Stammdaten

Register
Amtsgericht Coburg HRB 136
Vorher
J.Walter Co. Maschinen-Gesellschaft mbH
Eingetragen
22.3.1957
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenGroßhandel mit WerkzeugmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Der Betrieb einer Fabrik zur Herstellung sowie der Vertrieb von und der Handel mit Maschinen, Eisenkonstruktionen, Geräten und einschlägigen Erzeugnissen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Rainer Wagner
seit 9.3.2018
Prokura
Britta Höfer
seit 21.1.2011
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Vitruma GmbH & Co. KG

Wilhelmsthal

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht 2022

Gliederung

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell des Konzerns

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

2. Chancenbericht

3. Gesamtaussage

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell des Konzerns

Der Vitruma-Konzern ist eine mittelständige Unternehmensgruppe, die im Bereich des Sondermaschinenbaus für die Glasindustrie Produktionsmaschinen und -anlagen entwickelt, produziert und selbstständig auf dem internationalen Markt vertreibt. Unsere Kernkompetenz liegt in der Entwicklung und Fertigung hochproduktiver und technisch robuster Produktionsmaschinen und -anlagen. Den globalen Vertrieb sichern wir durch eigene Mitarbeiter, die langjährige Erfahrungen aus der Glasproduktion besitzen, und durch Landesvertreter, die jeweils in ihrer Region Muttersprachler sind.

Unsere Kunden produzieren auf den von uns entwickelten und gefertigten Anlagen die verschiedensten hochqualitativen Glasprodukte, z.B. Haushaltsartikel wie Mikrowellengeschirr, Trinkgläser und Schalen; aber auch hochwertigere und komplexere Stielglasartikel, wie Wein- und Sektgläser. Im Bereich "technisches Glas" bieten wir hochproduktive Fertigungslinien zur Herstellung von Glasbausteinen, Waschmaschinenschaugläsern oder auch Hochspannungsisolatoren.

Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft bewusst und stärken unsere Region, beispielsweise durch die Ausbildung junger Leute und einem Netzwerk aus regionalen Lieferanten.

Unsere Neuentwicklungen und Verbesserungen der eigen entwickelten Maschinen ermöglichen unseren Kunden nachhaltig Energie und somit CO 2 einzusparen.

Durch die Einführung der Managementmethode "Flowing Business" reagieren wir auf die Anforderungen der jungen Generation von Mitarbeiter und möchten uns so als einen attraktiven Arbeitgeber in unserer Region etablieren. Selbstorganisation und Motivation durch direkte Erfolge sind die Kerngedanken dieses Führungsstils, einher geht damit eine Effizienzsteigerungen in den administrativen und gewerblichen Arbeitsprozessen.

2. Forschung und Entwicklung

Unsere eigenen technischen Entwicklungen im Bereich Maschinenmechanik und SPS-Softwareprogrammierung sind die technische Basis unseres Erfolges.

Durch engen und partnerschaftlichen Kontakt zu unseren Kunden sammeln wir detaillierte Erkenntnisse über den Lebenszyklus unserer Maschinen, die wir dann in Weiterentwicklungen einfließen lassen.

Das im Jahr 2021 gestartete Entwicklungsprojekt "New Generation" konzentriert sich auf Energieeinsparungen in der Glasproduktion und wird im Rahmen des bayerischen Technologie Förderprogramms bezuschusst. Erste Teilergebnisse liegen vor und werden in den nächsten Kundenprojekten schon umgesetzt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das gesamte Bilanzjahr 2022 wurde durch die SARS-Cov-2 Pandemie und die daraus folgenden kollabierenden Lieferketten beeinflusst.

Unser Fertigungsablauf wurde stark negativ durch fehlende oder verspätet angelieferte Kaufteile beeinflusst. Besonders schwerwiegend waren die Lieferverzögerungen von elektronischen Komponenten, wie z.B. Motorverstärker und Einspeisemodule des SIEMENS Konzerns. Ähnlich war die Situation bei Kaufteilen wie Getriebe, Zahnstangen und Kabeln.

Der weltweite Engpass im Transportwesen verursachte zusätzlich erhebliche Verzögerungen in den Lieferterminen und erhöhte die Transportkosten.

Diese besondere Situation führte dazu, dass wir die vereinbarten Liefertermine an unseren Kunden bei zwei Projekten nicht halten konnten und der geplante ausgelieferte Umsatz zum Bilanzstichtag nicht erreicht wurde. Diese verzögerten Projekte führten zu einem maßgeblichen Anstieg der Position "unfertige Erzeugnisse".

Eine weitere negative Folge, die unser Konzerngeschäft auch im Jahr 2022 nachhaltig beeinflusst hat, ist die Materialknappheit und die gestiegenen Materialkosten. Wir waren gezwungen, mit hohem Zeitaufwand neue Lieferanten zu finden und Preise zu verhandeln. Das durchschnittliche Preisniveau von 2020/21 konnte nicht gehalten werden Im Zusammenhang mit der weltweiten Pandemie und dem Ukraine Krieg stiegen auch die Energiekosten. Im Jahr 2021 und 2022 konnten wir unseren Strompreis durch einen Liefervertrag mit Festpreisvereinbarung sichern. Ab Januar 2023 bezahlen wir unseren verbrauchten Strom nach dem SPOT Markt Model und werden nach derzeitigem Stand im Jahresmittel mit der Verdreifachung der ursprünglichen Stromkosten rechnen müssen.

Gerade die erhebliche Verteuerung von Erdgas führte bei unseren Kunden zu einer Verunsicherung. Geplante und mit uns andiskutierte Investitionen verzögerten sich dadurch. Die Kostenerhöhung betrifft dabei hauptsächlich den europäischen Markt. Märkte wie Indien, China und Mexiko sind sehr viel geringer beeinflusst.

