ADLATUS AKTIENGESELLSCHAFT

Reichsstraße 31, 09112 Chemnitz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 23591
Eingetragen
25.6.2007
Branche
Vermittlung von KreditenAlle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Beteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Erbringung von Wertpapierdienstleistungen, nämlich die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten (Anlagevermittlung, § 2 Absatz 2 Nummer 3 Wertpapierinstitutsgesetz- nachfolgend WplG abgekürzt), Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern die Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird und nicht ausschließlich über Informationsverbreitungskanäle oder für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird (Anlageberatung, § 2 Absatz 2 Nummer 4 WpIG), Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung, § 2 Absatz 2 Nummer 5 WpIG), Platzieren von Finanzinstrumenten ohne feste Übernahmeverpflichtung (Platzierungsgeschäft, § 2 Absatz 2 Nummer 8 WpIG), Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung, § 2 Absatz 2 Nummer 9 WpIG), Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten für eigene Rechnung, ohne die Voraussetzungen für den Eigenhandel zu erfüllen (Eigengeschäft, § 15 Absatz 3 WpIG). Die Gesellschaft ist dabei nicht befugt, sich Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen und darf nicht auf eigene Rechnung als Dienstleistung für andere mit Finanzinstrumenten handeln. Beratende Begleitung bei Finanzierungsvermittlung und -optimierung, Vermögensplanung, Altersvorsorge, Unternehmens- und Wirtschaftsberatung, Nachfolgeregelungen (nicht jedoch Rechts- und Steuerberatung), Vermittlung des Abschlusses von Verträgen über Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, gewerbliche Räume oder Wohnräume oder Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss solcher Verträge (Immobilienmakler, § 34c Absatz 1 Nummer 1 GewO), Vermittlung des Abschlusses von Darlehensverträgen, mit Ausnahmen von Verträgen im Sinnne des § 34i Absatz 1 Satz 1 GewO, oder Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss solcher Verträge (Darlehensvermittler, § 34c Absatz 1 Nummer 2 GewO), Vermittlung des Abschlusses von Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen im Sinne des § 491 Absatz 3 BGB oder entsprechende entgeltliche Finanzierunghilfen im Sinne des § 506 BGB oder Beratung Dritter zu solchen Verträgen (Immobiliardarlehensvermittler; § 34i Absatz 1 Satz 1 GewO).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephan Geupel
seit 25.6.2007
Vorsitzender des Vorstands
Michael Dutz
seit 25.6.2007
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ADLATUS AKTIENGESELLSCHAFT

Chemnitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Als bankenunabhängige Vermögensverwaltung bieten wir Privatpersonen und Selbständigen, Unternehmen und Stiftungen eine Vielzahl von finanziellen Dienstleistungen; die Schwerpunkte sind dabei die klassische Vermögensverwaltung und Vermögensbetreuung, die Vermittlung von Immobilien und Finanzierungen sowie die Unternehmens- und Wirtschaftsberatung. Unsere 100%ige Tochtergesellschaft ADL Vorsorge- und Investment-Gesellschaft mbH bietet daneben als Versicherungsmakler mit der Genehmigung nach § 34 d GewO Vorsorge- und Versicherungsprodukte an und verfügt über die Erlaubnis zur Finanzanlagenvermittlung nach § 34f GewO.

Bei der Beratung unserer Kunden setzen wir konsequent auf langfristige Beziehungen und stellen den Kunden und seine individuellen Bedürfnisse in den Mittelpunkt. Dabei erfolgt die Produktauswahl allein anhand der Qualität der Produkte - losgelöst von den Interessen der verschiedenen Produktanbieter.

Der ADLATUS AG wurde seitens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Erlaubnis zum Betreiben von Wertpapierdienstleistungsgeschäften i. S. v. § 2 Abs. 2 Nr. 3, 4, 5, 8, 9 und § 15 Abs. 3 WpIG erteilt. Darüber hinaus wurden grenzüberschreitende Finanzdienstleistungen - ohne entsprechende inländische Präsenz - in den Ländern Italien, Finnland, Liechtenstein, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakische Republik, Spanien, Tschechische Republik, Vereinigtes Königreich Großbritannien sowie Nordirland zugelassen. Die Stadt Chemnitz erteilte gem. § 34c GewO die Genehmigung zur Vermittlung des Abschlusses und den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss von Verträgen über Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, Wohnräume, gewerbliche Räume oder Darlehen und gem. § 34i GewO zum Abschluss von Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen.

2. Personelle Entwicklung

Wir beschäftigen zurzeit 14 Mitarbeiter, davon 2 Vorstände. Darüber hinaus sind 10 vertraglich gebundene Vermittler sowie 3 Handelsvertreter und freie Mitarbeiter für uns tätig. Im Hinblick auf den weiteren Ausbau der vorhandenen Standorte planen wir eine Verbreiterung der Vertriebsbasis. Durch die Beteiligung der Mitarbeiter an ihrem unternehmerischen Erfolg entstehen eine geringe Fluktuation und eine hohe Kundenbindung. Unsere Mitarbeiter leisteten im Jahr 2023 erneut hervorragende Arbeit; wir bedanken uns sehr herzlich für ihr Engagement.

3. Bericht über Zweigniederlassungen

Die ADLATUS AG mit Sitz in Chemnitz unterhält Niederlassungen in Berlin, Dresden, Jena, Leipzig, Zwickau und Würzburg.

II. Wirtschaftsbericht

1. Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war geprägt von einer ungewöhnlich hohen Inflation und knüpfte damit nahtlos an das Vorjahr 2022 an. Die Inflationssteigerung war durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und die wirtschaftspolitischen Reaktionen in Gang gesetzt sowie durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verstärkt worden. Allerdings ebbte die globale Teuerungswelle im Jahresverlauf 2023 spürbar ab. Während wir ins Jahr 2023 mit Inflationsraten von über 8 % im Euroraum starteten, ist die Inflationsrate im Lauf des Jahres deutlich gesunken und lag im Dezember 2023 knapp unter 3 %. Das ist immer noch höher als das mittelfristige Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), aber die Entwicklung ist ermutigend. Rückläufige Energiepreise trugen entscheidend zu diesem geringeren Preisauftrieb bei.

