Großhandel mit Textilien
Thomas Cook GmbHLiquidiert
Thomas-Cook-Platz 1, 61440 Oberursel (Taunus), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carsten Dr. Seeliger seit 5.6.2018 | Geschäftsführer |
Steffen Patzak seit 5.6.2018 | Geschäftsführer |
Stefanie Berk seit 14.6.2016 | Geschäftsführer |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Thomas Cook GmbH (vormals: Thomas Cook Aktiengesellschaft)Oberursel (Taunus)Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 20151. Darstellung des Geschäftsverlaufs1.1. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Künftige strategische Schwerpunkte - Einführung von NUMO (New Operating Model) Mit der Einführung von NUMO soll eine verstärkte Konzentration auf das Kerngeschäft von Thomas Cook erzielt werden. Im Zuge dessen sollen die Produktionsabläufe weiter harmonisiert und Veranstalteraktivitäten quellmarktübergreifend vereinheitlicht und teilweise zusammengefasst werden (OTO - One Tour Operator). Vorbild hierfür sind die gruppenweit gemeinschaftlich agierenden Thomas Cook Airlines. Künftig soll das Veranstaltergeschäft stärker von Querschnittsfunktionen gesteuert werden und die Märkte sollen Teile ihrer Verantwortung abgeben. Die verschiedenen Funktionen sollen dabei nicht geographisch zentralisiert werden, sondern die Teams über die lokalen Grenzen hinweg zusammenarbeiten ("Hubs"). Die Einführung des neuen Veranstaltermodells soll neben der stärkeren Fokussierung auf eigene und Partnerhotels, bekannt als "Differentiated Holidays", ergänzt um ein breites Zusatzsortiment ("Complementary Products"), auch zu einer stärkeren Harmonisierung des Langstrecken- und Premiumprodukts über alle Märkte hinweg führen. Personelle Veränderung im Vorstand Dr. Peter Fankhauser ist zum 3. März 2015 vom Vorstand der Thomas Cook AG (TC AG) in den Aufsichtsrat der TC AG gewechselt. Neuer Vorstandsvorsitzender wurde Christoph Debus, Chief Air Travel und Hotels Officer der Thomas Cook Group. In seiner Rolle ist er verantwortlich für die Bereiche Produkt und Finanzen sowie Arbeitsdirektor. Die personellen Wechsel sind eine Folge der personellen Veränderung an der Konzernspitze, da Harriet Green, ehemaliger Group CEO (Chief Executive Officer), per 26. November 2014 ihren Posten bei der Thomas Cook Group plc (TCG) niedergelegt hat. Dr. Peter Fankhauser trat ihre Nachfolge an. Dividendenbeschluss Die Hauptversammlung der TC AG hat am 10. März 2015 beschlossen, eine Dividende in Höhe von 1,3 Mio. EUR an die TCG auszuschütten. Die Auszahlung erfolgte zusammen mit der auf der Hauptversammlung vom 30. Mai 2014 beschlossenen Dividende aus dem Geschäftsjahr 2012/13 (57,4 Mio. EUR) am 14. September 2015. 1.2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung "Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem verhaltenen Aufschwung" so die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten 2015. Die Ökonomen sagen für das Jahr 2015 ein konjunkturelles Wachstum von 1,8 Prozent voraus und korrigieren damit ihre Wachstumsprognose von ursprünglich 2,1 Prozent nach unten. Die meisten Impulse kommen von der positiven Inlandskonjunktur, da die Verbraucher dank Rekordbeschäftigung ihre Konsumausgaben in diesem und im nächsten Jahr deutlich um knapp 2 Prozent steigern dürften. Der Flüchtlingszustrom führt laut den Instituten dazu, dass die Zahl der Arbeitslosen im kommenden Jahr erstmals seit 2013 wieder zunimmt - und zwar um rund 75.000 auf knapp 2,9 Millionen. Dies entspricht einem Anstieg der Arbeitslosenquote von 6,4 Prozent auf 6,5 Prozent. 1.3. Branchenentwicklung Die deutsche Reisebranche blickt auf ein sehr zufriedenstellendes Jahr zurück, auch wenn zum Teil schwierige politische Situationen in manchen Zielgebieten sowie der hohe Dollarkurs die Branche vor große Herausforderungen stellte. Gemäß den Berechnungen des Branchenverbandes deutscher Reiseveranstalter (DRV) konnten Anbieter ihren Gesamtumsatz zwischen 3,0 bis 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern, wodurch der Branchenumsatz auf die Bestmarke von 27 Mrd. EUR kletterte (Vorjahr 25,8 Mrd. EUR). Leicht gestiegen ist die Zahl der Gäste, die mit Reiseveranstaltern in den Urlaub verreisten - und zwar um fast 1,0 Prozent. Damit bewegt sich die Nachfrage für den organisierten Urlaub mit Reiseveranstaltern weiterhin auf einem hohen Niveau. Auf der DRV-Jahrestagung 2015 wurde hervorgehoben, dass sich die Entwicklung von Tourismusströmen und damit die Nachfrage immer schwerer vorhersehen lässt. Politische Umbrüche, Naturkatastrophen oder Anschläge haben Auswirkungen auf die Entscheidung potentieller Gäste. Dementsprechend haben sich die einzelnen Segmente der Touristik in den vergangenen zwölf Monaten unterschiedlich entwickelt. Die Bilanz des Reisejahres zeigt, dass dies ein Fernreisejahr war - der Anteil ferner Traumziele in der Touristik steigt demnach von 7,6 auf fast 8,0 Prozent. Gleichzeitig konnte eine Umsatzsteigerung in diesem Bereich von 5,0 Prozent gegenüber Vorjahr erzielt werden. Zu den Gewinnern zählen hierbei allen voran Kuba mit einem Umsatzplus von 25,0 Prozent, sowie die Dominikanische Republik und Mexiko, wie die Auswertungen des Marktforschungsunternehmens GfK zeigen. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate (plus 15,0 Prozent), USA (plus 11 Prozent) sowie Asien - und hier insbesondere Thailand - konnten an Beliebtheit zulegen. Als Grund wird hier der günstige Preis von Pauschalreiseangeboten gesehen, da sich die Veranstalter frühzeitig beim Einkauf der Hotel- und Flugkontingente gegen Währungsschwankungen absichern konnten. Zuwächse gab es jedoch auch im Bereich der klassischen Badeziele (Kurz- und Mittelstrecke) rund um das Mittelmeer mit einem Umsatzplus von 3,0 Prozent. Spitzenreiter hier ist Portugal mit einem Umsatzplus von 14,0 Prozent und auch die Türkei legt mit 4,0 Prozent sowie Ägypten im zweistelligen Prozentbereich zu. Weniger Gäste als im Vorjahr gab es in Tunesien. Ebenso von einem Gästerückgang betroffen sind die Kanaren und die südlich der Sahara gelegenen Länder Afrikas, wobei hier jedoch bereits eine Erholung vom Ebola-Effekt erkennbar ist. Die sogenannten erdgebundenen Reisen (Anreise mit Auto, Bus oder Bahn) schneiden auf Vorjahresniveau ab. Eine ungebrochen hohe Nachfrage mit leichtem Zuwachs ergibt sich dabei für Deutschland, während die angrenzenden Länder einen leichten Rückgang verzeichnen. Städtereisen dagegen bleiben für ganz Europa gefragt. Der Anteil des Hochsee- und Fluss-Kreuzfahrtmarktes am Gesamtumsatz des Veranstaltermarktes wächst ungebrochen und liegt nun bei rund 13,0 Prozent. Im Berichtsjahr konnten Reisen dieser Art ein hohes einstelliges Umsatzplus verzeichnen, so erste Hochrechnungen des DRV-Ausschusses für Statistik und Marktforschung. Insbesondere das Kreuzfahrt-Segment ist ein dynamischer Markt mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten. Die Buchungen für die Wintersaison 2015/16 sind bisher gut angelaufen. Zum jetzigen Zeitpunkt liegt der Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt im mittleren einstelligen Prozentbereich. Für eine verlässliche Prognose für das Gesamtjahr 2016 ist es jedoch noch zu früh. Fest steht schon mal, dass sich an der Tendenz der Mittelmeerländer als gefragteste Reiseziele in den Sommermonaten, nichts ändern wird. 1.4. Geschäftsentwicklung der Thomas Cook AG Die Geschäftstätigkeit der TC AG besteht neben dem Vertrieb von Reisen über das Internet vor allem in der Ausübung von Funktionen für die deutschen Tochtergesellschaften, den kontinentaleuropäischen Bereich (Zentral-, West-, Osteuropa und Horizontal) und für das Segment Airline Germany (Condor). Der Fokus liegt dabei auf den Shared Service-Funktionen IT, Personal, Hoteleinkauf, Facility Management, Kundendokumente, Zentraleinkauf, Kommunikation, Controlling und Finanzen sowie Recht und Steuern. Darüber hinaus sind auch einige gruppenweite Abteilungen in der TC AG angesiedelt, wie z.B. Hotelregulierung, Marketing und Produkt. Die Ertragslage der TC AG wird grundsätzlich von drei Säulen getragen:
Diesen Erträgen stehen Kosten aus den Overhead-Funktionen gegenüber, die teilweise an verbundene Unternehmen weiterbelastet werden. 1.5. Geschäftsentwicklung der wesentlichen Tochtergesellschaften der Thomas Cook AG Die TC AG ist am Bilanzstichtag direkt oder indirekt an knapp 49 Unternehmen im In- und Ausland beteiligt. Diese Tochterunternehmen und sonstigen Beteiligungen werden im Wesentlichen den Segmenten Kontinentaleuropa (besteht aus Zentraleuropa, Westeuropa, Osteuropa, Horizontal) und Airlines Germany zugeordnet. Im Geschäftsjahr 2014/15 haben sich die einzelnen Segmente unterschiedlich entwickelt: Kontinentaleuropa Im Geschäftsjahr 2014/15 wurde das Individual- und Städtereisengeschäft von Deutschland (TCT) an die Thomas Cook International (TCI) verkauft und gehört nun zu dem neu aufgebauten Subsegment Horizontal. Neben TCI umfasst das Horizontal Segment auch die Reiseleiterorganisation SAG, das Agenturgeschäft von Iberoservice und Algarve Tours sowie den Segment-Overheadteil der TC AG. Diese waren ehemals dem Subsegment Zentraleuropa zugeordnet. Die Subsegmente Ost und West bleiben im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Frankreich und Russland sind weiterhin kein rechtlicher Bestandteil der TC AG Gruppe. Insgesamt verreisten mit den Gesellschaften in den Absatzmärkten Deutschland, Österreich und der Schweiz (Zentraleuropa) rund 3,22 Mio. Gäste. Damit ist das Volumen im Vergleich zum Vorjahr (3,27 Mio. Gäste exklusive TCI) gesunken. Dies ist insbesondere auf die politische Lage in Tunesien, Türkei, Griechenland und Ägypten sowie auf den Wegfall des Vertriebskanals über Unister zurückzuführen. Im Subsegment Ost haben sich die Gästezahlen mit einem Anstieg von 17,5 Prozent auf rund 827 Tsd. Gäste insgesamt sehr positiv entwickelt. Der Haupteffekt kommt dabei aus Russland mit einer Zunahme von 121 Tsd. Gästen gegenüber dem Vorjahr. Die Gründe hierfür liegen im Anstieg von chinesischen Gästen in Russland (Inboundgeschäft). Die Abwertung des Rubels führte zu einem Rückgang der Nachfrage nach Auslandsreisen, allerdings konnte ein Anstieg im Inlandsgeschäft dies mehr als kompensieren. In Ungarn und Tschechien haben sich die Gästezahlen um 3,9 Prozent erhöht, während Polen einen Gästerückgang von 1,9 Prozent zu verzeichnen hat. Der Rückgang in Polen ist dem anhaltenden Preisdruck aufgrund von Überkapazitäten im Markt sowie der politischen Instabilität in der Türkei und Griechenland geschuldet. Mit den Westgesellschaften verreisten im Geschäftsjahr 2014/15 ca. 1,3 Mio. Gäste - rund 7,3 Prozent bzw. 99 Tsd. Gäste weniger als im Vorjahr. Die rückläufige Entwicklung ist vor allem der politisch instabilen Lage in Tunesien, Marokko und Ägypten sowie der anhaltenden Euro-Krise in Griechenland geschuldet. Insbesondere Frankreich ist von der Krise in den nordafrikanischen Ländern betroffen und verzeichnete einen Gästerückgang von 15,1 Prozent. Belgien und Niederlande blieben um 5,5 Prozent bzw. 4,1 Prozent unterhalb der Vorjahreswerte. Im neuen Subsegment Horizontal hat sich die TCI ebenfalls negativ entwickelt. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Gästezahlen um 15,3 Prozent bzw. 278 Tsd. Gäste reduziert. Der Rückgang kommt sowohl aus Deutschland als auch aus Belgien (Rückgang in City, Ski und Nahzielen) sowie den Niederlanden (Rückgang im Camping-Produkt). Neben den Startschwierigkeiten während der Transformation sieht sich die TCI besonders dem Konkurrenzdruck durch die großen Online-Player ausgesetzt. Insgesamt haben sich die Gästezahlen für Kontinentaleuropa von 7,1 Mio. auf 6,8 Mio. Gäste reduziert aufgrund der oben genannten Gründe. Bezogen auf den Umsatz bedeutet dies einen Rückgang von 3,1 Prozent auf rund 4,7 Mrd. EUR. Das Betriebsergebnis vor Sondereffekten (IFRS) für das Segment Kontinentaleuropa beträgt im Geschäftsjahr 2014/15 92,0 Mio. EUR. Dies entspricht einem Ergebnisrückgang von 26,4 Mio. EUR bzw. 22,3 Prozent. Airlines Germany Die Condor blickt auf ein herausforderndes aber erfolgreiches Jahr 2014/15 zurück. Im Markt für Kurz- und Mittelstreckenflüge ergab sich als Konsequenz der weiter bestehenden Überkapazitäten in der Winter- und Sommersaison weiterhin ein erhöhter Druck auf die Preise. In der Konsequenz gingen die Erlöse pro Passagier um 4,0 Prozent zurück. Der Sitzladefaktor konnte jedoch um 1,0 Prozentpunkte auf 91,6 Prozent gesteigert werden. Das Langstreckengeschäft konnte den positiven Trend der letzten Jahre fortsetzen. Das Kapazitätswachstum von 10,0 Prozent konnte erfolgreich am Markt abgesetzt werden; der Sitzladefaktor stieg um 2,2 Prozentpunkte auf 90,6 Prozent. Auch die Preisentwicklung war erfreulich; der Yield stieg - trotz reduzierter Treibstoffkosten - um 3,6 Prozent. Zudem konnten die Zusatzerlöse (Ancillaries) pro Passagier, getrieben von Erlösen aus Sitzreservierungen und der Einführung des Airshoppen-Konzepts, um 4,9 Prozent auf 12,81 EUR gesteigert werden. Den Kostensenkungen aus niedrigeren (gesicherten) Treibstoffpreisen standen zusätzliche Belastungen aus gestiegenen Landegebühren und operationellen Unregelmäßigkeiten gegenüber, die zum einen aus weiter steigenden Kundenforderungen nach Kompensationszahlungen aus der EU-Verordnung 261 sowie steigenden Kosten zur Vermeidung von Verspätungen (insbesondere proaktive Subcharter) getrieben werden. Zudem ergab sich durch das Leasen neuer Flugzeuge und die Abschreibungen auf die Kabinenrenovierungen des Vorjahres ein substantieller Anstieg der Flugzeugkosten. Das in diesem Jahr auslaufende, gruppenweite "Profit Improvement Programme" leistete einen zusätzlichen Ergebnisbeitrag von 53,6 Mio. EUR. Insgesamt wurde bei den Umsatzerlösen von 1,7 Mrd. EUR (Vorjahr 1,6 Mrd. EUR) ein EBIT-Ergebnis nach IFRS in Höhe von 76,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2014/15 (Vorjahr 62,8 Mio. EUR) erzielt. Das HGB-Ergebnis aus der betrieblichen Tätigkeit liegt für das Geschäftsjahr 2014/15 bei 30,5 Mio. EUR und damit deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres. Gegenüber dem IFRS EBT der Condor von 61 Mio. EUR ergeben sich Abweichungen im Wesentlichen durch 20 Mio. EUR höhere Rückstellungen, welche im Zusammenhang mit Abgabeverpflichtungen für geleaste Flugzeuge stehen sowie Belastungen durch die Thomas Cook Group plc für "Strategic and Routine Management Recharges". Erstmalig im Berichtsjahr wurde für die handelsrechtliche Abbildung des Treibstoffsicherungsgeschäftes eine Bewertungseinheit mit dem zugrundeliegenden Beschaffungsgeschäften gebildet. 1.6. Mitarbeiterentwicklung Die Investitionen in Nachwuchssicherung und Verbesserung der Qualifikation der Mitarbeiter hatten im Berichtsjahr unverändert hohe Priorität, um den Thomas Cook Konzern auf die gestiegene Komplexität und Geschwindigkeit einer globalen Wirtschaft erfolgreich und flexibel einzustellen. Für alle Führungskräfte innerhalb des Konzerns ist es eine Schlüsselaufgabe, Geschäftsstrategien mit der Weiterqualifizierung und Förderung der Mitarbeiter zu verknüpfen. Die Zahl der durchschnittlich bei der Thomas Cook AG beschäftigten Mitarbeiter (ohne Auszubildende) ist von 637 Vollzeitkräften (entspricht 691 Angestellten) auf 683 Vollzeitkräfte (entspricht 741 Angestellten) aufgrund der Verlagerung der Central Product Unit von der TCT in die TC AG gestiegen. 1.7. Corporate Governance Die TC AG und ihre Tochtergesellschaften orientieren sich bei ihrer Führung und Kontrolle an den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex. Unternehmenssteuerung Die Unternehmenssteuerung erfolgt konzernweit nach einem einheitlichen und fest definierten Steuerungs- und Berichtskonzept. Durch eine standardisierte Darstellung von Ertrags-, Aufwands- und strategischen Kennzahlen wird das zeitnahe Monitoring wirtschaftlicher und strategischer Ziele sichergestellt. Das Reporting in den Kennzahlensystemen obliegt dem Controlling. Die zugehörigen Finanzkennzahlen werden durch das Accounting ermittelt und bereitgestellt. Der Thomas Cook Konzern verfolgt eine mittelfristige, strategische und finanzielle Planung. Ihr liegt ein jährlich rollierender Prozess mit Dreijahresplanung zu Grunde, der für das erste Jahr (Budgetjahr) eine Präzisierung auf Monats- bzw. Quartalsbasis enthält. Des Weiteren werden quartalsweise Forecasts für das laufende Geschäftsjahr vorgenommen. Unternehmensführung und -überwachung Die TC AG ist eine Gesellschaft deutschen Rechts, in der gemäß deutschem Aktienrecht und dem darin verankerten dualen Führungssystem Vorstand und Aufsichtsrat mit jeweils eigenen Kompetenzen das Unternehmen führen bzw. überwachen. Um ihren Aufgaben nachzukommen, arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat eng zusammen. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für die TC AG relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements. Es besteht ein Beherrschungsvertrag mit der Alleingesellschafterin TCG als herrschendem Unternehmen. Danach ist die TCG berechtigt dem Vorstand der TC AG hinsichtlich der Leitung der Gesellschaft Empfehlungen auszusprechen. Der Vorstand der TC AG ist verpflichtet, diesen Empfehlungen Folge zu leisten. 1.8. Umwelt- und Sozialengagement sowie Mitarbeiterbelange Umweltengagement Beim Hoteleinkauf wird vor allem auf die Einhaltung ökologischer Standards geachtet. Potentielle Partner, die einen Neubau planen, werden darauf hingewiesen, dass die Hotels unter ökologischen Gesichtspunkten und der Umgebung angepasst gebaut werden müssen. Konkret bedeutet dies den Einsatz von Solarenergie, energiesparenden Klimaanlagen, nachwachsenden Rohstoffen (keine Tropenhölzer aus Raubbau) und den Anschluss an die öffentlichen Zu- und Abwassersysteme. So stehen die Einkäufer und Agenten des Thomas Cook Konzerns beispielsweise in unserer mit Abstand größten Destination Spanien in ständigem Kontakt mit Architekten und Bauunternehmen, die sich auf umweltfreundliche Hotelbauten spezialisiert haben. Bei bereits bestehenden Anlagen wird bei Vertragsabschluss auf die Berücksichtigung von Umweltaspekten geachtet. Dazu zählen etwa Maßnahmen wie die Einschränkung von Verpackungen, ein gewissenhafter Umgang mit den Naturressourcen wie Wasser, die Einrichtung von Nichtraucherzonen sowie die Bevorzugung lokaler, saisontypischer Nahrungsmittel. Bei Neuverträgen gelten diese Punkte als Grundlage für eine mögliche Partnerschaft. In den meisten Zielgebieten der Mittelmeerregion gibt es inzwischen so genannte Ökosiegel, die von lokalen oder Bundesverbänden vergeben werden. So waren bei den Marken Neckermann Reisen, Thomas Cook Reisen und Öger Tours für den Sommer 2014 bereits mehr als 230 Hotels von Travelife, ein international anerkanntes Zertifizierungssystem, das die Nachhaltigkeit von Hotels auf der ganzen Welt überprüft und bewertet, zertifiziert. Für die Sommersaison 2015 konnte der Anteil der zertifizierten Häuser nochmals auf 254 Hotels gesteigert werden. Besonders in den Hotels der Marke Sentido achtet Thomas Cook auf die umfassende Umsetzung des Nachhaltigkeitsanspruchs. Gesetztes Sentido-Ziel ist es, dass alle Hotels eine Travelife-Auszeichnung erhalten - momentan trägt bereits über ein Drittel der Hotels das Travelife-Siegel. Thomas Cook ist Mitglied in der Nachhaltigkeitsinitiative Futouris e.V., die weltweit gemeinnützige Projekte in den drei Bereichen soziokulturelle Verantwortung, Umwelt- & Klimaschutz und Erhalt der biologischen Vielfalt fördert. Nachdem in den vergangenen Jahren bereits Projekte in Kuba und in Kambodscha unterstützt wurden, hat Thomas Cook im März 2014 das neue Futouris-Projekt "Wertvolles Wasser" auf Rhodos gestartet. Ziel des Projektes ist es, durch den Aufbau eines optimierten Wassermanagements den Wasserverbrauch in unseren Konzepthotels sowie den wichtigsten Partnerhotels nachhaltig zu reduzieren. Der Thomas Cook Konzern hat weiterhin den globalen Ethikkodex für den Tourismus der Welttourismusorganisation (UNWTO) unterzeichnet. Der Kodex besteht aus zehn Grund-sätzen, die Handlungsempfehlungen für ein respekt- und verantwortungsvolles Verhalten gegenüber den eigenen Mitarbeitern, den Menschen in den Gastländern sowie gegenüber Natur- und Kulturerbe beinhalten. Die TC AG engagiert sich aktiv für den Umweltschutz am Unternehmensstandort in Oberursel. Im Rahmen des Umwelt-Kooperationsprojekts ÖKOPROFIT Hochtaunus mit der Stadt Oberursel und der Beratungsgesellschaft Arqum wurden verschiedene Energie- und Umweltschutzmaßnahmen erarbeitet und umgesetzt. So tragen beispielsweise die effizientere Beleuchtung des Hauses und die Installation von Bewegungsmeldern zu Energieeinsparungen bei. Daher ist die TC AG seit 2012 "ausgezeichneter Ökoprofit-Hochtaunus-Betrieb 2011/2012". Über die Ökoprofit-Maßnahmen hinaus werden am gesamten Standort ausschließlich Recycling-Papier für alle Drucker und Kopierer sowie umweltfreundliche Büromaterialien eingekauft. Zudem bezieht die TC AG am Standort Oberursel seit 2013 nur noch reinen Ökostrom, um so den CO 2-Ausstoß des Unternehmens und damit die Belastung der Umwelt zu senken. Die Umstellung weiterer deutscher Unternehmensstandorte auf Ökostrom erfolgte schrittweise bis 2015. Obwohl der Anteil des gesamten weltweiten Luftverkehrs nur 3 Prozent an der Emission von CO 2 beträgt, sieht sich Condor - gemeinsam mit der gesamten Luftverkehrsbranche - in der Verantwortung, den Ausstoß von Treibhausgasen zu begrenzen. Zusammen mit den Branchenverbänden setzt Condor auf ein integriertes Gesamtkonzept. Wesentliche Bestandteile sind technischer Fortschritt (unter anderem Einbau von Winglets), Infrastrukturverbesserungen, operative Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sowie ergänzende ökonomische Instrumente und Incentivierungen. Mit Maßnahmen wie beispielsweise einer Verbesserung des Flugsicherungsmanagements ("Single European Sky") lassen sich CO 2-Emissionen schnell und effizient reduzieren. Seit dem 1. Januar 2012 nimmt Condor