Im September 2022 haben wir mit großem Erfolg an der internationalen Fachmesse "glasstec" in Düsseldorf teilgenommen. Unsere Kunden und wir freuten uns über das persönliche Wiedertreffen. Im Rahmen dieser gemeinsamen Zeit wurden viele verschiedene Projekte mit bekannten und neuen Kunden besprochen. Im Nachgang mussten wir leider feststellen, dass die Investitionsentscheidungen bei vielen Kunden noch sehr stark von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage beeinflusst werden. Wir haben uns von der Messe einen stärkeren Auftragseingang erhofft.

Im Verlauf des Jahres 2023 werden wir an weiteren regionalen Messen teilnehmen: Glassman - Istanbul, China Glass - Shanghai, glasspex - Mumbai und Glassman - Cleveland USA.

2. Geschäftsverlauf

Im gesamten Jahresverlauf war die Auftragslage gut bis sehr gut. Wir lieferten Aufträge in die Länder: Deutschland, Frankreich, Polen, Thailand, Brasilien, Mexiko, Ukraine und Russland. Unser Konzernergebnis lag leicht unter der Prognose des Vorjahres.

Die Auslieferung an die russischen Kunden konnte innerhalb der zugelassenen Zeitfristen realisiert werden; so lieferten wir die Produktionslinie für Hochspannungsisolatoren noch im Januar, vor Ausbruch des Krieges aus. Bis zum 10. Juni (Deadline aus dem Embargo für alle laufenden Projekte) war es uns möglich, mehrere Teillieferungen an unseren langjährigen russischen Kunden durchzuführen. Die letzte Teillieferung dieses umfangreichen Ersatzteilauftrages durfte nicht mehr geliefert werden.

Die anhaltenden internationalen Sanktionen gegenüber Russland werden unseren Geschäftserfolg im Konzern nicht maßgeblich beeinflussen, da wir vermehrt Anfragen aus neuen Regionen aktuell erhalten. Die Länder aus Nordafrika und Vorder- und Zentralasien wollen aktiv die neuen wirtschaftlichen Chancen nutzen.

Langjährige Kunden, wie auch neue Kunden, aus Deutschland, Bulgarien, Indien, Mexiko und Thailand beauftragten uns im Geschäftsjahr 2022 mit der Fertigung von Produktionslinien zur Herstellung von Tableware und Retrofit-Paketen.

Im gesamten Konzerngeschäftsjahr hatten wir eine hohe Kapazitätsauslastung. Aus diesem Grund haben wir viel "Lohnfertigung" von unseren Lieferanten zugekauft.

Zum Ende des Jahres pendelten sich die Materialkosten auf einem hohen Niveau ein und die Liefertreue der E-Komponenten hat sich stabilisiert. Die Lieferzeiten sind weiterhin extrem lang.

Der Auftragsbestand befindet sich zum Jahresende auf einem erfreulich hohen Stand und führt derzeit zu einer Vollauslastung in allen Abteilungen.

3. Lage

a) Ertragslage

Unsere Konzernertragslage war im Jahr 2022 geprägt durch die Auslieferung von Produktionsanlagen, ausgeführten Maschinenüberholungen und einem starken internationalen Ersatzteilgeschäft.

Die Materialeinsatzquote kann über die Geschäftsjahre variieren, da sie von dem zu fertigenden Maschinentyp abhängig ist.

Unser Rohertrag, der stark durch unser Projektgeschäft beeinflusst ist, ist um rd. 8 % höher als im Vorjahr und beläuft sich auf 6.703 TEUR. Schlussabrechnungen erfolgen grundsätzlich erst nach Abnahme der Projekte, die über einen längeren Zeitraum hergestellt werden, wodurch sich Gewinnrealisierungen über den Bilanzstichtag hinaus verschieben können.

Die absolute Höhe unserer Personalaufwendungen konnte im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant gehalten werden; im Vergleich zur Betriebsleistung reduzierte sich der Personalaufwand jedoch um rd. 2,1 % Punkte. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2022 nahmen wir für 2 Monate in geringen Maß (< 15%) die Möglichkeit von Kurzarbeit in Anspruch.

Im Jahr 2022 tätigten wir keine nennenswerten Investitionen. Die in 2021 installierten neuen CNC Fräs- und CNC Drehmaschinen konnten mit hoher Effizienz zu unserem Konzernbetriebsergebnis beitragen. Unsere Mitarbeiter erarbeiteten sich eine hohe Fachkompetenz, die wir durch regelmäßige Schulungen weiterentwickeln. Wie jedes Jahr wurden auch in 2022 alle notwendigen Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten an unserer Betriebsausstattung und dem Firmengebäude durchgeführt.

Die Abschreibungen verteilen sich im Wesentlichen auf das bewegliche Sachanlagevermögen des Konzerns und sind im Anlagenspiegel positionsbezogen dargestellt. Die Erhöhung resultiert aus im Vorjahr und im laufenden Jahr durch geführten Investitionen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2022 um 228 TEUR. Insbesondere nahmen die Vertriebsaufwendungen um rd. 166 TEUR zu; das begründet sich in unseren verstärkten Vertriebsaktivitäten, wie z.B. der Messeteilnahme an der "glasstec".

Die übrigen Veränderungen der Kosten waren ohne erwähnenswerte Besonderheiten.

Der Konzernjahresüberschuss 2022 beträgt 401 TEUR und zeigte trotz der weltweiten, pandemiebedingten Rezession ein zufriedenstellendes Ergebnis.

b) Finanzlage

Unsere Verbindlichkeiten konnten, wie auch in den Vorjahren, immer fristgerecht mit Skontoausnutzung bezahlt werden. Im betrachteten Zeitraum lagen neben "Letter of Credit (LoC)" Finanzierungen überwiegend Anzahlungsfinanzierungen der Kunden vor.

Die Liquidität war zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt. Unsere Finanzlage war 2022 durchgängig stabil. Die zur Verfügung stehenden Aval- und Projektlinien wurden, wenn nur kurzfristig, beansprucht.

