Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 17317
Eingetragen
29.3.1988
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaftenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Erbringung von Dienstleistungen aller Art auf dem Gebiet der Informatik, der Vertrieb und die Entwicklung von Software und Hardware aller Art sowie Beratung und Schulung für elektronische Datenverabeitung und elektronische Kommunikation. Die Gesellschaft kann gleichartige Unternehmen oder Beteiligungen an gleichartigen Unternehmen erwerben. Die Errichtung von Zweigniederlassungen im In- und Ausland ist zulässig. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte durchzuführen, die für den Gesellschaftszweck mittelbar oder unmittelbar förderlich sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Dr. Traub
seit 1.10.2024
Geschäftsführer
Thomas Albert Dr. Beck
seit 20.10.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Vector Stiftung
60.00%
Vector Familienstiftung
40.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Vector Stiftung mit Sitz in Stuttgart
Germany
690.000 €
60.00%
Vector Familienstiftung mit Sitz in Stuttgart
Germany
460.000 €
40.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Vector Informatik GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 19.935.706,09 25.445.754,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 335.543.187,87 346.787.706,02
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 42.991.066,24 38.001.634,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 162.961.930,20 102.546.838,58
541.496.184,31 487.336.178,60
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 69.134.737,60 58.139.206,73
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1.074.758,06
3. Beteiligungen 26.614.227,54 27.817.545,06
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 116.020,58
95.748.965,14 87.147.530,43
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 2.102.560,05 1.213.159,60
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 98.714.373,38 53.291.910,31
100.816.933,43 54.505.069,91
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 49.250.270,62 68.496.697,69
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 115.709.555,06 125.703.706,80
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.213,80 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 10.693.264,95 7.870.871,03
175.654.304,43 202.071.275,52
III. Wertpapiere des Umlaufvermögens
Sonstige Wertpapiere 676.210.192,53 664.425.563,12
IV. Flüssige Mittel 431.381.032,79 282.402.625,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.260.163,40 6.520.273,63
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 386.571,25 255.386,41
2.049.890.053,37 1.810.109.656,99

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.150.000,00 1.150.000,00
II. Kapitalrücklage 175.957,19 175.957,19
III. Gewinnvortrag 1.546.030.866,02 1.294.976.784,94
IV. Jahresüberschuss 289.004.885,41 281.054.081,08
1.836.361.708,62 1.577.356.823,21
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 2.156.535,00 2.235.023,00
2. Steuerrückstellungen 26.551.567,00 40.821.408,00
3. Sonstige Rückstellungen 66.947.352,00 59.552.572,00
95.655.454,00 102.609.003,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 3.125.000,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.746.690,21 9.578.309,02
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.702.752,73 27.134.738,81
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.687.322,09 6.878.672,08
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 405.631,55 142,80
6. Sonstige Verbindlichkeiten 35.192.860,84 28.571.219,77
76.735.257,42 75.288.082,48
D. Rechnungsabgrenzungsposten 41.137.633,33 54.855.748,30
2.049.890.053,37 1.810.109.656,99

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 990.758.154,17 931.720.585,82
2. Erhöhung (i. V. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen 696.806,69 -1.952.137,78
3. Sonstige betriebliche Erträge 30.274.576,00 23.213.007,56
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 112.301.183,25 91.525.457,80
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 78.808.240,98 61.696.533,96
191.109.424,23 153.221.991,76
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 294.267.029,23 238.587.037,64
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 49.257.018,60 40.920.019,64
343.524.047,83 279.507.057,28
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 29.514.638,87 30.005.557,99
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 100.726.288,26 99.675.573,72
8. Erträge aus Beteiligungen 45.999.841,94 48.228.418,96
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.518.656,41 7.427.409,19
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 16.504.113,98 39.585.677,65
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 564.721,00 527.014,30
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 113.617.650,29 124.399.242,09
13. Ergebnis nach Steuern 289.687.150,75 281.715.168,96
14. Sonstige Steuern 682.265,34 661.087,88
15. Jahresüberschuss 289.004.885,41 281.054.081,08

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Grundlagen

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der Vector Informatik GmbH, Stuttgart (Amtsgericht Stuttgart, HRB 17317), die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Vorjahreszahlen im Sinne des § 265 Abs. 2 HGB sind angegeben.

Notwendige Bilanzvermerke sind bei den jeweiligen Posten im Anhang angegeben.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten- bzw. Herstellungskosten, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen war im Berichtsjahr teils eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag aufgrund der nachhaltig niedrigen bzw. negativen Ergebnissituation einzelner Gesellschaften erforderlich.

