kocher - plastik H. Böhmer Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter Volkfried Rittner seit 2.6.2025 | Geschäftsführer |
Jakob Gerhard Hansen seit 11.4.2024 | Geschäftsführer |
Thomas Michael Geiger seit 21.8.2023 | Geschäftsführer |
Gert Robert Hansen seit 13.1.2021 | Geschäftsführer |
Martin Schneider seit 27.10.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
kocher-plastik Maschinenbau GmbHSulzbach - LaufenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022der kocher-plastik Maschinenbau GmbH, Sulzbach-LaufenA. Grundlagen der Gesellschaft I. Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Firma kocher-plastik Maschinenbau GmbH ist Hersteller von Spezialmaschinen zum Herstellen, Füllen und Verschließen von Kunststoffbehältern in einem Arbeitsgang. Die in den bottelpack®-Maschinen verwirklichten Verfahrensabläufe sind durch internationale Patente weitreichend geschützt. Zusätzlich werden Maschinen zur Prüfung der auf bottelpack®-Maschinen hergestellten Kunststoffbehälter gefertigt, diese können inline oder offline zur Endkontrolle genutzt werden. Außerdem bieten wir einen Service für die von uns und unserer Schwester Maroplastic AG (Reitnau, CH) gebauten Anlagen an. Dieser umfasst neben den Ersatzteilen, Schulungen des Bedienpersonals sowie die Wartung und ggfs. Umbauten der Maschinen. II. Ziele und Strategien Die Produktpalette wird stetig ausgebaut und hat sich gegenüber den Vorjahren kontinuierlich erweitert. Darüber hinaus sind weitere Maschinen (Konzept 1 und 2) mit noch höherer Leistung und optimierten Antrieben in der Erprobung. Im operativen Geschäft liegt die Liefertermintreue weiter im Fokus der Verbesserungen, hier sind u.a. aufbauend auf den Zusatzkapazitäten durch Erweiterung der Fertigung die Möglichkeiten geschaffen worden, die Inhouse-Produktion wichtiger Teile zu forcieren, so dass auch die jeweiligen Erträge selbst erwirtschaftet werden können. Zusätzlich bewahren wir so unsere Unabhängigkeit und steigern unsere Flexibilität, was sich gerade bei allgemein angespannten Liefersituationen aller Marktteilnehmer positiv bemerkbar macht. III. Forschung und Entwicklung In der F+E Abteilung werden Anwendungsentwicklungen und Optimierungen im Bereich Kunststoff und Produkt (Flüssigkeiten) durchgeführt. Ein besonderes Entwicklungsprojekt der letzten Jahre ist die Impfstoff - Abfüllung. Weitere Projekte sind im Bereich der Abfallreduzierung und Leistungserhöhung sowie für die Bereinigung des Maschinenportfolios mit Hinblick auf eindeutige Leistungsbereiche initiiert. Die Weiterentwicklung der Maschinen im Detail, sowie die Neuentwicklung von neuen Maschinengenerationen werden grundsätzlich gleichermaßen betrieben. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Lage sowie die internationalen Rahmenbedingungen zeigen eine unverändert gute fundamentale Ausgangssituation, allerdings kommt es durch eine gewisse Unsicherheit bezüglich der langfristigen Stabilität der wirtschaftlichen oder politischen Verhältnisse (insbesondere Ukrainekonflikt, Inflation und Lieferkettengesetz) in einigen Märkten zu Entscheidungsverzögerungen einiger Projekte. Entwicklungen in den großen Wirtschaftsräumen wie dem Euroraum und den USA wirken sich abgemildert auch auf unsere Hauptabsatzmärkte aus. In Deutschland nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 nach bisherigen Erkenntnissen um 1,9 % zu (Destatis). Im Jahr 2022 verzeichnete der deutsche Maschinenbau einen Umsatz von knapp 266 Mrd. Euro. Nach dem Einbruch zu Zeiten der weltweiten Finanzkrise stieg der Umsatz im deutschen Maschinenbau nahezu kontinuierlich. Die Corona-Pandemie hatte im Jahr 2020 zwar auch Spuren im Branchenumsatz hinterlassen, jedoch wurde zuletzt trotzdem etwa doppelt so viel Umsatz in der Branche erwirtschaftet wie noch vor 