Ein projektbezogener Bankkredit zur Vorfinanzierung eines chinesischen Großauftrags wurde eingerichtet aber in 2022 nicht belastet.

Unsere Konzernkapitalstruktur ist von einem in seiner absoluten Höhe unveränderten Eigenkapital gekennzeichnet. Aufgrund der höheren Bilanzsumme veränderte sich unsere Eigenkapitalquote allerdings um -8,3 % Punkte.

Im betrachteten Bilanzjahr kam es zu keinen nennenswerten Zahlungsausfällen. Wegen des Russland-Embargo haben wir die Situation, dass wir trotz vollständiger Vorauskasse eines Kunden nicht ausliefern durften.

Wir erwarten auch im aktuellen Jahr 2023 einen Geschäftsverlauf mit positivem Konzernergebnis. Durch weitgreifende Maßnahmen, wie z.B. der Einführung von "Flowing Business" und Produktivitätssteigerungen an unseren neuen Fertigungsmaschinen, werden wir in der Lage sein, die gestiegenen Materialkosten zu kompensieren.

Der derzeitige Konzernauftragsbestand lastet uns bis Ende des 3. Quartals gut aus. Wir stehen mit verschiedenen Kunden in erfolgsversprechenden technischen Beratungsgesprächen und erwarten kurzfristig Auftragsabschlüsse.

Unseren vertraglichen Zins- und Tilgungsverpflichtungen sind wir im Geschäftsjahr 2022 vollumfänglich nachgekommen.

Wir werden, wie in den Vorjahren auch, die Lieferantenverbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsziele mit Skontoausnutzung begleichen.

Unsere Projektfinanzierung erfolgt weiterhin über Anzahlungen, durch projektgebundene Kredite bis zur vollständigen Abnahme der Produktionsanlagen oder durch LoC Finanzierungs-Laufzeiten durch den Kunden.

c) Vermögenslage

Unsere Konzernvermögenslage zeigt eine hohe Umlaufvermögensquote von rd. 65,5% (Vorjahr: rd. 57,7%), was das Projektgeschäft im Großmaschinenbau widerspiegelt. Unsere Fremdfinanzierungsquote liegt unter Berücksichtigung der unter den Vorräten ausgewiesenen, leistungsstandbezogenen Anzahlungen bei 62,9% (Vorjahr rd. 65,9 %).

Das Anlagevermögen ist im Wesentlichen geprägt von Sachanlagen.

Die rechnerische Eigenkapitalquote bei nahezu gleicher absoluter Höhe des Eigenkapitals minderte sich aufgrund der Erhöhung der Bilanzsumme von 14,5 % auf 11,3 %. Wir haben keine Kapitalherabsetzungen oder -erhöhungen beschlossen.

Unter dem Fremdkapital spiegelt sich unser Projektgeschäft, das geprägt ist von mittelfristigen Fertigungszeiträumen, wider.

Den Vorräten, unter Berücksichtigung der dem Leistungsstand entsprechenden Anzahlungen und den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie positiven Bankbeständen mit rd. TEUR 4.917, stehen kurzfristige Rückstellungen, Bankverbindlichkeiten, erhaltene, passivisch ausgewiesene Anzahlungen und Lieferverbindlichkeiten mit TEUR 5.700 gegenüber.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Unsere finanziellen Leistungsindikatoren sind als branchenüblich zu bezeichnen.

Wir ziehen für unsere interne Konzernsteuerung das Verhältnis von erhaltenen Anzahlungen zu erbrachten eigenen Leistungen, Cash-Flow und die Barliquidität heran.

Das Verhältnis zwischen erhaltenen Anzahlungen TEUR 3.839 zu erbrachten eigenen Leistungen TEUR 4.889 beträgt am Bilanzstichtag rd. 78,5 %.

Der verkürzte Cash-Flow ermittelt sich aus dem Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen und Veränderung der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen. Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Cash-Flow in Höhe von TEUR 677 (Vorjahr: TEUR 705) erzielt. Die Barliquidität ist von TEUR 876 auf TEUR 2.250 gestiegen.

Des Weiteren werden die Rohertragssituation und die Betriebsergebnissituation im gewöhnlichen Geschäftsverkehr ermittelt, verglichen und analysiert.

Ergebnisbeeinflussende perioden- oder sachfremde Geschäftsvorfälle werden hierzu gesondert erfasst.

III. Prognosebericht

Unsere Konzernunternehmen stehen branchenweit in einem sehr guten Ruf bezüglich der Robustheit unserer Produktionsanlagen und deren Effizienz, wie auch unserem schnellen und überaus kompetenten After-Sales-Service. Basierend auf unserem Ersatzteilgeschäft haben wir direkte Rückmeldung über die Lebensdauer unserer ausgelieferten Maschinen und Anlagen. Wir erhalten regelmäßig positives Feedback und Anerkennung über deren Leistungsfähigkeit.

Aufgrund unserer Wettbewerbsstellung und unseren qualifizierten und erfahrenen Mitarbeitern, gehen wir von einem Kundenzuwachs aus. Auf den Märkten Indien und Mexiko haben wir unsere Präsenz noch weiter verstärkt. In den Regionen Vorder- und Zentralasien haben wir neue Kontakte geschlossen und erwarten im laufenden Jahr ein erstes Projekt.

Mit vielen unserer Kunden haben wir seit Jahrzehnten aktive und vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen. Sie diskutieren oft in einer sehr frühen Projektphase ihre Investitionsvorhaben mit uns, sodass wir sie optimal beraten können und technische Neuerungen gemeinsam vorausplanen können.

Mit den E-Komponenten, z.B. "E-Press Zylinder" und "E-Hauptschließer", können wir unseren Bestandskunden effiziente und energiesparende Baugruppen anbieten, die in allen WALTEC Pressmaschinen nachgerüstet werden können.

"Der Maschinenbau in Deutschland steuert 2023 auf ein herausforderndes Jahr zu. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Minus in der realen Produktion in Höhe von 2 Prozent.