Die hohe Inflation war einer der Gründe für ein verhaltenes Wachstum der Weltwirtschaft im vergangenen Jahr. Insgesamt dürfte die Weltwirtschaft im vergangenen Jahr laut Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) um 3,0 % gewachsen sein, nach 3,5 % im Jahr 2022. Zudem bremste die in vielen Regionen straffere Geldpolitik das Wirtschaftswachstum. Sechs Mal hat der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) im Jahr 2023 die Leitzinsen angehoben. Zwischen Juli 2022 und September 2023 vollzog der Rat mit insgesamt 4,5 Prozentpunkten den stärksten Zinserhöhungszyklus seit Einführung des Euro. Eine Rezession der Weltwirtschaft blieb allerdings aus, nicht zuletzt wegen robuster Arbeitsmärkte. In Deutschland dämpften die starke Inflation, die schwache Auslandsnachfrage und die straffe Geldpolitik die deutsche Wirtschaftsleistung. Das preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging um 0,1 % leicht zurück.

Der Blick auf die Kapitelmärkte zeigt, dass das Börsenjahr 2023 von Höhen und Tiefen geprägt war. Dank einer Schlussrally zählt 2023 schlussendlich zu einem der besseren Aktienjahre. Eine Jahresendrally setzte im November ein, ausgelöst durch niedrigere Inflationszahlen in Europa und den USA sowie Signale der EZB und der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), dass der Zinserhöhungszyklus abgeschlossen sei. So beendete der Deutsche Aktienindex (Dax) das Börsenjahr mit 16.752 Zählern. Das entspricht einem Plus von rund 20 % für das gesamte Jahr. Auch die Börsen in den USA blicken auf ein gutes Jahr 2023 zurück. Dow Jones und S&P-500 stiegen um 14 % bzw. 24 %. Noch deutlicher nach oben ging es mit der technologielastigen Nasdaq, der in 2023 satte 43 % zulegen konnte.

Neben den Aktienmärkten wiesen auch andere Anlageklassen 2023 starke Gewinne aus. So profitierte der Goldpreis von der Aussicht auf fallende Zinsen und erreichte im Dezember neue Rekordstände bei rund 2.140 US-$ je Feinunze. Auch an den Anleihenmärkten ging es angesichts der Zinssenkungsfantasien nach oben. Zum ersten Mal seit 2011 klettere die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen auf mehr als 3 %.

2. Geschäftsverlauf

Als Wertpapierinstitut mit einer soliden Bilanz und einer starken Kapital- und Kundenbasis sowie einem breit angelegten, kundenorientierten Leistungsspektrum weist die ADLATUS AG auch im Geschäftsjahr 2023 eine stabile Profitabilität und Geschäftsstruktur auf. Im Vergleich des Jahresergebnisses mit dem Vorjahr sind die Erträge aus dem laufenden Geschäft mit 4.509 T€ insgesamt um 11 % höher (+460 T€) als in 2022.

Die Erlöse aus dem Segment "Vermögensberatung und Finanzdienstleistungen" sind dabei aufgrund einer gestiegenen Performancevergütung um 18 % gegenüber dem Vorjahreswert auf 4.332 T€ gewachsen (+668 T€ von 2022: 3.664 T€). Die Erlöse aus Beratungs-, Verwaltungshonoraren und Transaktionskosten sind um 23 % von 3.232 T€ auf 3.976 T€ gestiegen. Die Provisionserlöse aus Wertpapiergeschäften sind um 52 T€ auf 285 T€ (-15 %) und die Erträge aus dem Vorsorgegeschäft sind von 94 T€ auf 70 T€ (-24 %) im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2023 zurückgegangen.

Die Erlöse im Segment "Unternehmensberatung, Finanzierungen und Immobilien" sind gegenüber dem Vorjahr um -54 % auf 177 T€ zurückgegangen (-208 T€). Die Honorare aus der Unternehmens- und Wirtschaftsberatung sind auf 90 T€ (+97 %) gestiegen. Die Provisionen aus der Immobilienvermittlung sind auf 61 T€ (-74 %) und die Provisionen aus der Finanzierungsvermittlung sind auf 26 T€ (-76 %) zurückgegangen.

Die Provisionsaufwendungen für selbständige Berater sind im Jahr 2023 um 4 % auf 1.167 T€ gestiegen. In diesem Kontext sind Aufwendungen in dem Segment "Vermögensberatung und Finanzdienstleistungen" mit 1.073 T€ um 16 % gewachsen und in dem Segment "Unternehmensberatung, Finanzierungen und Immobilien" auf 94 T€ zurückgegangen (-51 %).

Der Personalaufwand ist um 3 % auf 1.188 T€ und die anderen Verwaltungsaufwendungen für den Geschäftsbetrieb sind um 5 % auf 860 T€ angestiegen.

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und Wertpapiere wurden mit 141 T€ (Vorjahr: 114 T€) vorgenommen, Zuschreibungen auf Wertpapiere und Forderungen erfolgten mit 23 T€ (Vorjahr: 35 T€).

Sämtliche erkennbare Risiken wurden aufwandswirksam bilanziert.

3. Lage

a. Ertragslage

Mit einem zum 31.12.2023 um 1.146 T€ (+110 %) gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegenen Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Steuern von 2.185 T€ (2022: 1.039 T€) und einer um 50 T€ (+11 %) höheren Steuerbelastung von 507 T€ ist der Jahresüberschuss nach Steuern von 581 T€ auf 1.676 T€ (+189 %, 2022: -71 %) substanziell angewachsen.

b. Finanzlage

Die Finanzlage der ADLATUS AG ist als äußerst stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets sofort zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Zahlungsbereitschaft und Zahlungsfähigkeit waren jederzeit gewährleistet. Die Liquiditätsrücklagen (Bankguthaben und Wertpapiere des Umlaufvermögens) sind nach der fair-value-Bewertung im Vergleich zum Vorjahr von 4.431 T€ auf 4.424 T€ gesunken (- 0.2 %). Aus der Saldierung der Pensionsrückstellungen (1.777 T€) mit dem entsprechenden Deckungsvermögen ergibt sich ein aktiver "Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" von 257 T€. Zur Verfügung stehende Kreditlinien nehmen wir nicht in Anspruch und verzichten weiterhin auf eine Fremdfinanzierung des Geschäftsbetriebs.

c. Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert, unsere Kapitalstruktur erfüllt die aufsichtsrechtlichen Anforderungen deutlich: Zum 31.12.2023 beträgt die Gesamtkapitalquote (ehemals Eigenmittel-Kosten-Relation) 315 % (gegenüber Soll 100 % der berechneten fixen Gemeinkosten). Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage war unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr und zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts sehr zufriedenstellend.

d. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als sehr gut bezeichnet werden. Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft.