30 Jahren. Mit dem tendenziell steigenden Umsatz in den vergangenen Jahren stieg auch die Zahl der Beschäftigten im deutschen Maschinenbau. II. Geschäftsverlauf Der Gesamtumsatz ist von 129,9 Mio. € auf 117,3 Mio. € gesunken. Im Bereich Maschinenbau war im Vorjahr ein einmaliger Großauftrag vorhanden. Im Bereich Service (Ersatzteile, Umrüstungen, Montagen) konnten wir den Umsatz steigern. Die Gesamtleistung liegt aufgrund dieser Entwicklungen mit 118,0 Mio. € um 8,7 Mio. € unter dem Vorjahreswert (126,7 Mio. €) und somit auf dem erwarteten Niveau. III. Lage 1. Ertragslage Der Materialeinsatz ist im Verhältnis zur Gesamtleistung mit 26,5 % gegenüber 26,1 % im Vorjahr leicht gestiegen, dies resultiert im Wesentlichen aus inflationsbedingten Preissteigerungen. Der Personalaufwand verringerte sich um 3,7 Mio. € auf 50,4 Mio. € (Vorjahr 54,1 Mio. €), der Rückgang ergibt sich aus einer niedrigeren Mitarbeiteranzahl im Geschäftsjahr 2022, da ein Teil der Mitarbeiter in die neue Holding Rommelag SE & Co. KG umgezogen ist. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen können wir einen Kosten-Anstieg um 2,5 Mio. € verzeichnen, ein wesentlicher Teil dieses Anstiegs ist die Belastung aus der Holdingumlage. Das Ergebnis vor Steuern ist im Vergleich zum Vorjahr von T€ 13.316 um T€ 4.601 auf T€ 8.715 gesunken. In den vorgenannten Positionen zur Ertragslage liegen wir unter der Prognose. Das Servicegeschäft zeigt sich stabil und steigend. Die Entwicklung des Betriebsergebnisses liegt unter den ursprünglichen Erwartungen und ist von 14,4 Mio. € auf 9,7 Mio. € gesunken. Grund hierfür waren insbesondere Verzögerungen in geplanten Projekten. 2. Finanzlage a) Kapitalstruktur Die Eigenkapitalquote ist von 62,3 % im Vorjahr auf 56,9 % gesunken. Das Eigenkapital beträgt nun T€ 85.902 (Vorjahr T€ 82.766). Der restliche Finanzbedarf wurde aus dem Cash-Flow der laufenden Geschäftstätigkeiten und aus dem Bestand an liquiden Mitteln gedeckt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten aus Lieferungen und Leistungen haben sich auf T€ 2.007 verringert. Die erhaltenen Anzahlungen sind von T€ 22.031 auf T€ 27.462 gestiegen. b) Investitionen Die kocher-plastik Maschinenbau GmbH ist Betriebsgesellschaft. Die Investitionen werden grundsätzlich von der Rommelag SE & Co. KG getätigt und pachtweise der GmbH überlassen. Lediglich maschinenbezogene Investitionen werden teilweise durch die GmbH getätigt. c) Liquidität Im Saldo beträgt der Finanzmittelfonds zum Ende der Periode 12.042 T€. Die finanzielle Lage ist weiterhin sehr gut. 3. Vermögenslage Die Vorräte sind um T€ 2.182 auf T€ 51.459 gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von T€ 10.699 auf T€ 237 gesunken. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um T€ 5.605 auf T€ 16.481 gesunken. Grund hierfür war eine Umstrukturierung innerhalb der Rommelag-Gruppe, durch die es in verschiedenen Bilanzposten zu geänderten Zuordnungen kommt. Für die Auswirkungen wird an dieser Stelle auf die Ausführungen im Anhang verwiesen. 4. Personal- und Sozialbereich Arbeitnehmeranzahl 2022
5. Umweltschutz Da hauptsächlich Metalle verarbeitet werden und die Galvanik seit Jahren außer Betrieb gesetzt wurde, besteht nur eine minimale Gefahr für die Umwelt. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht I. Prognosebericht Wir haben für 2023 gegenüber dem Jahr 2022 einen Umsatz auf ähnlichem Niveau geplant. Für die Bereiche Ersatzteile, Montagen und Umbauten, deren Auftragsreichweite typischerweise kürzer ist, rechnen wir mit steigenden Umsätzen. Eine erfolgreiche Umsetzung wird im Wesentlichen davon abhängen, inwieweit sich Lieferengpässe auflösen. Die Personalkosten werden sich (Qualifizierungsoffensive) nach oben entwickeln, die Anzahl der Mitarbeiter wird nur gering steigen und dies sich entsprechend auf das Ergebnis auswirken. Die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung im Sinne des laufenden LEAN-Projektes werden weiter ausgebaut und positive ergebniswirksame Resultate zeigen. Aufgrund des fast gleichbleibenden Umsatzes und gleichbleibender Leistung erwarten wir demzufolge ein positives Betriebsergebnis in 2023, aber leicht unter Vorjahresniveau, aufgrund dem anhaltenden Kostendruck. II. Risiken- und Chancen 1. Risikobericht Die aktuelle weltweite Krise (Ukraine/Russlandkonflikt), wird auf die Wirtschaft weiter noch nicht absehbare Auswirkungen haben. Zum aktuellen Zeitpunkt sehen wir keine negativen Auswirkungen auf die Entwicklung im Bereich des Serviceumsatzes. Risiken können sich aber immer wieder aus der weiteren weltweiten Entwicklung ergeben. Die generelle Materialverfügbarkeit (Edelstahl, Elektronik) stellt ein bedeutendes Risiko dar. In diesem Zusammenhang insbesondere die Preisentwicklung auf der Beschaffungsseite. Diese wird ausgelöst durch die Energiepreisentwicklung und Verfügbarkeit von Halbleitern. Weitere Risiken könnten sich aus einem aktuellen Trend gegen Kunststoffverpackungen sowie einer Regionalen Abhängigkeit und Verschiebungen bei Absatzregionen ergeben. Auf längere Sicht könnten aus dem asiatischen Raum Wettbewerber stärker werden, die das bestehende Marktpreisniveau negativ beeinflussen könnten. Es zeigt sich auch, dass der sich bereits seit 2021 abzeichnende Preisdruck v.a. in Schwellenländern, auch im Jahr 2023 weiter fortsetzten wird. Die Zunahme von Anbietern welche Low-Cost Maschinen oder Kopien unserer Maschinen überwiegend aus China und Indien, anbieten, trägt zu dieser Entwicklung bei. Der Arzneimittelmarkt steht preislich unter Druck. Man verlangt nach günstigeren Fertigungskosten. Unsere Technologie (BFS) ist hierfür bestens geeignet, bietet also gerade für kostenbewusste Kunden Chancen. Unser Wachstum der letzten Jahre hatte Teile unserer Organisation in einen ineffektiven Bereich bewegt. Durch Investitionen und die Optimierung unserer Abläufe im Sinne des weiterlaufenden LEAN-Projektes und der Anpassung der Organisationsstruktur werden wir dem begegnen. Nicht alle Maschinentypen erbringen denselben Deckungsbeitrag. Daher wird das Geschäftsergebnis durch die Zusammensetzung der im Geschäftsjahr verkauften und ausgelieferten Maschinentypen mit beeinflusst. Für voraussichtlich eintretende Risiken wurden entsprechende Rückstellungen gebildet. 2. Chancenbericht Auf Basis unserer Neuentwicklungen wachsen die Chancen, sowohl im Bereich bottelpack® wie auch im Bereich der neuen Inspektionsmaschinen zusätzliche Umsätze zu generieren. Im Service haben wir uns breiter aufgestellt und werden die Zusammenarbeit in der Gruppe durch das neue Markenkonzept und den dadurch geschaffenen Fachbereich "ROMMELAG Service" intensivieren, sodass wir den Anforderungen der Kunden noch besser gerecht werden und in der Folge auch mehr Umsatz generieren können. Kein Wettbewerber hat eine vergleichbar breite Palette an Produkten und Services rund um BFS. Hierzu ist auch unser Leistungsangebot im Bereich CMO zu zählen, der die Eintrittsschwelle für viele Kunden so weit gesenkt hat, dass ein schrittweises Wachstum von neuen BFS-Anwendungen zuerst im Bereich von CMO beginnt und dann im Verkauf von BFS-Anlagen seine Fortsetzung findet. Außerdem sehen wir zusätzliche Chancen in Märkten und Ländern, in denen wir bisher noch nicht flächendeckend verkaufen konnten. Darüber hinaus adressieren wir die attraktiven Wachstumsfelder rund um die Digitalisierung mittels unserer Tochter "Rommelag iLabs", die schon jetzt über ein attraktives Produktportfolio verfügt. Weitere Chancen sehen wir in der Zulassung unserer Verpackungsart durch die FDA und daraus können sich neue Absatzpotentiale ergeben.