Diese Prognose ist mit einer hohen Unsicherheit behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Noch immer tobt in der Ukraine ein Krieg mitten in Europa, der festgefahren scheint." (Zitat aus 2023 VDMA Konjunkturelle Lage 2022 weltwirtschaftliches Umfeld)

Dieses Zitat und auch weitere Aspekte aus diesem Branchenbericht müssen wir leider bestätigen, so zum Beispiel müssen wir im 1. Quartal 2023 einen signifikanten Rückgang an neuen Aufträgen vermerken. Diese Situation herrscht aktuell im gesamten deutschen Maschinenbau vor.

Trotz dieser ersten Signale eines Konjunkturabschwungs gehen wir von einem positiven Geschäftsverlauf in 2023 aus, zum einen, weil unser Auftragsvorrat bis in das 3. Quartal reicht und zum anderen, weil wir mehrere umfangreiche Projekte mit unseren Kunden detailliert diskutieren.

Für unsere Konzernplanung 2023 (Planungshorizont: 1 Jahr) setzen wir aktuell noch die gleichen Rahmenbedingungen wie im Jahr 2022. Wir erwarten trotz hoher Energie- und Material kosten eine angepasste Betriebsleistung und ein Ergebnis auf Vorjahresniveau.

Die Schwankungsbreite unserer Prognose ist dieses Jahr wesentlich stärker ausgeprägt, wie die Jahre zuvor. Sie ist in der Projektfertigung begründet und wird vermutlich immer noch im Schatten der Pandemie und durch die Dauer und Folgewirkungen der Ukraine Krise beeinflusst sein. Eine Quantifizierung der Schwankungsbreite (bspw. in Bezug auf Richtung und Intensität) und die Auswirkung auf unser Betriebsergebnis kann nicht eindeutig vorhergesagt werden.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken:

Der Konzernerfolg ist maßgeblich von stabilen internationalen Finanzmärkten und Rohmaterialpreisen abhängig. Die Kosten für Personal und Entwicklung werden von der Geschäftsführung, entsprechend unserer Unternehmensstrategie und der aktuellen Umsatzerwartungen, geplant und gesteuert.

Der Rohstoff Glas wird in der Gesellschaft positiv wahrgenommen und gewinnt durch seine 100-prozentige Recycle Fähigkeit immer mehr an Attraktivität. Wir erkennen bislang keine Substitution im Bereich Nahrungsmittel oder "Gedeckter Tisch" durch Kunststoff. "Der Gastronomie-Markt fordert immer neue und qualitativ hochwertige Produkte. Auf der anderen Seite aber ist zu erkennen, dass sich die negativen Auswirkungen des Krieges in Europa am stärksten zeigen und sich die hohen Preissteigerungen trübend auf das Konsumentenvertrauen niederschlagen". (Quelle 2023 VDMA Konjunkturelle Lage 2022 weltwirtschaftliches Umfeld)

Die Kunden der WALTEC investieren in flexible, effiziente, energiesparende Technologien, um Kosten und CO 2 einzusparen. Diesen Anforderungen begegnen wir mit aktuellen Maschinen und Retro-Fit Angeboten.

Diese Tatsachen, unser detailliertes und umfangreiches Produktions-Knowhow und die absolute Zuverlässigkeit unserer Maschinen und Dienstleistungen, werden es uns auch weiterhin ermöglichen, die Marktführerschaft in der Branche für uns zu beanspruchen.

Allerdings sehen wir durch die Verteuerung der Energiekosten auch die Gefahr, dass einige europäische Glashütten ihre Schmelzöfen abschalten werden und es zu einer Abwanderung der Glasproduktion in neue Regionen kommen kann.

Dieser Entwicklung stehen wir neutral gegenüber, denn wir sind mit dem internationalen Geschäft vertraut und werden auch in neuen Regionen durch Leistung und Partnerschaft überzeugen, so dass wir hier kein größeres Risiko für uns in naher Zukunft sehen.

Ein mögliches Konzernrisiko auf Grund von Lieferantenabhängigkeiten wird von der Geschäftsführung als gering eingeschätzt, obwohl sich die Lieferzeiten von Unternehmen deutlich verlängert haben. In allen Bereichen unterhalten wir zu mehreren Lieferanten gute und ausgeglichene Geschäftsbeziehungen.

Ertragsorientierte Risiken

Wir beurteilen die Wettbewerbssituation in unserem spezifischen Markt als sehr gut.

Da unsere produktiven und robusten Maschinen allen Glasproduzenten Wettbewerbsvorteile bieten, gehen wir davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken im Vorjahresvergleich eher gesunken sind. Wir erwarten, dass wir unseren Marktanteil damit mittelfristig und langfristig weiter ausdehnen können.

Die Einschätzung zur weiteren Beeinflussung unserer Geschäftstätigkeit durch die Ukraine Krise ist schwierig vorzunehmen. Der größte Einflussfaktor des Krieges wird der Anstieg der Energiekosten in Europa, insbesondere das Gas, sein. Dies wird weiterhin das Investitionsverhalten unserer und auch deren Kunden prägen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund des bestehenden guten Auftragsbestands und der sich abzeichnenden Neuaufträge, erwarten wir einen zufriedenstellenden Geschäftsverlauf 2023.

Aufgrund der fast ausschließlichen Fakturierung in Euro liegen potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, nicht vor. Auf Seiten unserer Kunden können sich dadurch allerdings Nachteile ergeben, die das Zustandekommen von Aufträgen beeinflussen können.

2. Chancenbericht

Das Konzerngeschäftsjahr 2022 konnten wir trotz der Folgen aus der Pandemie durch zielgerechtes Handeln erfolgreich abschließen. Wir erwarten für das Jahr 2023 eine zufriedenstellende Konzernbetriebsleistung. Unsere Lieferzeit liegt auf Grund der momentanen Lieferengpässe vieler Materialgruppen bei ca. 9 Monaten.

