Aberg Axles GmbH
Selbe AdresseIngenieurbüros für Tragwerksplanung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bartosz Marcin Bielak seit 21.5.2026 | Geschäftsführer |
Julia Herholz Siems seit 18.7.2025 | Geschäftsführer |
Christoph Pastucha seit 27.2.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
WIELTON SPÓŁKA AKCYJNA | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 94.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Langendorf GmbHWaltropJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20221. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Die Langendorf GmbH ist ein international agierendes Unternehmen der Nutzfahrzeugbranche und stellt die folgenden Fahrzeugtypen her: Kippfahrzeuge:
Innenlader:
Tieflader:
Fahrgestelle In Abhängigkeit der Produktsegmente ist die Langendorf GmbH auf unterschiedlichen Absatzmärkten vertreten, bei den Kippern liegt die Konzentration auf den Absatzmärkten in Deutschland, Österreich, Schweiz und Skandinavien. Der Absatzmarkt für die Floatliner konzentriert sich auf Europa, die Flatliner haben in Osteuropa noch nicht die gleiche Marktdurchdringung erfahren, wie in Westeuropa. Im Bereich der Tieflader und hier insbesondere bei den Satteltiefladern gewinnen wir aktuell deutlich an Markt, was auf der einen Seite auf ein leistungsfähiges Angebotsprogramm zurückgeführt werden kann und andererseits auch auf die langen Lieferzeiten der Wettbewerber in diesem Markt, die sowohl durch die Rüstungsindustrie als auch durch die Nachfrage im Bereich der erneuerbaren Energien induziert sind. 1.2 Forschung und Entwicklung Die Langendorf GmbH verfügt über eine eigene Konstruktionsabteilung, in welcher 16 Arbeitnehmer beschäftigt sind, die sich für die Konstruktion unserer Produktpalette verantwortlich zeichnen. Im Rahmen dieser Tätigkeiten wird Entwicklung betrieben, um unsere Produkte weiterzuentwickeln, neue Produkte zu generieren oder Produkte an die spezifischen Wünsche unserer Kunden anzupassen. Die Abteilung wurde in den vergangenen beiden Geschäftsjahren erweitert, da wir durch die Übernahme der Fertigung von Fahrgestellen für unser Schwesterunternehmen Lawrence David am neuen Standort der Langendorf Gruppe in Wielun (PL) und Waltrop entsprechende technische Betreuungskapazitäten aufbauen mussten. Hierbei wächst ein Team aus Ingenieuren und Technikern am Standort Waltrop und Wielun zusammen. Als Ergebnis der Tätigkeiten werden eigenerzeugte Leistungen aktiviert. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nachdem das Geschäftsjahr 2021 durch deutliche Marktrückgänge insbesondere bei den Glasinnenladern gezeichnet war und die Corona-Krise dann eine zusätzliche Kaufzurückhaltung bei unseren Kunden herbeiführte, spürten wir zu Beginn des Jahres 2022 eine deutliche Zunahme des Auftragseingangs. Insbesondere bei den Innenladern konnten wir eine Belebung des Auftragseingangs bereits in der zweiten Jahreshälfte 2021 verspüren. Im deutschen Kippermarkt waren die Zahlen für 2022 durch sehr hohe Auftragsbestände aus dem Jahr 2021 gezeichnet und erfuhren durch Nachholeffekte ab ca. November 2021 erneut eine Belebung für Lieferungen im Jahr 2022. Das war im Wesentlichen noch durch das Programm der Bundesregierung zur Modernisierung und Digitalisierung der Nutzfahrzeugflotte verursacht. Trotz der teilweise negativen Indikatoren insbesondere auf dem deutschen Baumarkt ging die Gesamtzulassung des Jahres 2022 nur um ca. 1 % auf 4.583 (Zulassungsstatistik KBA) zurück. Der Markt für Tieflader zeigte eine positive Tendenz, was einerseits durch Transporte im Rüstungsbereich und andererseits auf gestiegene Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energien erklärt werden kann. Im Bereich der Innenlader sahen wir eine Belebung bei den Glasinnenlandern und einen weiter positiven Trend bei den Betoninnenladern, was wir auf die im Jahr 2022 gestiegene Rationalisierung und Vorfertigung im Rahmen der Bautätigkeit zurückführen. 2.2 Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2022 konnte die geplante Leistung trotz eines guten Auftragsbestandes zum Beginn des Jahres nicht erreicht werden, da mit dem 24.02.2022 der russische Angriffskrieg begann. Dieser führte auf allen Märkten zu einer großen Verunsicherung. Trotzdem konnte bei den Umsatzerlösen eine Steigerung von insgesamt T€ 8.817 (finanzieller Leistungsindikator) im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden, die Gesamtleistung des Unternehmens betrug T€ 65.712 inklusive der Bestandsveränderungen. Damit lag die Gesamtleistung bezogen auf das Kalenderjahr 2021, in dem die Gesamtleistung ca. T€ 55.275 betrug ca. 18 % höher als das Vorjahr. Dieser Effekt war im Wesentlichen auf die Ausweitung unserer Kapazitäten am Standort Wielun und einem Sonderauftrag, der dort im Geschäftsjahr abgewickelt wurde, zurückzuführen. 