Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 760294
Eingetragen
20.3.2017
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
a) das Halten und Verwalten von Beteiligungen an in- und ausländischen Unternehmen im eigenen Namen und deren Leitung, insbesondere hinsichtlich der von der Gesellschaft abhängigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung unter der Firma Metabowerke GmbH mit dem Sitz in Nürtingen; b) die Übernahme von Dienstleistungen für Beteiligungsgesellschaften; c) die Herstellung von und der Handel mit Maschinen, Metallwaren, Werkzeugen und Schleifscheiben, insbesondere auch die durch die Marke "metabo" geschützten Erzeugnisse.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Mundle
seit 27.1.2026
Geschäftsführer
Tatsuya Sugawara
seit 3.4.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Koki Holdings Co., Ltd.JPN
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Koki Holdings Co., Ltd.
Japan
10.002.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Metabo GmbH

Nürtingen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Konzernbilanz

AKTIVA

31. März 2024 31. März 2023
Anhang in TEUR in TEUR
Immaterielle Vermögenswerte (12) 19.335 21.244
Sachanlagevermögen (13) 59.681 64.693
Beteiligungen (14) 523 521
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte (15) 103 101
Langfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte (15) 847 536
Latente Steueransprüche (11) 3.695 7.455
Langfristige Vermögenswerte 84.184 94.550
Vorräte (16) 101.385 100.889
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (17) 71.018 65.685
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (17) 479 384
Kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte (17) 5.962 6.173
Kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche (17) 816 1.405
Zahlungsmittel (18) 11.717 20.312
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 19.024 -
Kurzfristige Vermögenswerte 210.401 194.848
Bilanzsumme 294.585 289.398

PASSIVA

31. März 2024 31. März 2023
Anhang in TEUR in TEUR
Gezeichnetes Kapital (19) 10.000 10.000
Gewinnrücklagen (19) 33.528 86.777
Übrige Rücklagen (19) 8.774 -4.409
Eigenkapital 52.302 92.368
Rückstellungen für Pensionen (20) 34.311 34.005
Langfristige Rückstellungen (21) 2.836 2.322
Langfristige Finanzverbindlichkeiten (22) 8.110 11.038
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (23) 1.697 1.879
Latente Steuerschulden (11) 55 2.411
Langfristige Verbindlichkeiten 47.009 51.655
Kurzfristige Rückstellungen (21) 12.354 5.897
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (23) 54.631 40.465
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (22) 40.546 26.167
Kurzfristige Ertragsteuerschulden 176 683
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten (23) 47.015 44.437
Kurzfristige sonstige abgegrenzte Verbindlichkeiten (23) 30.485 27.726
Schulden im Zusammenhang mit Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 10.067 -
Kurzfristige Verbindlichkeiten 195.274 145.375
Bilanzsumme 294.585 289.398

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

2023/24 2022/23
(01.04.2023 - 31.03.2024) (01.04.2022 - 31.03.2023)
Anhang in TEUR in TEUR
Umsatzerlöse (1) 428.567 466.287
Umsatzkosten (2) -285.613 -326.747
Bruttoergebnis vom Umsatz 142.954 139.540
Vertriebskosten (3) -105.812 -122.860
Allgemeine Verwaltungskosten (4) -18.515 -20.109
Forschungs- und Entwicklungskosten (5) -19.299 -19.531
Restrukturierungsaufwendungen (6) -18.050 -
Aufwand im Zusammenhang mit Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten (7) -9.100 -
Sonstige betriebliche Erträge (8) 23.231 32.335
Sonstige betriebliche Aufwendungen (9) -22.152 -10.051
Betriebsergebnis -26.743 -676
Finanzerträge 293 228
Finanzaufwendungen -3.764 -2.044
Finanzergebnis (10) -3.471 -1.816
Ergebnis vor Ertragsteuern -30.214 -2.492
Ertragsteuern (11) -2.988 2.913
Periodenergebnis nach Ertragsteuern -33.202 421

Das Periodenergebnis nach Ertragsteuern steht den Gesellschaftern der Metabo GmbH zu.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Übrige Rücklagen
Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen und Periodenergebnis Versicherungsmath. Gewinne und Verluste aus Pensionszusagen, netto Bewertung finanzielle Vermögenswerte Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung
Anhang (17) (17) (17) (17) (17)
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
01. April 2022 10.000 86.356 -6.399 418 -3.791
Periodenergebnis - 421 - - -
Sonstiges Ergebnis - - 7.213 - -1.850
- davon Steuereffekt - - -2.986 - -
Gesamtergebnis - 421 7.213 - -1.850
31. März 2023 10.000 86.777 814 418 -5.641
Periodenergebnis - -33.202 - - -
Sonstiges Ergebnis - - -635 - -4.238
- davon Steuereffekt - - 274 - -
Gesamtergebnis - -33.202 -635 - -4.238
Veränderungen durch Transaktionen unter gemeinsamer Beherrschung - -1.991 - - -
31. März 2024 10.000 51.584 179 418 -9.879
Konzerneigenkapital
Anhang
TEUR
01. April 2022 86.584
Periodenergebnis 421
Sonstiges Ergebnis 5.363
- davon Steuereffekt -2.986
Gesamtergebnis 5.784
31. März 2023 92.368
Periodenergebnis -33.202
Sonstiges Ergebnis -4.873
- davon Steuereffekt 274
Gesamtergebnis -38.074
Veränderungen durch Transaktionen unter gemeinsamer Beherrschung -1.991
31. März 2024 52.302

* Die Wertänderungsrücklage beinhaltet die Rücklage für Cashflow Hedges und die Rücklage für Sicherungskosten.

Das Periodenergebnis zum 31. März 2023 beinhaltet einen negativen Ertrag von TEUR 200 aufgrund des Abgangs der Metabo Corporation, West Chester, Pennsylvania, USA, welcher das sonstige Ergebnis erhöht hat.

Konzern-Kapitalflussrechnung

Anhang 2023/24 (01.04.2023 - 31.03.2024) 2022/23 (01.04.2022 - 31.03.2023)
TEUR TEUR
Periodenergebnis vor Steuern -30.214 -2.492
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens (12 + 13) 15.735 16.699
Gewinne (-) / Verluste (+) aus Anlageabgängen -895 -290
Zunahme (+) / Abnahme (-) der langfristigen Rückstellungen -271 -1.567
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) 11.138 -11.336
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.312 49.800
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 18.849 -24.689
Zunahme (+) / Abnahme (-) der kurzfristigen Rückstellungen 111 825
Gezahlte (-) / erhaltene (+) Zinsen -2.136 -745
Gezahlte (-) / erhaltene (+) Ertragsteuern -1.286 -3.433
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 8.719 22.772
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens und des Sachanlagevermögens 2.748 764
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen (13) -6.655 -4.960
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (12) -2.207 -3.308
Auszahlungen (-) aus der Veräußerung von Tochterunternehmen - -581
Auszahlungen (-) für den Erwerb von Tochtergesellschaften -52 -
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit -6.166 -8.085
Free Cashflow (Zwischensummen 1 und 2) 2.553 14.687
Einzahlungen (+) aus der Aufnahme von Finanzkrediten (22) 34.844 40.833
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Finanzkrediten (22) -23.444 -36.138
Auszahlungen (-) für Leasingverbindlichkeiten (22) -5.804 -5.658
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 5.596 -963
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3) 8.149 13.724
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -1.642 7
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode (18) 20.312 6.581
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 26.819 20.312
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel (18) 11.717 20.312
zuzüglich in den Vermögenswerten gemäß IFRS 5 ausgewiesener Zahlungsmittel 15.102 -
Zahlungsmittel am Ende der Periode (18) 26.819 20.312

Konzernlagebericht 2023/24

1. Metabo - Tätigkeitsbereiche und Organisation

Die Metabo-Gruppe produziert, entwickelt, beschafft und vertreibt handgeführte Elektrowerkzeuge, Gartengeräte, halbstationäre Maschinen inklusive Kompressoren und Pumpen-/Hauswasserwerke sowie entsprechendes Zubehör. Der Fokus aller Aktivitäten liegt dabei auf dem professionellen Endanwender aus Handwerk und Industrie. Dabei wird ein umfassendes Produktsortiment angeboten, wobei in unseren zwei Zielgruppen Metallhandwerk/Industrie sowie Bauhandwerk und Renovation auch umfangreiche Spezialistenprodukte und zunehmend komplette Systemlösungen angeboten werden.

Metabo ist nicht nach Segmenten/Divisionen organisiert. Der vorliegende Konzernabschluss wird in den Konzernabschluss der Koki Holdings Co., Ltd., Tokio/Japan (Koki Holdings) einbezogen. Koki Holdings hält 100,0 % der Anteile an der Metabo GmbH. Muttergesellschaft der Koki Holdings ist die KKR HK Investment L.P., die für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss aufstellt.

Neben der Metabo GmbH und der inländischen Hauptgesellschaft Metabowerke GmbH (Metabowerke) wird die Produktion sowohl über Nürtingen als auch über den zweiten Standort in Shanghai gesteuert. Die Produkte werden über die Metabowerke, 24 (davon eine - unsere Tochtergesellschaft in Russland - zur Veräußerung gehalten) angeschlossene Vertriebstochtergesellschaften in Europa, Asien und Amerika sowie ca. 100 Importeure im Ausland vertrieben.

Im Vergleich zum Konzernabschluss 31. März 2023 ergaben sich folgende Änderungen im Konsolidierungskreis:

Mit Wirkung zum 1. April 2023 erwarb die Metabowerke GmbH die Anteile an der Hikoki Power Tools Denmark A/S. Die Hikoki Power Tools Denmark A/S wurde zeitgleich auf die Metabo Denmark A/S verschmolzen und zu Koki Denmark A/S umbenannt. Mit Wirkung zum 15. Dezember 2023 erwarb die Metabo Polska Spólka z.o.o. die Anteile an der Hikoki Power Tools Polska von Hikoki Power Tools Österreich GmbH und Hikoki Power Tools Netherlands B.V. Die Hikoki Power Tools Polska wurde mit Wirkung zum 1. Februar 2024 auf die Metabo Polska Spólka z.o.o. verschmolzen und mit Wirkung zum 1. März 2024 zu Koki Poland Spólka z.o.o. umbenannt.

Eine Übersicht über die in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens einbezogenen Unternehmen ist im Anhang (Aufstellung des Anteilsbesitzes und Konsolidierungskreis) entsprechend dargestellt.

2. Steuerungsgrößen

Die wesentlichen Steuerungsgrößen auf Konzernebene sind neben dem Umsatz das EBIT. Darüber hinaus gibt es eine adäquate Zahl an einzelnen key performance indicators' (KPIs), mit denen einzelne Bereiche gemessen werden. Beispielhaft seien hier Free Cashflow/EBITDA, die Gross- und Net Group Margin (Brutto- und Nettoumsatz abzüglich Konzernherstellungskosten), Preisdurchsetzung, Materialeinsparungsquote/-volumen, Produktivität, Lagerumschlag und Forderungslaufzeit genannt.

Neben diesen finanziell geprägten Steuerungsgrößen sind sowohl ein Qualitätsmanagement- als auch ein Energiemanagementsystem im Einsatz, die beide jährlich auditiert werden. Zuletzt wurde am 19. bis 23. Juni 2023 die Rezertifizierung QMS nach DIN EN ISO 9001 und eine Überwachungsaudit EnMS nach DIN EN ISO 50001 erfolgreich absolviert.

3. Forschung und Entwicklung

Der Trend zu akkubetriebenen Elektrowerkzeugen ist nach wie vor ungebrochen, und alle namhaften Hersteller forcieren diese Entwicklung weiterhin. Laut der offiziellen Statistik der European Power Tool Association (EPTA) haben kabellose Elektrowerkzeuge im europäischen Markt den Anteil von 60 % gegenüber kabelgebundenen Geräten übertroffen. Der gesamte Markt strebt nach der Implementierung von allen möglichen Anwendungen mit einer breit nutzbaren Batterieplattform. Entweder die Hersteller bieten die Plattform selber an, oder es entstehen weitere markenübergreifende Batterieallianzen neben CAS (z. B. Bosch "Power for all"). Der zunehmende Trend zu mehr Nachhaltigkeit unterstützt diese Entwicklung, Batterien und Ladegeräte mehrfach zu verwenden (Ressourcenschonung).

Metabo hat seinerzeit mit dem Cordless Alliance System (CAS cordless-alliance-system.de) eine funktionierende Plattform dazu geschaffen, solche Einsatzbereiche in das metabo-System zu integrieren und dabei das Know-how der jeweils besten Marken zu nutzen. Dies führt dazu, dass wertvolle Entwicklungsressourcen zielgerichteter eingesetzt werden können, da die Entwicklung der eigentlichen Applikation von CAS-Partnern übernommen wird und dies dennoch ein gleichzeitiges Wachstum für die Metabo-Gruppe bedeutet. Mit über 50 Teilnehmern, wovon mehr als 30 CAS Partner teilnahmen, fand vom 21. bis 22. September 2023 die jährliche Veranstaltung, der CAS Summit statt. Neben spannenden Themen rund um das Cordless Alliance System und die angeschlossenen CAS Partner wurde auch der Austausch von Gedanken und Informationen unter den CAS Partnern angeregt. Insbesondere der in diesem Jahr neu eingeführte CAS Marketplace, auf dem die CAS Partner neue Produkte und Innovationen präsentieren konnten, sowie eine Reihe spannender Workshops zu zukünftigen Aktivitäten wurden in der Alliance geteilt.

Die oben dargestellten Tendenzen zeigen sich deshalb auch deutlich in der Entwicklung der von Metabo initiierten, markenübergreifenden Batterie-Allianz CAS (Cordless Alliance System). Mit neuen Partnern wie Suhner, Cleanfix pulsFOG, Riexinger oder Ghibli & Wirbel wächst die Kooperation zwischenzeitlich auf mehr als 40 partizipierende Marken an. Im Vergleich zum Gründungsjahr 2018 mit damals 9 Gründungsmitgliedern konnte somit ein Zuwachs um mehr als 30 Partner verzeichnet werden. Für die Entwicklung von Metabo bedeutet dies dennoch eine erhebliche zeitliche Investition, da Produkte eines neuen CAS-Partners abgestimmt werden müssen. Eine 100 %ige Kompatibilität zum CAS-System ist in jedem Fall zu gewährleisten. Aus diesem Grund wurde auch das im Jahr 2019 innerhalb Metabo gegründete CAS-Team kontinuierlich weiter ausgebaut und verstärkt.

Der bereits angesprochene Trend zu Nachhaltigkeit hat ebenso Einfluss auf die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten bei Metabo. Ein Projekt befasst sich beispielhaft mit der Reduzierung von Kunststoff- und Styroporverpackungen für die Produkte von Metabo. Durch den Zukauf von Handelswaren aus Asien und dem damit verbundenen langen Seeweg sind viele Geräte durch umfangreiche Styropor-Verpackungen geschützt, um den Transport unbeschadet zu überstehen. Dieses wird häufiger von Kundenseite angesprochen, und Metabo reagiert darauf, in dem wir umweltfreundliche Alternativen wie Karton-Inlays etc. testen und bei Erfolg verwenden wollen.

Eine der wichtigsten Steuerungsgrößen, um die Zukunft eines Elektrowerkzeugunternehmens abzusichern, ist die Anzahl der Endkunden, die sich bewusst für ein Batteriesystem entschieden haben. Hier hilft CAS. Ein Endkunde, der sich bewusst für ein Spezialprodukt eines CAS-Partners entschieden hat, wird einen großen Nutzen in der Kompatibilität zu Metabo und den übrigen CAS-Partnern sehen. Die zunehmende Komplexität der angebotenen Produktpalette zwingt die Entwicklung, immer mehr in modularen Systemen zu denken und zu arbeiten.

Ein perfektes Beispiel dazu ist die Elektronik, die in jedem Batteriegerät zum Einsatz kommt. Während früher zu jedem Gerät individuelle Elektroniken entwickelt wurden, setzt Metabo auf modulare Systeme, die am Ende der Produktion mit der entsprechenden Software konfiguriert und so dem entsprechenden Gerät zugeordnet werden. Diese modulare Elektronik ermöglicht es auch den CAS-Partnern, schnell und kostengünstig ihre jeweiligen Geräte anzupassen.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2023/24 wie auch bereits im Vorjahr hat Metabo viele Produktgruppen, die bis dato mehrheitlich kabelgebunden angeboten wurden, auch in akkubetriebener Form in die Märkte eingeführt. Zu erwähnen hierbei sind hauptsächlich aus den handgeführten Bereichen verschiedene Winkelschleifer sowie die SDS-Plus- und SDS-Max-Hämmer. Fortgesetzt wurde dieser Trend ebenfalls im halbstationären Segment, in dem Metabo gegen Ende 2023 zum ersten Mal drei neue akkubetriebene Kappsägen eingeführt hat. Inzwischen können erhöhte Leistungen und die höheren Anforderungen an Akkulaufzeiten mit effizienteren Antriebssystemen bereitgestellt werden. Dies wird weiterhin die Umstellung von seitherigen kabelgebundenen Elektrowerkzeuge auf batteriebetriebene Elektrowerkzeuge vorantreiben.

Wir freuen uns sehr, dass wir mit der neuen KGS Range den renommierten iF Design Award gewonnen haben. Der iF DESIGN AWARD ist einer der renommiertesten und wichtigsten Designwettbewerbe der Welt. Die Auszeichnung spiegelt unser unermüdliches Engagement für Innovation, Qualität und Designexzellenz wider. Für die Preisvergabe 2024 wurden aus 72 Ländern 10.800 Bewerbungen in neun Kategorien eingereicht. Unsere KGS Range konnte die 132-köpfige internationale Jury in der Kategorie Product Design Industry überzeugen. In dieser Kategorie wurden insgesamt 83 internationale Produkte prämiert.

Die Aufwendungen des Bereichs Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtsjahr EUR 19,3 Mio. (4,5 % vom Bruttoumsatz), im Vergleichszeitraum waren es EUR 19,5 Mio. (4,1 % vom Bruttoumsatz). Hiervon wurden EUR 1,5 Mio. aktiviert, was 7,8 % dieser Aufwendungen entspricht (Vergleichszeitraum: EUR 2,9 Mio. bzw. 14,9 %). Im Berichtsjahr wurden unverändert EUR 3,3 Mio. (Vergleichszeitraum: EUR 3,3 Mio.) auf aktivierte Entwicklungsleistungen abgeschrieben.

4. Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld

Wie im Vorjahr ist auch im Jahr 2023 die konjunkturelle Entwicklung in den allermeisten europäischen Ländern eher verhalten. Neben dem weiterhin bedeutsamen Faktor des von Russland begonnenen Krieges in der Ukraine ist als zweiter wesentlicher Grund das weiterhin sehr hohe Zinsniveau zu nennen. Die Nachfrage im elektrowerkzeugnahen Bereich durch den privaten Konsum ist dadurch weiterhin sehr verhalten. Auch im industriellen Umfeld sowie vor allem der Bauwirtschaft war ein deutlicher Nachfragerückgang zu verzeichnen. Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat jedoch insgesamt im Jahr 2023 einen nominalen Umsatzanstieg von 8 % verzeichnet, die reale Produktion stieg um 1,4 %, wohingegen der Auftragseingang um -1,6 % rückläufig war. (Quelle: Zentralverband der Elektro- und Digitalindustrie Januar 2024).

Die im vorherigen Absatz geschilderte Entwicklung hat dazu geführt, dass der Umsatz in den Baumärkten gegenüber dem Vorjahr um 6 % zurückgegangen ist. Im Fachhandel ist ein noch stärkerer Rückgang mit bis zu 20 % zu beobachten. Bezogen auf Europa und speziell im Bereich der handgeführten Elektrowerkzeuge sehen wir in Summe ein reduziertes Marktvolumen von -2,3 % im Geschäftsjahr 2023/24. Im Gegensatz zu Europa haben sich die allermeisten Übersee-Märkte für Metabo stabil, d.h. gleichbleibend bzw. mit einem leichten Wachstum entwickelt. Vor allem sind hier die USA zu nennen, wo sich die Ausrichtung auf den Schwerindustriezweig mit Fokus Metallbearbeitung positiv bemerkbar gemacht hat. Aber auch die sog. Emerging Markets haben sich weiterhin sehr stabil entwickelt.

5. Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2023/24

Im Laufe des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden weitere Synergieprojekte in der KOKI-Gruppe intensiv bearbeitet. So wurden unter anderem Integrationsprojekte in den Tochtergesellschaften fortgeführt. Beispielsweise wurde die Integration und Zusammenlegung der beiden Gesellschaften Hikoki Power Tools Denmark A/S sowie Metabo Denmark A/S mit Wirkung zum 1. April 2023 erfolgreich abgeschlossen. Selbiges gilt für die Zusammenlegung der Metabo Polska Spólka z.o.o. und der Hikoki Power Tools Polska. Mit Wirkung zum 15. Dezember 2023 erwarb die Metabo Polska Spólka z.o.o. die Anteile an der Hikoki Power Tools Polska. Die Hikoki Power Tools Polska wurde mit Wirkung zum 1. Februar 2024 auf die Metabo Polska Spólka z.o.o. verschmolzen und mit Wirkung zum 1. März 2024 zu Koki Poland Spólka z.o.o. umbenannt. Kaufpreis sowie erworbene Vermögensgegenstände und Schulden sind im Anhang entsprechend dargelegt.

Die Auswirkungen des Ukraine-Russland-Konflikts sind im Anhang (Notes Nr. 44) dargelegt: Die bilanziellen Auswirkungen wurden unternehmensindividuell beurteilt. Die Betroffenheit hat sich weiterhin aufgrund der direkten Geschäftsbeziehungen in die Ukraine und nach Russland ergeben. Seit Ende des Geschäftsjahres 2023/24 besteht die Absicht, die Tochtergesellschaft in Russland zu veräußern. In diesem Zusammenhang werden die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte nach IFRS 5 entsprechend umklassifiziert. (Siehe Anhang IFRS 5 - Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte.)

Die Einbeziehung der im Geschäftsjahr 2023/24 erworbenen Gesellschaften in Dänemark und Polen hatte aufgrund ihrer geringen Größe keine Auswirkungen auf die Umsatz- und Geschäftsentwicklung sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Zur Sicherstellung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit wurden Assemblierungslinien an externe Partner in Osteuropa vergeben. Diese Verlagerung erfolgte über drei Wellen und kam im März 2024 zum Abschluss.

6. Umsatz- und Ertragsentwicklung

Im Berichtsjahr 2023/24 wurden wiederholt bedeutende Akzente durch Produktneueinführungen, vor allem im Bereich der batteriegetriebenen Werkzeuge, gesetzt. Mit diesen möchte die Metabo-Gruppe seine Marktpositionen und sein Image insbesondere auf professionelle Anwender ausgerichtete Strategie fortentwickeln. Dennoch ist weiterhin davon auszugehen, dass der aggressive Wettbewerb um die Anzahl der Systemkunden in der Elektrowerkzeugindustrie noch weiter auf höchstem Niveau andauern wird. Insgesamt gesehen wird sich voraussichtlich das "Window of Opportunity" zunehmend in dem Maße schließen, wie sich die Anzahl der getroffenen Systementscheidungen erhöht. Anschließend wird es unserer Beurteilung nach, zunehmend schwieriger, noch Marktanteile entscheidend zu verändern. Deshalb hat sich Metabo vor einigen Jahren dazu entschlossen, in die Verbreitung seines Akku-Systems zu investieren (auch mittels CAS), mit der Absicht, Marktanteile zu vergrößern und somit die Zukunft des Unternehmens nachhaltig zu unterstützen.