Wir sehen gute Chancen für ein erfolgreiches Jahr, basierend auf aktuellen Projektanfragen durch Bestands- und Neukunden. Gegenüber unseren Wettbewerbern beurteilen wir unsere Marktchancen als gut bis sehr gut.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Kapazitätsengpässe, bzw. Überhänge werden wir durch zusätzliche Arbeitsstunden (BV "Flexible Arbeitskonten") und Fremdvergabe an Lohnfertiger abfangen.

3. Gesamtaussage

Wir beurteilen unsere aktuelle Konzernunternehmenslage als gut und blicken positiv in die Zukunft. Eine ergebnismäßige Titulierung aus den evtl. entstehenden wirtschaftlichen Folgen der Ukraine Krise und den sich daraus entwickelnden weltpolitischen Veränderungen auf unser Konzernunternehmen, kann jedoch aus heutiger Sicht nicht beurteilt werden.

Es wird abzuwarten sein, wie lange die kriegerische Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine andauern wird und welche politischen und wirtschaftlichen Veränderungen sich daraus noch ergeben werden.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Der Konzern verfügt über einen solventen Kundenstamm und Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Derzeit haben wir einen Auftrag aus Russland angearbeitet, mit dem Kunden ist Ratenzahlung nach Fertigungsfortschritt vereinbart. Sobald der Kunde die Zahlungen nicht realisieren kann, werden wir die Fertigung einstellen. Daraus werden wir kein finanzielles Risiko erfahren.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen mit Skontoausnutzung gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich der Konzern überwiegend mittels Kundenanzahlungen und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements des Konzerns ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt der Konzern eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt der Konzern über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden vom Vitruma-Konzern nicht unterhalten.

Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz und wünschen uns weiterhin eine gute Zusammenarbeit und positive Weiterentwicklung in unseren Konzernunternehmen.

 

Wilhelmsthal, 16. März 2023

Vitruma Verwaltungs GmbH

gez. Britta Höfer, Geschäftsführerin

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.082,00 39
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
43.082,00 39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.714.389,03 1.773
2. Technische Anlagen und Maschinen 728.459,00 770
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 190.954,00 181
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 112.023,00 0
2.745.825,03 2.724
2.788.907,03 2.763
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.282.900,00 772
2. Unferige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.889.100,00 3.007
3. Geleistete Anzahlungen 54.769,91 16
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -3.839.352,56 -2.434
2.387.417,35 1.361
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 280.026,82 1.249
2. Sonstige Vermögensgegenstände 378.616,62 256
658.643,44 1.505
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.249.998,33 876
5.296.059,12 3.742
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.244,02 6
8.087.210,17 6.511

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Kapitalanteile
Kapitalanteile der Kommanditisten 400.000,00 400
II. Kapitalrücklage 2.500.749,85 2.501
III. Konzernrücklage 153.814,97 154
IV. Ausgleichsposten für gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnisse -2.132.055,97 -2.110
922.508,85 945
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Verrechnung mit Deckungsvermögen 24.473,00 45
2. Steuerrückstellungen 0,00 37
3. Sonstige Rückstellungen 1.214.022,00 1.106
1.238.495,00 1.188
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 442.171,39 647
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.137.917,02 2.296
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 332.009,30 221
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 760.779,29 892
5. sonstige Verbindlichkeiten 167.296,93 233
5.840.173,93 4.289
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 86.032,39 89
8.087.210,17 6.511

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 10.707.386,36 11.855
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.882.400,00 -37
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 21.047,00 0
4. Sonstige betriebliche Erträge 230.309,99 367
12.841.143,35 12.185
5. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.924.750,14 4.365
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.212.834,79 1.334
6. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 3.521.194,20 3.491
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 615.375,55 638
7. Abschreibungen:
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 300.623,06 316
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.766.383,16 1.538
-12.341.160,90 -11.682
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.852,14 6
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 39.546,83 48
-37.694,69 -42
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 54.217,95 64
12. Ergebnis nach Steuern 408.069,81 397
13. Sonstige Steuern 7.439,00 8
14. Konzernjahresüberschuss 400.630,81 389
15. Verteilung auf Gesellschafterkonten 423.165,53 479
16. Verrechnung mit Ausgleichsposten für gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnisse -22.534,72 -90
17. Konzernbilanzgewinn 0,00 0

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
TEUR TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Jahresüberschuss 400,6 389,1
(+) Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 300,6 315,7
(+)/(-) Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 87,7 216,1
(-)/(+) Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Anlagegütern 22,4 -11,9
(+)/(-) Abnahme / Zunahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -151,6 -14,3
(+)/(-) Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.888,8 1.076,4
(+)/(-) Ertragsteueraufwand / -ertrag (inklusive latenter Steuern) 54,2 64,2
(+)/(-) Zinsaufwendungen / -erträge 37,7 41,5
(-)/(+) Ertragsteuerzahlungen -94,2 -115,7
(=) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.546,2 1.961,1
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
(+) Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen 7,9 11,9
(-) Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -30,4 -23,2
(-) Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -350,4 -690,8
(+) Erhaltene Zinsen 1,9 6,7
(=) Cashflow aus der Investitionstätigkeit -371,0 -695,4
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
(+) Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0,0 490,0
(-) Tilgung von Krediten -204,9 -1.631,5
(-) Gezahlte Zinsen -27,2 -23,9
(-) Auszahlungen an Gesellschafter -569,3 -539,5
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -801,4 -1.704,9
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands (Summe 1-3) 1.373,8 -439,2
+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 875,8 1.315,0
= Finanzmittelbestand am Ende der Periode 2.249,6 875,8

Konzerneigenkapitalspiegel 2022 Vitruma GmbH & Co.KG, Wilhelmsthal (Steinberg)