2.2.1 Beschaffung Da das Unternehmen den Bedarf an Rohmaterialien und Komponenten hauptsächlich im Inland und im EU-Ausland deckt, sind Kursrisiken auszuschließen. Bei der Preis- und Mengenentwicklung sind die Einkaufsmärkte für Stahl und Aluminium von besonderer Bedeutung. Die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges und die Zerstörung des Stahlwerkes in Mariupol im April 2022 führte zu einer dramatischen Verknappung von Stahlbrammen. Die Stahlpreise, die bereits im Jahre 2021 unter Druck waren, zeigten im Jahre 2022 teilweise Anstiege von bis zu 300 %. Auch die energieintensiven Materialien, wie Aluminium zeigten Steigerungen von zeitweise sogar 400 %. Daneben erfuhren wir, bedingt durch massive Lieferengpässe infolge der inhomogenen Produktionsanläufe nach der teilweisen Öffnung der corona-bedingten Restriktionen und den weiteren Einschränkungen der europäischen Importe aus Asien (hier insbesondere Stahl und Magnesium für die Aluminium-Produktion) massive Preiserhöhungen bei Vormaterialien. Wirksam wurden diese ab Mitte des Jahres und konnten leider nicht in vollem Umfang an unsere Kunden weitergegeben werden, wenngleich wir bereits ab April mit ersten Preiserhöhungen reagiert haben. Sogar bei Stahlkomponenten mussten wir teilweise Preiserhöhungen von 41 % für ganze Produktgruppen hinnehmen. Bei anderen Warengruppen machte sich die Kostensteigerung nur langsam und schleichend bemerkbar. Die Materialaufwandsquote stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr von 73,20 % auf 76,52 % an, die Erhöhung liegt in der Verschiebung zu margenschwächeren Produkten im Sortiment aber auch in den massiv gestiegenen Materialkosten begründet. Daneben verzeichnen wir eine Verdoppelung des Handelsumsatzes mit unserer Tochtergesellschaft der Langendorf Polska Sp.z.o.o.. Im Geschäftsjahr 2022 wurden Umsatzerlöse in Höhe von T€ 13.700 mit den in der Tochtergesellschaft hergestellten Produkten erzielt, im Vorjahr waren es nur T€ 7.779. Diese Steigerung ist ein Beleg dafür, dass wir mit der Entwicklung der SATÜ SMART - Reihe erfolgreich sind. Diese Veränderung hat Einfluss auf die Wertschöpfungsstruktur der Langendorf GmbH und somit Einfluss auf die Materialaufwandsquote. Um die geforderte Qualität der eingesetzten Waren und Dienstleistungen zu garantieren, setzt das Unternehmen auf Lieferantenbewertungen, welche im Qualitätsmanagementsystem detailliert dargelegt sind. Dies wird im Rahmen der jährlichen Auditierung des QS-Systems geprüft. 2.2.2 Investitionen Nachdem die Investitionen in die neue Produktionsstätte in Wielun (PL) im Jahr 2021 ca. T€ 3.000 betragen hatten, sind diese im Jahre 2022 abgeschlossen wurden und betragen insgesamt T€ 4.000. Die Investitionen im Geschäftsjahr 2022 konzentrierten sich auf die Fertigstellungen der Anlagen. Die Investitionen erfolgten durch unser Tochterunternehmen, die Langendorf Polska Sp.Z.o.o. am Standort Wielun (PL), im Rahmen der Fristenkongruenz und zur Stabilisierung der Cash Positionen wurden im Geschäftsjahr 2022 weitere T€ 500 und zu Beginn des Jahres 2023 weitere T€ 949 durch mittelfristige Refinanzierungen um finanziert. Am Standort Waltrop fokussierten sich die Investitionen in Höhe von T€ 282 auf kleinere Projekte im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Für die Planung des neuen Standortes wurden Aufwendungen in Höhe von T€ 170 aktiviert, die im Wesentlichen für die Layout Planung und Kosten für Gutachter zu begründen sind. 2.2.3 Personal Das Unternehmen bildet sowohl im kaufmännischen als auch im gewerblichen Bereich im dualen System aus. Je nach aktuellem Bedarf erfolgt teilweise die Übernahme der Auszubildenden nach Abschluss der Berufsausbildung. Zur Erhaltung des Know-how der Mitarbeiter bietet das Unternehmen regelmäßig die Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen bei Systemlieferanten und Fortbildungsinstituten an. Das Unternehmen beschäftigt im Jahresdurchschnitt insgesamt 161 Arbeitnehmer, davon sind 105 gewerbliche Arbeitnehmer. Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Fertigungsaktivitäten am Standort Wielun erfolgt perspektivisch eine weitere Reduzierung der gewerblichen Belegschaft am Standort Waltrop, die aber dafür mit einer höheren Kompetenz insbesondere die schwierigeren und komplizierten Fahrzeuge montieren. 2.2.4 Qualitätssicherungssysteme Zur Erreichung einer hohen Kundenzufriedenheit in Bezug auf die hergestellten Produkte und den im Hause angewendeten Prozessen wird ein Qualitätssicherungssystem angewandt. Die hierzu notwendige Zertifizierung nach dem Qualitätssicherungssystem DIN EN ISO 9001 in der Fassung 2015 haben wir im Rahmen einer Rezertifizierung im Juli 2022 durch den TÜV Hessen erhalten. Dieses Zertifikat ist bis zum 21.08.2023 gültig, das Überwachungsaudit ist für den Sommer 2023 terminiert. 