Die externen Rahmenbedingungen mit dem anhaltenden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, der Eskalation des Nahostkonflikts zwischen Israel und Palästinensern, den dadurch ausgelösten Turbulenzen an den Kapitalmärkten, der hohen Inflation und infolgedessen der in Höhe und Geschwindigkeit historischen Zinswende sind weiterhin sehr herausfordernd und haben sich auch auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt. Aber verglichen mit den turbulenten Rahmenbedingungen hat das Unternehmen eine positive und stabile Geschäftsentwicklung sowie ein gutes Jahresergebnis erreicht und das stabile Ergebnis des Vorjahres 2022 deutlich übertroffen.

Insofern sehen wir den positiven Entwicklungs- und Ergebnistrend der Gesellschaft über die letzten Jahre intakt. Die zurückliegenden durch COVID-19, den Russland-Ukraine-Krieg und den Nahostkonflikt ausgelösten Krisen zeigen, wie robust das Geschäftsmodell und die Geschäftsentwicklung des Unternehmens sind. Vor diesem Hintergrund sind wir mit der zurückliegenden Geschäftsentwicklung zufrieden und erwarten, an diese positive Entwicklung auch in Zukunft anknüpfen und das Wachstum weiter steigern zu können.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die ADLATUS AG stellen die aus dem erwarteten Marktumfeld abgeleiteten Planungen der Provisionserträge den Ausgangspunkt der finanziellen Leistungsindikatoren dar, auf deren Basis entsprechende Kosten-Budgets abgeleitet werden, um eine ausreichende Kapitalausstattung des Unternehmens zu gewährleisten. Im Hinblick auf die - auch anhand aufsichtsrechtlicher Maß-stäbe beurteilte - angemessene Eigenkapitalausstattung hat sich dieser finanzielle Leistungsindikator positiv entwickelt.

In einem Marktumfeld mit herausfordernden Rahmenbedingungen können wir bei der Performance des von uns betreuten Volumens bis zum 31.12.2023 ein positives Fazit ziehen: Bei dem Typ "ertragsorientiert" erzielten wir eine Performance von +6,2 %, bei dem Typ "wachstumsorientiert" von +4,3 %, bei dem Typ "performance-orientiert" von +8,9 % und bei dem Typ "spekulativ" von +10,6 %; insgesamt betrug die durchschnittliche Performance +5,9 %. Das verwaltete Vermögen (ohne Anlage-/Abschlussvermittlung) erhöhte sich im Geschäftsjahr von 285,5 Mio. € auf 311,1 Mio. € um +9 %. Dabei konnten Bewertungszugänge von 16,6 Mio. € und Netto-Neuzuführungen von 8,9 Mio. € verzeichnet werden.

b. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die ADLATUS AG setzt auf eine Unternehmenskultur, die den aktiven Einbezug der Mitarbeiter fördert. Mitarbeitereinbindung ist für das Unternehmen eine wichtige Voraussetzung für die Steigerung der Motivation und Leistungsbereitschaft sowie die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen. Das Vergütungssystem umfasst fixe und variable Gehaltskomponenten, Sachbezüge und weitere immaterielle Leistungen, wie die betriebliche Gesundheitsförderung.

Wir sind überzeugt, dass die Kundenzufriedenheit der wichtigste Faktor für den langfristigen Unternehmenserfolg der ADLATUS AG ist. Das Unternehmen richtet daher sämtliche Aktivitäten konsequent nah am Kunden aus. Bei allen wesentlichen Entscheidungen sind der Kundennutzen und die Kundenzufriedenheit gleichermaßen Maßstab und Ziel.

Auch im Jahr 2023 haben wir gesellschaftliche Verantwortung gefördert und übernommen, so unterstützen wir z.B. kulturelle Projekte, wie das "Podium Villa Esche" oder Sportvereine, insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit. Wir arbeiten in gemeinnützigen Vereinen mit und unterstützen mit unserer ADLATUS STIFTUNG Sozial- und Forschungsprojekte.

III. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

1. Risikobericht

Die systematische Risikoidentifikation und -bewertung, die Prüfung der Handlungsalternativen zur Vermeidung, Verminderung und Begrenzung von Risiken sowie ein fortlaufendes effizientes Controlling und Berichtswesen sind integraler Bestandteil der strategischen Gesamtsteuerung unseres Unternehmens. Wesentliche Risiken sehen wir in den folgenden Bereichen: allgemeine Risiken (z.B. Konjunkturschwankungen), Betriebs- und Rechtsrisiken, strategische Risiken, Markt- und Ausfallrisiken.

Als Marktrisiken sehen wir die differenzierte Entwicklung der internationalen Kapital- und Devisenmärkte an; diese könnten negative Auswirkungen auf die Wertentwicklung des verwalteten Depotvolumens haben und in Folge zu rückläufigen Erlösen führen. Operationale Risiken entstehen hauptsächlich durch die hohen Anforderungen an die Mitarbeiter und die weitere Regulierung; dem Betriebsrisiko begegnen wir mit laufenden Investitionen in neue IT-Systeme und der Optimierung der Arbeitsabläufe unter Einhaltung einer ausreichenden Funktionstrennung. Dem Rechtsrisiko wird durch die Verwendung von Vertragsformularen begegnet. Als strategische Risiken betrachten wir die Wettbewerbsintensität in der Branche, die Produktentwicklungen, Preisänderungsrisiken und die Entwicklung der internationalen Finanzmärkte; diese Faktoren sind im Rahmen unseres Geschäftsmodells berücksichtigt. Unsere Eigenbestände an Wertpapieren und Beteiligungen sind naturgemäß dem allgemeinen Zins- und Kursrisiko ausgesetzt; sie werden daher laufend beobachtet. Ein Handelsbuch im Sinne von Art. 4 Absatz 1 Nr. 54 der Verordnung (EU) 2019/2033 (IFR) unterhalten wir nicht. Ausfallrisiken von Forderungen beobachten wir intensiv. Das Liquiditätsrisiko halten wir angesichts der hohen liquiden Mittel von untergeordneter Bedeutung. Wir treffen ausreichend Vorsorge, um den genannten Risiken angemessen zu begegnen. Da die Gesellschaft keine Fremdfinanzierungen bedienen muss, sind finanzielle Mittel zu weiteren Investitionen in das Wachstum der Gesellschaft vorhanden.

