Stammdaten

Register
Amtsgericht Aschaffenburg HRB 12522
Eingetragen
6.12.2012
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenEinzelhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
der Handel mit pharmazeutischen Erzeugnissen, Drogen, Chemikalien sowie allen Waren, die in Apotheken, Dorgerien, Parfümerien und ähnlichen Geschäften verkauft werden

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Steve Eichberger
seit 14.7.2023
Prokura
Thomas Bisgiel
seit 26.7.2022
Prokura
Nadine Wegner
seit 26.7.2022
Prokura
Heike Dr. Brockmann
seit 11.8.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (14)

Ungelöste Beteiligungen (5)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
ADELHEID GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AEP GmbH

Alzenau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.370.552,65 1.270.725,07
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.829.458,44 6.441.404,22
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.102.137,82 2.252.868,32
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.716,24 7.937.312,50 5.436,50 8.699.709,04
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 41.483.072,22 29.237.594,78
2. geleistete Anzahlungen - 41.483.072,22 - 29.237.594,78
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 808.767,10 351.361,72
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.039.473,29 3.848.240,39 2.024.035,96 2.375.397,68
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 262.754,01 268.998,32
C. Rechnungsabgrenzungsposten 68.624,69 70.043,09
54.970.556,46 41.922.467,98

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Kapitalrücklage 42.426.597,59 42.426.597,59
III. Verlustvortrag - 31.875.932,58 - 31.250.114,70
IV. Jahresüberschuss 800.018,64 - 625.817,88
B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen 2.345.413,70 1.353.150,43
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 18.126.945,35 8.973.324,60
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19.027.737,74 16.417.468,17
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.819.776,02 4.327.859,77
54.970.556,46 41.922.467,98

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

AEP GmbH, Alzenau

2023 2023 2022 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 633.507.293,11 559.032.560,76
2. sonstige betriebliche Erträge 190.574,69 222.514,87
3. Materialaufwand 608.288.688,81 538.088.282,89
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe und für bezogene Waren 608.288.688,81 538.088.282,89
b) Aufwendungen für Bezogene Leistungen - - -
4. Personalaufwand 9.900.640,98 9.469.972,43
a) Löhne und Gehälter 8.407.571,38 - 7.964.925,19
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen 1.493.069,60 1.505.047,24
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.387.958,07 1.247.883,87
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 11.120.017,98 10.105.456,01
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - -
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.196.055,77 965.000,23
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag - 2,08
10. Ergebnis nach Steuern 804.506,19 - 621.517,72
11. sonstige Steuern - 4.487,55 - 4.300,16
Jahresüberschuss 800.018,64 - 625.817,88

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben

Die AEP GmbH, mit Sitz in Alzenau (im Folgenden kurz "Gesellschaft"), ist beim Amtsgericht Aschaffenburg im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 12522 eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), insbesondere der §§ 264 ff. HGB, und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB.

Die Bilanz wird vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind im Anhang genannt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Sachanlagevermögen sowie die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 20 Jahren) bewertet.

Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert in Höhe von EUR 800,00 wurden grundsätzlich in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe aufwandswirksam erfasst.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten auf Basis des gleitenden Durchschnittspreises.

Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände und die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt worden. Rechnungsabgrenzungsposten wurden zeitanteilig zum Nennbetrag gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zum Tag der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken sind berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Geschäftsjahr 2023 ist in einer Anlage 1 zum Anhang dargestellt (Anlagenspiegel).

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 2.345.413,70 betreffen im Wesentlichen Boni, Resturlaubsansprüche und Prüfungskosten sowie Aufwendungen für Archivierung und Beiträge zur Berufsgenossenschaft.

Die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten sind in einem Verbindlichkeitenspiegel (siehe Anlage 2 zum Anhang) zusammengefasst dargestellt.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind EUR 3.819.776,02 nachrangige Darlehen und Zinsansprüche der Gesellschafter der Adelheid GmbH beinhaltet.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde für den Zeitraum vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 633.507.293,11 wurden nahezu ausschließlich im Inland erzielt.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden EUR 0,00 an selbstgeschaffenen immateriellen Vermögengegenständen als Entwicklungskosten aktiviert.

V. Sonstige Angaben

Die AEP GmbH hat hauptsächlich Leasingverträge für materielle Güter abgeschlossen. Der Zweck der Verträge liegt in der Beschaffung und Finanzierung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen. Risiken könnten durch den Abschluss teurerer Anschlussvereinbarungen zu höheren Kosten nach dem Auslaufen dieser Verträge entstehen.

