Buderus - Schleiftechnik GmbH

Industriestraße 3, 35614 Aßlar, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wetzlar HRB 1156
Eingetragen
21.9.1989
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von Steinen, Beton und sonstigen mineralischen StoffenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Schleifmaschinen und anderen Werkzeugmaschinen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Neumeister
seit 13.11.2024
Geschäftsführer
Rolf Rickmeyer
seit 12.9.2023
Geschäftsführer
Ilona Schneider
seit 9.10.2015
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Buderus - Schleiftechnik GmbH

Aßlar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der BUDERUS Schleiftechnik GmbH, Aßlar für das Geschäftsjahr 2023 wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH- Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Soweit für Pflichtangaben Wahlrechte bestehen, die in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang darzustellen sind, werden diese aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang dargestellt.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

a) Going Concern Prämisse

Die Gesellschaft haftet als Sicherungsgeber (wir verweisen auf den Abschnitt Haftungsverhältnisse in diesem Anhang) für die Konzernfinanzierung der DVS-Gruppe gegenüber dem Bankenkonsortium. Ein vom Vorstand der DVS-Gruppe in Auftrag gegebenes Gutachten entsprechend den Vorgaben des IDW S6 bestätigt die Zukunftsfähigkeit und Sanierungsfähigkeit der DVS-Gruppe und das zugrundeliegende Turnaround Konzept. Sollten die der Planung des Gutachtens für die Sanierung der DVS-Gruppe zugrundeliegenden Annahmen nicht eintreten, besteht ein Risiko der Inanspruchnahme der gewährten Sicherheiten.

Auf Basis der Planungsrechnungen besteht für die DVS Gruppe insgesamt eine positive Fortbestehensprognose. Sollten die der Planung zugrundeliegenden Annahmen nicht eintreten oder eine Inanspruchnahme aus gewährten Sicherheiten eintreten, kann sich ein bestandsgefährdendes Risiko für die Gesellschaft ergeben.

Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt.

b) Bilanzierungswahlrechte

In Vorjahren wurden gemäß § 248 Abs. 2 S. 1 HGB Entwicklungskosten als selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände betreffen die Weiterentwicklung eines Maschinentyps.

Forschungskosten sind nicht angefallen. Im Berichtsjahr wurden keine Entwicklungskosten als selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert.

c) Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Transaktionstag erfasst. Am Bilanzstichtag ausgewiesene, auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit Laufzeiten von bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei Vermögensgegenständen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr nach Abschlussstichtag erfolgt die Bewertung mit dem niedrigeren Kurs am Abschlussstichtag sowie bei Verbindlichkeiten mit dem höheren Kurs am Abschlussstichtag.

d) Anlagevermögen (Anlagespiegel siehe Anlage)

Entgeltlich erworbene immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und fünf Jahren.

Die entgeltlich erworbenen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert.

Hergestellte Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (sowohl materielle als auch immaterielle) werden auf Einzelkostenbasis zuzüglich angemessener Gemeinkostenzuschläge, soweit diese für die Herstellung notwendig sind, bewertet.

Die Abschreibung erfolgt linear ab dem Produktionsbeginn über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauern liegen zwischen drei und 13 Jahren. Gebäude werden über 33 Jahre abgeschrieben.

Für abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Soweit Vermögensgegenständen ein niedrigerer Wert beizulegen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800 werden im Zeitpunkt des Zugangs voll abgeschrieben.

Fremdkapitalzinsen, die im Herstellungszeitraum auf deren Finanzierung entfallen, werden grundsätzlich nicht einbezogen.

e) Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten abzüglich Preisnachlässe oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach der Durchschnittsmethode ermittelt.

Unfertige Erzeugnisse werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert, der mittels einer verlustfreien Bewertung festgestellt wird, bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten die Einzelkosten sowie angemessene Gemeinkostenzuschläge für die Fertigung sowie Verwaltungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen.

Die Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und eingeschränkter Verwendbarkeit ergaben, wurden durch Abwertungen berücksichtigt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten gem. § 268 Abs. 5 HGB abgesetzt.

f) Forderungen und sonstige Aktiva

Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt grundsätzlich zum Nennwert. Üblicherweise stehen hinsichtlich der Maschinen die Endabnahmen bei Auslieferung und Realisation noch aus, in Einzelfällen kann auch eine Lieferfreigabe ohne vollständige Vorabnahme erfolgen. Die Maschinen werden beim Kunden in der Regel zunächst im laufenden Produktionsprozess eingesetzt, ehe die Endabnahme erfolgt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Pauschalwertberichtigung wegen des allgemeinen Kreditrisikos abgesetzt worden. Zweifelhaften Forderungen wird durch angemessene Einzelwertberichtigung Rechnung getragen.

Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen werde mit dem Aktivwert bewertet, dieser Wert stellt den Zeitwert und gleichzeitig die fortgeführten Anschaffungskosten dar.

Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände sind zum Nominalwert angesetzt.

g) Rückstellungen

Die Rückstellungen werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen werden nach dem PUC-Verfahren nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Basis eines Zinssatzes von 1,82 % p.a. sowie erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerungen von 1,00% und unter Zugrundelegung der Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt.

Die Gesellschaft hat im Jahr 2010 von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB Gebrauch gemacht und weist von dem gesamten Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 280 im Geschäftsjahr 1/15 = TEUR 19 aus. Der verbleibende Unterschiedsbetrag zum 31.12.2023 beläuft sich auf TEUR 19.

Für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde gemäß Art. 75 Abs. 6 EGHGB, erstmalig im Jahr 2016 anstelle eines 7-Jahres-Durchschnittzinssatzes ein 10-Jahres -Durchschnittszinssatzes herangezogen. Der daraus ermittelte Differenzbetrag in Höhe von TEUR 5 unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Ergebnisauswirkungen aufgrund der Änderung des Diskontierungssatzes wurden im Zinsergebnis erfasst.

Die Rückstellung für Altersteilzeit basiert auf einer versicherungsmathematischen Bewertung. Hier kommen ein Zinssatz von 0,99%, eine erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,3 % und die Heubeck-Richttafeln 2018 G zur Anwendung. Die RST für Altersteilzeit wurde für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftig potenzielle Vereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

h) Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

i) Latente Steuern

Latente Steuern werden auf sich in Folgejahren wieder ausgleichende Differenzen in den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich daraus zukünftige Steuerbe-oder-entlastungen ergeben. Aktive latente Steuern auf die steuerlichen Verlustvorträge sind bis zur Höhe der passiven latenten Steuern gebildet worden.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz, der zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehrung der Differenzen anzuwenden ist. Dabei handelt es sich um den kombinierten Steuersatz aus Körperschaftsteuer in Höhe von 15%, Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer in Höhe von 5,5% sowie Gewerbesteuer in Höhe von 14% von insgesamt 30%.

2. Erläuterungen zur Bilanz

a) Aktiva

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (siehe Anlage). Das Anlagevermögen ist sicherungsübereignet. Auf den Immobilien lasten Grundschulden.

Vorräte

Geleistete Anzahlungen entfallen in Höhe von TEUR 110 (Vorjahr TEUR 450) auf verbundene Unternehmen.

Die Lagerbestände unterliegen handelsüblichen Eigentumsvorbehalten. Sämtliche Vorräte sind sicherungsübereignet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Ausgenommen hiervon ist eine Forderung gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.586 (Vorjahr TEUR 6.621), welche eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr hat.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.050 (Vorjahr: TEUR 1.471).

Die Forderungen gegenüber dem Gesellschafter belaufen sich insgesamt bei TEUR 1.806 (Vorjahr TEUR 7.145).

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Wege einer Globalzession abgetreten.

Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind verpfändet.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft ein Disagio in Höhe von TEUR 1,4 (Vorjahr: TEUR 2) für ein im Jahr 2008 aufgenommenes Darlehen sowie Kostenabgrenzungen in Höhe von TEUR 14 (davon TEUR 7 konzernintern aus der DVS-Gruppe).

Aktive latente Steuern

Die latenten Steuern betreffen Steuern aus Ansatz- und Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz. Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 84 resultieren vorrangig aus Pensionsverpflichtungen TEUR 66. Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 207 resultieren aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände und deren fortgeführter Abschreibung. Die Veränderungen der latenten Steuern zum Vorjahr sind wie folgt:

Die Zusammensetzung in TEUR ist wie folgt;

01.01.2023 Veränderung 31.12.2023
- Verlustvorträge 161 -38. 122
- Bewertungsunterschiede 84 0 84
Aktive latente Steuern 245 -38 207
- Bewertungsunterschiede 245 -38 207
Passive latente Steuern 245 -38 207
Latente Steuern, saldiert 0 0 0

Auswirkungen aus dem Mindeststeuergesetz ergeben sich nicht.

b) Passiva

aa) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31.12.2023 TEUR 6.550. Es wird zum Nominalwert angesetzt.