Die Risikotragfähigkeit ermitteln wir auf Basis eines Going-Concern-Ansatzes unter Berücksichtigung der aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen und der Geschäftsplanung; sie beschreibt die maximal mögliche Vermögensreduktion des Instituts bevor eine Existenzgefährdung eintreten kann. Das Gesamtrisiko darf diese maximale Risikotragfähigkeit nicht überschreiten. Das Risikodeckungspotential entspricht der gesamten Risikotragfähigkeit des Instituts und stellt das Gesamtlimit der zugelassenen Risikopositionen dar. Mögliche Auswirkungen linear rückläufiger Marktpreise und damit einem potenziellen Abschreibungsbedarf auf eigene Wertpapiere sowie eines Verlustes von "Assets under Management" werden im Rahmen von halbjährlichen Stresstest-Simulationen ermittelt. Zu den Bewertungsstichtagen war durch die Gesamtheit der Maßnahmen garantiert, dass die Risiken des Instituts sich in dem Rahmen bewegen, der mit den Eigenmitteln des Instituts jederzeit getragen werden kann. Um die mittelfristige Risikotragfähigkeit beurteilen zu können, erfolgt darüber hinaus eine regelmäßige Planung der Eigenkapitalausstattung.

Die ADLATUS AG ist Mitglied der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW), Berlin.

2. Chancenbericht

Das Jahr 2023 war für uns durch einen positiven Geschäftsverlauf gekennzeichnet. In 2024 kann eine Vielzahl an politischen Entscheidungen die Kapitalmärkte beeinflussen und für Volatilität sorgen. Ebenso führt aus unserer Sicht die weiterhin erhöhte Inflation zu verstärkten Investitionen in Sachwerte. Eine Lockerung der Zinspolitik in den USA und der Eurozone können eine positive Veränderung der Aktienkultur in der zweiten Jahreshälfte 2024 zur Folge haben.

In dem Zeitraum von 2008 bis 2022 wurde das Geschäftsmodell zusätzlich durch das bestehende Niedrig- und Negativzinsumfeld unterstützt, hat dieses doch den Handlungsdruck vieler Menschen, sich mit der Struktur ihrer Vermögensanlagen zu beschäftigen, erhöht. Diese Unterstützung hat sich durch die in 2022 und 2023 vollzogene Zinssteigerung zumindest vom Nominalzinsniveau betrachtet und somit in der subjektiven Wahrnehmung vieler Menschen reduziert. Unter Berücksichtigung des realen Zinsniveaus hat sich aus Anlegerperspektive allerdings an dieser Notwendigkeit nichts verändert. Es besteht jedoch die Gefahr, dass dies angesichts des nominal wieder positiven Zinsniveaus aus dem Bewusstsein der Anleger gerät.

Im Rahmen des Jahresabschlusses liegt der Fokus, trotz der durch den Ukraine-Krieg und Nahostkonflikt ausgelösten humanitären Katastrophen und menschlichen Tragödien, auf den durch die Konflikte verursachten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ADLATUS AG. Die ADLATUS AG unterhält keine Geschäftsverbindungen zu sanktionierten Kreditinstituten, Unternehmen oder Privatpersonen. Die Eigenanlagen der ADLATUS AG sind von der geopolitischen Krise nicht unmittelbar betroffen. Ein Risiko für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage besteht nach unserer Einschätzung nicht.

Aufgrund der anhaltenden Nachfrage von Kunden und Neukunden rechnen wir damit, dass das verwaltete Vermögen Ende 2024 höher sein wird, als zum Jahresanfang. Für 2024 erwarten wir im Vergleich zum Vorjahr weiter stabile Erträge, aber gleichzeitig - durch das weitere Wachstum des verwalteten Vermögens - eine gute Ausgangsbasis für das Folgejahr.

Unsere Mitarbeiter sind alle hoch qualifiziert, haben langjährige Berufserfahrung und entwickeln sich ständig weiter. Dadurch haben wir die Expertise, unsere Kunden im Bereich der Vermögens- und Vorsorgeberatung, Vermögensverwaltung, Immobilien- und Finanzierungsvermittlung sowie der Unternehmens- und Wirtschaftsberatung optimal zu begleiten. Mit unserer Diversifikation können wir Schwankungen bei der wirtschaftlichen Entwicklung und an den Kapitalmärkten ausgleichen. Die Konzentration auf die spezifischen Anforderungen unserer Kunden und die schlanke und effiziente Organisation ermöglichen uns ein hervorragendes Preis-/Leistungs-Verhältnis. Unsere Unabhängigkeit garantiert ein für den Kunden optimiertes Produkt- und Dienstleistungsportfolio.

3. Prognosebericht

Der Jahresauftakt 2024 wurde dominiert von den jüngsten Entwicklungen im Nahostkonflikt. Nach einem Luftangriff auf das iranische Botschaftsgelände in der syrischen Hauptstadt Damaskus und dem Luftangriff des Irans auf Israel hatte sich die geopolitische Lage in der Region zuletzt verschärft. Dazu kommen der andauernde Ukraine-Krieg und konjunkturelle Risiken in China, die die Nachfrage nach sogenannten "sicheren Häfen" am Markt verstärken. Den weltpolitischen Krisen zum Trotz haben sich die Kapitelmärkte im ersten Quartal positiv entwickelt. So legte der US-Aktienmarkt mit über 4% deutlich zu. Als krisen- und inflationssichere Anlage hat das Edelmetall Gold neue Höchststände zum Jahresbeginn verzeichnet. Dabei gilt vor allem die Aussicht auf sinkende Zinsen als Treiber für die Goldrally.

Die meisten Wirtschaftsindikatoren deuten darauf hin, dass sich insbesondere die US-Konjunktur in 2024 weiter positiv entwickeln wird. Dabei werden u.a. hohe Investitionsanreize, günstige Energiekosten, eine niedrige Arbeitslosenquote und die erwartete Zinssenkung den US-amerikanischen Wirtschafts- und Kapitalmarkt positiv beeinflussen. Der Ausgang der US-Präsidentschaftswahl wird diese Entwicklung nicht aufhalten oder nachhaltig ausbremsen. Ein historischer Rückblick zeigt, dass Wahljahre in der Vergangenheit in 83 % der Fälle positiv verliefen mit durchschnittlichen Renditen in US-Dollar von 11,4 %.

Für Europa erwarten wir in 2024 dagegen ein herausforderndes Jahr. Der völlig offene Ausgang des Kriegs in der Ukraine, politische Streitigkeiten in den einzelnen Ländern und im EU Parlament, überbordende Bürokratie, sich ständig ändernde Rahmenbedingungen, Arbeitskräftemangel und viel zu hohe Energiekosten schrecken Investoren nachhaltig ab. Die zur zweiten Jahreshälfte erwarteten Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) werden den europäischen Aktienmärkten einen Wachstumsschub geben, aber die genannten strukturellen Probleme in Europa nicht beheben.

