Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 41558
Eingetragen
7.10.2004
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Die EDV-Beratung, Softwareentwicklung und -vertrieb sowie Schulung im EDV-Bereich und der Vertrieb von Computersystemen, sowie sonstige damit im Zusammenhang stehende Nebengeschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Jeske
seit 7.10.2004
Geschäftsführer
Timo Krauss
seit 7.10.2004
Geschäftsführer

Beteiligungen

NameAnteil
7.22%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GEBIT Solutions GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Rahmenbedingungen und Geschäftsentwicklung

Marktumfeld

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2023 waren durch das Nachwirken der Energiekrise, die weiterhin hohe Inflationsdynamik sowie die geopolitischen Unsicherheiten geprägt. Dieses herausfordernde wirtschaftliche Umfeld führte zu einem Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten. Das kalender-, preis- und saisonbereinigte Bruttoinlandsprodukt schrumpfte 2023 um -0,2%, womit sich die bereits im 4. Quartal 2022 abzeichnende wirtschaftliche Stagnation fortsetzte.

Nachdem der galoppierende Preisanstieg im II. Halbjahr 2022 mit zweistelligen prozentualen Raten seinen Höhepunkt erreicht hatte, betrug die Inflationsrate zu Beginn des Jahres 2023 weiterhin sehr hohe +8,7%. Im Laufe des Jahres 2023 begann die Inflation allmählich zu sinken und erreichte im Dezember 2023 eine Rate von +3,7%. Für das Gesamtjahr 2023 wird der Anstieg des Verbraucherpreisindex (VPI) mit +5,9% ggü. dem Vorjahr berichtet. Der Rückgang der Inflation verlief in 2023 in den einzelnen Wirtschaftssektoren unterschiedlich. Während die Energiepreise schwankten, stabilisierten sich die Strompreise. Die Lebensmittelpreise blieben ein wesentlicher Treiber der Inflation, wobei sich auch hier der Preisanstieg gegen Ende 2023 und Anfang 2024 etwas abflachte.

Der Großteil unserer Kunden ist im Handel, insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel (LEH), Baumärkten ("Do-It-Yourself" oder kurz: DIY), Sportfachhandel/Fashion und Drogeriemärkten tätig. Die Entwicklung in diesen Wirtschaftssektoren war 2023 insgesamt ebenfalls stagflatorisch, durch steigende Preise und auch eine daraus resultierende Kaufzurückhaltung, geprägt. So ging die Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel um -3,8% und im DIY-Bereich sogar um -9,1% jeweils gegenüber dem Vorjahr zurück.

Die weiterhin hohe Preisdynamik in Verbindung mit kontinuierlich nötigen organisatorischen Anpassungen bzw. Optimierungen führten und führen auch weiterhin zu einem hohen Bedarf an modernen IT-Lösungen. Das Groß- und Einzelhandelssegment, in dem die Hauptkunden der GEBIT Solutions erfolgreich wirtschaften, ist weiterhin von einem intensiven Wettbewerb und einem permanenten Innovationsbestreben geprägt. Daher hat die die Modernisierung von IT-Systemen in Verbindung mit dem Nutzen von wirtschaftlichen Chancen und verändertem Einkaufsverhalten der Endkunden weiterhin hohe Priorität und beeinflussten und beeinflussen die Nachfrage unserer Kunden nach leistungsfähigen, innovativen und mitwachsenden IT-Lösungen weiterhin positiv.

Bereits im Vorjahr hat sich die Inflation in allgemeinen Kostensteigerungen bei GEBIT deutlich bemerkbar gemacht. In Verbindung mit der bereits im Jahr 2022 eingeschlagenen beschleunigten Wachstumsstrategie sind die Personal- und Sachkosten nochmals deutlich gestiegen und haben weiterhin spürbaren Einfluss auf die Gesamtkosten und die Ertragssituation des Unternehmens.Trotz der volkswirtschaftlichen Herausforderungen für unsere Kunden und das Unternehmen selbst, verlief auch das Geschäftsjahr 2023 für GEBIT Solutions erfolgreich und zeigt, dass das angestrebte nachhaltige Unternehmenswachstum realisierbar ist.

Die Steigerung bei den Energie- und Logistikkosten sowie der direkt wirkende Preisauftrieb bei den Wareneinkaufskosten fordern unsere Kunden weiter sehr und verlangen ein maßgeschneidertes aktives und dynamisches Preismanagement. Der Bedarf nach IT-Lösungen von GEBIT wird damit untermauert. GEBIT schätzt daher den Bedarf von potenziell neuen Kunden und auch seiner bestehenden Kunden nach IT-Lösungen weiterhin als hoch ein.

Die dauerhafte Nachfrage seitens Neu- und Bestandskunden unterstreicht das Umsatzwachstums- und Ertragspotenzial der Gesellschaft. GEBIT hat die sich ihr bietenden Chancen erkannt. Auch wenn die eingeschlagene Wachstumsstrategie mit deutlich höheren Kosten, insbesondere für die Personalgewinnung, verbunden ist, und die Geschäftsergebnisse durch einen leichten Rückgang der Gesamtprofitabilität vorübergehend etwas geringer ausfallen, ist GEBIT davon überzeugt, in den folgenden Jahren gegen den volkwirtschaftlichen Trend weiter deutlich zu wachsen. Diese Expansion des Unternehmens ist nachhaltig und wird mittelfristig auch zu einem Ergebnisanstieg führen.

Positionierung

GEBIT Solutions ist ein führendes IT-Dienstleistungs- und Softwareunternehmen, das leistungsstarke, innovative und passgenaue Omnichannel-Lösungen für den Handel in all seinen Formen und Vertriebskanälen anbietet. Lösungen der GEBIT sind, je nach Bedarf und Kundenwunsch, sowohl in modernen Cloud-Umgebungen als auch auf lokalen Endgeräten ("Edge") betriebsfähig.

Das Kompetenzspektrum der GEBIT umfasst eine Vielzahl fachlicher Themen, unter anderem in den Bereichen Einkauf, Warenwirtschaft, Lager/Logistik und Verkauf. Durch passgenaue Lösungen, die optimal auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind, unterstützt GEBIT ihre Kunden erfolgreich im stationären Einzelhandel sowie im eCommerce.

GEBIT besitzt umfangreiches Know-how im Bereich der Systemintegration und verknüpft alle bestehenden Kundeneigene-Systeme oder Drittanwendungen (wie z.B. SAP) zu integrierten Gesamtlösungen. Dank der hohen Flexibilität passen sich Lösungen der GEBIT nahtlos in bestehende IT-Landschaften ein und ermöglichen so herausragende Einkaufserlebnisse für Kunden auf allen Kanälen - kurz gesagt: optimalen Omnichannel-Handel.

Ein zentraler Baustein des Erfolgs der GEBIT sind ihre Produkte und die langjährig sehr erfolgreich umgesetzten Gesamtlösungen im Bereich POS/Checkout sowie im Omnichannel-Handel. Diese umfassen sowohl den stationären Checkout mit Bedienung durch eine Kassierkraft, Self-Checkout als auch mobilen Checkout. Der Point-of-Sale (POS) ist für Händler der zentrale Ort in der Kundeninteraktion - egal ob in einer Filiale oder im Online-Shop. Hier fließen alle Daten zusammen und erzeugen wichtige Informationen für die Weiterverarbeitung durch Warenwirtschaft, Logistik und Marketing. Von kanalübergreifend aktuellen Preisen und korrekten Lagerbeständen, über Rabattaktionen/Promotionen und Kundenkarten/Loyalty-Systeme, Waren-Reservierungen und Bestellvorgängen bis hin zu komfortablen Bezahlvorgängen, der Führung von Verkaufshistorien, Abwicklung von Lieferungen und mehr. GEBIT-Lösungen spiegeln genau das wider, was Händler für sich als Wettbewerbsvorteil erreichen möchten, um ihre Marktposition zu stärken und höchste Kundenzufriedenheit und Treue zu erreichen.

Kundenzielgruppe. Weltweiter Einsatz von GEBIT-Lösungen

GEBIT ist langjähriger und zuverlässiger Lieferant sowie Dienstleister für renommierte Einzelhändler mit Hauptsitz meist in der DACH-Region. Zum Kundenkreis zählen namhafte große mittelständische, sowie international tätige Großunternehmen/Konzerne wie beispielsweise ALDI SÜD, Deichmann, dm-drogerie markt, Kaufland, OBI und die SPAR Österreich.