Im Geschäftsjahr wurden keine weiteren Beschlüsse gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB zur Einstellung in die Kapitalrücklage im Sinne von Bareinlagen gefasst, sodass die Kapitalrücklage zum 31.12.2023 unverändert TEUR 7.307 beträgt.

Die anderen Gewinnrücklagen resultieren zu TEUR 109 aus einem Beschluss vom 05.08.2009 und zu TEUR 3 aus einer Umbuchung des Gewinnvortrags 2004.

Es besteht gem. § 285 Nr. 28 HGB eine Ausschüttungssperre für Beträge (§268 Abs. 8 HGB) in Höhe von insgesamt TEUR 689. Dieser setzt sich zusammen aus selbst geschaffenen Immateriellen Vermögensgegenständen über TEUR 689, abzüglich der passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 207, sowie aktiven latenten Steuern über TEUR 207 zusammen. Für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde, gemäß Art. 75 Abs. 6 EGHGB, erstmalig im Jahr 2016 anstelle eines sieben-Jahres-Durchschnittzinssatzes ein 10-Jahres- Durchschnittszinssatzes herangezogen. Der daraus ermittelte Differenzbetrag in Höhe von TEUR 5 unterliegt ebenfalls einer Ausschüttungssperre.

bb) Rückstellungen

Rückstellungen werden ausschließlich für ungewisse Verbindlichkeiten passiviert. Sie sind mit dem Betrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Vertreterprovisionen (TEUR 965), Aufwendungen für Inbetriebnahmen (TEUR 799), Aufwendungen für Vertragsrückabwicklungen (TEUR 745) sowie personalbezogene Verpflichtungen (TEUR 591).

cc) Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr geschäftsüblich durch Eigentumsvorbehalt besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.855 (Vorjahr TEUR 2.046). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern belaufen sich auf TEUR 83 (Vorjahr TEURO).

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 3.793 (Vorjahr: TEUR 4.258) sind durch Grundpfändrechte gesichert. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 267 (Vorjahr TEUR 209) sind zusätzlich durch die Abtretung von Mietforderungen besichert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 6.815 (Vorjahr TEUR 6.690) sind durch Sicherungsübereignung des Anlage- und Vorratsvermögens sowie Globalzession von Forderungen aus Liegerungen und Leistungen sowie von Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Verpfändung von Bankguthaben sowie durch Grundpfandrechte gesichert. Im Vorjahr waren sie durch Sicherungsübereignung des Vorratsvermögens sowie Globalzession von Forderungen aus Liegerungen und Leistungen gesichert.

Die Verbindlichkeiten per 31.12.2023 setzen sich wie folgt zusammen:

Verbindlichkeitenspiegel 31.12.2023

Bilanzposition Gesamt < 1 Jahr > 1 und < 5 > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.759.010,47 749.811,58 8.633.627,93 1.375.570,96
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.490.820,30 1.490.820,30 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.106.032,35 2.106.032,35 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 293.813,85 293.813,85 0,00 0,00
Gesamtsumme 14.649.676,97 4.640.478,08 8.633.627,93 1.375.570,96

Verbindlichkeitenspiegel 31.12.2022

Bilanzposition Gesamt < 1 Jahr > 1 und < 5 > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.947.924,58 2.829.077,16 6.502.817,99 1.616.029,43
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.550.584,31 3.550.584,31 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.517.080,20 2.046.080,20 471.000,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 227.258,01 227.258,01 0,00 0,00
Gesamtsumme 17.242.847,10 8.652.999,68 6.973.817,99 1.616.029,43

Es bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 4.776 3.235 (Vorjahr TEUR 8.590).

Erhaltene Anzahlungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

c) Haftungsverhältnisse

Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen (Gruppenweite Kreditverträge):

Die DVS Gruppe befindet sich in einer angespannten Liquiditäts- und Ertragssituation. Die DVS TECHNOLOGY AG hat ihren Betriebsmittel-Finanzierung (sog. Club-Deal) als auch die bestehenden Verträge mit den Avalkreditgebern in 2023 neu verhandelt. Die Endfälligkeiten der ausgelegten Darlehensbeträge sind nunmehr der 30. Dezember 2026. Im Vorfeld des Neuabschlusses der Finanzierungsvereinbarung wurde ein IDW S6 Gutachten für die DVS-Gruppe erstellt. Dieses Gutachten bescheinigt die Zukunfts- und Sanierungsfähigkeit der DVS-Gruppe und bestätigt das zugrundeliegende Turnaround Konzept, welches aufzeigt, dass die DVS TECHNOLOGY AG und die DVS-Gruppe künftig in der Lage sein werden, vor dem Hintergrund des Abschlusses der neuen Finanzierungsvereinbarung, ihren finanziellen Verpflichtungen vollumfänglich nachzukommen. Auf Basis der Planungsrechnung besteht eine positive Fortbestehensprognose. Sollten die der Planung zugrundeliegenden Annahmen nicht eintreten, kann sich ein bestandsgefährdendes Risiko ergeben.

Per Dezember 2023 befindet sich die DVS-Gruppe auf dem Sanierungspfad, die wesentlichen Finanzkennzahlen des Sanierungsgutachtens werden eingehalten.

Die Gesellschaft ist als Garant und Sicherheitsgebern zum Stichtag im Konsortialdarlehensvertrag (Laufzeit bis 30.12.2026) angeführt. Gemäß §251 HGB bestehen Haftungsverhältnisse aus dem Sicherheiten-Pool des Konsortialdarlehensvertrags der DVS Technology AG für eine gesamtschuldnerische Bürgschaftsverpflichtung gegenüber den Finanzierungspartnern des Bankenkonsortiums. Unsere Bürgschaftsverpflichtung enthält eine "Limitation Language", die bezweckt, dass im Falle einer Haftungsinanspruchnahme die Kapitalerhaltungsvorschriften der §§30 und 31 GmbHG eingehalten werden. Für die zum Bilanzstichtag bestehenden und durch den Sicherheiten-Pool besicherten Finanzverbindlichkeiten des DVS Technology AG Konzerns haften wir gesamtschuldnerisch neben anderen. Zum Stichtag umfasst die Verpflichtungen aus Bürgschaften TEUR 52.796 (Vorjahr TEUR 51.828). Anhaltspunkte, die ein gesteigertes Risiko der Inanspruchnahme indizieren könnten, liegen mit Verweis auf die vorherigen Ausführungen nicht vor.

3. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2023 Vorjahr
Erlöse Maschinen Inland 5.123 8.570
Erlöse Maschinen Ausland 11.033 14.320
Erlöse Ersatzteile gesamt 6.635 4.608
Erlöse Lohnfertigung gesamt 1.647 3.368
Sonstige Erlöse 283 43
Erlöse aus Vermietung 201 307
Erlöse aus Asset Deal 312 591
Erlösschmälerungen -28 -20
Gesamt 25.206 31.787

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus Kostenweiterbelastungen an die Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 658 (Vorjahr TEUR 885).

Es wurden mit nahestehenden Unternehmen keine Geschäfte zu marktunüblichen Konditionen durchgeführt.

4. Sonstige Angaben

a) Forschung und Entwicklung

Insgesamt sind im Geschäftsjahr 2023 Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 261 angefallen. Es wurden in 2023 keine Entwicklungskosten aktiviert. Es sind keine Forschungskosten angefallen.

b) Außergewöhnliche/außerordentliche Erträge/Aufwendungen

Es sind keine Aufwendungen und keine Erträge im Berichtsjahr angefallen.

c) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31.12.2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 548 für Verpflichtungen aus Miet- und Wartungsverträgen. Verbundene Unternehmen sind davon nicht betroffen.

d) außerbilanziellen Geschäfte

Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 lagen keine außerbilanziellen Geschäfte in Form von Saleand-lease-back-Verträgen vor.

e) Angaben über die Mitarbeiter

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren durchschnittlich 90 gewerbliche, 60 angestellte Mitarbeiter sowie 13 Auszubildende beschäftigt.

f) Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Geschäfte durch

Herrn Reiner Jörg, Diplom-Ingenieur, Schramberg geführt.

