KB Produktions Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver, Dipl.-Kfm. Kesseböhmer seit 3.1.2013 | Kommanditist |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kesseböhmer Holding KGBad EssenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht 2022A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS Die Kesseböhmer-Gruppe ist ein deutsches Familienunternehmen mit dem Hauptgesellschafter Oliver Kesseböhmer an der Spitze. Im Zuge der Aufnahme weiterer Gesellschafter erfolgte im Mai 2016 eine Umfirmierung in Kesseböhmer Holding KG. Die Unternehmen der Kesseböhmer-Gruppe sind in unterschiedlichen Geschäftsfeldern tätig. Die Kesseböhmer Holding KG stellt als Führungsholding zentral Dienstleistungen im Bereich Personal, EDV, Rechnungswesen und Einkauf zur Verfügung und koordiniert somit den Einsatz von Kapital und Personal. In den Konzernabschluss wurden alle wesentlichen inländischen und ausländischen Unternehmen einbezogen, auf die die Kesseböhmer Holding KG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Der Konsolidierungskreis umfasst insgesamt 54 Unternehmen (Vorjahr 52), davon 36 deutsche und 18 ausländische Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2022 wurden vier Gesellschaften neu gegründet. In Dubai wurde die Kesseböhmer General Trading LLC gegründet, um die dortigen Märkte gezielter bearbeiten zu können. In den USA wurde The Standing Desk LLC, Wilmington, NC gegründet, um eine verstärkte Ausrichtung auf das Onlinegeschäft sicherzustellen. Daneben gab es zwei Neugründungen in Deutschland. Hierbei handelt es sich um die SW-Service Verwaltungs GmbH, Bad Essen und die SW-Service GmbH & Co. KG, Bad Essen. Ziel der Gründung war die Übernahme des Geschäftsbetriebs der insolventen Schwarz GmbH & Co. KG im Rahmen einer übertragenden Sanierung. Wegen dauerhaft eingeschränkter Rechte und insgesamt untergeordneter Bedeutung wurden drei Unternehmen nicht vollkonsolidiert (Vorjahr 1). Daneben werden sieben Unternehmen at equity bewertet. Seit 2013 werden unsere Gesellschaften in den Geschäftsbereichen Beschlagsysteme, Warenpräsentation, Industrie und Sonstige strukturiert. Der Geschäftsbereich Beschlagsysteme produziert Komponenten für Kücheneinrichtungen. Dies sind im Besonderen Einbauten für Schränke, die Vorräte und Küchengerätschaften aufnehmen können. Die Unternehmen des Geschäftsbereichs Warenpräsentation produzieren Waren- und Displayständer, Kassentische sowie komplette Ladeneinrichtungen. Im Geschäftsbereich Industrie werden Waren für unsere Kundschaft aus dem Bereich Automotive als auch der sonstigen Industrie produziert. Die Unterstützungsfunktionen der Kesseböhmer-Gruppe im Bereich Führung und Verwaltung, auch von Grundstücken und Gebäuden, sind im Geschäftsbereich Sonstige zusammengefasst. B. WIRTSCHAFTSBERICHT DER KESSEBÖHMER-GRUPPE a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Seit Beginn des Jahres 2022 hat sich die Weltwirtschaft merklich abgekühlt. Das liegt vor allem an den deutlich gestiegenen Energiepreisen, die die ohnehin erhöhten Produktionskosten der Unternehmen und die anhaltend hohe Verbraucherpreisinflation zusätzlich befeuert haben. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat zudem zu einer hohen wirtschaftlichen Unsicherheit geführt. Aufgrund der hohen Inflationsraten haben viele Zentralbanken die Leitzinsen erhöht. Darüber hinaus haben die gestiegene Zahl an Coronavirus-Infektionen und die damit verbundenen Produktionsausfälle, insbesondere in China, die Weltkonjunktur im Frühjahr 2022 gedämpft und zu neuen Lieferengpässen geführt. Für die Jahre 2022 und 2023 erwartet der Sachverständigenrat ein weltweites Wirtschaftswachstum von 2,8 % beziehungsweise 1,9 %. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat im 3. Quartal 2022 knapp das Niveau aus dem 4. Quartal 2019 - vor der Corona-Krise - überschritten. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wird durch die Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine allerdings stark beeinträchtigt. Die massiv gestiegenen Energiepreise führen zu erheblichen Kaufkraftverlusten und dämpfen die privaten Konsumausgaben. Gleichzeitig belasten sie die Produktion insbesondere in den energieintensiven Industriezweigen. Im Oktober erreichte die Verbraucherpreisinflation in Deutschland mit einer Rate von 10,4 % im Vorjahresvergleich den höchsten Stand seit Anfang der 1950er-Jahre. Die Inflation ist von hohen Raten bei allen drei Hauptaggregaten, Energie, Nahrungsmitteln und Kerninflation, getrieben. Für das Jahr 2022 erwartet der Sachverständigenrat in Deutschland eine Inflationsrate von 8,0 % und für das Jahr 2023 eine Inflationsrate von 7,4 %. Der Sachverständigenrat prognostiziert für Deutschland ein BIP-Wachstum von 1,7 % im Jahr 2022. Dabei resultiert das Wachstum im Jahr 2022 aus dem statistischen Überhang aus dem vergangenen Jahr und dem noch aufwärtsgerichteten 1. Halbjahr 2022, während im zweiten Halbjahr von einer Stagnation auszugehen ist. Im Jahr 2023 dürften die Abwärtskräfte überwiegen und das BIP um 0,2 % zurückgehen. (Quelle: Jahresgutachten Sachverständigenrat 2022/ 2023, Energiekrise solidarisch bewältigen, neue Realität gestalten) Der Gesamtumsatz der Küchenmöbelindustrie ist 2022 um 9,5% (VJ. 8,7%) auf 6,242 Mrd. € gestiegen. Das Wachstum der Branche dürfte in erster Linie auf Preiseffekte zurückzuführen sein. Während der Inlandsumsatz der Küchenmöbelindustrie um 7,0% (VJ. 2,1%) auf 3,429 Mrd. € gestiegen ist, wurde in den Auslandsmärkten eine Umsatzsteigerung von 12,7% (VJ. 18,6%) erzielt. Der Gesamtumsatz im Ausland beläuft sich damit auf 2,813 Mrd. €. (Quelle: EUWID Holz und Möbel, Ausgabe 13/2023, S.13) Die Exportquote hat sich in der Folge auf 45% (VJ. 44%) erhöht. (Quelle: https://www.kuechennews.de/artikel-16155-hausgeraeteindustrie-bleibt-hinter-dem-wachstum-de.html). Dass der Stellenwert der Küche zugenommen hat, zeigt der Trend zu höherwertigen Küchen. Der Durchschnittspreis pro Küche stieg 2022 auf über 11.379 €, das ist ein Anstieg von 1.042 € gegenüber dem Vorjahr. Neben wachsenden Ansprüchen an der Küchenausstattung sind dabei auch die erforderlichen Preisanpassungen als Folge der gestiegenen Material- und Energiekosten zu berücksichtigen. (Quelle: https://www.moebelmarkt.de/beitrag/amk-durchschnittlich-11-400-euro-f%C3%BCr-die-neue-k%C3%BCche) Die Investitionen der Handelsunternehmen in Ladenbau und Store-Design bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau. 2022 haben Handelsunternehmen in Deutschland 9,12 Mrd. Euro in Bau, Technik und Optik ihrer stationären Geschäfte investiert. Bei stark eingeschränkter Expansion liegt der Fokus für 68 Prozent der Händler klar auf Umbau- und Instandsetzungsmaßnahmen. Neueröffnungen gab es vor allem bei Lebensmittel-, Drogerie- und preisorientierten Fachmärkten. Der Lebensmittelhandel investierte im Geschäftsjahr 2022 für einen neuen Markt bis 2.500 qm Verkaufsfläche (VKF) 852 Euro pro Quadratmeter VKF. Für den klassischen Supermarkt ist dies eine Steigerung von 16 Prozent innerhalb der letzten drei Jahre. (Quelle: https://www.han- delsjournal.de/haendler-investieren-in-den-ladenbau.html) Im Bereich der Industrie stieg der Umsatz der deutschen Präzisionswerkzeuge-Hersteller im Jahr 2022 um 8 Prozent. Der treibende Faktor hierfür war das Auslandsgeschäft. Für das Jahr 2023 wird mit einer Umsatzsteigerung von 8 Prozent gerechnet. (Pressemitteilung VDMA vom 17.01.2023) Der Werkzeugbau hat sich in 2022 ebenfalls positiv entwickelt. Nach Schätzungen des VDW sind 2022 Maschinen und Dienstleistungen im Wert von rund 14,1 Mrd. Euro produziert worden. Das entspricht einem Zuwachs von ca. 10 Prozent. Für das Jahr 2023 wird ein Produktionswachstum von 9 Prozent auf 15,5 Mrd. Euro erwartet. (Pressemitteilung VDW vom 09.02.2023) b) Geschäftsverlauf Im Geschäftsbereich Beschlagsysteme konnten wir unseren Umsatz im Geschäftsjahr 2022 stabil halten. Somit trat der prognostizierte Umsatzrückgang in Höhe von 8 Prozent nicht ein. Mit dem Geschäftsverlauf sind wir insgesamt zufrieden. Auch der Geschäftsbereich Warenpräsentation konnte die Prognose eines Umsatzrückgangs von 12% leicht übertreffen. Insgesamt verringerten sich unsere Umsatzerlöse