2.2.5 Finanzierung Die Langendorf GmbH verfügt über eine solide - inklusive der Darlehen aus den stillen Beteiligungen des Hauptgesellschafters - Eigenmittelausstattung. Am 06.04.2022 wurde ein Teilbetrag der stillen Beteiligung von T€ 2.970 dem Eigenkapital hinzugeführt. Generell ist Langendorf durch Gesellschafter, Hausbanken, Finanzierungsinstitute und natürlich vereinbarte Zahlungsziele mit den Lieferanten finanziert. Im Geschäftsjahr 2018 wurde die Finanzierungsstruktur dahingehend verändert, dass die wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückgeführt und durch ein Intercompany-Loans mit verbesserten Konditionen ersetzt wurde. Der Mehrheitsgesellschafter, die Wielton S.A, Wielun (PL), hat die bereits bestehende Patronatserklärung aus dem Vorjahr am 27.01.2023 bis zum 31.12.2025 verlängert. Aufgrund möglicherweise sich anbahnender Finanzierungslücken im Zusammenhang mit der Corona-Krise wurden bereits im März 2020 Verhandlungen mit den Hausbanken aufgenommen, um die Finanzierungsstruktur der Gesellschaft zu stabilisieren. Der Langendorf GmbH wurde durch die Hausbank ein KFW - Darlehen aus dem KFW- Sonderprogramm 2020 am 15.04.2020 bewilligt. Das KFW-Darlehn wurde bis zum 31.12 2021 zu 100 % (T€ 2.000) in Anspruch genommen, aufgrund von Tilgungen valutiert der Saldo zum Stichtag bei T€ 1.000. Die letzte Tilgungsrate ist zum 31.12.2024 zu leisten. Die vorhandenen Kontokorrentlinien mit den Hausbanken wurden im Rahmen der vertraglichen Möglichkeiten für Investitionen aber auch für die Finanzierung der Betriebsmittel genutzt. 2.3 Lage Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 konnte die Langendorf GmbH bei einer Gesamtleistung von T€ 65.712 einen Rohertrag von T€ 16.773 erwirtschaften, im Vergleich zum Vorjahr stieg dieser um T€ 1.996 an. Die Bilanzsumme hat sich um T€ 1.185 auf T€ 21.759 erhöht. Das Anlagevermögen beträgt T€ 3.780 (Vorjahr T€ 3.940) und das Umlaufvermögen beträgt zum Bilanzstichtag T€ 17.133 (Vorjahr 15.808). Das Eigenkapital beträgt T€ 2.551 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.535 verbessert. Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 335 auf T€ 1.007 gesunken, davon entfallen T€ 402 für Garantieleistungen. Die Verbindlichkeiten betragen insgesamt T€ 18.200 und sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Hiervon entfallen insgesamt T€ 5.988 auf den Mehrheitsgesellschafter, davon sind T€ 4.308 durch Darlehnsverträge abgesichert. Im Vorjahr betrug der Wert T€ 8.895, dieser ist um T€ 2.970 gesunken, da dieser Betrag dem Eigenkapital hinzugeführt wurde. Der Restbetrag in Höhe von ca. T€ 1.000 sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, diese werden im Laufe des Geschäftsjahres 2023 mit der Position geleistete Anzahlungen für Projektentwicklungen mit dem Hauptgesellschafter verrechnet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen T€ 2.723 und sind um T€ 336 durch planmäßige Tilgungen gesunken. 2.3.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr 2022 deutlich erhöht, trotzdem blieb das EBIT hinter den Erwartungen, da massive Preiserhöhungen in der Beschaffung und zögerliche Haltungen unserer Kunden und damit einhergehende stark schwankende Auftragseingänge massiv auf die Margen wirkten. Das Niveau der Planung von T€ 75.762 konnte nicht erreicht werden, bei einer Gesamtleistung von T€ 65.712 was einer Planverfehlung von ca. 13 % zur Planung entspricht. Die Rentabilität beträgt 2,18 %, (Vorjahreswert -1,18%). Der Personalaufwand betrug T€ 10.895 und ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.059 angestiegen, was einem Zugang von 11 % entspricht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen T€ 6.4057 und sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.358 gestiegen, diese Erhöhung entspricht ca. 27 %. Das Betriebsergebnis (EBITDA) beträgt T€ - 615 und liegt damit deutlich unter dem Vorjahreswert von T€ 31. Das schwache Betriebsergebnis der Langendorf GmbH, verursacht durch den Krieg, die Energiekrise und die resultierende Erhöhung der Faktorpreise, muss im Kontext der guten Ergebnisse betrachtet werden, die sich aufgrund des Aufbaus des Fertigungsstandortes in Wielun innerhalb der Langendorf Polska Sp.z.o.o. ergeben haben und die in der Langendorf Service GmbH, Langendorf Trading GmbH und der SFL Grundstücksgesellschaft erwirtschaftet werden konnten. 