Der Umsatz des Metabo Konzerns hat sich (vor Abzug von Erlösschmälerungen) um 8,6 % auf EUR 462,6 Mio. (Vorjahr: EUR 506,3 Mio.) vermindert. Im Berichtszeitraum haben die Umsätze insbesondere in europäischen Ländern deutlich nachgelassen. Hinzu kamen die Auswirkungen aufgrund der Entscheidung, die Lieferungen an die russische Tochtergesellschaft zu reduzieren bzw. einzustellen. Zusätzlich ergaben sich Umsatzrückgänge in China, nachdem sich Ende April 2023 ein Feuer am Standort unserer Tochtergesellschaft Metabo Powertools (China) Co. Ltd., Shanghai, China, ereignet hatte, welches den Fertigungsbereich sowie Teile des Lagers zerstört hat. Dies wurde zum Anlass genommen, auf Kapazitäten der Tochtergesellschaft von Hikoki in China sowie auf den Fertigungsstandort bei den Metabowerken in Nürtingen zurückzugreifen; daneben wurde ein kleinerer Teil des Produktportfolios auch zu weiteren chinesischen Partnern verlagert. Die entstandenen Verluste aufgrund der Betriebsunterbrechung sowie die beschädigten Anlagegüter und Bestände wurden durch unsere Versicherungsverträge bereits zu großen Teilen abgedeckt. Allerdings gab es infolgedessen eine temporäre Nichtverfügbarkeit von Produkten für den lokalen und den internationalen Markt. In Europa, der traditionell mit Abstand wichtigsten Vertriebsregion von Metabo, ist ein währungsbereinigter Umsatzrückgang von ca. 8,4 % festzustellen, wobei in einigen europäischen Ländern auch deutlichere Rückgänge zu verzeichnen waren.

In Europa resultierten die wesentlichsten Umsatzrückgänge aufgrund eines internen Lieferstopps an Metabo Russland, der einen Rückgang der Umsatzerlöse unserer Tochtergesellschaft in Russland zur Folge hatte. Deutschland, als wichtigster Markt, konnte ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von gut 5 % verzeichnen. Bei USA hat Metabo mit einigen Produktgruppen auch nach der Entkonsolidierung im Vorjahr noch wesentliche Umsätze zu verzeichnen, die sich jedoch unterhalb der Tochterumsätze der Vergangenheit befinden.

Somit ist der Nettoumsatz insgesamt gegenüber der Vorjahresperiode entgegen unseren Erwartungen von EUR 466,3 Mio. um 8,1 % auf EUR 428,6 Mio. gesunken. Dieser Rückgang ist ähnlich der Entwicklung im Bruttoumsatz und entspricht nicht unseren Erwartungen. Diese gingen von einem leicht gesteigerten Umsatzniveau von 0 % bis zu +3 % aus.

Die anderen aktivierten Eigenleistungen enthalten neben Werkzeugen und Montage-vorrichtungen überwiegend Entwicklungsleistungen in Höhe von EUR 1,5 Mio., gegenüber EUR 2,9 Mio. im Vorjahr.

Die Umsatzkostenquote am Nettoumsatz betrug im Geschäftsjahr 2023/24 66,6 % und verbesserte sich um 3,5 %-Punkte gegenüber dem Niveau des Vorjahres (70,1 %). Positive Effekte resultieren aus Währungen, geringere Materialaufwendungen und Abschreibungen trotz geringerer aktivierter Eigenleistungen und einem ungünstiger Ländermix, jedoch unterstützt durch Verbesserungen der Transport- und Energiekosten, der Produktivität und geringerer Personalkosten.

Die Vertriebskosten, welche hauptsächlich aus vertriebsspezifischen Personalkosten und betrieblichen Aufwendungen bestehen, sind deutlich um EUR 17,1 Mio. auf EUR 105,8 Mio. gegenüber der Vorperiode gesunken, was in Bezug zum deutlich gesunkenen Nettoumsatz einen prozentualen Rückgang der Vertriebskostenquote von 1,6 % auf nunmehr 24,7 %-Punkte bedeutet. Im Wesentlichen ist der absolute Rückgang der Vertriebskosten durch eine reduzierte Mitarbeiteranzahl im Vertriebsbereich und dadurch gesunkene Personalkosten verursacht. Hinzu kam, dass im Vorjahr ein größeres Europäisches Händlerevent stattgefunden hat, welches zusätzliche Vertriebskosten verursacht hatte.

Die allgemeinen Verwaltungskosten sowie die Forschungs- und Entwicklungskosten sind von EUR 39,6 Mio. auf EUR 37,8 Mio. im Geschäftsjahr 2023/24 leicht rückläufig. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung sind die im Vergleichszeitraum höheren Beratungsleistungen und Gemeinkosten für die Marke Koki.

Im aktuellen Geschäftsjahr sind bei der Metabowerke GmbH Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von EUR 18,1 Mio. angefallen. Diese sind im Wesentlichen auf ein Abfindungs- und Restrukturierungsprogramm sowie damit im Zusammenhang stehenden Kosten für eine Transfergesellschaft zurückzuführen. Hierbei sind mehrheitlich Aufwendungen für Abfindungen und andere Kosten und Folgekosten angefallen, wie z.B. Beratungskosten, ursächlich begründet durch die strategische Neuausrichtung des Mutterkonzerns Koki Holdings Co. Ltd.

Hinzu kommen weitere EUR 9,1 Mio. Aufwendungen, die in Form einer Wertminderung erfasst wurden. Dieser Sachverhalt ist ursächlich bedingt, dass die Absicht besteht, die russische Tochtergesellschaft Metabo Eurasia im Laufe der ersten Hälfte des nächsten Geschäftsjahres 2024/25 zu veräußern. Diese Wertminderung ist somit direkt in Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten zuzuordnen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich von EUR 32,3 Mio. im Vergleichszeitraum auf EUR 23,2 Mio. im Berichtsjahr. Sie enthalten vor allem Kostenerstattungen Dritter sowie Versicherungsleistungen und Währungsgewinne wie auch Mieteinnahmen und fakturierte Entwicklungsleistungen. Im Vorjahr ergaben sich einmalige Erträge aus Entkonsolidierung (EUR 6,0 Mio.). Insbesondere der einmalige Entkonsolidierungserfolg im Vorjahr sowie die stark gesunkenen Währungsgewinne erklären im Wesentlichen die Reduzierung zum Vorjahr.

Andererseits sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen für Sachschäden und Folgekosten aufgrund des Brandes in der chinesischen Tochtergesellschaft sowie Währungsverluste und sonstige Fremdleistungen aufgeführt. In Summe stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vergleichszeitraum von EUR 10,1 Mio. auf EUR 22,2 Mio. an. Im Berichtsjahr sind EUR 12,1 Mio. Aufwendungen für Sachschäden und Folgekosten angefallen, wohingegen im Vergleichsjahr keine vergleichbare Größe gegenüberstand. Daneben spielte der Rückgang der Währungsverluste eine untergeordnete Rolle im Vorjahresvergleich.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich deutlich gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,7 Mio. auf EUR -3,5 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf die erhöhte temporäre Nutzung von Cash Pool Verbindlichkeiten gegenüber Koki Holdings Co., Ltd sowie das gestiegene Zinsniveau zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) reduzierte sich im Vergleich zur Vorperiode trotz leicht gestiegenem Bruttoergebnis vom Umsatz vor allem bedingt durch die Restrukturierungs- und Wertminderungsaufwendungen sowie den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen bei gleichzeitig geringerer sonstiger betrieblicher Erträge entgegen unseren Erwartungen deutlich von EUR -2,5 Mio. auf EUR -30,2 Mio.

Das Konzernjahresergebnis liegt bei EUR -33,2 Mio., was einer Reduzierung zum Vorjahr (EUR 0,4 Mio.) um EUR 32,8 Mio. entspricht. Unsere Prognose wurde mit einem gegenüber dem Vorjahr leicht verbesserten Jahresergebnis somit deutlich verfehlt.

Insgesamt war der Geschäftsverlauf 2023/24 in Anbetracht der Folgewirkungen des Standortbrandes in China sowie den Umsatzrückgängen auch aufgrund eines selbstauferlegten Lieferstopps an Metabo Russland nicht zufriedenstellend und somit auch nicht unseren Erwartungen entsprechend. Im Vorjahr stützte der einmalige Ertrag aus der Entkonsolidierung unserer US-Tochtergesellschaft noch das Konzernergebnis.

Die Restrukturierungsaufwendungen, die mitbestimmend für das negative Konzernergebnis vor Steuern waren, sollten die zukünftige Ertragsstärke positiv unterstützen.

7. Vermögens- und Finanzlage

Bei der Metabo GmbH besteht die Absicht zur Veräußerung der russischen Tochtergesellschaft Metabo Eurasia LLC, Moskau, Russland. Der Abschluss des Veräußerungsvorhabens wird voraussichtlich innerhalb des Geschäftsjahres 2024/2025 erwartet. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden wurden gemäß IFRS 5 zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich der voraussichtlichen direkten Veräußerungskosten abgesetzt. Im Anhang sind die Hauptgruppen der zum 31. März 2024 als zur Veräußerung gehaltenen klassifizierten Vermögenswerte (EUR 19,0 Mio.) und Schulden (EUR 10,1 Mio.) dargestellt. Darin enthalten ist, wie oben beschrieben, eine Wertminderung in Höhe von EUR 9,1 Mio.

Die immateriellen Vermögenswerte verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 21,2 Mio. auf EUR 19,3 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf die aktivierten Entwicklungsleistungen sowie die Konzessionen und Lizenzen zurückzuführen, diese gingen um 1,7 bzw. EUR 0,7 Mio. zurück, da die Abschreibungen über dem Aktivierungsbetrag lagen.

Das Sachanlagevermögen des Konzerns reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 5,0 Mio. auf EUR 59,7 Mio. In den Sachanlagen wurde ein Betrag von EUR 17,1 Mio. (Vorjahr: EUR 10,3 Mio.) investiert. Darin enthalten sind EUR 10,3 Mio. aus der Anwendung von IFRS 16 (Vorjahr: EUR 5,3 Mio.). Die Abschreibungen auf Sachanlagen bewegten sich im Berichtsjahr auf einem Niveau von EUR 13,6 Mio. (Vorjahr: EUR 12,5 Mio.). Darin enthalten sind EUR 6,9 Mio. aus der Anwendung von IFRS 16 (Vorjahr: EUR 5,5 Mio.).

Die finanziellen Vermögenswerte (festverzinsliche Wertpapiere des Anlagevermögens und Beteiligungen) blieben mit EUR 0,6 Mio., darin enthalten sind sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte mit EUR 0,1 Mio., jeweils auf Vorjahresniveau.

Latente Steueransprüche liegen bei EUR 3,7 Mio. (Vorjahr EUR 7,5 Mio.) und betreffen nach Verrechnung der bilanziellen Differenzen im Wesentlichen die steuerlichen Verlustvorträge in den einzelnen Gesellschaften.

Das Vorratsvermögen ist vom Vorjahreswert EUR 100,9 Mio. um EUR 0,5 Mio. auf EUR 101,4 Mio. leicht gestiegen. Dieser Anstieg ist auch auf wieder deutlich bessere Lieferketten und damit auch reduzierte unterwegs befindliche Ware (Goods in Transit) in den Fertigerzeugnissen zurückzuführen. Jedoch sind die Goods in Transit bei Handelswaren zum Bilanzstichtag deutlich angestiegen, auch aufgrund der Auswirkungen der Suez-Kanal Krise und der längeren Seetransportzeiten. Zusätzlich wurde das Bestandsmanagement auch im Hinblick auf die bessere Verfügbarkeit im Verhältnis zum entsprechenden Umsatz- und Absatzniveau intensiviert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten stiegen im Vergleich zum Vorjahr von EUR 54,0 Mio. um EUR 5,9 Mio. auf EUR 59,9 Mio. an. Dies resultierte im Wesentlichen aus der Umstrukturierung im Bereich von Vorfabrikaten mit verlängerter Werkbank und entsprechender Zwischenfinanzierung über längere Zahlungsziele bei einem wesentlichen Partner.

Wohingegen die Forderungen gegenüber Unternehmen der Koki Group, die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten sind, von EUR 11,7 Mio. auf EUR 11,1 Mio. etwas rückläufig sind. Ursächlich sind insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an das US-Schwesterunternehmen im KOKI Holdings Konzern. Insgesamt ergibt sich somit ein Anstieg von EUR 65,7 Mio. auf EUR 71,0 Mio.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte blieben konstant auf dem Vorjahreswert von EUR 6,4 Mio.

Aufgrund der beschriebenen bilanziellen Veränderungen hat sich die Bilanzsumme im Metabo-Konzern im Vergleich zum Vorjahr um EUR 5,2 Mio. auf EUR 294,6 Mio. erhöht.

Gegenüber dem Vorjahr ist das Eigenkapital von EUR 92,4 Mio. auf EUR 52,3 Mio. um EUR 40,1 Mio. gesunken. Hauptgrund ist das negative Konzernjahresergebnis von EUR -33,2 Mio. Hinzu kam noch das negative sonstige Ergebnis von EUR -4,9 Mio. (Vorjahr: EUR + 5,4 Mio.). Im sonstigen Ergebnis sind negative Effekte aus Währungsumrechnung (EUR -4,2 Mio.; Vorjahr Effekt EUR -1,8 Mio.) sowie Effekte im Other Comprehensive Income in Höhe von EUR -0,6 Mio. (Vorjahr: EUR + 7,2 Mio.; aus versicherungsmathematischen Gewinnen bei Pensionszusagen aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus abzüglich gegenläufiger latenter Steuern) enthalten. Außerdem sind durch die Anwendung der Pooling-of-Interest-Methode bei den Verschmelzungen der Tochtergesellschaften in Dänemark und insbesondere Polen eine Eigenkapital-Verschlechterung von einmalig EUR 2,0 Mio. eingetreten. Die Eigenkapitalquote sank infolgedessen von 31,9 % im Vorjahr auf nunmehr 17,8 % im Berichtsjahr; die leicht gestiegene Bilanzsumme spielte dafür nahezu keine Rolle.

Die langfristigen Pensionsrückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr von EUR 34,0 Mio. nur minimal auf EUR 34,3 Mio. gestiegen.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind mit EUR 8,1 Mio. um EUR 2,9 Mio. gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 11,0 Mio. zurückgegangen. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Leasingverbindlichkeiten u.a. im Tochterunternehmen China zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich von EUR 40,5 Mio. um EUR 14,1 Mio. auf EUR 54,6 Mio. im Berichtsjahr gestützt durch den Anstieg im Vorratsbestand und schwimmender Ware insbesondere zum Ende des Geschäftsjahres hin. Darin enthalten sind EUR 4,2 Mio. Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen von verbundenen Unternehmen (Vorjahr: EUR 2,4 Mio.).

Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich erheblich von EUR 26,2 Mio. auf insgesamt EUR 40,5 Mio. Leasingverbindlichkeiten sind um EUR 0,4 Mio. leicht gesunken, wohingegen die Verbindlichkeiten aus Cash Pooling (inkl. der Zinsen) von EUR 15,1 Mio. auf EUR 32,7 Mio. deutlich angestiegen sind. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 6,3 Mio. wurden im Laufe des Geschäftsjahres zurückgezahlt.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 47,0 Mio. (Vorjahr: EUR 44,4 Mio.), die sich im Wesentlichen mit EUR 37,0 Mio. (Vorjahr: EUR 37,0 Mio.) aus dem Gesellschafterdarlehen des Mutterkonzerns Koki Holdings Co., Ltd. erklären, sind im Vorjahresvergleich um EUR 2,7 Mio. leicht erhöht. Dies liegt an der Erhöhung der Steuerverbindlichkeit, im Wesentlichen aus Umsatzsteuer.

Die sonstigen kurz- und langfristigen Rückstellungen veränderten sich um EUR 7,0 Mio. von EUR 8,2 Mio. auf EUR 15,2 Mio. Im Wesentlichen ist dies einerseits auf gestiegene Gewährleistungs- und Garantierückstellungen in Höhe von EUR 5,1 Mio. (Vorjahr EUR 4,7 Mio.) sowie zusätzlich gestiegene personalbezogene und Restrukturierungs- Rückstellungen (EUR 9,3 Mio.; Vorjahr EUR 2,7 Mio.) zurückzuführen.

Die latenten Steuerschulden reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 2,4 Mio. auf EUR 0,1 Mio. Die Reduzierung ist dadurch zu erklären, dass im Berichtsjahr die bestehenden passiven latenten Steuern auf Bilanzierungsdifferenzen mit aktiven Latenzen nahezu vollständig saldiert werden konnten.

Die Zahlungsmittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) betragen EUR 11,7 Mio. am Ende des Berichtsjahres (Vorjahr: EUR 20,3 Mio.). Daneben sind im Geschäftsjahr noch EUR 15,1 Mio. in den 'zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte' enthalten.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug EUR 8,7 Mio. (Vorjahr: EUR 22,8 Mio.) und war - auch im Zuge der Umsatz- und Ertragsentwicklung - unterstützt von einem aktiven Working-Capital-Management (Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug EUR -6,2 Mio. (Vorjahr: EUR -8,1 Mio.); ursächlich hierfür waren vor allem Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und Sachanlagevermögen. Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr ist i. W. auf höhere Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens zurückzuführen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf EUR +5,6 Mio. (Vorjahr EUR -1,0 Mio.). Zwar wurden die Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten im Vergleich zum Vorjahr um EUR -6,0 Mio. reduziert; im selben Zeitraum wurden aber EUR 12,7 Mio. weniger getilgt, was i. W. für den deutlich besseren Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ursächlich war.

Insgesamt ist damit der Zahlungsmittelbestandes zum Ende des Geschäftsjahres gegenüber dem Vorjahr um EUR 6,5 Mio. angestiegen, wenn man die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte (Zahlungsmittel gemäß IFRS 5) von EUR 15,1 Mio. analog dem Vorjahr mitberücksichtigt.

8. Finanzierung

Die Koki Holdings Co., Ltd. gewährt der Metabowerke GmbH einen Finanzierungsrahmen über EUR 38,0 Mio. mit einer revolvierenden Laufzeit. Des Weiteren besteht ein Darlehensvertrag in Höhe von EUR 36,0 Mio. zwischen der Koki Holdings Co., Ltd. und der Metabo GmbH, ebenfalls mit einer revolvierenden Laufzeit. Der Kreditrahmen der Metabowerke GmbH wurde zum 31. März 2024 mit EUR 14,0 Mio. in Anspruch genommen. Das Gesellschafterdarlehen an die Metabo GmbH ist zum 31. März 2024 mit EUR 23,0 Mio. beansprucht.

Die Metabo GmbH und Metabowerke GmbH haben von Koki Holdings Co., Ltd. jeweils einen Letter of Support erhalten, der einen Zeitraum von nicht weniger als 18 Monaten ab dem Tag der Feststellung der jeweiligen Jahresabschlüsse abdeckt.

Die freien Kreditlinien belaufen sich zum Bilanzstichtag auf EUR 6,1 Mio. und betreffen die nicht beanspruchten Linien bei der Koki Holdings Co., Ltd.

Des Weiteren nimmt die Metabowerke GmbH an einem EUR-Cash-Pooling der Koki Holdings Co., Ltd. teil. Zum Stichtag 31. März 2024 wurde der Cash-Pool mit EUR 32,7 Mio. beansprucht.

Ein weiterhin sehr aktives Finanz- und Kreditmanagement hat zu hohen Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten (EUR 34,8 Mio.) geführt, denen geringere Auszahlungen aus der Tilgung (EUR 23,4 Mio.) gegenüberstehen, die zumeist im kurzfristigen Rahmen von 3 bis 6 Monaten wieder abgewickelt wurden.

9. Mitarbeiter

Die Gesamtzahl der im Jahresdurchschnitt im Konzern beschäftigten Mitarbeiter einschließlich Auszubildenden, reduzierte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum von 1.872 Mitarbeitern auf 1.644 Mitarbeiter im Berichtsjahr, was einem Rückgang von ca. 12 % entspricht. Der Rückgang kommt im Wesentlichen aus den Bereichen Produktion und Logistik in Folge der Restrukturierung an den Produktionsstandorten. Einen leichten Rückgang gab es bei den Auszubildenden von 43 mit minus 4 gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt.

10. Produktion, Logistik und Beschaffung

Das Geschäftsjahr 2023/24 stellte den gesamten Bereich Operations vor erneut große Herausforderungen. Die wesentlichen Ursachen sind aus unserer Sicht wie folgt zusammengefasst zu beschreiben.

Der Brand in unserem Produktionswerk in Shanghai hatte einen lokal monatelangen Produktionsausfall und einen erheblichen Kapazitätsverlust zur Folge.

Unsere sehr restriktiven Bestandsziele, die uns wenig Flexibilität bei Nachfrageschwankungen erlaubten, sowie ein reduzierter Personalstand, führten zu Engpässen in der Produktion, Logistik und Qualitätssicherung.

Die Materialeinkaufspreise haben sich in Summe im abgelaufenen Fiskaljahr reduziert. Dabei hatten sich die Bezugspreise insbesondere asiatischer Lieferanten deutlich reduziert. Europäische Lieferanten hatten jedoch weiterhin mit hohen Energiepreisen, Lohnsteigerungen und einer generellen Inflation zu kämpfen. Um die Materialeinkaufskosten zu optimieren, wurden alternative Lieferquellen geprüft und Verhandlungen mit bestehenden Lieferanten geführt.

Weiterhin mussten in bestimmten Warengruppen noch Bestände aufgebraucht werden, welche früher zu sehr hohen Preisen zugekauft wurden. Seefrachtkonditionen - aus Asien nach Europa - haben sich Verlauf des Geschäftsjahres erfreulicherweise deutlich reduziert. Jedoch haben die Anschläge auf Containerschiffe im Suezkanal ab Dezember 2023 für einen sprunghaften Anstieg gesorgt, welcher im letzten Quartal des Geschäftsjahres die Raten um den Faktor 3-5 erhöht haben. Währungsentwicklungen haben positiv zur Kostenentwicklung beigetragen.

Um die Produktionsunterbrechung in Shanghai auf das Mindeste zu reduzieren, wurden die notwendigen Produktionslinien in einem Werk der Unternehmensgruppe in Fuzhou/China neu aufgebaut. Der Produktionsanlauf konnte ab Spätsommer 2023 wieder aufgenommen werden, wobei die ursprünglichen Produktionsmengen erst wieder ab Oktober 2023 realisiert werden konnten.

Zur Sicherstellung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit wurden Assemblierungslinien wie oben beschrieben an externe Partner in Osteuropa vergeben. Diese Verlagerung erfolgte über drei Wellen und konnte im März 2024 abgeschlossen werden. Aufgrund des sprunghaften Anstiegs der Nachfrage konnten nicht die geplanten Pufferbestände zur Verlagerung aufgebaut werden. Dies hat die Versorgungssituation weiter erschwert.

Zusätzlich wurde das Outsourcing der Aluminium-Druckguss-Technologie vorbereitet. Diese Fertigungstechnologie wird im Geschäftsjahr 2024/2025 an externe Partner verlagert.

