Stammdaten

Register
Amtsgericht Weiden i. d. OPf (Weiden) HRB 2301
Vorher
QANTOS Consulting & Engineering GmbH
Eingetragen
28.7.2003
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenHerstellung von Fahrrädern sowie von Behindertenfahrzeugen
Gegenstand
Engineering, Projektmanagement und Consulting im Bereich Fahrzeugausstattungen und industriellen Anwendungen sowie Herstellung, Montage und Handel von Fahrzeugausstattungen und sonstigen Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Pausch
seit 6.9.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
94.00%
6.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
All-Finanz Beratungsgesellschaft München mbH
Germany
170.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

QANTOS GmbH

Weiden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024 vom 01.01. bis 31.12.2024

QANTOS GmbH

1 Grundlagen

1.1 Geschäftsmodell

QANTOS GmbH ist ein Unternehmen mit rund 170 Mitarbeitern, welches im Wesentlichen als System- und Baugruppenlieferant für kleine und mittlere Serien in der Schienenfahrzeugindustrie nahezu ausschließlich in Europa tätig ist. Das mittelständische Unternehmen hat seinen Sitz in Weiden i.d.Opf, wurde vor 24 Jahren gegründet und im Jahre 2008 von der Senata Group erworben.

Während in den ersten Jahren des Unternehmens die Entwicklung und Herstellung von GFK Komponenten der Geschäftsschwerpunkt war, wurde über mehrere Jahre hinweg das Entwicklungs- und Produktions- Know-how schrittweise auch auf Metalltechnologien einschließlich verschiedener Oberflächenbeschichtungstechnologien erweitert. QANTOS verfügt heute in beiden Technologiegebieten über eine umfassende Wertschöpfungskette, welche bei Projekten mit kleinen und mittleren Stückzahlen, kurzen Laufzeiten, sowie zahlreichen Änderungs- und Optimierungsschleifen in der Entwicklungs- und Anlaufphase eine von den Kun den sehr geschätzte Flexibilität und Umsetzungsgeschwindigkeit bietet.

Das Technologiespektrum von QANTOS umfasst derzeit im Wesentlichen:

GFK-Technologien: RTM, Prepreg, Handlaminat, Vakuuminjektionsverfahren, RIM Sondersandwichlösungen

Metalltechnologien: Laserschneiden, Stanzen, Wasserstrahlschneiden, Kanten, Runden, Ziehen, diverse Schweißverfahren, Schleifen

Beschichtungstechnologien: Pulverbeschichtung, Nasslackierung

Baugruppenmontage: Kleben, Fügen, Verdrahten, Schrauben, Nieten, Anpassen.

QANTOS ist bei den Kunden in der Schienenfahrzeugindustrie anerkannt als technisch kompetenter Entwickler und Produzent von nachfolgenden Komponenten:

• Innenauskleidungsbaugruppen und -systeme von Fahrgastwagenkästen, Führerständen oder Lokomotiven

• Baugruppen und Systeme für Exterieur-Anwendungen vor allem bei Fahrzeugköpfen und Wagenkastendächern und Lokomotiven

• Fahrerpulte

• Luftansaug- und Filtersysteme mit hoher Abscheidewirkung für Exterieur und Interieur

• komplexe Schweißbaugruppen für Schienenfahrzeug-Betreiberbedarfe, Speziallokomotiven oder Triebkopftragstrukturen

Das Managementsystem des Unternehmens ist zertifiziert nach DIN ISO 9001, 14001 und 50001. QANTOS erfüllt ferner die Anforderungen von DIN 6701 A1 hinsichtlich Klebprozesse, ist zugelassen für Schweißprozesse nach DIN-EN15085/CL1 und erfüllt die Produktqualifikationen der Deutsche Bahn hinsichtlich Pulverbeschichtungen nach DBS 918 340 Nr. 1.

QANTOS hat im Jahr 2024 zusätzlich die ISO 22163-Norm (IRIS) erworben. Diese Norm basiert auf der ISO 9001 und enthält zusätzliche Anforderungen sowie Empfehlungen, welche speziell für die Schienenfahrzeugindustrie entwickelt wurden. Ziel der Norm ist es, das Qualitätsmanagement in der Branche weiterzuentwickeln und die Produktqualität sowie die Sicherheit kontinuierlich zu verbessern.

1.2 Forschung und Entwicklung

QANTOS betreibt kontinuierlich parallel zu Entwicklungen im Kundenauftrag auch auftragsunabhängige Entwicklungsarbeit bei Produkten und Technologien mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit hinsichtlich Kosten, Qualität, Zuverlässigkeit und Technologieführerschaft zu stärken. Grundlagenforschung wird nicht betrieben.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung/Rahmenbedingungen

Die Weltkonjunktur ist im Herbst 2024 moderat aufwärtsgerichtet. Die globale Industrieproduktion legt seit Mitte 2023 wieder zu und der weltweite Warenhandel hat seit dem Frühjahr 2024 an Schwung gewonnen. Die weltwirtschaftliche Dynamik ist allerdings regional heterogen. Robust ist sie in Asien außerhalb China, besonders schwach dagegen in Westeuropa. Eine Ausnahme stellt China dar, wo die Importe seit über einem Jahr nicht zulegen. Kräftige Nachfrageimpulse kamen zudem aus den USA und zuletzt auch aus Japan und Osteuropa. Im Euroraum stagniert die Warennachfrage hingegen.

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2024 geprägt durch konjunkturelle und strukturelle Belastungen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2024 um 0,2 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland ebenfalls 0,2 %. Das BIP lag im Jahr 2024 nur noch 0,3 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019.

Im Verarbeitenden Gewerbe wurde weniger erwirtschaftet, die Bruttowertschöpfung nahm gegenüber dem Vorjahr deutlich ab (-3,0 %). In den energieintensiven Industriezweigen - hierzu zählen beispielsweise die Chemie- und Metallindustrie - blieb die Produktion auf niedrigem Niveau. Im Jahr 2023 war sie bereits infolge der stark gestiegenen Energiepreise erheblich zurückgegangen.

Die schwierige wirtschaftliche Lage im Jahr 2024 zeigte sich auch im Außenhandel. Die Exporte von Waren und Dienstleistungen sanken um 0,8 %. Grund waren unter anderem geringere Ausfuhren von elektrischen Ausrüstungen, Maschinen und Kraftfahrzeugen. Die deutsche Exportwirtschaft sah sich auf wichtigen Absatzmärkten stärkerer internationaler Konkurrenz ausgesetzt, nicht zuletzt aus der Volksrepublik China. Die deutschen Exporte sanken, obwohl der Welthandel im Jahr 2024 insgesamt zunahm. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Verarbeitenden Gewerbes geriet weiter unter Druck. Dazu trugen die immer noch hohen Energiekosten bei.

