WILD25) bereits Investitionsleitplanken bis zum Jahr 2025 fixiert. Diese sind in Korrelation zum Plan-Umsatz und zum Plan-Ergebnis des Bezugs-Jahres noch nachzujustieren.

Unvermindert ist weiterhin das Ziel die Investitionsquote ratierlich zu senken und das Firmenwachstum durch Subunternehmerstrategie als auch Miet- und Leihmodelle zu gestalten.

Die durchgeführten Investitionen im Geschäftsjahr 2023 wurden schwerpunktmäßig im Bereich Abbruch, Tiefbau, Stoffstrom, Fernverkehr sowie im Nahverkehr durchgeführt, darüber hinaus wurden in allen Bereichen die notwendigen Ersatzbeschaffungen getätigt.

Außerordentliche Investitionen (außerhalb der Ersatz- und Wachstumsinvestitionstätigkeit) wurden nicht getätigt.

Das budgetierte Investitionsvolumen für 2023 (lt. Investitionsplan 10,0 Mio. EUR) wurde mit Zugängen in Höhe von 10,5 Mio. EUR weitgehend eingehalten.

Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagegegenständen gab es in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Vj. 0,7 Mio. EUR).

Die Finanzierung der Investitionen erfolgte über Bankdarlehen, Mietkäufe, Leasing und den operativen Cashflow.

VII. Forschung und Entwicklung

Im Bereich der Unternehmensentwicklung sind "Forschung und Entwicklung" angesiedelt. Aus allen Bereichen der Max Wild GmbH werden laufend innovative Ideen, neue Produkte und Dienstleistungen eingereicht und zentral gesteuert. Hierbei handelt sich zum Beispiel um Verbesserungen von Anlagen und Geräten, die eine effizientere und sichere Abwicklung von Baustellen ermöglichen sollen, oder um Entwicklungen von neuartigen Produkten. Das neu eingeführte Ideenmanagement bei Max Wild hat die Anzahl der innovativen Ideen nochmals gesteigert. Mitarbeiter/innen können über die Wild 360° App ihre Ideen unkompliziert digital einreichen.

Vor einer möglichen Umsetzung werden die Ideen anhand von Marktrecherchen und Businessplänen bewertet und geprüft. Ein sogenanntes "Stage Gate Modell" unterstützt eine klare Strukturierung und Standardisierung der F&E Projekte und dient als Grundlage für die Maßnahmenselektion. Der neu installierte "F&E Lenkungsausschuss", mit Teilnehmern aus der Geschäftsführung, der Systementwicklung, der Unternehmensentwicklung und des Vertriebs, entscheidet über die Priorisierung und Umsetzung der Projekte.

Die Unternehmensgruppe ist zudem seit Jahren aktiv in der Umsetzung von Innovationen rund um den Umweltschutz. Hier zu nennen sind z.B. die Eigenentwicklungen des MUDCLEANER und der MUDCLEANER-STATION. Nach jahrelangem, erfolgreichen Einsatz im eigenen Betrieb, konnte die Anlage mittlerweile selber für den nationalen und internationalen Markt produziert und verkauft werden. Max Wild hat für seine Entwicklungen und Verfahren in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an nationalen und internationalen, sehr viel beachteten Preise und Auszeichnungen bekommen.

Primär werden die Entwicklungen bei Max Wild intern eingesetzt, wodurch sich Wettbewerbsvorteile ergeben. Aber auch der Markt zeigt großes Interesse an unserer Forschung und Entwicklung. Im Jahr 2023 betrug der externe Umsatz 1,6 Mio. EUR (2022: 1,4 Mio. EUR. Mit einigen Kunden konnte sogar ein festes Vertrags- und Lieferverhältnis aufgebaut werden.

Die Unternehmensstrategie sieht vor, den Bereich "Forschung und Entwicklung" in den nächsten Jahren weiter auszubauen.

VIII. Chancen- und Risikobericht

"Welche Chancen und Risiken begegnen uns in der Zukunft?"

Diese Fragestellung ist u.a. Gegenstand auf den jährlichen Taktik- und Strategietagungen der Gesellschafter, der Beiräte, der Geschäftsführung, als auch der zweiten Führungsebene. Die Abteilung Unternehmensentwicklung betreut die laufende Entwicklung der Max-Wild-Strategie-Landkarten (SLK`s), welche pro Geschäftsbereich aufgesetzt sind.