Für das kommende Geschäftsjahr rechnen wir damit, dass die Reduktion der Versorgungsengpässe noch für einige Monate andauern wird. Es wird erwartet, dass sich die Liefersituation ab dem zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2024/2025 jedoch entsprechend stabilisiert. Die Verlagerung der Aluminium-Druckguss-Technologie wird zu einer weiteren Kostenreduktion beitragen.

Die Absatzplanung wird regelmäßig überprüft und an die Marktentwicklung angepasst. Die Bestandsziele werden entsprechend modifiziert, um eine angemessene Verfügbarkeit - insbesondere bei High-Runnern - zu gewährleisten. Zudem erwarten wir für das kommende Geschäftsjahr weitere Materialpreiseinsparungen. Insbesondere die Preise für Akkuzellen und elektronische Bauteile werden günstiger zugekauft.

11. Chancen- und Risikobericht

Die Metabo-Gruppe unterliegt dem allgemeinen Risiko von Entwicklungen der Weltwirtschaft und der Konjunktur sowie der spezifischen Branche und deren Absatzmärkte. Zudem steht sie auch unter dem Einfluss des Verhaltens und der Entwicklung von Wettbewerbern bzw. der Kundenseite.

Forderungsausfallrisiken im Kundenbereich sind aktuell nicht zu erkennen und werden generell durch Kreditausfallversicherungen abgedeckt. Aktuell ist zu beobachten, dass Kreditversicherungen nach wie vor restriktiv agieren.

Grundsätzlich wurden zahlreiche Maßnahmen durch das zentrale Risikomanagement und das jeweils lokale Management unserer Tochtergesellschaften gemeinsam implementiert, um allfällige Risiken möglichst zu minimieren. IT-Risiken werden - auch bedingt durch den massiven Anstieg an Cyberattacken in den letzten Jahren - regelmäßig durch die mithilfe von externen Experten adressiert und durch Investitionen in entsprechende Software abgesichert.

Unser Risikomanagementsystem im Finanzbereich basiert weiterhin auf einer Treasury-Richtlinie, die sich vor allem auf das Liquiditätsmanagement fokussiert. Die nahezu umfängliche Fremdwährungsfakturierung bei der Metabowerke GmbH gewährleistet eine optimierte Risikosteuerung. Dies gilt ebenso für unsere kurzfristige Liquiditätsplanung auf wöchentlicher Basis. Hierbei werden konstant die Ist-Daten eingearbeitet und dann eine 13-wöchige Vorschau abgeleitet. Dies ermöglicht uns, frühzeitig auf wesentliche Veränderungen reagieren zu können.

Im Rahmen unserer unternehmensweiten Risikokonzeption werden die Prozesse zur Risikoerfassung und -bewertung über alle Unternehmensbereiche hinweg weiter standardisiert.

Neben den bereits beschriebenen Risiken existieren weitere Einflussmöglichkeiten, die nicht vorhersehbar und deren Folgen nur schwer kontrollierbar sind. Sie könnten im Fall ihres Eintritts die weitere Entwicklung der Metabo-Gruppe beeinträchtigen. Dies könnten Risiken wie z.B. Naturkatastrophen, Epidemien und Terroranschläge sein. Die zunehmende Häufung der weltweit auftretenden Krisen in der letzten Zeit sowie deren Auswirkungen auf die Metabo-Gruppe lässt einen mittelfristigen Ausblick immer schwieriger erscheinen. Grundsätzlich aber sind wir der Meinung, dass die Metabo-Gruppe das Instrumentarium zur Bewältigung der Auswirkungen dieser Risikoeinflüsse parat hat.

Metabo wendet seit 2013 ein umfassendes Compliance-Handbuch an, welches für alle Unternehmenseinheiten gültig ist. Alle Mitarbeiter sind anhand dieses Handbuchs geschult - überdies werden in eventuell kritischen Bereichen regelmäßig Stichprobenuntersuchungen vorgenommen. Es ist ein Chief Compliance Officer (CCO) ernannt. Spezielle Maßnahmen mit Compliance-Hintergrund sowie eine "Whistleblower-Hotline" sind eingerichtet. Der Aufsichtsrat erhält jährlich einen umfangreichen Bericht und beschließt für das Folgejahr entsprechende Maßnahmen und weitere Entwicklungsschritte. Wir sind der Ansicht, dass unser Compliance-System passend zu unserer Unternehmensgröße ist und den unternehmensspezifischen Risiken Rechnung trägt. Dieses System wird kontinuierlich weiterentwickelt und in die ganze Metabo-Organisation getragen. In Folge der im Jahr 2016 erfolgten Übernahme durch die Koki Holdings Co., Ltd. wurde auch das Kontrollsystem auf Basis von JSOX mit Unterstützung von Koki Holdings Co., Ltd. in der Metabo-Gruppe weiter ausgebaut.

12. Prognosebericht

Der Umsatz bei der Metabo-Gruppe hat sich im Berichtsjahr 2023/24 neben dem weiterhin bestehenden Ukraine-Russland-Krieges wie auch dem übersättigten Marktumfeld wesentlich schlechter als prognostiziert entwickelt. Die Ergebnisentwicklung war einerseits durch den Umsatzrückgang geprägt. Zusätzlich haben außerordentliche Einmaleffekte aus Restrukturierungsmaßnahmen am deutschen Standort und dem Brand des chinesischen Produktionswerks das Ergebnis sowie die Wertminderungen im Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten außerordentlich stark belastet und zu einem Verlust geführt.

Für das kommende Geschäftsjahr 2024/25 ist trotz der derzeit vorherrschenden großen Unsicherheit im Hinblick auf die Entwicklungen der weltweiten Konjunkturlage dennoch von einer stabilen Umsatzentwicklung von 0 % bis zu +1 % auszugehen; das würde Umsatzzuwächse bis zu Beträgen im einstelligen Mio. EUR-Bereich sowie einen verbesserten EBIT im oberen einstelligen Mio. EUR-Bereich bedeuten. Dennoch rechnen wir noch mit teils erhöhten Produktions- und Beschaffungskosten durch Rohstoffpreise sowie der Suez-Kanal Krise. Zudem kalkulieren wir mit deutlich steigenden Personalkosten und dem erwartungsgemäß leicht gestiegenen Umfang bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zur Vorjahresperiode. Neben Kostensenkungsmaßnahmen ist auch eine erneute Preiserhöhung bei unseren Produkten als entsprechende Gegenmaßnahmen vorgesehen.

Die Häufung von fundamentalen global wirkenden Krisen erschwert zunehmend eine einigermaßen verlässliche Herleitung mittelfristiger Prognosen. Ein Ende des Konfliktes in der Ukraine ist aktuell nicht in Sicht, und das in kürzester Zeit stark angehobene Zinsniveau hat ganz wesentlich zur gedämpften konjunkturellen Entwicklung beigetragen.

Folgende Rahmenbedingungen haben wir dabei angenommen:

- die Nachfrage im privaten Sektor wird weiterhin eher schwach sein;

- das industrielle Umfeld bleibt ebenfalls eher schwach;

- die Inflation dürfte sich weiterhin reduzieren, das Preisniveau aber weiter hochhalten: Preiserhöhungen am Absatzmarkt zur Ergebnisabsicherung werden zunehmend schwieriger.

Im operativen Umfeld werden folgende Schwerpunkte unser Handeln bestimmen:

1. Ausbau einer starken Marktposition in unseren Zielgruppen. Die Strategie der vertriebsseitigen Fokussierung auf die geografischen Kernmärkte und der kontinuierliche Fokus auf den Fachhandel sowie zunehmend auch den Online-Handel wird auch weiter konsequent umgesetzt.

2. Fortführung der Innovationsstrategie und kontinuierliche Einführung neuer Produkte für die Zielanwendungsbereiche.

3. Optimierung des Produktmix und damit der Margen durch gezielte Vertriebsinitiativen und erhöhte Transparenz in Bezug auf Profitabilität der Produkte.

4. Konstant weitere Verbreitung von CAS mit seinen Partnern.

5. Kontinuierliche Optimierung der Bestände und Verbesserungen unserer Lieferfähigkeit gegenüber den Kunden und Partnern.

Wir unterstellen, dass durch die beschriebenen Aktivitäten weiteres weltweites Wachstum und durch die Zielgruppenorientierung eine Basis für ein nachhaltig positives Jahresergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern, welches mittelfristig deutlich über dem diesjährigen EBIT liegen wird, geschaffen werden kann.

 

Nürtingen, 14. Juni 2024

Die Geschäftsführung

Pieter Vullinghs

Oliver Haug

Tatsuya Sugawara

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Metabo GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Metabo GmbH, Nürtingen und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024, der Konzernbilanz zum 31. März 2024, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Metabo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2024 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 14. Juni 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Maurer, Wirtschaftsprüfer

Wittmann, Wirtschaftsprüfer

Shareholders' Resolution of Metabo GmbH, Nürtingen Gesellschafterbeschluss der Metabo GmbH, Nürtingen
The undersigned is the sole shareholder of Metabo GmbH, Nürtingen, registered with the local court of Stuttgart under HRB 760294. The undersigned hereby agrees that the shareholders meeting will be held via video conference. Waiving any and all requirements as to form and notice of a meeting of shareholders, the shareholder resolves the following: Der Unterzeichner ist der alleinige Gesellschafter der Metabo GmbH, Nürtingen, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 760294. Der Unterzeichner erklärt sich damit einverstanden, dass die die Gesellschafterversammlung mittels Videokonferenz durchgeführt wird. Unter Verzicht auf die Einhaltung aller vorgeschriebenen Formen und Fristen für die Einberufung einer Gesellschafterversammlung fasst der Alleingesellschafter folgenden Beschluss:
1. The attached annual financial statements as at 31 March 2024 are acknowledged and the attached consolidated annual financial statements as at 31 March 2024 are approved. 1. Der beiliegende Jahresabschluss zum 31. März 2024 wird festgestellt und der beiliegende Konzernabschluss zum 31. März 2024 wird gebilligt.
2. The Managing Directors of Metabo GmbH in the fiscal year 2023/2024 are granted formal discharge. 2. Den Geschäftsführern der Metabo GmbH im Geschäftsjahr 2023/2024 wird für dieses Geschäftsjahr Entlastung erteilt.
3. The members of the Supervisory Board of the Metabo GmbH in the fiscal year 2023/2024 are granted formal discharge. 3. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats der Metabo GmbH im Geschäftsjahr 2023/2024 wird für dieses Geschäftsjahr Entlastung erteilt.
4. The company of auditors EY GmbH & Co.KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Flughafenstrasse 61, 70629 Stuttgart, is appointed as external auditor for the fiscal year 2024/2025. 4. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, EY GmbH & Co.KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Flughafenstrasse 61, 70629 Stuttgart, wird zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024/2025 bestellt.
No further resolutions are adopted. Weitere Beschlüsse wurden nicht gefasst.

 

Tokyo, June 21, 2024

Prathab Deivanayagham

Koki Holdings Co., Ltd

Anhang zum Konzernabschluss

A. Allgemeine Angaben

Rechnungslegung

IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Konsolidierungskreis

Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsmethoden

Konsolidierungsmethoden

Währungsumrechnung

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Klassifizierung in kurzfristig und langfristig

Geschäfts- oder Firmenwert

Immaterielle Vermögenswerte

Sachanlagen

Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten außer Geschäfts- oder Firmenwert

Finanzinstrumente

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Verbindlichkeiten

Saldierung von Finanzinstrumenten

Vorräte

Zahlungsmittel

Rückstellungen für Pensionen

Rückstellungen

Leasingverhältnisse

Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Forschungs- und Entwicklungskosten

Ertragsteuern und latente Steuern

Haftungsverhältnisse, Eventualschulden und Eventualforderungen

Gebrauch von Schätzungen

C. Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

2. Umsatzkosten

3. Vertriebskosten

4. Allgemeine Verwaltungskosten

5. Forschungs- und Entwicklungskosten

6. Restrukturierungsaufwendungen

7. Aufwand im Zusammenhang mit Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten

8. Sonstige betriebliche Erträge

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

10. Finanzergebnis

11. Ertragsteuern

D. Erläuterungen zur Bilanz

12. Immaterielle Vermögenswerte

13. Sachanlagevermögen

14. Beteiligungen

15. Sonstige langfristige finanzielle und langfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte

16. Vorräte

17. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige finanzielle und kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte sowie kurzfristige Ertragssteuererstattungsansprüche

18. Zahlungsmittel

19. Eigenkapital

20. Rückstellungen für Pensionen

21. Rückstellungen

22. Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

23. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten

E. Sicherungspolitik und Finanzinstrumente

24. Risiken und Sicherungspolitik

25. Marktrisiko

26. Währungsrisiko

27. Zinsrisiko

28. Ausfall- und Kreditrisiko aus liquiden Mitteln

29. Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden

30. Ausfallrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

31. Liquiditätsrisiko

32. Erwartete Zahlungsabflüsse

33. Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente

34. Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten

35. Kapitalmanagement

F. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

G. Sonstige Angaben

36. Haftungsverhältnisse

37. Eventualverbindlichkeiten

38. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

39. Leasing

40. Anzahl der Beschäftigten

41. Personalaufwand

42. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

43. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

44. Angaben über die Berücksichtigung des Ukraine-Konflikts im Konzernabschluss

H. Organe der Gesellschaft

45. Aufsichtsrat

46. Geschäftsführung

47. Rückstellung für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

48. Honorar des Abschlussprüfers

Anhang zum Konzernabschluss

der Metabo GmbH

A. Allgemeine Angaben

Die Metabo GmbH als Mutterunternehmen des Konzerns ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart in Deutschland unter der Nr. 760294 HRB eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Nürtingen, Deutschland. Der Gesellschaftsvertrag besteht in der Fassung vom 29. September 2022.

Der Konzern ist in den Bereichen Maschinen-, Metallwaren-, Werkzeug- und Schleifmaschinenbau tätig. Der Konzern stellt insbesondere die durch das Warenzeichen "Metabo" geschützten Maschinen, Werkzeuge und Geräte her und betreibt Handel mit eigenen und fremden Erzeugnissen.

Der vorliegende Konzernabschluss wird in den Konzernabschluss der Koki Holdings Co., Ltd., Tokio/Japan (Koki Holdings) einbezogen. Koki Holdings hält 100,0 % der Anteile an der Metabo GmbH. Muttergesellschaft der Koki Holdings ist die KKR HK Investment L.P., die für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss aufstellt.

Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der Metabo GmbH wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, den Interpretationen des IFRS-Interpretation Committee (IFRS IC) und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.

Die Geschäftsführung der Metabo GmbH hat den Konzernabschluss 2023/24 zur Genehmigung an den Aufsichtsrat, welche am 25. Juni 2024 erfolgen soll, freigegeben.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Die Werte im Konzernabschluss wurden nach kaufmännischen Grundsätzen gerundet. Es könnte daher sein, dass die Summe einer Tabelle nicht exakt mit der Addition einzelner Zahlen übereinstimmt und es zu Differenzen kommt, wenn einzelne Beträge oder Prozentzahlen addiert werden. Bei den in diesem Bericht aufgeführten Finanzinformationen bedeutet ein Strich ("-"), dass die betreffende Zahl nicht verfügbar ist, während eine Null ("0,0") bedeutet, dass die betreffende Zahl verfügbar ist, aber auf Null gerundet wurde.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren angewendet.

Die Metabo GmbH war dieses Geschäftsjahr von folgenden Änderungen der Rechnungslegungsstandards betroffen:

Änderungen zu IFRS 17 Versicherungsverträge; IAS 1 und IFRS Practice Statement 2; IAS 8; IAS 12:

Änderungen an IFRS 17: IFRS 17 ersetzt IFRS 4 und definiert die Bewertung von Versicherungsverträgen.

Änderungen an IAS 1 und IFRS Practice Statement 2: Die Änderungen an IAS 1 sehen vor, dass Unternehmen alle "wesentlichen" Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angeben müssen. Das IFRS Practice Statement 2 dient hierbei als Leitfaden für die Anwendung der Änderungen in IAS 1.

Änderungen an IAS 8: Hierbei handelt es sich um die Klarstellung der Unterscheidung zwischen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Bilanzierungsannahmen.

Änderungen an IAS 12: Durch diese Änderung sind Unternehmen verpflichtet, latente Steuern für Transaktionen anzusetzen, aus denen beim erstmaligen Ansatz betragsgleiche zu versteuernde und abzugsfähige temporäre Differenzen entstehen.

IAS 12 Pillar II: Hier handelt es sich um Erleichterungen bei der Bilanzierung latenter Steuern aus der globalen Mindestbesteuerung.

Diese Rechnungslegungsstandards haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern.

Veröffentlichte Standards (EU-Endorsement teilweise ausstehend)

Folgende bereits veröffentlichte Standards, für die ein EU-Endorsement nicht erfolgt ist, sind für das Geschäftsjahr 2023/24 noch nicht verpflichtend anzuwenden und werden vom Konzern noch nicht angewendet. Der Konzern beabsichtigt nicht die Änderungen vorzeitig anzuwenden. Die Auswirkungen der nachfolgend beschriebenen Änderungen werden vom Konzern noch analysiert. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden derzeit nicht erwartet.

Erweiterung von IAS 1: Klassifikation von Verbindlichkeiten als kurzfristig und langfristig und deren Verschiebung des Zeitpunkts des Wirksamwerdens. Die Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen.

Änderungen von IFRS 16: Leasingverbindlichkeit im Sale and Leaseback Leasing. Die Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen

Änderungen an IAS 7/IFRS 7: Angaben zu Supplier Finance Agreements

Änderungen an IAS 21: Lack of Exchangeability

IFRS 18: Dieser neue Standard wird den derzeit gültigen IAS 1 Presentation of Financial Statements ersetzen und Anpassungen an IAS 7 Statement of Cash Flows vornehmen. Hauptziel von IFRS 18 ist es, die Beurteilung der Ertragskraft eines Unternehmens durch eine bessere Vergleichbarkeit der Darstellung zu verbessern. IFRS Eine frühere Anwendung ist zulässig. Ein EU-Endorsement steht noch aus. Der Standard ist verpflichtend für Berichtsperioden, die am oder nach 1. Januar 2027 beginnen, anzuwenden.

IFRS 19: Subsidiaries without Public accountability

IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Die Metabo GmbH hat entschieden, die russische Tochtergesellschaft Metabo Eurasia LLC, Moskau, Russland zu veräußern. Die Darstellung im Konzernabschluss geht folglich von einer Veräußerung der vollkonsolidierten Anteile am verbundenen Unternehmen ("Share-Deal") aus. Der Abschluss des Veräußerungsvorhabens wird voraussichtlich innerhalb der ersten Geschäftsjahreshälfte 2024/2025 erwartet.

Der Konzern ist nicht nach Segmenten organisiert. Bezüglich der Gruppe von Zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerten ("Disposal Group") handelt es sich um die Vermögenswerte und zugehörigen Schulden der russischen Tochtergesellschaft in Gänze.

Grundsätzlich ist nach IFRS 5 der Bewertungsmaßstab, der für "als Zu Veräußerungszwecken gehalten" eingestufte langfristige Vermögenswerte anzuwenden. Die Anwendung auf die gesamte Gruppe und jeder daraus resultierende Wertminderungsaufwand verringert den Buchwert der langfristigen Vermögenswerte in der Zu Veräußerungszwecken gehaltenen Gruppe von Vermögenswerten [IFRS 5.4]. Nicht geregelt ist in IFRS 5 eine mögliche darüber hinaus gehende notwendige Wertminderung.

Da der zu erwartende Kaufpreis niedriger ist als der aktuelle Buchwert, wurde auf Basis der Konzernrichtlinie der zu erwartende Verlust über eine entsprechende Rückstellung (Ausweis unter Sonstige Rückstellungen) abgebildet.

Die Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden wurden gemäß IFRS 5 zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich der voraussichtlichen Veräußerungskosten angesetzt.

Hinsichtlich des zu erzielenden Kaufpreises bestehen wesentliche Unsicherheiten. Dieser erzielbare Kaufpreis ist zum einen davon abhängig, ob ein potenzieller Käufer am Ende nur eine Abwicklung plant oder in der Lage ist, das Geschäft, in Form von Kundenkontakten, Logistik und Vertriebsnetz weiter zu nutzen. Insofern gibt es schon allein hinsichtlich der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eine wesentliche Bandbreite, wobei das Management davon ausgeht, dass das Nettovermögen vor Abwertung eine gute Schätzgrundlage für eine Untergrenze darstellen sollte. Daneben schreibt die Gesetzgebung in Russland bei einem Verkauf derzeit vor, dass die Übertragung von Unternehmensanteilen nur genehmigungsfähig ist, soweit der Verkaufspreis maximal die Hälfte des beizulegenden Zeitwertes beträgt. Jeder Verkauf bedarf hier einer entsprechenden Zustimmung einer staatlichen Stelle. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 9.100 gebildet.

Nachfolgend sind die Hauptgruppen der zum 31. März 2024 als Zur Veräußerung gehaltenen klassifizierten Vermögenswerte und Schulden dargestellt.

in TEUR 31.03.2024
Langfristige Vermögenswerte 244
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 3.678
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15.102
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 19.024
Sonstige Rückstellungen 9.792
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 174
Sonstige Verbindlichkeiten 101
Schulden im Zusammenhang mit Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 10.067

Die kumulierten negativen Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR 8.314, die in Verbindung mit der Veräußerung stehen, sind in den übrigen Rücklagen enthalten.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der Metabo GmbH sind alle direkt und indirekt gehaltenen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, an denen die Metabo GmbH unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 % der Anteile hält oder aus anderen Gründen die Möglichkeit hat, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen (Control-Verhältnis). Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem das Control-Verhältnis besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Neben der inländischen Gesellschaft Metabowerke GmbH, Nürtingen, wird die Produktion über die Metabo Powertools (China) Co. Ltd., Shanghai, China, gesteuert. Bei den restlichen ausländischen Tochtergesellschaften handelt es sich um Vertriebsgesellschaften.

Im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. März 2023 ergaben sich im Berichtsjahr folgende Änderungen im Konsolidierungskreis:

Unternehmenszusammenschlüsse:

Mit Wirkung zum 1. April 2023 erwarb die Metabowerke GmbH die Anteile an der Hikoki Power Tools Denmark A/S zu einem Kaufpreis von TEUR 154. Die Unterzeichnung des Kaufvertrags erfolgte am 29. März 2023.

Die Hikoki Power Tools Denmark A/S wurde zeitgleich auf die Metabo Denmark A/S verschmolzen und zu Koki Denmark A/S (vormals Metabo Denmark A/S verschmolzen) umbenannt.

Mit Wirkung zum 15. Dezember 2023 erwarb die Metabo Polska Spólka z.o.o. die Anteile an der Hikoki Power Tools Polska von Hikoki Power Tools Österreich GmbH und Hikoki Power Tools Netherlands B.V. zu einem Kaufpreis von TEUR 255. Die Unterzeichnung des Kaufvertrags erfolgte am 15. Dezember 2023.

Die Hikoki Power Tools Polska wurde mit Wirkung zum 1. Februar 2024 auf die Metabo Polska Spólka z.o.o. verschmolzen und mit Wirkung zum 1. März 2024 zu Koki Poland Spólka z.o.o. (vormals Metabo Polska Spólka z.o.o.) umbenannt.

Eine Übersicht über die in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens einbezogenen Unternehmen ist nachfolgend dargestellt.