Ein erhöhtes Zinsniveau und unsichere wirtschaftliche Aussichten hemmten auch die Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge. Die Bruttoanlageinvestitionen sanken insgesamt um 2,8 % gegenüber dem Vorjahr. Die Investitionen in Ausrüstungen - hierzu zählen vor allem Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - nahmen 2024 noch stärker ab als die Bauinvestitionen. Preisbereinigt lagen sie im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 % niedriger. So sanken die Investitionen in Fahrzeuge um 2,9 %. Allerdings war im Jahr 2023 das Investitionsvolumen außergewöhnlich hoch gewesen, unter anderem aufgrund des staatlichen Umweltbonus für Elektroautos. Dieser hatte dazu geführt, dass erheblich mehr gewerblich genutzte Pkw zugelassen wurden. Auch in Maschinen und Geräte wurde im Jahr 2024 weniger investiert als 2023. Der Rückgang war mit -6,7 % sogar noch deutlicher als bei den Fahrzeugen. Insbesondere die gewerbliche Wirtschaft investierte im Jahr 2024 deutlich weniger in Ausrüstungen (-6,5 %). Die staatlichen Investitionen legten dagegen zu (+4,2 %). Sie machen allerdings nur etwa ein Zehntel der Ausrüstungsinvestitionen insgesamt aus.

Von den privaten Konsumausgaben kamen im Jahr 2024 nur schwache positive Signale. Sie stiegen preisbereinigt um 0,3 %. Die sich abschwächende Teuerung und Lohnerhöhungen für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer konnten die Käufe nur bedingt ankurbeln. Deutlich stärker als die privaten Konsumausgaben erhöhten sich im Jahr 2024 mit +2,6 % die preisbereinigten Konsumausgaben des Staates.

Im Jahresdurchschnitt 2024 waren 46,1 Millionen Menschen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Damit wurde der Vorjahreswert nochmals um 72.000 Erwerbstätige (+0,2 %) übertroffen und ein neuer Beschäftigungshöchststand erreicht. Der Anstieg der Erwerbstätigkeit verlor aber deutlich an Dynamik und kam gegen Ende des Jahres 2024 zum Erliegen. Der Beschäftigungsaufbau fand im Jahr 2024 ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt, vor allem im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit. Die Zahl der Erwerbstätigen im Produzierenden Gewerbe und im Baugewerbe sank dagegen. Das Arbeitnehmerentgelt nahm im Jahr 2024 deutlich um 5,5 % zu, während die Unternehmens- und Vermögenseinkommen um 9,3 % fielen. Im Jahr 2023 waren sie noch deutlich gestiegen (+6,7 %). Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen sind vor allem von einer schwachen Gewinnentwicklung und von per Saldo niedrigeren Vermögenseinkommen aus dem Ausland bestimmt.

Parallel zum Rückgang der preisbereinigten Bruttowertschöpfung stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2024 voraussichtlich stark. Nach bisher vorliegenden Daten für die ersten drei Quartale dürften die Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2024 höher als der Durchschnittswert der Jahre vor der Corona-Pandemie sein. Bezogen auf die Anzahl von Unternehmen entfielen die meisten Insolvenzen auf den Wirtschaftsbereich Verkehr und Logistik, gefolgt vom Baugewerbe, den sonstigen Unternehmensdienstleistungen und dem Gastgewerbe.

Im internationalen Vergleich blieb die Wirtschaft in Deutschland im Jahr 2024 voraussichtlich deutlich hinter den anderen großen EU-Mitgliedstaaten oder den großen Volkswirtschaften, wie den USA oder China, zurück. Als einziger der großen europäischen Staaten verzeichnete Deutschland einen Rückgang des preisbereinigten BIP. Im Vergleich zum Jahr 2019, also dem Jahr vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie, stieg die Wirtschaftsleistung in Deutschland verglichen mit den anderen großen EU-Staaten am schwächsten.

Quellen:

Statistisches Bundesamt:

Pressemitteilung Statistisches Bundesamt vom 15. Januar 2025 -019/025

Pressekonferenz „Bruttoinlandsprodukt 2024 für Deutschland“ vom 15. Januar 2025

2.2 Branchenbezogene Entwicklung/Rahmenbedingungen

Der weltweite Markt für Schienenfahrzeuge wächst seit einigen Jahren stetig. Es wird erwartet, dass der Markt von 51,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf 64,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2032 wächst, mit einer jährlichen Wachstumsrate von 2,8 %. Wichtige Trends in diesem Bereich umfassen die zunehmende Elektrifizierung und die Einführung autonomer Züge. Die Branche erlebt eine Phase intensiver Innovationen, einschließlich der Entwicklung von Ultrahochgeschwindigkeitszügen und fortschrittlichen Zugsteuerungssystemen. Diese Technologien zielen alle darauf ab, die Effizienz, Zuverlässigkeit und Sicherheit des Schienenverkehrs zu verbessern.

Auch der europäische Markt für Schienenfahrzeuge wächst ebenfalls kontinuierlich. Das Wachstum wird durch Faktoren wie die Elektrifizierung der Netze und den Ausbau der Hochgeschwindigkeitsinfrastruktur unterstützt. Der europäische Markt für Schienenfahrzeuge wird im Jahr 2024 auf etwa 20 Milliarden US-Dollar geschätzt. Dieser Markt soll bis 2029 auf 25 Milliarden US-Dollar wachsen, was einer jährlichen Wachstumsrate von etwa 4 % entspricht. In Europa liegt ein starker Fokus auf der Einführung des Europäischen Eisenbahnverkehrsleitsystems (ERTMS) und der Entwicklung von emissionsarmen Technologien wie Wasserstoff- und Batteriezügen. Die EU fördert nachhaltigen Verkehr und hat verschiedene Finanzierungsinstrumente und Mechanismen zur Unterstützung der Schienenfahrzeugindustrie eingeführt.