Innerhalb dieser SLK`s werden Umsatz-, Ertrags-, Markt-, Kunden-, Mitarbeiter- und Nachhaltigkeitsziele bis zum aktuellen Planungshorizont 2030 im Rahmen der WILD30-Strategie ausgearbeitet und mit konkreten Handlungsschritten versehen. Im Rahmen dieser strategischen Arbeit werden Chancen und Risiken aus beispielsweise der Klimaerwärmung, den Nachhaltigkeitsanforderungen, dem Fachkräftemangel, der Energiewende intensiv beleuchtet und bewertet und die Resilienz des Geschäftsmodell verprobt. Ebenso werden neue Geschäftsmodelle und die Veränderung bestehender Geschäftsmodelle analysiert.

Die Ergebnisse werden dann im Rahmen der Taktik- und Strategietagungen beurteilt und entsprechende Entscheidungen getroffen. Durch dieses Vorgehen werden frühzeitig Chancen und Risiken erkannt und es kann entsprechend reagiert werden.

Weiterhin wurden die Weichen für das operative Geschäft (Synergien, Alleinstellungsmerkmale im Dienstleistungsportfolio, interdisziplinäres Produktportfolio, Zukunftsinvestitionen) und die Verwaltungsabläufe (Performance und Lean Management, Digitalisierung) optimal für die Zukunft eingestellt, andererseits bergen Großinvestitionen in die Zukunft jedoch auch Risiken. Nachfolgende Punkte helfen, die Risiken zu minimieren und zu beherrschen.

Klimaschutz und Umweltvorsorge: Beim letzten zweitägigen Strategieworkshop der Geschäftsleitung im November 2023 wurden zusätzlich zu den oben genannten (Markt-) Faktoren die Chancen und Risiken in Bezug auf den Klimawandel intensiv untersucht. Hierbei standen die Themen "Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells", "EU-Taxonomie 2024", "neue Geschäftsfelder" (z.B. Hochwasserschutz), "Gefahren" (steigende Rohstoff- und Energiepreise) u.v.m. im Mittelpunkt. Dieser komplexe Sachverhalt wird von einem hochqualifizierten betriebsinternen Nachhaltigkeitsmanager betreut.

Subunternehmerstrategie: Das Wachstum wird immer zuerst "flexibel" gestaltet. Bevor ein Wachstumsschritt konsolidiert ist und davon ausgegangen werden kann, dass diese Umsätze auch in den Folgejahren konstant und wiederkehrend generiert werden können, werden verstärkt Subunternehmer eingesetzt. Somit wird der vorschnelle Aufbau von dauerhaften Kapazitäten vermieden.

Miet- und Leasingstrategie: Wie bei der Subunternehmerstrategie wird auch das geräte- und maschinenseitige Wachstum bis zu einer nachhaltigen Wachstumskonsolidierung durch Miet- und Leasingmodelle begleitet. Im Zuge eines Risikomanagementplans kann somit sofort reagiert und ein nicht unerheblicher Fixkostenanteil beim Geräte- und Maschinenpark vermieden werden.

Strategie " Daseinsvorsorge": Ein Großteil des Geschäftsmodells basiert, wie bereits an anderer Stelle erwähnt auf öffentlichen Aufträgen (Erschließung, Infrastruktur, Brücken und Umweltschutz). Im Zuge von wirtschaftlichen Stagnationen bis hin zu Rezessionen hat die öffentliche Hand in der Vergangenheit immer die Investitionsquote im öffentlichen Bereich zur Stärkung der Wirtschaft deutlich erhöht.

Neubau, Unterhalt und Instandsetzung von Straßen, der Abbruch und Bau von Brücken, der Ausbau des öffentlichen Bahnnetzes, die Instandhaltung und der weitere Ausbau von wichtigen Infrastrukturleistungen (Gas-, Wasser-, Abwasser-, dezentrale Stromversorgungs- und Glasfasernetze) werden in wirtschaftlich schwierigen Zeiten unverändert aufrechterhalten. Neben den öffentlichen Auftraggebern werden auch die öffentlichen und privaten Versorger die nächsten Jahre / Jahrzehnte ihre bisherige Infrastruktur erneuern, instandsetzen und ausbauen müssen. Das betrifft insbesondere den dezentralen Stromnetz-, Gas- und Glasfaserausbau. Im Bereich des Wohnungs-, Gewerbe- und Industriebaus herrscht ebenfalls ein großer Nachholbedarf.