Aufstellung des Anteilsbesitzes und Konsolidierungskreis zum 31. März 2024

Kapitalanteil in %
Mutterunternehmen
Metabo GmbH, Nürtingen
Anteile an verbundenen Unternehmen (im Konzernabschluss vollkonsolidiert)
Inland
Metabowerke GmbH, Nürtingen 100,0
Metabo Grundstücksverwaltung Beteiligungs-GmbH, Nürtingen 100,0
Metabo Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG, Nürtingen 100,0
Elektra Beckum GmbH, Nürtingen 100,0
Ausland
Metabo S.A.S., Montigny-le-Bretonneux, Frankreich 100,0
Metabo Nederland B.V., Breukelen, Niederlande 100,0
Herramientas Metabo S.A., Madrid, Spanien 100,0
Metabo Austria Ges.m.b.H., Linz, Österreich 100,0
Metabo Power Tools (Pty.) Ltd., Johannesburg, Südafrika 100,0
Metabo Pty. Ltd., Scoresby, Australien 100,0
Metabo Sverige AB, Jönköping, Schweden 100,0
Koki Denmark A/S, Taastrup, Dänemark 100,0
Metabo Norge A/S, Sandefjord, Norwegen 100,0
Metabo Asia Ltd., Hongkong, China 100,0
Metabo Belgium N.V., Groot-Bijgaarden, Belgien 100,0
Metabo (UK) Limited, Southampton, Großbritannien 100,0
Koki Poland Spólka z o.o., Stargard, Polen 100,0
Metabo s.r.o., Brandýs nad Ladem, Tschechien 100,0
Metabo Schweiz AG, Spreitenbach, Schweiz 100,0
Metabo do Brasil Ltda., São Paulo, Brasilien 100,0
Metabo Argentinia S.A., Buenos Aires, Argentinien 100,0
Metabo Canada Inc., Toronto, Kanada 100,0
Metabo Eurasia LLC, Moskau, Russland 1 100,0
Metabo Powertools (China) Co. Ltd., Shanghai, China 100,0
Metabo Hungaria Kft., Budapest, Ungarn 100,0
Metabo Ukraine LLC, Kiew, Ukraine 100,0
Metabo prodaja električnih orodij, d.o.o., Šenčur, Slowenien 100,0
Metabo Latin America S.A., Panama City, Panama 100,0
Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen Kapitalanteil in %
Elektra Beckum Iberica S.A. i. L., Barcelona, Spanien 2 100,0

1 Beteiligung ist nach IFRS 5 als Zur Veräußerung gehalten klassifiziert.

2 Gesellschaft befindet sich seit 1996 in Liquidation.

Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsmethoden

Der Konzernabschluss wurde grundsätzlich nach dem Prinzip der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt. Davon abweichend wurden einzelne finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten sowie das Planvermögen für die Rückstellungen für Pensionen und für Altersteilzeit zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Im Folgenden werden die grundlegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewendet wurden, dargestellt:

Konsolidierungsmethoden

Die Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden in den für den Konzern geltenden einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt und bewertet.

Beim Unternehmenserwerb sind die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Tochterunternehmen mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Soweit der Kaufpreis der Anteile die identifizierten, zum Zeitwert zu bewertenden Vermögenswerten und Schulden übersteigt, wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Im Falle eines negativen Unterschiedsbetrags erfolgt eine erneute Bewertung der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden sowie eine erneute Bemessung der Anschaffungskosten. Ein danach verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam erfasst.

Aufgedeckte stille Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern es wird jährlich eine Wertminderungsprüfung durchgeführt.

Neue Zusammenschlüsse, die nach IFRS 3 zu bilanzieren wären, liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Die Erwerbe aus dem Hikoki-Konzern werden nicht nach der Erwerbsmethode (IFRS 3), sondern nach der Pooling-of-interest Methode (POI) erfasst, da die Gesellschaften unter einheitlicher Beherrschung stehen.

Die Jahresergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden vom effektiven Erwerbszeitpunkt an oder bis zum Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einbezogen.

Das Geschäftsjahr der einbezogenen Unternehmen, mit Ausnahme von zwei ausländischen Tochtergesellschaften (31. Dezember), entspricht dem Geschäftsjahr des Mutterunternehmens. Bei abweichenden Geschäftsjahren werden Zwischenabschlüsse auf den Bilanzstichtag des Mutterunternehmens erstellt.

Alle Forderungen, Verbindlichkeiten, Umsätze, sonstige Erträge und Aufwendungen innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert.

Zwischenergebnisse aus den konzerninternen Lieferbeziehungen in das Anlage- und Vorratsvermögen werden herausgerechnet, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Währungsumrechnung

Die Berichtswährung des Konzerns ist der Euro. Fremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der Metabo GmbH und der einbezogenen Unternehmen mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung mit dem Stichtagskurs bewertet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

Die Abschlüsse der ausländischen Unternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Da die Tochterunternehmen ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von einbezogenen Gesellschaften, die in Fremdwährung aufgestellt sind, mit monatlichen Durchschnittskursen in Euro umgerechnet. Vermögenswerte und Schulden werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Währungsdifferenzen werden erfolgsneutral behandelt und als übrige Rücklagen im Eigenkapital ausgewiesen.

Bei Abgang eines einbezogenen Unternehmens werden kumulierte Währungsdifferenzen als Teil des Veräußerungsgewinns bzw. -verlusts erfasst.

Die folgende Tabelle stellt die bei der Umrechnung in Euro verwendeten Kurse dar:

31. März 2024
Währung Stichtagskurs Durchschnittskurs
ARS Peso (Argentinien) 927,80998 496,80317
AUD Australischer Dollar (Australien) 1,66070 1,64907
BRL Real (Brasilien) 5,40320 5,35219
CAD Kanadischer Dollar (Kanada) 1,46720 1,46290
CHF Franken (Schweiz) 0,97660 0,96100
CZK Tschechische Krone (Tschechien) 25,30500 24,32450
DKK Dänische Krone (Dänemark) 7,45800 7,45433
GBP Pfund (Großbritannien) 0,85510 0,86316
HKD Hongkong Dollar (Asien) 8,45940 8,48759
HUF Forint (Ungarn) 395,25999 381,69333
NOK Norwegische Krone (Norwegen) 11,69900 11,53283
PLN Zloty (Polen) 4,31230 4,44781
RMB RMB (China) 7,81440 7,77511
RUB Russischer Rubel (Russland) 100,40000 97,49031
SEK Schwedische Krone (Schweden) 11,52500 11,49228
UAH Hrywnja (Ukraine) 42,53700 40,29403
USD US-Dollar (USA, Panama) 1,08110 1,08478
ZAR Rand (Südafrika) 20,52260 20,31698
31. März 2023
Stichtagskurs Durchschnittskurs
ARS 226,69500 158,38839
AUD 1,62680 1,52177
BRL 5,51580 5,36618
CAD 1,47370 1,37757
CHF 0,99680 0,99407
CZK 23,49200 24,34675
DKK 7,44850 7,44010
GBP 0,87920 0,86430
HKD 8,53670 8,16368
HUF 379,50000 397,08250
NOK 11,39400 10,36448
PLN 4,67000 4,70740
RMB 7,47630 7,13367
RUB 84,70000 68,90200
SEK 11,28050 10,80801
UAH 40,08470 36,02594
USD 1,08750 1,04150
ZAR 19,32750 17,69807

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Klassifizierung in kurzfristig und langfristig

Der Konzern gliedert seine Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz in kurz- und langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden.

Ein Vermögenswert ist als kurzfristig einzustufen, wenn:

die Realisierung des Vermögenswerts innerhalb des normalen Geschäftszyklus erwartet wird oder der Vermögenswert zum Verkauf oder Verbrauch innerhalb dieses Zeitraums gehalten wird,

der Vermögenswert primär für Handelszwecke gehalten wird,

die Realisierung des Vermögenswerts innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag erwartet wird oder

es sich um Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente handelt, es sei denn, der Tausch oder die Nutzung des Vermögenswerts zur Erfüllung einer Verpflichtung sind für einen Zeitraum von mindestens zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag eingeschränkt.

Alle anderen Vermögenswerte werden als langfristig eingestuft.

Eine Schuld ist als kurzfristig einzustufen, wenn:

die Erfüllung der Schuld innerhalb des normalen Geschäftszyklus erwartet wird,

die Schuld primär für Handelszwecke gehalten wird,

die Erfüllung der Schuld innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag erwartet wird oder

das Unternehmen kein uneingeschränktes Recht zur Verschiebung der Erfüllung der Schuld um mindestens zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag hat.

Alle anderen Schulden werden als langfristig eingestuft.

Latente Steueransprüche und -schulden werden als langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden eingestuft.

Geschäfts- oder Firmenwert

Der Konzern aktiviert Geschäfts- oder Firmenwerte, die auf eine Cash Generating Unit (CGU) entfallen und unterzieht diese einem, jährlich durchzuführenden, Werthaltigkeitstest. Ist die Werthaltigkeit nicht mehr gegeben, wird eine Wertminderung vorgenommen. Anderenfalls wird der Wertansatz gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Wertminderungen des Geschäfts- oder Firmenwerts werden nicht rückgängig gemacht, auch wenn eine Wertminderung nicht mehr vorliegt.

Metabo führt jährlich eine Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts durch. Die regelmäßige jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt zum Stichtag. Dabei wird der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren Buchwert gegenübergestellt. Als erzielbarer Betrag wird der Nutzungswert herangezogen.

Die Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten werden durch Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme bestimmt. Der Ermittlung liegen die folgenden wesentlichen Annahmen zugrunde:

Über einen Prognosezeitraum von drei Jahren erfolgt eine detaillierte Planung der Cashflows für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Nachfolgende Perioden werden durch den Ansatz einer ewigen Rente, die auf der Basis des Durchschnitts der Istjahre 2021/2022 bis 2023/2024 und dem Planjahr 2025/2026 bestimmt wird, berücksichtigt.

Die Planung basiert auf Erwartungen bezüglich der zukünftigen Marktentwicklung unter Berücksichtigung der bisherigen Geschäftsentwicklung. Wesentliche Annahmen betreffen die Umsatzentwicklung und das Ergebnis nach Steuern.

Die Umsatzplanung erfolgt im Konzern auf Basis von Produktgruppen sowie Vertriebseinheiten, welche nach Regionen gegliedert sind. Zur Umsatzplanung werden unterschiedliche Informationen herangezogen. Im Hinblick auf die kurzfristige Planung werden u.a. Angaben der Vertriebseinheiten und Angaben aus unabhängigen Quellen zum Marktumfeld herangezogen. Mittelfristig geht Metabo bei der Umsatzplanung davon aus, dass der Elektrowerkzeugmarkt je nach Region ein bestimmtes Wachstum erreicht. Kosten werden im Konzern ebenso sowohl auf Basis von Produktgruppen als auch Vertriebseinheiten geplant. Dabei werden Effizienzen und Kostensteigerungen entsprechend der regionalen konjunkturellen Entwicklung umsatzabhängig berücksichtigt.

Als Abzinsungssatz wurde zum 31. März 2024 ein Kapitalkostensatz (WACC) vor Steuern von 9,9 % (31. März 2023: 9,4 %) verwendet. Der Kapitalkostensatz ergibt sich aus dem Basiszins nach Methode des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW), der Marktrisikoprämie und dem Beta-Faktor. Der Beta-Faktor stellt das individuelle Risiko einer Aktie im Vergleich zu einem Marktindex dar. Er wird als Durchschnittswert der Vergleichsunternehmen (Peer Group) ermittelt. Der Renditezuschlag für die Fremdkapitalkosten ("Debt Spread") als Aufschlag auf den risikolosen Basiszins wurde aus dem Rating einer Vergleichs-Gruppe ("Peer Group") abgeleitet.

Für die Ermittlung des Endwerts ("Terminal Value") wurde, wie im Vorjahr, der Abzinsungssatz unter Berücksichtigung eines Wachstumsabschlags von 1,0 % (31. März 2023: 1,0 %) verwendet.

Aus der zum 31. März 2024 durchgeführten Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte ergab sich kein Abwertungsbedarf.

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände, im Wesentlichen Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen und Software, werden zu Anschaffungskosten aktiviert.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden sein wird, die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können, eine technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit sowie die Fähigkeit und Absicht der Vermarktung sichergestellt ist. Die Herstellungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögenswerte werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger direkt zurechenbarer Gemeinkosten ermittelt.

Sämtliche immaterielle Vermögenswerte im Konzern haben - mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts - bestimmbare Nutzungsdauern und werden entsprechend dieser Nutzungsdauern planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte, Lizenzen und Software sowie der aktivierten Entwicklungskosten entsprechen den jeweiligen Vertrags- bzw. Projektdauern. Die aktivierten Entwicklungskosten haben Nutzungsdauern von 3, 5 und 7 Jahren, Konzessionen und Software haben in der Regel eine Nutzungsdauer von 3 bzw. 5 Jahren.

Sachanlagen

Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, werden als Sachanlagen zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen sowie gegebenenfalls außerplanmäßige Wertminderungen, bewertet. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die alternativ zulässige Neubewertungsmethode wird nicht angewendet.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Klasse der Sachanlagen Jahre
Gebäude 32
Technische Anlagen und Maschinen 10-15
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-15

Die Nutzungsdauern sowie die Abschreibungsmethoden und Restbuchwerte werden periodisch überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit den erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauern im Einklang stehen.

Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten außer Geschäfts- oder Firmenwert

An jedem Bilanzstichtag werden Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte bei Vorliegen von auf Wertminderung hinweisende Anhaltspunkte, einem Wertminderungstest nach IAS 36 unterzogen. Wenn der Buchwert eines Vermögenswertes über seinem erzielbaren Betrag liegt, wird eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag vorgenommen. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden folgenden Werte: der Nettoveräußerungswert abzüglich der voraussichtlichen Veräußerungskosten oder der Nutzungswert. Wenn der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht ermittelt werden kann, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags auf Ebene der nächsthöheren zahlungsmittelgenerierenden Einheit.

Wertaufholungen werden höchstens bis zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen, falls der erzielbare Betrag den Buchwert in folgenden Perioden übersteigt. Wertminderungen und Wertaufholungen werden erfolgswirksam erfasst.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument gemäß IFRS 9 ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.

Unter IFRS 9 sind die im Konzern gehaltenen Finanzinstrumente gemäß der folgenden Kategorisierung einzustufen:

solche, die in der Folge zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (entweder ergebnisneutral oder ergebniswirksam) und

solche, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.

Die Kategorisierung der Finanzinstrumente erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbs auf Basis des beabsichtigten Verwendungszwecks.

Finanzielle Vermögenswerte

Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte in Form von Schuldtiteln bei der erstmaligen Erfassung hängt von den Eigenschaften der vertraglichen Cashflows der finanziellen Vermögenswerte und vom Geschäftsmodell des Konzerns zur Steuerung seiner finanziellen Vermögenswerte ab.

Ein finanzieller Vermögenswert wird beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich - im Falle eines in der Folge nicht ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerts - der direkt auf den Erwerb dieses Vermögenswerts entfallenden Transaktionskosten bewertet. Transaktionskosten von ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten werden im Gewinn und Verlust als Aufwand dargestellt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden abweichend dazu mit Ihrem Transaktionspreis nach IFRS 15 angesetzt.

Finanzielle Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn das Geschäftsmodell des Unternehmens darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Cashflows zu halten und die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts zu festgelegten Zeitpunkten zu Cashflows führen, die ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Darunter zählen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige (langfristige) finanzielle Vermögenswerte, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zu halten, um die vertraglichen Cashflows zu vereinnahmen, die somit zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.

Bei zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten werden die Gewinne und Verluste bei Anwendung der Strategie finanzielle Vermögenswerte zu verkaufen und vertragliche Cashflows zu vereinnahmen ergebnisneutral oder wenn keine der zuvor genannten Strategien zutreffend ist, ergebniswirksam erfasst.

Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments sowie die Analyse von diskontierten Cashflows.

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Bezug von Cashflows aus diesem finanziellen Vermögenswert erloschen sind oder übertragen wurden. Im Rahmen der Übertragung müssen im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, oder die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen werden. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell anderen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, so wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Beteiligungen sowie sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen und zu Handelszwecken gehaltene derivative finanzielle Vermögenswerte:

Hinsichtlich der vom Konzern gehaltenen Beteiligungen wurde das unwiderrufliche Wahlrecht ausgeübt, diese ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Sie ergänzen die operative Tätigkeit des Konzerns langfristig, eine Veräußerung ist nicht geplant.

Kredite und Forderungen werden als finanzielle Vermögenswerte kategorisiert, die aus dem Geldverkehr, der Erbringung bzw. dem Bezug von Waren und Dienstleistungen mit Dritten resultieren. Die in diese Kategorie eingestuften kurzfristigen Vermögenswerte und Schulden werden mit den Anschaffungskosten, die langfristigen Vermögenswerte und Schulden werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode und abzüglich etwaiger Wertminderungen gemäß IFRS 9 bewertet. Bilanzierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit dem Geschäftsmodell "Verkaufen" werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn das Unternehmen die finanziellen Vermögenswerte mit der Absicht hält, sie vor Fälligkeit zu veräußern.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand sowie Bankguthaben und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die Wertminderungen zweifelhafter Forderungen umfassen in erheblichem Maß Einschätzungen und Beurteilungen der einzelnen Forderungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden beruhen. Bestehen objektive Hinweise darauf, dass bei den Schuldinstrumenten Wertminderungen eingetreten sind (z.B. erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder negative Veränderungen des Marktumfelds des Schuldners), werden diese erfolgswirksam erfasst. Die Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zunächst auf einem Wertberichtigungskonto erfasst. Sofern die Forderung als uneinbringlich eingestuft wird, wird die wertgeminderte Forderung ausgebucht.

Die geforderte Wertberichtigungsmatrix spiegelt sich bei der Metabo GmbH als Fälligkeitsanalyse wider, die auf seiner bisherigen Erfahrung mit Kreditverlusten basiert um zukunftsbezogene Faktoren, die für den Kreditnehmer und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spezifisch sind, angepasst wurde.

Erwartete Kreditverluste werden in zwei Schritten erfasst. Für Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat, wird eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Kreditverluste erfasst, die auf einem Ausfallereignis innerhalb der nächsten 12 Monate beruhen (12-Monats-ECL). Für Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, hat ein Unternehmen eine Risikovorsorge in Höhe, der über die Restlaufzeit erwarteten Kreditverluste zu erfassen, unabhängig davon, wann das Ausfallereignis eintritt (Gesamtlaufzeit-ECL).

Anhand permanenter konzerninterner Verfolgung von Länderrisikoentwicklungen und Konjunkturindikatoren auf volkswirtschaftlicher Ebene sowie anhand von Monitoring und Clusterbildung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, findet eine Einschätzung der Existenz eines signifikanten Risikoanstiegs statt. Die Clusterbildung selbst erfolgt über eine Klassierung von überfälligen Forderungszeiträumen, die je nach oben genannten Risiken mit spezifischen Verlustraten versehen werden, welche in Angabe 15 ersichtlich sind. Finanzinstrumente bzw. Forderungen, deren Einbringlichkeit nicht mehr realisierbar sind, gelten als ausgefallen.

Zum Bilanzstichtag gab es keine Hinweise, dass weder überfällige noch wertgeminderte finanzielle Vermögenswerte nicht werthaltig sind.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, derivative finanzielle Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten.

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet, im Fall von Darlehen und Verbindlichkeiten abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist.

Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, umfassen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die verzinslichen Darlehen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Sie werden im Vergleich zum Vorjahr unverändert unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Verbindlichkeiten ausgebucht oder getilgt werden.

Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, umfassen zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten, hier Derivate, ggf. einschließlich eingebetteter Derivate, die vom Basisvertrag getrennt wurden, die nicht als Sicherungsinstrumente in ein Hedge Accounting einbezogen sind. Gewinne oder Verluste werden erfolgswirksam erfasst.

Saldierung von Finanzinstrumenten

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden saldiert und der Nettobetrag in der Konzernbilanz ausgewiesen, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen und es beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswerts die dazugehörigen Verbindlichkeiten abzulösen.

Vorräte

Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind mit ihren fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die Herstellungskosten der unfertigen und der fertigen Erzeugnisse werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger produktionsbezogener Gemeinkosten ermittelt. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt. In den Herstellungskosten sind Vertriebskosten sowie Finanzierungskosten nicht einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie durch die Produktion verursacht sind. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis abzüglich aller geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung sowie der Kosten für Marketing, Verkauf und Vertrieb dar. Für erkennbare Wertminderungen wegen mangelnder Gängigkeit und Beschaffenheit sowie zur Berücksichtigung gesunkener Veräußerungspreise werden Wertabschläge vorgenommen.

Zahlungsmittel

Flüssige Mittel sind Kassenbestände, Schecks und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Zahlungsmitteläquivalente werden nicht gehalten. Zahlungsmittel sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 ermittelt. Bei der Bewertung werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen sowie biometrische Annahmen berücksichtigt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich zwischen den rechnungsmäßig erwarteten und den tatsächlich eingetretenen Änderungen der Personenbestände sowie der Rechnungsannahmen ergeben können, werden vollständig in der Periode erfasst, in der sie auftreten. Sie werden außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen Ergebnis ausgewiesen.

Bei der Bestimmung der Diskontierungszinssätze orientiert sich die Gesellschaft an am Kapitalmarkt beobachteten Zinssätzen für währungskongruente Unternehmensanleihen erstklassiger Bonität (Rating AA oder besser) mit vergleichbarer Laufzeit.

Hinsichtlich weiterer Angaben zum Planvermögen verweisen wir auf Angabe 18.

Rückstellungen

Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige gesetzliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig geschätzt werden kann.

Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zur gegenwärtig besten Schätzung der Aufwendungen, die zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich sind. Gegebenenfalls entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtungen voraussichtlich notwendigen Ausgaben. Erstattungsansprüche werden ggf. gesondert aktiviert. Sofern der Konzern für eine Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als sonstiger Vermögenswert erfasst, sofern der Rückfluss der Erstattung wahrscheinlich ist.

Leasingverhältnisse

Nach IFRS 16 beurteilt der Konzern bei Vertragsbeginn, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren.

Der Konzern als Leasingnehmer erfasst und bewertet alle Leasingverhältnisse (mit Ausnahme von kurzfristigen Leasingverhältnissen und Leasingverhältnissen, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist) nach einem einzigen Modell. Es erfasst Verbindlichkeiten zur Leistung von Leasingzahlungen und Nutzungsrechte für das Recht auf Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswerts.

Der Konzern erfasst die Nutzungsrechte zum Bereitstellungsdatum (d.h. zu dem Zeitpunkt, an dem der zugrunde liegende Leasinggegenstand zur Nutzung bereitsteht). Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich aller kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen, auf die die Nutzungsrechte regelmäßig geprüft werden, bewertet und um eine etwaige Neubewertung der Leasingverbindlichkeiten berichtigt. Die Kosten von Nutzungsrechten beinhalten die erfassten Leasingverbindlichkeiten, die entstandenen anfänglichen direkten Kosten sowie die Leistungsanreize. Nutzungsrechte werden planmäßig linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit und erwarteter Nutzungsdauer der Leasingverhältnisse wie folgt abgeschrieben:

Kraftfahrzeuge: 1 - 7 Jahre
Gebäude: 1 - 9 Jahre
Anlagen und Maschinen: 5 Jahre
Büro- und Geschäftsausstattung: 2 - 6 Jahre

Der Konzern hat im Wesentlichen Leasingverhältnisse für Kraftfahrzeuge und Mietgebäude.