Der chinesische, weltweit größte Anbieter im Schienenfahrzeugmarkt, CRRC, hat durch strategische Übernahmen und Partnerschaften, wie unter anderem mit der Übernahme des deutsch-schweizerischen Unternehmens CE (cideon engineering), zwischenzeitlich einen Fuß in die Tür des europäischen Marktes gesetzt. Diese Expansion ermöglicht es ihnen, europäische Kunden wie die Deutsche Bahn zu bedienen. Die europäischen Hersteller stehen dadurch unter zunehmendem Druck, da chinesische Anbieter oft niedrigere Produktionskosten haben und somit wettbewerbsfähigere Preise anbieten können. Dies zwingt europäische Unternehmen, ihre Effizienz zu steigern und ihre Kosten zu senken. Der Wettbewerb in den für QANTOS relevanten Anwendungen aus dem im Vergleich zu Deutschland kostengünstigeren osteuropäischen Ausland und dem Balkan verschärft sich dadurch ebenfalls.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Schienenfahrzeugbranche von den überwiegend gebremsten Entwicklungen in der europäischen aber auch der weltweiten Wirtschaft nicht betroffen ist. Die positive Prognose für die Entwicklung dieses Marktes kann weiterhin dazu führen, dass Unternehmen welche bisher nicht in diesem Markt tätig waren versuchen ihre rückläufige Auslastung hier zu kompensieren. Dies ist sowohl eine Chance, wenn wir an unsere Beschaffung denken, aber auch ein Risiko, wenn es um Wettbewerb bei neuen Aufträgen geht. Insgesamt bleibt die Branche dynamisch und zukunftsorientiert. Die großen Schienenfahrzeughersteller wie, Siemens, Stadler, Skoda und ALSTOM, welche wichtige Kunden von QANTOS sind, treffen ihre für das Unternehmen wesentliche Beschaffungsentscheidungen weiterhin in Deutschland, Österreich, oder in der Schweiz (DACH) sowie in Tschechien und in Frankreich. Auch für die namhaften Unternehmen in der Schienenfahrzeugzulieferindustrie, die im DACH-Raum präsent sind, wie Voith, Knorr Bremse, Liebherr, Wabtec, und Vossloh bleibt der europäische Markt wichtig.

Alle bekannten Marktentwicklungen bieten zusammengefasst weiter gute Auftragschancen sowohl für die Belieferung der Erstausstattung als auch vermehrt im Ersatzteil- und Wartungsmarkt. Trotzdem ist festzustellen, dass der direkte Einfluss der Branchenentwicklung auf die Geschäftsentwicklung von QANTOS aufgrund der Marktnischenposition gering ist. Wesentlich für die wirtschaftliche Lage des Unternehmens bleiben projektspezifische Akquisitionen sowie die erfolgreiche Umsetzung von Einzelprojekten.

Quelle: www.mordorintelligence.com/de/industry-reports/rolling-stock-market

https://teleste.com/de/Neuigkeiten-und-Einblicke/Artikel-und-Blogs/vsi/Blog/Auf-Kurs-f%C3%BCr-die-Trends-von-morgen-2024-in-der-Bahnindustrie

https://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/STUD/2023/747263/IPOL_STU%282023%29747263%28SUM01%29_DE.pdf

https://www.consulting.de/artikel/chinesische-konkurrenz-setzt-europaeische-schienenfahrzeughersteller-unter-druck

2.3 Geschäftsverlauf

2.3.1 Geschäftsergebnis

Das Geschäftsergebnis im Jahr 2024 lag aufgrund eines Forderungsverzichtes in Höhe von 1.350 Tsd€ bei ca. +1.370 Tsd€ und entspricht damit ohne Sondereinfluss deutlich nicht dem eigenen Anspruch für das Jahr 2024 von ca. 4 % vom Umsatz. Hauptgrund waren nicht ungeplante Kostensteigerungen, sondern, dass unvorhersehbare und ungeplante Projektverschiebungen eine deutliche Reduzierung der Betriebsleistung zum Plan zur Folge hatten. Weder eine Kompensation bei der Auslastung mit alternativen Aufträgen in gleicher Höhe, noch eine proportionale Anpassung der fixen Kosten war in der notwendigen Zeit und aufgrund der nur befristeten Verschiebungseffekte möglich. Umgekehrt hat das Geschäftsjahr gezeigt, dass bei der Planbetriebsleistung das Geschäftsergebnis durchaus auch übertroffen werden kann.

2.3.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Vergleich zum Vorjahr konnten sowohl der Umsatz als auch die Betriebsleistung um etwa 1,3 Mio€ (ca. 8%) auf rund 17,3 Mio. € gesteigert werden. Trotzdem blieb der Umsatz mehr als 10% unter den Planungen, obwohl diese größtenteils auf gebuchten, terminierten Aufträgen bestand. Die Ursache für diese Abweichung liegt in erheblichen Projektverschiebungen eines OEM-Kunden sowie deutlichen Verzögerungen bei der Umsetzung eines Projektes mit einem Betreiber. Die Verschiebungen führten in beiden Fällen nicht zu Auftragsverlust, sondern zu einer zeitlichen Verzögerung der Umsetzung von teilweise bis zu über einem Jahr. Die genannten Effekte konnten zu etwa einem Drittel durch ungeplante, zusätzliche Umsätze kompensiert werden.

Das Kunden- und Produktportfolio hat sich zum Vorjahr kaum geändert. Der Auftragseingang in 2024 in Höhe von mehr als 15 Mio€ in 2024 entsprach den Erwartungen. Der Auftragsbestand liegt damit bei ca. 30 Mio€. Die aktuellen Planungen für das Jahr 2025 berücksichtigen eine Umsatzsteigerung von etwas mehr als 10%. In den Folgejahren wird weiteres moderates Wachstum im einstelligen Prozentbereich erwartet.

2.3.3 Materialaufwand und Produktionskostenentwicklung

Der Materialaufwand lag bereinigt von Sondereffekten in 2024 mit ca. 12,6 % über dem Vorjahresniveau und damit in unter den prognostizierten Werten. Hauptursache des Anstiegs zum Vorjahr war ein geänderter Produktmix. Die Beschaffungskosten für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Zukaufleistungen hingegen waren zum Vorjahr kaum verändert.

Die Personalkostenquote incl. Leasingkräften ist zum Vorjahr trotz weiterer Lohnsteigerungen in Höhe von 10%, umgesetzt in 2 Stufen ab Mai 2023 bis September 2024, leicht gesunken. Positiv wirkt sich hier im Vergleich die gestiegene Betriebsleistung bei einer leichten Reduzierung beim angestellten Personal aus. Durch Verbesserung der Produktivität konnten die Personalkostensteigerungen teilweise kompensiert werden.

2.3.4 Investitionen

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2024 ca. 0,7 Mio€ investiert. Berücksichtigt man bereits ausgelöste Investitionen entspricht dies dem Niveau des Vorjahres. Schwerpunkt waren mit 50% Anteil verschiedene Investitionen zur Verbesserung der Produktivität, Ergonomie von Arbeitsplätzen und Nachhaltigkeit des Unternehmens mittels Teilautomatisierung und neuen Technologien. Investiert wurde weiterhin in die permanente Modernisierung der IT Hard- und Software um diese auf dem aktuellen Stand der Technik zu halten.

2.3.5 Finanzierungsmaßnahmen

Die Investitionen wurden über den Cash-Flow finanziert.

