Thomas Goswin GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maik Weißbach seit 28.5.2026 | Prokura |
Jens Oliver Dr. Weber seit 10.12.2025 | Geschäftsführer |
Robert Herold seit 6.3.2025 | Geschäftsführer |
Thomas Goswin seit 30.12.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 95.98% | |
Schrag Kantprofile GmbHEigenbeteiligung | 4.02% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 4.02% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schrag Kantprofile GmbHHilchenbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023AKTIVA
PASSIVA
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Aufstellung des Jahresabschlusses Die Schrag Kantprofile GmbH, Hilchenbach, ist in das Handelsregister Siegen unter der Nummer HR B 6373 eingetragen. Der Jahresabschluss der Schrag Kantprofile GmbH, Hilchenbach, zum 31.12.2023 ist nach den Vorschriften des HGB und unter Berücksichtigung entsprechender Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gegliedert. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 und 3 HGB. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Vom Wahlrecht des § 265 Abs. 5 HGB wurde Gebrauch gemacht und aus Gründen der Klarheit das gewählte Gliederungsschema erweitert. 2. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden a. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, linearer Abschreibungen. Die Anschaffungskosten enthalten auch direkt zurechenbare Anschaffungsnebenkosten. Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände waren nicht erforderlich. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen zwischen 1 und 5 Jahren. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Anschaffungskosten enthalten auch direkt zurechenbare Anschaffungsnebenkosten. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände nach der degressiven und der linearen Methode vorgenommen. Soweit die bei- zulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 25 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis zu EUR 800,00 werden sofort als Betriebsausgabe erfasst. Die geleisteten Anzahlungen des Anlagevermögens sind zum Nennbetrag angesetzt. Unter den Finanzanlagen werden Wertpapiere des Anlagevermögens ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu den Anschaffungskosten bzw. im Falle dauerhafter Wertminderungen zum niedrigeren beizulegenden Wert. Wurden in Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu retrograd ermittelten Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Im Wertansatz sind die aktivierungspflichtigen Aufwendungen enthalten. Zinsen für Fremdkapital bleiben unberücksichtigt. Soweit die retrograd ermittelten Herstellungskosten nicht durch die anteilig erzielbaren Verkaufserlöse gedeckt sind, werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte sind zum Nennbetrag angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit Nennwerten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Für Einzelrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko wird unverändert eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % gebildet. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten angesetzt. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Vorauszahlungen für Folgejahre ausgewiesen. Das Stammkapital und die Kapitalrücklage sind mit dem Nennbetrag ausgewiesen. Die eigenen Anteile werden offen vom Stammkapital abgesetzt. Die stillen Einlagen sind zum Nennwert bewertet. Die Steuerrückstellungen werden unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen in Höhe der zu erwartenden Nachzahlungen gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem frist- kongruenten, von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen, durchschnittlichen Marktzins. Die Jubiläumsrückstellung wurde mit einem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz in Höhe von 1,25 % bis 1,79 % abgezinst. Für die Bewertung der Jubiläumsrückstellung wurde keine wesentliche Fluktuation unterstellt. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Soweit sich aus unterschiedlichen Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz für Vermögensgegen- stände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten insgesamt eine Steuerentlastung ergibt, so wird das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 HGB in Anspruch genommen und ein sich insgesamt ergebender Steuerentlastungsbetrag nicht als aktive latente Steuer in der Bilanz angesetzt. 3. Erläuterungen zur Bilanz a) Der Anlagenspiegel stellt sich wie folgt dar:
b) Aufstellung des Anteilsbesitzes Unter den Wertpapieren des Anlagevermögens werden Genossenschaftsanteile der Volksbank in Südwestfalen eG, Siegen, ausgewiesen. c) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Unter den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.925 (i.V. TEUR 1.271) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 7.098 (i.V. TEUR 6.350) enthalten. Von den ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 84 (i.V. TEUR 141) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und TEUR 7.014 (i.V. TEUR 6.209) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Mitzugehörigkeitsvermerke
d) Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Vorauszahlungen für 2024. e) Eigenkapital Das Stammkapital beträgt nominal TEUR 3.500 und ist vollständig eingezahlt. Gemäß § 272 Abs. 1a HGB wird der Nominalbetrag der eigenen Anteile (TEUR 140.800) offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Die Kapitalrücklage resultiert aus einer im Geschäftsjahr 2003 durchgeführten Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage. Es handelt sich um eine Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB. Ausschüttungsgesperrte Beträge im Sinne von § 268 Abs. 8 HGB bestehen zum 31.12.2023 nicht. Die Bilanz wurde unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Die Überleitung auf den Bilanzgewinn ist in der Verlängerung der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. f) Stille Einlagen Es handelt sich um stille Einlagen der Mitarbeiter der Schrag Kantprofile GmbH im Rahmen des SCHRAG-Partnerschaftsmodells. g) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen laufende, der Höhe nach ungewisse Verpflichtungen für Resturlaubs- und Überstundenansprüche der Mitarbeiter (TEUR 590, i.V. TEUR 532), Jubiläumsaufwendungen (TEUR 275, i.V. TEUR 323), Altersteilzeitverpflichtungen (TEUR 166, i.V. TEUR 247), Garantieverpflichtungen (TEUR 136, i.V. TEUR 176) sowie Tantiemen und Gewinnbeteiligungen und Aufwendungen für unterlassene Instandhaltung (TEUR 96, i.V. TEUR 474). Daneben wurden Rückstellungen für Jahresabschlusskosten in Höhe von TEUR 102 (i.V. TEUR 77), Aufbewahrungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 6 (i.V. TEUR 6) und für Berufsgenossenschaftsbeiträge in Höhe von TEUR 11 (i.V. TEUR 28) gebildet. Mit Ausnahme der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen und für Aufbewahrungsverpflichtungen haben alle ausgewiesenen Rückstellungen eine erwartete Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Auf eine Abzinsung dieser kurzfristigen Rückstellungen wurde verzichtet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläums- und Aufbewahrungsverpflichtungen wurde eine jährliche Preissteigerungsrate von 2 % angenommen. Die Abzinsung dieser Rückstellung erfolgte mit den von der deutschen Bundesbank veröffentlichten restlaufzeitkongruenten Zinssätzen. Die Garantierückstellungen werden unverändert zum Vorjahr pauschal mit 0,25 % auf den Gewährleistungsbehafteten Umsatz gebildet. Der in Übereinstimmung mit Art. 28 Abs. 1 EGHGB nicht passivierte Betrag mittelbarer Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitarbeitern der Schrag Kantprofile GmbH beträgt zum 31.12.2023 TEUR 193. Die Pensionsverpflichtungen werden über die Schrag Unterstützungskasse e.V., Hilchenbach, abgewickelt. h) Verbindlichkeiten Die zum 31.12.2023 ausgewiesenen Verbindlichkeiten besitzen im Vergleich zum Vorjahr folgende Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Sicherungsübereignungen der finanzierten Anlagegegenstände gesichert. Die übrigen ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte abgesichert. Mitzugehörigkeit zu anderen Posten
i) Latente Steuern Insgesamt erwartet die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 aus temporären Differenzen eine zukünftige Steuerentlastung. Passive Steuerlatenzen resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen der Sachanlagen. Aus den Jubiläumsrückstellungen sowie aus dem Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen ergeben sich auf Grund der höheren Verpflichtungen im handelsrechtlichen Abschluss gegenüber den steuerlichen Wertansätzen eine aktive Steuerlatenz, die jedoch in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 HGB nicht angesetzt wird. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 30,18 % zugrunde (15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 14,35 % für die Gewerbesteuer). 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung a) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der Gesellschaft wurden in folgenden Märkten erzielt:
Die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen setzen sich wie folgt zusammen:
b) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträgen von in Vorjahren wertberichtigten Forderungen (TEUR 2, i. V. TEUR 2), Erträge aus Versicherungsleistungen (TEUR 1, i. V. TEUR 1), Erträge aus Anlagenverkäufen (TEUR 348, i. V. TEUR 31) sowie aus Auflösung von Rückstellungen (TEUR 40, i.V. TEUR 0), resultieren. c) Personalaufwand Der Personalaufwand beträgt TEUR 14.197 (i.V. 14.494), hierbei entfallen Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von TEUR 156 (i.V. TEUR 168). Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter (gemäß § 267 Abs. 5 HGB; ohne Auszubildende und ohne Geschäftsführer) betrug im Jahresvergleich:
d) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die "sonstigen Steuern" werden, abweichend vom gesetzlichen Schema, in dem Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" in Höhe von TEUR 32 (i.V. TEUR 37) ausgewiesen. Sie beinhalten in 2023 im Wesentlichen Grundsteuern (TEUR 27) und Kfz-Steuern (TEUR 5). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Betriebskosten (TEUR 2.862, i.V. TEUR 2.478), Vertriebskosten (TEUR 3.047, i.V. TEUR 2.963), Verwaltungskosten (TEUR 671, i.V. TEUR 623) und sonstige Aufwendungen (TEUR 764, i.V. TEUR 774). e) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 14 (i.V. TEUR 3) enthalten. f) Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen enthalten Aufzinsungsaufwendungen wie im Vorjahr von < TEUR 1. In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (i.V. TEUR 35) enthalten. g) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 48 (i.V. TEUR 566), Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 3 (i.V. TEUR 31), Körperschaftsteuer für Vorjahre in Höhe von -93 TEUR (i.V. TEUR 13), Solidaritätszuschlag für Vorjahre in Höhe von TEUR -5 (i.V. TEUR 1), Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 45 (i.V. TEUR 531) sowie Gewerbesteuer für Vorjahr in Höhe von TEUR -2 (i.V. TEUR 7). 5. Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften und an verbundene Unternehmen Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Kreditgarantien zugunsten der Schrag Polska in Höhe von TEUR 2.088 (i.V. TEUR 2.352) und zugunsten der Schrag u. Goswin Immobilien-Verwaltungs- GmbH u. Co. KG, Hilchenbach, in Höhe von. TEUR 850 (i.V. TEUR 1.077). Zudem besteht ein Haftungsverhältnis in Form einer Bürgschaft für einen Kontokorrent gegenüber der Schrag Tschechien in Höhe von 75.202,46 €. Aufgrund der derzeitigen Ertragssituation der Gesellschaften wird mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die zum 31.12.2023 bestehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen betragen unter Berücksichtigung der individuellen Vertragslaufzeit insgesamt ca. TEUR 5.164 Von diesem Betrag entfallen auf das Geschäftsjahr 2023 TEUR 1.364. Das Bestellobligo aus Anlagenbestellungen beträgt TEUR 3.826. Die aufgeführten, nicht in der Bilanz enthaltenden Miet- und Leasingvereinbarungen tragen zu einer Verringerung der Kapitalbindung bei und belassen das Investmentrisiko beim Vermieter bzw. Leasinggeber. 7. Sonstige Angaben Konzernbeziehungen Die Schrag Kantprofile GmbH wird gemäß den Vorschriften des HGB in den befreienden Konzernabschluss zum 31.12.2023 der Schrag Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Hilchenbach, einbezogen, die für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss aufstellt. Der Konzernabschluss der Schrag Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Hilchenbach, zum 31.12.2023 wird beim Bundesanzeiger elektronisch veröffentlicht. Von der Befreiungsvorschrift des § 291 HGB hinsichtlich der Aufstellung eines Teilkonzernabschlusses und eines Teilkonzernlageberichts wurde Gebrauch gemacht. Im befreienden Konzernabschluss der Schrag Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Hilchenbach, wurden keine vom deutschen Recht abweichenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden angewandt. Geschäftsführung Zum Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 bestellt Herr Dipl.-Wirtsch.-Ing. Thomas Goswin, Hilchenbach Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung wird die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Gesamthonorars des Abschlussprüfers Die Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB bzgl. des für das Geschäftsjahr 2023 berechneten Gesamthonorars des Abschlussprüfers erfolgt im Konzernanhang der Schrag Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Hilchenbach. 8. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von TEUR 13.036, der sich aus dem Jahresüberschuss von TEUR 305 und dem Gewinnvortrag von TEUR 12.731 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen. 9. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.
Hilchenbach, den 26. Februar 2024 Schrag Kantprofile GmbH, Hilchenbach Dipl.-Wirtsch.-Ing. Thomas Goswin BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Schrag Kantprofile GmbH, Hilchenbach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Schrag Kantprofile GmbH, Hilchenbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schrag Kantprofile GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 14. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Der Jahresüberschuss wird mit dem Gewinnvortrag verrechnet und auf neue Rechnung vorgetragen. Eine Gewinnausschüttung wird auf einer späteren Gesellschafterversammlung beschlossen.