zudem am europaweiten Emissionshandel teil, der von der Europäischen Union verpflichtend für alle Flüge von und nach Europa eingeführt wurde. Das Corporate Social Responsibility Programm der Condor - "ConTribute" - fokussiert auf vier Schwerpunktthemen: Kinder/Jugendliche, kulturelle Integration, nachhaltiges Reisen und Hilfe bei Naturkatastrophen. Bei der Projektauswahl sollen primär Aktivitäten aus den deutschen Kernmärkten der Condor berücksichtigt werden, vor allem dem Rhein-Main-Gebiet. Darüber hinaus unterstützt Condor Projekte und Initiativen in den Zielgebieten. Die Entscheidung über eine mögliche Unterstützung wird von einem ConTribute-Team getroffen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden neben Schulbildungs- und Waisenhausprojekten in Kenia insbesondere medizinische Hilfe in Tansania sowie ein Kinderdorf in Brasilien unterstützt. In diesen Projekten hilft Condor neben dem engagierten Einsatz von Mitarbeitern vor Ort durch logistische Hilfeleistungen wie der Beförderung von großen Mengen an Freigepäck, der Ausgabe von ermäßigten Tickets oder der Beförderung von sperrigem Equipment für den Einsatz vor Ort. Soziales Engagement Thomas Cook engagiert sich auch im sozialen Bereich. So unterstützt der Konzern in Deutschland den Verein "Kinder in Not e.V.". Dabei handelt es sich um eine Privatinitiative von Mitarbeitern des Unternehmens, die sich in ihrer Freizeit und ihrem Urlaub seit mehr als 35 Jahren um ca. 400 tibetische Flüchtlingskinder und Kinder aus bedürftigen nepalesischen Familien in der Nähe von Katmandu kümmern. Der Verein ermöglicht die Schulausbildung und sorgt für die medizinische Betreuung. Finanziert wird das Engagement durch Patenschaften, die Mitarbeiter des Thomas Cook Konzerns und deren Familien und Freunde übernommen haben, monatliche Spendenbeiträge der Mitarbeiter sowie durch Erlöse aus verschiedenen Sonderaktionen. Die TC AG unterstützt die Ziele von ECPAT, einem internationalen Bündnis gegen die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus (End Child Prostitution, Child Pornography and Trafficking of Children for Sexual Purposes). Zudem ist die Thomas Cook Group Unterzeichner von "The Code", dem Kinderschutzkodex der internationalen Reisebranche. Kinderprostitution ist ein Verbrechen und wird weltweit strafrechtlich verfolgt. Auch im Heimatland, selbst wenn die Tat im Ausland begangen wurde. Dass viele Kinder zur Prostitution gezwungen und auch Touristen angeboten werden, liegt an der bitteren Armut einzelner Länder aber auch an skrupellosen Geschäftemachern. Zur Vermeidung setzt Thomas Cook gemeinsam mit ECPAT Maßnahmen zur Aufklärung und Sensibilisierung um. Zudem hat Thomas Cook im Norden Sri Lankas den Bau von zwei Schulen durch die Welthungerhilfe finanziert, da im Bürgerkrieg die vorhandenen Schulen zerstört wurden. Die Schulen wurden in 2013 und 2014 eröffnet und schaffen für 500 Kinder ein angenehmes Lernumfeld und weitere Perspektiven für die Zukunft. Eine erneute Kooperation mit der Welthungerhilfe für einen Schulwiederaufbau nach dem großen Erdbeben in Nepal ist bereits in Planung. Weiterhin unterstützt Thomas Cook örtliche Betriebe und Einheimische in Urlaubsländern über das Local Label Ausflugs- und Rundreiseprogramm. Die Ausflüge, die seit Sommer 2013 mit dem Local Label gekennzeichnet sind, fördern einheimische Traditionen und deren Kultur in besonderem Maße. Das Logo steht zudem für die Unterstützung von Betrieben und Einrichtungen, die einen besonderen Wert auf lokale Produkte legen und ihren Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit der Urlaubsdestination und ihren Ressourcen leisten. Geeignete Ausflüge werden nach Prüfung mit dem Thomas Cook eigenen Local Label gekennzeichnet und besonders empfohlen. Im Programm Fernreisen 2015 ist die erste Rundreise mit dem Label buchbar, weitere sollen folgen. Am Standort Oberursel hat sich die TC AG auch an Weihnachten 2014 wieder sozial engagiert und die Aktion "Schenken Sie Zeit und ein Tannenbäumchen" fortgesetzt. In enger Zusammenarbeit mit dem Caritasverband für den Hochtaunuskreis e.V. wurden wieder alleinstehende Senioren besucht und ihnen mit einem Tannenbäumchen eine Freude bereitet. Aufgrund der positiven Rückmeldungen und schönen Erfahrungen wurde die Aktion dieses Jahr zum ersten Mal in ähnlicher Form auch an Ostern wiederholt und unterstützt. Darüber hinaus werden die Kontakte mittlerweile auch unterjährig mit hohem persönlichen Engagement weitergepflegt -zur Freude aller Beteiligten. Mitarbeiterbelange Die TC AG - als integraler Bestandteil des Thomas Cook Konzerns - sowie alle ihre Mitarbeiter richten ihr Handeln an der Vision des Konzerns aus: "To be the world's best loved holiday company, delighting our customers, staff and shareholders". Im Bewusstsein, verantwortlich für die schönsten Tage unserer Kunden zu sein, unternehmen wir alle Anstrengungen für ein optimales Urlaubserlebnis unserer Kunden. Diese Vision wird durch fünf Unternehmenswerte näher konkretisiert, die die Leitlinien für die tägliche Arbeit bilden:
Diese Unternehmenswerte wurden im Jahr 2013 vor dem Hintergrund der strategischen Neuausrichtung neu definiert. Sie wurden von den Top 100 Führungskräften, dem Thomas Cook Leadership Council/Thomas Cook Group formuliert und durchgängig im Unternehmen kommuniziert. Seitdem sind sie Bestandteile der täglichen Prozesse, der Geschäftsführungsvorlagen, der Mitarbeitergespräche und Leistungsbeurteilungen sowie der Auswahl von neuen Kollegen. Sie sollen den Mitarbeitern auf diese Weise Orientierungspunkt und Richtlinie für das Arbeiten bei Thomas Cook sein. Zur Bewertung der Mitarbeiterzufriedenheit wurde im September 2015 erneut eine konzernweite Mitarbeiterumfrage durchgeführt. Die Fragen sind konzernweit einheitlich, so dass segmentübergreifende Vergleiche sowie das Erkennen von "Best Practices" ermöglicht werden. Die Beteiligungsquote dieser Online-Befragung für das Segment Zentraleuropa steigerte sich nochmal gegenüber dem Vorjahr auf 78 Prozent. Bei der Condor sank die Beteiligung von 67 Prozent im Vorjahr auf 56 Prozent. Der Gesamtzufriedenheitsindex (Core-Index) des Segments Zentraleuropa ist von 71 Prozent im Vorjahr auf 74 Prozent gestiegen, der der Condor von 61 Prozent im Vorjahr auf 64 Prozent. Die Ergebnisse wurden im November veröffentlicht und werden bis Januar 2016 im Detail analysiert sowie mit den Teams aufgearbeitet, diskutiert und Handlungsfelder abgeleitet. Um die Mitarbeiter bestmöglich entwickeln und einsetzen zu können, ist ein online Mitarbeiterbeurteilungs-Tool - MyPAD (Management Perfomance Development) - im Einsatz. MyPAD stellt eine zeitgemäße Möglichkeit zur Erfassung und Bewertung von Leistungen, Zielerreichungen und damit zur Potentialdiagnose sowie zu einer leistungsgerechten Entlohnung dar. Des Weiteren werden über MyPAD die Entwicklungsziele aller Mitarbeiter sowie die individuelle Weiterentwicklungsplanung dokumentiert. In dem Bestreben, dass Mitarbeiter der Thomas Cook Group im Rahmen ihrer Mitarbeitergespräche wertvolle und individuelle Entwicklungspläne erhalten, wurde die Führungskultur bei Thomas Cook weiterentwickelt, indem alle Führungskräfte in Grundlagen des Coachings geschult wurden. Hierfür wurden gruppenweit Workshops mit allen Führungskräften zum Thema "Leaders as a Coach" durchgeführt. Thomas Cook ist bewusst, dass Führungskräfte, die ihr Führungshandwerk beherrschen, ein zentrales Element für den Unternehmenserfolg sind. Daher nahmen auch im Berichtsjahr gruppenweit eine Reihe von oberen Führungskräften am Executive Development Programm teil. Im Rahmen dieses Programms erhalten die Führungskräfte eine Standortbestimmung orientiert an den konzernweiten Leadership Behaviours und ausgehend von den Ergebnissen individuell angepasste weiterführende Entwicklungsmaßnahmen. Um Talente gruppenweit sichtbar zu machen und eine stringente Nachfolgeplanung auch segmentübergreifend zu ermöglichen, wurde das gruppenweite Talentmanagement überarbeitet und vereinheitlicht. Talente sollen in der Thomas Cook Group bestmöglich gefördert und in ihrer Weiterentwicklung unterstützt werden. Hierfür wurde auch im Berichtsjahr erneut das gruppenweite Talentprogramm "Navigator" durchgeführt. Thomas Cook investiert seit fast 40 Jahren in die Ausbildung von Nachwuchskräften. 2015 gab Thomas Cook 120 Studenten die Möglichkeit, ein Praktikum im Rahmen des Hochschulpraktikantenprogrammes "Talent Circle" zu absolvieren. Für duale Ausbildungsberufe und Studiengänge für den Standort Oberursel und die konzerneigenen Reisebüros konnten im Berichtsjahr 26 Auszubildende eingestellt werden, die innerhalb von 3 Jahren einen Bachelorgrad oder einen IHK Abschluss erreichen werden. Insgesamt bietet Thomas Cook damit 80 Auszubildenden in 3 Ausbildungsjahren den Einstieg ins Berufsleben. Von den rund 200 Praktikanten und Auszubildenden werden viele nach Abschluss der Ausbildung in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen, bei den dualen Ausbildungsberufen beträgt die Übernahmequote fast 70 Prozent. Beide Programme sind daher ein wichtiger Beitrag zur Zukunftssicherung von Thomas Cook. 2. Darstellung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der TC AGDas Jahresergebnis der TC AG ist im Wesentlichen durch den hohen Ertrag aus der Gewinnabführung der Thomas Cook Touristik GmbH (TCT) positiv beeinflusst. Die Vermögens- und Finanzlage ist weiterhin als geordnet anzusehen. 2.1. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich zum 30. September 2015 gegenüber dem Vorjahr um 178 Mio. EUR oder 5 Prozent verringert. Das Eigenkapital der TC AG beträgt zum 30. September 2015 850,8 Mio. EUR (Vorjahr 736,4 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote ist aufgrund des gestiegenen Eigenkapitals und bei leicht rückläufiger Bilanzsumme mit 25,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (20,6 Prozent). Das Anlagevermögen hat sich um 62,6 Mio. EUR auf 2.520,6 Mio. EUR erhöht. Dabei sind die Finanzanlagen im Wesentlichen durch Zugänge in den Ausleihungen an verbundene Unternehmen vermindert um die Tilgungen von Ausleihungen um 63,0 Mio. EUR gestiegen. Gegenläufig hat sich das Sachanlagevermögen um 0,5 Mio. EUR vermindert. Das Umlaufvermögen ist hauptsächlich aufgrund niedrigerer Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 241 Mio. EUR gesunken. Ursächlich dafür sind überwiegend gesunkene Darlehensforderungen gegen die Thomas Cook Group Treasury Ltd. (TCGTL 570,2 Mio. EUR, Vorjahr 897,1 Mio. EUR). Gegenläufig haben sich die Zinsforderungen (17,4 Mio. EUR) gegen die Sandbrook Overseas Investment Ltd. (SOIL) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (75,1 Mio. EUR) erhöht. Der Anstieg bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen ist darauf zurückzuführen, dass die TC AG die Hotelverbindlichkeiten zentral für die Tour Operator reguliert. Das Aussetzen von drei regulären Zahlungsläufen hat zu einem entsprechenden Anstieg der Forderungen an verbundene Unternehmen sowie auch der externen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen geführt. Der Anstieg bei den Rückstellungen um insgesamt 11,4 Mio. EUR ist vor allem auf höhere Steuerrückstellungen um 10,0 Mio. EUR zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten haben sich um 303,8 Mio. EUR auf 2.454,8 Mio. EUR verringert. Dabei sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 415,8 Mio. EUR zurückgegangen, was auf gesunkene Darlehensverbindlichkeiten um 385 Mio. EUR zurückzuführen ist. Der Rückgang der Darlehensverbindlichkeiten lässt sich im Wesentlichen anhand einer Tilgung gegenüber Thomas Cook Airlines Belgium N.V. in Höhe von 108,9 Mio. EUR und gegenüber der Thomas Cook Belgium N.V. in Höhe von 240,0 Mio. EUR erklären. Dagegen sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten um 115,5 Mio. EUR gestiegen, was auf die nicht ausgeführten Zahlläufe an Hotels und Reisebüros im September zurückzuführen ist. 2.2. Finanzlage Die Finanzlage der TC AG wird durch die zentrale Steuerung der Konzernliquidität und der Konzernfinanzierungsstruktur bestimmt. Die Finanzierung erfolgt vorwiegend aus dem konzerninternen Cash Pool sowie aus konzerninternen Kreditbeziehungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum 30. September 2015 2.270,8 Mio. EUR gegenüber 2.686,6 Mio. EUR im Vorjahr, was zu einem prozentualen Anteil an der Bilanzsumme in Höhe von 66,9 Prozent (Vorjahr 75,2 Prozent) führt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (2.270,8 Mio. EUR) sind zu 100 Prozent (Vorjahr 91,9 Prozent) durch Ausleihungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen (2.276,4 Mio. EUR) gedeckt. Das Verhältnis kurzfristiger Aktiva zu kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen außerhalb des Verbundbereichs beträgt zum Bilanzstichtag unverändert 0,2. Unverändert besteht Haftung für die im Thomas Cook Konzern aufgenommenen Kredite und Anleiheemissionen von insgesamt 1.729 Mio. EUR per 30. September 2015 (Vorjahr 1.473 Mio. EUR). 2.3. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 21,5 Mio. EUR auf 73,8 Mio. EUR gesunken. Diesen Erlösen aus dem Online-Geschäft stehen um 19,4 Mio. EUR geringere Reisevorleistungen gegenüber; entsprechend hat sich die absolute Marge aus dem Internet-Geschäft damit um 2,0 Mio. EUR auf 7,4 Mio. EUR verringert. Der Personalaufwand ist aufgrund der gestiegenen Mitarbeiterzahl um 6,6 Mio. EUR auf 72,4 Mio. EUR angestiegen. Das Beteiligungsergebnis hat sich im Wesentlichen aufgrund des hohen TCT-Ergebnisses (115,0 Mio. EUR) um 124,9 Mio. EUR erhöht, was insbesondere auf den Gewinn der Condor (30,5 Mio. EUR gegenüber einem Verlust in Höhe von 47,4 Mio. EUR im Vorjahr) zurückzuführen ist sowie auf einen Abgangsgewinn bei der TCT aus dem Verkauf des Individual- und Städtereisegeschäftes an die TCI (24,6 Mio. EUR). Positiv entwickelte sich auch die TC Destinations GmbH, die einen um 12,3 Mio. EUR höheren Gewinn von 21,4 Mio. EUR erwirtschaftet hat. Hier wirkte sich der Abgangsgewinn aus dem Verkauf einer 25-prozentigen Beteiligung in Höhe von 15,1 Mio. EUR positiv aus. Insgesamt ergibt sich damit ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeitvor Steuern in Höhe von 127,9 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2014/15 nach 12,2 Mio. EUR im Vorjahr. Das negative außerordentliche Ergebnis aus der Zuführung zu Pensionsrückstellungen aus der BilMoG-Umstellung beträgt unverändert 0,2 Mio. EUR. Nach Abzug des Ertragssteueraufwands von 11,9 Mio. EUR weist die TC AG somit einen Jahresüberschuss von 115,7 Mio. EUR nach 1,3 Mio. EUR im Vorjahr aus. Als Steuerungskennzahl des Unternehmens wird das nach IFRS ermittelte EBIT vor Sondereffekten verwendet, welches sich im Geschäftsjahr 2014/15 auf 4,8 Mio. EUR (Vorjahr 0,4 Mio. EUR) beläuft. Der Anstieg in diesem Jahr resultiert unter anderem aus der Auflösung personalbezogener Rückstellungen in Höhe von 5,4 Mio. EUR. Das vergleichbare HGB-Ergebnis weist einen Verlust von 20,1 Mio. EUR (Vorjahr Verlust 9,3 Mio. EUR) auf, wobei der Unterschied zu IFRS zum einen auf 19,5 Mio. EUR (Vorjahr 8,4 Mio. EUR) Sondereffekte zurückzuführen ist, die sich im Wesentlichen aus Transformationskosten zusammensetzen. Weitere 3,3 Mio. EUR sind auf die unterschiedliche Bilanzierung der selbstgeschaffenen immateriellen Vermögenswerte zurückzuführen. Der im Vorjahr prognostizierte Rückgang des EBIT vor Sondereffekten (IFRS) im mittleren einstelligen Millionenbereich ist aufgrund der bereits genannten Auflösung von Personalrückstellungen nicht eingetroffen. 3. NachtragsberichtEreignisse nach dem Bilanzstichtag, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens gehabt hätten, haben nicht stattgefunden. 4. Chancen- und Risikobericht4.1 Allgemeines zum Chancen- und Risikomanagementsystem Beim Verfolgen seiner unternehmerischen Pläne und Zielsetzungen ist das Geschäft von Thomas Cook Risiken, Unsicherheiten, aber auch Chancen ausgesetzt. Die Thomas Cook Group hat aus diesem Grund ein Chancen- und Risikomanagementsystem etabliert, welches gruppenweit einheitlich angewendet wird. Dieses Chancen- und Risikomanagementsystem umfasst die Identifikation von Chancen und Risiken, die Etablierung eines internen Kontrollsystems, um die Risiken zu steuern sowie eine entsprechende Berichterstattung. Die TC AG ist in das Risiko-Monitoring der Thomas Cook Group eingebunden. Die Zielsetzung des Chancen- und Risikomanagementsystems der Thomas Cook Group geht über reine Compliance hinaus - vielmehr soll es einen Mehrwert und Wettbewerbsvorteil schaffen, indem Chancen optimiert und Risiken minimiert werden. Es dient v.a. dazu, den Fortbestand des Unternehmens und damit die Arbeitsplätze der Mitarbeiter und die Interessen aller weiteren Stakeholder langfristig zu sichern. Auf Gruppenebene ist die Risiko-Management Struktur wie folgt aufgebaut: Die Chancen und Risiken werden mittels eines Top-down/Bottom-up-Ansatzes identifiziert, bewertet und gesteuert. Um die Sichtweise der Segmente in die Chancen- und Risikobetrachtung einzubringen, werden quartalsweise Risikoeinschätzungen vorgenommen und in sogenannten Segment-Risk-Committees diskutiert und die Ergebnisse an die Risk Matters Group übermittelt (Bottom-up). Das Risk & Disclosure Committee überprüft das Chancen- und Risikoprofil der Gruppe fortlaufend und schlägt Strategien vor. Die Konzernführungsebene leistet hier ebenso ihren Beitrag wie eine zur Transformation ins Leben gerufene Expertengruppe (TMO). Das vom Tagesgeschäft unabhängige Audit Committee überwacht im Auftrag des Board of Directors die Wirksamkeit und Effektivität der internen Kontrollen (Top-down). Aus diesem Prozess wurde eine sogenannte "Heatmap" - hier für das Segment Kontinentaleuropa - abgeleitet, welchem die TC AG angehört. In Quadranten sind die Schlüsselrisiken mit Eintrittswahrscheinlichkeit und Ausmaß eingeordnet. Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch das Ausmaß lassen sich in die Stufen "hoch", "mittel" und "gering" einteilen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit bemisst sich nach der erwarteten Häufigkeit (bspw. ein Ereignis tritt nur alle 1 - 10 Jahre auf) und Wahrscheinlichkeit (zwischen 1 - 100 Prozent). Das Ausmaß bemisst sich einerseits nach der betragsmäßigen Höhe, aber auch nach dem Gewicht eines möglichen Reputationsschadens oder regulatorischen Risikos. Die Heatmap ist Basis für das Risikoregister, in welchem die Schlüsselrisiken sowohl brutto, als auch netto, sowie entsprechende Gegenmaßnahmen und eine Risikozahl, welche das Gesamtausmaß widerspiegelt, enthalten sind. Die Risiken auf der Heatmap unterteilen sich in die Kategorien Rechtsrisiken, Transformationsrisiken, finanzielle und operative Risiken. Die im Lagebericht dargestellten Risiken folgen einer Nettobetrachtung. 4.2 Chancenbericht Transformation Die bereits in den letzten Jahren begonnene Transformation der Thomas Cook Group wird auch in den nächsten Jahren unter dem Namen NUMO fortgesetzt werden, was einen positiven Effekt auf den deutschen Markt und somit die TC AG haben wird. Die Transformation berührt alle Bereiche des Unternehmens, unter anderem das Hotel und Airline Yield Management, die IT, Finanzen, Marketing und Personal. Dabei sollen durch die Bündelung von bisher dezentral organisierten Funktionen an einer Stelle im Konzern die Möglichkeiten geschaffen werden Kosten zu reduzieren, doppelte Tätigkeiten zu vermeiden, Synergien zu heben und effektiver zu arbeiten. Des Weiteren sollen Investitionen in die IT zur Standardisierung unserer Systeme beitragen und eine konsistente IT-Plattform schaffen, die es uns ermöglicht, die besten Preise und Yields in allen Märkten zu erzielen. Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch das Ausmaß werden als hoch beurteilt. Steigerung der Umsätze auf eigenen Websites Durch die Verbesserung und Vereinheitlichung der Thomas Cook-eigenen Websites sollen die Onlineumsätze gesteigert werden. Gleichzeitig vermindert dies die starke Abhängigkeit von externen Vertriebspartnern und wird entsprechend zu einer Reduzierung von Provisionen führen. Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch das Ausmaß werden als mittel beurteilt. Konzepthotels Mit der weiteren Expansion unserer Konzepthotels (unter anderem Sentido, Smartline, Sunconnect) bis 2018, die ein exklusives Produkt unseres Portfolios darstellen, sollen den Kunden Hotels mit sehr guter Qualität bzw. einem ausgezeichneten Preis-/Leistungsverhältnis angeboten werden, wobei durch Garantien und Deposits günstige Einkaufskonditionen und somit letztlich höhere Margen durchgesetzt werden sollen. Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch das Ausmaß werden als hoch beurteilt. Ausbau des Longtail-Geschäfts Mit dem konzernweiten Ausbau des Longtail-Geschäfts soll mittels einer einfachen und schnellen systembasierten Produktion ein breites Hotelangebot zur Verfügung stehen. Dies erfolgt durch die Anbindung von Hotelketten und Bettenbanken. In der Vergangenheit konzentrierte man sich hauptsächlich auf die "Top Seller" (Fattail), da mit einer geringeren Anzahl an Produkten ein hoher Umsatz erzielt wurde. Da das Hotelangebot im Gesamtmarkt jedoch viel größer ist, sollen mit neuer Technik auch die vielen Nischen des Longtails genutzt werden, die man bisher nicht im Angebot hatte. Dieses erweiterte Angebot an den Kunden führt zu höheren Erlösen. Eintrittswahrscheinlichkeit und Ausmaß werden hier als mittel beurteilt. Neue Markenstrategie Seit dem 1. Oktober 2015 tritt auch die Marke Neckermann unter dem Sunny Heart auf und fügt sich somit stärker in das Gesamtunternehmensbild der Thomas Cook Gruppe ein. Um überall wiedererkennbar zu sein, wird das Herz die Kunden unserer beiden Hauptmarken Thomas Cook und Neckermann auf ihrer kompletten Reise begleiten - bei der Buchung, an Bord der Flugzeuge, während des Aufenthalts und auf dem Weg nach Hause. Es wird ihre Auswahl erleichtern, indem es für Sicherheit und Flexibilität steht und sie daran erinnert, dass sie in guten Händen sind. Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit, dass unser neuer Markenauftritt verstärkt wahrgenommen wird, als auch das Ausmaß werden als mittel beurteilt. Stärkere Fokussierung auf kundenorientiertes Handeln Anfang 2014 wurde das "A Million Hearts" Programm als ein Handlungspunkt aus der Mitarbeiterbefragung 2013 abgeleitet. Der Schwerpunkt dieses Programms liegt daher auch in der Mitarbeitereinbindung und v.a. Kundenorientierung. Der Name "A Million Hearts" symbolisiert, dass alle Mitarbeiter der Thomas Cook Gruppe daran arbeiten sollen den Kunden noch stärker in den Mittelpunkt ihres Handelns zu stellen, um ihm ein optimales Reiseerlebnis bieten zu können. Dieses Programm wird nun unter dem Namen "Customer at our heart" weitergeführt. Es wurden im Detail vier Bereiche definiert, in welchen Thomas Cook nach Verbesserung streben möchte: Kundenerfahrung, Digitalisierung des Geschäfts, Verbesserung interner Prozesse und Führungskultur. Innerhalb eines jeden Bereichs gibt es Maßnahmen, die zur Erreichung der Ziele beitragen wie - in Bezug auf die Kundenorientierung - z.B. verstärkte Nutzung von Kundenzufriedenheitsumfragen, Investition einer Stunde pro Woche und Mitarbeiter auf dieses Thema, direkter Kundenkontakt aller Führungskräfte in Call Centern, Reisebüros etc. Diese Maßnahme wird als Chance gesehen, unsere Produkte stets auf die Bedürfnisse der Kunden zuzuschneiden und am Markt als innovatives und kundenorientiertes Unternehmen wahrgenommen zu werden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird hier als Mittel, das Ausmaß als hoch beurteilt. 4.3 Risikobericht Rechtsrisiko Das Management von Rechtsrisiken erfolgt durch die interne Rechtsabteilung. Die TC AG ist gegenwärtig an keinem Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, welches einen wesentlichen Einfluss auf die finanzielle Situation des Unternehmens haben könnte. Aktuelle Gesetzesinitiativen, die bei der EU anhängig sind bzw. dort beschlossen, aber deren Umsetzung in nationales Recht noch aussteht, können die Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Rechtsrisikos wird gegenwärtig als gering, das Ausmaß als mittel eingestuft. Transformationsrisiken Als börsennotiertes Unternehmen unterliegt Thomas Cook einem starken Druck, die an den Markt kommunizierten Zielsetzungen zu erreichen. Dabei konkurriert das Unternehmen auch mit inhabergeführten Veranstaltern, die in ihrer Preisgestaltung wesentlich flexibler sind bzw. geht die Tendenz dahin, dass immer mehr Hotels und Airlines über eigene Seiten an den Markt gehen, um ihr Produkt preisgünstig anbieten zu können (Direktvertrieb). Am Markt ist auch erkennbar, dass die gegenwärtigen Marktteilnehmer versuchen, im stagnierenden Pauschalreisemarkt Anteile von Wettbewerbern zu gewinnen und dies teilweise auch öffentlich kommuniziert. Dies führt zu erhöhtem Margendruck. Die Margen werden vom Produktmanagement täglich überprüft und mit historischen Daten vom Vorjahr bzw. Plandaten abgeglichen, um entsprechend margensensitive Hebel betätigen zu können. In Anbetracht der Konkurrenzsituation ist auch Kosteneffizienz unerlässlich. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie das Ausmaß des Risikos werden als hoch eingestuft. Geschäftsstrategische Entscheidungen zur Positionierung oder unerwartete Veränderungen der Markt- und Umweltbedingungen können sich negativ auf die Ertragslage auswirken - dieses Risiko wird als strategisches Risiko bezeichnet. In der jüngsten Vergangenheit ist die Tendenz erkennbar, dass neue Wettbewerber in den Markt drängen, welche ihre Stärken wie bspw. bestehende Infrastruktur und Kundenstamm ausnutzen, um ein für sie neues Geschäftsfeld zu erkunden. Zu nennen sind an dieser Stelle "google Hotelfinder" oder das Hotelangebot über "amazon" in den USA. Zur Steuerung dieses Risikos werden ausgewählte Steuerungskennzahlen und die Umsätze wöchentlich überwacht. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird hier als Mittel, das Ausmaß als hoch eingestuft. Beim Vertrieb seiner Produkte ist Thomas Cook von externen Partnern wie bspw. Franchise-Reisebüros oder nicht firmeneigenen Websites abhängig. Könnte die Zusammenarbeit künftig nicht wie geplant fortgeführt werden, bestünde ein Risiko bei der Erreichung der geplanten Umsatzziele. Im Rahmen der Transformation wurde als Steuerungskennzahl der Anteil des beeinflussbaren Vertriebs kommuniziert, welcher u.a. die Vertriebsanteile über die eigenen Webseiten oder eigenen Reisebüros umfasst. Unter dem Anteil wird in diesem Zusammenhang der Teil der abgereisten Gäste bzw. Umsätze verstanden, welche über Thomas Cook-eigene oder -nahe Vertriebswege generiert worden sind. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos wird als gering eingestuft, während das Ausmaß beim Wegfall wesentlicher Vertriebspartner als hoch zu beurteilen ist. Operative Risiken Da einige der wichtigen touristischen Zielgebiete in Regionen mit politisch und/oder religiös motiviertem Terror liegen, ist der Thomas Cook Konzern diesen Risiken ebenfalls ausgesetzt. Risiken mit vergleichbarer Auswirkung auf das touristische Geschäft sind Naturkatastrophen, Epidemien oder andere Ereignisse höherer Gewalt. Bedingt durch diese Risiken können die Gästezahlen in den betroffenen Destinationen zurückgehen. Außerdem haben die Risiken häufig auch höhere Kosten zur Folge - etwa wenn Urlauber aus Katastrophengebieten in ihre Heimatländer zurückgeholt werden müssen. In das Thomas Cook Geschäftsmodell ist ein gewisses Maß an Flexibilität eingebaut, welches es ermöglicht den Gästen im Katastrophenfall eine Ausweichdestination anzubieten. Die geopolitische und meteorologische Situation in den Zielmärkten wird zudem proaktiv überwacht. Die Eintrittswahrscheinlichkeit einer politischen oder Umweltkatastrophe wird als hoch eingeschätzt, das Schadensausmaß wird dagegen als mittel eingestuft. Prominente Beispiele im zu berichtenden Geschäftsjahr sind die Krisen in Tunesien, aufgrund der Ermordung von Touristen durch die islamistische Terrormiliz IS, sowie die Verunsicherung durch den im Geschäftsjahr zur Diskussion gestandenen Grexit. Vorkommnisse wie Unfälle in Zielgebietshotels, die zu Personenschäden führen, stellen weitere Risiken dar. Diese Risiken sind in einer Veranstalterhaftpflichtversicherung finanziell abgedeckt. Thomas Cook hat mit dem TÜV Süd eine Kooperation, um in Eigeninitiative Sicherheitsüberprüfungen vor Ort durchführen zu können und so in noch stärkerem Maße präventiv zu wirken. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Unfallrisikos wird als mittel eingestuft, das Schadensausmaß als gering. Weitere bedeutende Risiken liegen in der möglichen Unterauslastung vorhandener Flug- und Hotelkapazitäten. Die kontrahierten Hotelkapazitäten sind nach wie vor sehr flexibel. Dabei wurde die Vergabe von Deposits und Auslastungsgarantien erhöht, um insbesondere einen Ausbau von Exklusivitäten zu erreichen. Bei den Flugkapazitäten wurden durch eine veränderte Flugplanungs- und Einkaufsstrategie die Risikokapazitäten und somit das Auslastungsrisiko gegenüber dem Vorjahr reduziert. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als gering, das Ausmaß als hoch beurteilt. Dem bestehenden Risiko von Betriebsstörungen jedweder Art wird durch entsprechende Maßnahmen Rechnung getragen. Die identifizierten Schwachstellen bei den bereits existierenden Backup-Lösungen sind inzwischen vollständig beseitigt und es konnten mittlerweile auch für alle wesentlichen Systeme in den beiden Rechenzentren in Kelsterbach und Essen Backup-Systeme implementiert werden. Grundsätzlich besteht ein latentes Risiko von Systemausfällen, die sich negativ auf das operative Geschäft auswirken können. Dieses Risiko wird in einem Lenkungsausschuss, welchem auch Dr. Peter Fankhauser angehört, überwacht und gemanagt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird hier - ebenso wie das Schadensausmaß - als mittel eingestuft. Finanzielle Risiken Als international agierender Konzern ist Thomas Cook einer Fülle von Preisänderungsrisiken ausgesetzt, die einerseits aus den Währungs- und Zinsmärkten, andererseits aus der Entwicklung der Treibstoffkosten resultieren. Die finanziellen Auswirkungen dieser Risiken werden durch den Einsatz geeigneter Finanzinstrumente gemindert. Grundlage für das gesamte Risiko-Management von Thomas Cook in diesem Bereich sind zentrale Richtlinien, die den Umfang und die Kompetenzen zur Durchführung der erforderlichen Geschäfte festlegen. Bei Erstellung des Jahresabschlusses waren die Risiken aus Treibstoffkosten für den Winter 2015/16 und den Sommer 2016 im Airline Segment in Übereinstimmung mit der TC internen Hedging Richtlinie abgesichert. Beim Tour Operator lag die Absicherung sowohl für den Winter 2015/16 als auch für den Sommer 2016 innerhalb des geforderten Umfangs vor. Sämtliche Konzerngesellschaften der TC AG meldeten im abgelaufenen Geschäftsjahr monatlich ihren aktuellen und geplanten Bedarf an Fremdwährungen und gegebenenfalls Kerosin. Diese Informationen bilden die Grundlage für die Durchführung von Sicherungsgeschäften durch die Gruppe. Ausgehend vom Umfang gegenwärtiger und geplanter Grundgeschäfte werden diese durch Termingeschäfte, Swaps und Optionsgeschäfte bei Kreditinstituten gesichert. Die Kalkulationskurse für die Winter- und Sommersaison orientieren sich dabei an den Währungs- und Treibstoffsicherungen. Für nahezu sämtliche Konzerngesellschaften wird das Management der Währungs-, Zins- und Treibstoffpreisrisiken durch die TCGTL durchgeführt. Daneben existieren Devisenboards für die Condor und das kontinentaleuropäische Veranstaltergeschäft, die die Devisenplanung steuern und beobachten. Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit, als auch das Ausmaß dieses Risikos werden als mittel eingestuft. Bedingt durch das Buchungs- und damit Anzahlungsverhalten sind traditionell die Wintermonate durch eine niedrige Liquidität gekennzeichnet. Aus diesem Grund kommt dem Liquiditätsmanagement weiterhin eine starke Bedeutung zu. Die TC AG und ihre Gesellschaften sind in das Berichtswesen des kurz- und langfristigen Cashforecasts des Thomas Cook-Konzerns eingebunden, in dem die Liquiditätssituation überwacht und der zukünftige Liquiditätsbedarf prognostiziert wird. In diesem Zusammenhang werden regelmäßig Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Liquidität, insbesondere des Working Capitals diskutiert und umgesetzt. Der kurzfristige Cashforecast umfasst eine wochenweise Planung für die nächsten sechs Monate und wird rollierend erstellt. Der langfristige Cashforecast erfolgt im Rahmen der jährlichen Budgetplanung und umfasst die drei Folgejahre. Zwischen den Budgetplanungen erfolgen unterjährige Aktualisierungen in Form von Hochrechnungen. Die Werthaltigkeit der Ausleihungen an verbundene Unternehmen (zum Bilanzstichtag insgesamt 1.459,2 Mio. EUR) wird durch den Vorstand regelmäßig überprüft. Aufgrund der Einbindung in den Cash Pool der Thomas Cook Gruppe ist die TC AG dabei direkt von der Liquiditätssituation des Konzerns abhängig. Die Gesellschaft ist einem Kreditvertrag über einen maximalen Kreditrahmen von 800 Mio. GBP mit einer Laufzeit bis Mai 2019 sowie Anleihen in Höhe von 300 Mio. GBP, 400 Mio. EUR und 525 Mio. EUR der Thomas Cook Group plc (TCG) als Garantiegeber beigetreten. Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für die emittierten Anleihen (umgerechnet 1.331 Mio. EUR) sowie für alle Ziehungen unter dem Kreditvertrag. Zum Stichtag waren dies 0 Mio. GBP Barziehungen und 294 Mio. GBP Bürgschaften (398 Mio. EUR). Die Gesellschaft hat Garantien zur Rückabsicherung von an die TCG gewährten Sicherheiten gegenüber dem Sicherungsgeber AIG Europe Limited (AIG) übernommen. Die AIG stellt zweckgebundene Sicherheitsfazilitäten in einer Höhe von insgesamt maximal 26 Mio. GBP (aktuell mit 15,5 Mio. GBP in Anspruch genommen) der TCG und ihren Tochterunternehmen zur Verfügung, die zur Rückabsicherung der von der ABTA (Association of British Travel Agents), der CAI (irische Entsprechung der CAA) und der International Air Transport Association (IATA) gewährten Bürgschaften eingesetzt werden. Diese sind zur Sicherstellung der geschäftlichen Tätigkeit in UK und Irland erforderlich. Die kurzfristige Liquiditätshochrechnung der Gruppe sieht für die kommenden sechs Monate und auch für das nächste Geschäftsjahr einen ausreichenden finanziellen Headroom und die Einhaltung der Covenants der Kreditvereinbarung vor. Auf Basis der neuen Finanzierungsstruktur, des deutlich erweiterten Kreditrahmens und der aktuell vorliegenden Prognoserechnungen der TCG erachtet die Geschäftsführung die zukünftige Zahlungsfähigkeit des Thomas Cook-Konzerns und damit auch der TC AG für sichergestellt und geht daher davon aus, dass die Gesellschaft aus den hingegebenen Garantien nicht in Anspruch genommen wird. Zusätzlich zu der Finanzierung des Geschäftsbetriebes besteht das gesetzliche Erfordernis der Absicherung der Kundenanzahlungen. Sofern diese Sicherung nicht erbracht werden könnte, wäre die Grundvoraussetzung für die Ausübung der Geschäftstätigkeit als Veranstalter nicht gegeben. Diese Absicherung liegt vor. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als gering, das Ausmaß als hoch beurteilt. Die internationale Ausrichtung des Tourismusgeschäftes bringt es mit sich, dass eine Vielzahl an Regelungen von nationalen und internationalen Finanzbehörden zu beachten sind. Es besteht das Risiko einer fehlenden Berücksichtigung von steuerrechtlichen Vorschriften, der unterschiedlichen Würdigung von Sachverhalten und Transaktionen oder Gesetzesänderungen mit rückwirkender Wirkung. In der Folge kann eine steuerliche Betriebsprüfung und sich daraus ergebende Prüfungsfeststellungen mit entsprechender Zinswirkung und Steuernachzahlungen zu einer Belastung führen. Aktuelles Beispiel ist die Diskussion um die gewerbesteuerliche Hinzurechnung des Reisevorleistungseinkaufs im Hotelbereich, wobei diese Vorschrift rückwirkend ab 2008 anzuwenden wäre. Die steuerrechtlichen Risiken werden regelmäßig durch die Steuerabteilung überprüft und bewertet. Risiken aus steuerlichen Betriebsprüfungen bei den deutschen Teilkonzerngesellschaften werden durch Rückstellungen im Jahresabschluss der Muttergesellschaft TC AG berücksichtigt. Vorsorgen nach der zurzeit besten Einschätzung und auf Basis der beendeten Betriebsprüfung für die Jahre 2006 bis 2008 sind bilanziell getroffen. Ein weiteres Thema für die TC AG sind die Beteiligungsbuchwerte im Jahresabschluss, die im Rahmen jährlicher Impairment-Berechnungen überprüft werden. Zum 30. September 2015 ergab sich kein Wertberichtigungsbedarf bei einer der Beteiligungen der TC AG. Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als auch das Ausmaß werden als gering bewertet. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand stellt keines der oben genannten Risiken eine Bestandsgefährdung der TC AG dar. 5. PrognoseberichtDie Chancen der künftigen Entwicklung der TC AG liegen vor allem in der Entwicklung ihrer Tochtergesellschaften, die von der weiteren Branchenentwicklung abhängt. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung geht in seiner Herbstprognose für das Jahr 2016 von einem Wachstum von 1,8 Prozent für die Gesamtwirtschaft aus. Für die Tourismusbranche wird ebenfalls mit einem Zuwachs gerechnet. Die Mittelfristplanung der TC AG sieht für die kommenden Jahre wie folgt aus: Für das nächste Geschäftsjahr rechnet der Vorstand in den Segmenten Kontinentaleuropa und Airlines Germany mit einem harten Preiswettbewerb und weiteren Auswirkungen durch die politischen Unruhen in wichtigen Zielgebieten. Um dem anhaltenden Wettbewerb entgegenzutreten und Thomas Cook zum beliebtesten und kundenorientiertesten Touristikunternehmen zu machen wird die neue gruppenweite Organisationsstruktur NUMO ab dem 1. Oktober 2015 in Kraft treten. Bestandteil des neuen Veranstaltermodells (NUMO) ist die optimale Auslastung eigener Flugzeuge und Hotels, die Optimierung des Produkt- und Yield-Managements durch Fokussierung auf differenzierte Produkte, die Optimierung des Omni-Channel-Vertriebs und der Kundenansprache sowie die Umsetzung der One-Tour-Operator-Strategie und der Marketing Intergration. Durch die Einführung von horizontalen Arbeitsweisen sollen Doppelarbeit reduziert und die Effizienz gesteigert werden. Durch die Einführung von NUMO wird es weitreichende Änderungen in der Organisationsstruktur von Thomas Cook und auch im Segment Kontinentaleuropa geben. Im Segment Kontinentaleuropa, insbesondere in Zentraleuropa mit dem Hauptabsatzmarkt Deutschland, wird neben dem klassischen Pauschalprodukt vermehrtes Augenmerk auf den steigenden Markt der dynamischen Paketierung gelegt, bei dem flexibel Produkte aus den am Markt befindlichen Hotel- und Flugangeboten beliebig miteinander kombiniert und an den Kunden verkauft werden können. Diesem stark durch Angebote und Verfügbarkeiten getriebenen Geschäftsfeld wird durch die Anbindung von Bettenbanken und dem dadurch günstigeren Hoteleinkauf Rechnung getragen. Parallel dazu ist ein Hauptpunkt für das profitable Wachstum die Einführung des NUMO. Hierdurch wird das Kerngeschäft mit differenzierten Produkten und Kundennähe noch stärker in den Fokus genommen. Die Strategie der Differenzierung wird mit den Projekten "Select Hotels" und den Hotels mit eigener Marke, dem Ausbau von Exklusivitäten, Special Interest Produkten sowie zielgruppenorientierten Angeboten, verfolgt. Abgerundet werden die Maßnahmen durch eine verbesserte Angebotsübermittlung in die Vertriebsoberflächen und eine umfassende Vertriebsstrategie, die einen Mix aus kontrolliertem Online- und stationärem Vertrieb vorsieht. Auch für die beiden kommenden Jahre geht die mittelfristige Planung für den Absatzmarkt Deutschland von steigenden Umsatzerlösen und Ergebnissen getrieben durch den Ausbau oben genannter Produkte sowie einer Steigerung des Geschäftsanteils kontrollierter Vertriebswege aus. Das europäische Konsumklima hat sich gegenüber den Vorjahren verbessert und befindet sich auf dem höchsten Wert seit 2008. Auch für das neue Geschäftsjahr wird eine zunehmende Verbesserung des Konsumklimas in den West-Märkten erwartet. Nur in Frankreich wird weiterhin mit einer sehr langsamen Erholung gerechnet. Basierend auf dieser positiven Entwicklung wird in dem dreijährigen Planungshorizont auch mit einem Anstieg der Gäste und der Umsatzerlöse in den West-Märkten gerechnet. Auch das Ergebnis soll sich im Rahmen der Mittelfristplanung positiv entwickeln. Die Geschäftsführung erwartet hier positive Effekte aus dem Effizienzsteigerungsprogramm NUMO insbesondere durch die Fokussierung auf differenzierte Produkte. Im neuen Geschäftsjahr wird Russland aus den Ostmärkten wieder ausgegliedert. Zukünftig wird das russische Management vom Segment Nordeuropa gesteuert. Die Ostmärkte werden somit nur noch aus den Ländern Polen, Ungarn und Tschechien bestehen. Das Konsumklima in Osteuropa ist deutlich vom Krieg in der Ukraine sowie durch die Auswirkungen der Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland beeinflusst. Trotz dieser herausfordernden Marktsituation wird auch in den Ost-Märkten ein Anstieg der Gäste und Umsätze in den nächsten drei Planjahren erwartet. Im Subsegment Horizontal wird bei der TCI trotz hohem Konkurrenzdruck eine Gäste - und Umsatzsteigerung erwartet. Insgesamt plant das Segment Kontinentaleuropa einen Gäste- und Umsatzanstieg im oberen einstelligen Prozentbereich, der verbunden mit moderaten Margenverbesserungen zu einer deutlichen Verbesserung des EBIT vor Sondereffekten nach IFRS führen soll. Die Geschäftsführung des Segments Airline Germany (Condor) erwartet wiederum ein herausforderndes kommendes Geschäftsjahr: Die Folgen des sich ausbreitenden Terrorismus des IS könnten nachfragedämpfend wirken. Im Gegenzug führt der Ölpreisverfall der letzten Wochen zu rückläufigen Fuelkosten, deren Ergebniswirkung aber entscheidend davon abhängt, wie der Wettbewerb die Kostenreduktion an die Märkte weitergibt. Aus der Hedge-Situation können sich durchaus auch Risiken ergeben. Kostensteigerungen ergeben sich zudem aus der zunehmenden Schwäche in den Bereichen Maintenance und Landing. Darüber hinaus wird auch das kommende Jahr im Zeichen signifikanter Überkapazitäten im Kurz-/Mittelstreckenmarkt stehen, die durch das weitere Wachstum der Low Cost Carrier verursacht werden. Diese Überkapazitäten werden weiterhin Druck auf Preise und Margen ausüben. Zusätzlich bietet Lufthansa ab November 2015 touristische Langstreckenflüge an, die auf einigen Strecken in direkter Konkurrenz zur Condor stehen und auf diesen Strecken ebenfalls Druck auf Preise und Ladefaktoren ausüben. Als Gegenläufer erwartet die Geschäftsführung positive Effekte aus dem neuen Ergebnisverbesserungsprogramm NUMO und einer weiter zunehmenden Integration des Managements der Thomas Cook Group Airlines. Zudem wird die geplante Auswirkung der Ancillary Revenues positive Effekte mit sich bringen. Schließlich wird auch das Flottenwachstum auf der Langstrecke positiv auf das Ergebnis wirken. Vor diesem Hintergrund geht die Geschäftsführung zum jetzigen Zeitpunkt von einem wiederum schwierigen Geschäftsjahr 2015/16 aus. Leicht sinkende Umsatzerlöse werden sich leicht schmälernd auf das betriebliche Ergebnis auswirken, was analog zum Geschäftsjahr 2014/15 wiederum zu einer Ergebnisabführung führen wird. Bei der TC AG wird erwartet, dass die mit der Ausübung der Konzernfunktionen und Funktionen für Kontinentaleuropa und Airlines Germany verbundenen Kosten überwiegend durch Kostenweiterbelastungen gedeckt werden können. Es wird ein Rückgang des EBIT vor Sondereffekten im kleinen bis mittleren einstelligen Millionenbereich erwartet, da im Geschäftsjahr ein Einmaleffekt das Ergebnis positiv beeinflusst hat.