Die AEP GmbH hat einen bestehenden Vertrag über den Verkauf und die Abtretung von Forderungen gegen Dritte. Danach kauft der Factor nach Maßgabe der vertraglichen Vereinbarungen bestimmte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten an und übernimmt auch das Bonitätsrisiko (echtes Factoring). Die Factoringentgelte sind unter "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Neben einer Reduzierung der Risiken dient der Verkauf der Forderungen vorwiegend der Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen / Haftungsverhältnisse:

Miet- und Leasinggesamtverpflichtungen EUR 4.036.266,00.

Zum 31. Dezember 2023 verfügt die AEP GmbH zur Absicherung der Mietverpflichtung über eine Bürgschaft in Höhe von EUR 443.456,82.

Übrige Angaben:

Die Angabe über die Bezüge der Mitglieder der Unternehmensorgane (Geschäftsführer) unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9 HGB.

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangsangabe des Konzernabschlusses der Adelheid GmbH enthalten.

Im Jahresdurchschnitt wurden 2023 226 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) beschäftigt, davon 70 Angestellte und 156 gewerbliche Arbeitnehmer. Auszubildende und Praktikanten wurden hier nicht mit einbezogen.

Der Gesamtbetrag, der gem. §268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 0,00.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresgewinn von EUR 800.018,64 zusammen mit dem Verlustvortrag von EUR 31.875.932,58 auf neue Rechnung vorzutragen.

Die AEP GmbH ist ein 100 %iges Tochterunternehmen der Adelheid GmbH mit Sitz in 63755 Alzenau, die beim Amtsgericht Aschaffenburg im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 14288 eingetragen ist. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Adelheid GmbH einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet. Die Auswirkungen des Urteils des Bundesgerichthofes, welches die Gewährung von Skonto auf verschreibungspflichtige Medikamente verbietet, sind aktuell noch nicht absehbar, da die Urteilsbegründung noch aussteht.

Geschäftsführerin im Geschäftsjahr war:

Frau Dr. Heike Brockmann, Geschäftsführerin

 

Alzenau, den 23. April 2024

AEP GmbH

Dr. Heike Brockmann

Anlagenspiegel 31. Dezember 2023

(in EUR)

Anschaffungskosten kumuliert 01.01.2023 Zugang AHK 2023 Umbuchungen AHK 2023
I Immaterielle Vermögensgegenstände
1 Gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte 3.315.421,79 287.484,30 0,00
II Sachanlagen
1 Technische Anlagen und Maschinen 10.409.716,54 56.760,22 0,00
2 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.415.557,30 375.428,35 5.436,50
3 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.436,50 5.716,24 -5.436,50
19.146.132,13 725.389,11 0,00
Abgang AHK 2023 Anschaffungskosten kumuliert 31.12.2023
I Immaterielle Vermögensgegenstände
1 Gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte 0,00 3.602.906,09
II Sachanlagen
1 Technische Anlagen und Maschinen 0,00 10.466.476,76
2 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 5.796.422,15
3 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 5.716,24
0,00 19.871.521,24
Abschreibungen bis 31.12.2022 Abschreibungen 2023 Zuschreibungen 2023 Abschreibungen kumuliert
I Immaterielle Vermögensgegenstände
1 Gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte 2.044.696,72 187.656,72 0,00 2.232.353,44
II Sachanlagen
1 Technische Anlagen und Maschinen 3.968.312,32 668.707,00 0,00 4.637.019,32
2 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.162.688,98 531.594,35 0,00 3.694.283,33
3 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
9.175.698,02 1.387.958,07 0,00 10.563.656,09
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
I Immaterielle Vermögensgegenstände
1 Gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte 1.370.552,65 1.270.725,07
II Sachanlagen
1 Technische Anlagen und Maschinen 5.829.457,44 6.441.404,22
2 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.102.138,82 2.252.868,32
3 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.716,24 5.436,50
9.307.865,15 9.970.434,11

Verbindlichkeitenspiegel 31. Dezember 2023

(in EUR)

Restlaufzeit bis 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre Besicherung
Verbindlichkeiten Gesamt 40.974.459,11
davon Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 18.067.745,35 59.200,00 0,00 Sicherungsübereignung
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19.027.737,74 0,00 0,00
davon sonstige Verbindlichkeiten 1.705.192,72 2.114.583,30 0,00
38.800.675,81 2.173.783,30 0,00

Lagebericht zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die AEP GmbH ist ein im Jahr 2012 gegründetes Unternehmen im Pharma-Großhandel. Die Gesellschaft betreibt seit 2013 in Alzenau ihr Zentrallager, welches zu den großen und modernen Pharma-Logistik-Zentren Europas gehört. Das Unternehmen beschäftigt sich mit dem Handel von pharmazeutischen Erzeugnissen sowie allen Waren, die in Apotheken verkauft werden. Die Geschäftstätigkeit der AEP GmbH ist auf den deutschen Markt beschränkt.

