Infineon Technologies Semiconductor GmbH

Pittlerstraße 47, 63225 Langen (Hessen), DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 81839
Vorher
Cypress Semiconductor Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
26.6.1987
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von elektronischen Geräten aller Art, insbesondere von integrierten Schaltungen, sowie Beratung bei der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von elektronischen Bauelementen aller Art und ähnlichen Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Edwin Moser
seit 28.4.2026
Geschäftsführer
Wolf Fronauer
seit 28.4.2026
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Cypress Semiconductor International Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Cypress Semiconductor International Inc.
United States
25.600 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Infineon Technologies Semiconductor GmbH

Aschheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

BILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2023

AKTIVA

30.9.2023 30.9.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 99.676,13 182.852,09
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 19.715.558,06 20.071.509,26
2. Sonstige Vermögensgegenstände 675.991,41 241.708,19
20.391.549,47 20.313.217,45
II. Guthaben bei Kreditinstituten 1.388.722,19 475.434,13
21.780.271,66 20.788.651,58
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 14.715,34 15.387,38
21.894.663,13 20.986.891,05

PASSIVA

30.9.2023 30.9.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.600,00 25.600,00
II. Gewinnvortrag 12.857.967,29 12.067.063,30
III. Jahresüberschuss 1.400.819,95 790.903,99
14.284.387,24 12.883.567,29
B. RÜCKSTELLUNGEN 5.997.046,30 6.989.972,25
C. VERBINDLICHKEITEN 1.165.270,40 1.113.351,51
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 316.606,32 (Vorjahr: EUR 462.531,68)
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 447.959,19 0,00
21.894.663,13 20.986.891,05

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1.10.2022 BIS ZUM 30.9.2023

1.10.2022 - 30.9.2023 1.1. - 30.9.2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 24.384.784,60 18.997.507,03
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -16.425.550,89 -13.453.514,70
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.105.376,94 -1.550.307,57
- davon für Altersversorgung: EUR -444.021,00 (Vorjahr: EUR -312.720,00)
-18.530.927,83 -15.003.822,27
3. Abschreibungen auf Sachanlagen -58.786,20 -58.837,80
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.823.313,76 -2.793.595,56
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR -19.771,25 (Vorjahr: EUR -1.876,97)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.733,00 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -18.711,00 -26.715,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -537.137,83 -323.632,41
- davon Aufwendungen aus der Zuführung von passiven latenten Steuern: EUR -447.959,19 (Vorjahr: EUR 0,00)
8. Ergebnis nach Steuern 1.434.640,98 790.903,99
9. Sonstige Steuern -33.821,03 0,00
10. Jahresüberschuss 1.400.819,95 790.903,99

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. OKTOBER 2022 BIS 30. SEPTEMBER 2023

Allgemeine Hinweise

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon- Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Bei dem vorliegenden Jahresabschluss handelt es sich bei den Angaben zum Vorjahr um ein Rumpfgeschäftsjahr (1. Januar bis 30. September 2022). Die aktuellen Zahlen sind daher nur eingeschränkt mit denen des Vorjahres vergleichbar.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Infineon Technologies Semiconductor GmbH mit Sitz in Aschheim im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 81839 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, entsprechend den voraussichtlichen Nutzungsdauern von einem bis 10 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten bilanziert.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und Vorruhestandsverpflichtungen werden nach der projizierten Einmalbeitragsmethode unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangen zehn Jahre von 1,81 % (Vj.: 1,78 %) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,35 % (Vj.: 2,50 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 0,0 % (Vj.: 0,0 %) berücksichtigt.

Für Vermögensgegenstände die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristigen fälligen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung (inkl. der Effekte aus Zinsänderungen) der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Finanzergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögengsgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Die Steuerrückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erfasst.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wir allen erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten sowie drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Künftige Kosten- und Preissteigerungen zum Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden angemessen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.

Fremdwährungsforderungen beziehungsweise Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Vermögensgegenständen und Schulden mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr erfolgt die Umrechnung ohne Beachtung des Anschaffungskostenbeziehungsweise Realisations- und Imparitätsprinzips. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt (letzte Seite des Anhangs).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände waren wie folgt:

30.09.2023 30.09.2022
TEUR TEUR
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 19.716 20.071
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 20.071
Sonstige Vermögensgegenstände 676 242
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
20.392 20.313

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

In EUR Pensionen Altersteilzeit
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 1.341.322 0
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 191.698 0
Verrechnete Aufwendungen 8.050 385
Verrechnete Erträge 27.117 0

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB (Vorjahr):

In EUR Pensionen Altersteilzeit
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 878.499 93.361
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 164.581 85.568
Verrechnete Aufwendungen 30.905 552
Verrechnete Erträge 4.794 0

Der nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren beträgt EUR 28.617 (Vj .: EUR 47.908).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel

in TEUR 30.09.2023 30.09.2022
Restlaufzeit Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr 5 Jahre gesamt bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 88 0 228 316 146 316 462
Übrige Verbindlichkeiten 849 0 0 849 651 0 651
937 0 228 1.165 797 316 1.113