Hilchenbach, 11. März 2024 Friedr. Schrag GmbH u. Co. KG Schrag Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Thomas Goswin, Geschäftsführer LAGEBERICHT 2023RAHMENBEDINGUNGEN UND GESCHÄFTSVERLAUF 2023Die konjunkturelle Entwicklung ist im Jahr 2023 weiterhin vom Ukraine-Krieg und seinen Auswirkungen geprägt, hinzu kommt nun noch eine schleppende Entwicklung der Weltkonjunktur, hohe Inflationsraten, ein hohes Zinsniveau im In- und Ausland sowie weitere geopolitische Risiken. Im internationalen Handel erschwert die heimische Bürokratie- und Kostenbelastung die Wettbewerbsfähigkeit. Wegen der Abhängigkeit Deutschlands von Energie aus Russland (vor allem Gas) sind die Energiepreise weiterhin höher als in den meisten anderen Ländern. Die hohen Ausgaben für Gas, Strom sowie Benzin, Diesel und Heizöl und die damit zusammenhängend hohen sonstigen Lebenshaltungskosten sind für die Verbraucher eine enorme Belastung und beschränken die Möglichkeiten für andere Investitionen. Die Regierung hat mit mehreren Hilfspaketen die Auswirkungen für Unternehmen und Verbraucher abmildern können. Sinkende Energiepreise werden durch das Auslaufen von Hilfspaketen sowie steigender CO 2 -Bepreisung kompensiert. Die Inflation fällt in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2023 mit 5,9 % niedriger aus als im Vorjahr mit 7,9 %. Die Europäische Zentralbank hat über ein höheres Zinsniveau die Inflation im Euro-Raum insgesamt zum Abschwächen gebracht. Die deutsche Wirtschaft konnte sich nach den Corona-Krisenjahren gut erholen, Ukraine-Krieg und die schwache Weltwirtschaft trüben die Stimmung aber wieder ein. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank gegenüber dem Vorjahr um -0,3 %. Die Wachstumsimpulse vom privaten und öffentlichen Konsum und der Investitionstätigkeit in den vergangenen Jahren konnten im Jahr 2023 nicht weiter ausgebaut werden. Trotz leicht gesunkener Wirtschaftsleistung ist die durchschnittliche Erwerbstätigkeit gestiegen. Die durchschnittliche Anzahl der erwerbstätigen Personen in Deutschland stieg von 45,6 Mio. im Jahr 2022 auf 46,0 Mio. im Jahr 2023 an. Durch pandemiebedingte Nachholeffekte und der hohen Inflation erhöhten sich die Einnahmen des Bundes im Jahr 2023 im Vergleich zum letzten Jahr um +1,8 %. Gleichzeitig wurde der Bundeshaushalt im Jahr 2023 durch die Mittel zur Abmilderung von Folgen der Energiekrise im wirtschaftlichen und sozialen Bereich belastet. Insgesamt weist das Staatsdefizit im Jahr 2023 einen Betrag von EUR -87,4 Mrd. aus. Die Umsätze im Bauhauptgewerbe im Jahre 2023 konnten einen Zuwachs von 1,3 % im Vergleich zu 2022 erzielen und beliefen sich insgesamt auf EUR 162,6 Mrd. Real ist der Umsatz aber im Bauhauptgewerbe um 5,3 % gesunken. Der Arbeitskräftebestand der Baubetriebe ist im Jahr 2023 auf ähnlichem Niveau geblieben. Der für die Schrag Kantprofile GmbH wichtige Wirtschaftsbau erzielte im Jahr 2023 EUR 60,0 Mrd., real ein Rückgang um 2,0 % gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang resultiert aus den stark gestiegenen Zinsen und Energiepreisen. Die Schrag Kantprofile GmbH ist Spezialist für individuelle Kantprofillösungen im Metallbau. Mit den Produktgruppen Pfetten und Riegel für den Stahlleichtbau, Zargen für Lichtbänder und -kuppeln und Sonderanfertigungen ist das Unternehmen Marktführer in Deutschland. An den Standorten Hilchenbach, Meckelfeld, Kirchardt und Krostitz werden diese Produkte baustellennah gefertigt. Zielgruppe sind im Wesentlichen Stahlbauer, Hallenbauer, Verleger und Lichtbandhersteller. Die SCHRAG Kantprofile GmbH erzielte im Jahr 2023 einen Umsatz von TEUR 55.080 gegenüber einem Umsatz im Vorjahr von TEUR 71.405. Dies entspricht einem Rückgang von -22,9 %. Das Ergebnis vor Steuern der SCHRAG Kantprofile GmbH betrug 2023 TEUR 302 gegenüber TEUR 3.541 im Jahr 2022. Das Ergebnis des Vorjahres konnte aufgrund des Wettbewerbsdrucks und schwächerer Konjunktur nicht erreicht werden. Diese Entwicklung wurde bereits im Vorjahresabschluss prognostiziert. Das Planergebnis vor Steuern für 2023 in Höhe von TEUR 1.916 wurde nicht erreicht. Die ausgelieferte Tonnage lag mit 25.765 t um 3,0 % unter dem Wert des Geschäftsjahres 2022. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGEErtragslage Die wesentlichen Steuerungskennzahlen der Ertragslage der Gesellschaft stellen die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern dar. Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 sanken um -22,9 % von TEUR 71.405 auf TEUR 55.080. Die Auslandsumsätze (netto nach Erlösschmälerung) der vier inländischen Produktionsbetriebe verringerten sich im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 3.948 auf TEUR 3.006, dies entspricht einer Minderung von 23,9 %. In 2023 erreichten die Auslandsumsätze einen Anteil an den Gesamterlösen von 5,5 % (i.V. 5,5 %). Die Umsätze der einzelnen Standorte entwickelten sich im Jahresvergleich wie folgt:
Die Gesamtleistung ist mit TEUR 54.364 geringer als das Vorjahresniveau (i.V. TEUR 71.779) und veränderte sich somit negativ um -24,3 %. Der Materialaufwand, bezogen auf Roh-, Betriebs- und Hilfsstoffe und Waren ohne bezogene Leis- tungen, verringerte sich 2023 um -31,3 % von 43.751 in 2022 auf TEUR 30.041. Die Materialaufwandsquote für Roh-, Betriebs- und Hilfsstoffe sowie Waren lag 2023 bei 55 % (i.V. 61 %) der Gesamtleistung und sank vergleichend zum Vorjahr aufgrund von leichten Preissenkungen im Bereich der Vormaterialen. Der Personalaufwand verringerte sich 2023 um TEUR 297 von TEUR 14.494 auf TEUR 14.197, dies entspricht einer Verminderung um 2,0 %. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug im Jahr 2023 228 Beschäftigte (i.V. 233) inklusive Geschäftsführer und Auszubildende. Die Personalaufwandsquote nahm zum Vorjahreswert um 5,9 Prozentpunkte zu. Der Grund war der im Vergleich zum Personalaufwand größerer Umsatzrückgangs. Im Jahr 2023 wurden TEUR 279 (i.V. TEUR 3.175) für Investitionen insbesondere in technische Anlagen und Maschinen aufgewendet. Die Abschreibungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 um 14,8 %, von TEUR 1.207 in 2022 auf TEUR 1.385. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen in 2023 TEUR 7.362 gegenüber TEUR 6.868 in 2022 und erhöhten sich damit um 7,2 %. Ausschlaggebend waren vor allem die höheren Aufwendungen für Betriebs- und Vertriebskosten. Das Zinsergebnis verzeichnete 2023 TEUR 25, im Vorjahr lag das Zinsergebnis bei TEUR -261. Die Veränderung ergibt sich aufgrund gesunkener Verzinsung aus der Mitarbeitergewinnbeteiligung sowie höherer Zinserträge im Rahmen von Konzern-Krediten. Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 302 (i.V. TEUR 3.541). Vermögenslage Das Anlagevermögen verzeichnet 2023 eine Minderung von 13,2 %. Der Buchwert zum 31.12.2023 hat sich von TEUR 8.392 auf TEUR 7.283 gemindert. Investitionen des Geschäftsjahres wurden an allen Standorten getätigt, insbesondere wurde in digitale Technik investiert. Das Vorratsvermögen betrug 2023 TEUR 8.948 und ist somit um -16,9 % niedriger als der Vorjahreswert (i.V. TEUR 10.768). Die Finanzierung der Kreditvergaben an nicht verbundene Unternehmen der Schrag-Gruppe wurde aus eigenen Mitteln realisiert. Die entsprechenden Forderungen werden unter dem Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" ausgewiesen. Es handelt sich unter anderem um Darlehensforderungen an die Schrag CZ s.r.o., Údlice/Tschechische Republik, (TEUR 138), an die Schrag u. Goswin GmbH u. Co. KG, (TEUR 5.770) und an die Schrag International GmbH u. Co. KG, Hilchenbach, (TEUR 535). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten zusätzlich Forderungen aus Steuern in Höhe von 553 TEUR (i.V. TEUR 0). Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR -2.907 auf TEUR 2.924. Im Wesentlichen ist der Rückgang durch den Abbau von Rückstellungen und Verbindlichkeiten zu begründen. Das Eigenkapital erhöhte sich von TEUR 16.248 in 2022 um TEUR 305 auf TEUR 16.553. Die Erhöhung entspricht dem Jahresüberschuss 2023. Die Eigenkapitalquote hat sich im Geschäftsjahr 2023 auf 58,71 % erhöht (i.V. 49,6 %) und liegt damit weiter über dem Durchschnitt der Branche. Die Rückstellungen haben sich vergleichend zum Vorjahr um TEUR -2.426 von TEUR 4.389 in 2022 auf TEUR 1.963 in 2023 verringert, dies entspricht einer Minderung von 55,3 %. Steuerrückstellungen waren wegen Erstattungsansprüchen nicht erforderlich und die sonstigen Rückstellungen verminderten sich um TEUR 386 von TEUR 2.350 auf TEUR 1.963. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verzeichnen eine Minderung um TEUR -822 von TEUR 4.519 in 2022 auf TEUR 3.697 in 2023. Die Darlehen dienen der Finanzierung von Maschineninvestitionen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich in 2023. 