2.3.6 Personalbereich

Die Mitarbeiteranzahl von QANTOS lag zu Beginn des Jahres 2024 ca. 165 und wurde bis zum Jahresende 2024 auf knapp über 170 MA durch Aufbau von produktivem Personal erhöht. Der Anteil von befristeten Beschäftigungsverhältnissen liegt bei knapp unter 10%. Eine ausreichende Flexibilität für weitere Produktivitätsverbesserungen bei gleichzeitig geplanten Umsatzsteigerungen im neuen Geschäftsjahr ist somit vorhanden.

2.3.7 Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr verlief ansonsten ohne erwähnenswerte außergewöhnliche Ereignisse

3 Darstellung der Lage

3.1 Vermögens - und Finanzlage

Der operative Cash Flow des Unternehmens war in 2024 positiv. Die Kontokorrentlinie wurde in 2024 vollständig in Anspruch genommen. Es standen für das operative Geschäft ausreichend liquide Mittel für die Geschäftstätigkeit zur Verfügung, der Finanzmittelbedarf konnte somit jederzeit gedeckt werden. Durch entsprechende Rückstellungen sind bekannte und latente Risiken ausreichend abgedeckt. Lieferantenverbindlichkeiten wurden im gesamten Geschäftsjahr weitgehend unter Abzug gewährter Skonti fristgerecht beglichen. Zusätzlich wurden die langfristigen Verbindlichkeiten um mehr als 10% über Tilgung reduziert. Eine weitere, deutliche Reduzierung der langfristigen Verbindlichkeiten ergibt sich durch den Forderungsverzicht.

3.2 Ertragslage

Die Gewinn- und Verlustrechnung des Berichtsjahres 2024 zeigt im Vergleich zum Vorjahr bereinigt, also ohne Forderungsverzicht einen um ca. 8% gewachsenen EBIT. Trotz Tilgungen von langfristigen Verbindlichkeiten hat sich das Geschäftsergebnis ohne Sondereinflüsse aufgrund der weiter gestiegenen Zinsbelastungen um ca. 8% zum bereits hohen Niveau des Vorjahres nicht verbessert. Die Zinsbelastung beträgt über 0,4 Mio€.

3.3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir planen und steuern die Entwicklung der Qantos GmbH Grundlage von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, welche wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen:

• Die Rohertragsquote als bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator für die Rentabilität spiegelt die Relation des Rohertrags zu den Umsatzerlösen wider.

2024 Vorjahr
Rohertragsquote 81,20% 76,40%

Bei deutlich gestiegener Betriebsleistung sowie Effekten durch einen Forderungsverzicht führte eine in etwa in gleichem Maße gestiegene Materialquote zu einer deutlichen Zunahme der Rohertragsquote. Einfluss auf diese Kennzahl hatten nicht gestiegene Materialkosten, sondern Verschiebungen im Produktmix hin zu Produkten mit mehr Lohnanteil.

• Als Indikator für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Qantos GmbH verwenden wir die Kennzahl EBIT (Earnings before Interest and Tax). Das EBIT gibt einen Einblick in die operative Ertragskraft des Unternehmens wider, unabhängig von dessen Steuerbelastung und Kapitalstruktur.

2024 Vorjahr
EBIT 1.781,0 TEUR 397,8 TEUR

Der Forderungsverzicht beeinflusst in voller Höhe positiv diese Kennzahl. Bereinigt, blieb die EBIT-Quote bei gestiegener Betriebsleistung zum Vorjahr unverändert.

• Zur Sicherstellung der Unabhängigkeit von Kreditgebern sowie zur Sicherstellung der finanziellen Stabilität ziehen wir die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in Relation zur Bilanzsumme) heran.

2024 Vorjahr
Eigenkapitalquote 19,60% 3,30%

Die Eigenkapitalquote liegt bei knapp 20% und ist durch den Forderungsverzicht zum Vorjahr deutlich angestiegen.

4 Prognosen-,Chancen- und Risikobericht

4.1 Prognosebericht

Die im Lagebericht des Jahres 2023 getroffenen Prognosen hinsichtlich Umsatzentwicklung wurden um ca. 13% unterschritten. Gründe hierzu liegen nicht an einer rückläufigen wirtschaftlichen Entwicklung und wurden an anderer Stelle des Lageberichtes (Pkt. 2.3.2) erläutert. Die geplanten Kostenoptimierungsmaßnahmen wurden das gesamte Jahr über konsequent verfolgt und umgesetzt. Dies hat dazu beigetragen, dass negative Ergebniseffekte aus Umsatzrückgängen teilweise kompensiert wurden. Letztlich konnten aber trotz Unterschreitung der Umsatzprognose über Sondereffekte die prognostizierte Entwicklung des EBIT und der Eigenkapitalquote übertroffen werden.

4.1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltkonjunktur dürfte in den Jahren 2025 und 2026 auf ihrem moderaten Expansionskurs bleiben. Das Nachlassen der Inflation in den Industrieländern und steigende Realeinkommen stützen die Konsumnachfrage. Investitionen werden durch die allmähliche Lockerung der Geldpolitik begünstigt. Höhere Handelszölle dürften nicht sofort nach Amtsantritt des neuen Präsidenten der USA, sondern erst im Laufe des kommenden Jahres in Kraft treten und bestehende Handelsumlenkungen verstärken. Dies betrifft vor allem den bilateralen Handel der USA mit China, der auf andere Länder verlagert wird. Die Zollanhebungen dürften Vorzieheffekte mit sich bringen, so dass der Welthandel in der ersten Jahreshälfte 2025 anzieht, dann aber allmählich nachlässt. Alles in allem dürfte die gesamtwirtschaftliche Produktion der Welt in den Jahren 2025 bis 2026 um jeweils 2,6 % und damit so schnell wie im laufenden Jahr zulegen.

In den USA zeichnet sich kein Abschwung ab. Die Wirtschaftsleistung der USA dürfte im Jahr 2025 um 2,5 % und im Jahr 2026 um 2,4 % zulegen.

In China bleibt die Inlandsnachfrage angesichts der Immobilienmarktkrise gedämpft, das lebhafte Exportwachstum stützt hingegen die Konjunktur. Die Erhöhung der Handelszölle vonseiten der USA werden chinesische Produkte auf andere Märkte umlenken. Zudem scheinen chinesische Unternehmen mittlerweile mehr Vorleistungsgüter für die inländische Produktion selbst herzustellen als in den Jahren vor der Corona-Pandemie. Darüber hinaus haben die Energiekrise in Europa und die niedrige Kapazitätsauslastung in China die Wettbewerbsfähigkeit chinesischer Unternehmen gegenüber ihren europäischen Konkurrenten verbessert. Insgesamt dürfte die chinesische Wirtschaft in den Jahren 2025 bis 2026 jedoch nur um gut 4 % wachen.