Entwicklung latenter Steuersalden

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Saldo
TEUR TEUR TEUR
30.09.2022 184,9 165,6 19,3
30.09.2023 173,2 621,1 -447,9
Veränderung -11,7 455,5

Im Vorjahr wurde von dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB bei aktiven latenten Steuern kein Gebraucht gemacht.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge i. H. v. TEUR 170 (Vj.: TEUR 15 aus der Auflösung von Rückstellungen) aus der Realisierung von Altforderungen enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge und Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge weisen den Saldo aus der Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB der Aufwendungen aus der Aufzinsung von Altersteilzeit- und Pensionsrückstellungen mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen aus.

Im Hinblick auf das Vorjahr, weisen die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen den Saldo aus der Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB der Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen aus.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aus der zukünftigen Anwendung des Mindeststeuergesetzes (MinStG) sind für die Gesellschaft keine Auswirkungen zu erwarten.

Sonstige Angaben

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss von EUR 1.400.819,95 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen in Höhe von TEUR 5.960 (Vj.: TEUR 4.272) sonstige finanzielle Verpflichtungen, welche aus Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen resultieren. Die Verträge enden im Zeitraum zwischen 22. September 2024 und 30. Juni 2035.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen verteilen sich wie folgt:

2024 2025 2026 2027 und später Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
951 519 500 3.990 5.960

Geschäftsführung

Paul Bentley, Bicknor, England, Vice President Sales & Marketing CSS bei Infineon Technologies Reigate Ltd., Bristol (UK)

Christian Apel, Pfaffenhofen, Vice President Accounting, Controlling & Tax bei Infineon Technologies AG, Neubiberg

Mitarbeiter

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren durchschnittlich während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen 1.10.2022-30.09.2023 Anzahl 1.1.-30.9.2022 Anzahl
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 113 115
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 6 6
Gesamt 119 121

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Infineon Technologies Semiconductor GmbH wird in den Konzernabschluss der Infineon Technologies Ag, Neubiberg einbezogen.

Die Infineon Technologies AG stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen auf.

Der Konzernabschluss der Infineon Technologies AG ist bei der Infineon Technologies AG, Investor Relations & Financial Communication, Am Campeon 1-15, 85579 Neubiberg oder unter www.infineon.com erhältlich.

 

Aschheim, 17. September 2024

Paul Bentley, Geschäftsführer

Christian Apel, Geschäftsführer

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2022/23

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Okt. 2022 Zugänge Abgänge 30. Sep. 2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Geschäfts- oder Firmenwert 733.429,50 0,00 0,00 733.429,50
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.390.449,97 11.031,85 971.010,12 430.471,70
2.123.879,47 11.031,85 971.010,12 1.163.901,20
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Okt. 2022 Zugänge Abgänge 30. Sep. 2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Geschäfts- oder Firmenwert 733.429,50 0,00 0,00 733.429,50
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.207.597,88 58.786,20 935.588,51 330.795,57
1.941.027,38 58.786,20 935.588,51 1.064.225,07
NETTOBUCHWERTE
30. Sep. 2023 30. Sep. 2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 99.676,13 182.852,09
99.676,13 182.852,09

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. OKTOBER 2022 BIS 30. SEPTEMBER 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Infineon Technologies Semiconductor GmbH (bis zum 30. Juni 2022: Cypress Semiconductor GmbH; im Folgenden "Gesellschaft") mit Sitz in Aschheim ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 81839 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von elektronischen Geräten aller Art, insbesondere von integrierten Schaltungen, sowie die Beratung bei der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von elektronischen Bauelementen aller Art und ähnlichen Produkten.

Die Gesellschaft ist auf der Grundlage entsprechender Vereinbarungen im Wesentlichen im Bereich Forschung und Entwicklung ("F&E") für und im Auftrag von Cypress Semiconductor Corporation mit Sitz in Delaware, USA (im Folgenden "Auftraggeber" oder "Cypress"), tätig. In einem vergleichsweise untergeordneten Umfang bietet die Gesellschaft auch technische Unterstützungs- und Betreuungsleistungen für Kunden des Auftraggebers an. Für diese Auftragsarbeiten erhält die Gesellschaft eine Vergütung, die die Erstattung der im Rahmen der Dienstleistung entstandenen operativen Kosten sowie einen marktüblichen Gewinnaufschlag umfasst (im Folgenden "Routinevergütung").

Der Bereich F&E konzentriert sich auf die Entwicklung und das Design neuer Halbleiterprodukte, Designmethoden sowie die kontinuierliche Entwicklung fortschrittlicher Softwareplattformen. Hierbei arbeitet die Gesellschaft mit Fertigungseinrichtungen, Lieferanten und Kunden zusammen, um Halbleiterdesigns zu verbessern und Herstellungskosten zu senken.