2.3.2 Finanzlage Die Ertragslage des Unternehmens hatte unmittelbaren Einfluss auf die Finanzlage. Das Debitorenziel lag bei 36 Tagen und konnte somit leicht verbessert werden, der Vorjahreswert lag bei 38 Tagen. Die Kreditoren wurden im Schnitt nach 29 Tagen (Vorjahr 42) bezahlt, die Verbesserung ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass ein nicht unerheblicher Betrag nun in der Position Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zu zeigen ist. 2.3.3 Vermögenslage Das Anlagevermögen hat sich planmäßig entwickelt. Planmäßigen Abschreibungen von T€ 585 (Vorjahr T€ 748) stehen Investitionen von T€ 282 im Sachanlagevermögen und Investitionen in Höhe von T€ 437 bei den immateriellen Vermögensgegenständen gegenüber. Insgesamt beträgt das Anlagevermögen T€ 3.780. Das Umlaufvermögen beträgt T€ 17.133 und ist um T€ 1.324 gestiegen, hiervon entfallen T€ 10.135 auf die Vorräte, diese sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 343 gestiegen. Auf die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände entfallen T€ 6.602, diese sind um T€ 444 gestiegen. Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresfehlbetrag von T€ -1.434 verschlechtert. Gegenläufig wirkte eine stille Einlage des Gesellschafters in Form einer anderen Zuzahlung als Kapitalrücklage nach §272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von T€ 2.970. Zum Bilanzstichtag belief sich das Eigenkapital insgesamt auf T€ 2.551, der Vergleichswert des Vorjahres betrug T€ 1.016. Die Eigenkapitalquote beträgt 11,72 % der Vorjahreswert betrug 4,94 %. Die wirtschaftliche Eigenmittelquote inkl. der Darlehen gegenüber dem Mehrheitsgesellschafter mit qualifiziertem Rangrücktritt ist von 40,10 % auf 31,52 % wegen gesunken. Die Rückstellungen sind auf T€ 1.007 gesunken. ,Die Bankverbindlichkeiten betragen infolge der regelmäßigen Tilgungen T€ 2.723, der Vergleichswert des Vorjahres betrug T€ 3.060. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten ebenfalls um T€ 740 gesenkt werden und belaufen sich zum Stichtag auf T€ 3.868. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Der Nutzfahrzeugmarkt hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt wieder deutlich stärker gezeigt. Bei Standard-Curtainsidern zeigte der Markt zum Beispiel einen Anstieg von 29,3 % im Vergleich zum Vorjahr (Zulassungsstatistik KBA). Bei Kippern allerdings war der Markt insbesondere in der zweiten Jahreshälfte durch einen leichten Rückgang von 0,9 % etwas schwächer ausgefallen. Das abgelaufene Geschäftsjahr 2022 profitierte noch von den guten Auftragseingängen im Jahr 2021 infolge des Modernisierungsprogramms der Bundesregierung. Aufgrund der gestiegenen Zinsen und der hohen Baukosten erfährt der Markt für Bautätigkeiten eine deutliche Zurückhaltung, was sich insbesondere bei den Auftragseingängen für Kipper bereits in den letzten Monaten des Jahres 2022 abzeichnet. Mit diesen Aussichten traten wir in das Jahr 2023 ein. Außerdem wütet immer noch der Krieg in der Ukraine, wenngleich man feststellt, dass dieser kaum noch negativen Einfluss auf die Investitionstätigkeit hat. Im Bereich der Rüstungsgeschäfte zeigt der Markt sogar eine Erholung, was wir im Bereich der Tieflader spüren. Die Lieferzeiten unserer Hauptwettbewerber haben sich in diesem Segment erhöht. Insgesamt kommen wir vor diesem Hintergrund zu folgender Einschätzung: Bei den Innenladern gehen wir davon aus, dass durch die hohen Energiekosten die Investitionen im Glasbereich eher zurückhaltend sein werden. Die Erneuerung der Flotte wird sich hier sehr wahrscheinlich unterhalb des normalen Durchschnitts bewegen und perspektivisch auf das Jahr 2024 verschoben. Bei den sogenannten Flatlinern, die für den Transport von Betonfertigteilen vorgesehen sind, gehen wir aktuell von einer stabilen Seitwärtsbewegung aus. Einerseits werden viele Bauprojekte zurückgestellt, andererseits drängt bei den immer noch vorhandenen Projekten der Zwang zur Rationalisierung. Hier können unsere Flatliner einen deutlichen Beitrag leisten. Und mit unseren überarbeiteten Flexlinern zum "grünen Transport" von Konsumgütern können wir eine Kompensation der Rückgänge in den anderen Bereichen des Innenladers erreichen. An dieser Stelle zahlen sich nun die Anstrengungen der vergangenen Jahre aus. Bei den Kippern gehen wir von einem deutlichen Rückgang beim Absatz und bei der Produktion aus. Waren die letzten Monate des Jahres 2022 noch recht stark optimistisch geprägt, so haben die Ankündigungen einiger großer Immobilienfirmen in Deutschland zu Beginn des Jahres 2023 in diesem Segment zu einem deutlichen Rückgang der Nachfrageaktivitäten geführt. Aktuell erwarten wir, dass der Kippermarkt einen Rückgang von ca. 30 % zeigen wird. Insofern müssen auch wir unsere Absatzerwartungen für das Jahr 2023 als eher verhalten