Kapitalanteile Kommanditisten Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen Kapitalrücklage Konzernrücklagen
Stand 01.01.2021 400.000,00 0,00 2.000.749,85 153.814,97
Zuführung Kapitalrücklage 0,00 0,00 500.000,00 0,00
Zuführung Gesellschafterkonten im Fremdkapital -478.832,39 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 478.832,39 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2021 400.000,00 0,00 2.500.749,85 153.814,97
Zuführung Kapitalrücklage 0,00 0,00 0,00 0,00
Zuführung Gesellschafterkonten im Fremdkapital -423.165,53 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 423.165,53 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2022 400.000,00 0,00 2.500.749,85 153.814,97
Verlustausgleichskonto Gesellschafter Ausgleichsposten für gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnisse Gutschrift auf Gesellschafter-Darlehenskonto Konzerneigenkapital
Stand 01.01.2021 0,00 -2.019.764,94 0,00 534.799,88
Zuführung Kapitalrücklage 0,00 0,00 0,00 500.000,00
Zuführung Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00 -478.832,39
Konzernjahresüberschuss 0,00 -89.756,31 0,00 389.076,08
Stand 31.12.2021 0,00 -2.109.521,25 0,00 945.043,57
Zuführung Kapitalrücklage 0,00 0,00 0,00 0,00
Zuführung Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,00 0,00 0,00 -423.165,53
Konzernjahresüberschuss 0,00 -22.534,72 0,00 400.630,81
Stand 31.12.2022 0,00 -2.132.055,97 0,00 922.508,85

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

I. Vorbemerkung

Vorliegender Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften des dritten Buches des Handelsgesetzbuches (§§ 290 ff. HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Der vorliegende Konzernabschluss ist unter Beibehaltung der für den Konzernvorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 S. 2, 266 ff. HGB).

Forderungen an Gesellschafter und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern werden stets in einem gesonderten Posten ausgewiesen, der Vorrang vor den übrigen Verbindlichkeiten hat.

Die Restlaufzeiten der Forderungen und der Verbindlichkeiten sowie ggf. Mitzugehörigkeitsvermerke werden aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang und nicht in der Bilanz ausgewiesen. Soweit darüber hinaus Ausweiswahlrechte bestehen, werden auch diese für eine klare und übersichtliche Darstellung im Anhang gezeigt.

Eine Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung war nicht vorzunehmen.

II. Registerinformationen

Das Mutterunternehmen ist unter der Firma Vitruma GmbH & Co. KG mit Sitz in Wilhelmsthal im Handelsregister des Amtsgerichts Coburg unter der Nummer HRA 4105 eingetragen.

III. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Jahresabschlüsse der folgenden Unternehmen:

a) Konzernmutter

Vitruma GmbH & Co. KG, Wilhelmsthal

b) Einbezogene verbundene Unternehmen

WALTEC Maschinen GmbH, Wilhelmsthal, Anteil am Kapital: 100,0 %

IV. Konsolidierungsgrundsätze und -methoden

Die auf den Jahresabschluss des Tochterunternehmens angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stimmen mit den entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich festgelegten, für den Konzernabschluss geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens überein.

Bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entspricht der Stichtag des Einzelabschlusses dem Stichtag des Konzernabschlusses.

Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder zugekaufte Kapitalanteile, die erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Das um die stillen Reserven und stillen Lasten neubewertete Eigenkapital wurde mit dem Beteiligungsbuchwert verrechnet. Der im Rahmen der Erstkonsolidierung nach Verrechnung nach § 301 Abs. 1 HGB verbleibende aktivische Unterschiedsbetrag wurde in Höhe von TEUR 1.882 als Firmenwert aktiviert und wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ergaben passive latente Steuern. Sie werden unter einem gesonderten Posten ausgewiesen und werden entsprechend der Fortschreibung der stillen Reserven aufgelöst.

V. Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 und § 264b HGB

Die WALTEC Maschinen GmbH, Wilhelmsthal, wird von den Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch machen und ihren Jahresabschluss und Lagebericht nicht offenlegen. Es besteht zwischen der WALTEC Maschinen GmbH und der Vitruma GmbH & Co. KG ein Ergebnisabführungsvertrag.

Die Vitruma GmbH & Co. KG, Wilhelmsthal, wird ebenfalls von den Befreiungsvorschriften des § 264b HGB Gebrauch machen und ihren Jahresabschluss nicht offenlegen.

VI. Angaben zu allgemeinen Grundsätzen zur Konzernbilanz und Konzerngewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanzierungsmethoden

Der vorliegende Konzernabschluss ist unter Beibehaltung der für den Konzernvorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die Konzernbilanz wurde nach den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB in Kontoform aufgestellt.

Das Gliederungsschema des § 266 Abs. 2, 3 HGB wurde gem. § 265 Abs. 5, 6 HGB angepasst und erweitert, um die Klarheit und Übersichtlichkeit zu erhöhen.

In der Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr die Gliederung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

2. Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden maßgebend:

Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung wurde mit den Anschaffungskosten angesetzt und auf seine voraussichtliche Nutzungsdauer (15 Jahre) planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer ist mit dem Produkt- und Vertriebslebenszyklus der hergestellten Anlagen begründet. Er war zum Bilanzstichtag 31.12.2021 vollständig abgeschrieben.

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen erfolgte die Abschreibung linear.

Im Geschäftsjahr 2021 wurde begonnen, das bislang mittels eines Tabellenkalkulationsprogramms geführte Anlageverzeichnis der Konzerngesellschaften in ein EDV gestütztes Standardprogramm zur Verwaltung des Anlagevermögens zu überführen. Dieser Vorgang wurde in 2022 abgeschlossen. In diesem Zusammenhang wurde eine Anlageninventur in bestimmten Bereichen durchgeführt. Dies führte auch in 2022 zu einer größeren Korrektur der historischen Anlagewerte aufgrund von Abgängen.

Seit dem Geschäftsjahr 2015 werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr voll (derzeit 800 EUR p.a.) abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgten zu Konzernanschaffungskosten - soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war. Für Kleinmaterialien wurde ein Festwert gebildet.