Die Gesellschaft unterhält Standorte in Langen sowie in Neubiberg bei München und hatte im Geschäftsjahr 2022/23 durchschnittlich 119 Mitarbeitende (Vorjahr durchschnittlich 121 Mitarbeitende).

2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Cypress und alle zu Cypress gehörenden verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden im Geschäftsjahr 2020 von einem Tochterunternehmen der Infineon Technologies AG, Neubiberg (im Folgenden auch "Infineon" oder "Konzernobergesellschaft" genannt; Infineon zusammen mit allen in den Konzernabschluss von Infineon einbezogenen Unternehmen "Infineon-Konzern" genannt), übernommen. Zum 30. September 2023 (im Folgenden auch "Bilanzstichtag") wurden sämtliche Geschäftsanteile der Gesellschaft mittelbar von Infineon gehalten, und die Gesellschaft wurde in den Konzernabschluss von Infineon einbezogen. Das Leistungsspektrum der Gesellschaft lehnt sich unmittelbar an die vom Infineon-Konzern gelieferten Produkte und Leistungen an. Da die Gesellschaft im Wesentlichen im Auftrag von Cypress - einer Gesellschaft des Infineon-Konzerns - arbeitet, ist der Geschäftsverlauf der Gesellschaft unmittelbar im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Infineon-Konzerns sowie der Halbleiterbranche insgesamt einzuordnen.

a. Entwicklung der Halbleiterbranche im Konzern-Geschäftsjahr 2023

Der weltweite Halbleiterumsatz erreichte in dem vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 laufenden Geschäftsjahr ("Konzern-Geschäftsjahr 2023") ein Volumen von EUR 480 Mrd. Im Vergleich zum Wert des Vorjahreszeitraums von EUR 550 Mrd. betrug der Rückgang 13 %. Der Infineon-Referenzmarkt (Weltmarkt für Halbleiter ohne Mikroprozessoren, DRAM- und NAND-Flash-Speicher) schrumpfte um 1 % von EUR 367 Mrd. im Konzern-Geschäftsjahr 2022 auf EUR 364 Mrd. im Konzern-Geschäftsjahr 2023. Der Umsatz des Infineon-Konzerns erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 15 %.

b. Marktposition im Kalenderjahr 2023

In den ersten neun Monaten des Kalenderjahres 2023 erzielte der Infineon-Konzern im weltweiten Halbleitermarkt einen Marktanteil von 3,4 % und damit Platz 11. Im Infineon-Referenzmarkt erreichte der Infineon-Konzern in den ersten neun Monaten des Kalenderjahres 2023 einen Marktanteil von 4,7 % weltweit und damit Position sechs. Unter den europäischen Halbleiterherstellern ist Infineon in beiden Märkten auf Platz 2.

C. Wirtschaftliche Entwicklung des Infineon-Konzerns im Konzern-Geschäftsjahr 2023

Der Infineon-Konzern gliedert sich in vier operative Segmente, deren strategische Ausrichtung sich aus der Konzernstrategie ableitet. Alle Aktivitäten können einem der übergeordneten Wachstumsfelder zugeordnet werden - Dekarbonisierung und Digitalisierung. Dabei verantworten die Segmente bestimmte Bereiche, die ihre Kernkompetenzen widerspiegeln. Das Geschäft mit Halbleitern für die Automobilelektronik sowie die Aktivitäten mit Speicherprodukten werden vom Segment Automotive verantwortet. Das Segment Industrial Power Control (seit dem 1. April 2023 Green Industrial Power) konzentriert sich auf Leistungshalbleiter, hauptsächlich für industrielle Anwendungen und erneuerbare Energien, während das Segment Power & Sensor Systems die konsumentennäheren Applikationen sowie Stromversorgungen im Allgemeinen adressiert. Darüber hinaus gehören die Aktivitäten im Bereich Hochfrequenz sowie die sensorbasierten Anwendungen - hierunter fallen die Erfassung von Sensordaten sowie die Interaktion mit Maschinen und Geräten - ebenfalls in den Verantwortungsbereich des Segments Power & Sensor Systems. Im Segment Connected Secure Systems sind Aktivitäten rund um klassische und neue Sicherheitsanwendungen, Mikrocontroller für Nicht-Automobilelektronik-Anwendungen sowie Konnektivitätslösungen gebündelt.

Der Infineon-Konzern erzielte in dem vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 laufenden Geschäftsjahr ("Geschäftsjahr 2023") einen Konzernumsatz von EUR 16.309 Mio ., was einem Anstieg von 15 % gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 14.218 Mio. entspricht. Der Umsatzanstieg resultierte in etwa zu gleichen Teilen aus Preiserhöhungen sowie aus gestiegenen Volumina beziehungsweise Produktmixänderungen. Hierbei wirkte sich die weiterhin hohe Nachfrage nach Halbleitern vor allem in den Bereichen Automotive und erneuerbare Energien positiv aus. Gleichzeitig wurden die Fertigungskapazitäten, beispielsweise an den Standorten Villach (Österreich), Dresden (Deutschland) und Kulim (Malaysia), auch im Geschäftsjahr 2023 kontinuierlich ausgebaut. Ebenso trugen Fertigungskorridore bei Auftragsfertigern zum Umsatzanstieg bei. Des Weiteren waren im Berichtszeitraum positive Währungseffekte zu verzeichnen.