Herrn Rolf Rickmeyer, Geschäftsführer, Darmstadt (ab dem 1.9.2023)

Die Gesellschaft macht von den Befreiungsmöglichkeiten nach § 286 (4) HGB Gebrauch.

g) Angaben zum Unternehmen

Buderus Schleiftechnik GmbH

Industriestraße 3

35614 Asslar

Handelsregister B des Amtsgericht Wetzlar, HRB 1156

h) Konzernverhältnisse

Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Teil von Unternehmen aufgestellt ist:

Rothenberger 4xS Holding GmbH, Frankfurt am Main

Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 102182

Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufgestellt ist:

DVS TECHNOLOGY AG, Dietzenbach

Amtsgericht Offenbach/M., HRB 50187

Die Veröffentlichung der Konzernabschlüsse erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger (eBanz).

i) Abschlussprüferleistungen

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt insgesamt 30.000 EURO. Der Betrag enthält folgende Leistungen:

a) Abschlussprüfungsleistungen 28.000 EURO
b) Sonstige Leistungen 0 EURO

j) Ergebnisverwendung

Das Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen.

k) Nachtragsbericht (§285 Nr. 33 HGB)

Herr Jörg ist seit dem 31. Januar 20245 als Geschäftsführer abberufen.

 

Aßlar, 29. Mai 2024

BUDERUS Schleiftechnik GmbH

Geschäftsführung

Rolf Rickmeyer

Anlagenspiegel 01.01. - 31.12.2023

Buderus Schleiftechnik GmbH Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.23 Zugang Abgang 31.12.23
I. Immaterielle Vermögengsgegenstände 1.983.792,35 0,00 0,00 1.983.792,35
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.004.428,87 0,00 0,00 1.004.428,87
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnliche Rechte u. Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 979.363,48 0,00 0,00 979.363,48
II. Sachanlagen 16.801.598,93 74.074,51 0,00 16.875.673,44
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 10.962.444,56 54.332,75 0,00 11.016.777,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.876.994,70 0,00 0,00 3.876.994,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausst. 1.962.159,67 19.741,76 0,00 1.981.901,43
Summe 18.785.391,28 74.074,51 0,00 18.859.465,79
Buderus Schleiftechnik GmbH Kumulierte Abschreibungen
01.01.23 Zugang Abgang 31.12.23
I. Immaterielle Vermögengsgegenstände 1.127.616,28 150.809,07 0,00 1.278.425,35
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 187.525,80 127.577,07 0,00 315.102,87
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnliche Rechte u. Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 940.090,48 23.232,00 0,00 963.322,48
II. Sachanlagen 9.568.102,65 490.208,51 0,00 10.058.311,16
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 4.665.268,28 274.852,75 0,00 4.940.121,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.125.210,70 157.094,00 0,00 3.282.304,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausst. 1.777.623,67 58.261,76 0,00 1.835.885,43
Summe 10.695.718,93 641.017,58 0,00 11.336.736,51
Buderus Schleiftechnik GmbH Buchwert
31.12.23 31.12.22
I. Immaterielle Vermögengsgegenstände 705.367,00 856.176,07
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 689.326,00 816.903,07
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnliche Rechte u. Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.041,00 39.273,00
II. Sachanlagen 6.817.362,28 7.233.496,28
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 6.076.656,28 6.297.176,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 594.690,00 751.784,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausst. 146.016,00 184.536,00
Summe 7.522.729,28 8.089.672,35

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 689.326,00 816.903,07
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.041,00 39.273,00
705.367,00 856.176,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.076.656,28 6.297.176,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 594.690,00 751.784,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 146.016,00 184.536,00
6.817.362,28 7.233.496,28
7.522.729,28 8.089.672,35
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-Hilfs-und Betriebsstoffe 4.268.863,66 3.821.155,01
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 11.509.412,58 10.305.114,65
3. Geleistete Anzahlungen 271.287,95 549.219,55
4 Erhaltene Anzahlungen aus Bestellungen -4.376.952,52 -3.706.103,01
11.672.611,67 10.969.386,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.601.196,12 5.816.336,45
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.636.719,14 8.300.361,61
3. Sonstige Vermögensgegenstände 363.468,94 466.451,43
8.601.384,20 14.583.149,49
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 204.411,16 101.993,07
20.478.407,03 25.654.528,76
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 15.411,57 37.880,55
28.016.547,88 33.782.081,66

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 6.550.000,00 6.550.000,00
II. Kapitalrücklage 7.306.992,31 7.306.992,31
III. Gewinnrücklagen
- Andere Gewinnrücklagen 111.564,95 111.564,95
IV. Verlustvortrag -1.163.228,12 -597.331,99
V. Jahresfehlbetrag -3.779.406,30 -565.896,13
9.025.922,84 12.805.329,14
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 805.002,82 832.629,29
2. Sonstige Rückstellungen 3.535.945,25 2.901.276,13
4.340.948,07 3.733.905,42
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.759.010,47 10.947.924,58
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.490.820,30 3.550.584,31
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.106.032,35 2.517.080,20
4. Sonstige Verbindlichkeiten 293.813,85 227.258,01
- davon aus Steuern: EUR 110.274,84 (Vorjahr: EUR 91.822,42)
- davon im Ramen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr EUR 12.038,28)
14.649.676,97 17.242.847,10
28.016.547,88 33.782.081,66

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 25.205.617,61 31.787.226,42
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.204.297,93 1.121.882,31
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 761.487,03
4. Sonstige betriebliche Erträge 964.176,53 1.160.107,42
- davon aus Währungsumrechnung EUR 4.417,07 (Vorjahr: EUR 7.132,54)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-,Hilfs und Betriebsstoffe und bezogene Waren -11.166.800,88 -15.129.649,30
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.767.115,70 -2.692.721,30
-13.933.916,58 -17.822.370,60
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.366.303,19 -9.098.073,92
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alterversorgung und Unterstützung -1.840.162,11 -1.738.299,04
- davon für Altersversorgung EUR 1.243,19 (Vorjahr: EUR 1.287,50)
-10.206.465,30 -10.836.372,96
7. Abschreibungen
- Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -641.017,58 -648.447,90
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.585.082,26 -5.783.293,95
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 12.716,94 (Vorjahr: EUR 6.062,66)
- davon gemäß Art. 67 Abs- 1 und 2 EGHGB: EUR 18.658,53 (Vorjahr: EUR 18.658,53)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 322.944,82 371.600,72
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 321.242,60 (Vorjahr: EUR 371.600,72)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.091.396,67 -550.862,02
- davon an verbundenen Unternehmen: EUR 245.352,59 (Vorjahr: EUR 18.372,32)
- davon aus Aufzinsung: EUR 14.377,00 (Vorjahr: EUR 16.159,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -106.935,07
- davon latente Steuern: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR -133.738,87)
12. Ergebnis nach Steuern -3.760.841,50 -545.978,60
13. sonstige Steuern -18.564,80 -19.917,53
14. Jahrefehlbetrag -3.779.406,30 -565.896,13

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Buderus - Schleiftechnik GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Buderus - Schleiftechnik GmbH, Aßlar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Buderus - Schleiftechnik GmbH, Aßlar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in den Abschnitten "Going Concern Prämisse" sowie "Haftungsverhältnisse" im Anhang sowie im Abschnitt "Finanzwirtschaft" im Risikobericht im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft als Sicherungsgeber für die Konzernfinanzierung der DVS-Gruppe gegenüber dem Bankenkonsortium haftet.

Sollten die der Sanierungsplanung für die der DVS-Gruppe zugrundeliegenden Annahmen nicht eintreten, wäre der DVS - Konzern in Bezug auf einen steigenden Liquiditätsbedarf auf finanzielle Unterstützung von Kreditinstituten, anderen Kapitalgebern oder ihrer Gesellschafter angewiesen. Wenn der zusätzliche Liquiditätsbedarf nicht gedeckt werden kann, besteht ein Risiko der Inanspruchnahme der gewährten Sicherheiten.

Insoweit besteht eine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des §322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhaltes nicht modifiziert.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir machen auf die Ausführungen in Abschnitt 2 c) bb) des Lageberichtes aufmerksam, in welchem dargestellt wird, dass die Gesellschaft hinsichtlich der Aufnahme weiterer Finanzierungskredite sowie für den Ausgleich der Verluste von der Unterstützung der Konzernmuttergesellschaft abhängig ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhaltes nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigung) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Wehrheim, den 29. Mai 2024

Matthias Hoffmann, Wirtschaftsprüfer

Nachrichtlich:

Der Jahresabschluss wurde am 17.7.2024 festgestellt.