Die Kunden von GEBIT sind größtenteils international ausgerichtet. Dementsprechend kommen die von GEBIT realisierten IT-Lösungen nicht nur in der DACH-Region, sondern auch in ganz Europa sowie weltweit - insbesondere in den USA und Australien - zum Einsatz. Speziell die POS/Checkout-Lösungen von GEBIT sind weltweit auf über 90.000 Managed- und Self-Checkout-Systemen in mehr als 25 Ländern täglich reibungslos im Einsatz und ermöglichen vielen Millionen Kunden täglich ein angenehmes Einkaufen.

Auch in 2023 erfreute sich GEBIT eines unvermindert hohen Interesses an ihren Dienstleistungen und dem angebotenen Produktspektrum, insbesondere der GEBIT Retail Platform™ insgesamt, aber auch einzelnen Komponenten wie Loyalty, Pricing, eReceipt und Co. Dies gilt sowohl für Bestandskunden als auch für potenzielle Neukunden.

Im Verlauf von 2023 konnte GEBIT u.a. einen erfolgreichen Proof of Concept (PoC) für ein bedeutendes Unternehmen aus dem Segment des Lebensmitteleinzelhandels abschließen, aus dem sich für 2024 weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit ergeben werden. Insgesamt blickt GEBIT mit einer sehr gut gefüllten Akquisitions- und Projektpipeline weiterhin voller Zuversicht in die Zukunft. Durch die langjährige Partnerschaft mit renommierten Bestandskunden und das kontinuierliche Gewinnen weiterer namhafter Unternehmen, baut GEBIT ihre Position als ein Marktführer und führender Anbieter von Checkout/POS-Lösungen für große mittelständische und internationale Einzelhändler in der DACH-Region kontinuierlich aus.

Grundlage des Unternehmenserfolgs

GEBIT hat die Grundlage für ihre nun schon seit Jahrzehnten stetig wachsende und erfolgreiche Geschäftsentwicklung bereits mit der Gründung im Jahr 1991 gelegt: Ein klarer Fokus auf die Bedürfnisse ihrer Kunden gepaart mit hoher technisch-methodischer Kompetenz. Ursprünglich als reines Dienstleistungsunternehmen gestartet und als Pionier im Bereich der objektorientierten Software-Entwicklung tätig, hat GEBIT frühzeitig auf die heute weltweit am häufigsten eingesetzte Programmiersprache Java™ gesetzt. Dies und das in über mehr als 30 Jahren aufgebaute Know-how bilden die Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung von Kundenlösungen.

Die Gesellschaft hat seit je her einen klaren Fokus auf die effiziente Entwicklung hochzuverlässiger Software-Systeme mit hoher Transparenz und Nachvollziehbarkeit der technischen Umsetzung gelegt. Das bereits in den 90er Jahren aufgebaute umfangreiche Know-how in den No-Code/Low-Code Ansätzen sowie die Entwicklung eines kommerziellen Frameworks für die effiziente Erstellung betrieblicher Anwendungen sind nach wie vor entscheidende Erfolgsfaktoren. Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg ist die konsequente Ausrichtung auf hohe Softwarequalität, die Dank des Einsatzes automatisierter Testverfahren sowohl intern bei GEBIT als auch in enger Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen der Kunden erreicht wird.

Zur bestmöglichen Koordination der Denk- und Begriffswelt von IT-Spezialisten und Fachexperten setzt GEBIT auf das Prinzip des Domain-driven Design. Durch die Verwendung vertrauter Fachterminologie werden Fachbereiche effektiv in den Herstellungsprozess von passgenauen Software-Lösungen eingebunden. Dies fördert die Entwicklung wiederverwendbarer, unabhängiger und lose gekoppelter Komponenten, die sich entlang fachlicher Domain-Grenzen ausrichten lassen.

Die Arbeitsweise bei GEBIT ist stark durch agile Methoden geprägt und wird durch erfahrene Scrum Master und Agile Coaches unterstützt und fortentwickelt. Ein besonderer Vorteil für das Unternehmen ist dabei, dass führende Mitarbeiter von GEBIT bereits in den 90er Jahren eng mit den Entwicklern von SCRUM in den USA zusammenarbeiteten.

Dank des von GEBIT entwickelten Standividual®-Ansatzes, und den leistungsfähigen Standard-Plattformprodukten ist das Unternehmen in der Lage, ihren Kunden passgenaue Anwendungen zu liefern, die die Vorteile von Standard- und Individualsoftware vereinen. Dadurch können die Lösungen optimal auf die spezifischen Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten werden und gleichzeitig flexibel und mit schneller "time to market" an sich ändernde Marktanforderungen angepasst werden. Die Lösungen der GEBIT sind modular aufgebaut, technisch basierend auf einer modernen Microservice-Architektur, und nutzen möglichst offene und lizenzkostenfreie Technologien und 3rd-Party Komponenten.

Die GEBIT Solutions verfügt über eine langjährig, in der Praxis bewährte Software-Produktionsumgebung und etablierte Entwicklungsprozesse, die es ermöglichen, vielfältige Kundenanforderungen äußerst effizient zu analysieren und in leistungsfähige IT-Anwendungen erfolgreich umzusetzen. Dieses Portfolio an Werkzeugen und Lösungen wird kontinuierlich weiterentwickelt und bildet zusammen mit effizienten Methoden der Projektplanung und -steuerung eine umfassende Grundlage, speziell für die Durchführung von Softwareprojekten nach agilen Prinzipien. Auf diese Weise erfüllt GEBIT die Anforderung ihrer Kunden an eine schnelle "time to market" bei gleichzeitig hoher Qualität.

Effiziente Kommunikation und Entwicklungsstandorte

Die sich schnell ändernden Marktbedingungen für den Handel fordern Händler ständig heraus, um ihre Marktstellung zu behaupten und darüber hinaus nachhaltig weiter auszubauen. GEBIT unterstützt diese Zielsetzungen durch die Umsetzung spezifischer Kundenanforderungen in einer Vielzahl von Projekten. Die enge und direkte Kommunikation mit Kunden sowie den verschiedenen Abteilungen von "Business" und "IT" ist hierbei von zentraler Bedeutung und ein wesentlicher Erfolgsfaktor. GEBIT setzt hierzu auf eine agile Projektvorgehensweise, bei der eine sehr gute und effektive Zusammenarbeit mit Kunden im Mittelpunkt steht. Dies ermöglicht eine frühzeitige und kontinuierliche Abstimmung fachlicher und technischer Anforderungen, was entscheidend für den Projekterfolg ist.

Der langjährige Fokus auf räumliche Nähe hat sich durch die Erfahrungen der Corona-Pandemie signifikant verändert. Die Zusammenarbeit mit Kunden funktioniert nun auch über Videomeetings und andere digitale Kommunikationsmittel durchgehend außerordentlich gut. Dies verschafft GEBIT den Vorteil, Projekte standortübergreifend nach Qualifikation und Verfügbarkeit optimal besetzen zu können.

Bei den Entwicklungsstandorten fokussiert sich GEBT unverändert seit Jahren auf den Ausbau ihrer Entwicklungsstandorte in Berlin, Düsseldorf, Leipzig und Stuttgart. Mit dem bereits seit 2022 aufgebauten Standort in Lissabon, hat sich GEBIT einen weiteren Zugang zu internationalen Top-Talenten erschlossen und verfügt an diesem attraktiven Standort über ein hochkarätiges Team.

Erfolgreiche Personalentwicklung und Ausbau der Führungskompetenz

Nach der erfolgreichen Einführung des neuen Personalentwicklungskonzepts in den Jahren 2021/2022 begann 2023 die intensive Umsetzungsphase. Besonders hervorzuheben ist ein Programm zur Führungskräfteentwicklung, das erfolgreich gestartet ist und bereits über 40 weitere Führungskräfte fortgebildet hat. Das Ausbildungsprogramm und weitere Instrumente der Personalentwicklung werden auch über 2023 hinaus kontinuierlich fortgeführt und optimiert.

