Stadtpark Norderstedt GmbH
Selbe AdresseBetrieb von Sportanlagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Finnern seit 27.4.2023 | Prokura |
Nico Schellmann seit 27.4.2023 | Prokura |
Arne Mietzner seit 17.2.2023 | Geschäftsführer |
Jens Seedorff seit 26.2.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Stadt Norderstedt -Stadtwerke | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
"wilhelm.tel GmbH"NorderstedtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsfelder Die wilhelm.tel GmbH erbringt im Stadtgebiet und im regionalen Umfeld der Stadt Norderstedt vorrangig Leistungen der Bereitstellung von Kommunikationsinfrastruktur. Die Versorgung von Kunden und Kundensegmenten mit Endkundendiensten ist - obgleich kommunale Aufgabe - in einem ausgeprägten Wettbewerbsumfeld zu organisieren und demzufolge im Rahmen der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit auch außerhalb der Stadtgrenze zu gewährleisten. Kernaufgaben der Gesellschaft sind der Aufbau und die Bereitstellung von Kommunikationsinfrastrukturen zur Versorgung der Stadt Norderstedt und der Metropolregion Hamburg mit Internet-, Telefonie- und Multimediadienstleistungen. Dazu gehört insbesondere auch das Angebot innovativer, selbst entwickelter und über die eigene Infrastruktur vermarkteter Produkte und Dienstleistungen. Die Qualität der Leistungen orientiert sich entsprechend dem öffentlichen Zweck der Aufgabenstellung an den Zielen der Nachhaltigkeit, d.h. einer breiten, sicheren und serviceorientierten Versorgung unter gleichermaßen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Der Infrastrukturausbau erfolgt im Festnetzbereich konsequent auf der Grundlage von Glasfasernetzen zur Übertragung von Internet-, Telefon- und Multimedia-Inhalten sowie für Steuerungs- und Datenaustauschzwecke in intelligenten Energiesystemen in breitbandigen Next Generation (Access) Networks (NGN/NGA) mit eigenen Kundenanschlüssen. 2. Ausrichtung Die wilhelm.tel GmbH agiert als lokales und regionales Dienstleistungsunternehmen mit dem Anspruch, ihren Kunden eine hohe Wertschöpfungstiefe der Versorgung anzubieten. Diese Marktpositionierung im Rahmen der eigenen Endkundenbeziehungen steht im Einklang mit der aus dem verfolgten öffentlichen Zweck resultierenden Verpflichtung, außerhalb einer reinen Gewinnerzielungsabsicht Leistungen der Daseinsvorsorge anzubieten, die insbesondere dem Anspruch von Nachhaltigkeit gerecht werden. Mit ihren Entwicklungsprojekten und langfristig erbrachten Infrastrukturleistungen und Diensten verfolgt die wilhelm.tel GmbH das Ziel, Teil und auch Treiberin einer politisch gesetzten Entwicklung der Stadt Norderstedt zur digitalen Transformation nach den Grundsätzen der "Smart City Charta" zu sein. Die wilhelm.tel GmbH bietet Marktpartnern auch einzelne Teilbausteine ihrer Wertschöpfung auf der Grundlage unterschiedlicher Modelle als Vorleistungsprodukte an. Kernprodukt ist die Bereitstellung der eigenen Glasfaser-Infrastruktur gemäß den Richtlinien des EEC (European Electronic Communications Code) auf der Grundlage wechselseitiger