Vorräte

Die Vorräte sind unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen sind in den Herstellungskosten nicht enthalten.

Die unfertigen Leistungen sind vereinfachend retrograd auf Basis der Verkaufspreise ermittelt worden. Grundlage für die Bewertung der fertigen Erzeugnisse und Waren bilden die Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten. Die Bewertung erfolgt mit dem gleitenden Durchschnittspreis.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden vollständig abgeschrieben. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1 % gebildet.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit dem gleitenden Durchschnittspreis bewertet. Es erfolgt grundsätzlich eine Abschreibung auf den Börsen- oder Marktpreis am Bilanzstichtag, sofern dieser unter dem gleitenden Durchschnittspreis liegt. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung bis höchstens zu den historischen Anschaffungskosten.

Flüssige Mittel

Die Flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage anerkannter versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) unter Zugrundelegung der Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 2% bei den Renten ausgegangen.

Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt.

Der Rechnungszinssatz basiert entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,82 % (i. V. 1,78 %).

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 81 (Unterschiedsbetrag).

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet.

Übrige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessenem Umfang. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung angemessener Preis- und Kostensteigerungen sowie bei den langfristigen Personalrückstellungen unter Berücksichtigung von alters- und geschlechtsspezifischen Fluktuationswahrscheinlichkeiten.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden unter Verwendung eines Rechnungszinssatzes von 1,74 % bewertet. Wie im Vorjahr wird eine Bezügedynamik von 2% unterstellt.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Zeitwertkonten werden gem. § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Zeitwertkonten erfolgt unter Verwendung eines Rechnungszinssatzes von 1,74 % und auf der Grundlage der Heubeck-Richttafeln 2018 G nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Wie im Vorjahr wird eine Bezügedynamik von 2 % unterstellt.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Verpflichtungen aus Zeitwertkonten dienen (Deckungsvermögen), wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet.

Das Deckungsvermögen (auch das Deckungsvermögen der Pensionsrückstellungen) ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) übersteigt die fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB um TEUR 25 und besteht aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsnehmers zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung).

Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis gezeigt.

Erhaltene Anzahlungen

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennwert bilanziert.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Fremdwährungsbewertung unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- bzw. Imparitätsprinzips.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in dem als Bestandteil des Anhangs beigefügten Anlagengitter dargestellt.

Im Geschäftsjahr erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung von Anteilen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 4.574 (Vorjahr TEUR 3.370). Im Vorjahr erfolgte zudem eine außerplanmäßige Abschreibung der Beteiligungen in Höhe von TEUR 1.250.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. TEUR 112.884 (Vorjahr TEUR 125.704).

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag in Höhe von TEUR 141 (Vorjahr TEUR 167) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Vorsteuern in Höhe von TEUR 1.732 (Vorjahr TEUR 2.487), welche erst im Folgejahr abziehbar sind.

Flüssige Mittel

Der Posten enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

Eigenkapital

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 81. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt.

Gem. § 268 Abs. 8 S. 3 HGB ist der Betrag des Deckungsvermögens abzüglich der hierfür gebildeten passiven latenten Steuern, der die Anschaffungskosten übersteigt, ausschüttungsgesperrt. Dieser Betrag beläuft sich per 31. Dezember 2023 auf TEUR 17.

Aus dem Bilanzgewinn und den Kapitalrücklagen stehen somit für Ausschüttungszwecke EUR 1.835 Mio. zur Verfügung.

Pensionsrückstellungen

Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Pensionsverpflichtung 73.815 65.823
./. Deckungsvermögen 71.658 63.588
Pensionsrückstellung 2.157 2.235

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen sind auf der Grundlage der steuerlichen Bemessungsgrößen bilanziert (im aktuellen Jahr TEUR 26.552).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen für Resturlaub, Überstunden, Tantieme, Sondervergütungen, Beiträge zur Berufsgenossenschaft, pauschalierte Lohnsteuer sowie Jubiläumsverpflichtungen (TEUR 65.723).

Angaben zur Verrechnung von Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der Verpflichtung aus Zeitwertkonten:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Verpflichtung aus Zeitwertkonten 12.927 9.305
./. Deckungsvermögen 13.314 9.560
Aktiver Unterschiedsbetrag -387 -255

Der Betrag wird als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben bzw. hatten im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 33.288 (Vorjahr TEUR 26.980) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit über TEUR 9 (Vorjahr TEUR 7).

Latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen ermittelt.

Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 30,59 %.

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. In 2023 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
Inland 330.493 311.085
EU- Länder 134.916 122.446
Drittländer 525.349 498.190
990.758 931.721

Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 19.845 (Vorjahr TEUR 2.991) enthalten. Diese resultieren insbesondere aus den Erträgen aus Zuschreibungen der Finanzanlagen (TEUR 18.066), der Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 1.581) und der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 115).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.815 (Vorjahr TEUR 5.608).

Personalaufwand

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 5.903 (Vorjahr TEUR 4.924) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 240 (Vorjahr TEUR 109) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 13.666 (Vorjahr TEUR 11.886).

Beteiligungsergebnis

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen in Höhe von TEUR 45.280 (Vorjahr TEUR 46.306) verbundene Unternehmen.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis enthält Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes bei den Pensionsrückstellungen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 189 (Vorjahr TEUR 189) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung:

2023 2022
TEUR TEUR
Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtung 1.308 1.180
./. Ertrag aus Deckungsvermögen 1.119 991
Zinsaufwand 189 189

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.340 (Vorjahr Aufwendungen TEUR 1.038, Erträge TEUR 396) enthalten.

Sonstige Steuern

Unter den sonstigen Steuern sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten.

5. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der innerhalb des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer im Sinne des § 267 Abs. 5 HGB betrug 2.927 (Vorjahr 2.557). Diese setzen sich nach Gruppen wie folgt zusammen.

2023 2022
Anzahl Vollzeitkräfte 2.297 2.037
Anzahl Teilzeitkräfte 630 520
2.927 2.557

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es wurden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen eingegangen:

davon mit einer Restlaufzeit
TEUR Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre größer 5 Jahre
Miet- und Leasingverträge für Grund und Boden sowie Gebäude 72.304 8.681 30.201 33.422
Kfz-Leasing-Verhältnisse 1.064 491 573 0
73.368 9.172 30.774 33.422

Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine unmittelbare Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB:

Name Beteiligungsquote Währung Eigenkapital TLW * Jahresergebnis TLW *
%
Vector North America Inc., Detroit/USA 100 USD 24.222 6.277
Vector Japan Co. Ltd., Tokyo/Japan 100 JPY 1.441.496 679.357
Vector France S.A.S., Malakoff/France 100 EUR 4.351 2.655
VecScan AB, Göteborg/Schweden 100 SEK 48.018 30.578
Vector Korea IT Inc., Seoul/Korea 100 KRW 12.607.827 3.326.182
Vector GB Limited, Birmingham/Großbritannien 100 GBP 6.124 3.514
Vector Informatik India Pvt. Ltd., Pune/Indien 100 INR 935.230 281.774
Vector Automotive Technology (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China 100 CNY 312.168 99.510
Vector Consulting Services GmbH, Stuttgart/Deutschland 91,7 EUR 1.453 188
G.i.N. GmbH, Griesheim/Deutschland 48 EUR 30.475 8.835
Vector Austria GmbH, Wien/Österreich 100 EUR 9.722 2.415
Vector Italia S.r.L., Milano/Italien 100 EUR 3.153 771
Vector Informática Brasil Ltda., São Paulo/Brasilien 100 BRL 3.019 391
BASELABS GmbH, Chemnitz/Deutschland 100 EUR 1.451 0
CSM Computer-Systeme-Messtechnik GmbH, Filderstadt/Deutschland 48,9 EUR 23.056 5.657
Vector Venture Capital GmbH, Stuttgart/ Deutschland 100 EUR 17.366 -2.723
SYSGO-Vector JV GmbH, Klein-Winternheim/ Deutschland 50 EUR 6.663 -938
Vector Informatik Romania S.R.L., Timisoara/ Rumänien ** 100 RON 939 372
Vector Iberia, S.L.U, Barcelona/Spanien 100 EUR 255 49
Immersion7 GmbH, Reutlingen/Deutschland 100 EUR -950 -785

* Tausend-Landeswährung
** 0,0021% gehalten von der Vector Austria GmbH

Geschäftsführung

Dr. Thomas Beck, Dipl.-Ing., Leinfelden-Echterdingen

Thomas Riegraf, Dipl.-Ing., Stuttgart

Dr. Stefan Krauß, Dipl.-Inf., Stuttgart (bis 29. Februar 2024)

Konzernabschluss

Die Vector Informatik GmbH, Stuttgart, ist nach § 290 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss gemäß § 285 Nr. 14 und Nr. 14a HGB zu erstellen. Der Konzernabschluss wird beim Unternehmensregister eingereicht.