Oberursel (Taunus), den 14. Dezember 2015 Der Vorstand Zukunftsbezogene Aussagen Dieser Lagebericht enthält Aussagen und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Thomas Cook AG oder einzelner Tochtergesellschaften beziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zu Grunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, so können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Bilanz zum 30. September 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015Allgemeine ErläuterungenDer Jahresabschluss der Thomas Cook Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25. Mai 2009 sowie unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Thomas Cook AG ist zum Bilanzstichtag 30. September 2015 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. In der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung sind einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst; diese Posten werden mit den erforderlichen Erläuterungen im Anhang und Anlagespiegel gesondert ausgewiesen. Auf die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Um die Aussagefähigkeit des Abschlusses zu erhöhen, wurde die gesetzliche Bezeichnung "Materialaufwand" entsprechend dem wesentlichen Posteninhalt in die Bezeichnung "Aufwendungen für touristische Leistungen" umbenannt. Die sonstigen Steuern werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gesondert erfasst, da es sich um Betriebssteuern handelt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. Bilanzierung und BewertungBei den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich überwiegend um Software. Sie werden mit den Anschaffungskosten angesetzt; in Nutzung befindliche Software wird planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Geringwertige Anlagegüter gem. § 6 Abs. 2 EStG werden seit dem 1. Januar 2008 bis netto 150,- EUR im Zugangsjahr voll und über netto 150,- EUR bis netto 1.000,-EUR über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben. Für diese Wirtschaftsgüter wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet, der über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst wird; scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:
Ist den Gegenständen des Anlagevermögens am Bilanzstichtag ein voraussichtlich dauerhaft niedrigerer Wert beizulegen, werden in Höhe der Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie die übrigen Finanzanlagen sind mit Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nominalwert, soweit unverzinslich, mit ihrem Barwert angesetzt. Dem Wertaufholungsgebot wird ggf. durch Zuschreibung Rechnung getragen, sofern die Gründe für die Abschreibungen wegfallen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Bei diesen Posten wird allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs angesetzt. Aufwendungen und Erträge werden zum Durchschnittskurs des Monats, bei Berücksichtigung von Devisensicherungen zum Sicherungskurs umgerechnet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bewertet. Guthaben in Fremdwährung werden zum Devisen-kassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beinhaltet den Überschussbetrag nach Saldierung der Pensionsrückstellungen und Altersversorgungsverpflichtungen mit dem jeweiligen Deckungsvermögen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Pensions-verpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Anwendung versicherungs-mathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 4,05 % p.a. auf Basis der 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Des Weiteren wurde eine unveränderte Gehaltssteigerung, eine Rentensteigerung von jährlich 1,25 % und Fluktuationsquoten zwischen 3,2 % und 24,8 % p.a. in Abhängigkeit vom Alter zugrunde gelegt. Rückdeckungsversicherungen werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) bewertet. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die Altersteilzeitrückstellungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Übersteigt der Wert des Deckungsvermögens die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Aufgrund des Wahlrechts gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurden im Geschäftsjahr 220 TEUR (1/15 des zum 1.10.2010 ermittelten Unterschiedsbetrags) zu den Pensionsrückstellungen zugeführt, die als außerordentlicher Aufwand erfasst wurden. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten für Geschäftsunterlagen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Archivierungskosten wurden eine durchschnittliche Restaufbewahrungsdauer von 5,5 Jahren und voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen von 2 % p.a. zugrunde gelegt. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet und werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von zwei Jahren ergibt. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 2,36 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2005G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Der bei der Ermittlung der Jubiläumsrückstellungen zu Grunde gelegte Rechnungszinsfuß beträgt 4,05 % p.a bei einem Gehaltstrend von 2,5 %. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-leasing wurden zum Barwert der Mindestleasingzahlungen unter Verwendung eines Zinssatzes von 2,64 % p.a. angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten bestehen in Höhe von Einnahmen, soweit sie auf künftige Perioden entfallen. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dabei werden bei der TC AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bzw. bei Personengesellschaften bestehen, an denen die TC AG als Gesellschafter beteiligt ist. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die TC AG als Organträgerin, d.h. auch tatsächlich und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig im Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Es bestehen aktive latente Steuern im Zusammenhang mit Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sowie im Zusammenhang mit steuerlichen Verlustvorträgen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes des steuerlichen Organkreises der TC AG von aktuell 29 %. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Erläuterungen zur Bilanz(1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens - aufgeschlüsselt nach Anlagepositionen - ist im Anlage-spiegel, der Bestandteil des Anhangs ist, dargestellt. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der Thomas Cook Aktiengesellschaft zum 30.09.2015 ist gemäß § 285 Abs. 11 HGB aus einer gesonderten Aufstellung zu entnehmen, die Bestandteil des Anhangs ist. Finanzanlagen Bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen hat es im Berichtsjahr Zugänge aufgrund neuer Darlehensverträge mit der TCGTL in Höhe von 65.884 TEUR sowie Tilgungen u.a. der Ausleihungen an die TCGTL in Höhe von 16.904 TEUR gegeben. Im Berichtsjahr wird unter den Finanzanlagen ein Aktivwert aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von 345 TEUR ausgewiesen, da dieser nicht die Voraussetzungen für Deckungsvermögen erfüllt und somit nicht mit den Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet werden darf. (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten neben den Forderungen aus dem Cash Pool, Darlehensforderungen und Zinsabgrenzungen in Höhe von 668.006 TEUR, Forderungen aus Ergebnisabführung von 21.433 TEUR sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (107.308 TEUR). Die Forderungen wurden mit Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 385 TEUR und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 37.331 TEUR saldiert. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich mit 26.761 TEUR (Vorjahr 12.577 TEUR) um debitorische Kreditoren. Darin enthalten sind außerdem Steuererstattungsansprüche von 4.009 TEUR (Vorjahr 3.272 TEUR). (3) Guthaben bei Kreditinstituten Die Guthaben bei Kreditinstituten beinhalten Bankguthaben (10.720 TEUR) sowie Sicherungseinlagen (5.312 TEUR). (4) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
(5) Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital beträgt 303.710.000,00 EUR und ist eingeteilt in 60.742.000 Inhaberaktien im Nennwert von je 5,00 EUR. (6) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt wie im Vorjahr 431.407 TEUR. (7) Bilanzgewinn Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 115.714 TEUR. In der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. März 2015 ist die Verwendung des Bilanzgewinns 2013/14 beschlossen worden. Danach soll der Bilanzgewinn in Höhe von 1.272 TEUR ausgeschüttet werden. Die Auszahlung ist am 14. September 2015 erfolgt. Der Bilanzgewinn zum 30. September 2015 beträgt 115.714 TEUR. (8) Rückstellungen Aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen zum 01.10.2010 (BilMoG-Eröffnungsbilanz) ergibt sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 30.09.2010 i.H.v. 3.300 TEUR; dieser wurde im Berichtsjahr mit 220 TEUR (1/15 nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB) den Rückstellungen zugeführt und als außerordentlicher Aufwand erfasst. Die verbleibende Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen zum 30.09.2015 beträgt somit 2.199 TEUR. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ist Deckungsvermögen, das dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dient, mit Pensionsverpflichtungen verrechnet worden. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte betragen 5.304 TEUR, der Zeitwert der Vermögenswerte beläuft sich auf 5.304 TEUR, dieser wird vollständig gegen den höheren Erfüllungsbetrag (20.482 TEUR) saldiert. Es ergibt sich unverändert kein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wurde anhand von Marktpreisen auf dem aktiven Markt bestimmt. Der Zinsaufwand aus der Pensionsverpflichtung beträgt 2.805 TEUR. Der Ertrag aus dem Deckungsvermögen beläuft sich auf 632 TEUR. Daraus ergibt sich in der Gewinn- und Verlustrechnung ein negatives Zinsergebnis von 2.173 TEUR. Darüber hinaus wird der reguläre Zuführungsbetrag zu den Pensionsrückstellungen im Personalaufwand ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen beinhalten primär Rückstellungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie für Risiken aus Betriebsprüfungen. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten unter anderem Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (7.186 TEUR), für Personalkosten (16.244 TEUR) sowie für sonstige Risiken (3.310 TEUR). Rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 503 TEUR. Davon entfallen 315 TEUR auf den Erfüllungsrückstand, welcher mit Deckungsvermögen in Form eines verpfändeten Wertpapierdepots (Zeitwert 335 TEUR) verrechnet wurde. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von 20 TEUR wird auf der Aktivseite ausgewiesen. Im Vorjahr ergab sich kein aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung. Der Zeitwert wurde anhand von Marktpreisen auf dem aktiven Markt zum Bilanzstichtag ermittelt. Die Anschaffungskosten betrugen 362 TEUR. Der Zinsaufwand aus der Altersteilzeitverpflichtung beträgt 20 TEUR; Zinserträge ergaben sich nicht. Darüber hinaus wird der reguläre Zuführungsbetrag zur Altersteilzeitrückstellung im Personalaufwand ausgewiesen. (9) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten neben den Cash Pool Verbindlichkeiten, Darlehensverbindlichkeiten und Zinsabgrenzungen in Höhe von 838.151 TEUR, Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung von 8 TEUR sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (26.318 TEUR). Die Verbindlichkeiten wurden mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (216.063 TEUR) saldiert. Die Darlehensverbindlichkeiten enthalten Fremdwährungsverbindlichkeiten in Höhe von 207.186 TUSD (185.328 TEUR). Diesen stehen Ausleihungen in gleicher Höhe und mit identischen Konditionen gegenüber. Es wurde eine Bewertungseinheit nach § 254 Satz 1 HGB gebildet. Für die Abbildung in der Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Einfrierungsmethode gewählt. Ertragswirksame Auswirkungen ergaben sich nicht, weil den Kursgewinnen aus der Umrechnung der Darlehensverbindlichkeiten am Bilanzstichtag Kursverluste aus der Umrechnung der Ausleihungen in gleicher Höhe gegenüberstehen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten zur Zahlung von Superprovisionen über 9.945 TEUR (Vorjahr 11.482 TEUR). Weiterhin sind Verbindlichkeiten aus der Ausgabe von Gutscheinen an Kunden (4.023 TEUR; Vorjahr 1.702 TEUR) enthalten. Aus Finanzierungsleasing bestehen Verbindlichkeiten mit einem Barwert von 104 TEUR (Vorjahr 437 TEUR). Mit Ausnahme der sonstigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (104 TEUR) sind alle aufgeführten Verbindlichkeiten unbesichert. Es sind außer den geleasten Sachanlagen, die im rechtlichen Eigentum des Leasinggebers stehen, keine Sicherheiten (Hypotheken, Verpfändungen, Abtretungen etc.) gewährt. (10) Passive Rechnungsabgrenzungsposten