Das Segmentergebnis konnte der Infineon-Konzern von EUR 3.378 Mio. um 30 % auf EUR 4.399 Mio. im Geschäftsjahr 2023 verbessern. Die Segmentergebnis-Marge lag entsprechend mit 27 % deutlich über dem Vorjahreswert von 23,8 %.

d. Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022/23

Im Infineon-Konzern erfolgt die Steuerung des Geschäfts nicht auf der Ebene der Legaleinheiten, sondern auf Ebene der operativen Segmente. Dem handelsrechtlichen Einzelabschluss der Gesellschaft kommt daher für sich genommen keine Steuerungsfunktion im Sinne des Infineon-konzernweiten Steuerungssystems zu. Die für die Gesellschaft und an die Konzernobergesellschaft berichteten bedeutsamen Leistungsindikatoren waren der Personalaufwand, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie das Jahresergebnis. Dagegen wird die Gesellschaft nicht auch nach nicht-finanziellen Leistungsindikatoren gesteuert. Für die Beurteilung der bedeutsamen Leistungsindikatoren ist zu berücksichtigen, dass der Vorjahreszeitraum (Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2022) gegenüber dem laufenden Jahr nur neun Monate umfasste.

Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2022/23 TEUR 18.531. Im vorangegangen Rumpfgeschäftsjahr betrug der Personalaufwand für neun Monate TEUR 15.004, hochgerechnet auf ein gesamtes Jahr betrug dieser TEUR 20.005 - ohne Betrachtung des tatsächlichen Personalaufwands im vierten Quartal 2021. Bei einer kaum veränderten Mitarbeiterstruktur und nur geringfügig geringeren erfolgsabhängigen Vergütungen lag der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2022/23 damit ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres. Abweichungen ergeben sich daraus, dass nicht der tatsächliche Personalaufwand des vierten Quartals 2021 betrachtet wurde.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.823 (Vorjahr: TEUR 2.794) beinhalten unter anderem Mietaufwendungen sowie Aufwendungen aus dem Bezug von externen Dienstleistern. Werden die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Vorjahres auf zwölf Monate extrapoliert betragen diese TEUR 3.725. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind damit leicht gegenüber dem Vorjahr gestiegen, dies liegt u.a. darin begründet, dass der Mietaufwand im Geschäftsjahr 2022/23 gestiegen ist sich auch die Aufwendungen für externe Dienstleister erhöht haben.

Der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2022/23 von TEUR 1.401 (Vorjahr: TEUR 791) fällt insbesondere aufgrund des längeren Betrachtungszeitraums sowie höherer Gewinnen aus der Währungsumrechnung höher als im Vorjahr aus.

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2022/2023 konnte aufgrund der hohen Währungsgewinne übertroffen werden.

3. Lage des Unternehmens

a. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres um TEUR 908 auf TEUR 21.895 erhöht und besteht nahezu ausschließlich aus kurzfristigen Vermögensgegenständen. Davon entfallen auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände TEUR 20.392 (Vorjahr: TEUR 20.313), darin Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 19.716 (Vorjahr: TEUR 20.072), und auf Guthaben bei Kreditinstituten TEUR 1.389 (Vorjahr: TEUR 475).

Im Übrigen hat die Gesellschaft zum Bilanzstichtag 30. September 2023 Anlagevermögen von TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 183) ausgewiesen. Investitionen in Sachanlagen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 15) für Betriebs- und Geschäftsausstattung standen planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen von zusammen TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 59) gegenüber. Sachanlagen sind mit Anschaffungskosten von TEUR 971 im Rahmen der Inventur abgegangen. Dem Abgang der Anschaffungskosten steht ein Abgang bei den kumulierten Abschreibungen in Höhe von TEUR 936 gegenüber. Investitionen in immaterielles Vermögen erfolgten nicht.

Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 4.503) waren zum 30. September 2023 um TEUR 1.440 geringer als zum Bilanzstichtag des Vorjahres (TEUR 5.944). Darin sanken die Personalrückstellungen insbesondere wegen eines Rückgangs bei den erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteilen.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich zum Bilanzstichtag von TEUR 1.113 um TEUR 52 auf TEUR 1.165 und enthielten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie sonstige Verbindlichkeiten.