Die größten wirtschaftlichen Risiken gehen in 2024 von der Situation in China aus. Trotz offizieller jährlicher Wachstumsraten von 5 % deuten viele ökonomische Faktoren wie zum Beispiel eine Jugendarbeitslosigkeit von über 20 % oder einer Deflation von - 0,3 % auf ein risikoreiches Jahr für die chinesische Wirtschaft hin. Das größte Risiko stellt der chinesische Immobilienmarkt dar, dessen Preise in den meisten Regionen seit mehr als zwei Jahren fallen und an die Immobilienkrise in den USA im Jahr 2008 erinnern.

Die gesamtwirtschaftliche Lage bleibt in 2024 angespannt. Zentrale Rolle spielt weiterhin die Entwicklung im Nahostkonflikt und im Ukraine-Krieg. Darüber hinaus wird die globale Zinspolitik die Entwicklung der Weltwirtschaft und der Kapitalmärkte maßgeblich beeinflussen. Wir erwarten eine erste Zinssenkung sowohl der US-Notenbank Federal Reserve, als auch der Europäischen Zentralbank in der zweiten Jahreshälfte.

4. Gesamtaussage

Insgesamt erwarten wir für 2024 ein positives Ergebnis nach Steuern, das sich voraussichtlich in etwa auf dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres bewegen wird. Die Ergebnisprognose für 2024 ist jedoch aufgrund der unsicheren Rahmenbedingungen, insbesondere aufgrund des bestehenden Russland-Ukraine-Kriegs und Nahostkonflikts, für die Lösungen derzeit nicht absehbar sind, mit erhöhten Unsicherheiten behaftet.

Wir wollen auch im Jahr 2024 unsere Wachstumsentwicklung fortsetzen und gehen von einer weiter steigenden Kundenzahl und weiteren Mittelzuflüssen aus. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Unser Ziel für die kommenden Jahre ist es, auf dem Weg des rentablen Wachstums weiter voranzuschreiten.

IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm, Forderungsausfälle sind seltene Ausnahmen. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Großteil der Kunden. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Ein rollierender Liquiditätsplan vermittelt einen Überblick über Geldein- und ausgänge. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

 

Chemnitz, im Mai 2024

gez. Stephan Geupel

gez. Michael Dutz

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
3. Forderungen an Kreditinstitute 1.673.101,90 2.328.818,75
a) täglich fällig 1.657.755,43 2.311.537,21
b) andere Forderungen 15.346,47 17.281,54
4. Forderungen an Kunden 1.072.483,73 172.701,77
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 800.873,10 582.200,85
b) Anleihen und Schuldverschreibungen 800.873,10 582.200,85
bb) von anderen Emittenten 800.873,10 582.200,85
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.965.890,78 1.537.426,00
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
11. Immaterielle Anlagewerte 6.815,00 192,00
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.815,00 192,00
12. Sachanlagen 650.148,91 622.007,91
14. Sonstige Vermögensgegenstände 75.391,26 75.017,45
15. Rechnungsabgrenzungsposten 23.584,96 36.640,11
17. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 257.016,81 141.542,19
Aktiva 6.550.306,45 5.521.547,03

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27,38 7.534,86
a) täglich fällig 27,38 7.534,86
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 18.946,79 41.328,25
b) Andere Verbindlichkeiten 18.946,79 41.328,25
ba) täglich fällig 18.946,79 41.328,25
5. Sonstige Verbindlichkeiten 458.813,72 141.139,43
6. Rechnungsabgrenzungsposten 945,00 975,00
7. Rückstellungen 1.447.142,16 1.407.490,33
b) Steuerrückstellungen 120.100,00 56.138,00
c) andere Rückstellungen 1.327.042,16 1.351.352,33
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.200.000,00 1.200.000,00
12. Eigenkapital 3.424.431,40 2.723.079,16
a) Eingefordertes Kapital 250.000,00 250.000,00
Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
c) Gewinnrücklagen 540.000,00 511.526,24
ca) gesetzliche Rücklage 275.000,00 261.526,24
cd) andere Gewinnrücklagen 265.000,00 250.000,00
d) Bilanzgewinn 2.634.431,40 1.961.552,92
Passiva 6.550.306,45 5.521.547,03

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Zinserträge aus 132.366,98 28.720,28
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 95.325,88 3.622,60
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 37.041,10 25.097,68
2. Zinsaufwendungen 8,71 230.727,72
3. Laufende Erträge aus 784.986,04 74.045,77
a) Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapieren 784.986,04 74.045,77
5. Provisionserträge 4.357.723,31 3.770.671,40
6. Provisionsaufwendungen 1.167.359,57 1.121.894,82
8. Sonstige betriebliche Erträge 357.479,83 703.706,38
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 2.048.558,23 1.978.434,85
a) Personalaufwand 1.188.425,03 1.155.878,94
aa) Löhne und Gehälter 993.629,18 963.177,02
ab) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 194.795,85 192.701,92
darunter: für Altersversorgung 92.836,82 4.296,40
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 860.133,20 822.555,91
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 114.155,24 127.726,71
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 25,91 1,15
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 140.813,74 114.258,42
Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 23.243,03 35.016,89
Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 76,51
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.184.877,79 1.039.193,56
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 506.641,08 456.332,49
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen 1.884,47 1.991,47
28. Gewinn- / Verlustvortrag aus dem Vorjahr 971.552,92 1.409.726,80
32. Einstellungen in Rücklagen 13.473,76 29.043,48
a) in die gesetzliche Rücklage 13.473,76 29.043,48
34. Bilanzgewinn 2.634.431,40 1.961.552,92

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

ADLATUS AKTIENGESELLSCHAFT, Chemnitz

A. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung

Die ADLATUS AKTIENGESELLSCHAFT hat ihren Sitz in Chemnitz. Sie ist im Handelsregister des Amtsgericht Chemnitz unter HRB 23591 eingetragen.

Der Jahresabschluss für das Berichtsjahr wurde nach den anzuwendenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung der für die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften und nach den Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine Kapitalgesellschaft. Nach § 340a Abs. 1 i.V.m. § 340 Abs. 4 HGB sind jedoch die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden.

Für die Gliederung der Bilanz wird das Formblatt 1, für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Formblatt 3 (Staffelform) gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV zugrunde gelegt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird nach den Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB vorgenommen, sofern nicht die Sondervorschriften des § 340e HGB zur Anwendung kommen.

Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden des Vorjahres wurden beibehalten.