bezeichnen. Bei den Tiefladern bleiben wir optimistisch, da sich durch die weltweit anstehenden Investitionen in erneuerbare Energien und die Tätigkeiten im Rüstungsbereich auch bei unseren Wettbewerbern die Auftragsbücher weiter füllen. Diese Situation bietet uns die Möglichkeit wie ein "Hidden Champion" mehr oder weniger unbemerkt in den Markt einzutreten. Dabei gelingt es uns sogar Handelspositionen, die eine höhere Nachhaltigkeit versprechen, zu erobern. Diesem Bereich werden wir auch in den kommenden Jahren eine erhöhte Aufmerksamkeit schenken und die Weiterentwicklung unseres Programms betreiben. Unsere Fertigung für die Spezial-Chassis für unsere englische Schwestergesellschaft sind bereits vor Erstellung dieses Berichtes bis zum Jahresende ausgelastet. Hier zeigt sich, dass es für die Langendorf-Gruppe von enormer Bedeutung ist eine Produktgruppe im Programm zu haben, die eine kontinuierliche Fertigung ermöglicht und die auch perspektivisch ausgelastet scheint. Die Entwicklung der Vertriebsergebnisse der ersten zwei Monate geben uns Mut, dass wir eine akzeptable Auslastung der Produktion im Jahr 2023 erreichen. So reicht der Auftragsbestand zum Berichtszeitpunkt deutlich über die Jahresmitte hinaus, bezogen auf die Gesamtleistung konnten wir im Quartal 1/2023 den Planwert nahezu erreichen. Wir sind vorsichtig optimistisch, dass wir die geplante Gesamtleistung für das Jahr 2023, welche ca. 10 % über der Vorjahresleistung liegen soll, erreichen können. Allerdings können wir abschließend nicht einschätzen, ob alle Projekte für das Jahr 2023 auch durch unsere Abnehmer bereits für einen wirksamen Auftragseingang im Jahr 2023 zum Abschluss gebracht werden können. Das geplante EBITDA liegt deutlich oberhalb des Vorjahreswertes, wir planen eine Größenordnung von etwa T€ 1.000 für das laufende Geschäftsjahr. 3.2 Risikobericht Auf folgende Bereiche des Risikomanagements wird gesondert eingegangen: Devisenkursrisiken sind vorhanden, da die Beschaffung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ausschließlich in Deutschland und in Polen erfolgt. Der regelmäßige Warenaustausch betrifft auch Geschäfte mit Großbritannien. Für sämtliche Devisengeschäfte insbesondere zwischen unserer Tochter in Wielun (PL) und dem Stammwerk wurden im Rahmen der erwarteten Volumina Kurssicherungen vorgenommen. Risiken aus Wechselkursschwankungen im Geschäft mit unserem Mutterunternehmen werden durch Kurssicherungsgeschäfte unserer Mutter abgefedert. Anders sieht es aus bei den Geschäften mit unserer englischen Schwester. Hier haben wir aktuell keine Kurssicherungen vorgenommen. Dennoch halten wir uns den Weg zu solchen Maßnahmen weiterhin offen, wobei die Entscheidungen dazu regelmäßig von sachlichen Kosten-/Nutzenerwägungen geprägt sind. Das Ausfallrisiko bei den Forderungen ist weiterhin gering einzuschätzen, da die Geschäftsführung strikte Regeln für das Debitorenmanagement getroffen hat. In Zusammenarbeit mit Leasinggesellschaften und/oder eigener Bonitäts- und Risikoprüfung werden Kreditentscheidungen vorbereitet und getroffen. Dagegen wurden die Zahlungsbedingungen für größere Aufträge, insbesondere aus dem Ausland, deutlich verschärft. Bei Exportgeschäften werden in der Regel Anzahlungen vereinbart, die Auslieferung der Produkte erfolgt nur bei vollständiger Abrechnung bzw. Vorlage von Finanzierungsbestätigungen etwaiger Leasing- oder Finanzierungsgesellschaften. Bei Exportgeschäften außerhalb Europas werden in der Regel Dokumentenakkreditive vereinbart. Durch diese Maßnahmen ist es auch gelungen in der Zeit des Abschwungs nicht unverkäufliche Bestände anzuhäufen. Bestehende allgemeine Betriebsrisiken werden durch geeignete, präventive, organisatorische und technische Maßnahmen sowie adäquate Versicherungslösungen eingedämmt. Durch die kontinuierliche und unmittelbare Berichterstattung an die Geschäftsführung über risikorelevante Einflussfaktoren sowie Planabweichungen können wesentliche Risiken unmittelbar erkannt, bewertet und durch geeignete organisatorische Maßnahmen kompensiert werden. In den Arbeitsbereichen ist es uns bisher gut gelungen mithilfe von Hygieneregeln das aus einer einzelnen Infektion entstehende Risiko deutlich zu begrenzen. Dennoch mussten wir in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres deutliche Beeinträchtigungen durch die Corona-Krise hinnehmen, was sich in hohen Krankenständen widerspiegelte. Diese Entwicklung hat sich leider durch das gesamte Jahr 2022 fortgesetzt und konnte auch zu Beginn des Jahres 2023 noch nicht gestoppt werden. Wir begegnen diesem Risiko einerseits mit entsprechenden Mitarbeitergesprächen aber auch mit Förderungen der Gesundheit unserer Mitarbeiter durch unterstützende