Mit dem Ausbau der Führungskompetenzen erfüllt die Gesellschaft eine wichtige Voraussetzung, um auch stärkere Wachstumsphasen von GEBIT erfolgreich gestalten zu können. Zudem werden zukünftig benötigte fachlich/technische Kompetenzen frühzeitig erkannt und erfolgreich ins Unternehmen integriert.

2. Ertragslage

Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 betrug die Gesamtleistung des Unternehmens 34,8 Mio. EUR. Das entspricht einem Plus von 14,4% im Vergleich zur Gesamtleistung des Vorjahres i.H.v. 30,4 Mio. EUR und entspricht auch der Vorjahresprognose. Im Zusammenhang mit den oftmals langlaufenden Softwareprojekten und den damit verbundenen Schwankungen bei den Beständen sowie Bestandsveränderungen sieht GEBIT in der Gesamtleistung des Unternehmens die aussagekräftigere Erlöskennzahl gegenüber dem Umsatz.

Im Jahr 2023 sind erneut mittel- und langfristige Software-Projekte gestartet und andere erfolgreich abgeschlossen worden. Die daraus resultierende Nettobestandserhöhung betrug +2,4 Mio. EUR. In ähnlichem Umfang sind die bilanziellen stillen Reserven ebenfalls sehr deutlich auf ca. 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) angewachsen. Dies führt aufgrund des insgesamt kräftigen Wachstumstempos des Unternehmens zunächst dazu, dass die Erlösentwicklung das Wachstum noch nicht vollständig widerspiegelt, sondern erst in den Folgejahren sehr positiv in das Ergebnis einfließen wird.

Ein hervorzuhebendes neues Kundenprojekt ist die Entwicklung einer Checkout-Lösung in allen Varianten für ein sehr großes Unternehmen im Bereich LEH. Hier konnte GEBIT bereits im Jahr 2022 im Rahmen eines PoCs seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Zu Beginn der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2023 wurde nun ein gemeinsames Projekt, die Neuentwicklung einer Checkout-Lösung auf Basis der GEBIT Retail Platform und des GEBIT Standividual™-Ansatz gestartet. Infolgedessen wurden bereits erste Erlöse in 2023 erzielt. In den nächsten Jahren werden mit diesem Neukunden deutlich 7-stellige Umsätze p.a. sowohl in Form von "Time & Material" Projekterlösen als auch langfristigen Lizenz- und Wartungseinnahmen erzielt.

Parallel sind die Projekterlöse mit bestehenden Kunden ebenfalls gewachsen, da deren Nachfrage an Dienstleistungen der Gesellschaft und dem angebotenen Produktspektrum, insbesondere der GEBIT Retail Platform™ insgesamt, aber auch einzelnen Komponenten wie Loyalty, Pricing, eReceipt und Co. weiter zugenommen hat.

GEBIT profitiert bei der Einführung ihrer Softwarelösungen auch von wachsenden Wartungserlösen, weil einerseits Kundenlösungen produktiv zum Einsatz kommen und andererseits auch bestehende Wartungsvereinbarungen aufgrund wachsender qualitativer Leistungsanforderungen (Service-Level-Agreements) wunschgemäß erweitert werden. Die Wartungserlöse stiegen daher um ca. 22% in 2023.

Entwicklung des Jahresüberschusses

Die Gesellschaft erzielte im Jahr 2023 einen Jahresüberschuss i.H.v. 2,2 Mio. EUR. Damit konnte das Vorjahresergebnis i.H.v. 2,6 Mio. EUR nicht ganz erreicht werden. Vor dem Hintergrund der Schaffung stiller Reserven (insgesamt inzwischen ebenfalls i.H.v. 2,2 Mio. EUR) und dem nachhaltigen Unternehmenswachstum ist dies ein gutes Ergebnis. Dies entspricht auch in etwa den Erwartungen an das Ergebnis aus dem Vorjahr. Die Gesellschaft hat sich dagegen entschieden, alle als möglich erachteten kostenreduzierenden Maßnahmen vollumfänglich umzusetzen.

Generell ist zu berücksichtigen, dass die Ergebnisse der Gesellschaft durch die Bilanzierungsweise von langfristigen IT-Projekten nach der sog. "Completed Contract Method" schwanken. Darüber hinaus investiert GEBIT verstärkt in den Ausbau ihres Produktportfolios und das Personalwachstum. Für das gegenüber 2022 leicht verminderte Jahresergebnis sind darüber hinaus folgende Gründe zu nennen.

Die Gesamtleistung hat sich erwartungsgemäß entwickelt. Die leichten zeitlichen Verschiebungen beim Start von Neuprojekten konnten meist durch zielführende Personaldispositionen ausgeglichen werden.

Über den Erwartungen sind die Personalaufwendungen im Geschäftsjahr 2023 von 16,7 Mio. EUR auf 21,2 Mio. EUR um +27% gestiegen. Ursächlich dafür ist die im II. Halbjahr 2022 begonnene verstärkte Wachstumsstrategie aus der Pandemielage heraus. So ist es GEBIT auch in 2023 gelungen, bei deutlich gesteigerten Personaleintritten und einer weiterhin geringen Fluktuation um 40 Mitarbeiter zu wachsen. Dieser beschleunigte Personalaufbau spiegelt sich nun erwartungsgemäß in deutlich steigenden Personalaufwendungen wider. Auch in den Folgejahren ist hier mit signifikanten Steigerungen zu rechnen. Neben dem Personalaufbau ist auch die starke Inflation (z.B. durch Zahlung von Inflationsausgleichsprämien) ursächlich für die deutliche Erhöhung der Personalaufwendungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2023 von 5,3 Mio. EUR auf 6,2 Mio. EUR um +18% gestiegen. Nachdem die vorübergehenden Einsparungen aufgrund der Corona-Pandemie weitgehend weggefallen sind, haben sich nun die inflationsbedingten Preissteigerungen bei vielen Sachaufwendungen deutlich bemerkbar gemacht. Die Mietaufwendungen, ohnehin meist an Inflationsparameter gekoppelt, sind zusätzlich durch steigende Energiepreise über die Nebenkosten erhöht. Ergänzend wurde auch für die im Home-Office beschäftigten Mitarbeiter in Portugal (Lissabon) eine zentrale Anlaufstelle in Form eines modernen Büros geschaffen. Die Aufwendungen für das wachstumsbedingte nationale und internationale Personal-Recruiting sind ebenfalls deutlich erhöht. Weitere Kostentreiber waren die Ausgaben für Werbe- und Reisekosten sowie Messen. GEBIT setzt auch verstärkt auf die Teilnahme an internationalen Messeveranstaltungen, um ihren Bekanntheitsgrad auch international zu steigern.

Darüber hinaus hat GEBIT erneut das Outsourcing investiver, aber nicht aktivierter, Software-Entwicklungsleistungen weiter gesteigert.

Neben dem Ausbau der Produktentwicklung unter Einbeziehung von deutschen und europäischen Subunternehmern wurde auch die Einbeziehung von Subunternehmern für Entwicklungsleistungen in Projektkontexten bedarfsweise weiter vorangetrieben. Damit kann die Gesellschaft noch besser bzw. flexibler skalieren. Der Ausbau von Kooperationen mit Entwicklungspartnern dient darüber hinaus auch der Sicherung des zukünftigen Personalbedarfs. Das Recruiting von neuen Mitarbeitern im In- und Ausland sorgt dabei zunächst für erhöhte Aufwendungen. Zukünftig versetzt das GEBIT in die Lage, auch weitere Marktchancen im europäischen Raum nutzen zu können.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich von 4,3 Mio. EUR auf 4,0 Mio. EUR um -8,4% reduziert. Für die Deckung des variablen Bedarfs an Kapazitäten für unterschiedlichste Entwicklungs-Dienstleistungen setzt GEBIT auch weiterhin ergänzend auf den Bezug von Fremdleistungen von primär deutschen, aber auch europäischen Subunternehmern. Der Bezug dieser Leistungen wird weiter schwanken, da damit im Wesentlichen bedarfsweise Auftragsspitzen flexibel ausgeglichen werden.

 3. Finanz- und Vermögenslage

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag 2023 gut 16,0 Mio. EUR. Die rechnerische Eigenkapitalquote betrug ca. 67% und ist damit ggü. dem Vorjahr i.H.v. 79% entsprechend geringer. GEBIT bewertet die vorhandene Eigenkapitalausstattung im Vergleich zu anderen IT-Unternehmen und zu deutschen GmbHs weiterhin als hoch.