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

a) Geschäftsmodell des Unternehmens

Die BUDERUS Schleiftechnik GmbH (nachfolgend "BUDERUS" genannt) hat ihre aktive Geschäftstätigkeit im Jahre 1990 durch Übernahme des Unternehmensbereiches Maschinenbau der ehemaligen BUDERUS Kunden-guss GmbH, Wetzlar, aufgenommen. Die BUDERUS Schleiftechnik GmbH hat ihren Verwaltungssitz und ihre Produktion in Aßlar/Hessen, sie ist in das zuständige Handelsregister (HRB 1156) des Amtsgerichts Wetzlar eingetragen. Die BUDERUS Schleiftechnik GmbH ist Hersteller von CNC- Werkzeugmaschinen, spezialisiert auf den Bereich Schleifen und Hartdrehen. Hierzu gehören Fertigungsprozesse wie Innen-, Außen- und Planschleifen sowie Hartdrehen, Außenrundschleifmaschinen mit einer oder mehreren Schleifspindeln sowie doppelseitige Innen- und Außenrundschleifmaschinen zur Simultanbearbeitung von bis zu vier Geometrieelementen. Hauptkunden sind die Automobilindustrie und Automobilzulieferer, an die weltweit geliefert wird. Neben der Herstellung und dem Vertrieb von Präzisionswerkzeugmaschinen ist das Servicegeschäft integraler Bestandteil der Leistungspalette. Die BUDERUS Schleiftechnik GmbH ist ein Konzernunternehmen der DVS TECHNOLOGY AG, Dietzenbach.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 ist gekennzeichnet durch eine weltweite wirtschaftliche Erholung; dies nach dem drastischen, historisch einmaligen Einbruch in der Wirtschaftsleistung durch die Pandemie, welche in 2020 begann. Fast alle Länder/Regionen sind in 2023 gegenüber 2022 gewachsen, insbesondere die Konjunkturerholung in China und USA waren hier die Treiber. Die Beschaffungsmärkte beruhigten sich; das Vorkrisenniveau wurde jedoch noch nicht erreicht.

Insgesamt stellte sich das BIP-Szenario in 2023 wie folgt dar (vgl. die Tabelle unter 3. Prognosebericht): Trotz der negativen Rahmenbedingungen wurde 2023 ein weltweites BIP- Wachstum von +3,0% (Commerzbank AG Economic Research, 01/2024) erzielt; dies mit einer differenzierten regionalen Entwicklung: ./. 0,4% in Deutschland, +0,4% in Europa, +2,4% in USA und +5,1% in China.

Der Weltmarkt für Werkzeugmaschinen verzeichnete im Jahr 2023 nach der Erholung in 2022 einen leichten Rückgang aufgrund der allgemeinen Wachstumsschwäche und vielseitigen Herausforderungen. Nach Angaben des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) reduzierte sich die weltweite Produktion von Werkzeugmaschinen im Jahr 2023 um 2% gegenüber dem Vorjahr, d.h. auf Eurobasis wurden 2023 weltweit Werkzeugmaschinen für rd. 79,3 Mrd. EUR produziert. Weltgrößter Produzent von Werkzeugmaschinen in 2023 ist unverändert China mit rd. 32% Anteil (Mrd. EUR 25,2) gefolgt von Deutschland mit rd. 13% (Mrd. EUR 10,5) und Japan mit knapp 12% (Mrd. EUR 9,2).

Die deutsche Werkzeugmaschinenbranche blickt auf ein differenziertes Jahr 2023 zurück: Nach Angaben des VDW stieg die Produktionsleistung insgesamt (Maschinen, Ersatzteile, Reparaturen) in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 8% auf 15,2 Mrd. EUR, dieses im Wesentlichen resultierend aus den hohen Auftragseingängen des Vorjahres. Dieser Wert ist jedoch noch merklich entfernt von den Rekordjahren vor der Pandemie mit rd. 17 Mrd. EUR. Die Auftragseingänge des Jahres 2023 reduzierten sich dagegen insgesamt um rd. 10% gegenüber dem Vorjahr, dieses jedoch mit einer deutlich nachlassenden Dynamik in der zweiten Jahreshälfte.

Werkzeugmaschinenindustrie Deutschland - Auftragseingang

Amerika federt Auftragsrückgang ab

Werkzeugmaschinen-Produktion Deutschland

2024 Produktionsrückgang erwartet

Die Beschäftigungszahlen in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie sind in 2023 auf 65,2 Tsd. im Jahresdurchschnitt 2023 leicht gestiegen (2022: 64,3 Tsd.). Größte Herausforderungen der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie sind die bürokratischen Herausforderungen (Lieferkettengesetz, Ausfuhrgenehmigungen, CSR) und der sich verstärkende Fachkräftemangel.

b) Allgemeiner Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Das Geschäftsjahr 2023 verlief für die Buderus Schleiftechnik GmbH enttäuschend und deutlich unter den Erwartungen. Die Betriebsleistung blieb mit 26.410 TEUR im Berichtsjahr um rund 22 % hinter dem Wert des Vorjahres (33.670 TEUR) zurück. Die Materialquote blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert; die erwartete durchgängige Entspannung auf den Beschaffungsmärkten blieb aus, wobei sich die Lieferketten jedoch festigten. Die Kosten des Unternehmens konnten insgesamt nicht an den Rückgang des Geschäftsvolumens angepasst werden. So verblieben die Personalaufwendungen annähernd auf dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten nur geringfügig um TEUR 198 auf TEUR 5.585 reduziert werden. Das Ergebnis wurde zudem durch ein negatives Finanzergebnis in Höhe von 769 TEUR belastet, welches sich aus der höheren Kreditinanspruchnahme und erhöhten Zinssätzen ergab.

Es wurde im Berichtsjahr ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -3.780 TEUR (Vorjahr: -566 TEUR) erwirtschaftet.

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 163 Mitarbeiter beschäftigt (Vj. 163). Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 3 Leiharbeitskräfte eingesetzt (Vj. 4).

c) Lage

aa) Ertragslage

Die Ergebnisentwicklung des Geschäftsjahres war sehr enttäuschend:

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Umsatz in Höhe von 25.206 TEUR erzielt (Vorjahr 31.787 TEUR); was einem Rückgang von rund 20,7 % entsprach. Von den Umsätzen entfielen 16.163 TEUR, entsprechend 64,1 % auf Maschinenaufträge und 9.043 TEUR auf sonstige Aufträge. Mit insgesamt 14.123 TEUR wurden zudem 56 % der Umsätze im Ausland erwirtschaftet. Das Umsatzziel (TEUR 33.011) wurde erheblich verfehlt, was auf den Rückgang des Auftragseinganges und Verzögerungen bei der Umsatzrealisierung zurückzuführen war. Die Betriebsleistung sank im Vorjahresvergleich um rund 22 % auf 26.410 TEUR, was den Ergebnisrückgang im Wesentlichen gegründet. Neben dem Umsatzrückgang war dies im Vorjahresvergleich auf die aktivierten Eigenleistungen des Vorjahres in Höhe 761 TEUR zurückzuführen. Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Auftragseingang in Höhe von 19.365 TEUR und lag damit um rund 37,8 % unter dem Auftragseingang des Vorjahres in Höhe von 31.138 TEUR und unter dem Plan von 31.600 TEUR. Vom Gesamtauftragseingang entfielen 59 % auf Werkzeugmaschinen und 31 % auf Serviceleistungen wie Ersatzteile, Reparaturen/Umbauten und sonstige Dienstleistungen. Der Auslandsanteil beim Auftragseingang lag 2023 bei 36,6%.

Der Auftragsbestand lag per 31.12.2023 bei rd. 16.000 TEUR. Damit reduzierte sich der Auftragsbestand im Vergleich zum Vorjahresstichtag (rd. 21.820 TEUR) deutlich um 26,7 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 964 TEUR beinhalten vorrangig Weiterbelastungen an die DVS Technology GmbH aufgrund verauslagter Kosten. Die Materialaufwandsquote blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Die Personalkostenquote liegt mit 38,6% auf deutlich höherem Niveau als im Vorjahr (32,2%), wobei absolut die Personalaufwendungen um 5,8% auf TEUR 10.206 gesunken sind.

Der sonstige betriebliche Aufwand hat sich insgesamt um 198 TEUR, entsprechend 3,4 % auf TEUR 5.585 reduziert. Damit hat sich die um 22 % gesunkene Betriebsleistung nur unterproportional in der Minderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen niedergeschlagen.