2022 lagen diese Verbindlichkeiten bei TEUR 870, im Geschäftsjahr 2023 bei TEUR 1.288. Diese Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen ein Cash-Pool-Konto mit der SCHRAG Fassaden GmbH. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich von TEUR 3.877 um TEUR 1.506 auf TEUR 2.371 verringert. Ursächlich ist die Minderung der Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt von TEUR 411 im Jahr 2022 auf TEUR 126 im Jahr 2023. Finanzlage Die Finanzlage des Unternehmens ist gut. Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen TEUR 2.924 und sichern die fristgerechte Zahlungsfähigkeit aller Verbindlichkeiten aus dem normalen Geschäftsbetrieb. Darüber hinaus sind mit den Geschäftsbanken komfortable Kontokorrentlinien vereinbart. Unter Berücksichtigung der Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 3.697 TEUR beläuft sich die Nettofinanzposition zum 31.12.2023 auf TEUR -773. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Schrag Kantprofile GmbH durchschnittlich 228 Mitarbeiter inklusive Geschäftsführer und Auszubildende. Zum 31.12.2023 befinden sich 2 Mitarbeiter in einer kaufmännischen und 3 Mitarbeiter in einer gewerblichen Berufsausbildung. Die SCHRAG-Gruppe unterhält seit 1971 ein Mitarbeiterbeteiligungsmodell, bei dem die Mitarbeiter am gemeinsamen Erfolg und am Kapital des Unternehmens beteiligt sind. Das Beteiligungsmodell wurde im Jahr 2010 an die aktuellen rechtlichen und steuerlichen Gegebenheiten angepasst. CHANCHEN- UND RISIKOBERICHT Risikomanagementsystem Als überwiegend national agierendes Unternehmen sieht sich die Schrag Kantprofile GmbH einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Zentrale Aufgabe des Risikomanagements ist es, frühzeitig und kontinuierlich Risiken zu erkennen, diese zu kontrollieren und durch die konsequente Wahrnehmung von unternehmerischen Chancen zu reduzieren. Im Rahmen des Risikomanagements werden die Geschäftsführung und der Gesellschafter regelmäßig über Risiken unterrichtet, die die Geschäftsentwicklung maßgeblich beeinflussen könnten. Zur frühzeitigen Identifikation, zur Bewertung und zum angemessenen Umgang mit wesentlichen Risiken wird ein Risikomanagement-System verwendet, welches integraler Bestandteil des Berichterstattungsprozesses ist. Dazu gehören monatliche Ergebnisberichte mit entsprechenden Analysen und Kennzahlen, aktualisierte Prognoserechnungen sowie die jährlich erstellte Ergebnisplanung. Auch ein risikoorientiertes Debitorenmanagement ist Bestandteil des ganzheitlichen Risikomanagements. Über die eigenen Maßnahmen zur Risikominimierung hinaus trifft die Geschäftsführung stets die not- wendige Vorsorge, um vorhersehbare substanzielle Risiken durch Versicherungen im Rahmen eines marktkonformen Versicherungsschutzes mit angemessenen Selbstbehalten abzudecken. Beschaffungsrisiken In den ersten vier Monaten vom Geschäftsjahr 2023 haben sich die Stahlpreise erholen können, so dass die Stahlhersteller für das II. Quartal 2023 eine Preissteigerung von 12 % umsetzen konnten. Die Preissteigerungen waren aber nicht nachhaltig, so dass die Stahlpreise bereits im April 2023 unter Druck geraten sind. Die westeuropäischen Werke haben zwar zeitnah reagiert, indem die Fertigungskapazitäten gekürzt wurden, jedoch hat sich die Nachfrage ebenfalls erheblich abgekühlt. Schlussfolgernd kam es im III. und IV. Quartal 2023 jeweils zu Preisreduzierungen, die aber nur kurz anhielten und sich seit Anfang 2024 sukzessive erhöhen. Der Gefahr von Preisänderungen begegnet das Unternehmen durch stetige Marktbeobachtung und der situativen Anpassung der Beschaffungsstrategie und der Vorratshaltung. Grundsätzlich besteht keine Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten, da in der Produktion verschiedene Rohmaterialien eingesetzt werden, für die in ausreichender Zahl Anbieter zur Verfügung stehen. Lieferausfälle, Lieferverzögerungen oder Qualitätsmängel könnten zu Produktionsstörungen führen und sich negativ auf die Ertragslage auswirken. Die Schrag Kantprofile GmbH begegnet diesen Risiken durch stetige Überwachung der Vorratsmindestbestände und durch eine Einkaufsorganisation, die die termingerechte Verfügbarkeit der Rohstoffe und deren Qualität laufend überwacht. Produktrisiken Produktrisiken