Partnerschaften mit Fitness-Centern, kostenlosen Impfangeboten und einem Leasingangebot für Fahrräder. Beschaffungsseitig sehen wir aktuell weniger Gefahren auf uns zukommen. Einerseits haben wir unsere Rahmenvertragsabkommen mit unseren wichtigsten Lieferanten deutlich aufgestockt, so dass wir mit einer höheren Preisstabilität auf der Einkaufsseite rechnen können. Andererseits gehen wir aktuell davon aus, dass sich im Laufe des Jahres 2023 der Druck auf den Zuliefermärkten aufgrund der allgemeinen Zurückhaltung entschärft. Die bereits eingetretene Markteintrübung zur Jahreswende wird auch auf dem Zuliefermarkt Spuren hinterlassen und erfahrungsgemäß sinkende Einkaufspreise zur Folge haben. Energietechnisch mussten wir uns zum Ende des Jahres 2022 von unserem alten Energieversorger verabschieden, da wir keine Vertragsverlängerung erhielten. Diesbezüglich haben wir uns entschieden über einen Broker Energie direkt über die entsprechenden Börsen einzukaufen. Diese Entscheidung scheint richtig gewesen zu sein, wenngleich wir natürlich beabsichtigen wieder eine tragfähige, langfristige Versorgungsstruktur zu bekommen. Durch den Einstieg in eine eigene Stahlverarbeitung in unserem neuen Werk in Polen konnten wir die Wertschöpfung erhöhen und damit das Risiko von unerwarteten Liefer-,aber auch besonders von Preisschwankungen auf dem Stahlmarkt abfangen. Da in diesem Bereich unsere Zulieferer mit erheblichen Deckungsbeiträgen wirtschaften, haben wir hier deutliche Möglichkeiten den wirtschaftlichen Spielraum für unser Unternehmen zu erhöhen realisiert und können auch auf kurzfristige Lieferschwankungen reagieren. Daneben werden wir durch weitere Verlagerungen der Wertschöpfung an unseren Standort in Polen den Kostensteigerungen insgesamt dämpfend entgegenwirken. Zu Beginn des Jahres 2023 haben wir hier weitere Schritte eingeleitet, die wir parallel mit einem sozialverträglichen Abbau der entsprechenden Arbeitsstellen an unserem Standort Waltrop begleiten. Im Jahr 2022 hatten wir mit Russland keinen Umsatz, der Umsatz in der Ukraine war mit lag bei rund T€ 0,1. Auf diesen Märkten war Langendorf niemals erfolgreich tätig und insofern sind wir froh, dass uns nicht noch Marktrückgänge aus dieser Richtung treffen. Was die hohen Preissteigerungen bei unseren Produkten betrifft, so konnten wir diese bis zum Anfang des Jahres 2023 durchhalten. Ob es uns gelingt, diese vor dem Hintergrund fallender Faktorpreise aufrechtzuerhalten kann zu Beginn des Jahres noch nicht ausgemacht werden. 3.3 Chancenbericht Im Markt konnten wir unsere Positionen gut verteidigen und gehen davon aus, dass das auch im kommenden Jahr wieder der Fall sein wird. Dennoch sehen wir, dass im Bereich der Standardkipper der Wettbewerb zunimmt, so dass wir unsere Strategie fortsetzen und uns in diesem Segment immer mehr auf die verbleibenden Nischen konzentrieren. Die vielen Entwicklungen des vergangenen Jahres (Schrottkipper und Agrarkipper) geben uns die Möglichkeit intensiver an den Nischen zu partizipieren, die von den großen Marktbegleitern weniger fokussiert bearbeitet werden. Daneben ist es uns insbesondere durch das sogenannte Smart-Line-Programm gelungen wieder Anschluss an den Markt der Tieflader zu finden. Dadurch haben wir neben dem Innenlader einen weiteren Markt gewinnen können, der uns zusätzlich zur Absicherung eines möglichst kontinuierlichen Absatzes dient. Mit der Ergänzung unseres Programms durch in Polen gefertigte Standard-Tieflader haben wir uns eine Möglichkeit erarbeitet, von der aus wir nun auch den kompletten Tieflader-Markt verstärkt für uns gewinnen können. Zur Auslastung unserer Kapazitäten in Polen haben wir aus dem Mutter-Konzern die Fertigung von Sonderfahrgestellen für unser Schwesterunternehmen Lawrence David übernommen. Diese teilweise standardisierten Fahrzeuge werden in größeren Stückzahlen gefertigt, sodass damit auch eine kontinuierliche Auslastung erreicht werden kann. Die Vorausschau für diese Fertigung reicht derzeit bereits in das Jahr 2024. Dabei ist zu erwähnen, dass wir im Jahre 2022 einen großen Auftrag eines weltweit tätigen Versenders aus dem Online-Bereich abgearbeitet haben und dadurch eine kontinuierliche Auslastung des neuen Standortes sicherstellen konnten. Durch das 2022 begonnene In-Sourcing-Programm in der Stahlbearbeitung in unserem Werk in Polen konnten wir deutlich mehr Spielräume generieren. Diese werden wir nun auf weitere Komponenten für den Standort Waltrop ausdehnen, da sich sowohl platztechnisch als auch kostentechnisch deutliche Vorteile durch den neuen Standort ergeben. Zum Ende des Jahres 2022 haben wir die Fertigung unserer Innenlader-Chassis an dem Standort Wielun vorgenommen. Dadurch ergibt