Die Abschreibungen sind um TEUR 7 gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen.

Aufgrund der gestiegenen Zinssätze sowie höherer Finanzverbindlichkeiten und der Tilgung ausgereichter Darlehen ist das Finanzergebnis um 589 TEUR auf minus 768 TEUR angewachsen.

Es sind im Berichtsjahr keine Ertragsteueraufwendungen angefallen, im Vorjahr waren Aufwendungen in Höhe von 107 TEUR für latente Steuern angefallen.

Der Jahresfehlbetrag hat sich auf TEUR 3.780 Mio. erhöht (Vorjahr 566 TEUR).

Die schlechte Ergebnisentwickung der Gesellschaft liegt allerdings nicht nur im gesunkenen Umsatz und der Gesamtleistung begründet. Andere Gründen waren:

-zu lange Durchlaufzeiten und verspätete Werks- und Endabnahmen

-ungeplante Nachlaufkosten

-ungeplante Qualitätskosten

-mangelndes Projektmanagement

Die schlechte Ergebnisentwicklung des Geschäftsjahres 2023 führte Anfang 2024 zu einem Wechsel in der Geschäftsführung und zum Start eines Optimierungsprogrammes. Dieses Programm besteht aus einer Vielzahl von Teilprojekten und ist auf die Abstellung obiger Probleme ausgerichtet.

bb) Finanzlage

Die Gesellschaft erzielte im Jahr 2023 einen positiven Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 1.457 TEUR gegenüber 403 TEUR im Vorjahr. Diese positive Entwicklung ergibt sich ganz wesentlich aus dem Abbau der Forderungen im Konzernverbund. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit ist mit - 75 TEUR leicht negativ (Vorjahr: -1.103 TEUR). Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt - 1.280 TEUR gegenüber + 294 TEUR im Vorjahr. Die liquiden Mittel der Gesellschaft haben sich von 102 TUR am 31.12.2022 auf 204 TEUR zum 31.12.2023 erhöht.

Zur angespannten Liquiditäts- und Ertragssituation der Gesellschaft sowie der DVS-Gruppe verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Punkt Finanzwirtschaft im Risikobericht des Lageberichtes sowie auf die Angaben im Anhang in den Abschnitten "Going Concern Prämisse" sowie "Haftungsverhältnisse".

Das Unternehmen nahm während des Geschäftsjahres verlängerte Zahlungsziele und Stundungsvereinbarungen in Anspruch, um fälligen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Die Zahlungsverpflichtungen des Unternehmens gegenüber Lieferanten wurden während des Geschäftsjahres über eigene Betriebsmittel und kurzfristige Darlehn von verbundenen Unternehmen erfüllt, so dass das Unternehmen in der Lage war, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Das Unternehmen verfügte während des Geschäftsjahres über ausreichende Betriebsmittelkredite, um allen fälligen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Neben einer Konzernfinanzierung über die DVS TECHNOLOGY AG stehen der Gesellschaft bilaterale und freie Kreditlinien i.H.v. 7.500 TEUR zur Verfügung, welche am 31.12.2023 mit 6.815 TEUR in Anspruch genommen wurden. Die Gesellschaft ist unverändert von der Unterstützung der Konzernmutter hinsichtlich der Erlangung von Finanzierungsdarlehen sowie für den Ausgleich der Verluste abhängig, was durch den Konzernrückhalt gesichert ist.

Die BUDERUS Schleiftechnik GmbH konnte im Jahr 2023 alle Bedarfe für Avalkredite decken. Dabei wurde mit mehreren namenhaften Versicherern und Banken zusammengearbeitet.

cc) Vermögenslage

Die Vermögens- und Kapitalstruktur des Unternehmens stellt sich per 31.12.2023 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Die Bilanzsumme hat sich um 5.766 TEUR auf 28.017 TEUR vermindert, was bei gegenläufigen Entwicklungen vorrangig auf die Tilgung einer Kaufpreisforderung aus dem Jahre 2021 um 5.120 TEUR zurückzuführen ist. Das Anlagevermögen reduzierte sich um 567 TEUR auf 7.523 TEUR. Davon entfallen 689 TEUR auf die selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände. Die Vorräte (vor Verrechnung mit erhaltenen Anzahlungen) sind im Laufe des Jahres um TEUR 1.374 gestiegen. Sowohl die Roh-Hilfs und Betriebsstoffe (um 448 TEUR) als auch die unfertigen Erzeugnisse (um 1.204 TEUR) sind gestiegen. Die geleistete- Anzahlungen sanken um TEUR 278. Die erhaltenen Anzahlungen betragen 4.377 TEUR und sind aufgrund von am Bilanzstichtag ausstehenden Abnahmen ausgelieferter Maschinen um TEUR 671 gestiegen. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände betragen 8.836 TEUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten trotz der reduzierten Umsätze nur um TEUR 215 bzw. 4% abgebaut werden und verharrten damit auf dem Vorjahresniveau. Die liquiden Mittel sind um 102 TEUR auf 204 TEUR am Bilanzstichtag gestiegen. Es wird auf die Cash-Flow-Rechnung verwiesen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag 9.026 TEUR, bedingt durch den erwirtschafteten Jahresfehlbetrag von 3.780 TEUR hat sich der Vorjahreswert (12.806 TEUR)

somit merklich reduziert. Dennoch weist die Bilanz mit einer Quote von 32,3% noch immer eine ansehnliche Eigenkapitalquote aus.

Die langfristigen Verbindlichkeiten sind um 1.419 TEUR auf 10.009 TEUR gestiegen und beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Banken sowie im Vorjahr Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Daneben bestehen langfriste Pensionsrückstellungen, die zum 31. Dezember 2023 TEUR 805 betragen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind bedingt durch das geringere Einkaufsvolumen sowie stichtagsbedingt um 2.059 TEUR gesunken. Die sonstigen Rückstellungen sind um TEUR 819 auf TEUR 3.536 im Wesentlichen durch die Bildung einer Rückstellung für mögliche Vertragsrückabwicklungen bedingt angestiegen.

d) Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen Anzahlungsquote, Forderungsdauer und Vorratsdauer herangezogen.

Die Kennzahlen zum Working Capital haben sich wie folgt entwickelt: die Anzahlungsquote (Anzahlungen zu Umsatz) ist mit 17 % leicht gestiegen (Vj. 12 %, Plan für 2023 15 %), die Vorratsdauer (Vorräte zu Umsatz x 365) ist mit 232 Tagen (Vj. 126 Tage, Plan für 2023 180 Tage) im Vergleich zum Vorjahr um 106 Tage stark gestiegen und die Forderungsdauer (Forderungen ohne Darlehen zu Umsatz x 365) um 12 Tage auf 98 Tage (Vj. 86 Tage, Plan für 2023 75 Tage) gestiegen.

Ferner sehen wir Umsatz, Auftragseingang sowie Auftragsbestand als weitere finanzielle Leistungsindikatoren an. Es wird auf die vorherigen Erläuterungen verwiesen.

3. Prognosebericht

a. Gesamtwirtschaftliche Prognose

Gesamtwirtschaftliche Prognosen

Reales BIP (%) Inflationsrate (%)
2023 2024 2025 2023 2024 2025
USA 2.4 1.0 1.0 4.1 2.8 3.0
China 5.1 4.0 4.0 0.5 1.3 1.7
Euroraum 0.4 0.1 0.9 5.4 2.5 3.0
- Deutschland -0.4 -0.3 0.5 6.0 2.7 2.5
- Frankreich 0.8 0.2 0.9 4.9 2.2 2.8
- Italien 0.7 0.0 0.7 6.3 2.6 3.0
- Spanien 2.3 1.3 1.6 3.7 2.8 2.7
- Niederlande 0.1 0.3 1.3 4.5 2.9 2.6
- Österreich -0.8 -0.3 0.8 7.9 3.2 2.9
Großbritannien 0.5 0.2 1.2 7.4 3.0 2.8
Schweiz 0.7 0.7 1.4 2.1 0.8 1.1
Japan 2.0 0.8 0.8 3.2 1.8 1.2
Welt 3.0 2.7 3.0

Quelle: Commerzbank AG Economic Research, Gesamtwirtschaftliche Prognosen 01/2024