Die Gesellschaft sieht sich hinsichtlich ihrer Eigenkapitalausstattung sehr gut aufgestellt. Dies ermöglicht GEBIT, das Unternehmenswachstum nachhaltig zu gestalten und Chancen zu nutzen. Bei potenziell eintretenden Risiken ist GEBIT in der Lage, jederzeit wirtschaftlich gegenzusteuern. Die sich aktuell beruhigende Inflation hat neben den geopolitischen Herausforderungen rund um den Krieg in der Ukraine aktuell das größte Risikopotential. Aufgrund der wirtschaftlichen Stärke und komfortablen Eigenkapitalreserven wird die Gesellschaft ihre Wachstumsstrategie weiter vorantreiben.

Das Fremdkapital hat sich parallel von 4,6 Mio. EUR auf 7,9 Mio. EUR deutlich erhöht.

Die Rückstellungspositionen sind dabei in Summe von 2,9 Mio. EUR auf 2,7 Mio. EUR leicht gefallen. Die Steuerrückstellung sind nur geringfügig auszuweisen. Bedingt durch deutliche Überzahlungen von gewinnabhängigen Steuern verbleibt hier lediglich der Ausweis von pauschal abzuführenden Steuern (Betriebsveranstaltungen). Die sonstigen Rückstellungen, u.a. wegen Urlaub und leistungsbedingten Vergütungen, sind von 2,6 Mio. EUR auf 2,7 Mio. EUR nahezu unverändert auszuweisen. Die leistungsbedingten Vergütungen sind dabei etwas zurückgegangen und die Urlaubsrückstellungen durch das allgemeine Mitarbeiterwachstum leicht gestiegen. Darüberhinausgehende Rückstellungspositionen haben nur geringfügigen Einfluss.

Verantwortlich für die deutliche Erhöhung des Fremdkapitals ist der Anstieg der Verbindlichkeiten von 1,7 Mio. EUR auf 5,2 Mio. EUR. Diese resultiert im Wesentlichen aus der deutlichen Zunahme von erhaltenen Anzahlungen für unfertige Leistungen bei mittel- bis langfristigen Softwareprojekten sowie für Softwarelizenzen. Die erhaltenen Anzahlungen zum Bilanzstichtag betrugen 3,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR). Die Veränderung bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 1,0 Mio. EUR auf 0,9 Mio. EUR spiegelt lediglich die normale Nutzung von entsprechenden Zahlungszielen wider. Die Erhöhung bei den sonstigen Verbindlichkeiten von 0,5 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR ergibt sich aus der Veränderung der Umsatzsteuer und Lohnsteuerposition.

Vermögensstruktur

Das Anlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert auszuweisen und beträgt 1,0 Mio. EUR. Die Investitionen in die IT-Ausstattung für die Mitarbeiter sind wachstumsbedingt leicht gestiegen. Zum Anlagevermögen gehören bei GEBIT im Wesentlichen die Betriebs- und Geschäftsausstattung, hier Büro und Hardwareausstattungen sowie bei den immateriellen Wirtschaftsgütern die aktivierten Softwarelizenzen. Die Höhe der aktivierten Softwarelizenzen ist weiter rückläufig, weil Cloud-bedingt zunehmend Software-as-a-Service-Abrechnungs-Modelle zur Anwendung kommen.

Eine leichte Veränderung ist beim Umlaufvermögen erkennbar, das sich in Summe von 21,1 Mio. EUR auf 22,4 Mio. EUR erhöht hat und in den Einzelpositionen wie folgt zusammensetzt.

Deutlich erhöht ist der Bestand an unfertigen Leistungen für mittel- bis langfristige Softwareprojekte. Dieser ist von 0,4 Mio. EUR zum Bilanzstichtag des Vorjahres auf 2,9 Mio. EUR in 2023 angewachsen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von 6,3 Mio. EUR auf 7,4 Mio. EUR, gemäß des allgemeinen Wachstumstrends des Unternehmens, gestiegen. Die Zahlungsziele werden von den Kunden i.d.R. eingehalten. Alle hier ausgewiesenen Forderungen wurden nach dem Bilanzstichtag durch Zahlung ausgeglichen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind von 1,4 Mio. EUR auf 1,5 Mio. EUR leicht erhöht auszuweisen. Davon sind allein 1,1 Mio. EUR Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Steuerüberzahlungen. Darüber hinaus wird hier eine Wandelschuldverschreibung mit potenzieller Beteiligung an einem Berliner Start-Up Unternehmen bilanziert. GEBIT fördert hier neue Geschäftsideen finanziell und auch mit Know-how. Die Wandlung in eine Unternehmensbeteiligung ist für 2024 geplant.

Der Bestand an liquiden Mitteln ist von 13,0 Mio. EUR auf 10,6 Mio. EUR reduziert, aber dennoch weiterhin hoch. GEBIT betreibt hier aufgrund des wieder positiven Zinsmarktes und der zielführenden Cashflow Steuerung verstärkt die Anlage in Termingelder in den Laufzeitbändern bis 12 Monaten bei unterschiedlichen Banken. Diese werden weiter in den liquiden Mitteln ausgewiesen, da sie Bestandteil der Liquiditätssteuerung sind und als kurzfristige Festgelder je nach Bedarf fortlaufend verlängert werden. Nach den negativen Zinsergebnissen in den Vorjahren, verursacht durch Negativzinsen/Verwahrentgelte, konnte wieder ein positives Finanzergebnis i.H.v. 0,2 Mio. EUR erwirtschaftet werden. Die Rechnungsabgrenzungsposten und aktiven latenten Steuern sind in Summe mit gut 0,4 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht auszuweisen. Die Position der latenten Steuern hat sich dabei leicht reduziert und die der Rechnungsabgrenzung deutlich erhöht.

Die Bilanzsumme ist insgesamt von 22,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 23,9 Mio. EUR gestiegen. Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist maßgeblich geprägt durch ihre hohe Eigenkapitalquote. Nach Inkrafttreten der neuen handelsrechtlichen Vorschriften im April 2024 kann GEBIT zunächst weiterhin als mittelgroße Kapitalgesellschaft agieren. Die ursprünglich für 2024/2025 prognostizierte Eingruppierung als große Kapitalgesellschaft wird sich damit zeitlich in die Zukunft verschieben.

Liquidität

Hohe, weiterhin vorhandene Liquiditätsreserven sind für GEBIT Solutions seit jeher ein wichtiges Kriterium, um möglichst unabhängig von gewährten Kontokorrentkrediten ihrer Banken zu agieren. Es besteht jederzeit die Möglichkeit, die ausschüttungsfähigen Eigenkapitalbestände zu realisieren. Zum Bilanzstichtag 2023 bestehen weiterhin keine Bankverbindlichkeiten. Die Gesellschaft sieht in ihren hohen Finanzmittelbeständen eine sehr solide Absicherung gegenüber jeglichen geschäftlichen Risiken. Darüber hinaus wird damit auch zukünftig wieder ein positives Finanzergebnis erzielt werden. Auch können hier ggf. chancenreiche Investitionsentscheidungen, die das eigene Geschäftsportfolio sinnvoll ergänzen, z.B. weitere Investitionen in Start-Ups oder auch der Zukauf von Entwicklungspartnern vereinfacht umgesetzt werden.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Jahr 2023 betrug +2,0 Mio. EUR. Aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit sind insgesamt -4,4 Mio. EUR abgeflossen, so dass der Finanzmittelfonds am Ende der Periode um 2,4 Mio. EUR reduziert auszuweisen ist.

Zusammenfassung

Die wirtschaftliche Situation der GEBIT Solutions ist insgesamt - von der Ertragslage bis zur Finanz- und Vermögenslage - in allen Bereichen im Berichtsjahr weiterhin als sehr gut zu bezeichnen. Die Gesellschaft verfügt über eine sehr solide Grundlage, um in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld mit hohem Inflationsdruck weiterhin erfolgreich expandieren zu können.

