Großhandel mit Schuhen
Conrad GmbH
Bahnhofstraße 20, 82377 Penzberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Janker seit 9.5.2016 | Geschäftsführer |
Johann Josef Conrad seit 16.11.2001 | Geschäftsführer |
Christina Linder seit 16.11.2001 | Geschäftsführer |
Klaus Linder seit 16.11.2001 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 36.00% | |
| 36.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Conrad GmbHPenzbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2023 bis zum 29.02.2024Bilanz zum 29. Februar 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024der Conrad GmbH, PenzbergI. Angaben zum Unternehmen Die Gesellschaft Conrad GmbH mit Sitz in Penzberg ist im Handelsregister des Amtsgerichts München mit der Nummer HRB 48584 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bleiben gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren planmäßig linear abgeschrieben. 2. Sachanlagen Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen werden entsprechend der festgelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer degressiv und linear über einen Zeitraum von drei bis 50 Jahren vorgenommen. Bei Sachanlagen, die degressiv abgeschrieben werden, erfolgt der Wechsel auf die lineare Methode zu dem Zeitpunkt, zu dem die linearen Abschreibungsbeträge die degressiven überschreiten. Die geringwertigen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 800,00 werden sofort in voller Höhe abgeschrieben. 3. Finanzanlagen Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. 4. Vorräte Die Bewertung der Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert für Kurs- und Preisrückgänge werden vorgenommen. Außerdem werden ausreichende Wertberichtigungen für schlecht gängige Artikel vorgenommen. Bei den Abwertungssätzen wurde im Vorjahr ein Angleich dieser an den Branchenverband vorgenommen, um ein verbessertes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erreichen. Zudem werden Abschläge für enthaltene Skonti und Boni vorgenommen. 5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nominalwerten aktiviert. Das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Darüber hinaus werden angemessene Einzelwertberichtigungen vorgenommen. 6. Liquide Mittel Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt. 7. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 8. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital laut Satzung sowie der Handelsregistereintragung und ist voll eingezahlt. 9. Pensionsrückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der Projected-Unit-Credit-Methode ("PUC") errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird ein Rechnungszins von 1,82 % (Vorjahr: 1,79 %) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde ein Rententrend von 2,00 % pro Jahr bei Zusageberechtigten, die den Bestimmungen des Betriebsrentengesetzes unterliegen, und 0,50 % bei beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführern herangezogen. Der Gehaltstrend sowie die Fluktuation wurden mit 0,00 % zugrunde gelegt. Zur Ermittlung des Wertansatzes wurde ein Gutachten eingeholt. Von dem Wahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB, den Anpassungsbetrag auf 15 Jahre zu verteilen, wurde kein Gebrauch gemacht. Aufgrund der Anwendung des 10-Jahres-Durchschnittssatzes gemäß § 253 Abs. 2 HGB für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 15 im Vergleich zum Rückstellungswert, der sich bei Anwendung des in der Vergangenheit anwendbaren 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,78 %; Vorjahr: 1,48 %) ergeben würde. Der oben genannte Betrag unterliegt grundsätzlich der Ausschüttungssperre. Die Verpflichtungen aus Pensionen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die an die Versorgungsberechtigten zur Sicherung der Pensionsansprüche verpfändet wurden. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Sie wurden deshalb gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB im Geschäftsjahr 2023/24 mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Die Verrechnung der Pensionsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen basiert auf folgenden Werten:
Aufgrund der im Geschäftsjahr erstmaligen Anwendung des Deckungskapitalverfahrens zur Berücksichtigung des IDW RH FAB 1.021 unter Wahl des Aktivprimats ergab sich ein Umstellungseffekt in Höhe von TEUR -282. Es wurden Zinserträge aus den Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 41 mit den Zinsen und sonstigen Aufwendungen verrechnet. 10. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. 11. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. 12. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Dabei werden Rentenverpflichtungen pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von vier Jahren (Vorjahr: fünf Jahren) ergibt. IV. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens nach den einzelnen Bilanzposten haben wir im Anlagenspiegel auf der letzten Seite des Anhangs dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Restlaufzeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beträgt wie im Vorjahr weniger als ein Jahr. 3. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt unverändert EUR 1.000.000,00. 4. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen enthalten im Wesentlichen die voraussichtliche und über die geleisteten Vorauszahlungen hinausgehende Steuerschuld für die Veranlagungszeiträume 2022 bis 2024. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen mit TEUR 483 Rückstellungen für Urlaub und Überstunden, mit TEUR 333 Rückstellungen für mögliche Gewährleistungsfälle, mit TEUR 325 Rückstellungen für die Betriebskosten der Gebäude, mit TEUR 197 Rückstellungen für Portokosten / Versand, mit TEUR 95 Rückstellungen für drohende Verluste aus Dauerbeschaffungsgeschäften, mit TEUR 83 Rücknahmeverpflichtungen, mit TEUR 51 Rückstellungen für die Katalogproduktion, mit TEUR 44 Rückstellungen für Beiträge zur Berufsgenossenschaft, mit TEUR 42 Rückstellungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen, mit TEUR 41 Weihnachtsgeld, mit TEUR 41 Rückstellungen für Jahresabschluss und Prüfung sowie mit TEUR 143 sonstige Rückstellungen. 6. Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten haben wir - gegliedert nach Restlaufzeiten - in nachstehender Tabelle dargestellt:
In den Wertpapieren des Anlagevermögens ist ein Bankkonto mit einem Nennwert von EUR 1.500.000,00 zur Sicherung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen an Dritte abgetreten. 7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB - gegliedert nach Fälligkeiten - setzen sich, unter Berücksichtigung der geplanten Kosten, zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
8. Latente Steuern Zum 29. Februar 2024 besteht wie im Vorjahr ein Saldo aus aktiven latenten Steuern, der gemäß dem Ansatzwahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB nicht aktiviert wurde. Die aktiven latenten Steuern sind mit dem unternehmensspezifischen Ertragsteuersatz von 27,50 % (Vorjahr: 27,50 %) bewertet und resultieren aus handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätzen bei folgenden Vermögensgegenständen und Schulden sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen:
V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 68.842 im Geschäftsjahr 2023/24 wurden nach § 285 Nr. 4 HGB folgendermaßen gegliedert:
VI. Sonstige Angaben 1. Abschlussprüferhonorar
2. Personal Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023/24 durchschnittlich 193 Mitarbeiter ohne die beiden Geschäftsführer und ohne die Auszubildenden, wobei es sich um durchschnittlich 166 festangestellte Mitarbeiter und 27 Aushilfen handelt. 3. Gesellschaftsorgane Zusammensetzung der Geschäftsführung:
Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9a HGB wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. VII. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, nach satzungsmäßiger Ausschüttung von 5 % des Jahresüberschusses an die Gesellschafter (EUR 275.242,97), den verbleibenden Jahresüberschuss in Höhe von EUR 5.229.616,37 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 39.280.288,30 auf neue Rechnung vorzutragen.
Penzberg, 29. Juli 2024 Hans Conrad Christina Linder Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024der Conrad GmbH, PenzbergA. Grundlagen des Unternehmens Die Conrad GmbH ist ein Sportartikelfachgeschäft mit Hauptsitz in Penzberg, Bahnhofstraße 20, und zwei weiteren unselbstständigen Verkaufsfilialen in Garmisch-Partenkirchen, Chamonixstraße 3 - 9, und in Wielenbach, Blumenstraße 35. Unsere Filialen sowie der E-Commerce Bereich werden von unserem zentralen Warenlager in Iffeldorf, Am Bahnhof 4, beliefert. Verwaltet wird das Unternehmen in Penzberg und in Garmisch-Partenkirchen. Neben den ortsansässigen Filialen betreibt die Gesellschaft einen Online-Shop (www.sport-conrad.com). Produktmäßig liegen die Schwerpunkte des Unternehmens im Outdoorbereich. Den Kunden wird ein breites Sortiment an Berg- und Kletterausrüstung, Textilien und Schuhen zum Laufen und Radfahren und auch Räder angeboten. Im Wintersportbereich liegt der Schwerpunkt auf dem Skifahren und bietet hier ein umfassendes Sortiment im Textil- und im Hardwarebereich für alle Varianten dieses Sports. Die Conrad GmbH ist ein familiengeführtes Unternehmen. B. Wirtschaftsbericht 1. Wirtschaftliche Entwicklung und Geschäftsverlauf Gemäß der Pressemitteilung Nr. 19 vom 15. Januar 2024 des statistischen Bundesamtes war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % niedriger im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt ging die Wirtschaftsleistung um 0,1 % zurück. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die fortwährend hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen sowie eine geringe Nachfrage aus In- und Ausland. Die Erholung seit dem Einbruch im Corona-Jahr 2020 hat sich somit nicht fortgesetzt. Im Bereich Handel war die Bruttowertschöpfung im abgelaufenen Jahr erneut rückläufig. Das gesamte E-Commerce Geschäft fiel damit wieder unter die 100 Milliarden Umsatzmarke. Gemäß dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) fiel der Umsatz mit Waren erstmals inflationsbereinigt zweistellig mit -11,8 % deutlich. Der bevh berichtet in seinem Branchenbarometer von starken Einbußen in allen Segmenten. Diese Entwicklungen spiegeln sich teilweise auch in den Umsatz- und Ergebniszahlen der Conrad GmbH wider. Ebenso führten die geringen Niederschläge im Winter 2023/24 dazu, dass die Nachfrage insbesondere im Bereich Skitouren und Langlauf erneut rückläufig war. Diese Sportarten waren jedoch auch Corona-bedingt die Gewinner in den Wintersaisons 2020/21 und 2021/22. Insgesamt konnten die Umsatzerlöse mit EUR 68,8 Mio. im Vergleich zum Vorjahr mit EUR 67,0 Mio. leicht gesteigert werden, was einer Veränderung von 2,8 % entspricht und unsere Prognose aus dem Vorjahr leicht übertrifft. Das Verhältnis von Online (ca. 64 %; Vorjahr: ca. 63 %) zu Stationär (ca. 36 %; Vorjahr: ca. 37 %) hat sich auf dem gleichen Niveau bewegt. Von den Umsätzen wurden 69,7 % im Inland erwirtschaftet, 23,4 % im EU-Ausland sowie 6,9 % im Drittland. Nach einem deutlichen Rückgang im Vorjahr konnte das Betriebsergebnis entgegen unserer Vorjahresprognose von EUR 6,1 Mio. auf EUR 7,1 Mio. gesteigert werden. Diese Entwicklung war aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht zu erwarten gewesen. Die Umsatzerlöse sind weiterhin die wichtigste Steuerungsgröße im Unternehmen. Daneben ist das Jahresergebnis der wichtige finanzielle Leistungsindikator. 2. Ertragslage Der Umsatz des Wirtschaftsjahres 2023/24 konnte gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2022/23 um TEUR 1.892 gesteigert werden bzw. erhöhte sich um 2,8 %. Der Anstieg der Umsätze war getrieben durch den Onlinehandel. Die Personalaufwendungen erhöhten sich insgesamt leicht um TEUR 72 im Vergleich zum Vorjahr. Hierbei erhöhten sich die Gehälter um TEUR 333 durch übliche Gehaltsanpassungen, während sich die Sozialabgaben um TEUR 261 reduzierten. Der Rückgang ist auf Anpassungen bei den Pensionsrückstellungen zurückzuführen. Das Jahresergebnis erhöhte sich um TEUR 518. Die Ertragslage wird in nachfolgender Tabelle dargestellt:
3. Finanzlage Die Finanzlage ergibt folgendes Bild:
Der Bestand der liquiden Mittel erhöhte sich von TEUR 17.002 auf TEUR 21.066 und hat einen Anteil von 34,4 % (Vorjahr: 31,4 %) an der Bilanzsumme. Die Gesellschaft hat sich in 2023/24 ausschließlich aus ihrem laufenden operativen Cashflow finanziert. 4. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr um TEUR 7.128 auf TEUR 61.215. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme entspricht 42,2 % (Vorjahr: 42,3 %). Hierbei stehen Neuinvestitionen in Höhe von TEUR 4.408 Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.425 gegenüber. Die Neuinvestitionen enthalten im Wesentlichen ein vollautomatisiertes Lager- und Kommissioniersystem. Der Bestand der Handelswaren erhöhte sich um den Betrag von TEUR 927 gegenüber dem Vorjahr und hat einen Anteil von 18,3 % (Vorjahr: 19,0 %) an der Bilanzsumme. Der Posten "Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände" nimmt einen Anteil von 4,6 % an der Bilanzsumme gegenüber 6,6 % im Vorjahr ein. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 4.209 (Vorjahr: TEUR 2.615). Veränderungen in diesem Posten beruhen im Wesentlichen auf der Stichtagsbezogenheit des Bilanzpostens. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich auf TEUR 2.782 im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 2.537 und betreffen im Wesentlichen Steuerzahlungen.