Zum Bilanzstichtag belief sich das Eigenkapital der Gesellschaft auf TEUR 14.284 (Vorjahr: TEUR 12.884) und lag damit in Höhe des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres 2022/23 höher als zum Bilanzstichtag des vorangegangenen Rumpfgeschäftsjahres. Die Eigenkapitalquote von rund 65 % (Vorjahr: 61 %) bewertet die Gesellschaft unverändert als sehr gut.

b. Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft zum Bilanzstichtag 30. September 2023 erfolgte zu rund 65 % aus Eigenmitteln (Vorjahr rund 61 %) und zu 35 % (Vorjahr: 39 %) aus Fremdmitteln. Die Fremdmittel enthielten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 317 (Vorjahr: TEUR 463).

Die Zahlungsmittelabflüsse für Investitionen in Sachanlagen im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 11 (im Vorjahr Zahlungsmittelabflüsse von TEUR 15) wurden aus den Zahlungsmittelzuflüssen aus laufender Geschäftstätigkeit (TEUR 925; im Vorjahr: minus TEUR 1.984) bezahlt. Der Zahlungsmittelbestand (Guthaben bei Kreditinstituten) zum 30. September 2023 hat sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres um TEUR 914 auf TEUR 1.389 erhöht.

Angesichts des vorhandenen Zahlungsmittelbestands und der von Cypress gezahlten Routinevergütungen, die zu regelmäßigen Zahlungsströmen führen, die höher als die operativen Kosten sind, bewertet die Gesellschaft die finanzielle Situation als unverändert gut.

Eine zugesagte Kreditlinie bei Infineon oder anderen Gesellschaften des Infineon-Konzerns sowie von Banken bestand nicht.

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2022/23 jederzeit in der Lage, ihre fälligen Verbindlichkeiten zu bedienen.

C. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft erhöhten im Geschäftsjahr 2022/23 um TEUR 3.466 von TEUR 18.665 auf TEUR 22.131. Die Umsatzerlöse beinhalten Umsätze aus der Inrechnungstellung der Routinevergütung an den Auftraggeber. Der Anstieg bei den Umsätzen resultiert aus dem gegenüber dem Vorjahr längeren Geschäftsjahr.

Das gegenüber dem Vorjahr höhere Jahresergebnis von TEUR 1.401 (im Vorjahr: TEUR 791) ist insbesondere wegen der höheren, für die Ermittlung der Routinevergütung maßgeblichen operativen Kosten und höheren Gewinnen aus der Währungsumrechnung, höher als im Vorjahr.

Die Gesellschaft beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insgesamt als gut. Wegen der mit Cypress vereinbarten Routinevergütung geht die Gesellschaft davon aus, dass Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsfrist eingezogen werden können. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind überdies durch die vorhandenen liquiden Mittel und anderes kurzfristiges Vermögen mehr als gedeckt.

4. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Risiken und Chancen

Die Gesellschaft arbeitet als Dienstleister im Wesentlichen für und im Auftrag von Cypress und erhält von den Auftraggebern eine Routinevergütung zuzüglich eines marktüblichen Gewinnaufschlags. Der Fortbestand der Gesellschaft hängt daher von der Aufrechterhaltung der Tätigkeit als Dienstleister und der Zahlungsfähigkeit des Auftraggebers sowie der Konzernobergesellschaft und des Infineon-Konzerns insgesamt ab, womit die wesentlichen Risiken für Cypress (als Auftraggeber) bzw. Infineon (als Konzernobergesellschaft) bzw. des Infineon-Konzerns insgesamt auch in Bezug auf die Gesellschaft zutreffen.

a. Voraussichtliche Entwicklung

i. Halbleitermarkt und Infineon-Konzern

Für das Kalenderjahr 2024 rechnen die Expert*innen von Omdia mit einem Wachstum des Infineon-Referenzmarktes, also den Halbleitermarkt ohne DRAM- und NAND-Flash-Speicherchips sowie Mikroprozessoren, um 6 %. Die langfristigen Trends Dekarbonisierung und Digitalisierung treiben weiterhin die Nachfrage nach Halbleitern insbesondere in den Sektoren Automotive und Industrie. Für die Bereiche Elektronikgüter für Endverbraucher*innen und Mobilfunk-Infrastruktur wird nach Umsatzrückgängen im Kalenderjahr 2023 eine spürbare Erholung der Umsätze im Kalenderjahr 2024 prognostiziert.

Ausgehend von den Ergebnissen der ersten drei Quartale im Geschäftsjahr 2024 und dem Ausblick für das vierte Quartal, wird für den Infineon-Konzern, in dem zum 30. September 2024 endenden Geschäftsjahr 2024 ein Umsatz von etwa EUR 15,0 Mrd. erwartet. Bei dem erwarteten Konzernumsatz von EUR 15,0 Mrd. werden weiterhin eine bereinigte Bruttomarge im niedrigen 40er-Prozentbereich und eine Segmentergebnis-Marge von etwa 20 % erwartet.

ii. Gesellschaft

In Folge der positiven Entwicklung für das Wachstum der Weltwirtschaft und der für Cypress (als hauptsächlicher Auftraggeber) - und damit für die Gesellschaft selbst - relevanten Teilbereiche des Halbleiter- und Folgemarktes erreichte die Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr 2024 eine stabile Beauftragung durch Cypress und damit eine unverändert volle Auslastung der Personalkapazität.