Die Angaben zu dem Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB werden im Konzernabschluss der Vector Informatik GmbH angegeben.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, EUR 30 Mio. an die Gesellschafter auszuschütten und den Rest des Bilanzgewinns auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Stuttgart, 21. Mai 2024

Vector Informatik GmbH

Geschäftsführung

Dr. Thomas Beck

Thomas Riegraf

Entwicklung des Anlagevermögens der Vector Informatik GmbH, Stuttgart, im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 64.328.521,26 269.510,41 143.853,00 0,00 64.741.884,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 418.942.998,58 1.184.035,94 54.864,43 0,00 420.181.898,95
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 83.734.787,86 16.233.799,97 18.851,30 2.384.340,49 97.603.098,64
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 102.546.838,58 60.638.800,35 -217.568,73 6.140,00 162.961.930,20
605.224.625,02 78.056.636,26 -143.853,00 2.390.480,49 680.746.927,79
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 71.595.803,30 14.671.000,00 2.703.317,52 5.372.045,45 83.598.075,37
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.074.758,06 598.814,88 116.020,58 1.789.593,52 0,00
3. Beteiligungen 37.567.545,06 0,00 -2.703.317,52 0,00 34.864.227,54
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 116.020,58 0,00 -116.020,58 0,00 0,00
110.354.127,00 15.269.814,88 0,00 7.161.638,97 118.462.302,91
779.907.273,28 93.595.961,55 0,00 9.552.119,46 863.951.115,37
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 38.882.767,17 5.923.411,41 0,00 0,00 44.806.178,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 72.155.292,56 12.483.418,52 0,00 0,00 84.638.711,08
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 45.733.153,86 11.107.808,94 0,00 2.228.930,40 54.612.032,40
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
117.888.446,42 23.591.227,46 0,00 2.228.930,40 139.250.743,48
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.456.596,57 4.574.317,52 1.500.000,00 5.067.576,32 14.463.337,77
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 9.750.000,00 0,00 -1.500.000,00 0,00 8.250.000,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
23.206.596,57 4.574.317,52 0,00 5.067.576,32 22.713.337,77
179.977.810,16 34.088.956,39 0,00 7.296.506,72 206.770.259,83
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 19.935.706,09 25.445.754,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 335.543.187,87 346.787.706,02
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 42.991.066,24 38.001.634,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 162.961.930,20 102.546.838,58
541.496.184,31 487.336.178,60
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 69.134.737,60 58.139.206,73
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1.074.758,06
3. Beteiligungen 26.614.227,54 27.817.545,06
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 116.020,58
95.748.965,14 87.147.530,43
657.180.855,54 599.929.463,12

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

1.2 Ziele und Strategien

1.3 Beteiligungsstruktur und Geschäftstätigkeit

1.4 Steuerungssystem

1.5 Technologie und Innovation

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsentwicklung

2.2.1 Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Verlauf

2.2.2 Umsatz und Ertragslage

2.2.3 Finanzlage

2.2.4 Vermögenslage

2.2.5 Mitarbeiter

2.2.6 Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

3. Nachhaltigkeit

4. Chancen- und Risikobericht

4.1 Internes Kontrollsystem

4.2 Risikomanagement

4.3 Chancen und Risiken

5. Prognosebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die Vector Informatik GmbH mit Sitz in Stuttgart ist ein global ausgerichtetes Unternehmen und agiert auf sechs strategischen Geschäftsfeldern:

Entwicklung verteilter Systeme

Vector entwickelt in engem Kontakt mit seinen Kunden Werkzeuge zum Entwurf und zur Realisierung verteilter Systeme. Mit dem Software-Paket PREEvision gelang eine erfolgreiche Etablierung im Bereich der EE-Architektur-Tools (EE=Elektrik-Elektronik-System). Damit können alle EE-Entwicklungsphasen gemäß dem V-Modell durch Vector-Produkte umfassend unterstützt werden.

Steuergerätetest

Die hohen Qualitätsanforderungen unserer Kunden an ihre Produkte und die immer noch steigende Komplexität der Anwendungen erfordern weitere Testhilfsmittel. Vector erweitert hierzu kontinuierlich die Funktion der etablierten Produkte und baut das Portfolio durch neue Produkte aus. Investitionen in neue Produkte konzentrieren sich auf Lösungen zum Testmanagement und Testdesign, vTESTcenter und vTESTstudio und auf die Hardwarelösung VT.