Am Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern die Leasingverbindlichkeiten zum Barwert der über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu leistenden Leasingzahlungen. Die Leasingzahlungen beinhalten feste Zahlungen (einschließlich de facto fester Zahlungen) abzüglich etwaiger erhaltender Leasinganreize, variabler Leasingzahlungen, die an einen (Zins-)Satz gekoppelt wären und Beträge, die voraussichtlich im Rahmen von Restwertgarantien entrichtet werden müssten. Die Leasingzahlungen umfassen ferner den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn hinreichend sicher ist, dass der Konzern sie auch tatsächlich wahrnehmen wird und Strafzahlungen für eine Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass der Konzern die Kündigungsoption wahrnehmen wird. Der Konzern schließt Leasingverträge ab, in denen grundsätzlich keine variablen Leasingzahlungen und Restwertgarantien vorgesehen sind und ebenso etwaige Verlängerungs- sowie Kündigungsoptionen grundsätzlich nicht in Anspruch genommen werden, demzufolge ist hierfür aufgrund von Unwesentlichkeit keine Notwendigkeit von Ermessensentscheidungen gegeben. Selbst in Ausnahmefällen wären die finanziellen Auswirkungen unbedeutend. Grundsätzlich werden Verträge neu geschlossen. Einzelne Ausnahmefälle in unwesentlichem Ausmaß, bedürfen aus Konzernsicht keiner weiteren Berücksichtigung in den Notes. Der Konzern hat keine Leasingverhältnisse, bei denen Anzahlungen im Voraus geleistet werden, ebenfalls finden keine verzinsliche Darlehen im Zusammenhang mit Leasingverträgen Anwendung. Außerdem besitzt der Konzern keine Leasingverhältnisse mit verbundenen Beschränkungen und / oder Zusagen.

Bei der Berechnung des Barwerts der Leasingzahlungen verwendet der Konzern seinen Grenzfremdkapitalzinssatz von 3,8 % bis 4,3 % (Vorjahr: 1,0 % bis 1,5 %) zum Bereitstellungsdatum, da der dem Leasingverhältnis zugrunde liegende Zinssatz nicht ohne Weiteres bestimmt werden kann. Nach dem Bereitstellungsdatum wird der Betrag der Leasingverbindlichkeiten erhöht, um dem höheren Zinsaufwand Rechnung zu tragen, und verringert, um den geleisteten Leasingzahlungen Rechnung zu tragen. Zudem wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeiten bei Änderungen des Leasingverhältnisses, Änderungen der Laufzeit des Leasingverhältnisses, Änderungen der Leasingzahlungen (z.B. Änderungen künftiger Leasingzahlungen infolge einer Veränderung des Zinssatzes) neu bewertet.

Der Konzern wendet auf seine kurzfristigen Leasingverträge die Ausnahmeregelung für kurzfristige Leasingverhältnisse an. Er wendet außerdem auf Leasingverträge, die als geringwertig eingestuft werden, die Ausnahmeregelung für Leasingverhältnisse, denen ein Vermögenswert von geringem Wert zugrunde liegt, an. Leasingzahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, denen ein Vermögenswert von geringem Wert zugrunde liegt, werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst.

Der Konzern fungiert nicht als Leasinggeber und hat demnach keine Operating-Leasingverhältnisse.

Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Der Konzern ist im Wesentlichen im Bereich der Elektrowerkzeuge tätig und erzielt seine Erlöse überwiegend aus dem Verkauf von Serienprodukten. Erlöse aus Verträgen mit Kunden werden erfasst, wenn die Verfügungsgewalt über die Güter auf den Kunden übertragen wird. Die Erfassung erfolgt in Höhe der Gegenleistung, die der Konzern im Austausch für diese Güter oder voraussichtlich erhalten wird. Der Konzern ist grundsätzlich zu dem Schluss gekommen, dass er bei seinen Umsatztransaktionen als Prinzipal auftritt, da er üblicherweise die Verfügungsgewalt über die Güter innehat, bevor diese auf den Kunden übergehen.

Enthält eine vertragliche Gegenleistung eine variable Komponente, bestimmt der Konzern die Höhe der Gegenleistung, die ihm im Austausch für die Übertragung der Güter auf den Kunden zusteht. Die variable Gegenleistung wird zu Vertragsbeginn geschätzt und darf nur dann in den Transaktionspreis einbezogen werden, wenn es hoch wahrscheinlich ist, dass es bei den erfassten kumulierten Erlösen nicht zu einer signifikanten Stornierung kommt, sobald die Unsicherheit in Verbindung mit der variablen Gegenleistung nicht mehr besteht. Die Metabo GmbH kann Kunden einen Mengenrabatt einräumen. Diese Mengenrabatte, welche im Rahmen von Konditionsvereinbarungen festgelegt werden, werden unterjährig monatlich als Verbindlichkeiten berücksichtigt.

Die Metabo GmbH besitzt keine Mehrkomponentenverträge.

Die Metabo GmbH hat im Konzernmittel ein Zahlungsziel von ca. 90 Tagen. Die längsten Zahlungsziele betragen für diverse Kunden zwischen 90 und 150 Tagen, die aus Sicht des Konzerns keine Finanzierungskomponente darstellt.

Die Metabo GmbH erhält ebenso keine nicht zahlungswirksamen Gegenleistungen von Kunden, die im Rahmen der Erlöse aus Verträgen mit Kunden berücksichtigt werden müssten.

Der Konzern bietet üblicherweise gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistungen für die Behebung von Mängeln, die zum Zeitpunkt des Verkaufs vorlagen. Hinsichtlich der bilanziellen Abbildung der Verpflichtungen aus der Gewährung von Garantie und Gewährleistungen im Rahmen der Kundenverträge gibt es keinen Änderungsbedarf und wird somit auch zukünftig gem. IAS 37 bilanziert.

Der Transaktionspreis der Metabo-Gruppe ist geprägt von einem fest vorgegebenen Listenpreis, der bei mittleren und größeren Kunden in Form von Jahresboni und Steigerungsrabatten eine variable Komponente enthält.

Aufgrund des Geschäftsmodells der Metabo GmbH sind keine Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten anzusetzen.

Eine Forderung ist der unbedingte Anspruch des Konzerns auf Gegenleistung. Die Rechnungslegungsmethoden für finanzielle Vermögenswerte werden im obigen Abschnitt erläutert.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Die Kosten für Entwicklungsaktivitäten werden, sofern nachfolgende Kriterien kumulativ erfüllt werden, aktiviert.

Die Entwicklungskosten können verlässlich ermittelt werden.

Das Produkt oder der Prozess ist technisch und wirtschaftlich realisierbar.

Ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen ist wahrscheinlich.

Es besteht die Absicht und ausreichend Ressourcen, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.

Die aktivierten Kosten sind in den immateriellen Vermögenswerten enthalten. Sonstige Entwicklungskosten werden bei der Entstehung aufwandswirksam erfasst. Die aktivierten Kosten werden entsprechend den jeweiligen Vertrags- bzw. Projektdauern über 3, 5 bzw. 7 Jahre abgeschrieben.

Ertragsteuern und latente Steuern

Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe aus tatsächlichem und latentem Steueraufwand dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das jeweilige Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Ergebnis vor Ertragsteuern laut Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in früheren oder späteren Jahren oder niemals steuerbar sind. Die Verbindlichkeiten des Konzerns für den laufenden Steueraufwand werden auf Grundlage der Steuersätze und Steuergesetze, die zum Bilanzstichtag gelten, berechnet.

Latente Steuern sind die erwarteten Steuerbe- und -entlastungen aus den Differenzen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden in den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften, verglichen mit den Wertansätzen im Konzernabschluss nach IFRS. Dabei kommt die bilanzorientierte Verbindlichkeitsmethode zur Anwendung. Solche Vermögenswerte und Schulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporäre Differenz aus einem Geschäfts- oder Firmenwert aus einem Anteilserwerb ("Share deal") und die weder das zu versteuernde Einkommen noch das Ergebnis vor Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung berühren. Latente Steuern werden für alle steuerbaren temporären Differenzen insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, die beim Ausgleich der abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Daneben werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet, sofern damit zu rechnen ist, dass diese künftig genutzt werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Bilanzstichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Die Veränderungen der latenten Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen im sonstigen Ergebnis oder unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesen Fällen werden die latenten Steuern ebenfalls im sonstigen Ergebnis oder unmittelbar im Eigenkapital dargestellt.

Haftungsverhältnisse, Eventualschulden und Eventualforderungen

Haftungsverhältnisse und Eventualschulden werden nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, es sei denn, die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen ist sehr unwahrscheinlich. Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, es sei denn, der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens ist höchstwahrscheinlich.

Gebrauch von Schätzungen

Für die Erstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der Verlautbarungen des IASB sind Schätzungen erforderlich, welche sowohl die Wertansätze in der Bilanz, die Art und den Umfang von Eventualschulden und Eventualforderungen am Bilanzstichtag als auch die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich bei Metabo im Wesentlichen auf die Einbringlichkeit von Forderungen, die Werthaltigkeit von Vorräten, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, die Bewertung des Geschäfts- und Firmenwertes sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen.

Die Annahmen und Schätzungen des Konzerns basieren auf Parametern, die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorlagen. Diese Zustände und die Annahmen über die künftigen Entwicklungen können jedoch aufgrund von Marktbewegungen und Marktverhältnissen, die außerhalb des Einflussbereichs des Konzerns liegen, eine Änderung erfahren. Solche Änderungen finden erst mit ihrem Auftreten einen Niederschlag in den Annahmen.

Entwicklungskosten werden entsprechend der zugrundeliegenden Rechnungslegungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist; dies ist i. d. R. dann der Fall, wenn ein Produktentwicklungsprojekt einen bestimmten Meilenstein in einem bestehenden Projektmanagementmodell erreicht hat. Für Zwecke der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge trifft das Management Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus dem Projekt, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses des erwarteten zukünftigen Nutzens. Der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten betrug zum 31. März 2024 TEUR 11.184 (31. März 2023: TEUR 12.895).

Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen können durch Gesetz, Vertrag oder Kulanz begründet werden. Rückstellungen werden für die erwartete Inanspruchnahme aus Garantie- oder Gewährleistungsverpflichtungen gebildet. Eine Inanspruchnahme ist insbesondere dann zu erwarten, wenn die Gewährleistungsfrist noch nicht abgelaufen ist, wenn in der Vergangenheit Gewährleistungsaufwendungen angefallen sind oder wenn sich Gewährleistungsfälle konkret abzeichnen. Das Gewährleistungsrisiko ist je nach Sachverhalt entweder aus Einzeleinschätzungen oder aus Erfahrungswerten der Vergangenheit abgeleitet und entsprechend zurückgestellt. Der Buchwert der Rückstellungen für Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen betrug zum 31. März 2024 TEUR 5.782 (31. März 2023: TEUR 4.736).

Der Gebrauch von Schätzungen bei anderen Positionen der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird in den Rechnungslegungsgrundsätzen für die jeweiligen Positionen dargestellt. Davon sind insbesondere die folgenden Sachverhalte betroffen: Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwert, Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, Wertminderungen auf Forderungen sowie der Wertansatz der Rückstellungen für Pensionen.

Auf den Ermessensspielraum hinsichtlich der Ermittlung der Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Abschnitt 17. "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige finanzielle und kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte sowie kurzfristige Ertragssteuererstattungsansprüche" verwiesen.

Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der Auslegung komplexer steuerrechtlicher Vorschriften, Änderungen des Steuerrechts sowie der Höhe und des Entstehungszeitpunkts künftig zu versteuernder Ergebnisse. Angesichts der großen Bandbreite internationaler Geschäftsbeziehungen, des langfristigen Charakters und der Komplexität bestehender vertraglicher Vereinbarungen ist es möglich, dass Abweichungen zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und den getroffenen Annahmen bzw. künftige Änderungen solcher Annahmen in Zukunft Anpassungen des bereits erfassten Steuerertrags und Steueraufwands erfordern. Der Konzern bildet, basierend auf vernünftigen Schätzungen, Rückstellungen für mögliche Auswirkungen steuerlicher Außenprüfungen in den Ländern, in denen er tätig ist. Die Höhe solcher Rückstellungen basiert auf verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Erfahrung aus früheren steuerlichen Außenprüfungen und unterschiedlichen Auslegungen der steuerrechtlichen Vorschriften durch das steuerpflichtige Unternehmen und die zuständige Steuerbehörde.

Latente Steueransprüche werden für nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der latenten Steueransprüche, die aktiviert werden können, ist eine wesentliche Ermessensausübung des Managements bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.

Der Konzern verfügt über ertragsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 52.153 (31. März 2023: TEUR 37.579). Diese bestehen bei Tochterunternehmen mit einer Historie von Verlusten. Die Verlustvorträge verfallen nur in Teilen und können nicht mit dem zu versteuernden Einkommen anderer Konzerngesellschaften verrechnet werden. Deren künftige (3-Jahreszeitraum) Inanspruchnahme infolge der kumulierten Verluste des jeweiligen Steuersubjekts in der Vergangenheit ist nicht mit absoluter Sicherheit gewährleistet. Die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit des Eintritts der in Zukunft erwarteten steuerlichen Erträge ist damit die bestimmende Einflussgröße für die Höhe der Aktivierung von latenten Steuern.

C. Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2023/24 (01.04.2023 - 31.03.2024) 2022/23 (01.04.2022 - 31.03.2023)
Verkauf von Gütern 425.482 462.873
Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 3.085 3.414
Gesamt 428.567 466.287

Bei allen Umsatzerlösen lag eine zeitpunktbezogene Umsatzrealisation vor.

Aufteilung nach geographischen Märkten:

in TEUR 2023/24 (01.04.2023 - 31.03.2024) 2022/23 (01.04.2022 - 31.03.2023)
Regionen
Inland 93.159 91.402
EU-Länder (ohne Inland) 168.737 163.725
Drittländer 166.671 211.160
Gesamt 428.567 466.287

Maßgebend für die Zuordnung der Umsatzerlöse ist der Standort des Kunden.

2. Umsatzkosten

In den Umsatzkosten sind die zur Erzielung der Umsatzerlöse angefallenen Kosten ausgewiesen. Sie enthalten:

in TEUR 2023/24 (01.04.2023 - 31.03.2024) 2022/23 (01.04.2022 - 31.03.2023)
Materialaufwendungen 236.513 258.042
Bestandsveränderung 8.720 26.186
Andere aktivierte Eigenleistungen -2.313 -3.473
Personalaufwendungen 34.078 36.504
Abschreibungen 8.615 9.488
Gesamt 285.613 326.747

Die anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen überwiegend aktivierte Entwicklungsleistungen und beinhalten Materialaufwendungen in Höhe von TEUR 1.121 (Im Geschäftsjahr 2022/23: TEUR 1.295) und Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 1.192 (Im Geschäftsjahr 2022/23: TEUR 2.178).

3. Vertriebskosten

Die Vertriebskosten umfassen im Wesentlichen Personal-, Sach- und Marketingkosten, die auf den Vertriebsbereich entfallenden Abschreibungen sowie die Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

4. Allgemeine Verwaltungskosten

In den allgemeinen Verwaltungskosten sind Personal- und Sachkosten sowie die auf den Verwaltungsbereich entfallenden Abschreibungen enthalten. Der Anstieg der Verwaltungskosten ist im Wesentlichen auf damit zusammenhängende Personalkosten zurückzuführen.

5. Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die diesen Aktivitäten zurechenbaren Personalkosten und die Kosten der Versuchsmaterialien und -werkzeuge, soweit es sich nicht um Entwicklungskosten handelt, die entsprechend IAS 38.57 zu aktivieren sind. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden insgesamt Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 1.545 (Im Geschäftsjahr 2022/23: TEUR 2.870) aktiviert. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr 2023/24 Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 19.299 (Im Geschäftsjahr 2022/23: TEUR 19.531) an.

6. Restrukturierungsaufwendungen

Im aktuellen Geschäftsjahr werden Restrukturierungsaufwendungen separat in Höhe von TEUR 18.050 ausgewiesen. Diese sind im Wesentlichen auf die strategische Neuausrichtung des Mutterkonzerns Koki Holdings Co. Ltd. und ein umfangreiches Stellenabbauprogramm zurückzuführen. Hierbei sind mehrheitlich Aufwendungen für Abfindungen und Folgekosten des Stellenabbaus anzuführen. Für die strategische Neuausrichtung sind zudem Beratungskosten angefallen. Im Vorjahr angefallene Restrukturierungsaufwendungen wurden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen (siehe C.9).

7. Aufwand im Zusammenhang mit Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten

Die seit Ende des Geschäftsjahres 2023/24 bestehende Absicht im Konzern zur Veräußerung der russischen Vertriebsgesellschaft Metabo Eurasia LLC, Moskau, Russland wurde zum Bilanzstichtag in die Wege zu geleitet. Innerhalb der ersten Hälfte des kommenden Geschäftsjahres 2024/25 wird erwartet, das Veräußerungsvorhaben erfolgreich umgesetzt zu haben.

Ausgangslage waren folgende Buchwerte:

Vermögensgegenstände EUR 19,0 Mio. (davon langfristig EUR 0,2 Mio.)

sowie kurzfristige Schulden in Höhe von EUR 1,0 Mio.

Zum 31. März 2024 wurde aufgrund der internen Bewertung für die Vermögenswerte und Schulden in Abstimmung mit der Muttergesellschaft des Metabo Teilkonzerns auf Konzernebene ein Wertminderungsbedarf in Höhe von EUR 9,1 Mio. als Rückstellung erfasst.

8. Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR 2023/24 (01.04.2023 - 31.03.2024) 2022/23 (01.04.2022 - 31.03.2023)
Erträge aus Weiterbelastungen an Gesellschafter 9.293 9.265
Erträge aus Versicherungsentschädigungen 6.486 297
Währungsgewinne 1.713 8.349
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.295 2.480
Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 1.170 109
Erträge aus der Auflösung von abgegrenzten Verbindlichkeiten 1.160 2.329
Wertaufholung wertgeminderter Forderungen 302 2.690
Kostenerstattung Dritter 224 110
Erträge aus Entkonsolidierung 0 5.962
Übrige sonstige betriebliche Erträge 1.588 744
Gesamt 23.231 32.335

Bei den Erträgen aus der Weiterbelastungen an Gesellschafter handelt es sich im Wesentlichen um weiterbelastete Personalaufwendungen und Reisekosten. Weitere Angaben hierzu können der Angabe 41 entnommen werden. Bei den Erträgen aus Versicherungsentschädigungen handelt es sich um gezahlte Versicherungsleistungen, welche im Zuge des Werksbrands am Produktionsstandort China geltend gemacht werden konnten. Derzeit gibt es noch ausstehende Versicherungsansprüche/ Zahlungen welche voraussichtlich im Geschäftsjahr 2024/25 geltend gemacht werden. Die Erträge aus der Entkonsolidierung des Vorjahres betreffen den Verkauf der Metabo Corporation, USA und ergeben sich aus dem Verkaufspreis von EUR 14,9 Mio. abzüglich des Abgangs von Vermögenswerten von EUR 14,5 Mio. und Schulden von EUR 5,8 Mio. sowie Währungsdifferenzen von EUR 0,2 Mio. Bei der Wertaufholung wertgeminderter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich im Vorjahr überwiegend um wertberichtigte Forderungen bei Metabo Russland und Metabo Ukraine. Weitere Angaben hierzu können der Angabe 44 entnommen werden.

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR 2023/24 (01.04.2023 - 31.03.2024) 2022/23 (01.04.2022 - 31.03.2023)
Aufwendungen für Sachschäden inkl. Folgekosten 12.125 9
Währungsverluste 2.572 2.923
Aufwendungen aus OEM-Serviceleistungen 1.848 2.007
Aufwendungen aus Weiterbelastungen von Gesellschafter 1.768 644
Sonstige Steuern (keine Ertragssteuern) 970 1.068
Bildung von Rückstellungen und abgegrenzten Verbindlichkeiten 867 624
Wertminderung von Vorräten und Sachanlagen Ukraine 861 -
Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 270 112
Restrukturierungsaufwendungen 3 0 1.945
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 871 719
Gesamt 22.152 10.051

Die Aufwendungen für Sachschäden inkl. entstandener Folgeschäden sind im Wesentlichen auf den Werksbrand im chinesischen Produktionsstandort zurückzuführen. Zu den aufgeführten Wertminderungen von Vorräten und Sachanlagen in Ukraine verweisen wir auf die Angabe 44.

10. Finanzergebnis

in TEUR 2023/24 (01.04.2023 - 31.03.2024) 2022/23 (01.04.2022 - 31.03.2023)
Zinserträge und sonstige Finanzerträge
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 293 228
Finanzerträge gesamt 293 228
Zinsaufwendungen und sonstige Finanzaufwendungen
Zinsaufwand aus Gesellschafterdarlehen 1.931 685
Zinsaufwendungen aus externer Finanzierung 5 52
Sonstiger Zinsaufwand 1.828 1.307
Finanzaufwendungen gesamt 3.764 2.044
Finanzergebnis -3.471 -1.816

3 Die Restrukturierungsaufwendungen werden in diesem Geschäftsjahr gesondert in Abschnitt C. 6 ausgewiesen.

Der sonstige Zinsaufwand setzt sich im Geschäftsjahr 2023/24 aus Zinsanteilen der Altersversorgungspläne von TEUR 1.313 (Im Geschäftsjahr 2022/23: TEUR 766) und im Übrigen aus Bankzinsen und Zinsaufwand aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen zusammen. Der Zinsaufwand für Leasing ist von nachrangiger Bedeutung.

11. Ertragsteuern

Als Ertragsteuern werden die Körperschaft- und Gewerbesteuer inklusive Solidaritätszuschlag der inländischen Konzerngesellschaften sowie die vergleichbaren Ertragsteuern der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen.

Für die inländischen Gesellschaften ermittelt sich ein Ertragssteuersatz von ca. 30 % (Im Geschäftsjahr 2022/23: 30 %). Die Besteuerung im Ausland wird zu den in diesen Ländern geltenden Steuersätzen berechnet und liegt zwischen 0 % und 27 % (Im Geschäftsjahr 2022/23: zwischen 9 % und 35 %). Der durchschnittliche Steuersatz im Ausland liegt bei 20,4 % (Im Geschäftsjahr 2022/23: 21 %).

Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2023/24 (01.04.2023 - 31.03.2024) 2022/23 (01.04.2022 - 31.03.2023)
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand -1.477 -1.717
Latenter Steuerertrag (+) / -aufwand (-) -1.511 4.630
Ausgewiesener Steuerertrag (+) / -aufwand (-) -2.988 2.913

Im tatsächlichen Ertragsteueraufwand, der sich auf die Steuern für Vorjahre bezieht, ist ein Aufwand von TEUR 16 (im Geschäftsjahr 2022/23: Ertrag von TEUR 423) enthalten.