Die Bewertung der teilfertigen Erzeugnisse erfolgt nach dem Fertigungsfortschritt. Dabei werden Materialeinzel- und Lohneinzelkosten sowie Materialgemein- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Notwendige Sondereinzelkosten der Fertigung und anteilige Verwaltungskosten werden über Lohnkostenzuschläge berücksichtigt. Vertriebskosten und Zinsen für Fremdkapital werden nicht berücksichtigt.

Soweit erforderlich kam eine verlustfreie Bewertung zum Ansatz. Für veraltetes Material und Überreichweiten werden Abschläge vorgenommen.

Geleistete Anzahlungen werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet.

Erhaltene Anzahlungen wurden insoweit offen von den unfertigen Erzeugnissen abgesetzt, als diesen bereits angefallene Herstellungskosten gegenüberstehen. Die Bewertung erfolgte zum Erfüllungsbetrag. Im Übrigen erfolgt der Ausweis passivisch.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wurde durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten zum Nominalwert bewertete Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Rückstellungen für Pensionen wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig war. Sie wurden pauschal mit einem der Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre abgezinst. Aufgrund der Verrechnung mit dem Planvermögen ergab sich ein Passivüberhang.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Bei der erstmaligen Erfassung von Rückstellungen kommt die Bruttomethode zur Anwendung.

Verbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die passiven latenten Steuern enthalten zum Nominalwert bewertete saldierte Steuerbe- und -entlastungen künftiger Jahre.

VII. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Nachfolgend werden die in der Konzernbilanz zusammengefassten Posten gesondert erläutert. Soweit nichts anderes vermerkt ist, sind die Werte in den tabellarischen Aufgliederungen in TEUR angegeben.

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2022 Zugänge Abgänge (Umgliederungen U*) Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u. Werten 219.561,36 30.444,00 354,55 249.650,81
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.881.953,73 0,00 0,00 1.881.953,73
2.101.515,09 30.444,00 354,55 2.131.604,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.315.457,53 0,00 0,00 4.315.457,53
2. technische Anlagen und Maschinen 3.068.778,31 145.943,06 882.299,20 2.308.422,17
24.000,00 U*
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.482.229,69 71.888,23 8.585,55 1.545.532,36
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 132.553,00 20.530,00 112.023,00
8.866.465,52 350.384,29 911.414,75 8.281.435,06
Gesamt 10.967.980,61 380.828,29 911.769,30 10.413.039,60
24.000,00 U*
Abschreibungen
Stand 1.1.2022 Abschreibungen des Geschäftsjahres Änderungen der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u. Werten 180.157,36 26.643,00 231,55 206.568,81
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.881.953,73 0,00 0,00 1.881.953,73
2.062.111,09 26.643,00 231,55 2.088.522,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.542.998,73 58.069,77 0,00 2.601.068,50
2. technische Anlagen und Maschinen 2.298.566,31 154.082,06 872.685,20 1.579.963,17
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.301.335,68 61.828,23 8.585,55 1.354.578,36
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.142.900,72 273.980,06 881.270,75 5.535.610,03
Gesamt 8.205.011,81 300.623,06 881.502,30 7.624.132,57
Buchwerte
Stand 31.12.2022 Vorjahr
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u. Werten 43.082,00 39
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
43.082,00 39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.714.389,03 1.772
2. technische Anlagen und Maschinen 728.459,00 770
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 190.954,00 181
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 112.023,00 0
2.745.825,03 2.724
Gesamt 2.788.907,03 2.763

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Laufzeit größer einem Jahr in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 5).

3. Eigenkapital

Die Kapitalanteile bestehen aus den Anteilen der Kommanditisten in Höhe von TEUR 400. Die Komplementärin hat keine Kapitalanteile erbracht.

Die Kapitalrücklage wurde im Geschäftsjahr 2005 für ein Agio in Höhe von TEUR 1 im Rahmen einer Kapitalerhöhung gebildet. In Höhe von TEUR 2.500 (Vorjahr: TEUR 2.500) werden zudem freiwillige Zuzahlungen der Gesellschafter innerhalb der Kapitalrücklagen ausgewiesen.

Die sich aus den Änderungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ergebenden Anpassungen bei den latenten Steuern wurden erfolgsneutral in den Posten "Konzernrücklage" in Höhe von TEUR 154 eingestellt.

4. Ausgleichsposten für gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnisse

Unter dem Eigenkapital wird ein negativer Ausgleichsposten für gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnisse in Höhe von TEUR 2.132 (Vorjahr: TEUR 2.110) ausgewiesen.

5. Pensionsrückstellungen

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der PUC- Methode (projected-unit-credit-Methode) gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

durchschnittlicher Marktzins in Höhe von 1,78 % (Vorjahr: 1,87%) für eine Laufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde,

Rententrend 2,0% p.a.

Anwartschaftstrend 2,0%

biometrische Annahmen: (c) "HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G" von Klaus Heubeck, Lizenz Heubeck-Richttafeln-GmbH; Köln.

Die Bewertung der Rückstellungen erfolgte mit einem Bewertungszinssatz, der auf Basis der vergangenen 10 Jahre ermittelt wurde. Der sich ergebende Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB und der hieraus resultierende ausschüttungsgesperrte Betrag setzt sich wie folgt zusammen:

Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung zum 31.12.2022 (Aktivprimat):

Der Erfüllungsbetrag wurde erstmalig unter Anwendung des IDW RH FAB 1.021 (§ 249 Abs.1 Satz 1 HGB i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB) berechnet. Er beträgt TEUR 171 (Vorjahr: EUR 177). Der Erfüllungsbetrag ohne Anwendung des IDW RH FAB 1.021 würde TEUR 191 betragen.

Nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergäbe sich ein Erfüllungsbetrag von TEUR 173 (Vorjahr: TEUR 205). Der Unterschiedsbetrag beträgt damit TEUR 2.