Diversifizierungsstrategie: Durch die laufende Erweiterung des Produkt- und Dienstleistungsportfolios verringert das Unternehmen Max Wild die Abhängigkeit von der Entwicklung von einzelnen Wirtschaftssektoren weiter.

Finanzkennzahlen, Planungsmodul, dynamischer Verschuldungsgrad, Zinsrisikoanalysen: Im fest institutionalisierten Finanzausschuss werden regelmäßig sämtliche relevanten Finanzkennzahlen überwacht, Szenarien simuliert und Entscheidungsgrundlagen für die Geschäftsführung erarbeitet. Bei tatsächlich auftretenden Abweichungen kann somit der Verursacher sehr schnell detektiert werden, ohne dass aufwändige kaufmännische Analysen notwendig sind.

Regelmäßige Zinsrisikoanalysen, auch in Zusammenarbeit mit unseren Hausbanken, bewerten sowohl das aktuelle Marktumfeld, die Entwicklungen der Euribor- und Swapsätze als auch die Marktzinsverläufe. Aufbauend auf diesen Analysen können in Abhängigkeit der Zinskonditionen und -bindungen verschiedene Zinsszenarien erstellt, als auch z.B. die Auswirkung auf den Cash-Flow betrachtet werden. Je nach Risikoeinstufung können dann frühzeitig unterschiedliche Zinssicherungsinstrumente eingesetzt werden.

Die Geschäftsführung hat im Zuge der getätigten Großinvestitionen den Beschluss gefasst, die dynamische Verschuldungsquote dauerhaft unter dem Wert 3,0 zu halten und die entsprechend organisatorischen und kaufmännischen Maßnahmen hierfür zu treffen.

Prozess- und Organisationsmanagement: Obwohl in dieses Handlungsfeld seit Jahren viel Energie und Ressourcen investiert wurden, sind die Qualitätsstandards im Jahr 2023 nochmals deutlich angehoben worden. Auf Grund der schlechten Erfahrungen mit Großkonzernen, sah man sich gezwungen auf der vertraglichen Ebene wieder Augenhöhe herzustellen. Mit renommierten externen Beratungsgesellschaften wurden v.a. in den Bereichen Bau und Logistik die Prozesse und das Risikomanagement auf teilweise völlig neue Niveaus angehoben (z.B. Kalkulations- und Risikoaufschläge, Optimierung der juristischen Expertise bei der Vertragsprüfung, ein deutlich verbessertes Risikomanagement bei komplexen Großaufträgen, 6-Augen-Prinzip und Einbindung von externen Kapazitäten zur Vertragsprüfung und -gestaltung), mit dem Ziel dass bei komplexen Großaufträgen sich Fehler aus der Vergangenheit nicht mehr wiederholen können.

Die Implementierung dieser Systeme ist abgeschlossen und es wird die Kultur der "lernenden Organisation" von den Mitarbeiter/innen gelebt.

IX. Prognosebericht

Der nachfolgende Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024 inkludiert bereits die gemachten Erfahrungen mit den kriegsbedingten Verwerfungen in den Energie-, Material- und Rohstoffbereichen und spiegelt die Erwartungen der Unternehmensleitung realistisch wider.

Der deutliche Rückgang der Bautätigkeit seit ca. einem Jahr betrifft in erster Linie den Hochbau und den Projektbau. Tiefbau und Abbruch (das Kerngeschäft der Max Wild GmbH) sind hiervon nicht betroffen. Ganz im Gegenteil, der Auftragsvorlauf im Baubereich hat in diesem Jahr 2024 einen noch nie dagewesenen Stand erreicht, zu guten bis sehr guten Marktpreisen!