sich einerseits ein Kostenvorteil und andererseits können wir die Lackiermöglichkeiten unseres Mutterunternehmens, der Wielton S.A. nutzen. Dadurch haben wir nun die Möglichkeit unsere Innenlader mit einer KTL-Beschichtung auszustatten, was den heute aktuellen höchsten Standards der Automotive-Industrie entspricht. Diese Möglichkeiten haben unsere Wettbewerber in dieser Form nicht. Die im Jahr 2022 begonnenen Maßnahmen zur Verbesserung der Abläufe werden umgesetzt und sind teilweise noch im Umsetzungsprozess. Insbesondere im Bereich der Beschaffung haben wir uns für 2022 vorgenommen das komplette Supply-Chain-Management zu professionalisieren und zu digitalisieren mit dem Ziel das Working-Capital deutlich zu reduzieren. Diese Maßnahmen greifen 2023 langsam. Die reduzierte Umsetzungsgeschwindigkeit im Jahre 2022 ist darauf zurückzuführen, dass wir zunächst ein neues Team aufbauen mussten und wir diesbezüglich erst gegen Ende des Jahres 2022 eine akzeptable Stabilität herbeiführen konnten. Nun gehen wir davon aus, dass die Maßnahmen in synchronisierter Form mit dem Standort Wielun zu einer Senkung des Working-Capital führen aber vor allem eine permanente Aktualität in den Beständen herbeiführen. Dieses wiederum lasst uns schneller und punktgenauer auf Marktanforderungen reagieren.
Waltrop, den 26.04.2023 Dr. Klaus Peter Strautmann Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20221 Allgemeine Angaben Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Waltrop und ist beim Amtsgericht Recklinghausen im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 7066 mit der Firma Langendorf GmbH eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Zusätzlich wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewandt. Weiterhin bilanziert die Gesellschaft unverändert unter Aufrechterhaltung der Fortführungsprämisse. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB beibehalten. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die in dem Jahresabschluss angegebenen Vorjahresbeträge beziehen sich, wenn nicht anders angegeben, auf das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021. 2 Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 2.1 Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Bei Aufstellung des Jahresabschlusses wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Für die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau wurden die Ausgaben für Eigen- und Fremdleistungen, die bis zum Stichtag für nicht fertiggestellte Investitionen in Sachanlagen angefallen sind, aktiviert. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800,00 (Geringwertige Wirtschaftsgüter) wurden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam als Abschreibung erfasst. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten, die selbstgefertigten Teile mit den Herstellungskosten angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt durch Anwendung der Durchschnittsmethode. Um die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe - soweit erforderlich - mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert anzusetzen, wurden Auslaufteile durch Altersabschläge abgewertet. Die unfertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten oder, soweit erforderlich, mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Herstellungskosten wurden neben den Fertigungs- und Materialeinzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung in Ansatz gebracht. Bestandsrisiken wurde ausreichend Rechnung getragen. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten, der Werteverzehr des Anlagevermögens sowie Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Den latenten Risiken wurde durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Zum Ansatz latenter Steuern wird auf Kapitel 4.5 verwiesen. 2.2 Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert bilanziert. Sonstige Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB wurden mit dem Nennwert bzw. in Höhe der zugrundeliegenden Verbindlichkeit angesetzt. 3 Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 3.1 Bilanz 3.1.1 Kapitalanteile gem. § 285 Nr. 11 HGB Die Gesellschaft besitzt folgende Kapitalanteile von mindestens 20 % an anderen Unternehmen:
3.1.2 Forderungen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. 3.1.3 Eigenkapital Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresfehlbetrag von T€ -1.434 verschlechtert. Gegenläufig wirkte eine stille Einlage des Gesellschafters in Form einer anderen Zuzahlung als Kapitalrücklage nach §272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von T€ 2.970. Zum Bilanzstichtag belief sich das Eigenkapital insgesamt auf T€ 2.551, der Vergleichswert des Vorjahres betrug T€ 1.016. Die Eigenkapitalquote beträgt 11,72 % der Vorjahreswert betrug 4,94 %. 3.1.4 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende wesentliche Rückstellungen:
3.1.5 Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 5.060.552,48 (Vorjahr: € 989.598,20) und gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 5.988.130,81 (Vorjahr: € 8.895.324,98) enthalten. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Verbindlichkeiten Spiegel dargestellt. 3.2 Gewinn und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse verteilten sich im Geschäftsjahr wie folgt: Umsatzspiegel nach Regionen für das Kalenderjahr
4 Sonstige Angaben 4.1 Anzahl der Beschäftigten Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer stellt sich wie folgt dar:
Neben den aufgeführten Arbeitnehmern haben sich durchschnittlich 13 (Vorjahr: 15) Beschäftigte in einem Ausbildungsverhältnis befunden. 4.2 Mitglieder der Geschäftsführung und Aufwendungen für Organe im Geschäftsjahr Der Geschäftsführung gehörte im Geschäftsjahr an:
Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB. 4.3 Konzernabschluss Die Wielton S. A., Wielun (Polen), stellt als Mutterunternehmen für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen zum 31. Dezember 2022 einen Konzernabschluss auf, in den der Jahresabschluss der Langendorf GmbH einbezogen wird. Dieser Abschluss wird bei der polnischen Finanzaufsichtsbehörde (Kosmisja Nadzoru Finansowego) elektronisch eingereicht und hinterlegt. Der Abschluss ist auf der Webseite der Warschauer Börse (Giełda Papierów Wartościowych w Warszawie SA (GPW)) einsehbar. 4.4 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen 4.4.1 Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag wie folgt:
4.4.2 Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme gem. § 285 Nr. 27 HGB Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus den oben genannten Haftungsverhältnissen wurde als gering eingeschätzt, weil die Geschäftsleitung davon ausgeht, dass die zugrunde liegenden Vertragsverhältnisse von allen Parteien ordnungsgemäß erfüllt werden. 4.4.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3 und 3a HGB Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte sonstige finanzielle Verpflichtungen des folgenden und der nächsten Geschäftsjahre, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen zum Bilanzstichtag in folgendem Umfang:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Sinne künftiger Zahlungsansprüche Dritter sind als Nettowert, d.h. ohne Umsatzsteuer, angesetzt. Die maximale Restlaufzeit der Verträge beträgt fünf Jahre. 4.5 Latente Steuern Latente Steuern wurden verrechnet in der Bilanz ausgewiesen. Der sich bei der Verrechnung ergebende aktive Überhang wird als aktive latente Steuer in der Bilanz ausgewiesen. Die latenten Steuern beruhen auf folgenden Differenzen:
Des Weiteren beruhen die latenten Steuern auf folgenden steuerlichen Verlustvorträgen:
Die Berechnung der latenten Steuern ist mit den unternehmensindividuellen am Abschlussstichtag gültigen Steuersätzen erfolgt. Der maßgebliche Steuersatz beträgt 33,2%.
Am Ende des Geschäftsjahres wird ein aktiver Überhang als Saldo aus aktiven und passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 816 ausgewiesen. 4.6 Ausschüttungsgesperrte Beträge Der ausschüttungsgesperrte Gesamtbetrag i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB ergibt sich wie folgt:
4.7 Abschlussprüferhonorar
4.8 Forschungs- und Entwicklungskosten Im Geschäftsjahr 2022 sind Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von T€ 415 für das Refresh der Langendorf Luftfederung angefallen, davon wurden T€ 415 als andere aktivierte Eigenleistung aktiviert. 4.9 Nachtragsbericht
4.10 Vorschlag der ErgebnisverwendungEs wird vorgeschlagen den Jahresfehlbetrag mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen.
Waltrop, den 26.04.2023 Dr. Klaus Peter Strautmann Entwicklung des Anlagevermögens Im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2022
Bestätigungsvermerk für das Geschäftsjahr 2022 Zu dem am 26.09.2023 festgestellten, vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 wurde der folgende Bestätigungsvermerk mit Datum vom 26. April 2023 erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Langendorf GmbH, Waltrop Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Langendorf GmbH, Waltrop, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Langendorf GmbH, Waltrop, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtürmern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 26. April 2023 Grant
Thornton AG
Achim Krichel, Wirtschaftsprüfer Fabian Herrgoss, Wirtschaftsprüfer |
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