Die Forderungen an Kreditinstitute beinhalten die flüssigen Mittel, Provisionsforderungen an Kreditinstitute sowie Guthabenkonten für Mietkautionen und sind mit dem Nennwert ausgewiesen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Während des Geschäftsjahres anfallende Geschäftsvorfälle in Fremdwährungen werden zu den an den Buchungstagen gültigen Kursen umgerechnet und verbucht. Realisierte Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam gebucht.

Die Forderungen an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die Bildung von Pauschalwertberichtigungen war erforderlich. Die Pauschalwertberichtigung wurde mit 0,5% auf den restlichen Forderungsbestand vorgenommen.

Bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren und den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren handelt es sich um börsenfähige und börsennotierte Wertpapiere. Sie sind nicht dazu bestimmt, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Sie stellen die Liquiditätsreserve dar und sind nicht dem Handelsbestand zugehörig. Die börsenfähigen Wertpapiere wurden mit dem Börsenpreis, sofern dieser unter den Anschaffungskosten lag, sonst mit den Anschaffungskosten am Abschlussstichtag bewertet. Die Geldmarktpapiere können insgesamt in dem Jahr, das auf den Bilanzstichtag folgt, fällig gestellt werden.

Die Position Anteile an verbundenen Unternehmen ist nicht börsenfähig und nicht börsennotiert. Sie dienen dauernd dem Geschäftsbetrieb und werden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Der Abschreibungsplan wurde anhand der voraussichtlichen Nutzungsdauer festgelegt.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten verringert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Bei der Berechnung der planmäßigen Abschreibung entspricht die voraussichtliche Nutzungsdauer betrieblichen Erfahrungswerten.

Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Anschaffungskosten enthalten neben den Anschaffungsnebenkosten jeweils den nicht zum Vorsteuerabzug berechtigten Teil der auf die Zugänge entfallenden und in Rechnung gestellten Umsatzsteuer.

Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 250,00 Euro nicht überschreiten, wurden im Zugangsjahr voll als Aufwand erfasst.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 800,00 Euro nicht überschreiten, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Ausgaben, soweit sie Aufwand für einen Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen, wurden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Aufgrund der Verrechnung von Deckungsvermögen mit der Pensionsrückstellung ist auf der Aktivseite der Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie sonstige Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde mit einem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Es besteht ein Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

C. Angaben zur Bilanz

1. Forderungen an Kreditinstitute

Die anderen Forderungen an Kreditinstitute enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu drei Monaten in Höhe von 15.346,47 Euro.

2. Forderungen an Kunden und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen an Kunden und sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

3. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Die in diesen Positionen enthaltenen börsenfähigen Wertpapiere sind vollumfänglich börsennotiert, der Gesamtbetrag beläuft sich dabei auf 2.766.763,88 Euro.

4. Anteile an verbundenen Unternehmen

Es handelt sich um eine Beteiligung an der ADL Vorsorge- und Investment-Gesellschaft mbH mit Sitz Chemnitz. Die ADLATUS AKTIENGESELLSCHAFT ist alleinige Gesellschafterin und hält das gesamte Stammkapital in Höhe von 25.000,00 Euro entsprechend der Urkunde 2471/2003 des Notars Tilman Keith vom 19.12.2003. Der letzte vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 weist einen Jahresüberschuss in Höhe von 26.384,53 Euro aus.

Der vorliegende Jahresabschluss der ADL Vorsorge- und Investment-Gesellschaft mbH ist zum Bilanzstichtag 31.12.2022 in den pflichtgemäßen Konzernabschluss der ADLATUS AG (Sitz: Chemnitz) einzubeziehen.

Die ADLATUS AG verzichtet gemäß § 296 Abs. 2 HGB auf die Einbeziehung der ADL Vorsorge- und Investment-Gesellschaft mbH und damit auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses.

Die in dieser Position enthaltenen börsenfähigen Wertpapiere sind nicht börsennotiert.

5. Anlagevermögen

Die Entwicklung der immateriellen Anlagewerte und der Sachanlagen ist aus dem nachfolgenden Anlagespiegel ersichtlich.

Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
Anteile an ADL GmbH 25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Software 5.613,04 7.214,17 0,00 871,74 11.955,47
SACHANLAGEN
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 444.996,35 5.519,73 0,00 0,00 450.516,08
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 547.740,35 33.761,57 0,00 23.285,62 558.216,30
3. Geschäftsfahrzeuge 222.057,29 125.514,78 0,00 112.002,85 235.569,22
4. GWG bis 800,00 EUR 114.698,79 6.537,99 0,00 0,00 121.236,78
6. GWG von 250,00 EUR bis 1.000,00 EUR 897,94 0,00 0,00 0,00 897,94
1.330.390,72 171.334,07 0,00 135.288,47 1.366.436,32
Gesamt 1.361.003,76 178.548,24 0,00 136.160,21 1.403.391,79
Abschreibungen
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
Anteile an ADL GmbH 0,00 0,00 0,00 0,00
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Software 5.421,04 590,17 870,74 5.140,47
SACHANLAGEN
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 103.620,26 24.117,73 0,00 127.737,99
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 360.916,53 42.278,57 23.212,62 379.982,48
3. Geschäftsfahrzeuge 128.250,29 40.630,78 82.447,85 86.433,22
4. GWG bis 800,00 EUR 114.697,79 6.537,99 0,00 121.235,78
6. GWG von 250,00 EUR bis 1.000,00 EUR 897,94 0,00 0,00 897,94
708.382,81 113.565,07 105.660,47 716.287,41
Gesamt 713.803,85 114.155,24 106.531,21 721.427,88
Buchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
Anteile an ADL GmbH 25.000,00 25.000,00
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Software 6.815,00 192,00
SACHANLAGEN
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 322.778,09 341.376,09
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 173.233,82 152.884,03
3. Geschäftsfahrzeuge 149.136,00 127.746,79
4. GWG bis 800,00 EUR 1,00 1,00
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
622.007,91 622.007,91
Gesamt 647.199,91 647.199,91

6. Latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen bestehen Differenzen, die sich in den späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.

Die bestehende Differenz bei den Wertpapieren führt zu einer passiven Steuerlatenz. Eine aktive latente Steuer entsteht bei den Pensionsrückstellungen sowie den anderen Rückstellungen. Insgesamt entsteht ein Aktivüberhang. Die latenten Steuern sind mit einem Steuersatz von 30% berechnet. Von dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S.2 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

7. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die Pensionsrückstellungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des modifizierten Teilwertverfahrens (Anwartschaftsbarwertverfahren) und den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck ermittelt. Die Rückstellungen berücksichtigen einen Gehaltstrend von 0,5% p.a. sowie eine Rentensteigerungen mit 2% p.a.