Wir gehen davon aus, dass die im Jahr 2023 erreichte Gesamtleistung im Jahr 2024 um 10-12 Mio. EUR übertroffen wird. Im Zuge der strategischen Ausrichtung und Unternehmensführung wurden klare Unternehmensziele gesteckt und in Form eines strategischen Unternehmensprogramms "Wild25" festgesetzt. Aktuell wird das Folgeprogramm WILD30 erarbeitet, welches im November 2024 verabschiedet wird. Diese strategischen Unternehmensziele werden in jedem einzelnen Geschäftsbereich und auch im Gesamtunternehmen in Balance Scorecards und Strategielandkarten, wie bereits vorab erläutert festgelegt und erarbeitet. Mit diesen Strategielandkarten wird täglich gearbeitet und in FollowUp-Terminen quartalsweise aktualisiert.

Die Max Wild GmbH setzt in der sich aktuell schnell wandelnden Zeit weiterhin auf Ihre breite Diversifizierung durch die einzelnen Geschäftsbereiche. Ebenso werden innerhalb der Geschäftsbereiche immer wieder Chancen und Möglichkeiten neuer Märkte, wie zum Beispiel der Energiewende, in Zusammenarbeit mit den Abteilungen Vertrieb, Marketing und Unternehmensentwicklung sondiert und nach einer erfolgsversprechenden internen Chancen-/ Risikobewertung auch erschlossen.

Mit immer wieder neuen Produkten und Dienstleistungen verfolgen wir unsere zukunftsorientierte, nachhaltige und erfolgreiche Unternehmenspolitik.

Aufgrund der in den letzten Jahren weiter gefestigten Marktposition in allen Geschäftsbereichen, des Wachstums und Ausweitung des Unternehmens, unserer Niederlassungen und des Marktraumes, der hohen Qualifikation unserer motivierten Mitarbeiter und dem hohen technischen Standard der Ausrüstung, blicken wir trotz des aktuell sensiblem Baubranchen- Umfelds positiv und optimistisch in die Zukunft.

Ein verstärktes Augenmerk soll künftig auf die weitere Steigerung des Unternehmensertrags gelegt werden. Das ordentliche Betriebsergebnis soll durch die eingeleitete Reduktion der Material- und der Personalaufwandsquote als auch der laufend implementierten Digitalisierungsmaßnahmen nachhaltig verfestigt und weiter gesteigert werden.

Zusätzlich wird ein besonderer Fokus auf mögliche Einsparpotentiale bei den internen Kosten gelegt.

Der Investitionsplan für 2024 sieht Anlageinvestitionen in der Größenordnung von rund 10,0 Mio. EUR, sowie Sonderinvestitionen von rund 2,0 Mio. EUR vor.

Diese getroffenen Maßnahmen und die breite Diversifizierung bilden unverändert die Basis für die erfolgreiche Weiterentwicklung der Max Wild GmbH.

 

Berkheim-Illerbachen, 31. Juli 2024

Die Geschäftsführung

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 895.859,94 437.636,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 36.000,00 44.000,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 931.859,94 481.636,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.222.077,05 10.642.256,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.251.223,50 26.471.310,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.857.018,60 12.759.629,60
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.425.277,89 2.052.936,45
Summe Sachanlagen 51.755.597,04 51.926.132,55
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 25.000,00 25.000,00
Summe Finanzanlagen 25.000,00 25.000,00
Summe Anlagevermögen 52.712.456,98 52.432.769,05
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.782.416,36 6.309.177,59
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 68.767.995,28 73.249.835,64
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.660.990,00 4.529.361,00
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -54.768.729,32 -56.273.384,57
Summe Vorräte 25.442.672,32 27.814.989,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.819.943,28 20.127.774,71
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.087.185,63 1.833.801,24
3. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 250.736,30 264.771,17
4. Forderungen gegen Gesellschafter 1.886.789,76 892.625,44
5. Sonstige Vermögensgegenstände 2.218.127,47 2.572.614,76
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 149.016,10 (Vj: 132.000,00)
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 29.262.782,44 25.691.587,32
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.831.872,43 11.056.912,88
Summe Umlaufvermögen 60.537.327,19 64.563.489,86
C. Rechnungsabgrenzungsposten 172.600,81 263.700,61
D. Bilanzsumme Aktiva 113.422.384,98 117.259.959,52