Laut ifo Institut dürfte sich die schleppende Entwicklung der deutschen Wirtschaft fortsetzen und die gesamtwirtschaftlichen Wachstumsraten kaum höher ausfallen als in der zweiten Hälfte des Jahres 2024. Insbesondere vom Verarbeitenden Gewerbe gehen weiterhin keine positiven Wachstumsimpulse aus. Auch der Außenhandel und die Unternehmensinvestitionen entwickeln sich wenig dynamisch. Die Talfahrt der Produktion dürfte sich aber verlangsamen. Darauf deuten zumindest die Auftragseingänge in beiden Wirtschaftsbereichen hin, die zuletzt zumindest nicht weiter sanken. Im Verarbeitenden Gewerbe war dies vor allem auf das Auslandsgeschäft zurückzuführen, während die Inlandsnachfrage weiter schwächelt. Entsprechend dürften die Exporte zum Jahresende etwas zulegen, während die Bau- und Ausrüstungsinvestitionen wohl erneut nachgeben.

Am heimischen Produktionsstandort muss sich die deutsche Wirtschaft insbesondere an die längerfristigen Auswirkungen des durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ausgelösten Energiepreisschocks, die Erfordernisse der grünen Transition hin zu einer CO2-neutralen Wirtschaft und die Folgen des demografischen Wandels anpassen. Belastend wirken zudem ein hoher regulatorischer Aufwand für die Unternehmen und Unsicherheit über den wirtschaftspolitischen Rahmen. Darüber hinaus sehen sich die deutschen Unternehmen auf den Weltmärkten zunehmenden protektionistischen Tendenzen und einer wachsenden Konkurrenz aus aufstrebenden Volkswirtschaften ausgesetzt. Vor allem China hat in Branchen wie der Automobil- und Chemieindustrie sowie dem Maschinenbau, die für die deutsche Industrie besonders wichtig sind, stark aufgeholt und spürbar Marktanteile gewonnen.

Das kalenderbereinigte reale BIP wächst laut der Bundesbank 2025 um 0,2 %, 2026 um 0,8 % und 2027 um 0,9 %. Auch nach der neuen IW-Konjunkturprognose wird die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr nur marginal wachsen - und das nach zwei Jahren Rezession. Als Gründe hierfür wird aufgeführt, dass Arbeit und Energie in Deutschland besonders teuer und die Bürokratie besonders umfangreich sind. Daher können die Industrieunternehmen immer weniger mit den Preisen der ausländischen Konkurrenz mithalten. Die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte sind seit 2020 um 40 Prozent gestiegen, die deutschen Exportpreise im gleichen Zeitraum um rund 20 Prozent.

Hinzu kommt die anhaltenden Investitionskrise. Die Ausfälle bei den Bruttoanlageninvestitionen belaufen sich seit Jahresanfang 2020 schon auf rund 210 Milliarden Euro. Vier von zehn Unternehmen wollen 2025 weniger investieren.

Quellen:

Institut der deutschen Wirtschaft - IW-Konjunkturprognose Winter 2024 v. 05.12.2024 - IW-Report 45/2024

Ifo-Institut - Sonderausgabe Dezember 2024

Deutsche Bundesbank - Monatsbericht Dezember 2024 - 76. Jahrgang, Nr. 12

4.1.2 Branchenbezogene Entwicklung

Eine Einschätzung zur branchenbezogenen Entwicklung ist unter Punkt 2.2 bereits mit dargestellt. Es ist aufgrund anhaltender Diskussion in Politik und Gesellschaft von Nachhaltigkeits- und Umweltthemen, wie beispielsweise der Energieverbrauch für Mobilität von Menschen und der Frage, wie der Klimawandel zumindest gebremst werden kann, offensichtlich, dass eine Entwicklung mit außergewöhnlichen Steigerungen in der Schienenfahrzeugindustrie über Jahre hinweg stattfinden wird. QANTOS ist im Schienenfahrzeugmarkt ein anerkanntes Unternehmen der Branche, wettbewerbsfähig hinsichtlich Leistungsspektrum, Kapazität, Technologien und Innovation. Der Bekanntheitsgrad beim Kunden aber auch beim Wettbewerb ist sehr gut.

Das Management des Unternehmens geht davon aus, dass das Unternehmen von der Weiterentwicklung in der Bahnbranche mittel- und langfristig profitieren wird, es ist nicht erforderlich die Geschäftstätigkeit zwingend in andere Branchen auszuweiten, Qantos wird jedoch auf sich bietende branchenfremde Chancen jederzeit flexibel reagieren. Bei der Akquise von neuen Aufträgen werden Projekte priorisiert, bei welchen die Kunden Risiken in der Umsetzung mit kostengünstigeren Wettbewerbsalternativen sehen. In diesen Fällen ist es möglich, angemessene Preise entsprechend der anhaltend hohen Kosten durchzusetzen. Denn, QANTOS ist ein Lieferant für GFK- und / oder Metallkomponenten in diesem Markt, dem alle wesentlichen Kunden anspruchsvolle und brisante Projekte im Hinblick auf Entwicklungs-Know-How, Liefer- und Qualitätsperformance zutrauen. Auch hat QANTOS eine Unternehmensgröße, welche flexibel auf kurzfristige Marktgeschehnisse wie Projektübernahmen oder Verlagerungen von Wettbewerbern reagieren kann.

Die allgemeinen Prognosen von Wirtschaftsexperten hinsichtlich zunehmender, mangelnder Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften und verschärftem Wettbewerb, bestärken QANTOS darin den eingeschlagenen Weg hinsichtlich Digitalisierung von Prozessen, Teilautomatisierung und nutzen von neuen innovativen Technologien mit Nachdruck weiter zu gehen.

4.1.3 Zukünftige Entwicklung der Gesellschaft

In Bezug auf die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren erwarten wir kaum Veränderung der operativen Rohertragsquote ohne Sondereinflüsse, bei einer deutlich zunehmenden Leistung. Der geplante Umsatz, welcher zu hohen Anteilen auf gebuchten Aufträgen basiert, wird das Niveau von 2024 um ca. 10-15% übersteigen. In der Akquisition bleibt der Schwerpunkt die Umsatzverteilung der Kunden zu harmonisieren und die Geschäftsanteile mit Ersatzteilen sowie für die Modernisierung von bestehenden Schienenfahrzeugen in Richtung 15% zu steigern. Ziel ist es, im neuen Geschäftsjahr im EBIT ohne Sondereinflüsse deutlich zu wachsen. Wir gehen darüber hinaus von einer weiter moderat steigenden Eigenkapitalquote aus.