 4. Chancen- und Risikobericht

Nachfragesituation

Die Nachfrage nach Leistungen und Lösungen der GEBIT Solutions war in 2023 weiterhin hoch. Die Projekt- und Vertriebspipeline des Unternehmens ist weiterhin gut gefüllt und die Gesellschaft wird häufig bei großen Ausschreibungen im DACH-Raum aktiv angefragt und einbezogen. Auch in Bezug auf die GEBIT eigenen Produktplattformen, hier insbesondere die GEBIT Retail Platform™, konnten erneut erfolgreiche PoCs für bestehende und potenziell neue Kunden durchgeführt werden.

Hervorzuheben ist der erfolgte Projektstart mit einem bedeutenden Neukunden aus dem Sektor Bau- und Heimwerkermärkte (DIY Märkte), der auf Basis der GEBIT Retail Platform™, mit einer "standividuellen" Kundenlösung den gesamten Checkout neu gestalten will. Im weiteren Verlauf des Jahres 2023 erfolgte außerdem der Projektstart eines weiteren Kundenprojektes: die Neuentwicklung einer Checkout-Lösung in allen Varianten ebenfalls auf Basis der GEBIT Retail Platform™ und des GEBIT Standividual™-Ansatzes.

Infolgedessen wurden bereits erste signifikante zusätzliche Erlöse in 2023 erzielt. In den nächsten Jahren werden mit diesen Neukunden deutlich 7-stellige Umsätze p.a. sowohl in Form von "Time & Material" Projekterlösen als auch langfristigen Lizenz- und Wartungseinnahmen erzielt werden.

Das Gros der Kunden der GEBIT plant das Niveau der Zusammenarbeit mindestens auf dem aktuellen Umfang beizubehalten oder weiter auszubauen.

Personalsituation

Die Gesellschaft hat seit ihrer Gründung stets nur eine relativ geringe Fluktuation zu verzeichnen. Dies ist ein Zeichen für eine hohe Zufriedenheit der Mitarbeiter. Dies sicherzustellen, bleibt weiterhin ein wichtiges Unternehmensziel, welches stets mit hohem Management-Aufwand verbunden ist. Diesem Ziel folgend hat die Gesellschaft neben der Geschäftsleitungsebene auch eine zweite Führungsebene sowie weitere Personalverantwortlichkeiten etabliert, um Kunden bzw. Mitarbeiter noch besser und direkter betreuen zu können.

Dank der geringen Fluktuation und der sehr erfolgreichen Personalakquise konnten in 2023 die Kapazitäten für die Software-Entwicklung an allen 5 Standorten deutlich weiter ausgebaut werden. Die im II. Halbjahr 2022 begonnene beschleunigte Wachstumsstrategie führte in 2023 zu einem Wachstum von 40 Mitarbeitern.

Auch in den Folgejahren wird - insbesondere vor dem Hintergrund zurückgegangener lokaler Präsenz - die Herausforderung darin bestehen, zusätzliches qualifiziertes Personal für das Unternehmen zu rekrutieren, in die Organisation erfolgreich zu integrieren und langfristig zu binden. GEBIT optimiert dazu u.a. kontinuierlich sein Personalentwicklungskonzept sowie die unternehmensweit etablierte Personalsoftware.

GEBIT hat auch die Zusammenarbeit mit in Europa ansässigen Subunternehmern und Nearshoring-Partnern erfolgreich weitergeführt. Dies bringt der Gesellschaft zusätzliche Flexibilität, führt zu weiteren Kapazitäten für Spezialthemen und ermöglicht die bedarfsgerechte Einbindung von externen Teams.

Die Gesellschaft hat u.a. ihre Unternehmenskommunikation aktiv erweitert, um ihre Mitarbeiter engmaschig mit relevanten Informationen und Inhalten zu versorgen und permanent im Dialog zu bleiben.

Innerhalb der "GEBIT Academy" gibt es diverse virtuelle und auch wieder reale Workshop-, Konferenz- und Eventformate. Dort wächst u.a. eine umfassende Lernplattform mit Schulungskursen und aufgezeichneten Vorträgen heran, die sich auf kollaboratives Lernen und die Einbindung interner Experten konzentriert. Hier gilt es insbesondere weiteren Content bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen. Auch gilt es weiterhin die Optimierung von hybriden Präsenzveranstaltungen voranzutreiben.

Auslastung und Ausfallrisiken

Das Geschäftsjahr 2023 war erneut durch eine gute Auslastung der Mitarbeiter der Gesellschaft in Projekten für unsere Kunden geprägt. Parallel wurde in erheblichem Umfang in die Produktentwicklung sowie den Personalaufbau investiert. Die Gesellschaft verfolgt das Ziel, den Anteil von Lizenz- und Wartungseinnahmen langfristig weiter auszubauen, um die eventuellen Auswirkungen von potenziell reduzierter Auslastung zu verringern. Erfolgreiche PoCs bilden eine gute Basis für zukünftige Lösungen und erhöhen die Erfolgswahrscheinlichkeit bei der Akquise neuer Projekte und Kunden sowie beim Ausbau der Geschäftsbeziehungen mit Bestandskunden.

Die GEBIT Solutions ist bestrebt, den soliden Stamm renommierter und zufriedener Bestandskunden zu erweitern und pflegt darüber hinaus eine Vielzahl von Kontakten zu potenziellen Kunden. Mit wachsender Kundenbasis kann das Risiko einer Verschlechterung der durchschnittlichen Auslastung durch Ausfall eines Kunden zukünftig weiter vermindert werden. Jedoch ist insbesondere bei der Akquise von größeren Projekten stets mit einem großen Vorlauf und gewissen investivem Mitarbeitereinsatz zu rechnen.

Projekt- und Risikomanagement

In den Tätigkeitsfeldern der Gesellschaft haben sich in den letzten Jahren überwiegend agile Projektvorgehensweisen etabliert. Demzufolge wird i.d.R. auch mit entsprechenden Vertragskonstrukten gearbeitet. Reine Werkverträge auf Festpreisbasis stehen oft im Widerspruch zu agilen Projekterfordernissen und Kundenwünschen. Sie haben sich daher bekanntermaßen nicht gut für agile Projekte bewährt.

Die agile Projektvorgehensweise wird dem Umstand gerecht, dass beim Start eines Projektes selten komplette und sich meistens noch verändernde Anforderungen vorliegen und zudem oft eine optimale "time to market" im Fokus steht. Dieser Ansatz setzt jedoch voraus, dass Auftraggeber und Auftragnehmer beidseitig eine gewisse Unschärfe zulassen und diese im weiteren Projektverlauf nicht einseitig zum Nachteil des Projektpartners auslegen werden.

Die vertraglich ausgewogene Umsetzung des agilen Ansatzes ist für manche Kunden teilweise noch ungewohnt und stellt daher eine Herausforderung dar. Dies könnte für die GEBIT ein Risiko darstellen, wenn keine ausgewogene Vertragsgestaltung und partnerschaftlich geprägte Projektkultur erreicht werden, wie es bisher stets in den Projekten der GEBIT Solutions der Fall war.

Die Kunden der GEBIT Solutions schätzen an GEBIT unter anderem die überdurchschnittlich hohe Produktivität der Software Developer und Consultants sowie die hohe Qualität der produzierten Ergebnisse. Es ist daher eine grundsätzliche Herausforderung, dieses Niveau zu halten. Erreicht wird dies durch unterschiedliche Maßnahmen, wie regelmäßige interne Weiterbildungen, Reviews, aber auch den Einsatz leistungsfähiger, teils GEBIT-eigener Werkzeuge über den gesamten Lebenszyklus eines Projektes. Ein Schwerpunkt bildet dabei das Thema "Automatisiertes Testen".

Der hohe Qualitätsanspruch der GEBIT dokumentiert sich an einem nach ISO 9001 zertifizierten Qualitätsmanagementsystem.

Aus der großen Bedeutung von Qualität und Produktivität erwachsen nicht zu vernachlässigende Implikationen auf das Personal-Recruiting, die jedoch von je her eher qualitativ denn quantitativ orientiert ist. Nach einer kurzen Konsolidierungsphase Ende 2023 / Anfang 2024 plant die Gesellschaft ab Jahresmitte 2024 wieder um 3-4 Mitarbeiter pro Monat zu wachsen. Dieses quantitative Ziel wird jedoch fortlaufend mit den hohen qualitativen Zielen abgeglichen und ggf. zugunsten der Qualität revidiert.