Vertragsbeziehungen für vermarktbare Vorleistungsprodukte an dritte Endkundenprovider der Telekommunikationsbranche. Im Rahmen horizontaler Kooperationen mit regionalen City-Carriern werden überdies Vorleistungsprodukte für die Endkundenversorgung mit Internet- und Telefondiensten sowie Netzmanagementdienstleistungen verkauft. Der weitere Ausbau der Festnetz- und WLAN-Infrastruktur in der Metropolregion erfolgt ebenfalls kooperativ mit strategischen Marktpartnern zum Beispiel der Wohnungs- oder Verkehrswirtschaft. Schließlich beteiligt sich die wilhelm.tel GmbH in der Rolle des Betreibers kommunal bereitgestellter passiver Glasfasernetze auch am Ausbau der Breitbandversorgung im eher ländlichen Raum. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Telekommunikationsbranche, auch und gerade der Breitbandausbau, ist weiterhin ein wesentlicher Faktor für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Dabei geht es nicht mehr nur um digitale Kommunikation zwischen Menschen, sondern zusätzlich zwischen Milliarden Gegenständen, Sensoren und Maschinen. Geändertes Nutzungsverhalten der Menschen mit klarer Ausrichtung auf mobiles Internet sowie das "Internet der Dinge" (IoT), gestützt auf künftige zentrale und auch dezentrale Anwendungen für mobil verfügbare Konnektivität mit hohen Übertragungsraten und niedrigen Latenzzeiten steigern weiterhin das mittels Infrastruktur zu transportierende Datenvolumen. Für die Erreichung des hierfür zu verfolgenden Infrastrukturziels einer flächendeckenden Verfügbarkeit von Gigabitnetzen in Deutschland wird es erforderlich sein, symmetrische Bandbreiten in einer Gigabit-Qualität bereitzustellen. Wachstums- und Effizienzfaktoren für diese Infrastruktur sind echte Gigabitanschlüsse bis in die Gebäude (FTTB) und Wohnungen (FTTH), netzübergreifende Verfügbarkeit von Diensten und Integration von Mobilfunknetzen. Im dezentralen Mobilfunkbereich wird zumindest mittelfristig die Bereitstellung einer WiFi-Infrastruktur und -Plattform zu einem wichtigen Leistungsmerkmal als Abschluss der Glasfaserversorgung für die Endkunden werden. Anreize für den wirtschaftlichen Erfolg von Investitionen in die Gigabit-Infrastruktur entstehen durch einen "Open-Access"-Vermarktungsrahmen für transparente, diskriminierungsfreie Angebote von Vorleistungsprodukten auf der Grundlage von wechselseitigem Wholesale und Wholebuy. Die Investitionen und der Betrieb einer hochmodernen Breitbandinfrastruktur wird vor dem Hintergrund der weiter zentral auf der politischen Agenda stehenden Energiewende auch ein elementares Geschäftsfeld von Stadtwerken und Energieversorgern sein. Es geht um den Aufbau intelligenter Kommunikationsinfrastrukturen, welche sowohl Grundlage für Steuerungs- und Datenaustauschzwecke im Stromnetzbetrieb als auch für die Übertragung von Telefon-, Internet- und IPbasierten TV-Inhalten in breitbandigen Next Generation (Access) Networks (NGN/NGA) sind. Hauptträger des Aufbaus einer flächendeckenden Breitbandversorgung in Deutschland sind die Wettbewerber der Deutschen Telekom. Für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg dieser Investitionsleistungen sind von den Wettbewerbern Kooperationsmodelle zur Integration und Vergrößerung der von ihnen geschaffenen Netzplattformen zu entwickeln. Gleichzeitig gilt es, gesetzliche und regulatorische Rahmenbedingungen für den offenen Zugang zu Glasfasernetzen zu erhalten bzw. zu schaffen. Insbesondere sollten so die Rahmenbedingungen für den Ausbau von Glasfasernetzen politisch so ausgestaltet werden, dass ein aus volkswirtschaftlichen und Nachhaltigkeitsgesichtspunkten kritisch zu bewertender Überbau bestehender oder im Ausbau befindlicher FTTB/H- Netze zugunsten eines diskriminierungsfreien Zugangs überflüssig wird. Für die dezentralen und mittelständischen Betreiber von NGN-Glasfaserinfrastrukturen wird zudem die Partizipation an lokalen und regionalen Geschäftsmodellen der Mobilfunk- und 5G/WiFi6-Versorgung anreizbildend für die weitere Investitionsbereitschaft sein. Die Branchenlage in der Telekommunikation hat sich im Jahr 2023 in Deutschland leicht wachsend gezeigt. Die Investitionen in Sachanlagen lagen mit ca. 13,6 Mrd. EUR über dem Vorjahresniveau (13,1 Mrd. EUR). Die Umsätze mit Telekommunikationsdiensten stiegen um 0,1 Mrd. EUR auf 60,2 Mrd. EUR, davon entfallen 32,6 Mrd. EUR (wie im Vorjahr) auf den Festnetz- und 27,6 Mrd. EUR (+ 0,1 Mrd. EUR) auf den Mobilfunkmarkt. Die Anzahl der FTTB/H-Glasfaseranschlüsse in Deutschland erhöhte sich in 2023 um 3,2 Mio. (25%) auf rund 16,2 Mio. Davon sind 4,2 Mio. Anschlüsse aktiv und 4,0 Mio. Anschlüsse nur installiert, zusammengerechnet stieg die Anzahl der "Homes Connected"-Anschlüsse im Jahr 2023 um 1,8 Mio. (28%) auf 8,2 Mio. Die Anzahl der nicht aktiv vorbereiteten Anschlüsse (nur "Homes Passed") stieg um 1,4 Mio. (21%) auf 8,0 Mio. Das über Festnetze abgewickelte Datenvolumen erhöhte sich um wiederum 17% auf 142,1 Mrd. Gigabyte (2022: 122,0 Mrd. GB). Bei den Telefondiensten blieben 2023 die abgehenden Sprachverbindungsminuten in den Segmenten Festnetz (218 Mio. Min. pro Tag) knapp unter und lagen bei Over-the-Top - OTT, z.B. Messengerdienste (374 Mio. Min. pro Tag) geringfügig über dem Vorjahresniveau. Im Bereich Mobilfunk konnte das Vorjahresniveau gehalten werden (439 Mio. Min. pro Tag). Insgesamt blieb das Volumen der von Festnetz-, Mobilfunk- und OTT-Anschlüssen abgehenden Sprachverbindungsminuten gleich (wie im Vorjahr 1.031). 2. Geschäftsverlauf (Umsatz- und Absatzentwicklung) Im Geschäftsjahr 2023 konnte die wilhelm.tel GmbH die Anzahl ihrer eigenen Endkunden im Telefon-/Internet-Segment um 7 % sowie im TV-Bereich noch leicht steigern. Im Geschäftskundenbereich konnte ein Anstieg um 4 % erreicht werden. Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr von vormals 83,4 Mio. EUR auf 87,0 Mio. EUR. Wesentlichen Anteil daran hatten die Umsatzerlöse im Kernsegment mit eigenen Privatkunden (+7 %). Die Umsatzerlöse im Geschäftskunden und Partnervertrieb stiegen um 13 %. Darin enthalten sind auch die TV-Erlöse eines großen Vertriebspartners, weshalb die Erlöse aus Kabel-TV in der nachfolgenden Übersicht rückläufig sind.
Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen leicht um 0,2 Mio. EUR auf nunmehr 0,8 Mio. EUR zurück. Der Materialaufwand stieg im Vorjahresvergleich um 0,8 Mio. EUR auf 24,9 Mio. EUR, insbesondere im Bereich der bezogenen Leistungen, und damit weniger stark als die Umsatzerlöse. Die Personalaufwendungen stiegen von 9,4 Mio. EUR im Vorjahr auf nunmehr 10,3 Mio. EUR. Abschreibungen beeinflussen das Ergebnis mit 25,2 Mio. EUR (Vorjahr: 23,6 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um etwa 1,3 Mio. EUR auf ,14,2 Mio. EUR. Wesentliche Treiber waren die Wartungsaufwendungen als Folge der Investitionstätigkeit der letzten Jahre sowie die allgemein gestiegenen Kosten für Energie. Der Zinsaufwand für Bankdarlehen lag 2023 mit 2,0 Mio. EUR um ca. 0,8 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Die wilhelm.tel GmbH schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Gewinn von 11,4 Mio. EUR ab. Der Gewinn wird vollständig auf Grundlage eines abgeschlossenen Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrages von den Stadtwerken Norderstedt übernommen. 3. Lage der Gesellschaft 3.1. Ertragslage Die Ertragslage orientiert sich an betriebswirtschaftlichen Grundsätzen. Die Einzelpositionen werden um Sondereffekte und periodenfremde Einflüsse bereinigt beschrieben. Die bereinigte Ertragslage entwickelte sich wie folgt: Dem Wachstum der Umsatzerlöse steht ein geringerer Anstieg des Materialaufwandes gegenüber, so dass sich das Rohergebnis positiv entwickelte:
Die positive Rohertragsentwicklung trug dazu bei, dass das Betriebsergebnis sich nicht in dem Umfang reduzierte, wie im Rahmen geplanter Konsolidierungsmaßnahmen erwartet, sondern lediglich um 2,0 Mio. EUR auf 12,4 Mio. EUR. Maßgeblich hierfür waren die Abschreibungen, Personal sowie die Betriebsaufwendungen (im Wesentlichen Energie- und Wartungsaufwendungen):
Das Finanzergebnis ging infolge gestiegener Darlehenszinsen leicht zurück:
Die Erträge aus der Auflösung zuvor gebildeter Rückstellungen beeinflussten das neutrale Ergebnis des Jahres 2023 maßgeblich. Entsprechend ist der Anstieg im Geschäftsjahr nicht überraschend.
Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Gewinn von 11,4 Mio. EUR erzielt. 3.2. Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit stieg im Geschäftsjahr von 27,1 Mio. EUR auf 37,5 Mio. EUR. Ursächlich dafür waren Veränderungen bei Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit dienen, sowie aufgrund der Investitionstätigkeit gestiegene Abschreibungen. Im Finanzierungsbereich ist Liquidität aus Kapitalzuführung (2,0 Mio. EUR) sowie aus dem Saldo der Aufnahme und Tilgung von Krediten (10,4 Mio. EUR) zugeflossen. Diesem Mittelzufluss stehen die Ausgaben für die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen (29,9 Mio. EUR) sowie die Gewinnabführung an den Organträger (11,4 Mio. EUR) gegenüber. Der Finanzmittelfonds der wilhelm.tel GmbH stieg daher von 4,1 Mio. EUR zum 31.12.2022 auf 11,0 Mio. EUR zum Ende des Geschäftsjahres. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit gegeben. 3.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme stieg innerhalb des Geschäftsjahres zum Stichtag am 31. Dezember 2023 von 179,6 Mio. EUR auf 193,7 Mio. EUR. Einen relativen Anstieg erfuhr insbesondere das kurzfristig gebundene Vermögen auf 15,3% (Vorjahr 11,3 %). Das langfristig gebundene Vermögen stieg insbesondere aus der Investitionstätigkeit in Sachanlagen heraus um 4,6 Mio. EUR auf 164,0 Mio. EUR.