um rund 10,3% zum Vorjahr. Der primäre Grund für den Umsatzrückgang ist vornehmlich auf eine reduzierte Exporttätigkeit in die Europäische Union zurückzuführen. Mit der Entwicklung und dem Geschäftsverlauf des Jahres 2022 sind wir zufrieden. Im Geschäftsbereich Industrie weist insgesamt ein Umsatzplus von rund 34,9% zum Geschäftsjahr 2021 auf. Insbesondere hat die positive Umsatzentwicklung der Automotive GmbH maßgeblich zur Gesamtentwicklung beigetragen. Insgesamt sind wir mit dem Geschäftsverlauf des Jahres 2022 zufrieden. Für den Konzern ergab sich in 2022 insgesamt ein Umsatzrückgang von rund 2 Prozent. Dies übertrifft unsere Vorjahresprognose, die einen Umsatzrückgang von 10 Prozent vorsah. Die Umsatzentwicklung im Jahr 2022 wurde wesentlich durch ein starkes erstes Halbjahr geprägt, in dem die Nachholeffekte aus der Lieferkettenproblematik spürbar waren. c) Ertragslage Die Geschäftsbereiche der Kesseböhmer-Gruppe zeigten im Berichtsjahr 2022 eine über den Erwartungen liegende Entwicklung. Die Außenumsatzerlöse im Konsolidierungskreis verringerten sich um 2,0 % auf TEUR 718.020 (Vorjahr TEUR 732.422). In Deutschland wurden 52,1 % oder TEUR 374.207 des Gesamtumsatzes erwirtschaftet (Vorjahr 45,8 % oder TEUR 335.410), in den übrigen Ländern 47,9 % oder TEUR 343.813 (Vorjahr 54,2 % oder TEUR 397.012). Davon entfielen auf die restliche EU 26,7 % oder TEUR 191.829 (Vorjahr 35,4 % oder TEUR 259.047) und auf die restliche Welt 21,2 % oder TEUR 151.984 (Vorjahr 18,8 % oder TEUR 137.965). Der Umsatz im Geschäftsbereich Beschlagsysteme stieg unwesentlich um 0,5 % auf TEUR 274.137 an (Vorjahr TEUR 272.815) und erzielte einen Umsatzanteil von 38,2 % am Gesamtumsatz der Kesseböhmer-Gruppe (Vorjahr 37,2 %). Während wir im Inland mit unserer Geschäftsentwicklung im Bereich Küche aufgrund unseres hohen Marktanteils normalerweise maximal wie der Markt entwickeln, konnten wir diesmal das Niveau nicht halten. Mit unserer Umsatzentwicklung in Europa sind wir nicht zufrieden. Der europäische Absatzmarkt verzeichnete in nahezu allen europäischen Ländern Umsatzrückgänge, vor allem in Frankreich, Spanien und Großbritannien. In den außereuropäischen Märkten konnten wir unser Umsatzniveau halten, besonders positiv entwickelten sich Kanada und die Türkei, starke Rückgänge verzeichneten wir in China und Neuseeland. Der Geschäftsbereich Warenpräsentation verzeichnete einen Umsatzrückgang von 10,3 % auf TEUR 349.708 und erzielte einen Anteil von 48,7 % am Gesamtumsatz (Vorjahr 53,2 %). Die negative Entwicklung ist im Wesentlichen auf das Auslaufen von Großprojekten zurückzuführen. Folgeaufträge wurden nur im geringeren Umfang vergeben. Preisanpassungen aufgrund der gestiegenen Energie- und Personalkosten konnten nur zeitverzögert an Kunden weitergegeben werden. Unser Geschäftsbereich Industrie verzeichnet im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz in Höhe von TEUR 94.175 (Vorjahr TEUR 69.787) und einem Anteil von 13,1 % am Gesamtumsatz (Vorjahr 9,5 %). Die positive Entwicklung im Geschäftsbereich wurde unter anderem durch das Wachstum der Kesseböhmer Automotive GmbH beeinflusst, die ihren Export in Drittländer gegenüber dem Vorjahr um mehr als 50% steigern konnte. Der Personalbestand der zum Konsolidierungskreis der Kesseböhmer-Gruppe zählenden Unternehmen erhöhte sich im Berichtsjahr um 6,64 % auf 3.375 Beschäftigte (Vorjahr 3.165). Der Geschäftsbereich Beschlagsysteme erhöhte seinen Personalbestand von 1.538 auf 1.613 Mitarbeiter. Im Geschäftsbereich Warenpräsentation entwickelte sich die Zahl der Beschäftigten von 1.272 auf 1.377. Der Personalbestand der durch die Neustrukturierung entstandenen Geschäftsbereichen Industrie umfasst 293 Mitarbeiter (Vorjahr 275) bzw. 92 Mitarbeiter (Vorjahr 80 Mitarbeiter) im Bereich Sonstiges. d) Finanzlage Die Liquidität unserer Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt des Geschäftsjahres gegeben. Alle Verbindlichkeiten wurden termingerecht und unter Abzug von Skonto bezahlt. Freie Kreditlinien bestehen in ausreichendem Umfang. Die Investitionen des Konsolidierungskreises ohne Zugänge für Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung und Finanzanlagen verringerten sich um 9,1 % auf TEUR 27.090 (Vorjahr TEUR 29.797). Im Geschäftsbereich Beschlagsysteme wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 6.805 getätigt. Diese betrafen vor allem die Erweiterung der Fertigung durch ein Stanz- und Umformautomat, Druckluftheizkraftwerk, Hydraulikpresse, Hochregalstapler, Verpackungsautomat, Montagemaschinen, und weitere Aktivierungen für die Erweiterung der Fertigungsanlagen. Der Geschäftsbereich Warenpräsentation investierte rund TEUR 6.280 im Berichtsjahr. Die wesentlichen Investitionen umfassten eine Laseranlage, Photovoltaikanlagen, Robotersysteme, Schweiß-, Fräse- und Fördermaschinen sowie die Erweiterung der Geschäftsausstattung. Im Geschäftsbereich Industrie wurden Investitionen in Höhe von TEUR 7.076 getätigt, wobei diese hauptsächlich im Rahmen eines Asset Deals durch die SW-Service GmbH & Co. KG angefallen sind. Insgesamt TEUR 6.928 investierte der Geschäftsbereich Sonstige. Diese betrafen vor allem den Ausbau von Hallen nebst Außenanlagen und den Erwerb von einem Grundstück sowie mehrerer Immobilien. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte sowohl aus vorhandenen liquiden Mitteln einschließlich Kontokorrentkreditlinien sowie durch die Aufnahme langfristiger Darlehen. e) Vermögenslage Der Abbau der Vorräte erfolgte prinzipiell in allen Geschäftsbereichen. Vor allem der Bestand an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen wurde verringert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um TEUR 6.722 auf TEUR 85.831. Dieser Forderungsabbau ist den leicht gesunkenen Umsätzen des laufenden Jahres geschuldet. Der Wert des Eigenkapitals im Kalenderjahr 2022 ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.260 gestiegen und beläuft sich jetzt auf TEUR 344.070. Die Eigenkapitalquote beträgt somit 74,6 % (Vorjahr 72,0 %). Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 11.501 verringert und beträgt nun TEUR 461.546 gegenüber TEUR 473.047 im Vorjahr. Das langfristig gebundene Vermögen wird durch das bestehende Eigenkapital gedeckt. C. PROGNOSEBERICHT Für das kommende Jahr erwarten wir für den Geschäftsbereich Beschlagsysteme, aufgrund der aktuellen weltweiten Entwicklungen, einen Umsatzrückgang. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses befindet sich die Kesseböhmer Produktions GmbH & Co.KG i.L. in der Insolvenz. Am 20.9.2023 wurde der Antrag auf Insolvenz beim Amtsgericht Osnabrück gestellt. Am 25.9.2023 erfolgte die Umfirmierung der Gesellschaft in EPT Energietechnik Produktions GmbH & Co. KG. Das Insolvenzverfahren unter Eigenverwaltung wurde am 01.12.2023 eröffnet. Allgemein ist festzustellen, dass eine Vorausschau unseres Geschäftes aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in die Zukunft von immer mehr Kurzfristigkeit geprägt sein wird. Mittelfristig sehen wir aufgrund des stetig fortschreitenden Konzentrationsprozesses weiteren Druck auf die Marge unserer Produkte. Insgesamt erwarten wir für 2023 ein um rund 15% verringerten Umsatz. Für den Geschäftsbereich Warenpräsentationssysteme wird das Geschäftsjahr 2023 weiter von der Konzentration in der Handelslandschaft geprägt sein. Der Preisdruck wird sich weiter durch die Konzentration auf der Abnehmerseite verschärfen. Der Geschäftsbereich Warenpräsentation hat weiterhin einen hohen Bekanntheitsgrad im deutschen Lebensmitteleinzelhandel, in der Markenartikelindustrie sowie zunehmend bei den großen Drogeriemärkten und ist insbesondere für die Möglichkeit der Realisation von sehr umfangreichen Projekten in kurzer Zeit sowie für die Entwicklung und Produktion von technisch anspruchsvollen, kundenindividuellen Produkten bekannt. Der Geschäftsbereich rechnet für das Jahr 2023 mit einem Umsatzrückgang, da weitere Großprojekte auslaufen und Folgeprojekt in dieser Größenordnung nicht am Markt sind. Insgesamt gehen wir von einem Umsatzrückgang in Höhe von ungefähr 10% aus und einem insgesamt geringeren Ergebnis. Der Aufbau im Geschäftsbereich Industrie wird 2023 konsequent fortgeführt. Darüber