Gemäß dem Schreiben des Bundesministeriums für Finanzen vom 23. Dezember 2016 ist eine vollständige Ergebnisabführung erfolgt.

Aufgrund der Neubewertung nach IDW RH FAB 1.021 ergab sich eine Reduzierung der Rückstellung (Ertrag) für Altersversorgung in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: Aufwand aus Zuführung TEUR 32).

Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtung unter Anwendung des IDW RH FAB 1.021 aus der Abzinsung wurden mit TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 3) berücksichtigt.

Der Zeitwert des Deckungsvermögens unter Anwendung des IDW RH FAB 1.021 (§ 246 Abs. 2 HGB) beträgt TEUR 146. Zinserträge aus vorhandenem verpfändeten Rückdeckungsvermögen unter Anwendung des IDW RH FAB 1.021 wurden mit TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 2) berücksichtigt und gem. § 246 Abs. 2 HGB verrechnet.

Der nach Saldierung bestehende Unterschiedsbetrag wurde passivisch ausgewiesen.

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalverpflichtungen (TEUR 361), Rückforderungsansprüche (TEUR 450), ausstehende Montageleistungen (TEUR 174), Provisionen (TEUR 30), Gewährleistungen (TEUR 144), Jahresabschluss-, Archivierungsaufwendungen und Aufwendungen für künftige steuerliche Außenprüfungen (TEUR 55) gebildet.

7. Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeiten bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt 31.12.2022
in TEUR in TEUR in TEUR in TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 160 282 0 442
(Vorjahr) (204) (442) (0) (647)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.138 0 0 4.138
(Vorjahr) (2.296) (0) (0) (2.296)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 332 0 0 332
(Vorjahr) (221) (0) (0) (221)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 761 0 0 761
(Vorjahr) (892) (0) (0) (892)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 167 0 0 167
(Vorjahr) (234) (0) (0) (234)
davon aus Steuern 54 0 0 54
(Vorjahr) (136) (0) (0) (136)
davon aus sozialer Sicherheit 4 0 0 4
(Vorjahr) (3) (0) (0) (3)
5.558 282 0 5.840
(Vorjahr) (3.847) (442) (0) (4.290)
Art der Verbindlichkeiten davon durch Pfandrechte u.ä. Rechte gesichert Art und Form der Sicherheit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 442 Buchgrundschulden Sicherungsübereignung Forderungsabtretung
(Vorjahr) (647)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.138 Avalbürgschaften
(Vorjahr) (299)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 keine
(Vorjahr) (0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0 Keine
(Vorjahr) (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 0 Keine
(Vorjahr) (0)
davon aus Steuern 0
(Vorjahr) (0)
davon aus sozialer Sicherheit 0
(Vorjahr) (0)
4.580
(Vorjahr) (946)

Auf der Aktivseite der Bilanz werden erhaltenen Anzahlungen mit TEUR 3.839 (Vorjahr: TEUR 2.434) offen von den Vorräten abgesetzt, die eine Laufzeit kleiner einem Jahr haben.

8. Latente Steuern

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handels- und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB in den Einzelabschlüssen und Differenzen zwischen Bilanzposten aus handels- und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 306 HGB im Konzernabschluss.

Die sich im Konzernabschluss ergebende künftige Steuerbelastung in Höhe von TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 89) wird unter den passiven latenten Steuern ausgewiesen. Diese entstanden durch erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung.

Weitere wesentliche kumulierte Abweichungen aus den Einzelabschlüssen ergaben sich nicht.

Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragssteuersatz liegt bei 12,1 %. Der durchschnittliche Gewerbesteuerhebesatz beträgt 345 %.

9. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich um Darlehen und laufende Verrechnungen. Die Darlehen wurden verzinst.

10. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

a) Haftungsverhältnisse

Avalbürgschaften

Zum Bilanzstichtag bestehen gegenüber drei Kreditinstituten Avalkreditlinien die zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 5.059 (Vorjahr: TEUR 299) beansprucht sind.

b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestanden aus unkündbaren Leasingverträgen offene Leasingverpflichtungen zum Bilanzstichtag mit TEUR 202 (Vorjahr: TEUR 151).

Darüber hinaus bestanden keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von wesentlicher Bedeutung sind.

VIII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Personalaufwand

Der Posten soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR -21 (Vorjahr: TEUR 32), die aus der niedrigeren Bewertung der Pensionsrückstellung resultieren.

2. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Der Posten sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthält Erträge aus Abzinsung in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 5).

3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält Aufwendungen aus Aufzinsungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1).

4. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhaltet Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 3).

IX. Sonstige Angaben

1. Organe des Mutterunternehmens

Geschäftsführung: Vitruma Verwaltungs GmbH
vertreten durch deren Geschäftsführerin:
Britta Höfer, Maschinenbauingenieurin, kaufmännische und technische Leiterin
Die Geschäftsführerin ist von den Beschränkungen des §181 BGB befreit.
Bezüge: Von der Schutzvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB wird analog Gebrauch gemacht.

2. Mitarbeiter des Konzerns

Quartalsdurchschnitt der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 36
Angestellte 31
67

3. Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Saldo der Bilanzposition "Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" sowie Kontokorrentkrediten in Höhe von 0,4 T€, die in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten sind, zusammen.

4. Honorare des Konzernabschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 29) und für Steuerberatungsleistungen TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 4) und sonstige Leistungen TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 4).

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

(Nachtragsbericht)

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach Ende des Geschäftsjahres eingetreten.

 

Wilhelmsthal, 16. März 2023

Vitruma Verwaltungs GmbH

gez. Britta Höfer, Geschäftsführerin

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Vitruma GmbH & Co. KG, Wilhelmsthal,

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Vitruma GmbH & Co.KG, Wilhelmsthal, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Vitruma GmbH & Co.KG, Wilhelmsthal, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Konzernabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Coburg, 3. Mai 2023

Forster GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Forster, Wirtschaftsprüfer

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