Für das zum 30. September 2024 endende Geschäftsjahr rechnete die Gesellschaft bei der Schätzung im Vorjahr noch mit einer unveränderten Personalstruktur, einer gleichbleibenden Beauftragung durch Cypress, erfolgsabhängigen Vergütungen unterhalb des Niveaus des Geschäftsjahres 2022/23 und gegenläufigen Gehaltssteigerungen von voraussichtlich 4 % und damit einem Umsatz, Personalaufwand, sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Ergebnis leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2022/23. Nunmehr prognostiziert die Gesellschaft für das zum 30. September 2024 endende Geschäftsjahr einen Zuwachs der Mitarbeitenden und einen daraus resultierenden Anstieg bei den personalbezogenen Aufwendungen um ungefähr 20 %. Gegenläufig werden voraussichtlich die gegenüber dem Geschäftsjahr deutlich niedrigeren erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile wirken. Das Ergebnis wird voraussichtlich - ohne Berücksichtigung von Wechselkurseffekten und Sondereffekten - leicht über dem des Geschäftsjahres 2022/23 liegen. Die Schätzung wurde im Ergebnis leicht nach oben - im Vergleich zu der Schätzung im Vorjahr - korrigiert.

Die Gesellschaft verfolgt des Weiteren das Ziel, künftig auch stärker für und im Auftrag von weiteren Gesellschaften des Infineon-Konzerns zu arbeiten.

b. Risiko- und Chancenbericht

i. Wesentliche Risiken

Nachfolgend beschreiben wir Risiken, die wesentliche beziehungsweise erhebliche Auswirkungen auf die Beauftragung durch Cypress (als Auftraggeber) bzw. Infineon und damit die Geschäftstätigkeit, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben können:

Der weltweite Halbleitermarkt ist vom globalen Wirtschaftswachstum abhängig und somit Schwankungen ausgesetzt. So besteht in den vom Infineon-Konzern adressierten Märkten das Risiko von kurzfristigen Marktschwankungen. Dadurch bedingt unterliegen Prognosen der Geschäftsentwicklung Unsicherheiten. Ein Ausbleiben oder ein Rückgang des bisher geplanten Marktwachstums (zum Beispiel beim Ausbau erneuerbarer Energien oder der E-Mobilität) würde die Realisierung des eigenen Wachstumsziels erheblich erschweren. Dem wirkt der Infineon-Konzern durch langfristige Absatzverträge sowie den Abschluss von zyklusunabhängigen Serviceverträgen entgegen. Weiterhin wird den für das Halbleitergeschäft typischen Konjunktur- und Nachfrageschwankungen dadurch begegnet, dass die Entwicklung von wichtigen Frühwarnindikatoren fortlaufend überwacht und so weit wie möglich mit spezifisch festgelegten Mitigierungsstrategien unterlegt wird. Dies erfolgt zum Beispiel mit der frühzeitigen und konsequenten Anpassung von Kapazitäten und Beständen, der Initiierung von Einsparmaßnahmen sowie der flexiblen Nutzung von externen Produktionsmöglichkeiten sowohl im Frontend als auch im Backend.

Sollten den Infineon-Konzern Marktschwankungen unvorbereitet treffen oder sich die festgelegte Mitigierungsstrategie als nicht geeignet erweisen, kann das auch für die Gesellschaft eine langfristige Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge haben.

Die geopolitischen Risiken sind im Geschäftsjahr 2023/24, insbesondere durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine, den Konflikt um Taiwan wie auch durch die Spannungen im Nahen Osten, weiterhin als sehr hoch anzusehen, wodurch sich die Vorhersehbarkeit der wirtschaftlichen Entwicklung deutlich verschlechtert hat. Der Krieg in der Ukraine verursacht Risiken und Beeinträchtigungen, wie beispielsweise eine Preiserhöhung und Verknappung von Energie und Rohstoffen. Eine Ausweitung der Konfliktsituation über die Ukraine hinaus würde das Risiko eines weltweiten wirtschaftlichen Abschwungs zusätzlich erhöhen. Auch können steigende Inflation und wachsende Zinsen zu einem erheblichen Konsumrückgang führen.