Diagnose im Fahrzeug

Die Standardisierung und die Vereinheitlichung im Bereich der Fahrzeugdiagnose macht die aufwendige Entwicklung sehr leistungsfähiger Werkzeuge wirtschaftlich. Im Laufe des Jahres wurden weitere Produkte fertig gestellt und für die bestehenden Produkte neue Versionen herausgebracht.

Steuergeräte-Kalibrierung und Messtechnik

Das weit verbreitete Kalibrierungswerkzeug CANape wurde von unseren Kunden sehr gut angenommen. Die Verbreitung der weiterentwickelten VX-Systeme konnte weiter gesteigert werden. Das Produkt vCDM (Vector Calibration Data Management) wurde weiterentwickelt.

Steuergeräte-Software und Steuergeräte-Hardware

Die starke Position von Vector im Bereich der Basis-Softwarekomponenten konnte bei wachsendem Markt verteidigt werden. Durch die Anwendung der ISO2626 in der Automobilindustrie ist die Nachfrage nach "Safety-Lösungen" stark gestiegen. Die Vector Produktpalette wurde um eine Hardware-Plattform für Steuergeräte erweitert. Einsatzgebiete sind Kleinserien und Prototypen.

Prozessmanagementberatung

Hierunter sind die Beratungsdienstleistungen zusammengefasst, die den Entwicklungsprozess unserer Kunden verbessern. Schwerpunktthemen sind Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, Functional Safety, Softwarearchitektur, CMMI und Spice.

1.2 Ziele und Strategien

Die Vector Informatik GmbH verfolgt für ihre Geschäftsfelder eine Wachstumsstrategie mit dem Ziel, die Kunden weltweit mit Produkten und Services auf höchstem Qualitäts- und Nutzenniveau zu unterstützen. Dies bedingt eine Ausdehnung des Produktportfolios sowie eine weiterhin intensive Marktbearbeitung durch weltweit operierende, lokale Vertriebsgesellschaften.

1.3 Beteiligungsstruktur und Geschäftstätigkeit

Die Vector Informatik GmbH ist das Stammhaus der Vector Gruppe. Hier werden zum größten Teil die Softwarewerkzeuge und -komponenten entwickelt, welche vom globalen Netzwerk der Tochtergesellschaften in eigener Ergebnisverantwortung vertrieben werden.

Ergänzt wird das Leistungsspektrum der Vector Gruppe durch die Beratungsdienstleistungen der Vector Consulting Services GmbH, mit deren Unterstützung die Entwicklungsprozesse der Vector Kunden optimiert werden.

1.4 Steuerungssystem

Neben dem für die Unternehmensgruppe gültigen Mission Statement erfolgt die Unternehmenssteuerung über das Vector Prozessmanagementsystem (VPMS) sowie die klassischen finanzzahlgetriebenen Überwachungssysteme.

Im Rahmen des VPMS werden zur Messung und Steuerung der Ausführungsgüte der unternehmensweit gültigen Arbeitsprozesse quartalsweise Metriken erhoben.

Zentrale Steuerungskennziffern auf finanzieller Ebene, welche monatlich kommuniziert werden sind:

Umsatz und Umsatzwachstumsrate

Wachstumsrate des Mitarbeiterbestands

1.5 Technologie und Innovation

Etwa 60 % der Beschäftigten sind in der Entwicklung von verbesserten und neuen Produkten tätig. Nahezu alle Produkte wurden in neuen Versionen mit zum Teil erheblich erweitertem Funktionsumfang auf den Markt gebracht. Somit ist sichergestellt, dass auch weiterhin ein komplettes Produktspektrum im höchsten Leistungs- und Qualitätsbereich angeboten werden kann.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Vector Informatik GmbH ist hauptsächlich in der Fahrzeugindustrie (Automobile, Nutzfahrzeuge) tätig. Diese Branche ist direkt an die gesamtwirtschaftliche Entwicklung gekoppelt. Allerdings sind die Rahmenbedingungen der Vector Informatik GmbH nur indirekt von der Gesamt- und Automobilkonjunktur abhängig. Vielmehr bilden die auch antizyklisch zur Verfügung gestellten Investitions- und Entwicklungsbudgets der Fahrzeughersteller und -zulieferer den Rahmen für die Geschäftsentwicklung.