Das Eigenkapital hat sich durch Einstellung des Jahresüberschusses in den Gewinnvortrag erhöht, während sich die Eigenkapitalquote durch die Erhöhung der Bilanzsumme leicht reduziert hat. 5. Gesamtaussage Wir schätzen unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als sehr gut ein. Unsere Umsätze und Ergebnisse befinden sich in einem schwierigen Marktumfeld nach wie vor auf einem guten Niveau. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, unsere Lieferantenverbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen und nach Möglichkeit unter Abzug von Skonto zu bezahlen. Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind allesamt durch unsere liquiden Mittel gedeckt. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risiken Konjunkturelle Risiken Die deutsche Wirtschaft ist wie gelähmt. Sowohl bei den Unternehmen als auch den Haushalten ist die Stimmung schlecht und die Unsicherheit hoch. Belastend wirken die Kriege in der Ukraine sowie in Nahost, die sich jederzeit wieder auf die gesunkenen Erdgas- und Strompreise niederschlagen können. Ebenso haben die Lieferengpässe durch die Huthi-Angriffe im Roten Meer wieder zugenommen. Stützend für die Konjunktur ist lediglich der private Konsum. Die Inflationsraten sind seit einem Jahr deutlich rückgängig und erreichen derzeit mit 2,2 % den niedrigsten Wert seit Juni 2021. Gleichzeitig steigen die Einkommen, wodurch die Kaufkraft zurückgekehrt ist. Die Konsumenten sind jedoch zurückhaltend, was an der höchsten Sparquote seit zehn Jahren abzulesen ist. Dies zeigt sich auch in der jüngsten Konjunkturprognose des Münchner Ifo Instituts. So geht das Institut von einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung erst in der zweiten Jahreshälfte aus. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte preisbereinigt in diesem Jahr nur um 0,4 % im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Gesamtwirtschaftliche und unternehmerische Risiken Die letzten Umfragen des Handelsverbands Deutschland (HDE) gehen für das Gesamtjahr 2024 nominal von einem Umsatzwachstum von 3,5 % aus, welches real einem Plus von 1 % entspricht. Für den Konsum bleiben jedoch viele Risiken, wozu die Kriege in der Ukraine und in Nahost gehören sowie auch der sich verschärfende Arbeitskräftemangel. Greift man den Onlinehandel heraus, so sind hier keine großen Wachstumsimpulse zu erwarten. Auch hier erwartet der HDE real ein Plus von 1 % . Durch den riesigen Sprung während der Corona-Jahre ist und bleibt der Umsatz jedoch auf einem hohen Niveau. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) kommt zu einer ähnlichen Einschätzung für das Jahr 2024. Für den Onlinehandel wird mit einem leichten nominalen Wachstum von 2,0 % gerechnet. Diese Faktoren, wie auch die zunehmende Preistransparenz im E-Commerce, führen zu einem zunehmenden Preisdruck und bergen die Gefahr sinkender Margen bzw. bei der Sicherung der Rohertragsmargen zu einem stagnierenden oder möglichen Rückgang des Wachstums. Beschaffungsrisiken Es besteht grundsätzlich ein Risiko aus der Abhängigkeit von Leistungspartnern. Dieses Risiko besteht im Wesentlichen in einer Knappheit der angebotenen Handelswaren sowie durch kaum kalkulierbare Lieferzeiten. Chancen Die Conrad GmbH ist heute eine sehr gut positionierte Marke im Bereich Ski-, Outdoor- und Bergsport. Die Gesellschaft kann auf ein über 125-jähriges Bestehen zurückblicken. In all diesen Jahren waren wir bereits der ein oder anderen Krise bzw. schwierigen Situation ausgesetzt und sind mit neuen Ideen immer wieder gestärkt hervorgetreten. Unter anderem sind wir bereits 1999 in das Onlinegeschäft eingestiegen. Dieser Onlinehandel ist mittlerweile fester Bestandteil des Einzelhandels