Für 2024 erwartet die Commerzbank übereinstimmend mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF)) eine abgeschwächte und weiter eingetrübte gesamtwirtschaftliche Entwicklung mit einem weltwirtschaftlichen Wachstum von real nur rd. 2,7%. Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa wird in 2024 stagnieren mit 0,1% Wachstum, in Deutschland wird sogar ein BIP-Rückgang mit -0,3% prognostiziert. In den USA wird mit einem BIP-Wachstum von 1,0% in 2024 gerechnet, während in China ein vergleichsweise niedriges Wachstum von 4,0% erwartet wird. Die Prognosen für den weltweiten Automobilabsatz gehen von einem Wachstum von rd. 6% in 2024 aus.

b. Gesamtunternehmensprognose für 2024

Das Unternehmen ist mit 16.000 TEUR im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit einem deutlich geringeren Auftragsbestand gestartet. Auch das erste Quartal bleib mit einem Auftragseingang von 4.425 TEUR unter den Erwartungen zurück. Dies ist ganz wesentlich auf verzögerte Vergaben unserer Kunden zurückzuführen; es gingen somit keine bedeutenden Projekte an die Konkurrenz. Die Verzögerungen ergeben sich wiederum aus der Verunsicherung bezüglich der weiteren Verbreitung der Elektromobilität; es kann von einer vorübergehenden Delle gesprochen werden. Dies erschwert die Einschätzung ebenso wie politische Unwägbarkeiten (Nahost- und Ukrainekonflikt, mögliche Handelssanktionen in USA). Aktuell befindet sich eine Vielzahl aussichtsreicher Projekte in Verhandlung mit namhaften Kunden. Die Gesellschaft strebt daher gegenüber dem Vorjahr eine Erhöhung der Betriebsleistung an, die jedoch nicht das Niveau des Jahres 2022 erreichen wird. Dies setzt allerdings speziell den Auftragseingang von Standardmaschinen voraus, die noch in 2024 zu Umsatz werden können.

Das Optimierungsprogramm wird in 2024 sehr gezielt verfolgt, um die Probleme der Vergangenheit zu beseitigen und damit die Kundenzufriedenheit nachhaltig zu verbessern, dies insbesondere durch Einhaltung zugesagter Lieferzeiten und Qualitätszusagen. Diese Maßnahmen betreffen die gesamten Unternehmensprozesse.

Die Geschäftsführung hat das Ziel, die operativen Verluste des Jahres 2024 zu halbieren. Auch das Jahr 2024 wird negativ durch das Finanzergebnis belastet sein. Das Jahresergebnis wird jedoch insbesondere durch Restrukturierungsaufwendungen belastet und somit weiterhin negativ sein.

aa) Beschaffung

Aufgrund der aktuellen Situation auf den für uns relevanten Beschaffungsmärkten geht die Gesellschaft für 2024 davon aus, dass es vorbehaltlich politischer Krisen bzw. Kriegen zu keinen gravierenden Engpässen in den Lieferketten kommt und die Lieferzeiten sich auf einem normalen Niveau bewegen. Den Preiserhöhungsdruck ist eher moderat.

bb) Personal

Die Personalplanung sieht vor, die Stammbelegschaft in 2024 auf dem Niveau von 2023 zu halten. Sollte der Auftragseingang dagegen nicht den Erwartungen entsprechen, sind Maßnahmen wie Einführung von Kurzarbeit oder ein Personalabbau nicht auszuschließen.

cc) Investitionen

Der Schwerpunkt der Investitionsplanung für 2024 liegt in den laufenden Ersatz-, Modernisierungs- und Ergänzungsinvestitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Investitionsplan sieht Investitionen in Höhe von 140 TEUR vor. Die Investitionen werden über den operativen Cash Flow finanziert.

dd) Finanzielle Leistungsindikatoren

Es wird ein Umsatz auf dem Niveau des Jahres 2023 (Berichtsjahr: TEUR 25.206) erwartet; der Auftragseingang ist mit TEUR 28500 (Berichtsjahr: TEUR 19.365) geplant.

Es wird ein Auftragsbestand zum Ende des kommenden Jahres in Höhe von TEUR 13.218 (Berichtsjahr TEUR 16.000) erwartet.

Die Anzahlungsquote soll auf dem Verhandlungswege um rund 6 % (2023: 17 %) gesteigert werden. Ziel ist es ferner, die Vorratsdauer (2023: 232 Tage) und Forderungsdauer (2023: 98 Tage) zu reduzieren.

4. Chancen- und Risikobericht

a) Risikomanagement

Das konzerneinheitliches Risikomanagementsystem der DVS TECHNOLOGY GROUP basiert auf dem international anerkannten COSO ERM Framework: Enterprise Risk Management- Integrating with Strategy and Performance (2017), des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO). Es unterstützt dabei, potenzielle Risiken zu identifizieren und angemessen zu managen. Das Risikomanagementsystem im Rahmen unseres internen Kontrollsystems (IKS) unterstützt dabei, die strategischen Entwicklungs- und Rentabilitätsziele zu erreichen und einen Verlust an Ressourcen zu vermeiden.

b) Ausblick

Ein Ausblick auf das Jahr 2024 mit Chancen und Risiken fällt verhalten optimistisch aus. Durch die rückläufigen Auftragseingänge des Jahres 2023 gehen wir mit einem niedrigen Auftragsbestand von 16.000 TEUR in das Jahr 2024. Priorität muss der kurzfristige Auftragseingang im Sinne einer gezielten Auftragsrally sein.

Der deutsche Maschinenbau (Bereich Werkzeugmaschinen) hat das erste Quartal 2024 mit einem deutlichen Minus im Auftragseingang von -24% gegenüber dem Vorjahresquartal abgeschlossen.

Die Chancen/Risiken im Jahr 2024 haben wir untergliedert in die Kategorien Markt, Technologie, Beschaffung, Entwicklung und finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken. Die Gesellschaft hat ein systematisches und effizientes Risikomanagementsystem installiert. Wichtiges Steuerungsinstrument ist dabei ein umfangreiches, standardisiertes Monats- und Quartalsberichtswesen ergänzt um eine detaillierte zweiwöchige Liquiditätsplanung und - Steuerung. Wöchentlich werden die laufenden Aufträge im Führungskreis besprochen und Maßnahmen eingeleitet und laufend auf Einhaltung kontrolliert.

c) Risikobericht

Als Risiko definieren wir die Unsicherheit und Gefahr einer Planabweichung, mit der Möglichkeit erheblicher Verluste. Ein Großteil der Risiken lässt sich nur schwer quantifizieren und wird daher nach subjektiven Einschätzungen in den Prozess des Risikomanagements einbezogen. Endscheidungstheoretisch haben wir die Risiken wie folgt kategorisiert: Subjektive Eintrittswahrscheinlichkeit: Sehr unwahrscheinlich 5-10%, unwahrscheinlich 10-30%, sehr möglich 50-70%, wahrscheinlich 60-80%; Subjektive Ausprägung bzw. Stärke: gering, mittel, hoch; Fristigkeit bzw. Dauer einer Planabweichung: kurzfristig, mittelfristig, langfristig. Im Rahmen des Risikomanagements werden vier Gegenmaßnahmen definiert, Risiko: eingehen, verlagern, mindern, vermeiden.

aa) Markt

Für 2024 wurde zunächst von einem wahrscheinlich gleichbleibenden konjunkturellen Branchenumfeld mit nur moderatem Wachstum ausgegangen. Die Zahl der weltweit produzierten Autos wird um 6% sehr möglich wachsen.