2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Vergleich zur Vorjahresveränderung von 3,4 % verzeichnete die Weltwirtschaft im Jahr 2023 ein schwächeres Wachstum von 3,1 %. Dabei wurde die Nachfrage der privaten Haushalte und dadurch auch die Gesamtwirtschaft durch das hohe Preisniveau unter Druck gesetzt. Zusätzlich verlangsamte eine straffere Geldpolitik zur Eindämmung der Inflation die Weltwirtschaft.

Das Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone wuchs um 0,5 % und lag damit unter dem Vorjahreswachstum von 3,4 %. Die Konjunktur schwächte sich in der zweiten Jahreshälfte ab und der private Konsum wurde trotz nachlassender Inflation durch Kaufkraftverlust gebremst. Da die Unternehmen kein Personal abbauen mussten, blieb der Arbeitsmarkt stabil. Die EZB beließ ihren Leitzins im vierten Quartal 2023 unverändert.

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland schwächte sich zum Ende des Jahres 2023 weiter ab und bei nachlassender Inflation blieb der private Konsum schwach. Der Arbeitsmarkt blieb weiterhin stabil und der Kaufkraftverlust wurde durch gestiegene Löhne teilweise ausgeglichen. Insgesamt führte die reduzierte volkswirtschaftliche Wertschöpfung zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung in Höhe von -0,3 % während für 2022 noch ein Wachstum von 1,8 % ermittelt wurde.

Die US- Wirtschaft war gekennzeichnet durch eine Verlangsamung zum Ende des Jahres 2023. Bei ausgewogenem Arbeitsmarkt und nachlassendem Inflationsdruck blieb der private Konsum stabil. Die US - Notenbank beließ ihren Leitzins auf einem unverändert hohen Niveau. Insgesamt wuchs die US-Wirtschaft um 2,5 % (Vorjahreswachstum 1,9 %).

In Japan entwickelte sich die Wirtschaft zum Jahresende hin dynamisch. Bei unveränderter Inflation profitierte der private Konsum von einem starken Anstieg der Löhne. In Japan wuchs die Wirtschaft um 2,0 %, während im Vorjahr ein Wachstum von 0,9 % zu verzeichnen war.

Die Aufwärtsentwicklung in Asien (ohne Japan) hielt in 2023 an und profitierte von der Erholung der chinesischen Wirtschaft. Bei regional uneinheitlichen Inflationsraten hatte die Abschwächung des globalen Handels einen negativen Einfluss auf die Exporte. Insgesamt wuchs die Wirtschaft im Jahr 2023 um 5,1 % (Vorjahreswachstum 4,1 %).

2.1.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Der weltweite Automobilmarkt im Jahr 2023 war gekennzeichnet durch eine Normalisierung der globalen Automobilproduktion. Zusätzlich wurde die Absatzentwicklung durch noch vorhandene Auftragspolster aus Zeiten der Pandemie gestützt. Gegenläufig war eine im Jahresverlauf nachlassende Marktnachfrage zu verzeichnen. Insgesamt bewegte sich der globale Pkw Absatz deutlich über dem Vorjahresniveau.

Weiter positiv hat sich das für die Vector Gruppe relevante Technologieumfeld entwickelt. So bewegt sich die Automobilindustrie, mit steigendem Anteil an Software im Fahrzeug, weg vom Auto als einem von Ingenieuren entwickelten Produkt, hin zu Fahrzeugen, die überwiegende Softwareprodukte sind.

In diesem hochtechnischen, auf softwaredefinierte Fahrzeuge ausgerichteten Wachstumsumfeld sieht sich die Vector Gruppe gut positioniert.

2.2 Geschäftsentwicklung

2.2.1 Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Verlauf

Für die gesamte Vector Gruppe wurde für 2023 ein Umsatz in Höhe von rund 1.105 Mio. EUR geplant. Dieser Plan wurde leicht übertroffen. Dabei konnten die Umsätze weltweit stärker als geplant gesteigert werden.

2.2.2 Umsatz und Ertragslage

Der Umsatz der Vector Informatik GmbH liegt mit 990,8 Mio. EUR um 59,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 931,7 Mio. EUR und ist damit um 6,3 % gestiegen. Zu dieser Umsatzentwicklung trägt das Geschäft mit Tochtergesellschaften mit einem Anstieg von 41,0 Mio. EUR und die Verkäufe an Dritte mit einer Steigerung von 18,1 Mio. EUR bei.