hinaus wird der in 2012 begonnene Ausbau unseres Vertriebes in Richtung "Automotive" konsequent fortgesetzt. Die Erstellung einer Prognose für das Jahr 2023 gestaltet sich aufgrund des Ausscheidens der Schwarz GmbH & Co. KG aus dem Konsolidierungskreis infolge der Anmeldung der Insolvenz in Eigenverwaltung als herausfordernd. Angesichts der ungewissen Geschäftsentwicklung der Auffanggesellschaft SW-Service GmbH & Co. KG sind wir zurückhaltend bei der Planung und rechnen für den Geschäftsbereich Industrie mit einem Umsatzrückgang von 20% im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt erwarten wir im Jahre 2023 für die Kesseböhmer-Gruppe, bedingt durch die angespannte geopolitische Situation, steigende Zinsen und Inflation, einen Umsatzrückgang von ca. 12% der ggfs. aufgrund nicht quantifizierbarer Risiken niedriger oder auch höher ausfallen kann. D. CHANCEN- / RISIKOBERICHT Die Chancen der künftigen Entwicklung hängen sehr stark von den einzelnen Geschäftsfeldern ab. Im Bereich der Beschlagsysteme ergeben sich zum einen Chancen aufgrund der hohen Qualität unserer Produkte. Zum anderen gehen wir aufgrund unserer Fähigkeit neue Märkte (Länder und Produkte) zu erschließen von weiteren positiven Entwicklungsmöglichkeiten aus. Bei den Warenpräsentationssystemen wird die angespannte Lage im Einzelhandel weiterhin zur Marktbereinigung beitragen, wobei es derzeit keine Anzeichen dafür gibt, dass Bestandskunden von Kesseböhmer in absehbarer Zukunft davon betroffen sind. Die rechtlichen Rahmenbedingungen haben sich im Jahr 2022 nur unwesentlich verändert, so dass sich hieraus keine neuen Risiken für die Kesseböhmer Unternehmensgruppe ergeben. Chancen für die künftige Entwicklung ergeben sich aus den im Prognosebericht konkret genannten Sachverhalten. Fertigungstechnische oder kapazitive Risiken sind aufgrund der vorhandenen Ressourcen nicht zu erwarten. Es existiert kein Investitionsrückstand, vielmehr hält die kontinuierliche Modernisierung der Fertigung an. Ergebnisbelastungen aus Gewährleistungsrisiken sind aufgrund ausreichend dimensionierter Rückstellungen nicht erkennbar. Im Bereich Industrie erwarten wir einen erhöhten Preisdruck vor allem im Bereich der Automobilhersteller. Durch weitere Produktivitätsverbesserungen sowie der Gewinnung von Aufträgen aus dem Maschinen- und Anlagenbau sehen wir Chancen unsere Marktposition zu halten. Im Rahmen ihrer sowohl nach Branchen als auch nach Regionen diversifizierten Struktur ist die Kesseböhmer-Gruppe auch differenzierten Risiken ausgesetzt. Der Umgang mit diesen Geschäftsrisiken ist wesentlicher Bestandteil der unternehmerischen Führung der Kesseböhmer-Gruppe. Risikokonzentrationen in nennenswertem Umfang liegen weder auf Seite der Kunden noch auf Seite der Lieferanten vor. Ebenso sind bestandsgefährdende Risiken im Hinblick auf die Länder, in denen die Kesseböhmer-Gruppe tätig ist, nicht erkennbar. Die Bonität der Lieferanten wird mit Hilfe interner und externer Informationen laufend beobachtet, des Weiteren wurde ein Lieferanten-Bewertungssystem aufgebaut. Im Rahmen des Debitorenmanagements wird das Forderungsausfallrisiko durch Bonitätsprüfungen, Kreditlimitregelungen und ein konsequentes Mahnungswesen reduziert. Zusätzlich sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen größtenteils durch eine Warenkreditversicherung abgesichert. Risiken aus der Schwankung von Wechselkursen sind derzeit nur von untergeordneter Bedeutung, da auch im internationalen Geschäftsverkehr hauptsächlich auf EUR-Basis fakturiert wird. Zukünftig gehen wir davon aus, dass der Fremdwährungsanteil steigen wird. Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind nicht erkennbar. Wir haben in ausreichendem Umfang Kreditlinien zur Verfügung. Unseren finanziellen Verpflichtungen kommen wir auch in 2023 grundsätzlich jederzeit pünktlich nach. Auch aus heutiger Sicht gibt es keine Risiken, die zu einer Beeinträchtigung der langfristigen Existenz der Kesseböhmer-Gruppe führen können. Eine große Herausforderung wird für uns weiterhin der Umgang mit den vielen Einflussfaktoren sein. Seien es politische Veränderungen, Wirtschaftskrisen einzelner Länder oder mögliche Handelskonflikte. Besonders der Krieg in der Ukraine und die Konfliktsituation im Nahen Osten können einen erheblichen Einfluss auf die allgemeine Wirtschaftslage haben - mit Folgen für die Gesellschaft und viele Unternehmen. Aus diesem Grund sind unsere Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr vorsichtig. Zudem ist in den vergangenen Jahren durch die Umstrukturierung der Kesseböhmer-Gruppe, über die nachhaltige Erhöhung der Eigenkapitalquote und die operative Ergebnisverbesserung ein erhöhtes Risiko-Deckungsvolumen geschaffen worden. Insgesamt sind für die Kesseböhmer-Gruppe weder (wirtschaftliche) bestandsgefährdende Risiken erkennbar noch rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale bekannt.
Bad Essen, 19. Dezember 2023 Oliver Kesseböhmer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Anlage zur Konzernbilanz gemäß § 13 Abs. 3 S. 2 PubIG i.V.m. § 5 Abs. 5 S. 3 PubIG
Konzernanhang 2022A. Allgemeine Hinweise Die Kesseböhmer Holding KG mit Sitz in Bad Essen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Osnabrück unter HRA 4013 eingetragen. Sie ist nach den Vorschriften des zweiten Abschnitts des PubIG verpflichtet, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen und offenzulegen. Dieser Konzernabschluss, der nach § 13 PubIG i. V. m. §§ 294 bis 314 HGB erstellt wurde, hat für die in der Anteilsbesitzliste gem. § 313 HGB gekennzeichneten Unternehmen (veröffentlicht im elektronischen Bundesanzeiger) befreiende Wirkung im Sinne von § 264 b HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden alle wesentlichen inländischen und ausländischen Unternehmen einbezogen, auf die die Kesseböhmer Holding KG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Der Konsolidierungskreis umfasst insgesamt 54 Unternehmen (Vorjahr 52), davon 36 deutsche und 18 ausländische Unternehmen. Wegen dauerhaft eingeschränkter Rechte und insgesamt untergeordneter Bedeutung wurden drei Unternehmen nicht vollkonsolidiert (Vorjahr 1). Daneben werden sieben Unternehmen at equity bewertet. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 2 HGB aufgeführt. Im Geschäftsjahr 2022 meldeten die Heinz Schwarz GmbH & Co. KG, Preußisch Oldendorf und die HS Verwaltungs GmbH, Preußisch Oldendorf je eine Insolvenz in Eigenverwaltung an. Diese Entwicklung führte dazu, dass der beherrschende Einfluss der Kesseböhmer Holding KG verloren ging. Als Konsequenz schieden die beiden Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis aus und wurden zum 01.10.2022 entkonsolidiert. Im Geschäftsjahr 2022 wurden vier Gesellschaften neu gegründet. In Dubai wurde die Kesseböhmer General Trading LLC gegründet, um die dortigen Märkte gezielter bearbeiten zu können. In den USA wurde The Standing Desk LLC, Wilmington, NC gegründet, um eine verstärkte Ausrichtung auf das Onlinegeschäft sicherzustellen. Daneben gab es zwei Neugründungen in Deutschland. Hierbei handelt es sich um die SW-Service Verwaltungs GmbH, Bad Essen und die SW-Service GmbH & Co. KG, Bad Essen. Ziel der Gründung war die Übernahme der Vermögenswerte der insolventen Schwarz GmbH & Co. KG im Rahmen eines Asset Deals. Durch die erstmalige Einbeziehung der o.g. Gesellschaften ergeben sich keine Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit mit dem vorangegangenen Konzernabschluss. Aus der Endkonsolidierung der beiden Gesellschaften haben sich die Vermögensgegenstände um TEUR 21.647 sowie die Rückstellungen um TEUR 2.632 und Schulden um TEUR 37.499 reduziert. C. Bilanzierungs- und Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden In den Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wird nach einheitlichen Kriterien bilanziert und bewertet. Die Abschlüsse der at equity einbezogenen Unternehmen sind teilweise an die konzerneinheitlichen Richtlinien angepasst. Die Immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um die lineare Abschreibung bewertet. Dabei kommen Nutzungsdauern von 3 bis 15 Jahren zum Ansatz. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Das Finanzanlagevermögen ist grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Sofern der beizulegende Wert am Bilanzstichtag niedriger war, wurde dieser angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde bei der Bewertung beachtet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Erhaltene Anzahlungen wurden im Vorjahr gemäß § 268 Abs. 5 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Im Bereich der Sachanlagen kommt es aufgrund von unterschiedlichen Anschaffungs- und Herstellungskosten in Handels- und Steuerbilanz zu passiven latenten Steuern. Bei der Berechnung der Steuerdifferenz wurde ein unternehmensindividueller Steuersatz von 13,3% zugrunde gelegt wobei alleinig die Gewerbesteuer berücksichtigt wurde. Konsolidierungsmethoden Bei der Kapitalkonsolidierung wird die Neubewertungsmethode angewandt. Dabei werden die Anschaffungskosten bzw. Beteiligungsbuchwerte gegen das anteilige neu bewertete Eigenkapital verrechnet. Die Erstkonsolidierung wird auf den Zeitpunkt durchgeführt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen wurde. Die aus Erstkonsolidierungen seit dem Jahr 2010 entstehenden aktivischen Unterschiedsbeträge sind, sofern sie nicht einzelnen Vermögensposten zugeordnet und mit diesen ergebniswirksam abgeschrieben werden, als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und werden in den Folgejahren gemäß § 309 Abs. 1 HGB ergebniswirksam abgeschrieben. Analoges gilt für die at equity einbezogenen Unternehmen. Passivische Unterschiedsbeträge werden im Fall "unechter/technischer" Unterschiedsbeträge direkt als Teil der Konzernrücklagen dargestellt. Transaktionen zur Aufstockung von Anteilen an Tochterunternehmen (d.h. ohne Kontrollwechsel) werden gemäß DRS 23 als Kapitalvorgang abgebildet. Dabei werden die Vermögensgegenstände und Schulden des Tochterunternehmens nicht neu bewertet. Vielmehr werden die Anschaffungskosten für die weiteren Anteile mit dem hierauf entfallenden Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs dieser Anteile verrechnet. Sofern sich nach dieser Verrechnung ein Unterschiedsbetrag ergibt, wird der Unterschiedsbetrag erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital verrechnet. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen sind aufgerechnet. Aufwendungen und Erträge zwischen einbezogenen Unternehmen sind eliminiert. Für Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen findet § 304 Abs. 2 HGB Anwendung. Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit at equity einbezogenen Unternehmen werden nicht eliminiert. Währungsumrechnung Die Bilanzen ausländischer Tochterunternehmen, sofern nicht bereits in EUR aufgestellt, werden nach der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Dies führt für die Bilanz zur Umrechnung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag (mit Ausnahme der Anteile an konsolidierten verbundenen Unternehmen, des gezeichneten Kapitals und der Rücklagen, die zum historischen Kurs umgerechnet werden). Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird der jeweilige Jahresdurchschnittskurs herangezogen. D. Erläuterungen zu einzelnen Posten 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. 2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen Der Beteiligungsansatz enthält einen aus der Erstkonsolidierung at equity entstandenen aktiven Unterschiedsbetrag, der einen Anteil am Geschäfts- oder Firmenwert darstellt in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0). Der ursprüngliche Unterschiedsbetrag von TEUR 2.058 wurde über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben. Für die Anteile am Toplifter Teilkonzern besteht ein negativer equity-Wert. 3. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 10.647 (Vorjahr TEUR 7.897) enthalten. 4. Sonstige Rückstellungen Der Posten enthält neben Ansprüchen aus dem Personalbereich insbesondere Gewährleistungsverpflichtungen sowie ausstehende Rechnungen. 6. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden Grundschulden sowie Raumsicherungsübertragungen gewährt. Haftungsverhältnisse Keine Sonstige finanzielle Verpflichtungen Über die in der Bilanz ausgewiesenen Schuldposten hinaus bestehen langfristige sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen und Bestellobligo mit folgenden Belastungen:
Die Leasinggeschäfte dienen der Verbesserung der Vermögens- und Finanzlage. Wesentlicher Vorteil des Geschäfts ist die Erhöhung der Eigenkapitalquote. Weitere Vorteile bestehen in der kurzen Vertragsbindung, da die Vermögensgegenstände bei eintretendem technischen Fortschritt ausgetauscht werden können. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit sowie den Refinanzierungskosten. Gewinn- und Verlustrechnung Eine Gewinn- und Verlustrechnung wird gem. § 13 Abs. 3 Satz 2 PubIG nicht veröffentlicht. Die nach § 5 Abs. 5 Satz 3 PubIG erforderlichen Angaben werden in einer Anlage zur Bilanz publiziert. Die dort genannten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
E. Sonstige Angaben Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen gem. § 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB wurden nur in unwesentlichem Umfang abgeschlossen. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt 3.375 (Vorjahr 3.165). Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar setzt sich wie folgt zusammen:
Im Geschäftsjahr 2022 befand sich die Heinz Schwarz GmbH & Co. KG i.L. in der Insolvenz. Ursache war die stark angespannte Liquidität aus einer seit mehr als drei Jahren fallenden Vorfinanzierungsquote der im Kundenauftrag gefertigten Aufträge. Anfang August war die Heinz Schwarz GmbH & Co. KG i.L. zahlungsunfähig und hat am 3. August 2022 den Insolvenzantrag beim Amtsgericht Bielefeld gestellt. Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung wurde am 1. Oktober 2022 eröffnet. Eine Überschuldung lag nicht vor. Am 14. November 2022 wurde der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft im Rahmen einer übertragenden Sanierung an die SW-Service GmbH & Co. KG, Bad Essen veräußert. Im Berichtsjahr 2022 erfolgte eine Aufstockung der Beteiligungen an der KDW GmbH & Co. KG sowie der KDW GmbH von derzeit 51% auf 90%. Dies geschah im Rahmen eines Kauf- und Abtretungsvertrags über die beiden Gesellschaften. Ein bisheriger Anteilseigner veräußerte seine Kommanditeinlagen an der KDW GmbH & Co. KG sowie seine Geschäftsanteile an der KDW GmbH. Nachtragsbericht Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses befindet sich die Kesseböhmer Produktions GmbH & Co.KG i.L. in der Insolvenz. Am 20.9.2023 wurde der Antrag auf Insolvenz beim Amtsgericht Osnabrück gestellt. Am 25.9.2023 erfolgte die Umfirmierung der Gesellschaft in EPT Energietechnik Produktions GmbH & Co. KG. Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung wurde am 01.12.2023 eröffnet. Die potentiellen Risiken des Ukraine-Krieges betrachten wir weiterhin mit Besorgnis. Der Konflikt zwischen Israel und Gaza, der im Oktober 2023 ausgebrochen ist, trägt fortan zur Zunahme der internationalen Spannungen bei. Im Hinblick auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung sind die Auswirkungen schwer abzuschätzen. Der Umfang der politischen Regulierungsmaßnahmen sowie die konjunkturellen Folgen können nicht umfassend beurteilt werden. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
Bad Essen, 19. Dezember 2023 Oliver Kesseböhmer Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2022
In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Konzernabschluss wurden die rechtsformspezifischen Erleichterungen nach § 9 Abs. 2 und 3 PubIG zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht haben wir mit Datum vom 23. Februar 2024 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Kesseböhmer Holding KG, Bad Essen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Kesseböhmer Holding KG, Bad Essen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Kesseböhmer Holding KG, Bad Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den nach § 13 PubIG anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 23. Februar 2024 Huskobla
& Kollegen Partnerschaft mbB
Huskobla, Wirtschaftsprüfer |
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