Als Abzinsungsfaktor wurde dazu der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre angesetzt. Für die Abzinsung wurde nicht von der Pauschalierungsmöglichkeit Gebrauch gemacht, sondern die tatsächlichen Laufzeiten berücksichtigt.

Der Rechnungszins beläuft sich auf 1,06% bzw. 1,62% (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre von 1,12% bzw. 1,75%).

Aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von insgesamt TEUR 0,3.

Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt.

Die zur Erfüllung der Altersvorsorgeverpflichtungen dem Zugriff aller Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Wertpapiere, Grundstücke) wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Pensionsrückstellungen saldiert.

Der Posten wird wie folgt erläutert:

TEUR
Anschaffungskosten der verrechneten Grundstücke 0,0
fortgeführte Anschaffungskosten der verrechneten Grundstücke 0,0
Anschaffungskosten der verrechneten Forderungen an Kreditinstitute 31,4
beizulegender Zeitwert der verrechneten Forderungen an Kreditinstitute 31,4
Anschaffungskosten der verrechneten Wertpapiere 1.806,9
beizulegender Zeitwert der verrechneten Wertpapiere (Marktpreise) 2.002,0
Erfüllungsbetrag der verrechneten Rückstellungen für Pensionen 1.776,6
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 257,0

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Nichtkunden in Höhe von 336.953,35 Euro werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Sämtliche weitere - nicht nachrangige - Verbindlichkeiten (129.015,47 Euro) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beläuft sich damit auf 465.968,82 Euro.

9. Fonds für allgemeine Bankrisiken

Der Fonds zur Sicherung für allgemeine Bankrisiken beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.200,0.

10. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt wie im Vorjahr 250.000,00 Euro.

Das Grundkapital besteht aus 250.000 nennwertlosen Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Namen.

In die Gewinnrücklage des Vorjahres in Höhe von 250.000 Euro wurden im laufenden Berichtsjahr durch Beschluss der Hauptversammlung 15.000,00 Euro eingestellt. Somit besteht eine Gewinnrücklage in Höhe von 265.000,00 Euro.

Für die Ausschüttung gesperrt i.S. d. § 268 Abs. 8 HGB sind Beträge i. H. von 136,7 TEUR. Dieser Betrag entfällt vollständig auf die Bewertung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert.

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt.

Bei der Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Aufwendungen in Höhe von TEUR 70,5 sowie Erträge in Höhe von TEUR 156,5 einbezogen.

E. Sonstige Angaben

1. Organe der Gesellschaft

Mitglieder des Vorstandes in 2023:

1) Herr Stephan Geupel (Vorsitzender), Bankkaufmann; Chemnitz

2) Herr Michael Dutz, Dipl.-Kaufmann; Chemnitz

Alle Vorstände sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Der Aufsichtsrat bestand aus:

1) Herr Dr. Peter Seifert, (Vorsitzender), Diplomingenieur, Oberbürgermeister a. D. der Stadt Chemnitz

2) Herr Dr. Georg Brüggen, (stellv. Vorsitzender), Rechtsanwalt, Staatsminister a.D.

3) Herr Prof. Dr. Friedrich Thießen, Diplomvolkswirt, Lehrstuhl Finanzwirtschaft, Technische Universität Chemnitz

Auf die Angaben der Bezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

2. Beschäftigte in 2023

Es wurden im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigt:

Mitarbeiter 14
davon weiblich 9
davon männlich 5

3. Vorschlag des Vorstandes über die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn 15.000,00 Euro in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

4. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB bestehen nicht.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die aus Mietverträgen resultieren, belaufen sich per 31.12.2023 auf rund TEUR 108,6 p.a.

6. Vom Abschlussprüfer berechnetes Gesamthonorar

Das auf das Geschäftsjahr entfallende Honorar für den Abschlussprüfer beträgt TEUR 25,0 und entfällt in Höhe von TEUR 22,5 auf die Abschlussprüfungsleistungen sowie in Höhe von TEUR 2,5 auf die Prüfung nach § 89 WpHG (Wertpapierhandelsgesetz).

7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

 

Chemnitz, den 27. März 2024

gez. Stephan Geupel

gez. Michael Dutz

Bericht des Aufsichtsrats

ADLATUS AKTIENGESELLSCHAFT, Chemnitz

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023

Der Aufsichtsrat hat in Erfüllung seiner gesetzlichen und satzungsmäßigen Aufgaben im Berichtsjahr 2023 die Geschäftsführung der ADLATUS AG überwacht und die ihm obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er tagte im Geschäftsjahr 2023 zweimal; die Sitzungen fanden am 15.6.2023 (37. Aufsichtsratssitzung) und am 16.11.2023 (38. Aufsichtsratssitzung) in Chemnitz statt. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat sich laufend durch Übergabe von Zwischenberichten, Risiko- und Risikotragfähigkeitsberichten, Prüfungsberichten des Wirtschaftsprüfers und Berichten des Geldwäsche-, Notfall- und des Compliance-Beauftragten, der zentralen Stelle zur Kriminalprävention und der Internen Revision über die wirtschaftliche Situation unterrichten lassen.

In den Sitzungen des Aufsichtsrates hat der Vorstand über die Geschäftspolitik und andere grundsätzlichen Fragen der Unternehmensführung und -planung, die strategische Ausrichtung, die finanzielle Entwicklung und die Ertragslage des Institutes, das Management der Risiken, sowie Geschäfte, die für das Institut von erheblicher Bedeutung waren, berichtet.

In der 37. Aufsichtsratssitzung erläuterte der Abschlussprüfer, Herr Dietmar Schäfers von der WTL Wirtschaftstreuhand Lausitz GmbH, seinen Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2022 sowie die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat bestätigte den Jahresabschluss zum 31.12.2022 und stellte ihn damit fest. Weiter schlug er der Hauptversammlung die Gewinnverwendung, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat und die Bestellung des Abschlussprüfers für den Jahresabschluss 2023. Der Vorstand informierte über die Geschäftsentwicklung zum 31.3.2023 und über die Geschäftsplanung des laufenden Jahres. Der Aufsichtsrat beschloss zu Vorstandsvergütungen.

In der 38. Aufsichtsratssitzung wurde vom Vorstand über die Geschäftsentwicklung zum 30.9,2023 mit Soll-/lst-Vergleich und zur Überprüfung der Vergütungssysteme berichtet.

Auch über die Sitzungen hinaus standen die Mitglieder des Aufsichtsrats dem Vorstand beratend zur Seite. Der Aufsichtsrat wurde über alle Sachverhalte informiert, die seiner Kenntnis oder Entscheidung bedurften.