Das Risiko, dass das Marktumfeld nochmal erheblicher einbricht, wird als unwahrscheinlich angesehen. Das Unternehmen würde jedoch mit Kostensenkungsmaßnahmen, insbesondere bei den Personalkosten reagieren; so ist im ersten Schritt die Einführung von Kurzarbeit denkbar.

bb) Technologie

BUDERUS produziert und vertreibt Präzisionswerkzeugmaschinen mit zugesagten Leistungs- und Qualitätsparametern. Denkbar ist, dass zugesagte Parameter nicht eingehalten werden können, es dadurch zu Garantieleistungen und Pönalen kommt oder womöglich Aufträge rückabgewickelt werden müssen. Aufgrund der hohen technologischen Kompetenz von BUDERUS, der Qualifikation der Mitarbeiter und der langjährigen Erfahrung mit dem BUDERUS Produktprogramm erachten wir dieses Risiko als begrenzt. Allerdings wurden im Rahmen des Optimierungsprogrammes spezielle Maßnahmen definiert, um die technologische Kompetenz der Gesellschaft weiter zu festigen. Bei Auftragsannahme wird u.a. eine technologische Risikobeurteilung vorgenommen. Pönalen mussten in der Vergangenheit gezahlt werden; die Garantieleistungen bewegten sich allerdings in einem branchenüblichen Rahmen. Durch das weiterentwickelte Produktprogramm hin zu mehr Standardmaschinen mit Baukastensystem kann die Gesellschaft die technologischen Risiken weiter minimieren.

cc) Beschaffung

Risiken auf der Beschaffungsseite bestehen zum Beispiel im Ausfall von strategischen Lieferanten oder Lieferengpässe durch überlange Liefertermine, die die pünktliche Auslieferung der Produkte verzögern könnte. Wir versuchen Lieferengpässe zu vermeiden durch eine vorausschauende, frühzeitige Disposition und eine gruppenweite Lagerhaltungsstrategie kritischer Komponenten.

dd) Fertigung

Die derzeitige Marktlage verlangt immer schnellere und stärkere Anpassungen durch schwankende Kapazitätsbedarfe und extreme Lieferzeitanforderungen. Dem begegnen wir mit unserer flexiblen Arbeitszeitregelung sowie weiteren Flexibilisierungsmöglichkeiten. Die Produktivität und Qualität der eigenen Fertigung gilt es im Rahmen des laufenden Optimierungsprogrammes weiter zu steigern. Denkbar wäre, dass die Fertigung von BUDERUS technologisch und/oder wirtschaftlich nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Dieses Risiko erachten wir als recht unwahrscheinlich, da BUDERUS seine Kapazitäten am Markt anbietet und seit Jahren Drittkunden hat. BUDERUS verfügt seit Jahrzehnten über ein eigenes Fertigungs-Know-how und qualifizierte Mitarbeiter und investiert kontinuierlich in die neuesten Technologien/Maschinen. Die Deckung des Bedarfes an hochqualifizierten Fachkräften bleibt auch in 2024 eine Herausforderung. Auf ausgeschriebene Stellen kommen immer weniger Bewerbungen und es dauert häufig mehrere Monate, um eine Stelle nachzubesetzen. Als Maßnahme werden gezielt Rekruter eingesetzt und Personal kann kurzfristig über Leiharbeitsagenturen beschafft werden.

ee) Entwicklung

Denkbar wäre, dass BUDERUS Maschinen kopiert werden oder Wettbewerber leistungsfähigere Maschinen in den Markt bringen. Dieses Risiko erachten wir als vergleichsweise gering, da BUDERUS in definierten Marktnischen tätig ist mit hohen Eintrittsbarrieren. Weiterhin versucht BUDERUS durch kontinuierliche Weiterentwicklung des Maschinenprogramms und hohe Entwicklungsaufwendungen seinen technologischen Vorsprung zu halten und auszubauen.

ff) Finanzwirtschaft

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeder Art.

Aufgrund der negativen Ergebnisse in 2021, 2022 und 2023 besteht eine kritische Liquiditätslage, die auch für 2024 erwartet wird. Dem gegenüber steht die Zugehörigkeit zum DVS TECHNOLOGY AG - Konzern, die zu einer gewissen Absicherung führt. Die Liquiditätslage kann durch weitere Maßnahmen des Working Capital Managements verbessert werden. Dabei stützen wir uns auch auf die Bonität unserer Kunden und erwarten dementsprechend geringe Ausfälle. Zur Unterstützung wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt und dieser permanent an die aktuelle Entwicklung angepasst.

Die Gesellschaft hat in den letzten drei Geschäftsjahren Jahresfehlbeträge erwirtschaftet und plant für das kommende Geschäftsjahr ebenfalls einen Fehlbetrag. Die Fehlbeträge müssen finanziert werden, um die Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Für die Finanzierung ist die Unterstützung der Muttergesellschaft beziehungsweise der verbundenen Unternehmen des Konzerns notwendig.

Die Gesellschaft sowie die DVS Gruppe befinden sich in einer angespannten Liquiditäts- und Ertragssituation. Die DVS TECHNOLOGY AG hat ihren Betriebsmittel-Finanzierung (sog. Club-Deal) als auch die bestehenden Verträge mit den Avalkreditgebern in 2023 neu verhandelt. Die Endfälligkeiten der ausgelegten Darlehensbeträge sind nunmehr der 30. Dezember 2026. Im Vorfeld des Neuabschlusses der Finanzierungsvereinbarung wurde ein IDW S6 Gutachten für die DVS-Gruppe erstellt. Dieses Gutachten bescheinigt die Zukunfts- und Sanierungsfähigkeit der DVS-Gruppe und bestätigt das zugrundeliegende Turnaround Konzept, welches aufzeigt, dass die DVS TECHNOLOGY AG und die DVS-Gruppe künftig in der Lage sein werden, vor dem Hintergrund des Abschlusses der neuen Finanzierungsvereinbarung, ihren finanziellen Verpflichtungen vollumfänglich nachzukommen. Auf Basis der Planungsrechnung besteht eine positive Fortbestehensprognose. Sollten die der Planung zugrundeliegenden Annahmen nicht eintreten, kann sich ein bestandsgefährdendes Risiko ergeben.

Bis zum Bilanzerstellungsdatum befindet sich die DVS-Gruppe auf dem Sanierungspfad, die wesentlichen Finanzkennzahlen des Sanierungsgutachtens werden eingehalten.

Die Gesellschaft ist als Garant und Sicherheitsgeber zum Stichtag im Konsortialdarlehensvertrag (Laufzeit bis 30.12.2026) angeführt. Gemäß §251 HGB bestehen Haftungsverhältnisse aus dem Sicherheiten-Pool des Konsortialdarlehensvertrags der DVS Technology AG für eine gesamtschuldnerische Bürgschaftsverpflichtung gegenüber den Finanzierungspartnern des Bankenkonsortiums. Unsere Bürgschaftsverpflichtung enthält eine "Limitation Language", die bezweckt, dass im Falle einer Haftungsinanspruchnahme die Kapitalerhaltungsvorschriften der §§30 und 31 GmbHG eingehalten werden. Für die zum Bilanzstichtag bestehenden und durch den Sicherheiten-Pool besicherten Finanzverbindlichkeiten des DVS Technology AG Konzerns haften wir gesamtschuldnerisch neben anderen. Zum Stichtag umfasst die Verpflichtungen aus Bürgschaften TEUR 52.796 (Vorjahr TEUR 51.828). Hinsichtlich des Umfangs des Haftungsverhältnisses aus gewährten Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten wird auf die Ausführungen im Anhang hingewiesen. Anhaltspunkte, die ein gesteigertes Risiko indizieren könnten, liegen mit Verweis auf die vorherigen Ausführungen nicht vor.

Die DVS-Gruppe befindet sich in der Sanierungsphase, die eng von einer Restrukturierungsberatung und einem CRO begleitet wird. Die Sanierungsplanung beinhaltet Maßnahmen zur Liquiditätsstärkung durch die Gesellschafter und den Abbau von Working Capital sowie zur Stabilisierung und Wiederherstellung der Ertragskraft der DVS-Gruppe. Maßnahmen könnten nicht wie geplant umgesetzt werden, was sich negativ auf die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft auswirken könnte.

gg) Finanzinstrumente

Als Finanzinstrumente sind im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Finanzierungsdarlehen anzusehen.

Bei den Forderungen begegnen wir dem Marktpreis- sowie Ausfallrisiko durch die Bonitätsprüfungen sowie einer fast ausschließlichen Fakturierung in EUR.

Bei den Verbindlichkeiten vermeiden wir Marktpreisrisiken durch den Einkauf überwiegend in EUR. Bestehen Fremdwährungspositionen wird fallweise über eine Absicherung entschieden.

Alle Kredite sind ebenfalls in EUR. Zinsänderungsrisiken werden stetig überwacht, ggf. wird über den Einsatz von Sicherungsinstrumenten entschieden.

Das Liquiditätsrisiko wird durch die Einbindung in die Finanzierungsvereinbarungen für die Gruppe gesteuert. Devisen- und/oder Zinsswaps oder andere derivative Instrumente sind lediglich in einem Fall abgeschlossen worden.

d) Chancenbericht

aa) Markt

In den Prognosen für das Jahr 2024 wird von einer eingetrübten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit einem geringen Wachstum bzw. in Europa einer Stagnation ausgegangen. Für die Automobilindustrie wird ein leicht verbessertes Branchenumfeld bzw. höhere Absatzzahlen für 2024 prognostiziert. Wir registrieren jedoch im ersten Quartal eine Kaufzurückhaltung bei der Verbreitung der Elektromobilität.