Im Verlauf des Jahres 2022 wurde die Organisationsstruktur der AEP GmbH derart verändert, dass die Geschäftsführung auf eine Person reduziert wurde, die durch ein neu etabliertes, 4-köpfiges Core Team in den Leadership-Aufgaben unterstützt wird. Allein-Geschäftsführerin der AEP GmbH im Geschäftsjahr 2023 war Dr. Heike Brockmann, die über umfassende Erfahrungen im pharmazeutischen Großhandel verfügt. Das Core Team besteht aus den Leitungsfunktionen des Kaufmännischen Bereichs, des Einkaufs, der Informationstechnologie sowie Operations. Alle Core Team Mitglieder bringen ebenfalls umfangreiche Erfahrungen aus den Bereichen Großhandel - und hier insbesondere wiederum dem pharmazeutischen Großhandel - sowie der Industrie ein. Im Jahr 2023 waren rund 230 Mitarbeiter für die AEP beschäftigt.

Das Geschäftsmodell der AEP GmbH basiert auf einer deutschlandweiten Belieferung aller ungefähr 17.500 Apotheken aus dem Zentrallager in Alzenau. Dabei wurde eine effiziente Logistiklösung implementiert, die vom Geschäftsstart im Oktober 2013 an, eine Belieferungsfähigkeit sämtlicher Apotheken seit über 10 Jahren im gesamten Bundesgebiet bietet.

Durch das Zentrallager, der effizienten Logistiklösung und einer Fokussierung auf das Wesentliche - der zuverlässigen Lieferung von Arzneimitteln und sonstigen pharmazeutischen Produkten an Apotheken im gesamten Bundesgebiet - hat die AEP im deutschen Markt eine führende Kostenposition.

Als ein den gesetzlichen Anforderungen gemäß § 52b AMG (Arzneimittelgesetz) entsprechender vollsortierter Pharmagroßhandel bietet die AEP GmbH sämtlichen Apotheken deutschlandweit das volle Sortiment mit regelmäßiger, täglicher Lieferung an.

Das Preismodell der AEP GmbH ist einfach und transparent. Es gilt für alle Kunden unabhängig von deren Lage und Größe. Dabei ist die AEP GmbH auf Basis der dargestellten, niedrigen Kostenstruktur in der Lage, nachhaltig hervorragende und sehr wettbewerbsfähige Konditionen am Markt anzubieten.

Zur Steuerung des Unternehmens dient, zusätzlich zum Jahresergebnis, der Rohertrag als zentraler Leistungsindikator, da im Rohertrag die Geschäftsentwicklung sowohl in quantitativer (Umsatz) als auch qualitativer Hinsicht (Rohertragsmarge) Eingang findet.

II. Wirtschaftsbericht / Lage des Unternehmens

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 von den Folgen der globalen Krisen geprägt. Trotz der jüngsten Rückgänge blieben die Preise auf allen Wirtschaftsstufen weiterhin hoch und dämpften die Konjunktur. Zusätzlich verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und die Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland nahm ab. Somit konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht weiter vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 erholen. Es gab erhebliche Unterschiede in der Entwicklung der einzelnen Wirtschaftsbereiche. Positive Impulse kamen vor allem aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Hingegen verzeichneten die energieintensiven Industriezweige wie die Chemie- und Metallindustrie erneut einen weiteren Rückgang in Produktion und Wertschöpfung.

Die Verteuerung der Energie führte zu steigenden Herstellungskosten und trieb damit die einsetzende Inflation weiter an.

Steigende Nachfrage an den Rohstoffmärkten bewirkte zudem eine Verknappung einiger Wirkstoffgruppen bei der Medikamentenherstellung sowie die Verfügbarkeit für den deutschen Markt.