Sulzbach-Laufen, den 30. Juni 2023 kocher-plastik Maschinenbau GmbH Die Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022der kocher-plastik Maschinenbau GmbH, Sulzbach-LaufenI. Allgemeine Angaben 1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft im Registergericht
2. Angaben zur Größenklasse Hinsichtlich der Einteilung in Größenklassen gemäß § 267 HGB ergibt sich folgende Situation:
Zum 31.12.2022 werden die Größenkriterien einer großen GmbH nach dem § 267 HGB bei allen drei Merkmalen überschritten. Dasselbe gilt für das Vorjahr. Damit ist die Firma kocher-plastik Maschinenbau GmbH für das Geschäftsjahr 2022 als große GmbH zu behandeln. 3. Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen Durch eine Umstrukturierung innerhalb der Rommelag Gruppe kommt es in verschiedenen Bilanzposten zu geänderten Zuordnungen.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss der Firma kocher-plastik Maschinenbau GmbH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend waren auch die Vorschriften des GmbH-Gesetzes zu beachten. Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden: Anlagevermögen Das Sachanlagevermögen wurde mit Anschaffungskosten angesetzt und linear abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter über 250 € bis 1000 € wurden nach den steuerlichen Regelungen in einem Sammelposten zusammengefasst und verteilt auf 5 Jahre abgeschrieben. Die wesentlichen Anlageinvestitionen erfolgen über die Besitzfirma und werden im Rahmen eines bestehenden Pachtverhältnisses überlassen. Die Finanzanlagen betreffen GmbH-Anteile an zwei verbundenen Unternehmen sowie an einer Beteiligungsgesellschaft, fünf Wertpapier-Fondsbeteiligungen, Darlehen an die Muttergesellschaft Rommelag SE & Co. KG, sowie Forderungen aus Genossenschaftsanteilen. Die Bewertung erfolgt zum Nominalwert. Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bewertet. Anschaffungskostenminderungen und Anschaffungsnebenkosten wurden berücksichtigt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Bei den Herstellungskosten von Baugruppen werden entsprechend § 255 Absatz II, Satz 3 HGB neben den Einzelkosten notwendige Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten und der Wertverzehr des Anlagevermögens berücksichtigt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nominalwert bewertet. Risiken bei den Forderungen wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bewertet. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Altersversorgungsverpflichtungen werden gemäß § 253 Absatz 1 und 2 HGB bewertet. Die Abzinsungssätze ergeben sich aus § 253 Absatz 2 HGB mit den von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Sätzen. Die aktivierten Rückdeckungsansprüche werden, soweit sie dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, mit dem Rückstellungsbetrag saldiert. Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit deren nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Grundlagen für die Umrechnung fremder Währungen Im Jahresabschluss sind Posten enthalten, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung gelautet haben. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Kurs am Entstehungstag eingebucht und zum Stichtag entsprechend § 256a HGB bewertet. III. Angabepflichten zur Bilanz Aktivseite (1) Entwicklung des Anlagevermögens Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 einschließlich der kumulierten Abschreibungen wird auf den Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang verwiesen. (2) Angaben zu den Restlaufzeiten bei Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben eine Restlaufzeit von über 1 Jahr:
Im Restlaufzeitenvermerk 31.12.2022 über ein Jahr bei den sonstigen Vermögensgegenständen sind Liquiditätsdarlehen an Schwesterfirmen in Höhe von 9,5 Mio. € und wie im Vorjahr Steuererstattungsansprüche für 2012 und 2013 aus einer speziellen Finanzanlage in diesen Jahren in Höhe von 5,6 Mio. € enthalten. Sollte die steuerliche Einstufung dieser Finanzanlage, welche zu den ausgewiesenen Erstattungsansprüchen geführt hat, gegenüber dem Finanzamt bzw. im finanzgerichtlichen Verfahren nicht durchgesetzt werden können, wären die zuletzt genannten Beträge nicht werthaltig. (3) Mitzugehörigkeitsvermerk (§265 Absatz 3 HGB) Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beziehen sich überwiegend auf sonstige Vermögensgegenstände und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. (4) Latente Steuern § 285 Nr. 29 HGB Latente Steuern ergeben sich aus Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz. Diese resultieren zum einen aus abweichenden Bewertungsvorschriften zwischen der Handels- und der Steuerbilanz bei den Pensionsrückstellungen, zum anderen aus unterschiedlichen Bilanzierungsansätzen bei Thesaurierungen im Rahmen von Anlagefonds. Im laufenden Jahr haben die gebildeten aktiven latenten Steuern folgenden Ursprung:
Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 30% zugrunde gelegt. Dieser errechnet sich gerundet aus dem Körperschaftsteuer-, Gewerbesteuer- und Solidaritätszuschlagssatz. Passivseite (5) Angaben betreffend Ausschüttungssperre gemäß § 268 Absatz 8 HGB und § 285 Ziffer 28 HGB Es besteht eine Ausschüttungssperre in folgendem Umfang:
(6) Angaben zu Rückstellungen für Pensionen gemäß § 285 Nr. 24 HGB und zur Verrechnung von Deckungsvermögen nach § 285 Nr. 25 HGB 1) Es bestehen zwei Versorgungsbereiche: a) Versorgungsbezüge eines Geschäftsführers Die Rückstellungen werden durch ein versicherungsmathematisches Gutachten der Kölner spezial Beratungs-GmbH für betriebliche Altersversorgung bewertet. Es wurden dabei folgende Methoden und Annahmen zugrunde gelegt: Berechnungsgrundlagen 31.12.2022 Alters- und Hinterbliebenenversorgung entsprechend einer Quote vom Endgehalt. Bewertungsmethode: PUC-Methode (projizierte Einmalbewertungsmethode)
Biometrische Annahmen: Richttafeln 2018G von Dr. Klaus Heubeck b) Hinterbliebenenversorgung eines früheren Geschäftsführers Die Rückstellung wird durch ein versicherungsmathematisches Gutachten der Kölner spezial Beratungs-GmbH für betriebliche Altersversorgung bewertet. Es wurden dabei folgende Methoden und Annahmen zugrunde gelegt: Berechnungsgrundlagen 31.12.2022: Hinterbliebenenversorgung über einen vorgegebenen Betrag. Bewertungsmethode: PUC-Methode (projizierte Einmalbewertungsmethode)
Biometrische Annahmen: Richttafeln 2018G von Dr. Klaus Heubeck 2) Verrechnung Aktivwerte: Es bestanden Rückdeckungswerte in Form von Fondsanlagen. Die Fondsanlagen wurden im Falle von § 253 Absatz 1, Satz 4 HGB mit deren Zeitwert laut Depotauszug bewertet. Rückdeckungsvermögen mit Anschaffungskosten von T€ 0 (Vorjahr T€ 1.745) ist mit dem Zeitwert in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 2.049) entsprechend § 246 Absatz 2, Satz 2 HGB mit Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 9.942 (Vorjahr T€ 10.218) verrechnet worden. Die zugehörigen Erträge aus dem zu verrechnenden Vermögen in Höhe von T€ 13 (Vorjahr T€ 179) wurden mit Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von T€ 178 (Vorjahr T€ 192) verrechnet. Der Restbetrag nach Saldierung in Höhe von T€ 165 (Vorjahr T€ 13) ist in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. (7) sonstige Rückstellungen § 285 Ziff. 12 HGB Die größeren Beträge der sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten (T€ 4.362) wurden gemäß § 246 Absatz 2, Satz 2 HGB als den Altersversorgungsverpflichtungen vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Deckungsvermögen, soweit sie dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist (T€ 4.362), verrechnet. Erträge aus Deckungsvermögen von T€ 47 wurden zulässigerweise mit Personalaufwendungen in dem Posten "Löhne und Gehälter" verrechnet. Bei der Rückstellung betreffend gesetzlicher Aufbewahrungspflichten kann davon ausgegangen werden, dass sich zukünftige Kostensteigerungen und die Abzinsung ausgleichen. Die Restlaufzeiten der übrigen Rückstellungen liegen unter einem Jahr. Daher ist eine Anpassung aufgrund von Kosten- oder Preissteigerungen sowie eine Abzinsung nicht erforderlich. (8) Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten ergeben sich aus folgender Übersicht:
(9) Mitzugehörigkeitsvermerk (§ 265 Absatz 3 HGB) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 195.097,97 sowie sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 10.000.000,00. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter beziehen sich auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.185.222,60 sowie sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 2.267.637,78. IV. Angabepflichten zur Gewinn- und Verlustrechnung (10) Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse beziehen sich zu ca. 68 Mio. € (Vorjahr: 90 Mio. €) auf Maschinenumsätze. Der restliche Umsatz betrifft Baugruppenumsätze, Ersatzteillieferungen und Montageleistungen. Die Umsätze erfolgen im Wesentlichen an eine deutsche und an eine schweizerische Vertriebsfirma. (11) Sonstige betriebliche Erträge Dieser Posten umfasst periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 36 (Vorjahr T€ 3) sowie Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von T€ 1.586 aus dem Verkauf von Finanzanlagen. (12) Sonstige betriebliche Aufwendungen Dieser Posten umfasst periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 58 (Vorjahr T€ 7) und ergibt sich zum Großteil aus nachlaufenden Abrechnungen. V. Sonstige Angaben (13) Sonstige finanzielle Verpflichtungen, § 285 Nr. 3a HGB Es bestehen langfristige Mietverträge gegenüber der Muttergesellschaft mit Gesamtverpflichtungen in Höhe von rund EUR 11 Mio. jährlich. (14) Haftungsverhältnisse Haftung als Gesamtschuldner im Wege des Schuldbeitritts für ein Darlehen der Rommelag SE & Co. KG (verbundenes Unternehmen) gegenüber der Commerzbank AG in Höhe von T€ 2.500. Weiter besteht eine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von T€ 8.118 zu Gunsten der Rommelag SE & Co. KG. Zudem besteht eine Haftung zu Gunsten der HOLOPACK Verpackungstechnik GmbH für einen Leasingvertrag über einen Schwenkhubstapler in Höhe von T€ 86. Des Weiteren besteht eine Konzernbürgschaft gegenüber der Transfergesellschaft für Remanenzkosten der Thermo-Pack Kunststoff-Folien GmbH. Aufgrund der stabilen finanziellen Lage der Gesellschaften wird das Risiko der Inanspruchnahme jeweils als gering angesehen. (15) Arbeitnehmerzahl (Durchschnitt gemäß § 267 HGB) 2022
(16) Gesamtbezüge der Geschäftsführung Gemäß § 286 Absatz 4 HGB unterbleibt eine Angabe. (17) Gesamtbezüge gemäß § 285 Ziff. 9b) HGB Gemäß § 286 Absatz 4 HGB unterbleibt eine Angabe. (18) Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr.17 HGB Das für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 71 und schlüsselt sich auf in T€ 32 für Abschlussprüfungsleistungen und T€ 39 für Steuerberatungsleistungen. (19) Angaben zu Fondsanteilen nach § 285 Nr. 26 HGB Die Gesellschaft besitzt fünf Fonds in Höhe von insgesamt T€ 15.638. Bei drei dieser Fonds ist der Buchwert gleich dem Marktwert. Ein anderer Fonds wird mit Anschaffungskosten bewertet. Bei diesem Fonds beträgt der Buchwert TEUR 8.000 und der Marktwert TEUR 8.066. Der verbleibende Fonds enthält Einzelwerte, die einzeln bewertet werden, so dass die Einzelwerte teilweise mit Anschaffungskosten und teilweise mit dem Marktwert bewertet werden. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte keine Ausschüttung. (20) Angaben nach § 285 Nr.11 HGB Die Gesellschaft ist zu 100% an der kocher-plastik Verwaltungs GmbH, HRB 571785 mit dem Sitz in Sulzbach-Laufen beteiligt. Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag beträgt T€ 25. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages entsteht bei der Tochtergesellschaft kein Jahresergebnis. Ferner ist die Gesellschaft an der in 2017 gegründeten Rommelag iLabs GmbH, HRB 761803 mit dem Sitz in Sulzbach-Laufen zu 100% beteiligt. Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag beträgt T€ 25. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages entsteht bei der Tochtergesellschaft kein Jahresergebnis. (21) Konzernzugehörigkeit § 285 Nr. 14 HGB Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss aufstellt, ist die Firma Rommelag SE & Co. KG mit Sitz in Sulzbach-Laufen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister offengelegt. (22) Ergebnisverwendungsvorschlag nach § 285 Nr. 34 HGBEs wird der Gesellschafterversammlung folgende Ergebnisverwendung vorgeschlagen:
(23) Geschäftsführer sind Herr Gert Hansen, Unternehmer Herr Martin Schneider, Diplom Ingenieur Herr Ralf Bouffleur, lic.oec.HSG
Sulzbach-Laufen, den 30. Juni 2023 kocher-plastik Maschinenbau GmbH Die Geschäftsführer gez. Gert Hansen gez. Martin Schneider gez. Ralf Bouffleur
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 27.07.2023 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die kocher-plastik Maschinenbau GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der kocher-plastik Maschinenbau GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der kocher-plastik Maschinenbau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fellbach, den 30. Juni 2023 KKLB
GmbH
gez. Kay Jöde, Wirtschaftsprüfer gez. Tobias Schirner, Wirtschaftsprüfer |
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