(11) Haftungsverhältnisse
Bei den Verpflichtungen aus Bürgschaften handelt es sich um potentielle Ansprüche von Banken für von der Thomas Cook AG beauftragte Bankbürgschaften zugunsten verschiedener Gläubiger (Vermieter etc.) von Tochtergesellschaften der Thomas Cook AG. Die Gesellschaft ist einem Kreditvertrag über einen maximalen Kreditrahmen von 800 Mio. GBP sowie Anleihen in Höhe von 300 Mio. GBP, 400 Mio. EUR und 525 Mio. EUR der Thomas Cook Group plc. (TCG) als Garantiegeber beigetreten. Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für die emittierten Anleihen (umgerechnet 1.331 Mio. EUR) sowie für alle Ziehungen unter dem Kreditvertrag. Zum Stichtag waren dies 0 Mio. GBP Barziehungen und 294 Mio. GBP Bürgschaften (398 Mio. EUR). Die Gesellschaft hat Garantien zur Rückabsicherung von an die TCG gewährten Sicherheiten gegenüber dem Sicherungsgeber AIG Europe Limited (AIG) übernommen. Die AIG stellt zweckgebundene Sicherheitsfazilitäten in einer Höhe von insgesamt maximal 26 Mio. GBP (aktuell mit 15,5 Mio. GBP in Anspruch genommen) der TCG und ihren Tochterunternehmen zur Verfügung, die zur Rückabsicherung der von der ABTA (Association of British Travel Agents), der CAI (irische Entsprechung der CAA) und der International Air Transport Association (IATA) gewährten Bürgschaften eingesetzt werden. Diese sind zur Sicherstellung der geschäftlichen Tätigkeit in UK und Irland erforderlich. Für die zu Nominalwerten angeführten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Begünstigten nicht gerechnet wird. (12) Angaben nach § 285 Nr. 3a HGB (sonstige finanzielle Verpflichtungen) und nach § 285 Nr. 21 HGB (Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Bei Mietverpflichtungen und Dienstleistungsverträgen sind die Verpflichtungen bis zur frühesten Kündigungsmöglichkeit angegeben. Dem Risiko einer längerfristigen Vertragslaufzeit stehen Vorteile in Form höherer Planungs-sicherheiten sowie einer Minimierung der Kapitalbindung entgegen. Die übrigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten ausschließlich ein Bestellobligo. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Als nahe stehende Unternehmen sind ausschließlich 100-prozentige Tochterunternehmen der TCG Vertragspartner. Diese Beziehungen werden auf Konzernebene konsolidiert. Eine Angabe kann daher unterbleiben. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(13) Umsatzerlöse Die ausschließlich im Inland erzielten Umsatzerlöse betreffen Veranstaltererlöse aus dem Internet-geschäft in Höhe von netto 73.790 TEUR (Vorjahr 95.283 TEUR). (14) Sonstige betriebliche Erträge
Die übrigen periodenfremden Erträge resultieren im Wesentlichen aus Weiterbelastungen. (15) Aufwendungen für touristische Leistungen Die Aufwendungen für touristische Leistungen beinhalten die Reisevorleistungen aus dem Internet-geschäft von 66.359 TEUR (Vorjahr 85.808 TEUR). (16) Personalaufwand
Die Zahl der durchschnittlich bei der Thomas Cook AG beschäftigten Mitarbeiter (ohne Auszubildende) ist von 637 Vollzeitkräften (entspricht 691 Angestellten) auf 683 Vollzeitkräfte (entspricht 741 Angestellten) angestiegen. (17) Sonstige betriebliche Aufwendungen
(18) Beteiligungsergebnis
Die Erträge aus Gewinnabführung enthalten im Wesentlichen die Ergebnisse der Thomas Cook Destinations GmbH in Höhe von 21.397 TEUR (Vorjahr 9.057 TEUR), der ÖGER Tours GmbH mit 8.282 TEUR (Vorjahr 9.688 TEUR) sowie der TCT mit 114.987 TEUR (Vorjahr 355 TEUR). In den Aufwendungen aus Verlustübernahmen ist hauptsächlich das Ergebnis der Eurocenter Beteiligungs- und Reisevermittlung GmbH in Höhe von 37.331 TEUR (Vorjahr 37.555 TEUR) enthalten. (19) Zinsergebnis
Das Zinsergebnis enthält periodenfremde Zinserträge aus der Erstattung von Avalgebühren in Höhe von 169 TEUR. (20) Außerordentliches Ergebnis Das außerordentliche Ergebnis enthält den außerordentlichen Aufwand über 220 TEUR aus der Erhöhung der Pensionsrückstellung (1/15 nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB). (21) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Ertragsteuern in Höhe von 4.855 TEUR enthalten. Sonstige AngabenGesellschafter und Konzernzugehörigkeit Alleingesellschafterin der Thomas Cook Aktiengesellschaft ist die Thomas Cook Group plc., London (Großbritannien). Zwischen der Gesellschafterin und der Thomas Cook AG besteht seit dem 30. September 2008 ein im Handelsregister Bad Homburg v. d. Höhe (HRB 7265) eingetragener Beherrschungsvertrag. Das Bestehen der Mehrheitsbeteiligung der Thomas Cook Group plc. wurde der Thomas Cook AG gemäß § 20 Abs. 4 AktG mit Schreiben vom 20. Juni 2007 mitgeteilt und von dieser wie folgt im Bundesanzeiger vom 31. Dezember 2007 bekanntgemacht: "Die Thomas Cook Group plc. hat mit Anteilsübertragung von der Arcandor AG und der Karstadt Quelle Freizeit GmbH zum 19. Juni 2007 die von diesen Gesellschaften jeweils gehaltenen Anteile von 50 % übernommen. Die Thomas Cook Group plc. ist somit zu 100 % Anteilseignerin der Thomas Cook AG und damit Mehrheitsgesellschafterin gemäß § 16 AktG an der Thomas Cook AG." Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Thomas Cook Group plc., London (Großbritannien), zum 30. September 2015 einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen entsprechend den Vorschriften der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufstellt. Gemäß § 291 HGB wurde kein Teilkonzernabschluss erstellt. Der Konzernabschluss der Thomas Cook Group plc. wird beim Companies House in Großbritannien (www.companies-house.gov.uk) eingereicht werden und auch dort erhältlich sein. Die deutsche Übersetzung dieses Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt werden. Abschlussprüferhonorar Im Geschäftsjahr sind Abschlussprüfungsleistungen über 138 TEUR und sonstige Leistungen über 998 TEUR als Aufwendungen erfasst. Gesamtbezüge der Organmitglieder und der ehemaligen Organmitglieder Als Bezüge für die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden im Jahr 2014/15 8 TEUR gezahlt und 180 TEUR zurückgestellt. Ferner wurden Bezüge für das Vorjahr in Höhe von 172 TEUR im laufenden Jahr ausgezahlt (hierfür waren 200 TEUR zurückgestellt). Die Bezüge der im Geschäftsjahr aktiven Vorstandsmitglieder (ohne die Bezüge für die Tätigkeit bei der Muttergesellschaft oder bei Tochterunternehmen) belaufen sich für das Jahr 2014/15 auf 512 TEUR. Die Bezüge der ehemaligen Vorstandsmitglieder belaufen sich im Jahr 2014/15 auf 330 TEUR. Der gebildete Rückstellungsbetrag für Pensionen und unverfallbare Anwartschaften für ehemalige Vorstandsmitglieder beträgt zum 30. September 2015 7.119 TEUR. Organe der Thomas Cook Aktiengesellschaft Mitglieder des Aufsichtsrats Vertreter der Anteilseigner:
Vertreter der Arbeitnehmer:
Mitglieder des Vorstands
Oberursel, den 14. Dezember 2015 Der Vorstand Christoph Debus Ralf Teckentrup Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014/15Thomas Cook Aktiengesellschaft, Oberursel (Taunus)
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 30. September 2015Thomas Cook Aktiengesellschaft, Oberursel (Taunus)
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Thomas Cook Aktiengesellschaft, Oberursel (Taunus), für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 15. Dezember 2015 PricewaterhouseCoopers
Brigitte Dreßel, Wirtschaftsprüfer ppa. Georg Rogowski, Wirtschaftsprüfer AUFSICHTSRATSVORLAGE ANTRAG ZUR GENEHMIGUNG
Antrag Der Aufsichtsrat wird gebeten, den Bericht des Aufsichtrates zu billigen. Vorstand der Thomas Cook AG Bericht des AufsichtsratesIm abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der Aufsichtsrat in Wahrnehmung der ihm obliegenden Pflichten in vier Sitzungen sowie durch schriftliche Berichterstattung des Vorstandes über die beabsichtigte Geschäftspolitik und grundsätzliche Fragen künftiger Planungen, über die Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage sowie über die wesentlichen Geschäftsvorfälle der Gesellschaft unterrichten lassen. Themenschwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2014/15 betrafen erneut die Finanzierung der Thomas Cook Group plc, ferner die Kapitalerhöhung der TC Retail Belgien, den Verkauf der Hotelbeteiligung Hotelera Adeje SL (H 10) diverse kurzfristige Leases vor Flugzeugen durch Condor sowie die Refinanzierung der Gebäude in Oberursel. Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung überwacht. Er hat die bedeutsamen Geschäftsvorfälle geprüft und in seinen Sitzungen die Geschäftsentwicklung im Allgemeinen sowie wichtige Einzelvorgänge mit dem Vorstand eingehend beraten. Die zum Abschlussprüfer gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt, haben unter Einbeziehung der Buchführung den Jahresabschluss und den Lagebericht der Thomas Cook Aktiengesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die testierenden Wirtschaftsprüfer haben an der Aufsichtsratssitzung, in der über den Jahresabschluss befunden wurde, teilgenommen, über ihre Prüfung berichtet und Fragen beantwortet. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis zustimmend Kenntnis genommen. Er hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Thomas Cook AG geprüft. Einwendungen haben sich nicht ergeben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Die Hauptversammlung bestellte am 2. März 2015 als Anteilseignervertreter die Herren Dr. Peter Fankhauser, der zuvor sein Vorstandsmandat niedergelegt hatte, und Karl Schattmaier zu Mitgliedern des Aufsichtsrates als Nachfolger für die Ende 2014 aus dem Gremium ausgeschiedene Harriet Green sowie Herrn Debus. Er hatte sein Amt als Aufsichtsratsmitglied niedergelegt. In der Sitzung vom 3. März 2015 wählte der Aufsichtsrat Herrn Dr. Fankhauser zu seinem Vorsitzenden und bestellte Jean Christoph Debus zum Vorstandsvorsitzenden und Arbeitsdirektor der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Führungskräften sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den in einem erneut schwierigen Umfeld geleisteten engagierten Einsatz.
Oberursel, den 28. Januar 2016 Der Aufsichtsrat gez. Peter Fankhauser, Vorsitzender Niederschrift über die 85. Sitzung des Aufsichtsrates am 28.01.2016 in OberurselThomas Cook AGTEILNEHMER
Punkt 3.3 Beschlussfassung über die Billigung des Jahresabschlusses zum 30.09.2015Der Aufsichtsrat billigt einstimmig den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Thomas Cook AG zum 30. September 2015. Damit ist der Jahresabschluss gemäß § 172 AktG festgestellt. Punkt 3.4 Beschlussfassung über die Billigung des Vorschlags des Vorstands zur Verwendung des BilanzgewinnsDer Aufsichtsrat billigt einstimmig den Vorschlag des Vorstands, den im Jahresabschluss der Thomas Cook AG zum 30.09.2015 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 1.272.125,02 EUR vollständig auszuschütten. Punkt 3.5 Beschlussfassung über den Bericht des AufsichtsratesDer Bericht des Aufsichtsrates wird einstimmig verabschiedet. Punkt 3.6 Beschlussfassung über die Vorschläge des Aufsichtsrates zur Tagesordnung für die HauptversammlungDer Aufsichtsrat stimmt dem Entwurf der Tagesordnung der Hauptversammlung und den Beschlussvorschlägen einstimmig zu. Der Jahresabschluss zum 30. September 2015 wurde am 28. Januar 2016 festgestellt. |
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