Automobilmarkt global: Seit 2020 liegen die Absatzzahlen deutlich unter dem früheren Niveau

Nach dem Einbruch/Rückgang der weltweiten Automobilproduktion in 2020 um rd. 14% auf nur noch 78 Mio. Fahrzeuge ist es in 2021 und 2022 zu einer Steigerung auf rd. 81 Mio. Fahrzeuge gekommen mit einer differenzierten Entwicklung in den Regionen. Eine bessere Entwicklung in 2022 wurde ausgebremst durch die gewaltigen Lieferkettenthemen insbes. in der Elektroindustrie und in Europa durch den Ukraine-Krieg. In 2023 konnte der weltweite Automobilabsatz auf rd. 85 Mio. Fahrzeuge gesteigert werden auch aufgrund der Abarbeitung von Auftragsbeständen aus 2022. Für 2024 erwartet die LBBW mit einer mittleren Wahrscheinlichkeit, dass es zu steigenden Absatzzahlen in allen Regionen kommt mit einem Wachstum von rd. 6% auf rd. 90 Mio. produzierte Autos weltweit. Allerdings ist diese Zahl noch rd. 5 Mio. Fahrzeugen von der Rekordzahl aus 2018 mit 95 Mio. weltweit produzierten Autos entfernt. Die meisten Prognosen gehen davon aus, dass die Stückzahlen von vor der Krise frühestens in 2026 erreicht werden

Elektro-Mobilität gewinnt kontinuierlich an Bedeutung

Initiiert durch Fördermaßnahmen und Regulatorik sind die Absatzzahlen der BEV seit Anfang 2020 kontinuierlich gestiegen.

In 2022 wurden weltweit knapp 8 Mio. BEV neu zugelassen. Dies entspricht einem Marktanteil von ca. 10%. Gegenüber dem Vorjahr betrug der Zuwachs 60%.

Größter Einzelmarkt in 2022 war China mit 5,0 Mio. BEV-Zulassungen, gefolgt von Europa mit ca. 1,6 Mio. Einheiten. In Deutschland lag der BEV-Anteil 2022 bei 17,7% (Vj: 13,6%) und damit auf dem Diesel-Niveau.

Die aktuellen Prognosen gehen davon, dass in 2023 ca. 11 Mio. BEV verkauft werden (Marktanteil ca. 13%). Bis 2025 wird der Anteil kontinuierlich weiter steigen.

PHEV verlieren u.a. wegen zurückgehender Förderung in Deutschland an Dynamik. In anderen Regionen (z.B. China) gewinnt die Technologie an Bedeutung.

Die weltweite Automobilindustrie steht unverändert vor gewaltigen Herausforderungen in den nächsten Jahren. Der Transformationsprozess hin zur E-Mobilität hat sich in 2023 beschleunigt. Die Frage ist mit welcher Geschwindigkeit und mit welchen Stückzahlen wird sich die E-Mobilität in den nächsten Jahren weiterentwickeln. Dabei wird der Trend der Hybridisierung abnehmen, jedoch ist das Angebot und der Absatz an reinen Elektrofahrzeugen stark gestiegen. Der Transformationsprozess durch die E-Mobilität erfordert von den OEMs und Zulieferern hohe Investitionen. Diese Entwicklung bietet auch enorme Chancen: Wertschöpfungsketten werden neu aufgeteilt, neue Anbieter entstehen, die Kunden suchen flexible Fertigungskapazitäten. Daher wird sich die Investitionsbereitschaft in unserer Hauptkundengruppe, der Automobilindustrie und deren Zulieferer, weiter auf hohem Niveau sein und ist unserer Einschätzung nach intakt, da die Umstellung auf Hybrid- und Elektroantriebe hohe Investitionen erfordert. Buderus hat sich vor diesem Hintergrund auf Bearbeitungslösungen für strategische Bauteile von Elektro- und Hybridfahrzeugen z.B. Hohlräder, E-Wellen schon frühzeitig spezialisiert. Durch unsere Expertise sind wir nicht nur Maschinenlieferant, sondern können unsere Kunden aktiv mit unseren Versuchs- und Fertigungskapazitäten in der Prototypen- und Ramp-up-Phase unterstützen.

Auch in anderen für uns wichtigen Abnehmerbranchen wie z.B. allgemeiner Maschinenbau wird sich die Nachfragesituation stabilisieren.

Die Entwicklung in der Automobilbranche wird je nach Region und Fahrzeugsegment unterschiedlich ausfallen. China wird wahrscheinlich weiterwachsen und seine Stellung als größter Markt, auch für die E-Mobilität, weiter festigen. In Europa ist eine moderate, stagnierende Entwicklung wahrscheinlich. In den USA wird recht wahrscheinlich auch weiterhin in unseren Marktsegmenten investiert mit einem leichten Wachstum von 1% in 2024. Am Markt ist der Trend zur Forderung nach immer kürzeren Lieferzeiten ungebrochen.

bb) Technologie

Seit Jahren erarbeitet BUDERUS in enger partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Kunden Konzepte, die speziell auf die gestellten Anforderungen und Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet sind. Hierdurch wird die bestehende Produktpalette weiterentwickelt. Das BUDERUS spezifische simultane Außenrundschleifen sowie die Kombinationsbearbeitung von Bohrungsschleifen, Bohrungshonen sowie Hartdrehen sind Beispiele für neue Verfahrenskombinationen, die BUDERUS in der Vergangenheit am Markt eingeführt hat und welche sich mehr und mehr als Standard etabliert haben. Durch gemeinsame Forschung und Entwicklung mit unseren Schwesterfirmen NAXOS-DISKUS Schleifmittelwerke GmbH und DVS Tooling GmbH als Werkzeuglieferanten konnten die Werkzeugstandzeiten in den letzten Jahren weiter erhöht und die Bearbeitungszeiten verkürzt werden; dies aber auch durch den Einsatz von CBN-Schneidmitteln. Unsere neuen Maschinenkonzepte iCompact und V300 TG sind bei den ersten Kunden im Einsatz und werden unsere Marktposition in den Zukunftsmärkten stärken. Gerade für die iCompact liegen eine Vielzahl an Anfragen durch diverse Kunden vor. Dies trägt zur internen Zielsetzung, mehr Standardmaschinen zu verkaufen, bei.

cc) Beschaffung

In 2023 stand unser Beschaffungsmarkt zwar einerseits unverändert im Zeichen geopolitischer Krisen (Ukrainekrieg, Nahostkonflikt) aber andererseits sich normalisierender Lieferketten und Lieferzeiten. Aufgrund der aktuellen Markt- und Nachfragesituation hat der Preiserhöhungsdruck deutlich abgenommen. Wir gehen davon aus, dass wir in 2024 Preiserhöhungen abwehren können oder, wenn dies nicht möglich ist, Preissteigerungen im niedrigen einstelligen Prozentbereich wahrscheinlich akzeptieren müssen, die wir durch Verkaufspreiserhöhungen und Produktmixverschiebungen mindestens ausgleichen wollen. Die Beschaffungsstrategie ist für unsere Sondermaschinen aufgrund hoher Qualitäts- und Lieferzeitanforderungen sowie niedriger Stückzahlen überwiegend lokal. Weiterhin fertigen wir fast alle mechanischen Schlüsselkomponenten unserer Maschinen in der eigenen Firmengruppe. Auch der Werkzeugbedarf wird zunehmend über DVS Gruppengesellschaften abgedeckt, was die Wettbewerbsfähigkeit verbessert (Technologie, Kosten).

e) Gesamtbetrachtung

Die Gesellschaft ist weitgehend abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung der von ihr bearbeiteten Branchen und Märkte, wobei wir insgesamt von einer weiteren Erholung in 2024 ausgehen. BUDERUS ist in definierten Marktnischen des Sondermaschinenbaus tätig.

Risiken können sich aus dem Verhalten und der Entwicklung von Wettbewerbern, der weiteren Konjunktur- und Marktentwicklung, anhaltender geopolitischer Krisen oder handelspolitischen Konflikten/Barrieren ergeben. Chancen ergeben sich durch das eingeleitete Optimierungsprogramm.

Wie im Abschnitt 4. c. ff) sowie im Anhang dargestellt, kann sich ein bestandsgefährdendes Risiko für die Gesellschaft ergeben, wenn die der Planung zugrundeliegenden Annahmen nicht eintreten sollten.

 

Aßlar, 29. Mai 2024

Buderus Schleiftechnik GmbH, Aßlar

Geschäftsführung

Rolf Rickmeyer

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