Die Materialaufwandsquote ist in Folge der gestiegenen Einkaufspreise im Vergleich zum Vorjahr von 16,5 % auf 19,3 % gestiegen.

Der Personalaufwand ist durch die Gehaltssteigerungen, den fortgeführten Personalaufbau sowie die variablen Vergütungen im Vorjahresvergleich um 64,0 Mio. EUR höher und damit um 22,9 % angestiegen.

Die planmäßigen Abschreibungen sind in Folge der unveränderten Investitionstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Mio. EUR (-1,6 %) auf 29,5 Mio. EUR gesunken.

Der Jahresüberschuss lag mit 289,0 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 281,1 Mio. EUR und den Planerwartungen. Dies entspricht einer Ergebnissteigerung von 2,8 %.

2.2.3 Finanzlage

Die zahlungswirksamen Veränderungen des Finanzmittelfonds betragen 149,0 Mio. EUR.

TEUR 2023
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 273.390
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -91.287
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -33.125

Die Finanzlage ist weiterhin stabil und sichert das nachhaltige Wachstum sowie die Investitionen.

2.2.4 Vermögenslage

Das Sachanlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 54,2 Mio. EUR erhöht. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit lag auf Erweiterungsinvestitionen in Form von Bautätigkeiten.

Durch Investitionstätigkeiten hat sich das Finanzanlagevermögen um 8,6 Mio. EUR auf 95,7 Mio. EUR erhöht.

Die Eigenkapitalquote hat sich von 87,1 % auf 89,6 % verbessert.

2.2.5 Mitarbeiter

Im Berichtszeitraum waren durchschnittlich 2.927 Mitarbeiter beschäftigt. Dies bedeutet einen Anstieg der Mitarbeiterzahlen um 370 Mitarbeiter. Am Jahresende waren inklusive der Auszubildenden 3.065 Mitarbeiter beschäftigt.

Hinsichtlich der Frauenquote wird für die Geschäftsführung derzeit eine Zielquote von 0 % festgelegt, da geplant ist, dass die aktuellen Geschäftsführer auch in den nächsten Jahren ihre Posten weiter begleiten werden.

In den ersten beiden Leitungsebenen wird mittelfristig eine ausgeglichene Geschlechterquote angestrebt.

2.2.6 Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

Die Gesamtbeurteilung des Geschäftsjahres 2023 fällt positiv aus. Die Werte für Umsatz, Ertrag und Liquidität liegen weiter auf einem sehr hohen Niveau. Die Strategie der Präsenz in den Wachstumsmärkten mit eigenen Vertriebsgesellschaften hat sich als erfolgreich erwiesen.

3. Nachhaltigkeit

Die Vector Informatik GmbH verfügt über eine stabile Eigentümer- und Finanzierungsstruktur, welche die langfristige Weiterentwicklung des Unternehmens sicherstellt.

Die Schonung von Ressourcen, aber auch die kontinuierliche Weiterentwicklung der einzelnen Tochtergesellschaften sind das Spiegelbild einer auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmenspolitik.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1 Internes Kontrollsystem

Es ist ein internes Kontrollsystem (IKS) zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung (einschließlich Anhangerstellung und Lageberichterstattung) eingerichtet. Das rechnungslegungsbezogene IKS beinhaltet Grundsätze, Verfahren, Regelungen und Maßnahmen zur Sicherstellung einer vollständigen, richtigen und zeitnahen Erfassung von Geschäftsvorfällen unter Einhaltung der regulatorischen Vorgaben.

Basis des IKS innerhalb der Aufbau- und Ablauforganisation bilden das 4-Augen-Prinzip und die konsequente Umsetzung von Funktionstrennungen sowie Richtlinien, Verfahrensanweisungen und Genehmigungsprozesse, welche durch das interne Informations- und Kommunikationssystem unterstützt werden. Fehlerverhindernde und -aufdeckende Maßnahmen sind in Form von systemunterstützten und manuellen Kontrollen in den Prozessen integriert oder als Überwachungskontrollen im Verantwortungsbereich von Bereichs-/Abteilungsleitern bzw. Geschäftsführern eingerichtet.