Insgesamt hat der Umsatz im pharmazeutischen Großhandel in Deutschland um +6% weiter zugelegt, bei gleichzeitig leicht sinkenden Absatzmengen (-3% vs. VJ.). Der Apothekenmarkt an sich befand sich in einem schwierigen Marktumfeld. Bis zu 1.000 Medikamente, von Kinder-Arzneimittel und Antibiotika bis hin zu Medikationen gegen Asthma, Krebs oder Diabetes und auch Erkältungsmittel, waren im Jahr 2023 herstellerseitig am Markt teilweise überhaupt nicht verfügbar. Generell hält der Trend vom Rückgang der Apothekenanzahl weiter an und hat 2023 mit 497 Schließungen einen neuen Tiefstwert von 17.571 Apotheken erreicht.

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Wie schon in den Vorjahren war im Pharma-Großhandel auch das Jahr 2023 durch sehr wettbewerbsintensive Marktbedingungen geprägt, die durch den im Jahr 2022 ausgebrochenen Ukraine-Krieg zusätzlich verschärft wurden.

Im Laufe des Jahres 2023 konnte die AEP GmbH dennoch ihren Kundenstamm kontinuierlich auf ungefähr 6.470 Apotheken zum Jahresende ausbauen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 entsprach dies einer Marktreichweite von mehr als einem Drittel.

Ertragslage

Grundsätzlich haben sich auch im Geschäftsjahr 2023 die Vorteile eines Zentrallagers gezeigt. Wie in der Vergangenheit auch - und trotz des schwierigen Marktumfelds mit sinkender Apothekenanzahl und schwer verfügbaren Produkten - hat die AEP GmbH im Jahr 2023 einen klaren Fokus auf qualitativ wertige Geschäfte und weiteres Wachstum gelegt.

Als Endergebnis resultierte im Vergleich zu 2022 ein ansteigender Umsatz sowie eine Rohertragserhöhung.

Die Erlöse der AEP GmbH erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 um 13% gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt summierte sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 633.507 (VJ.: 559.033). Der Rohertrag wuchs hingegen um +20% auf TEUR 25.219 (VJ.: 20.944). Die Rohertragsentwicklung bestätigte dementsprechend auch im zehnten vollen Geschäftsjahr der AEP GmbH ihren Wachstumskurs.

Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem Ergebnis von TEUR +800 abgeschlossen, damit ist die geplante Ergebnisentwicklung im Vergleich zum Vorjahr (TEUR -626) realisiert worden. Hier sind insbesondere diverse Maßnahmen zur Rohertragssicherung zu nennen, die erfolgreich umgesetzt wurden, um den Unternehmenserfolg zu gewährleisten.

Die Aufwendungen für Personal erhöhten sich um 4,5% auf TEUR 9.901 (VJ.: 9.470) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um rund +10% auf TEUR 11.120 (VJ.: 10.105), damit jeweils zur Umsatzentwicklung unterproportional.

Das Finanzergebnis belastete das Jahresergebnis mit TEUR 2.196 durch den gestiegenen EURIBOR wesentlich stärker als im Vorjahr (VJ.: 965).

Die Gegenüberstellung der Zahlen des Geschäftsjahres 2023 mit der ursprünglichen Planungsrechnung zeigt, dass die Umsatzentwicklung über Plan (Mio. EUR 629) abschloss, der tatsächlich erwirtschaftete Rohertrag jedoch hinter der ursprünglichen Planung (TEUR 26.710) zurückgeblieben ist. Durch Kostendisziplin und Einsparungen konnte das Planergebnis von TEUR 701 um +13% übertroffen werden.

Vermögens- und Finanzlage:

Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 54.971 (VJ.: 41.922). Maßgeblich aufgrund von höheren Warenbeständen sowie Verbindlichkeiten ist die Bilanzsumme im Vergleich zum 31. Dezember 2023 angewachsen.