Durch die stetige Weiterentwicklung von Controlling-Werkzeugen hat GEBIT Solutions das finanzielle Risikomanagement - konkret bezogen auf das Forderungs- und Leistungs-abrechnungs-Management - weiter verbessert. Hierdurch stehen der Geschäftsleitung umfangreiche Reporting-Möglichkeiten zur Verfügung, insbesondere tagesaktuelle Auswertungen über den Stand der abzurechnenden Leistungen.

Währungsrisiken

Währungsrisiken bestehen auf der Kundenseite nicht, da die Fakturierung ausschließlich in EUR erfolgt, Bankguthaben ebenfalls in EUR geführt werden und außerhalb von Deutschland bezogene Leistungen in EUR und nur in geringem Umfang in USD abgerechnet werden.

Chancen und Risiken

Die weltweit eingetretenen Effekte der Corona-Pandemie sind weitestgehend abgeklungen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen auf GEBIT waren eher positiv. Die veränderten organisatorischen Rahmenbedingungen beeinflussen GEBIT bisher ebenfalls eher positiv.

Der Einfluss auf GEBIT durch die konjunkturelle Stagflation ist deutlich erkennbarer. Der kräftige Preisauftrieb ist in vielen Aufwandspositionen sichtbar. Die weiter möglichen Zweitrundeneffekte (Lohn-/Preisspirale) könnten den wirtschaftlichen Erfolg weiter spürbar negativ beeinflussen. GEBIT ist regelmäßig im intensiven Dialog mit allen Kunden, auch über markt- und vertragskonforme Anpassungen von kaufmännischen Konditionen wie Stundensätzen, Software-Mieten, Lizenzerweiterungen sowie Wartungs- und Supportgebühren. Aufgrund der hohen Nachfrage und des stets angestrebten partnerschaftlichen Kunden-Lieferanten-Verhältnisses ist die Bereitschaft der Kunden dafür in der Regel gegeben. Dadurch kann die Gesellschaft steigenden Kosten und drohenden Margenverlusten wirksam entgegenwirken.

Aktuell schätzt die Geschäftsleitung die Motivation und Produktivität der Mitarbeiter, trotz des weiterhin hohen Anteils an "Home-Office" Tätigkeiten, als unverändert hoch ein. Durch die positiven Erfahrungen mit Remote-Tätigkeiten sieht sich GEBIT in der Lage, auch dauerhaft die Präsenzanforderungen an Mitarbeiter flexibel zu halten. So setzt GEBIT nunmehr bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter auch auf internationale Potenziale, insbesondere in Portugal.

Der anhaltende Krieg in der Ukraine sowie die daraufhin verhängten Wirtschaftssanktionen könnten weiterhin unsere Unternehmensentwicklung beeinflussen, hauptsächlich durch indirekten Kostendruck und verstärkten Preisanstieg.

5. Prognosebericht

Die Gesellschaft wird auch in 2024 die Schwerpunkte ihrer Tätigkeiten in die erfolgreiche Umsetzung laufender Projekte und die Weiterentwicklung ihres Produktportfolios legen. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Herausforderung - hier im Wesentlichen die wirtschaftliche Stagflation - ist GEBIT bestrebt, seine Mitarbeiter langfristig zu binden und verantwortungsvoll weiterzuentwickeln. GEBIT sieht das Wachstum ihres Marktumfeldes weiter positiv und investiert daher verstärkt in die Gewinnung neuer Mitarbeiter sowie in den Ausbau des eigenen Produkt- und Leistungsportfolios.

Es ist weiterhin ein stark wachsender Bedarf an passgenauen Omnichannel-Lösungen für den Handel zu erkennen. GEBIT adressiert dies mit ihrem Produktportfolio in Verbindung mit ihrem einzigartigen "Standividual®"-Lösungsansatz und sieht sich somit sehr gut im Markt positioniert. Die Gesellschaft erwartet, dass sich das verstärkte Mitarbeiterwachstum in den kommenden Jahren auch in den Umsatzerlösen bzw. der Gesamtleistung des Unternehmens widerspiegeln wird. Nach aktueller Prognose wird das Wachstum knapp 20% betragen und damit eine Gesamtleistung innerhalb eines Korridors i.H.v. voraussichtlich ca. 40 bis 43 Mio. EUR in 2024 erzielt werden.

Die o.g. Einschätzung wird durch ein breites Wachstum mit unseren bestehenden Kunden getragen. Die Branchenriesen (im LEH) fragen hier verstärkt nach weiteren Leistungen, was neben den Lizenz- und Wartungserlösen in 2024 auch die "Time & Material" Projekterlöse weiter deutlich antreibt. In den Folgejahren wird dies auch zu weiter deutlich vermehrten Lizenz- und Wartungseinnahmen führen.

GEBIT Solutions erwartet in 2024 im Rahmen ihrer langfristig nachhaltigen Wachstumsstrategie ein gutes Ergebnis, dass deutlich über den Geschäftsergebnissen der Jahre 2022 und 2023 liegen wird. So wird der Jahresüberschuss voraussichtlich mehr als 3,5 Mio. EUR betragen. Diese Prognose wird darüber hinaus von weiterem Gesamtunternehmenswachstum sowie einem weiteren Ausbau bilanzieller stiller Reserven begleitet, die in den Folgejahren voraussichtlich zu weiteren Ergebnissteigerungen führen werden.

Das Geschäftsergebnis wird weiterhin durch die Fertigstellung langfristiger Softwareprojekte und deren Lizensierung beeinflusst. Parallel wird GEBIT die Investitionen in die Produktenwicklung auf hohem Niveau beibehalten. Alle Prognosen stehen unter dem Vorbehalt der Schwierigkeit der verlässlichen Einschätzung des weiteren Verlaufs der konjunkturellen Stagflation, dem weiteren Geschäftserfolg unserer bestehenden Kunden sowie dem zeitlichen Verlauf von bereits vertraglich vereinbarten Teil- und Großprojekten.

 6. Sonstiges

Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der GEBIT Solutions fokussieren sich im Wesentlichen auf Lösungen für den Handel (Retail) und die Entwicklung von Methoden und Werkzeugen für die Software-Erstellung (TREND Framework, MDD, Testwerkzeuge etc.).

Im Bereich der Lösungen für den Handel investiert GEBIT kontinuierlich in die eigenen Produktlinien und passt diese permanent an sich wandelnde Anforderungen an. An erster Stelle des F&E-Fokus ist die GEBIT Retail Platform™ zu nennen. In ihr bündelt sich das gesammelte Know-how der GEBIT aus der jahrelangen Produktentwicklung für den Handel sowie Projekten bei internationalen Retailern. Zudem ist sie eine neue Produktlinie auf Basis einer neuen technologischen Plattform ("Cloud first") und mit deutlich erweitertem fachlichen Scope gegenüber der GEBIT POS-Platform™. Die GEBIT Retail Platform™ basiert technisch auf dem modernsten Ansatz einer reaktiven, event-basierten Microservice-Architektur für den verteilten und quasi echtzeitfähigen Omnichannel-Handel. Sie verwendet dafür ausschließlich moderne und leistungsfähige Technologien und Produkte/Komponenten, die i.d.R. als Open Source verfügbar sind. Der Scope umfasst den gesamten Customer Centric Retail und somit auch Bereiche wie Mobile- und Online-Shopping sowie Checkout, Loyalty, Sourcing und Fulfillment. Lösungen in fachlichen Domänen - wie derzeit für Pricing, Payment, Checkout und Fiscalization - werden im Rahmen der GEBIT Retail Platform™ als modulare Microservices angeboten, die mit anderen Komponenten wie auch mit Third-Party-Produkten kombiniert werden können. Hierdurch können Kunden eine Best-of-Breed Strategie implementieren, d.h. sehr flexibel für einen Teilbereich hochspezialisierte Lösungen auswählen. Im Sinne eines Systemintegrators verbindet GEBIT derartige Drittlösungen mit Komponenten der GEBIT Retail Platform™ zu einer harmonischen und leistungsfähigen Gesamtlösung. Das bisherige Kernprodukt der Gesellschaft - GEBIT POS-Platform™ (bestehend aus den Teilprodukten POScore, COMPAS und POSlive) - wird für bestehende Kunden auf Basis langfristiger Wartungsverträge weiter unterstützt und gewartet (Long-Term-Support Modus). Vorhandene Funktionalitäten von GEBIT POS-Platform™ werden ggf. schrittweise in die GEBIT Retail Platform™ in modularer Form überführt. Insbesondere COMPAS und POSlive werden derzeit umfangreich modernisiert und sind dann unter dem Dach der Operations Suite Bestandteil der GEBIT Retail Platform™. Es ist Ziel der Entwicklung, Bestandteile der GEBIT Retail Platform™ auch für bestehende Kundenlösungen einsetzen und lizenzieren zu können.