4.2 Chancenbericht

Eine gute Prognose hinsichtlich Marktvolumen in der Schienenfahrzeugindustrie bietet QANTOS in den nächsten Jahren weiter ein umfassendes Potential an Projekten und damit zahlreiche Chancen für eine erfolgversprechende Zukunft. Die seit 2018 umgesetzten und weiter anhaltenden Investitionen in die Digitalisierung der komplexen Planungs- Entwicklungs- und Produktionsprozesse von QANTOS bieten eine gute Grundlage, sich vom Wettbewerb abzusetzen, insbesondere hinsichtlich Technologie, Innovationskraft und Qualität sowie Termintreue in der Abarbeitung von Aufträgen. Der Weg in Richtung Teilautomatisierung von Prozessen trotz kleiner Serien, zur Senkung der Personalkostenanteile, ist mit innovativen Investitionen in 2024 eingeschlagen und wird verstärkt eine wichtige Rolle bei künftigen Unternehmensentscheidungen spielen. Neben Teilautomatisierung ist auch weitere Digitalisierung von Prozessen sowie Steigerung der Produktivität über die kontinuierliche Fortführung der vor einigen Jahren gestarteten Leanmanagement-Aktivitäten wesentliche Strategie zur Steigerung der Ertragskraft.

Hinsichtlich Akquisition von Zukunftsgeschäft hat sich QANTOS im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 durch erfolgreiche Vertragsabschlüsse eine gute Position verschafft. Die Abschlüsse gehen bis in die Jahre 2027/28. Sie sind Basis für eine beständige Grundauslastung und bieten gleichzeitig Raum für weitere gezielte und strategiekonforme Projektakquisitionen.

4.3 Risikobericht

4.3.1 Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem von QANTOS ist in Prozessen beschrieben und basiert auf monatlichem Hinterfragen von potentiellen Risiken bei der Erstellung von Monatsabschlüssen. In besonderem Maße wird die Frage nach Risiken zusätzlich im Zuge der Budgeterstellung durchleuchtet. Mit dieser Vorgehensweise ist eine ausreichende Basis zum Ermitteln und Managen von erkennbaren Risiken vorhanden. Das Risikomanagement spielt in der ISO 22163 (IRIS) eine besondere Rolle. Die Prozesse wurden daher in Vorbereitung auf die Zertifizierung in 2024 überprüft und weiter ausgebaut.

4.3.2 Markt- und Wettbewerbsrisiken

Das Geschäft von QANTOS besteht aus der Umsetzung von Projekten mit Projektverträgen. Die für das Folgejahr geplanten Umsätze sind zu einem hohen Anteil fix bestellt, weitere Auftragschancen um das budgetierte Umsatzvolumen zu erreichen sind ausreichend vorhanden. Zunehmender Wettbewerb von Unternehmen aus anderen Branchen ist für QANTOS bis dato nicht nachhaltig spürbar. Die Zusammenarbeit von Projekten mit Wettbewerbern aus kostengünstigeren Ländern birgt bei erfolgreichem Umsetzen das Risiko, das weiter notwendige Preisanpassungen noch schwieriger durchzusetzen sind.

Politisches Risikopotential steckt in der unsicheren Lage im Nahen Osten. Wesentliche Auftragsvolumina von QANTOS werden für Schienenfahrzeugprojekte geliefert die in diesen Regionen zum Einsatz kommen werden. Projektunterbrechungen aufgrund kriegerischer Auseinandersetzungen sind bisher nicht eingetreten, aber bei einer Verschärfung auch nicht auszuschließen.

4.3.3 Produkt- und Produktionsrisiken

Die in 2025 zu produzierenden Produkte sind entweder bereits in 2024 in Produktion oder basieren auf bekannten, ähnlichen Anwendungen. Neuanläufe sind im Vergleich zu 2024 auf ähnlichem Niveau. Aus diesem Grunde sind Produktrisiken nicht überdurchschnittlich relevant. Dennoch zu erwähnen ist an dieser Stelle eine generell überdurchschnittliche Gewährleistungsdauer (zum Teil von 7-10 Jahren) sowie einer Haftungsdauer für Entwicklungsarbeiten (zum Teil über 3 Jahrzehnte hinweg), welche allerdings in der Schienenfahrzeugindustrie üblich sind.

4.3.4 Beschaffungsrisiken

Risiken auf der Beschaffungsseite sind in 2025 weiter von großer Bedeutung und genau zu verfolgen. Die jüngsten weltweiten politischen Entwicklungen und eine zunehmende egoistische Politik von Großmächten steigern das Risiko von steigenden Kosten bei Rohstoffen und auch bei Energie. Die politische Situation ist unsicher und die Folgen daraus für die Wirtschaft sind schwer einzuschätzen. Um die Energieabhängigkeit von QANTOS von Erdgas gravierend zu reduzieren, wurde bereits in 2022 eine Investition in eine Hackschnitzelheizung getätigt die hier eine gewisse Resilienz bietet. Die Entwicklung an den Energiemärkten könnte zu einer weiteren Verknappung von wichtigen Rohstoffen (insbesondere Metalle / Glas / Harz) führen, weil insbesondere energieintensive Unternehmen ihre Produktionen stoppen, um Verluste zu vermeiden. Dadurch besteht die latente Gefahr von Ausfällen in der Versorgung für QANTOS direkt und auch für die Lieferanten. Gegenüber den Jahren 2022 und 2023 wird diese Gefahr allerdings reduziert eingeschätzt. Weiterhin ist eine vorausschauende Beobachtung der Entwicklung mithilfe entsprechender Kennzahlen sowie eine enge Zusammenarbeit und Informationsaustausch mit den Kunden, die eine deutlich größere Einkaufsmacht in Engpasssituationen darstellen, wichtig.

Ein vollständiger dauerhafter Ausfall in der Beschaffung, welcher zu Produktionsstopps führen würde, ist aus heutiger Sicht nicht zu befürchten. Lieferanten von anspruchsvollen, projektspezifischen Komponenten werden immer in Abstimmung mit den Endkunden ausgewählt und betreut, für einfache Komponenten können Ersatzlieferanten eingesetzt werden.

4.3.5 Personalrisiken

Das Risiko der Fluktuation von qualifizierten Arbeitskräften ist aufgrund allgemeiner wirtschaftlicher Eintrübung reduziert. Hilfreich ist hier auch eine in 2024 erfolgte, weitere deutliche Entgeltanpassungen nach oben über entsprechende Haustarifverträge.

4.3.6 Technologische Risiken

Alle in 2025 notwendigen Technologien zur Umsetzung der bestehenden Aufträge sind bekannt und mehrjährig im Einsatz.

4.3.7 Finanzwirtschaftliche Risiken/Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Finanzierung von QANTOS erfolgt zu ca. 34 % langfristig über verbundene Unternehmen, ca. 43 % sind fremdfinanziert über die langjährige Hausbank.