Der Aufsichtsrat hat aufgrund der Größe, der internen Organisation und der Art, des Umfangs, der Komplexität und dem Risikogehalt der Geschäfte auf die Bildung eines Risikoausschusses, eines Prüfungsausschusses, eines Normierungsausschusses sowie eines Vergütungskontrollausschusses verzichtet und nahm deren Aufgaben in seiner Gesamtheit wahr.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 ist unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts durch die am 27.6.2023 von der Hauptversammlung zur Abschlussprüferin gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten WTL Wirtschaftstreuhand Lausitz GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Cottbus, geprüft worden. Die Abschlussprüferin hat dem Jahresabschluss und dem Lagebericht den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, Anlässlich der Aufsichtsratssitzung vom heutigen Tag stand der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Prüfungsbericht der Abschlussprüferin im Vorfeld überprüft, ohne dass sich dabei Beanstandungen ergeben haben und hat dem Ergebnis zugestimmt.

Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss zum 31.12.2023 mit Lagebericht; er ist damit gemäß § 172 Aktiengesetz festgestellt Dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung schließt sich der Aufsichtsrat an.

Im Aufsichtsrat kam es im Jahr 2023 zu keinen personellen Veränderungen. Anzeigepflichtige Interessenkonflikte hat es in diesem Zeitraum nicht gegeben.

Der Aufsichtsrat dankt Mitarbeitern und Vorstand für die engagierte und erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Chemnitz, den 27. Juni 2024

gez. Dr. Peter Seifert, Vorsitzender des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ADLATUS AKTIENGESELLSCHAFT, Chemnitz

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der ADLATUS AKTIENGESELLSCHAFT, Chemnitz - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, sowie Anhang - der eine Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden enthält, unter Einbeziehung der Buchführung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Der Jahresabschluss und Lagebericht zusammen werden nachfolgend Abschluss genannt.

Die Einbeziehung der Buchführung in die Abschlussprüfung nach § 317 Abs. 1 Satz 1 HGB sowie die Prüfung des Lageberichts nach § 317 Abs. 2 HGB stellen zusätzliche gesetzliche Anforderungen dar, die über diejenigen der Internationalen Prüfungsstandards (ISA) hinausgehen.

Aussagen zum Jahresabschluss Unsere nach § 317 HGB durchgeführte Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023.

Aussagen zum Lagebericht

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse wurden die gesetzlichen Vorschriften zur Aufstellung des Lageberichts beachtet. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss und vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB vorgenommen. Unsere Verantwortlichkeiten sind weiter ausgeführt im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und Lageberichts". Wir sind unabhängig von der geprüften Gesellschaft in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen und wir haben unsere weiteren berufsethischen Verantwortlichkeiten als Voraussetzung zur Durchführung einer Abschlussprüfung erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und für die internen Kontrollen, die die gesetzlichen Vertreter für notwendig erachten, um eine Aufstellung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Beurteilung der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit und, sofern zutreffend, zur Angabe weiterer Sachverhalte zur Beurteilung der Fortführungsannahme sowie zur Aufstellung des Jahresabschlusses unter Annahme der Fortführung des Unternehmens, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen entweder die Auflösung der Gesellschaft oder die Einstellung der Geschäfte oder es besteht dazu keine realistische Alternative.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Die mit der Überwachung der Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht betrauten Personen sind dafür verantwortlich, den gesamten Prozess der Abschlussaufstellung zu überwachen.

Verantwortung des Abschussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung mit hinreichender Sicherheit

• ein Urteil abzugeben zu diesem Jahresabschluss, dass dieser Jahresabschluss und der Lagebericht frei sind von wesentlichen, beabsichtigten oder unbeabsichtigten, falschen Darstellungen,

• ein Urteil abzugeben, ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt und

• einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil enthält.

Hinreichende Sicherheit bedeutet ein hohes Maß an Sicherheit, stellt aber keine Garantie dafür dar, dass eine Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung immer alle wesentlichen falschen Darstellungen aufdeckt, sofern diese vorhanden sind. Falsche Darstellungen können bewusst oder durch Fehler entstehen und werden als wesentlich eingestuft, wenn diese allein oder im Ganzen wirtschaftliche Entscheidungen der Adressaten dieses Abschlusses beeinflussen könnten, die aufgrund dieses Abschlusses getätigt wurden. Der Lagebericht ist dahingehend zu beurteilen, dass er im Einklang mit dem Jahresabschluss steht.

Als Teil unserer Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Außerdem besteht unsere Prüfung darin: • Die Risiken wesentlicher unzutreffender Angaben zu identifizieren und einzuschätzen, seien sie durch Verstöße oder Unrichtigkeiten entstanden; Prüfungsverfahren zu entwerfen und durchzuführen, die auf solche Risiken ausgerichtet sind; Prüfungsnachweise zu erlangen, die eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellen. Das Risiko, dass eine aus einem Verstoß resultierende unzutreffende Angabe nicht aufgedeckt wird, ist höher als bei einer unbeabsichtigten wesentlichen falschen Angabe, weil Verstöße mit betrügerischen Absprachen, Fälschungen, vorsätzlichen Auslassungen, Falschdarstellungen oder dem Umgehen von internen Kontrollen einhergehen können.

• Ein Verständnis von den prüfungsrelevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen zu erlangen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Urteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Unternehmens zu fällen.

• Die Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten Schätzwerte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben zu beurteilen.

• Wir beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• Eine Schlussfolgerung in Bezug auf die Angemessenheit der Anwendung der Annahme der Unternehmensfortführung als Grundlage der Rechnungslegung durch die gesetzlichen Vertreter zu ziehen und, ausgehend von den erlangten Prüfungsnachweisen, eine Schlussfolgerung darüber zu ziehen, ob eine wesentliche Unsicherheit hinsichtlich Ereignisse und/oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen könnte. Kommen wir zu der Schlussfolgerung, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unseren Bestätigungsvermerk auf die betreffenden Angaben im Abschluss aufmerksam zu machen oder, sofern diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Unsere Schlussfolgerungen basieren auf den bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweisen. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch bewirken, dass die Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit nicht mehr gegeben ist.

• Wir erörtern mit den gesetzlichen Vertretern unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Abschlussprüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger Mängel bei internen Kontrollen, die wir während unserer Abschlussprüfung feststellten.

 

Cottbus, den 31. Mai 2024

WTL Wirtschaftstreuhand Lausitz GmbH

Dietmar Schäfers, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater

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