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
- Gezeichnetes Kapital: 100.000,00 (Vj: 100.000,00)
II. Kapitalrücklage 10.785,57 10.785,57
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 205.179,73 205.179,73
Summe Gewinnrücklagen 205.179,73 205.179,73
IV. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 30.555.803,54 27.490.275,79
Summe Eigenkapital 30.871.768,84 27.806.241,09
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 608,00 51.227,45
2. Steuerrückstellungen 514.457,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 12.941.484,80 12.154.822,14
Summe Rückstellungen 13.456.549,80 12.206.049,59
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 51.757.975,10 63.502.612,49
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 21.895.309,16 (Vj: 33.538.737,15)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 29.963.875,34 (Vj: 29.862.665,94)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.507.140,75 9.174.452,88
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 10.507.140,75 (Vj: 9.174.452,88)
3. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 25.003,52 473.102,54
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 25.003,52 (Vj: 473.102,54)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 14.280,00 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 14.280,00 (Vj: 0,00)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 6.789.666,97 4.097.500,93
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 4.911.680,78 (Vj: 3.668.922,98)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 428.577,95 (Vj: 1.877.986,19)
- davon aus Steuern: 1.785.513,25 (Vj: 1.467.333,65)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 44.330,09 (Vj: 40.519,25)
Summe Verbindlichkeiten 69.094.066,34 77.247.668,84
D. Bilanzsumme Passiva 113.422.384,98 117.259.959,52

Gewinn- und Verlustrechnung

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 166.079.799,56 152.541.272,64
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -4.601.565,36 975.937,35
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.240.058,62 969.492,68
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.853.756,98 5.084.209,26
5. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -17.641.654,59 -16.179.501,29
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen -44.871.137,43 -43.575.342,60
Summe Materialaufwand -62.512.792,02 -59.754.843,89
6. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -39.968.132,31 -38.723.936,75
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -11.131.616,55 -10.685.303,18
- davon für Altersversorgung: -18.781,00 (Vj: -59.011,00)
Summe Personalaufwand -51.099.748,86 -49.409.239,93
7. Abschreibungen
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -9.850.409,81 -10.079.566,70
b. auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -170.000,00 -101.829,20
Summe Abschreibungen -10.020.409,81 -10.181.395,90
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -36.165.558,68 -36.205.664,49
9. Ordentliches Betriebsergebnis 5.773.540,43 4.019.767,72
10. Erträge aus Beteiligungen 115.449,92 67.911,71
- davon aus verbundenen Unternehmen: 115.449,92 (Vj: 67.911,71)
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 557.747,23 178.666,68
- davon aus verbundenen Unternehmen: 214.855,41 (Vj: 24.486,31)
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: 262.297,23 (Vj: 49.363,28)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.051.039,58 -1.127.706,48
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: 0,00 (Vj: -47.000,00)
13. Finanzergebnis -1.377.842,43 -881.128,09
14. Ergebnis vor Steuern 4.395.698,00 3.138.639,63
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.083.779,99 -892.763,66
16. Ergebnis nach Steuern 3.311.918,01 2.245.875,97
17. Sonstige Steuern -246.390,26 -233.798,23
18. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 3.065.527,75 2.012.077,74
19. Gewinnvortrag / Verlustvortrag aus dem Vorjahr 27.490.275,79 25.478.198,05
20. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 30.555.803,54 27.490.275,79

Anhang

Vorbemerkung

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind Vermerke zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang ausgewiesen.

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Max Wild GmbH hat ihren Sitz in Berkheim und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Ulm unter der Registernummer HRB 640308.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB).

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs und Bewertungsmethoden maßgebend.

I. Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Der erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird linear über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer basiert auf der voraussichtlichen Länge des Lebenszyklus der Produkte des erworbenen Unternehmens.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode.

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs oder Herstellungskosten bis EUR 250,00 im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für Zugänge, deren Anschaffungs oder Herstellungskosten mehr als EUR 250,00 jedoch nicht mehr als EUR 1.000,00 betragen, wird ein Sammelposten (Abschreibungspool) gebildet, der linear über eine Abschreibungsdauer von fünf Jahren aufgelöst wird. Im Zugangsjahr wird stets der volle Abschreibungssatz verwendet.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilswerte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

II. Vorräte

Die Bewertung der Roh, Hilfs und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Die in Ausführung befindlichen Bauaufträge sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs und Materialgemeinkosten sowie angemessene Teile der Verwaltungskosten berücksichtigt werden. Abschläge im Rahmen der verlustfreien Bewertung sind berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

III. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung, berücksichtigt.