4.3.8 Währungsrisiken

Währungsrisiken spielen direkt sowohl im Verkauf als auch in der Beschaffung bei QANTOS keine erwähnenswerte Rolle, weil nahezu alle Geschäfte in Euro abgewickelt werden. Unabhängig davon kann es indirekte Auswirkungen über Preisveränderungen von Gütern geben, welche auf den Weltmärkten in ausländischen Devisen gehandelt werden und in Produkten benötigt werden.

4.3.9 Ausfallrisiken (Zahlungsausfall)

Es gibt aktuell keine Hinweise über drohende Zahlungsausfälle von bestehenden Forderungen. Zur Risiko-Minimierung sind Kreditversicherungen in ausreichender Höhe vorhanden.

4.3.10 IT-Risiken

In den Jahren 2018 bis 2024 wurden kontinuierlich zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, welche Risiken im IT-Bereich durch Hardware- oder Software-Ausfall oder auch Datenverlust oder Hacking stetig reduzieren. Aus diesem Grund sind bei diesem Themengebiet im bevorstehenden Geschäftsjahr keine wesentlichen Risiken zu erwarten, auch wenn wie bei allen Unternehmen ein Restrisiko verbleibt.

4.3.11 Rechtliche Risiken

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes sind keine rechtlichen Risiken bekannt.

4.3.12 sonstige Risiken

Die kriegerische Invasion von Russland in der Ukraine, begonnen in 2022 und die daraus entstandene weltweite politische Krise ist weiter nicht vorüber, ein Ende ist derzeit immer noch nicht in Sicht auch wenn mit dem Politikwechsel in den USA Anfang 2025 ein zeitnahes Ende immer wieder „prophezeit“ wird. Es ist weiterhin nicht klar, ob die massive militärische Unterstützung des politischen Westens eine weitere Eskalation der Krise einhergehend mit weiter steigenden Energiekosten und Rohstoffkosten oder Einschränkungen in Marktzugängen nach sich ziehen kann. Ebenfalls weiterhin nicht befriedet sind die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten seit Oktober 2023. Trotz aktuellem, befristetem Waffenstillstand ist deren weiterer Verlauf ebenfalls derzeit nicht vorhersehbar ist. Diese nicht vorab kalkulierbaren Effekte können negative Auswirkungen auf die Schienenfahrzeugmärkte und die Erfüllung des Geschäftsplanes haben.

Darüber hinaus sind bedeutende sonstige Risiken zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes nicht erkennbar.

 

Weiden, den 31. Januar 2025

Michael Pausch, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 3.070.943,35 3.116.394,42
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 200.665,00 221.377,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 200.665,00 221.377,00
II. Sachanlagen 2.870.278,35 2.895.017,42
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 901.953,00 944.588,82
2. technische Anlagen und Maschinen 1.464.388,00 1.632.630,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 353.266,10 314.874,10
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 150.671,25 2.924,50
B. Umlaufvermögen 5.241.926,80 5.346.361,56
I. Vorräte 3.377.440,00 3.358.229,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.695.130,98 1.785.368,82
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 4.576,13
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.695.130,98 1.780.792,69
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 169.355,82 202.762,97
C. Rechnungsabgrenzungsposten 133.440,60 89.705,96
Bilanzsumme, Summe Aktiva 8.446.310,75 8.552.461,94

Passiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital 1.651.281,72 282.601,10
I. gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Kapitalrücklage 1.555.000,00 1.555.000,00
III. Verlustvortrag 1.572.398,90 1.587.445,69
IV. Jahresüberschuss 1.368.680,62 15.046,79
B. Rückstellungen 730.726,00 910.108,83
C. Verbindlichkeiten 6.064.303,03 7.359.752,01
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.600.000,00 2.600.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.063.934,73 3.863.554,14
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.400.368,30 896.197,87
Bilanzsumme, Summe Passiva 8.446.310,75 8.552.461,94

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2024 - 31.12.2024
EUR
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Rohergebnis 14.122.917,93 12.238.444,92
2. Personalaufwand 8.029.603,99 8.033.670,08
a) Löhne und Gehälter 6.670.594,71 6.671.123,19
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.359.009,28 1.362.546,89
davon für Altersversorgung 26.271,22 31.230,86
3. Abschreibungen 656.828,04 647.538,94
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 656.828,04 647.538,94
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.655.583,77 3.159.436,76
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.067,54 1.266,90
davon aus Abzinsung 61,22 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 411.801,05 382.787,87
davon an verbundene Unternehmen 165.187,50 116.000,10
davon aus Abzinsung 0,00 33,24
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,00 298,38
8. Ergebnis nach Steuern 1.370.168,62 15.979,79
9. sonstige Steuern 1.488,00 933,00
Jahresüberschuss 1.368.680,62 15.046,79

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 der QANTOS GmbH, Weiden, wurde entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzende Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrags wurden beachtet.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel). Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Qantos GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Weiden i.d.OPf.
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Weiden
Register-Nr.: HRB 2301

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bilanzierung

Die Bilanzierung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Gesellschaft (going-concern). Bilanzierungshilfen und Ansatzwahlrechte wurden im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr nicht in Anspruch genommen.

Bewertung

Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit wurde beachtet.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände (erworbene Software) beträgt 5 Jahre.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten beziehungsweise mit den Herstellungskosten, vermindert um die Abschreibungen, bewertet. Die handelsrechtlichen Herstellungskosten beinhalten Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten und Verwaltungsgemeinkosten. Das bewegliche Anlagevermögen wird unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Zugänge wurden ausschließlich linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter im Anschaffungswert bis EUR 1.000,00 werden über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bilanziert. Den erkennbaren Risiken wird durch angemessene Bewertungsabschläge Rechnung getragen. Die handelsrechtlichen Herstellungskosten berücksichtigen, entsprechend den steuerlichen Bewertungsvorschriften, Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Wertberichtigungen werden von den jeweiligen Forderungen aktivisch abgesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind für Ausgaben gebildet, soweit diese Aufwand künftiger Geschäftsjahre darstellen.