Die kontinuierlich steigende Komplexität von Technologien und Produkten, reduzierte Entwicklungszyklen sowie dynamisierte Kundenanforderungen führen zu einem erhöhten Anspannungsgrad im Bereich der Produktentwicklung. Zeitliche Puffer zur Kompensation möglicher Verzögerungen werden in diesem Zusammenhang reduziert. Gelingt es dem Infineon-Konzern nicht, die festgelegte Entwicklungsplanung umzusetzen, würde das in einem Zeitverzug sowie erhöhten Entwicklungskosten resultieren. Hinzu kommt, dass bei einigen Produkten eine starke Abhängigkeit vom Geschäftserfolg einzelner Kunden in ihren Märkten vorliegt. Zudem besteht das Risiko des Verlusts von zukünftigem Geschäft und Design-Wins, wenn nicht entsprechend den Kundenerwartungen auch über vertragliche Verpflichtungen hinaus geliefert werden kann. Dies könnte negative Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage zur Folge haben. Für oftmals kundenspezifische Entwicklungsprojekte hat der Infineon-Konzern unter anderem ein systematisches Projektmanagement etabliert. Eindeutige Projektmeilensteine und Überprüfungsstufen während des Projektfortgangs sowie klar festgelegte Genehmigungsprozesse unterstützen dabei, mögliche Projektrisiken frühzeitig zu erkennen und diesen durch gezielte Maßnahmen zu begegnen.

Es besteht generell das Risiko, nicht genug beziehungsweise nicht ausreichend qualifizierte Mitarbeiter*innen für unser Unternehmen zu gewinnen, vorhandenes qualifiziertes Personal zu verlieren oder nicht genügend zu entwickeln und an unser Unternehmen binden zu können. Dies könnte unter anderem durch Lücken in der Nachfolge von Fach- und Führungskräften unser Wachstum einschränken und damit negative Auswirkungen auf unsere Finanz- und Ertragslage haben. Im Infineon-Konzern besteht, um diesem Risikobereich entgegenwirken zu können, eine eigene Arbeitsgruppe, die sich explizit mit den Themen Rekrutierung, Mitarbeiter*innenbindung und auch Mitarbeiter*innenentwicklung befasst.

Um den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende und sonstige Risiken der künftigen Entwicklung frühzeitig zu erkennen, ist die Gesellschaft in das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem der Konzernobergesellschaft eingebunden. Infineon hat zur Umsetzung der Risikopolitik aufeinander abgestimmte Risikomanagement- und Kontrollsystem-Elemente etabliert. Hierzu gehören die Systeme "Risiko- und Chancenmanagement" und "Internes Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess" und die damit verbundenen Planungs-, Steuerungs- und internen Berichterstattungsprozesse sowie ein Compliance-Management-System, das wichtige präventive Bestandteile kontinuierlich weiterentwickelt, Elemente neu gestaltet beziehungsweise verstärkt und angemessene Reaktionen auf mögliche oder tatsächliche Verstöße gegen interne oder externe Regeln gewährleistet.

Im Bereich der operativen Risiken setzen die verbundenen Unternehmen des Infineon-Konzerns zur Vermeidung von Qualitätsrisiken spezifische Qualitätsmanagementstrategien wie "Zero Defect" und "Six Sigma" zur Vorbeugung, Problemlösung und kontinuierlichen Verbesserung aller Geschäftsprozesse ein. Das im Infineon-Konzern unternehmensweit gültige Qualitätsmanagementsystem ist seit Jahren nach den Normen ISO 9001 beziehungsweise ISO/TS 16949 zertifiziert. Die Prozesse und Initiativen zur kontinuierlichen Verbesserung haben unter anderem zum Ziel, im Fall von Qualitätsproblemen die Ursachen zeitnah zu ermitteln und zu beheben. Für oftmals kundenspezifische Entwicklungsprojekte ist daneben ein systematisches Projektmanagement etabliert. Eindeutige Projektmeilensteine und Überprüfungsstufen während des Projektfortgangs sowie klar festgelegte Genehmigungsprozesse unterstützen dabei, mögliche Projektrisiken frühzeitig zu erkennen und diesen durch gezielte Maßnahmen zu begegnen.

Die Gesamtrisikolage ist im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr. Einzelrisiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, sind der Gesellschaft derzeit nicht bekannt.

ii. Wesentliche Chancen

Im Folgenden beschreiben wir die bedeutendsten Chancen, die jedoch nur einen Ausschnitt der sich uns bietenden Möglichkeiten darstellen. Unsere Bewertung der Chancen ist zudem fortlaufenden Änderungen unterworfen, da sich die Gesellschaft selbst, der Halbleitermarkt und die Technologien kontinuierlich weiterentwickeln. Aus diesen Entwicklungen können sich neue Chancen ergeben, bereits existierende können an Relevanz verlieren oder die Bedeutung einer Chance kann sich für uns verändern.