geworden und bietet für uns weiterhin gute Wachstumschancen. Gerade auch die Verzahnung dieser beiden Vertriebswege (online/stationär) bieten uns Chancen, indem die Produkte bspw. online ausgewählt und in der Filiale abgeholt werden oder auch die Filialverfügbarkeit im Onlineshop angezeigt wird. Durch Multichannel-Marketingstrategien können wir unsere Kunden noch besser und breiter ansprechen. Daneben stellen uns die derzeitigen globalen Krisen sowie die Klimakrise erneut vor große Herausforderungen, die uns die letzten Jahre dazu bewogen haben, unser "WIR DENKEN UM"-Label einzuführen. Dieses Umdenken bedeutet für uns, konventionelle Pfade zu verlassen und eine neue Route einzuschlagen. Aus Überzeugung, mehr für unsere Heimat und unsere Zukunft tun zu wollen, wurde eine Aufgabe, die uns stärker fordert je länger wir uns damit beschäftigen. Dies heißt für uns, dass wir jetzt handeln müssen, um den Klimawandel aufzuhalten, unsere (Berg-)Welt zu bewahren und weltweit die Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Hierfür brauchen wir überzeugte Menschen, die diese anspruchsvollere Tour freudig mitgehen: Unsere Geschäftspartner:innen, unsere Kund:innen und unsere Mitarbeiter:innen, mit denen wir zusammen umdenken - und jeden Tag gemeinsam einen Beitrag leisten. Das heißt für uns, dass wir uns immer wieder selbst überprüfen und hinterfragen. Mit unserem "WIR DENKEN UM"-Team holen wir Vorschläge und Ideen in den Alltag. Wir achten auf unseren Energieverbrauch, tüfteln an unserer Logistik, verwenden Recycling-Verpackungen, versenden klimaneutral, rüsten unsere Standorte mit moderner Heiz- und Energietechnik aus und stellen Prozesse immer wieder auf den ressourcenschonenden Prüfstand. Dies führt zu einem reduzierten Fußabdruck und bietet uns gleichzeitig die Chance, daran zu wachsen, unsere Prozesse zu optimieren und zu verbessern und nicht zuletzt für eine lebenswerte Zukunft einzutreten. Prognose Unsere Geschäftsentwicklung ist wesentlich vom weiteren Verlauf der Krisen, den Lieferengpässen und der geringeren Konsumfreude der Verbraucher abhängig. Gleichzeitig hat der Verbraucher in der Krise und der Folgezeit jedoch auch die Bereiche Naherholung und sportliche Betätigung mehr in den Vordergrund gestellt. Dies treibt wiederum unsere Themen Ski-, Outdoor- und Bergsport in den Vordergrund, sodass wir trotzdem davon ausgehen, dass wir unseren Vorjahresumsatz im Geschäftsjahr 2024/25 leicht übertreffen werden. Trotz des gestiegenen Margendrucks, den gestiegenen Personalkosten sowie den weiteren betrieblichen Aufwendungen gehen wir davon aus, dass wir ein Ergebnis leicht über Vorjahresniveau erreichen werden. Die dargestellten wirtschaftlichen Entwicklungen sind, hervorgerufen durch sich überlagernde Krisen, eine sehr große Herausforderung und eine Vorhersage birgt eine sehr hohe Schätzunsicherheit.
Penzberg, 29. Juli 2024 Hans Conrad Christina Linder Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Conrad GmbH, Penzberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Conrad GmbH, Penzberg, - bestehend aus der Bilanz zum 29. Februar 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Conrad GmbH, Penzberg, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29. Februar 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 29. Juli 2024 PSP
Peters Schönberger GmbH
Andreas Vogl, Wirtschaftsprüfer Verena Martin, Wirtschaftsprüferin Eine Verwendung des Bestätigungsvermerks außerhalb des Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. Angaben zur Feststellung und zur Ergebnisverwendung In der Gesellschafterversammlung vom 19. September 2024 wurde folgender Gesellschafterbeschluss gefasst:
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