Das Kapital entwickelte sich wie folgt:
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital durch eine Zuführung zur Kapitalrücklage um 2,0 Mio. EUR. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen um 6,5 Mio. EUR auf 90,0 Mio. EUR. Gestiegenen kurzfristigen Bankschulden (+3,6 Mio. EUR) und Lieferantenverbindlichkeiten (+1,3 Mio. EUR) steht ein Rückgang bei den gebildeten Rückstellungen (-0,7 Mio. EUR) gegenüber, sodass die kurzfristigen Fremdmittel insgesamt um 5,6 Mio. EUR zwischen den beiden Bilanzstichtagen gestiegen sind. Die Eigenkapitalquote geht daher gegenüber dem Vorjahr von 38,9 % auf 37,1 % zurück. Das Sachanlagevermögen ist nahezu vollständig langfristig durch Eigenkapital, erhaltene Zuschüsse und Bankverbindlichkeiten finanziert. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Die positive Entwicklung der wilhelm.tel GmbH als regionales Dienstleistungsunternehmen wird sich durch die vermehrte Nachfrage von Wohnungsbaugesellschaften einerseits und benachbarten Gemeinden andererseits fortsetzen. In Hamburg selbst wird erwartet, dass über 60 % der mehrgeschossigen Wohnungen an das Versorgungsnetz angeschlossen werden können. Der Ausbau der Infrastruktur soll für die Endkunden mit einer noch stärkeren Ausrichtung auf die Glasfasertechnologie und WLAN/WiFi6-Infrastruktur erfolgen, so dass zukünftig jede Wohnung über einen Glasfaseranschluss mit WLAN/WiFi6 versorgt wird und somit den Kunden auch Bandbreiten im Gigabitstandard zur Verfügung gestellt werden können. Die auf der Umlagefähigkeit von Kosten der zentral bereitgestellten TV-Versorgung in Mehrfamilienhäusern als Betriebskosten beruhenden Geschäftsmodelle für den Infrastrukturausbau geraten durch den gesetzlich vorgegebenen Wegfall des sogenannten Sammelinkassos für Kabel-TV zum 01.07.2024 unter Druck. In diesem sich wandelnden Umfeld wird es darauf ankommen, auch für die Bereitstellung von TV- und Streaming-Diensten eine erfolgreiche Einzelvermarktung und Kundenbindung zu erreichen. Darüber hinaus wird es das neue Marktpotenzial für Geschäftsmodelle zwischen Telekommunikations- und Wohnungsunternehmen geben mit Erlös- und Renditechancen für die Investoren von gebäudeinternen GigaBit-fähigen Infrastrukturen. In der Übergangsphase besteht durch die Gesetzesnovellierung das Risiko eingeschränkter Return-on-Invest-Möglichkeiten für die Investoren der Bestandsanlagen. Der technologische Wandel und erkennbare Markttrend zu mobil bereitgestellten und über GigaBit-Internetverbindungen präsentierten Diensten wird sich auf die aktuell erfolgreichen Geschäftsmodelle der Festnetzversorgung mit individuellen Anschlüssen auswirken. Es wird darauf ankommen, an Mitbewerber und Provider von mobilen Diensteangeboten offene Zugänge auf die eigene Infrastruktur in Form des Wholesale-Bitstreamaccess (BSA) zu vermarkten und das eigene Diensteangebot für Endkunden unabhängig von einem Festanschluss neu auszurichten. Die wirtschaftliche Entwicklung erlebt aktuell turbulente Zeiten. Nach einem drastischen Anstieg der Verbraucherpreise im Vorjahr (insbesondere im Energiebereich) normalisiert sich hier die Lage. Es verbleiben Engpässe im Bau- und Liefersektor. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 ist in diesem Kontext maßgeblich durch höhere Nebenkosten im Technikbereich und durch einen Anstieg der Wartungsaufwendungen beeinflusst. Die Gesellschaft geht davon aus, dass das geplante Ergebnis für 2024 von 7,4 Mio. EUR weiterhin realistisch ist. Die Investitionen in Sachanlagen werden in 2024 voraussichtlich rd. 30,4 Mio. EUR betragen. Die Investitionen werden in Höhe von 10,9 Mio. EUR durch Darlehen finanziert. Die übrige Finanzierung erfolgt durch Rücklagenzuführung, Investitionszuschüsse und von innen heraus. D. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem Ein in sich geschlossenes, internes Risikofrüherkennungssystem ist implementiert. Das Risikohandbuch wird laufend aktualisiert. Es regelt die Prozesse der Risikoidentifikation, der Risikobewertung und -analyse, der Risikokommunikation und der Risikosteuerung. Zur Kontrolle der wichtigsten Unternehmenskennzahlen wird der Geschäftsführung monatlich eine Statistik mit mehrjährigen Vergleichszahlen und einem Soll-/Ist-Abgleich vorgelegt. Zweigniederlassungen bestehen nicht.