4.2 Risikomanagement

Ziel des Risikomanagementsystems der Vector Informatik GmbH ist es, den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens abzusichern, in dem etwaige bestandsgefährdende Risiken oder die Unternehmensentwicklung beeinträchtigende Tatsachen frühzeitig aufgedeckt, analysiert und mit Maßnahmen belegt werden. Dabei erfolgt, aufbauend auf regelmäßigen Rücksprachen der Geschäftsleitung mit Bereichsverantwortlichen, für identifizierte Risiken eine Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe des potenziellen Schadens auf der Basis des Risikomanagementhandbuches und eines Risikoerfassungs- und Evaluierungsbogens. Diese Bewertung steuert mögliche Handlungsstrategien.

Hierbei sind wir uns darüber im Klaren, dass eine vollständige Risikoabwehr nicht möglich ist, da manche Risiken entweder nicht unmittelbar transparent sind oder geeignete Abwehrmaßnahmen nicht zur Verfügung stehen. Zudem erfordert unternehmerisches Handeln vor dem Hintergrund eines gewinnorientierten Wachstums auch das bewusste Abwägen von Risiken und Chancen.

Zentrales Element des allgemeinen Risikomanagements ist, neben dem Risikomanagementhandbuch und dem Risikoerfassungs- und Evaluierungsbogen, das Reporting-System, welches für alle voll konsolidierten Gesellschaften die folgenden Berichte generiert:

Monatliche, gesellschaftsbezogene Ergebnisberichte (beinhalten Gewinn- und Verlustrechnung, Cash- Flow sowie Abweichungsanalysen)

12-Monats-Liquiditätsplan, der monatlich rollierend fortgeschrieben wird

Ergebnisberichte der Produktlinien und Produktgruppen

Die jeweiligen Berichte werden monatlich den zuständigen Verantwortlichen zur Verfügung gestellt.

4.3 Chancen und Risiken

Insbesondere der Einsatz der Softwarekomponenten in Kraftfahrzeugen und die Entwicklung von Steuergeräten beinhaltet durch nicht vollständig auszuschließende Fehler ein erhöhtes Haftungsrisiko. Neben der Produkthaftung, welche über eine weltweite Versicherung gedeckt ist, kann vor allem eine ebenfalls abgesicherte, mitverschuldete Rückrufaktion zu erheblichen Kosten führen. Um diese Risiken zu begrenzen, wurden mit den Kraftfahrzeugherstellern und Zulieferern Rahmenverträge mit Haftungsbegrenzungen abgeschlossen.

Wie in den vergangenen Jahren, können durch den wachsenden Elektronik- und Softwaremarkt für Automobile zunehmend Wettbewerber ermutigt werden, mit eigenen Produkten in diesen Markt einzutreten.

Aufgrund der globalen Geschäftstätigkeit bestehen Währungsrisiken.

Diesen Risiken stehen die aktuelle Wettbewerbsposition von Vector und sich daraus ergebende Chancen gegenüber, welche bei der Gesamtbeurteilung der weiteren Entwicklung zu beachten sind.

Vector verfügt in allen seinen Geschäftsfeldern über eine hervorragende Marktstellung und eine jahrzehntelange Kompetenz und investierte in hohem Maße in zukunftsweisende Technologien.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aus heutiger Sicht keine existenzbedrohenden Umstände für die Gruppe und die Gesellschaft bekannt sind.

5. Prognosebericht

Die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2024 zeigen eine Geschäftsentwicklung auf hohem Niveau in Europa, den USA und Asien. Sofern die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen erhalten bleiben, ist ein mit 2023 vergleichbares Umsatz- und Ergebnisniveau erreichbar. Der Mitarbeiterbestand soll gegenüber dem Vorjahr leicht wachsen.

Die Intensivierung der Marktbearbeitung in Süd- und Osteuropa sowie in Südamerika wird planmäßig fortgeführt. Innerhalb der nächsten Jahre erwarten wir eine weitere Regionalisierung der Entwicklungsaktivitäten unserer Kunden. Hierzu bereitet sich Vector personell und organisatorisch vor, um den steigenden Anforderungen des Marktes bezüglich Innovationskraft, Produktqualität und Servicestärke begegnen zu können. Die Entwicklungsstandorte Stuttgart, Karlsruhe und Regensburg werden weiter ausgebaut.

 

Stuttgart, 21. Mai 2024

Vector Informatik GmbH

Geschäftsführung

Dr. Thomas Beck

Thomas Riegraf

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Vector Informatik GmbH, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Vector Informatik GmbH, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vector Informatik GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 6. Juni 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Volker Hecht, Wirtschaftsprüfer

Dominik Renz, Wirtschaftsprüfer

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