begegnet die Schrag Kantprofile GmbH mit einer Vielzahl von Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Hierzu gehört beispielsweise die interne Qualitätssicherung, die Zertifizierung nach anerkannten Normen, die ständige Modernisierung der Anlagen sowie die Weiterentwicklung der Produkte. Durch die Maßnahmen sind die Reklamationen deutlich unter der Rückstellungsquote von 0,25 %. Finanzrisiken Hierunter sind vor allem Liquiditäts-, Fremdwährungs- und Zinsrisiken zu beachten, die der Schrag Kantprofile GmbH durch die Finanzierung des Unternehmens und verbundener Unternehmen und durch Transaktionen im operativen Geschäft entstehen. Die Steuerung der finanziellen Risiken unter Verwendung entsprechender finanzwirtschaftlicher Kontrollinstrumente obliegt der Geschäftsführung. Die Verantwortung des Debitorenmanagements liegt im Finanz- und Rechnungswesen, das sich grundsätzlich an den Vorgaben der Warenkreditversicherer orientiert. Die Liquidität des Unternehmens ist zurzeit und auch mittelfristig durch eigene Mittel, die Aufnahme von langfristigen Darlehen zur Finanzierung von Maschineninvestitionen und die Vereinbarung von Kontokorrentlinien mit den Geschäftsbanken gewährleistet. Risiken könnten sich aus einer restriktiveren Kreditvergabe im Bankensektor ergeben. Das Zinsänderungsrisiko wird durch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank bestimmt. Das Wechselkursrisiko ist von insgesamt untergeordneter Bedeutung. Ausfallrisiken Zur Begrenzung des Forderungsausfallrisikos verfügt die Schrag Kantprofile GmbH über ein straffes Forderungsmanagement, bestehend aus einer regelmäßigen Bonitätsprüfung und einem konsequenten Mahnwesen. Für Forderungen an Endkunden (ohne Unternehmen der SCHRAG-Gruppe) besteht eine Absicherung über eine Warenkreditversicherung. Zur Realisierung von kritischen Forderungen arbeitet das Unternehmen mit einer Rechtsanwaltskanzlei zusammen. Der Forderungsausfall im Berichtsjahr lag bei unter 10 TEUR und entsprechend bei 0,0 % vom Umsatz. Gesamtbeurteilung der Risiken Es sei darauf hingewiesen, dass Chancen und Risiken aus aktuell nicht verlässlich einschätzbaren Erlös- und Materialpreisentwicklungen insbesondere die künftige Unternehmensentwicklung positiv wie negativ beeinflussen können. Bestands- bzw. entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen sowie Risiken, die eine wesentliche Beeinträchtigung der Unternehmensfortführung durch einen langfristig negativen Effekt auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben, sind derzeit nicht erkennbar. Für die Absicherung von Risiken, die sich aus Naturereignissen ergeben können, besteht eine umfassende Versicherung durch eine Industriepolice. Damit sind auch die Kosten des Produktionsausfalls an allen Standorten abgedeckt. Die Risiken, die sich aus dem Vertrieb der Produkte ergeben, sind durch eine Produkthaftpflichtversicherung im Rahmen der Industriehaftpflichtver- sicherung abgedeckt. Zur Absicherung der Bonitätsrisiken im Forderungsbestand wird eine Waren- kreditversicherung unterhalten. Den im Lagebericht getroffenen Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf der Schrag Kantprofile GmbH liegen Annahmen zugrunde, die auf Basis der vorliegenden Informationen getroffen wurden und zurzeit als realistisch anzusehen sind. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass wesentliche Risiken aus der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation und eine sich hieraus ergebende allgemeine Prognoseunsicherheit nicht ausgeschlossen werden können. Von besonderer Bedeutung für die wirtschaftliche Situation in Deutschland und Europa ist der Krieg in der Ukraine. Der Wegfall von russischem Öl und Gas sorgt für hohe Energiepreise für private Haushalte, Unternehmen und die öffentliche Hand. Einige Roh- und Baustoffe die aus Russland, Belarus oder der Ukraine bezogen werden, wurden knapp und teurer. Durch Hilfsprogramme und Ersatzbeschaffung der Energie aus anderen Ländern konnte eine Energiemangellage weiterhin verhindert werden und die Energiepreise sind wegen schwächelnder Konjunktur und deshalb geringerer Nachfrage von dem sehr hohen Niveau von 2022 gesunken, liegen aber weiterhin deutlich über dem Vorkriegsniveau. Zur Eindämmung der Inflation hat die Europäische Zentralbank mehrere Zinserhöhungen vorgenommen. Infolgedessen