Die latenten Steuern werden durch Anwendung der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. gelten werden.

in TEUR 2023/24 (01.04.2023 - 31.03.2024) 2022/23 (01.04.2022 - 31.03.2023)
Inland 1.984 3.789
Ausland -4.864 -643
Konsolidierungseffekte -108 -233
Ausgewiesener Steuerertrag (+) / -aufwand (-) -2.988 2.913

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten Ertragssteueraufwand, der sich theoretisch bei Anwendung des aktuellen inländischen Ertragsteuersatzes von rund 30 % (Im Geschäftsjahr 2022/23: 30 %) im Konzern ergeben würde, zum tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteueraufwand.

in TEUR 2023/24 (01.04.2023 - 31.03.2024) 2022/23 (01.04.2022 - 31.03.2023)
Ergebnis vor Ertragsteuern -30.215 -2.492
Erwarteter Steuersatz 30 % 30 %
Erwarteter Steuerertrag (+) / -aufwand (-) 9.065 748
Steuerfreie Erträge -40 1.592
Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben und Effekte aus IFRS 5 -4.085 -560
Steuersatzbedingte Abweichungen im In- und Ausland -195 586
Zuschreibung nicht aktivierte und Wertberichtigung aktivierte steuerliche Verlustvorträge -7.229 -46
Steuern für Vorjahre -16 423
Korrekturen der Vorjahre -148 -2
Sonstige Anpassungen -340 172
Steuerertrag (+) / -aufwand (-) und Effektivsteuersatz -2.988 2.913
Tatsächlicher Steuersatz 9,89 % -116,89 %

Bei in- und ausländischen Tochtergesellschaften sollen thesaurierte Gewinne auf Basis der momentanen Planung permanent investiert bleiben. Mangels geplanter Ausschüttungen wurden auf Gewinne in Höhe von TEUR 89.182 (Im Geschäftsjahr 2022/23: TEUR 103.967) keine passiven latenten Steuern gebildet.

Im sonstigen Ergebnis wurden insgesamt TEUR 274 (Im Geschäftsjahr 2022/23: TEUR 2.986) latente Steuern erfasst. Diese beziehen sich in voller Höhe auf versicherungsmathematische Verluste (Im Geschäftsjahr 2022/23: TEUR 2.986).

Die übrige Veränderung der latenten Steuern ist auf Währungseffekte in Höhe von TEUR -92 (Im Geschäftsjahr 2022/23: TEUR -418) zurückzuführen.

Auf den Bestand des Zwischenergebnisses im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung wurden aktive latente Steuern in Höhe von EUR 0,6 Mio. (Im Geschäftsjahr 2022/23: EUR 0,7 Mio.) gebildet.

Latente Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge, die über den Bestand der latenten Steuerverbindlichkeiten hinaus gehen, sind in Höhe von TEUR 1.509 (Im Geschäftsjahr 2022/23: TEUR 7.779) aktiviert worden. Davon wurden TEUR 1.005 in Steuerrechtskreisen mit Verlusten in der laufenden Periode oder in der Vorperiode angesetzt. Die Möglichkeit einer Nutzung bestehender Verlustvorträge von Konzerngesellschaften wird wie im Vorjahr auf Grundlage eines zehnjährigen Prognosezeitraums beurteilt und es wird versucht, deren Nutzung neben dem lokalen Kostencontrolling durch intensives Beteiligungscontrolling und mithilfe von Ergebnissteuerungsmaßnahmen seitens der Muttergesellschaft sicherzustellen.

Es wurden keine latenten Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 1.757 angesetzt.

Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 45.299 (Im Geschäftsjahr 2022/23: TEUR 5.596) wurde keine aktive latente Steuer angesetzt, da von einer Nutzbarkeit der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist.

Die gesamten ertragsteuerlichen Verlustvorträge im Konzern betragen TEUR 52.153 (Im Geschäftsjahr 2022/23: TEUR 37.579).

Verfall der Verlustvorträge innerhalb von

in TEUR 2023/24 (01.04.2023 - 31.03.2024) 2022/23 (01.04.2022 - 31.03.2023)
1 Jahr 749 4
2 Jahren - 15
3 Jahren 3 493
4 Jahren - 100
5 Jahren 7.444 6.365
größer 5 Jahren 653 1.243
unverfallbar 43.304 29.359
Gesamt 52.153 37.579

Die Steuerabgrenzungen sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen:

Bilanzpositionen 31.03.2024 31.03.2023
in TEUR Aktiv Passiv Aktiv Passiv
Steuerliche Verlustvorträge 6.648 - 7.779 -
Immaterielle Vermögenswerte 1 3.355 33 3.868
Sachanlagen 150 1.439 150 2.352
Sonstige langfristige Vermögenswerte - 5.090 - 5.229
Vorräte 1.190 111 1.256 682
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte 42 45 541 679
Rückstellungen für Pensionen 3.338 - 3.111 -
Langfristige Rückstellungen 6 - 6 -
Kurzfristige Rückstellungen 484 16 557 97
Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 1.141 - 2.357 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten 771 - 2.161 -
Summe 13.771 10.056 17.951 12.907
Saldierung von aktiven und passiven Latenzen -10.001 -10.001 -10.496 -10.496
Bilanzansatz Latente Steuern 3.770 55 7.455 2.411

D. Erläuterungen zur Bilanz

12. Immaterielle Vermögenswerte

Aktivierte Entwicklungskosten Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen Geschäfts- oder Firmenwert Geleistete Anzahlungen Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anschaffungs-/Herstellungskosten
1. April 2022 19.956 15.045 19.397 59 54.457
Zugänge 2.870 334 - 104 3.308
Abgänge -3.509 -169 -1.399 -8 -5.085
Umbuchungen - 68 - -57 11
Währungsdifferenzen - -25 -17 - -42
31. März 2023 19.317 15.253 17.981 98 52.649
Zugänge 1.545 173 - 507 2.225
Abgänge -1.781 -24 - -2 -1.807
Umbuchungen - 16 - -16 -
Als Zur Veräußerung gehalten klassifiziert - -13 - - -13
Währungsdifferenzen - -20 - -1 -21
31. März 2024 19.081 15.385 17.981 586 53.033
Abschreibungen/Wertminderungen
1. April 2022 6.646 12.157 13.440 - 32.242
Zugänge 3.285 934 - - 4.219
Abgänge -3.509 -119 -1.399 - 5.027
Währungsdifferenzen - -12 -17 - -29
31. März 2023 6.422 12.960 12.024 - 31.405
Zugänge Abschreibungen 3.255 843 - - 4.089
Abgänge -1.780 -23 - - -1.803
Als Zur Veräußerung gehalten klassifiziert - -5 - - -5
Währungsdifferenzen - 2 - - 2
31. März 2024 7.897 13.777 12.024 - 33.698
Nettobuchwerte
31. März 2024 11.184 1.608 5.957 586 19.335
31. März 2023 12.895 2.293 5.957 98 21.244

Die gesamten planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in den GuV-Positionen Umsatzkosten (2023/24: TEUR 3.255; 2022/23: TEUR 3.285) und Vertriebskosten (2023/24: TEUR 843; 2022/23: TEUR 934) enthalten.

Der Konzern hat keine Leasing-Sachverhalte gemäß IFRS 16, die den immateriellen Vermögenswerten zuzuordnen wären.

Ein Werthaltigkeitstest für den Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb der Elektra Beckum GmbH wurde zum 31. März 2024 durchgeführt.

13. Sachanlagevermögen

Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anschaffungs-/Herstellungskosten
1. April 2022 70.802 64.497 96.946 2.731 234.976
Zugänge 3.179 336 3.245 3.495 10.255
Abgänge -4.607 -127 -3.333 -2 -8.069
Abgänge aus dem Konsolidierungskreis -3.119 - -613 - -3.732
Umbuchungen - 1.588 3.330 -4.929 -11
Währungsdifferenzen -578 -771 -135 -18 -1.497
31. März 2023 65.677 65.523 99.440 1.277 231.917
Zugänge 6.183 2.032 7.667 1.249 17.131
Abgänge -10.454 -3.349 -3.327 -364 -17.494
Umbuchungen - 128 506 -634 -
Als Zur Veräußerung gehalten klassifiziert - - -467 - -467
Währungsdifferenzen -510 -523 -55 -10 -1.098
31. März 2024 60.795 63.811 103.057 1.518 229.181
Abschreibungen/Wertminderungen
1. April 2022 25.200 57.731 82.744 2 165.677
Zugänge 4.510 1.851 6.119 - 12.480
Abgänge -5.235 -110 -2.309 - -7.654
Abgänge aus dem Konsolidierungskreis -2.034 - -379 - -2.413
Währungsdifferenzen -128 -566 -172 - -866
31. März 2023 22.313 58.906 86.003 2 167.224
Zugänge 4.432 1.688 7.520 - 13.640
Abgänge -4.318 -2.363 -3.699 - -10.380
Umbuchungen - -120 120 - -
Als Zur Veräußerung gehalten klassifiziert - - -307 - -307
Währungsdifferenzen -143 -396 -139 - -678
31. März 2024 22.284 57.715 89.498 2 169.499
Nettobuchwerte
31. März 2024 38.511 6.096 13.558 1.516 59.681
31. März 2023 43.364 6.617 13.437 1.275 64.693

Die Leasingverhältnisse gemäß IFRS 16 im Sachanlagevermögen können folgenden Anlagekategorien zugeordnet werden und stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

in TEUR Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Gesamt
Stand 31.03.2022 13.159 92 3.013 16.264
AHK Zugänge 3.018 - 2.277 5.295
AHK Abgänge -4.607 - -2.903 -7.510
AHK Umbuchungen - - - -
AHK Währungseffekte -663 -1 -58 -722
AfA Zugänge -3.693 0 -1.853 -5.546
AfA Abgänge 5.234 -1 1.897 7.130
AfA Umbuchungen - - - -
AfA Währungseffekte 168 1 13 182
Stand 31.03.2023 12.616 91 2.386 15.093
in TEUR Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Gesamt
Stand 31.03.2023 12.616 91 2.386 15.093
AHK Zugänge 5.935 - 4.400 10.335
AHK Abgänge -9.205 -91 -2.141 -11.437
AHK Umbuchungen -124 - 143 20
AHK Zur Veräußerung klassifiziert -101 - - -101
AHK Währungseffekte -521 - 13 -508
AfA Zugänge -3.587 - -3.279 -6.866
AfA Abgänge 3.273 - 2.258 5.531
AfA Umbuchungen - - - -
AfA Zur Veräußerung klassifiziert 27 - - 27
AfA Währungseffekte 152 - 6 158
Stand 31.03.2024 8.465 - 3.786 12.251

Nutzungsrechte aus Leasing zum 31.März 2024 in Höhe von TEUR 12.251 (31. März 2023: TEUR 15.093) sind in der Bilanz in der Position Sachanlagevermögen enthalten. Abschreibungen von Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 6.866 (2022/23: TEUR 5.546) sind verursachungsgerecht in den Umsatz-, Vertriebs- und Verwaltungskosten enthalten. Signifikate Zugänge und Abgänge im Geschäftsjahr 2023/24 sind auf neu abgeschlossene und auf ausgelaufene Mietverträge zurückzuführen.

14. Beteiligungen

Die Beteiligungen betreffen eine Beteiligung an der nexMart Beteiligungs GmbH & Co. KG zu 5,2 % in Höhe von TEUR 523 (31. März 2023: TEUR 521). Das Management hat nicht die Absicht die Beteiligung zu veräußern. Im Berichtsjahr und im Vorjahr wurden keine Dividenden vereinnahmt.

15. Sonstige langfristige finanzielle und langfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte

Unter den langfristigen Vermögenswerten sind sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 103 (31. März 2023: TEUR 101) und langfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 847 (31. März 2023: TEUR 536) enthalten.

16. Vorräte

in TEUR 31.03.2024 31.03.2023
Rohmaterial 26.290 29.583
Unfertige Erzeugnisse 6.177 6.103
Fertige Erzeugnisse und Waren 68.918 65.203
Gesamt 101.385 100.889

Bei den Vorräten wurden Wertminderungen aufgrund von Markt- und Gängigkeitsrisiken in Höhe von TEUR 11.119 (31. März 2023: TEUR 10.046) vorgenommen. Der Aufwand wird unter den Umsatzkosten ausgewiesen.

Unter den fertigen Erzeugnissen und Waren sind Grundgeräte (im Wesentlichen Karkassen) zur Weiterverarbeitung in Höhe von TEUR 4.960 (31. März 2023: TEUR 3.008) enthalten.

17. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige finanzielle und kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte sowie kurzfristige Ertragssteuererstattungsansprüche

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und kurzfristige finanzielle und nicht-finanzielle Vermögenswerte sind Wertminderungen in Höhe von TEUR 990 (31. März 2023: TEUR 1.235) für erkennbare Einzelrisiken sowie für erwartete Ausfallrisiken gebildet. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen finanziellen und nicht-finanziellen Vermögenswerte entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 bis 90 Tagen. Zum 31. März 2024 betragen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 71.018. Darin enthalten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Konzernmutter in Höhe von TEUR 11.098, die aufgrund der unwesentlichen Risikoeigenschaften nicht wertberichtigt und auch nicht in der Wertberichtigungsmatrix abgebildet sind.

Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 31.03.2024 31.03.2023
1. April 1.235 3.789
Zuführung 486 456
Auflösung -322 -2.478
Inanspruchnahme -31 -605
Zur Veräußerung gehalten klassifiziert -323 -
Währungsumrechnung -55 73
31. März 990 1.235

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet der Konzern gem. IFRS 9 eine vereinfachte Methode zur Berechnung der erwarteten Kreditverluste an. Der Konzern erfasst zu jedem Abschlussstichtag eine Risikovorsorge auf der Basis der Gesamtlaufzeit-ECL. Der Konzern hat eine Wertberichtigungsmatrix erstellt, die auf seiner bisherigen Erfahrung mit Forderungsausfällen basiert. Der Buchwert vor Wertminderung je Laufzeitband resultiert aus der Saldierung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen exklusive von Gutschriften. Die erwartete Verlustrate wird auf einer rein historischen Basis ermittelt, indem der Durchschnitt der tatsächlich ausgefallenen Forderungen der letzten drei Geschäftsjahre mit dem Durchschnitt der einbringlichen Forderungen der letzten drei Geschäftsjahre berechnet wird. Gutschriften werden in der erwarteten Verlustrate berücksichtigt, für Gutschriften und auf Gutschriften wird jedoch weder ein Wertminderungsquotient errechnet noch angewendet.

Forderungen 31.03.2024 Buchwert vor Wertberichtigung Erwartete Verlustrate Wertminderung
in TEUR in % in TEUR
nicht fällig bis zu 60 Tage überfällig 62.219 0,18 % 114
überfällig bis zu 120 Tage 251 0,03 % 0
überfällig bis zu 180 Tage 168 4,00 % 7
länger als 180 Tage überfällig 374 10,19 % 38
Gesamt 63.012 159

Die abgebildeten Beträge in der obigen Tabelle sind aufgrund von Saldierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen exklusive aller Gutschriften nicht mit der Bilanz abstimmbar. Die Wertberichtigung in Höhe von insgesamt TEUR 990 (31. März 2023: TEUR 1.235) ist in die pauschale bzw. portfoliobasierte Wertberichtigung in Höhe von TEUR 159 (31. März 2023: TEUR 568) und in die Einzelwertberichtigung in Höhe von TEUR 831 (31. März 2023: TEUR 667) aufzugliedern.

Forderungen 31.03.2023 Buchwert vor Wertberichtigung Erwartete Verlustrate Wertminderung
in TEUR in % in TEUR
nicht fällig bis zu 60 Tage überfällig 59.855 0,49 % 294
überfällig bis zu 120 Tage 516 4,26 % 22
überfällig bis zu 180 Tage 11 9,09 % 1
länger als 180 Tage überfällig 250 100 % 250
Gesamt 60.632 568

Im Rahmen der Ermittlung des Länderrisikos wurden wie im Vorjahr die russischen Forderungen einer individuellen Wertberichtigungsanalyse unterzogen und darauf basierend TEUR 115 (31. März 2023: TEUR 245) abgeschrieben. Die übrigen Gesellschaften haben einen unwesentlichen Länderrisikoeffekt in Höhe von TEUR 316 (31. März 2023: TEUR 276).

Die kurzfristigen nicht-finanziellen Vermögenswerte enthalten Steuerforderungen aus Umsatzsteuer und sonstige Steuern in Höhe von TEUR 3.323 (31. März 2023: TEUR 1.496), abgegrenzte Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.331 (31. März 2023: TEUR 2.920) sowie weitere kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 308 (31. März 2023: TEUR 1.755).

18. Zahlungsmittel

Die Position Zahlungsmittel umfasst Bargeld und Kontokorrentguthaben, die vom Konzern gehalten werden. Zahlungsmitteläquivalente gab es wie im Vorjahr nicht. Der Buchwert dieser Vermögenswerte entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

Daneben werden auch Zahlungsmittel in der Position Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte ausgewiesen. Wir verweisen hierzu auf Abschnitt A.

19. Eigenkapital

Die Veränderungen der einzelnen Posten des Eigenkapitals im Konzern sind gesondert in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Das Stammkapital der Metabo GmbH lag zum 31. März 2024 bei EUR 10,0 Mio. und ist unterteilt in 10.000.000 Geschäftsanteile à 1,00 Euro, die je eine Stimme gewähren. Das Stammkapital ist vollständig eingezahlt.

Die Gewinnrücklagen enthalten zum einen die freie Rücklage der Metabo GmbH in Höhe von TEUR 420 und zum anderen die von den Konzerngesellschaften erwirtschafteten Ergebnisse, soweit diese noch nicht ausgeschüttet worden sind.

Die übrigen Rücklagen enthalten versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionszusagen, übrige Veränderungen aus der OCI-Rücklage (finanzielle Vermögenswerte) sowie Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung. Die Steuereffekte in der OCI-Rücklage sind der folgenden Tabelle zu entnehmen.

in TEUR 31.03.2024 31.03.2023
OCI-Rücklage vor Steuern
- Pensionen 146 1.056
- Finanzielle Vermögenswerte 597 597
OCI-Rücklage vor Steuern 743 1.653
Steuereffekte
- Pensionen 31 -242
- Finanzielle Vermögenswerte -179 -179
Steuereffekte -148 -421
Währungsumrechnung -9.879 -5.641
OCI-Rücklage nach Steuern -9.282 -4.409

20. Rückstellungen für Pensionen

Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern bei den Auslandsgesellschaften vorwiegend auf Basis beitragsorientierter Zusagen (Ausnahme: Metabo Österreich) und bei den Inlandsgesellschaften auf Basis leistungsorientierter Versorgungspläne.

Bei den beitragsorientierten Zusagen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beiträge an private Rentenversicherungsträger. Nach Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Verpflichtungen, wie z. B. Nachschusszahlungen. Die laufenden Beitragszahlungen zu den beitragsorientierten Versorgungsplänen sind als Personalaufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen; sie beliefen sich im Berichtsjahr im Konzern auf insgesamt TEUR 541 (31. März 2023: TEUR 746) und sind den jeweiligen Funktionskosten zugeordnet.

Die Pensionspläne der österreichischen Tochtergesellschaft sichern die Mitarbeiter gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Invalidität und Tod ab. Die Verpflichtung ist im Rahmen eines Rückdeckungsvertrages vollständig gedeckt.

Die leistungsorientierten Pläne (Defined Benefit Plans) werden im Konzern durch die Bildung von Rückstellungen für Pensionen berücksichtigt, die nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 ermittelt werden. Neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften werden auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt.

Im Rahmen der leistungsorientierten Pläne werden den Arbeitnehmern lebenslange Rentenzahlungen ab Erreichen der Altersgrenze oder ab Eintritt der Invalidität zugesagt. Zusätzlich werden Hinterbliebenenrenten im Todesfall gewährt. Die Höhe der Leistung richtet sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und dem Endgehalt.

Zur Absicherung der Rentenzahlungen in der Zukunft wurden die Verpflichtungen gegenüber einigen leitenden Angestellten auf die Allianz Lebensversicherungs-AG und eine rückgedeckte Unterstützungskasse, die Allianz Pensions-Management e.V., übertragen. Der Leistungsumfang bleibt unverändert. Das von der Unterstützungskasse gehaltene Vermögen stellt Planvermögen i.S.d. IAS 19.7 dar und wird daher mit der Verpflichtung gegenüber den Begünstigten saldiert.

Die leistungsorientierten Pensionspläne sichern die Mitarbeiter gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Invalidität und Tod ab.

Die Verpflichtungen aus den zugesagten Leistungen unterliegen gewissen Risiken. Insbesondere bestehen Rechnungszinsrisiken, sofern fallende Marktzinsen zu einem höheren Barwert der Verpflichtung in der Zukunft führen, Inflationsrisiken, welche zu höheren Rentenleistungen führen können und Langlebigkeitsrisiken, sofern über einen längeren als in den verwendeten Sterbetafeln angenommenen Zeitraum Leistungen ausgezahlt werden.

Folgende Rechnungsannahmen liegen der Berechnung der Konzernverpflichtung zugrunde:

31.03.2024 31.03.2023
Inland Österreich Inland Österreich
Rechnungszins (in %) 3,54 % 3,37 % 3,76 % 3,37 %
Lohn- und Gehaltsentwicklung (in %) 3,00 % 7,70 % 2,50 % 8,60 %
Rententrend (in %) 2,00 % 0,00 % 2,00 % 0,00 %
Lebenserwartung Richttafeln 2018 G Richttafeln 2018 G Richttafeln 2018 G Richttafeln 2018 G

Das Planvermögen besteht aus Versicherungsansprüchen. Das Planvermögen und die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen sind wie folgt auf die Länder verteilt:

in TEUR 31.03.2024 31.03.2023
Deutschland 35.716 35.393
Österreich 170 214
Frankreich 130 130
Barwert der Versorgungsansprüche 36.016 35.737
in TEUR 31.03.2024 31.03.2023
Deutschland 1.705 1.732
Österreich - -
Frankreich - -
Marktwert des Planvermögens 1.705 1.732

Deutschland Plan

Die Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen und des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens im Geschäftsjahr 2023/24 ergibt sich wie folgt:

in TEUR 31.03.2024 31.03.2023
Veränderung der Leistungsverpflichtung
Leistungsverpflichtungen zu Beginn des Geschäftsjahres 35.393 46.549
Dienstzeitaufwand 230 361
Zinsaufwand 1.291 795
Neubewertungen - -
aus der Veränderung der finanziellen Annahmen 929 -10.208
Bezahlte Versorgungsleistungen -2.127 -2.104
Leistungsverpflichtungen am Jahresende 35.716 35.393
Veränderung des Planvermögens
Marktwert des Planvermögens zu Beginn des Geschäftsjahres 1.732 1.841
Zinserträge aus Planvermögen 64 31
aus der Veränderung der finanziellen Annahmen 6 -20
Eingezahlte Arbeitgeberzuwendungen 3 15
Bezahlte Versorgungsleistungen -100 -135
Marktwert des Planvermögens am Jahresende 1.705 1.732
Nettoverpflichtungsbetrag/Rückstellungen für Versorgungsleistungen 34.011 33.661

Österreich Plan

Die Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen und des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens im Geschäftsjahr 2023/24 ergibt sich wie folgt:

in TEUR 31.03.2024 31.03.2023
Veränderung der Leistungsverpflichtung
Leistungsverpflichtungen zu Beginn des Geschäftsjahres 214 214
Dienstzeitaufwand 9 9
Zinsaufwand 7 2
Neubewertungen -46 -
aus der Veränderung der finanziellen Annahmen -14 -11
Leistungsverpflichtungen am Jahresende 170 214

Im Geschäftsjahr 2023/24 betrug die Liquiditätsbelastung durch Beiträge zum Planvermögen und den Erstattungsansprüchen sowie direkt vom Konzern getragene Leistungszahlungen TEUR 2.307 (31. März 2023: TEUR 2.327).