Die Gesellschaft hat ihr bilanzielles Wahlrecht zur Aktivierung von Entwicklungsleistungen bisher nicht wahrgenommen.

Nachhaltigkeitsbericht

Ein respektvolles Miteinander, ein langfristig nachhaltiges Geschäftskonzept und die Reflexion der geschäftlichen Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft gehören bei GEBIT Solutions seit jeher zu den Grundwerten des Unternehmens. Unser Handeln umfasst Maßnahmen wie einen geringen Energieverbrauch, der Einkauf von "grünen" Stromtarifen, die Nutzung zertifizierter Rechenzentren mit Ökostrom, Nachnutzungskonzepte von IT-Equipment, die Umstellung der Dienstfahrzeuge auf Elektro-/Hybridantriebe, die Bereitstellung von Dienstfahrrädern, Fahrkostenzuschüsse für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und den Verzicht überflüssiger Dienstreisen.

Gesellschaftliches Engagement und soziale Verantwortung unterstützt GEBIT Solutions seit vielen Jahren durch jährliche Spenden in fünfstelliger Höhe, unter anderem an ein Kinderhospiz in Düsseldorf.

Standortbericht

Die GEBIT Solutions besitzt zum Bilanzstichtag fünf Entwicklungsstandorte, wovon sich vier im Inland befinden. Neben der Zentrale in Berlin sind das Düsseldorf, Stuttgart und Leipzig. Ungefähr 50% des eingesetzten Personals ist Düsseldorf zugeordnet - die andere Hälfte verteilt sich auf die verbleibenden Standorte.

Mit dem Aufbau des fünften Standortes in Portugal hat GEBIT die Expansion ins Ausland erfolgreich fortgesetzt. Mit der Anmietung eines Büros in Lissabon haben dort auch die im Home-Office tätigen Mitarbeiter eine zentrale Anlaufstelle. Die Rekrutierung sowie die Integration der Mitarbeiter in das Gesamtunternehmen lief und läuft sehr erfolgreich. Eine weitere Skalierung ist problemlos möglich.

Die Gesellschaft ist demnach auch in 2023 weiter sehr erfolgreich gewachsen. Seit Beginn des verstärkten mobilen Arbeitens hat sich auch gezeigt, dass der "Standort" im Sinne der Lage des Büros und auch als Organisationseinheit selbst - zumindest vorübergehend - etwas an Bedeutung verloren hat. Doch glaubt die Gesellschaft unverändert an den Wert eines "Standortes" und plant, flankiert durch entsprechende Maßnahmen, verstärkt Mitarbeiter für einen kreativen, persönlichen Austausch an bestimmten Tagen weiter aktiv vor Ort zusammen zu bringen.

Schlusswort

Die in 1991 gegründete Gesellschaft konnte auch im Jahr 2023 wieder an die kontinuierliche Entwicklung des bisherigen Geschäftsverlaufs erfolgreich anknüpfen und bei einem kräftigen Unternehmenswachstum ein gutes Ergebnis erwirtschaften. Mit der Erwartung einer deutlich wachsenden Gesamtleistung sowie der deutlich gesteigerten Ergebnisprognose für 2024 bleibt erneut festzustellen, dass trotz der gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen die geschäftliche Entwicklung, Lage und Zukunftsaussichten der GEBIT Solutions weiterhin sehr positiv zu bewerten sind.

 

Berlin, den 28. Juli 2024

Die Geschäftsführer der GEBIT Solutions GmbH

Michael Jeske

Timo Krauss

Bilanz

  Aktiva

 

Geschäftsjahr

EUR

Vorjahr

EUR

A. Anlagevermögen

 

 

 

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

 

69.812,92

107.784,42

II. Sachanlagen

 

 

1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

 

943.390,97

838.687,36

III. Finanzanlagen

 

26.000,00

26.000,00

B. Umlaufvermögen

 

 

 

I. Vorräte

 

2.877.000,00

428.000,00

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

 

8.956.107,67

7.648.003,60

III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

 

10.613.551,56

13.004.774,10

C. Rechnungsabgrenzungsposten

 

246.879,67

162.568,96

D. Aktive latente Steuern

 

181.039,00

191.873,00

 

 

23.913.781,79

22.407.691,44

 Passiva

 

Geschäftsjahr

EUR

Vorjahr

EUR

A. Eigenkapital

 

 

 

I. Gezeichnetes Kapital

 

255.645,94

255.645,94

II. Gewinnvortrag

 

13.557.547,27

14.998.544,13

III. Jahresüberschuss

 

2.187.948,03

2.559.002,78

B. Rückstellungen

 

2.708.973,00

2.865.039,77

C. Verbindlichkeiten

 

5.203.667,55

1.729.458,82

D. Rechnungsabgrenzungsposten

 

0,00

0,00

 

 

23.913.781,79

22.407.691,44

Gewinn- und Verlustrechnung

 

 

Geschäftsjahr

Vorjahr

 

EUR

EUR

EUR

1. Gesamtleistung

 

34.764.313,89

30.381.734,38

2. sonstige betriebliche Erträge

 

159.241,45

142.569,01

3. Materialaufwand

 

 

 

  a) Aufwendungen für bezogene Leistungen

 

3.975.632,72

4.340.348,17

4. Personalaufwand

 

 

 

  a) Löhne und Gehälter

18.000.123,22

 

14.402.234,30

  b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

3.207.497,99

 

2.277.992,83

 

 

21.207.621,21

16.680.227,13

5. Abschreibungen

 

 

 

  a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

 

475.511,05

456.159,15

6. sonstige betriebliche Aufwendungen

 

6.245.549,18

5.279.868,14

7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

 

191.074,42

3.837,85

8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

 

1,22

32.275,72

9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

 

1.020.131,35

1.178.688,15

10. Ergebnis nach Steuern

 

2.190.183,03

2.560.574,78

11. sonstige Steuern

 

2.235,00

1.572,00

12. Jahresüberschuss

 

2.187.948,03

2.559.002,78

Anhang

1. Allgemeines

Die GEBIT Solutions GmbH mit Sitz in Berlin ist im Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg unter HRB 41558 B eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde entsprechend §§ 264 ff. HGB und den Vorschriften des GmbHG auf der Grundlage der handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Aufstellungserleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurden teilweise in Anspruch genommen.

Das Geschäftsjahr entspricht, ebenso wie das Vorjahr, dem Kalenderjahr. Ausweis und Gliederung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 wurden in allen wesentlichen Punkten fortgeführt. Damit sind die Vorjahreszahlen grundsätzlich vergleichbar.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungs grundsätze

Der Jahresabschluss ist unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung erstellt.

Zur Bewertung der einzelnen Vermögens- und Schuldposten merken wir Folgendes an:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, der Nutzungsdauer entsprechende Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern betragen dabei zwischen 1 und 13 Jahren.

Geringwertige Anlagegüter mit Nettoanschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr aus Vereinfachungsgründen in Anlehnung an steuerliche Vorschriften in voller Höhe abgeschrieben, weil im Vergleich zu einer Abschreibung der GWGs über einen Zeitraum von drei Jahren kein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gegeben ist.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Das Vorratsvermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 1 und 2 HGB bewertet. Dabei werden auch angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung berücksichtigt. Das strenge Niederstwertprinzip sowie der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurden beachtet. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Bewertung einbezogen. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Wertberichtigungen wurden, soweit erforderlich, vorgenommen.

Bank- und Kassenbestände werden mit dem Nennbetrag ausgewiesen. Hierunter sind auch Termingeldanlagen von bis zu 12 Monaten enthalten.

Ausgaben im Geschäftsjahr, die im folgenden Wirtschaftsjahr Aufwendungen darstellen, wurden abgegrenzt und unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- oder/und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst.