Auf der Aktivseite summierte sich das Netto-Anlagevermögen per 31. Dezember 2023 auf TEUR 9.308 (VJ.: 9.970). Dabei wurden im Laufe des Geschäftsjahres 2023 weitere, die Geschäftsentwicklung flankierende Investitionen, insbesondere in die Lager- und IT-Kapazitäten des Unternehmens, getätigt. Diese sind jedoch niedriger als die Höhe der Abschreibungen auf das Anlagevermögen ausgefallen. Vergleichsweise hohe Investitionen in den Vorjahren sowie eine - unter anderem aufgrund der pandemiebedingten Unwägbarkeiten - eher konservative Investitionspolitik, sind unter anderem die Gründe hierfür. Insgesamt resultierte daraus dementsprechend ein leicht niedrigeres Anlagevermögen. Des Weiteren belief sich der Warenbestand als größter Posten des Umlaufvermögens zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 41.483 (VJ.: 29.238). Beim erhöhten Warenbestand handelt es sich maßgeblich um einen Stichtagseffekt. Zum Jahresende war der Warenbestand durch übliche Auslieferstopps in der Industrie in den ersten Tagen des neuen Jahres stärker bevorratet worden. Unabhängig davon sehen wir weiterhin die Vorteile einer zentralen Lagerhaltung bei einem weiteren Anstieg des Geschäftsvolumens. Daher rechnen wir grundsätzlich mit einem gegenüber der Umsatzentwicklung unterproportionalen Anstieg des Warenbestandes.

Zum Bilanzstichtag am Jahresende 2023 lag die Quote des wirtschaftlichen Eigenkapitals bei 25,04% (VJ.: 30,93 %). Dies wurde bedingt durch den Lageraufbau und die damit verbundene Bilanzverlängerung. Hierin beinhaltet sind TEUR 2.115 (VJ.: 2.115) nachrangige Darlehen und Zinsansprüche der Gesellschafter der Adelheid GmbH.

Die Finanzlage war jederzeit stabil und gut. Die deutlich erhöhte Mittelbindung im Nettoumlaufvermögen (Vorräte) wurde durch einen positiven operativen Cashflow sowie insbesondere durch den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit gedeckt. Der aus dem Geschäft heraus generierte Cashflow wurde insbesondere zur Finanzierung der Investitionstätigkeit sowie zur Bedienung und Tilgung von Finanzverbindlichkeiten verwendet.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die AEP GmbH geht für das Geschäftsjahr 2024 von einer zunächst weiterhin durch den Ukraine-Konflikt geprägten und infolgedessen von einer mit erheblichen Unsicherheiten behafteten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland aus.

Für den pharmazeutischen Großhandel wird mit einem moderaten Wachstum sowie mit einem anhaltend wettbewerbsintensiven Branchenumfeld im deutschen Markt gerechnet, der durch einen weiteren Rückgang der Apothekenanzahlen, Verfügbarkeitsthemen bei Medikamenten und neuen gesetzlichen Anforderungen, die zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht ausreichend bekannt sind, geprägt sein wird. Gleichzeitig erwarten wir auch eine weitere Konsolidierung des pharmazeutischen Großhandels. Insgesamt gehen wir davon aus, dass hieraus mehr Chancen als Risiken für die AEP GmbH resultieren.

Unabhängig davon eröffnen sich der AEP GmbH auch im Jahr 2024 gute Wachstumschancen in Umsatz und insbesondere im Ertrag. Wie von Geschäftsbeginn an wird dabei auch im neuen Geschäftsjahr qualitatives Wachstum Priorität gegenüber quantitativem Wachstum haben. Grundsätzlich gehen wir dabei für 2024 von einer sich weiterentwickelnden Normalisierung nach der Corona-Pandemie und einer damit einhergehenden Rückkehr auf einen über der Marktentwicklung liegenden Wachstumspfad beim Umsatz aus. Daneben erwarten wir eine Fortsetzung der seit Marktstart kontinuierlichen und stetigen weiteren Steigerung des Rohertrags. Wir gehen jedoch davon aus, dass diese Steigerung gegenüber den vergleichsweise starken Zuwächsen in den vergangenen Geschäftsjahren wieder moderater ausfallen wird.

Vorbehaltlich nicht erwarteter, durch den in Europa geführten Krieg direkt oder indirekt verursachter außerordentlicher Verwerfungen, erwarten wir für unsere zentralen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2024 beim Rohertrag eine Steigerung im zweistelligen Prozentbereich sowie beim operativen Jahresergebnis (EBITDA) eine im Verhältnis zum Umsatz proportionale Verbesserung. Das Jahresergebnis (EBT) soll hingegen gemäß Planungsrechnung und unter Berücksichtigung zunehmender Abschreibungen und Finanzierungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2024 auf dem Niveau aus 2023 erneut bestätigt werden. Bei der Steigerung des Rohertrags werden neben dem Wachstum aus Umsatz- und Margensteigerungen auch Effekte aus den geplanten Trademarketing-Aktivitäten erwartet.