IV. Flüssige Mittel und die sonstigen Aktiva

Flüssige Mittel und die sonstigen Aktiva sind zum Nennwert angesetzt.

V. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen werden mit dem anhand des ProjectedUnitCreditVerfahrens ermittelten Erfüllungsbetrags unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (Vj. 1,78 %) verwendet. Auf die Einbeziehung von Fluktuationswahrscheinlichkeiten wird verzichtet. Es wird von einer Erfüllung des Dienstvertrags bis zur rechnerischen Altersgrenze ausgegangen. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,0 % berücksichtigt.

VI. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten und Preissteigerungen) gebildet. Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II HGB).

VII. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

VIII. Latente Steuern

Latente Steuern werden auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlustvorträgen angesetzt. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, erfolgt der Ansatz von Aktiven latenten Steuern. Passive latente Steuern werden angesetzt, wenn insgesamt mit einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren gerechnet wird. Soweit die Aktiven latenten Steuern den vorhandenen Passiven latenten Steuern entsprechen, werden diese insoweit verrechnet dargestellt.

Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie entsprechend dem gewerbesteuerlichen Hebesatz der Gesellschaft.

Im Berichtsjahr verbleibt nach der Verrechnung von Aktiven und Passiven latenten Steuern ein aktivischer Überhang. Das Wahlrecht zur Aktivierung von Aktiven latenten Steuern wurde nicht ausgeübt.

IX. Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Im Geschäftsjahr sind Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 1.325 angefallen. Im Bereich der Sachanlagen wurden hiervon TEUR 246 aktiviert, es wurden keine selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände bilanziert.

2. Finanzanlagen

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der Übersicht "Angaben zum Anteilsbesitz" zu entnehmen.

Angaben zum Anteilsbesitz:

Beteiligung
in %
Eigenkapital
in TEUR
Ergebnis
in TEUR
Deponie Blaustein GmbH, Blaustein *) 33,33 409 222

*) Die Werte beziehen sich auf den Jahresabschluss 31. Dezember 2022

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

31.12.2023
TEUR
Davon mit RLZ > 1 Jahr
TEUR
Davon mit RLZ > 1 Jahr Vorjahr
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.820 0 0
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 5.087 0 0
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 251 0 0
Forderungen gegen Gesellschafter 1.887 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 2.218 101 112
Gesamt 29.263 101 112

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 62.

Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 96.

4. Eigenkapital

Im Posten Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 27.490 enthalten.

5. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen haben sich zum Vorjahr nicht verändert und betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 205.

6. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat zum 31.12.2023 versicherungsmathematische Gutachten unter Berücksichtigung der nach BilMoG geltenden Bewertungsvorschriften für Pensionsrückstellungen nach der ProjectedUnitCreditMethode (PUC) erstellen lassen. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Dabei dürfen Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst werden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Es wurden die Sterbetafeln 2018 G verwendet.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Zur Abdeckung des Risikos wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die an die Leistungsempfänger verpfändet wurden. Dieser sonstige Vermögensgegenstand wurde in voller Höhe mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Die zugehörigen Aufwendungen und Erträge wurden ebenfalls verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte ist deren Anschaffungskosten gleichgesetzt.

In der Bilanz zum 31.12.2023 ergibt sich gemäß § 246 Abs. 2 HGB folgender saldierter Ausweis in der Bilanz und GuV:

EUR
Aktivwert Rückdeckungsversicherung 817.852,00
Pensionsverpflichtungen -818.460,00
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Bilanz) -608,00
Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtung -15.490,00
Zinsertrag aus Planvermögen 48.037,30
Zinsertrag GuV 32.547,30

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Rekultivierung, ausstehende Aufwandsrechnungen, Gewährleistungsansprüche und unterlassene Instandhaltung. Außerdem werden Rückstellungen für Prozessrisiken ausgewiesen.

8. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

31.12.2023
TEUR
davon RLZ bis 1 Jahr
TEUR
davon RLZ über 1 Jahr
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 51.758 21.895 29.863
(Vorjahr) (63.503) (33.537) (29.966)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.507 10.507 0
(Vorjahr) (9.174) (9.174) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 25 25 0
(Vorjahr) (473) (473) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 14 14 0
(Vorjahr) (0) (0) (0)
sonstige Verbindlichkeiten 6.790 4.912 1.878
(Vorjahr) (4.098) (3.669) (429)
Gesamt 69.094 37.353 31.741
(Vorjahr) (77.248) (46.853) (30.395)

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 114).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten über 5 Jahre belaufen sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt TEUR 5.499.

Die sonstigen Verbindlichkeiten über 5 Jahre belaufen sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt TEUR 161.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 13.237 durch Grundschulden und TEUR 22.299 durch Sicherungsübereignung von Fahrzeugen und Maschinen gesichert.

Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltene Kaufpreisforderung ist in Höhe von TEUR 205 durch eine Kaufpreisgrundschuld gesichert.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten bestehen TEUR 1.786 (Vj. TEUR 1.467) aus Steuern und TEUR 44 (Vj. TEUR 41) im Rahmen der sozialen Sicherheit.

9. Latente Steuern

Von dem Ansatzwahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB wurde Gebrauch gemacht. Der kombinierte Effektivsteuersatz beträgt 27,8 %. Die Zusammensetzung des Postens zeigt der nachfolgende Steuerlatenzenspiegel:

Die latenten Steuern resultieren aus den folgenden Sachverhalten:

Latente Steueransprüche auf folgende Differenzen bilanzieller Wertansätze für 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Firmenwert 4 3
Pensionsrückstellungen 36 43
Sonstige Rückstellungen 831 794
Latente Steuerschulden auf folgende Differenzen bilanzieller Wertansätze für
Mietkaufforderung -7 -5
Latente Steuerforderungen /schulden netto 864 835

Das Wahlrecht zur Aktivierung von Aktiven latenten Steuern wurde nicht ausgeübt.

10. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der Zahlungsverpflichtungen aus Miet und Leasingverträgen beläuft sich auf TEUR 6.588. Davon betreffen TEUR 2.151 Zahlungsverpflichtungen aus Miet und Leasingverträgen mit verbundenen Unternehmen.

Die Miet und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2029.

Des Weiteren bestehen Zahlungsverpflichtungen aus Pachtverträgen für die Jahre 20242040 mit einem Gesamtbetrag von TEUR 4.621. Davon betreffen TEUR 3.325 Zahlungsverpflichtungen aus Pachtverträgen mit verbundenen und nahestehenden Unternehmen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betragen TEUR 166.080 (Vj. TEUR 152.541):

2023
TEUR
2022
TEUR
davon entfallen auf:
Baubetrieb (inkl. Bohrtechnik) 89.706 72.379
Transport 13.553 14.736
Abbruch 38.942 39.300
Sonstige 23.879 26.126
166.080 152.541

Die Umsatzerlöse sind fast ausschließlich im Inland erzielt.

2. Periodenfremde Erträge und periodenfremde Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 23 (Vj. TEUR 290) und Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen mit TEUR 0 (Vj. TEUR 3.214).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus der Zuführung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 2.185 (Vj. TEUR 0).

Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestehen selbstschuldnerische Bürgschaften für Bankverbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen mit Valuta in Höhe von TEUR 18.571.

Die Haftungsverhältnisse betreffen potentielle künftige Ereignisse, deren Eintritt zu einer Verpflichtung führen würde. Zum Bilanzstichtag werden diese als nicht wahrscheinlich angesehen, können aber nicht ausgeschlossen werden.

2. Honorar des Abschlussprüfers

Die Honorare des Abschlussprüfers ba audit gmbh Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für Dienstleistungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023
TEUR
Abschlussprüfung 48

3. Angaben zur Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

Elmar Wild, Speditionskaufmann, BerkheimIllerbachen

Roland Wild, Kraftfahrzeugmechaniker, BerkheimIllerbachen

Jochen Wild, Speditionskaufmann, BerkheimIllerbachen

Christian Wild, Diplomingenieur (FH), Dettingen an der Iller

Markus Wild, Diplom Betriebswirt (FH), Berkheim-Illerbachen

Die Geschäftsführer erhielten für ihre Tätigkeit Vergütungen in Höhe von TEUR 1.572.