Folgende Beträge werden voraussichtlich in den nächsten Jahren im Rahmen der leistungsorientierten Verpflichtungen ausbezahlt:

in TEUR 31.03.2024 31.03.2023
Innerhalb der nächsten 12 Monate (nächstes Geschäftsjahr) 2.307 2.327
Zwischen 1 und 5 Jahren 8.360 8.365
Zwischen 5 und 10 Jahren 10.185 9.999
Über 10 Jahre 43.118 45.452
63.970 66.143

Die durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen beträgt zum Ende des Berichtszeitraums 12,5 Jahre (31. März 2023: 12,5 Jahre).

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind hinsichtlich der leistungsorientierten Pläne folgende Beträge erfasst:

in TEUR 2023/24 (01.04.2023 - 31.03.2024) 2022/23 (01.04.2022 - 31.03.2023)
Dienstzeitaufwand 235 357
Nettozinsaufwand 1.234 766
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 3 13
Gesamtaufwand 1.472 1.136

Der Nettozinsaufwand setzt sich aus Zinsaufwand in Höhe von TEUR 1.298 (31. März 2023: TEUR 798) sowie Zinserträgen aus Planvermögen in Höhe von TEUR 64 (31. März 2023: TEUR 32) zusammen. Der Dienstzeitaufwand und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand werden in den Personalkosten der Funktionsbereiche erfasst.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im laufenden Jahr werden in voller Höhe im sonstigen Ergebnis erfasst (31. März 2024: TEUR 937; 31. März 2023: TEUR -10.199).

Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag aus der Verpflichtung des Konzerns ergibt sich wie folgt:

in TEUR 31.03.2024 31.03.2023
Barwert der Pensionsverpflichtung 36.016 35.737
Zeitwert des Planvermögens 1.705 1.732
Ausgewiesene Pensionsrückstellung 34.311 34.005

Für die Sensitivitäten wurden der Diskontierungssatz, die Gehaltssteigerungen, die zukünftigen Rentenentwicklungen und die Lebenserwartung als wesentliche versicherungsmathematische Annahmen ermittelt.

Nachfolgend wird eine quantitative Sensitivitätsanalyse der wichtigsten Annahmen zum 31. März 2024 bzw. 31. März 2023 dargestellt:

in TEUR Veränderung 31.03.2024 Auswirkung 31.03.2023 Auswirkung
Diskontierungssatz - 0,5 %-Punkte 2.259 2.234
+ 0,5 %-Punkte -2.036 -2.013
Rententrend - 0,5 %-Punkte -1.634 -1.601
+ 0,5 %-Punkte 1.768 1.750
Lebenserwartung + 1 Jahr 1.550 1.484

Bezüglich des Parameters Lohn- und Gehaltsentwicklung wurde auf eine Sensitivitätsanalyse verzichtet, da nur bei einer Pensionsverpflichtung gegenüber einem Tätigen der Gehaltstrend von Bedeutung ist, weil die Höhe des Betrags für jedes Dienstjahr nach dem Verhältnis des Bruttomonatsgehalts zur Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung bestimmt wird. Da sowohl der Gehaltstrend als auch der Trend für die Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze mit 3 % p. a. angesetzt wurden, hebt sich der Effekt auf. Die übrigen Pensionsverpflichtungen sind unabhängig von der Gehaltsentwicklung.

Die vorstehenden Sensitivitätsanalysen wurden mittels eines Verfahrens durchgeführt, das die Auswirkung realistischer Änderungen der wichtigsten Annahmen zum Ende des Berichtszeitraums auf die leistungsorientierte Verpflichtung extrapoliert.

21. Rückstellungen

in TEUR Stand zum 01.04.2023 Zuführung Verbrauch Auflösung
Restrukturierungsrückstellungen 1.650 17.554 11.350 516
Gewährleistungsverpflichtungen 4.736 1.699 135 322
Verpflichtungen Personalbereich 1.079 1.756 861 8
Vertriebsbezogene Verpflichtungen 220 248 196 -
Übrige Risiken 534 265 67 252
Gesamt 8.219 21.522 12.609 1.098
in TEUR Abzinsung Als Zur Veräußerung gehalten klassifiziert Währungsänderungen Stand zum 31.03.2024
Restrukturierungsrückstellungen - - - 7.338
Gewährleistungsverpflichtungen -150 -648 -46 5.134
Verpflichtungen Personalbereich - - -4 1.962
Vertriebsbezogene Verpflichtungen - - - 272
Übrige Risiken - - 4 484
Gesamt -150 -648 -46 15.190
in TEUR Stand zum 01.04.2022 Zuführung Verbrauch Auflösung
Restrukturierungsrückstellungen 445 3.077 1.685 187
Gewährleistungsverpflichtungen 7.330 1.855 1.965 2.464
Verpflichtungen Personalbereich 737 1.214 859 -
Vertriebsbezogene Verpflichtungen 280 192 92 160
Übrige Risiken 505 273 43 193
Gesamt 9.297 6.611 4.644 3.004
in TEUR Abzinsung Währungsänderungen Stand zum 31.03.2023
Restrukturierungsrückstellungen - - 1.650
Gewährleistungsverpflichtungen -130 110 4.736
Verpflichtungen Personalbereich - -13 1.079
Vertriebsbezogene Verpflichtungen - - 220
Übrige Risiken - -8 534
Gesamt -130 89 8.219

Der Restrukturierungsaufwand beträgt EUR 18,1 Mio., davon sind noch EUR 7,3 Mio. als Rückstellung zum 31. März 2024 passiviert. Die Restrukturierungsrückstellung enthält überwiegend Abfindungsvereinbarungen für die Reorganisation im Metabo-Konzern.

Eine Rückstellung wurde für Gewährleistungsverpflichtungen aus in den vergangenen zwei Jahren verkauften Produkten passiviert. Die Bewertung wird auf Basis von Erfahrungswerten für Reparaturen und Reklamationen in der Vergangenheit vorgenommen. Es ist zu erwarten, dass der Großteil dieser Kosten innerhalb des nächsten Geschäftsjahres und der gesamte passivierte Betrag innerhalb von zwei Jahren nach dem Abschlussstichtag anfallen werden. Die den Berechnungen der Gewährleistungsrückstellung zugrunde liegenden Annahmen basieren auf dem aktuellen Absatzniveau und den aktuell verfügbaren Informationen über Reklamationen für die verkauften Produkte innerhalb des zweijährigen Gewährleistungszeitraums. Daneben wurden konkrete Einzelfälle berücksichtigt. Die Parameter werden jährlich an die Historie angepasst.

Rückstellungen im Personalbereich werden unter anderem für Altersteilzeit, Jubiläumszuwendungen und ähnliche Verpflichtungen gebildet.

Die vertriebsbezogenen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückvergütungen.

Die übrigen Risiken betreffen eine Vielzahl von erkennbaren Einzelrisiken und ungewissen Verpflichtungen, die in Höhe ihres Eintritts berücksichtigt werden.

Die Inanspruchnahme der als kurzfristig eingestuften sonstigen Rückstellungen wird im Laufe des folgenden Geschäftsjahres erwartet. Bei langfristigen sonstigen Rückstellungen wird mit Auszahlungen innerhalb der nächsten 2 bis 5 Jahre gerechnet.

22. Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

in TEUR 31.03.2024 31.03.2023
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 6.301
Verbindlichkeiten aus Cash Pooling 32.743 15.054
Leasingverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.391 4.812
Finanzielle Verbindlichkeit gegenüber Gesellschafter 3.411 -
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 40.545 26.167
Leasingverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahre 8.110 11.038
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 8.110 11.038
Gesamt 48.655 37.205

Bei den Bankverbindlichkeiten zum 31. März 2023 handelt es sich um die Inanspruchnahme im Rahmen eines bestehenden "Receivables Purchase Agreement" mit einer der Hausbanken der Metabowerke GmbH in Höhe von EUR 7 Mio. Weitere Ausführungen zum Factoring sind unter Tz. 34 "Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten" zu finden. Bei der Ausbuchung von Forderungen aus Factoring wurden Ermessensentscheidungen getroffen. Die Würdigung der vertraglichen Regelungen ergab, dass im Wesentlichen alle Risiken und Chancen behalten wurden und daher der Vermögenswert weiter erfasst wird. Diese Ziehungen werden im Rahmen eines zwischen den beiden Parteien definierten Ablaufs, monatlich erneuert und werden mit 3,25 % p. a. verzinst.

Die Cash-Pooling-Verbindlichkeiten resultieren aus einer Inanspruchnahme des europäischen Cash-Pools der Muttergesellschaft Koki Holdings Co., Ltd.

In den lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Leasing in Höhe von TEUR 12.501 (31. März 2023: TEUR 15.850) mit einem Nominalvolumen von TEUR 12.501 (31. März 2023: TEUR 15.850) enthalten. Unter der Position langfristige Finanzverbindlichkeiten sind TEUR 8.110 (31. März 2023: TEUR 11.038) als langfristige Leasingverbindlichkeiten zugeordnet, unter der Position kurzfristige Finanzverbindlichkeiten sind kurzfristige Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.391 (31. März 2023: TEUR 4.812) enthalten.

Die durchschnittlichen Zinssätze beliefen sich auf:

in % 31.03.2024 31.03.2023
Kontokorrentkredite:
Inland 7,55 % 6,04 %
Ausland - -
Finanzverbindlichkeiten:
Inland: bis zu einem Jahr 0,00 % 3,25 %
Inland: mehr als ein und bis zu fünf Jahre -
Ausland: bis zu einem Jahr 0,00 % 0,00 %
Ausland: mehr als ein und bis zu fünf Jahre -

Zum 31. März 2024 standen dem Konzern nicht in Anspruch genommene zugesagte Kreditlinien in Höhe von TEUR 6.067 (31. März 2023: TEUR 9.865) zur Verfügung.

23. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten

in TEUR 31.03.2024 31.03.2023
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 54.631 40.465
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 1.697 1.879
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 40.481 35.156
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 40.429 37.007
Gesamt 137.238 114.507

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten umfassen offene Verpflichtungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie laufende Kosten. Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten sind - mit Ausnahme handelsüblicher Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - nicht gesichert.

Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten enthalten abgegrenzte Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.697 (31. März 2023: TEUR 1.879).

In den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind vertriebs-, personal- und sonstige Abgrenzungen in Höhe von TEUR 30.385 (31. März 2023: TEUR 27.726), sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 215 (31. März 2023: TEUR 218) sowie sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 9.882 (31. März 2023: TEUR 7.212) enthalten.

E. Sicherungspolitik und Finanzinstrumente

24. Risiken und Sicherungspolitik

Durch die internationalen Aktivitäten des Konzerns wirken sich Änderungen der Währungskurse, Zinsen sowie Rohstoffpreise auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Metabo-Gruppe aus. Die Risiken resultieren aus Währungskurs- und Zinsschwankungen im Rahmen des operativen Geschäfts sowie aus der Finanzierung. Weitere Risiken resultieren aus Marktpreisschwankungen auf dem Rohstoffmarkt für Kupfer und Aluminium. Ferner bestehen Liquiditätsrisiken, die im Zusammenhang mit den Kredit- und Marktpreisrisiken stehen oder mit einer Verschlechterung des operativen Geschäfts beziehungsweise mit Störungen an den Finanzmärkten einhergehen.

Die Finanzrisiken werden durch das zentrale Cash- und Devisenmanagement im Konzern-Treasury der Metabo GmbH entsprechend der Vorgaben des Mutterunternehmens, Koki Holdings Co., Ltd., kontinuierlich überwacht: Derzeit entwickelt das Mutterunternehmen eine globale FX-Strategie.

Das Finanzrisikomanagement unterliegt einer strengen Überwachung, die insbesondere durch eine strikte Funktionstrennung in Handel, Abwicklung und Kontrolle gewährleistet wird. Zusätzliche Erläuterungen zum Risikomanagement finden sich im Konzernlagebericht.

Der Konzern ist Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Die Steuerung dieser Risiken obliegt derzeit dem Management der Konzernmutter. Sämtliche zu Risikomanagementzwecken eingegangenen derivativen Finanzgeschäfte werden von einem Expertenteam gesteuert, das über die erforderlichen Fachkenntnisse und Erfahrung verfügt und einer angemessenen Aufsicht unterstellt ist. Handel mit Derivaten zu spekulativen Zwecken wird entsprechend den konzerninternen Richtlinien nicht betrieben. Die Richtlinien zur Steuerung der im Folgenden dargestellten Risiken werden von der Unternehmensleitung geprüft und beschlossen.

Die wesentlichen finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns - mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente - umfassen Darlehen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Die wichtigsten finanziellen Vermögenswerte des Konzerns sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren. Der Konzern schließt darüber hinaus derivative Finanzgeschäfte ab.

25. Marktrisiko

Marktrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Das Marktrisiko in der Metabo-Gruppe beinhaltet drei Risikoarten: Zinsrisiko, Währungsrisiko und sonstige Preisrisiken, wie das Rohstoffpreisrisiko. Dem Marktrisiko ausgesetzte Finanzinstrumente umfassen u.a. verzinsliche Darlehen und derivative Finanzinstrumente.

Die Sensitivitätsanalysen in den folgenden Abschnitten beziehen sich, in ihrer Anwendung unverändert zum Vorjahr, jeweils auf den Stand zum 31. März 2024 bzw. 31. März 2023.

Die Sensitivitätsanalysen wurden unter der Prämisse erstellt, dass die Nettoverschuldung, das Verhältnis von fester und variabler Verzinsung von Schulden und der Anteil von Finanzinstrumenten in Fremdwährung, konstant bleiben.

Bei den Analysen bleiben etwaige Auswirkungen von Änderungen der Marktvariablen auf die Buchwerte der Pensionsverpflichtungen und anderen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, der Rückstellungen und der nicht-finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Geschäftsbetriebe unberücksichtigt.

26. Währungsrisiko

Aufgrund der internationalen Ausrichtung ist der Konzern im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt.

Das Wechselkursrisiko des Konzerns entsteht im operativen Geschäft vor allem dann, wenn die Umsatzerlöse in einer anderen Währung als die zugehörigen Kosten anfallen. Umsatzerlöse werden im Regelfall in der jeweiligen funktionalen Währung (die jeweilige Landeswährung) des entsprechenden Konzernunternehmens generiert.

Der Konzern verwendet derzeit keine Devisenterminkontrakte, um sich gegen einen Teil der Transaktionsrisiken abzusichern.

Mehrere Tochterunternehmen der Metabo GmbH haben ihren Sitz außerhalb des Euroraums. Da die Berichtswährung der Metabo-Gruppe der Euro ist, werden Erträge und Aufwendungen dieser Beteiligungsgesellschaften im Rahmen der Konsolidierung in Euro umgerechnet. Veränderungen der durchschnittlichen Wechselkurse im Vergleich zur Vorperiode können daher Umrechnungseffekte verursachen, die sich über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital des Konzerns niederschlagen.

Aufgrund der Einbeziehung von Tochtergesellschaften weist der Konzern zudem Vermögenswerte und Verbindlichkeiten außerhalb der Eurozone aus, die auf lokale Währung lauten. Bei der Umrechnung dieser Vermögenswerte in Euro können Wechselkursschwankungen zu Wertänderungen führen. Die Änderungen dieser Netto-Vermögenswerte spiegeln sich im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital wider.

Um die möglichen Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf das Konzernergebnis quantifizieren zu können, wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Diese stellt die Veränderung des Konzernergebnisses und des Eigenkapitals für den Fall dar, dass der Euro gegenüber der jeweiligen funktionalen Währung der Konzerngesellschaften um 10 % auf- bzw. abgewertet würde:

FW-Forderungen/Verbindlichkeiten

31.03.2024 CNY USD Gesamt
in TEUR
Lokale Währung +10 %
Konzernergebnis -23 -449 -472
Lokale Währung -10 %
Konzernergebnis 29 549 578

FW-Forderungen/Verbindlichkeiten

31.03.2023 CNY USD Gesamt
in TEUR
Lokale Währung +10 %
Konzernergebnis 417 -334 83
Lokale Währung -10 %
Konzernergebnis -509 408 -101

27. Zinsrisiko

Zinsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflow eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze schwanken. Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus variabel verzinslichen Darlehen.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. März 2024 um 1 % höher gewesen wäre, hätte sich das Ergebnis um TEUR 695 (31. März 2023: TEUR 582) verringert. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. März 2024 um 1 % niedriger gewesen wäre, hätte sich das Ergebnis um TEUR 695 (31. März 2023: TEUR 582) erhöht.

Die angenommene Entwicklung der Basispunkte bei einer Sensitivitätsanalyse der Zinssätze basiert auf dem derzeit beobachtbaren Marktumfeld.

28. Ausfall- und Kreditrisiko aus liquiden Mitteln

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines wirtschaftlichen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Vertragspartner seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Das Kreditrisiko umfasst dabei sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung sowie Konzentrationsrisiken. Die maximalen Risikopositionen aus finanziellen Vermögenswerten, welche grundsätzlich einem Kreditrisiko unterliegen können, entsprechen deren Buchwerten. Darüber hinaus besteht ein maximales Ausfallrisiko aus der maximalen Inanspruchnahme von Finanzgarantien.

Ausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Geschäftspartner seinen Verpflichtungen im Rahmen eines Finanzinstruments oder Kundenrahmenvertrags nicht nachkommt und dies zu einem finanziellen Verlust führt. Der Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit Ausfallrisiken (insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) sowie Risiken im Rahmen der Finanzierungstätigkeit, einschließlich sonstigen Finanzinstrumenten, ausgesetzt.

Liquide Mittel umfassen im Wesentlichen sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist die Metabo-Gruppe Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen (sog. Kontrahentenrisiko). Zur Minimierung dieses Risikos werden die Finanzinstrumente, bei denen Anlagen getätigt werden, sorgfältig ausgewählt. Die maximale Risikoexposition entspricht dem Buchwert der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag.

29. Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden

Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die Verrechnungsvereinbarungen, einklagbaren Globalverrechnungsverträgen und ähnlichen Vereinbarungen unterliegen:

31.03.2024
in TEUR Bruttobetrag Saldierung Bilanzwert
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (kurzfristig) 76.057 5.039 71.018
Verbindlichkeiten aus debitorischen Gutschriften 5.039 5.039 0
31.03.2023
in TEUR Bruttobetrag Saldierung Bilanzwert
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (kurzfristig) 71.113 5.428 65.685
Verbindlichkeiten aus debitorischen Gutschriften 5.428 5.428 0

30. Ausfallrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Das im Abschnitt "Finanzielle Vermögenswerte" definierte Ausfallrisiko aus Forderungen gegen Kunden wird von der entsprechenden Geschäftseinheit basierend auf den Richtlinien, Verfahren und Kontrollen des Metabo-Konzerns für das Ausfallrisikomanagement bei Kunden gesteuert. Ausstehende Forderungen gegenüber Kunden werden regelmäßig überwacht. Lieferungen an Importeure sind in der Regel durch Akkreditive oder eine Kreditversicherung abgedeckt. Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der Forderungen; davon sind immer zwischen 60 und 90 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Kreditversicherung besichert. Diese decken im Falle eines Forderungsausfalls ca. EUR 30 Mio. (Vorjahr: EUR 22,5 Mio.) ab.

Der Wertberichtigungsbedarf wird zu jedem Abschlussstichtag für die wesentlichen Kunden auf Einzelbasis analysiert. Zusätzlich wird eine große Zahl von geringeren Forderungen homogen gruppiert und gemeinsam auf Wertminderung beurteilt. Die Berechnung basiert auf tatsächlich entstandenen historischen Daten. Darüber hinaus werden als prospektive Komponente regelmäßig volkswirtschaftliche Prognosen herangezogen. Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit gesonderter Darstellung der überfälligen und wertberichtigten Forderungen, können der Angabe 17 entnommen werden.

Der Konzern beurteilt die Risikokonzentration hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als niedrig, da seine Kunden in verschiedenen Ländern ansässig sind, verschiedenen Branchen angehören und auf weitgehend unabhängigen Märkten tätig sind.

31. Liquiditätsrisiko

Der Konzern überwacht das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses mittels eines Liquiditätsplanungs-Tools.

Das Ziel des Konzerns ist es, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und der Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Gesellschafter-Krediten bzw. Gesellschafter Cash-Pooling, Bankdarlehen, Leasingverhältnissen und Mietkaufverträgen zu wahren. Der Konzern bewertete die Risikokonzentration hinsichtlich der Refinanzierung seiner Schulden und kam zu dem Schluss, dass sie als niedrig beurteilt werden kann. Finanzierungsquellen stehen im ausreichenden Umfang zur Verfügung; Schulden mit einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten können bei den bestehenden Darlehensgebern verlängert werden.

32. Erwartete Zahlungsabflüsse

Die nachfolgende Tabelle zeigt alle vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten mit einem negativen Marktwert.

Buchwert 2024/25 2025/26 2026/27
31.03.2024 TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 54.631 54.631 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - - -
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 12.501 4.865 3.769 2.586
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 215 215 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 40.429 40.891 - -
Finanzielle Verbindlichkeiten ggü. Mutterunternehmen (Cash Pooling) 32.743 32.839 - -
2027/28 2028/29 2029/30
31.03.2024 TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - - -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - -
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 1.075 813 1.253
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - - -
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten ggü. Mutterunternehmen (Cash Pooling) - - -
Buchwert 2023/24 2024/25 2025/26
31.03.2023 TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 40.465 40.465 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.301 6.321 - -
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 15.850 5.112 4.075 3.105
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 217 217 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 37.007 37.135 - -
Finanzielle Verbindlichkeiten ggü. Mutterunternehmen (Cash Pooling) 15.054 15.054 - -
2026/27 2027/28 2028/29
31.03.2023 TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - - -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - -
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 2.384 1.299 582
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - - -
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten ggü. Mutterunternehmen (Cash Pooling) - - -

Weitere Erläuterungen zu Finanzverbindlichkeiten finden sich im Anhang unter der Angabe 22.

33. Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente

Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzposten, die Finanzinstrumente enthalten.

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Vermögenswerte:

in TEUR 31.03.2024 31.03.2023
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Zu fortgeführten Anschaffungskosten Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Zu fortgeführten Anschaffungskosten Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
Sonstige langfristige Vermögenswerte - 103 - - 101 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4 - 71.018 - 6.301 59.384 -
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte - 479 - - 384 -
Zahlungsmittel - 11.717 - - 20.312 -
Beteiligungen - - 523 - - 521
Gesamt - 83.317 523 6.301 80.080 521

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Verbindlichkeiten:

31. März 2024
in TEUR Bewertungskategorie des IFRS 9 Buchwert Beizulegender Zeitwert
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 5 54.631 54.631
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten AC 215 215
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten AC - -
Finanzielle Verbindlichkeiten ggü. Mutterunternehmen (Cash Pooling) AC 32.743 32.743
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter AC 40.429 40.429
Verbindlichkeiten aus Leasing n/a 12.501 14.361
Gesamt 140.519 142.379

4 Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, handelte es sich um Factoring-Forderungen.