haben sich Kredite erneut verteuert und die Investitionstätigkeit ist weiter gesunken. PROGNOSEBERICHT Die Bauindustrie trifft die Auswirkungen der geopolitischen Lage mit voller Wucht. Die steigenden Materialpreise durch die Inflation in Kombination mit höheren Zinsen verunsichern potenzielle Bauherren. Zusätzlich gibt es weiterhin Probleme bei den Lieferketten und der Verfügbarkeit von Rohstoffen. Die Kalkulation von Baukosten bleibt schwierig. Auch der Mangel an Fachkräften ist eine Herausforderung für die Branche. In den letzten Prognosen der Bauindustrie (Zentralverband des deutschen Baugewerbes) wird für das Geschäftsjahr 2024 beim Wirtschaftsbau mit rückgängigen Umsätzen von 3,0 % gerechnet. Dies würde zu einer geringeren Beschäftigung und sinkenden Margen für die Unternehmen im Wirtschaftsbau führen. Die Bundesregierung rechnet im Jahr 2024 mit einer Verminderung des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 %. Für das Jahr 2025 wird eine Erhöhung von 1,0 % erwartet. Da Wohnraum fehlt gibt es das Ziel der Bundesregierung jährlich 400.000 Wohnungen zu bauen. Bisher wurden diese Ziele weit verfehlt, für 2024 werden wegen schwächelndem Wohnungsbau noch weniger Fertigstellungen prognostiziert, eine Intensivierung der Bautätigkeit wird die nächsten Jahre daher unerlässlich sein. Wegen der hohen Energiekosten müssen mittelfristig viele Gebäude energetisch saniert oder komplett ersetzt werden. Ein Markt wird sich im Bereich der Freifeld-Photovoltaikanlagen ergeben. Durch die massiv gestiegenen Strompreise rechnen sich solche Anlagen schneller und die Investitionsbereitschaft ist groß. Etliche Genossenschaften, Gemeinden oder auch Energieversorger planen solche Anlagen, bei denen Metall- Unterkonstruktionen zum Einsatz kommen, zu installieren. Die Schrag Kantprofile GmbH wird versuchen, durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder und eine noch stärkere technische und digitale Unterstützung ihrer Kunden, den Marktanteil im Industrie- und Gewerbebau auszubauen. AUSBLICK Die Schrag Kantprofile GmbH hatte in den beiden Monaten des Jahres 2024 einen negativen Geschäftsverlauf zu verzeichnen, der unter dem Niveau des Vergleichszeitraums des Vorjahres liegt. Die Auftragseingänge, die Umsätze und das Ergebnis vor Steuern liegen derzeit unter dem Niveau des Vorjahrs. Für das Geschäftsjahr 2024 werden in der Planung eine Erhöhung der Umsatzerlöse im einstelligen Prozentbereich sowie ein deutlich über dem Jahresergebnis 2023 liegendes Ergebnis vor Steuern erwartet. Die Liquidität der Schrag Kantprofile GmbH ist aufgrund der vorausschauenden Geschäftspolitik gut. Es stehen ausreichende liquide Mittel zur Verfügung, mit denen das laufende Geschäft abgewickelt werden kann. Ausgehend von den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen sind für die Schrag Kantprofile GmbH die Preisentwicklungen auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten und dabei insbesondere die Entwicklung der Rohstoffpreise von wesentlicher Bedeutung. Die Konjunkturprognose für das Bauhauptgewerbe 2024 sieht einen positiven Trend in einer Abschwächung des Umsatzrückgangs gegenüber dem Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft wurde durch die Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine besonders stark getroffen. Die hohen Energiepreise ließen in Deutschland die Inflation in die Höhe schießen. Hinzu kommt die Schwäche der Weltwirtschaft, Chinas und damit der deutschen Exporte. Deutschlands Geschäftsmodell als exportorientiertes Land, mit günstiger Energie aus Russland und starken Absatzmärkten in China steht infrage. Positiv ist, dass der Arbeitsmarkt in Deutschland weiterhin stabil ist. Gleichzeitig steigen die Löhne und Gehälter erstmals seit über zwei Jahren wieder stärker als die Preise. Die Kaufkraft der Einkommen nimmt also zu. Das dürfte den privaten Konsum und damit die Konjunktur stützen, auch weil die Inflation zuletzt deutlich gesunken ist. Damit rücken auch Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank in Sicht, die die Konjunktur stützen könnten. Für das Jahr 2025 erwarten Ökonomen daher ein kleines Wachstum von etwas über einem Prozent.
Hilchenbach, 26. Februar 2024 SCHRAG Kantprofile GmbH, Hilchenbach Dipl. Wirtsch.-Ing. Thomas Goswin |
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