4. Beschäftigte (Geschäftsjahresdurchschnitt)

2023 2022
Lohnempfänger 467 482
Angestellte (ohne Geschäftsführer) 242 242
Aushilfen 35 43
744 767
Auszubildende 50 49
794 816

5. Gewinnverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn von EUR 30.555.803,54 (bestehend aus Gewinnvortrag EUR 27.490.275,79 und Jahresüberschuss EUR 3.065.527,75) auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Wild Besitz GmbH & Co. KG, BerkheimIllerbachen einbezogen, welcher beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen ist.

7. Nachtragsbericht

Die Firma Max Wild GmbH wurde am 25.04.2024 Opfer eines professionellen Cyberangriffs. Unsere Daten wurden auf den Servern verschlüsselt und entwendet. Durch die Wiederherstellung der Daten mithilfe einer Sicherung konnte ein geregelter Betrieb wieder aufgenommen werden. Sämtliche rechtliche Vorgaben und erforderliche Meldungen wurden eingehalten und innerhalb der Fristen an die zuständigen Behörden gemeldet. In Zusammenarbeit mit den Ermittlern der Polizei, sowie externen Beratern wurde ein neues IT-System aufgebaut, das einen deutlichen höheren Sicherheitsstandard aufweist.

Finanziell wird kein Schaden erwartet, da die Max Wild GmbH durch eine Cyberversicherung abgesichert war und auch weiterhin sein wird.

 

BerkheimIllerbachen, den 31. Juli 2024

Die Geschäftsführung

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.654.304,02 531.641,57 0,00 98.101,00 2.284.046,59
2. Geschäfts- oder Firmenwert 80.000,00 0,00 0,00 0,00 80.000,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.734.304,02 531.641,57 0,00 98.101,00 2.364.046,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.822.573,76 43.031,10 0,00 800.756,00 14.666.360,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 53.889.950,72 4.658.245,32 1.871.859,08 53.461,00 56.729.797,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 34.616.790,89 2.798.984,35 1.834.581,72 145.715,00 35.726.908,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.052.936,45 2.507.676,89 37.302,45 -1.098.033,00 3.425.277,89
Summe Sachanlagen 104.382.251,82 10.007.937,66 3.743.743,25 -98.101,00 110.548.345,23
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
Summe Finanzanlagen 25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
Summe Anlagevermögen 106.141.555,84 10.539.579,23 3.743.743,25 0,00 112.937.391,82

Abschreibungen

Stand 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Berichtsjahr
EUR
Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.216.667,52 171.519,13 0,00 1.388.186,65
2. Geschäfts- oder Firmenwert 36.000,00 8.000,00 0,00 44.000,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.252.667,52 179.519,13 0,00 1.432.186,65
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.180.317,76 263.966,05 0,00 3.444.283,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.418.640,22 5.639.279,38 1.579.345,14 31.478.574,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.857.161,29 3.767.645,25 1.754.916,62 23.869.889,92
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 52.456.119,27 9.670.890,68 3.334.261,76 58.792.748,19
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 53.708.786,79 9.850.409,81 3.334.261,76 60.224.934,84

Buchwerte

Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 895.859,94 437.636,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 36.000,00 44.000,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 931.859,94 481.636,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.222.077,05 10.642.256,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 25.251.223,50 26.471.310,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.857.018,60 12.759.629,60
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.425.277,89 2.052.936,45
Summe Sachanlagen 51.755.597,04 51.926.132,55
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 25.000,00 25.000,00
Summe Finanzanlagen 25.000,00 25.000,00
Summe Anlagevermögen 52.712.456,98 52.432.769,05

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Max Wild GmbH, Berkheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Max Wild GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Max Wild GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Reutlingen, den 31. Juli 2024

ba audit gmbh
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Zweigniederlassung Reutlingen

Marion Moser, Wirtschaftsprüferin

Harald Aigner, Wirtschaftsprüfer

Beschluss Ergebnisverwendung vom 19.08.2024:

Aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 30.555.803,54 wird ein Betrag von EUR 1.000.000,00 an die Gesellschafter ausgeschüttet. Der restliche Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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