5 AC - Amortised cost - Zu fortgeführten Anschaffungskosten.

31. März 2023
in TEUR Bewertungskategorie des IFRS 9 Buchwert Beizulegender Zeitwert
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 6 40.465 40.465
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten AC - -
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten AC 37.224 37.224
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten AC 6.301 6.301
Finanzielle Verbindlichkeiten ggü. Mutterunternehmen (Cash Pooling) AC 15.054 15.054
Verbindlichkeiten aus Leasing n/a 15.850 16.557
Gesamt 114.894 115.601

Das Management hat festgestellt, dass die Buchwerte von Zahlungsmitteln und kurzfristigen Einlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Kontokorrentkredite und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihren beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen.

Der beizulegende Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten ist mit dem Betrag angegeben, zu dem das betreffende Instrument in einer gegenwärtigen Transaktion (ausgenommen erzwungene Veräußerung oder Liquidation) zwischen vertragswilligen Geschäftspartnern getauscht werden könnte.

Die zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte angewandten Methoden und Annahmen stellen sich wie folgt dar:

Etwaige langfristige fest verzinsliche und variabel verzinsliche Forderungen/ Darlehen sowie Beteiligungen werden vom Konzern basierend auf Parametern wie Zinssätzen, bestimmten länderspezifischen Risikofaktoren, Kreditwürdigkeit der einzelnen Kunden und den Risikocharakteristiken des finanzierten Projekts bewertet. Basierend auf dieser Bewertung werden Wertberichtigungen vorgenommen, um erwarteten Ausfällen dieser Forderungen Rechnung zu tragen. Zum 31. März 2024 unterschieden sich die Buchwerte dieser Forderungen, abzüglich der Wertberichtigungen, nicht wesentlich von ihren berechneten beizulegenden Zeitwerten. Im Falle von kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem Zeitwert.

Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten umfassen verzinsliche Darlehen, Gesellschafter-Kredite, Teilnahme am Konzern-Pooling), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Finanzgarantien. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns sowie die Aufrechterhaltung seiner Geschäftstätigkeit. Die wichtigsten finanziellen Vermögenswerte des Konzerns sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.

6 AC - Amortised cost - Zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Bemessung des beizulegenden Zeitwerts

In der nachfolgenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien aufgegliedert. Die Bewertungskategorien sind dabei folgendermaßen definiert:

Stufe 1: Auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren notierte Preise unverändert für die Bewertung übernommen wurden.

Stufe 2: Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden.

Stufe 3: Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren nicht ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Der Konzern prüft zum Ende jeder Berichtsperiode, ob es einen Anlass zu einer Umgruppierung in oder aus einer Bewertungskategorie gibt. Im Berichtszeitraum gab es keine Umgliederungen zwischen den Bewertungskategorien.

Bei der Bewertung von Beteiligungen wendet der Konzern den einkommensbasierten Ansatz an, wobei der beizulegende Zeitwert unter Berücksichtigung von zukünftigen Erträgen mithilfe von Barwerttechniken ermittelt wird.

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten zu den Bewertungsstichtagen 31. März 2024 und 31. März 2023:

in TEUR 31. März 2024 Stufe 2 Stufe 3
Finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen 7 - 523
in TEUR 31. März 2023 Stufe 2 Stufe3
Finanzielle Vermögenswerte
Beteiligungen - 521

7 Eine detailliertere Darstellung der Stufe 3 ist aus Wesentlichkeitsgründen unterblieben.

Alle in der folgenden Tabelle aufgeführten finanziellen Verbindlichkeiten wurden nach der Stufe 2 bewertet, da für keine finanzielle Verbindlichkeit zum Bewertungsstichtag 31. März 2024 oder 31. März 2023 ein aktiver Markt besteht bzw. bestand. Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten zu den Bewertungsstichtagen 31. März 2024 und 31. März 2023:

in TEUR 31. März 2024 Stufe 2
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Leasing 14.361
in TEUR 31. März 2023 Stufe 2
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Leasing 16.557

Zum 31. März 2024 betrugen die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus Leasingverträgen TEUR 14.361 (31. März 2023: TEUR 16.557). Die Überleitung der Mindestleasingzahlungen aus Leasingverträgen zu den entsprechenden Verbindlichkeiten zum 31. März 2024 bzw. 31. März 2023 stellt sich wie folgt dar:

in TEUR Mindestleasingzahlungen 31.03.2024 In den Mindestleasingzahlungen enthaltene Zinsen 31.03.2024 Verbindlichkeiten aus Leasing 31.03.2024
Fälligkeit
Innerhalb eines Jahres 4.865 474 4.391
Zwischen einem und fünf Jahren 8.241 525 7.716
Nach mehr als fünf Jahren 1.255 861 394
Gesamt 14.361 1.860 12.501
in TEUR Mindestleasingzahlungen 31.03.2023 In den Mindestleasingzahlungen enthaltene Zinsen 31.03.2023 Verbindlichkeiten aus Leasing 31.03.2023
Fälligkeit
Innerhalb eines Jahres 5.112 300 4.812
Zwischen einem und fünf Jahren 10.863 407 10.456
Nach mehr als fünf Jahren 582 0 582
Gesamt 16.557 707 15.850

Gesamtzinserträge und -aufwendungen von Finanzinstrumenten

Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 2023/24 (01.04.2023 -31.03.2024) 2022/23 (01.04.2022 - 31.03.2023)
Gesamtzinsaufwendungen -2.125 -808
Gesamtzinserträge 87 31

Von den Gesamtzinserträgen resultieren, wie im Vorjahr, keine Zinserträge aus wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten.

Weitere Nettogewinne bzw. -verluste von Finanzinstrumenten

31.03.2024
in TEUR Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
finanzielle Vermögenswerte finanzielle Verbindlichkeiten
Gesamt - -188 -156 -
31.03.2023
in TEUR Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
finanzielle Vermögenswerte finanzielle Verbindlichkeiten
Gesamt - 2.138 88 -

Nettogewinne bzw. -verluste aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Währungsgewinne und -verluste sowie Erträge aus der Auflösung von Forderungen bzw. Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen.

34. Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten

Seit 23. Oktober 2017 besteht eine Factoring-Vereinbarung, gemäß dieser Metabowerke das Recht hat, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dem Factor zum Kauf anzubieten. Nachdem diese mit Wirkung vom März 2021 zurückgeführt und beendet wurde, wurde diese wieder im März 2022 neu gestartet. Die Metabowerke GmbH hat ihre Ansprüche für das Ausfallrisiko gegenüber dem Kreditversicherer an den Factor übertragen. Im Rahmen des Forderungsverkaufes werden dem Factor auch die ggfs. bestehenden Ansprüche gegenüber dem Kreditversicherer mit übertragen. Jedoch geht die Gesellschaft davon aus, dass Sie weiterhin die wesentlichen Chancen und Risiken aus den zugrundeliegenden Forderungen zurückbehalten hat und bilanziert das Geschäft bilanzverlängernd als reine Darlehensaufnahme. Das Programm hat ein Maximalvolumen von EUR 7,0 Mio. (Vorjahr: EUR 7,0 Mio.). Zum Stichtag waren EUR 0,0 Mio. (Vorjahr: EUR 6,3 Mio.) im Rahmen des Vertrages an den Factor veräußert. Das Volumen an verkauften Forderungen unterlag - wie in den Vorjahren - während des Geschäftsjahres keinen wesentlichen Schwankungen.

35. Kapitalmanagement

Metabo sieht ein starkes Finanzprofil der Unternehmensgruppe als Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum. Durch die gute Kapitalausstattung sind Zukunftsinvestitionen für organisches Wachstum, aber auch für externes Wachstum möglich.

Für Zwecke der Kapitalsteuerung umfasst das Eigenkapital das gezeichnete Kapital sowie alle sonstigen auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Rücklagen. Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist die Maximierung des Shareholder Value.

Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen vor unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der vereinbarten Financial Covenants. Die Netto-Finanzschulden umfassen verzinsliche Darlehen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel.

in TEUR 31.03.2024 31.03.2023
Verzinsliche Darlehen (Angabe 20) - 6.301
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (Angabe 23) 137.238 114.506
abzüglich Zahlungsmittel (Angabe 16) -11.717 -20.312
Netto-Finanzschulden 125.521 100.495
Summe Eigenkapital 52.302 92.368
Eigenkapital und Netto-Finanzschulden 177.823 192.863
Verschuldungsgrad 70,6 % 52,1 %

Zum 31. März 2024 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren der Kapitalsteuerung vorgenommen.

F. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns durch Mittelzu- und abflüsse im Laufe des Geschäftsjahres verändert haben. Entsprechend IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die in der Kapitalflussrechnung betrachteten Zahlungsmittel umfassen die in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, d.h. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird demgegenüber ausgehend vom Ergebnis vor Ertragsteuern indirekt abgeleitet. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzposten im Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit um Effekte aus der Währungsumrechnung sowie aus Änderungen des Konsolidierungskreises bereinigt. Die Veränderungen der betreffenden Bilanzposten können daher nicht mit den entsprechenden Werten auf Grundlage der veröffentlichten Konzernbilanz abgestimmt werden.

In den zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträgen sind Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen von ca. EUR 18,1 Mio. und Aufwendungen im Zusammenhang mit den Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten in Höhe von EUR 9,1 Mio. enthalten.

Die Änderungen der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit werden in folgender Tabelle dargestellt:

in TEUR 1. April 2023 Einzahlungen Auszahlungen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.301 1.367 -7.668
Finanzielle Verbindlichkeiten ggü. Mutterunternehmen (Cash Pooling) 15.054 33.478 -15.776
Leasingverbindlichkeiten 15.850 - -5.804
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 37.007 - -
Finanzverbindlichkeiten - Gesamt 74.212 34.844 -29.248
in TEUR Neue Leasingverbindlichkeiten Sonstiges 31. März 2024
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - -
Finanzielle Verbindlichkeiten ggü. Mutterunternehmen (Cash Pooling) - -13 32.743
Leasingverbindlichkeiten 8.361 -5.906 1) 12.501
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter - 3.422 2) 40.429
Finanzverbindlichkeiten - Gesamt 8.361 -2.497 85.673

1) Reduzierung der Leasingverbindlichkeiten durch die frühzeitige Beendigung des Mietvertrages des Produktionsgebäudes durch den Brand China im April 2023. Dies führte ebenfalls zur Verminderung des Anlagenvermögens in ähnlicher Höhe.

2) Erhöhung der Verbindlichkeiten durch die Verschmelzung der Hikoki Power Tools Polska auf die Metabo Polska Spólka z.o.o.

in TEUR 1. April 2022 Einzahlungen Auszahlungen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.404 1.560 -2.663
davon Finanzielle Verbindlichkeiten ggü. Mutterunternehmen (Cash Pooling) 8.684 39.274 -33.147
Leasingverbindlichkeiten 16.812 - --5.658
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 52.200 - -328
Finanzverbindlichkeiten - Gesamt 85.100 40.833 -41.796
in TEUR Neue Leasingverbindlichkeiten Sonstiges 31. März 2023
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 6.301
davon Finanzielle Verbindlichkeiten ggü. Mutterunternehmen (Cash Pooling) - 243 15.054
Leasingverbindlichkeiten 5.294 -598 15.850
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter - -14.865 1) 37.007
Finanzverbindlichkeiten - Gesamt 5.294 -15.220 74.212

1) Davon betreffen TEUR -14.872 den Verkauf der Metabo Corporation, West Chester, Pennsylvania, USA, welche mit dem Darlehen der Koki Holdings verrechnet wurde.

G. Sonstige Angaben

36. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse (Bürgschaften, Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten). Dieser Betrag entspricht der maximalen möglichen Inanspruchnahme zum frühestmöglichen Zeitpunkt.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den einzelnen Haftungsverhältnissen wird als gering eingeschätzt, da den vertraglichen Verpflichtungen nachgekommen wird.

37. Eventualverbindlichkeiten

Zu den Eventualschulden zählen mögliche Verpflichtungen oder Vermögenswerte, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Existenz von künftigen Ereignissen abhängt, die nicht unter vollständiger Kontrolle des Bilanzierenden stehen. Eventualschulden sind zudem bestehende Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und bei denen entweder ein Ressourcenabfluss nicht wahrscheinlich ist oder aber deren Höhe nicht mit ausreichender Verlässlichkeit bestimmt werden kann.

Im Konzern liegen keine Eventualverbindlichkeiten vor.

38. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die bestehenden Verpflichtungen für Bestellobligos beziehen sich auf Warenbezüge:

in TEUR 31.03.2024 31.03.2023
Bestellobligo 2.515 610
Gesamt 2.515 610

39. Leasing

Allgemeine Angaben zum Leasing können aus Abschnitt B, Leasingverhältnisse entnommen werden. Angaben hinsichtlich erwarteter Zahlungsabflüsse können der Angabe 32 entnommen werden.

40. Anzahl der Beschäftigten

Die Gesamtmitarbeiterzahl im Konzern setzt sich im Jahresdurchschnitt wie folgt zusammen:

31.03.2024 31.03.2023
Gewerbliche 651 817
Angestellte 950 1.008
Gesamt 1.601 1.825
Auszubildende 43 47
Gesamt inkl. Auszubildende 1.644 1.872

41. Personalaufwand

Die Personalaufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf TEUR 113.709 (31. März 2023: TEUR 118.853). Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung entfallen TEUR 603 (31. März 2023: TEUR 816) auf Aufwendungen für Altersversorgung.

42. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Weitere wesentliche Auswirkungen der Kriegseffekte Russland / Ukraine auf den Konzern, beispielsweise im Rahmen von etwaigen weiteren Sanktionen, werden nicht erwartet bzw sind bereits zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Wir verweisen ergänzend auf die entsprechenden Ausführungen im Konzernlagebericht bzw. auf den Abschnitt C 7. Aufwand im Zusammenhang mit Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten sowie 44. die Angaben über die Berücksichtigung des Ukraine-Konflikts im Konzernabschluss.

Nach dem Bilanzstichtag sind, außer den oben genannten, keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

43. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäftsvorfälle zwischen dem Mutterunternehmen, der Metabo GmbH, und seinen Tochterunternehmen werden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und daher in dieser Anhangangabe nicht erläutert.

Das Mutterunternehmen Koki Holdings hat der Metabowerke GmbH einen Gesellschafterdarlehen-Rahmen in Höhe von EUR 38,0 Mio. mit einer revolvierenden Laufzeit bis 31. März 2024 gewährt. Des Weiteren bestand ein Darlehensvertrag in Höhe von EUR 36 Mio. zwischen der Koki Holdings Co., Ltd. und der Metabo GmbH, ebenfalls mit einer Laufzeit bis 31. März 2024. Beide Kredite werden regelmäßig für den Zeitraum von 3 Monaten unter Berücksichtigung aktueller Marktkonditionen verlängert.

Der Kreditrahmen der Metabowerke GmbH wurde zum 31. März 2024 mit EUR 14,0 Mio. in Anspruch genommen. Die Inanspruchnahme bis zum 28. Juni 2024 (aktuelle Laufzeit) wird mit 4,36 % verzinst.

Zudem wurde das Gesellschafterdarlehen an die Metabo GmbH in Höhe von EUR 36 Mio., welches zum 31. März 2024 mit EUR 23,0 Mio. beansprucht. Auch hier wurde die aktuelle Laufzeit zunächst bis zum 28. Juni 2024 mit einer Verzinsung von ebenfalls 4,36 % festgeschrieben.

Die Metabo GmbH und die Metabowerke GmbH haben von Koki Holdings Co., Ltd. jeweils einen Letter of Support erhalten, der einen Zeitraum von nicht weniger als 18 Monaten ab dem Tag der Feststellung der jeweiligen Jahresabschlüsse abdeckt.

Unterjährig bestanden Finanzierungen seitens der Mutter zugunsten der Metabo GmbH und der Metabowerke GmbH, welche in folgender Tabelle aufgelistet sind:

Datum Geschäftsjahr 2022/2023 Geschäftsjahr 2023/2024
1. Quartalsbeginn 52.200.000,00 37.000.000,00
Einzahlung - -
Tilgungen / Aufrechnungen - -
1. Quartalsende 52.200.000,00 37.000.000,00
Einzahlung - -
Tilgungen / Aufrechnungen - -
2. Quartalsende 52.200.000,00 37.000.000,00
Einzahlung - -
Tilgungen / Aufrechnungen 15.200.000,00 -
3. Quartalsende 37.000.000,00 37.000.000,00
Einzahlung - -
Tilgungen / Aufrechnungen - -
4. Quartalsende 37.000.000,00 37.000.000,00

Der Zinsaufwand für Gesellschafterfinanzierungen belief sich insgesamt auf TEUR 1.931 (2022/2023: TEUR 685). Hiervon wurden im Geschäftsjahr TEUR 1.860 (2022/2023: TEUR 678) gezahlt. Die Zinsverbindlichkeit zum Stichtag betrug TEUR 18 (2022/2023: TEUR 7).

Seit dem 1. Februar 2021 nimmt die Metabowerke GmbH am EUR-Cashpooling der Koki Holdings Co., Ltd. teil. Daraus resultieren zum 31. März 2024 kurzfristige Finanzverbindlichkeiten i.H.v. TEUR 32.743 (31. März 2023: TEUR 15.054). Die Zinsen aus dem Cashpooling betrugen TEUR 234 (31. März 2023: TEUR 247).

Beide Gesellschafterdarlehen werden unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Für nahestehende Unternehmen angefallene Aufwendungen belastet Metabo weiter (2023/2024: TEUR 9.293; 2022/2023: TEUR 9.265). Umgekehrt belasten nahestehende Unternehmen die für Metabo angefallenen Aufwendungen an Metabo weiter (2023/2024: TEUR 1.768; 2022/2023: TEUR 644).

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Koki Holdings Co.,Ltd.:

Forderungen EUR 11,1 Mio. (31. März 2023: EUR 11,7 Mio.)

Verbindlichkeiten EUR 41,2 Mio. (31. März 2023: EUR 39,4 Mio.)

Darüber hinaus bestehen keine Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen des Konzerns und nahestehenden Personen bzw. Unternehmen, die von nahestehenden Personen beherrscht werden.

44. Angaben über die Berücksichtigung des Ukraine-Konflikts im Konzernabschluss

Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung zum Abschlussstichtag 31. März 2024 wurde unter Berücksichtigung der Anhaltspunkte und vorliegenden Informationen eine teilweise Wertminderung (wie im Vorjahr auch) sowohl bei der Tochtergesellschaft in Ukraine als auch in Russland vorgenommen. Folgende Effekte ergaben sich je Tochtergesellschaft:

Ukraine

Gesamtaufwand der Wertberichtigung zum Bilanzstichtag EUR 2,3 Mio. (31. März 2023: EUR 1,6 Mio.).

Aufgrund der weiterhin vorherrschenden kriegerischen Lage im Großteil des Landes sind die Kundenforderungen immer noch auf Vorauskasse. Somit ist wie im Vorjahr bereits auch keine Wertberichtigung per März 2024 notwendig.

Das Vorratsvermögen wurde in Höhe von EUR 2,3 Mio. wertberichtigt (31. März 2023: EUR 1,6 Mio.).

Sonstige Vermögensgegenstände wurden weiterhin zu 50 % wertberichtigt, darunter fallen im Wesentlichen wenige Fahrzeuge (EUR 0,06 Mio.). Hier gab es keine Veränderungen zum Vorjahreswertansatz.

Russland

Gesamtumfang der Wertberichtigung zum Bilanzstichtag rückläufig aufgrund gesunkener Umsatz- und Forderungsumfangs: EUR 0,05 Mio. (31. März 2023: EUR 0,25 Mio.).

Kundenforderungen werden aufgrund des weiterhin hohen Länderrisikos mit 10 % wertberichtigt analog dem Vorjahr.

Sonstige Vermögensgegenstände und Bestände vor Ort werden weiterhin als werthaltig angesehen, da die Ware weiterhin verkaufsfähig ist und dies, obwohl die Absatzzahlen im letzten Geschäftsjahr deutlich gesunken sind. Die Bestände sind von EUR 11,1 Mio. auf nunmehr EUR 1,6 Mio. zum Bilanzstichtag zurückgegangen, da die Lieferungen an Neuware im Laufe des Geschäftsjahres reduziert und schließlich eingestellt wurden. Für die verbleibenden Vorräte besteht aber die grundsätzliche Nachfrage lokal in Russland weiterhin.

Verweis auf Abschnitt C 7. Aufwand im Zusammenhang mit Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten

H. Organe der Gesellschaft

45. Aufsichtsrat

Hiroshi Teraguchi Vorsitzender des Verwaltungsrats, Präsident und Vorsitzender der Geschäftsleitung der Koki
Holdings Co., Ltd., Tokyo (Japan) bis 21. Februar 2024
Hiroshi Teraguchi Mitglied der Geschäftsleitung der Koki Holdings Co., Ltd., Tokyo (Japan) ab 21. Februar 2024
Hirobumi Yumoto Mitglied der Geschäftsleitung der Koki Holdings Co., Ltd., Yokohama/Japan bis 31. August 2023
Osamu Kawanobe Mitglied der Geschäftsleitung der Koki Holdings Co., Ltd., Mito-city, Ibaraki Präfektur/Japan
bis 31. Dezember 2023
Prathab Deivanayagham Vorsitzender des Verwaltungsrats, Präsident und Vorsitzender der Geschäftsleitung der Koki
Holdings Co., Ltd., Tokyo (Japan) ab 21. Februar 2024
Akemi Mizushina Mitglied der Geschäftsleitung der Koki Holdings Co., Ltd., Tokyo (Japan) ab 21. Februar 2024

Wie im Vorjahr verzichteten die Mitglieder des Aufsichtsrats auch im Geschäftsjahr 2023/2024 auf eine Vergütung.

46. Geschäftsführung

Es gelten die Daten gemäß Handelsregister der Metabo GmbH:

Henning Jansen (Vorsitzender der Geschäftsführung) bis 3. April 2024

Daigo Morii (Geschäftsführung Governance) bis 3. April 2024

Dr. Sebastian Nimwegen (Geschäftsführung Finanzen) bis 4. Oktober 2023

Pieter Vullinghs (Vorsitzender der Geschäftsführung) ab 20. Februar 2024

Oliver Haug (Geschäftsführung Finanzen) ab 20. Februar 2024

Tatsuya Sugawara (Geschäftsführung Governance) ab 20. Februar 2024

Im Geschäftsjahr 2023/2024 betrugen die Gesamtbezüge der Geschäftsführung der Metabo GmbH TEUR 1.466 (31. März 2023: TEUR 722). Es handelt sich bei den Gesamtbezügen um kurzfristige Vergütungen.

47. Rückstellung für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und der unserer Rechtsvorgängerin und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. März 2024 auf TEUR 7.637 (31. März 2023: TEUR 7.520). Ihnen stehen Rückdeckungsversicherungen von TEUR 1.288 (Vj. TEUR 1.314) gegenüber. Es sind laufende Renten in Höhe von TEUR 708 (31. März 2023: TEUR 672) angefallen.

48. Honorar des Abschlussprüfers

Die Honorare des Abschlussprüfers betragen:

in TEUR 2023/24 (01.04.2023 - 31.03.2024) 2022/23 (01.04.2022 - 31.03.2023)
Abschlussprüfungsleistungen 515 442
Sonstige Leistungen 24 35
Gesamt 539 477

 

Nürtingen, 14. Juni 2024

Metabo GmbH

Die Geschäftsführung

Pieter Vullinghs

Oliver Haug

Tatsuya Sugawara

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

5 nahegelegene Organisationen

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