Norderstedt, den 29. Februar 2024 Die Geschäftsführung Jens Seedorff Arne Mietzner Bilanz zum 31.Dezember 2023Aktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.Januar bis 31.Dezember 2023
Anhang zum 31. Dezember 2023I. Allgemeines Sitz der wilhelm.tel GmbH ist Norderstedt. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 4216 NO im Handelsregister des Amtsgerichts Kiel eingetragen. Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Der Jahresabschluss der wilhelm.tel GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbHG erstellt. Er wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des 3. Buches des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Im Rahmen der planmäßigen Abschreibungen werden die Anschaffungskosten auf die Geschäftsjahre verteilt, in denen der Vermögensgegenstand voraussichtlich genutzt werden kann. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang dargestellt. Die Vorräte sind mit den fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet worden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominal- bzw. Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen in angemessener Höhe Rechnung getragen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Ihre Höhe ist nach verrnünftiger kaufmännischer Beurteilung zum notwendigen Erfüllungsbetrag bemessen worden. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu ihrem Erfüllungsbetrag. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. II. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Der Bilanzansatz beinhaltet EUR 382,13 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und EUR 234.165,42 sonstige Forderungen. Forderungen gegen Gesellschafter Hierin enthalten sind EUR 277.015,15 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und EUR 18.946,55 sonstige Forderungen. Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Forderungen aus Altersteilzeit in Höhe von EUR 92.278,73 sowie gestellte Vertragserfüllungsbürgschaften in Höhe von EUR 469.038,00 haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Sämtliche anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten die Kosten für noch zu gewährenden Urlaub (TEUR 49), für Mitarbeitervergütungen und Altersteilzeit (TEUR 299), für Jahresabschlussprüfung (TEUR 10), für ausstehende Rechnungen (TEUR 846) und für Berufsgenossenschaft (TEUR 40). Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Der Bilanzansatz beinhaltet Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten EUR 2.661.515,35 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und EUR 2.831.824,93 sonstige Verbindlichkeiten. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
In den Umsatzerlösen sind TEUR 591 periodenfremde Erlöse für Einspeiseentgelte aus Vorjahren enthalten. IV. Sonstige Angaben Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr wurden im Durchschnitt 162 (Vj.151) Arbeitnehmer beschäftigt, die sich auf folgende Gruppen verteilen:
Gesamtbezüge und Angaben gem. sog. Transparenzgesetz Schleswig-Holstein Die Vergütung der Geschäftsführer erfolgt im Rahmen ihrer Anstellungsverträge als Werkleiter der Stadtwerke Norderstedt. Über die Gesellschaft wurden keine Bezüge gezahlt. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden folgende Aufsichtsratsvergütungen gewährt:
Gesellschafter Alleingesellschafter ist die Stadt/Stadtwerke Norderstedt. Geschäftsführer
Prokuristen
Aufsichtsrat
Beteiligungen IKT Regio-Netzwerk Service GmbH, Norderstedt
IKT Regio-Netzwerk GmbH & Co. KG, Norderstedt
Deutsche Netzmarketing GmbH, Köln
Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Stadtwerke Norderstedt, Norderstedt, einbezogen. Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger. Abschlussprüfer-Honorar Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar erfolgen im Konzernabschluss der Stadtwerke Norderstedt.
Norderstedt, den 29. Februar 2024 Die Geschäftsführung Jens Seedorff Arne Mietzner Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die wilhelm.tel GmbH, Norderstedt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der wilhelm.tel gmbh, Norderstedt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der wilhelm.tel gmbh, Norderstedt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in " Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Lübeck, den 17. Juni 2024 mercurius
gmbh
Kohberg, Wirtschaftsprüfer 1. "Die Gesellschafterversammlung stellt den Jahresabschluss der wilhelm.tel GmbH für das Geschäftsjahr 2023 gemäß § 7 Abs. (3) Buchstabe e) des Gesellschaftsvertrages mit folgenden Werten fest:
2. "Die Gesellschafterversammlung erteilt den Mitgliedern des Aufsichtsrates gemäß § 7 Abs. (3) Buchstabe d) des Gesellschaftsvertrages Entlastung für das Geschäftsjahr 2023." |
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