Das gezeichnete Kapital beträgt DM 500.000,00 und ist unter Umrechnung mit dem amtlichen Kurs von 1,95583 in Euro zum Nennbetrag angesetzt (§ 272 HGB). Der Ausweis stimmt mit dem Eintrag im Handelsregister überein.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die erhaltenen Anzahlungen sind in Höhe ihrer Zahlungseingänge abzüglich Umsatzsteuer passiviert.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Einzahlungen im Geschäftsjahr, die im folgenden Wirtschaftsjahr Erlöse darstellen, werden abgegrenzt und unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umzurechnen. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

In den Finanzanlagen werden zur Begründung einer dauerhaften Geschäftsbeziehung erworbene Genossenschaftsanteile ausgewiesen.

Gründe für außerordentliche Wertminderungen lagen im Geschäftsjahr nicht vor.

Unfertige Leistungen

Langfristige Softwareentwicklungsprojekte mit mehrjähriger Vertragsdauer enthalten stille Reserven von TEUR 2.166 (i.V. TEUR 268) vor Ertragsteuern und gewinnabhängigen Aufwendungen. Die stillen Reserven erhöhten sich analog zur Entwicklung des Bestands der unfertigen Leistungen im Berichtsjahr.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr von TEUR 222 (i.V. TEUR 220). Davon entfallen Forderungen von TEUR 183 auf ein Wandeldarlehen einschließlich Zinsen, das bei Wandlung ein Anrecht auf Anteile im Nominalwert von TEUR 240 vermittelt. Des Weiteren sind unter den sonstigen Vermögensgegenständen Ansprüche aus Steuerüberzahlungen im Umfang von TEUR 1.128 enthalten.

Forderungen gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von TEUR 2 (i. V. TEUR 4) aus Kostenerstattungen.

Aktive Latente Steuern

Infolge der unterschiedlichen Bewertung von Rückstellungen für Personalkosten, Aufbewahrungspflichten sowie für künftige Betriebsprüfungen sowie wegen des unterschiedlichen Ausweises einer sonstigen Verbindlichkeit für eine dem Unternehmen gewährte mietfreie Zeit in Handels- und Steuerbilanz wird in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB der Betrag der künftigen Steuerentlastungen als aktive latente Steuern ausgewiesen. Bei der Berechnung kam ein Ertragsteuersatz von 30,8% (i. V. 30,9%) zum Ansatz. In 2023 ergibt sich ein Ausweis an aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 181 (i. V. TEUR 192). Der Aufwand aus der Teilauflösung der aktiven latenten Steuern beträgt TEUR 11 (i.V. TEUR 96).

Eigenkapital

Aus dem Gewinnvortrag zum 01.01.2023 wurde im Berichtsjahr eine Gewinnausschüttung von TEUR 4.000 vorgenommen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich mit TEUR 2.651 (i.V. TEUR 2.623) überwiegend aus Personalrückstellungen (Urlaub und leistungsbedingte Vergütungen) sowie vergleichsweise peripher Abschluss- und Prüfungskosten und Aufbewahrungskosten zusammen.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten (TEUR 5.204) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von TEUR 8 (i.V. TEUR 10) und sind unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten sind Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 1.069 (i.V. TEUR 333) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 54 (i.V. TEUR 48).

4. Sonstige Pflichtangaben

Geschäftsführung

Die Geschäfte des Unternehmens wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die Geschäftsführer,

- Herrn Michael Jeske, Dipl.-Informatiker und

- Herrn Timo Krauss, Dipl.-Wirtschaftsingenieur/Dipl.-Informatiker,

geführt. Die Angabe der Vergütung der Geschäftsführer unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB.

Durchschnittliche Beschäftigtenzahlen

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr (ohne Geschäftsführer) durchschnittlich 236 Mitarbeiter (2022: 191). Zum Bilanzstichtag verteilten sich die Mitarbeiter auf die Standorte der Gesellschaft wie folgt:

Standort

Anzahl der Mitarbeiter

Berlin

39

Düsseldorf

118

Leipzig

8

Stuttgart

77

Gesamt

242

Im Jahr 2023 wurden Mitarbeiter in Portugal eingestellt, die an ihrem jeweiligen Wohnort im Homeoffice tätig sind. Zum 31.12.2023 waren sechs in Portugal ansässige Mitarbeiter in der GEBIT Solutions GmbH beschäftigt.

Von den am 31.12.2023 insgesamt beschäftigten 248 Mitarbeitern verfügen 187 über einen Hochschulabschluss.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen überwiegend aus langfristigen Mietverträgen in Höhe von TEUR 2.558. Davon sind in 2024 TEUR 1.303 fällig.

Ausschüttungssperre

Die nach § 268 Abs. 8 HGB auszuweisenden Posten betragen TEUR 181 und beinhalten ausschließlich aktive latente Steuern.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Nachtragsbericht

Es existieren keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und Einfluss auf die Gewinn- und Verlustrechnung oder die Bilanz haben.

 

Berlin, 28.07.2024

Michael Jeske, Geschäftsführer

Timo Krauss, Geschäftsführer  

Entwicklung des Anlagevermögens

 

Anschaffungs- /

Herstellungskosten

Zugänge / Abgänge

kumulierte Abschreibungen

Abschreibungen / Zuschreibungen

Buchwert

Buchwert

 

01.01.2023

2023

31.12.2023

2023

31.12.2023

31.12.2022

 

EUR

EUR

EUR

EUR

EUR

EUR

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

465.736,47

757,01

396.680,56

47.625,30

69.812,92

107.784,42

II. Sachanlagen

 

 

 

 

 

 

1. Geschäftsausstattung

3.480.507,25

288.147,68

2.825.263,96

427.885,75

943.390,97

838.687,36

III. Finanzanlagen

26.000,00

0,00

0,00

0,00

26.000,00

26.000,00

 

3.972.243,72

288.904,69

3.221.944,52

475.511,05

1.039.203,89

972.471,78

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlußprüfers

An die GEBIT Solutions GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GEBIT Solutions GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GEBIT Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom  1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

· vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 7. August 2024

UHY Deutschland AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Ulla Peters
Wirtschaftsprüferin

Sten Kunzmann
Wirtschaftsprüfer

Sonstiger Berichtsteil

Gesellschafterversammlung

Die Gesellschafter-Geschäftsführer der Firma GEBIT Solutions GmbH, Koenigsallee 75 b, 14193 Berlin, Herr Michael Jeske und Herr Timo Krauss, haben unter Außerachtlassung aller Form- und Fristvorschriften auf den 27.08.2024 um 12:00 Uhr eine Gesellschafterversammlung einberufen.

Die Gesellschafterversammlung fand elektronisch mit Bild (Video) und Ton mittels einer "MS Teams Konferenz" statt; rein vorsorglich verzichten die Gesellschafter auf die Einhaltung der gesetzlichen und satzungsgemäßen Form- und Fristvorschriften bezüglich der Einberufung und Durchführung einer Gesellschafterversammlung und erkannten die Beschlussfähigkeit der heutigen Versammlung ausdrücklich an.

Auf der Tagesordnung standen:

1. Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 für das Geschäftsjahr 2023.

2. Entlastung der Gesellschafter-Geschäftsführer.

3. Verwendung des Jahresüberschusses.

Es waren anwesend:

Herr Michael Jeske, Gesellschafter-Geschäftsführer,

Herr Timo Krauss, Gesellschafter-Geschäftsführer,

Herr Thomas Krauß, Gesellschafter,

Herr Dirk Tschierschke, Gesellschafter,

Herr Nils Schwabe, Gesellschafter.

Die vorgenannten Gesellschafter vertreten zusammen das gesamte Stammkapital der Gesellschaft und stimmen mit der Liste der Gesellschaft überein.

Die Gesellschafterversammlung fand am 27.08.2024 von 12:00 - 13:00 Uhr statt.

Es wurde Folgendes beschlossen:

zu 1.: Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2023 für das Geschäftsjahr 2023 wird festgestellt.

zu 2.: Den Geschäftsführern wird Entlastung erteilt.

zu 3.: Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.187.948,03 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Berlin, 27. August 2024

gez. Michael Jeske

gez. Timo Krauss

gez. Thomas Krauß

gez. Dirk Tschierschke

gez. Nils Schwabe

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