Eine unveränderte Fortsetzung oder gar Verschärfung der gegenwärtigen Wettbewerbsintensität kann sich hemmend bzw. zeitverzögernd auf dieses Wachstum auswirken. Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, dass die sehr kompetitiven und infolge des Ukraine-Konfliktes mit außerordentlichen Unsicherheiten behafteten Marktbedingungen im Jahresverlauf grundsätzlich bis auf Weiteres Bestand haben werden.

Das BGH Skonto-Urteil vom 08.02.2024 hat unmittelbar zunächst Auswirkungen auf das Rechtsverhältnis zwischen der Wettbewerbszentrale und der HAEMATO Pharm GmbH. Des Weiteren hat die Urteilsbegrünung vom 11.04.2024 Einfluss auf das Pharmagroßhandelsgeschäft, da es die Anwendung der Arzneimittelpreisverordnung definiert. Genaue Folgen und Ergebnisse sind noch nicht absehbar.

Aufgrund der Struktur des Unternehmensaufbaus und der Form der Unternehmens- und Geschäftsorganisation mit der Bündelung der gesamten administrativen und operativen Tätigkeiten am Unternehmenssitz in Alzenau und der auf einer flexiblen Kostenstruktur basierenden Belieferungsfähigkeit aller mehr als 17.500 deutschen Apotheken sowie der daraus resultierenden, im Branchenvergleich führenden Kostenstruktur, sieht sich die AEP GmbH für die Zukunft unter allen Marktbedingungen grundsätzlich gut aufgestellt.

Für das Jahr 2024 rechnen wir, auf Grundlage der derzeit gegebenen Marktbedingungen, mit einer einsetzenden Normalisierung und damit einer Fortsetzung der seit Marktstart im Jahr 2013 anhaltenden Entwicklung und somit einer weiteren Verbesserung der Erlös- und insbesondere Ertragslage.

Auf Basis unserer im Branchenvergleich kosteneffizienten Unternehmensstruktur, der Vorratshaltung sämtlicher Lagerbestände in einem Zentrallager sowie der langfristig angelegten Partnerschaft mit einem der branchenführenden Logistikpartner und der daraus resultierenden Fähigkeit zur kurzfristigen Belieferung aller deutschen Apotheken, sind wir nicht nur für Apotheken, sondern auch für die pharmazeutische Industrie ein attraktiver Partner.

Der kontinuierliche Ausbau der Zusammenarbeit mit der pharmazeutischen Industrie untermauert diese Einschätzung. Darüber hinaus konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr bei Kundenzufriedenheitsumfragen unter deutschen Apothekern erneut unsere Bewertung bestätigen und uns insgesamt gut platzieren. Die für das Geschäftsjahr 2024 geplanten Investitionen unterstreichen die nachhaltige Überzeugung von Management sowie Gesellschaftern von dem Geschäftskonzept und der weiteren Entwicklung. AEP ist damit in der Lage, sich perspektivisch entwickelnde weitere Geschäftspotentiale nutzen zu können, die sich aus den grundsätzlichen Fähigkeiten einer zentralen Lagerhaltung sowie einer kosteneffizienten, bundesweiten Auslieferung und dem daraus resultierenden attraktiven Angebot ergeben.

Aufgrund der regulierungsbedingt sowohl bezugs- als auch absatzseitigen Beschränkung der Geschäftstätigkeit auf den deutschen Markt und der daraus resultierenden weitreichenden Preisstabilität unserer Warenbestände gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, auch im Geschäftsjahr 2024 keinen wesentlichen Währungs- und Bewertungsrisiken ausgesetzt zu sein. Dementsprechend nutzen wir aktuell weder zu Absicherungs- noch zu sonstigen Zwecken Finanzinstrumente. Forderungsrisiken bestehen aufgrund eines bestehenden Vertrages über den Verkauf und die Abtretung von Forderungen gegen Dritten im Rahmen eines sogenannten echten Factorings grundsätzlich nicht.

Insgesamt gehen wir daher aus heutiger Sicht von einer Fortsetzung der positiven Entwicklung der Geschäfts- und Ertragsentwicklung aus.

 

Alzenau, den 23. April 2024

AEP GmbH

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AEP GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AEP GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AEP GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus do- losen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mosbach, 23. April 2024

WGKK GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Melanie Kammerer, Wirtschaftsprüferin

Thorsten Knapp, Wirtschaftsprüfer

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