Die Rückstellungen wurden auf der Grundlage des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB. Bei allen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. (§ 253 Abs. 2 HGB). Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und veröffentlicht werden.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zu Posten der Bilanz

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird nachfolgend dargestellt.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2024
EUR
Zugänge
EUR
davon FK-Zinsen
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2024
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 814.258,75 76.531,07 0,00 0,00 0,00 890.789,82
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 814.258,75 76.531,07 0,00 0,00 0,00 890.789,82
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.211.381,81 90.601,81 0,00 0,00 -24.821,57 2.277.162,05
technische Anlagen und Maschinen 5.618.069,62 173.784,16 0,00 0,00 -17.002,64 5.774.851,14
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.491.931,89 122.809,18 0,00 23.057,39 41.824,21 1.633.507,89
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.924,50 147.746,75 0,00 0,00 0,00 150.671,25
Summe Sachanlagen 9.324.307,82 534.941,90 0,00 23.057,39 0,00 9.836.192,33
Summe Anlagevermögen 10.138.566,57 611.472,97 0,00 23.057,39 0,00 10.726.982,15
kumulierte Abschreibungen 01.01.2024
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2024
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 592.881,75 97.243,07 0,00 0,00 0,00 690.124,82
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 592.881,75 97.243,07 0,00 0,00 0,00 690.124,82
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.266.792,99 112.179,81 0,00 0,00 -3.763,75 1.375.209,05
technische Anlagen und Maschinen 3.985.439,62 336.264,72 0,00 0,00 -11.241,20 4.310.463,14
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.177.057,79 111.140,44 0,00 22.961,39 15.004,95 1.280.241,79
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 6.429.290,40 559.584,97 0,00 22.961,39 0,00 6.965.913,98
Summe Anlagevermögen 7.022.172,15 656.828,04 0,00 22.961,39 0,00 7.656.038,80
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2024
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 200.665,00 221.377,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 200.665,00 221.377,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 901.953,00 944.588,82
technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.464.388,00 1.632.630,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 353.266,10 314.874,10
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 150.671,25 2.924,50
Summe Sachanlagen 0,00 2.870.278,35 2.895.017,42
Summe Anlagevermögen 0,00 3.070.943,35 3.116.394,42

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 300.000,00 und ist voll erbracht.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage (TEUR 1.555; Vj. TEUR 1.555) betrifft andere Zuzahlungen von Gesellschaftern in das Eigenkapital.

Angaben und Erläuterungen zu sonstigen Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden mit TEUR 348,7 (Vj. TEUR 454,0) für Personalkosten, mit TEUR 256,9 (Vj. EUR 187,4) für Mietnebenkosten, mit TEUR 44,7 (Vj. TEUR 189,6) für ausstehende Rechnungen, mit TEUR 0,0 (Vj. 0,5) für Schadenersatz, mit TEUR 14,0 (Vj. TEUR 12,4) für Gewährleistungen, mit TEUR 43,8 (Vj. TEUR 43,3) für Abschlusskosten, mit TEUR 5,9 (Vj. TEUR 7,4) für Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen, mit TEUR 8,0 (Vj. TEUR 15,5) für Weihnachtsgeschenke und mit TEUR 8,6 (Vj. TEUR 0,0) für Mietnachzahlung gebildet.

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte nach Restlaufzeit

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten gemäß § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB enthält folgender Verbindlichkeitenspiegel:

unter 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
Gesamt
EUR
pfandrechtlich gesicherte Beträge
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 2.600.000,00 2.600.000,00 2.600.000,00
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 41.500,00 0,00 41.500,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 928.159,77 0,00 928.159,77 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen*) 63.934,73 2.000.000,00 *) 2.063.934,73 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 430.708,53 0,00 430.708,53 0,00
1.464.303,03 4.600.000,00 6.064.303,03 2.600.000,00

*) davon mit Rangrücktrittserklärung TEUR 1.700 nachrangig

Im Vorjahr stellten sich die Laufzeiten der Verbindlichkeiten wie folgt dar:

unter 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
Gesamt
EUR
pfandrechtlich gesicherte Beträge
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 2.600.000,00 2.600.000,00 2.600.000,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 157.080,00 0,00 157.080,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 385.987,95 0,00 385.987,95 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen*) 13.554,14 3.850.000,00 *) 3.863.554,14 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 353.129,92 0,00 353.129,92 0,00
909.752,01 6.450.000,00 7.359.752,01 2.600.000,00

*) davon mit Rangrücktrittserklärung TEUR 1.700 nachrangig

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Globalzession von Forderungen sowie durch Sicherungsübereignung von Maschinen besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalte an den entsprechenden Vermögensgegenständen gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind durch Sicherungsübereignung von Maschinen besichert.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 63,9 (Vj. TEUR 13,6) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie TEUR 1,6 (Vj. TEUR 1,4) auf Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Im Berichtsjahr erfolgte ein Forderungsverzicht durch den Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.350,0.

Nicht bilanzierte sonstige Verpflichtungen

Aus Immobilien-Mietverträgen und aus Mobilen-Miet- und Leasingverträgen ergeben sich derzeit folgende jährlichen finanziellen Verpflichtungen:

2025
TEUR
2026
TEUR
ab 2027
TEUR
Immobilien-Mietverträge 843,1 638,1 23,1
Mobilien-Miet- und Leasingverträge 49,7 41,3 25,6
892,8 679,4 48,70

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen entfallen TEUR 9.843,1 (Vj. TEUR 7.513,7) auf das Inland und TEUR 7.545,7 (Vj. TEUR 8.501,5) auf das Ausland.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 1.486,1 (Vj. TEUR 216,8) periodenfremde Erträge und Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung enthalten. Davon entfallen TEUR 1.350,0 auf einen Forderungsverzicht und TEUR 16,3 auf Versicherungsentschädigungen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betreffen planmäßige Abschreibungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 2,6 (Vj. TEUR 17,4).

Sonstige Angaben

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Geschäfte mit nahestehenden Personen bestehen innerhalb der senata-Gruppe. Die Geschäfte erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren 115 (Vj. 118) gewerbliche Mitarbeiter, 47 (Vj. 49) Angestellte und 3 (Vj. 2) Auszubildende beschäftigt.

Name des Geschäftsführers

Herr Michael Pausch, Diplom-Ingenieur (FH), einzelvertretungsberechtigt

Die Angabe der Gesamtbezüge unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB.

Mutterunternehmen

Mutterunternehmen der QANTOS GmbH ist die senata GmbH, Freising.

Konzernzugehörigkeit

Die Qantos GmbH wird in den Konzernabschluss der senata GmbH einbezogen. Die senata GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf. Der offengelegte Konzernabschluss ist beim Bundesanzeiger erhältlich.

Beirat

Herr Dr. Werner Folger, Rechtsanwalt, Freising (Vorsitzender)

Frau Katja Osl, Geschäftsführerin senata GmbH, Freising (seit 01. April 2024)

Die Vergütung für den Beirat betrug im Berichtsjahr TEUR 15.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.368.680,62 zusammen mit dem Verlustvortrag von EUR 1.572.398,90, insgesamt EUR 203.718,28 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Weiden, den 31. Januar 2025

gezeichnet Michael Pausch, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.05.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss der QANTOS GmbH, Weiden, zum 31. Dezember 2024 ist nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde von der Wiesmaier und Kollegen GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Weilheim, ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk mit Datum 03. Februar 2025 erteilt, der nachstehend beigefügt ist.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die QANTOS GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der QANTOS GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der QANTOS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Weilheim, 03. Februar 2025

Wiesmaier und Kollegen GmbH
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