Mit der ständig wachsenden Weltbevölkerung und der zunehmenden Industrialisierung steigt auch der globale Energiebedarf. Elektrizität wird dabei zur wichtigsten Energieform des 21. Jahrhunderts. Erneuerbare Energien spielen somit eine entscheidende Rolle, um die CO 2 -Emissionen zu begrenzen. Das Fernziel ist die auf dem Klimagipfel von Paris (Frankreich) im Dezember 2015 beschlossene Dekarbonisierung der Welt bis zum Ende dieses Jahrhunderts. Die Europäische Union will im Rahmen des Green-Deal-Konzepts bis 2050 CO 2 -neutral werden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine Beschleunigung des bisher geplanten Ausbaus erneuerbarer Energieträger nötig. Dies dürfte zu einer Nachfrageerhöhung unserer Produkte führen, denn Halbleiter von Infineon ermöglichen eine effizientere Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energieträgern. Zudem bieten sie Effizienzgewinne in allen Wertschöpfungsstufen der Energiewirtschaft: bei der Erzeugung, der Übertragung, der Speicherung und insbesondere der Nutzung von elektrischer Energie. Sie bilden die Grundlage für die intelligente und effiziente Nutzung von elektrischer Energie zum Beispiel in Industrieanwendungen, Stromversorgungen für Computer und Unterhaltungselektronik sowie in Fahrzeugen.

Zudem birgt der Trend zur Digitalisierung für Infineon ein hohes Geschäftspotenzial. Es spiegelt sich zum einen in der Optimierung interner Prozessabläufe wider, wie zum Beispiel in unseren weltweiten Fertigungslinien und deren Zusammenspiel, dem Vertrieb oder dem Verwaltungsbereich. Zum anderen besitzen wir mit unserem Portfolio an Sensoren, Mikrocontrollern, Leistungshalbleitern und Sicherheitschips und -lösungen sowie spezifischer Software eine ausgezeichnete Ausgangsposition, um das entstehende Marktpotenzial erfolgreich zu bedienen. Hierbei sind wir mit unserem bereits implementierten strategischen Ansatz "Vom Produkt zum System" sehr gut für die Marktdurchdringung und -entwicklung vorbereitet. Zu den Beispielen, die heute bereits sichtbar sind, zählen automatisiertes Fahren, Smart Home, Steuerung von Geräten und Maschinen durch Stimme und Gesten (zum Beispiel Dienstleistungen zur Unterstützung älterer Menschen) und die voranschreitende Entwicklung des IoT. Zusätzliches Potenzial entsteht durch eine beschleunigte beziehungsweise breitere Durchdringung mit digitalen Produkten. In diesem Zusammenhang spielt das Thema "Sicherheit und Datenintegrität" eine sehr wichtige Rolle, dem wir mit entsprechenden Sicherheitschips und Sicherheitslösungen begegnen, die wir unseren Kunden anbieten können.

Dabei ergänzen sich die Produkte und Technologien von Infineon und Cypress gut. Zu unseren Leistungshalbleitern, Sensoren und Mikrocontrollern für Automobil- und Sicherheitsanwendungen kommen Konnektivität, Mehrzweck-Mikrocontroller für Industrie- und IoT-Anwendungen samt Software sowie Speicher für spezifische Anwendungen hinzu. Zusammen entsteht ein umfassendes Portfolio zum Angebot kompletter Systemlösungen, wie sie für die Verbindung der realen mit der digitalen Welt gebraucht werden. Die sichere Vernetzung energieeffizienter Geräte ist dabei der Schlüssel für den Erfolg. Eine ganze Reihe relevanter Anwendungen steht gerade am Beginn von Wachstumsphasen, die sich mit funktionaler Integration adressieren lassen. Weiterhin eröffnet die Akquisition breiteren Marktzugang insbesondere in Japan sowie bei Distributoren. Die Kombination wird dazu beitragen, unser Geschäft breiter aufzustellen und robuster zu machen, und sie wird zu zusätzlichen Synergien führen.

Davon wird die Gesellschaft als Auftragnehmer von Cypress bzw. Infineon vor allem insofern profitieren, als eine weiterhin volle Auslastung der Personalkapazität gewährleistet ist und mit einer höheren Nachfrage durch den Auftraggeber die Chance auf einen weiteren Mitarbeiteraufbau besteht. Die Gesellschaft erwartet, dass sie mit der Eingliederung in den Infineon-Konzern und den damit verbesserten geschäftlichen Chancen an Attraktivität als potenzieller Arbeitgeber für stark nachgefragte Arbeitskräfte gewonnen hat. Insofern sieht die Gesellschaft die Chance, dass die so gestiegene Attraktivität die insbesondere infolge der Corona-Pandemie ggf. eingeschränkte Verfügbarkeit von stark nachgefragten Arbeitskräften mehr als kompensieren kann.

 

Aschheim, 17. September 2024

Paul Bentley, Geschäftsführer

Christian Apel, Geschäftsführer

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Infineon Technologies Semiconductor GmbH, Aschheim

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der Infineon Technologies Semiconductor GmbH, Aschheim, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Infineon Technologies Semiconductor GmbH, Aschheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 17. September 2024

DR. KLEEBERG & PARTNER GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT

Neu, Wirtschaftsprüfer

Dr. Zieglmaier, Wirtschaftsprüfer

Feststellung Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 25. September 2024 festgestellt.

Die am 25. September 2024 beschlossene Ergebnisverwendung entspricht dem Ergebnisverwendungsvorschlag.

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